{"id":36197,"date":"2016-12-09T16:44:23","date_gmt":"2016-12-09T15:44:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197"},"modified":"2016-12-09T16:44:23","modified_gmt":"2016-12-09T15:44:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h01\">&ldquo;Postfaktisch&rdquo; ist das Wort des Jahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h02\">Hartz-IV-Haushalte zahlen bei den Wohnkosten drauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h03\">Die Mitbestimmung vor dem EuGH: Die Rolle der Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h04\">Konsultation &uuml;ber die europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte: Jetzt ein Zeichen setzen f&uuml;r ein soziales Europa!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h05\">585 Millionen Euro: Gr&uuml;ne werfen Zara-Konzern Steuervermeidung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h06\">Studie: Milliarden f&uuml;r Atomwaffen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h07\">Gef&auml;hrliche Chinesen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h08\">Br&uuml;ssel versch&auml;rft den T&uuml;rkei-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h09\">&bdquo;Das Recht auf Asyl soll ausgehebelt werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h10\">Deutsche Interessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h11\">Der Schaum der deutschen Diplomatie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h12\">Anti-Iran-Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h13\">Wie sollte die Friedensbewegung mit Donald Trump umgehen? &ndash; Ein Zwischenruf von Karl-Heinz Peil, Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h14\">Trumps Arbeitsminister ist ein K&auml;mpfer f&uuml;r schwache Arbeitnehmerrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h15\">Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt: Erste Entscheidung in Deutschland nach EuGH-Urteil versch&auml;rft Linkhaftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h16\">Die Hochm&uuml;tigen und die Gemeinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h17\">Rot-Rot-Gr&uuml;n in Berlin: Paukenschlag f&uuml;r soziale Wohnungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36197#h18\">Wahlkampf-Pl&auml;ne: SPD will Sozialabgaben senken<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Postfaktisch&rdquo; ist das Wort des Jahres<\/strong><br>\nDie Entscheidung der Jury f&auml;llt einstimmig aus. Immer mehr Menschen seien aus Widerwillen gegen &ldquo;die da oben&rdquo; bereit, Tatsachen zu ignorieren, erkl&auml;rt die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache.<br>\nDer Begriff &laquo;postfaktisch&raquo; ist zum &laquo;Wort des Jahres&raquo; 2016 gek&uuml;rt worden. In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten, erkl&auml;rte die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden. Insofern stehe das Wort f&uuml;r einen tiefgreifenden politischen Wandel. Immer gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsschichten seien aus Widerwillen gegen &laquo;die da oben&raquo; bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche L&uuml;gen zu akzeptieren. Die Entscheidung der Jury sei einstimmig ausgefallen, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, Professor Peter Schlobinski.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/sprache--postfaktisch--ist-das-wort-des-jahres,1472782,35000140.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Damit hat sich die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache endg&uuml;ltig aus dem Kreis der ernstzunehmenden Stimmen verabschiedet. Statt die Instrumentalisierung von Sprache zu kritisieren, plappert man lieber ohne Sinn und Verstand nach, was einige wenige Meinungsmacher in den Redaktionen vorplappern. W&auml;re die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache seri&ouml;s, dann h&auml;tte sie &bdquo;postfaktisch&ldquo; nicht zum Wort, sondern zum Unwort des Jahres k&uuml;ren m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35950\">&bdquo;Postfaktisch?&ldquo; Was soll denn nun dieser Unsinn schon wieder?