{"id":3614,"date":"2008-11-25T09:31:37","date_gmt":"2008-11-25T08:31:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3614"},"modified":"2008-11-25T09:44:57","modified_gmt":"2008-11-25T08:44:57","slug":"hinweise-des-tages-782","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3614","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Lucas Zeise: Notenbanker an die Leine!<\/li>\n<li>Der Absturz des Prekariats<\/li>\n<li>&ldquo;Gewinn machen und entlassen vertr&auml;gt sich nicht&rdquo;<\/li>\n<li>Ackermann: Ein Mann voller G&uuml;te und Barmherzigkeit<\/li>\n<li>Zahlreiche Kommunen mit Anlagen bei Lehman Brothers <\/li>\n<li>Transnet: Mit neuem Chef aus der Krise<\/li>\n<li>Lobbyismus gut getarnt: Wie Firmen verdeckt die &ouml;ffentliche Meinung beeinflussen<\/li>\n<li>Arbeitsvertragsrecht &agrave; la Bertelsmann<\/li>\n<li>Politische Streiks<\/li>\n<li>Renten belasten Konzerne<\/li>\n<li>Falsche Moralapostel<\/li>\n<li>Unvertr&auml;glich sture Frauen<\/li>\n<li>Clement ver&auml;rgert &uuml;ber Beschluss<\/li>\n<li>Warum ein Richter am Bundessozialgericht versetzt wurde<\/li>\n<li>Die W&uuml;rde des Kindes scheint antastbar<\/li>\n<li>Antreten zum Unterricht<\/li>\n<li>Britische Regierung plant neue Reichensteuer<\/li>\n<li>Das IWF-Vorzeigemodell T&uuml;rkei st&uuml;rzt ab<\/li>\n<li>Verstaatlichung von Pensionsfonds: Argentinien beerdigt die B&ouml;rse<\/li>\n<li>Bangladesch: Geiz ist gef&auml;hrlich<\/li>\n<li>Die im Dunkeln sieht man nicht<\/li>\n<li>WAZ-Konzern will Zeitungsredaktionen zusammenlegen und eindampfen<\/li>\n<li>Tipp: &ldquo;Die Spitzeder&rdquo; von Martin Sperr<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3614&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Lucas Zeise: Notenbanker an die Leine!<\/strong><br>\nDer Politik ist die Unabh&auml;ngigkeit der Bundesbank seit Jahrzehnten heilig. Doch mit diesem Grundsatz sollte jetzt Schluss sein.<br>\nDiese Art Zentralbankpolitik hat wesentlich zum Finanzboom beigetragen, dessen Crash wir jetzt erleben d&uuml;rfen. Diese Art Politik abzuschaffen d&uuml;rfte eine der wichtigsten Lehren aus der Finanzkrise sein. Wie macht man das? Am besten in einem ersten Schritt die bisher so heilige Unabh&auml;ngigkeit dieser Institutionen abschaffen. Dann das Personal auswechseln. Schlie&szlig;lich kann man danach einer so reformierten Institution im Sinne Webers die Mitverantwortung f&uuml;r die Finanzstabilit&auml;t auch gesetzlich formal &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Notenbanker-an-die-Leine\/442928.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Absturz des Prekariats<\/strong><br>\nJetzt r&auml;cht sich, dass die Binnennachfrage und vor allem der private Konsum, die einen Ausgleich bieten k&ouml;nnten, von der deutschen Wirtschaftspolitik jahrelang str&auml;flich vernachl&auml;ssigt wurden.\n<p>Jetzt schl&auml;gt aber vor allem das zur&uuml;ck, was von ihren Verfechtern als gro&szlig;e Erfolgsstory verkauft wurde: die Reform des Arbeitsmarkts. Wenn die Flexibilisierung im Aufschwung die Besch&auml;ftigung bef&ouml;rdert hat, wird sie bei einer Talfahrt der Konjunktur in umgekehrter Richtung wirken und den Abbau von Stellen beschleunigen. Die Prognose der &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;, die f&uuml;r 2009 von einer nur leicht von 7,8 auf 7,9 Prozent steigenden Arbeitslosenquote ausgehen, d&uuml;rfte l&auml;ngst Makulatur sein.<\/p>\n<p>Flexibel sollen immer die anderen sein. Die Bundesregierung bleibt demgegen&uuml;ber starr und verweigert hartn&auml;ckig ein umfassendes Konjunkturprogramm. Diese Ignoranz ist wahrhaft alarmierend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1634391_Der-Absturz-des-Prekariats.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Gewinn machen und entlassen vertr&auml;gt sich nicht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Landesbisch&ouml;fin von Hannover, Margot K&auml;&szlig;mann, &uuml;ber die Mentalit&auml;t der Gier und was Investmentbanker vom Apostel Paulus lernen k&ouml;nnen.\n<p><strong>K&auml;&szlig;mann:<\/strong> Genau. Gewinn machen und Mitarbeiter entlassen, das vertr&auml;gt sich nicht. Es gibt eine soziale Verantwortung von Unternehmen.<\/p>\n<p><strong>SZ:<\/strong> Sie sind aber streng.