{"id":36622,"date":"2017-01-16T08:43:46","date_gmt":"2017-01-16T07:43:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622"},"modified":"2017-01-16T08:43:46","modified_gmt":"2017-01-16T07:43:46","slug":"hinweise-des-tages-2792","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h01\">Sahra Wagenknecht: &ldquo;Halte nichts davon, AfD zu Referenzpunkt der Politik zu machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h02\">Bremst Wagenknecht Rot-Rot-Gr&uuml;n aus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h03\">Das Gespenst des Populismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h04\">Der Gef&auml;hrder, das Phantom im Rechtsstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h05\">&ldquo;Vorbereitung eines Angriffskriegs&rdquo; wurde in &ldquo;Verbrechen der Aggression&rdquo; umgewandelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h06\">Konjunktur 2016: Gl&uuml;ckliche Triebkr&auml;fte lassen nach, doch das interessiert kaum jemanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h07\">K&ouml;rzell: &ldquo;Sch&auml;uble verspielt unsere Zukunft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h08\">Neue Daten zur Verm&ouml;gensungleichheit in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h09\">DIHK: H&ouml;here Investitionen und Exporte n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h10\">Immer mehr Menschen &ldquo;Multijobber&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h11\">Trotz Einkommen obdachlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h12\">Hartz IV Jobcenter-Mitarbeiterin rebelliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h13\">Real Game of Thrones<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h14\">Polizist am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h15\">Bundesregierung wei&szlig; um Eskalationsdynamik durch NATO-Trupenverlegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h16\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h17\">Truth and Politics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h18\">netzpolitik.org klagt vor Verfassungsgericht gegen Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &ldquo;Halte nichts davon, AfD zu Referenzpunkt der Politik zu machen&rdquo;<\/strong><br>\nFOCUS: Frau Wagenknecht, manche Ihrer &Auml;u&szlig;erungen zur Fl&uuml;chtlingsfrage haben &Auml;hnlichkeit mit Forderungen der AfD. Betreiben Sie noch linke Politik?<br>\nSahra Wagenknecht: Selbstverst&auml;ndlich. Wenn ich kritisiere, dass man 2015 &uuml;ber mehrere Monate in Deutschland Fl&uuml;chtlinge noch nicht einmal mehr registriert hat und damit noch nicht einmal mehr wusste, wer ins Land gekommen war, dann hat das nichts mit plumpen Ausl&auml;nder-raus-Parolen der AfD oder dem Sch&uuml;ren von Ressentiments gegen Fl&uuml;chtlinge zu tun. Im Gegensatz zur AfD und den anderen im Bundestag vertretenen Parteien habe ich Merkels Mitverantwortung f&uuml;r den Terroranschlag in Berlin vor allem auf ihre Au&szlig;enpolitik, ihre Beteiligung an den &Ouml;l- und Gaskriegen der USA im Nahen und Mittleren Osten, zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Diese sogenannten Anti-Terror-Kriege mit ihren Hunderttausenden zivilen Toten haben in Wahrheit den islamistischen Terror immer st&auml;rker gemacht. Seit Deutschland im September 2015 in den Syrienkrieg eingetreten ist, sind wir verst&auml;rkt Zielscheibe von Terroranschl&auml;gen geworden. Auch die kaputtgesparte Polizei hat die Sicherheit im Land nat&uuml;rlich nicht erh&ouml;ht.<br>\nFOCUS: Inwieweit sind Ihre Positionen abgestimmt mit Ihrer Partei?<br>\nWagenknecht: Dass Terrorismus und Fluchtbewegungen vor allem die Folge v&ouml;lkerrechtswidriger Kriege sind, sieht die gro&szlig;e Mehrheit der Partei so. Manche meiner innerparteilichen Kritiker haben offensichtlich nicht gelesen, was ich gesagt habe, sondern legen mir irgendwelche abstrusen Sachen in den Mund, gegen die sie dann polemisieren. Das ist schlechter Stil. Ich kritisiere das Versagen in der Fl&uuml;chtlings- und Integrationspolitik. Selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen wir Schutzsuchenden helfen und politisch Verfolgten Asyl gew&auml;hren. Merkel dagegen hat eigenm&auml;chtig und ohne Absprache mit unseren europ&auml;ischen Partnern das Dublin-Abkommen, nach dem Fl&uuml;chtlinge ihren Asylantrag in dem Land stellen m&uuml;ssen, in dem sie in die EU einreisen, au&szlig;er Kraft gesetzt. Die Linke hat die Dublin-Regeln immer kritisiert, weil sie die S&uuml;dl&auml;nder &uuml;berm&auml;&szlig;ig belasten. Aber unser Ziel waren gerechtere europ&auml;ische Regeln. Mit Merkels Alleingang wurde die Chance dazu verbaut. Die daraus resultierenden Probleme und Merkels Konzeptionslosigkeit haben in der Bev&ouml;lkerung zu Unsicherheit und &Auml;ngsten gef&uuml;hrt und die AfD stark gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/interview-mit-linken-fraktionschefin-sahra-wagenknecht-halte-nichts-davon-afd-zu-referenzpunkt-der-politik-zu-machen_id_6493534.html?fbc=fb-shares%20\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Pl&ouml;tzlich &bdquo;Rechtspopulistin&ldquo;<\/strong><br>\nDie Leitplanken der herrschenden Gesinnungsrichtlinien werden immer enger gelegt. &bdquo;Linke&ldquo; machen bei diesem Treiben bedenkenlos mit. Wer es wie Sahra Wagenknecht wagt, auszuscheren, bekommt von der politisch korrekten Wohlf&uuml;hlgemeinschaft Hausverbot.<br>\nUnsere liberale Wertegemeinschaft tr&auml;gt in Zeiten zunehmender Polarisierung und Spaltung seltsame Bl&uuml;ten. Die Meinungsvielfalt &ndash; gemeinhin als deren Grundvoraussetzung ausgemacht &ndash; steht und f&auml;llt mit der Debattenkultur und ihren Spielregeln der Auseinandersetzung. Oder sollte man besser sagen: der Auseinandersetzungsverhinderung?