{"id":36235,"date":"2016-12-13T08:26:23","date_gmt":"2016-12-13T07:26:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235"},"modified":"2016-12-13T08:26:23","modified_gmt":"2016-12-13T07:26:23","slug":"hinweise-des-tages-2773","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h01\">Wir vergraben uns in unseren Vorurteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h02\">Der Westen hat in Aleppo total versagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h03\">&Ouml;konom: &ldquo;Donald Trump wird ein sehr guter Pr&auml;sident&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h04\">Wie die Bankenrettung auf der Gesellschaft lastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h05\">Gewinne sprudeln, Steuern sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h06\">Wachsende Ungleichheit bedroht die Welt, wie wir sie kennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h07\">Abschied von der Mathe-Sekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h08\">Im &auml;rmsten Stadtteil K&ouml;lns &ndash; Was ist arm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h09\">Entt&auml;uscht in Essen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h10\">Schmierentheater Elektro-Pkw<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h11\">Rechnungshof bezweifelt Dobrindts Berechnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h12\">Fragw&uuml;rdiger Kuhhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h13\">Europa plant den &Uuml;berwachungsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h14\">Der Hochmut der Vern&uuml;nftigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h15\">Die reichen W&auml;hler der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h16\">Deutschland hat offenbar ein Problem mit meiner Identit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h17\">Journalismus ist der tollste Beruf der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36235#h18\">Zu guter Letzt &ndash; Ratgeber: Alles, was Sie jetzt &uuml;ber Fake-News wissen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir vergraben uns in unseren Vorurteilen<\/strong><br>\nAmerikanische Sch&uuml;ler und Studenten erkennen im Internet nicht, ob Informationen wahr oder falsch sind. Ein Gespr&auml;ch mit Sam Wineburg &uuml;ber den digitalen Mob und die Bedeutung besserer Bildung<br>\nDIE ZEIT: Professor Wineburg, &ldquo;d&uuml;ster&rdquo; seien die Erkenntnisse Ihrer neuen Studie, schreiben Sie in deren Einleitung. Was haben Sie herausgefunden?<br>\nSam Wineburg: Dass die gro&szlig;e Mehrheit junger Menschen, von zw&ouml;lfj&auml;hrigen Sch&uuml;lern bis zu Studenten am College, beklagenswert schlecht unterscheiden kann, ob Informationen im Internet wahr oder unwahr sind. Es gibt diesen Mythos, dass die Jugend eine Art &ldquo;digitale Intelligenz&rdquo; besitzt, weil sie so m&uuml;helos mit digitalen Ger&auml;ten umgeht. Das stimmt aber nicht.<br>\nZEIT: Welche Erkenntnisse machen Ihnen Sorgen?<br>\nWineburg: Bei den 12- und 13-J&auml;hrigen konnten 80 Prozent nicht zwischen Nachrichten und Werbung unterscheiden. Der Journalismus in den USA finanziert sich inzwischen stark durch gesponserte Inhalte, sogenanntes native advertising. Also Werbung, die sich als journalistischer Text tarnt. &Uuml;ber den Artikeln steht zwar &ldquo;sponsored content&rdquo; &ndash; aber wir haben herausgefunden, dass die gro&szlig;e Mehrheit der jungen Menschen, die ja den ganzen Tag online verbringen, keine Ahnung hat, was das bedeutet.<br>\nZEIT: Haben Sie ein Beispiel?<br>\nWineburg: Wir haben Highschool-Sch&uuml;lern zwei Artikel &uuml;ber den Klimawandel vorgelegt. Einen verfasst von einem Wissenschaftsjournalisten, einen zweiten auf derselben Website &ndash; gesponsert vom Mineral&ouml;lkonzern Shell. Fast 70 Prozent der Sch&uuml;ler empfand den PR-Beitrag als glaubw&uuml;rdiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/51\/fake-news-glaubwuerdigkeit-sam-wineburg-stanford\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mit den Begriffen &bdquo;Fake News&ldquo; und &bdquo;postfaktisch&ldquo; gehen die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; offenbar im Kampf um die Deutungshoheit und die Diskurshegemonie in die Gegenoffensive. Obiger Beitrag geht auch in diese Richtung. &bdquo;Fake News&ldquo; findet man selbstverst&auml;ndlich nur in den sozialen Medien. Nat&uuml;rlich w&uuml;rden die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; niemals &bdquo;Fake News&ldquo; verbreiten (siehe auch den gestrigen Beitrag von Jens Berger: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36218\">Fake News? Das ist doch ein alter Hut<\/a>;)<\/em><br>\n<em>Beflissen sekundiert wird das Ganze durch die Gesellschaft f&uuml;r deutsche Sprache (GfdS), die den Terminus &bdquo;postfaktisch&ldquo; zum Wort des Jahres k&uuml;rte. Mit einer Begr&uuml;ndung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: &ldquo;Immer gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen &raquo;die da oben&laquo; bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche L&uuml;gen bereitwillig zu akzeptieren.&rdquo;  So gesehen l&auml;sst sich damit jede Kritik an den sozialen und &ouml;konomischen Verh&auml;ltnissen, explizit an den herrschenden Eliten, als L&uuml;ge bzw. &bdquo;postfaktisch&ldquo; delegitimieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Die Russen haben begriffen, was man mit Informationsmanipulation machen kann&rdquo;<\/strong><br>\nDer deutsche Cyber-Sicherheitsexperte Sandro Gaycken h&auml;lt die Sorge vor Manipulationen im Bundestagswahlkampf f&uuml;r begr&uuml;ndet. Gezielte Stimmungs- und Meinungsmache sei eine reale Gefahr, sagte der Direktor des &ldquo;Digital Society Institute&rdquo; im DLF. Als Beispiele nannte er das Lancieren gestohlener Geheimdokumente, unechter Studien oder gef&auml;lschter Nachrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sorge-vor-falschinformationen-die-russen-haben-begriffen.694.de.html?dram:article_id=373731\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie gut, das man immer sofort die entsprechenden Experten zur Hand hat. Die European School of Management and Technology ist nach eigen Angaben eine private