{"id":36391,"date":"2016-12-22T08:55:20","date_gmt":"2016-12-22T07:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391"},"modified":"2016-12-22T08:55:20","modified_gmt":"2016-12-22T07:55:20","slug":"hinweise-des-tages-2780","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h01\">Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h02\">Sozialpolitik und die Ignoranz der gebildeten Schichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h03\">Prognosen vergessen die Prek&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h04\">Solidarische Lohnpolitik hat Zukunft!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h05\">Deutsches Steuersystem mit gebremster Progression &ndash; Umverteilungswirkung sp&uuml;rbar niedriger als Ende der 1990er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h06\">Spanien: Auf die Bankenrettung folgt die Autobahnrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h07\">EuGH beendet die ma&szlig;lose Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h08\">Der Asklepios-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h09\">Ex-Chefarzt rechnet ab: &ldquo;Im Krankenhaus ist der Mensch kein Mensch mehr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h10\">Postfaktische S&auml;uberungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h11\">Das europ&auml;ische Aufr&uuml;stungsprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h12\">Saudi-Arabiens neue Au&szlig;enpolitik: Anzeichen einer gef&auml;hrlichen Schw&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h13\">Zwangsr&auml;umung durchgesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h14\">Uni to go<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h15\">Trump wirkt Wunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h16\">Zu guter Letzt: An alles gedacht?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Berlin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Polizei fahndet nach Tunesier<\/strong><br>\nMedien hatten am Mittwoch berichtet, dass im Fu&szlig;raum des F&uuml;hrerhauses des Lkw, der am Montagabend in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast war, eine Duldung mit den Personalien eines Tunesiers gefunden worden sei. Nach &bdquo;Bild.de&ldquo;-Informationen lag das Dokument unter dem Fahrersitz. Es sei auf einen Tunesier aus dem Ort Tataouine ausgestellt. &Uuml;ber Herkunft und Alter gab es jedoch verschiedene Angaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/anschlag-in-berlin\/nach-anschlag-von-berlin-polizei-fahndet-nach-tunesier-14585964.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Wolfgang Bittner:<\/strong> Merkw&uuml;rdig: In letzter Zeit hinterlassen die T&auml;ter von Terroranschl&auml;gen ihre Ausweispapiere am Tatort, und hinterher werden sie dann von Spezialeinheiten erschossen. Die Frage, die sich bei Terroranschl&auml;gen immer &ouml;fter stellt: Cui bono?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Mal wieder finden Ermittler am Tatort eines Terroranschlags einen Ausweis. Scheinbar aber erst, nachdem der andere Verd&auml;chtige entlastet wurde. Ich erinnere mich, dass auch bei 9\/11 ein unversehrter Ausweis eines mutma&szlig;lichen Terroristen gefunden wurde, obwohl z. Bsp. die Leichen aus den Flugzeugen in dem sich auch der Ausweis befand komplett atomisiert wurden. Was soll man davon also halten? Wird das wieder ein Fall f&uuml;r Mathias Br&ouml;ckers oder Paul Schreyer?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Markus Lanz &ndash; Spezial&rdquo; vom 21. Dezember 2016<\/strong><br>\nMarkus Lanz spricht in seiner Spezialausgabe &uuml;ber den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt und die Folgen. Zu Gast sind der ZDF-Terrorismus-Experte Elmar Theve&szlig;en, der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Oliver Malchow, &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/spezial-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.M.:<\/strong> Man mag von Marcus Lanz halten, was man will, aber diese Sendung hatte wirklich mal Niveau, nicht zuletzt auf Grund der Einsch&auml;tzungen von Michael L&uuml;ders. Nur Christoph Schwennicke, der Chefredakteur des Politmagazins &ldquo;Cicero&rdquo;, diskreditiert sich in dieser Diskussionsrunde mit seinen &Auml;u&szlig;erungen selbst und blendete aus, dass meines Wissens mit 60 % in Asien die meisten Muslime leben und zwar &uuml;berwiegend friedlich miteinander und ohne Terrorgel&uuml;ste, im Gegensatz zu den Muslimen im Nahen Osten und Nordafrika, die in Staaten oder deren Resten leben, die alles andere sind als intakt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Michael L&uuml;ders bringt zehn Minuten vor Schluss der Sendung das simple schwarz-wei&szlig; Denken Christoph Schwennickes zum Einsturz, der selbst nur an einen Kampf der Kulturen glauben will. L&uuml;ders belegt anhand von Zahlen, dass nicht der Islam aus sich selbst heraus zum Terror neigt, sondern 15 Jahre Anti-Terrorkampf mit Interventionskriegen daf&uuml;r verantwortlich sind, dass sich die Zahl der Islamisten um ein Vielfaches erh&ouml;ht hat. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Krieg gegen den Terror<\/strong><br>\nSolange Politik und Medien in Deutschland jede ernsthafte Diskussion dar&uuml;ber vermeiden, was Terror eigentlich ist, werden die Terroranschl&auml;ge in Deutschland und Europa zunehmen.<br>\nMan kann es nicht oft genug wiederholen: Terrorismus ist nach dem deutschen Gesetz der &ldquo;rechtswidrige&rdquo; Einsatz von &bdquo;Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religi&ouml;ser Belange&ldquo;.