{"id":36488,"date":"2017-01-05T09:15:15","date_gmt":"2017-01-05T08:15:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488"},"modified":"2017-01-05T15:05:54","modified_gmt":"2017-01-05T14:05:54","slug":"hinweise-des-tages-2785","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h01\">Staatsstreich auf leisen Sohleny<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h02\">Berliner Anschlag: Gravierende Fehleinsch&auml;tzungen im Fall Amri<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h03\">Das neue Jahr in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h04\">Mosul: Tausende fl&uuml;chten vor dem H&auml;userkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h05\">Nat&uuml;rlich gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h06\">Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h07\">Destatis-Jubelmeldung: 43,4 Millionen Erwerbst&auml;tige sind nicht gleich &bdquo;normal&ldquo; Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h08\">Nach sechs Monaten: Geldw&auml;sche-Chefermittler der Deutschen Bank tritt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h09\">Die geistige Armut der Gro&szlig;koalition&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h10\">Nur auf einem einzigen Kontinent steigt die Armut weiter an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h11\">Schwierige Aufarbeitung des Kasseler NSU-Mordes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h12\">Sich selbst &uuml;berlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h13\">US-Au&szlig;enministerium: Keine Zweifel an russischen Hackerangriffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h14\">Migration und Kolonialismus: &ldquo;Jetzt kommt die Welt zur&uuml;ck nach Europa&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h15\">Kehrtwende im Asylrecht: Ein Schock f&uuml;r viele Schweden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h16\">Zugpferd und Zumutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h17\">FC Bayern in Katar: Gerade in der Fl&uuml;chtlingskrise darf die Reise nicht verharmlost werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36488#h18\">Zu guter Letzt: Peinlich! Seehofer f&auml;llt durch CSU-Klausur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatsstreich auf leisen Sohlen<\/strong><br>\nEs ist gerade zwei Wochen hier, dass ein Versagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden von bis dahin undenkbarem Ausma&szlig; das Land ersch&uuml;tterte: Zw&ouml;lf Menschen mussten dies mit ihrem Leben bezahlen, weitere 55 wurden verletzt, einige davon lebensgef&auml;hrlich. Heute ging nun der Bundesinnenminister vor die Presse und erhob Forderungen. Die zielen allerdings nicht darauf ab, mehr Sicherheit f&uuml;r den einzelnen B&uuml;rger vor terroristischen Anschl&auml;gen zu gew&auml;hrleisten. Vielmehr nutzt De Maizi&egrave;re die Situation gezielt aus, um mehr Macht und Kompetenzen f&uuml;r den Bund, also konkret sein eigenes Haus, einzufordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/staatsstreich-auf-leisen-sohlen-teil-1-4054\">cives<\/a>\n<p><strong>dazu: Video&uuml;berwachung und Demokratie<\/strong><br>\nWarum die Demokratie ohne Anonymit&auml;t nicht funktioniert<br>\nVideokameras, die &ouml;ffentliche R&auml;ume &uuml;berwachen, erm&ouml;glichen immer wieder spektakul&auml;re Fahndungserfolge der Polizei. Gerade in den letzten Wochen hat sich das wieder gezeigt. Deshalb ist es v&ouml;llig verst&auml;ndlich, dass der Ruf nach einer fl&auml;chendeckenden, l&uuml;ckenlosen Video&uuml;berwachung des &ouml;ffentlichen Raums immer lauter wird. Mehr Videokameras sorgen f&uuml;r mehr Sicherheit &ndash; das ist die &Uuml;berlegung, die dahinter steht.<br>\nDagegen sprechen datenschutzrechtliche &Uuml;berlegungen. Dar&uuml;ber wird politisch debattiert. Viel zu wenig wird aber diskutiert, dass eine fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung &ouml;ffentlicher Pl&auml;tze und Stra&szlig;en auch eine Bedrohung f&uuml;r die Demokratie sein kann. Dar&uuml;ber muss gesprochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Videoueberwachung-und-Demokratie-3587282.