{"id":36619,"date":"2017-01-13T16:33:45","date_gmt":"2017-01-13T15:33:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619"},"modified":"2017-01-13T16:33:45","modified_gmt":"2017-01-13T15:33:45","slug":"hinweise-des-tages-ii-279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h01\">Deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 weiter auf Wachstumskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h02\">Zeitvertr&auml;ge: Entfristet uns!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h03\">5 Millionen Besch&auml;ftigte: Niedriglohn trotz Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h04\">Trump und China &ndash; ein Vorgeschmack auf Trump und Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h05\">Deutsche Angst Inflation? Nur ein Phantom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h06\">Auswirkungen der Schuldenbremse auf die Sicherheitsarchitektur in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h07\">Abgasaff&auml;re: Wie VW den Betrug perfektionierte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h08\">Konzernatlas 2017 zeigt beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ern&auml;hrungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h09\">Ist der Euro alternativlos? &ndash; 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h10\">Internierungslager f&uuml;r Migranten: Pakt mit Wei&szlig;russlands Diktator<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h11\">Vom Frontstaat zur Transitzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h12\">Obamas letzter Schachzug gegen Russland: In Genf soll die Republik Zypern aufgel&ouml;st werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h13\">Wiederaufbau in Afghanistan mit Problemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h14\">Alarm in Caracas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36619#h15\">Glenn Greenwald: The Deep State Goes to War with President-Elect<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 weiter auf Wachstumskurs<\/strong><br>\nDie konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % h&ouml;her als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer &auml;hnlichen Gr&ouml;&szlig;enordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine l&auml;ngerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt &uuml;ber dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2017\/01\/PD17_010_811.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Wirtschaftswachstum 2016: Boom!<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat 2016 die Erwartungen &uuml;bertroffen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent &ndash; auch wegen des ausgabefreudigen Staates.<br>\n1,9 Prozent &ndash; das deutsche Wirtschaftswachstum war auch 2016 robust und toppte trotz Brexit-Schock die schon relativ starken Vorjahre, wie das Statistische Bundesamt in Berlin mitteilte. 2015 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,7 Prozent gestiegen, im Jahr davor um 1,6 Prozent. Zum Jahresende gewann das Wachstum an Tempo, ersten Sch&auml;tzungen der Statistiker zufolge stieg das BIP in den letzten drei Monaten 2016 im Vergleich zum Vorquartal um ungef&auml;hr ein halbes Prozent.<br>\nDie Kauflust der Verbraucher und die Ausgaben des Staates, auch f&uuml;r die Unterbringung Hunderttausender Fl&uuml;chtlinge trugen ma&szlig;geblich zum Wachstum bei. Den Bundesb&uuml;rgern sitzt das Geld locker. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch g&uuml;nstig und die Inflation niedrig &ndash; auch wenn die Teuerung im Dezember wegen gestiegener Energiepreise anzog.<br>\nDie privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 Prozent h&ouml;her als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben kletterten sogar um 4,2 Prozent. Volkswirte gehen davon aus, dass der Konsum auch im laufenden Jahr die Hauptst&uuml;tze des deutschen Wirtschaftsaufschwungs bleiben wird.<br>\nAuch der anhaltende Immobilienboom sorgte f&uuml;r Schwung. Zudem investierten Unternehmen 1,7 Prozent mehr in Maschinen und Fahrzeuge. Keine Wachstumsimpulse kamen dagegen vom Au&szlig;enhandel &ndash; obwohl Deutschlands Exporteure nach j&uuml;ngsten Berechnungen des Bundesamtes f&uuml;r das Gesamtjahr 2016 auf ein Rekordergebnis zusteuern. Allerdings legten die Importe im vergangenen Jahr st&auml;rker zu als die Ausfuhren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-wirtschaft-legt-2016-um-1-9-prozent-zu-a-1129630.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn das nicht unter die Kategorie Fake News f&auml;llt, was dann? Ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent als Boom zu bezeichnen ist grotesk. Beginnend mit den Neunziger Jahren bis 2007 verzeichnete z.B. die Volksrepublik China j&auml;hrliche BIP Wachstumsraten von 7 bis 14 Prozent. Auch Deutschland hatte in den Jahren des sogenannten Wirtschaftswunders durchschnittliche Wachstumsraten von 8 Prozent. Hier kann man von einem Boom reden. Angesichts des ungebrochenen Austerit&auml;tswahns der Bundesregierung, personalisiert in der schwarzen Null Sch&auml;uble, von einem &ldquo;ausgabefreudigen&rdquo; Staat zu sprechen ist nicht minder grotesk. Die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36553#h17\">Realit&auml;t<\/a> sieht bekanntlich anders aus. Ebenso am&uuml;sant, dass eine niedrige Inflationsrate als positiv vermerkt wird, w&auml;hrend an anderer Stelle bereits vor einer kommenden Hyperinflation <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36553#h05\">gewarnt wird<\/a>. Reflektieren die Schreiber der entsprechenden Zeilen nicht &uuml;ber die v&ouml;llige Unhaltbarkeit ihrer Aussagen? So ignorant k&ouml;nnen doch nicht einmal &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; der Online-Redaktion des Spiegel sein um diese Agenturmeldung mit &ldquo;Boom!&rdquo; zu betiteln? Zu deren Gunsten sei angenommen das sie es nicht sind. Der Kontext solcher Meldungen ist wohl der, der kommenden Bundestagswahl und die Kampagne der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zur Wiederwahl Merkels. Mit derartigen Meldungen soll suggeriert werden, dass dank Merkel in diesem Land Milch und Honig flie&szlig;en und es uns bei einer Abwahl Merkels allen schlechter gehen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zeitvertr&auml;ge: Entfristet uns!<\/strong><br>\n2,5 Millionen Menschen arbeiten mit einem befristeten Vertrag, fast immer ohne jede Sicherheit. Im Unternehmen sind sie machtlos, die Politik vergisst sie. In Deutschland arbeiten Menschen zu niedrigen L&ouml;hnen, in Mini-Jobs, in Leiharbeitsfirmen ohne jede Regelm&auml;&szlig;igkeit &ndash; trotz guter Konjunktur. Einen der gr&ouml;&szlig;ten Posten in der Statistik der atypischen Besch&auml;ftigung bildet aber die Befristung: 2,5 Millionen Menschen in Deutschland hatten zuletzt einen Vertrag mit Ablaufdatum. Es ist eine der gebr&auml;uchlichsten Formen, Mitarbeiter zappeln zu lassen, jedes unternehmerische Risiko auf sie abzuw&auml;lzen. Aber die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber ist auff&auml;llig still, selbst in den g&auml;ngigen Echokammern der Wut: Die Facebook-Gruppe gegen Befristungen z&auml;hlt gerade einmal 48 Mitglieder.<br>\nVielleicht liegt die Zur&uuml;ckhaltung ja daran, dass Zeitvertr&auml;ge vor allem junge Menschen unterschreiben m&uuml;ssen. 60 Prozent aller befristet Besch&auml;ftigten sind unter 35 Jahre alt, hatte die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung k&uuml;rzlich errechnet; Azubis und Praktikanten nicht einmal mitgez&auml;hlt. Die Jungen d&uuml;rften ohnehin so besch&auml;ftigt damit sein, sich im Berufsleben mit allen ausdr&uuml;cklichen und unausgesprochenen Regeln zurechtzufinden, dass ihnen gar nicht weiter auff&auml;llt, welche Ungeheuerlichkeit ihnen da untergejubelt wurde. Und der Chef hatte es sowieso als die gro&szlig;e Chance verkauft. [&hellip;]<br>\nBefristungen bringen das Paradox zustande, dass Mitarbeiter die Probezeit bestehen und doch den Job verlieren. Man kann Mitarbeiter loswerden, ohne ihnen eine Begr&uuml;ndung schuldig zu sein. Zeitvertr&auml;ge h&ouml;hlen aus, was ohnehin eher l&ouml;chrig ist. Sie ist ein Freibrief, um Mitarbeiter wie Wegwerfartikel zu behandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2017-01\/zeitvertraege-befristung-angestellte-arbeitnehmer\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>5 Millionen Besch&auml;ftigte: Niedriglohn trotz Ausbildung<\/strong><br>\nQualifikation sch&uuml;tzt nicht vor Armut (&hellip;) Nach Angaben der Bundesregierung haben 2014 rund 7,65 Millionen Besch&auml;ftigte (21,4 %) im Niedriglohnbereich gearbeitet. Und das sind l&auml;ngst nicht nur Menschen mit geringer Qualifikation: Ein Gro&szlig;teil der Niedrigl&ouml;hner hat einen Berufsabschluss. Laut OECD gilt ein Lohn als Niedriglohn, wenn er weniger als zwei Drittel des mittleren Bruttolohns (=Median) betr&auml;gt. In Deutschland liegt die Niedriglohngrenze bei 10 Euro brutto in der Stunde bzw. 1.993 brutto im Monat bei Vollzeitbesch&auml;ftigung. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Arm trotz Ausbildung: Das gilt leider f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Millionen Menschen in Deutschland&rdquo;, kommentiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack die Zahlen. &ldquo;Trotz abgeschlossener Berufsausbildung bekommen diese Menschen weniger als 10 Euro brutto pro Stunde.&nbsp;In ganz Deutschland bekommen mehr als 20 Prozent der Menschen mit einer beruflichen Ausbildung nur einen Niedriglohn. Im Osten sind es fast 40 Prozent. Dort ist die Tarifbindung besonders niedrig.