<br>\nDas Beispiel Sahra Wagenknecht zeigt einmal mehr, welch totalit&auml;res Potenzial der Schutz der liberalen Wertegemeinschaft vor sich selbst haben kann. Denn dieser Selbstschutz zielt auf die chronische Entkernung des Schlagabtauschs, die Kassierung missliebiger Meinungen. Der schriller werdende Ton, der immer wahllosere R&uuml;ckgriff auf Totschlag Argumente und Rassismuskeulen, auf pers&ouml;nliche Diffamierungen und Verleumdungen zeitigen die Aufk&uuml;ndigung einer ma&szlig;vollen, aufgekl&auml;rten und freien Debattenkultur. (&hellip;)<br>\nNicht nur, dass hier &ndash; bei aller Liebe f&uuml;r den Humanismus &ndash; die Grenze des gern zitierten &bdquo;Postfaktischen&ldquo; &uuml;berschritten ist. Nach Auffassung vieler, welche aus den mentalen Wohlf&uuml;hlzonen heraus die rechtsfreien R&auml;ume und Parallelgesellschaften nicht zu erkennen im Stande sind, ist Wagenknechts Kritik an einer &bdquo;unkontrollierten Grenz&ouml;ffnung&ldquo; und einem &bdquo;Kaputtsparen&ldquo; der Polizei schon Rechtspopulismus. Die Begr&uuml;ndung, der es da noch bedarf? Die AfD habe sich &auml;hnlich ge&auml;u&szlig;ert. Wenn das allen ernstes als Herleitung reicht, dann kann man in letzter Konsequenz die Meinungsfreiheit auch gleich beerdigen. (&hellip;)<br>\nFatal ist, dass Wagenknecht einen klassisch sozialdemokratischen Wertekanon vertritt, der seit dem Regierungsantritt der rot-gr&uuml;nen Koalition 1998 nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; zu sein hat. Es ist insofern kein Zufall, dass die Frage der sozialen Gerechtigkeit zunehmend von rechten Parteien aufgegriffen wird. Die Linke hingegen scheint nichts besseres zu tun zu haben, als sich den sch&auml;rfer werdenden Gesinnungsrichtlinien des Safe-Space zu unterwerfen. Sicher, wenn man eine rot-rot-gr&uuml;ne Regierungsbeteiligung anstrebt, muss man auf Kuschelkurs gehen, dann will man selbst zum &bdquo;Establishment&ldquo; geh&ouml;ren.<br>\nM&ouml;chte man Leute wie Arps bei der Stange halten, der ank&uuml;ndigte, nach Wagenknechts &Auml;u&szlig;erungen die Partei nicht mehr w&auml;hlen zu wollen, kann dieser Kurs getrost beibehalten werden. Wenn die Linke jedoch nicht langfristig im Bundestag obsolet werden will, sollte sie lieber versuchen, die W&auml;hler im ge&auml;chteten &bdquo;Spektrum&ldquo; zur&uuml;ckzugewinnen. Die erste Ma&szlig;nahme daf&uuml;r w&auml;re, schleunigst das S&auml;gen am eigenen Ast einzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/01\/ploetzlich-rechtspopulistin\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bremst Wagenknecht Rot-Rot-Gr&uuml;n aus?<\/strong><br>\nZum Jahresauftakt will die Linkspartei &uuml;ber das Bundestagswahl-Programm beraten. Doch schon jetzt ist klar: Eine gemeinsame Linie ist nicht einfach zu finden. Fraktionschefin Wagenknecht irritiert weiter mit ihrem Kurs in der Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nSie polarisiert wie kaum ein anderer Politiker, auch in der eigenen Partei. Es ist dieser eine Moment auf dem Parteitag der Linkspartei in Magdeburg Ende Mai, der dies auf brutale Weise zeigt: Ein linker Aktivist dr&uuml;ckt Sarah Wagenknecht eine Torte ins Gesicht.<br>\nEs ist ein Protest gegen Wagenknechts Haltung in der Fl&uuml;chtlingspolitik. Gegen &Auml;u&szlig;erungen wie diese: &ldquo;Gerade in der ganzen Diskussion &uuml;ber die K&ouml;lner Ereignisse ist v&ouml;llig klar: Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt.&rdquo; Kopfsch&uuml;tteln, Kritik, sogar vereinzelte R&uuml;cktrittsforderungen an die Fraktionschefin, weil sie Kanzlerin Angela Merkel von rechts kritisiere.<br>\nWagenknecht setzt sich trotzdem in der Partei durch, wird Spitzenkandidatin der Linkspartei f&uuml;r die Bundestagswahl &ndash; im Doppelpack mit ihrem Co-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch. Der Reformer Bartsch will die Linkspartei unbedingt in eine Rot-Rot-Gr&uuml;ne Koalition f&uuml;hren. Wagenknecht erscheint vielen als gr&ouml;&szlig;tes Hindernis f&uuml;r ein solches B&uuml;ndnis im Bund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/linkspartei-133.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Das Wagenknecht-Bashing bei der tagesschau geht weiter, diesmal vom NDR.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wer wirklich bremst<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine gelungene Schlagzeile und ganz im Sinne derer, die sich seit Jahren gegen ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis zur Wehr gesetzt haben, als es tats&auml;chlich noch m&ouml;glich war. Jetzt, da es durch den Aufstieg der AfD rein rechnerisch immer unwahrscheinlicher wird, tun diese Kreise aber so, als sei ihr Interesse an Rot-Rot-Gr&uuml;n besonders gro&szlig;. Dabei konnte man seit Jahren immer wieder den einen Satz lesen &bdquo;Die Linke ist nicht regierungsf&auml;hig&ldquo;. Vor allem SPD-Vertreter, j&uuml;ngst tat das wieder Hannelore Kraft in NRW, bem&uuml;hten diesen Satz, um ein linkes B&uuml;ndnis von vornherein auszuschlie&szlig;en. Damit schieben die bisherigen Bremser (um nicht zu sagen Blockierer) eines Politikwechsels den Schwarzen Peter einfach nur weiter und die Presse f&auml;llt darauf herein.<br>\nWie w&auml;re es denn mit Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund? Das w&auml;re seit &uuml;ber drei Jahren m&ouml;glich. Dazu br&auml;uchte es lediglich ein konstruktives Misstrauensvotum und eine SPD, die bereit w&auml;re, sich von der Union zu l&ouml;sen. Stattdessen tun die Sozialdemokraten aber so, als sei ein B&uuml;ndnis mit CDU\/CSU alternativlos, weil die Linke, es steht ja oben schon, einfach nicht regierungsf&auml;hig sei. Die SPD hingegen schon. Das stellten die Sozialdemokraten unter Beweis, als sie ihren eigenen Antrag zur Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns &ndash; eingebracht von den Linken &ndash; ablehnten. Das war w&auml;hrend des ersten Merkel-Kabinetts von 2005 bis 2009. Auch damals h&auml;tte es schon eine linke Koalition geben k&ouml;nnen, aber, es steht ja oben schon, die Linke war da leider nicht regierungsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170113wer-wirklich-bremst\">TauBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Gespenst des Populismus<\/strong><br>\nDer Kapitalismus zerst&ouml;rt das Bekannte und Traditionelle. Viele Menschen erfahren das als existentielle Verunsicherung. Die Linke darf das Leiden am Fortschritt nicht den Rechten &uuml;berlassen, sondern muss Wege finden, gesellschaftliche &Auml;ngste nach links zu wenden<br>\nErich K&auml;stner hat 1958 in Hamburg anl&auml;sslich des 25. Jahrestages der B&uuml;cherverbrennung eine Rede gehalten, in der es hei&szlig;t: &raquo;Die Ereignisse von 1933 bis 1945 h&auml;tten sp&auml;testens 1928 bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen. Sp&auml;ter war es zu sp&auml;t. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine h&auml;lt keiner mehr auf. (&hellip;) Drohende Diktaturen lassen sich nur bek&auml;mpfen, ehe sie die Macht &uuml;bernommen haben.