<br>\nSeit vielen Jahrzehnten f&uuml;hrt die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; &Ouml;l- und Gaskriege im Vorderen Orient, setzt also rechtswidrig Gewalt ein zur Durchsetzung politischer Belange, und terrorisiert die muslimische Welt. Ein historisches Datum ist dabei der Sturz des demokratisch gew&auml;hlten iranischen Ministerpr&auml;sidenten Mohammad Mossadegh 1953. Und der Islamische Staat ist ein Produkt des rechtswidrigen Irak-Krieges von Bush und Blair.<br>\nIn den L&auml;ndern des Nahen Ostens ist der Terror Alltag: In Bagdad kamen Mitte Oktober allein bei zwei Anschl&auml;gen innerhalb von drei Tagen insgesamt mindestens 44 Menschen ums Leben. In Syrien riss Anfang Oktober ein Selbstmordattent&auml;ter auf einer Hochzeitsfeier 20 Menschen mit in den Tod. Im Bombenhagel in Aleppo sind in den letzten Monaten &uuml;ber 1000 Zivilisten get&ouml;tet worden. Ende September kamen bei einem US-Drohnenangriff in der afghanischen Provinz Nangarhar mindestens 15 Zivilisten ums Leben. Im November wurden bei einem Luftangriff der Nato in der nordafghanischen Provinz Kunduz 30 Zivilisten get&ouml;tet. Bei einem Anschlag im Tel Aviver Vergn&uuml;gungsviertel wurden vor einigen Monaten drei Israelis erschossen. Die Liste lie&szlig;e sich endlos fortsetzen.<br>\nDer sogenannte &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;, an dem auch Deutschland beteiligt ist (Afghanistan, Syrien, Mali&hellip;), hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als 1,5 Millionen Menschenleben gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1274142385980559:0\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel: In tiefer Trauer vereint<\/strong><br>\n&ldquo;Dies ist ein sehr schwerer Tag. Ich bin wie Millionen von Menschen in Deutschland entsetzt, ersch&uuml;ttert und tieftraurig &uuml;ber das, was gestern Abend am Berliner Breitscheidplatz geschehen ist&rdquo;, erkl&auml;rte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagvormittag als Reaktion auf den offensichtlichen Anschlag. &ldquo;Zw&ouml;lf Menschen, die gestern noch unter uns waren, die sich auf Weihnachten freuten, Pl&auml;ne f&uuml;r die Feiertage hatten &ndash; sie sind nicht mehr unter uns&rdquo;. Eine grausame und letztlich unbegreifliche Tat habe ihnen das Leben geraubt.<br>\nDie Kanzlerin betonte: &ldquo;Ich denke in diesen Stunden zuallererst an diese Menschen: An die Toten und die Verletzten, und an ihre Familien, Angeh&ouml;rigen und Freunde. Ich m&ouml;chte, dass sie wissen: Wir alle, ein ganzes Land, ist mit Ihnen in tiefer Trauer vereint.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2016\/12\/2016-12-19-weihnachtsmarkt-breitscheidplatz.html\">Bundesregierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auff&auml;llig ist, dass Kanzlerin Merkel noch nicht einmal im Nebensatz das erste Opfer erw&auml;hnt, das namentlich bekannt war: den 37j&auml;hrigen polnischen LKW-Fahrer &#321;ukasz U. Dies ist keine feine Geste und d&uuml;rfte sowohl in Polen als auch bei den vielen Polen, die in Deutschland leben, negativ aufgenommen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Terror-Experten wissen es besser: Am besten wissen es israelische Experten<\/strong><br>\nSchon seit Jahren ist der Kampf gegen den Terror eine kriegerische Disziplin, die nach Experten verlangt. Experten sind Menschen, die im jeweiligen Sachgebiet alles wissen &ndash;&ndash;und das auch noch besser. Wenn zum Beispiel der Terrorfall vorf&auml;llt, fallen sie in den Medien durch superkluge Reden auf. Und w&auml;hrend der normale Experte in seinem Fachgebiet selbst gearbeitet hat, darf man nicht davon ausgehen, dass der Terror-Experte selbst Terrorist war, bevor er begann &uuml;ber dieses Fachgebiet des Kriminellen zu dozieren. Auch wenn seine mediale Pr&auml;senz durchaus Z&uuml;ge des Psycho-Terrors aufweist. Trotz unterschiedlicher Denkschulen gibt es einige Grundwissenschaften, die alle Terror-Experten eint. Vorrangig gilt der Kernsatz: Terrorist ist immer der ANDERE! Schon in den Terror-K&auml;mpfen der britischen Spezialeinheiten gegen die irische Terror-Organisation IRA war den englischen Experten klar: Der katholische Ire war&acute;s. Katholische Iren allerdings konnten lange und intensiv &uuml;ber den Terror britischer Truppen in katholischen Wohn-Vierteln Nord-Irlands berichten. Aber sie kamen in den allgemeinen Medien einfach nicht vor. Auch deshalb hat sich der ANDERE als Schuldiger f&uuml;r den Terror eingeb&uuml;rgert. Kann man den ANDEREN dann auch noch die andere Hautfarbe, Sprache, Religion oder Kultur nachweisen, dann ist der Fall schon halb gekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/terror-experten-wissen-es-besser.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>Politische Forderungen nach Anschlag<\/strong><br>\nNach dem verheerenden Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat sich der Innenausschuss des Bundestages aktuell &uuml;ber den Ermittlungsstand informieren lassen. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) sowie die Spitzen der Sicherheitsbeh&ouml;rden standen den Abgeordneten dazu in der 100. Sitzung des Ausschusses am Mittwoch im Parlament Rede und Antwort. [&hellip;]<br>\nStephan Mayer (CSU) sagte vor Journalisten, die Abgeordneten seien umfassend informiert worden. Er forderte zugleich politische Konsequenzen unter anderem im Umgang mit sogenannten Gef&auml;hrdern sowie Anpassungen im Aufenthaltsrecht. Er sehe ein &ldquo;Sammelsurium an gesetzgeberischem Handlungsbedarf&rdquo;. So stehe der Anschlag f&uuml;r eine &ldquo;Z&auml;sur&rdquo;, der Terror habe in Deutschland eine neue Dimension erreicht. Da k&ouml;nne man nicht zur Tagesordnung zur&uuml;ckgehen. Das habe auch nichts mit Aktivismus oder Populismus zu tun.