{"id":3644,"date":"2008-12-09T09:25:21","date_gmt":"2008-12-09T08:25:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3644"},"modified":"2019-07-11T16:50:13","modified_gmt":"2019-07-11T14:50:13","slug":"schul-und-bildungspolitik-der-cdu-in-hessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3644","title":{"rendered":"Schul- und Bildungspolitik der CDU in Hessen"},"content":{"rendered":"<p>Deregulierung, Privatisierung und Entprofessionalisierung einhergehend mit einem sozialen Kahlschlag sind die Kennzeichen der Regierung Koch in Hessen: Abkassieren bei den sozial Benachteiligten, bei Studierenden und bei den Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst. Dem Gehaltsabbau und der Arbeitszeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die Landesbediensteten folgten der Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder, die Zunahme deregulierter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse gepaart mit dem Abbau professioneller Standards und staatlicher Verantwortung bei &ouml;ffentlichen Dienstleistungen. Entstaatlichung ging Hand in Hand mit gr&ouml;&szlig;er werdender sozialer Ungleichheit und Selektion vor allem im Bildungswesen.<br>\nVon Jens Wernicke<\/p><p><!--more--><\/p><p><strong>Politik sozialer Ausgrenzung und Selektion in der Schule<\/strong><\/p><p>Mit der Novellierung des Schulgesetzes wurden die Voraussetzungen geschaffen, um in den Folgejahren unter anderem:<\/p><ul>\n<li>in den Grundschulen den Auslesedruck zu erh&ouml;hen,<\/li>\n<li>F&ouml;rderstufen und integrierte Systeme weiter an den Rand zu dr&auml;ngen,<\/li>\n<li>die Spaltung zwischen den Schulformen zu vertiefen,<\/li>\n<li>den gymnasialen Bildungsgang in der Sekundarstufe I zu verk&uuml;rzen und massiv zu verdichten (G8),<\/li>\n<li>das Bildungsangebot in der Fl&auml;che auszud&uuml;nnen,<\/li>\n<li>die Klassengr&ouml;&szlig;en weiter anzuheben (auf nun bis zu 33 Sch&uuml;lerInnen pro Klasse; der Anteil solche &bdquo;gro&szlig;er&ldquo; Klassen steigt),<\/li>\n<li>die Berufsschulpflicht der Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag abzuschaffen.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Politik der Deregulierung, Entprofessionalisierung und Privatisierung<\/strong><\/p><p>Mit der Zerschlagung des HeLP (Hessisches Landesinstitut f&uuml;r P&auml;dagogik) &ndash; als Institut, in dem von Profis organisierte Fortbildung immerhin noch m&ouml;glich war, -, mit &bdquo;neuen Modellen rechtlicher Selbst&auml;ndigkeit von Schulen&ldquo; und sp&auml;ter einer so genannten &bdquo;Unterrichtsgarantie Plus&ldquo; wurden Deregulierung, Entprofessionalisierung und Privatisierung zunehmend zur bildungspolitischen Leitlinie der Landesregierung. <\/p><p>So hei&szlig;t es etwa auf der Homepage der Hessischen <a href=\"http:\/\/www.stk.hessen.de\/irj\/HStK_Internet?cid=49fd9abbd8d86865bf81e4efd7a61da7\">Staatskanzlei<\/a><\/p><p>&raquo;Der Abbau bzw. die Privatisierung staatlicher Aufgaben ist eines der wichtigsten Ziele der Verwaltungsreform. Jede staatliche Leistung soll auf ihre Notwendigkeit und ihre Privatisierungsf&auml;higkeit hin &uuml;berpr&uuml;ft werden.