{"id":36319,"date":"2016-12-19T09:19:44","date_gmt":"2016-12-19T08:19:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36319"},"modified":"2022-11-16T09:52:18","modified_gmt":"2022-11-16T08:52:18","slug":"wenn-unrecht-zu-recht-wird-wird-widerstand-zur-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36319","title":{"rendered":"\u201eWenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161219_bartl.jpg\" alt=\"Manfred Bartl\" title=\"Manfred Bartl\"><\/div><p>Die Hartz-Gesetze stehen synonym f&uuml;r ein System aus Lohnsenkungen, Verarmung, Entrechtung und den Kampf gegen Arme statt gegen Armut. Sie er&ouml;ffneten das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35672\">Dauerfeuer<\/a> auf Lohnabh&auml;ngige und forcierten eine Entwicklung hin zum Boom der Leiharbeitsbranche, die aus gutem Grund auch als &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36021\">moderner Sklavenhandel<\/a>&ldquo; kritisiert wird. Dank der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30286\">neoliberalen Ideologie<\/a>, die die Armen f&uuml;r ihr Elend selbst <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25168\">verantwortlich macht<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32959\">verp&ouml;nt<\/a>, ist der reale Widerstand der Betroffenen gegen die ihnen best&auml;ndig zugef&uuml;gten Dem&uuml;tigungen oft gering. Dass das nicht so sein muss, erfuhr <strong>Jens Wernicke<\/strong> im Gespr&auml;ch mit dem Anti-Hartz IV-Aktivisten <strong>Manfred Bartl<\/strong>, der immer wieder mit verschiedenen Aktionen darauf hinweist und daf&uuml;r wirbt, die eigenen Grundrechte ganz praktisch zu verteidigen, um in diesem System nicht unterzugehen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1287\"><div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-36319-1\" width=\"640\" height=\"360\" preload=\"none\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\">http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4<\/a><\/video><\/div><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp4\">Podcast: <a href=\"http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=36319-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Bartl, Sie sind Hartz-IV-Empf&auml;nger und seit Jahren im Widerstand gegen das hiermit verbundene Unrechtsregime. Zuletzt griff sogar Spiegel TV eine ihrer Aktionen des zivilen Ungehorsams <a href=\"http:\/\/video.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\">auf<\/a>. Was ist das Problem mit Hartz IV?<\/strong><\/p><p>Seit der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung unter Schr&ouml;der und Fischer driften Ist und Soll zunehmend weiter auseinander. Bundeskanzlerin Merkel und unter den anderen Verantwortlichen vor allem Ursula von der Leyen, als sie 2009 &ndash; 2013 gerade mal als Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales eingeteilt war, betonten immer wieder, dass Hartz IV nur f&uuml;r eine kurze Zeit der Langzeitarbeitslosigkeit vorgesehen sei. <\/p><p>Das ist schon deswegen ein Hohn, weil Hartz IV zwar &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende&ldquo; hei&szlig;t, aber f&uuml;r sehr viele Hilfebed&uuml;rftige inzwischen dasselbe wie die alte Sozialhilfe darstellt. Also f&uuml;r all jene etwa, die &bdquo;gerade noch so&ldquo; erwerbsf&auml;hig sind, die beispielsweise aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nur noch maximal drei Stunden t&auml;glich zu arbeiten verm&ouml;gen. <\/p><p>Der mittlerweile aus dem Amt geschiedene Vizepr&auml;sident der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Heinrich Alt, hat schon 2011 unumwunden <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ba-vizepraesident-alt-nur-lebenskuenstler-koennen-von-364-euro-leben\/4111018.html\">zugegeben<\/a>: &bdquo;Nur Lebensk&uuml;nstler k&ouml;nnen auf Dauer von 364 Euro im Monat leben.