Gr&uuml;ndung von &bdquo;25 f&uuml;hrenden globalen Unternehmen und Verb&auml;nden&ldquo;, darunter die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der deutschen Exportindustrie. Ein Vollzeit-MBA-Studium Masterstudiengang kostet dort schon einmal 38.000 &euro;. Welche Sichtweise der Dinge dort wohl gelehrt wird? <\/em><br>\n<em>Leider wurde die Gr&uuml;ndung auch dieser privaten Eliteschule wieder einmal mit &ouml;ffentlichen Mitteln unterst&uuml;tzt. 2003 hatte das Land Bayern vier Millionen Euro locker gemacht und der ESMT R&auml;ume in einem neuen B&uuml;rokomplex am ehemaligen Flughafen M&uuml;nchen-Riem mietfrei zur Verf&uuml;gung gestellt. Der Berliner Hauptsitz im ehemaligen Staatsratsgeb&auml;ude der DDR wird durch das hochverschuldete Land ebenfalls mietfrei zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Westen hat in Aleppo total versagt<\/strong><br>\nDas Aleppo, das Weltkulturerbe war, h&ouml;rt in diesen Tagen auf zu existieren. BILD Digital-Chefredakteur Julian Reichelt &uuml;ber das Sterben der Menschen und die Tatenlosigkeit des Westens.<br>\n(&hellip;)<br>\nW&auml;hrend ich &uuml;ber Aleppo schreibe, sch&uuml;ttelt unser Au&szlig;enminister und (wahrscheinlich) zuk&uuml;nftiger Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier in meiner Heimatstadt Hamburg die Hand des Kriegsverbrechers Sergej Lawrow, der den Vernichtungskrieg gegen die syrische Zivilbev&ouml;lkerung ma&szlig;geblich mitverantwortet. W&auml;hrend in Deutschland Weihnachtsb&auml;ume erstrahlen, harren in Aleppo Hunderttausende Menschen, darunter unz&auml;hlige Kinder, unter dem erbarmungslosen Bombardement der russischen und syrischen Luftwaffe aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article160109516\/Der-Westen-hat-in-Aleppo-total-versagt.html\">WELT<\/a>\n<p><em>Geradezu ein Paradebeispiel der Meinungsmache und schriller anti-russischer Propaganda. Auch wenn sich die Hinweise auf den NachDenkSeiten dazu fast nicht mehr z&auml;hlen lassen: Den syrischen B&uuml;rgerkrieg hat nicht Russland angezettelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann die Hetze aber noch steigern &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Krieg mit Worten &ndash; Russlands Meinungsmache im Westen<\/strong><br>\nRusslands Medien sind lange schon Sprachrohre der Regierung. Sie beeinflussen die &Ouml;ffentlichkeit im Sinne Putins. Auch im Westen wirkt die Kommunikation des Kreml. Dabei werden alle M&ouml;glichkeiten genutzt, von Hackerangriffen und Datendiebstahl bis zum Streuen von falschen oder halbwahren Informationen. Die Aufregung dar&uuml;ber ist gro&szlig;, denn falsche Informationen k&ouml;nnen W&auml;hler beeinflussen, auch im kommenden Jahr in Deutschland. Politiker aller Parteien sind besorgt. Die Debatte hat gerade begonnen. SWR2-Kontext fragt nach Russlands Motiven und was man ihnen entgegensetzen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/kontext\/krieg-mit-worten-russlands-meinungsmache-im-westen\/-\/id=4352076\/did=18653286\/nid=4352076\/950e58\/index.html\">SWR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;konom: &ldquo;Donald Trump wird ein sehr guter Pr&auml;sident&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Arthur Laffer war ein Mitstreiter von Ronald Reagan. Er hat den Sieg von Donald Trump vorhergesagt. Dessen Geschichte &auml;hnle der von Reagan, sagt der Bef&uuml;rworter niedriger Steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/5132225\/Donald-Trump-wird-ein-sehr-guter-Praesident?from=newsletter&amp;xtor=EPR-20003\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sag mir wer Dich lobt &hellip; Ein Lob von Arthur Laffer ist vergleichbar mit einem Lob von Hans-Werner Sinn. Von Laffer stammt das absurde wirtschaftswissenschaftliche Dogma, nach dem eine Senkung des Spitzensteuersatzes die Gesamtsteuereinnahmen erh&ouml;hen w&uuml;rde. Abgebildet wird dies in der nach ihm benannten &bdquo;Laffer-Kurve&ldquo;. Wenn dieser Mann nun Trump lobt, ist dies wahrlich alles andere als positiv.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die Bankenrettung auf der Gesellschaft lastet<\/strong><br>\nEr war einer der wenigen, die die Finanzkrise haben kommen sehen: Der &Ouml;konom Michael Hudson warnt nun erneut vor den Folgen der ungez&uuml;gelten Finanzwirtschaft. Die grundlegenden Probleme unseres Wirtschaftssystems m&uuml;ssten dringend gel&ouml;st werden.<br>\nMichael Hudson wirkt fassungslos, wenn er dar&uuml;ber sinniert, wie wenig heute das &ouml;konomische Einmaleins Allgemeingut ist und wie wenig sich nach der Finanzkrise getan hat, um die grundlegenden Probleme unseres Wirtschaftssystems zu l&ouml;sen. Fragt man ihn nach der Hauptbotschaft seines mehr als 600 Seiten umfassenden Buches &ldquo;Der Sektor&rdquo;, f&auml;llt seine Antwort kurz und pr&auml;zise aus: &ldquo;Wenn man die Schulden nicht abschreibt auf eine H&ouml;he, die bezahlbar ist, dann &auml;hnelt Europas Zukunft der des heutigen Griechenland. Wenn die Schulden wie in vielen L&auml;ndern auf hundert Prozent des Bruttoinlandsprodukts wachsen und die Zinsen betragen f&uuml;nf Prozent, vier Prozent oder auch nur drei Prozent, die Wirtschaft aber nur um drei Prozent w&auml;chst, dann muss das ganze j&auml;hrliche Wirtschaftswachstum f&uuml;r Zinsen bezahlt werden. Es gibt dann keinen Raum f&uuml;r ein Wachstum des Konsums, Wachstum der privaten Investitionen oder Wachstum durch kreditfinanzierte Staatsausgaben. &Ouml;konomen nennen diese Situation Schuldeninflation.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/finanzkrise-wie-die-bankenrettung-auf-der-gesellschaft.1310.de.html?dram:article_id=373581\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gewinne sprudeln, Steuern sinken<\/strong><br>\nDie Niederlande und die Schweiz sind laut der Hilfsorganisation Oxfam Teil der schlimmsten Steueroasen. Der Wettlauf ruiniere die Armen und mache Reiche noch reicher.