<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz-IV-Haushalte zahlen bei den Wohnkosten drauf<\/strong><br>\nRund drei Millionen Haushalte in Deutschland decken ihre Wohnkosten mit Hilfe der Jobcenter. Denn bezieht ein Haushalt Hartz-IV-Leistungen, werden Miete, Betriebs- und Heizkosten, die so genannten Kosten der Unterkunft, &uuml;bernommen. Das allerdings nur bis zu einer angemessenen Obergrenze, die von der jeweiligen Kommune in Orientierung an g&uuml;nstigen Mieten des &ouml;rtlichen Mietspiegels bestimmt wird. In l&auml;ndlichen Gegenden liegt der zul&auml;ssige Quadratmeterpreis f&uuml;r Mietwohnungen in der Regel unter vier Euro, im st&auml;dtischen Raum bei &uuml;ber vier Euro und in Gro&szlig;st&auml;dten bei bis zu neun Euro.<br>\nJe nach Region gehen die Kosten aber deutlich auseinander. So darf eine Single-Wohnung im Berliner Gro&szlig;stadtgebiet 364,50 Euro Kaltmiete kosten. In M&uuml;nchen sind es 610 Euro. Bottrop im Ruhrgebiet kommt auf 258 Euro, Jena in den neuen Bundesl&auml;ndern auf 312,30 Euro. Im l&auml;ndlichen K&ouml;nigstein im Hochtaunuskreis nahe Frankfurt a.M. betr&auml;gt das Maximum der Bruttokaltmiete 518 Euro, im ostdeutschen Bautzener Land 264,15 Euro. Neben- und Heizkosten kommen dann noch dazu.<br>\nAber egal welche Kommune rechnet, eines scheinen die S&auml;tze grunds&auml;tzlich gemeinsam zu haben: Sie gehen an der Realit&auml;t vorbei, denn im Durchschnitt liegen die tats&auml;chlichen Wohnkosten 16 Euro &uuml;ber den Richtwerten &ndash; rund 25 Cent je Quadratmeter. Bei einem Einpersonenhaushalt entspricht das 14 Euro, bei Haushalten mit zwei, drei vier oder sechs Personen 18 Euro. F&uuml;nfpersonenhaushalte zahlen 17 Euro mehr, als die Kommunen vorsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-haushalte-zahlen-bei-den-wohnkosten-drauf\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Mitbestimmung vor dem EuGH: Die Rolle der Kommission<\/strong><br>\nDer Kampf gegen die Mitbestimmung im nationalen Rahmen ist nicht neu. Jetzt aber erkennen ihre Feinde im Europarecht ein Instrument, diesen Kampf doch noch zu gewinnen. Die EU-Kommission spielt dabei eine unr&uuml;hmliche Rolle.<br>\nMakroskop geh&ouml;rte zu den ersten Zeitschriften und Blogs, die auf das bevorstehende Mitbestimmungsurteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) und auf die auf diesen Vorgang bezogene Eingabe der Europ&auml;ischen Kommission aufmerksam gemacht haben (hier und hier). Nachdem es hierum lange erstaunlich ruhig war, hat nunmehr eine &ouml;ffentliche Debatte eingesetzt. Die Angriffe auf die Unternehmensmitbestimmung waren Thema auf mehreren gewerkschaftlichen oder gewerkschaftsnahen Kongressen, etwa auf einer gro&szlig;en, von der Hans B&ouml;ckler Stiftung und der luxemburgischen Arbeitnehmerkammer veranstalteten Expertentagung Ende September in Luxemburg (ein Bericht findet sich hier). Der DGB, mehrere Einzelgewerkschaften und die Hans B&ouml;ckler Stiftung haben in einer Reihe von Newslettern und weiteren Publikationen informiert. In einem gemeinsamen Artikel, der im Handelsblatt vom 27. September erschien (hier), wandten sich der DGB-Vorsitzende Rainer Hofmann und der BDA-Vorsitzende Ingo Kramer gegen die Behauptung, die Unternehmensmitbestimmung verletze europ&auml;isches Recht. Es war sicher nicht leicht, diese gemeinsame Stellungnahme der Sozialpartner auf die Beine zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/die-mitbestimmung-vor-dem-eugh-die-rolle-der-kommission\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konsultation &uuml;ber die europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte: Jetzt ein Zeichen setzen f&uuml;r ein soziales Europa!<\/strong><br>\nEnde 2016 geht die &ouml;ffentliche Konsultation der Europ&auml;ischen Kommission zu einer &bdquo;europ&auml;ischen S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo; zu Ende. Der Kommissions-Entwurf f&uuml;r eine soziale S&auml;ule wird den Erwartungen an eine Initiative zur St&auml;rkung der sozialen Dimension bei Weitem nicht gerecht. Notwendig ist ein grundlegender Kurswechsel in Richtung eines sozialen Europas. Mit der Online-Kampagne &bdquo;Social Rights First&ldquo; von AK, &Ouml;GB und Europ&auml;ischem Gewerkschaftsbund (EGB) kann jede\/r mit wenigen Klicks die Forderungen europ&auml;ischer Gewerkschaften unterst&uuml;tzen und damit im Rahmen der Konsultation ein klares Zeichen f&uuml;r ein soziales Europa setzen. (&hellip;)<br>\nAus Sicht der AK ist ein grundlegender Kurswechsel in Richtung eines sozialen Europas notwendig. Dazu z&auml;hlt die Schaffung und Umsetzung eines neuen sozialen Aktionsprogramms, das etwa ein soziales Fortschrittsprotokoll, das den Vorrang sozialer Grundrechte vor wirtschaftlichen Freiheiten gew&auml;hrleistet, ebenso beinhaltet wie die Ausweitung sozialer Mindeststandards als