{"id":3626,"date":"2008-12-03T09:36:07","date_gmt":"2008-12-03T08:36:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3626"},"modified":"2008-12-03T09:42:11","modified_gmt":"2008-12-03T08:42:11","slug":"hinweise-des-tages-788","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3626","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Neue Bilanzregeln: Lizenz zum Frisieren?<\/li>\n<li>Die Justiz und die Finanzkrise: Straftat Geldverbrennung<\/li>\n<li>Konsumgutscheine: Weihnachten f&uuml;r die Konjunktur<\/li>\n<li>Thomas Fricke: Die Krise ist real<\/li>\n<li>Unsichere Geldanlagen: Banken machen einfach weiter<\/li>\n<li>Kampf gegen Deflation: Fed stellt Staatsanleihek&auml;ufe in Aussicht<\/li>\n<li>PPP: Neubau des Finanzzentrums Kassel-Altmarkt &uuml;bergeben<\/li>\n<li>Ausfalltage: Die Psyche ist krank<\/li>\n<li>Island: Ein Inselvolk wird militant<\/li>\n<li>Finanzplatz Wien: Ein zu gro&szlig;es Rad gedreht<\/li>\n<li>Merkel bedauert CDU-Beschluss zu deutscher Sprache<\/li>\n<li>Mehr Reallohn dank Krise<\/li>\n<li>Obama: Die USA m&uuml;ssen &ldquo;st&auml;rkste Milit&auml;rmacht des Planeten&rdquo; bleiben<\/li>\n<li>Die Versammlungsfreiheit in der Postdemokratie<\/li>\n<li>Bayer AG: Leben mit Ultragiften<\/li>\n<li>Residenzpflicht: Reiseauflagen f&uuml;r Hartz-IV-Betroffene<\/li>\n<li>Reiche Kranke, arme Spender &ndash; Illegaler Organhandel geht weiter<\/li>\n<li>Tagesm&uuml;tter geben auf &ndash; Immer weniger Geld f&uuml;r Kinderbetreuung<\/li>\n<li>Universit&auml;ten in der Finanzkrise: Methode Tiefensee, Methode Schavan?<\/li>\n<li>Wieso ein linker P&auml;dagoge in Hessen niemals Lehrer werden durfte<\/li>\n<li>Geheimabkommen zwischen Uno und Nato?<\/li>\n<li>Clever eingef&auml;delt: Warum Abgeordnetenbestechung in Deutschland noch immer nur unzureichend unter Strafe gestellt ist<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3626&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Neue Bilanzregeln: Lizenz zum Frisieren?<\/strong><br>\nNach dem Zusammenbruch der Finanzm&auml;rkte wurden Forderungen nach mehr Regulierung und Transparenz laut. Doch die neuen Bilanzregeln machen es noch schwerer, Risiken zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/1148212\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Dieser kleine Film ist sehenswert. Wie wir <a href=\"?p=3551\">am 29. Oktober 2008 schon schrieben<\/a>: Wir sind in den F&auml;ngen der Finanzindustrie &ndash; beim Bilanzierungsrecht, bei der Fortsetzung der Privatisierung, bei den gro&szlig;z&uuml;gigen 100-Milliarden-Leistungen f&uuml;r die Banken und gleichzeitiger Weigerung, etwas zur Stabilisierung der Situation aller Besch&auml;ftigten zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Justiz und die Finanzkrise: Straftat Geldverbrennung<\/strong><br>\nAlle Welt redet von der Finanzkrise, von der Bankenkrise und von der Wirtschaftskrise. Von der Krise des Strafrechts redet noch niemand. Das k&ouml;nnte sich schnell &auml;ndern, wenn die Staatsanwaltschaften dabei scheitern, die Machenschaften von Bankmanagern, das Aufsichtsversagen von Verwaltungs- und Aufsichtsr&auml;ten und die dabei verursachten Milliardensch&auml;den nachvollziehbar zu bewerten.\n<p>Was bedeutet das &ndash; &ldquo;nachvollziehbar bewerten&rdquo;? Die Staatsanwaltschaften m&uuml;ssen kl&auml;ren und erkl&auml;ren, ob und wie das Strafrecht in diesen F&auml;llen greift. Wenn es nicht greift, muss plausibel erkl&auml;rt werden, warum nicht.<\/p>\n<p>Aufgabe des Strafrechts ist der Schutz des Zusammenlebens der Menschen; das Strafrecht ist eine Schutz- und Friedensordnung. Kaum etwas anderes aber hat in j&uuml;ngerer Zeit den inneren Frieden der Gesellschaft so zerr&uuml;ttet wie die Finanzkatastrophe. <\/p>\n<p>Die Milliardengelder der Steuerzahler, die der Staat nun zur Rettung der Banken einsetzt, fehlen wom&ouml;glich in den n&auml;chsten Jahren, um Bildung und Sicherheit zu finanzieren. Von Heribert Prantl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/wirtschaft\/258\/449981\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Konsumgutscheine: Weihnachten f&uuml;r die Konjunktur<\/strong><br>\nIn der SPD w&auml;chst der Wunsch nach einer Konjunkturspritze, die bei allen B&uuml;rgern ankommt. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sprach sich am Montag f&uuml;r Konsumgutscheine aus, um die Binnennachfrage anzukurbeln. &ldquo;Diese Gutscheine sind die beste und effektivste M&ouml;glichkeit, die Binnenkonjunktur schnell anzufeuern&rdquo;, sagte Nahles der Frankfurter Rundschau. Zuvor hatte bereits der SPD-Vorsitzende Franz M&uuml;ntefering diese Idee als &ldquo;nicht unklug&rdquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1638916_Weihnachten-fuer-die-Konjunktur.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Auf diese Idee kann man ja kommen. Konsumgutscheine w&auml;ren immer noch besser als die Senkung der Einkommensteuer, von der vor allem die Besserverdienenden viel und die Rentner und Arbeitslosen und Hartz IV-Empf&auml;nger nichts haben. Der Chef&ouml;konom von Goldman Sachs, Jim O&rsquo;Neill, hat schon in einem Interview mit der ZEIT vom August 2004 Steuerschecks zur Ankurbelung des Konsums und damit der Konjunktur gefordert. Damals w&auml;re es &uuml;brigens schon n&ouml;tig gewesen, nicht erst jetzt. Der damalige Konjunktureinbruch war deutlich vom Einbruch des Konsums gepr&auml;gt. Diese Schw&auml;che h&auml;lt bis heute an.<\/em><\/p>\n<p>Besser w&auml;ren staatliche Investitionen massiver Art. Zu tun g&auml;be es genug.<\/p><\/li>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/081203_hinweise.jpg\" alt=\"Hinweise Bild\"><\/p>\n<li><strong>Unsichere Geldanlagen: Banken machen einfach weiter<\/strong><br>\nNach ihren schlechten Erfahrungen mit der Finanzkrise sind Bankkunden eher an sicheren Geldanlagen interessiert. Einige Banken bieten stattdessen weiter Produkte an, die keineswegs risikofrei sind. Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zieht daraus den Schluss: &ldquo;Die Banken haben aus der Finanzkrise offensichtlich nichts gelernt.&rdquo;\n<p>Frontal21 macht die Stichprobe: Unser Tester will angeblich 71.000 Euro in seine Altersversorgung anlegen &ndash; ohne jedes Risiko, mit festem Zins. In Dortmund besucht der Tester mit versteckter Kamera mehrere Banken. Anschlie&szlig;end werden die Angebote von Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gepr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/29\/0,1872,7486205,00.html\">Frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Die Krise ist real<\/strong><br>\nNach Einsch&auml;tzung der Bundesregierung wird in Deutschland derzeit unn&ouml;tig Panik gemacht. So viel negative Berichterstattung verschlimmere nur die Rezession. Eine absurde These.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Die-Krise-ist-real\/446222.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampf gegen Deflation: Fed stellt Staatsanleihek&auml;ufe in Aussicht<\/strong><br>\nEs w&auml;re ein historischer Schritt: Notenbankchef Ben Bernanke erw&auml;gt den Kauf von US-Treasuries, um die Wirtschaft anzukurbeln. Zum letzten Mal geschah das in den 40er-Jahren. Die Zeit dr&auml;ngt: Offiziell befinden sich die USA bereits seit einem Jahr in der Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/anleihen_devisen\/:Kampf-gegen-Deflation-Fed-stellt-Staatsanleihek%E4ufe-in-Aussicht\/446200.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>PPP: Neubau des Finanzzentrums Kassel-Altmarkt &uuml;bergeben<\/strong><br>\nDer Neubau des Finanzzentrums Kassel-Altmarkt wurde heute vom Investor termingerecht an das Land Hessen &uuml;bergeben. Anfang Januar 2009 beginnt der Umzug der Finanz&auml;mter Kassel-Hofgeismar und Kassel-Spohrstra&szlig;e in das neue Geb&auml;ude.\n<p>Die LHI Leasing GmbH, P&ouml;cking, hat den Neubau f&uuml;r eine Bausumme von rund 30 Millionen Euro im Rahmen einer Public Private Partnership (PPP) errichtet. Das Land hat das Geb&auml;ude jetzt f&uuml;r 30 Jahre angemietet. Die Bewirtschaftung des Geb&auml;udes &uuml;bernimmt f&uuml;r diesen Zeitraum die M&uuml;ller-Altvatter Geb&auml;udemanagement GmbH, Stuttgart. Mit der Bauausf&uuml;hrung waren &uuml;berwiegend mittelst&auml;ndische Firmen, darunter ein hoher Anteil an regionalen Unternehmen, beauftragt. Auch bei den Leistungen zum Geb&auml;udebetrieb werden &uuml;berwiegend regionale oder ortsans&auml;ssige Firmen t&auml;tig sein. &bdquo;Das PPP-Projekt Finanzzentrum Kassel-Altmarkt zeigt erneut, dass PPP ein Erfolgsmodell ist, von dem alle Beteiligten einen Nutzen haben &ndash; das Land, die privaten