<\/p>\n<p><strong>K&auml;&szlig;mann:<\/strong> Ja. Zu mir kam zum Beispiel mal jemand, der wollte seinen Betrieb in die Ukraine verlagern, weil es da billiger ist.<\/p>\n<p><strong>SZ:<\/strong> Das k&ouml;nnte doch gut f&uuml;r die Menschen in der Ukraine sein.<\/p>\n<p><strong>K&auml;&szlig;mann:<\/strong> K&ouml;nnte sein. Aber dem habe ich gesagt, er m&ouml;ge seinen Familiensitz dann doch bitte auch in die Ukraine verlagern. Ich meine, die Leute leben hier, sie profitieren von kostenfreien Schulen, k&ouml;nnen in jedes Krankenhaus gehen, die Stra&szlig;en werden saniert, und dann investieren sie woanders und zahlen hier nicht mal Steuern daf&uuml;r. Das finde ich unsolidarisch.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/162\/448894\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das moralische Urteil der Landesbisch&ouml;fin ist ehrenwert, aber den kapitalistischen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten ist allenfalls mit Gesetzen und nicht mit Moral beizukommen. Schon in der Denkschrift &bdquo;<a href=\"?p=3340\">Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive<\/a>&ldquo; wird in fast allen Kapiteln die &bdquo;Verantwortung&ldquo; beschworen. Der Verantwortung des Unternehmers kann eben nur durch politisch vorgegebene Regeln und gesellschaftliche Gegenkr&auml;fte nachgeholfen werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Mann voller G&uuml;te und Barmherzigkeit<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann hatte angek&uuml;ndigt, keine Staatsgelder in Anspruch nehmen zu wollen und dieses Jahr auf Bonus-Zahlungen verzichten zu wollen. Das ZDF hat in seinem Internetportal einen offenen Brief seines B&ouml;rsenexperten Frank Zink ver&ouml;ffentlicht, in dem dieser sich kritisch mit der Haltung von Josef Ackermann auseinandersetzt und ihm Heuchelei und Arroganz vorh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medrum.de\/?q=print\/1504\">Medrum.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Den obigen Hinweis bekamen wir von Orlando Pascheit. Und siehe da: Diesen Brief gibt es tats&auml;chlich auch auf den <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/13\/0,3672,7392109,00.html\">Webseiten des ZDF<\/a>  (so jedenfalls der Status am 24.11.2008 um 22:04 Uhr).<br>\nDas scheint auf eine gewisse Entfremdung zwischen zumindest diesem Fernseh-&bdquo;B&ouml;rsenexperten&ldquo; und Josef Ackermann hinzudeuten.<br>\nDavon w&uuml;rden wir gerne noch etwas mehr sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Keine Spur von Angst &ndash; Ackermann k&uuml;ndigt Rekordgewinne an<\/strong><br>\n&laquo;Einige Neupositionierungen und Anpassungen werden notwendig sein, doch wir haben das Potenzial, langfristig die Rekordergebnisse des Jahres 2007 wieder zu erreichen und auch zu &uuml;bertreffen&raquo;, schrieb Ackermann Ende vergangener Woche in einem Brief an die Mitarbeiter der Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/unternehmen-und-konjunktur\/Keine-Spur-von-Angst--Ackermann-kuendigt-Rekordgewinne-an\/story\/25382564?print=yes\">Tagesanzeiger CH<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mit anderen Worten, Ackermann strebt eine Rendite (Eigenkapitalrendite vor Steuern) von 26 Prozent an. Dabei hatte Ackermann selbst noch im Dezember 2007 in der NZZ die Sucht nach Rendite kritisiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zahlreiche NRW-Kommunen mit Anlagen bei Lehman Brothers <\/strong><br>\nZahlreiche Kommunen haben Geld bei der deutschen Tochter der bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers angelegt. Das teilte das NRW-Innenministerium am Montag (24.11.08) auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Landtagsfraktion mit. Zur H&ouml;he der Anlagen gab es keine Ausk&uuml;nfte. Zu den betroffenen Kommunen geh&ouml;rten die St&auml;dte D&uuml;sseldorf, Frechen, K&ouml;ln, M&uuml;nster, Troisdorf, Wuppertal sowie die Kreise Borken und Euskirchen. Die Liste sei aber nicht vollst&auml;ndig. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte Mitte November das Insolvenzverfahren &uuml;ber die deutsche Tochter der pleitegegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers er&ouml;ffnet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/kurzmeldungen\/2008\/11\/24\/viele_kommunen_haben_anlagen_bei_lehman.jhtml\">wdr<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.report-k.de\/content\/view\/11114\/40\/\">report-k.de<\/a>\n<p>&Auml;hnliches kommt aus Baden-W&uuml;rttemberg:<br>\n<strong>Freiburg ist alleine mit 47 Millionen dabei.