<br>\nIn den vergangenen drei&szlig;ig Jahren haben sich die Gewinne der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen weltweit vervielfacht &ndash; die Steuern, die sie zahlen, aber sinken. Und manche L&auml;nder, auch europ&auml;ische, heizen den Wettlauf um die niedrigsten Steuern ganz besonders an. Das geht aus der Liste der &ldquo;15 schlimmsten Steueroasen&rdquo; hervor, die gerade von der Hilfsorganisation Oxfam ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nDie Liste wird angef&uuml;hrt von Bermuda und den Cayman Islands. Auf sie folgen die Niederlande und die Schweiz. Weitere europ&auml;ische Steueroasen sind Irland, Luxemburg, Zypern und die Kanalinsel Jersey. Auf der Rangliste finden sich auch britische &Uuml;berseegebiete wie die Kaimaninseln und die zwar autonome, aber zum K&ouml;nigreich der Niederlande geh&ouml;rende Karibikinsel Cura&ccedil;ao. Diese L&auml;nder &ldquo;erm&ouml;glichen den Unternehmen die extremsten Formen der Steuervermeidung&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nDer Wettlauf um die niedrigsten Steuern w&uuml;rde durch die Oasen immer weiter angetrieben. &ldquo;Sie m&uuml;ssen dringend trockengelegt werden&rdquo;, sagt Tobias Hauschild, Experte f&uuml;r Steuergerechtigkeit bei Oxfam. Die Organisation kritisiert, dass die Politik bislang viel zu wenig daf&uuml;r tue.<br>\nZum Beispiel die G20, die 20 gr&ouml;&szlig;ten Industrie- und Schwellenl&auml;nder, und die OECD: Zwar h&auml;tten sie sich gerade auf eine Initiative geeinigt, die das Verschieben von Gewinnen in Steueroasen beschr&auml;nken solle. Aber am Verhandlungstisch h&auml;tten ausgerechnet die Steueroasen Schweiz, Niederlande und Luxemburg Mitspracherecht gehabt, und die Reform lasse einzelnen Staaten immer noch die M&ouml;glichkeit, ihre Unternehmenssteuern noch weiter zu senken, was den ruin&ouml;sen Steuerwettbewerb sogar noch weiter anheize. Oder die Europ&auml;ische Union: Sie arbeite zwar an einer eigenen Schwarzen Liste &ndash; die aber EU-L&auml;nder oder Steueroasen wie die Schweiz von vornherein au&szlig;en vor lasse. Die geplante Schwarze Liste der G20 sei noch schw&auml;cher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-12\/steueroasen-niederlande-schweiz-oxfam-liste-offshore\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Thema d&uuml;rfte sp&auml;testens seit den Panama-Papers und den Luxemburg Leaks bestens bekannt sein. Von den politischen Verantwortlichen wird aber au&szlig;er Lippenbekenntnissen weiter nichts dagegen unternommen. Dabei ist der Schaden, der dem Staat und den B&uuml;rgern durch Steuerhinterziehung und -betrug entsteht, immens.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wachsende Ungleichheit bedroht die Welt, wie wir sie kennen<\/strong><br>\nIm Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung macht sich der &Ouml;konom nach dem Brexit und dem Wahlsieg von Donald Trump gro&szlig;e Sorgen um den Aufstieg des Populismus. Und er sieht einen zentralen Grund daf&uuml;r: &ldquo;Die wachsende Ungleichheit facht den Populismus an und bedroht die Welt, wie wir sie kennen&rdquo;, warnt Bofinger. &ldquo;In Deutschland f&uuml;hlen sich die Anh&auml;nger der AfD besonders stark von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt&rdquo;.<br>\nUm die wachsende Ungleichheit zu stoppen, will der Wirtschaftsweise Gutverdiener drastisch zur Kasse bitten. &ldquo;Es w&auml;re sicherlich angemessen, den Spitzensteuersatz wieder von 42 auf 56 Prozent erh&ouml;hen, wie zu Helmut Kohls Zeiten&rdquo;, sagt Bofinger. Der Spitzensteuersatz solle daf&uuml;r erst bei einem h&ouml;heren Einkommen als bisher einsetzen. Au&szlig;erdem fordert der W&uuml;rzburger Professor eine h&ouml;here Belastung von Erben. &ldquo;Bei der Erbschaftsteuer sollte ein Satz von 15 Prozent auf wirklich alles gelten, mit Ausnahme des H&auml;uschens von der Oma&rdquo;.<br>\nMit den Einnahmen will Bofinger Verlierer der Globalisierung kompensieren, um den weiteren Aufstieg von Populisten wie der AfD zu verhindern. &ldquo;Vor allem die weniger qualifizierten Arbeitnehmer gucken in die R&ouml;hre.&rdquo; Die deutsche Wirtschaftsleistung pro Kopf sei von 1991 bis 2013 um 29 Prozent gestiegen, aber das reale Nettoeinkommen f&uuml;r einen mittleren Haushalt nur um acht Prozent. Die unteren 30 Prozent der Haushalte verdienten netto nicht mehr als 1991.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-bofinger-wachsende-ungleichheit-bedroht-die-welt-wie-wir-sie-kennen-1.3290779\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abschied von der Mathe-Sekte<\/strong><br>\nPaul Romer jedenfalls ist entschlossen, die &Ouml;konomie zu ver&auml;ndern, die mit einem erheblichen Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem zu k&auml;mpfen hat. Viele Vertreter des Fachs wirkten ratlos, als vor ein paar Jahren die internationalen Finanzm&auml;rkte kollabierten und sich das Vertrauen in die Selbstheilungskr&auml;fte des Marktes in Luft aufl&ouml;ste.<br>\nRomer ist mit diesem Problem umgegangen, wie Wissenschaftler mit Problemen eben umgehen: Er hat einen Aufsatz geschrieben. &Ouml;konomen schreiben st&auml;ndig Aufs&auml;tze, und meist geht es dabei darum, einer bereits sehr komplizierten Fachdebatte eine weitere Ver&auml;stelung hinzuzuf&uuml;gen. Genau das hatte Romer auch vor, aber als er sich an seinen Schreibtisch setzte, kam er nicht richtig voran. Dann sah er zuf&auml;llig einen Dokumentarfilm &uuml;ber Scientology &ndash; jene Sekte, die ihre Mitglieder mit Gedankenmanipulation gef&uuml;gig macht. Romer &auml;nderte seinen Plan. Und beschloss, das aufzuschreiben, was er wirklich dachte.<br>\nEr ben&ouml;tigte dazu einschlie&szlig;lich Literaturverzeichnis 25 Seiten. Schon der erste Satz ist eine Kriegserkl&auml;rung: Die makro&ouml;konomische Theorie sei inhaltlich auf dem Niveau der fr&uuml;hen siebziger Jahre, die Forschungselite verbiege Fakten, entwickle weltfremde mathematische Modelle und folge blind den Autorit&auml;ten des Fachs, statt selbst nachzudenken. In zehn Thesen zeichnet er das Bild einer Disziplin, in der Loyalit&auml;ten mehr z&auml;hlen als intellektuelle Redlichkeit. Vor allem aber nennt er Namen: Robert Lucas, Thomas Sargent, Edward Prescott. Alle drei haben Nobelpreise bekommen &ndash; und alle drei sind Wegbereiter der herrschenden neoklassischen Lehre, die auf der Annahme beruht, dass Verbraucher rational agieren und der freie Markt vor allem Vorteile verspricht.