{"id":36505,"date":"2017-01-06T09:12:42","date_gmt":"2017-01-06T08:12:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505"},"modified":"2017-01-06T09:12:42","modified_gmt":"2017-01-06T08:12:42","slug":"hinweise-des-tages-2786","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h01\">Der 3. Weltkrieg droht: NATO-Soldaten retten Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h02\">Futter f&uuml;r AfD-W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h03\">Unser gr&ouml;&szlig;eres Problem ist Political Profiling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h04\">Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband weist in aktueller Stellungnahme auf M&auml;ngel und Vers&auml;umnisse hin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h05\">Mitarbeiter der Tafeln sind am Rand der Ersch&ouml;pfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h06\">Gruppe Verhaltenskodex: Finanzminister m&uuml;ssen Blockade bei Steuergerechtigkeit beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h07\">Portugal: Sozialistische Minderheitsregierung auf Erfolgskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h08\">&bdquo;Auf einen groben Klotz geh&ouml;rt ein grober Keil&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h09\">Snowden: Massen&uuml;berwachung verhindert keinen Terrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h10\">Der Verfassungsschutz war es &ndash; oder auch nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h11\">Es werde Schuld! &ndash; Wie Schuldgef&uuml;hle gemacht werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h12\">China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h13\">Ohne Numerus Clausus Bulgarische Uni bietet Medizin-Studium &ndash; in K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36505#h14\">Der &ldquo;Spiegel&rdquo; war immer ein Kind seiner Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der 3. Weltkrieg droht: NATO-Soldaten retten Osteuropa<\/strong><br>\nDer US-Star-Autor David A. Andelman hatte es dem Sender CNN anvertraut und der hatte es schleunigst der NATO weitergegeben: Der 3. Weltkrieg beginnt in und um die Suwalki-Gap. Das ist jene unscheinbare L&uuml;cke, die zwischen zwei Dreil&auml;nderecken verl&auml;uft: Dem Dreil&auml;ndereck Litauen-Polen-Belarus und dem Dreil&auml;ndereck Litauen-Polen-Russland. Der Suwalki Gap liegt genau zwischen dem Nato-Partner Polen, dem Territorium der russischen Exklave Kaliningrad und Wei&szlig;russland. In den n&auml;chsten Tagen verlegt deshalb die US-Army eine komplette Panzerbrigade mit 4000 Soldatinnen und Soldaten und mehr als 2000 Panzern, Haubitzen, Jeeps und LKW dorthin. Die milit&auml;rische Fracht wird in Bremerhaven ausgeladen, um dann mit Z&uuml;gen, Fahrzeugkolonnen und weiteren Schiffen Richtung Osten, eben in die 3. Weltkriegs-L&uuml;cke nach Suwalki geworfen zu werden.<br>\nEtwa 900 Waggons mit milit&auml;rischem Material werden per Eisenbahn von Bremerhaven nach Polen gebracht werden. Voller Stolz teilt das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern der Bundeswehr mit: &bdquo;Bildlich gesprochen entspr&auml;che dies einer Gesamtzugl&auml;nge von zirka zehn Kilometern&ldquo;. Hinzu kommen ungef&auml;hr 600 Frachtst&uuml;cke, die vom Truppen&uuml;bungsplatz Bergen-Hohne ebenfalls per Bahn nach Polen transportiert werden. Rund 40 Fahrzeuge sollen direkt &uuml;ber die Stra&szlig;e nach Polen bewegt werden. R&auml;der aller Art sollen rollen f&uuml;r den Sieg im Kampf um die Suwalki-L&uuml;cke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/der-3-weltkrieg-droht.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Futter f&uuml;r AfD-W&auml;hler<\/strong><br>\nVom ehemals linksextremen J&uuml;rgen Els&auml;sser &uuml;ber den&nbsp;Verschw&ouml;rungstheoretiker Ken Jebsen bis zum deutschnationalen&nbsp;Stichwortgeber G&ouml;tz Kubitschek: In einer siebenteiligen Serie stellt&nbsp;CORRECTIV die Medien der Neuen Rechten und ihre Bedeutung vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/neue-rechte\/artikel\/2016\/12\/27\/medien-editorial\/\">correctiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong>&nbsp;Es ist schon grotesk, mit was sich vermeintlich professionelle Recherche(sic!)-Journalisten besch&auml;ftigen. Da packt man den Kollegen Ken Jebsen und RT Deutsch gleich mal in die Schublade &ldquo;Neurechts&rdquo;. Nat&uuml;rlich ohne das mit auch nur einem einzigen &uuml;berzeugenden Beispiel zu belegen. Warum auch?&nbsp;Man schmei&szlig;e einfach so viel Dreck, wie man finden kann&nbsp;&hellip; irgendwas wird schon h&auml;ngen bleiben.