Agenda sozialen Fortschritts. Auch muss die wirtschaftspolitische Ausrichtung der EU auf eine neue Grundlage gestellt werden (grundlegende Neuausrichtung der &bdquo;Economic Governance&ldquo; im Sinne einer ausgewogenen wohlstandsorientierten Wirtschaftspolitik; Umsetzung der &bdquo;goldenen Investitionsregel&ldquo; und koordinierte Investitionsoffensive in der EU, insbesondere zur St&auml;rkung der sozialen und &ouml;kologischen Infrastruktur). Dar&uuml;ber hinaus ist es zur St&auml;rkung der sozialen Dimension der EU erforderlich, die Verteilungsschieflage in Europa zu bek&auml;mpfen, wozu etwa die St&auml;rkung von Kollektivvertragssystemen (anstatt des Drucks zur Dezentralisierung derselben durch die EU-Krisenpolitik) und steuerpolitische Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung ungleicher Verteilung z&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/konsultation-ueber-die-europaeische-saeule-sozialer-rechte-jetzt-ein-zeichen-setzen-fuer-ein-soziales-europa\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War mit dieser Juncker-Kommission ernsthaft ein anderes, soziales Europa zu erwarten? Mit Juncker &amp; Co in der EU-Kommission d&uuml;rfte das Warten auf einen &ldquo;grundlegenden Kurswechsel in Richtung eines sozialen Europas&rdquo; mit dem Warten auf den Sankt-Nimmerleinstag vergleichbar sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>585 Millionen Euro: Gr&uuml;ne werfen Zara-Konzern Steuervermeidung vor<\/strong><br>\nHunderte Millionen Euro gespart, und das v&ouml;llig legal: Der Mutterkonzern der Modemarke Zara soll laut einer Untersuchung von Gr&uuml;nen-Europaabgeordneten massiv Steuern vermieden haben. Die Verfasser nennen es &ldquo;aggressive Steuerstrategien&rdquo;: Laut einer von den Gr&uuml;nen im Europaparlament vorgelegten Untersuchung soll Inditex, der Mutterkonzern des Modelabels Zara, mit Steuertricks von 2011 bis 2014 mindestens 585 Millionen Euro gespart haben. Das Unternehmen verwies darauf, legal gehandelt zu haben. Man habe keine Gesetze gebrochen.<br>\nDer Bericht kommt zu dem Ergebnis, Inditex habe gro&szlig;e Gewinne in L&auml;ndern mit niedrigen Steuers&auml;tzen wie Irland, Schweiz und den Niederlanden versteuert und nicht dort, wo sie in den Modegesch&auml;ften erzielt wurden. Vor einigen Wochen hatten die Gr&uuml;nen bereits dem Chemiekonzern BASF &auml;hnliche Steuertricks vorgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/zara-konzern-gruene-werfen-inditex-massive-steuertricks-vor-a-1125052.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie: Milliarden f&uuml;r Atomwaffen<\/strong><br>\nDeutsche Finanzinstitute haben im Jahr 2016 erneut einen Milliardenbetrag in Atomwaffen-Hersteller investiert. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie &ldquo;Dont&acute;Bank on the Bomb&rdquo;, die heute von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der niederl&auml;ndischen Friedensorganisation PAX in Utrecht vorgestellt wird. Demnach haben zehn deutsche Finanzdienstleister seit Januar 2013 den Atomwaffen-Produzenten rund 9,2 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung gestellt. Die betroffenen Unternehmen produzieren Atombomben, Atomsprengk&ouml;pfe sowie Atomraketen und sind mit der Wartung dieser Systeme beauftragt. Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Banken schlecht ab. Denn in Australien, D&auml;nemark, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Gro&szlig;britannien haben bereits 18 Investoren mit einem Gesamtverm&ouml;gen von 1,7 Billionen Euro kategorisch alle Investitionen in Atomwaffen-Firmen ausgeschlossen. &bdquo;Das zeigt, dass Atomwaffen-Investitionen eine Entscheidung und keine Notwendigkeit sind&ldquo;, so die Projektleiterin Susi Snyder (PAX).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/presse\/artikel\/de\/studie-milliarden-fuer-atomwaffen.html\">IPPNW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Chinesen?<\/strong><br>\nHinter dem US-Veto gegen die &Uuml;bernahme der Firma Aixtron durch ein chinesisches Konsortium d&uuml;rfte banaler Protektionismus f&uuml;r die eigene Industrie stehen. Unabh&auml;ngig von den Gr&uuml;nden illustriert der Vorgang, wie wenig das aktuell ziemlich global herrschende System mit &raquo;freier Marktwirtschaft&laquo; zu tun hat. Und er zeigt, wie m&auml;chtige Staaten nach Belieben in das Wirtschaftsleben anderer L&auml;nder eingreifen k&ouml;nnen.