<br>\nSeit Romer den Artikel im September ins Internet gestellt hat, l&auml;uft die Gegenoffensive. Seine Kritiker werfen ihm vor, nicht ber&uuml;cksichtigt zu haben, dass die neoklassische Theorie inzwischen weiterentwickelt wurde &ndash; wenn sie denn &uuml;berhaupt noch mit ihm reden. Doch in den Augen all jener, die die &Ouml;konomie schon immer f&uuml;r eine Ideologie hielten und Wirtschaftsexperten f&uuml;r Scharlatane, ist Romer seither ein Held.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/49\/paul-romer-witschaftsprofessor-weltbank-oekonomie-glaube\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Vergleich mit Scientology ist sehr treffend. Wer in den Wirtschaftswissenschaften re&uuml;ssieren will muss sich zuerst einer Gehirnw&auml;sche unterziehen und dem neoliberalen Wirtschaftsmodell absolute Treue schw&ouml;ren. Das Grauenhafte daran, von der bizarren Gedankenwelt der Neoliberalen wird immer noch das Schicksal eines gro&szlig;en Teils der B&uuml;rger dieser Welt bestimmt. Ein signifikantes Beispiel ist Deutschland unter dem Finanzminister Sch&auml;uble und dem Wirtschaftsminister Gabriel, die weiter bedingungslos an die Kr&auml;fte des freien Marktes glauben, wie, die wider alle Vernunft von beiden betriebene Privatsierung der Bundesautobahnen zeigt.<\/em><br>\n<em>Ebenso stellt sich die Frage, ob die katastrophalen Auswirkungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik allein auf die &ldquo;Weltfremdheit&rdquo; der Vertreter dieser zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, oder ob es sich nicht um eine Ideologie im Sinne der herrschenden Eliten handelt. Fakt ist, dass sich bei der bisherigen Umsetzung der neoliberalen Ideologie, die Lebensumst&auml;nde der gro&szlig;en Mehrheit der Menschen permanent verschlechtert haben. Das europ&auml;ische Freiluftlabor des Neoliberalismus, Griechenland, zeigt dies in erschreckender Weise.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im &auml;rmsten Stadtteil K&ouml;lns &ndash; Was ist arm?<\/strong><br>\nMit Statistiken wird versucht, Armut zu definieren und diese Statistiken orientieren sich meistens am Einkommen. Aber Geld allein macht Armut nicht aus, das sagen die, die es wissen m&uuml;ssen: die Bewohner des &auml;rmsten Stadtteils in K&ouml;ln.<br>\nEs ist ein Dienstagvormittag in K&ouml;ln. Vor der Kirchengemeinde St. Theodor im Stadtteil Vingst hat sich eine lange Schlange gebildet &ndash; 50, 60 Menschen stehen im gro&szlig;en Innenhof der Kirche und warten, unter ihnen Silke. Die 43-J&auml;hrige kommt fast jeden Dienstag hierhin &ndash; zur Essensausgabe f&uuml;r Bed&uuml;rftige.<br>\n&ldquo;Norbert wird gleich die Nummern verteilen und dann kriegt jeder eine Nummer und dann geht das am Nachmittag um halb vier erst los.&rdquo;<br>\nAuch ihre Mitbewohnerin Sonja steht in der Schlange. Beide sind sie arbeitslos, hangeln sich von Minijob zu Minijob und leben von Hartz IV.<br>\nSonja: &ldquo;Normalerweise kriege ich 413, dann wird noch was abgezogen. Was habe ich dann, 310, 300 Euro, vielleicht gerade mal zum Leben. Dann kommen noch Schulden, die ich abbezahlen muss. Dann bleiben mir zum Leben 200 Euro. Das ist dann wirklich schon ziemlich eng.&rdquo;<br>\nSonja und Silke sind bed&uuml;rftig, aber sind sie auch arm? Die Definition von Armut richtet sich hier in der Kirchengemeinde nicht nach Statistiken. Arm ist, wer nicht dazu geh&ouml;rt. Und dazugeh&ouml;ren, das k&ouml;nnen alle, die wollen. Ralf zum Beispiel, ebenfalls Stammgast bei der Essensausgabe.<br>\n&ldquo;Ich kann nicht mehr arbeiten, weil ich habe die Knie kaputt, R&uuml;cken kaputt. Das kannste voll vergessen. Vielleicht ehrenamtlich, das kannste noch machen. Werde ich nachher auch hier mal nachfragen und so.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/im-aermsten-stadtteil-koelns-was-ist-arm.2165.de.html?dram:article_id=373711\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entt&auml;uscht in Essen<\/strong><br>\nDie A40 trennt das Ruhrgebiet &ndash; grob gesagt in einen armen Norden und einen reicheren S&uuml;den. Im Norden leben viele, die immer SPD gew&auml;hlt haben &ndash; und nun mit der AfD lieb&auml;ugeln. Droht bei den Wahlen 2017 ein Rechtsruck?<br>\nDie A40 f&uuml;hrt ein Mal von Ost nach West durchs Ruhrgebiet &ndash; und sie trennt es zugleich. S&uuml;dlich der Autobahn leben die, denen es meist gut geht, n&ouml;rdlich die anderen. Es gibt Stadtteile mit einem Anteil von Hartz-IV-Empf&auml;ngern von 40 Prozent, hier leben auch die meisten Bewohner mit Migrationshintergrund und ganz viele Unzufriedene.<br>\nDie gingen in der Vergangenheit selten zur Wahl. &ldquo;Es gibt Stadtteile im Norden mit einer Wahlbeteiligung von unter 30 Prozent. Das k&ouml;nnte sich jetzt &auml;ndern&rdquo;, sch&auml;tzt Professor Klaus Peter Strohmeier. Der Soziologe hat sein Leben lang zu Themen der inneren Befindlichkeit des Ruhrgebiets geforscht. &ldquo;Ich habe das Gef&uuml;hl, dass bei der n&auml;chsten Wahl mehr Leute an die Urnen gehen. Und die Erfahrung zeigt, dass gerade unter diesen Menschen die AfD den meisten Zuspruch erh&auml;lt.&rdquo; Droht also ein Rechtsruck in Teilen des Ruhrgebiets, der traditionellen Hochburg der SPD?<br>\n&ldquo;Die haben hier alle einen Riesenhals&rdquo;, sagt Guido Reil und blickt m&uuml;rrisch auf die Stra&szlig;e, w&auml;hrend sein Kumpel von der SPD den Bus der Arbeiterwohlfahrt schweigend durch Essen-Karnap steuert. Seit acht Jahren machen die beiden ein Mal w&ouml;chentlich diese Tour: Senioren von daheim abholen, zum Einkauf bringen, T&uuml;ten schleppen und wieder zur&uuml;ck.<br>\nReil, 26 Jahre lang SPD-Mitglied, Betriebsrat in der letzten noch arbeitenden Zeche, Gewerkschafter &ndash; im Fr&uuml;hling hat er beschlossen, der SPD den R&uuml;cken zu kehren und in die AfD einzutreten. &ldquo;Die Partei, die hier jahrelang gew&auml;hlt wurde, hat die Menschen im Stich gelassen&rdquo;, sagt Reil und meint damit die SPD. Dabei verweist er auf die marode Infrastruktur, M&uuml;ll auf den Stra&szlig;en und immer wieder auch auf die Fl&uuml;chtlinge, die im Norden des Ruhrgebiets untergebracht wurden. &ldquo;Die bekommen renovierte Wohnungen, die bekommen das Rundum-Sorglos-Paket &ndash; und wir?&rdquo;, sagt der Neu-AfDler.