&rdquo;<br>\nDuale Ausbildung muss attraktiver werden<br>\n&ldquo;Nur mit einer st&auml;rkeren Tarifbindung kann auch die duale Ausbildung wieder attraktiver werden&rdquo;, so Hannack weiter. &ldquo;Letztlich haben es die Betriebe selbst in der Hand, ob sich junge Menschen f&uuml;r ein Studium oder eine Berufsausbildung entscheiden. Wichtig sind eine gute Ausbildung, ein anst&auml;ndiger Lohn, gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie gute Entwicklungsperspektiven im Beruf.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6aa15e0c-d657-11e6-893a-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump und China &ndash; ein Vorgeschmack auf Trump und Deutschland<\/strong><br>\nWenn es Konflikte zwischen China und Deutschland mit den USA gibt, dann geht es um einen W&auml;hrungskrieg, weniger um einen Handelskrieg.<br>\nDonald Trump erschreckt viele. Derzeit erschreckt er China, weil er droht, Z&ouml;lle auf Importe aus China zu erheben, denn er glaubt, China habe den Handel mit den USA einseitig ausgenutzt. Viele fragen sich, ob Trump es sich erlauben kann, einen Handelskrieg mit China loszutreten, denn das Land sei der wichtigste Importeur f&uuml;r die US-Wirtschaft und nach Japan der gr&ouml;&szlig;te Gl&auml;ubiger der USA, die unter einem notorischen Au&szlig;enhandelsdefizit leiden.<br>\nDeutschland sollte sehr genau hinsehen, wie Trump sich zu China verh&auml;lt, denn auch Deutschland, das G20 Land mit dem h&ouml;chsten &Uuml;berschuss der Exporte &uuml;ber die Importe (fast 9 % des BIP) hat einiges zu verlieren. Die USA sind f&uuml;r Deutschland der Handelspartner mit dem gr&ouml;&szlig;ten Defizit von etwa 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das wird dem Pr&auml;sidenten Trump sp&auml;testens dann auffallen, wenn sein Finanzminister den j&auml;hrlichen Currency Report an den Kongress erstellt, in dem aus der Sicht der USA die gr&ouml;&szlig;ten S&uuml;nder im internationalen Handel angeprangert werden.<br>\nWas also kann ein Pr&auml;sident Trump gegen&uuml;ber den &Uuml;berschussl&auml;ndern tun? Ein Handelskrieg, so der Eindruck in Europa, w&uuml;rde am Ende auch den USA schaden. Doch das ist viel zu kurz gedacht. Zun&auml;chst ist es kein Handelskrieg, wenn man &Uuml;berschussl&auml;nder in die Schranken weist. Nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) kann man L&auml;ndern mit hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen ganz legal mit dem Schutz der eigenen M&auml;rkte drohen und sanktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/01\/trump-und-china-ein-vorgeschmack-auf-trump-und-deutschland\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Angst Inflation? Nur ein Phantom<\/strong><br>\nWas wird aus Ihrem Geld? Seit Wochen beschw&ouml;ren Deutschlands Stabilit&auml;tsj&uuml;nger die R&uuml;ckkehr der Inflation. Die Aufregung k&ouml;nnte sich schon bald als Fehlalarm erweisen. [&hellip;]<br>\nAn den &Ouml;lm&auml;rkten hat es gegen Jahresende einen Schub gegeben, klar, seither sind die Preise f&uuml;r ein Fass Roh&ouml;l aber kaum noch gestiegen &ndash; und liegen immer noch nur etwa halb so hoch wie vor drei Jahren. Woher kommen dann die 1,7 Prozent? Das hat mit Mathe &ndash; Grundkurs &ndash; zu tun (jetzt bitte einen kurzen Moment konzentrieren). Beim Messen von Inflation wird ja das Niveau der Preise heute mit dem vor einem Jahr verglichen. Sprich: Wenn die Preise heute stark steigen, f&auml;llt die Inflation h&ouml;her aus, weil der Abstand zum Vorjahr gr&ouml;&szlig;er wird &ndash; und umgekehrt. Logisch. Die arithmetische T&uuml;cke ist, dass die so ausgewiesene Inflationsrate auch anziehen kann, wenn die Preise aktuell gar nicht (so stark) steigen, sondern vor einem Jahr stark gefallen sind. Dann ist der Abstand zum Vorjahr ja auch pl&ouml;tzlich h&ouml;her. So wie derzeit. Weil die &Ouml;lpreise im Winter 2015\/16 weltweit kurzzeitig auf Spottpreisniveau sanken, fielen in Deutschland damals im Schnitt auch die Lebenshaltungskosten binnen weniger Monate um gut einen halben Prozentpunkt &ndash; ein seltenes Ph&auml;nomen. Ein Liter Diesel kostete zeitweise weniger als ein Euro, Sie erinnern sich. Das war irre und kaum haltbar, schon weil die Opec sich nicht in erster Linie als Wellnesscenter f&uuml;r deutsche Autofahrer versteht.<br>\nIn der Zwischenzeit haben sich die &Ouml;lpreise wieder etwas erholt. Und, Simsalabim: weil das Preistief nunmehr ein Jahr her ist, fallen im Vorjahresvergleich die Teuerungsraten jetzt abrupt h&ouml;her aus &ndash; ob beim &Ouml;l oder bei der Gesamtlebenshaltung. Und rein rechnerisch ist schon jetzt klar: Das Zahlenph&auml;nomen wird sich f&uuml;r Januar und Februar noch verst&auml;rken. Selbst wenn die Preise nun Monat f&uuml;r Monat unver&auml;ndert auf heutigem Niveau blieben, wird die Inflation (zum Vorjahr gerechnet) noch auf knapp zwei Prozent steigen. Allein wegen des Basiseffekts aus dem Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/inflation-nur-ein-phantom-kolumne-a-1129742.