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/stn\/page\/detail.php\/1842123\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung B.V.:<\/strong> Das hei&szlig;t, wir alle tragen nicht nur das Zocker-Risiko f&uuml;r die Spekulanten &uuml;ber das 480-Milliarden-Paket, wir haben quasi &uuml;ber unsere kommunalen Vertreter mitgezockt. Aber die Kassen der Kommunen sind ja derartig leer, dass nicht einmal die &uuml;berh&ouml;hten Strom- und Heizkosten-Rechnungen von ALG2-Empf&auml;ngern &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche finanziellen und auch fl&auml;chendeckenden Dimensionen ohne privatwirtschaftliche Einfl&uuml;sterer m&ouml;glich sind. Aber ich wundere mich nicht wirklich, denn wie sagen Sie immer so sch&ouml;n: &ldquo;F&uuml;r Nachdenkseiten-Leser ist das alles nichts Neues.&rdquo; Eben. Leider.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Transnet: Mit neuem Chef aus der Krise<\/strong><br>\nDie Bahngewerkschaft Transnet will mit ihrem bisherigen Tarifexperten Alexander Kirchner aus der gr&ouml;&szlig;ten Krise ihrer sechzigj&auml;hrigen Geschichte steuern. Die Wahl des 52-J&auml;hrigen zum neuen Vorsitzenden war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet, sie gilt jedoch als unstrittig.\n<p>Man werde die Position zur Privatisierung der Deutschen Bahn &uuml;berpr&uuml;fen, k&uuml;ndigte Kirchner an. Die zentrale Frage sei nicht, ob und wann der Staatskonzern an die B&ouml;rse gehe. Entscheidend sei vielmehr, ob die Schiene genug Geld bekomme, um ihre umwelt- und strukturpolitischen Aufgaben zu erf&uuml;llen. Solange das nicht sichergestellt sei, &ldquo;werden wir zu Nichts eine Zustimmung geben&rdquo;.<\/p>\n<p>Das sind neue T&ouml;ne, die in Berlin viel Beifall bekommen. Bei der Bahn, deren Chef Mehdorn den Besuch kurzfristig absagte, wird der Gewerkschaftstag mit Argusaugen verfolgt. Falls die neue Transnet-Spitze den Kurs wechseln und k&uuml;nftig die Bahnprivatisierung wie alle DGB-Gewerkschaften bek&auml;mpft, k&ouml;nnen die Bundesregierung und Bahnchef Hartmut Mehdorn die aufgeschobenen B&ouml;rsenpl&auml;ne wohl begraben. Denn Transnet stellt nicht nur den Vize-Aufsichtsratschef im Konzern. &Uuml;ber die Mitbestimmung hat die Gewerkschaft auch gro&szlig;en Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1635045_Mit-neuem-Chef-aus-der-Krise.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Buhrufe f&uuml;r Exchef Hansen<\/strong><br>\nDie Bahngewerkschaft &auml;ndert ihren Kurs und kritisiert die Privatisierungspl&auml;ne. Transnet k&auml;mpft mit Mitgliederschwund und seiner schwachen Position in Tarifverhandlungen.<\/p>\n<p>&ldquo;Falsch ist, dass Mehdorn den B&ouml;rsengang wie eine Monstranz vor sich hertr&auml;gt.&rdquo; Volksverm&ouml;gen d&uuml;rfe nicht an russische, saudische oder chinesische Staatsfonds verscherbelt werden: &ldquo;Das werden wir so nicht mitmachen.&rdquo; Transnet sieht allerdings schweren Zeiten entgegen. 2007 verlor die Gewerkschaft rund 10.000 Mitglieder, in den ersten neun Monaten 2008 weitere 9.000. Jetzt d&uuml;mpelt man bei rund 230.000 Mitgliedern herum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/buhrufe-fuer-exchef-hansen\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em>Au&szlig;erdem:<\/em><\/p>\n<p><strong>Transnet bleibt bei zehn Prozent<\/strong><br>\nBahnchef Mehdorn hatte den Besuch auf dem Gewerkschaftstag laut Kirchner kurzfristig abgesagt. Sein Vorstandskollege Norbert Hansen, der bis Mai Transnet geleitet hatte und danach unter heftiger Kritik die Seiten wechselte, wurde von seinen fr&uuml;heren Kollegen mit gellenden Pfiffen begr&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1634738_Transnet-bleibt-bei-zehn-Prozent.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lobbyismus gut getarnt: Wie Firmen verdeckt die &ouml;ffentliche Meinung beeinflussen<\/strong><br>\nLobbyisten vertreten Interessen &ndash; von Wirtschaftsunternehmen, aber auch von Umweltverb&auml;nden. In Berlin wirken nach groben Sch&auml;tzungen 5000 Interessenvertreter, die versuchen, dass ihre Anliegen in entsprechenden Gesetzen Beachtung finden. Das ist in einem demokratischen System im Prinzip legitim und normal &ndash; solange allen klar ist, wessen Interessen vertreten werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/880660\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/11\/22\/dlf_20081122_1840_caea45e4.