&laquo;<\/p><p>Mit dieser Strategie folgt die hessische Landesregierung vor allem im Bereich der Bildungspolitik ziemlich passgenau die Empfehlungen, die der wirtschaftsliberale Dachverband der Reichtumsstaaten, <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/24\/24\/1919076.pdf\">die OECD [PDF &ndash; 128 KB]<\/a>, bereits 1996 seinen Mitgliedern erteilte:<\/p><p>&raquo;Um das Haushaltsdefizit zu reduzieren, sind sehr substanzielle Einschnitte im Bereich der &ouml;ffentlichen Investitionen oder die K&uuml;rzung der Mittel f&uuml;r laufende Kosten ohne jedes politische Risiko. Wenn Mittel f&uuml;r laufende Kosten gek&uuml;rzt werden, dann sollte die Quantit&auml;t der Dienstleistung nicht reduziert werden, auch wenn die Qualit&auml;t darunter leidet. Beispielsweise lassen sich Haushaltsmittel f&uuml;r Schulen und Universit&auml;ten k&uuml;rzen, aber es w&auml;re gef&auml;hrlich, die Zahl der Studierenden zu beschr&auml;nken. Familien reagieren gewaltsam, wenn ihren Kindern der Zugang verweigert wird, aber nicht auf eine allm&auml;hliche Absenkung der Qualit&auml;t der dargebotenen Bildung, und so kann die Schule immer mehr dazu &uuml;bergehen, f&uuml;r bestimmte Zwecke von den Familien Eigenbeitr&auml;ge zu verlangen, oder bestimmte T&auml;tigkeiten ganz einstellen. Dabei sollte nur nach und nach so vorgegangen werden, z.B. in einer Schule, aber nicht in der benachbarten Einrichtung, um jede allgemeine Unzufriedenheit der Bev&ouml;lkerung zu vermeiden.&laquo; (S. 28)<\/p><p><strong>&ldquo;Etiketten hui, Realit&auml;ten pfui&rdquo;<\/strong><\/p><p>Im Detail hat die konservative hessische Schulpolitik mit ihren &bdquo;Reform&ldquo;-Versprechen eher einen Etikettenschwindel betrieben, als tats&auml;chliche Verbesserungen herbeigef&uuml;hrt: <\/p><ul>\n<li>In Hessen gibt es seit &uuml;ber zehn Jahren gerade einmal 15 echte Ganztagsschulen, alle anderen Schulen, die diesen Namen f&uuml;hren, sind eher &bdquo;Verwahranstalten am Nachmittag&ldquo;. In wirklichen Ganztagsschulen wird mit einem anderen Lernrhythmus und anderen Lernm&ouml;glichkeiten gearbeitet. Solche Schulen haben eine sinnvolle Verteilung des Unterrichts &uuml;ber den ganzen Tag, mehr Angebote und mehr R&auml;ume. Die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler echter Ganztagsschulen kommen z.B. in der Regel am Nachmittag ohne zus&auml;tzliche Hausaufgaben nach Hause kommen. Ganztagsschule hei&szlig;t jedenfalls nicht: den ganzen Tag Aufenthalt an der Schule und danach Hausaufgaben.\n<\/li>\n<li>Das hessische Schulsystem ist nicht etwa nur drei- sondern sogar &bdquo;mehrgliedrig&ldquo;. Es wird nun mit der Einf&uuml;hrung von G8 obligatorisch f&uuml;r alle Gymnasien und fakultativ G8 oder G9 f&uuml;r andere Schulformen noch weiter in verschiedene und vor allem auch &bdquo;ungleiche&ldquo; Bildungswege ausdifferenziert. Und das, obwohl Bildungsstudien &uuml;bereinstimmend belegen, dass schon beim derzeitigen gegliederten Schulsystem in keinem anderen entwickelten Industrieland das erreichte Niveau der Schulabschl&uuml;sse so sehr von der sozialen Herkunft abh&auml;ngt wie bei uns &ndash; weil die fr&uuml;he Auslese innerhalb des Schulsystems die Kinder und Jugendlichen in ungleiche Bildungswege zwingt. Kinder aus einem Akademikerhaushalt haben bei gleichem Leistungsverm&ouml;gen eine wesentlich h&ouml;here Chance, ein Abitur zu machen, als etwa Arbeiterkinder. In skandinavischen L&auml;ndern, wo es eine gemeinsame Schule f&uuml;r alle bis zum Ende der Mittelstufe gibt, arbeitet und lernt man miteinander, es gibt eine differenziertere F&ouml;rderung und man erreicht damit ein erheblich h&ouml;heres Ma&szlig; an Bildungsgerechtigkeit.