{"id":36568,"date":"2017-01-11T08:35:25","date_gmt":"2017-01-11T07:35:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568"},"modified":"2017-01-11T08:35:25","modified_gmt":"2017-01-11T07:35:25","slug":"hinweise-des-tages-2789","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h01\">ZDF gewinnt Rechtsstreit &uuml;ber Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h02\">Amerikas Geheimdienste munkeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h03\">Sahra Wagenknecht sieht Kampagne der Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h04\">Die ber&uuml;hmte Ruck-Rede von Bundespr&auml;sident Roman Herzog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h05\">Verfassungsschutz-Chef Maa&szlig;en will zu den digitalen Waffen greifen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h06\">Warum stockt die Offensive in Mossul?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h07\">Geheimdeal zu Schulz-Nachfolge &ouml;ffentlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h08\">Steuerquote steigt auf neuen Rekordwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h09\">So klug sind unsere Diplomaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h10\">Alles auf eine Karte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h11\">Integration: Fl&uuml;chtlinge m&uuml;ssen arbeiten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h12\">Nestl&eacute;, Unilever, Wal-Mart: So m&auml;chtig sind die Lebensmittelkonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h13\">Afghanistan: Die Binnenflucht steigt weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h14\">Die unendliche Geschichte von In-Out-In: US-Soldaten kehren nach Afghanistan zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h15\">Abschiebung von &ldquo;Gef&auml;hrdern&rdquo;: &ldquo;Das ist das Problem, was hier gel&ouml;st werden muss&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h16\">Linke kritisiert F&ouml;rderung von R&uuml;stungsunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h17\">Pity the sad legacy of Barack Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h18\">Andrea Ypsilanti &uuml;ber R2G im Bund: &ldquo;Nur mit einer gemeinsamen Idee von einem Politikwechsel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36568#h19\">Das Allerletzte &ndash; &bdquo;Wir marschieren in Richtung Kleptokratie&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>ZDF gewinnt Rechtsstreit &uuml;ber Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Sendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; hatte zwei ZEIT-Journalisten Interessenkonflikte vorgeworfen. Diese klagten &ndash; und unterlagen nun vor dem Bundesgerichtshof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-01\/bundesgerichtshof-zdf-zeit-journalisten-die-anstalt-satire\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Realsatiriker Josef Joffe und Jochen Bittner scheitern auch am BGH<\/strong><br>\nDer wohl peinlichste Presseprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte fand heute am Bundesgerichtshof seinen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt. So entbl&ouml;deten sich 2014 ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und ZEIT-Autor Jochen Bittner nicht, das ZDF wegen ungenauer Darstellung einer in der Sache zutreffenden Kritik ausgerechnet durch Satiriker zu verklagen. Im Rahmen der Krim-Krise hatten hatten Claus von Wagner und Max Uthoff in &ldquo;Die Anstalt&rdquo; politischen Journalisten wie Joffe und Bittner massive Interessenkonflikte vorgeworfen. Viele Zeitungen seien &ldquo;so etwas wie die Lokalausgaben der Nato-Pressestelle&rdquo;, ZEIT-Herausgeber Joffe sei Mitglied in zahlreichen Lobby-Organisationen mit N&auml;he zur US-Politik. Die ZEIT erscheine deshalb nur einmal die Woche, weil Joffe wegen seiner zahlreichen anderen Aktivit&auml;ten in Lobby-Netzwerken nicht mehr zum Schreiben k&auml;me.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Realsatiriker-Josef-Joffe-und-Jochen-Bittner-scheitern-auch-am-BGH-3592877.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Amerikas Geheimdienste munkeln<\/strong><br>\nHaben russische Hacker die amerikanische Pr&auml;sidentschaftswahl manipuliert? Die Belege, die die Geheimdienste jetzt vorlegen, sind mickrig. [&hellip;] Typischerweise analysiert man die Taktik und Strategien der Hacker, bewertet Vorgehensweisen und technische Kennzeichen, die verwendete Software und die ausgew&auml;hlten Ziele. Das haben CIA, NSA und FBI in ihrer schriftlichen Darstellung aber gar nicht erst versucht. Sie geben stattdessen Einsch&auml;tzungen mit teilweise voneinander abweichenden Verl&auml;sslichkeitsbewertungen ab, die mit geringer, moderater oder hoher Gewissheit best&auml;tigt sind. Mit &bdquo;hoher Sicherheit&ldquo; werden nur vier Aussagen von allen drei Beh&ouml;rden getroffen: Dazu geh&ouml;rt die