&laquo;\n<p>Dieser Passus enth&auml;lt Handlungsanweisungen f&uuml;r diejenigen unter uns, die in Deutschland und Europa die Gefahr einer Faschisierung erkennen. Wir m&uuml;ssen uns dringend um linke Aneignungsformen von Energien, Sehns&uuml;chten, Leidenserfahrungen und &Auml;ngsten bem&uuml;hen. Sonst werden sie von den Rechten instrumentalisiert und nach r&uuml;ckw&auml;rts in Gang gesetzt. Wenn es den Faschisten und Rechtspopulisten gelingt, wie in den Jahren vor 1933, die real existierende kapitalistische Entfremdung in die v&ouml;lkische Schim&auml;re der &raquo;&Uuml;berfremdung&laquo; zu verwandeln, werden wir Zeugen einer Faschisierung &ndash; mit Migranten, Fl&uuml;chtlingen und Linken in der Rolle der S&uuml;ndenb&ouml;cke und Opfer. Die Umwandlung von Entfremdungserfahrungen in Hass auf Fremde und Fremdes ist eine basale rechte Operation und das Geheimnis des Erfolges der sogenannten Rechtspopulisten. Dabei nicht mitzumachen und statt dessen darauf zu beharren, dass es die sich selbst antreibende Teufelsm&uuml;hle des Kapitals ist, die uns alles entfremdet, markiert eine klare Scheidelinie zwischen linker und rechter Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/01-14\/064.php\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Gef&auml;hrder, das Phantom im Rechtsstaat<\/strong><br>\nFu&szlig;fesseln f&uuml;r Gef&auml;hrder: So will die Bundesregierung das Land besser vor islamistischen Terroristen sch&uuml;tzen. Mit rechtsstaatlichen Methoden hat das nichts zu tun.<br>\nGef&auml;hrder sollen k&uuml;nftig elektronische Fu&szlig;fesseln tragen, damit die Polizei sie besser &uuml;berwachen kann. Das ist eine so schlichte L&ouml;sung, dass sich nun viele fragen, warum dieses probate Mittel gegen den internationalen Terrorismus nicht schon seit langem praktiziert wird. Nur deshalb, weil bislang auch bei den sch&auml;rfsten Hunden unter den deutschen Innenpolitikern juristische Kompetenz und rechtsstaatliche Skrupel zumeist dem Druck des Populismus widerstanden haben.<br>\nF&uuml;r die Beschl&uuml;sse, die von Thomas de Maizi&egrave;re und Heiko Maas zur Pr&auml;vention gegen terroristische Anschl&auml;ge in die Welt gesetzt wurden, gilt das nicht mehr. Zur vorl&auml;ufigen Beruhigung des Volkszorns &uuml;ber einen scheinbar machtlosen Staat hat eine gro&szlig;e Juristenkoalition Pl&auml;ne zum Schutz gegen sogenannte Gef&auml;hrder verk&uuml;ndet, die jedem, der etwas von Polizeirecht versteht, Angst machen m&uuml;ssen. Mit rechtsstaatlichen Mitteln wird sich das Konzept nicht durchsetzen lassen.<br>\nDass es jedenfalls Probleme geben k&ouml;nnte, hat als erste die Gr&uuml;nen-Fraktionchefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt angemerkt. Was ist denn &uuml;berhaupt ein Gef&auml;hrder, fragte sie und forderte: &ldquo;Es braucht eine klare Definition des Begriffs.&rdquo;<br>\nJa, was ist ein Gef&auml;hrder? Die L&auml;nder, die nun zust&auml;ndigkeitshalber Gesetze zum Schutz vor solchen Menschen erlassen sollen, werden ihre Freude haben, eine rechtsstaatliche Definition zu finden. Der Gef&auml;hrder treibt seit Jahren als Phantom des Rechtsstaats sein Unwesen, niemandem ist es bislang gelungen, eine rechtlich brauchbare Beschreibung zu finden, irgendein Merkmal, mithilfe dessen man einen Gef&auml;hrder rechtzeitig erkennen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sicherheitsdebatte-der-gefaehrder-das-phantom-im-rechtsstaat-kommentar-a-1129589.html\">Thomas Darnst&auml;dt in Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere vom SPD-Mitglied Maas h&auml;tte anderes erwartet werden k&ouml;nnen. Aber inzwischen scheint die derzeitige SPD-Spitze wie die Unionsvertreterschaft derselben Vorstellung zu erliegen, mit offenbar wenig durchdachten Pl&auml;nen f&uuml;r Sicherheit sorgen zu k&ouml;nnen &ndash; siehe dazu auch Gabriels FAZ-Gastbeitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/sicherheit-ist-soziales-buergerrecht\/09\/01\/2017\/\">Sicherheit ist soziales B&uuml;rgerrecht<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Bedacht werden k&ouml;nnte bei diesen Pl&auml;nen auch, dass dann &ndash; werden diese Pl&auml;ne realisiert &ndash; nicht verurteilte Personen, sog, Gef&auml;hrder, sanktioniert werden sollen. Und demn&auml;chst sind es vielleicht nicht Fl&uuml;chtlinge, sondern lange Zeit (zum Teil viele Jahrzehnte) hier lebende, nicht verurteilte Ausl&auml;nder mit muslimischen Hintergrund?<\/em><br>\n<em>Sind sich Maas und andere nicht dar&uuml;ber im Klaren, dass so auch ein &ldquo;Feindbild&rdquo; im Inneren geschaffen werden k&ouml;nnte?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Vorbereitung eines Angriffskriegs&rdquo; wurde in &ldquo;Verbrechen der Aggression&rdquo; umgewandelt<\/strong><br>\nUmfassende Straffreistellung von Regierenden und Soldaten, die einen Angriffskrieg ausl&ouml;sen oder sich daran beteiligen (&hellip;) Nun trat zum 1. Januar 2017 ein Gesetz in Kraft, nach dem der Angriffskrieg strafrechtlich sanktioniert werden soll (Bundesgesetzblatt 3150). Artikel 80 StGB wird aufgehoben, daf&uuml;r wird im V&ouml;lkerstrafgesetzbuch ein neuer &sect; 13 eingef&uuml;gt, der in Anlehnung des in Kampala 2010 ge&auml;nderten Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) mit dem Titel &ldquo;Verbrechen der Aggression&rdquo; &uuml;berschrieben ist (&sect; 80 StGB &ldquo;Vorbereitung eines Angriffskriegs&rdquo; ist seit 1. Januar 2017 gestrichen). Auf den ersten Blick denkt man: endlich mal ein Fortschritt. Auf den zweiten Blick erkennt man allerdings, dass es eigentlich um eine umfassende Straffreistellung von Regierenden und Soldaten geht, die einen Angriffskrieg ausl&ouml;sen oder sich daran beteiligen. Die schon engen IStGH-Vorgaben werden noch enger ausgelegt, was mit den Vorgaben des Grundgesetzes und seines Friedensgebotes nicht vereinbar ist. &Uuml;brig bleibt rein symbolisches Strafrecht, dessen Anwendung nie vollzogen werden wird. Erstens: Das Gesetz schlie&szlig;t s&auml;mtliche Kriegshandlungen aus, die nicht &ldquo;offenkundig&rdquo; v&ouml;lkerrechtswidrig sind (&ldquo;Schwellenklausel&rdquo;). (&hellip;) Zweitens: Das Gesetz schlie&szlig;t die Verantwortlichkeit von Soldaten f&uuml;r ihre Beteiligung an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegseins&auml;tzen aus. (&hellip;) Drittens: Das Gesetz verwirft das Weltrechtsprinzip, indem es die Verantwortung der Bundesregierung auf F&auml;lle begrenzt, die einen Bezug zur Bundesrepublik haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vorbereitung-eines-Angriffskriegs-wurde-in-Verbrechen-der-Aggression-umgewandelt-3595453.