<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama hatte den Erwerb des deutschen Spezialmaschinenbauers f&uuml;r die Chipindustrie durch die chinesische Fujian Grand Chip Investment (GCI) vor einer Woche per Dekret untersagt, weil Aixtron-Produkte auch milit&auml;risch genutzt werden k&ouml;nnten und damit &raquo;Risiken f&uuml;r die nationale Sicherheit&laquo; der Vereinigten Staaten best&uuml;nden. Am Donnerstag teilte GCI mit, man nehme Abstand von den Fusionspl&auml;nen.<br>\nDass die US-Administration Gesch&auml;fte ausl&auml;ndischer Firmen auf diese Weise blockieren kann, ist ein Skandal. Nicht weniger absurd ist allerdings der vorauseilende Gehorsam der Bundesregierung, die schon im Oktober eine bereits erteilte Unbedenklichkeitsbescheinigung f&uuml;r den Aixtron-Verkauf zur&uuml;ckgezogen hatte, nachdem sie aus Washington entsprechende Hinweise bekommen hatte. Dies ist umso bemerkenswerter, als die &ouml;konomischen Interessen hinter Obamas Einspruch offenkundig sind. Denn das Unternehmen aus Herzogenrath hatte deutlich gemacht, man erhoffe sich durch den Einstieg von GCI Zugang zum milliardenschweren chinesischen Markt &ndash; auf dem die US-Konkurrenz von Veeco oder Applied Materials sehr aktiv ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/12-09\/040.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel versch&auml;rft den T&uuml;rkei-Deal<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel will nicht nur ab M&auml;rz 2017 Asylsuchende wieder nach Griechenland zur&uuml;ck ins Elend schicken, sondern auch den T&uuml;rkei-Deal massiv versch&auml;rfen: Fl&uuml;chtlingen, die Familienangeh&ouml;rige in Europa haben, und vulnerablen Gruppen (Kindern, Schwangeren etc.) droht k&uuml;nftig auch die Abschiebung in die T&uuml;rkei. Br&uuml;ssel fordert Griechenland auf, das bestehende Gesetz in diesem Sinne zu versch&auml;rfen. Nach griechischem Recht sind diese besonders verletzlichen Fl&uuml;chtlingsgruppen auf den griechischen Inseln nicht dem sogenannten Zul&auml;ssigkeitsverfahren unterworfen und damit nicht der unmittelbaren Gefahr ausgesetzt, in die T&uuml;rkei zur&uuml;ck geschickt zu werden. Die gestrigen Verlautbarungen der EU-Kommission zur Lage der Fl&uuml;chtlinge in Griechenland und dem Stand der Umsetzung des T&uuml;rkei-Deals sind aus der Sicht von PRO ASYL ein Armutszeugnis. &bdquo;Die Kommission betreibt einen menschenrechtlichen Kahlschlag&ldquo;, so Karl Kopp, Europareferent von PRO ASYL.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/pressemitteilung\/bruessel-verschaerft-den-tuerkei-deal\/\">Pro Asyl<\/a>\n<p><strong>dazu: Fl&uuml;chtlingskrise: 2015 hat nie stattgefunden<\/strong><br>\nJetzt ist das Rollback in der Fl&uuml;chtlingspolitik komplett. Nach der CDU und ihrer Kanzlerin Merkel ist nun auch die EU-Kommission auf einen repressiven (und regressiven) Kurs eingeschwenkt. [&hellip;]<br>\nEs ist, als wolle man die Fl&uuml;chtlingskrise 2015 und ihre Folgen vergessen machen. Dabei sitzen immer noch Hunderttausende in Italien und Griechenland fest. Die 2015 versprochene Umverteilung auf andere EU-L&auml;nder hat praktisch nicht stattgefunden, Merkels viel gepriesene &ldquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&rdquo; ist gescheitert. Den Preis soll jetzt Griechenland zahlen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/fluechtlingskrise-2015-hat-nie-stattgefunden\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Das Recht auf Asyl soll ausgehebelt werden&ldquo;<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingshilfsorganisation Pro Asyl sieht in den Beschl&uuml;ssen des Essener CDU-Parteitags zur Asylpolitik einen &bdquo;drastischen Rechtsruck&ldquo;. Man bek&auml;mpfe Rechtspopulismus nicht, indem man dessen Parolen &uuml;bernehme, sondern indem man f&uuml;r die Menschenrechte eintrete. Drei Fragen an den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G&uuml;nter Burkhardt:<br>\nWie bewerten Sie die Beschl&uuml;sse der CDU zur Asylpolitik?