&ldquo; Und da hatten wir die Anpassung des Regelbedarfs nach dem entsprechenden Grundrechtsurteil bereits <em>hinter<\/em> uns! <\/p><p>Und da war auch der Anteil f&uuml;r &bdquo;Genussgifte&ldquo; &ndash; gemeint sind Alkohol und Tabak &ndash; bereits aus dem Regelbedarf gestrichen worden, der, bei aller Umstrittenheit, wenigstens jenen von einer unertr&auml;glichen Mehrheitsmeinung als vorbildlich eingesch&auml;tzten Nicht-Trinkern und Nicht-Rauchern noch einen gewissen Man&ouml;vrierspielraum zugestanden hatte, der alsdann nicht mehr zur Verf&uuml;gung stand. <\/p><p>Solche Spielr&auml;ume sind angesichts der Pauschalierung der Grundsicherung in Gestalt dieses Regelbedarfs jedoch unabdingbar. Denn wie viel Bildung kann man sich von 1,55 Euro im Monat f&uuml;r Bildungszwecke wohl leisten? Einmal im Monat die Tageszeitung lesen?! Und reichen 1,50 Euro im Monat wirklich f&uuml;r Mitgliedsbeitr&auml;ge in auch nur einem Verein &ndash; oder bleibt am Ende nicht vor allem eine Liste all jener Organisationen, aus denen man gezwungenerma&szlig;en austreten musste? Und schlie&szlig;lich, vom Bundesverfassungsgericht bereits 2014 explizit abgemahnt: Wer um alles in der Welt kommt angesichts rapide steigender Energiepreise mit 31&sbquo;40 Euro im Monat f&uuml;r Strom aus? Und wie macht er oder sie das?<\/p><p>Und aber auch, womit wir beim Thema meines <a href=\"http:\/\/www.rhein-zeitung.de\/mainzer-rhein-zeitung_artikel,-gericht-bremst-notorischen-schwarzfahrer-aus-mainz-_arid,454047.html\">zivilen Ungehorsams<\/a> w&auml;ren: F&uuml;r welche Mobilit&auml;t und dementsprechend allgemeinen Teilhabem&ouml;glichkeiten reichen 20,56 Euro im Monat f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Personen-Nahverkehr, wenn &ndash; wie in Mainz &ndash; selbst ein sogenanntes <em>Sozialticket<\/em> ann&auml;hernd das Dreifache kostet? Diese ganzen sogenannten Pauschalen sind de facto nichts Anderes als &bdquo;rationale Demagogie&ldquo;, die, munitioniert mit manipulierten Studien und wohlfeilen Behauptungen, gegen die Betroffenen in Stellung gebracht wird, um dann &ndash; bar jeder Wirklichkeit &ndash; kundtun zu k&ouml;nnen, der Regelsatz sei ja gro&szlig;z&uuml;gig und wirklich genug. Tats&auml;chlich deckt derselbe, und die Politik wei&szlig; das ganz genau, aber nicht ansatzweise das Lebensnotwendige in den jeweiligen Bereichen ab.<\/p><p><strong>Also, wenn Sie 2 Jahre sparten, reichte es doch im Bereich &bdquo;Bildung&ldquo; &hellip; immerhin f&uuml;r ein gutes Taschenbuch.<\/strong><\/p><p>Eben. Tolle Bildung, besten Dank. Und mit den anderen, vermeintlich sicher abgedeckten, weil pauschal abgegoltenen Bereichen ist es ebenso. Ermittelt man die Bedarfe der Hartz-IV-Empf&auml;nger einmal auch nur ansatzweise seri&ouml;s, k&auml;me man locker auf den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26257\">doppelten Regelsatz<\/a>, von dem noch immer niemand behaupten k&ouml;nnte, er reichte f&uuml;r ein &bdquo;gutes Leben&ldquo; wirklich aus. <\/p><p><strong>Ist das einer der Gr&uuml;nde, warum Sie in den Widerstand gegen diese Zumutungen gingen und das &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/951598.schwarzfahren-fuer-gerechtigkeit.html\">Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit<\/a>&ldquo; im Rhein-Main-Gebiet etabliert haben?