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Bundesregierung: Bislang keine Anschl&auml;ge mit Video&uuml;berwachung verhindert<\/strong><br>\nBislang wurden keine Anschl&auml;ge aufgrund von Video&uuml;berwachung verhindert. Das hat die Bundesregierung der Linkspartei in einer kleinen Anfrage geantwortet. Das Bundesinnenministerium hatte den Gesetzesentwurf zur Ausweitung der Video&uuml;berwachung (PDF), dem so genannten Video&uuml;berwachungsverbesserungsgesetz, zuvor mit der Verhinderung von Anschl&auml;gen begr&uuml;ndet. In der Begr&uuml;ndung des Gesetzes hei&szlig;t es:<\/p>\n<blockquote><p>\nZiel des Gesetzesentwurfes ist es, die Sicherheit bei &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen gro&szlig;fl&auml;chigen Anlagen (z. B. Einkaufszentren) sowie bei Fahrzeugen und &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen gro&szlig;fl&auml;chigen Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Schienen-, Schiffs- und Busverkehrs, der in Privatrechtsform betrieben wird, zu erh&ouml;hen und Anschl&auml;ge wie in Ansbach und M&uuml;nchen im Sommer 2016 zu verhindern.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Abgeordnete der Linkspartei haben deswegen bei der Bundesregierung in einer kleinen Anfrage nachgefragt, inwiefern Video&uuml;berwachung in M&uuml;nchen und Ansbach geeignet gewesen w&auml;re, die Anschl&auml;ge zu verhindern. Die Antwort: &bdquo;Die Bundesregierung nimmt zu spekulativen Fragen keine Stellung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/bundesregierung-bislang-keine-anschlaege-mit-videoueberwachung-verhindert\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Berliner Anschlag: Gravierende Fehleinsch&auml;tzungen im Fall Amri<\/strong><br>\nMedienberichte legen nahe, dass die Gefahr, die von dem &uuml;berzeugten Dschihadisten ausging, von den deutschen Beh&ouml;rden mehrfach untersch&auml;tzt wurde<br>\nJ&uuml;ngste Ver&ouml;ffentlichungen zum Fall Anis Amri erh&auml;rten den Eindruck, dass die Einsch&auml;tzung der Dschihadisten von deutschen Beh&ouml;rden neu justiert werden muss. Nimmt man hinzu, wie die politische Berichterstattung zum Syrien-Konflikt haupts&auml;chlich ausgerichtet ist, so verst&auml;rkt sich auch im gr&ouml;&szlig;eren Rahmen der Gedanke, dass die Entschlossenheit von Dschihadisten, einen Staat, den sie zum Feind erkoren haben, mit allen Mitteln zu bek&auml;mpfen, wobei besonders die Zivilbev&ouml;lkerung im Visier steht, bisher untersch&auml;tzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Berliner-Anschlag-Gravierende-Fehleinschaetzungen-im-Fall-Amri-3587956.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Verfassungsschutz half Amri: Innenministerium spielt &ldquo;Mein Name ist Hase&rdquo;<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz kannte den Berliner Terroristen Amri nicht nur, er half ihm sogar flei&szlig;ig &ndash; zB beim Umzug von Dortmund nach Berlin: Die Kanzlerin m&ouml;chte sich dazu nicht &auml;u&szlig;ern, sondern erstmal die Untersuchungen abwarten. Das Bundesinnenministerium spielte heute dagegen das &ldquo;Mein Name ist Hase&rdquo;-Spiel: &ldquo;Also so etwas ist mir nicht bekannt.&rdquo;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 4. Januar 2017 &ndash; Komplett <a href=\"https:\/\/youtu.be\/qfjLQCL4Wxg\">hier<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wdSWSj-klJE\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das neue Jahr in Syrien<\/strong><br>\nWas f&uuml;hrende Politiker der USA und der EU qu&auml;lend lange Jahre nicht vermochten, gelang den Pr&auml;sidenten Putin und Erdogan nun binnen weniger Wochen: einen Waffenstillstand f&uuml;r Syrien auszuhandeln. Das verdient Respekt. Russland konnte der T&uuml;rkei abringen, dass die radikalislamische Al-Nusra-Front (mittlerweile als Fatah-Al-Scham-Front getarnt) und selbstverst&auml;ndlich der IS weiterhin bek&auml;mpft werden.<br>\nBeide Terrororganisationen wurden jahrelang von Saudi-Arabien, lange auch von der T&uuml;rkei direkt unterst&uuml;tzt, indirekt mit US-amerikanischen und britischen Waffen beliefert, die auf kurzen Wegen in ihre H&auml;nde gelangten. Das st&ouml;rte die meisten westlichen Regierungen nicht, weil sie sich blindlings dem Ziel verschrieben hatten, die Regierung Assad zu st&uuml;rzen. Auf solche Weise verliehen sie dem islamistischen Terror ungeahnten Auftrieb in Syrien &ndash; so wie zuvor im Irak und in Libyen. Russland tr&auml;gt an diesen Entwicklungen keine Mitschuld. Bis heute konnten sich die Regierungen der USA und der EU nicht dazu bequemen, die Al-Nusra-Front als Terrororganisation einzustufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/meinung\/goetz-aly-das-neue-jahr-in-syrien-25469364?dmcid=sm_em\">G&ouml;tz Aly in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mosul: Tausende fl&uuml;chten vor dem H&auml;userkampf<\/strong><br>\nDie Offensive zur R&uuml;ckeroberung der Stadt n&auml;hert sich den dichtbesiedelten Zonen, die Zahl der Fl&uuml;chtenden w&auml;chst<br>\nDie R&uuml;ckeroberung von Mosul aus der Gewaltherrschaft des IS verl&auml;uft viel m&uuml;hsamer, beschwerlicher und aller Wahrscheinlichkeit nach unter sehr viel gr&ouml;&szlig;eren Verlusten unter der Zivilbev&ouml;lkerung und den Streitkr&auml;ften, die die Stadt einnehmen wollen. In ein paar Wochen k&ouml;nnte die Offensive erfolgreich sein, hie&szlig; es optimistisch zu Beginn des Gro&szlig;angriffs Mitte Oktober. Jetzt, zweieinhalb Monate sp&auml;ter, verspricht der irakische Ministerpr&auml;sident, dass der IS bis April aus dem Irak vertrieben sein werde.