<br>\n Die Seniorinnen im Wagen wissen nicht, ob das alles wirklich so ist. Aber sie nicken still. Auch sein Kumpel von der SPD schweigt lange. Dann bricht es aus ihm heraus: &ldquo;Neulich bin ich mit dem Fahrrad an einer dieser Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte vorbeigefahren und hab mir gedacht: Ja, warum m&uuml;ssen die alle zu uns in den Norden?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ruhrgebiet-reportage-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C. G.:<\/strong> Bereits 22,5% aller Arbeitnehmer in Deutschland sind Niedriglohnempf&auml;nger. Es ist immer wieder zu beobachten, dass Ex-SPDler nun AfD w&auml;hlen oder sogar &ldquo;konvertieren&rdquo;. Doch von wegen latent vorhandenem Rassismus bei der Unterschicht, &uuml;ber den immer wieder diskutiert wird: Es sind in erster Linie der seit Jahren betriebene Sozialabbau und Existenz&auml;ngste, die die Arbeiter bewegen. Und viele Linke diskutieren viel zu intellektuell und haben ebenfalls wie viele SPD-Genossen den Bezug zu Arbeitern und Niedrigl&ouml;hnern verloren. Auch die meisten Gewerkschaften haben bei Einf&uuml;hrung von Agenda2010, der vors&auml;tzlichen Zerst&ouml;rung des gesetzlichen Rentensystems und den Hartz-Gesetzen nie wirklich massive Streiks und Proteste organisiert, wie das etwa in Frankreich der Fall ist, und haben sich somit auch zu Steigb&uuml;gelhaltern von neoliberaler Politik gemacht. Das Dilemma: Die AfD liefert nur scheinbar einfache L&ouml;sungen, doch mit der AfD wird es f&uuml;r viele W&auml;hler ebenfalls ein b&ouml;ses Erwachen geben, denn sie ist genauso neoliberal gestrickt und wird, wenn &uuml;berhaupt, ebenfalls nur Alibipolitik f&uuml;r Arme machen und ansonsten die Politik f&uuml;r Reiche konsolidieren &ndash; nur diesmal eben mit dem S&uuml;ndenbock &ldquo;Fl&uuml;chtling&rdquo; oder &ldquo;Migrant&rdquo; als einfache &ldquo;Argumentationshilfe&rdquo;. Und die Privatisierungswelle, Steuersenkungen f&uuml;r Reiche und Umverteilungen von unten bzw. von Mitte nach oben werden ungehindert weiter gehen k&ouml;nnen. Denn von der AfD habe ich noch nie geh&ouml;rt, dass z.B. die Kriege des Westens oder die Handelspolitik mit den Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;r Fl&uuml;chtlingswellen mitverantwortlich sein k&ouml;nnten&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schmierentheater Elektro-Pkw<\/strong><br>\nDie Tageszeitungen vom 30. November 2016 und die ARD-Tagesschau vom Vorabend melden: &bdquo;In ganz Europa Ladestationen f&uuml;r E-Autos&ldquo;. Es komme zu einer gewaltigen Investitionsoffensive in der Europ&auml;ischen Union, um dem Elektro-Auto zum endg&uuml;ltigen Durchbruch zu verhelfen. Daf&uuml;r wirbt auch bereits eine Fast-Allparteienkoalition von CDU\/CSU, SPD, Gr&uuml;nen, FDP und AfD. Warum das ein gro&szlig;angelegter Schwindel ist, erkl&auml;rt Winfried Wolf.<br>\nEs stimmt ja: Alle reden vom Boom der Elektroautos. Beispielsweise wie folgt: &bdquo;Bei den Elektromobilherstellern herrscht Goldgr&auml;berstimmung. Die Marktprognosen versprechen bis zu einer Million verkaufter E-Mobile in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren.&ldquo; Uups. Das war 1991 so zu lesen &ndash; in der VCD-Zeitschrift &bdquo;Fairkehr&ldquo; (3\/1991). Heute, ein Vierteljahrhundert sp&auml;ter, gibt es in Deutschland gerade mal 25.500 Elektroautos. Wirklich &bdquo;heute&ldquo;: Ende 2016.<br>\nDoch es gibt &ndash; erneut! &ndash; die Aussage der Berliner Regierung, wonach es bis zum Jahr 2025 wenigstens eine Million E-Autos geben soll. Naja, vor zwei Jahren hie&szlig; es noch: bis 2020; aber Schwamm dr&uuml;ber.<br>\nAktuell sind es 44 Millionen konventionelle Pkw und 54 Millionen Kfz. Der Anteil des E-Auto-Fl&ouml;ttchens mit 25.500 Stromern an allen Pkw liegt bei 0,056 Prozent, derjenige an allen Kfz bei 0,047 Prozent; er ist kaum messbar und eigentlich irrelevant. Mehr als 99 Prozent  aller Autos sind konventionelle Benziner und Dieselfahrzeuge. Vor allem aber: 2025 gibt es auch dann, wenn es diese ein Million Elektro-Autos geben w&uuml;rde, zwanzig Millionen konventionelle Kfz mehr als 1990 (in BRD und DDR zusammen). Selbst wenn dieses reichlich ehrgeizige Ziel zur &bdquo;Elektronmobilit&auml;t&ldquo; umgesetzt werden w&uuml;rde, liegen die klimasch&auml;digenden Kfz-Emissionen aus dem deutschen Autoverkehr betr&auml;chtlich h&ouml;her als 1990\/91. Wobei wir dabei noch die Tatsache bedenken m&uuml;ssen, dass die aktuellen Zahlen zum Spritverbrauch um 42 Prozent h&ouml;her sind als offiziell ausgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lunapark21.net\/schmierentheater-elektro-pkw-2\/#more-2606\">lunapark 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rechnungshof bezweifelt Dobrindts Berechnungen<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erh&auml;lt f&uuml;r seine Pl&auml;ne zur Pkw-Maut weiter erheblichen Widerstand: Nach der Opposition, dem Koalitionspartner und den Nachbarl&auml;ndern hat nun auch der Rechnungshof Bedenken. Dieser stellt die H&ouml;he der Einnahmen und den Zeitpunkt der Einf&uuml;hrung infrage. (&hellip;)<br>\nNun muss man diese Zahl doch n&auml;her erl&auml;utern, von den 3,7 Milliarden, kommen drei Milliarden von den einheimischen Autofahrern. Wird der Koalitionsvertrag eingehalten, sind dies keine Mehreinnahmen sondern w&uuml;rden demn&auml;chst bei der KFZ-Steuer fehlen. Zieht man von den verbleibenden 700 Millionen anfallende Systemkosten ab, so geht selbst Dobrindt von zus&auml;tzlichen 500 Millionen Euro j&auml;hrlich durch ausl&auml;ndische Autofahrer aus.<br>\nOb diese Rechnung selbst so aufgeht, auch daran gibt es Zweifel. Der Pr&auml;sident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, zeigte sich im Interview mit Funke-Mediengruppe skeptisch. &ldquo;Die Einnahmeprognose ist mit erheblichen Risiken verbunden&rdquo;, so Scheller. &ldquo;Wir bezweifeln auch den geplanten Einf&uuml;hrungszeitpunkt im Jahr 2018.