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Wirtschaftsverb&auml;nde k&auml;mpfen gegen den Machtverlust<\/strong><br>\nMachtwechsel beim BDI: Bau-Manager Hans-Peter Keitel avanciert zum neuen Chef-Lobbyisten der deutschen Industrie. Leicht wird er es nicht haben &ndash; die gro&szlig;en Verb&auml;nde verlieren zunehmend an Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,592310,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Korrekter w&auml;re die &Uuml;berschrift: Lobbyorganisationen, bezahlte Experten, Bosse der Gro&szlig;konzerne und Wirtschaftsberater haben gegen&uuml;ber den Wirtschaftsverb&auml;nden an Macht gewonnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsvertragsrecht &agrave; la Bertelsmann<\/strong><br>\nDie Verfasser eines immerhin 149 Paragrafen umfassenden Entwurfs f&uuml;r ein Arbeitsvertragsgesetz, die K&ouml;lner Professoren Ulrich Preis und Martin Henssler, scheuen kein Eigenlob: &raquo;In der Fach&ouml;ffentlichkeit stie&szlig; der Entwurf nahezu einhellig auf ein &uuml;beraus positives Echo. Richterschaft und Anwaltschaft begr&uuml;&szlig;ten die systematische Transparenz und Schl&uuml;ssigkeit des Vorhabens. Die Tragf&auml;higkeit des Ansatzes wurde im April 2007 seitens der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Gesetzgebung durch Verleihung des Preises f&uuml;r gute Gesetzgebung gew&uuml;rdigt&laquo; (so Preis und Henssler im Vorwort zum Entwurf, Stand November 2007, Beilage zur Neuen Zeitschrift f&uuml;r Arbeitsrecht (NZA) 21\/2007).\n<p>Was steckt hinter dem Projekt? Es handelt sich &ndash; wieder einmal &ndash; um ein Auftragswerk der Bertelsmann-Stiftung, die mit &uuml;ber 300 Mitarbeitern und (2006) mehr als 47 Millionen Euro aus Gewinnen der Bertelsmann AG (eines der gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzerne weltweit) das &raquo;Leitbild&laquo; verfolgt, &raquo;dass unternehmerisches Denken und Handeln entscheidend dazu beitragen, Probleml&ouml;sungen f&uuml;r die verschiedenen Bereiche unserer Gesellschaft zu entwickeln und erstarrte Strukturen aufzul&ouml;sen&laquo;.<\/p>\n<p>In dieser Ideenschmiede des Neoliberalismus ist man offenbar angesichts der Widerst&auml;nde in der Bev&ouml;lkerung bis weit in die SPD hinein gegen Bem&uuml;hungen, den gesetzlichen Arbeitnehmerschutz immer weiter zu untergraben, auf den Gedanken gekommen, es mit einer Mogelpackung zu versuchen.<\/p>\n<p>Da kaum angenommen werden kann, dass den Professoren Henssler und Preis die ihren Entwurf pr&auml;gende massive Einschr&auml;nkung des Arbeitnehmerschutzes &ndash; ganz im Sinne der neoliberalen Geldgeber &ndash; entgangen ist, liegt nahe, dass mit der irref&uuml;hrenden Darstellung des Entwurfs als &raquo;ausgewogen&laquo; versucht wird, politisch bis weit in die SPD hinein &raquo;Land zu gewinnen&laquo;, zumal Preis in der Vergangenheit eher arbeitnehmerfreundliche Positionen bezogen hat.<\/p>\n<p>Ma&szlig;geblich aufgrund der Ablehnung durch die DGB-Gewerkschaften d&uuml;rfte inzwischen klar sein, dass sich die Bertelsmann-Hoffnungen in dieser Legislaturperiode des Bundestages nicht mehr erf&uuml;llen werden. Allerdings ist nun damit zu rechnen, dass versucht wird, den Entwurf als l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige moderne, ausgewogene Reform des Arbeitsrechts in den Bundestagswahlkampf 2009 einzubringen und zum Gegenstand einer Koalitionsvereinbarung zu machen. Gel&auml;nge dies, w&uuml;rde der Arbeitnehmerschutz in Deutschland gro&szlig;en Schaden nehmen. Es ist also dringlich, den tats&auml;chlichen Inhalt des Entwurfs m&ouml;glichst vielen Menschen bekannt zu machen &ndash; was die Konzernmedien unterlassen. Die Mogelpackung darf nicht Gesetz werden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/49293cfc688c8\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der politische Streik<\/strong><br>\nDeutschland hat das restriktivste Streikrecht in Europa. Die deutsche Rechtsprechung schr&auml;nkt das Streikrecht auf Ziele ein, die nur