<br>\nG&uuml;nter Burkhardt: Die CDU vollzieht eine Kehrtwende in der Fl&uuml;chtlingspolitik. Man bek&auml;mpft Rechtspopulismus nicht, indem man dessen Parolen &uuml;bernimmt, sondern indem man f&uuml;r die Menschenrechte eintritt. Richtigerweise formuliert die CDU, dass die EU eine Wertegemeinschaft ist. In der praktischen Politik, die sie nun beabsichtigt, ist davon jedoch kaum etwas zu sehen. Man strebt das Gegenteil an: Das Recht auf Asyl, ein Menschenrecht, soll ausgehebelt werden. Das ist ein drastischer Rechtsruck. Damit verabschiedet sich die CDU von einer menschenrechtskonformen Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/12\/09\/das-recht-auf-asyl-soll-ausgehebelt-werden\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Interessen<\/strong><br>\nBetroffen schaut das Kind die Mutter an. Ein Schild am leeren Obststand im Supermarkt verk&uuml;ndet: Heute keine Bananen! Damit diese Szene aus einem Werbevideo der Bundeswehr Fiktion bleibt, wird uns die L&ouml;sung pr&auml;sentiert: &raquo;Unser Wohlstand h&auml;ngt wesentlich vom Handel &uuml;ber die Weltmeere ab.&laquo; Dieser erfordere sichere Seewege, und &raquo;eine starke Marine sch&uuml;tzt diese Seewege&laquo;. Rasante Schnitte verkn&uuml;pfen Bilder von Kampfflugzeugen, U-Booten und lachenden Soldaten. Artillerie-Salven unterstreichen die Botschaft.<br>\nDas kurze Propagandavideo markiert eine politische Wende. Um die Zustimmung der milit&auml;rkritischen Bev&ouml;lkerung zu Milit&auml;reins&auml;tzen in aller Welt wird nicht mehr mit dem Bild freundlicher Soldaten im humanit&auml;ren Einsatz f&uuml;r die Frauen in Afghanistan und f&uuml;r Menschenrechte &uuml;berall geworben. Offen wird jetzt propagiert, wof&uuml;r Bundespr&auml;sident K&ouml;hler vor sechs Jahren noch mit erzwungenem R&uuml;cktritt abgestraft wurde: Weltweite Milit&auml;reins&auml;tze dienen deutschen Wirtschaftsinteressen. War die Au&szlig;enpolitik w&auml;hrend Helmut Kohls Kanzlerschaft noch von vorsichtigem Lavieren gepr&auml;gt, um Bef&uuml;rchtungen anderer Staaten vor einem neuen hegemonialen Deutschland zu ber&uuml;cksichtigen, sind inzwischen solche Hemmungen abgebaut: Das Feld der Durchsetzung deutscher Interessen ist die ganze Welt &ndash; und Politiker und Milit&auml;rs vertreten das offensiv. Die Glaubw&uuml;rdigkeit des Machtanspruchs muss durch ein robustes milit&auml;risches Drohszenario unterstrichen werden. Die Grundpfeiler einer solchen tendenziell imperialen Politik im Schatten der USA sind an Priorit&auml;ten der Bundesregierung gut zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/23-2016&amp;textfile=3738\">Ossietzky<\/a>\n<p><strong>dazu: Mehrheit f&uuml;r st&auml;rkeres Engagement in internationalen Krisen<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Steinmeier hat sich schon seit l&auml;ngerem f&uuml;r ein st&auml;rkeres internationales Engagement Deutschlands ausgesprochen. Das w&uuml;nscht sich auch eine Mehrheit der Deutschen: 56 Prozent finden ein st&auml;rkeres Engagement Deutschlands bei internationalen Krisen grunds&auml;tzlich richtig, 37 Prozent finden das nicht richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-673.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Schaum der deutschen Diplomatie<\/strong><br>\nMit heftigen Protesten beantworten prominente Mitglieder der J&uuml;dischen Gemeinde einen Auftritt des deutschen Au&szlig;enministers in der Synagoge von Thessaloniki. Dort hatte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 4. Dezember in einer vom Ausw&auml;rtigen Amt verbreiteten Rede &ldquo;unsere deutschen H&auml;nde&rdquo; ger&uuml;hmt, die nach der Ausrottung des j&uuml;dischen Lebens in der NS-Zeit jetzt &ldquo;zum Einsatz kommen d&uuml;rfen&rdquo;. In seinem historischen Rekurs spielte der deutsche Au&szlig;enminister auf &uuml;ber 50.000 griechische Juden an, die 1943 zum Kauf von &ldquo;Reichsbahn&rdquo;-Fahrkarten nach Auschwitz gen&ouml;tigt und bei Ankunft ermordet worden waren. Auf die deutschen Einnahmen aus den Todesfahrten (89 Millionen Euro) und die Berliner Weigerung, diese Schulden zur&uuml;ckzuzahlen, ging der deutsche Au&szlig;enminister am 4. Dezember mit keinem Wort ein. Die von der J&uuml;dischen Gemeinde geforderte Erstattung rassistischer &ldquo;L&ouml;segelder&rdquo; im Wert von weiteren Millionen Euro lie&szlig; Steinmeier ebenfalls unerw&auml;hnt. Die Emp&ouml;rung prominenter griechischer Juden gilt dem offenkundigen Versuch der Berliner Au&szlig;enpolitik, die Rechtsanspr&uuml;che der NS-Opfer mit moralischen Bekenntnissen und unverbindlichen Zuwendungen zu unterlaufen. Proteste l&ouml;st auch eine angebliche &ldquo;Ehrenmitgliedschaft&rdquo; aus, die sich Steinmeier in der Synagoge von Thessaloniki hat andienen lassen. &Auml;hnliche Auftritte Steinmeiers gelten italienischen Opfern der NS- Massenverbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59500\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Anti-Iran-Front<\/strong><br>\nEine deutliche Versch&auml;rfung