<br>\nDass sich der IS nach der Vertreibung aus Mosul nicht mehr im Irak halten k&ouml;nnen wird, dar&uuml;ber besteht weitgehendend Einigkeit. Auch dar&uuml;ber dass das 100.000 K&auml;mpfer starke Aufgebot an irakischen Elitetruppen und Milit&auml;reinheiten sowie Milizen, vor allem die schiitischen, erg&auml;nzt durch westliche Eliteeinheiten und verst&auml;rkt durch die US-Luftwaffe, die Stadt erobern, wird in der Grundsache nicht angezweifelt. Die Frage ist nur, wie lange das dauert und unter welchen Opfern.<br>\nUN-Organisationen warnen seit langem vor einer humanit&auml;ren Katastrophe im Zusammenhang mit dem Krieg um die Stadt. Die Trinkwasserversorgung f&uuml;r eine halbe Million Einwohner sei gef&auml;hrdet, hie&szlig; es Anfang Dezember. Da sprach man von einer gescheiterten bzw. einer fatalen Strategie, weil die irakische Regierung die Bev&ouml;lkerung aufgefordert hatte, in der Stadt zu bleiben und auf die Befreiung zu warten, statt zu fliehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mosul-Tausende-fluechten-vor-dem-Haeuserkampf-3588549.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nat&uuml;rlich gegen Russland<\/strong><br>\nUS-Brigade in Bremerhaven: Am Freitag beginnt eine der gr&ouml;&szlig;ten Truppenverlegungen in Europa seit Ende des Kalten Krieges<br>\nDie Panzer kehren zur&uuml;ck. Am morgigen Freitag treffen, wenn alles nach Plan l&auml;uft, die ersten Einheiten einer schwerbewaffneten US-Brigade in Bremerhaven ein. Die Third Armored Brigade der Fourth Infantry Division aus Fort Canson (Colorado) wird mit ihren &uuml;ber 4.000 Soldaten und ihren mehr als 2.000 Panzern, Haubitzen und Milit&auml;rtransportern nach Osteuropa verschifft; die Transportroute f&uuml;hrt &uuml;ber Norddeutschland. Es handelt sich &ndash; etwas mehr als drei Jahre nach dem Abzug der letzten US-Panzerbrigade aus Europa &ndash; um eine der gr&ouml;&szlig;ten Truppenverlegungen auf dem Kontinent seit dem Ende des Kalten Krieges. Und nat&uuml;rlich geht es dabei gegen Russland.<br>\nZiel der Third Armored Brigade ist nach dem Anlanden in Bremerhaven zun&auml;chst Polen. Dort soll die Brigade sich sammeln, um anschlie&szlig;end &ndash; aufgeteilt in kleinere Einheiten &ndash; in sechs L&auml;ndern Ost- und S&uuml;dosteuropas zu operieren: in Estland, Lettland und Litauen, in Polen, Rum&auml;nien und Bulgarien. Geplant sind Man&ouml;ver in den baltischen Staaten, also in gro&szlig;er N&auml;he zur russischen Westgrenze; Trainingsma&szlig;nahmen in Rum&auml;nien und Bulgarien dienen der St&auml;rkung der US-Milit&auml;rpr&auml;senz am Schwarzen Meer. In Rum&auml;nien etwa sind Aktivit&auml;ten rund um die Mihail Kogalniceanu Air Base unweit der Hafenstadt Constanta vorgesehen, &uuml;ber die im Jahr 2003 Teile des Nachschubs f&uuml;r den Irak-Krieg abgewickelt wurden; heute wird die Basis f&uuml;r Schwarzmeer-Operationen genutzt &ndash; mit Blick auf die Krim. Teile der Third Armored Brigade sollen auch zum Truppen&uuml;bungsgel&auml;nde im oberpf&auml;lzischen Grafenw&ouml;hr entsandt werden, um dort Kriegs&uuml;bungen durchzuf&uuml;hren. Nach neun Monaten wird die Panzerbrigade in die Staaten zur&uuml;ckkehren; doch wird sie sofort durch eine gleichstarke Einheit ersetzt. Damit ist, so beschreibt es die US Army, die stetige Pr&auml;senz starker US-Truppen in Osteuropa garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/01-05\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>In der Abw&auml;rtsspirale<\/strong><br>\nWarnungen vor dem Zerfall der EU und Appelle zum Schulterschluss mittels einer aggressiven Weltpolitik durchziehen zum Jahreswechsel die politische Debatte im Berliner Establishment. &ldquo;Ungebremste Fliehkr&auml;fte&rdquo; zerrten an der Europ&auml;ischen Union, die in eine &ldquo;atemberaubende Abw&auml;rtsspirale&rdquo; geraten sei, konstatiert eine Expertin des European Council on Foreign Relations. Die &ldquo;europ&auml;ische Politik&rdquo; befinde sich in einem &ldquo;kritischen Augenblick&rdquo;, warnt der Vorsitzende der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Allgemein verwiesen wird auf das Erstarken nationalistischer Kr&auml;fte, auf die weiterhin schwelende Eurokrise und den im Falle Gro&szlig;britanniens bevorstehenden ersten Austritt eines Mitgliedstaats. Lediglich mit einer