Feststellung, dass &uuml;ber die Website DCLeaks.com und au&szlig;erdem mit Hilfe von Medien Informationen aus &bdquo;Cyber-Operationen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurden. Um das mit &bdquo;hoher Sicherheit&ldquo; sagen zu k&ouml;nnen, kann man allerdings, statt den Geheimdienst zu fragen, auch einen Browser nutzen. [&hellip;] Ob allerdings f&uuml;r das mangelnde Vertrauen in demokratische Prozesse die angeblichen russischen Hacker verantwortlich zu machen w&auml;ren, ist fraglich. Denn immerhin hat kein b&ouml;swilliger Russe die Inhalte der geleakten E-Mails der Demokraten-Polit-Manager geschrieben &ndash; das waren sie schon selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/manipulation-der-us-wahl-beweise-gegen-russland-sind-mickrig-14610080.html\">Constanze Kurz in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> In der <a href=\"https:\/\/www.dni.gov\/files\/documents\/ICA_2017_01.pdf\">gemeinsamen Einsch&auml;tzung der US-Dienste<\/a> ist immer wieder von &bdquo;hoher Sicherheit&ldquo; die Rede. Auf der letzten Seite dieses amtlichen Dokumentes findet sich dann der sch&ouml;ne Satz: &bdquo;High confidence in a judgment does not imply that the assessment is a fact or a certainty; such judgments might be wrong.&ldquo; Zu deutsch: &bdquo;Hohe Sicherheit in einer Beurteilung bedeutet nicht, dass die Einsch&auml;tzung ein Fakt oder eine Gewissheit ist; solche Beurteilungen k&ouml;nnten falsch sein.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht sieht Kampagne der Medien<\/strong><br>\nDie Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat sich in einer Rundmail &uuml;ber eine mediale Kampagne gegen sie beklagt. In der w&ouml;chentlich versandten Mail an ihr &ldquo;Team Sahra&rdquo;, wie die Politikerin ihren Newsletter nennt, schreibt sie, dass der Vorwurf der politischen N&auml;he zur rechtspopulistischen Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) &ldquo;jetzt nicht das erste Mal&rdquo; auftauche. Das habe einen einfachen Grund: &ldquo;Wer Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Linken und der AfD herbeischreibt oder mich als AfD-Kopie beschimpft, will damit erreichen, dass unsere linken Forderungen f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit und Frieden in ein schr&auml;ges Licht gesetzt und auf diese Weise geschw&auml;cht werden&rdquo;, so Wagenknecht, die auf einen Artikel beim Online-Portal des Nachrichtensenders n-tv aus dem vergangenen Dezember verweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Sahra-Wagenknecht-sieht-Kampagne-der-Medien-und-teilt-neu-aus-3592345.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die ber&uuml;hmte Ruck-Rede von Bundespr&auml;sident Roman Herzog<\/strong><br>\nDiese Rede, die Bundespr&auml;sident Roman Herzog am 26. April 1997 im Berliner Hotel &bdquo;Adlon&ldquo; hielt, geh&ouml;rt zum politischen Verm&auml;chtnis des Nachwende-Deutschlands. Wir dokumentieren sie hier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article161022794\/Die-beruehmte-Ruck-Rede-von-Bundespraesident-Roman-Herzog.html\">Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei aller mehr als berechtigten Kritik an dem uns&auml;glichen und eitlen Joachim Gauck und seinem Freiheitspathos muss man leider feststellen, dass Roman Herzog ein noch viel unglaublicherer Bundespr&auml;sident war, ein gnadenloser Neoliberaler und Gesellschaftszerst&ouml;rer allerersten Ranges. Sp&auml;ter hat er mit seinem von den Arbeitgeberverb&auml;nden finanzierten und von IW und INSM unterst&uuml;tzten &ldquo;<a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Roman_Herzog_Institut\">Roman Herzog Institut<\/a>&rdquo; weiter sein Unwesen getrieben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verfassungsschutz-Chef Maa&szlig;en will zu den digitalen Waffen greifen<\/strong><br>\nHans-Georg Maa&szlig;en geht in die &bdquo;Cyber-Offensive&ldquo;. Er w&uuml;nscht f&uuml;r das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz, das auch in der Abwehr von Spionage t&auml;tig ist, dass es im anstehenden Wahljahr potentielle Angreifer auch mal gepflegt wegcybern darf. Das meldet die Tagesschau unter Berufung auf die dpa. Wie er sich das konkret vorstellt und ob er &uuml;berhaupt eine Vorstellung davon hat, was &bdquo;den Gegner anzugreifen&ldquo; (Maa&szlig;en) im Sinne eines Hacking-Angriffs bedeutet, wird aus seinen Aussagen nicht eindeutig klar. Denn wer einen &bdquo;Gegner&ldquo; angreifen m&ouml;chte, muss ihn erstmal mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren. Dieses Attributionsproblem bei einem digitalen Hacking-Angriff ist jedoch keineswegs trivial.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/kommentar-verfassungsschutz-chef-maassen-will-zu-den-digitalen-waffen-greifen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum stockt die Offensive in Mossul?