{"id":3640,"date":"2008-12-08T09:28:18","date_gmt":"2008-12-08T08:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3640"},"modified":"2015-11-06T09:18:44","modified_gmt":"2015-11-06T08:18:44","slug":"nachtrag-zum-blick-hinter-die-maschen-des-jbk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3640","title":{"rendered":"Nachtrag zum Blick hinter die Maschen des JBK"},"content":{"rendered":"<p>Zu unserem Beitrag <a href=\"?p=3635\">&ldquo;Ein Blick hinter die Maschen des JBK&rdquo;<\/a> erreichten uns sehr gegenl&auml;ufige Mails. Da zudem der Link auf die Sendung von Kerner nur auf Umwegen funktionierte, addieren sich die Motive zu einem Nachtrag. Kritisch angemerkt wurde von mehreren unserer Nutzer, die Analyse der Sendung trage verschw&ouml;rungstheoretische Z&uuml;ge. Darauf kann man oft nur antworten, dass die Realit&auml;t h&auml;ufig noch viel schlimmer ist, als sich Verschw&ouml;rungstheoretiker dies ausdenken k&ouml;nnen. Im konkreten Fall wurde jedoch m&ouml;glicherweise ein Vorgang in der Sendung &uuml;berinterpretiert. Im folgenden finden Sie Kritik und Zustimmung gemischt. Und den richtigen Link auf die Sendung: <a href=\"http:\/\/wstreaming.zdf.de\/zdf\/veryhigh\/081120_1_jbk.asx%20\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/636542\">hier<\/a>. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nEs folgen einige (nicht alle) Mails zum Beitrag von M.N. vom 5.12.2008 an die NachDenkSeiten. Sie f&uuml;hren teilweise die Diskussion &uuml;ber den eigentlichen Gegenstand hinaus. (&Uuml;brigens: Wenn dabei auch die freundlichen Anmerkungen zu den NachDenkSeiten und ihrem Nutzen enthalten sind, dann auch deshalb, weil wir uns zum einen dar&uuml;ber freuen und zum anderen die Mails unserer Leser nicht zusammenstreichen wollen.):<\/p><p><strong>Mail A:<\/strong><\/p><blockquote><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, sehr geehrtes NDS-Team, <\/p>\n<p>vielen Dank f&uuml;r Ihre n&uuml;tzliche und informative Aufkl&auml;rungsarbeit. In den letzten Tagen gab es ja sehr positives Feedback, dass Ihr jahrelanger stetiger Einsatz erfreuliche Fr&uuml;chte tr&auml;gt.<br>\nGenau wie Ihnen liegt mir viel an der klaren und wahren Auffassung der Verh&auml;ltnisse. Das ist auch der Grund, weshalb ich Ihnen schreibe. Ihren letzten <a href=\"?p=3635\">Beitrag vom 5.12.2008 um 14:01h<\/a> kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Meiner Meinung schie&szlig;t er weit &uuml;ber das Ziel einer Aufkl&auml;rungsarbeit hinaus und stellt Zusammenh&auml;nge her, die in der Realit&auml;t gar nicht existieren. Die Darstellung Ihres Lesers M. N. ist zwar sehr detailverliebt und mag den Verlauf der Sendung und die redaktionelle Ausschm&uuml;ckung der Aussagen durch Bildeinblendungen richtig wiedergeben. Ich sah besagte Sendung damals. Was Ihr Leser dabei allerdings &uuml;bersehen hat, ist, dass die Sendung NICHT LIVE ausgestrahlt wird, sondern eine Aufzeichnung darstellt. Das ist kein Geheimnis und wird u.a. auch beim Gespr&auml;chspartnerwechsel deutlich. Die angesprochene 20-sek&uuml;ndige Improvisationsleistung der Regie ist also eine Fehlinterpretation und stellt eine redaktionelle Aufbereitung der Sendung dar. <\/p>\n<p>Damit l&ouml;st sich f&uuml;r mich die ganze Mail respektive &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; in Luft auf. Das Einzige, wor&uuml;ber sich realit&auml;tsgetreu noch schreiben lie&szlig;e, w&auml;re besagte redaktionelle Aufbereitung und die Dummheit von JBK und den G&auml;sten. Sie reihen sich einfach ein in die Reihen derer, die einfach das nachplappern, was in den Medien zu sehen und zu h&ouml;ren ist. Und das ist nicht so erstaunlich, sind es doch alles Medienmenschen. Sie sind Teil des Universums, die ihre eigenen Wirklichkeiten erzeugen. Wie k&ouml;nnte man von ihnen eine kritische Distanz erwarten? Und bei JBK fundierte Kritik zu suchen? Er&uuml;brigt