gemeinsamen Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik k&ouml;nne die EU noch punkten und der Bev&ouml;lkerung nahelegen, &ldquo;Teil der L&ouml;sung, nicht des Problems&rdquo; zu sein, urteilt Ischinger; in der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik hei&szlig;t es: &ldquo;Entschiedenheit sollte Europa in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik demonstrieren&rdquo;. Der bekannte US-Think-Tank Stratfor rechnet ungeachtet der Bestrebungen, die EU durch gemeinsame Aggression nach au&szlig;en zusammenzuschwei&szlig;en, fest mit dem Zusammenbruch des Staatenbundes. Kommentatoren spekulieren bereits &uuml;ber Alleing&auml;nge Berlins und eine &ldquo;neue deutsche Frage&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59509\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Euroraum braucht expansive Geldpolitik der EZB weiter zum &Uuml;berleben &ndash; Investitionsstau in Deutschland stetig aufl&ouml;sen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft bleibt 2017 in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld auf Wachstumskurs. Der moderate Aufschwung darf aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass dringender Handlungsbedarf f&uuml;r die Finanz- und die Wirtschaftspolitik besteht: Die stark expansive Geldpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ist auch im neuen Jahr unbedingt n&ouml;tig. Ein Ausstieg aus dem gro&szlig;fl&auml;chigen Ankauf von Wertpapieren, wie ihn etwa die Mehrheit der &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; im deutschen Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) fordert, w&uuml;rde gro&szlig;e Risiken mit sich bringen. Zugleich sollte die Fiskalpolitik durch erh&ouml;hte &ouml;ffentliche Investitionen &uuml;ber einen langen Zeitraum dringend ben&ouml;tigte Impulse f&uuml;r die Wirtschaft im Euroraum setzen. Das gilt insbesondere f&uuml;r Deutschland, aber nicht nur: Um ein ausreichend gro&szlig;es Volumen zu erreichen, m&uuml;ssen auch wirtschaftlich schw&auml;chere Euro-L&auml;nder mehr investieren k&ouml;nnen. Aus diesem Grund sollten die fiskalischen Regeln aktuell gro&szlig;z&uuml;gig ausgelegt werden. Mittelfristig ist eine Reform der starren und engen europ&auml;ischen Fiskalregeln erforderlich. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in seinem Jahresausblick zu den wirtschaftspolitischen Herausforderungen 2017, den es heute in Berlin auf einer Pressekonferenz vorstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_106586.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Ein Brief aus der Kolonie<\/strong><br>\nGriechenland ist eine Schulden-Kolonie der Gl&auml;ubiger &ndash; das war schon l&auml;nger bekannt. Bisher gab es daf&uuml;r aber noch keine offizielle Beglaubigung. Die hat Athen nun nachgeholt &ndash; wie von Finanzminister Sch&auml;uble gefordert. Ein Gastbeitrag.<br>\nEuclid Tsakalotos hat am 23. Dezember 2016 einen Brief an den Vorsitzenden der informellen &bdquo;Eurogruppe&ldquo;, Jeroen Dijsselbloem, geschrieben. Darin versichert er dem Niederl&auml;nder, dass die Regierung auf unbestimmte Zeit keine Entscheidung ohne Genehmigung der Statthalter der Gl&auml;ubiger in Athen treffen werde. Das gilt f&uuml;r alle Entscheidungen, die Geld kosten, auch dann, wenn die vereinbarten Budgetziele &uuml;bererf&uuml;llt werden. Das Ziel ist das gleiche wie im klassischen Kolonialismus: m&ouml;glichst viel Geld aus der Kolonie herausquetschen. [&hellip;]<br>\nDie Eurogruppe der Finanzminister des Euroraums, deren Vorsitzender Dijsselbloem ist, ist in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen nirgends vorgesehen. Deshalb gibt es praktischer Weise auch keine Regeln. Das Regiment f&uuml;hrt nach &uuml;bereinstimmenden Aussagen von Insidern Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. Eine rechtliche Basis brauchen Eurogruppe und &ldquo;Institutionen&rdquo; nicht, um Macht auszu&uuml;ben. Denn die EZB sorgt daf&uuml;r, dass die griechische Statthalterregierung weiterhin kuscht. Denn es gibt seit der Bankenschlie&szlig;ung im letzten Jahr keinen Zweifel daran, dass sie ihre Macht zu nutzen bereit ist, das griechische Bankensystem jederzeit in die Pleite treiben zu k&ouml;nnen, wenn die griechische Regierung nicht spurt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/kotau-aus-der-kolonie\/\">Norbert H&auml;ring auf Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zehn Jahre nach EU-Beitritt: Wenig Fortschritt in Bulgarien<\/strong><br>\nDer bulgarische Pr&auml;sident Rossen Plewneliew w&uuml;rdigte in seiner Neujahrsansprache den EU-Beitritt des Balkanlandes vor zehn Jahren als eine historische Errungenschaft. Die Bulgaren seien niemals zuvor so frei und integriert gewesen. Doch immer noch bestimmen organisierte Kriminalit&auml;t und Korruption den Alltag vieler Menschen.