\n<\/li>\n<li>Was f&uuml;r Gesamtdeutschland gilt, wird auch in Hessen immer deutlicher: Der Staat zieht sich zunehmend aus der Verantwortung f&uuml;r die Qualit&auml;t von Bildung zur&uuml;ck. An seine Stelle treten mehr und mehr private &bdquo;Test&ldquo;-Anbieter, wie z.B.  &bdquo;Akkreditierungsagenturen&ldquo;, kommerzielle Testinstitute oder es bieten private Stiftungen sog. Evaluierungsprogramme oder gar eine &ldquo;eigene&rdquo; Lehrerausbildung (vgl. &ldquo;<a href=\"?p=3573\">Teach First Deutschland und die Privatisierung (zuerst) der Lehrerausbildung<\/a>&ldquo;) an. In den USA &bdquo;sponsern&ldquo; sogar schon Fast-Food-Konzerne Schulb&uuml;cher &ndash; und reden nat&uuml;rlich bei deren Inhalten ein geh&ouml;riges W&ouml;rtchen mit. Eine ganz &auml;hnliche Entwicklung findet auch bei uns statt: Da der Staat angeblich kein Geld mehr hat, nachdem in einem wahren Steuersenkungswahn die Steuern vor allem f&uuml;r Verm&ouml;gende und international aufgestellte Konzerne gesenkt wurden, &bdquo;muss&ldquo; er nun zunehmend etwa Kopiergeb&uuml;hren an Schulen erheben, die Eltern auffordern, zur Verbesserung der Lehrqualit&auml;t Geld an Elternvereine zu spenden. Es gibt sogar &Uuml;berlegungen seitens einiger Wirtschaftsverb&auml;nde ein Schulgeld einzuf&uuml;hren.\n<\/li>\n<li>CDU und FDP planen die &bdquo;selbst&auml;ndige Schule&ldquo;, was eine wohlklingende Umschreibung daf&uuml;r ist, dass Schulen fortan wie Unternehmen gef&uuml;hrt werden sollen. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Neue Verwaltungssteuerung&ldquo; (NVS) soll an Bildungseinrichtungen eine Kosten- und Leistungsrechnung eingef&uuml;hrt werden. Unter dem Etikett eines &bdquo;effizienteren Ressourceneinsatzes&ldquo; werden de facto staatliche Mittel gek&uuml;rzt bzw. die Preissteigerungen nicht ausgeglichen und die steigenden Kosten m&uuml;ssen in Form bspw. der Beteiligung an Sachmitteln oder &uuml;ber Ausstattungs-Spenden von Eltern getragen werden. Oder es werden die Kosten von Fortbildungen auf die Lehrer verlagert. So wird nicht nur schleichend mehr &bdquo;private Beteiligung&ldquo; an der Bildungsfinanzierung eingef&uuml;hrt, sondern zugleich eine Spaltung in &sbquo;arme&rsquo; und &sbquo;reiche&rsquo; Schulen vorangetrieben, die die bestehenden Chancenungerechtigkeiten des gegliederten Schulsystems noch mehr verst&auml;rkt.\n<\/li>\n<li>Statt staatliche Ganztagsschulen auszubauen, steigen die Ausgaben der Eltern f&uuml;r privaten Nachhilfeunterricht. Inzwischen gibt es bundesweit rund 3.000 Nachhilfeanbieter. Auf diesem &bdquo;Weiterbildungsmarkt&ldquo; wird ein j&auml;hrlicher Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro gemacht. Wer privat dazulernen kann, weil er das Geld hat, gewinnt &ndash; wer nicht, bleibt auf der Strecke.\n<\/li>\n<li>&bdquo;Abitur verkauft!