&nbsp;Mal im Ernst: Man muss Ken Jebsen ja nicht gut finden, das ist alles Geschmacksache. Aber &ldquo;neurechts&rdquo;? Das ist so d&auml;mlich, dass ich wirklich nicht wei&szlig;, ob man dar&uuml;ber nun lachen oder weinen soll.<\/em><br>\n<em>Gef&auml;hrlich ist dabei vor allem eins: Was die&nbsp;&bdquo;Journalismus-Plattform&ldquo; dort macht, ist eine groteske Verharmlosung der echten neuen Rechten. Ein G&ouml;tz Kubitschek freut sich sicherlich, wenn er in eine Schublade mit Jebsen und RT Deutsch geworfen wird. Und wen es interessiert: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/correctiv\/finanzen\/\">Hier<\/a>&nbsp;finden Sie eine Liste mit den Finanziers dieser Plattform. An Geld scheint es jedenfalls nicht zu mangeln. Wer die Deutsche Bank, die Rudolf Augstein&nbsp;Stiftung, George Soros Open Society Foundations, die Bundeszentrale f&uuml;r politische&nbsp;Bildung, RTL, Google, das ZDF und die Konrad Adenauer Stiftung zu seinen&nbsp;Unterst&uuml;tzern&nbsp;z&auml;hlt, ist ohnehin auf der Seite, der&nbsp;&bdquo;Gewinner&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unser gr&ouml;&szlig;eres Problem ist Political Profiling<\/strong><br>\nImmer mehr Deutsche werden einander zu Meinungspolizisten. F&uuml;r das Wahljahr 2017 verspricht das nichts Gutes.<br>\nW&uuml;rde man Teile der Debatte &uuml;ber das vermeintliche Racial Profiling in der K&ouml;lner Silvesternacht nach den Ma&szlig;st&auml;ben guter Polizeiarbeit bewerten, man m&uuml;sste wohl zu dem Schluss kommen: Was mittlerweile viele Twitter- und Facebooknutzer betreiben, f&auml;llt in die Abteilung Political Profiling. Ein oberfl&auml;chlicher Blick gen&uuml;gt und der Andere ist einsortiert und des Platzes verwiesen. Zwei grobe Kategorien stehen beim Schnellcheck zur Auswahl: Rassist und Linksversiffter.<br>\nDas ist eine bedrohliche Entwicklung. Immer mehr Deutsche werden einander zu Meinungspolizisten, die voreilige Schl&uuml;sse &uuml;bereinander ziehen. Die Ungerechtigkeiten, die sie sich mit 140 oft hingerotzten Zeichen an die K&ouml;pfe werfen, erzeugen Wut &ndash; und diese Wut erzeugt die n&auml;chste Ungerechtigkeit. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, droht diesem Land eine Spaltung, bei der am Ende jeder verliert.<br>\nVielleicht &uuml;berlegen einmal alle, denen die Meinungsfreiheit am Herzen liegt, links wie rechts, was Deutschland aus dem vergangenen Jahr in den USA lernen sollte, damit dieses Land im Wahlkampfjahr 2017 nicht in eine &auml;hnliche Freund-Feind-Polarisierung abgleitet.<br>\nVielleicht ist dieses Land schon gespaltener als wir denken. Vor den US-Wahlen, aber auch vor dem Brexit-Votum in Gro&szlig;britannien, haben Politiker, Journalisten und Meinungsforscher die Tiefe des Grabens untersch&auml;tzt, der sich durch die Gesellschaften zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-01\/feindbilder-political-profiling-facebook-twitter-5vor8\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband weist in aktueller Stellungnahme auf M&auml;ngel und Vers&auml;umnisse hin<\/strong><br>\nDeutliche konzeptionelle und inhaltliche Kritik am Entwurf des f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung formuliert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in einer aktuellen Stellungnahme. Der Parit&auml;tische erneuert seine Forderung nach einer unabh&auml;ngigen Armutsberichterstattung durch eine regierungsexterne Kommission.<br>\nDer 655-seitige Berichtsentwurf enthalte zwar durchaus richtige wie alarmierende Fakten, etwa Daten zur wachsenden sozialen Spaltung der Gesellschaft und dem kontinuierlichen Anstieg der Armutsquote, bleibe jedoch eine ehrliche Bewertung und konkrete Handlungsvorschl&auml;ge schuldig, so die Analyse des Parit&auml;tischen. &bdquo;Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisdefizit und unter Fachleuten ist auch v&ouml;llig klar, was zu tun w&auml;re, wir haben jedoch ein politisches Handlungsdefizit&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes.<br>\nDer Parit&auml;tische kritisiert in seiner Stellungnahme unter anderem, dass der Bericht an keiner Stelle auf das Problem der &bdquo;verdeckten Armut&ldquo; eingeht und die Perspektive von Armut betroffener Menschen nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt werde. Dar&uuml;ber hinaus werde insbesondere das aktuelle Ausma&szlig; der Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland nur v&ouml;llig unzureichend abgebildet. Schlie&szlig;lich setze die Bundesregierung die schlechte Praxis der Vorg&auml;ngerregierungen fort, wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bericht zu tilgen, wenn sie politisch nicht opportun erscheinen, wie der Verband am Beispiel von Passagen zur politischen Repr&auml;sentation und Partizipation einkommensarmer Menschen dokumentiert, die aus fr&uuml;heren Berichtsentw&uuml;rfen gestrichen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/startseite\/artikel\/news\/armuts-und-reichtumsbericht-der-bundesregierung-paritaetischer-wohlfahrtsverband-weist-in-aktuelle\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige Stellungnahme des Verbandes kann <a href=\"http:\/\/infothek.paritaet.org\/pid\/fachinfos.nsf\/0\/1dfb5add8a374203c125809f0036c521\/$FILE\/Paritaet-2017-Stellungnahme_5_ARB-E.pdf\">hier<\/a> nachgelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mitarbeiter der Tafeln sind am Rand der Ersch&ouml;pfung<\/strong><br>\nDer Andrang bei den Tafeln wird gr&ouml;&szlig;er. Auch Studenten und Geringverdiener sind zunehmend auf die g&uuml;nstigen Lebensmittel angewiesen. Vom Staat f&uuml;hlen sich die Organisatoren im Stich gelassen.<br>\nIn dem kleinen Laden der Tafel stapeln sich die Lebensmittelkisten: Salat, Brot, Milch, Gem&uuml;se, Bananen, Mandarinen, Schokolade, Aufschnitt &ndash; Nahrungsmittel, die eigentlich im M&uuml;ll landen w&uuml;rden, weil sie gerade abgelaufen sind oder nicht so sch&ouml;n aussehen. Die Zahl der Menschen in NRW, die froh sind &uuml;ber solche Lebensmittel, wird immer gr&ouml;&szlig;er. &bdquo;Wir haben im vergangenen Jahr rund ein Drittel mehr Bed&uuml;rftige gehabt&ldquo;, sagt Wolfgang Weilerswist, der Landesvorsitzende der NRW-Tafeln. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel bringt das oft an ihre Grenzen.<br>\nIn Wilnsdorf im Siegerland sind es an diesem Tag 50 Menschen, die mit Traget&uuml;ten und Einkaufstrolleys zur Ausgabestelle gekommen sind. Ein Vater von f&uuml;nf Kindern packt mithilfe seines Sohnes drei Taschen randvoll. Der Mann ist vor eineinhalb Jahren als Fl&uuml;chtling nach Deutschland gekommen, eine feste Arbeit hat er noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article160888995\/Mitarbeiter-der-Tafeln-sind-am-Rand-der-Erschoepfung.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und das in der konservativen WELT, die uns doch jeden Tag erz&auml;hlt, wie toll es den Deutschen geht, dass wir den besten Sozialstaat der Welt haben, Armut ein Randph&auml;nomen ist usw. Oder nur deshalb, weil es um NRW und gegen die Rot-Gr&uuml;ne Landesregierung geht? Ist es woanders besser???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gruppe Verhaltenskodex: Finanzminister m&uuml;ssen Blockade bei Steuergerechtigkeit beenden<\/strong><br>\nDie britische Tageszeitung The Guardian ver&ouml;ffentlichte zus&auml;tzliche Recherchen auf Grundlage von Drahtberichten der Bundesregierung mit detaillierten Informationen aus der Ratsarbeitsgruppe Verhaltenskodex zur Unternehmensbesteuerung der EU-Mitgliedstaaten. Die Gruppe soll unfaire Steuerpraktiken zu Gunsten von Konzernen durch Mitgliedstaaten angehen. Die Drahtberichte verdeutlichen die Ineffizienz dieser Gruppe, die an den Wirtschafts- und Finanzministerrat (EcoFin) berichtet. So wurden selbst geringf&uuml;gige Fortschritte durch Mitgliedstaaten blockiert, insbesondere durch Luxemburg, die Niederlande, Belgien, Irland sowie Gro&szlig;britannien. Zudem haben die europ&auml;ischen Steueroasen ihre Steuerpraktiken an die veralteten EU-Regeln gegen sch&auml;dliche Steuerpraktiken angepasst.<br>\nSven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen\/EFA Fraktion im Europ&auml;ischen Parlament sowie Fabio De Masi (Linksfraktion GUE\/NGL), stellv. Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zu Geldw&auml;sche, Steuerhinterziehung und -vermeidung (PANA) des Europ&auml;ischen Parlaments, erkl&auml;ren:<br>\n&ldquo;Die 19 Jahre der Ohnmacht gegen unfaire Steuerpraktiken von Mitgliedstaaten sind eine wesentliche Ursache von Frust &uuml;ber das europ&auml;ische Projekt. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass die Mitgliedstaaten die Ineffizienz der Gruppe Verhaltenskodex eingestehen. Das Europ&auml;ische Parlament kann nicht l&auml;nger hinnehmen, dass der Rat keinerlei ernsthafte Bem&uuml;hungen zeigt, die Gruppe Verhaltenskodex zu reformieren und die entsprechenden Forderungen des Parlaments nach den Sonderaussch&uuml;ssen zu LuxLeaks ignoriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/10985.gruppe-verhaltenskodex-finanzminister-muessen-blockade-bei-steuergerechtigkeit-beenden.