{"id":36639,"date":"2017-01-17T08:39:07","date_gmt":"2017-01-17T07:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639"},"modified":"2017-01-17T08:39:07","modified_gmt":"2017-01-17T07:39:07","slug":"hinweise-des-tages-2793","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h01\">Oxfam-Studie: Globale Ungleichheit so gro&szlig; wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h02\">Donald Trump v. the Spooks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h03\">Jeremy Corbyn Accused of Being Russian &ldquo;Collaborator&rdquo; for Questioning NATO Troop Build-Up on Border<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h04\">Trump-Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h05\">Ungleichheit und Politik gegen Benachteiligte &ndash; der Mosaikstein &bdquo;Erwerbsminderungsrente&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h06\">Schwarze Null &ndash; oder Vorrang f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen und Armutsbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h07\">Soldaten unter Generalverdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h08\">Warum in Kolumbien kein Friede und in Venezuela keine Diktatur herrscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h09\">Die Hungertoten eines vergessenen Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h10\">Gesunder Realismus oder Bedeutungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h11\">Wahlkampfjahr 2017 &ndash; &ldquo;Die Volksverhetzer, das sind unsere eigentlichen Gegner&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h12\">Klassenkampf mit der Stasi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h13\">Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Westf&auml;lische Hochschule) zum &bdquo;Vierten Gesetz zur &Auml;nderung der Landeshaushaltsordnung &ndash; Umsetzung der grundge-setzlichen Schuldenregel in das nordrhein-westf&auml;lische Landesrecht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h14\">Mehr H&auml;rte gegen Putin? &ndash; Franziska Brantner: &raquo;Ja! Es geht um Kriegsverbrechen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h15\">Millionen in Geiselhaft: Wer hat den Syrern das Wasser abgedreht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36639#h16\">Snowden spricht in M&uuml;nchen und der Mainstream ignoriert ihn: &bdquo;Man muss ja bei sich selbst anfangen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oxfam-Studie: Globale Ungleichheit so gro&szlig; wie nie<\/strong><br>\nDie weltweite soziale Ungleichheit ist deutlich dramatischer als bisher bekannt &ndash; und nimmt weiter zu: Die acht reichsten M&auml;nner besa&szlig;en im Jahr 2016 ein Verm&ouml;gen von zusammen 426 Milliarden US-Dollar und damit mehr als die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung. Das geht aus dem Bericht &raquo;An Economy for the 99 Percent&laquo; hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Montag anl&auml;sslich des bevorstehenden Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt hat.<br>\nVor einem Jahr hatte Oxfam berechnet, dass das Verm&ouml;gen der 62 reichsten Personen dem der &auml;rmeren H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung entspreche. Neue Verm&ouml;gensdaten, insbesondere aus China und Indien, zeigen nun, dass die &Auml;rmeren deutlich weniger Verm&ouml;gen besitzen als angenommen.<br>\nLaut den Berechnungen besitzt das reichste Prozent der Weltbev&ouml;lkerung 50,8 Prozent des Verm&ouml;gens &ndash; also mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen. Auch reiche L&auml;nder sind von sozialer Ungleichheit betroffen: In Deutschland besitzen 36 Milliard&auml;re so viel Verm&ouml;gen (297 Milliarden US-Dollar) wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des Gesamtverm&ouml;gens.<br>\nDiese Entwicklung h&auml;ngt eng mit M&ouml;glichkeiten reicher Personen und Konzerne zusammen, sich Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen. Sie nutzen aggressive Steuervermeidungstechniken, verschieben ihre Gewinne in Steueroasen und treiben Staaten in einen ruin&ouml;sen Wettlauf um Niedrigsteuers&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1038690.oxfam-studie-globale-ungleichheit-so-gross-wie-nie.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Herrschaft der Superreichen<\/strong><br>\nIm vergangenen Januar ver&ouml;ffentlichte die Hilfsorganisation Oxfam eine verbl&uuml;ffende Statistik: Demnach verf&uuml;gen die 62 reichsten Erdenb&uuml;rger &uuml;ber ein Finanzverm&ouml;gen von 1,76 Billionen Dollar. Das sei, berichtete Oxfam, so viel wie die ganze &auml;rmere H&auml;lfte der Menschheit besitzt, also mehr als 3,6 Milliarden Menschen.