{"id":3643,"date":"2008-12-09T08:57:20","date_gmt":"2008-12-09T07:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3643"},"modified":"2008-12-09T10:58:34","modified_gmt":"2008-12-09T09:58:34","slug":"hinweise-des-tages-792","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3643","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Konjunkturprogramm: Gefahr der Klientelpolitik<\/li>\n<li>Merkel beginnt, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu regieren<\/li>\n<li>Serient&auml;ter Deutschland <\/li>\n<li>Obama: Eine Renaissance des Keynesianismus?<\/li>\n<li>Ern&uuml;chterung &uuml;ber Riester-Vertr&auml;ge<\/li>\n<li>Rechtsanw&auml;lte im Arztkittel bei der Deutschen Rentenversicherung<\/li>\n<li>Bundesrat erschwert Klageweg f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/li>\n<li>B&ouml;ses Omen f&uuml;r Schweizer Banken<\/li>\n<li>M&auml;ngel in der Briefzustellung: Netzagentur droht Post mit &ouml;ffentlichem Pranger<\/li>\n<li>SPD-Wirtschaftsexperte wechselt zur Post<\/li>\n<li>Verkehrswende jetzt<\/li>\n<li>R&uuml;stungsexportbericht<\/li>\n<li>Turbulenzen am australischen Bildungsmarkt<\/li>\n<li>Grundschulstudie Iglu<\/li>\n<li>Alle Macht dem Staat<\/li>\n<li>FOCUS-MONEY &ndash; Propagandawerkzeug der INSM<\/li>\n<li>Kampf um den Vertrag von Lissabon<\/li>\n<li>Griechenland: Quittung f&uuml;r falsche Politik<\/li>\n<li>Aktion&auml;re sind dumm und frech<\/li>\n<li>Deutschland hat ein gro&szlig;es Herz f&uuml;r Kinder!<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3643&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Gefahr der Klientelpolitik<\/strong><br>\nIst ein riesiges Konjunkturpaket wirklich n&ouml;tig? Noch immer haftet der Finanzkrise etwas Virtuelles an &ndash; sie scheint auf einem fremden Planeten stattzufinden, der von seltsamen Wertpapieren und schwarzen L&ouml;chern in Bankbilanzen heimgesucht wird. Doch im gef&uuml;hlten Alltag ist die Krise bisher kaum angekommen. Da gibt es noch immer Firmenchefs, die stolz mitteilen, dass ihre Auftragsb&uuml;cher voll seien. Auch die allermeisten Angestellten blieben bisher von Kurzarbeit verschont. Auf viele wirkt es daher &uuml;bereilt, Milliarden in ein Konjunkturpaket zu stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/gefahr-der-klientelpolitik\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Merkel beginnt, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu regieren. Gut, dass Sarkozy und Brown ohne sie reden. Da hat sie Zeit zum Denken.<\/strong><br>\nWie gut, dass es die schw&auml;bische Hausfrau gibt. Sie wei&szlig; nicht nur, wann die Stunde der Kehrwoche geschlagen, sondern auch, was es mit dem Finanz- und Wirtschaftsdebakel auf sich hat. &ldquo;Man kann nicht auf Dauer &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse leben&rdquo;, h&auml;tte die schw&auml;bische Hausfrau auf die Frage nach den Ursachen geantwortet und damit den &ldquo;Kern der Krise&rdquo; getroffen, sagt jedenfalls Angela Merkel.\n<p>Wie gut, dass wir eine brandenburgische Bundeskanzlerin haben. Sie will, &ldquo;weil diese Krise so ungew&ouml;hnlich ist&rdquo;, die &ldquo;Lage immer wieder neu analysieren&rdquo;. Ist das nicht prima? Ob sie bei der Analyse auf die Hilfe der schw&auml;bischen Hausfrau z&auml;hlt, blieb auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart zwar offen, w&auml;re aber naheliegend. Schlie&szlig;lich leben wir unserer Regierungschefin zufolge in einem &ldquo;globalen Dorf&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1642017_Hausfrau-und-Sparbroetchen.