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Portugal: Sozialistische Minderheitsregierung auf Erfolgskurs<\/strong><br>\nPortugal wird seit &uuml;ber einem Jahr von einer sozialistischen Minderheitsregierung, die von zwei kommunistischen Parteien gest&uuml;tzt wird, durch die schwierige Wirtschaftslage gesteuert. Die Alternative &ndash; eine &Uuml;bergangsregierung bis zu Neuwahlen fr&uuml;hestens im April 2016 &ndash; h&auml;tte Portugal noch st&auml;rker destabilisiert. Es w&auml;re in einer solchen Konstellation nahezu unm&ouml;glich gewesen, einen Haushalt f&uuml;r 2016 zu verabschieden.<br>\nVon vielen Beobachtern wurde die Wahrscheinlichkeit, dass diese linke Regierung eine volle Legislaturperiode durchh&auml;lt, als &auml;u&szlig;erst gering eingesch&auml;tzt. Zu gro&szlig; seien die Unterschiede zwischen den Kommunisten und dem Linksblock, die im Wahlkampf noch den Austritt Portugals aus der Nato, dem Euro und der EU gefordert hatten. Jetzt pr&auml;sentiert sich diese politische Formation als Erfolgsgeschichte. (&hellip;)<br>\nDas erste Halbjahr 2016 sah in der Tat nicht gut aus: Die Jahresrate des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fiel auf 1,0% nach 1,5% in 2015. Um die Prognose von 1,8 Prozent zu erreichen, musste das portugiesische Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr auf 2,6% steigen. Dies wurde der Regierung nicht zugetraut.<br>\nIm September erwartete der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) f&uuml;r 2016 weiterhin ein BIP-Wachstum von nur 1,0%. Anfang Dezember verbesserte er seine Prognose auf 1,3% und &uuml;berbot sogar die Regierung, die nur 1,2% einkalkuliert hatte. Der IWF sei &raquo;positiv &uuml;berrascht&laquo;, freute sich Ministerpr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa, dessen Regierung von der harten Austerit&auml;tspolitik abger&uuml;ckt ist, um die Wirtschaft mit einer h&ouml;heren Inlandsnachfrage zu beleben. Noch zu Jahresbeginn sei der IWF skeptisch gewesen, merkte Costa an.<br>\nDie &Uuml;berraschung steigerte sich, weil Portugal vorfristig einen Teil seiner Schulden tilgte. Portugal ist f&uuml;r viele noch immer ein Sorgenkind der Europ&auml;ischen Union. So wie Griechenland, Spanien und Irland hatte auch Portugal den Euro-Rettungsschirm in Anspruch genommen. Seitdem zahlen die Portugiesen ihre Hilfskredite langsam wieder zur&uuml;ck. Im November &uuml;berwiesen sie eine Kredittranche an den IWF, die eigentlich erst Anfang 2019 f&auml;llig gewesen w&auml;re (&hellip;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/portugal-sozialistische-minderheitsregierung-auf-erfolgskurs\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Auf einen groben Klotz geh&ouml;rt ein grober Keil&ldquo;<\/strong><br>\nDer scheidende EU-Parlamentspr&auml;sident pl&auml;diert f&uuml;r eine entschlossenere Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Positionen. Gegen sie w&uuml;rden &bdquo;fein ziselierte Argumente&ldquo; nicht helfen. Was hilft dann?<br>\nDer scheidende EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz (SPD) r&auml;t zu einer harten Reaktion auf demokratiefeindliche Positionen. Durch &bdquo;fein ziselierte Argumente&ldquo; sei den Parolen der Populisten und Rechtsextremen nicht beizukommen, sagte Schulz der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vom Donnerstag: &bdquo;Auf einen groben Klotz geh&ouml;rt manchmal auch ein grober Keil.&ldquo;<br>\nSchulz sagte, Verzweiflung gef&auml;hrde die Demokratie. &bdquo;Wenn die Menschen das Gef&uuml;hl haben, dass sie ihren Beitrag f&uuml;r die Gesellschaft leisten, die Gesellschaft f&uuml;r sie aber nichts tut und sie nicht respektiert, werden sie radikal&ldquo;, sagte der Sozialdemokrat. Sie suchten Alternativen, wenn sie sich durch die Demokratie nicht besch&uuml;tzt f&uuml;hlen.<br>\nAngesichts der Popularit&auml;t von Marine Le Pen in Frankreich sagte Schulz: &bdquo;Wir beobachten, dass die Zerst&ouml;rer Zulauf haben.&ldquo; Es stelle sich die Frage: &bdquo;Wo kommt diese Wut, Entt&auml;uschung, Verzweiflung her?&ldquo; Auch gut situierte Menschen h&auml;tten Angst vor der Zukunft. &bdquo;Diese Angst kann man ihnen nicht durch das Nachahmen verantwortungsloser Parolen nehmen&ldquo;, sagte Schulz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/martin-schulz-raet-zu-hartes-vorgehen-gegen-populisten-14605363.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Und wo sind die Analysen und Antworten?<\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Snowden: Massen&uuml;berwachung verhindert keinen Terrorismus<\/strong><br>\nEdward Snowden nimmt auf dem Chaos Communication Congress in einem unangek&uuml;ndigten Kurzvortrag Stellung zu der Behauptung, dass Massen&uuml;berwachung gegen Terrorismus sch&uuml;tzt. &bdquo;Ihr m&uuml;sst aktiv werden. Wenn wir wollen, dass die Dinge besser werden, dann m&uuml;sst ihr f&uuml;r etwas eintreten&ldquo;, so sein Appell.