{"id":36524,"date":"2017-01-06T16:13:04","date_gmt":"2017-01-06T15:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36524"},"modified":"2017-01-10T08:33:47","modified_gmt":"2017-01-10T07:33:47","slug":"merkels-flache-neujahrsrede-der-uebliche-manipulationsversuch-und-bar-jeder-selbstkritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36524","title":{"rendered":"Merkels flache Neujahrsrede, der \u00fcbliche Manipulationsversuch und bar jeder Selbstkritik"},"content":{"rendered":"<p>Wie gerne h&auml;tte ich mit einem Lob f&uuml;r unsere Bundeskanzlerin das Jahr begonnen. Sie hat mir aber mit ihrer Neujahrsrede jede M&ouml;glichkeit daf&uuml;r unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen. Lesen Sie die Rede unten in der Anlage nach. Die ersten acht Zeilen reichen schon: Es sind &bdquo;Pr&uuml;fungen&ldquo; &uuml;ber uns gekommen. &bdquo;Die schwerste Pr&uuml;fung&ldquo; sei &bdquo;ohne Zweifel der islamistische Terrorismus&ldquo;. Er habe &bdquo;uns Deutsche schon seit vielen Jahren im Visier&ldquo;. &bdquo;Er&ldquo;, der islamistische Terrorismus ist nach den Vorstellungen von Frau Merkel einfach so &uuml;ber uns gekommen. Ohne unser eigenes Zutun! Ohne die Kriege und die Regime-Change-Versuche des Westens! Einfach so! Wie man ein Volk an Silvester so f&uuml;r dumm verkaufen kann, das ist schon gro&szlig;e Klasse. Es funktioniert offenbar immer noch und immer wieder. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2299\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-36524-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=36524-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170109_Merkels_flache_Neujahrsrede_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>An Silvester war ich Zeuge eines Gespr&auml;chs unter Freunden. Es kreiste um die Frage, wie wir uns vor dem Terror sch&uuml;tzen, ob die Gesetze reichen, ob wir mehr Polizei brauchen. Was falsch gemacht wird auf dem Feld der inneren Sicherheit usw. &ndash; So weit haben es Merkel und ihre Helfer in den Medien schon gebracht. Wir folgen ihrer Methode, die Debatte auf Symptome zu verengen. Wir diskutieren, wie wir mit Terroranschl&auml;gen fertig werden. Und nicht mehr, wie wir die Spirale von Gewalt und Gegengewalt unterbrechen k&ouml;nnten. Voraussetzung f&uuml;r eine solche Debatte w&auml;re, dass wir endlich begreifen, inwieweit wir im Westen selbst mitverantwortlich sind f&uuml;r das, was in Berlin, in Ansbach, in W&uuml;rzburg und sonst wo geschieht. Aber diese Zusammenh&auml;nge begreifen wir wohl schwer. Schon am 25. Juli 2016 hatte ich auf den NachDenkSeiten gefragt: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34364\">Ob die Deutschen mal begreifen, dass sie die Gewalttaten auch ihrer Bundeskanzlerin und den Kriegen ihrer Freunde in den USA etc. zu verdanken haben?<\/a> Bis ins Kanzleramt drang diese Frage nicht vor.<\/p><p><strong>Verlogen bis zum geht nicht mehr &hellip;<\/strong><\/p><p>Merkel spricht von der &bdquo;festen Entschlossenheit, der Welt des Hasses der Terroristen unsere Mitmenschlichkeit&ldquo; &hellip; entgegenzusetzen. &ndash; Unsere Mitmenschlichkeit? Mit den von Deutschland und Europa mit beschlossenen Sanktionen gegen Syrien hungern wir seit Jahren das dortige Volk aus. Der Westen hat von Anfang an islamistische Gruppen unterst&uuml;tzt. Wir haben Krieg in Afghanistan gef&uuml;hrt. Von deutschem Boden aus gesteuerte Drohnen treffen und zerst&ouml;ren Menschen, auch solche, die nicht mit uns im Krieg sind. Wir, der Westen, haben in Libyen und im Irak ein unmenschliches Chaos hinterlassen. Und wir Deutschen waren mehr daran beteiligt, als &ouml;ffentlich bekannt ist. Mit Waffenlieferungen sowieso.