<br>\nBurkhard Lischka (SPD) sagte, die Sicherheitsbeh&ouml;rden seien gerade &rdquo; hochprofessionell und mit Sorgfalt&rdquo; dabei, den Anschlag aufzukl&auml;ren. Daf&uuml;r m&uuml;ssten sie auch die n&ouml;tige Zeit bekommen. Sollte sich herausstellen, dass es in dem Fall im Zusammenhang mit dem T&auml;ter &ldquo;Vers&auml;umnisse&rdquo; gegeben habe, sollten diese Sicherheitsl&uuml;cken geschlossen werden. Vor einer m&ouml;glichen politischen Diskussion gehe es aber darum, Fakten zu sammeln.<br>\nAuch Frank Tempel (Linke) wies auf die nach wie vor unklare Faktenlage hin und warnte vor vorschnellen politischen Konsequenzen. Die zur Verf&uuml;gung stehenden Informationen m&uuml;ssten sachlich ausgewertet und d&uuml;rften nicht populistisch genutzt werden. &ldquo;Nebenger&auml;usche&rdquo; wie Debatten &uuml;ber die Asylgesetzgebung oder sogenannte sichere Herkunftsstaaten seien nicht angebracht. Es sei jedoch wohl sinnvoll, &uuml;ber eine verbesserte Video&uuml;berwachung zu diskutieren.<br>\nF&uuml;r die Gr&uuml;nen-Fraktion lobte Konstantin von Notz die &ldquo;intensive und aufschlussreiche&rdquo; Ausschusssitzung. Auch er betonte, der jetzige Kenntnisstand eigne sich nicht, um daran politische Forderungen zu kn&uuml;pfen. So gebe es viele Hinweise, Vermutungen und Spuren, aber eben noch &ldquo;keinen klaren Sachverhalt&rdquo; in dem Fall. Die vom Minister genannte neue Spur sei immerhin &ldquo;spannend und schl&uuml;ssig&rdquo;. Notz lobte das umsichtige Agieren der Beh&ouml;rden und sprach sich zugleich daf&uuml;r aus, die sogenannten Gef&auml;hrder mit mehr Personal wirksamer zu &uuml;berwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/hib#url=L3ByZXNzZS9oaWIvMjAxNl8xMi8tLzQ4NTg4Mg==&amp;mod=mod454590\">Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sozialpolitik und die Ignoranz der gebildeten Schichten<\/strong><br>\nDie Sozialabgaben werden von der herrschenden &ouml;konomischen Lehre als Kostenfaktor betrachtet, der die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft beeintr&auml;chtigt. Das ist eine bornierte Sichtweise, die nicht der Tatsache gerecht wird, dass das Sozialbudget f&uuml;r das Funktionieren moderner Volkswirtschaften unverzichtbar ist.<br>\nZum 60. Geburtstag des Bundessozialgerichts (BSG) wurde eine zweib&auml;ndige Denkschrift zu &bdquo;Grundlagen und Herausforderungen des Sozialstaats&ldquo; ver&ouml;ffentlicht (hier) Die Herausgeber dieser materialreichen und wirklich lesenswerten Anthologie stellen in der Einleitung zum Band 2 fest, in der &Ouml;konomie habe seit den 1990er Jahren die Forschung und Lehre zu Fragen der Sozialstaatlichkeit massiv an Gewicht verloren. Das ist die euphemistische Umschreibung einer skandal&ouml;sen Entwicklung. Die Sozialleistungsquote des BIP hat sich zwischen 1960 und 2015 von 18,3 auf 29,4 Prozent erh&ouml;ht (alle Daten zum Sozialbudget hier). Aber Lehrst&uuml;hle f&uuml;r Sozialpolitik, die fr&uuml;her zur Standardausstattung der &Ouml;konomie-Fakult&auml;ten geh&ouml;rten, gibt es kaum noch.<br>\nSie wurden mit der Emeritierung ihrer alten Inhaber umgewidmet, gerne in Richtung BWL, &Ouml;konometrie oder Experimental&ouml;konomie. Zwar unterhalten einige Universit&auml;ten und Hochschulen Studieng&auml;nge zur Gesundheits&ouml;konomie, aber deren Lehrpl&auml;ne basieren meist auf einer doktrin&auml;ren &Uuml;bertragung der Denkfigur des Homo oeconomicus auf einen Wirtschaftszweig, der f&uuml;r dieses Paradigma &uuml;berhaupt nicht taugt (siehe dazu diesen Artikel von mir). Das Sozialbudget wird in der herrschenden Lehre nur als ein die private Wirtschaft belastender Kostenfaktor gesehen, aber nicht als Tr&auml;ger von sozialen Diensten, die elementare Faktoren der volkswirtschaftlichen Reproduktion sind. Allein im zu 75 Prozent &ouml;ffentlich finanzierten Gesundheitswesen arbeiten gegenw&auml;rtig &uuml;ber f&uuml;nf Millionen Menschen. Es ist eine Jobmaschine mit einem Zuwachs an Arbeitspl&auml;tzen von drei&szlig;ig Prozent in den vergangenen f&uuml;nfzehn Jahren. Trotzdem dominiert auch in den Medien das Bild vom Sozialstaat als einem parasit&auml;ren Systems, das die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft beeintr&auml;chtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/20894\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Prognosen vergessen die Prek&auml;ren<\/strong><br>\nGewerkschaftsinstitut und EU-Kommission verschleiern Lage auf dem Arbeitsmarkt<br>\nDas gewerkschaftsnahe Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet auch im kommenden Jahr anhaltendes Wachstum und einen weiteren R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Nach einem Plus von 1,8 Prozent in diesem Jahr werde die Wirtschaft 2017 um 1,2 Prozent wachsen. &raquo;Dieser Aufschwung ist ein echter Dauerl&auml;ufer, und das unterstreicht den positiven Trend, der in den vergangenen Jahren begonnen hat&laquo;, teilte IMK-Direktor Gustav Horn am Dienstag in D&uuml;sseldorf mit. Damit trotze die deutsche Wirtschaft erheblichen Unsicherheiten wie dem &raquo;Brexit&laquo;, dem Pr&auml;sidentenwechsel in den USA und der schleppenden wirtschaftlichen Erholung in den Schwellenl&auml;ndern. Getragen werde der Aufschwung von der Binnennachfrage. &raquo;Wenn unser Wirtschaftswachstum dagegen wie in den 2000er Jahren fast vollst&auml;ndig vom Export abh&auml;ngen w&uuml;rde, w&auml;re bei diesem weltwirtschaftlichen Umfeld l&auml;ngst Schluss mit dem Aufschwung&laquo;, betonte Horn.