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Aufhebung von Artikel 80 des Strafgesetzbuches zu Beginn dieses Jahres wirft einige Fragen auf und ist offenbar weit weniger harmlos, als es in den Medien <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/angriffskrieg-100.html\">bislang dargestellt<\/a> wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Konjunktur 2016: Gl&uuml;ckliche Triebkr&auml;fte lassen nach, doch das interessiert kaum jemanden<\/strong><br>\nUm 1,9% ist die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nach ersten Sch&auml;tzungen real gewachsen. Das ist im Vergleich zum Ausland tats&auml;chlich nicht schlecht. Von einem guten Wachstum kann jedoch trotzdem nicht die Rede sein, wenn man sich vergangene Wachstumszahlen anschaut, und die Umst&auml;nde der historisch niedrigen Kreditzinsen, des niedrigen Wechselkurses und des schwachen &Ouml;lpreises betrachtet. Umst&auml;nde, von denen eigentlich alle europ&auml;ischen L&auml;nder profitieren m&uuml;ssten. Zudem ist auch noch dieses immerhin relativ gute deutsche Wachstum keine Nachwirkung einer besonderen Wirtschaftspolitik, wie z. B. der &bdquo;gro&szlig;artigen&ldquo; Agenda 2010-Reformen. Das Wachstum war stattdessen eher gl&uuml;cklich und ziemlich berechenbar. Dazu eine kleine Veranschaulichung der Ergebnisse.<br>\nWirtschaftswachstum dank niedrigen Energiepreisen und Fl&uuml;chtlingen<br>\nIn meiner letzten Konjunktureinsch&auml;tzung Anfang 2016 bin ich auf die Entwicklung im Jahr 2015 eingegangen, und habe dort bereits darauf hingewiesen, dass die heftige Zunahme der Einwanderung (Fl&uuml;chtlinge als auch die allgemeine Einwanderung) und die gesunkenen Energiepreise einen sehr hohen Anteil an dem guten Besch&auml;ftigungszuwachs und Wachstum in 2015 hatten. Der staatliche und der private Konsum hatten damals seine Wachstums-Beitr&auml;ge im Vergleich zum Vorjahr 2014 mehr als verdoppelt. Die Beitr&auml;ge der Unternehmens-Investitionen, zumeist Anzeichen f&uuml;r eine gute binnenwirtschaftliche Eigendynamik, halbierten sich jedoch. Ich ging schon damals davon aus, dass daher auch in 2016 aufgrund der erst zum Jahresende 2015 angestiegenen Fl&uuml;chtlingszahlen noch deutlich steigende Staatsausgaben die Wirtschaft st&uuml;tzen werden. Daf&uuml;r habe ich einen nachlassenden Anstieg des Privatkonsums durch stagnierende Energiepreise, sowie einen eher schw&auml;cheren Export infolge der angespannten Weltwirtschaft erwartet. Entsprechend habe ich ebenso ein Abflauen des Besch&auml;ftigungsanstiegs in 2016 prognostiziert. Damit wollte ich darauf hinweisen, dass die deutsche Wirtschaft 2015 nicht von einer guten eigenen Wirtschaftspolitik profitiert hat, sondern von eher gl&uuml;cklichen Faktoren (aus dem Ausland), die 2016 nicht mehr lange oder zumindest nicht verl&auml;sslich andauern konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11424\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>K&ouml;rzell: &ldquo;Sch&auml;uble verspielt unsere Zukunft&rdquo;<\/strong><br>\n2016 hat der Bund ein Plus von 6,2 Milliarden Euro erzielt, Finanzminister Sch&auml;uble will den Haushalts&uuml;berschuss zur Schuldentilgung nutzen. &ldquo;Statt das Geld in bezahlbare Wohnungen, marode Kitas, kaputte Stra&szlig;en oder mehr Personal zu stecken, will er seiner Schwarzen Null huldigen&rdquo;, kritisiert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell. &ldquo;Mit diesem Kurs darf er nicht l&auml;nger durchkommen.&rdquo;<br>\nZum zweiten Mal in Folge verk&uuml;ndet Finanzminister Sch&auml;uble einen Milliarden-&Uuml;berschuss im Staatshaushalt. Das zus&auml;tzliche Geld will er zum Abbau der Schulden nutzen, die in Finanzkrise gemacht wurden. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Finanzminister Sch&auml;uble macht mit 6,2 Mrd. Euro Haushalts&uuml;berschuss richtig Kasse. Doch statt das Geld in bezahlbare Wohnungen, marode Kitas, kaputte Stra&szlig;en oder mehr Personal in &ouml;ffentlichen Einrichtungen zu stecken, will er seiner Schwarzen Null huldigen. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass sich Parlament, L&auml;nder und Kommunen auf die Hinterbeine stellen und dem Finanzminister klar machen, dass er damit unsere Zukunft verspielt.<br>\nWir brauchen nicht nur weniger Schulden, sondern vor allem ein intaktes Gemeinwesen. Stattdessen favorisiert Sch&auml;uble private Investitionen f&uuml;r &ouml;ffentliche Infrastrukturprobleme. Die Schwarze Null ist in Wirklichkeit ein Privatisierungsprogramm f&uuml;r Deutschland. Das zeigen die j&uuml;ngsten Vorst&ouml;&szlig;e des Finanzministers: eine private Verkehrsinfrastrukturgesellschaft unter Beteiligung privater Investoren oder die Neuauflage l&auml;ngst gescheiterter teurer &Ouml;ffentlich-Privater-Partnerschaften (&Ouml;PP). Mit diesem Kurs darf er nicht l&auml;nger durchkommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4053858a-d8d2-11e6-9c8d-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf das Haushaltsplus haben die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36600#h01\">hier<\/a> hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue Daten zur Verm&ouml;gensungleichheit in Europa<\/strong><br>\nEinen Tag vor Weihnachten ver&ouml;ffentlichte die Europ&auml;ische Zentralbank neue Daten zu Verm&ouml;gen, Einkommen und Ausgaben der privaten Haushalte im Euroraum (HFCS). Die reichsten 10% der Haushalte im Euroraum besitzen mehr als die H&auml;lfte des gesamten Verm&ouml;gens. Ihr Anteil ist w&auml;hrend der Finanzkrise zwischen 2010 und 2014 gestiegen. Die Daten k&ouml;nnen wegen ihrer Qualit&auml;t und ihrer Vielfalt f&uuml;r eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber soziale Ungleichheit herangezogen werden, doch Informationen zu den wirklich Reichen fehlen immer noch.<br>\nDie reichsten 5% der Haushalte im Euroraum haben einen Anteil von rund 38% am gesamten Verm&ouml;gen. Auch dieser Anteil wuchs in der Krise. Auf die gro&szlig;e Mehrheit der Haushalte &ndash; die &bdquo;unteren&ldquo; 90% &ndash; entf&auml;llt weiterhin nur rund die H&auml;lfte des Gesamtverm&ouml;gens. (&hellip;)<br>\nWer mehr hat, kann mehr verlieren. Doch die Verm&ouml;gensr&uuml;ckg&auml;nge waren in den unteren Quintilen ausgepr&auml;gter als in den verm&ouml;genderen Quintilen. Die gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;genseinbu&szlig;en erfuhren die Haushalte im untersten Verm&ouml;gensquintil. Diese zeigen die markanten Verm&ouml;gensr&uuml;ckg&auml;nge in Griechenland und in Zypern, wo der Median des Nettoverm&ouml;gens um 40% fiel. (&hellip;)<br>\nEs bestehen weiterhin statistische Probleme im HFCS bei der Abdeckung gro&szlig;er Verm&ouml;gen und bei der Erfassung der Reichen. Wenn aber keine Informationen zu den Reichen vorliegen, kann datengeleitet nur &uuml;ber einen Ausschnitt der Gesellschaft, eine breit gefasste Mitte, gesprochen werden. Dies ist aus gesellschaftlicher Sicht gef&auml;hrlich weil die soziale Ungleichheit verharmlost wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/neue-daten-vermoegensungleichheit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DIHK: H&ouml;here Investitionen und Exporte n&ouml;tig<\/strong><br>\nWas f&uuml;r ein selbsttragendes Wachstum zu tun ist (&hellip;)<br>\nWansleben: &ldquo;Das Wachstum f&auml;llt 2016 mit 1,9 Prozent erfreulich aus. Konsum und Bau haben uns &ndash; gedopt durch die Niedrigzinsen &ndash; gut durch das Jahr getragen. Auch von den &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r die Unterbringung und Integration von Fl&uuml;chtlingen sind noch mal Impulse ausgegangen. Selbsttragendes Wachstum braucht jedoch vor allem wieder h&ouml;here Investitionen und Exporte.