Partner, die Stadt und nicht zuletzt auch die Region&ldquo;, sagte der Hessische Finanzstaatssekret&auml;r Dr. Arnold. &bdquo;Die Beauftragung vieler regionaler Unternehmen beweist, dass von PPP eben nicht nur Gro&szlig;unternehmen profitieren, sondern ganz entscheidend auch der Mittelstand&ldquo;, so der Staatssekret&auml;r weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hmdf.hessen.de\/irj\/HMdF_Internet?rid=HMdF_TI\/HMdF_Internet\/nav\/836\/8363e869-0668-a01a-3b21-7197ccf4e69f,,,,11111111-2222-3333-4444-100000005002%26_ic_uCon_zentral=f1610654-8590-fd11-2668-4144e9169fcc%26shownav=false.htm&amp;uid=8363e869-0668-a01a-3b21-7197ccf4e69f&amp;shownav=false\">Hessisches Finanzministerium<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Und bei der &Uuml;bergabe werden schon M&auml;ngel festgestellt. M&uuml;ller-Altvatter war auch bei PPP des ber&uuml;chtigten Frankfurter Bildungszentrums Ostend der Bauunternehmer. Aus Schaden werden hessische Finanzpolitiker jedenfalls nicht schlau.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=41051&amp;source=homepage\">VDI-Nachrichten<\/a><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/kassel-zeitung.de\/cms1\/uploads\/dossier_ppp_finanzzentrum_ks.pdf\">Kassel-Zeigung [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/p>\n<p>So sah es ca. zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Bildungszentrum Ostend aus.<\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/541428?inPopup=true\">ZDF-Frontal21 <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Island: Ein Inselvolk wird militant<\/strong><br>\nDer drohende Staatsbankrott macht sie w&uuml;tend: In Island st&uuml;rmen Demonstranten die Reykjaviker Zentralbank. Ministerpr&auml;sident Geir Haarde verlangt von den Ministerien Sofort-Vorschl&auml;ge f&uuml;r Ausgabenk&uuml;rzungen um zehn Prozent. Immer mehr Familien m&uuml;ssen ihre Wohnungen und H&auml;user r&auml;umen, weil sie die vervielfachten Kreditkosten in Auslandsw&auml;hrungen nicht tragen k&ouml;nnen. Gesch&auml;fte bieten ihr komplettes Sortiment im Weihnachtsmonat mit 50 Prozent Rabatt an, damit &uuml;berhaupt jemand kauft. Junge Isl&auml;nder m&uuml;ssen Auslandsstudien abbrechen, weil ihre heimischen Stipendien nichts mehr wert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/49\/island-bankensturm\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzplatz Wien: Ein zu gro&szlig;es Rad gedreht<\/strong><br>\nDen Finanzplatz Wien ersch&uuml;ttern mehrere Skandale. Betroffen ist auch AWD. Die Berater des Unternehmens haben in den vergangenen Jahren in gro&szlig;em Stil Aktien des Wiener Immobilienentwicklers Immofinanz verkauft &ndash; in der Krise entpuppt sich dessen System als windiges Konstrukt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2101796,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel bedauert CDU-Beschluss zu deutscher Sprache<\/strong><br>\nDieser Parteitagsbeschluss missf&auml;llt der Parteichefin: Die CDU will ein Bekenntnis zur deutschen Sprache ins Grundgesetz aufnehmen lassen. SPD und Gr&uuml;ne protestieren, die T&uuml;rkische Gemeinde reagiert mit Unverst&auml;ndnis &ndash; ebenso wie Angela Merkel.\n<p>Viele CDU-Delegierte haben am Dienstagmorgen die Messehalle in Stuttgart noch nicht erreicht. Doch diejenigen, die im Saal sind, zeigen sich erstmals auf dem Bundesparteitag rebellisch: Sie stimmen f&uuml;r die Aufnahme eines Bekenntnisses zur deutschen Sprache ins Grundgesetz &ndash; ein Vorgang, den Parteichefin Angela Merkel &uuml;berhaupt nicht sch&auml;tzt. &ldquo;Ich war dagegen heute&rdquo;, sagte sie dem RTL-Nachtjournal. &ldquo;Ich pers&ouml;nlich finde es nicht gut, alles ins Grundgesetz zu schreiben. Wir haben jetzt Antr&auml;ge auf Kultur, auf Sport, auf die Frage der Familien, auf die deutsche Sprache jetzt, und wir m&uuml;ssen aufpassen, dass das jetzt nicht inflationiert.