<br>\nDas verbessere auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter. Mit 6,1 Prozent liege die Arbeitslosenquote im Schnitt 2016 bereits auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen &raquo;Vereinigung&laquo;, in den alten Bundesl&auml;ndern habe die Quote sogar zuletzt 1981 niedriger gelegen. Skeptischer betrachtet die wirtschaftliche Entwicklung der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Klaus Ernst: &raquo;Die Verteilung in Deutschland stimmt weiterhin hinten und vorne nicht&laquo;, sagte Ernst am Dienstag gegen&uuml;ber jW. Es habe sich ein riesiger Nachholbedarf angesammelt. &raquo;Nach jahrzehntelangem G&uuml;rtel-enger-Schnallen besteht bei L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern trotz j&uuml;ngster Zuw&auml;chse weiterhin Luft nach oben &ndash; insbesondere im Niedriglohnsektor.&laquo; Die &ouml;ffentlichen Investitionen seien seit Jahren zu gering. &raquo;Die Bundesregierung f&auml;hrt das Land auf Verschlei&szlig; und verspielt dabei die wirtschaftliche Zukunft.&laquo; Die Binnennachfrage m&uuml;sse kr&auml;ftig steigen, forderte Ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/12-21\/022.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aussicht auf Besserung besteht &ndash; insbesondere f&uuml;r erwerbslose Personen im ALG II-Bezug &ndash; nicht. Offenbar scheint u.a. die Jobcenter-Mitarbeiterschaft &ldquo;auf Teufel komm raus&rdquo; ihre Kundschaft aus den Bez&uuml;gen nehmen zu wollen: Z. B. durch Ma&szlig;nahmen bei &ldquo;freien&rdquo; Tr&auml;gern, die dann daf&uuml;r nicht wenig Steuergelder erhalten, und Vermittlungsvorschl&auml;ge. Diese beschr&auml;nken sich nicht selten auf Helfert&auml;tigkeiten (obwohl die &ldquo;Kunden&rdquo; immer h&auml;ufiger einen akademischen Abschluss nachweisen k&ouml;nnen) in der Leih- und Zeitarbeit bzw. andere Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit prek&auml;ren Bedingungen.<\/em><br>\n<em>Formal gesehen stimmt es also, dass die Arbeitslosenzahl niedrig ist. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36340#h11\">Daf&uuml;r w&auml;chst der Niedriglohnsektor stets weiter<\/a>. Und statistisch gesehen mag auch das Wachstum zulegen. Aber wie hei&szlig;t es doch so sch&ouml;n: Traue keiner Statistik, es sei denn &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Solidarische Lohnpolitik hat Zukunft!<\/strong><br>\nEinige stellen Kollektivvertragsverhandlungen als &uuml;berholt dar: &bdquo;Nicht zeitgem&auml;&szlig;&ldquo; ist die Meinung jener, die entweder kein Interesse mehr an einer funktionierenden Sozialpartnerschaft haben oder gerne allein &uuml;ber die L&ouml;hne und Geh&auml;lter ihrer Besch&auml;ftigten bestimmen wollen. Die PionierInnen der &ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbewegung haben aber ein Sozialpartnersystem miterschaffen, welches immer noch ein weltweites Vorbild ist.<br>\nNicht Patriarchen oder von Eigent&uuml;mern drangsalierte ManagerInnen entscheiden &uuml;ber die Mindeststandards in einem Betrieb, sondern der gemeinsam ausverhandelte Branchenkollektivvertrag. Der oder die Einzelne muss nicht um einen h&ouml;heren Lohn &bdquo;betteln&ldquo; gehen, sondern Gewerkschaften und Betriebsr&auml;tInnen sitzen stellvertretend f&uuml;r die Besch&auml;ftigten einer ganzen Branche mit den Arbeitgebern am Verhandlungstisch. Das ist weltweit vielleicht nicht einzigartig, aber in seiner Auspr&auml;gung und Breitenwirksamkeit au&szlig;ergew&ouml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/solidarische-lohnpolitik-hat-zukunft\/\">Blog Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsches Steuersystem mit gebremster Progression &ndash; Umverteilungswirkung sp&uuml;rbar niedriger als Ende der 1990er<\/strong><br>\nBei Geringverdienern in Deutschland f&auml;llt die prozentuale Gesamtbelastung durch Steuern insgesamt &auml;hnlich aus wie beim obersten F&uuml;nftel. Die Umverteilungsleistung des deutschen Steuersystems hat seit Ende der 1990er-Jahre sp&uuml;rbar abgenommen. Das ergibt ein von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdertes Forschungsprojekt am Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nNach landl&auml;ufiger Auffassung sollte ein gerechtes Steuersystem dazu beitragen, die hohe und zunehmende Einkommensungleichheit zu reduzieren. Daf&uuml;r muss die Besteuerung progressiv ausgestaltet sein, also mit steigendem Einkommen zunehmen. Inwieweit das in Deutschland zutrifft, hat ein Forscherteam um Stefan Bach vom DIW analysiert. Die &Ouml;konomen kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Steuern im unteren F&uuml;nftel der Einkommensskala regressiv auswirken, das hei&szlig;t, sie belasten die Niedrigverdiener in Relation zu ihrem Einkommen st&auml;rker als mittlere Einkommen. Die Steuerreformen der vergangenen 20 Jahre haben das Problem versch&auml;rft. (&hellip;)<br>\nGenerell halten die &Ouml;konomen die hohe Belastung von Geringverdienern durch indirekte Steuern f&uuml;r problematisch. Das Existenzminimum von &auml;rmeren Haushalten zu besteuern, widerspreche dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip. Zur Entlastung der Mittelschicht empfehlen sie, den &bdquo;Steueranteil&ldquo; der Sozialbeitr&auml;ge zu reduzieren und stattdessen die Einkommensteuer zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_106442.