&rdquo; Der Rechnungshof-Pr&auml;sident f&uuml;gte aber an, seine Beh&ouml;rde habe keine eigenen Pr&uuml;fungserkenntnisse zur Kosten-Nutzen Rechnung der Maut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pkw-maut-rechnungshof-bezweifelt-dobrindts-berechnungen.1766.de.html?dram:article_id=373666\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdiger Kuhhandel<\/strong><br>\nWieder einmal liefert die Deutsche Bahn AG die perfekte Vorlage f&uuml;r alle Satiriker. Mit Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla soll ab Januar ein Jurist und Sozialp&auml;dagoge eine der wichtigsten Technik- und Infrastruktursparten der Republik leiten, zu der 34&thinsp;000 Kilometer Gleise und mehr als 5000 Bahnh&ouml;fe geh&ouml;ren. Diesen Aufstieg hat der CDU-Mann seiner Freundschaft mit Bahnchef Grube und einem fragw&uuml;rdigen politischen Kuhhandel zu verdanken hat.<br>\nPofalla fehlen jegliche Kenntnisse und Qualifikationen f&uuml;r diesen enorm wichtigen Job. Der bisherige Amtsinhaber Volker Kefer ist Ingenieur, wei&szlig; schon aus jahrzehntelanger Erfahrung beim ICE-Produzenten Siemens, wie das komplexe Rad-Schiene-System funktioniert. Pofalla dagegen mag ein ausgefuchster politischer Strippenzieher und mit allen Wassern gewaschener Lobbyist ein. Die F&uuml;hrungserfahrung im operativen Bahngesch&auml;ft aber besitzt dieser Mann ebenso wenig wie das n&ouml;tige technische Verst&auml;ndnis. (&hellip;)<br>\nIn einem normalen Bewerbungsverfahren w&uuml;rde Pofalla deshalb sofort aussortiert. Aber normal l&auml;uft beim gr&ouml;&szlig;ten Staatskonzern bekanntlich kaum etwas. Hier zieht die gro&szlig;e Politik fast nach Belieben die Strippen, die Bahn gilt im Kanzleramt als Chefsache. Niemand wei&szlig; das besser als Pofalla, dem lange Zeit obersten Strippenzieher von Angela Merkel &ndash; bis er nach einigen peinlichen Ausrutschern seinen Posten verlor.<br>\nBei der Bahn fand sich rasch ein sch&ouml;ner Posten, um den einstigen Vertrauten sicher und hoch dotiert aufzufangen. Dort scheint sein Aufstieg an die Spitze nun kaum noch aufzuhalten zu sein. Denn wie immer in der gro&szlig;en Politik werden Konflikte mit manchmal sehr fragw&uuml;rdigen Kompromissen gel&ouml;st. Im Falle Pofallas hei&szlig;t es, die SPD-Spitze habe die Zustimmung zu dessen Bahn-Karriere daran gekn&uuml;pft, dass im Gegenzug die Union den Aufstieg von Au&szlig;enminister Steinmeier zum Bundespr&auml;sidenten erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stelle-von-ronald-pofalla-bei-der-bahn-fragwuerdiger-kuhhandel.e322e350-f7c5-46f2-9674-fd0c148b717a.html\">Stuttgarter-Zeitung.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Europa plant den &Uuml;berwachungsstaat<\/strong><br>\nDie EU-Regierungen machen die Kontrolle der Au&szlig;engrenzen zum zentralen Projekt. Das Journalisten-Kollektiv &ldquo;Investigate Europe&rdquo; enth&uuml;llt: Das kostet Milliarden &ndash; doch nur R&uuml;stungs- und Elektronikindustrie profitieren.<br>\nMilit&auml;risch organisierte Lagezentren, Datenbanken &uuml;ber zig Millionen Menschen, gro&szlig;fl&auml;chige &Uuml;berwachung mittels ferngesteuerter Drohnen, dazu milliardenschwere Fonds f&uuml;r Forschung und die anschlie&szlig;ende Beschaffung der ben&ouml;tigten Technologie &ndash; kaum bemerkt von ihren B&uuml;rgern betreiben die Regierungen der Europ&auml;ischen Union ein folgenschweres Langzeitprojekt: die gro&szlig;technische Aufr&uuml;stung zur Kontrolle der Au&szlig;engrenzen.<br>\nBei ihrem j&uuml;ngsten Gipfel im slowakischen Bratislava erkoren die EU-Regierungschefs die Grenzsicherung gar zu ihrem wichtigsten Thema. Es gelte, die &bdquo;illegale Migration zu stoppen&ldquo; und die &bdquo;Sicherheit unserer Menschen zu sch&uuml;tzen&ldquo;, sagte Kanzlerin Merkel und erkannte darin einen neuen &bdquo;Geist der Zusammenarbeit&ldquo; im ansonsten so zerstrittenen Europa.<br>\nErf&uuml;llt das angestrebte &Uuml;berwachungssystem tats&auml;chlich den erkl&auml;rten Zweck? Wird es Europa sicherer machen? Dieser Frage sind neun Journalisten aus acht europ&auml;ischen L&auml;ndern vom Team &bdquo;Investigate Europe&ldquo; zwei Monate lang nachgegangen, darunter die Autoren dieses Reports. Sie befragten mehr als 200 Grenzpolizisten, Ermittler, Rechtsexperten, Ingenieure, EU-Beamte und Politiker. Das Ergebnis ist alarmierend. F&uuml;r Europas neues Grenzregime:\n<ul>\n<li>sollen in den Jahren bis 2020 mehr als sechs Milliarden Euro aus EU-Mitteln sowie eine Summe gleicher Gr&ouml;&szlig;enordnung aus den nationalen Budgets f&uuml;r neue &Uuml;berwachungstechnologien und Operationen flie&szlig;en, die keinen nachweislichen Nutzen bringen;<\/li>\n<li>wollen die EU-Kommission und die nationalen Regierungen grundlegende Prinzipien des Datenschutzes aufheben und im gro&szlig;en Stil pers&ouml;nliche Daten aller B&uuml;rger ohne richterliche Kontrolle speichern;<\/li>\n<li>hat die EU-Kommission ihre Politik fast ausschlie&szlig;lich an den Interessen der Sicherheits- und R&uuml;stungsindustrie ausgerichtet und l&auml;sst deren Vertreter trotz massiver Interessenkonflikte in den Beratungsgremien mitbestimmen, was gef&ouml;rdert und gesetzlich vorgeschrieben wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/sicherheitspolitik-europa-plant-den-ueberwachungsstaat\/14956574.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Hochmut der Vern&uuml;nftigen<\/strong><br>\nOffene Gesellschaften kann man auch zu Tode verteidigen: Wer in der Krise das Tempo des liberalen Kulturkampfes noch steigert, st&auml;rkt vor allem die Gegenkr&auml;fte.<br>\nDer Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung, der rechtspopulistischer Sympathien unverd&auml;chtig ist, warnt dringend vor der kulturellen Hybris der Linken: Ein &ldquo;kosmopolitischer Geist mit &uuml;berschie&szlig;ender Moralit&auml;t&rdquo;, so hat er k&uuml;rzlich argumentiert, wirke wie ein Wachstumstreiber f&uuml;r den Rechtspopulismus. Zumindest dann, wenn &ldquo;die Medien, die Fortschrittlichen, die besser Gestellten und der &lsquo;Chorus der Vern&uuml;nftigen'&rdquo; sich damit zufriedengeben, die eigenen Interessen und die eigene kulturelle Moderne zu verteidigen, &ldquo;die da unten&rdquo; nicht mehr verstehen und Verst&ouml;&szlig;e gegen die liberalen Normen mit dem Ausschluss aus dem offizi&ouml;sen Diskurs beantworten.