<\/strong><br>\nAnfang n&auml;chsten Jahres sollen die Milit&auml;roperation in Mossul abgeschlossen sein.&ldquo; &ndash; so Brett McGurk, Sonderbeauftragter des Pr&auml;sidenten f&uuml;r die globale Koalition gegen ISIS, im BILD-Interview am 22. November letzten Jahres. Auch ein General der kurdischen Peschmerga erkl&auml;rte Ende Oktober, der Kampf um Mossul w&uuml;rde nur etwa zwei Monate dauern. Zwei Monate sp&auml;ter stellt sich die Situation in Mossul milit&auml;risch &auml;u&szlig;erst kompliziert dar. Zwar sind die irakischen Truppen langsam auf dem Vormarsch, doch ISIS h&auml;lt weiter rund 60 Prozent der Stadtfl&auml;che, inklusive beider dicht besiedelter Ufer des Tigris, der gesamten Westh&auml;lfte der Metropole und der historischen Altstadt. Von einem baldigen &bdquo;Abschluss&ldquo; der Milit&auml;roperationen, wie von McGurk angek&uuml;ndigt, kann also nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil. Die K&auml;mpfe um die Stadt werden zunehmend h&auml;rter. Anfang der Woche soll ISIS sogar einen Stadtteil zwischenzeitlich zur&uuml;ckerobert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/mossul\/mossul-offensive-stockt-49612648.bild.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine kaum weniger wichtige Frage lautet: Warum berichten die deutschen Leitmedien so wenig &uuml;ber den Kampf um Mossul? Denn der oben zitierte Bericht auf bild.de markiert eine Ausnahme. W&auml;hrend der Krieg in Aleppo t&auml;glich in den Nachrichten zu sehen war, stammen die letzten Berichte zu Mossul sowohl bei tagesschau.de als auch bei Spiegel Online vom 29. Dezember. Bei tagesschau.de <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/mossul-is-hochburg-101.html\">hie&szlig; es<\/a> vor zwei Wochen: &bdquo;Es ist die gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;raktion seit der US-Invasion im Jahr 2003: Etwa 100.000 irakische Soldaten und ihre Verb&uuml;ndeten haben die Offensive auf die IS-Hochburg Mossul fortgesetzt. Je weiter die Einheiten vorr&uuml;cken, desto schwieriger gestaltet sich der Kampf. (&hellip;) Aus Sicht der Amerikaner verl&auml;uft die Offensive bisher dennoch nach Plan. &sbquo;Wir haben immer gesagt, dass die K&auml;mpfe schwieriger werden, je n&auml;her wir an Mossul herankommen, und genau so war es auch&rsquo;, sagte Oberst Brett G. Sylvia. &sbquo;Zuerst gab es schnelle Fortschritte, als wir D&ouml;rfer am Rand ges&auml;ubert haben und n&auml;her an die Stadt r&uuml;ckten. Aber als die st&auml;dtische Bebauung dichter wurde, verlangsamten sich die Gel&auml;ndegewinne.&rsquo;&ldquo; Seither bleiben detaillierte Berichte zum Angriff der vom Westen und insbesondere den USA unterst&uuml;tzten irakischen Armee auf den IS in Mossul Mangelware. Der Kontrast zur intensiven Aleppo-Berichterstattung f&auml;llt auf. H&auml;lt man sich in den Redaktionen zur&uuml;ck, weil im Fall Mossul, anders als in Aleppo, nicht Russland Kriegspartei ist und die Angreifer nun auf &bdquo;unserer&ldquo; Seite stehen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geheimdeal zu Schulz-Nachfolge &ouml;ffentlich<\/strong><br>\nLange wurde &uuml;ber eine m&ouml;gliche Geheimvereinbarung zwischen Europ&auml;ischer Volkspartei und Sozialdemokraten zur Schulz-Nachfolge im EU-Parlament spekuliert. Nun ist klar, worum es bei der Vereinbarung geht. Eine Woche vor der Wahl des EU-Parlamentspr&auml;sidenten eskaliert der Streit um die Nachfolge des SPD-Politikers Martin Schulz. Die Europ&auml;ische Volkspartei ver&ouml;ffentlichte eine jahrelang geheimgehaltene Vereinbarung, wonach die Sozialdemokraten Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen konservativen Nachfolger zur H&auml;lfte der Legislaturperiode zugesagt haben &ndash; also jetzt. Fraktionschef Manfred Weber warnte vor Wortbruch. &ldquo;Wer jetzt mit einer guten Tradition bricht und wessen Unterschrift nichts mehr wert ist, ersch&uuml;ttert die Stabilit&auml;t des Europ&auml;ischen Parlaments als Institution&rdquo;, schrieb der CSU-Politiker in einem Brief an seine Fraktion. &ldquo;Jene, die unsere Vereinbarung brechen, tragen die volle Verantwortung, sollten antieurop&auml;ische Kr&auml;fte Einfluss gewinnen.&rdquo; &Uuml;ber die Vereinbarung zwischen der EVP und der Fraktion der Sozialdemokraten und Sozialisten sowie den Liberalen war lange spekuliert worden, doch hielten sie alle Seiten unter Verschluss. Darin sagen sich die drei Fraktionen gegenseitig Unterst&uuml;tzung bei der Besetzung von Parlamentsposten zu. &ldquo;Sie stimmen &uuml;berein, dass die S&amp;D-Gruppe den Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Parlaments in der ersten H&auml;lfte der Legislaturperiode bestimmt und die EVP in der zweiten H&auml;lfte&rdquo;, hei&szlig;t es in dem kurzen Papier vom 24. Juni 2014, das die Unterschriften von Schulz und Weber tr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Geheimdeal-zu-Schulz-Nachfolge-oeffentlich-article19508866.