<\/p><p>Unsere &bdquo;Werte&ldquo; seien der Gegenentwurf zur hasserf&uuml;llten Welt des Terrorismus. Unsere Werte? Der Westen hat sich eingemischt, weil er am &Ouml;l des Nahen Ostens und des mittleren Ostens interessiert ist und weil die Hinterm&auml;nner der politischen Entscheidungen bei uns ihre Waffen verkaufen wollen.<\/p><p><strong>Verengung als Methode der Manipulation<\/strong><\/p><p>Das Wort Hass kommt auf der ersten Seite der Neujahrsrede gleich dreimal vor. Das ist ein Begriff aus dem zwischenmenschlichen Bereich. Er wird hier auf Kollektive &uuml;bertragen: die Islamisten hassen uns, den Westen, die Lebensweise des Westens usw. Damit wird die skizzierte Einengung betrieben, die es einem erlaubt, die wirklichen Ursachen der Terroranschl&auml;ge und der Konflikte nicht ansprechen zu m&uuml;ssen.<br>\nAuch die Debatte, die innerhalb der Union, also zwischen CSU und CDU &uuml;ber Obergrenzen bei Fl&uuml;chtlingen und &uuml;ber Abschiebung und Verschiebung der Polizeigewalt auf Bundesebene gef&uuml;hrt wird, dient der Verengung. Alles wird sauber getrennt: Im Kloster Seeon formuliert die CSU ihre Forderungen zur Fl&uuml;chtlingspolitik, und am Monatsende geht es dann bei der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen zur Sache, wahrscheinlich mit Redensarten zu einer weiteren Versch&auml;rfung der internationalen Konflikte.<\/p><p><strong>&bdquo;Offen&ldquo; und &bdquo;Offenheit&ldquo; k&ouml;nnte das neue Unwort des Jahres werden<\/strong><\/p><p>Originalzitat Merkel:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen: Sie sind M&ouml;rder voller Hass, aber wie wir leben und leben wollen, das bestimmen nicht Sie. Wir sind frei, mitmenschlich, offen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Darin steckt eine bemerkenswerte Klitterei. Es f&auml;ngt damit an, dass  die politisch Verantwortlichen unsere Freiheit durch allerlei Gesetze zur inneren Sicherheit und zur &Uuml;berwachung mehr und mehr beschr&auml;nken. Es geht weiter mit der Ignoranz gegen&uuml;ber den vielen Menschen, denen es nicht gut geht und die es auch in unserem Lande gibt. Merkel und ihre Koalition und die ihnen folgenden Medien &uuml;berfluten die vielen Sorgen vieler Menschen, deren Sorgen um den Arbeitsplatz und um die soziale Sicherheit mit massivem Gerede dar&uuml;ber, dass es uns allen gut gehe. Die Propaganda &uuml;ber den besten Arbeitsmarkt aller Zeiten zum Jahresanfang sei ein einschl&auml;giges Beispiel daf&uuml;r. Mit dieser Propaganda wird ein beachtlich breites Segment unserer Gesellschaft aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Denn ihre wirtschaftliche Lage, ihre Lebenslage, spielt offenbar keine Rolle bei der Bewertung der Lage unseres Landes.<\/p><p>Damit wir nicht allzu viel &uuml;ber soziale Gerechtigkeit nachdenken und sprechen m&uuml;ssen, haben die Meinungsmacher in Politik und Medien einen Ersatzbegriff und Ersatzwert f&uuml;r Gerechtigkeit erfunden: Offenheit. Wir sind eine offene Gesellschaft! Wir sind offen f&uuml;r andere Menschen. Vor kurzem habe ich mal an einem Abend &uuml;ber mehrere Stunden Deutschlandfunk geh&ouml;rt. Da kamen dieser Begriff und die Feier dieses Begriffes permanent und penetrant vor. Man merkte so richtig, dass Journalistinnen und Journalisten froh sind, sich nicht &uuml;ber Humanit&auml;t und Gerechtigkeit den Kopf zerbrechen zu m&uuml;ssen. Unser Wert ist jetzt die Offenheit. Achten Sie mal drauf.