<\/strong><\/p><p>Ja, denn im Januar 2009 sah ich mich ganz pers&ouml;nlich vor die Frage gestellt: Kann ich zulassen, dass die Bundesrepublik Deutschland in Komplizenschaft mit der Landeshauptstadt Mainz als subsidi&auml;r verantwortlicher Ebene f&uuml;r die Daseinsvorsorge, die f&uuml;r das sogenannte Sozialticket hier zust&auml;ndig ist, mich meines Grundrechtes auf Mobilit&auml;t berauben? <\/p><p>Diese Frage habe ich guten Gewissens verneint, der Mainzer Verkehrsgesellschaft dann ein, angesichts des Grundrechte ber&uuml;hrenden Problems, mit nur zwei Wochen relativ gro&szlig;z&uuml;giges Ultimatum gestellt und nach erwartungsgem&auml;&szlig;em Verstreichen desselben schlie&szlig;lich mein &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo; begonnen, das ich bis zum heutigen Tag fortsetze und auch so lange fortf&uuml;hren werde, bis meine Forderung nach einem menschenw&uuml;rdig bezahlbaren Sozialticket erf&uuml;llt oder eine umfassende L&ouml;sung f&uuml;r das Problem sozialer Mobilit&auml;t gefunden sein wird.<\/p><p>Es gibt einen guten <a href=\"http:\/\/www.zitate-online.de\/literaturzitate\/allgemein\/19781\/wenn-unrecht-zu-recht-wird-wird-widerstand-zur-pflicht.html\">Satz<\/a>, der Brecht zugeschrieben wird und der mir die Richtung vorgibt. Er lautet: &bdquo;Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!&ldquo; Und, ehrlich: Wie anders sollte es gehen? Schauen Sie sich all das Elend an, f&uuml;r das der Neoliberalismus seit Langem verantwortlich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30286\">zeichnet<\/a>, den modernen Sklavenhandel mittels sogenannter &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36021\">Leiharbeit<\/a>&ldquo; und das ganze <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35672\">Verarmungs- und Entrechtungsregime &agrave; la Hartz<\/a> &ndash; meinen Sie ernsthaft, das w&uuml;rde von alleine wieder weggehen, die Eliten g&auml;ben eine f&uuml;r sie so wunderbare Praxis einfach von selbst wieder auf? Ganz sicher tun sie dies nicht. Und insofern gilt eben: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p style=\"text-align: center;\"><em>&bdquo;Jeder dritte Arbeitslose kann sich ganz normale Dinge des t&auml;glichen Lebens nicht leisten. Trotzdem rechnet die Bundesregierung bei der Ermittlung der neuen Hartz IV-Regels&auml;tze das Existenzminimum bewusst klein, kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Sie fordert den Einsatz einer Sachverst&auml;ndigenkommission &ndash; und Soforthilfe f&uuml;r Betroffene.&ldquo;<\/em><\/p><p style=\"text-align: center;\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++01d74d12-b561-11e6-83cd-525400e5a74a\">DGB: &bdquo;Hartz IV-S&auml;tze sauber ermitteln!