<br>\nSlawi Trifonow ist in Bulgarien ein Star. Zu seinen Konzerten kommen Hunderttausende. 2016, da mischte der t&auml;towierte Zweimetermann mit Glatze die Politik auf. Denn Slawi Trifonow ist nicht nur Rockstar sondern auch ein bekannter TV- und Showmoderator. Zusammen mit seinem Team initiierte er ein Referendum, das an die Pr&auml;sidentschaftswahl im November 2016 gekoppelt wurde.<br>\nDie Forderungen des Referendums wurden von der Politelite als Kampfansage verstanden und waren auch so gemeint: Weniger staatliche Gelder f&uuml;r die Parteien oder nur noch halb so viele Abgeordnete im Parlament. Das Referendum ist nicht bindend, aber es stimmten so viele ab, dass das Parlament nun dar&uuml;ber diskutieren muss. Trifonow selbst empfand das Ganze als eine Art Wendepunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zehn-jahre-nach-eu-beitritt-wenig-fortschritt-in-bulgarien.724.de.html?dram:article_id=375440\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Destatis-Jubelmeldung: 43,4 Millionen Erwerbst&auml;tige sind nicht gleich &bdquo;normal&ldquo; Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\n2016 waren laut Statistischem Bundesamt 43,4 Millionen Menschen erwerbst&auml;tig. Doch als Erwerbst&auml;tigkeit definiert die Statistikbeh&ouml;rde jede entlohnte Besch&auml;ftigung von mehr als einer Wochenstunde. Die Erwerbst&auml;tigen stehen also keinesfalls allesamt in einem &bdquo;normalen&ldquo;, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverh&auml;ltnis. Zu ihnen z&auml;hlen unter anderem auch Mini- und Ein-Euro-Jobber sowie bezahlte Praktikanten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/destatis-jubelmeldung-434-millionen-erwerbstaetige-sind-nicht-gleich-normal-beschaeftigte\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nach sechs Monaten: Geldw&auml;sche-Chefermittler der Deutschen Bank tritt ab<\/strong><br>\nDas Verh&auml;ltnis zum Vorstand soll belastet gewesen sein: Der oberste Geldw&auml;sche-Bek&auml;mpfer der Deutschen Bank verl&auml;sst seinen Posten. Peter Hazlewood war erst im Sommer 2016 zur Bank gesto&szlig;en.<br>\nDie Deutsche Bank muss sich nach nur einem halben Jahr schon wieder einen neuen Chef zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche suchen. Peter Hazlewood, der erst zum Juli 2016 als Global Head of Anti Financial Crime und Geldw&auml;sche-Beauftragter zur Bank gesto&szlig;en war, wird den Posten nach Informationen des manager magazin in K&uuml;rze verlassen und im Konzern vermutlich eine andere Aufgabe &uuml;bernehmen. Ein Nachfolger soll ebenfalls rasch benannt werden. Die Deutsche Bank wollte die Informationen nicht kommentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-geldwaesche-chefermittler-tritt-ab-nach-6-monaten-a-1128492.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die geistige Armut der Gro&szlig;koalition&auml;re<\/strong><br>\nWenn in Deutschland um den Begriff und die Verbreitung von Armut gestritten wird, dann geht es nur vordergr&uuml;ndig um Definitionen und wissenschaftliche Methoden &ndash; tats&auml;chlich geht es um knallharte Interessenpolitik. Je gr&ouml;&szlig;er die Armut hierzulande wird, umso hartn&auml;ckiger das Leugnen derer, die ihren Reichtum oder ihre Macht bedroht sehen, und umso h&auml;rter ihre Schl&auml;ge gegen alle, die sich mit der sozialen Spaltung in Deutschland nicht abfinden wollen. Christoph Butterwegge, der von der Partei Die Linke nun als Kandidat f&uuml;r die Bundespr&auml;sidentenwahl aufgestellt wurde, ist ein renommierter Kritiker des neoliberalen Mainstreams. Im folgenden Beitrag (wie auch im von Ulrich Schneider herausgegebenen Buch &bdquo;Kampf um die Armut&ldquo;) setzt er sich dezidiert mit der &bdquo;Armutspolitik&ldquo; der aktuellen gro&szlig;en Koalition auseinander und entlarvt schon allein anhand des Koalitionsvertrag ihr Versagen in diesem Bereich. [&hellip;]<br>\nGlaubt man dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, gibt es in Deutschland gar keine Armut, es sei denn, dass sie durch unerw&uuml;nschte Zuwanderer importiert wird. Mit dem im Koalitionsvertrag auch von der Sozialdemokratie best&auml;tigten Merkel-Mantra &bdquo;Keine Steuererh&ouml;hungen &ndash; f&uuml;r niemand!