tariflich geregelt werden k&ouml;nnen. Im europ&auml;ischen Vergleich sind politische Streiks, die sich gew&ouml;hnlich gegen die Regierungspolitik richten, neben Deutschland nur in D&auml;nemark und Gro&szlig;britannien verboten. In Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und &Ouml;sterreich haben in den vergangenen Jahren Generalstreiks oder &auml;hnliche Aktionen stattgefunden, die sich gegen Rentenreformen, Sparpakete oder gegen die Aufweichung des K&uuml;ndigungsschutzes richteten. In weiteren europ&auml;ischen L&auml;ndern hat es eine F&uuml;lle von politischen Streiks bis hin zu Generalstreiks gegeben. Was in vielen anderen Staaten selbstverst&auml;ndlich ist, wird in Deutschland durch Politik und Rechtsprechung unterdr&uuml;ckt. Das faktische Verbot des politischen Streiks widerspricht nicht nur den Interessen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit, sondern auch der Europ&auml;ischen Sozialcharta. Und die ist schon vor mehr als 30 Jahren von der Bundesrepublik Deutschland anerkannt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">welt der arbeit.de (dort der Link &bdquo;Zeit f&uuml;r politischen Streik!&ldquo;)<\/a><\/li>\n<li><strong>Renten belasten Konzerne<\/strong><br>\nDie Finanzkrise rei&szlig;t L&ouml;cher in die Betriebsrenten-Kassen. Die L&uuml;cke zwischen Pensionsverpflichtungen und dem daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stehenden Verm&ouml;gen wird gr&ouml;&szlig;er. Betroffen sind ausgerechnet die Konzerne, die Forderungen von Ratingagenturen folgten und ihre Pensionsverpflichtungen auslagerten. Anstatt R&uuml;ckstellungen in den Bilanzen f&uuml;r ihre Pensionsverpflichtungen zu bilden, haben sie zur Deckung der Rentenpl&auml;ne Verm&ouml;genswerte wie Immobilien und Wertpapiere in Treuhandgesellschaften oder Pensionsfonds ausgelagert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/renten-belasten-konzerne;2096291\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Falsche Moralapostel<\/strong><br>\nTillich hat seinen genauen DDR-Posten wohl vernebelt. Ist das ein R&uuml;cktrittsgrund? Gemessen an der Anma&szlig;ung, die historische Moral gepachtet zu haben: Ja. Man kann Tillich aber auch im Amt halten. Man muss dann nur zugeben, dass man die Verlogenheit und Verharmlosung im Umgang mit der DDR, die man der Linkspartei oft zurecht vorwirft, in Wahrheit teilt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1634393&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unvertr&auml;glich sture Frauen<\/strong><br>\nAndrea Ypsilanti hat schwere politische Fehler gemacht. Das allein aber erkl&auml;rt nicht das unsolidarische Verhalten gegen sie &ndash; und auch nicht die H&auml;me, die ihr entgegenschl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F11%2F22%2Fa0181&amp;cHash=8bf17f8b40&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Clement ver&auml;rgert &uuml;ber Beschluss<\/strong><br>\nWeil er seine &Auml;u&szlig;erungen zum hessischen Landtagswahlkampf ausdr&uuml;cklich bedauerte, darf der fr&uuml;here Bundeswirtschaftsminister Clement in der SPD bleiben. Die Bundesschiedskommission bekr&auml;ftigte aber die erteilte R&uuml;ge &ndash; zum Verdruss des 68-J&auml;hrigen.\n<p>&ldquo;Ich halte eine R&uuml;ge f&uuml;r unangemessen und falsch&ldquo;, sagte Wolfgang Clement dem &bdquo;Handelsblatt&ldquo; vom Dienstag. Gleich nach der Urteilsverk&uuml;ndung am Montagabend bekr&auml;ftigte er au&szlig;erdem: &bdquo;Es bleibt dabei, die Energiepolitik der hessischen SPD ist falsch und in einem Industrieland nicht zu verantworten&ldquo;, und k&uuml;ndigte an: &bdquo;Ich werde mich auch in Zukunft an der Debatte beteiligen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/spd-clement-veraergert-ueber-ruege_aid_350921.html\">Focus<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiterer Erfolg des rechten Fl&uuml;gels der SPD. Das ist uns keines neuen Kommentars Wert, darum siehe Clement:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"?p=3377\">Ein Mann sieht rot<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"?p=3373\">Der Spruch der Schiedskommission, Wolfgang Clement aus der SPD auszuschlie&szlig;en, ist richtig und verheerend zugleich <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=2906\">Clement hat schon immer gegen die SPD gearbeitet, es hat nur keiner wahrhaben wollen.