des Kurses gegen&uuml;ber dem Iran, das k&ouml;nnte einer der Punkte sein, mit dem sich auch die bisherigen Nominierungen des k&uuml;nftigen Kabinetts Trump anfreunden k&ouml;nnen. Sowohl Sicherheitsberater Michael Flynn als auch Verteidigungsminister James Mattis gelten als ausgewiesene Iran-Hardliner (siehe IMI-Standpunkt 2016\/036). Nun berichtet Antiwar.com &uuml;ber die Organisation &bdquo;United Against a Nuclear Iran&rdquo; (UANI), die ebenfalls Druck in diese Richtung aus&uuml;bt: &bdquo; United Against a Nuclear Iran (UANI), an organization packed to the gills with a bipartisan who&rsquo;s who of hawkish figures, held an event on the &ldquo;Future of Iran Policy&rdquo; in Washington DC.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/12\/09\/anti-iran-front\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie sollte die Friedensbewegung mit Donald Trump umgehen? &ndash; Ein Zwischenruf von Karl-Heinz Peil, Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.<\/strong><br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen von Donald Trump zu einer Verbesserung des Verh&auml;ltnisses zu Russland sind sicher interessant. Zu seinem Wahlkampf geh&ouml;rte aber auch der Spruch &ldquo;Make our military great again&rdquo; und die auf seiner Kampagnen-Homepage4 detailliert bekundete Absicht zur milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung. Auch seine bisherigen personellen Weichenstellungen lassen zudem erkennen, dass ein Aufbegehren gegen die Macht des milit&auml;risch-industriellen Komplexes in den USA keineswegs zu erwarten ist. Damit d&uuml;rften auch die oben zitierten Fragestellungen von Daniele Ganser eindeutig zu beantworten sein.<br>\nDas Anheizen der Spannungen gegen&uuml;ber Russland seit Beginn der Ukraine-Krise in 2014 geht zwar auf die US-Politik zur&uuml;ck, konnte aber nur mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung der deutschen Au&szlig;enpolitik erfolgen, die sich mit ihrer politischen St&auml;rke innerhalb der EU dagegen str&auml;ubt, zu normalen Beziehungen zu Russland zur&uuml;ck zu kehren.<br>\nF&uuml;r uns als Friedensbewegung sollte deshalb gelten: Wir m&uuml;ssen im n&auml;chsten Jahr bei einer Vielzahl von Anl&auml;ssen pr&auml;sent sein, bei denen es um den Gegner im eigenen Land geht, vor allem um eine Auseinandersetzung mit der beschleunigten Militarisierung und einer aggressiver werdenden deutschen Au&szlig;enpolitik mit globalem F&uuml;hrungsanspr&uuml;chen. Beispielsweise werden auch bei der Ramstein-Kampagne (gegen den dortigen US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt) Forderungen an die Adresse der deutschen Bundesregierung formuliert, da diese auf eine Schlie&szlig;ung der dortigen Relaisstation f&uuml;r den US-Drohnenkrieg hinwirken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.friedensratschlag.de\/userfiles\/html\/2016\/2016-12-09_Peil_TrumpDebatte.html\">Friedensratschlag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trumps Arbeitsminister ist ein K&auml;mpfer f&uuml;r schwache Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nDer k&uuml;nftige US-Pr&auml;sident Donald Trump stellt derzeit sein Kabinett zusammen.<br>\nJetzt verk&uuml;ndete er, den Fast-Food-Manager Andrew Puzder zum Arbeitsminister machen zu wollen.<br>\nPuzder &auml;u&szlig;erte sich in der Vergangenheit h&auml;ufig kritisch zu starken Arbeitnehmerrechten.<br>\nIm Wahlkampf versprach&nbsp;Donald Trump&nbsp;noch, f&uuml;r die Arbeiterklasse in den USA zu k&auml;mpfen. Seine Wahl f&uuml;r den Posten des Arbeitsministers setzt jetzt ein anderes Zeichen: Der Fast-Food-Manager Andrew F. Puzder ist eher als Gegner von st&auml;rkeren Arbeitnehmerrechten bekannt. Der 66-J&auml;hrige ist Chef des Unternehmens CKE Restaurants, das verschiedene Burgerketten betreibt und etwa&nbsp;75 000&nbsp;Besch&auml;ftigte in den USA&nbsp;hat.<br>\nIn der Vergangenheit &auml;u&szlig;erte er sich h&auml;ufiger kritisch zum Ausbau von Rechten f&uuml;r Arbeiter unter der Regierung Obama: Er sei gegen die Gesundheitsversicherung Affordable Care Act (&ldquo;Obamacare&rdquo;), weil sie die Kosten f&uuml;r Unternehmen steigere &ndash; und gegen einen h&ouml;heren Mindestlohn, weil der f&uuml;r weniger Profit sorgen w&uuml;rde. Verbindliche Regeln f&uuml;r bezahlte &Uuml;berstunden lehne er ebenfalls ab, au&szlig;erdem sei es gut, wenn die Fast-Food-Branche weiter automatisiert&nbsp;w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/us-wahl-trumps-arbeitsminister-ist-ein-kaempfer-fuer-schwache-arbeitnehmerrechte-1.3287143\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt: Erste Entscheidung in Deutschland nach EuGH-Urteil versch&auml;rft Linkhaftung<\/strong><br>\nIn einem von der Kanzlei Spirit Legal ver&ouml;ffentlichten Beschluss (Az.: 310 0 402\/16, PDF) des LG Hamburg wurde ein Fall entschieden, in dem eine Urheberrechtsverletzung alleine durch Setzung eines Textlinks auf ein von Dritten rechtswidrig zug&auml;nglich gemachtes Bild behauptet wurde.