&ldquo; wird die selbst im Vierten Armuts- und Reichtumsbericht der schwarz-gelben Koalition einger&auml;umte Verteilungsschieflage akzeptiert und das Auseinanderfallen der Gesellschaft forciert. Selbst der allgemeine Mindestlohn, den die Koalitionspartner zum 1. Januar 2015 per Gesetz eingef&uuml;hrt haben, steht f&uuml;r sie nicht im Kontext der Armutsbek&auml;mpfung, obwohl der ausufernde Niedriglohnsektor das Haupteinfallstor f&uuml;r heutige Erwerbs- und k&uuml;nftige Altersarmut bildet. Sonst h&auml;tten CDU, CSU und SPD die offizielle Lohnuntergrenze n&auml;mlich kaum bis 2017 bei 8,50 Euro festgeschrieben. Denn schon heute reicht diese H&ouml;he selbst bei Vollzeiterwerbst&auml;tigkeit nicht aus, um in W&uuml;rde leben, eine Familie ern&auml;hren und ohne Inanspruchnahme der Grundsicherung altern zu k&ouml;nnen &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/kommentare\/die-geistige-armut-der-grosskoalitionaere\/\">Westend Verlag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur auf einem einzigen Kontinent steigt die Armut weiter an<\/strong><br>\nWie viele Menschen leben weltweit in Armut? Zumindest deutlich weniger als noch 1990. Das zeigt ein ILO-Bericht zu den besch&auml;ftigungs- und sozialpolitischen Aussichten f&uuml;r 2017. Nur auf einem Kontinent steigt der Anteil der Armen weiter an. (&hellip;)<br>\nWo sinkt die Armut, wo steigt sie?<br>\nIn den Statistiken der ILO wird die Welt im Wesentlichen in vier &ldquo;ILO-Regionen&rdquo; eingeteilt:\n<ul>\n<li>Afrika\n\n<\/li><li>\n<\/li><li>Asien und der Pazifikraum<\/li>\n<li>Europa (inkl. Zentralasien)<\/li>\n<li>Lateinamerika (inkl. Karibik)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Innerhalb von 22 Jahren, von 1990 bis 2012, ist der Anteil der armen Bev&ouml;lkerung laut aktuellem ILO-Bericht in drei dieser vier Weltregionen deutlich zur&uuml;ckgegangen &ndash; nur in Europa ist er gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9ac9544a-d26f-11e6-8d15-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das etwa eine Folge des mehr oder weniger kollektiv praktizierten Neoliberalismus in Europa?<\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwierige Aufarbeitung des Kasseler NSU-Mordes<\/strong><br>\nGut 100 Zeugen und 1500 Aktenst&uuml;cke. Dazu ein ehemaliger Verfassungssch&uuml;tzer, der sehr wahrscheinlich l&uuml;gt und eine Landesregierung, der vorgeworfen wird, die Aufkl&auml;rung des Mordes an dem 21-j&auml;hrigen Internetcaf&eacute;besitzer Halit Yozgat zu erschweren. Kann der NSU-Untersuchungsausschuss in Hessen die Wahrheit ans Licht bringen? [&hellip;]<br>\nAndreas Temme. Der Name einer Schl&uuml;sselfigur der Ereignisse rund um den Kasseler NSU-Mord. Eigentlich ist es Temmes Aufgabe, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu sch&uuml;tzen. Dazu soll er &ldquo;Informationen &uuml;ber Bestrebungen sammeln&rdquo;, die diese Grundordnung gef&auml;hrden. So lautet der offizielle Auftrag seiner Beh&ouml;rde &ndash; dem hessischen Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz. Zu diesem Zweck f&uuml;hrt Andreas Temme 2006 in Kassel mehrere V-Leute, die sein Amt sowohl in der rechtsradikalen als auch in der islamistischen Szene der Stadt angeworben hat. Auch an dem Tag, an dem Halit Yozgat vom NSU ermordet wird und Temme, &ndash; wie er sagt zuf&auml;llig &ndash; am Tatort war, hat der Verfassungsschutzbeamte l&auml;ngeren telefonischen Kontakt zu einer seiner &ldquo;Quellen&rdquo; aus der rechtsextremen Szene. Holger Bellino, CDU-Obmann im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss.\n<blockquote><p>&ldquo;Temme ist, wenn ich das so sagen darf, eine dubiose Figur. Was mich sehr an ihm st&ouml;rt ist, dass er sich nicht sofort gemeldet hat. Er war Zeuge eines Mordes oder, wenn er nicht Zeuge war, dann hat er sp&auml;ter davon erfahren, dass an dem Ort, wo er wenige Sekunden vorher noch war, ein schlimmer Mord passiert ist. Und da erwarte ich von jedem Menschen, unabh&auml;ngig davon, ob der beim Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz oder woanders arbeitet, dass er sich dann meldet.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Andreas Temme meldet sich jedoch nicht bei der Polizei. Er verneint, als er von einem Kollegen aus dem hessischen Landesamt f&uuml;r Verfassungsschutz gefragt wird, ob er den Tatort in der Holl&auml;ndischen Stra&szlig;e kenne. Sp&auml;ter muss er zugeben, dass das eine L&uuml;ge war. Doch Andreas Temme bestreitet bis heute, dass er irgendwas vom Mord an Halit Yozgat mitbekommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/halit-yozgat-schwierige-aufarbeitung-des-kasseler-nsu-mordes.1001.de.html?dram:article_id=375396\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sich selbst &uuml;berlassen<\/strong><br>\nImmer mehr jugendliche Obdachlose. Verein will helfen, Regierung ist &uuml;berfordert<br>\nTausende Kinder und Jugendliche leben auf Deutschlands Stra&szlig;en. Abgekoppelt von staatlicher Hilfe schlagen