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Warum ein Richter am Bundessozialgericht versetzt wurde<\/strong><br>\nProf. Wolfgang Meyer ist der dienst&auml;lteste Richter am Bundessozialgericht (BSG). Dort hat er sich mehr als 18 Jahre vor allem mit Entscheidungen zu Ostrenten besch&auml;ftigt. Zu seinen richterlichen Entscheidungen geh&ouml;ren Urteile, die DDR-Akademikern, Ingenieuren oder Wissenschaftlern, ehemaligen Reichsbahnern und Postmitarbeitern der DDR h&ouml;here Renten bescherten. Dann folgte der Rechtsstreit um die Anrechnung von Unfallrenten auf Altersrenten. Bei der Verrechnung wurden Ostdeutsche schlechter gestellt als Westdeutsche. Im Fr&uuml;hjahr 2006 ging es um Erwerbsminderungsrenten, die Personen beziehen, die j&uuml;nger als 60 Jahre alt sind. Ihre Rente wurde um mehr als zehn Prozent gek&uuml;rzt. Das erkl&auml;rten Meyer und sein 4. Senat f&uuml;r nicht rechtens. \n<p>Pl&ouml;tzlich ist der Richter gegen seinen Willen versetzt worden. Prof. Dr. Meyer meint dazu &ldquo;Ich f&uuml;hle mich schlichtweg kaltgestellt!&rdquo; Er glaubt, seine Versetzung h&auml;ngt mit seinen Urteilen zusammen: &ldquo;Es k&ouml;nnte durchaus so sein, dass &uuml;ber die anderthalb Jahrzehnte die Rechtssprechung des 4. Senats manchem einfach zu teuer geworden ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/umschau\/5925381.html\">MDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die W&uuml;rde des Kindes scheint antastbar<\/strong><br>\nAus kleinen Menschenwesen sollen schon unternehmerische Roboter werden. Kindliches Denken, Kindisch- und Kindlichsein ist verp&ouml;nt. Stattdessen sollen sie kalkulieren und abw&auml;gen, sollen, anstatt das zu tun, was sie wollen &ndash; was ja Ausdruck kindlicher Selbstfindung ist -, ber&uuml;cksichtigen, was ihre Kunden wollen. Zucht und Ordnung von Kindesbeinen an! Einst lernten sie Disziplin unter Tage, heute sollen sie das als Unternehmer tun. Ihre Individualit&auml;t, der kindliche Spieltrieb, das Erfahren der Welt durch kindliches Spiel folglich &ndash; alles dahin, alles nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;! Die W&uuml;rde des Kindes bedeutet heute, dem Kind zu garantieren, ein Leben als Erwachsener f&uuml;hren zu k&ouml;nnen; ein Leben f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, das vollgepackt mit dem Wahnsinn der erwachsenen Welt ist &ndash; mit ihrem Wettbewerbsfetisch, mit ihrem lasziven Hang zum freien Markt und mit der Freude an Ausbeutung, ungerechter Verteilung, Unterdr&uuml;ckung und der Beseitigung jeglichen Solidarit&auml;tsgedankens. Dies ist pure Reaktion, R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit, Ewiggestrigkeit. Das Kind ist wieder, wie schon einst, kleiner Erwachsener, geschrumpfte Variante des Ausgewachsenen. Erneut wird konkret, was sich am herrschenden Zeitgeist immer wieder, mehr und mehr, sichtbar macht: Er ist Ausdruck von R&uuml;ckschritt, beseitigt was jahrzehnte- und jahrhundertelang als Errungenschaft galt. Hinfort mit Arbeitnehmerschutzgesetzen &ndash; die gab es fr&uuml;her doch auch nicht; weg mit Freiheitsrechten &ndash; quasi als Hommage an die Karlsbader Beschl&uuml;sse; und verdammt sei die kindgem&auml;&szlig;e und beschauliche Kindheit &ndash; arbeiten sollen die faulen Bengel, das tat ihnen in fr&uuml;heren Zeiten doch auch gut!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch Hartz IV-Kinder brauchen Kindergeld!<\/strong><br>\nTacheles e.V. fordert, die anstehende Kindergelderh&ouml;hung nicht von der Sozialleistung von Kindern aus einkommensschwachen Familien abzuziehen.<br>\nWenn die schwarz-rote Bundesregierung im Januar 2009 das Kindergeld erh&ouml;ht, gehen die &auml;rmsten Kinder der Republik leer aus. W&auml;hrend andere Familien pro Kind 10 Euro und ab dem dritten Kind 16 Euro monatlich mehr in der Tasche haben, wird das Kindergeld beim Arbeitslosengeld II\/Sozialgeld und bei der Sozialhilfe als Einkommen des Kindes oder Einkommen des Kindergeldberechtigten angerechnet und die Leistung um die Erh&ouml;hung gek&uuml;rzt. Das was die Kindergeldkasse auszahlt, sparen Bund und Kommunen an Sozialeistungen wieder ein. Ein Nullsummenspiel, auch f&uuml;r diejenigen, die eine Erh&ouml;hung am n&ouml;tigsten br&auml;uchten.