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Butterwege fordert radikalen Sozialumbau<\/strong><br>\nGegenkandidat Steinmeiers zur Bundespr&auml;sidentenwahl stellt ausf&uuml;hrliche Pl&auml;ne zur Steuerpolitik und Umverteilung vor<br>\nChristoph Butterwegge, Kandidat der LINKEN f&uuml;r das Bundespr&auml;sidentenamt, fordert von der kommenden Bundesregierung einen radikalen Umbau des Sozialstaats und der Steuerpolitik. &raquo;Um ein weiteres Auseinanderfallen der Gesellschaft zu verhindern, brauchen wir als materielle Grundlage eine Umverteilung von oben nach unten&laquo;, sagte der Armutsforscher der Deutschen Presse-Agentur in K&ouml;ln. Konkret verlangt er, dass die Verm&ouml;gensteuer wieder eingef&uuml;hrt wird, der Einkommens-Spitzensteuersatz steigt und bei der Erbschaftsteuer gro&szlig;e Betriebsverm&ouml;gen st&auml;rker herangezogen werden. Die Mehrwertsteuer, die Geringverdiener hart treffe, solle dagegen gesenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1036253.butterwege-fordert-radikalen-sozialumbau.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spanien: Auf die Bankenrettung folgt die Autobahnrettung<\/strong><br>\nDie Steuerzahler soll nach der Regierung der Vorgang keine f&uuml;nf Milliarden Euro kosten, es sei zu sp&auml;t f&uuml;r eine Einigung mit den Gl&auml;ubigern<br>\nF&uuml;r gro&szlig;e Baufirmen ist die staatliche Rettung privater Autobahnen in Spanien ein sch&ouml;nes Weihnachtsgeschenk. Denn die haben Autobahnen nicht nur gebaut, sondern &uuml;ber Tochterfirmen auch versucht, sie rentabel zu betreiben. Doch damit sind sie vor allem im Fall der &ldquo;radiales&rdquo; im Gro&szlig;raum Madrid vor die Wand gefahren, da diese Mautstrecken kaum genutzt werden. Profitieren werden aber auch einige Betreiber am Mittelmeer in Andalusien. Und nat&uuml;rlich geh&ouml;ren Banken zu den Nutznie&szlig;ern, die als Finanziers hinter den unn&ouml;tigen Projekten stehen.<br>\nInsgesamt werden mit den neun Autobahnen ein Viertel der insgesamt 2500 Kilometer geb&uuml;hrenpflichtiger Schnellstra&szlig;en im Land herausgekauft. Letztlich hat man mit einer neuen versteckten Bankenrettung zu tun. Der zust&auml;ndige Minister f&uuml;r Infrastruktur &Iacute;&ntilde;igo de la Serna begr&uuml;ndete am Montag die Verstaatlichung damit, dass es f&uuml;r eine Einigung mit den Banken zu sp&auml;t sei: &ldquo;Ein Abkommen ist sehr schwierig, denn viele Institute haben diese Forderungen schon verkauft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Spanien-Auf-die-Bankenrettung-folgt-die-Autobahnrettung-3579141.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EuGH beendet die ma&szlig;lose Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat verf&uuml;gt, dass die Vorratsdatenspeicherung in Europa k&uuml;nftig unter strengen Vorgaben erfolgen muss.<br>\nBereits die Speicherung von Telekommunikationsdaten muss k&uuml;nftig begrenzt werden.<br>\nDer Zeitpunkt der Entscheidung ist heikel: Gerade in Zeiten des Terrors bed&uuml;rfen die Prinzipien des Rechtsstaats der Verteidigung.<br>\nDer Zeitpunkt k&ouml;nnte nicht komplizierter sein. Zwei Tage nach dem Anschlag von Berlin, der wahrscheinlich wieder Diskussionen &uuml;ber Ermittlungsbefugnisse anheizen wird, verf&uuml;gt der Europ&auml;ische Gerichtshof weitreichende Einschr&auml;nkungen der Regeln zur Vorratsdatenspeicherung. Das massenhafte Sammeln der Daten g&auml;nzlich Unverd&auml;chtiger, das vieltausendfache Speichern von Telekommunikations- und Standortdaten ohne jeden Anlass &ndash; es verst&ouml;&szlig;t gegen europ&auml;ische Grundrechte. Im konkreten Fall geht es um die Gesetze Schwedens und Gro&szlig;britanniens, aber der gern als Paradeinstrument der Fahnder gepriesene Zugriff auf den Datenspeicher muss nach dem Urteil grunds&auml;tzlich &uuml;berdacht und neu geregelt werden &ndash; europaweit und auch in Deutschland. Eine generelle, anlasslose Massen&uuml;berwachung des Telefon- und Mailverkehrs, wie sie in vielen L&auml;ndern Europas erlaubt ist, darf es nach diesem Urteil nicht mehr geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/urteil-des-europaeischen-gerichtshofs-eugh-beendet-die-masslose-vorratsdatenspeicherung-1.3304474\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundesjustizminister Heiko Maas h&auml;tte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h04\">die Vorratsdatenspeicherung auf Eis<\/a> lassen sollen. Mit dieser Entscheidung des EuGH &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21339\">nach 2014<\/a> bereits die zweite &ndash; hat insbesondere er eine &ldquo;Klatsche&rdquo; bekommen: Wider besseres Wissen hatte er sich n&auml;mlich doch &ndash; wohl auch auf Dr&auml;ngen von SPD-Chef Gabriel &ndash; f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland eingesetzt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: EuGH definiert hohe H&uuml;rden f&uuml;r Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof will keine anlasslose Vorratsdatenspeicherung erlauben. In einem aktuellen Urteil definiert es zwar Ausnahmen &ndash; ob die deutsche Variante die Anforderungen erf&uuml;llt, ist noch offen. Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat sich gegen anlasslose und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung in der Europ&auml;ischen Union ausgesprochen. Sie lasse &ldquo;sehr genaue Schl&uuml;sse auf das Privatleben&rdquo; der Menschen zu, urteilte der EuGH in einem Mittwoch in Luxemburg verk&uuml;ndeten Urteil.