<br>\nWie schon in den Jahren zuvor erzeugte diese Aufstellung ein gro&szlig;es Rauschen in den Medien und rief zahlreiche Kritiker auf den Plan. Die Daten seien ungenau, die Berechnung sei falsch, schrieben sie, und &uuml;berhaupt sei all das f&uuml;r das Wohlergehen der Menschen auch gar nicht relevant, hie&szlig; es allenthalben. Schlie&szlig;lich gehe die Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben, seit langem zur&uuml;ck. Nach ein paar Tagen verschwand das Thema dann auch wieder aus der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung, gerade so, als handele es sich um ein Naturereignis, unangenehm, aber nicht wirklich wichtig.<br>\nDoch das ist ein dummer Irrtum. Denn ganz gleich, ob es nun 62 oder 80 oder 300 Milliard&auml;re sind, die gemeinsam auf diese Summe kommen, unbestreitbar ist, dass seit rund drei Jahrzehnten eine Konzentration der Verm&ouml;gen l&auml;uft, wie es sie in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung noch nie gegeben hat. Und die daraus resultierende extreme Ungleichverteilung ist inzwischen das gr&ouml;&szlig;te politische Problem unserer Zeit.<br>\nDiese ungeheuerlichen Milliardenverm&ouml;gen bescheren einer kleinen Elite von Superreichen und den mit ihnen verbundenen Geldkonzernen eine kaum noch kontrollierbare Macht, eine Macht, die sie und ihre Verwalter, also die Top-Manager von Banken und Fonds, r&uuml;cksichtlos dazu nutzen, ihre Interessen zu sch&uuml;tzen, und zwar um jeden Preis. Und in der Folge verkommt alles Regieren, sogar in den st&auml;rksten Demokratien, zu einem blo&szlig;en Schauspiel der Ohnmacht.<br>\nUnd genau das ist es, was so viele B&uuml;rger sp&uuml;ren. Auch wenn sie die Zusammenh&auml;nge oft nicht kennen, eines merken sie doch: Ihre Regierungen sind oft nur noch Getriebene eines anonymen Regimes zugunsten der Privilegierten, in dem die Interessen der einfachen Leute nicht z&auml;hlen. Und je mehr sie sich dar&uuml;ber &auml;rgern, vor allem wenn sie sich selbst als abgeh&auml;ngt und unterprivilegiert empfinden, desto mehr folgen sie den gef&auml;hrlichen Heilsversprechen skrupelloser Populisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/dezember\/die-herrschaft-der-superreichen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Donald Trump v. the Spooks<\/strong><br>\nPresident-elect Trump is in a nasty slugfest with U.S. intelligence agencies as they portray him as a Russian tool and he blasts their attempt to delegitimize his election, says ex-British intelligence officer Annie Machon.<br>\nThe clash between plutocratic President-elect Trump and the CIA is shaping up to be the heavyweight prize fight of the century, and Trump at least is approaching it with all the entertaining bombast of Mohammed Ali at the top of his game. Rather than following the tradition of doing dirty political deals in dark corners, more commonly known as fixing the match, Trump has come out swinging in the full glare of the media.<br>\nIn that corner, we have a deal-making, billionaire &ldquo;man of the people&rdquo; who, to European sensibilities at least, reputedly espouses some of the madder domestic obsessions and yet has seemed to offer hope to many aggrieved Americans. But it is his professed position on building a rapprochement with Russia and cooperating with Moscow to sort out the Syrian mess that caught my attention and that of many other independent commentators internationally.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/01\/16\/donald-trump-v-the-spooks\/\">Annie Machon auf Consortiumnews<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn Accused of Being Russian &ldquo;Collaborator&rdquo; for Questioning NATO Troop Build-Up on Border<\/strong><br>\nTHE LEADER OF the UK&rsquo;s Labour Party, Jeremy Corbyn, called for a &ldquo;de-escalation&rdquo; of tensions between NATO and Russia, adding in a BBC interview on Thursday: &ldquo;I want to see a de-militarisation of the border between them.&rdquo; Along with the U.S., the UK has been rapidly building up its military presence in the Baltic region, including states which border Russia, and is now about to send another 800 troops to Estonia, 500 of which will be permanently based.<br>\nIn response, Russia has moved its own troops within its country near those borders, causing serious military tensions to rise among multiple nuclear-armed powers. Throughout 2016, the Russian and U.S. militaries have engaged in increasingly provocative and aggressive maneuvers against one another. This week, the U.S. began deploying 4,000 troops to Poland, &ldquo;the biggest deployment of US troops in Europe since the end of the cold war.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/01\/16\/jeremy-corbyn-accused-of-being-russian-collaborator-for-questioning-nato-troop-build-up-on-border\/\">Glenn Greenwald auf The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump-Interview<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sorgen &uuml;ber US-Kurs nach Trump-Rundumschlag<\/strong><br>\nDer designierte US-Pr&auml;sident Donald Trump hat mit harscher Kritik an Deutschland, EU, Nato und Autoindustrie gro&szlig;e Sorgen &uuml;ber seinen Kurs als m&auml;chtigster Mann der Welt geweckt.