<br>\nIn seinem Beschluss, der eine Urheberrechtsverletzung bejaht, st&uuml;tzt sich das LG Hamburg erstmals auf die im September ver&ouml;ffentlichte Entscheidung des EuGH, mit der dieser die Linkfreiheit eingeschr&auml;nkt hatte. Dem EuGH zufolge k&ouml;nnen kommerzielle Anbieter bereits durch das blo&szlig;e Setzen eines einzelnen Links eine Urheberrechtsverletzung begehen, wenn das Ziel des Links rechtswidrig &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht worden ist.<br>\nWie in der Entscheidung des LG Hamburg deutlich wird, ist es vor allem der an gewerbliche Nutzer angelegte Sorgfaltsma&szlig;stab, der eine Einschr&auml;nkung der Linkfreiheit zur Folge hat:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/befuerchtungen-bestaetigt-erste-entscheidung-in-deutschland-nach-eugh-urteil-verschaerft-linkhaftung\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Hochm&uuml;tigen und die Gemeinen<\/strong><br>\nDie meisten Kommentatoren der US-Wahlen haben sich auf die rassistische und sexistische Dimension konzentriert. Dabei interessierte sie allerdings kaum, dass trotz der &bdquo;historischen&ldquo; Kandidatur Clintons die Frauen hinsichtlich der Wahlbeteiligung gegen&uuml;ber den M&auml;nnern im Vergleich zur letzten Wahl nur unwesentlich aufgeholt haben. Und dass auch der gigantische Abstand zwischen der Beteiligung von schwarzen und wei&szlig;en W&auml;hlern kaum geschrumpft ist. Darauf hat der Filmemacher Michael Moore, der Trumps Wahlsieg vorhergesagt hatte, in einem Interview mit MSNBC hingewiesen: Millionen Menschen, die 2012 Barack Obama gew&auml;hlt haben, h&auml;tten 2016 ihre Meinung ge&auml;ndert. Und das seien keineswegs Rassisten.<br>\nDer progressive Abgeordnete Keith Ellison aus Minnesota, ein afroamerikanischer Muslim, analysiert das Problem der Demokraten ganz &auml;hnlich. Viele W&auml;hler h&auml;tten Hillary Clinton nicht getraut, weil sie zu st&auml;dtisch, zu selbstsicher und zu nahe am Establishment sei. Deshalb habe sie bei den Latinos und Afroamerikanern nicht besonders gut abgeschnitten: &bdquo;Die Vorstellung, es gehe allein um die wei&szlig;e Arbeiterklasse, halte ich f&uuml;r falsch.&ldquo;<br>\nEllison war einer der wenigen Demokraten im Repr&auml;sentantenhaus, die Bernie Sanders unterst&uuml;tzt haben. Und Sanders unterst&uuml;tzt Ellisons Kandidatur f&uuml;r den Parteivorsitz. Der Herold der demokratischen Linken erkl&auml;rte k&uuml;rzlich, die Partei d&uuml;rfe sich nicht mit &bdquo;Identit&auml;tspolitik&ldquo; begn&uuml;gen: &bdquo;Es reicht nicht zu sagen: ,Ich bin eine Frau! W&auml;hlt mich! Nein, das reicht nicht. Wir brauchen &shy;eine Frau, die den Mut besitzt, der Wall Street, den Versicherungs- und den Pharmakonzernen .&thinsp;.&thinsp;. entgegenzutreten.&ldquo;<br>\nVon einer solchen postidentit&auml;ren Politik sind die Demokraten allerdings noch Lichtjahre entfernt. F&uuml;r viele Abgeordnete geh&ouml;rt jeder W&auml;hler in eine bestimmte Schublade, die jedoch nie &ouml;konomisch definiert ist. Dann m&uuml;ssen eben Afroamerikaner, die gegen Clinton gestimmt haben, frauenfeindlich und wei&szlig;e Trump-W&auml;hler rassistisch sein. Dass Erstere etwa auch Stahlarbeiter sein k&ouml;nnten, die auf die protektionistische Rhetorik des republikanischen Kandidaten abfahren, und Letztere auch Gutbetuchte, die Trump sein Versprechen von Steuersenkungen abnehmen, ist in der Gedankenwelt vieler Demokraten offenbar nicht vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5362584\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n in Berlin: Paukenschlag f&uuml;r soziale Wohnungspolitik<\/strong><br>\nDer Stadt-Soziologe und Gentrifizierungsgegner Andrej Holm leitet zuk&uuml;nftig als Staatssekret&auml;r die Wohnungspolitik in der Hauptstadt. Erst k&uuml;rzlich stufte der Bundesgerichtshof ein vor zehn Jahren begonnenes Ermittlungsverfahren wegen Terrorismus gegen den Aktivisten als rechtswidrig ein.