<br>\nSeit fast drei Jahren wird im Bundestag versucht, unter anderem die Spionage von ausl&auml;ndischen Geheimdiensten in Deutschland aufzukl&auml;ren. Der daf&uuml;r gegr&uuml;ndete NSA-Untersuchungsausschuss (NSAUA) befragt zum Beispiel Zeugen, um an Informationen zu gelangen. Eine wichtige Person fehlte dabei bisher immer: Edward Snowden, der Mann, der f&uuml;r die Enth&uuml;llung der Massen&uuml;berwachung durch die National Security Agency (NSA) verantwortlich war.<br>\nMit seinem unangek&uuml;ndigten Kurzvortrag per Videoschaltung auf dem 33. Chaos Communication Congress sorgte er f&uuml;r eine &Uuml;berraschung. Er wandte sich nach einem Vortrag von Anna Biselli und Andre Meister an das Publikum, um &uuml;ber Terror, &Uuml;berwachung und dem NSAUA zu sprechen.<br>\nDie beiden netzpolitik.org-Autoren gaben im Vorfeld einen &Uuml;berblick auf die Auswirkungen Snowdens in Deutschland. Sie sprachen dar&uuml;ber, warum der Untersuchungsausschuss nicht richtig arbeiten kann. Bei entscheidenden Fragen mauert die Regierung und will keine Informationen preisgeben. Au&szlig;erdem emp&ouml;rten sie sich &uuml;ber den Bundesnachrichtendienst (BND), der trotz mehrerer Skandale mehr Befugnisse und Geld erhalten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/snowden-massenueberwachung-verhindert-keinen-terrorismus\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Verfassungsschutz war es &ndash; oder auch nicht<\/strong><br>\nEinen Tag vor Heiligabend war eben dieser gerettet. Gegen die Mittagszeit wurde bekannt, dass der Attent&auml;ter von Berlin gefasst wurde. In der bequemsten aller Formen: tot. Zwei Tage vor Heiligabend las ich bei Facebook diverse Statements meiner &raquo;Freunde&laquo;. Sie ahnten schon, dass wir den vermeintlichen T&auml;ter nie lebendig zu Gesicht bekommen w&uuml;rden. Sie ahnten es just von dem Augenblick an, als man ein Ausweisdokument in der Fahrerkabine jenes Lastwagens fand, den er als Waffe missbrauchte. Erfahrungswerte und so. Erst pr&auml;sentiert man uns Rezipienten den gro&szlig;en Ermittlungserfolg in Gestalt einer liegengelassenen Visitenkarte. Dann gibt man den Tod des Verd&auml;chtigen aus, der mit seinem Tod aus dem einstweiligen Verdacht heraustritt, um sprachlich und im Kollektivged&auml;chtnis zum T&auml;ter zu werden. Und wie es den Leute in meinem Facebook-Kosmos da so schwante, &auml;rgerten sie sich synchron dazu zur Leistung der Medien in dieser Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1037583.der-verfassungsschutz-war-es-n-oder-auch-nicht.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Es werde Schuld! &ndash; Wie Schuldgef&uuml;hle gemacht werden<\/strong><br>\nEin Gef&auml;ngnissystem &bdquo;braucht&ldquo; Gefangene, so wie ein Feuer darauf angewiesen ist, dass best&auml;ndig Holzscheite nachgelegt werden. Es &bdquo;muss&ldquo; also immer Straftaten geben. Nicht wegen des unausrottbaren B&ouml;sen in den K&ouml;pfen der Menschen, sondern wegen der Arbeitspl&auml;tze derer, die an eben diesem B&ouml;sen Lohn und Brot haben. Nach dieser Logik sind nicht die Straft&auml;ter f&uuml;r eine Gesellschaft sch&auml;dlich, sondern jene, die sich weigern, der Gef&auml;ngnisindustrie als Zielgruppe zur Verf&uuml;gung zu stehen. Schuld wird, wo sie nicht unabweisbar ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, in sehr vielen F&auml;llen &bdquo;gemacht&ldquo;. Man kann dabei auch &ndash; parallel zur Geldsch&ouml;pfung &ndash; von Schuldsch&ouml;pfung sprechen. Bei Strafen und Schuldzuschreibungen ist immer das &bdquo;Cui bono?&ldquo; zu beachten: Wem n&uuml;tzt es? (Roland Rottenfu&szlig;er)<br>\nLeonie fuhr in die Innenstadt von Augsburg ohne eine entsprechende Feinstaubplakette ein. Die Strafe: 67 Euro und ein Punkt in Flensburg. Dabei war ihr Auto nur zwei Jahre alt und nat&uuml;rlich ASU-zertifiziert. Die Strafe entsprach der, die einem wirklichen Umweltverschmutzer gedroht h&auml;tte, der mit einer alten Dreckschleuder in die Innenstadt eingefahren w&auml;re. F&uuml;r die Augsburger Verkehrsbeh&ouml;rden war diese Vorgehensweise folgerichtig. Leonie, die Delinquentin, hatte niemanden gesch&auml;digt oder gef&auml;hrdet. Sie hatte lediglich nicht sichergestellt, dass ihr gesetzeskonformes Verhalten m&uuml;helos von den Beh&ouml;rden kontrolliert werden konnte. Schuld und Strafe werden vielfach losgel&ouml;st von ihrem urspr&uuml;nglichen Anlass: der Verursachung eines Schadens. Eine Schuld ohne Opfer, das ist wie ein Geschenk ohne Empf&auml;nger. Vielerorts braucht es betr&auml;chtliche Geistesgegenwart, um dem &uuml;berall lauernden Bestraftwerden zu entgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2017\/01\/05\/es-werde-schuld-wie-schuldgefuehle-gemacht-werden\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>China hat Marktwirtschaftsstatus<\/strong><br>\nChina ist offiziell Marktwirtschaft, doch die &bdquo;Freih&auml;ndler&ldquo; beschlie&szlig;en schnell noch neuen Protektionismus.