&ldquo;<\/a><\/p><p style=\"text-align: center;\"><em>&bdquo;Misstrauen, Missgunst, Neid gegen&uuml;ber Armen sowie die Unterstellungen ihrer eigenen &Uuml;berforderung und Verantwortungslosigkeit werden immer wieder laut, wenn &ouml;ffentlich &uuml;ber Armut und Arme debattiert wird. Mit den und durch die Hartz-IV-Reformen wurde dieses Misstrauen, das G&auml;ngeln, Sanktionieren und Knapphalten gegen&uuml;ber Armen gest&auml;rkt. Sachliche und solidarische Haltungen und Berichte haben es seitdem schwerer, Geh&ouml;r zu finden. Dies tr&auml;gt erheblich dazu bei, dass die Bundesregierung es politisch durchsetzen kann, bei den anstehenden Anpassungen der Regels&auml;tze systematisch und immer wieder weit hinter dem zur&uuml;ck zu bleiben, was ein menschenw&uuml;rdiges soziokulturelles Existenzminimum ausmachen w&uuml;rde.&ldquo;<\/em><\/p><p style=\"text-align: center;\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/825\">Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie: &bdquo;Arme brauchen keine Moralpredigten&ldquo;<\/a><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161219_manfred-bartl-Foto.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Wie darf man sich dieses &bdquo;Schwarzfahren&ldquo; genau vorstellen? Sie machen eine politische Aktion, um auf die Stigmatisierung und Ausgrenzung der Armen im Land hinzuweisen &ndash; und landen hierf&uuml;r aber, denn derlei Widerstand ist nat&uuml;rlich &ndash; vor allem in Anbetracht der Bankenscheinheiligkeit &ndash; h&ouml;chst kriminell, regelm&auml;&szlig;ig &hellip; im Knast?<\/strong><\/p><p>Die regelm&auml;&szlig;ige Nutzung des &ouml;ffentlichen Personennahverkehrs soll mir als Hartz-IV-Empf&auml;nger unm&ouml;glich gemacht werden. Die Mainzer <em>Allgemeine Zeitung<\/em> druckte am 4. Februar 2009 eine Auslassung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Mainzer Verkehrsgesellschaft ab: &bdquo;<em>Sollte<\/em> es politisch gewollt sein, diesen Fahrg&auml;sten &uuml;ber den Kauf einer Monatskarte die t&auml;gliche Nutzung von Bus und Stra&szlig;enbahn zu erm&ouml;glichen, <em>m&uuml;sste<\/em> es daf&uuml;r entsprechende Zusch&uuml;sse der &ouml;ffentlichen Hand geben.&rdquo; Da dieses Szenario angesichts der Landesaufsicht &uuml;ber unseren st&auml;dtischen Haushalt als unwahrscheinlich gelten muss, werden mir in Folge nicht nur Eink&auml;ufe bei weiter entfernten, aber g&uuml;nstigeren L&auml;den unm&ouml;glich gemacht, auch wird mir so die soziale Interaktion mit Freunden und Familie dramatisch erschwert, vor allem der Kontakt zu meiner Tochter, die ich regelm&auml;&szlig;ig sehen m&ouml;chte, und die eine Zeit lang im Mainzer &Ouml;PNV-Einzugsgebiet, in Wiesbaden, wohnte, mittlerweile aber fortgezogen ist. Diese Ausgrenzung ist himmelschreiend ungerecht und darum inakzeptabel! <\/p><p>Obwohl Schwarzfahren im Sinne eines &bdquo;Erschleichens von Leistungen&ldquo; nach &sect; 265a Strafgesetzbuch aktuell als Straftat gilt, ger&auml;t man zuerst einmal &bdquo;nur&ldquo; in die M&uuml;hlen eines zivilrechtlichen Anspruchs in Gestalt des &bdquo;erh&ouml;hten Bef&ouml;rderungsentgelts&ldquo;. Die Mahnungen und die Briefe des Inkasso-B&uuml;ros werden von mir freilich ignoriert und abgeheftet. Da ich nur Einkommen aus dem Arbeitslosengeld II habe und damit auch weit unter der Pf&auml;ndungsfreigrenze bleibe, bin ich ohnehin als zahlungsunf&auml;hig anzusehen. Au&szlig;erdem will ich nat&uuml;rlich nicht das Lehrgeld f&uuml;r die Anbieter des &Ouml;PNV zahlen, denn sonst w&uuml;rden die aus meiner Aktion ja nichts lernen. <\/p><p>Tats&auml;chlich habe ich in den letzten sieben Jahren f&uuml;r meine Mobilit&auml;t in Mainz und Wiesbaden keinen Pfennig ausgegeben. Das war allerdings nie der Plan der Aktion &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo;! Die <em>Mainzer Rhein-Zeitung<\/em> brachte anl&auml;sslich einer meiner Gerichtsverhandlungen zwar einmal die Schlagzeile &bdquo;Mainzer k&auml;mpft um sein Recht auf Schwarzfahren&ldquo;. Korrekt w&auml;re allerdings gewesen: &bdquo;Mainzer k&auml;mpft um sein Recht, bezahlen zu k&ouml;nnen&ldquo;. <\/p><p>Dieser Kampf allerdings, der findet <a href=\"http:\/\/so-zi-al.myblog.de\/\">auf meinem Blog<\/a> und in der &Ouml;ffentlichkeit statt, vor allem im Gespr&auml;ch mit den Menschen und den politischen Kr&auml;ften in der Stadt &ndash; und nicht im Gerichtssaal. Im Gericht wird nur noch entschieden, ob wir vielleicht doch noch in einem Rechtsstaat leben. <\/p><p>Nach einem <a href=\"http:\/\/www.giessener-allgemeine.de\/Home\/Stadt\/Uebersicht\/Artikel,-Freispruch-fuer-Bergstedt-im-Schwarzfahrer-Prozess-_arid,638691_regid,1_puid,1_pageid,113.html\">Freispruch<\/a> f&uuml;r einen anderen Aktionsschwarzfahrer zweifle ich hieran allerdings stark. Denn ihm ist <em>trotz<\/em> Freispruches bez&uuml;glich des &bdquo;Erschleichens von Leistungen&ldquo; das erh&ouml;hte Bef&ouml;rderungsentgelt <em>nicht<\/em> erlassen worden &ndash; eine Tatsache, die von Grund auf als illegitim, weil rechtswidrig anzusehen ist. <\/p><p>Und auch mit mir haben es die Gerichte schwer: Nach einer Geldstrafe durch das Landgericht Wiesbaden hat die Staatsanwaltschaft Mainz Anfang des Jahres ein Ermittlungsverfahren wegen sechs Schwarzfahrten eingestellt, bevor sie j&uuml;ngst ein Verfahren wegen nur einer einzigen Schwarzfahrt wieder ans Amtsgericht durchreichte, das nun einen Strafbefehl ausgestellt hat. Nat&uuml;rlich habe ich Einspruch eingelegt und warte auf meinen Verhandlungstermin. Die Aussichten des Gerichts, zu gewinnen, sind marginal.<\/p><p><strong>Inwiefern das? Sie versto&szlig;en doch gegen Recht und Gesetz?<\/strong><\/p><p>Nein, das tue ich eben nicht. Ich &bdquo;erschleiche&ldquo; mir, wie es im Gesetz hei&szlig;t, keinerlei Leistungen &ndash; und begehe auch keinen irgendwie gearteten Betrug. Dem habe ich vorgebaut, indem ich einen Ausweis am Revers trage, der besagt, dass ich mich wegen des Zusammenhangs zwischen zu niedrigem Regelbedarf und zu teurem Sozialticket nicht an die Allgemeinen Bef&ouml;rderungsbedingungen halte und das Zustandekommen eines Vertrages somit verhindere. Inzwischen steht auch explizit &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo; darauf, damit es wirklich <em>jeder<\/em> versteht. Die &uuml;blichen Strafen und Bestrafungen greifen somit nicht, denn ich tue nichts heimlich, &bdquo;betr&uuml;gerisch&ldquo;, erschleiche nichts und bereichere mich nicht. <\/p><p>Tats&auml;chlich ist es genau andersherum: Es handelt sich um einen entschuldigenden Notstand nach &sect; 35 Strafgesetzbuch &ndash; wenn auch auf niedrigschwelligem Niveau, weil die gegenw&auml;rtige Gefahr f&uuml;r Leib, Leben oder Freiheit auf den gegenw&auml;rtigen Monat zu beziehen ist. Angesichts des Umstands, dass es sich beim Arbeitslosengeld II aber um das menschenw&uuml;rdige Existenzminimum handeln soll, ist es nicht an mir, mir &bdquo;auszusuchen&ldquo;, ob ich die 40 Euro zus&auml;tzlich, die nicht im Regelbedarf enthalten sind, f&uuml;r ein &bdquo;Sozialticket&ldquo; ausgebe oder nicht. Einzelfahrscheine sind da auch keine Alternative, weil man mit 20,56 Euro im Monat selbst unter Verwendung von Sammelkarten, die eigentlich nur in F&uuml;nferst&uuml;ckelung zu 11,- Euro erworben werden k&ouml;nnen und die man sich also, wollte man den Etat maximal ausreizen, mit anderen gemeinsam kaufen m&uuml;sste, nur f&uuml;nfmal wohin-, aber nur viermal wieder zur&uuml;ckfahren k&ouml;nnte.