\n<p>Der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. fordert deshalb die Bundesregierung auf, bed&uuml;rftigen Kindern und deren Familien wenigstens die Kindergelderh&ouml;hung zu gute kommen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tacheles-sozialhilfe.de\/harry\/view.asp?ID=1770\">Tacheles. e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Antreten zum Unterricht<\/strong><br>\nDie Bundeswehr braucht Nachwuchs. Deshalb arbeitet sie nun noch enger mit dem Schulministerium in Nordrhein-Westfalen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/47\/30372.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Britische Regierung plant neue Reichensteuer<\/strong><br>\nDas Kernst&uuml;cke des geplanten britischen Konjunkturprogramms d&uuml;rfte nach Medienberichten eine einj&auml;hrige Senkung der Mehrwertsteuer sein. Die Regierung denkt daran, die Mehrwertsteuer von jetzt 17,5 auf 15 Prozent zu senken, um den Konsum zu unterst&uuml;tzen. Das w&uuml;rde dem Staat Mindereinnahmen von etwa 15 Milliarden Euro bescheren, allerdings w&uuml;rde die Senkung der Mehrwertsteuer allen zugute kommen, w&auml;hrend von Steuersenkungen nur steuerpflichtige Arbeitnehmer profitieren w&uuml;rden &ndash; und hier diejenigen, die mehr verdienen, am st&auml;rksten. \n<p>Parallel scheint die Labour-Regierung ab 2011 &ndash; nach den n&auml;chsten Wahlen &ndash; eine Reichensteuer einf&uuml;hren zu wollen, um die erwartete Neuverschuldung des Haushalts zu d&auml;mpfen, die f&uuml;r 2009 auf etwa 180 Milliarden Euro gesch&auml;tzt wird. Das allein w&uuml;rde jeden Haushalt mit 12.000 Euro belasten. Wer mehr als 150.000 britische Pfund (etwa 180.000 Euro) j&auml;hrlich verdient, soll mit einem Spitzensatz von 45 Prozent zur Kassen gebeten werden. Die Steuer w&uuml;rde 300.000 Menschen betreffen und die Einnahmen immerhin um 1,4 Milliarden Euro erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/119323\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verstaatlichung von Pensionsfonds: Argentinien beerdigt die B&ouml;rse<\/strong><br>\nDie argentinische Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner l&auml;sst die privaten Pensionskassen verstaatlichen. Damit flie&szlig;en Milliarden in das staatliche Rentensystem. F&uuml;r die B&ouml;rse und den argentinischen Kapitalmarkt ist die Ma&szlig;nahme eine Katastrophe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/_b=2095840,_p=12,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Auch in Argentinien hat die private Altersvorsorge nicht funktioniert. Die Beitr&auml;ge der Rentner m&uuml;ssen mit einer Notma&szlig;nahme gerettet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das IWF-Vorzeigemodell T&uuml;rkei st&uuml;rzt ab<\/strong><br>\nKeine Pleite &ndash; kein Problem: Weil im Land keine Bank bankrottging, sah die t&uuml;rkische Regierung keine Krise. Doch die Zahl der Arbeitslosen steigt, Investoren ziehen ihr Kapital ab. Nun soll der Internationale W&auml;hrungsfonds helfen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F11%2F24%2Fa0100&amp;cHash=d2f91b3e99&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bangladesch: Geiz ist gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDiscounter und Markenartikler lassen in Bangladesch zu unmenschlichen Bedingungen produzieren. Die Marken hei&szlig;en Puma, Lidl, KiK oder H&amp;M. Korshed Alam, Mitglied der bengalischen Nichtregierungs-Organisation AMRF, befragte mehr als 130 Arbeiterinnen und Arbeiter in sechs Fabriken, die f&uuml;r Lidl und KiK produzieren. Die Liste der Verst&ouml;&szlig;e gegen nationales Arbeitsrecht und den Verhaltenskodex der beiden Firmen ist lang. Zu den genannten Missst&auml;nden f&uuml;gen sie hinzu: Es gebe kaum schriftliche Arbeitsvertr&auml;ge, wer krank wird, verliere den Job, die Arbeiterinnen m&uuml;ssten bei Kontrollbesuchen l&uuml;gen, die die Einhaltung des Arbeitsrechts und der Verhaltenskodizes pr&uuml;fen sollen, und in keiner der Fabriken gebe es eine Gewerkschaft oder einen Betriebsrat. Nach Informationen der Kampagne f&uuml;r saubere Kleidung liegt das Problem nicht so sehr im Management der Fabriken, sondern bei den Auftraggebern. &ldquo;Wenn KiK h&ouml;here Preise zahlt, dann k&ouml;nnten die Auftragnehmer vor Ort auch h&ouml;here L&ouml;hne zahlen.