<br>\nSo bewertete Trump die Fl&uuml;chtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Interview von &ldquo;Bild&rdquo; und Londoner &ldquo;Times&rdquo; als &ldquo;&auml;u&szlig;erst katastrophalen Fehler&rdquo;. Der Europ&auml;ischen Union sagte er ohne Bedauern weitere Austritte voraus, die Verteidigungsallianz nannte er im jetzigen Zustand &ldquo;obsolet&rdquo;, den deutschen Autobauern drohte er Strafz&ouml;lle an.<br>\nDer designierte Pr&auml;sident hatte in dem Interview Leitlinien seiner an diesem Freitag beginnenden Amtszeit umrissen. So sagte er der EU nach dem Brexit &ndash; dem geplanten Austritt Gro&szlig;britanniens &ndash; schwere Zeiten voraus. &ldquo;Wenn Sie mich fragen, es werden weitere L&auml;nder austreten.&rdquo; Der Zustand der EU sei ihm aber nicht sehr wichtig. &ldquo;Schauen Sie, zum Teil wurde die Union gegr&uuml;ndet, um die USA im Handel zu schlagen, nicht wahr? Also ist es mir ziemlich egal, ob sie getrennt oder vereint ist, f&uuml;r mich spielt es keine Rolle.&rdquo;<br>\n&Uuml;ber deutsche Autohersteller sagte Trump: &ldquo;Sie k&ouml;nnen Autos f&uuml;r die USA bauen, aber sie werden f&uuml;r jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.&rdquo; Der Hersteller BMW, der 2019 eine Fabrik in Mexiko er&ouml;ffnen will, solle das Werk in den USA bauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/regierung-sorgen-ueber-us-kurs-nach-trump-rundumschlag-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170116-99-889510\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Bild dir seine Meinung: SZ bem&auml;ngelt bei Trump-Exklusivinterview fehlende kritische Nachfragen<\/strong><br>\nDer scheidende Bild-Herausgeber Kai Diekmann hat im Duo mit Times-Journalist Michael Gove ein Exklusivinterview mit Donald Trump gef&uuml;hrt. Ein Scoop, der bei aller Aufmerksamkeit auch auf Kritik st&ouml;&szlig;t. Bem&auml;ngelt wird, dass die Journalisten dem designierten US-Pr&auml;sidenten zu viel Raum lie&szlig;en, seine Ansichten kundzutun und auch dann nicht kritisch nachfragten, wenn Trump mit den Fakten daneben lag. Zudem habe der Hinweis auf die Rolle von Gove als Politiker und treibende Kraft beim Brexit gefehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/01\/16\/bild-dir-seine-meinung-sz-bemaengelt-bei-trump-exklusivinterview-fehlende-kritische-nachfragen\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Kritik am Interview ist gerechtfertigt. Jedoch unterschlagen die Kritiker, dass Interviews mit Regierungschefs, die zu viel Raum lassen und in denen viel zu wenig kritisch hinterfragt wird, auch in Deutschland Tradition haben. Vor allem die uns&auml;glichen Merkel-Gespr&auml;che der Premium-Talker Jauch und Will sind kein Jota &bdquo;kritischer&ldquo; als das bem&auml;ngelte Diekmann-Interview.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Abgehackte S&auml;tze, schr&auml;ge Formulierungen: Warum sich das Donald Trump-Interview in der Bild-Zeitung so seltsam liest<\/strong><br>\nDas Donald Trump-Interview in der Bild, das vom scheidenden Herausgeber Kai Diekmann zusammen mit einem Journalisten der britischen Times gef&uuml;hrt wurde, ist ein Scoop, der weltweit Beachtung findet. F&uuml;r deutsche Leser mag sich das Interview in der schriftlichen Form aber seltsam lesen. Warum spricht Trump so oft in wirren, unvollst&auml;ndigen S&auml;tzen und warum schreibt die Redaktion so viele Anmerkungen? Der Grund sind unterschiedliche Interview-Praktiken in den USA und Deutschland &ndash; und Trumps Misstrauen gegen&uuml;ber den Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/01\/16\/abgehackte-saetze-schraege-formulierungen-warum-sich-das-donald-trump-interview-in-der-bild-zeitung-so-seltsam-liest\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ungleichheit und Politik gegen Benachteiligte &ndash; der Mosaikstein &bdquo;Erwerbsminderungsrente&ldquo;<\/strong><br>\nArmut und Ungleichheit nehmen zu in den Industriel&auml;ndern, besonders auch auf der &bdquo;Insel der Gl&uuml;ckseligen&ldquo;, das ist kein Geheimnis mehr. 82% der deutschen Bev&ouml;lkerung stimmen mittlerweile zu, dass die soziale Ungleichheit hierzulande zu gro&szlig; ist. Auch die Ursachen sind kein Geheimnis, bedenkt man, wie gerade im Zuge der &bdquo;Reformen&ldquo; ab Anfang der 2000er Jahre die Ungleichheitsma&szlig;e nach oben gingen und die Einkommensverteilung in erheblicher Weise schiefer wurde. Was den besonders Betroffenen u.a. fehlt ist eine politische Lobby, die einem politischen Apparat, der personell und ideologisch mit den Interessen der Gro&szlig;unternehmer und Reichen verschmolzen ist, etwas entgegensetzt. Erst in der j&uuml;ngsten demokratiebezogenen Teilstudie im Rahmen des kommenden 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung kommen die extern beauftragten Autoren zu dem Ergebnis:<br>\n&bdquo;Was B&uuml;rger_innen mit geringem Einkommen in besonders gro&szlig;er Zahl wollen, hatte in den Jahren von 1998 bis 2013 eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden. In Deutschland beteiligen sich B&uuml;rger_innen mit unterschiedlichem Einkommen nicht nur in sehr unterschiedlichem Ma&szlig; an der Politik, sondern es besteht auch eine klare Schieflage in den politischen Entscheidungen zulasten der Armen. Damit droht ein sich verst&auml;rkender Teufelskreis aus ungleicher Beteiligung und ungleicher Responsivit&auml;t, bei dem sozial benachteiligte Gruppen merken, dass ihre Anliegen kein Geh&ouml;r finden und sich deshalb von der Politik abwenden &ndash; die sich in der Folge noch st&auml;rker an den Interessen der Bessergestellten orientiert. Das f&uuml;r die USA nachgewiesene Muster von systematisch verzerrten Entscheidungen trifft auch auf Deutschland zu.&ldquo;<br>\n(Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivit&auml;t der deutschen Politik von 1998 bis 2015, Els&auml;sser, Hense &amp; Sch&auml;fer, Juni 2016)<br>\nDiese und andere brisante Passagen, die die Befundlage zusammenfassen, wurden bereits aus dem Armuts- und Reichtumsberichts, der demn&auml;chst ver&ouml;ffentlicht wird, herausgestrichen. Umso wichtiger, dass auch Menschen, die zu den Bessergestellten geh&ouml;ren, sich mit ihrer Stimme erheben und andere darin best&auml;rken, sich einzubringen und daran zu erinnern, was es ist, das die soziale Ungleichheit bef&ouml;rdert und vielen Menschen die gesellschaftliche Teilhabe verwehrt.<br>\nZu diesen Menschen geh&ouml;rt auch Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda, der u.a. &uuml;ber 40 Jahre als medizinischer Sachverst&auml;ndiger bei der Schleswig-Holsteinischen Sozialgerichtsbarkeit t&auml;tig war und in einem kleinen Gastbeitrag an ein Thema erinnert, das neben all den sozialen Zerst&ouml;rungsma&szlig;nahmen der neoliberalen Reformen, wenig zur Kenntnis genommen wurde: die Enteignung, die in der Rentenversicherung beim Schutz gegen Erwerbsunf&auml;higkeit und Berufsunf&auml;higkeit vorgenommen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11404\">Maskenfall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.J.:<\/strong> Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kolenda, der &uuml;ber vierzig Jahre lang medizinischer Sachverst&auml;ndiger in der Sozialgerichtsbarkeit war, erinnert an einen wenig zur Kenntnis genommenen Baustein der 2000er &ldquo;Reform&rdquo;-Jahre, der nicht unerheblich viele Menschen deutlich schlechter gestellt hat, immerhin sind &uuml;ber 20% der Personen im Rentenneuzugang davon betroffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schwarze Null &ndash; oder Vorrang f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen und Armutsbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nDer deutsche Staat hat 2016 das dritte Jahr in Folge einen Haushalts&uuml;berschuss erzielt. Bund, L&auml;nder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 19,2 Mrd. Euro mehr ein als sie ausgaben. Diese Summe entspricht einem &Uuml;berschuss von 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das Geld f&uuml;r Investitionen w&auml;re also vorhanden.<br>\n2015 hatte es ein Plus von 20,9 Mrd. Euro gegeben, 2014 von 8,6 Mrd. Euro. Allein das Haushaltsplus des Bundes bel&auml;uft sich auf 6,2 Mrd. Euro. Doch Bundesfinanzminister Sch&auml;uble (CDU) will diesen Haushalts&uuml;berschuss des Bundes nutzen, um Schulden zu tilgen. Mehr noch: Im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl im Herbst will die CDU an Sch&auml;ubles Politik der &raquo;Schwarzen Null&laquo; festhalten. &raquo;Auch k&uuml;nftig wollen wir ohne neue Schulden auskommen&laquo;, hei&szlig;t es in der sogenannten Saarl&auml;ndischen Erkl&auml;rung. Spielr&auml;ume will die CDU unter anderem dazu nutzen, um die kalte Progression im Steuersystem auszugleichen. Nach geltender Rechtslage m&uuml;sste das Haushaltsplus automatisch in die bereits gebildete R&uuml;cklage von 12,8 Mrd. Euro zur Finanzierung der Aufwendungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge flie&szlig;en. Anstatt die bisherige Finanzreserve f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingskosten nochmals aufzustocken, soll das zus&auml;tzliche Geld zur Schuldentilgung genutzt werden. Die SPD fordert dagegen eine schnelle Entlastung von Klein- und MittelverdienerInnen und eine Ausweitung von Investitionen.