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auswirkungen der Schuldenbremse auf die Sicherheitsarchitektur in Deutschland<\/strong><br>\nVersuche, die staatliche Ordnung in wesentlichen Teilen zu ver&auml;ndern, k&ouml;nnen auf relativ leisen Sohlen daher kommen. So geschehen am 3. Januar, als Bundesinnenminister De Maizi&egrave;re &bdquo;Leitlinien&ldquo; vorstellte f&uuml;r (s)einen &bdquo;starken Staat in schwierigen Zeiten&ldquo; [1]. Er fordert dort u.a. eine Zentralisierung der Verfassungsschutzbeh&ouml;rden beim Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz. Die Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz w&uuml;rden damit zu Au&szlig;enstellen des Bundesamts gemacht.<br>\nDe Maizi&egrave;re setzt damit eine Politik fort, die er in seit geraumer Zeit betreibt, wenn auch auf sehr leisen Sohlen. Es geht ihm um die schrittweise Entmachtung der L&auml;nder in Fragen der Inneren Sicherheit und um die Zentralisierung von Polizei und Verfassungsschutz beim Bund, also in seinem Haus. Neben entschlossen klingenden Forderungen in einer aufgeheizten Situation nach dem bisher schlimmsten terroristischen Anschlag in Deutschland nutzt er f&uuml;r seine Zwecke die Auswirkungen der F&ouml;deralismusreform II. Sie sind bekannt unter dem Begriff &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; und ein Lieblingsthema von Bundesfinanzminister Sch&auml;uble, De Maizi&egrave;re&rsquo;s Vor-Vorg&auml;nger im Amt des Bundesinnenministers.<br>\nDenn dessen Konzept von der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; hat zur Folge, dass die L&auml;nder finanziell ausgetrocknet wurden und weiterhin werden und sich die notwendigen technischen Anschaffungen und IT-Systeme gar nicht mehr leisten k&ouml;nnen. Hilfreich springt hier &ndash; nun schon zum zweiten Mal &ndash; der Bund ein, &uuml;bernimmt scheinbar selbstlos Investitionen f&uuml;r die L&auml;nder und schafft damit Fakten.<br>\nDiese Bestrebungen stehen im Widerspruch zu der im Grundgesetz niedergelegten f&ouml;deralen Struktur und den Hoheitsbefugnissen der Bundesl&auml;nder. Und sie widersprechen dem, ebenfalls mit der Verabschiedung des Grundgesetzes definierten, Trennungsgebot. Das auf Bundesebene eine klare Trennung vorsieht zwischen Polizeigewalt und Verfassungsschutz und zwar in funktioneller, informationeller, organisatorischer und personeller Hinsicht. De Maizi&egrave;re ist gerade dabei, beides faktisch au&szlig;er Kraft zu setzen. Deshalb sprechen wir von &bdquo;Staatsstreich auf leisen Sohlen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/schuldenbremse-sicherheitsarchitektur-staatsstreit-teil2-4220\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abgasaff&auml;re: Wie VW den Betrug perfektionierte<\/strong><br>\nErst schummelten die Ingenieure, dann vertuschten sie: Der Bericht der US-Justizbeh&ouml;rde &uuml;ber die VW-Abgasaff&auml;re liest sich wie das Drehbuch eines Thrillers. Die wichtigsten Eingest&auml;ndnisse des Autoherstellers im &Uuml;berblick.<br>\nLeonardo DiCaprio wollte keine Zeit verlieren: Wenige Wochen nach Bekanntwerden des VW-Abgasbetrugs sicherte sich der Hollywoodstar die Filmrechte an einem geplanten Buch &uuml;ber die Machenschaften des Autokonzerns. Auch der Streamingdienst Netflix hat bereits angek&uuml;ndigt, das Dieseldrama zu verfilmen. Der Stoff taugt wohl f&uuml;r einen Wirtschaftsthriller, mindestens aber f&uuml;r eine Satireserie. In der Realit&auml;t hat die Abgasaff&auml;re gerade einen weiteren H&ouml;hepunkt erreicht, das US-Justizministerium hat VW eine Geldstrafe von 4,3 Milliarden Dollar aufgebrummt. Ein Rekord, kein Autokonzern musste bis jetzt eine h&ouml;here Summe zahlen. VW hatte sich zuvor schuldig bekannt. Im Zusammenhang mit den Vergleichszahlungen ver&ouml;ffentlichte das US-Justizministerium ein sogenanntes Statement of Facts. Darin, so hei&szlig;t es in einer Pressemitteilung von VW, werden &ldquo;die gewonnenen Erkenntnisse und Fakten &uuml;ber die Entstehung und Entwicklung der Dieselverfehlungen&rdquo; wiedergegeben. Es handelt es sich also um ein Eingest&auml;ndnis von VW. So, wie die Aff&auml;re in dem Dokument beschrieben wird, soll sie sich zugetragen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/vw-abgasskandal-wie-volkswagen-den-betrug-perfektionierte-a-1129705.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Partikelfilter im gro&szlig;en Umfang manipuliert?<\/strong><br>\nEin neuer Imageschaden f&uuml;r den Diesel-Pkw. Experten vermuten: Der f&uuml;r die Feinstaubfilterung zust&auml;ndige Partikelfilter funktioniert oft gar nicht oder nicht ausreichend. Eigentlich hatte die EU daf&uuml;r Pr&uuml;fstandards gesetzt &ndash; aber in Deutschland gilt eine Ausnahme, und die Autolobby will eine Versch&auml;rfung verhindern.