<\/p><p><strong>Zu den Pr&uuml;fungen, die &uuml;ber uns gekommen sind, geh&ouml;rt laut Merkel auch die Krise der Europ&auml;ischen Union. Aber ihre eigene Rolle bei der Verursachung dieser Krise sieht sie nicht.<\/strong><\/p><p>Das sei eine Errungenschaft, die jetzt infrage gestellt sei. Dass die deutsche Bundesregierung an der Krise in Europa einen gro&szlig;en Teil Schuld tr&auml;gt, dass die von Angela Merkel auch in ihrer Neujahrsansprache indirekt gefeierte besondere Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Volkswirtschaft ein zu erwartendes Problem f&uuml;r die Volkswirtschaften unserer Nachbarn geworden ist, sieht diese Bundeskanzlerin nicht oder sie will es nicht zugeben. Jedenfalls redet sie einfach dar&uuml;ber hinweg. <\/p><p>Die Krise der Europ&auml;ischen Union ist von der deutschen Bundesregierung wesentlich mitverursacht worden. Man h&auml;tte erwarten k&ouml;nnen, dass sie in ihrer Neujahrsansprache damit selbstkritisch umgeht und dann auch Wege weist, wie wir in Europa solidarisch mit den Problemen anderer V&ouml;lker umgehen und endlich wieder zu einer gleichschrittigen Entwicklung kommen.<\/p><p>Wenn die deutsche Bundeskanzlerin die von ihr wie eine Monstranz vor sich her getragenen Werte ernst n&auml;hme, dann m&uuml;sste sie sich darum k&uuml;mmern, dass die Menschen in Griechenland und in Kroatien, in Spanien und in Italien und in Frankreich wieder auf die Beine kommen. Wenn die H&auml;lfte der Jugendlichen in einem europ&auml;ischen Land arbeitslos ist, dann kann man auch in Deutschland nicht so tun, als sei die Welt in Ordnung. Aber das ist wohl viel zu viel an Einsicht und an Solidarit&auml;t verlangt. Wenn das aber so ist, dann sollte man nicht dar&uuml;ber hinweg schwadronieren, dass die Folgen dieses Auseinanderentwickelns und Auseinanderklaffens auch uns bei n&auml;chster Gelegenheit einholen wird.<\/p><p>Insgesamt ist die Neujahrsrede der deutschen Bundeskanzlerin ein flaches Werk, ein Armutszeugnis. G&ouml;nnen Sie sich trotzdem 5 Minuten zur Lekt&uuml;re des Textes:<\/p><p><strong>Anlage<\/strong><br>\n<strong>Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 31.12.2016:<\/strong><\/p><p>Liebe Mitb&uuml;rgerinnen und Mitb&uuml;rger,<br>\n2016 war ein Jahr schwerer Pr&uuml;fungen. Dar&uuml;ber m&ouml;chte ich heute Abend zu Ihnen sprechen &ndash; aber auch dar&uuml;ber, warum ich trotz allem f&uuml;r Deutschland zuversichtlich bin und warum ich so sehr von den St&auml;rken unseres Landes und seiner Menschen &uuml;berzeugt bin.<\/p><p>Die schwerste Pr&uuml;fung ist ohne Zweifel der islamistische Terrorismus, der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat.<\/p><p>2016 griff er uns mitten in unserem Land an: in W&uuml;rzburg, in Ansbach und vor wenigen Tagen erst am Weihnachtsmarkt hier an der Ged&auml;chtniskirche in Berlin.<\/p><p>Und &ndash;ja &ndash; es ist besonders bitter und widerw&auml;rtig, wenn Terroranschl&auml;ge von Menschen begangen werden, die in unserem Land angeblich Schutz suchen. Die genau deshalb die Hilfsbereitschaft unseres Landes erlebt haben und diese nun mit ihren Taten verh&ouml;hnen. Wie sie auch diejenigen verh&ouml;hnen, die tats&auml;chlich unseren Schutz brauchen und verdienen.