<br>\nDie deutschen Exporteure haben sich in einem schwierigen au&szlig;enwirtschaftlichen Umfeld wacker geschlagen &ndash; nicht zuletzt wegen des g&uuml;nstigen Wechselkurses. F&uuml;r eine Exportnation mit alternder Bev&ouml;lkerung wie Deutschland f&auml;llt das Plus mit 2,5 Prozent jedoch zu klein aus. Wir sind darauf angewiesen, dass wir unsere St&auml;rken im Austausch mit anderen L&auml;ndern zum Tragen bringen k&ouml;nnen.<br>\nSchwach haben sich auch die Unternehmensinvestitionen entwickelt. Der geringe Anstieg der Ausgaben f&uuml;r neue Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge ist angesichts der niedrigen Zinsen ern&uuml;chternd. Die Politik muss dringend die Investitionsbedingungen verbessern, zum Beispiel durch eine Vereinfachung des komplexen Steuersystems und attraktivere Abschreibungsregelungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/presse\/meldungen\/2017-01-12-wansleben-bip\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Titel &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; soll wohl auf jeden Fall in Deutschland bleiben. Dass die Exportlastigkeit der deutschen &Ouml;konomie auch Risiken beinhaltet, scheint der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer dieses Lobbyverbandes, Herr Wansleben, nicht zu bemerken.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben sich mehrfach kritisch mit den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen befasst &ndash; u.a. mit dem Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34559\">K&uuml;nftig mehr Videos in den NachDenkSeiten. Heute zum Denkfehler &bdquo;Export&uuml;bersch&uuml;sse sind prima<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Muss die Politik wirklich &ndash; so wie Herr Wansleben es fordert &ndash; die Bedingungen f&uuml;r Investitionen ver&auml;ndern; regelt der Markt doch nicht alles von alleine und besser? Sind nicht vielmehr die Unternehmer gefordert, angesichts der ohnehin recht g&uuml;nstigen Lage, Investitionen zu t&auml;tigen? Oder k&ouml;nnte es sein, dass insbesondere aufgrund der seit Jahren schwachen Binnenkonjunktur viele Unterehmen kaum Gewinnchancen sehen und gerade deshalb auf Investitionen hierzulande verzichten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Immer mehr Menschen &ldquo;Multijobber&rdquo;<\/strong><br>\nIn Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die mehr als nur einem Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis nachgehen.<br>\nWie die Chemnitzer Zeitung &ldquo;Freie Presse&rdquo; unter Berufung auf die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit berichtet, waren es zur Jahresmitte 2016 rund 3,1 Millionen sogenannte &ldquo;Multijobber&rdquo;. Dies seien 116.000 mehr gewesen als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie seit 2003. Weiter hei&szlig;t es in dem Bericht, der Anstieg bei den Mehrfachbesch&auml;ftigten h&auml;nge mit der damaligen Neuregelung f&uuml;r Minijobber zusammen. Seit April 2003 muss der Arbeitgeber f&uuml;r sie nur noch pauschalierte Steuern und Sozialabgaben in geringer H&ouml;he abf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundesagentur-fuer-arbeit-immer-mehr-menschen-multijobber.447.de.html?drn:news_id=699307\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trotz Einkommen obdachlos<\/strong><br>\nUnter M&uuml;nchens mehr als 5000 Obdachlosen sind zahlreiche Tagel&ouml;hner. Viele von ihnen stammen aus Bulgarien und geh&ouml;ren dort der t&uuml;rkischen Minderheit an. Mit Jobs in Bayern unterst&uuml;tzen sie ihre Familien &ndash; f&uuml;r eine Wohnung bleibt da oft kein Geld. (&hellip;)<br>\nDie meisten Tagel&ouml;hner stammen aus Bulgarien, viele von ihnen wie Ismet und Slavcik kommen aus der Stadt Pasardschik, knapp 80.000 Einwohner, im S&uuml;den Bulgariens. Sie geh&ouml;ren der dortigen t&uuml;rkischen Minderheit an.<br>\n&ldquo;Die erz&auml;hlen uns immer wieder, dass sie wegen ihrer ethnischen Zugeh&ouml;rigkeiten und auch anderem Aussehen bekommen sie keinen Job mehr. Wenn sie &uuml;berhaupt was finden, ist das auch als Tagel&ouml;hner paar Tage oder paar Woche &ndash; Feldarbeit, Saisonarbeit. Und zur Zeit auch in Bulgarien &ndash; wenn man so einen richtigen Job hat, Vollzeit, dann bekommt man 200 bis 250 Euro im Monat. Das ist nat&uuml;rlich zu wenig f&uuml;r eine Familie, und die Preise in Bulgarien steigen auch stetig.&rdquo; (&hellip;)<br>\nArmutszuwanderung. Mit diesen Schlagworten machte die CSU 2014 gegen Bulgaren und Rum&auml;nen mobil, die seit damals frei in Deutschland arbeiten d&uuml;rfen. Wer betr&uuml;gt, der fliegt, so warnten die bayerischen Konservativen vor Missbrauch des deutschen Sozialsystems. Sozialarbeiter Savas Tetik kennt die Realit&auml;t der osteurop&auml;ischen Tagel&ouml;hner. Sie ist eine andere.<br>\n&ldquo;Es gibt nat&uuml;rlich die, die Sozialhilfe beziehen, das ist das Recht und das ist nicht illegal. Wenn man Anspruch hat &ndash; das pr&uuml;fen ja die Jobcenter, das ist das Recht f&uuml;r alle. Aber &ndash; bei uns: Viele, die Anspruch haben, die verzichten. Das kann ich Ihnen gleich sagen. Die wollen gerne arbeiten. Weil den ganzen Papierkram, die B&uuml;rokratie k&ouml;nnen sie als Tagel&ouml;hner nicht leisten. Die wollen gerne arbeiten und sp&auml;testens Ende der Woche das Geld auf die Hand.