<br>\nZwar ist die Gesellschaft seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts einen riesigen Schritt vorangekommen, doch wegen des &ldquo;Narzissmus der kleinsten Differenz&rdquo; (Sigmund Freud) beschreiben manche Aktivisten das nun noch Unerreichte erneut als Skandal ungeheuren Ausma&szlig;es. Damit verrutschen aber die Ma&szlig;st&auml;be, das Gef&uuml;hl f&uuml;r Proportionen geht verloren.<br>\nWas herauskommt, wenn selbst ernannte Fortschrittskr&auml;fte die kulturelle Herrschaft &uuml;bernehmen, l&auml;sst sich in Berlin im rot-rot-gr&uuml;nen Koalitionsvertrag studieren. &ldquo;Gender Mainstreaming&rdquo; ist dort tats&auml;chlich eine Vorgabe f&uuml;r die Verkehrspolitik. &Uuml;ber viele Seiten hinweg werden Instrumente ausgebreitet, mit denen die Lage von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transgender, Intersexuellen und Menschen, die sich als Queer verstehen, verbessert werden soll. Zusammengefasst sind die Gruppen im Koalitionsvertrag unter dem K&uuml;rzel &ldquo;LSBTTIQ*&rdquo; (das Sternchen steht f&uuml;r alle weiteren, nicht explizit genannte Formen von Nicht-Heterosexualit&auml;t).<br>\nAuch wird vorgeschrieben, wie &ldquo;Diversity- und Queerkompetenz&rdquo; in Verwaltung und Schulen durchgesetzt werden soll. Kurz: Es liest sich wie ein Katalog staatlicher Umerziehung und kultureller Hybris: Berlins Partnerst&auml;dte sollen kritisiert werden, wenn das wegen deren Verst&ouml;&szlig;en gegen &ldquo;LSBTTIQ*&rdquo;-Normen n&ouml;tig scheint. &Uuml;brigens: Sexistische Werbung will die Koalition sogar auf privaten Werbefl&auml;chen durch die Bildung eines &ldquo;Expert*innengremiums&rdquo; verhindern. Wie w&uuml;rden Wartende in einem Berliner Jobcenter wohl reagieren, wenn man ihnen vorlesen w&uuml;rde, mit welcher Leidenschaft sich ihre Regierung solchen Aufgaben widmet?<br>\nKein Zweifel: Der Kampf f&uuml;r Minderheitenrechte ist ein aufkl&auml;rerischer Akt. Sofern er aber blind ist f&uuml;r seine Wirkung auf Gruppen von Menschen, die diesen Kampf kritisch sehen, und blind ist f&uuml;r soziale Unterschiede, kann er die Gegner der Aufkl&auml;rung st&auml;rken. Darin liegt seine gef&auml;hrliche Dialektik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-12\/political-correctness-hochmut-vernunft-liberale-gesellschaft\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie der Beitrag richtig erkennt ist die Problematik der Identit&auml;tspolitik, dass sie v&ouml;llig blind ist f&uuml;r die soziale Frage und f&uuml;r die zunehmende soziale Polarisierung. W&auml;ren nun alle sogenannten &ldquo;LSBTTIQ*&rdquo;-Rechte verwirklicht, h&auml;tte sich dann irgendetwas an den &ouml;konomischen und gesellschaftlichen Besitz- und Machtverh&auml;ltnissen ge&auml;ndert? Was hier v&ouml;llig unverst&auml;ndlich ist, wie kann man sich f&uuml;r die bedingungslose Gelichberechtigung einsetzen, aber v&ouml;llig ignorieren, dass jeden Tag unter dem Hartz-IV System hunderttausende B&uuml;rger gedem&uuml;tigt und schikaniert werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die reichen W&auml;hler der AfD<\/strong><br>\nNicht besonders arm seien sie, die W&auml;hler der AfD. Behaupteten zum Beispiel der &raquo;Stern&laquo; oder die &raquo;Zeit&laquo; neulich erst, weil es Forsa so in den Raum stellte. Mittels einer Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut herausgefunden, dass es nicht die Armen und Abgeh&auml;ngten (wie man diese Leute etwas despektierlich nennt) sind, die ihre Stimme der Rechtspartei geben, sondern eben viel mehr Bessergestellte. Lassen wir mal au&szlig;er Acht, worum es in der Studie konkret ging, also um die Analyse der W&auml;hlerschichten dieser Partei. Reden wir mal davon, wo f&uuml;r manche in dieser Gesellschaft Armut aufh&ouml;rt und Reichtum beginnt. Denn diese Bewertung sagt viel aus &uuml;ber die momentanen Zust&auml;nde in unserer Gesellschaft.<br>\nDie Studie behauptete, dass die AfD-W&auml;hler nicht so arm seien, wie gemeinhin behauptet, weil lediglich 28 Prozent von ihnen ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.000 Euro zur Verf&uuml;gung h&auml;tten. Bei den Nichtw&auml;hlern h&auml;tten 45 Prozent so wenig Geld in der Haushaltskasse. Alle anderen W&auml;hler der AfD liegen &uuml;ber der Schwelle von 2.000 Euro Nettoeinkommen pro Haushalt. Sie seien daher also im Grunde nicht mehr als arm anzusehen.<br>\nWir sprechen hier, um es nochmals zu betonen, von Haushaltsnettoeinkommen. Wenn ein W&auml;hler der AfD alleine lebt, also einen Singlehaushalt f&uuml;hrt, und &uuml;ber dieses Geld f&uuml;r sich selbst verf&uuml;gen kann, dann herzlichen Gl&uuml;ckwunsch: Dann geht es ihm wohl nicht ganz so &uuml;bel. Dann w&auml;re er jedoch auch mit weniger als 2.000 Euro Nettoeinkommen noch gut dabei und kein armer Schlucker. Wenn aber aus einem Haushalt zwei W&auml;hler und drei Nichtw&auml;hler in Erscheinung von Kindern leben, dann w&auml;ren auch 2.500 Euro in dieser Kategorie keine Gr&ouml;&szlig;enordnung, die von nicht vorhandener Armut k&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2016\/12\/die-reichen-waehler-der-afd\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutschland hat offenbar ein Problem mit meiner Identit&auml;t<\/strong><br>\nDeutsche mit Migrationshintergrund &ndash; und zwei P&auml;ssen &ndash; &uuml;ber die Debatte um die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft [&hellip;]<br>\nAlex Podlubnij (34) ist Webdesigner aus Berlin [&hellip;] Mein wei&szlig;russischer und mein deutscher Pass sind f&uuml;r mich beide nur Papier. In Anbetracht des Rassismus in Deutschland habe ich seit Fr&uuml;hjahr 2014 schon &ouml;fter mit dem Gedanken gespielt, die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft abzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bento.de\/politik\/cdu-debatte-um-doppelte-staatsbuergerschaft-was-deutsche-mit-zwei-paessen-dazu-sagen-1055888\/\">Bento<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;LOL, :D unabh&auml;ngiges, freies Qualit&auml;tsmedium &ldquo;Bento&rdquo; (Mi&szlig;geburt des Spiegels, wie ich erst jetzt in Erfahrung gebracht habe) zensiert meine Meinung zum Thema doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft. Nach Ansicht dieser korrupten Schreiberlinge g&auml;be es keine Russophobie in Deutschland! :D <\/strong><br>\nDen folgenden Text von mir hat der Autor der Bento-Redaktion