<br>\nSchon 2015 war ein Haushalts&uuml;berschuss von fast 13 Mrd. Euro aufgelaufen. Die Summe wurde in eine R&uuml;cklage gesteckt, aus der die Kosten f&uuml;r die Unterbringung und Integration von Fl&uuml;chtlingen bestritten werden sollten. Nach Angaben der Koalition wurden die 2016 daf&uuml;r reservierten 6,1 Mrd. Euro aber nicht gebraucht &ndash; sie flie&szlig;en zur&uuml;ck in die R&uuml;cklage. In diesem Jahr stehen aus der Fl&uuml;chtlingsr&uuml;cklage des Bundes 6,7 Mrd. Euro bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schwarze-null-oder-vorrang-fuer-oeffentliche-investitionen-und-armutsbekaempfung\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soldaten unter Generalverdacht<\/strong><br>\nDie Verteidigungsministerin will der Bundeswehr einen Verhaltenskodex mit restriktiven Regeln f&uuml;r den Umgang mit Parlament und Medien vorschreiben. Die Soldaten empfinden das als Misstrauensvotum, der Wehrbeauftragte spricht von unn&ouml;tigem Generalverdacht. (&hellip;)<br>\nEs gehe vor allem darum, dass &ldquo;keine Kontakte zur R&uuml;stungsindustrie unterhalten werden, die intransparent sind&rdquo;, sagt Ministeriumssprecher Jens Flosdorff. Doch warum dann Regeln f&uuml;r die gesamten Streitkr&auml;fte? Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, kann den Vorsto&szlig; nicht nachvollziehen, er bezeichnet das Vorhaben im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de als &ldquo;maximal ungeschickt&rdquo; und erg&auml;nzt: &ldquo;Man fragt sich bei dem ganzen Compliance-Kodex: Was ist eigentlich das Problem, wenn dies die L&ouml;sung ist? Wenn man f&uuml;r bestimmte Gesch&auml;ftsbeziehungen des Ministeriums zur R&uuml;stungsindustrie Verhaltensregeln aufstellen will, dann gibt es daf&uuml;r einen ziemlich beschr&auml;nkten Personenkreis. Was der Panzergrenadier damit anfangen soll, erschlie&szlig;t sich mir &uuml;berhaupt nicht.&rdquo;<br>\nBei der Truppe werde ein verbindlich vorgeschriebener Kodex zudem als &ldquo;Misstrauensvotum&rdquo; wahrgenommen, so Bartels. Er r&auml;t, das Ministerium solle L&ouml;sungen f&uuml;r wirkliche Probleme suchen und nicht &ldquo;alle Soldatinnen und Soldaten unter Generalverdacht stellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-419.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Verhaltenskodex klingt besser als &ldquo;Maulkorb&rdquo;, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum in Kolumbien kein Friede und in Venezuela keine Diktatur herrscht<\/strong><br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Beitrag zu organisierter Kriminalit&auml;t und Korruption im Jahr 2016 hat der venezolanische Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro geleistet, wenn es nach dem &bdquo;Organized Crime and Corruption Reporting Project&ldquo; (OCCRP) geht. Maduro sei noch korrupter als Baschar al-Assad und die Terror-Miliz ISIS. Im gleichen Jahr bekam der kolumbianische Pr&auml;sident Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis verliehen. Hat sich Venezuela in den letzten Jahren tats&auml;chlich in das lateinamerikanische Nordkorea verwandelt, dessen positiver Gegenpol Kolumbien ist?<br>\nDass Maduro zum gr&ouml;&szlig;ten F&ouml;rderer von Korruption und organisierter Kriminalit&auml;t ernannt wird, w&auml;hrend Santos den Friedensnobelpreis erhalt, illustriert die internationale Wahrnehmung der beiden L&auml;nder gut. W&auml;hrend Venezuela als menschenverachtende Diktatur charakterisiert wird, die durch B&ouml;sartigkeit und Skurrilit&auml;t auff&auml;llt, gebe es in Kolumbien eine f&uuml;r lateinamerikanische Verh&auml;ltnisse funktionierende Demokratie, die sich auf einem positiven Weg befindet. So die Darstellung. Doch diese Betrachtung wird der Realit&auml;t nicht wirklich gerecht.<br>\nVenezuela befindet sich sp&auml;testens seit dem Verfall der internationalen &Ouml;lpreise in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r werden oft und selbst in seri&ouml;sen Medien auf eine vermeintliche Kopie des kubanischen Staatssozialismus-Modells zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Hier tr&uuml;gt jedoch der Eindruck. Trotz der sozialistischen Rhetorik der venezolanischen F&uuml;hrung, kam Venezuelas Wirtschaft nie in die N&auml;her einer Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild &ndash; das wurde auch nie angedacht.<br>\nDie wirtschaftlichen Probleme des s&uuml;damerikanischen Landes sind historisch gewachsen und somit auch tiefgreifender. Venezuela ist einer der &auml;ltesten Petro-Staaten der Erde. Seit dem fr&uuml;hen 20. Jahrhundert pr&auml;gt die &Ouml;lindustrie das s&uuml;damerikanische Land. W&auml;hrend Venezuela ohne &Ouml;lindustrie im 19. Jahrhundert zu den &auml;rmsten Staaten der Region geh&ouml;rte, konnten innerhalb weniger Jahre mit &Ouml;lexporten die Gro&szlig;e Depression der 1930er Jahre bew&auml;ltigt und bis 1936 alle Auslandsschulden vollst&auml;ndig zur&uuml;ckgezahlt werden. In den sp&auml;ten 1950er Jahren etablierte sich in Venezuela ein demokratisches System, welches prim&auml;r durch die &Ouml;lrendite stabilisiert wurde. In Zeiten von hohen &Ouml;lpreisen ist das ohne gro&szlig;e Probleme m&ouml;glich, doch durch Schwankungen am internationalen Markt, wird dieses Staatsmodell sp&uuml;rbar prek&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/kolumbien-paramilitarismus-venezuela-wirtschaftskrise\/\">Kontrast Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Hungertoten eines vergessenen Krieges<\/strong><br>\nIm Jemen tobt seit 2015 ein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Mehr als 10.000 Menschen sind seitdem ums Leben gekommen. Und: Inzwischen wei&szlig; jeder Zweite im Land nicht mehr, woher die n&auml;chste Mahlzeit kommt &ndash; alle zehn Minuten stirbt ein Kind an den Folgen des Krieges.