<\/p><p>Wie man es auch dreht und wendet, es wird nicht menschenw&uuml;rdiger. Aber auch das geh&ouml;rt zu meiner Aktion &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo;: Ich werde <em>niemals<\/em> eine Geldstrafe zahlen und ich werde <em>niemals<\/em> in ein Gef&auml;ngnis gehen.<\/p><p><strong>Und was haben Sie bei derlei Aktionen bisher alles so erlebt? Was waren das sch&ouml;nste und das unsch&ouml;nste Erlebnis? Und wie reagieren die anderen Menschen, erleben Sie Solidarit&auml;t?<\/strong><\/p><p>In sieben Jahren &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo; sammelt sich einiges an. Am meisten genervt bin ich gegenw&auml;rtig von Kontrolleuren, die noch nie etwas von mir und meiner Aktion wahrgenommen haben. Am schwierigsten war die Situation, in der mich ein Kontrolleur &uuml;ber meine Zielhaltstelle hinaus n&ouml;tigen wollte, mitzufahren und wegen meines damals abgelaufenen Personalausweises die Polizei aufzusuchen. <\/p><p>Quasi aus der Draufsicht mitansehen zu m&uuml;ssen, wie mein K&ouml;rper sich unwillk&uuml;rlich einen tieferen Schwerpunkt suchte und sich zum unmittelbar bevorstehenden Kampf anspannte, war unheimlich, aber folgerichtig, wenn man bedenkt, dass ich genau genommen mein Grundrecht, in vertretbarer Zeit und ggf. p&uuml;nktlich von A nach B zu kommen, erstreite. <\/p><p>Zum Gl&uuml;ck reichte meine K&ouml;rpersprache dann aber aus, den Mann zum Einlenken zu bewegen, denn h&auml;tte er versucht, sich durchzusetzen, w&auml;re in diesem Bus der Widerstandsfall nach Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz eingetreten. Er zumindest wird sich wohl nachhaltig an mich erinnern, denn ich dankte ihm abschlie&szlig;end in wieder gelockerter Haltung daf&uuml;r, dass er rechtzeitig zur Vernunft gekommen war.<\/p><p>Toll finde ich in meiner Eigenschaft als Gewerkschaftsfunktion&auml;r die Kontrolleure, die ihr Gewissen <em>nicht<\/em> an der Garderobe abgegeben haben und trotz aller unsinnig scharfen Dienstanweisungen menschlich <em>korrekt<\/em> agieren. Als ich am fr&uuml;hen Morgen von einer Demonstration aus Berlin nach Wiesbaden zur&uuml;ckkehrte, konnte ich sofort eine S-Bahn nach Mainz hin&uuml;ber nehmen und traf darin auf einen Kontrolleur. Ich erkl&auml;rte ihm den Sachverhalt und rechnete mit keiner Abweichung von der Norm, da er schon meinen Personalausweis in H&auml;nden hielt. Er aber gab ihn mir aus heiterem Himmel zur&uuml;ck und sagte: &bdquo;Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht!&ldquo;. Ein seltener Gl&uuml;cksmoment, der eigentlich der Normalfall sein m&uuml;sste.<\/p><p>Mit den Menschen, mit denen ich Diskussionen f&uuml;hre, habe ich selten Probleme. Wie auch? Ich habe ja in jedem einzelnen Punkt recht, selbst das Bundesverfassungsgericht hat mir schon zweimal Recht gegeben; und sowohl der Mut, eine Aktion des zivilen Ungehorsams durchzuf&uuml;hren, als auch der Einsatz, das Recht auch f&uuml;r alle anderen Betroffenen gleicherma&szlig;en durchsetzen zu wollen, werden allgemein anerkannt. <\/p><p>Selten wollen Menschen mir, der sich seit sieben Jahren mit allen Details und Tiefen der Thematik besch&auml;ftigt, die