sie sich durch. Markus Seidel, Sprecher der Stiftung &raquo;Off Road Kids&laquo;, registriert seit Jahren steigenden Hilfebedarf. Vor allem versteckte Obdachlosigkeit breite sich aus. Er meint Jugendliche, die bei wechselnden Bekannten Unterschlupf finden, aber den Kontakt zu Eltern, Beh&ouml;rden und Einrichtungen abgebrochen haben. Ihnen bietet die Stiftung nun mit der Onlineplattform &raquo;Sofahopper&laquo; die Option, sich anonym Hilfe zu holen. Dies werde &raquo;erstaunlich gut angenommen&laquo;, konstatierte Seidel am Dienstag im Gespr&auml;ch mit junge Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/01-05\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Au&szlig;enministerium: Keine Zweifel an russischen Hackerangriffen<\/strong><br>\nDer bisher vorgelegte Bericht der US-Beh&ouml;rden enth&auml;lt keine handfesten Beweise, dass die russische Regierung die US-Wahl manipuliert hat. Trotzdem bleibt das Au&szlig;enministerium bei seinen Anschuldigungen. Ein kl&auml;render Bericht der NSA wird erwartet.<br>\nDie US-Regierung hat nach Angaben aus dem Au&szlig;enministerium keine Zweifel, dass Russland hinter Hackerangriffen auf US-Ziele im zur&uuml;ckliegenden Wahlkampf steckt. &ldquo;Die Geheimdienste sind sich sicher. Und der Pr&auml;sident h&auml;tte nicht die Schritte unternommen, die er unternommen hat, wenn er nicht &uuml;berzeugt w&auml;re&rdquo;, sagte der Sprecher des Au&szlig;enministeriums, John Kirby, am Dienstag in Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/US-Aussenministerium-Keine-Zweifel-an-russischen-Hackerangriffen-3587348.html\">Heise Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36470#h04\">Punkt 4<\/a> der gestrigen Hinweise des Tages.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Migration und Kolonialismus: &ldquo;Jetzt kommt die Welt zur&uuml;ck nach Europa&rdquo;<\/strong><br>\nKriege, Armut, Klimawandel: Die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Flucht nach Europa sind vielf&auml;ltig. Der Historiker Wolfgang Reinhard nennt in seinem Buch &ldquo;Die Unterwerfung der Welt&rdquo; noch einen weiteren Grund f&uuml;r Migration: die Folgen des Kolonialismus.<br>\nRund 360.000 Menschen sind 2016 &uuml;ber das Mittelmeer nach Europa geflohen, mehr als 5.000 haben es nicht geschafft und sind auf der &Uuml;berfahrt gestorben. Diese Zahlen sind die bisher h&ouml;chsten &ndash; aber trotzdem ist die massenhafte Wanderung nach Europa zu Normalit&auml;t geworden. Auch f&uuml;r den Historiker Wolfgang Reinhard ist das Ph&auml;nomen erkl&auml;rbar, wenn auch aus einem scheinbar ungew&ouml;hnlichen Grund:<br>\n&ldquo;Diese Leute sind ja in der Regel auch nicht arm, denn sonst k&ouml;nnten sie ja die Schlepper auch gar nicht bezahlen. Das ist ja nicht das heulende Elend, sondern ein Strom von Leuten, die die Attraktivit&auml;t Europas und Amerikas kennengelernt haben und nun finden, an der wollen wir partizipieren. Das ist gewisserma&szlig;en eine Folge der Verbreitung der europ&auml;ischen Kultur. Denn nur auf der Basis ist das &uuml;berhaupt m&ouml;glich, dass sie versuchen, sich bei uns zu integrieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/migration-und-kolonialismus-jetzt-kommt-die-welt-zurueck.1773.de.html?dram:article_id=375470\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kehrtwende im Asylrecht: Ein Schock f&uuml;r viele Schweden<\/strong><br>\nUnter dem Druck von 163.000 Fl&uuml;chtlingen, die 2015 nach Schweden gekommen waren, versch&auml;rfte das Land sein Asylrecht von einem der liberalsten zu einem der strengsten. Viele Schweden hatten damit Probleme, galt ihr Land doch bis dato als &ldquo;Supermacht der Menschlichkeit&rdquo;. Ein Jahr danach sind viele Probleme in der Fl&uuml;chtlingspolitik noch immer ungel&ouml;st.<br>\n&ldquo;Das ist ja die christliche Botschaft, dass man dem N&auml;chsten hilft und auch wenn Frau Merkel sagt, &ldquo;das schaffen wir schon&rdquo;, das, finde ich, sitzt in uns allen, dass man das wirklich gerne macht.&rdquo;<br>\nK&ouml;nigin Silvia im Herbst in einem ARD-Interview. Ein dickes Lob f&uuml;r Deutschland und fast schon die Beschw&ouml;rung auch der eigenen schwedischen Tradition gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Hilfsbereitschaft. Aber die ist seit einem Jahr gebrochen. Unter dem Druck von 163.000 Fl&uuml;chtlingen, die 2015 ins Land gekommen waren, und unter dem Druck der laut dagegen protestierenden rechtspopulistischen Schwedendemokraten hatte die rot-gr&uuml;ne Regierung Grenzkontrollen eingef&uuml;hrt, trotz vieler Bedenken in der EU, und danach hatte sie das Asylrecht des Landes von einem der liberalsten zu einem der strengsten gemacht.