<br>\nDiesel-Partikelfilter, kurz DPF, haben eine wichtige Aufgabe: die Abgase von gesundheitsgef&auml;hrdenden Ru&szlig;-Partikeln zu befreien. Allerdings:<br>\n&ldquo;Das Problem ist, dass es keinerlei Sensorik oder Kontrolleinrichtung gibt, die kontrolliert, ob der DPF seinen Dienst auch korrekt versieht. Das Abgas kann also ungehindert den Filter passieren und wird ungefiltert in die Umwelt geblasen.&rdquo;<br>\nSchreibt ein KFZ-Meister in einer H&ouml;rermail an den Deutschlandfunk.<br>\n&ldquo;Das &uuml;berrascht mich &uuml;berhaupt nicht. Die Sensorik, die in den Autos und den Dieselfahrzeugen verbaut wird, hat keine M&ouml;glichkeit, zu erkennen, ob der Diesel-Partikelfilter funktioniert, ob er &uuml;berhaupt vorhanden ist.&rdquo;<br>\nSo J&uuml;rgen Resch, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe. Auch aus seiner Sicht fehlt es an zuverl&auml;ssigen Anzeigen f&uuml;r fehlerhafte Diesel-Partikelfilter.<br>\n&ldquo;Man simuliert nur das Vorhandensein und versucht nur, &uuml;ber Druckunterschiede R&uuml;ckschl&uuml;sse zu ziehen. Das hei&szlig;t, mit ganz einfachen Tricks ist es m&ouml;glich, einen korrekten oder gar nicht mehr existierenden Partikelfilter als korrekt anzuzeigen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diesel-skandal-partikelfilter-im-grossen-umfang-manipuliert.697.de.html?dram:article_id=376200\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Konzernatlas 2017 zeigt beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ern&auml;hrungsindustrie<\/strong><br>\nImmer weniger Konzerne bestimmen weltweit &uuml;ber einen immer h&ouml;heren Anteil der Lebens&shy;mittel&shy;erzeugung und Ern&auml;hrung &ndash; zum Nachteil von Kleinb&auml;uerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das zeigt der heute vorgestellte &ldquo;Konzernatlas 2017&rdquo;, eine Zusammenstellung von Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber &ndash; Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique &ndash; warnen davor, dass die laufenden Konzentrationsprozesse im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gef&auml;hrden und fordern st&auml;rkere Kontrolle im Agrar- und Ern&auml;hrungsbereich.<br>\nF&uuml;nf der zw&ouml;lf kapitalintensivsten &Uuml;bernahmen b&ouml;rsennotierter Konzerne in 2015 und 2016 fanden&nbsp; im Agrar- und Ern&auml;hrungsbereich statt. Der B&ouml;rsenwert der Fusionen im Landwirtschaftssektor &uuml;bertraf vielfach den in anderen gro&szlig;en Branchen. So war 2015 der Wert der Fusionen von Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelindustrie mit 347 Milliarden Dollar f&uuml;nf Mal h&ouml;her als der im Pharma- oder im &Ouml;lsektor. Inzwischen kontrollieren lediglich vier Gro&szlig;konzerne rund 70 Prozent des Welthandels mit Agrarrohstoffen. Drei Konzerne dominieren 50 Prozent des Weltmarkts f&uuml;r Landtechnik. In Deutschland decken vier Supermarktketten 85 Prozent des Lebensmitteleinzel-handels ab. Finden die weiteren derzeit geplanten Mega-Fusionen statt, w&uuml;rden nur drei Konzerne mehr als 60 Prozent des globalen Marktes f&uuml;r kommerzielles Saatgut und f&uuml;r Pestizide beherrschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/konzernatlas-2017-zeigt-beispiellose-fusionswelle-in-agrar-und-ernaehrungsindustrie\/\">BUND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/user_upload_bund\/publikationen\/landwirtschaft\/landwirtschaft_konzernatlas_2017.pdf\">Hier der direkte Link zum Konzernatlas<\/a>. Sehr lesenswerte Zusammenstellung, auch wenn sie einem m&auml;chtig den Appetit verdirbt. Tipp: Erst nach dem Essen lesen und in kleinen Happen genie&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Niemand kontrolliert die Zahlen&ldquo;<\/strong><br>\nNina Holland von Corporate Europe Observatory kritisiert die Einflussnahme von Konzernen. Sie fordert eine Pflicht zu mehr Transparenz.<br>\ntaz: Frau Holland, Sie haben dem Konzernatlas (PDF) Zahlen geliefert, etwa diese: Der European Chemical Industry Council &ndash; der Lobbyverband der chemischen Industrie, gibt j&auml;hrlich 10,2 Millionen Euro f&uuml;r Lobbying in Br&uuml;ssel aus. Woher stammt diese Zahl?<br>\nNina Holland: Es gibt ein freiwilliges Transparenzregister in der EU, in das sich immer mehr Lobbyorganisationen eintragen. Die Zahlen sind aber nur bedingt aussagekr&auml;ftig, sie stammen von den Unternehmen oder Verb&auml;nden selbst. Zur Chemieindustrie: Offiziell nennt sie 10,2 Millionen Euro, doch das Budget f&uuml;r ihr B&uuml;ro in Br&uuml;ssel betr&auml;gt &uuml;ber 40 Millionen Euro, in ihrem B&uuml;ro arbeiten 150 Mitarbeiter. Alles was sie machen, ist Lobbying! Also m&uuml;sste die Zahl im Register viel h&ouml;her sein. Aber niemand kontrolliert das.