<br>\nAusnahmen sind demnach nur bei konkreter Bedrohung der &ouml;ffentlichen Sicherheit und zur Bek&auml;mpfung schwerer Straftaten weiter m&ouml;glich. Der Umfang der gespeicherten Informationen m&uuml;sse sich aber auf &ldquo;das absolut Notwendige&rdquo; beschr&auml;nken. Das Gericht befand au&szlig;erdem, dass Beh&ouml;rden nur Zugriff auf die Daten bekommen d&uuml;rfen, wenn eine &ldquo;unabh&auml;ngige Stelle&rdquo; das kontrolliert. Die Speicherung der Daten m&uuml;sse au&szlig;erdem innerhalb der EU passieren. Entsprechende Gesetze m&uuml;ssten &ldquo;klar und pr&auml;zise sein und Garantien enthalten, um Daten vor Missbrauchsrisiken zu sch&uuml;tzen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland hat die Bundesregierung 2015 ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Telekommunikationsanbieter werden darin verpflichtet, Internet- und Telefonverkehrsdaten jedes B&uuml;rgers zehn Wochen lang zu speichern, also etwa die Informationen, wer wann mit wem telefoniert hat. Auch die Standortdaten von Handys speichern die Firmen vier Wochen lang. Das ergibt Bewegungsprofile, ohne konkreten Anlass, vorgehalten nur f&uuml;r den Fall, dass die Polizei sie ben&ouml;tigt. Den Abruf der Informationen muss in Deutschland ohnehin laut Gesetz ein Richter erlauben. Die Inhalte der Kommunikation sollen nicht dokumentiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/vorratsdatenspeicherung-eugh-erteilt-ueberwachungs-gesetz-eine-absage-a-1126926.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r mich als interessierten Laien scheint damit klar, dass die alle Personen treffende &ldquo;anlasslose und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung&rdquo;, die im deutschen Gesetz zur VDS beschlossen wurde, vom EuGH eindeutig verboten worden ist. Aber die konservativen Politiker (mindestens SPD und CDU\/CSU) werden angesichts der aktuellen Bedrohungslage, Terroranschlag in Berlin&hellip; wieder herumjammern, warum der EuGH praxisfremd verbietet, die Sicherheit der B&uuml;rger pr&auml;ventiv zu sch&uuml;tzen&hellip; und wieder nicht erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum bei aktuell g&uuml;ltiger VDS denn Anschl&auml;ge wie in Berlin nicht verhindert werden konnten und die VDS offenbar nicht einmal bei der Fahndung nach dem T&auml;ter hilft. Also wozu gibt es eine VDS, wenn nicht zur General&uuml;berwachung aller B&uuml;rger???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Asklepios-Deal<\/strong><br>\nIm Jahr 2004 stimmte die gro&szlig;e Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger gegen den Verkauf des gr&ouml;&szlig;ten Teils des Landesbetriebes Krankenh&auml;user an die Klinikkette Asklepios. Die CDU machte es trotzdem. Sie behauptete wahrheitswidrig, die Stadt w&uuml;rde mit den verbleibenden 25,1 Prozent der Anteile weiter die Kontrolle &uuml;ber die Gesundheitsversorgung sicherstellen, stimmte aber einer v&ouml;lligen Entrechtung der st&auml;dtischen Vertreter in den Aufsichtsgremien zu.<br>\nVor einigen Monaten traf ich mich mit &Auml;rzten und Pflegekr&auml;ften der Asklepios-Klinik Altona. Sie alle waren sich einig: Die Gesundheitseinrichtung geh&ouml;rt wieder in &ouml;ffentliche Hand, die Renditemedizin sei nicht mehr mit dem hippokratischen Eid vereinbar. Deren Folge: zu wenig Personal und zu viele Fehler bei Medizin und Pflege.<br>\nGleichzeitig gehen die Asklepios-Eigent&uuml;mer &ndash; ein Familienclan um den Gr&uuml;nder Bernard gro&szlig;e Broermann &ndash; auf Shoppingtour, kaufen das legend&auml;re Hamburger Hotel &raquo;Atlantic&laquo; (bekannt &uuml;ber seinen Dauergast, den Altrocker Udo Lindenberg) an der Alster und wollen es zu einer Nobelabsteige f&uuml;r internationale Privatpatienten und deren Angeh&ouml;rige ausbauen.<br>\nDas Magazin Der Spiegel enth&uuml;llte in seiner aktuellen Printausgabe Vereinbarungen aus den Geheimvertr&auml;gen zur Beteiligung und wie die CDU unser Verm&ouml;gen und unsere Gesundheit verramscht hat. Als n&auml;chster Schritt droht ein B&ouml;rsengang. Dann macht der gro&szlig;e Broermann richtig Kasse und d&uuml;rfte auf der Liste der reichsten Deutschen des US-Wirtschaftsmagazins Forbes (ein weltweit verbreitetes Ranking der &raquo;Wichtigen, Sch&ouml;nen und Reichen&laquo;; jW) weiter aufsteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/12-21\/039.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ex-Chefarzt rechnet ab: &ldquo;Im Krankenhaus ist der Mensch kein Mensch mehr&rdquo;<\/strong><br>\nKrankenh&auml;user als Fabriken, die Mediziner entm&uuml;ndigt &ndash; so beschreibt der ehemalige Chefarzt Ulrich Hildebrandt das System privater Klinikkonzerne. F&uuml;r Patienten bringe das ein hohes Risiko mit sich. Die Pflegekr&auml;fte sind &uuml;berlastet, die &Auml;rzte sollen mit strengen Vorgaben auf Rendite getrimmt werden. Der Fall des Asklepios-Konzerns zeigt eindr&uuml;cklich, was passiert, wenn der Staat einen elementaren Teil der Daseinsvorsorge in die H&auml;nde von privaten Unternehmen gibt. Die Realit&auml;t in deutschen Krankenh&auml;usern erschreckt selbst langj&auml;hrige Mediziner. Ulrich Hildebrandt war leitender Oberarzt an einer Uniklinik und hat als Chefarzt die Privatisierung von zwei Krankenh&auml;usern miterlebt. Er habe &ldquo;die Nase voll, von dem Bild, das in Krankenhausserien vermittelt wird&rdquo;, sagt er. &ldquo;Da sind immer alle begeistert von ihrer Arbeit. Das entspricht nicht der Krankenhausrealit&auml;t&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ulrich-hildebrandt-ex-chefarzt-rechnet-mit-dem-kliniksystem-ab-a-1126561.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hat das irgendwelche Konsequenzen f&uuml;r Journalismus und Politik, oder wird weiter am &ldquo;Sparkurs&rdquo; (in Wirklichkeit Austerit&auml;tskurs) festgehalten und bei den vors&auml;tzlich verursachten Finanzproblemen der &ouml;ffentlichen Hand alles verscherbelt, was nicht niet- und nagelfest ist???