<br>\nLaut Hilfsorganisationen wei&szlig; mehr als jeder Zweite im Jemen nicht mehr, woher die n&auml;chste Mahlzeit kommt. Sieben Millionen Menschen leiden Hunger. Und alle zehn Minuten stirbt ein Kind an Unterern&auml;hrung, Durchfall oder Atemwegsinfektionen.<br>\nMehr als 10.000 Menschen sind seit Beginn des Kriegs durch Beschuss ums Leben gekommen, mehrere Millionen sind auf der Flucht. Seit dem M&auml;rz 2015 versuchen Saudi-Arabien und mehrere andere L&auml;nder, die Houthi-Rebellen aus der Hauptstadt Sanaa und anderen Regionen zu vertreiben.<br>\nDie Aufst&auml;ndischen hatten zuvor Abed Rabbo Mansour Hadi, den international anerkannten Pr&auml;sidenten, verjagt. Hadi hatte sein Amt w&auml;hrend der Wirren des sogenannten Arabischen Fr&uuml;hlings bekommen, sich dann aber durch weitgehende Unf&auml;higkeit ausgezeichnet. Die Houthi-Rebellen geh&ouml;ren zu einer konfessionellen Minderheit innerhalb des schiitischen Islam. Unterst&uuml;tzt werden sie von Iran, einem mehrheitlich schiitischen Land &ndash; wie weit diese Unterst&uuml;tzung geht, dar&uuml;ber wird gestritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jemen-die-hungertoten-eines-vergessenen-krieges.1773.de.html?dram:article_id=376482\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gesunder Realismus oder Bedeutungslosigkeit<\/strong><br>\nIst das wirklich eine Kampagne der konservativen Medien gegen Sahra Wagenknecht? Sicher, ein bisschen stimmt es. Aber eigentlich sind es ja weniger die Konservativen, die sich an ihr sto&szlig;en: Es sind dieser Tage in viel st&auml;rkeren Ma&szlig;e Linke, die sie diskreditieren.<br>\nNachvollziehbar. Jedenfalls wenn man in der romantischen Ecke der Linken hockt. Denn Wagenknecht r&uuml;ttelt nun einiges durcheinander. Sie zerst&ouml;rt ein Lebensgef&uuml;hl. Und in der eigentlichen Substanz ihrer Thesen spiegelt sich wider, dass die Linke (als Partei und politische Richtungsangabe gleicherma&szlig;en) fatale Fehler durch Unterlassung gemacht hat. Sie hat zum Beispiel das gute und richtige Ideal einer multikulturellen Gesellschaft insofern falsch verstanden, dass sie jede Kritik an kulturellen Diskrepanzen gleich als Angriff aus der rechten Ecke verstehen wollte. Viele kamen zweifelsohne auch von dort. Aber eben nicht alles. Manches waren einfach nur n&uuml;chterne Erkenntnisse aus der Alltagspraxis der Leute. In solchen Momenten pr&auml;sentierte man dann L&ouml;sungen wie diese: Leute, geht aufeinander zu, seid nett zueinander, wir sind doch alles Menschen. Stimmt ja auch: Friedlich w&auml;hrt am l&auml;ngsten. In der Theorie. Aber solche Antworten auf die Fragen sind praxisfremd und haben viele Menschen vor den Kopf gesto&szlig;en, die unter Umst&auml;nden guten, das hei&szlig;t kultur&uuml;bergreifenden Willens waren, aber mit dieser linken Selbstgef&auml;lligkeit nichts anzufangen vermochten und sich dann angeekelt abwandten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2017\/01\/pro-wagenknecht\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wahlkampfjahr 2017 &ndash; &ldquo;Die Volksverhetzer, das sind unsere eigentlichen Gegner&rdquo;<\/strong><br>\nEr habe keine Lust mit anzusehen, wie die AfD &ldquo;zum Z&uuml;nglein an der Waage&rdquo; werde, sagte der SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im DLF mit Blick auf das Wahljahr 2017. Er wolle die liberale und soziale Demokratie verteidigen. Dabei sehe er Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Digitales als vorrangig an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlkampfjahr-2017-die-volksverhetzer-das-sind-unsere.868.de.html?dram%3Aarticle_id=376408%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der TIPP, CETA-Bef&uuml;rworter, Autobahnprivatisierer und Agenda 2010 Apologet Gabriel m&ouml;chte nun pl&ouml;tzlich &bdquo;die liberale und soziale Demokratie verteidigen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Albrecht M&uuml;ller hat dazu bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33258\">alles Notwendige<\/a> gesagt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Einen schlimmeren Rechtsruck als das r&uuml;cksichtslose Durchboxen von TTIP, die Agenda 2010 und Kriegseins&auml;tze gibt es nicht<\/em><\/p>\n<p><em>Die AfD treibt nur auf die Spitze, was die etablierten Parteien vorgemacht und vorbereitet haben. Beim Umgang mit TTIP wird sichtbar, dass CDU\/CSU, SPD und Gr&uuml;ne auf die Demokratie pfeifen; die Agenda 2010 war der Abschied vom Konzept der Sozialstaatlichkeit; die Kriegseins&auml;tze und die Beteiligung der Bundeswehr bei Kriegseins&auml;tzen au&szlig;erhalb des NATO-Bereichs beginnend 1999 mit dem Jugoslawien Krieg und die Forcierung des West-Ost-Konfliktes sowie die Abkehr vom Konzept der Entspannungspolitik sind massive Bewegungen nach rechts. <\/em><br>\n<em>Der Boden f&uuml;r die wirklich schlimme AfD ist bestens vorbereitet worden. Die Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundeskanzlerin ist nur das T&uuml;pfelchen auf dem i. &ndash; Korrekturen sind in allen Bereichen n&ouml;tig.