<br>\nAm 11. Dezember 2016 war es so weit. Nach 15 Jahren Wartezeit (seit dem Eintritt Chinas in die Welthandelsorganisation WTO) wurde China in der WTO offiziell der Status einer Marktwirtschaft zuerkannt. Das ist f&uuml;r sich genommen schon ein Witz, weil die einzige Volkswirtschaft der Erde, die in den vergangenen drei&szlig;ig Jahren genau die Dynamik zeigte, die von den begeisterten Marktwirtschaftlern als ein Charakteristikum &bdquo;ihres Systems&ldquo; angesehen wird, offiziell gar keine Marktwirtschaft war.<br>\nEs ist andererseits eine ungeheure Heuchelei, dass die EU-Kommission in Br&uuml;ssel (ma&szlig;geblich unter deutschem Einfluss) am liebsten verhindert h&auml;tte, dass China diesen Status bekommt, weil es jetzt nicht mehr so einfach ist, zu behaupten, in China manipuliere der Staat die Preise und deswegen m&uuml;sse es ein Leichtes sein, gegen dieses Land Anti-Dumping-Verfahren durchzuf&uuml;hren.<br>\nNun aber wird es noch peinlicher. Wie EurActiv berichtet (hier), war China davon ausgegangen, dass die Europ&auml;er und Amerikaner mit dem 11. Dezember ihre Ma&szlig;nahmen gegen China, die unter dem alten Regime beschlossen worden waren, sofort fallen lassen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenige Tage vor dem Ende der Frist wurden neue Ma&szlig;nahmen gegen China beschlossen. Gegen die geht China jetzt bei der WTO juristisch vor. Bevor aber ein solches Verfahren (in der Regel f&auml;llt die Entscheidung in einem WTO-internen Schiedsverfahren, das aber auch nicht bindend ist) entschieden wird, k&ouml;nnen Jahre vergehen.<br>\nIch habe schon in der Vergangenheit die Posse beklagt (hier z. B.), dass ausgerechnet deutsche Gewerkschaften und Arbeitgeber gegen chinesische Stahleinfuhren demonstrieren und agitieren. Das Land, das durch Lohndumping unter dem Schutz des Eurosystems mehr Arbeitslosigkeit zu seinen Handelspartnern exportiert hat als irgendein anderes auf dieser Welt, beklagt sich, dass seine Importe steigen und ergreift (via Europ&auml;ische Kommission) protektionistische Ma&szlig;nahmen. Da zeigt sich, was das ganze allt&auml;gliche Geschwafel &uuml;ber den Wert und die Bedeutung des &bdquo;Freihandels&ldquo; wert ist: Genau gleich nichts.<br>\nGerade die deutsche Stahlindustrie hat sich mit dem Chinahandel in den vergangenen zwanzig Jahren eine goldene Nase verdient. Wer hat denn den Stahl geliefert, den die deutsche Automobilindustrie, der deutsche Maschinen- und Anlagenbau und viele andere Branchen genutzt haben, um in China ihre Produkte zu verkaufen und um ihre Produkte aus China heraus in der Welt zu verkaufen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/china-hat-marktwirtschaftsstatus\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Schutz vor Chinas Shoppinggel&uuml;sten<\/strong><br>\nNoch nie haben chinesische Investoren so viele deutsche Unternehmen aufgekauft wie im Jahr 2016. Dahinter steht ein Plan, den die Bundesregierung nun abwehren will.<br>\nDie Warnung f&auml;llt sehr deutlich aus. Politik und Wirtschaft sollten sich nicht von kurzfristigen Gesch&auml;ftschancen t&auml;uschen lassen, hei&szlig;t es in einer aktuellen Untersuchung. Darin hat das Mercator-Institut f&uuml;r Chinastudien (Merics) erarbeitet, welche Bedrohung f&uuml;r die hiesige Wirtschaft entsteht, wenn Investoren aus China deutsche Technologieunternehmen kaufen.<br>\nDas Ergebnis: Die chinesische F&uuml;hrung sei vor allem daran interessiert, ausl&auml;ndische Technologie durch chinesische zu ersetzen. Wie also kann sich die deutsche Volkswirtschaft dagegen wehren, dass hierzulande teuer entwickeltes Know-how das Land verl&auml;sst und fortan die Konkurrenz in Asien st&auml;rkt?