&rdquo;<br>\nUnter bulgarischen Tagel&ouml;hnern ist es verp&ouml;nt, Sozialhilfe zu empfangen. Offen Schw&auml;che zu zeigen w&uuml;rde die Familie daheim massiv verunsichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/tageloehner-in-muenchen-trotz-einkommen-obdachlos.1001.de.html?dram:article_id=376188\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein leider und sicher nicht lediglich in M&uuml;nchen anzutreffendes Ph&auml;nomen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz IV Jobcenter-Mitarbeiterin rebelliert<\/strong><br>\nEine Fallmanagerin des Jobcenters in Osterholz-Scharmbeck wehrte sich dagegen, menschenfeindliche Praktiken zu vollstrecken. Jetzt k&uuml;ndigte sie ihre Stelle, ist selbst erwerbslos und muss zudem die Gerichtskosten f&uuml;r ihre Klage gegen die Unmenschlichkeit bezahlen. Die Frau verklagte ihren Arbeitgeber, das Jobcenter, weil dieser sie dazu zw&auml;nge, Sanktionen gegen Langzeitarbeitslose zu verh&auml;ngen. Die Beh&ouml;rde hatte zuvor Eingliederungsvereinbarungen in Serie an Hartz-IV-Empf&auml;nger verschickt, ohne zuvor den Einzelfall zu pr&uuml;fen.<br>\nDie Hartz-IV-Abh&auml;ngigen sollten pauschal mindestens f&uuml;nf Bewerbungen pro Monat schreiben, ein Praktikum absolvieren und Kinderbetreuung organisieren. Es fand nicht nur keine Pr&uuml;fung im Einzelfall statt, zu den Empf&auml;ngern geh&ouml;rten auch Kranke und Menschen mit Migrationshintergrund, die die Vereinbarung nicht lesen konnten.<br>\nAu&szlig;erdem sollten die Betroffenen eine L&uuml;ge unterschreiben, n&auml;mlich dass vorher ein Beratungsgespr&auml;ch stattgefunden h&auml;tte, was nicht der Fall war. Individuelle Vereinbarungen gab es nur, wenn jemand widersprach. (&hellip;)<br>\nSo merkw&uuml;rdig es Menschen erscheint, die den Dem&uuml;tigungen, dem Druck und ihrer Rechtlosigkeit im Hartz-IV-System ausgesetzt sind: Auch unter den Mitarbeitern der Jobcenter gibt es manche, die sich ein soziales Gewissen bewahrt haben.<br>\nDas Scheitern der Fallmanagerin zeigt aber, wie schwierig es ist, innerhalb eines unmenschlichen Systems Menschlichkeit einzufordern. Nicht nur Hartz-IV-Abh&auml;ngige, sondern auch ethisch vorbildiche Mitarbeiter der Jobcenter sp&uuml;ren den Terror des Systems ungeschminkt, wenn sie sich zur Wehr setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/hartz-iv-jobcenter-mitarbeiterin-rebelliert.php\">gegen-hartz.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Real Game of Thrones<\/strong><br>\nDie unsichtbaren Meister der Intelligence erkl&auml;ren dem neuen K&ouml;nig den Krieg<br>\nDas Real Game of Thrones, der Krieg gegen den Cowboy, der nach Jahrzehnten der Yankee-Herrschaft kurz davor steht, ins Wei&szlig;e Haus einzuziehen, ist in eine entscheidende Runde gegangen. Nachdem die alten Herrscher auf dem Schlachtfeld der Wahl verloren hatten, weil der Herausforderer die meisten Wahlm&auml;nner hinter sich versammeln konnte, blieb ihnen nur noch, eine geordnete &Uuml;bergabe der Macht zu gew&auml;hrleisten.<br>\nUnd w&auml;hrend der neue K&ouml;nig aus den reichsten M&auml;nnern des Landes und erfahrenen Gener&auml;len eine Regierungsmannschaft aufstellte, der das Parlament zustimmte, hielt der scheidende K&ouml;nig eine ergreifende Abschiedsrede vor seinen Untertanen und verdr&uuml;ckte ein paar Tr&auml;nen im Knopfloch. Auch wenn er in seinem letzten Amtsjahr 26.172 Bomben abwerfen lie&szlig; und damit einen pers&ouml;nlichen Mord-Rekord aufstellte, galt er ja als friedlicher Kerl und wollte seinem Nachfolger keine Steine in den Weg legen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Real-Game-of-Thrones-3596350.html\">Mathias Br&ouml;ckers auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Polizist am Abgrund<\/strong><br>\nDeutschland lebt in einer Zeit der Angst. Der Polizeibeamte Rainer Wendt hat aus diesem Gef&uuml;hl einen knalligen Bestseller gemacht. Unser Autor hat ihn gelesen. Ich kann jeden verstehen, der sagt, dies ist &uuml;berhaupt kein Rechtsstaat mehr. Die Staatsf&uuml;hrung schert sich nicht um die Einhaltung des Rechts. Die H&auml;lfte der Deutschen hat es satt, als Nazis abgestempelt zu werden.<br>\nDies sind keine Zitate sogenannter Patriotischer Europ&auml;er oder anderer glaubensstarker &ldquo;Alternativen&rdquo;. Sie stammen aus einem Buch von Rainer Wendt, Polizeihauptkommissar aus Duisburg. Seit 2007 ist er Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Sie ist im Deutschen Beamtenbund (DBB) angesiedelt, einer Organisation, in deren Bundesvorstand Herr Wendt ebenfalls sitzt. Ihre Hauptkennzeichen sind notorischer Alarmismus sowie ein allgegenw&auml;rtiger Vorsitzender.<br>\nWill man einen Sachbuch-Bestseller schreiben, muss man, so raten die Sp&uuml;rnasen der Verlage, eine &ldquo;starke These&rdquo; aufstellen und daran &ldquo;entlangschreiben&rdquo;. Das hei&szlig;t: Ereignisse zusammensuchen, die als Best&auml;tigung des schon feststehenden Ergebnisses dienen. Auf seri&ouml;se Recherche oder gar Wissenschaft kommt es im Jahr der Gef&uuml;hle nicht an. Wer behaupten m&ouml;chte, das &Uuml;berhandnehmen des chinesischen Schwei&szlig;fu&szlig;es sei verantwortlich f&uuml;r den Klimawandel, braucht keine Beweise, sondern drei Talkshows.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/01\/rainer-wendt-polizei-deutschland-in-gefahr-rezension\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bundesregierung wei&szlig; um Eskalationsdynamik durch NATO-Trupenverlegung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die durchaus beachtliche US-Truppenverlegung nach Polen vor der &Ouml;ffentlichkeit als unbedeutende Kleinigkeit verkaufen. Daher die nicht wahrnehmbaren &Auml;u&szlig;erungen der Bundesregierung dazu in den Medien. Selbst gegen&uuml;ber gew&auml;hlten Abgeordneten des Deutschen Bundestag verh&auml;lt sich die Bundesregierung nur reaktiv, d.h. sie antwortet nur auf Nachfrage. Die Antwort selbst beschr&auml;nkt sich lediglich auf das, was ohnehin zwischenzeitlich bekannt ist, wie die d&uuml;rftige Stellungnahme [PDF] vom 10 Januar auf meine Frage zeigt:<br>\n&ldquo;Derzeit findet die Verlegung der 3. Brigade der 4. US-Infanteriedivision von den Vereinigten Staaten nach Europa statt. Diese Verlegung wird in Kombination verschiedener Verkehrstr&auml;ger (See, Luft, Eisenbahn, Stra&szlig;e) von den Vereinigten Staaten &uuml;ber Deutschland nach Polen durchgef&uuml;hrt. Der Zeitraum der Verlegung ist vom 6. Januar 2017 nach Ankunft des ersten Schiffes in Bremerhaven bis zur Ankunft des letzten Materials in Polen voraussichtlich am 20. Januar 2017.