<\/p><p>Was also ist dann mit der Zuversicht, von der ich zu Beginn sprach?<br>\nZuversicht inmitten der tiefen Trauer um die Toten und Verletzten?<\/p><p>Ich meine, wir konnten sie hier in Berlin und in vielen anderen deutschen St&auml;dten gerade in diesen schweren Tagen sp&uuml;ren: in dem Trost, den wir spenden oder<br>\nbekommen k&ouml;nnen.<\/p><p>Und in einer festen Entschlossenheit, der Welt des Hasses der Terroristen unsere Mitmenschlichkeit und unseren Zusammenhalt entgegenzusetzen.<\/p><p>Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen:<\/p><p>Sie sind M&ouml;rder voller Hass, aber wie wir leben und leben wollen, das bestimmen nicht Sie. Wir sind frei, mitmenschlich, offen.<\/p><p>Auch indem wir zum Beispiel mit den Bildern des zerbombten Aleppo in Syrien vor Augen noch einmal sagen d&uuml;rfen, wie wichtig und richtig es war, dass unser Land auch im zur&uuml;ckliegenden Jahr denjenigen, die tats&auml;chlich unseren Schutz brauchen, geholfen hat, hier bei uns Tritt zu fassen und sich zu integrieren.<\/p><p>Das alles &ndash; es spiegelt sich wider in unserer Demokratie, in unserem Rechtsstaat, in unseren Werten.<\/p><p>Sie sind der Gegenentwurf zur hasserf&uuml;llten Welt des Terrorismus, und sie werden st&auml;rker sein als der Terrorismus. Wir gemeinsam sind st&auml;rker. Unser Staat ist st&auml;rker.<\/p><p>Unser Staat tut alles, um seinen B&uuml;rgern Sicherheit in Freiheit zu gew&auml;hrleisten.<\/p><p>Diese Arbeit ist nie beendet, und gerade in diesem Jahr haben wir den Sicherheitsbeh&ouml;rden viel neue Unterst&uuml;tzung gegeben. 2017 werden wir als Bundesregierung dort, wo politische oder gesetzliche Ver&auml;nderungen n&ouml;tig sind, schnellstens die notwendigen Ma&szlig;nahmen in die Wege leiten und umsetzen.<\/p><p>Viele verbinden mit diesem Jahr 2016 auch das Gef&uuml;hl, die Welt insgesamt sei aus den Fugen geraten oder das, was lange Zeit als Errungenschaft galt, sei jetzt in Frage gestellt. Die Europ&auml;ische Union zum Beispiel. Oder gleich die parlamentarische Demokratie, die sich angeblich nicht um die Interessen der B&uuml;rger k&uuml;mmere, sondern nur dem Nutzen einiger weniger diene.<\/p><p>Was f&uuml;r Zerrbilder.<\/p><p>Ja, Europa ist langsam. Es ist m&uuml;hsam. Es hat tiefe Einschnitte wie den Austritt eines Mitgliedsstaats hinzunehmen. Und &ndash;ja -Europa sollte sich auf das konzentrieren, was es wirklich besser kann als der nationale Staat.<\/p><p>Aber nein &ndash; wir Deutschen sollten uns niemals vorgaukeln lassen, eine gl&uuml;ckliche Zukunft k&ouml;nnte je im nationalen Alleingang liegen.<\/p><p>Wo Europa &ndash; wie im globalen Wettbewerb, beim Schutz unserer Au&szlig;engrenzen oder bei der Migration &ndash; als Ganzes herausgefordert wird, muss es auch als Ganzes die Antwort finden &ndash; egal wie m&uuml;hsam und z&auml;h das ist. Und wir Deutschen haben jedes Interesse daran, eine f&uuml;hrende Rolle dabei zu spielen.<\/p><p>Ein Zerrbild ist es auch, das manche von unserer parlamentarischen Demokratie zeichnen. Doch sie ist stark. Sie erm&ouml;glicht Mitwirkung und Mitsprache. Sie akzeptiert, nein, sie fordert Widerspruch und Kritik. Kritik, die friedlich und im Respekt vor dem einzelnen Menschen daherkommt, die L&ouml;sungen und Kompromisse sucht und nicht ganze Gruppen ausgrenzt.