<br>\nKlappe zu, Fl&uuml;chtlinge weg, vor allem solche ohne Papiere! Ein Schock f&uuml;r viele Schweden, die stolz waren auf den Ruf ihres Landes als &ldquo;Supermacht der Menschlichkeit&rdquo;. Margit Silberstein vom schwedischen Rundfunk brachte es auf den Punkt: &ldquo;Heute sind wir, wie selbst der Ministerpr&auml;sident sagt, auf dem Minimalniveau der EU. Und das ist sehr schmerzhaft besonders f&uuml;r die Gr&uuml;nen gewesen, die ja auch in der Regierung sind. Sie waren die gro&szlig;z&uuml;gigste Partei im Reichstag, was die Fl&uuml;chtlingspolitik angeht. Man kann sagen, dass sie auf diesem Gebiet ihre Seele verloren haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kehrtwende-im-asylrecht-ein-schock-fuer-viele-schweden.795.de.html?dram:article_id=375469\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zugpferd und Zumutung<\/strong><br>\nDie Situation ist paradox: Winfried Kretschmann, der f&uuml;r viele Gr&uuml;ne zu sehr nach der CDU und der Wirtschaft schielt, soll als Zugpferd im Bundestagswahlkampf bis hoch in den Norden Stimmen holen. Und im Extremfall damit Rot-Rot-Gr&uuml;n erm&ouml;glichen.<br>\nEine gute Woche haben die 61 000 Mitglieder der Gr&uuml;nen noch Zeit, per Urwahl die Spitzenkandidaten f&uuml;r die Bundestagswahl zu bestimmen. W&auml;re es nach Kretschmann gegangen, h&auml;tte es den Mitgliederentscheid &ldquo;Basis ist Boss&rdquo; in dieser Form wom&ouml;glich gar nicht gegeben. Im vergangenen April, nach dem zweiten historischen Wahlerfolg seiner Partei im S&uuml;dwesten, sprach sich der Oberrealo f&uuml;r die Abkehr von der Doppelspitze aus. Die &Auml;mterteilung sei &ldquo;&uuml;berholt&rdquo;, die W&auml;hlerschaft w&uuml;nsche sich &ldquo;eine eindeutige Personalisierung&rdquo;. Er sieht sich selbst als besten Beweis f&uuml;r die Richtigkeit der These.<br>\nEs sind solche Zwischenrufe aus Stuttgart, an die sich die Bundespartei zuerst gew&ouml;hnen musste, um dann eine Gegenstrategie zu entwickeln. Gelassenheit statt Abwehrreflex, lautet die Devise. Die Doppelspitzen-Debatte ist im Sand verlaufen: Wie eh und je werden die Gr&uuml;nen im kommenden Herbst mit einem Duo in den Wahlkampf ziehen. Dem derart pragmatischen Umgang mit dem neben Joschka Fischer erfolgreichsten Gr&uuml;nen sind allerdings Grenzen gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/301\/zugpferd-und-zumutung-4117.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>FC Bayern in Katar: Gerade in der Fl&uuml;chtlingskrise darf die Reise nicht verharmlost werden<\/strong><br>\nMittlerweile zum sechsten Mal fliegt Bayern M&uuml;nchen im Januar an den Persischen Golf, die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber ist nach und nach eingeschlafen oder hat sich ritualisiert. Das ist fatal. Denn wenn sich hierzulande Menschen &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge in Rage diskutieren und anhand des islamistischen Terrors in Europa teils unsinnige Debatten losgetreten werden, darf die zumindest fragw&uuml;rdige Beziehung des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Fu&szlig;ballvereins, der internationalen Marke Bayern M&uuml;nchen, zu Katar nicht untergehen. [&hellip;]<br>\nKatar sponsert neben den M&uuml;nchnern jedoch auch die Muslimbr&uuml;derschaft in &Auml;gypten, die Hamas im Gaza-Streifen und &ndash; wohl am schlimmsten &ndash; den sogenannten Islamischen Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/sport\/fussball\/bundesliga1\/fc-bayern-in-katar-in-der-fluechtlingskrise-muessen-wir-ueber-die-katar-reise-streiten_id_6445375.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Zwar nur oberfl&auml;chlich, aber zumindest wird mal tendenziell richtig dar&uuml;ber berichtet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Peinlich! Seehofer f&auml;llt durch CSU-Klausur<\/strong><br>\nSeeon (dpo) &ndash; Schwere Klatsche f&uuml;r den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer: Der bayerische Ministerpr&auml;sident fiel peinlicherweise durch die traditionelle CSU-Klausur, die in diesem Jahr im Kloster Seeon geschrieben wurde. Es ist das erste Mal seit 1955, dass ein CSU-Vorsitzender den wichtigen Test vermasselt. [&hellip;]<br>\nSeehofer kam nur auf 48 von 100 m&ouml;glichen Punkten. Eine glatte 5. Nicht bestanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/01\/csu-klausur.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel bei CSU-Anh&auml;ngern beliebter als Seehofer<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/stern-politiker-ranking--merkel-bei-csu-anhaengern-beliebter-als-seehofer-7265428.html\">Stern<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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