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Serient&auml;ter Deutschland<\/strong><br>\nErst Bonn, dann Berlin: Die Inkompetenz der Bundesrepublik in &ouml;konomischen Fragen hat Tradition. Auch deshalb ist eine europ&auml;ische Wirtschaftsregierung notwendig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1642606&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Mit dem Vorschlag f&uuml;r eine europ&auml;ische Wirtschaftsregierung w&uuml;rde ich sehr viel vorsichtiger umgehen als Robert von Heusinger. Er untersch&auml;tzt offensichtlich die tief sitzende neoliberale Ausrichtung bei Barroso, bei den Briten, auch bei den Franzosen, den Niederl&auml;ndern, vielen der neu hinzugekommen L&auml;nder usw.. Bei Barroso war gestern schon angeklungen, dass die Krise auch ihre Chance bringe, n&auml;mlich die Chance zu weitergehenden Ver&auml;nderungen, sprich neoliberalen Reformen. Die jetzige Offenheit anderer europ&auml;ischer L&auml;nder f&uuml;r die richtige Makropolitik ist begr&uuml;&szlig;enswert. Aber diese Schwalbe macht noch keinen so leuchtenden Sommer, dass man mit diesen Kr&auml;ften eine zukunftsweisende europ&auml;ische Wirtschaftsregierung wagen k&ouml;nnte. Auch in den Jahren 1992 ff. haben die Konservativen in Gro&szlig;britannien eine bessere Makropolitik, eine bessere Geld- und Fiskalpolitik gemacht als in Deutschland. Aber gleichzeitig haben sie das Erbe von Frau Thatcher weitergef&uuml;hrt. Barroso ist sozusagen Person gewordene neoliberale Ideologie. Und die EZB steckt eh voll davon.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Entschleunigung jetzt!<\/strong><br>\nZeichnet sich mit Barack Obama eine Renaissance des Keynesianismus ab? Der Wirtschaftshistoriker und Keynes-Biograf Reinhard Blomert &uuml;ber die Deregulierung in den 80ern und wie ein gr&uuml;ner &ldquo;New Deal&rdquo; aus der Misere helfen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2008%2F12%2F08%2Fa0144&amp;cHash=6e49c3a886&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ern&uuml;chterung &uuml;ber Riester-Vertr&auml;ge<\/strong><br>\nViele Riester-Kunden sind best&uuml;rzt &uuml;ber die hohen Kosten und die niedrigen Renditen ihrer Produkte: Fast eine Million Vertr&auml;ge wurden bereits gek&uuml;ndigt.\n<p>Dies best&auml;tigte das Bundessozialministerium am Montag in Berlin. Verbrauchersch&uuml;tzer f&uuml;hren dies auf die Unzufriedenheit vieler Sparer mit den hohen Provisionen und Kosten mancher Riester-Produkte zur&uuml;ck. <\/p>\n<p><strong>Ihr Rat lautet:<\/strong><em> Obwohl es teuer ist, den Vertrag zu k&uuml;ndigen, kann es sich auf lange Sicht durchaus lohnen.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/41\/450758\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Leider m&uuml;ssen viele diese Ern&uuml;chterung teuer bezahlen. Aber offenbar haben die redaktionellen <a href=\"http:\/\/vollekanne.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/24\/0,1872,7124408,00.html\">Werber im ZDF davon noch nichts mitbekommen<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsanw&auml;lte im Arztkittel bei der Deutschen Rentenversicherung<\/strong><br>\nBei der Deutschen Rentenversicherung Bund begutachten Juristen medizinische Dokumente.\n<p>Die Deutsche Rentenversicherung Bund setzt seit l&auml;ngerem medizinische Laien ein, die an Stelle von ausgebildeten &Auml;rzten Entscheidungen &uuml;ber bestimmte Leistungen f&uuml;r kranke Menschen treffen. Nach Informationen der Berliner Zeitung werden in der Rentenabteilung derzeit in einem intern umstrittenen Pilotprojekt Juristen statt &Auml;rzten eingesetzt. Anhand medizinischer Gutachten sollen diese dar&uuml;ber entscheiden, in welchem Umfang erkrankte Mitglieder der Rentenversicherung noch in der Lage sind, einer Erwerbst&auml;tigkeit nachzugehen. Gegebenenfalls m&uuml;ssen sie entscheiden, ob die deutsche Rentenversicherung Bund eine Erwerbsminderungsrente bezahlt. Dabei soll es bisher zu erheblichen Fehlern gekommen sein, wie aus Dokumenten hervorgeht, die der Berliner Zeitung vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/1208\/wirtschaft\/0002\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesrat erschwert Klageweg f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nDer Bundesrat hat vergangene Woche den Klageweg f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger erschwert. Die L&auml;nderkammer hat einen Gesetzentwurf zur &ldquo;Reform&rdquo; des Beratungshilferechts beschlossen, der Bed&uuml;rftigen, die gegen zu geringe Unterst&uuml;tzungsleistungen klagen, wesentlich h&ouml;here Kosten auferlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linkezeitung.de\/cms\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=5770&amp;Itemid=32\">Linke Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>B&ouml;ses Omen f&uuml;r Schweizer Banken<\/strong><br>\nDas F&uuml;rstentum macht weitgehende Konzessionen beim Bankgeheimnis, weil seine Banken eine Verl&auml;ngerung eines wichtigen Abkommens mit den USA ben&ouml;tigen. Die Schweiz k&ouml;nnte in dieselbe Lage geraten. Am Montag will das F&uuml;rstentum Liechtenstein ein Steuerabkommen mit den USA unterzeichnen, das die bisherige Politik des L&auml;ndles auf den Kopf stellt. &ldquo;Auf Anfrage werden bei Steuerdelikten &ndash; also auch Steuerhinterziehung &ndash; Informationen zur Verf&uuml;gung gestellt, sofern die Anfrage auf einem begr&uuml;ndeten Verdacht basiert&rdquo;,  sagt Gerlinde Manz-Christ, die Regierungssprecherin des L&auml;ndles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/boeses_omen_fuer_die_schweiz_1.1367837.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man fragt sich, warum die EU als &auml;hnlich gro&szlig;e Wirtschaftsmacht keine Druckmittel dieser Art einsetzt. Sollte es so einfach sein, dass unsere Wirtschaftseliten und damit auch die Politik gar kein Interesse haben, solche R&uuml;ckzugsr&auml;ume f&uuml;r privates Kapital zu regulieren?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch schon: <a href=\"?p=2986\">NachDenkSeiten vom 18.2.2008 <\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>M&auml;ngel in der Briefzustellung: Netzagentur droht Post mit &ouml;ffentlichem Pranger<\/strong><br>\nDie Bundesnetzagentur droht mit rechtlichen Schritten gegen die Deutsche Post, wenn diese die M&auml;ngel in der Briefzustellung nicht &bdquo;unverz&uuml;glich&ldquo; beseitigt. Das geht aus einem Schreiben von Beh&ouml;rdenpr&auml;sident Matthias Kurth an den Vorstandsvorsitzenden Frank Appel hervor. Kurth verweist nach Angaben seines Sprechers auf die zahlreichen Beschwerden von Kunden und Kommunalpolitikern &uuml;ber die sich h&auml;ufenden Versp&auml;tungen und den Ausfall von Zustellungen. Die von der Post zugesicherte regelm&auml;&szlig;ige werkt&auml;gliche Zustellung sei damit unter keinen Umst&auml;nden zu vereinbaren. Wenn die Post die Situation nicht kurzfristig in den Griff bekomme, werde die Netzagentur die M&auml;ngel in einer offiziellen Mitteilung in ihrem Amtsblatt &ouml;ffentlich anprangern, k&uuml;ndigte Kurth an. Das w&auml;re der erste Schritt in dem vom Postgesetz vorgesehenen Verfahren zur Sicherstellung der fl&auml;chendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen (Universaldienst) &ndash; und ein gewaltiger Imageschaden f&uuml;r die Post. Schlie&szlig;lich stellt sich der Konzern als der einzige Anbieter dar, der in ganz Deutschland pr&auml;sent ist und zuverl&auml;ssig jede noch so abgelegene Region bedient. Eine amtliche Feststellung, dass die Post nicht zu einem l&uuml;ckenlosen Universaldienst in der Lage ist &ndash; und dazu geh&ouml;rt es, Briefe und Pakete &uuml;berall in Deutschland mindestens einmal je Werktag, also von Montag bis Samstag, zu verteilen &ndash;, h&auml;tte m&ouml;glicherweise auch direkte finanzielle Konsequenzen: Von 2010 an &auml;ndert sich die Regelung f&uuml;r die Mehrwertsteuerbefreiung