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Soviel zu den demokratischen Prozessen in der EU-Spitze &hellip; Wenn`s nicht so traurig in den Folgen w&auml;re, w&auml;r`s zum Lachen. Wen k&uuml;mmert Demokratie und EU-Verdrossenheit der B&uuml;rger, wenn wir uns doch die Posten zuschmei&szlig;en k&ouml;nnen, gelle?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerquote steigt auf neuen Rekordwert<\/strong><br>\nUnter Angela Merkel im Kanzleramt w&auml;chst die Belastung der B&uuml;rger erheblich. F&uuml;r 2017 rechnen Fachleute mit einem Anteil von 22,3 Prozent. Das ist viel mehr als zu Zeiten von Gerhard Schr&ouml;der.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/steuereinnahmen-in-deutschland-steigen-auf-rekordhoch-14612028.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Problem ist nat&uuml;rlich nicht, dass die Steuerquote zu hoch w&auml;re: 23 Prozent vom BSP sind v&ouml;llig OK, und angesichts der krassen Unterfinanzierung von Sozialstaat und Infrastruktur reichen die Einnahmen offensichtlich kaum (wenn man mal von den Verr&uuml;cktheiten wie der &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; und der Schwarzen Null absieht). Das Problem wird aber meines Erachtens von der FAZ korrekt benannt: die Belastung der B&uuml;rger, vor allem &uuml;ber die Mehrwert- und Umsatzsteuer, in geringerem Ma&szlig; auch &uuml;ber die Lohnsteuer, ist wirklich zu hoch. Daf&uuml;r ist die Belastung der Eink&uuml;nfte aus Verm&ouml;gen viel zu niedrig (Senkung der K&ouml;rperschaftsteuer von 45 auf 15 Prozent, Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben, Abgeltungsteuer auf Kapitalertr&auml;ge usw.). Eine gute Steuerreform w&uuml;rde tats&auml;chlich die Mehrwertsteuer senken und ein bisschen auch die kalte Progression beseitigen, aber gleichzeitig aufkommensneutral die verm&ouml;gensbezogenen Steuern wieder deutlich anheben. Was die FAZ wiederum verschweigt: die Arbeitnehmer leiden vor allem nicht an den zu hohen Steuern, sondern an den viel zu niedrigen L&ouml;hnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> 22,3 Prozent Steuerquote sollen ein &bdquo;neuer Rekordwert&ldquo; sein, liebe FAZ-Wirtschaftsredaktion? Das ist eine dreiste Falschinformation. F&uuml;r einen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18781\">&auml;lteren Artikel<\/a> hatte ich die Daten vom Statistischen Bundesamt und vom Finanzministerium mal selbst zusammengetragen und in folgender Grafik aufbereitet. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170111-steuerquote_langereihe_.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170111-steuerquote_langereihe-small_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Wie Sie sehen, ist 22,3 Prozent im historischen Vergleich eher ein niedriger Wert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So klug sind unsere Diplomaten<\/strong><br>\nWie testet man geeignete Bewerber f&uuml;r den diplomatischen Dienst? Das Ausw&auml;rtige Amt setzt auf die Abfrage von Wissen. Wieso das zeigen soll, ob ein Beamter sp&auml;ter in der Lage ist, nationale oder internationale Probleme zu l&ouml;sen, bleibt das Geheimnis des Amtes. (&hellip;) Wer bei der Aufnahme von Diplomaten schon solche Kandidaten aussucht, die viel Wissen (juristisches Wissen ist offenbar in besonderer Weise gefragt) ihr Eigen nennen, schlie&szlig;t unter Umst&auml;nden gerade die aus, von denen man f&uuml;r die Zukunft einen gro&szlig;en Beitrag zur L&ouml;sung von Problemen erwarten kann. In einem solchen Test m&uuml;sste es eigentlich darum gehen, herauszufinden, ob ein Kandidat logisch denken kann, Verbindungen und Zusammenh&auml;nge sieht, die Bedeutung von Fakten bei der eigenen Analyse ebenso sicher einordnen kann wie Werte und Glaubenss&auml;tze. Ich habe selbst bei den Vereinten Nationen 12 Jahre als Diplomat gearbeitet und leider sehr viel leeres Gerede von Diplomaten aller Herren L&auml;nder und aller denkbarer Institutionen anh&ouml;ren m&uuml;ssen. Das wundert nicht, wenn schon im ersten Schritt hin zu einer diplomatischen Karriere plattes Wissen viel bedeutender ist als praktische Intelligenz. (&hellip;) Es passt aber auch zu einem System, in dem Diplomaten als Allesk&ouml;nner und Alleswisser erzogen werden, um f&uuml;r alles einsetzbar zu sein. Der Generalist, der von fast allem etwas wei&szlig;, aber nichts wirklich versteht, ist das Ideal, das von fast allen Regierungen und sogar von vielen internationalen Organisationen angestrebt wird. Die herangez&uuml;chteten Universalgenies k&ouml;nnen internationale Handelsverhandlungen genauso gut f&uuml;hren wie Klimaverhandlungen oder die ber&uuml;hmten &bdquo;Partnerschaftsabkommen&ldquo; mit Entwicklungsl&auml;ndern. Und das k&ouml;nnen sie auch deswegen so gut, weil sie fast nie an dem zweifeln, was da herauskommt, weil sie das ja nicht verstehen, denn f&uuml;r das Verstehen wurden sie nicht ausgebildet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/01\/klug-sind-unsere-diplomaten\/\">Heiner Flassbeck bei Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Alles auf eine Karte<\/strong><br>\nDas letzte Telefonat ist eine Drohung. &bdquo;Das geht jetzt nicht mehr einfach so&ldquo;, sagt der Mitarbeiter im Callcenter meiner Krankenkasse. Er meint den Versicherungsnachweis, den ich gerne von ihm h&auml;tte. Ein einfaches Fax, das er mir zuschicken m&uuml;sste, oder eine E-Mail, ein paar Klicks f&uuml;r ihn, ein Arztbesuch f&uuml;r mich.