sich ebenfalls. Also mehr ein weiteres Beispiel f&uuml;r Multiplikatoreffekte denn eine Verschw&ouml;rung. <\/p>\n<p>Ich halte mich nicht f&uuml;r einen Freund dieser Verleumdungskampagne gegen Frau Ypsilanti, auch nicht, wie grad mit Herrn Sch&auml;fer-G&uuml;mbel umgegangen wird. Vielmehr empfinde ich es als Ungeheuerlichkeit und verdeutlicht f&uuml;r mich umso mehr, wie wichtig eine kritische &Ouml;ffentlichkeit mit der F&auml;higkeit zum eigenen Denken ist. Ebensowenig m&ouml;chte ich mit meinem Kommentar verwischen, dass Herr Friedman aufgrund seiner Parteizugeh&ouml;rigkeit nicht eigene Interessen vertritt. So sehr die Mail des NDS-Lesers die Auffassung von alles lenkenden M&auml;chten auch unterst&uuml;tzen mag, meine ich, dass sie nicht dazu f&uuml;hren darf, dass auf &ldquo;unserer&rdquo; Seite der gleiche Fehler gemacht wird: eine eigene Wirklichkeit zu konstruieren, die mit der Realit&auml;t nichts zu tun hat.<br>\nViel lustiger war die Sendung vom 4.12. mit Herrn Maubach, dem Vorstandsvorsitzenden von E.ON. Er wurde von den drei anderen G&auml;sten Frau Ginzel von Verivox, Michael Opoczynski von WISO und von Gregor Gysi ordentlich ins Kreuzfeuer genommen. Sogar der Gastgeber JBK hat (f&uuml;r seine Verh&auml;ltnisse) ordentlich nachgetreten. Der so vereinsamte Oligopolm&auml;chtige konnte sich nur in wiederholender Rede von liberalen M&auml;rkten und freiem Wettbewerb &uuml;ber die Zeit retten. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. R.<\/p><\/blockquote><p><strong>Mail B:<\/strong><\/p><blockquote><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p>\n<p>Der Artikel trifft leider den Nagel auf den Kopf. F&uuml;r mich ergibt sich noch eine ganz andere Frage im Zusammenhang mit JBK, Beckmann, Gottschalk, Pilawa und andere TV-Fguren. Diesen Leuten wird mit Hilfe des Geb&uuml;hrenzahlers eine enorme Popularit&auml;t verliehen. Der Eigenanteil an dieser Popularit&auml;t ist &auml;u&szlig;erst gering. Jede Person, die h&auml;ufig und regelm&auml;&szlig;ig im Fernsehen zu sehen ist, erlangt sie fast zwangsweise.<br>\nWenn nun diese Popularit&auml;t, durch Werbespots oder Galaauftritte, in bare M&uuml;nze umgesetzt wird, so wird der Geb&uuml;hrenzahler zum unfreiwilligen Sponsor dieser Leute. Es w&auml;re also nur logisch, einen gro&szlig;en Teil der Einnahmen aus diesen Aktivit&auml;ten wieder zur&uuml;ck an den Geb&uuml;hrenzahler zu geben.<br>\nDas k&ouml;nnte bei den hohen Einnahmen aus diesen Aktivit&auml;ten und der gro&szlig;en Anzahl an Personen, die hier in Frage kommen, eine nicht unerhebliche Summe ergeben.<br>\nMein Vorschlag w&auml;re eine Verrechnung der Nebeneink&uuml;nfte aus Werbung usw. mit den von den Fernsehsendern gezahlten Geh&auml;ltern. Die zus&auml;tzlichen Gelder k&ouml;nnten dann zur inhaltlichen Verbesserung der Programme oder zur Senkung der monatlichen Geb&uuml;hren verwendet werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, H. G.<\/p><\/blockquote><p><strong>Mail C:<\/strong><br>\n<em>(Sie beginnt mit einem Zitat aus dem Beitrag der NDS):<\/em><\/p><blockquote><p><em>&ldquo;Der gesamte Auftritt folgte einem minuti&ouml;s umgesetzten Drehbuch, welches darauf zielte die Thesen der Herren Hahne und Friedman mit den technischen M&ouml;glichkeiten eines Studioauftritts zu unterstreichen. Ohne das konzertierte Wirken von G&auml;sten, Moderator, Regie und Technik w&auml;re dieser synchronisierte Auftritt nicht m&ouml;glich gewesen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Sie sollten aufpassen, dass Sie sich mit der Ver&ouml;ffentlichung solcher obskuren Verschw&ouml;rungstheorien nicht selber l&auml;cherlich und unglaubw&uuml;rdig machen. Jetzt lassen sich sogar schon die Studiog&auml;ste f&uuml;r manipulative Propagandazwecke vors&auml;tzlich einspannen.<\/p>\n<p>(V. W.)<\/p><\/blockquote><p><strong>Darauf AM:<\/strong><\/p><blockquote><p>Danke f&uuml;r Ihren Hinweis. Mit Ihrer Warnung haben Sie recht.