&rdquo; <\/p>\n<p>Die Antragskommission unter Generalsekret&auml;r Ronald Pofalla hatte sich nicht mit dem Vorschlag durchsetzen k&ouml;nnen, den aus dem Saarland stammenden Antrag nicht zur Abstimmung zu stellen, sondern ihn an die Bundestagsfraktion zu verweisen. Pofalla wollte, dass die Bundestagsabgeordneten sich erst einmal Klarheit &uuml;ber einige Vorst&ouml;&szlig;e zu Grundgesetz&auml;nderungen verschaffen, weil auch aus anderen gesellschaftlichen Bereichen Forderungen kommen, neue Staatsziele in der Verfassung zu verankern &ndash; so aus dem Sport und der Kultur. <\/p>\n<p>Doch Saarlands Ministerpr&auml;sident Peter M&uuml;ller, der im kommenden Jahr einen Landtagswahlkampf zu bestehen hat, widerspricht ihm. Die Sprache sei eines der Dinge, die diesen Staat ausmachten. Der CDU-Parteitag solle hier ein klares Signal setzen, so M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,594056,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Margarethe Gorges:<\/strong><br>\nAls Saarl&auml;nderin schreibe ich es auf saarl&auml;ndisch- ist ja auch halbwegs deutsch, oder Herr M&uuml;ller?!  F&uuml;r Sie kam ma sich nur noch in Grund unn Boddem sch&auml;me &ndash; bei so nem dumme Gelaaber &ndash; Geeeh Fortt!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Niemand soll behaupten d&uuml;rfen, wir w&uuml;rden es ignorieren, wenn Angela Merkel mal etwas Richtiges sagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Reallohn dank Krise<\/strong><br>\nWirtschaftsexperten prognostizieren einem Zeitungsbericht zufolge f&uuml;r das kommende Jahr einen Anstieg der Reall&ouml;hne &ndash; dem ersten seit f&uuml;nf Jahren.<br>\n&ldquo;Das reale Lohnplus d&uuml;rfte 2009 bei rund 1,5 Prozent liegen&rdquo;, sagte der Konjunkturchef des M&uuml;nchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Die &ldquo;Bild&rdquo; berichtet allerdings nicht, dass der R&uuml;ckgang der Inflation und damit der Anstieg der Reall&ouml;hne in erster Linie der sinkenden Nachfrage bei Benzin und Heiz&ouml;l als Folge des weltweiten Abschwungs geschuldet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Realloehne;art271,2674885\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Vielleicht t&auml;usche ich mich ja, doch ich habe den Eindruck, dass der Anteil besserer Artikel im Tagesspiegel in j&uuml;ngster Zeit deutlich gestiegen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama: Die USA m&uuml;ssen &ldquo;st&auml;rkste Milit&auml;rmacht des Planeten&rdquo; bleiben<\/strong><br>\nVon Change ist bei der nationalen Sicherheit nicht viel zu merken, auch sonst setzt Obama auf die globale Vorherrschaft der USA in &ldquo;allen Dimensionen&rdquo; und auf den Krieg gegen den Terrorismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29256\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Versammlungsfreiheit in der Postdemokratie<\/strong><br>\nIn einer Kneipe sitzen einige G&auml;ste zusammen und f&uuml;hren politische Gespr&auml;che. Andere gesellen sich hinzu und reden mit. Die Diskussion wird lauter, die F&auml;uste werden geballt und auf den Stammtisch geknallt, dass die Bierkr&uuml;ge h&uuml;pfen. Da betritt ein Trupp Polizisten den Raum, verhaftet die G&auml;ste und l&ouml;st die Versammlung auf.\n<p>Was wie eine Szene aus deutscher Vergangenheit klingt, k&ouml;nnte nach dem Willen der baden-w&uuml;rttembergischen Landesregierung eine der Zukunft werden. Die plant ein neues Versammlungsgesetz, das so restriktiv ausgelegt werden kann, dass Vereine, Verb&auml;nde und Gewerkschaften sich bedroht sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29220\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bayer AG: Leben mit Ultragiften<\/strong><br>\nDie Leverkusener Bayer AG produziert weltweit hochgef&auml;hrliche Gase in dichtbesiedelten Regionen. Unf&auml;lle werden heruntergespielt, &uuml;ber Gefahren wird kaum informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/12-03\/039.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Residenzpflicht: Reiseauflagen f&uuml;r Hartz-IV-Betroffene<\/strong><br>\nDie sogenannte Residenzpflicht gilt nicht nur f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. &raquo;Auch die &Auml;rmsten des Landes, die Hartz-IV-Betroffenen, werden mit Reiseverboten &uuml;berzogen&laquo;, erl&auml;uterte Thomas Aleschewsky vom Hessischen Fl&uuml;chtlingsrat in einem Workshop des Sozialforums in Frankfurt am Main. Erwerbslose, die Arbeitslosengeld II erhalten, m&uuml;ssen sich an Werktagen grunds&auml;tzlich &raquo;innerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs&laquo; des Wohnsitzes aufhalten und die Post t&auml;glich entgegennehmen, steht in der sogenannten Erreichbarkeitsordnung (EAO). Vor Aufnahme ehrenamtlicher T&auml;tigkeiten oder der Teilnahme an staatspolitischen, gewerkschaftlichen und kirchlichen Veranstaltungen m&uuml;ssen sich Betroffene die Erlaubnis dazu bei der Arbeitsagentur einholen und auch dort an Werktagen per Post jederzeit erreichbar sein. Wer sich daran nicht h&auml;lt, dem droht eine K&uuml;rzung um zehn Prozent des mickrigen Arbeitslosengelds II von h&ouml;chstens 351 Euro &ndash; bei weiteren Verst&ouml;&szlig;en bis zu 60 Prozent. Der Sozialarbeiter Aleschewsky aus Kassel hat diese entw&uuml;rdigende Prozedur selber erleben m&uuml;ssen: Als er Teilnahme- und Fahrtkosten f&uuml;r eine Fortbildung zum Thema &raquo;Unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge&laquo; beantragte, habe er ein Schreiben erhalten, in dem es sinngem&auml;&szlig; hie&szlig;: &raquo;Sie wissen, da&szlig; Sie nur dann wegfahren d&uuml;rfen, wenn wir Ihnen das vorher erlauben.&laquo; Am Tag vor der Fortbildung habe er eine Anordnung zur pers&ouml;nlichen Vorsprache erhalten &ndash; zeitgleich mit der Veranstaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/12-02\/013.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Reiche Kranke, arme Spender &ndash; Illegaler Organhandel geht weiter<\/strong><br>\nTausende schwer kranke Menschen warten in Europa auf eine lebensrettende Organtransplantation. Nach wie vor gibt es jedoch zu wenig Spenderorgane. Das nutzen skrupellose Gesch&auml;ftemacher aus und bieten illegale Organtransplantationen im Ausland an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/11\/0,1872,7486219,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><strong>Tagesm&uuml;tter geben auf &ndash; Immer weniger Geld f&uuml;r Kinderbetreuung<\/strong><br>\nViele Tagesm&uuml;tter wollen n&auml;chstes Jahr aufh&ouml;ren: Denn von 2009 an sollen staatlich gef&ouml;rderte Kindertagespfleger von ihrem ohnehin geringen Einkommen Steuern und Sozialabgaben zahlen. So will es das Bundesfinanzministerium. Bislang war das Einkommen von Tagesm&uuml;ttern, die die Jugend&auml;mter vermitteln, steuerfrei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/28\/0,1872,7485948,00.html\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausfalltage: Die Psyche ist krank<\/strong><br>\nPsychische Erkrankungen nehmen in Deutschland weiter zu. 2007 entfielen 9,3 Prozent aller Ausfalltage der Besch&auml;ftigten auf Depressionen, Angstst&ouml;rungen oder &auml;hnliche Leiden. Nach neuen, repr&auml;sentativen Zahlen, die der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) ver&ouml;ffentlichte, ist das ein Negativrekord. Seit Einf&uuml;hrung der Statistik in den 70er Jahren waren noch nie so viele Versicherte psychisch krank; 1976 lag der Vergleichswert bei nur zwei Prozent.\n<p>Frauen sind besonders stark betroffen. Bei ihnen ist mittlerweile jeder achte Krankentag auf psychische St&ouml;rungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Als sehr gef&auml;hrdet gelten Telefonistinnen, Krankenpflegerinnen, und Sozialarbeiterinnen. Bei den M&auml;nnern liegen Lokf&uuml;hrer, Fahrbetriebsregler und ebenfalls Krankenpfleger vorn.<br>\nW&auml;hrend bei Frauen Depressionen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig stark verbreitet sind, leiden M&auml;nner besonders h&auml;ufig an Suchtkrankheiten, oft in Verbindung mit Alkohol. Generell kommen &uuml;berdies psychische Erkrankungen in den letzten Jahren vor allem bei Arbeitslosen vor; seit 2004 verdoppelten sich in dieser Gruppe die Ausfalltage. 2007 wurden 14 Prozent aller erwerbslosen Frauen mindestens einmal Antidepressiva verordnet, neun Prozent der M&auml;nner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1638888_Die-Psyche-ist-krank.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wieso ein linker P&auml;dagoge in Hessen niemals Lehrer werden durfte<\/strong><br>\nDass staatliche Willk&uuml;r Lebensentw&uuml;rfe zerst&ouml;ren kann, das wei&szlig; man. Doch was man wohl eher einer Diktatur zutraut, passiert auch bei uns, mitten in Deutschland. \n<p>Die Rede ist von Hans Roth, einem hessischen Lehrer, der vor mehr als 30 Jahren zu Unrecht verd&auml;chtigt wurde, ein politischer Extremist zu sein. Prominente F&uuml;rsprecher hat Hans Roth. Zum Beispiel den fr&uuml;heren Bundespr&auml;sidenten Johannes Rau oder den ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum.<br>\nDoch hat ihm diese F&uuml;rsprache geholfen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=4124472\/w0qegv\/index.html\">Report Mainz \/ SWR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Bemerkenswert auch diese Passage:<br>\n&bdquo;Wir wissen: Hessens Ministerpr&auml;sident Roland Koch war pers&ouml;nlich mehrfach mit den Vorg&auml;ngen um Hans Roth befasst. Ein Interview dazu wird abgelehnt. Deshalb fragen wir auf einer Pressekonferenz nach Hans Roth. O-Ton, Roland Koch, Ministerpr&auml;sident Hessen: &raquo;Ich glaube nicht, dass es ein ganz so spannender Fall ist. Ich jedenfalls kenne den Vorgang im Augenblick nicht. Punkt. &laquo;&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Universit&auml;ten in der Finanzkrise: Methode Tiefensee, Methode Schavan?<\/strong><br>\nFast drei Billionen Dollar soll die Finanzkrise gem&auml;&szlig; der letzten Sch&auml;tzung der Bank of England kosten. Vielerorts werden darum Budgets gek&uuml;rzt und Projekte auf Eis gelegt. Die Folge der Krise k&ouml;nnte eine gr&uuml;ndliche Umverteilung der Schwerpunkte sein; zwischen Amerika und Europa, aber auch an Universit&auml;ten und Forschungsabteilungen, weg von akademischen, hin zu anwendungsorientierten Themen; weg von langfristigen und riskanten, hin zu absehbar profitablen Projekten.\n<p>Besonders hart k&ouml;nnte die Krise die ohnehin l&auml;dierte Forschungslandschaft der Vereinigten Staaten treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~EB28059CEAC244F0291F2DD119B3DE32E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wer h&auml;tte gedacht, so etwas jemals in der FAZ zu lesen: &bdquo;Hinzu kommt, dass in Nordamerika anders als in Europa ein erheblicher Anteil der Forschung privat finanziert ist. Sowohl Stiftungen wie die gro&szlig;en privaten Universit&auml;ten werden unter einer anhaltenden Wirtschaftskrise doppelt zu leiden haben. &hellip; Zumindest in Europa k&ouml;nnte die staatlich finanzierte Forschung die Krise dagegen m&ouml;glicherweise relativ gut verkraften.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheimabkommen zwischen Uno und Nato?<\/strong><br>\nEnde September, Anfang Oktober 2008 berichteten nur sehr wenige Medien sehr kurz &uuml;ber ein geheimes Abkommen zwischen Uno und Nato, das der Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, und der Generalsekret&auml;r der Nato, Jaap de Hoop Scheffer, unterzeichnet haben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.duckhome.de\/tb\/archives\/4328-Geheimabkommen-zwischen-Uno-und-Nato-kann-nicht-im-Sinne-der-Weltgemeinschaft-sein.html\">Blog duckhome<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Clever eingef&auml;delt: Warum Abgeordnetenbestechung in Deutschland noch immer nur unzureichend unter Strafe gestellt ist<\/strong><br>\nDer Paragraf 108e Strafgesetzbuch ist im Hinblick darauf nicht nur wirkungslos, sondern sogar sch&auml;dlich &ndash; l&auml;sst er doch, zumindest bei oberfl&auml;chlicher Betrachtung, den Eindruck entstehen, dass der Staat dem Problem der Abgeordnetenbestechung ja bereits entgegengetreten sei. Dass er das nicht entschieden genug getan hat, l&auml;sst sich schon allein aus der Tatsache ablesen, dass die Bundesregierung zwar vor f&uuml;nf Jahren die UN-Konvention gegen Korruption unterzeichnet hat, die eine Versch&auml;rfung der entsprechenden Strafrechtsvorschriften verlangt &ndash; genauer gesagt: eine Gleichbehandlung von Abgeordneten mit Amtstr&auml;gern, f&uuml;r die es im deutschen Strafgesetzbuch einen weitaus strengeren Korruptionstatbestand gibt -, diese aber im Gegensatz zu den meisten anderen europ&auml;ischen Staaten bis heute nicht ratifiziert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/48\/08480203.