Welt erkl&auml;ren. Oft sind es dann Kontrolleure oder &ndash; besonders traurig &ndash; Angeh&ouml;rige der sogenannten politischen Klasse, die sich in den entsprechenden Momenten als extrem entpolitisiert erweisen. <\/p><p>Schade finde ich nur, dass ich fast immer selbst die Initiative ergreifen muss. Ich trage meinen Schwarzfahrer-Ausweis im Bus doch nicht &bdquo;aus Spa&szlig; an der Freud&ldquo;, sondern damit Mitfahrende auf mich aufmerksam werden und mich darauf ansprechen! Schlimmer: Es ist sogar schon vorgekommen, dass Mitfahrende umgekehrt <em>mich<\/em>&nbsp;f&uuml;r einen Kontrolleur gehalten haben, obwohl der Schwarzfahrer-Ausweis bewusst ohne Computer gestaltet ist und gerade keinen &bdquo;professionellen&ldquo; Eindruck schinden soll.<\/p><p><strong>Wie soll es nun weitergehen, was ist Ihre Perspektive f&uuml;r den, wie Sie sagen, notwendigen Widerstand?<\/strong><\/p><p>Der Widerstand <em>ist<\/em> objektiv notwendig, denn nur Widerstand kann verhindern, dass Tausende von Mainzerinnen und Mainzern sich entweder ausrauben lassen, indem sie das sogenannte Sozialticket oder die &bdquo;im Abonnement&ldquo; absurderweise sogar etwas kosteng&uuml;nstigere 9-Uhr-Monatskarte kaufen, die sie sich nicht leisten k&ouml;nnen, oder aber sich selbst aus der Gesellschaft ausschlie&szlig;en, indem sie ihre Verkehrsmittelwahl nicht von ihren realen Mobilit&auml;tsbed&uuml;rfnissen abh&auml;ngig machen, sondern von ihren je eben gerade verf&uuml;gbaren Geldmitteln. Oder &ndash; und noch schlimmer &ndash; aus der situativen Armut heraus schwarzfahren und dann in die Schuldenfalle oder sogar ins Gef&auml;ngnis geraten. <\/p><p>Und da der Widerstand bislang noch nicht einmal bewirkt hat, dass die zahlreichen Nebenskandale &ndash; wie die schikan&ouml;se Herausnahme der S-Bahn-Benutzung aus dem Mainzer Sozialticket &ndash; aus der Welt geschafft worden w&auml;ren oder der Preis des Sozialtickets zumindest einmal eingefroren worden w&auml;re, um das Problem nicht immer weiter zu versch&auml;rfen, sind die Anforderungen f&uuml;r einen m&ouml;glichen Erfolg inzwischen zahlreich: <\/p><p>Das Wissen um das Grundrecht auf Mobilit&auml;t als Schl&uuml;ssel-Schloss-Prinzip aus dem Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums mit &Ouml;PNV-Anteil im Regelbedarf hier und dem Angebot eines Sozialtickets an die Adressatengruppen dieser Grundsicherung dort muss verbreitet werden! Es muss wieder ins Bewusstsein ger&uuml;ckt werden, dass Politik mehr ist als das Aufstellen der vern&uuml;nftigsten Theorien und Konzepte, dass es bei der Politik um die B&uuml;ndelung von Interessen und die Entwicklung von Durchsetzungsmacht zu ihrer Verwirklichung geht! Die Souver&auml;nit&auml;t der Menschen als B&uuml;rger, als individuelle Grundrechtstr&auml;ger muss an den Tag treten! <\/p><p><strong>Was k&ouml;nnen wir, was k&ouml;nnen andere tun, um Sie zu unterst&uuml;tzen? <\/strong><\/p><p>Was ich mir beim besten Willen nicht backen kann, sind Menschen, die wie ich aus eigenem Antrieb f&uuml;r die Sache aktiv werden und sich entweder unmittelbar an der Aktion &bdquo;Schwarzfahren f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo; beteiligen oder sie nach Kr&auml;ften flankierend unterst&uuml;tzen. Etwa mit Leserbriefen, Recherchen oder materiellen Zuwendungen f&uuml;r die politische Schlagkraft der Aktion. Schon die blo&szlig;e Erinnerung, eine &Auml;u&szlig;erung im &ouml;ffentlichen Raum, dass die Stadt oder die Region, in der jemand lebt, noch immer kein Sozialticket, kein Modell zur inklusiven Sicherung der Mobilit&auml;t Aller vorweisen kann, hilft.