<br>\nWenn Sie allerdings meinen, dass das von Ihnen so Fomulierte: <em>&bdquo;Jetzt lassen sich sogar schon die Studiog&auml;ste f&uuml;r manipulative Propagandazwecke vors&auml;tzlich einspannen.&ldquo;<\/em> nicht stattfindet, t&auml;uschen Sie sich vermutlich beachtlich. Ich habe selbiges schon mehrmals pers&ouml;nlich erlebt. Das k&ouml;nnte ich Ihnen z.B. anhand meiner ersten und einzigen Teilnahme an einer &bdquo;Hart aber Fair-Sendung&ldquo; Anfang September 2004 belegen und an anderen Beispielen immer wieder.<br>\nDamit will ich nicht behaupten, dass dies im konkreten Fall der JBK-Sendung auch so war.<br>\nIch vermute, Sie haben ein zu sch&ouml;nes Bild vom Zustand eines bemerkenswert gro&szlig;en Teils unserer Medien. <\/p>\n<p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;<br>\nAlbrecht M&uuml;ller<\/p><\/blockquote><p><strong>Antwort: V.W.:<\/strong><\/p><blockquote><p>Ich hatte &ldquo;Studiog&auml;ste&rdquo; mit &ldquo;Studiopublikum&rdquo; verwechselt.<br>\nDass JBK alles andere als neutral &amp; souver&auml;n ist hat er ja sp&auml;testens mit dem Eklat um sein m.E. skandal&ouml;ses TV-Tribunal gegen Eva Herman mit Krokodilstr&auml;nenk&ouml;nigin Margarethe Schreinemakers als Anklagevertreterin bewiesen.<\/p><\/blockquote><p><strong>Mail D: <\/strong><\/p><blockquote><p>Hallo Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p>\n<p>seit ungef&auml;hr 2 Jahren lese ich jetzt schon regelm&auml;&szlig;ig die Nachdenkseiten. Es ist immer wieder beruhigend, dass es doch noch vern&uuml;nftig denkende Menschen gibt!!! Aber leider auch nervenaufreibend, wenn man dar&uuml;ber nachdenkt, was so alles vor unserer Nase passiert.<br>\nIch selbst habe BWL studiert und denke, dass ich einiges, wenn auch bestimmt nicht alles, an wirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen verstehe und nachvollziehen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass nicht unbedingt die, die das meiste\/beste Wissen haben nach dem Studium die besten Jobs bekommen haben, sondern die gr&ouml;&szlig;ten &ldquo;Dampfplauderer&rdquo; heute an Stellen sitzen, die ich Ihnen nicht zugestehen w&uuml;rde! Genau so erkl&auml;rt sich f&uuml;r mich auch das Niveau der sog. Elite in unserem Lande!<br>\nNachdem ich heute mal wieder ein bi&szlig;chen ausf&uuml;hrlicher auf Ihrer Seite geschm&ouml;kert habe, ist mir eine Sendung von JBK in den Sinn gekommen. Die Sendung vom 13.11.2008, an der Ruth Maria Kubitschek, Erika Berger und Katrin Sass geladen waren. Die drei Damen haben sich da ausf&uuml;hrlich &uuml;ber Angela Merkel unterhalten und das war nahezu unglaublich!!! Als sie dann die wundersch&ouml;nen Augen der Angela Merkel ins Gespr&auml;ch brachten, habe ich schockiert den Sender gewechselt, um nach einigen Minuten doch noch einmal umzuschalten, um zu schauen, ob ich nicht gerade einer Halluzination erlegen war. DAS war Manipulation vom Feinsten!<\/p>\n<p>Mittlerweile hab ich, ganz entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, doch einen Vorsatz f&uuml;r das neue Jahr gemacht, KEIN JBK, Hart aber fair und sonstige vor allem politische Diskussionsrunden mehr anzuschauen, bei denen die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen sitzen, und daf&uuml;r lieber einmal &ouml;fter in den Nachdenkseiten zu schm&ouml;kern. <\/p>\n<p>DANKE f&uuml;r Ihre tolle Arbeit!!!!<br>\nClaudia K.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu unserem Beitrag <a href=\"?p=3635\">&ldquo;Ein Blick hinter die Maschen des JBK&rdquo;<\/a> erreichten uns sehr gegenl&auml;ufige Mails. Da zudem der Link auf die Sendung von Kerner nur auf Umwegen funktionierte, addieren sich die Motive zu einem Nachtrag. Kritisch angemerkt wurde von mehreren unserer Nutzer, die Analyse der Sendung trage verschw&ouml;rungstheoretische Z&uuml;ge. 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