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Thema Anlegerschutz und Beweislastumkehr<\/strong>\n<p>Zum Schluss eine Mail mit interessanten Anlagen zum Thema:<\/p>\n<p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p>\n<p>vielleicht sind f&uuml;r Ihre Leser unten angef&uuml;hrter Link und zwei Artikel aus der S&uuml;ddeutschen zum Thema Anlegerschutz und Beweislastumkehr von Interesse. <\/p>\n<p>Vorab meine Zusammenfassung und Meinung:<br>\nAuf dem Anlegerschutztag (30.11.08) hat die Selbsthilfegruppe (Deutsches Institut f&uuml;r Anlegerschutz) die Umkehr der Darlegungs- und Beweislast bei fehlerhafter Bankberatung gefordert. Im Streitfall seien die Banken &ndash;  bei Beweislastumkehr  &ndash; gezwungen, interne Unterlagen bei Gericht vorzulegen, und nur mit diesen sei der Nachweis eines arglistigen Verhalten zu beweisen. Der fr&uuml;here Bundesinnenminister Gerhardt Baum forderte &ldquo;Waffengleichheit&rdquo; zwischen Anlegern und Banken. <\/p>\n<p>Der Deutsche Derivate Verband (DDV) und die Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz e.V. (DSW) forderte bereits am 25.11.08 die Umkehr der Darlegungs- und Beweislast. Mit der gemeinsamen Kampagne &ldquo;Checkliste f&uuml;r Zertifikate-Anleger&rdquo; will sie ebenfalls f&uuml;r mehr Sicherheit sorgen. Anleger sollen nur Zertifikate kaufen, wenn sie die 18 Fragen der Checkliste richtig beantworten. Zur weiteren Beweisbarkeit wird dem Anleger empfohlen, die ausgedruckte Checkliste zum Beratungsgespr&auml;ch mitzunehmen, da nicht sicher sei, ob alle Banker informiert und im Sinne des Kunden handeln. F&uuml;r den DSW-Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist dieser Katalog im &ldquo;Gro&szlig;en und Ganzen&rdquo; auch auf andere Finanzprodukte wie Investmentfonds anwendbar.  <\/p>\n<p>Zu den Themen Zertifikate und andere Finanzprodukte sind alle Fragen und Antworten unter <a href=\"http:\/\/www.dsw-info.de\">http:\/\/www.dsw-info.de<\/a> nachlesbar, ich m&ouml;chte aber auf die Frage 16 als besonders gelungene Tautologie verweisen: <\/p>\n<p>Frage: Haben Sie die Zertifikatsbedingungen gelesen und verstanden? <\/p>\n<p>Antwort: Vor einer Anlageentscheidung sollten Sie die Zertifikatsbedingungen gelesen und verstanden haben. <\/p>\n<p>Ich finde einen solchen Schulterschluss der &ldquo;B&ouml;rsengewinnler der letzten Tage&rdquo; einfach nur toll. Die einen fordern den Schutz des Anlegers und die anderen den Schutz vor dem Anleger. Dies ist kein religi&ouml;ser Widerspruch, dank ihrer Bildung wissen Ackermann und Co: &ldquo;Pack schl&auml;gt sich, Pack vertr&auml;gt, doch sitzen wir ewig am Tisch des Herrn und die Henkelsuppe, die l&ouml;ffeln nicht wir, sondern andere aus.&rdquo; <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nein treuer Nachdenkseiten-Leser, FV <\/p>\n<p>Belege:<\/p>\n<ol>\n<li>Anleger fordern Umkehr der Beweislast, SZ vom Montag, den 01.12.08, Seite 23<\/li>\n<li>Wirwarr f&uuml;r Anleger, SZ vom Mittwoch, den 26.11.08, Seite 21<\/li>\n<li> Checkliste <a href=\"upload\/pdf\/081203%20PDF%20DSW-DDV-Checkliste_mit_Antworten.pdf\">hier [PDF &ndash; 64 KB]<\/a>. <\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Anlegersch&uuml;tzer fordern Umkehr der Beweislast<\/strong>\n<p>Verbrauchersch&uuml;tzer haben auf dem Anlegerschutztag am Sonntag in Berlin die Umkehr der Beweislast bei fehlerhafter Bankberatung gefordert. Hintergrund ist die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, von der zahlreiche deutsche Anleger betroffen sind. Viele von ihnen f&uuml;hlen sich nun falsch beraten &ndash; und wollen ihren Bankberater deshalb auf Schadenersatz verklagen. Bislang sei es aber so gut wie unm&ouml;glich, ein Verschulden bei der Beratung nachzuweisen, erkl&auml;rte der Vorsitzende des Deutschen Instituts f&uuml;r Anlegerschutz (DIAS), Volker Pietsch, in seiner Rede in Berlin. Bankberater st&uuml;nden nach wie vor unter einem &ldquo;immensen Verkaufsdruck&rdquo; und w&uuml;rden nach DIAS-Erkenntnissen h&auml;ufig gegen den Grundsatz der anlage- und anlegergerechten Beratung versto&szlig;en, so Pietsch.<\/p>\n<p>Der fr&uuml;here Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) sagte auf dem Anlegerschutztag, ein Gesch&auml;digter m&uuml;sse, um Anspr&uuml;che gegen eine Bank geltend zu machen, arglistiges Verhalten nachweisen. Daf&uuml;r brauche er aber meist Einblicke in interne Unterlagen der Bank, und die Bank gebe Wissen und Beweismittel nicht freiwillig heraus. Eine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast sei &ldquo;l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&rdquo;. Der Gesetzgeber m&uuml;sse &ldquo;Waffengleichheit&rdquo; zwischen Anlegern und Banken herstellen. AFP<\/p>\n<p>Quelle: S&uuml;ddeutsche Zeitung<br>\nNr.279, Montag, den 01. Dezember 2008, Seite 23<\/p>\n<\/li>\n<li><strong>Wirrwarr f&uuml;r Anleger: Zertifikate-Branche gibt zu, wie schwierig die eigenen Produkte sind<\/strong>\n<p>Manche Fragen sind besonders schwierig zu beantworten, zum Beispiel die nach der Schuld. Vertreter des Deutschen Derivate Verbands (DDV) schweigen lange, als genau diese Frage im Raum steht. Lehman-Zertifikate haben die ganze Branche in Verruf gebracht. Das Geld der deutschen Anleger ist wohl weg, weil die US-Investmentbank insolvent ist. Viele Privatanleger sind schockiert, weil sie jetzt erst merken, welche Risiken mit Zertifikaten einhergehen.