&rdquo;<br>\nEs bleibt festzustellen: Die Bundesregierung ist sich der Eskalationsdynamik &ndash; auch unter deutscher Beteiligung &ndash; dieser seit Ende des Kalten Krieges beispiellosen Truppenverlegung nahe der russischen Grenzen bewusst. Sie will diesen R&uuml;ckfall in Kalte-Kriegspolitik aber vor der &Ouml;ffentlichkeit nicht einr&auml;umen, da der Widerstand gerade in Deutschland dagegen gro&szlig; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/bundesregierung-weiss-um-eskalationsdynamik-durch-nato-trupenverlegung\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Linke Heldengeschichte dringend gesucht<\/strong><br>\nit dem Ende des Sozialismus ist nicht nur dem Kapitalismus der Gegenspieler abhandengekommen, auch die Sozialdemokratie hat verloren: Sie hat keine popul&auml;re Geschichte mehr zu erz&auml;hlen. Das ist ein Problem f&uuml;r die Demokratie insgesamt. (&hellip;)<br>\nBeginnend mit den Regierungen unter Schr&ouml;der und Blair wandelten sich weite Teile der europ&auml;ischen Sozialdemokratie zu etwas, wof&uuml;r sie bis heute selbst eine Bezeichnung sucht &ndash; irgendwas mit &ldquo;Modernisierung&rdquo; vermutlich. Sie besetzte klassisch wirtschaftsliberale Themen und machte sich diese, wie die Konservativen, zu eigen. Fragen der Gerechtigkeit standen fortan eher hinten an. Man mag argumentieren, dass eine Erneuerung der Sozialdemokraten Ende des letzten Jahrhunderts in der Tat angebracht war, dass man mit den alten Arbeiterparolen nicht mehr weitergekommen w&auml;re. Man mag auch argumentieren, dass die Globalisierung nichts anderes zulie&szlig; oder dass es Deutschland heute wirtschaftlich gut geht. Doch auch wenn dem so w&auml;re, muss gefragt werden, um welchen Preis die sozialdemokratische Bewegung Richtung &ldquo;Mitte&rdquo; vonstattenging.<br>\nMit Blick auf Deutschland stellt sich zum einen die Frage, was Sozialdemokratie heute, im 21. Jahrhundert, eigentlich noch ausmacht. In den vergangenen Jahrzehnten mehrfach angepasster Juniorpartner in der gro&szlig;en Koalition mit den Christdemokraten, zwischendurch Regierungspartei unter Schr&ouml;der, scheint sie so ziemlich jedes politische Profil verloren zu haben. Man kann es den aktuellen und vergangenen Spitzenpolitikern nicht pers&ouml;nlich vorwerfen, dass sie stets so blass bleiben, wenn es keine wirkliche Parteiidee mehr gibt. Aber lassen wir das f&uuml;r einen Moment das Problem der SPD sein. (&hellip;)<br>\nGeeignete Themen liegen ausreichend in der Luft: ein Grundeinkommen beispielsweise, die Einf&uuml;hrung eines Unternehmensstrafrechts, eine verbindliche Frauenquote, der Sechs-Stunden-Arbeitstag oder radikalere Ideen zur Besteuerung von Verm&ouml;gen oder Erbschaften. Gleichg&uuml;ltig welche Vorhaben verfolgt werden, diese oder andere, es wird f&uuml;r die Sozialdemokratie von wichtiger Bedeutung sein, ihre politischen Projekte als Gerechtigkeits- und Solidarisierungserz&auml;hlungen zu bearbeiten und sich bei all den Themen sorgf&auml;ltig von neoliberalen Weichsp&uuml;lungen abzugrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sozialdemokratie-in-der-krise-gastbeitrag-thomas-beschorner-a-1129338.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit dieser SPD-Spitze scheint die Suche nach einer &bdquo;Heldengeschichte&ldquo; ebenso lange zu dauern wie das Warten auf den Sankt Nimmerleinstag &ndash; ewig und vergebens.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schulz hebt Eignung Gabriels hervor<\/strong><br>\nDer scheidende EU-Parlamentspr&auml;sident Schulz hat die Eignung des SPD-Vorsitzenden Gabriel als Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten hervorgehoben.<br>\nSchulz sagte der Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo;, sein Parteikollege Gabriel w&auml;re besser f&uuml;r das Amt geeignet als Bundeskanzlerin Merkel, weil er ein entschlossener K&auml;mpfer gegen Populismus und f&uuml;r mehr Gerechtigkeit sei. Gabriel habe eine Vision, wie man die Gesellschaft zusammenhalte, und er verf&uuml;ge &uuml;ber die Unterst&uuml;tzung seiner Partei. Die SPD will ihre Entscheidung &uuml;ber den Kanzlerkandidaten am 29. Januar offiziell bekanntgeben. Bislang war daf&uuml;r neben Gabriel auch Schulz im Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-kanzlerkandidatur-schulz-hebt-eignung-gabriels-hervor.447.de.html?drn:news_id=699298%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Sigmar Gabriel ist also nach der Auffassung von seinem Freund Martin Schulz &ldquo;ein entschlossener K&auml;mpfer gegen Populismus und f&uuml;r Gerechtigkeit&rdquo;. Und er habe eine &ldquo;Vision, wie man die Gesellschaft zusammenhalte&rdquo;. Warum f&auml;llt das blo&szlig; au&szlig;erhalb der SPD-F&uuml;hrung so wenigen Menschen auf, was der Sigmar f&uuml;r ein toller Sozialdemokrat ist?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Truth and Politics<\/strong><br>\nThe concept of &ldquo;fake news&rdquo; has always been vacuous. But on Wednesday, Donald Trump showed how it can be dangerous.<br>\nAt a press conference dominated by speculation over an alleged leaked memo detailing links between the president-elect and Russia, Donald Trump lambasted CNN as a &ldquo;fake news&rdquo; organization. The outburst, directed at CNN&rsquo;s Jim Acosta, was met with a mixture of laughs, gasps, and applause from those in the room. This week Trump has similarly attacked BuzzFeed for publishing the document, which the outlet conceded was &ldquo;unverified and potentially unverifiable.&rdquo; &hellip;.<br>\nIt wasn&rsquo;t so long ago the cry of &ldquo;fake news&rdquo; was heard most strongly among sore Clinton supporters, attributing Trump&rsquo;s apparently inconceivable victory to the phenomenon &mdash; many going as far as to demand Facebook take action. Likewise in the United Kingdom, many &ldquo;Remain&rdquo; voters complained of fighting an uphill battle against misinformation during the EU referendum, and on both sides of the Atlantic we&rsquo;ve been subjected to hot-take theories on the rise of the so-called &ldquo;post-truth era.&rdquo; &hellip;.<br>\nTo the liberal mindset, &ldquo;fake news&rdquo; is so offensive because it inhibits the public&rsquo;s ability to be well-informed enough to participate in democratic society in good faith. At first glance the sentiment may be agreeable enough, but scratch the surface and its implications begin to look more elitist. If people do not have access to a well-rounded set of views mediated by &ldquo;objective&rdquo; journalists, so the thinking goes, how are they supposed to arrive at considered conclusions?<br>\n&hellip; The impulse to legislate away supposed &ldquo;fake news&rdquo; outlets on liberal democratic grounds &mdash; as in the case of those who turned their frustrations to Facebook&rsquo;s algorithm &mdash; shies away from the very thing that makes democracy dynamic: politics.