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klassenkampf mit der Stasi<\/strong><br>\nWeshalb es bei der Kampagne gegen den geschassten Berliner Bau-Staatssekret&auml;r Andrej Holm zu keinem Zeitpunkt um dessen Biografie ging<br>\nNun ist er also da, der Showdown im Streit um den kurzzeitigen Berliner Bau-Staatssekret&auml;r Andrej Holm. Ohne hinreichende R&uuml;cksprache und mit knapper Begr&uuml;ndung k&uuml;ndigte der Regierende B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller (SPD) am Wochenende die Entlassung Holms wegen dessen Stasi-Vergangenheit an. Holm trat daraufhin heute zur&uuml;ck.<br>\nDie Stimmung in der jungen rot-rot-gr&uuml;nen Koalition wird das nicht verbessern. W&auml;hrend Akteure im Mitte-rechts-Spektrum jubeln und auch in der Immobilienbranche einige Champagnerkorken knallen d&uuml;rften, zeigt sich die Linkspartei pikiert; im Netz werden Unterschriften f&uuml;r Holm gesammelt; unter dem Hashtag #Holmbleibt l&auml;uft in den sozialen Netzwerken eine Solidarit&auml;tskampagne.<br>\nDass der Stadtsoziologe nicht geblieben ist, liegt auch daran, dass die Berliner Linkspartei, von regierungswilligen Realos gepr&auml;gt, nicht an ihm, sondern an der Koalition mit SPD und Gr&uuml;nen festgehalten hat. Dabei zeigt der Fall Holm schon jetzt zwei Lehren: Wie tief die Spaltung der deutschen Nach-Wende-Gesellschaft ist und wie heftig nach wie vor mit absurden Stasi-Vorw&uuml;rfen Interessenpolitik betrieben wird. Oder, wenn man so will, Klassenkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Klassenkampf-mit-der-Stasi-3597536.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Westf&auml;lische Hochschule) zum &bdquo;Vierten Gesetz zur &Auml;nderung der Landeshaushaltsordnung &ndash; Umsetzung der grundge-setzlichen Schuldenregel in das nordrhein-westf&auml;lische Landesrecht&ldquo;<\/strong><br>\nAuf Bundesebene gilt seit 2009 die im Grundgesetz verankerte sogenannte &bdquo;Schuldenbrem-se&ldquo;. Sie muss seit 2011 im Bund und ab 2020 auf L&auml;nderebene umgesetzt werden. &bdquo;Der in Artikel 109 Grundgesetz f&uuml;r Bund und L&auml;nder gemeinsam verankerte Grundsatz des (struktu-rell) ausgeglichenen Haushalts l&ouml;st den Grundgedanken des alten Artikels 115 Grundgesetz ab, der die H&ouml;he der zul&auml;ssigen Kreditaufnahme an die Summe der Investitionsausgaben kop-pelte (&bdquo;Goldene Finanzierungsregel&ldquo;). Die Reform der Verschuldungsregeln folgt nunmehr der Philosophie des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts, wonach die Haushalte der Mitgliedstaaten &sbquo;ann&auml;hernd ausgeglichen sein oder einen &Uuml;berschuss aufweisen&ldquo; sollen.&ldquo;<br>\nDie offensichtlich in NRW nicht parlamentarisch m&ouml;gliche Umsetzung der grundgesetzlichen Vorgabe in die NRW-Verfassung soll deshalb jetzt lediglich in Form einfacher Gesetzgebung auf der Ebene der Landeshaushaltsordnung erfolgen. &bdquo;Zugleich sollen so die im Grundgesetz einger&auml;umten Handlungsspielr&auml;ume genutzt werden.&ldquo; Diese erlauben eine symmetrische Be-r&uuml;cksichtigung der konjunkturellen Wirkungen auf den Haushalt und Ausgaben in Notsituati-onen, wie beispielsweise die derzeitige Fl&uuml;chtlingstrag&ouml;die. Die &bdquo;Symmetrie&ldquo; soll dabei ge-w&auml;hrleisten, dass die Kreditaufnahme in Abschwungphasen durch &Uuml;bersch&uuml;sse im Haushalt in den Aufschwungphasen durch Tilgung wieder auszugleichen sind, um damit sicherzustel-len, dass das Land &uuml;berzyklisch keine neuen Schulden aufbaut.