<br>\nStattdessen redet er auf mich ein und klingt so, als w&uuml;rde er mit einem renitenten Kind sprechen, das sich der Einschulung widersetzt. Was stellst du dich so an, akzeptier es doch einfach.<br>\nIch w&uuml;rde eher nochmal die Schule nehmen. Zumindest lieber als die elektronische Gesundheitskarte.<br>\nSeit mehreren Jahren steckt eine solche Karte in den Portemonnaies der meisten Deutschen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als w&auml;re da einfach nur ein Foto auf der Karte; eine Ma&szlig;nahme gegen Versicherungsbetrug. Jemand anderen mit der eigenen Karte zum Arzt zu schicken ist schlie&szlig;lich kein Kavaliersdelikt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/%215368874&amp;s=Kampf+gegen+die+Karte&amp;Such%20%3E%20Rahmen=Print\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leseres J.E.:<\/strong>  Herr Lauterbach war NICHT der Erfinder der Gesundheits&uuml;berwachungskarte. Diese wurde als Bank-Card von einigen namhaften Software-Unernehmen in den 80er Jahren in  Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Stiftung entwickelt, wie ich von einem Referenten dieser Institution erfuhr. Sie wurde aber als zu benutzerunfreundlich eingestellt, und die Industrie sa&szlig; auf einigen zig Mio DM Kosten. Diese trat dann an Ulla Schmidt, die damalige Gesundheitsministerin der SPD heran, die sofort die gro&szlig;e Chance erkannte. <\/em><\/p>\n<p><em>Es geht dabei um 10-15 Mrd Euro Investitionen, die sich &uuml;berwiegend Arvato(Bertelsmann), T-Online, der Axel-Springer-Konzern teilen. Dementsprechend wurde auch seit fast 20 Jahren ein &ldquo;Akzeptanzmarketing&rdquo; betrieben, das dem der Riester-Rente gleichkommt. Die &Ouml;ffentlichkeit wurde &uuml;ber jahre betrogen nach der Salami-Taktik. Bis 2015 wurde allen Beteiligten zugesichert, die Teilnahme sei freiwilig. Es sollte erst Tests in 5 deutschen Regionen mit je 10.000 Versicherten geben, nach deren Auswertung sollte es 100.000er Tests geben und erst nach deren Evaluierung die bundesweite Einf&uuml;hrung. Nachdem alle 10.000-Tests gescheitert waren, beschloss man dann, sich die 100.000er Tests zu sparen. <\/em><\/p>\n<p><em>Was meine eigenen &auml;rztlichen Standesvertreter dazu bewogen haben mag, dem Ganzen zuzustimmen, bleibt der schmutzigen Phantasie &uuml;berlassen. Die Zivilcourage der meisten Kassen&auml;rzte ist durch jahrzehntelange Verleumdungskampagnen v&ouml;llig erodiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe es bisher geschafft, die eCard zu boykottieren, bewege mich dabei aber zunehmend auf d&uuml;nnem Eis, da die KV Bayern in ihrem Begleitformular zur Abrechnung mich unterschreiben l&auml;sst, dass ich die Gesundheits&uuml;berwachungskarte wie vorgesehen eingelesen habe. Nun habe ich seit 2015 jeden Fall als Ersatzfall mit &Uuml;berweisungsschein laufen.<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Ende 2015 ergangene Vereinbarung der Krankenkassen und meiner Standesvertreter zwingt mich dazu, jedem Patienten zu unterstellen, dass er seine &Uuml;berweisung gef&auml;lscht hat, und jedes Quartal noch eine Extra-Erkl&auml;rung vorlegen zu lassen, dass sie versichert sind.<\/em><\/p>\n<p><em>In &uuml;beraus abgefeimter Weise zielt diese Vereinbarung, die einen v&ouml;llig sinnlosen b&uuml;rokratischen Akt darstellt, darauf, die letzten 5% der Verweigerer zu erpressen. Die Extra-Erkl&auml;rung gilt auch seit 2015 nicht mehr f&uuml;r ein ganzes Quartal, sondern nur f&uuml;r 4 Wochen, und kostet auch noch Geb&uuml;hren. Meine Patienten unterschreiben mir gerne statt dessen eine eigens f&uuml;r diesen Zweck aufgesetzte Erkl&auml;rung.<\/em><\/p>\n<p><em>Muss ich bef&uuml;rchten, dass die KV mir irgendwann die Quartalsabrechnung streicht? Ab Mitte 2018, wenn das Lex Gr&ouml;he kommt und mich zwingt, s&auml;mtliche Patientendaten in maschinenlesbarer Form vorzuhalten, werde ich meine Kassenzulassung sowieso abgeben, da ich diese Abschaffung der &auml;rztlichen Schweigepflicht f&uuml;r Kassenpatienten mit meinem Gewisssen nicht mehr vereinbaren kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Integration: Fl&uuml;chtlinge m&uuml;ssen arbeiten!