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Postfaktische S&auml;uberungen<\/strong><br>\nEuropa-Abgeordnete und die Berliner Fraktion der CDU fordern, dass die EU nur noch Organisationen unterst&uuml;tzt, die der EU nicht kritisch gegen&uuml;ber stehen. Damit tragen sie eine Forderung ins Parlament, die das konzernfinanzierte Institut ECIPE j&uuml;ngst in einer absurden &ldquo;Studie&rdquo; erhob, in der es v&ouml;llig beleglos eine Reihe kritischer Organisationen als von Moskau gesteuerte Betr&uuml;ger diskreditierte. So soll Kritik an Investorenschutzabkommen und &Auml;hnlichem ausgetrocknet werden. Hier die Meldung auf SWR.de:&rdquo;Abgeordnete der CDU fordern, dass die EU nur noch Organisationen unterst&uuml;tzt, die der EU nicht kritisch gegen&uuml;ber stehen. Die oberste Haushaltskontrolleurin im Europaparlament, Gr&auml;ssle, sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;, die Dauerfinanzierung von Nichtregierungsorganisationen m&uuml;sse beendet werden. Als Beispiele nannte sie die Kritiker der Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Auch die CDU im Bundestag schloss sich der Forderung an. Dagegen sagte die Gr&uuml;nen-Fraktionschefin im EU-Parlament, Keller, Europa brauche eine pluralistische und kritische Zivilgesellschaft. &ldquo;Stichwortgeber ist ziemlich offenkundig ein Institut, &uuml;ber dessen j&uuml;ngst vorgelegte verleumderische &ldquo;Studie&rdquo; ich unter &ldquo;Postfaktisches aus dem Wahrheitsministerium&rdquo; schrieb:&rdquo;Hinzu gesellt sich eine &bdquo;Studie&ldquo; des von gro&szlig;en internationalen Konzernen finanzierten Br&uuml;sseler Instituts European Centre for International Political Economy (ECIPE) mit dem Titel &bdquo;Manufacturing Discontent: The Rise to Power of Anti-TTIP Groups&ldquo;. Sie stellt fest, dass Organisationen wie Campact und Attac mittels &bdquo;t&auml;uschender Kommunikation&ldquo; die Menschen aufgestachelt h&auml;tten, ihre angeborene Liebe f&uuml;r Investoren-Schiedsgerichte und gentechnisch ver&auml;nderte Lebensmittel zu vergessen und massenhaft gegen TTIP auf die Stra&szlig;e zu gehen. Diese Initiativen seien wahrscheinlich von Moskau finanziert und gesteuert worden. Das ECIPE leitet daraus die Forderung ab, die EU-Kommission m&uuml;sse durchsetzen, dass alle Organisationen, die EU-Geld erhalten, sich ausschlie&szlig;lich entsprechend der offiziellen Linie der EU-Kommission &auml;u&szlig;ern und bet&auml;tigen.&rdquo; Es wird ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/739-kein-geld-fuer-attac#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das europ&auml;ische Aufr&uuml;stungsprogramm<\/strong><br>\nSeit der Wahl von Donald Trump zum neuen Pr&auml;sidenten wurden wiederholt Bef&uuml;rchtungen laut, die neue US-Administration r&uuml;ttle an den Grundfesten der transatlantischen Sicherheitsarchitektur. Tats&auml;chlich jedoch war Trumps &raquo;Drohung&laquo;, sich notfalls aus Europa und der NATO zur&uuml;ckzuziehen, falls die Europ&auml;er nicht st&auml;rker ihren B&uuml;ndnisverpflichtungen nachkommen, eine willkommene Steilvorlage.<br>\nNoch am Wahlabend &auml;u&szlig;erte sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur Notwendigkeit h&ouml;herer R&uuml;stungsausgaben: &raquo;Europa muss sich darauf einstellen, dass es besser selber vorsorgt&hellip;, deshalb auch mein Vorsto&szlig;&hellip;, dass wir st&auml;rker in eine Europ&auml;ische Sicherheits- und Verteidigungsunion investieren m&uuml;ssen.&laquo;[1]<br>\nIm Wahlkampf hatte Trump wiederholt den im Vergleich zu den &uuml;brigen NATO-Mitgliedern sehr hohen finanziellen Beitrag der USA zum Nordatlantikb&uuml;ndnis attackiert. Der Sache nach griff er allerdings lediglich die von seinem Vorg&auml;ngiger Barak Obama immer wieder angemahnte Forderung nach einer &raquo;faireren&laquo; Lastenteilung auf. &raquo;Unsere Verb&uuml;ndeten m&uuml;ssen sich an den finanziellen, politischen und menschlichen Kosten unserer enormen Sicherheitsbelastungen beteiligen. &hellip; Sollten sie dies nicht tun, m&uuml;ssen die USA bereit sein, diese L&auml;nder sich selbst verteidigen zu lassen&laquo;, sagte Trump beispielsweise in einer Grundsatzrede im April 2016.<br>\nDiese Kritik st&auml;rkt in Westeuropa jene Tendenzen, die seit geraumer Zeit darauf hinauslaufen, ein neues Jahrzehnt der Aufr&uuml;stung einzuleiten. Europa m&uuml;sse selbst mehr &raquo;Verantwortung&laquo; &uuml;bernehmen, die R&uuml;stungsetats erh&ouml;hen und sich st&auml;rker als bislang im Ausland milit&auml;risch engagieren. Mit dem Verweis auf Trump l&auml;sst sich die mit der &raquo;Bratislava-Agenda&laquo;[2] ins Auge gefasste Militarisierung der EU nun besser als Sachzwang verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/das-europaeische-aufruestungsprogramm\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Saudi-Arabiens neue Au&szlig;enpolitik: Anzeichen einer gef&auml;hrlichen Schw&auml;che<\/strong><br>\nJahrzehntelang waren Saudi-Arabiens Diplomaten stets auf Ausgleich bedacht, um die Einnahmen aus dem &Ouml;lgesch&auml;ft nicht aufs Spiel zu setzen. Seit dem Amtsantritt von K&ouml;nig Salman im vergangenen Jahr hat sich das ge&auml;ndert. Saudi-Arabiens Armee k&auml;mpft seit mehr als einem Jahr im Jemen und auch in der Diplomatie ist der Ton rauer geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/saudi-arabiens-neue-aussenpolitik-anzeichen-einer.724.de.html?dram:article_id=374534\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip; wie war das mit den deutschen Waffenexporten, die nicht in Krisengebiete gehen sollten??