der Post. Die Steuerfreiheit der Ums&auml;tze mit Gro&szlig;kunden entf&auml;llt, und f&uuml;r Ums&auml;tze im Gesch&auml;ft mit Privat- und kleinen Gewerbekunden wird die Steuerbefreiung an die Erbringung des Universaldienstes gekoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E94239CC6213641B3955C7F6A87076E30~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>SPD-Wirtschaftsexperte wechselt zur Post<\/strong><br>\nSeinen Abschied aus der Politik hat der Bundestagsabgeordnete Wend fr&uuml;hzeitig verk&uuml;ndet. Nun ist klar, wohin es den Sozialdemokraten zieht: Er soll k&uuml;nftig f&uuml;r den Bonner Konzern die Strippen im Berliner Politikbetrieb ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/:Neuer-Job-als-Lobbyist-SPD-Wirtschaftsexperte-wechselt-zur-Post\/448858.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Statt einer Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Als bekannt wurde, dass die Post sich die Option der F&uuml;nf-Tage-Briefzustellung gesetzlich festschreiben lassen will, habe seine (Wends) Frau geschimpft: &ldquo;Kaum hast du den Vertrag unterschrieben, kommt die Post nur noch f&uuml;nfmal die Woche.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verkehrswende jetzt<\/strong><br>\nDie Mittel f&uuml;r den Ausbau des Schienennetzes m&uuml;ssen verdoppelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1642611_Verkehrswende-jetzt.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Gastbeitrag zielt in die richtige Richtung. Erg&auml;nzung: Wenn wir nicht bald etwas tun, dann ersticken wir im mitteleurop&auml;ischen LKW-Verkehr. Eine Verkehrswende m&uuml;sste zus&auml;tzlich zu den im Beitrag gemachten Vorschl&auml;gen enthalten, erstens viel mehr Frachtverkehr auf die Schiene zu bringen. Das verlangt gro&szlig;e Investitionen, mit denen man jetzt beginnen k&ouml;nnte. Zweitens sollte das Thema Verkehrsvermeidung endlich wieder auf die Tagesordnung. Der meiste Verkehr &ndash; auf der Stra&szlig;e wie in der Luft wie &uuml;brigens auch nicht auf dem Wasser &ndash; tr&auml;gt nicht die vollen Kosten, die er verursacht. Deshalb flie&szlig;t vielmehr, als bei Anlastung der vollen Kosten flie&szlig;en w&uuml;rde. Wir m&uuml;ssen in Europa &ndash; und in der Welt sowieso &ndash; zur st&auml;rkeren Regionalisierung der Versorgung finden. Damit spreche ich nicht gegen Arbeitsteilung. Aber bitte nicht so subventioniert, wie das heute geschieht. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stungsexportbericht<\/strong><br>\nBerichterstattung durch die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.gkke.org\/fileadmin\/files\/publikationen\/2008\/REB_2008.pdf\">GKKE [PDF &ndash; 1,2 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Turbulenzen am australischen Bildungsmarkt<\/strong><br>\nDer Kollaps des zeitweise weltgr&ouml;ssten Kindergarten-Imperiums l&auml;sst in Australien Zehntausende Eltern um den Platz zur Betreuung ihrer Spr&ouml;sslinge bangen. Der Aufstieg des nun gescheiterten Jungunternehmers wurde lange Jahre als Beispiel einer australischen Tellerw&auml;scherkarriere gefeiert. 2001 war der &laquo;schnelle Eddy&raquo;, wie er wegen seiner Vorliebe f&uuml;r Sportwagen italienischer Provenienz genannt wurde, mit seinen Kinderg&auml;rten an die B&ouml;rse gegangen; nur drei Jahre nachdem er seinen ersten Hort er&ouml;ffnet hatte. Anfang 2007 waren die Aktien fast 20-mal so viel wert wie zum Zeitpunkt des IPO. Noch im selben Jahr erwarb Temasek Holdings, der Verwalter des singapurischen Pensionsfonds, f&uuml;r 400 Mio. austr. $ (315 Mio. Fr.) 12% der Unternehmens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/turbulenzen_am_australischen_bildungsmarkt_1.1372260.