<br>\nDer neue Senat in der Hauptstadt beginnt seine Arbeit mit einer Aufsehen erregenden Personalentscheidung. Die neue Senatorin f&uuml;r Bauen und Wohnen, Kathrin Lompscher, beruft den Stadtsoziologen Andrej Holm zum Staatssekret&auml;r. Damit sitzt den Wohnungsbaugesellschaften zuk&uuml;nftig einer ihrer h&auml;rtesten Kritiker gegen&uuml;ber. (&hellip;)<br>\nSeit dem gestrigen Donnerstag d&uuml;rfte sich jedoch zun&auml;chst einmal die Berliner Immobilien- und Finanzbranche sorgen. Als Akademiker hatte Holm eine radikale Besteuerung von &ldquo;Spekulation mit Grundst&uuml;cken&rdquo; gefordert und hohe Anteile von Sozialwohnungen in allen Neubauten. Dass der Mann ohne Verwaltungserfahrung nun von der sichereren Universit&auml;t in die Politik wechselt, mag auch damit zu tun haben, dass die Linken viele seiner Forderungen im Koalitionsvertrag untergebracht haben.<br>\nDer Bestand an &ouml;ffentlichen Wohnungen soll auf 400.000 ausgeweitet werden. Die landeseigenen Wohnungsgesellschaften will der Senat st&auml;rker auf soziale Ziele verpflichten. Die bisher r&uuml;ckl&auml;ufigen Milieuschutzgebiete sollen ausgeweitet werden, um Luxusmodernisierungen und die Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen radikal einzuschr&auml;nken. Private Bauherren wird Rot-Rot-Gr&uuml;n verpflichten, mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen zu bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/44080-rot-rot-grun-in-berlin\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wahlkampf-Pl&auml;ne: SPD will Sozialabgaben senken<\/strong><br>\nSteuersenkungen? Ach was, die Sozialabgaben m&uuml;ssen runter! Mit dieser Botschaft will die SPD nach SPIEGEL-Informationen in den Wahlkampf ziehen. Geringverdiener sollen massiv entlastet werden.<br>\nWer als Single 1300 Euro brutto pro Monat verdient, hat netto deutlich weniger als 1000 Euro. Das liegt nicht an vermeintlich hohen Steuern, sondern an den Sozialabgaben: Fast 270 Euro werden f&uuml;r Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung f&auml;llig. Der Fiskus kassiert bei einem solchen Einkommen gerade einmal rund 40 Euro Steuern. [&hellip;]<br>\nParteichef Sigmar Gabriel hat in der Vergangenheit gro&szlig;e Sympathie f&uuml;r den Vorschlag erkennen lassen, die Sozialabgaben zu senken. Das SPD-Modell sieht vor, Geringverdiener um rund 5,5 Milliarden Euro zu entlasten. Weil die Menschen, die davon profitieren, ein h&ouml;heres Nettoeinkommen erfahrungsgem&auml;&szlig; in den Konsum stecken, rechnet die Partei auch mit positiven Effekten f&uuml;r die Konjunktur.<br>\nIm Detail ist geplant, dass Ledige bis zu einem Einkommen von 15.500 Euro pro Jahr einen Bonus von 400 Euro erhalten. Dieser soll nicht auf Sozialleistungen wie Hartz IV angerechnet werden. Wer mehr als 15.500 Euro verdient, soll einen Zuschuss zu den Sozialabgaben bekommen, der bis zu einem Einkommen zwischen 20.000 und 25.000 Euro langsam abschmilzt. F&uuml;r Verheiratete sollen die doppelten Einkommensgrenzen gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-will-sozialabgaben-senken-a-1125156.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die SPD dreht sich in ihrer ganzen Verr&uuml;cktheit wieder und wieder im Kreis. Dieser Vorschlag ist ja schon mehrfach aufgetischt worden und wieder und wieder falsch. Zun&auml;chst einmal die offensichtlichen Fragen: wenn die Sozialabgaben f&uuml;r Niedrigverdiener gesenkt werden sollen, wer zahlt sie dann? Denn die Sozialabgaben sind ja nicht f&uuml;r nichts, sondern finanzieren die Krankenkassen, die Pflege, Arbeitslose und Rentner. Danach: wenn die Rentenbeitr&auml;ge gesenkt werden, wirkt sich das f&uuml;r die Geringverdiener auf ihre zuk&uuml;nftige Rente aus? Wenn nicht, liegt hier nicht ein Systembruch vor (Rentenbeitr&auml;ge nach dem &Auml;quivalenzprinzip)? Dann die Frage der Summen: es geht hier um 400 Euro pro Jahr bzw. 33 Euro pro Monat f&uuml;r Geringverdiener. Welche Auswirkung soll so wenig Geld haben, wenige Prozent mehr Netto? Stattdessen die Grundfrage: warum tut die SPD weiterhin nichts dagegen, dass es &uuml;berhaupt Geringverdiener gibt? Warum nicht drastische Lohnerh&ouml;hungen, um die Wirtschaft in Deutschland und in der EU vor dem Verhungern zu retten, sondern der fortgesetzte Versuch, die L&ouml;hne niedrig zu halten und die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Probleme irgendwie zu kaschieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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