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2017\/01\/trump-fake-news-russia-leaks-cnn-buzzfeed\/\">Jacobin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Donald Trump hat letzte Woche bei einer Pressekonferenz den CNN als &ldquo;Fake News&rdquo;-Organisation bezeichnet und damit den Spie&szlig; gewisserma&szlig;en umgedreht &ndash; der Vorwurf, Fake News zu verbreiten, kann eben beliebig gegen &ldquo;unliebsame&rdquo; Meinungen in Stellung gebracht werden. Der Artikel wertet die Fake-News\/Post-Truth Kampagne im Weiteren als elit&auml;res Denken, das den Menschen nicht zutraue, sich ein eigenes Bild zu machen. Wenn die Linke die vom Establishemnt vorgegebene Trennlinie zwischen den etablierten (sprich &ldquo;seri&ouml;sen&rdquo;) und den neuen (potentiell &ldquo;unglaubw&uuml;rdigen&rdquo;) Medien akzeptiere, suche sie eine technische L&ouml;sung f&uuml;r ein politisches Problem. Die &Uuml;bernahme der &ldquo;liberalen&rdquo; Erz&auml;hlung verhindere die politische Auseinandersetzung, statt dessen solle die Gegen&ouml;ffentlichkeit weiter aufgebaut werden. <\/em><br>\n<em>Im Weiteren werden interessante historische Parallelen aufgezeigt: Walter Lippmann, Journalist, f&uuml;hrender Propagandaexperte seiner Zeit und Mitglied der Mont Pelerin Society  wollte der unwissenden &Ouml;ffentlicheit die &ldquo;richtigen Meinungen&rdquo; (von oben) durch Spezialisten &ldquo;beibringen&rdquo; lassen. Anlass waren die unkritische Berichterstattung der US-Zeitungen &uuml;ber die russische Revolution und die Beunruhigung &uuml;ber das Potential der neuen Massenmedien, die &ouml;ffentliche Meinung &uuml;ber ein &ldquo;lenkbares&rdquo; Ma&szlig; hinaus aufzur&uuml;tteln. &ldquo;Fake-News&rdquo; sind so gesehen die liberale Variante der von Pegida wieder belebten L&uuml;genpresse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>netzpolitik.org klagt vor Verfassungsgericht gegen Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit<\/strong><br>\nInvestigative Recherchen, die auf Leaks aufbauen, sind zum strafrechtlichen Minenfeld geworden. Schuld daran ist der Paragraph gegen Datenhehlerei, der versteckt mit der Vorratsdatenspeicherung eingef&uuml;hrt wurde. Mit einer Verfassungsbeschwerde wollen Journalisten und B&uuml;rgerrechtler jetzt ein St&uuml;ck Pressefreiheit zur&uuml;ckerobern.<br>\nAutoren von netzpolitik.org klagen im Namen unserer Redaktion zusammen mit anderen Journalisten sowie den Organisationen Reporter ohne Grenzen und der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF) gegen den Straftatbestand der Datenhehlerei. Die Verfassungsbeschwerde (PDF) wurde schon im Dezember in Karlsruhe eingereicht (Aktenzeichen 1 BvR 2821\/16).<br>\nDer neue Straftatbestand ist seit dem 18. Dezember 2015 in Kraft. Der Bundestag hatte ihn als &sect; 202d Strafgesetzbuch (StGB) ohne n&auml;here Debatte verabschiedet. Der Straftatbestand versteckt sich im Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung 2.0, so dass kaum jemand auf die rechtsstaatlichen Probleme der &bdquo;Datenhehlerei&ldquo; aufmerksam wurde.<br>\nDer Datenhehlerei-Paragraph stellt den Umgang mit Daten unter Strafe, die jemand zuvor rechtswidrig erworben hat; es drohen bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe:<br>\n1) Wer Daten (&sect; 202a Absatz 2), die nicht allgemein zug&auml;nglich sind und die ein anderer durch eine rechtswidrige Tat erlangt hat, sich oder einem anderen verschafft, einem anderen &uuml;berl&auml;sst, verbreitet oder sonst zug&auml;nglich macht, um sich oder einen Dritten zu bereichern oder einen anderen zu sch&auml;digen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (&hellip;)<br>\nUnter den klagenden Journalisten und Bloggern sind die netzpolitik.org-Redakteure Markus Beckedahl und Andre Meister, die Investigativjournalisten Peter Hornung (NDR, Panama Papers) und Hajo Seppelt (ARD, Olympia-Doping) sowie die IT-Journalisten Holger Bleich, J&uuml;rgen Schmidt (beide vom Magazin c&rsquo;t) und Matthias Spielkamp. Weitere Beschwerdef&uuml;hrer sind der Richter und GFF-Vorsitzende Dr. Ulf Buermeyer sowie ein Anwalt und ein IT-Experte, die regelm&auml;&szlig;ig investigativ arbeitende Medien beraten. Partner der Beschwerde sind Reporter ohne Grenzen, netzpolitik.org e. V. und die Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte.<br>\nDas B&uuml;ndnis erhebt Verfassungsbeschwerde gegen &sect; 202d StGB sowie die damit zusammenh&auml;ngende &Auml;nderung von &sect; 97 Abs. 2 Satz 3 StPO, weil sich die Beschwerdef&uuml;hrer dadurch in ihren Grundrechten eingeschr&auml;nkt sehen. Insbesondere die Pressefreiheit, die Rundfunkfreiheit, die Freiheit der Berufsaus&uuml;bung sowie die allgemeine Handlungsfreiheit werden verletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/netzpolitik-org-klagt-vor-verfassungsgericht-gegen-einschraenkung-der-pressefreiheit\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kommentar: Darum klagen wir f&uuml;r mehr Pressefreiheit in Karlsruhe<\/strong><br>\nDie Datenhehlerei ist eine Gefahr f&uuml;r die Pressefreiheit und ist ein Damoklesschwert &uuml;ber vernetzten Redaktionen wie unserer. Deswegen haben wir eine Verfassungsbeschwerde eingelegt. Unsere Hoffnung ist, dass Rechtssicherheit f&uuml;r Journalisten gesteigert wird und die Pressefreiheit ein Update erh&auml;lt.<br>\nWir sehen den Straftatbestand der Datenhehlerei als gro&szlig;es Risiko f&uuml;r vernetzte Redaktionen wie wir es sind. Dazu kommt: Deutschland ist beim Whistleblowerschutz immer noch Entwicklungsland. Mit sehr viel Luft nach oben. Die Datenhehlerei verfestigt diesen besch&auml;menden Status, denn es besteht die Gefahr, dass durch Ermittlungen gegen Journalisten deren Quellen enttarnt werden.<br>\nDie Datenhehlerei gef&auml;hrdet nicht nur Journalisten. Es gibt viele Organisationen im Bereich Verbraucher- und Umweltschutz, wie Foodwatch oder Greenpeace, die gesellschaftliche Missst&auml;nde und Skandale aufdecken und ihr Quellenmaterial ebenfalls auf digitalem Wege erhalten. Und viele Blogger, die eine gesellschaftlich wichtige Arbeit ehrenamtlich machen, weil einfach kein funktionierendes Gesch&auml;ftsmodell existiert. Diese sind meist keine &bdquo;berufsm&auml;&szlig;igen Journalisten&ldquo;, erf&uuml;llen aber oft auch eine mit Medien vergleichbare W&auml;chterfunktion in unserer Gesellschaft. Genau deswegen brauchen sie mehr und nicht weniger Schutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/kommentar-darum-klagen-wir-fuer-mehr-pressefreiheit-in-karlsruhe\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-36622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36622"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36625,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36622\/revisions\/36625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}