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine wunderbare Parabel auf diese Phase des Finanzkapitalismus. Am Ende  hat ein Pensionsfonds 400 Mio. austr. $ in den Sand gesetzt und 30 000 Kinder haben ihre Kindergartenpl&auml;tze verloren. Dabei geht es diesmal nicht um komplex strukturierte Produkte, welche die Banker angeblich selbst nicht mehr verstehen, sondern um die schlichte Tatsache, dass die sog. Investoren 1,5 Mrd. austr. $ Schulden &uuml;bersehen hatten. Nicht zu vergessen, dass es dabei auch um einen Staat geht, der zwar die H&auml;lfte der Betriebskosten der Kinderg&auml;rten trug, sich aber sich jetzt weigert, die Verantwortung zu &uuml;bernehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Herkunft pr&auml;gt Schulkarrieren<\/strong><br>\nDie Kultusminister stellen die Ergebnisse der Grundschulstudie Iglu vor. Ob es beim &Uuml;bergang auf die Oberschule sozial gerecht zugeht, wollten sie diesmal nicht wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F12%2F09%2Fa0071&amp;cHash=d6645716e5&amp;type=98%20\">taz<\/a>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"upload\/pdf\/081209%20Hinweise%20PDF%20Dokument%20Herkunft%20pr%C3%A4gt%20Schulkarrieren.pdf\">GEW Informationen [PDF &ndash; 546 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Alle Macht dem Staat<\/strong><br>\nVersammlungskontrolle statt Versammlungsfreiheit &ndash; die schleichende Aush&ouml;hlung eines Grundrechts. &ndash; Die F&ouml;deralismusreform hat 2006 neben dem Strafvollzug auch das Versammlungsrecht in die Obhut der L&auml;nder gegeben. Dass die Grundrechte dort nicht in guter Hand sind, war zu erwarten. Neben dem Wettlauf um die sch&auml;rfsten Polizeigesetze hat nun der um die einengendsten Versammlungsgesetze begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/12-06\/018.php\">jungewelt<\/a><\/li>\n<li><strong>FOCUS-MONEY &ndash; Propagandawerkzeug der INSM<\/strong><br>\nFOCUS-MONEY hat das Schulprojekt &bdquo;Wir erkl&auml;ren die Wirtschaft&ldquo; ins Leben gerufen. Einmal im Monat erhalten interessierte Lehrerinnen und Lehrer und\/oder Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ein 8- bis 10-seitige PDF kostenlos per Mail. Unterst&uuml;tzt wird das Projekt von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ThyssenKrupp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundschule.de\/WUS\/homepage\/Aktuell\/Neue_Materialien\/ePaper_und_kostenloses_Unterrichtsmaterial_2008.html;jsessionid=F4C063436AD7571EF20F782D319F79F0\">Wirtschaft und Schule (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Der FOCUS stellt sich einer Lobbyorganisation als Propagandainstrument zur Verf&uuml;gung. Das ist weder neu noch &uuml;berraschend, sollte bei dieser Gelegenheit aber halt wieder einmal klar gesagt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampf um den Vertrag von Lissabon<\/strong><br>\nBerlin verst&auml;rkt seinen Druck auf die Gegner des Vertrags von Lissabon. Pressionen aus der Bundesrepublik vermeldet der Vatikan: Demnach sollen sich die Bisch&ouml;fe Irlands auf Verlangen deutscher Politiker &ouml;ffentlich f&uuml;r ein &ldquo;Ja&rdquo; bei der Wiederholung des irischen Referendums aussprechen und damit ein erneutes Scheitern verhindern. Die Modalit&auml;ten sowie den Zeitpunkt f&uuml;r die Referendums-Doublette wird die Dubliner Regierung nach Absprache mit der deutschen Kanzlerin beim EU-Gipfel in dieser Woche bekanntgeben. Erg&auml;nzend startet Berlin eine Kampagne gegen den Staatspr&auml;sidenten der Tschechischen Republik, V&aacute;clav Klaus. Seine ablehnende Haltung gef&auml;hrdet die Ratifizierung des Vertragswerks. Es ist in der Tschechischen Republik erst g&uuml;ltig, wenn der Pr&auml;sident das Dokument gebilligt hat. V&aacute;clav Klaus sei &ldquo;Spiritus Rektor der Anti-Europ&auml;er&rdquo; und &ldquo;nicht ungef&auml;hrlich&rdquo;, behauptet der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europaparlament, der