zukommen lassen, er versichert, dass er das an Bento auch genauso rausgeschickt hat, wie mit mir vereinbart: &ldquo;Mein wei&szlig;russischer und mein deutscher Pass sind f&uuml;r mich beide nur Papier. In Anbetracht der russophoben Propaganda und des Rassismus in Deutschland habe ich seit Fr&uuml;hjahr 2014 schon &ouml;fter mit dem Gedanken gespielt die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft freiwillig abzugeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=1822596888020071&amp;set=a.1760904824189278.1073741828.100008093313350&amp;type=3&amp;theater\">Alexander Podlubnij via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ja, ja, der Spin aus dem Hause SPIEGEL. Da haben die jungen, hippen Volont&auml;re bei Bento doch glatt alles (Russophobie, Lohndumping) aus dem Beitrag des wei&szlig;russisch-deutschen Webdesigners Alex Podlubnij herausgestrichen, das nicht in die bunte SPIEGEL-PR-Welt passt.Nach der Beschwerde (s.o.) von Alex Podlubnij hat Bento den gesamten Artikel einfach verschwinden lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Journalismus ist der tollste Beruf der Welt<\/strong><br>\nAber etwas ist schiefgelaufen. Wir Journalisten sind Teil des Establishments geworden. Es ist Zeit, das zu &auml;ndern.<br>\nDie Presse ist im 18. Jahrhundert entstanden, eine Erfindung der Aufkl&auml;rung. Sie war das Instrument, mit dem das B&uuml;rgertum gegen Staat und Hof f&uuml;r Freiheit und Gerechtigkeit k&auml;mpfte. Es gibt ein paar Wegmarken, die zu den professionellen Genen eines Journalisten z&auml;hlen. Dazu geh&ouml;rt der Tag, an dem &Eacute;mile Zola im Jahr 1898 den unschuldig verurteilen Hauptmann Dreyfus in einem offenen Brief mit seinem flammenden &ldquo;J&rsquo;accuse&rdquo; gegen die Staatswillk&uuml;r verteidigt. Dazu geh&ouml;ren die Watergate-Enth&uuml;ller Bernstein und Woodward, im ber&uuml;hmten Film von Dustin Hoffman und Robert Redford gespielt. Medien kontrollieren die M&auml;chtigen, diese Aufgabe schien in Stein gemei&szlig;elt zu sein.<br>\nDoch genau hier setzte in den Neunzigern und zu Beginn der nuller Jahre das ver&auml;nderte Selbstverst&auml;ndnis vieler Journalisten ein. Man tr&auml;umte nicht mehr davon, gef&uuml;rchtet zu werden, man wollte geachtet werden. Man war stolz darauf, wenn die M&auml;chtigen nach einem riefen, wenn man bei der Macht am Tische sa&szlig; und sie beraten durfte. Die Medien wurden Teil des Establishments, wie die Politik, die Wirtschaft oder die Verwaltung. Wenn Journalisten Geburtstage oder Hochzeiten feierten, r&uuml;ckten die Verantwortlichen der Gesellschaft auf die G&auml;stelisten. Man wollte sich zur Elite zugeh&ouml;rig f&uuml;hlen, man wollte sie nicht mehr kontrollieren. Das schlie&szlig;t sich ja auch aus: Wie bitte kontrolliert man sich selbst?<br>\nIn diesen Zeiten schaffte der Journalismus &uuml;brigens weitgehend die sogenannten Sozialreportagen ab, also die Nahaufnahmen aus den unteren Milieus, die Geschichten, die soziale Missst&auml;nde anprangerten. Ach nein, will doch keiner mehr lesen, wei&szlig; man doch eh, was drinsteht, immer diese Klischees. Man wollte lieber &uuml;ber seinesgleichen berichten, &uuml;ber die Leute, die man auf dem n&auml;chsten Empfang trifft und die man im Fernsehen sieht. Es wurde in den Medien viel zu oft ein Dialog zwischen Gleichgesinnten pr&auml;sentiert, und das Problem war: Das gro&szlig;e Bild, das Journalisten mit ihrer Arbeit zeichnen sollen, wurde immer kleiner und immer enger, und es wurde immer &auml;hnlicher dem Bild, das schon die verantwortlichen Politiker und Wirtschaftsf&uuml;hrer den Menschen pr&auml;sentierten, tagein, tagaus. Es musste also fast so kommen: Die Leser und Zuschauer registrierten, dass die Journalisten ihre Rolle als Kontrolleure und unbestechliche Beobachter mehr und mehr verloren. Man wollte zu den Eliten geh&ouml;ren, also wurde man auch so wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/51\/journalismus-kritik-establishment-medien-macht\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt &ndash; Ratgeber: Alles, was Sie jetzt &uuml;ber Fake-News wissen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Gefahr kommt aus dem Netz: Fake-News halten derzeit Deutschland in Atem. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem englischen Begriff, der gerade durch alle Medien geistert? Und wie k&ouml;nnen Sie sich sch&uuml;tzen? Der Postillon hat gewohnt seri&ouml;s recherchiert und verr&auml;t Ihnen alles, was Sie jetzt &uuml;ber Fake-News wissen m&uuml;ssen:<br>\nSeit wann gibt es Fake-News?<br>\nDie erste &uuml;berlieferte Fake-News findet sich bereits in der Bibel und wurde von einer Schlange &uuml;ber einen Baum &ldquo;mit v&ouml;llig ungef&auml;hrlichen Fr&uuml;chten&rdquo; verbreitet. Die Folgen f&uuml;r die ersten Menschen, die auf diese Meldung hereingefallen sind: Gottes Zorn, Rauswurf aus dem Paradies und fieser Durchfall im Schwei&szlig;e ihres Angesichts.<br>\nWoher kommt der Begriff Fake-News?<br>\nFake-News sind nach dem britischen Adligen Earl of Fake-News III. (1792-1844) benannt, weil er gerade zuf&auml;llig vorbeikam, als man dringend einen Namen f&uuml;r Falschmeldungen und konzertierte Propaganda-Aktionen brauchte. &Uuml;ber die Jahrhunderte verschliff sich &ldquo;Earl&rdquo; &uuml;ber &ldquo;Fearl&rdquo;, &ldquo;Faerlws&rdquo; und &ldquo;Fakerlws&rdquo; zu &ldquo;Fake-News&rdquo; &ndash; der Begriff, den wir heute kennen.<br>\nWarum lese ich gerade jetzt so viel &uuml;ber Fake-News?<br>\nWeil sich rein zuf&auml;llig gleichzeitig alle Medien im Zuge einer konzertierten Informationskampagne entschlossen haben, ganz viel &uuml;ber Fake-News und Manipulation aus dem Aus- bzw. Russland zu berichten, obwohl sie in Deutschland praktisch noch nie eine Rolle gespielt haben. Praktischer Nebeneffekt f&uuml;r Leuchtt&uuml;rme der Glaubw&uuml;rdigkeite wie Spiegel.de, Bild.de, die Tagesschau oder focus.de: Wer &uuml;ber Fake-News berichtet, erscheint automatisch wie ein glaubw&uuml;rdiger True-News-Verbreiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/12\/ratgeber-fake-news.html\">Der Postillion<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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