<br>\nTats&auml;chlich sind Politik und Wirtschaft in Deutschland alarmiert. Schlie&szlig;lich haben chinesische Investoren allein von Januar bis Oktober des vergangenen Jahres 58 deutsche Firmen &uuml;bernommen &ndash; 19 mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Ernst &amp; Young. Vor allem aber sei die Summe der Investitionen um das Zwanzigfache gegen&uuml;ber dem Vorjahr gestiegen: auf insgesamt 11,6 Milliarden Euro. Allein f&uuml;r den Industrieroboterhersteller Kuka hatten chinesische Investoren laut Ernst &amp; Young 4,6 Milliarden Euro gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-01\/investitionen-china-unternehmen-deutschland-bundesregierung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.Z.:<\/strong> Anbei ein Link, welcher meiner Meinung nach wunderbar zeigt, mit welcher Doppelmoral wieder berichtet wird. Wenn Fraport jeden Flughafen in Griechenland kauft, haben die Griechen einfach Pech gehabt. Wenn jemand das Gleiche in Deutschland versucht, muss gleich eine Beh&ouml;rde her, die das verhindert. Mich beschleicht das Gef&uuml;hl, dass die Damen und Herren in Berlin das Prinzip der freien Marktwirtschaft nicht so richtig verstanden haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Milch, Mails und blo&szlig; keine Kritik<\/strong><br>\nStatt Facebook oder WhatsApp nutzen Chinesen mit WeChat ihren eigenen Messenger. Der Dienst macht vieles einfacher &ndash; auch die Zensur. (&hellip;)<br>\nFacebook? Ist vielen Chinesen zwar ein Begriff, ist aber gesperrt. Twitter? Ebenso. Und auch YouTube, Snapchat, Instagram und die meisten Google-Dienste sind in China mit seiner strengen Internetregulierung nur schwer oder gar nicht abrufbar. WhatsApp funktioniert im Reich der Mitte zwar, hat sich aber kaum durchgesetzt.<br>\nDenn digitale W&uuml;ste herrscht in der Volksrepublik nicht. Im Gegenteil: Mit &uuml;ber 800 Millionen Nutzern ist China die gr&ouml;&szlig;te Internetnation der Welt. Und auch auf soziale Netzwerke muss kein Chinese verzichten. Denn sie haben ihre eigenen Dienste. Und diese sind nicht nur bunter und spielerischer als ihre in Europa gel&auml;ufigen Pendants. Die chinesischen Varianten sind auch sehr viel praktischer und vielseitiger.<br>\nAllen voran der chinesische Messengerdienst Weixin, im Ausland auch bekannt als WeChat, hat es binnen weniger Jahre zur meist genutzten Onlineplattformen der Welt geschafft. Und das in einem Land, in dem das Internet unter der Fuchtel der Zensur steht. Nach Angaben des WeChat-Betreibers Tencent haben sich inzwischen &uuml;ber 900 Millionen zur Nutzung angemeldet. Das sind mehr Nutzer als WhatsApp z&auml;hlt. Diese hohe Zahl geht freilich auf den gro&szlig;en Nutzerkreis im eigenen Land zur&uuml;ck. Doch auch im Ausland findet WeChat immer mehr Anh&auml;nger. Oder es gibt Apps wie Line in Japan oder KakaoTalk in S&uuml;dkorea mit Funktionen, die denen des chinesischen Dienstes verd&auml;chtig &auml;hnlich sind. (&hellip;)<br>\nBei WeChat handelt es sich aber schon lange nicht mehr blo&szlig; um einen Messengerdienst. Nicht nur, dass es Voice-Over-IP-Telefonie, Videogespr&auml;che und Gruppenchats bei WeChat schon gab, als WhatsApp noch ganz allein f&uuml;r das Versenden von schriftlich verfassten Kurznachrichten gut war. WeChat ist das allumfassende Werkzeug f&uuml;r so ziemlich alle Alltagslagen. (&hellip;)<br>\nDoch China ist auch bekannt daf&uuml;r, den Zugriff auf das Internet stark zu kontrollieren, Inhalte werden zensiert. Erst Anfang November hat der chinesische Volkskongress ein umstrittenes Gesetz zur Versch&auml;rfung der Cybersicherheit verabschiedet. Damit solle laut staatlichen Medienberichten besser auf Gefahren wie Hackerangriffe oder Internetterrorismus reagiert und &bdquo;die Ordnung und Sicherheit des Cyberraums&ldquo; gesichert werden. Menschenrechtsgruppen sehen darin jedoch eine weitere Einschr&auml;nkungen des Rechts auf Meinungsfreiheit und einen erneuten Zuwachs der staatlichen Kontrolle &uuml;ber das Netz.<br>\nNat&uuml;rlich ist auch WeChat von dieser Kontrolle betroffen. Forscher von Citizen Lab an der Universit&auml;t von Toronto haben herausgefunden, dass WeChat gezielt Eintr&auml;ge nach politisch heiklen Schl&uuml;sselw&ouml;rtern filtert und bevorzugt Gruppenchats zensiert. Immer wieder w&uuml;rden Mitteilungen einfach heimlich gel&ouml;scht. Die Forscher hatten 26.821 sensitive Schl&uuml;sselw&ouml;rter &uuml;ber WeChat versendet. 174 davon l&ouml;sten die Zensur aus. Es ging meist um die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989, die prodemokratischen Proteste in Hongkong, die in China verbotene spirituelle Bewegung Falun Gong oder Motive mit Witzen oder Kritik an chinesischen F&uuml;hrern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Chinesischer-Messenger-WeChat\/!5365679\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ohne Numerus Clausus Bulgarische Uni bietet Medizin-Studium &ndash; in K&ouml;ln<\/strong><br>\nWer Medizin studieren will, aber kein Top-Abitur vorweisen kann, braucht entweder viel Geduld oder einen gro&szlig;en Geldbeutel. Denn die Zulassungsberechtigung, der Numerus clausus, ist hoch, an Wartesemester m&uuml;ssen Bewerber schon mal sechs Jahre einplanen.