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Aktivistin-ueber-Lobbyismus\/!5372643\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ist der Euro alternativlos? &ndash; 2<\/strong><br>\nEs w&auml;re ein schwerer Fehler, die M&ouml;glichkeit einer geordneten Aufl&ouml;sung der Eurozone oder eines Ausstiegs einzelner L&auml;nder aus der W&auml;hrungsunion kategorisch auszuschlie&szlig;en. Vielmehr gilt es, die Diskussion gerade in diese Richtung zu intensivieren.<br>\nDie Reformvorschl&auml;ge der Streitschrift<br>\nIn Kapitel 5 ihrer &bdquo;Streitschrift&ldquo; fordern die Autoren Busch et al. (2016a) angesichts der desastr&ouml;sen wirtschaftlichen und sozialen Situation in den Euro-L&auml;ndern (siehe Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Frankreich) eine radikale Abkehr von der bisherigen EU-Politik und pr&auml;sentieren ein umfassendes Reformprogramm.<br>\nAuf der Ebene der Wirtschaftspolitik verlangen sie das Ende der Austerit&auml;tspolitik und eine Hinwendung zu einer expansiven Fiskalpolitik und einem europ&auml;ischen Investitionsprogramm.<br>\nIm Bereich der Au&szlig;enwirtschaft soll eine Europ&auml;ische Ausgleichsunion die Vermeidung von Leistungsbilanzungleichgewichten bewirken. Dieses soll durch die Festlegung von verbindlichen j&auml;hrlichen und kumulierten Obergrenzen erreicht werden.<br>\nAuf dem Gebiet Schuldenpolitik pl&auml;dieren die Autoren f&uuml;r die Ausgabe von Eurobonds und die Einrichtung eines gemeinsamen Schuldentilgungsfonds. So k&ouml;nnten die Zinsbelastungen f&uuml;r die hochverschuldeten L&auml;nder reduziert und ihre Bonit&auml;t verbessert werden.<br>\nZur Verwirklichung einer Sozialunion wird ein umfassendes Konzept zur Weiterentwicklung der sozialen Dimension der Europ&auml;ischen Union vorgeschlagen, um so das System der Wettbewerbsstaaten zu &uuml;berwinden. Auf den Feldern des Arbeitsmarktes, der Lohn- und Einkommenspolitik und der Systeme der sozialen Sicherung werden auf der Grundlage von Indikatoren, die zur Erfassung von Ungleichheiten und Disparit&auml;ten dienen, verschiedene Instrumente zu deren Behebung benannt.<br>\nUm die Probleme auf den Finanzm&auml;rkten l&ouml;sen, wird neben einer st&auml;rkeren Regulierung die Einf&uuml;hrung einer Transaktionssteuer gefordert, um so zum Beispiel die Spekulationsgesch&auml;fte einzud&auml;mmen. Dar&uuml;ber hinaus sollen bestimmte Gesch&auml;ftsbereiche komplett wegfallen, die Gesch&auml;fte der Banken so auf ihre urspr&uuml;nglichen Kernfunktionen Zahlungsverkehr, Einlagengesch&auml;ft und Kreditfinanzierung begrenzt werden. Ein weiteres Instrument stellt die Steuerpolitik dar.<br>\nEine demokratisch gew&auml;hlte Europ&auml;ische Wirtschaftsregierung mit einem wesentlich vergr&ouml;&szlig;erten Haushalt sei das probate Mittel zur Umsetzung dieses Ma&szlig;nahmenkatalogs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/01\/ist-der-euro-alternativlos-2\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf Teil 1 dieses Diskussionsbeitrages haben die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36553#h03\">hier<\/a> hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Internierungslager f&uuml;r Migranten: Pakt mit Wei&szlig;russlands Diktator<\/strong><br>\nWei&szlig;russland soll Visumserleichterungen bekommen, wenn es Fl&uuml;chtlinge aus der EU zur&uuml;cknimmt. Daf&uuml;r finanziert Europa auch &bdquo;geschlossene&ldquo; Unterk&uuml;nfte. Die EU finanziert den Bau von Internierungslagern f&uuml;r Migranten in Wei&szlig;russland. Laut einem internen Papier der EU-Kommission, das der taz vorliegt, sollen daf&uuml;r in den n&auml;chsten Jahren 7 Millionen Euro nach Minsk &uuml;berwiesen werden. Die &bdquo;Migrants Accomodation Center&ldquo; genannten Zentren sollen teils offen, teils &bdquo;closed type&ldquo; sein, wie es in der Projektbeschreibung hei&szlig;t &ndash; eine Umschreibung daf&uuml;r, dass die Insassen dort eingesperrt werden, bevor Wei&szlig;russland sie abschiebt oder sie freiwillig ausreisen. Das Geld stammt aus dem Europ&auml;ischen Nachbarschaftsprogramm (ENI) und soll von 2017 bis 2020 flie&szlig;en. Die Projektabwicklung soll die International Organization for Migration (IOM) &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Internierungslager-fuer-Migranten\/!5371059\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vom Frontstaat zur Transitzone<\/strong><br>\nMit logistischer Unterst&uuml;tzung der Bundeswehr sind die ersten Soldaten einer vollst&auml;ndigen US-Brigade am gestrigen Donnerstag in Polen eingetroffen. Die Third Armored Brigade wird sich mit &uuml;ber 4.000 Soldaten sowie mehr als 2.000 Panzern, Haubitzen und Milit&auml;rtransportern in Polen sammeln, um anschlie&szlig;end in sechs &ouml;stlichen