&rdquo; Stattdessen drohten die gro&szlig;en Unternehmen auch auf politischer Ebene, sich aus dem Land zur&uuml;ckzuziehen, falls die L&ouml;hne angehoben werden. Deshalb sei die Politik eher arbeiterfeindlich. So verbot die Regierung im Jahr 2006 Streiks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1634993&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die im Dunkeln sieht man nicht<\/strong><br>\nDie Welt sorgt sich wegen Piraterie am Horn von Afrika um &Ouml;ltanker und ignoriert die Not der somalischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-24\/012.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus vier mach eins &ndash; WAZ-Konzern will Zeitungsredaktionen zusammenlegen und eindampfen<\/strong><br>\nAngesichts der Anzeigenkrise m&uuml;sse man &raquo;den Leuten auf dem Sonnendeck sagen, dass sie ihre Liegest&uuml;hle und Drinks beiseitestellen m&uuml;ssen&laquo;, zitiert der Spiegel Bernd Buchholz, Chef der deutschen Zeitschriften bei Gruner + Jahr. Mit diesen Worten soll Buchholz Ende vergangener Woche auf einem Verlegertreffen die K&uuml;ndigung von 110 Journalisten in M&uuml;nchen und K&ouml;ln kommentiert haben. Es handelt sich dabei um die kompletten Redaktionen der Wirtschaftsbl&auml;tter Capital, Impulse und B&ouml;rse Online. Ebenfalls Ende vergangener Woche berichtete die Frankfurter Rundschau, dass es auch bei der S&uuml;ddeutschen Zeitung &raquo;knapp 100 Redakteure erwischen&laquo; k&ouml;nnte. Bei der WAZ-Mediengruppe, mit rund 500 verlegten Titeln in neun europ&auml;ischen L&auml;ndern das drittgr&ouml;&szlig;te Verlagshaus Deutschlands, stehen ebenfalls Entlassungen im gro&szlig;en Stil an.\n<p>Von den fraglichen Bl&auml;ttern soll angeblich nur noch die WAZ schwarze Zahlen schreiben, rechtfertigte der Sprecher des Essener Medienimpe&shy;riums, Paul Binder, Ende Oktober das geplante &raquo;Sparpaket&laquo;. Zum Abbau der Verluste w&auml;re ein &raquo;deutlicher Personalabbau&laquo; unvermeidlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-24\/014.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp:<\/strong>\n<p>Sylvesterpremiere: &ldquo;Die Spitzeder&rdquo; von Martin Sperr. Brachiales Volkstheater &uuml;ber das Geld aus fremden Taschen, ausgezeichnet mit dem M&uuml;hlheimer Dramatiker-Preis. Kein Volksst&uuml;ck der j&uuml;ngeren Dramatik ist so sehr geeignet, die Turbulenzen der Finanzwelt so kom&ouml;diantisch, spitz und unterhaltsam auf die B&uuml;hne zu bringen wie &bdquo;Die Spitzeder&ldquo;. Als &bdquo;Vorgriff auf die freie Kapitalwirtschaft&ldquo; (Der Spiegel) deutet Sperr die Schwindeleien der Kaufmannsfrau Spitzeder, die als &bdquo;Engel der Armen&ldquo; vom Volk gefeiert wurde. Die &bdquo;Spitzeder&rsquo;sche Privatbank&ldquo; wurde innerhalb k&uuml;rzester Zeit vom Geheimtipp zum Gro&szlig;unternehmen. Spitzeder bestach Redakteure mit bis zu f&uuml;nfstelligen Betr&auml;gen f&uuml;r ein positives, mediales Feedback (Rating).<\/p>\n<p>Bauern verkauften ihre H&ouml;fe, weil sie glaubten, von den Zinsen leben zu k&ouml;nnen. In knapp zwei Jahren wurden 31.000 B&uuml;rger um Hab und Gut geprellt. Nicht wenige davon begingen Suizid. Ganze Gemeinden waren ruiniert. Als Konkursverwalter trat die Bayrische Hypotheken- und Wechselbank auf, ein Vorl&auml;ufer der heutigen Hypo Real Estate, und man darf davon ausgehen, dass im Hause viel von Adele Spitzeder gelernt wurde. Wie sagte noch Herr Brecht: Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gr&uuml;nden eine Bank.<\/p>\n<p>Alle Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.spitzeder.de\">www.spitzeder.de<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Lucas Zeise: Notenbanker an die Leine!<\/li>\n<li>Der Absturz des Prekariats<\/li>\n<li>&ldquo;Gewinn machen und entlassen vertr&auml;gt sich nicht&rdquo;<\/li>\n<li>Ackermann: Ein Mann voller G&uuml;te und Barmherzigkeit<\/li>\n<li>Zahlreiche Kommunen mit Anlagen bei Lehman Brothers <\/li>\n<li>Transnet: Mit neuem Chef aus der Krise<\/li>\n<li>Lobbyismus gut getarnt: Wie Firmen verdeckt die &ouml;ffentliche Meinung beeinflussen<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3614\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3614","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3614\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}