<\/strong><br>\nSprachkurs, Praktikum, Ein-Euro-Job: Wer als Fl&uuml;chtling nach Deutschland kommt und bleiben will, den erwartet ein Ma&szlig;nahmen-Marathon. Dabei w&auml;re es viel wichtiger, direkt in den Job zu kommen. (&hellip;) Die Frage, wie Fl&uuml;chtlinge in Deutschland integriert werden k&ouml;nnen, wird die vielleicht wichtigste in diesem Jahr &ndash; dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Am besten und am schnellsten durch einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. Hier bekommen sie, was sich die meisten w&uuml;nschen: Ein eigenes Einkommen, Aufstiegsm&ouml;glichkeiten, intensive Sprachpraxis, Qualifizierungskurse am Abend, Unternehmer, die sich einsetzen f&uuml;r ein besseres Aufenthaltsrecht, Anerkennung durch die einheimische Wohnbev&ouml;lkerung, die sie als Beitragszahler in die Sozialsysteme wahrnimmt und nicht als Profiteure des Systems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/fluechtlinge-in-deutschland-erwartet-ein-massnahmen-marathon-14611012.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ.nez<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Erkenntnis, &ldquo;direkt in den Job zu kommen&rdquo;, betrifft nicht lediglich die Fl&uuml;chtlinge, sondern auch andere hierzulande erwerbslose Personen &ndash; insbesondere Langzeitarbeitslose. Doch auch sie m&uuml;ssen allzu oft einen &ldquo;Ma&szlig;nahmen-Marathon&rdquo; absolvieren (Stichwort Sozialindustrie), um nicht selten erneut in der Erwerbslosigkeit zu landen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nestl&eacute;, Unilever, Wal-Mart: So m&auml;chtig sind die Lebensmittelkonzerne<\/strong><br>\nWer verkauft uns, was wir essen? Ein Lebensmittelatlas illustriert den enormen Einfluss von Firmen wie Wal-Mart oder Nestl&eacute; &ndash; und die damit verbundenen Gefahren. (&hellip;) Seit etwa 2010 ist dem Konzernatlas zufolge eine neue Fusionswelle unter Lebensmittelkonzernen zu beobachten, die von Finanzinvestoren vorangetrieben wird. So &uuml;bernahm der Brauereikonzern Anheuser-Busch den Rivalen SABMiller, der Ketchuphersteller Heinz den Lebensmittelkonzern Kraft. Solche Zusammenschl&uuml;sse f&uuml;hren auch dazu, dass Verbraucher zwischen immer weniger Herstellern ausw&auml;hlen k&ouml;nnen. So stammen drei Viertel der in Westeuropa verpackten Babynahrung von den vier gr&ouml;&szlig;ten Herstellern, in Nordamerika sind es 88 Prozent (&hellip;) Immer gr&ouml;&szlig;er werden neben den Produzenten auch die Verk&auml;ufer von Lebensmitteln. Die US-Kette Wal-Mart, die 1962 mit einem Laden in Arkansas begann, steht mittlerweile allein f&uuml;r 6,1 Prozent des globalen Einzelhandelsumsatzes. Damit landet Wal-Mart nicht nur an der Spitze der Lebensmittelh&auml;ndler, sondern &uuml;bertrumpft als umsatzst&auml;rkstes Unternehmen der Welt sogar &Ouml;lkonzerne und Autohersteller. Unter den zehn gr&ouml;&szlig;ten Einzelh&auml;ndlern sind mit Aldi, Metro Chart zeigen und dem Lidl-Mutterkonzern Schwarz auch gleich drei deutsche Unternehmen. Bedenklich ist die Gr&ouml;&szlig;e ihrer Discounterketten laut Konzernatlas auch deshalb, weil sie Preise dr&uuml;cken k&ouml;nnen und die Verhandlungsmacht von Landwirten schm&auml;lern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lebensmittelkonzerne-so-maechtig-sind-nestle-unilever-edeka-a-1129035.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Afghanistan: Die Binnenflucht steigt weiter<\/strong><br>\nDie Zahl der Kriegsvertriebenen in Afghanistan w&auml;chst weiter sprunghaft an. Sie liegt laut einem in der Nacht auf Dienstag ver&ouml;ffentlichten Bericht der Vereinten Nationen nun bei mehr als 620.000 (seit Anfang 2015). Das sind rund 40.000 mehr als noch Mitte Dezember, als die UN 580.000 Kriegsvertriebene gemeldet hatten. Vor 2015 waren bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen auf der Flucht im eigenen Land. Fast die H&auml;lfte aller Vertriebenen &ndash; 42 Prozent &ndash; haben die UN demnach im Norden des Landes gez&auml;hlt &ndash; auch in den Provinzen Kundus und Baghlan, in denen bis 2013 noch die Bundeswehr stationiert war. 28 Prozent wurden im S&uuml;den des Landes registriert, wo die radikalislamischen Taliban sich mit ihren Offensiven vor allem auf die Provinzen Helmand und Urusgan konzentrieren. Humanit&auml;re Helfer sprechen von einer Krise mit &bdquo;t&ouml;dlichen Konsequenzen&ldquo;. Mehr als die H&auml;lfte der Vertriebenen seien Kinder. Verst&auml;rkt wird die Krise vom unerwarteten Massenexodus afghanischer Fl&uuml;chtlinge aus Pakistan und dem Iran, die 2016 zum Teil nach Jahrzehnten unfreiwillig in ihr kriegszerrissenes Land heimkehren mussten. Laut Internationaler Organisation f&uuml;r Migration (IOM) und UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR waren es rund eine Million Menschen. Im j&uuml;ngst erschienenen Bericht zu den &bdquo;Humanit&auml;ren Bed&uuml;rfnissen 2017&ldquo; ist die Rede von nunmehr 9,3 Millionen Afghanen in Not &ndash; ein Anstieg von 13 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Inwiefern die massiven Binnenfluchtbewegungen und die unerwartet hohen Zahlen der unfreiwilligen R&uuml;ckkehrer aus Pakistan und dem Iran die Migration Richtung Europa beeinflussen, ist noch nicht klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kriegsvertreibung-in-Afghanistan\/!5372625\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Aber Afghanistan ist doch sicher!? Fragt sich nur, f&uuml;r wen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die unendliche Geschichte von In-Out-In: US-Soldaten kehren nach Afghanistan zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNach weniger als drei Jahren kehren amerikanische Soldaten zur&uuml;ck in die afghanische Provinz Helmand, die fast vollst&auml;ndig unter der Herrschaft der Taliban ist. Terraingewinne der Taliban und eine Heroinschwemme spielen dabei eine entscheidende Rolle. Korea, Vietnam, der Golfkrieg, Syrien, Irak und immer wieder Afghanistan: Die US-Streitkr&auml;fte haben nach dem glorreichen Sieg im Zweiten Weltkrieg keinen ihrer internationalen Kriege mehr dauerhaft gewinnen k&ouml;nnen. Vor allem der Konflikt in Afghanistan scheint die Amerikaner l&auml;nger zu besch&auml;ftigen, als ihnen lieb ist.Das Land, gezeichnet von nie endenden Konflikten, steht noch immer kurz vor dem Kollaps. Nun sollen entgegen der urspr&uuml;nglichen Absicht der scheidenden Regierung Obama doch wieder neue amerikanische Truppen stationiert werden. Nach dem Abzug der NATO-Truppen aus der afghanischen Provinz Helmand im Jahr 2014 fiel das Gebiet zu 85 Prozent in die H&auml;nde der Taliban. Strategisch wichtig ist es durch seine Opiumproduktion, die den Glaubenskrieg der Taliban finanziert. Der erwirtschaftete Umsatz l&auml;sst sich auf j&auml;hrlich etwa vier Milliarden Dollar beziffern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/45201-unendliche-geschichte-von-in-out-usa-afghanistan\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht lediglich Kenner des Films &ldquo;American Gangster&rdquo; k&ouml;nnten auf den Gedanken kommen, interessierte Leute in den USA wollen ein &ldquo;St&uuml;ck vom Opiumkuchen&rdquo; abbekommen. Oder ist der Gedanke zu abwegig?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abschiebung von &ldquo;Gef&auml;hrdern&rdquo;: &ldquo;Das ist das Problem, was hier gel&ouml;st werden muss&rdquo;<\/strong><br>\nMenschen, die in Deutschland straff&auml;llig werden, sollte auch hier der Prozess gemacht werden, sagte der Politologe Werner Ruf im DLF. (&hellip;)<br>\nDLF: Schauen wir nach Tunesien. Gestern sind in Tunis Demonstranten auf die Stra&szlig;e gegangen, haben gegen die Aufnahme von Tunesiern demonstriert, die in Deutschland Straftaten begangen haben oder als Gef&auml;hrder eingestuft wurden. Und auf einem Schild stand: &ldquo;Tunesien ist nicht der Abfalleimer von Deutschland.&rdquo; Was w&auml;ren die Folgen f&uuml;r das Land, wenn diese Menschen wieder nach Tunesien k&auml;men? Die Sicherheitslage des Landes gilt ja als instabil.<br>\nRuf: Genau so ist es. Die Sicherheitslage gilt als instabil. Es gab in Tunesien auch schlimme Anschl&auml;ge in dem Hotel in Sousse oder auf das Bardo-Museum, was eine Touristenattraktion ist, und davon wollen die Leute nicht noch mehr in ihr Land holen. Das ist ganz verst&auml;ndlich und der Spruch, wir sind nicht der Abfalleimer Europas, hat nat&uuml;rlich insofern etwas, als wir versuchen, unsere Probleme, die wir hier mit diesen Leuten haben, dort hinzuverlagern. Ich denke, wir sollten in all diesen F&auml;llen auch nicht von Gef&auml;hrdern reden. Was ist das? Das ist kein juristisch definierbarer Begriff. Sondern man sollte den Leuten hier einen Prozess machen und wer dann schuldig befunden wird, muss eine Haft antreten. Aber wem nichts nachweisbar ist, der kann nicht einfach willk&uuml;rlich abgeschoben werden. Das ist schon eine Ungleichbehandlung, wo man sagt, jetzt nehmt diese Leute zur&uuml;ck, wir halten sie f&uuml;r Gef&auml;hrder, wie ihr damit umgeht, ist euer Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebung-von-gefaehrdern-das-ist-das-problem-was-hier.694.de.html?dram:article_id=375977\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Linke kritisiert F&ouml;rderung von R&uuml;stungsunternehmen<\/strong><br>\nDie Linke kritisiert, das BMBF unterst&uuml;tze R&uuml;stungsfirmen und damit indirekt auch die Produktion von Waffensystemen. Das Ministerium weist die Kritik zur&uuml;ck. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat in den beiden vergangenen Jahren &uuml;ber 13 Millionen Euro Forschungsf&ouml;rderung an Unternehmen gegeben, die im Bereich der R&uuml;stungsindustrie aktiv sind. Das geht nach Angaben der Linken aus einer Antwort des BMBF auf eine Anfrage von Nicole Gohlke, der wissenschaftspolitischen Sprecherin der Linken im Bundestag, hervor. In der Antwort sind rund hundert Projekte mehrerer gro&szlig;er Firmen aufgelistet. Zwar sei der Kreis von &bdquo;Unternehmen, die im Bereich der R&uuml;stungsindustrie aktiv sind, nicht definiert&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. Man habe sich aber an einer Liste von Firmen orientiert, die bereits in einer fr&uuml;heren kleinen Anfrage an die Bundesregierung auftauchten. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil der Projekte wurde demnach vom EADS\/Airbus-Konzern durchgef&uuml;hrt, finanziert wurden unter anderem Forschungen zu Softwareplattformen, neuen Werk- und Baustoffen oder Kommunikationsplattformen in Flugzeugen. Andere unterst&uuml;tzte Firmen sind KraussMaffei, ThyssenKrupp oder der Triebwerkhersteller MTU Aero. Manche Vorhaben kommen mit wenigen tausend Euro aus, die h&ouml;chstdotierten bekamen rund eine halbe Million Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/bmbf-gab-millionen-fuer-firmen-wie-eads-linke-kritisiert-foerderung-von-ruestungsunternehmen\/19224366.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pity the sad legacy of Barack Obama<\/strong><br>\nOur hope and change candidate fell short time and time again. Obama cheerleaders who refused to make him accountable bear some responsibility (&hellip;) The age of Barack Obama may have been our last chance to break from our neoliberal soulcraft. We are rooted in market-driven brands that shun integrity and profit-driven policies that trump public goods. Our &ldquo;post-integrity&rdquo; and &ldquo;post-truth&rdquo; world is suffocated by entertaining brands and money-making activities that have little or nothing to do with truth, integrity or the long-term survival of the planet. We are witnessing the postmodern version of the full-scale gangsterization of the world. The reign of Obama did not produce the nightmare of Donald Trump &ndash; but it did contribute to it. And those Obama cheerleaders who refused to make him accountable bear some responsibility. A few of us begged and pleaded with Obama to break with the Wall Street priorities and bail out Main Street. But he followed the advice of his &ldquo;smart&rdquo; neoliberal advisers to bail out Wall Street. In March 2009, Obama met with Wall Street leaders. He proclaimed: I stand between you and the pitchforks. I am on your side and I will protect you, he promised them. And not one Wall Street criminal executive went to jail.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/jan\/09\/barack-obama-legacy-presidency\">Cornel West im Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine kluge Antwort auf die g&auml;ngige mediale Verkl&auml;rung der Obama-Pr&auml;sidentschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Andrea Ypsilanti &uuml;ber R2G im Bund: &ldquo;Nur mit einer gemeinsamen Idee von einem Politikwechsel&rdquo;<\/strong><br>\nVor einer Debatte &uuml;ber Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund m&uuml;sse die SPD zun&auml;chst einmal eine klare Programmatik formulieren, sagt die hessische SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti. Dazu geh&ouml;rten ein Ende der Austerit&auml;tspolitik gegen&uuml;ber Griechenland und die Umverteilung von Reichtum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/andrea-ypsilanti-spd-ueber-r2g-im-bund-nur-mit-einer.1008.de.html?dram:article_id=375982\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; &bdquo;Wir marschieren in Richtung Kleptokratie&ldquo;<\/strong><br>\nDie auf einen neuen Rekordwert zusteuernde Steuerquote schreckt den Wirtschaftsrat der CDU und die Familienunternehmer auf. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner nutzte die Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, um kr&auml;ftig in Richtung Bundeskanzleramt auszuteilen. &bdquo;Der Anstieg der Steuerquote in den letzten zw&ouml;lf Jahren um 2,8 Prozentpunkte ist Angela Merkels pers&ouml;nliche Bilanz&ldquo;, urteilte er.<br>\nDie h&ouml;chsten Einnahmen des Staats seien nicht nur das Ergebnis der florierenden Wirtschaft, sondern dass der Staat bei jedem erwirtschafteten Euro immer kr&auml;ftiger zulange, meinte der FDP-Parteivorsitzende und warnte: &bdquo;Wir erleben einen Marsch in Richtung Kleptokratie, der von den Parteien im Bundestag nicht gebremst, sondern sogar beschleunigt wird.&ldquo; Die FDP geh&ouml;rt dem Bundestag seit der letzten Wahl nicht mehr an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/rekord-steuerquote-wir-marschieren-in-richtung-kleptokratie-14613153.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der  Rhetorik der FDP manifestiert sich Asozialit&auml;t der Besitzenden, die nicht einen Cent ihres zusammengerafften Reichtums der Gesellschaft in der sie leben, abgeben wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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