&ldquo;: In einer Nacht- und Nebelaktion des Hessischen Kultusministeriums wurden alle bisherigen Abituraufgaben ohne stichhaltige Begr&uuml;ndung aus dem Internet genommen. Gleichzeitig wurden die Pr&uuml;fungsaufgaben u.a. an einen privaten Verlag verkauft bzw. mehr oder weniger &bdquo;verschenkt&ldquo;. Aus Sicht der Schulbuchverlage ein gutes Gesch&auml;ft, mit fest kalkulierbarer Nachfrage (die n&auml;chste Abi-Generation klopft schon an). Da werden also Pr&uuml;fungs- oder &Uuml;bungsaufgaben, die von zahllosen Lehrer-Kommissionen erarbeitet wurden und f&uuml;r deren Arbeit der Steuerzahler gesch&auml;tzte 2 Millionen Euro aufbringen muss , vom Schulministerium f&uuml;r einen Bruchteil des Geldes (in 2007 und 2008 zusammen gerade einmal rund 10.000 Euro) an private Verlage verscherbelt. Die Lernmaterialien m&uuml;ssen dann anschlie&szlig;end von den Sch&uuml;lerInnen zur Vorbereitung ihrer Abiturspr&uuml;fung teuer gekauft werden.\n<\/li>\n<li>Den Anteil der Privatschulen zu vergr&ouml;&szlig;ern, ist erkl&auml;rtes Ziel von CDU und FDP. Damit werden Eltern beg&uuml;nstigt, die sich die teuren Schulgelder leisten k&ouml;nnen. Gleichzeitig werden die staatlichen Schulen vernachl&auml;ssigt.\n<\/li>\n<li>Minister Banzer verletzt systematisch Mitbestimmungsrechte: Am 26. September 2008 hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden auf Antrag des Hauptpersonalrats der Lehrerinnen und Lehrer folgenden Beschluss gefasst:<br>\n<blockquote><p>Es wird festgestellt, dass der Beteiligte (das Hessische Kultusministerium, vertreten durch den amtierenden Kultusminister Banzer, d.V.) den Antragsteller (Hauptpersonal der Lehrerinnen und Lehrer, d.V.) mit den Regelungen der 3. S&auml;ule der Lehrergewinnung bez&uuml;glich den Vorgaben &uuml;ber die Richtlinien &uuml;ber die Auswahl bei der Einstellung und die Grunds&auml;tze der Steilenaus&shy;schreibung f&uuml;r die so genannten Quereinsteiger neuer Regelung in sei&shy;nem Mitbestimmungsrecht gem&auml;&szlig; &sect; 77 Abs. 2 Nr. 2 und 4 HPVG verletzt hat; dass der Beteiligte den Antragsteller hinsichtlich der Regelungen be&shy;z&uuml;glich der Bindung von Referendaren durch Zusicherung zur Einstel&shy;lung in seinem Mitbestimmungsrecht gem&auml;&szlig; &sect; 77 Abs. 2 Nr. 2 und 4 HPVG verletzt hat; und dass dem Antragsteller bez&uuml;glich des automatisierten Umgangs mit den Bewerberdaten nach dem Verfahren Lehrer nach Hessen ein Beteiligungsrecht gem&auml;&szlig; &sect; 81 Abs. 1 HPVG zusteht (was vom Ministerium bestritten worden war, d.V.).<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul><p>Der amtierende Kultusminister Banzer hatte ohne jede Rechtsgrundlage und unter Verletzung einschl&auml;giger Rechtsvorschriften ein Einstellungsverfahren (mit befristeten Vertr&auml;gen und &Uuml;bernahmeoption) f&uuml;r Bewerber in so genannten Mangelbereichen er&ouml;ffnet, die weder ein Lehramt studiert noch eine p&auml;dagogische Ausbildung haben. Das Kultusministerium hatte noch nicht einmal ein Qualifizierungsprogramm entwickelt. Lauthals hat der amtierende Kultusminister im Sommer 2008 die Kampagne &bdquo;Lehrer nach Hessen&ldquo; verk&uuml;ndet, eine Beteiligung des Personalrates hielt er jedoch f&uuml;r verzichtbar.  <\/p><p><strong>Bildungsausgaben sinken<\/strong><\/p><p>Der im Auftrag von BMBF und KMK erstellte und soeben ver&ouml;ffentlichte <a href=\"https:\/\/www-ec.destatis.de\/csp\/shop\/sfg\/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&amp;ID=1023160\">Bildungsfinanzbericht 2008<\/a> enth&auml;lt eine F&uuml;lle von Einzeldaten zur Bildungsfinanzierung. Auch wenn in der Zusammenfassung des Berichtes (S. 15ff.) immer wieder von steigenden Ausgaben berichtet wird, kommt das Statistische Bundesamt nicht umhin, einen R&uuml;ckgang der Gesamt-Bildungsausgaben (&ouml;ffentlich und privat) gemessen an ihrem Anteil am Bruttoinlandprodukt  zu konstatieren (1995: 6,9 %, 2005: 6,3 %). Gestiegen sind in aller Regel nur die nominalen Ausgaben &ndash; also ohne Ber&uuml;cksichtigung der Preissteigerungen.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20081209_stat2.jpg\" alt=\"Statistik 2\"><\/p><p>Dazu ein Beispiel: Die &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r den allgemeinen Schulbereich sind von 2000 bis 2007 von 46,7 Mrd. Euro auf 51,3 Mrd. Euro gestiegen. Auf den ersten Blick sieht das nach einer beeindruckenden Steigerung um 9,9 Prozent aus. Angesichts von ca. 12 Prozent Inflation im selben Zeitraum handelt es sich hierbei jedoch de facto um eine Ausgabenk&uuml;rzung (Bildungsfinanzbericht, S. 35). <\/p><p>Auch im so genannten &bdquo;internationalen Vergleich&ldquo; (der anhand anderer Berechnungsgrundlagen erfolgt und sich daher anderer Werte bedient), steht Deutschland nach wie vor schlecht da: Insgesamt betrug der Anteil der &ouml;ffentlichen Bildungsausgaben am BIP 2005 in Deutschland 4,5 % und damit deutlich weniger als im OECD-Durchschnitt (5,4 %). Um den OECD-Mittelwert zu erreichen, m&uuml;sste Deutschland rund 21 Mrd. Euro mehr bereit stellen &ndash; j&auml;hrlich! Um mit den Spitzenreitern in der OECD gleichzuziehen (D&auml;nemark: 8,3 %; Norwegen und Schweden: 7,0 %) w&auml;ren bis zu 91 Mrd. Euro erforderlich &ndash; j&auml;hrlich!<\/p><p>Nach Angaben des Bildungsfinanzberichts liegt der Bundesdurchschnitt der &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r Schulen und Hochschulen bei 4,1 %. Hessen, das Roland Koch zum &bdquo;Bildungsland Nummer 1&ldquo; machen wollte, bildet hier mit einem BIP-Anteil von 3,0 % das Schlusslicht aller Fl&auml;chenl&auml;nder (Bildungsfinanzbericht, S. 60). (Von allen 16 Bundesl&auml;ndern wendet nur Hamburg mit 2,9 % weniger f&uuml;r die Bildung auf.) <\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/20081209_stat.jpg\" alt=\"Statistik\"><\/p><p>Weitere Quellen:<\/p><ul>\n<li>Gesch&auml;ftsbericht 2006 &ndash; 2008 der GEW Hessen<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary39191\/bifi-sms%202008-11.pdf\">Newsletter Bildungsfinanzierung 11\/2008 der GEW [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Der Autor, Jens Wernicke, ist Referent f&uuml;r Bildungs- und Hochschulpolitik der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deregulierung, Privatisierung und Entprofessionalisierung einhergehend mit einem sozialen Kahlschlag sind die Kennzeichen der Regierung Koch in Hessen: Abkassieren bei den sozial Benachteiligten, bei Studierenden und bei den Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst. 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