EU-Staaten von Estland bis Bulgarien Kriegs&uuml;bungen durchzuf&uuml;hren &ndash; in gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher N&auml;he zu Russland. Im Rahmen der &ldquo;Operation Atlantic Resolve&rdquo; zur Verlegung der Truppen stellt die Bundeswehr umfangreiche logistische Hilfsleistungen bereit und geleitet die US-Truppen von Bremerhaven durch insgesamt f&uuml;nf Bundesl&auml;nder an ihr Ziel. Deutschland, im Kalten Krieg &ldquo;Frontstaat&rdquo;, sei mit der Ausdehnung seines Einflussbereichs in Richtung Osten jetzt zur &ldquo;Transitzone&rdquo; f&uuml;r milit&auml;rische Aufm&auml;rsche geworden, hei&szlig;t es bei der Bundeswehr: Man m&uuml;sse die Bev&ouml;lkerung daran gew&ouml;hnen und &ldquo;Vertrauen aufbauen&rdquo;, zumal Gro&szlig;verlegungen wie etwa die &ldquo;Operation Atlantic Resolve&rdquo; in Zukunft regelm&auml;&szlig;ig stattf&auml;nden. Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die US-Truppenverlegung entspricht deutschen Interessen: Russland ist dem Bestreben Berlins, seine Hegemonialsph&auml;re auszudehnen, j&uuml;ngst zweimal erfolgreich entgegengetreten &ndash; in der Ukraine und in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59516\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Obamas letzter Schachzug gegen Russland: In Genf soll die Republik Zypern aufgel&ouml;st werden<\/strong><br>\nEine Neugr&uuml;ndung des Staates soll eine Beilegung des Zypern-Konflikts erm&ouml;glichen und Obamas europapolitischem Schlachtross Victoria Nuland einen letzten politischen Coup verschaffen. Dies soll auch eine Pleite wie bei der Volksabstimmung 2004 verhindern. [&hellip;]<br>\nZypern ist also heute das, was Anfang des vergangenen Jahrhunderts Malta f&uuml;r Britische Empire war: ein strategisch immens wichtiges asset, um das englische Wort im geopolitischen Krieg zu benutzen. Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Wer Zypern kontrolliert, kontrolliert zusammen mit Israel auch die riesigen Gasfelder und auch die noch zu bauende Transportroute in die T&uuml;rkei. [&hellip;]<br>\nWas sich zun&auml;chst gut anh&ouml;rt, ist in Wahrheit aber ein perfider Plan nicht nur zum Sturz der Regierung von Pr&auml;sident Anastasiades, an welchem er pers&ouml;nlich mitarbeitet, sondern auch zur faktischen Aufl&ouml;sung der Republik Zypern, eines v&ouml;lkerrechtlich anerkannten Staates und &ndash; nicht zu vergessen &ndash; auch eines EU-Mitglieds. [&hellip;]<br>\nEs bleibt nur zu hoffen, dass auch der letzte Versuch der Victoria Nuland, einen Regime Change zu erwirken, scheitern wird und n&uuml;chterne K&ouml;pfe sich durchzusetzen wissen. Andernfalls werden wir alle in einem neuen Europa erwachen, in welchem das Prinzip der staatlichen Souver&auml;nit&auml;t endg&uuml;ltig der Vergangenheit angeh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/45254-teuflischer-winkelzug-genf-eu-zypern\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Zypern-Gespr&auml;che in kritischer Phase<\/strong><br>\nDie neuen Zypern-Gespr&auml;che in Genf haben einen kritischen Punkt erreicht: Am Mittwoch sollten griechische und t&uuml;rkische Zyprer erstmals Karten mit Vorschl&auml;gen f&uuml;r den k&uuml;nftigen Grenzverlauf vorlegen, wie der UN-Sonderbeauftragte Espen Barth Eide sagte.<br>\nDer Norweger sprach von einem &bdquo;sehr wichtigen&ldquo; und &bdquo;historischen&ldquo; Moment. EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker mahnte, die Gespr&auml;che seien die &bdquo;allerletzte Chance&ldquo;, den Konflikt auf normale Weise zu l&ouml;sen.<br>\nDie Gespr&auml;che &uuml;ber die Wiedervereinigung der geteilten Mittelmeerinsel waren am Montag unter UN-Vermittlung in Genf wieder aufgenommen worden. Der zyprische Pr&auml;sident Nicos Anastasiades und der Volksgruppenf&uuml;hrer der international nicht anerkannten T&uuml;rkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, verhandeln nun erneut &uuml;ber eine Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-innenpolitik\/news\/zypern-gespraeche-in-kritischer-phase\/\">Euroactiv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.W.:<\/strong> Ein vergleichsweise &ldquo;flacher&rdquo; Artikel ohne Beleuchtung wichtiger Fragen wie &ldquo;Qui bono?&rdquo; und &ldquo;warum Jetzt, wo der Konflikt doch schon 40 Jahre dauert?&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wiederaufbau in Afghanistan mit Problemen<\/strong><br>\nDer Spezialinspekteur des US-Senats f&uuml;r den Wiederaufbau in Afghanistan, Sopko, hat vor einem Scheitern vieler Projekte am Hindukusch gewarnt.