Deutsche Martin Schulz. Schulz k&uuml;ndigt an, auch der am 1. Januar beginnenden tschechischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft &ldquo;die Grenzen&rdquo; aufzeigen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57412\">&ldquo;Informationen zur Deutschen Au&szlig;enpolitik&rdquo; (german-foreign-policy.com)<\/a><\/li>\n<li><strong>Quittung f&uuml;r falsche Politik<\/strong><br>\nFassungslos schaut Griechenland auf die Gewalt, die nach dem Tod eines Sch&uuml;lers &uuml;ber die Innenst&auml;dte hereingebrochen ist. Dabei haben die Parteien mit fatalen Fehlentscheidungen die Saat f&uuml;r die Krawalle gelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/griechenland136.html\">Tagesschau\/ARD<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktion&auml;re sind dumm und frech<\/strong><br>\nAnders sieht das schon bei Familienunternehmen aus. Etwa bei Haniel aus Duisburg &ndash; einer Aktiengesellschaft in Erbenhand. Das Handelsblatt berichtet von einer Kontroverse zwischen dem hoch diversifizierten Familienclan und dem Management. Es geht um das liebe Geld. Den Erben droht der Dividendenverzicht.\n<p>So ist das in Clans, diesem archaischen Konstrukt vormoderner Gesellschaftsformationen. In diesem Fall konstituiert sich der Clan allerdings als Erbengemeinschaft. Wieso sind eigentlich 400 Mitglieder dieser ehrenwerten Familie auf Dividenden angewiesen? Haben die keine Arbeit oder sind sie erwerbsunf&auml;hig? Sie h&auml;tten durchaus in den vergangenen Jahrzehnten ein paar Euros zur&uuml;cklegen k&ouml;nnen. Die Idee, das Management auszutauschen, ist besonders putzig. Ja, wenn die Nanny nicht spurt, holt man sich in diesen Kreisen eine Neue. Nur wird das in dieser Krise auch nichts helfen.  <\/p>\n<p>Wer Argumente f&uuml;r eine hohe Erbschaftssteuer braucht, findet sie hier. Erben sind &ndash; volkswirtschaftlich betrachtet &ndash; offensichtlich nutzlos. Zudem ist das ein Beispiel f&uuml;r den Verfall des deutschen Besitzb&uuml;rgertums. Es denkt nur noch an sich selbst. Aktion&auml;re sind dumm und frech? Bei Haniel offenbar schon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/?p=762\">Weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland hat ein gro&szlig;es Herz f&uuml;r Kinder!<\/strong><br>\nZum Gesagten sei angemerkt: 15,4 Millionen Euro k&ouml;nnen nicht t&auml;uschen &ndash; Deutschland ist ein Kinderparadies! W&auml;hrend dieses Deutschland Kinder selektiert, w&auml;hrend es also Kindern aus armen Hause &ndash; Sozialgeld beziehenden Kindern -, das Kindergeld anrechnet und damit deren Familien um 154 Euro im Monat bringt, erhalten bessergestellte Kinder das 154 Euro-Zubrot anrechnungsfrei. Ja, dieses Deutschland der wachsenden Kinderarmut ist ein Ort wahrer Kinderliebe, kauft sich mit hunderttausend Kindergeldzahlungen (154 Euro x 100.000 = 15,4 Millionen) aus seiner Gleichg&uuml;ltigkeit heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/12\/de-dicto.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Konjunkturprogramm: Gefahr der Klientelpolitik<\/li>\n<li>Merkel beginnt, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu regieren<\/li>\n<li>Serient&auml;ter Deutschland <\/li>\n<li>Obama: Eine Renaissance des Keynesianismus?<\/li>\n<li>Ern&uuml;chterung &uuml;ber Riester-Vertr&auml;ge<\/li>\n<li>Rechtsanw&auml;lte im Arztkittel bei der Deutschen Rentenversicherung<\/li>\n<li>Bundesrat erschwert Klageweg f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/li>\n<li>B&ouml;ses Omen f&uuml;r Schweizer Banken<\/li>\n<li>M&auml;ngel in der Briefzustellung: Netzagentur droht Post mit &ouml;ffentlichem Pranger<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3643\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3643\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}