<\/p><p>2017 ist auch das Jahr der n&auml;chsten Bundestagswahl. Ich werde mich f&uuml;r eine politische Auseinandersetzung einsetzen, bei der wir &uuml;ber vieles leidenschaftlich streiten werden, aber stets wie Demokraten, die nie vergessen, dass es eine Ehre ist, unserer Demokratie und damit den Menschen zu dienen.<\/p><p>Zu dem, was mir Mut f&uuml;r unser Deutschland macht, geh&ouml;rt auch unsere soziale Marktwirtschaft. Sie l&auml;sst uns Krisen und Ver&auml;nderungsprozesse besser meistern als jedes andere Wirtschaftssystem auf der Welt. Noch nie hatten so viele Menschen Arbeit wie heute. Unsere Unternehmen stehen &uuml;berwiegend gut da. Unser wirtschaftlicher Erfolg gibt uns die M&ouml;glichkeiten, unser Sozialsystem zu st&auml;rken und all denen zu helfen, die Hilfe brauchen. Ab morgen treten zum Beispiel wichtige Verbesserungen in der Pflege in Kraft.<\/p><p>Mut machen mir auch der Enthusiasmus und Erfindungsgeist, mit dem in deutschen Unternehmen und an unseren Hochschulen f&uuml;r die Zukunft geforscht und entwickelt wird. Ob neue Energien oder die Digitalisierung &ndash; wir haben auf allen Gebieten die Chance, nicht Getriebene zu sein, sondern zu denen zu geh&ouml;ren, die die neuen Wege entdecken und bestimmen.<\/p><p>Daf&uuml;r braucht es einen offenen Blick auf die Welt und Selbstvertrauen &ndash; in uns und unser Land. <\/p><p>Zusammenhalt, Offenheit, unsere Demokratie und eine starke Wirtschaft, die dem Wohl aller dient: Das ist es, was mich f&uuml;r unsere Zukunft hier in Deutschland auch am Ende eines schweren Jahres zuversichtlich sein l&auml;sst.<\/p><p>Keiner dieser Werte ist uns einfach so gegeben. F&uuml;r jeden werden wir auch 2017 arbeiten m&uuml;ssen, alle gemeinsam, jeder nach seinen M&ouml;glichkeiten &ndash; und diese Arbeit wird sich lohnen.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes neues Jahr, Gl&uuml;ck, Gesundheit und Gottes Segen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie gerne h&auml;tte ich mit einem Lob f&uuml;r unsere Bundeskanzlerin das Jahr begonnen. Sie hat mir aber mit ihrer Neujahrsrede jede M&ouml;glichkeit daf&uuml;r unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen. Lesen Sie die Rede unten in der Anlage nach. Die ersten acht Zeilen reichen schon: Es sind &bdquo;Pr&uuml;fungen&ldquo; &uuml;ber uns gekommen. &bdquo;Die schwerste Pr&uuml;fung&ldquo; sei &bdquo;ohne Zweifel der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36524\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,188,22,123,171,166,161],"tags":[1952,1276,813,1334,441,2023,1564,315,316,1122,1019],"class_list":["post-36524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-bundesregierung","category-europaische-union","category-kampagnentarnworteneusprech","category-militaereinsaetzekriege","category-terrorismus","category-wertedebatte","tag-abschiebung","tag-attentat","tag-drohnen","tag-erdoel","tag-freiheit","tag-jugendarbeitslosigkeit","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-merkel-angela","tag-neujahrsansprache","tag-waffenexporte","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36524"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36551,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36524\/revisions\/36551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}