<\/p>\n<p>Kann man die Emittenten der Produkte daf&uuml;r verantwortlich machen? Ist ein Sportwagenhersteller mit schuld daran, wenn der K&auml;ufer des Autos einen Unfall baut? Ist diese Analogie &uuml;berhaupt zul&auml;ssig? Der Derivate-Verband glaubt jedenfalls nicht, dass er sich viel vorzuwerfen hat, r&auml;umt aber ein, dass in der Gesellschaft ein Informationsdefizit besteht: Es gab und gibt Zertifikate-K&auml;ufer, die nicht genau wissen, worin sie da eigentlich investiert haben.<\/p>\n<p>Deshalb startet der DDV eine durchaus bemerkenswerte Informationskampagne. &ldquo;Checkliste f&uuml;r Zertifikate-Anleger&rdquo; nennt sich das Dokument mit 18 Fragen. &ldquo;Nur solche Anleger, die alle Fragen mit Ja beantworten k&ouml;nnen, sollten ein Zertifikat kaufen&rdquo;, sagt Hartmut Kn&uuml;ppel, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Vorstand des DDV. Die Fragen haben es in sich (Kasten unten). &ldquo;Kennen Sie die wesentlichen Einflussfaktoren, die sich auf den Wert des Zertifikats auswirken?&rdquo;, lautet eine. Kaum auszudenken, wenn G&uuml;nther Jauch dies als Millionenfrage stellen w&uuml;rde. DDV-Chef Kn&uuml;ppel meint, dass Zertifikate eigentlich gar nicht so kompliziert seien. &ldquo;Das ist keine schwarze Magie, auch Investmentfonds sind im Detail sehr komplex&rdquo;, so Kn&uuml;ppel.<\/p>\n<p>Der DDV hat die Checkliste zusammen mit der Deutschen Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz (DSW) entwickelt. Die Anlegersch&uuml;tzer sehen den Hauptgrund f&uuml;r das Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem der Branche im Vertriebsgesch&auml;ft. Viele Finanzberater w&uuml;rden die Zertifikate selbst nicht richtig verstehen und trotzdem anbieten. Gleichzeitig leben Berater von der Verkaufsprovision, die bei Zertifikaten, gerade bei denen von Lehman Brothers, mitunter exorbitant hoch waren, hei&szlig;t es aus Branchenkreisen. &ldquo;Diese Checkliste setzt einen Standard&rdquo;, sagt DSW-Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Klaus Nieding. &ldquo;Die Berater am Schalter sollten alle diese Fragen mit dem Anleger durchgehen&rdquo;, fordert der Anwalt. Und da man nie wei&szlig;, ob dem Berater diese Handlungsanweisung vorliegt, sollte der Anleger die ausgedruckte Checkliste mit zum Beratungsgespr&auml;ch nehmen (www.dsw-info.de).<\/p>\n<p>Der Fragenkatalog ist im Gro&szlig;en und Ganzen auch f&uuml;r andere Finanzprodukte wie Investmentfonds tauglich. Er sch&auml;rft die Skepsis, an der es allerorten mangelt. Deutsche Anleger sind in Sachen Geld generell zu leichtgl&auml;ubig. Vor dem Autokauf informieren sie sich ausf&uuml;hrlich, ganz anders im Finanzbereich. &ldquo;Sie sehen im Bankberater immer noch den Bankbeamten &ndash; dabei ist er ein Verk&auml;ufer&rdquo;, sagt Rechtsanwalt Nieding.<\/p>\n<p>Quelle: S&uuml;ddeutsche Zeitung<br>\nNr.275, Mittwoch, den 26. November 2008, Seite 21\n<\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Neue Bilanzregeln: Lizenz zum Frisieren?<\/li>\n<li>Die Justiz und die Finanzkrise: Straftat Geldverbrennung<\/li>\n<li>Konsumgutscheine: Weihnachten f&uuml;r die Konjunktur<\/li>\n<li>Thomas Fricke: Die Krise ist real<\/li>\n<li>Unsichere Geldanlagen: Banken machen einfach weiter<\/li>\n<li>Kampf gegen Deflation: Fed stellt Staatsanleihek&auml;ufe in Aussicht<\/li>\n<li>PPP: Neubau des Finanzzentrums Kassel-Altmarkt &uuml;bergeben<\/li>\n<li>Ausfalltage: Die Psyche ist krank<\/li>\n<li>Island:<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3626\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3626","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3626"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3626\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}