<br>\nEr legte heute eine Liste mit den gr&ouml;&szlig;ten Bedrohungen f&uuml;r einen Erfolg des milit&auml;rischen und zivilen Einsatzes vor. Darin zeichnet er ein d&uuml;steres Bild und f&uuml;hrt mehrere Risikofaktoren an. Die bedeutendsten seien die immer noch mangelhaften F&auml;higkeiten der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte sowie die weit verbreitete Korruption im Land. In diesem Zusammenhang kritisierte Sopko das Konzept der direkten Geldvergabe an die Regierung in Kabul. Die Vereinigten Staaten haben nach eigenen Angaben seit 2002 mehr als 115 Milliarden Dollar in Afghanistan ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-bericht-wiederaufbau-in-afghanistan-mit-problemen.447.de.html?drn:news_id=698610\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alarm in Caracas<\/strong><br>\nIn Venezuela haben Medienberichten zufolge Beamte der milit&auml;rischen Spionageabwehr DGCIM und des Inlandsgeheimdienstes Sebin am Dienstag (Ortszeit) das Haus des fr&uuml;heren Verteidigungsministers Ra&uacute;l Isa&iacute;as Baduel in Maracay umstellt und den General abgef&uuml;hrt. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung oder der beteiligten Sicherheitsdienste gibt es dazu bislang nicht. In Venezuela wird aber davon ausgegangen, dass die Verhaftung im Zusammenhang mit einer Entscheidung der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung steht. Diese hatte am Montag mit den Stimmen von 106 Abgeordneten des rechten Lagers per Beschluss festgestellt, dass Venezuelas Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro sein &raquo;Amt aufgegeben&laquo; habe und die &raquo;sofortige Durchf&uuml;hrung allgemeiner Wahlen&laquo; verlangt. Die Parlamentarier st&uuml;tzten sich dabei auf Artikel 233 der venezolanischen Verfassung, in der Regelungen f&uuml;r die Nachfolge des Staatschefs festgehalten sind, wenn dieser etwa wegen Tod, R&uuml;cktritt oder aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofs aus dem Amt ausscheidet oder aber das Parlament feststellt, dass der Pr&auml;sident seine Funktionen &raquo;nicht wahrnimmt&laquo;.<br>\nDie Abgeordneten behaupteten, Maduro habe &raquo;seine verfassungsm&auml;&szlig;igen Aufgaben vollst&auml;ndig aufgegeben&laquo;. Der Staatschef habe aufgeh&ouml;rt, den Venezolanern &raquo;Lebensmittel, Gesundheitsversorgung und Wohlstand zu garantieren&laquo; sowie keine Ma&szlig;nahmen gegen die Unsicherheit ergriffen und &raquo;st&auml;ndig die Menschenrechte verletzt&laquo;. Zudem habe er &raquo;alle &ouml;ffentlichen Gewalten und die Nationalen Streitkr&auml;fte entf&uuml;hrt&laquo; und die Durchf&uuml;hrung eines Amtsenthebungsreferendums sowie von Regionalwahlen verhindert.<br>\nSelbst der Opposition nahestehende Verfassungsrechtler halten diese Argumentation f&uuml;r absurd. Pedro Afonso, der an der Zentraluniversit&auml;t Venezuelas lehrt, betonte im Gespr&auml;ch mit der britischen BBC: &raquo;Dass ein Pr&auml;sident seine Macht schlecht oder nicht entsprechend der Verfassung nutzt, ist keine Amtsaufgabe.&laquo; Die Richter des Obersten Gerichtshofs hatten bereits vor der Abstimmung in der Nationalversammlung festgestellt, dass Maduro seine Aufgaben wahrnimmt und ein anderslautender Beschluss der Abgeordneten deshalb verfassungswidrig sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/01-13\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Glenn Greenwald: The Deep State Goes to War with President-Elect<\/strong><br>\nIn January, 1961, Dwight Eisenhower delivered his farewell address after serving two terms as U.S. president; the five-star general chose to warn Americans of this specific threat to democracy: &ldquo;In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist.&rdquo; That warning was issued prior to the decadelong escalation of the Vietnam War, three more decades of Cold War mania, and the post-9\/11 era, all of which radically expanded that unelected faction&rsquo;s power even further. This is the faction that is now engaged in open warfare against the duly elected and already widely disliked president-elect, Donald Trump. They are using classic Cold War dirty tactics and the defining ingredients of what has until recently been denounced as &ldquo;Fake News.&rdquo; Their most valuable instrument is the U.S. media, much of which reflexively reveres, serves, believes, and sides with hidden intelligence officials.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/01\/11\/the-deep-state-goes-to-war-with-president-elect-using-unverified-claims-as-dems-cheer\">The Intercept<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Greenwald weist in diesem Text unter anderem auf den langfristig zu erwartenden Schaden hin, der von einer auf &ldquo;Fake News&rdquo; gest&uuml;tzten Anti-Trump-Kampagne der Leitmedien ausgeht: Wenn in Zukunft Journalisten mit echten Fakten, guten Quellen und handfesten Argumenten Trump kritisieren, wird ihnen kaum jemand mehr zuh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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