<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zwangsr&auml;umung durchgesetzt<\/strong><br>\nPolizei-Gro&szlig;aufgebot setzt Kreuzberger Mieter vor die T&uuml;r \/ AktivistInnen k&ouml;nnen R&auml;umung beim zweiten Anlauf nicht verhindern<br>\nTrotz des Terroranschlags am Breitscheidplatz in Charlottenburg am Montagabend l&auml;uft die Berliner Normalit&auml;t weiter. Soll hei&szlig;en: Die Zwangsr&auml;umung einer Wohnung in der Skalitzer Stra&szlig;e in Kreuzberg, unweit des Schlesischen Tors wird mit einem gro&szlig;en Polizeiaufgebot durchgesetzt. Seit kurz vor 5 Uhr fr&uuml;h am Dienstagmorgen sichern hunderte Polizisten ein weitr&auml;umiges Gebiet rund um das Wohnhaus. Zwischen G&ouml;rlitzer Bahnhof und Schlesischem Tor ist die wichtige Ausfallstra&szlig;e in Richtung Friedrichshain f&uuml;r Autos blockiert. Direkt vor dem Wohnhaus sind &uuml;ber ein Dutzend Mannschafts- und Einsatzwagen postiert. Mit Hamburger Gittern und vielen Beamten wurde ein komplett abgeriegelter Bereich geschaffen, der Anwohner zu gro&szlig;en Umwegen zwingt. Viele Passanten wirken verst&ouml;rt, als sie das gro&szlig;e Polizeiaufgebot sehen. &raquo;Ich dachte erst mal, das hat auch etwas mit dem Anschlag zu tun&laquo;, sagt ein junger Mann im Vorbeilaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1036016.zwangsraeumung-durchgesetzt.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Zwangsr&auml;umung in Berlin-Kreuzberg: der soziale Krieg schl&auml;ft nicht<\/strong><br>\nEin seit 31 Jahren dort ans&auml;ssiger Mieter wurde ger&auml;umt, weil ihm ein Eigent&uuml;merwechsel samt neuem Konto f&uuml;r die Miete nicht nachvollziehbar angezeigt worden war. Diese Methode stellt derzeit einen nicht ungew&ouml;hnlichen Trick von Spekulanten dar, um sich von Altmieter*innen zu entledigen und Platz f&uuml;r lukrative neue und zahlungskr&auml;ftige Interessent*innen zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rdl.de\/beitrag\/zwangsr-umung-berlin-kreuzberg-der-soziale-krieg-schl-ft-nicht\">Radio Aktiv Berlin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Uni to go<\/strong><br>\nLoggt sich Grahek in das Online-Lernsystem ein, erscheinen Noten f&uuml;r die Teilkompetenzen. Sie beruhen auf einer standardisierten Einsch&auml;tzung der Dozenten. Sie bewerten die Studenten mindestens alle zwei Wochen daraufhin, wie sie die Kompetenzen w&auml;hrend der Seminare anwenden. Alle Seminarstunden werden aufgenommen und analysiert: Spricht ein Student etwa unterdurchschnittlich viel, erscheint ein gr&uuml;nes Zeichen auf dem Bildschirm des Dozenten, und er ist angehalten, ihn &ouml;fter aufzurufen. Au&szlig;erdem werden pro Stunde zwei schriftliche Beitr&auml;ge bewertet. Dazu kommen w&ouml;chentlich kleinere und gr&ouml;&szlig;ere Aufs&auml;tze.<br>\n&ldquo;Ich arbeite ungef&auml;hr 50 Stunden pro Woche. Minimum&rdquo;, sagt Grahek. Nach einer kurzen Pause wiederholt sie das letzte Wort. Die Zeitinvestition der Studenten ist durch die regelm&auml;&szlig;igen Tests konstant. &ldquo;In Harvard haben sie etwa drei Pr&uuml;fungen pro Semester, bei uns 50. Minerva ist h&auml;rter&rdquo;, sagt Kosslyn. Dazu kommt der h&auml;ufige Umzug in eine neue Umgebung. Grahek gibt zu, dass ihre Ausbildung sehr fordernd sei, &ldquo;aber wenn du es schaffst, wirst du robust&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/digitale-hochschule-uni-to-go-1.3295316\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wem es beim lesen des Artikels nicht kalt den R&uuml;cken herunterl&auml;uft, dem kann man nicht mehr helfen. Hier wird das entgrenzte, entfremdete neoliberale Subjekt herangez&uuml;chtet. Gnade uns Gott, wenn diese Personen einmal F&uuml;hrungsverantwortung &uuml;bernehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trump wirkt Wunder<\/strong><br>\nWunder oder Wahnsinn? Auf einmal ist alles anders. Was bislang &uuml;bersehen wurde, wird jetzt gro&szlig; herausgestellt. Selbst dort, wo fast nichts ist, wird etwas konstruiert. Das, was als Antiamerikanismus verp&ouml;nt war, wird jetzt mit aller Kraft ins Blickfeld ger&uuml;ckt. Und &ndash; es ist kaum zu glauben &ndash; beachtliche Teile der Linken und der Friedensbewegung auf der einen und gro&szlig;e Teile der Herrschaftsapparate inklusive der Medien auf der anderen Seite r&uuml;cken zusammen. Es ist ganz so, als w&auml;re zwischen den beiden Seiten so etwas wie eine Querfront entstanden. Sie haben das gleiche Feindbild. Wer oder was hat dieses Wunder bewirkt? Es ist Donald Trump, der &ndash; wenn nichts dazwischen kommt &ndash; am 20. Januar 2017 Pr&auml;sident der USA wird. Wer in der Linken oder der Friedensbewegung hat in der Vergangenheit die Regierungsmannschaften bisheriger Pr&auml;sidenten durchleuchtet? Wer hat dies im Falle Obama getan? Fast niemand! Und nun im Falle Trump geht es los zu einem Zeitpunkt, wo noch kaum etwas feststeht. Pl&ouml;tzlich &ndash; wie aus dem Nichts &ndash; ist ein kritisches Bewusstsein entflammt, das in fr&uuml;heren Zeiten von denen, die jetzt auf der neuen Welle reiten, als zutiefst &ldquo;anti-amerikanisch&rdquo; und &ldquo;rechts&rdquo; gebrandmarkt wurde.<br>\nAm 21.11.2016 findet sich in einer &ldquo;marxistischen&rdquo; Tageszeitung ein mit &ldquo;Trumps Gruselkabinett&rdquo; &uuml;berschriebener Artikel. Und einige Wochen sp&auml;ter, am 16.12.2016, ist in einer &ldquo;sozialistischen&rdquo; Wochenzeitung der Artikel eines anderen Autors zu lesen, der ebenfalls mit &ldquo;Trumps Gruselkabinett&rdquo; betitelt ist. Und aus einem der Zentren der Friedensbewegung in Deutschland kommen Aussagen, in denen von einem &ldquo;zutiefst reaktion&auml;ren Milliard&auml;rsnetzwerk&rdquo; und &ldquo;Milliard&auml;rskriegskabinett&rdquo; die Rede ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=23388\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: An alles gedacht?<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161222-hwt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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