<br>\nViele Studenten weichen daher auf Medizinische Fakult&auml;ten im Ausland aus. Immer beliebter werden Hochschulen in Osteuropa, die ein Studium auf deutsch oder englisch anbieten. So studierten laut Statistischem Bundesamt 2013 &ndash; neuere Zahlen liegen nicht vor &ndash; etwa 1900 Deutsche Medizin in Ungarn und 250 in Tschechien. Tendenz steigend.<br>\nDie K&ouml;lner Firma Studimed geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten Vermittlern auf diesem Markt. Eigenen Angaben zufolge hat Studimed seit 2012 Dutzende deutscher Studenten in zehn osteurop&auml;ische Staaten und die T&uuml;rkei vermittelt. Jetzt will das Unternehmen das Gesch&auml;ftsmodell ausweiten und an der Bonner Stra&szlig;e 271 in Bayenthal einen Medizinischen Campus in Zusammenarbeit mit der staatlichen Medizinischen Universit&auml;t (MU) Sofia errichten. Im Fr&uuml;hjahr, sp&auml;testens im Herbst 2017 will Firmenchef Hendrik Loll mit etwa 100 Studenten an den Start gehen.<br>\nDie Studenten w&uuml;rde das Studium in Bayenthal eine h&uuml;bsche Stange Geld kosten. 13 600 Euro m&uuml;ssten die angehenden Akademiker an Studimed als Vermittlungsgeb&uuml;hr zahlen, und noch einmal soviel an die MU Sofia &ndash; pro Studienjahr. Der Unterricht, der bis zur Vorklinik in K&ouml;ln und anschlie&szlig;end in Bulgarien stattfinden soll, wird auf englisch von deutschen und bulgarischen Dozenten abgehalten. Letztere m&uuml;ssten f&uuml;r Blockseminare eigens eingeflogen werden. Unklar ist noch, wie die Anatomiekurse durchgef&uuml;hrt werden sollen, in dessen Rahmen die Hochsch&uuml;ler Leichen sezieren. Loll denkt dar&uuml;ber nach, die Studenten entweder nach Sofia ausfliegen zu lassen oder Leichen zum Beispiel aus den USA zu importieren. Studimed stehe im Gespr&auml;ch mit einem K&ouml;lner Pathologen, bei dem die Seminare dann abgehalten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/koeln\/ohne-numerus-clausus-bulgarische-uni-bietet-medizin-studium---in-koeln-25482210?dmcid=nl_20170105_25482210\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Bildung gegen Privatgeld. Der Bildungsstandort K&ouml;ln ist um eine karnevalistische Variante reicher. Leider kein Grund zum Feiern. Diesem monet&auml;r-medizinischen Ausrutscher muss man sofort den Zahn ziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der &ldquo;Spiegel&rdquo; war immer ein Kind seiner Zeit<\/strong><br>\nDer Nimbus des &ldquo;Spiegels&rdquo; hat in 70 Jahren manchmal gelitten, doch es gibt Anzeichen f&uuml;r eine Repolitisierung.<br>\nWenn man dieser Tage den ersten Jahrgang des Spiegels zur Hand nimmt, den von 1947, st&ouml;&szlig;t man in mancher Artikel&uuml;berschrift gleich auf das, was das nun 70 Jahre alte Magazin noch heute in seinen besten Momenten ausmacht, aber deutlich seltener geworden ist. Bissig-humorige Formulierungen, die politische Wertungen auf den Punkt bringen: &ldquo;Heim ins Frankreich&rdquo; etwa, &ldquo;Kriegsverbrecherprozess auf Polstern&rdquo;, &ldquo;Sex Appeal wie ein Pelikan&rdquo; oder &ldquo;Die Partei, die noch gefehlt hat&rdquo; (das war damals die Deutsche Reichspartei, nicht die AfD). Die Titel zeigen aber auch, dass der Spiegel es mit der Trennung von Nachricht und Kommentar nie genau genommen hat &ndash; obwohl er sich doch im Untertitel selbstbewusst &uuml;ber Jahrzehnte &ldquo;Das deutsche Nachrichtenmagazin&rdquo; nannte, ein Slogan, der irgendwann heimlich gestrichen wurde. Nein, Spiegel-Storys waren immer s&uuml;ffisant geschrieben und von Werturteilen durchtr&auml;nkt, von starken Protagonisten gepr&auml;gt und sogar von Action, nicht nur im szenischen Einstieg. Daran ist zu erinnern, wenn heute viel vom Epischen im Journalismus die Rede ist, von Narrativen und Storytelling. Als sei dergleichen erst j&uuml;ngst erfunden&nbsp;worden. (&hellip;)<br>\nWas es f&uuml;rs achte Jahrzehnt ganz bestimmt braucht, ist neues Engagement in einer Redaktion, die in ihrem institutionellen und pers&ouml;nlichen Wohlstand auch die Schattenseiten des Saturierten kennengelernt hat: deren Elitenorientierung vor allem, bis man kaum noch etwas wei&szlig; vom Leben einfacher Menschen. Diese Entfremdung wird von manchem Populisten beklagt, und teils zu Recht. Es ist den cleveren Hamburgern aber durchaus zuzutrauen, dass sie die Zeichen der Zeit l&auml;ngst erkannt haben und langsam&nbsp;aufwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/jahre-spiegel-der-spiegel-war-immer-ein-kind-seiner-zeit-1.3320800\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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