<\/p><p>M&ouml;glich ist etwa, anstelle eines Sozialtickets den fahrscheinlos nutzbaren &Ouml;PNV f&uuml;r alle oder &Auml;hnliches zur eigenen Forderung zu erheben. Oder die Organisation eines Kreises von Zeitkartenbesitzern, die ihre Bereitschaft, die damit verbundene Mitnahmeregelung an Abenden und Wochenenden mit Menschen ohne eigene Fahrkarte zu teilen, erkl&auml;ren.<\/p><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong><\/p><p>Ich habe mir meinen Mut nicht angetrunken! Er kommt aus dem Wissen um eine m&ouml;gliche bessere Welt und aus dem Willen, diese bessere Welt jetzt zu verwirklichen.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><p>Spiegel TV: &bdquo;<a href=\"http:\/\/video2.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\">Kein Ticket &ndash; na und? Wenn Schwarzfahrer im Gef&auml;ngnis landen<\/a>&ldquo;<\/p><p><video width=\"500\" height=\"300\" controls><source src=\"http:\/\/video2.spiegel.de\/flash\/88\/38\/1718388_1024x576_H264_HQ.mp4\" type=\"video\/mp4\">Ihr Browser unterst&uuml;zt das Video Tag nicht.<\/source><\/video> <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30286\">Die neoliberale Indoktrination<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25168\">Die Hartz IV-Ideologie<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35672\">&bdquo;Mit Hartz IV haben die Eliten das Dauerfeuer auf Lohnabh&auml;ngige er&ouml;ffnet&ldquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36021\">Leiharbeit ist moderner Sklavenhandel<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32959\">Die Armen sind nicht sozial schwach!<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <strong><a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/a><\/strong> &uuml;ber neue Texte bestellen.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/dc564ff5938346749ce971b31bdf0b91\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161219_bartl.jpg\" alt=\"Manfred Bartl\" title=\"Manfred Bartl\"\/><\/div>\n<p>Die Hartz-Gesetze stehen synonym f&uuml;r ein System aus Lohnsenkungen, Verarmung, Entrechtung und den Kampf gegen Arme statt gegen Armut. Sie er&ouml;ffneten das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35672\">Dauerfeuer<\/a> auf Lohnabh&auml;ngige und forcierten eine Entwicklung hin zum Boom der Leiharbeitsbranche, die aus gutem Grund auch als &bdquo;<a<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36319\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,140,209,146,73],"tags":[1401,1815,1112,442,308,1156,890,315,214,309,827,218,626,1509],"class_list":["post-36319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-interviews","category-soziale-gerechtigkeit","category-verkehrspolitik","tag-alt-heinrich","tag-oepnv","tag-buergerrechte","tag-eigenverantwortung","tag-existenzminimum","tag-leiharbeit","tag-menschenwuerde","tag-merkel-angela","tag-regelsatz","tag-repressionen","tag-stigmatisierung","tag-teilhabe","tag-von-der-leyen-ursula","tag-ziviler-ungehorsam"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36319"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90421,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36319\/revisions\/90421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}