<br>\nDie Schuldenbremse wird zuk&uuml;nftig einen maximal m&ouml;glichen &ouml;konomischen Schaden an-richten. Sie f&auml;llt wirtschaftswissenschaftlich-theoriegeschichtlich hinter die Erkenntnisse des Keynesianismus zur&uuml;ck und ist im Kern die Kr&ouml;nung der neoliberalen (marktradikalen) Irrlehre, der leider nicht nur in Deutschland die herrschende Politik aufgesessen ist und die sich jetzt &uuml;ber einen immer mehr sich breit machenden Rechtspopulismus wundert und dar&uuml;ber entsetzt ist. Sp&auml;testens mit dem Sturz der sozial-liberalen Koalition 1982 setzten sich die neo-liberalen Ideen auch in der Bundesrepublik in Form einer angebotsorientierten Politik durch.1 Das Mantra ist hier &bdquo;weniger Staat&ldquo; und Bek&auml;mpfung von Staatsverschuldung (Politik der &bdquo;schwarzen Null&ldquo;) bei gleichzeitig geringen Gewinn- und Kapitalsteuern (und hohen indirek-ten Verbrauchsteuern), internationaler Wettbewerb zur Erzielung von Export&uuml;bersch&uuml;ssen sowie Umverteilung von den Arbeitsentgelten zu den Unternehmerprofiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170107_Prof-Bontrup-zum-Vierten-Gesetz-zur-Aenderung-der-Landeshaushaltsordnung.pdf\">Landtag NRW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mehr H&auml;rte gegen Putin? &ndash; Franziska Brantner: &raquo;Ja! Es geht um Kriegsverbrechen&laquo;<\/strong><br>\nNachdem Russland sich 2014 v&ouml;lkerrechtswidrig die Krim einverleibt hat, wurde es mit Sanktionen belegt. &Uuml;ber ihre Berechtigung wird lebhaft gestritten &ndash; warum eigentlich? Es gilt, Zeichen zu setzen, wenn autorit&auml;re Staaten Regeln brechen und ihren Machtbereich gewaltsam ausdehnen. Die EU muss klarmachen, dass sie zu internationalem Recht steht.<br>\nSeit 2011 f&uuml;hrt Syriens Machthaber Assad Krieg gegen sein Volk: Hunderttausende Tote, Gefolterte, Millionen Menschen auf der Flucht, zuletzt 1,3 Millionen in belagerten Regionen. Moskau stand Assad von Anfang an bei. Im UN-Sicherheitsrat blockierte es viele Initiativen, die der notleidenden Bev&ouml;lkerung Hilfe und Schutz bringen sollten. Insgesamt f&uuml;nf Resolutionen zur grenz&uuml;berschreitenden humanit&auml;ren Versorgung der Zivilbev&ouml;lkerung &uuml;berall in Syrien trug Moskau zwar mit, l&auml;sst aber bis heute zu, dass ihre Umsetzung vor Ort nicht stattfindet. Putin tat nichts, als Assads Truppen Fassbomben und Giftgas einsetzten. Und russischen Luftangriffen fielen gezielt Schulen und Krankenh&auml;user zum Opfer. Moskau tr&auml;gt eine Mitschuld an Kriegsverbrechen. Soll die Weltgemeinschaft da einfach zuschauen? Oder m&uuml;ssten nicht die individuell Verantwortlichen mit Sanktionen belegt und zur Rechenschaft gezogen werden? Es gilt jetzt, alles daf&uuml;r zu tun, dass internationale Gerichte sp&auml;ter richten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.publik-forum.de\/Politik-Gesellschaft\/mehr-haerte-gegen-putin\">Publik Forum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Die Schreiberin &ndash; von den Gr&uuml;nen &ndash; ist Vorsitzende des Bundestags-Unterausschusses &ldquo;Zivile Krisenpr&auml;ventation&rdquo; (!) und brennt vor Aggression. Die einzigen Namen und die einzigen Kriegsbeteiligten, die im Artikel auftauchen, sind Assad und Putin; die einzigen Regierungen und V&ouml;lker oder Volksgruppen, die da Krieg f&uuml;hren, sind Assads Leute und die Russen.<\/em><br>\n<em>Typisch auch der letzte Satz (&uuml;ber die vor kurzem ausgehandelte Waffenruhe, M.K.) dieses Hass-Artikels: &ldquo;Die j&uuml;ngsten Bombardierungen der Region Wadi Barads lassen ahnen, wozu diese Pause dienen soll.&rdquo; Auch hier: Kein Hinweis auf die bedrohte Wasserversorgung von Damaskus.<\/em><br>\n<em>Alles in allem: Dieser Artikel f&uuml;r mehr H&auml;rte gegen Putin ist eine ausgesprochen tatsachen-verf&auml;lschende, b&ouml;sartige Hetzschrift in einer Frage, bei der es sogar um Krieg und Frieden geht. Und es ist ganz und gar nicht &uuml;berraschend, dass so etwas von den Gr&uuml;nen kommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Millionen in Geiselhaft: Wer hat den Syrern das Wasser abgedreht?<\/strong><br>\nKurzfristig deutete sich ein Ende der Wasserkrise in Damaskus an. Dann wurde ein Unterh&auml;ndler der Regierung erschossen<br>\nF&uuml;r Millionen Syrer kam am vergangenen Freitag die lang ersehnte Nachricht: &ldquo;Bewaffnete K&auml;mpfer in Wadi Barada stimmen Abkommen zu&rdquo;, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. F&uuml;r ein paar Hundert Rebellen, die sich seit fast vier Wochen heftige K&auml;mpfe mit der syrischen Armee im Nordwesten von Damaskus liefern, bedeutete das: Abzug nach Idlib. Doch viel gr&ouml;&szlig;er k&ouml;nnte der Gewinn f&uuml;r &uuml;ber f&uuml;nf Millionen Bewohner der syrischen Hauptstadt Damaskus sein: endlich wieder flie&szlig;endes Wasser.<br>\nAm Samstag meldete Sana, dass mit Ahmad al-Ghadban ein wichtiger Unterh&auml;ndler der Regierung von den Milizen erschossen wurde. Damit wurde das Abkommen gleich wieder au&szlig;er Kraft gesetzt. Laut der regierungsnahen al-Masdar-News sind die Friedensgespr&auml;che damit beendet. Bei Ain Khadar im Wadi Barada wurden am Sonntag K&auml;mpfe gemeldet, in denen der syrischen Armee Vorst&ouml;&szlig;e gelangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Millionen-in-Geiselhaft-Wer-hat-den-Syrern-das-Wasser-abgedreht-3596559.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Snowden spricht in M&uuml;nchen und der Mainstream ignoriert ihn: &bdquo;Man muss ja bei sich selbst anfangen&ldquo;<\/strong><br>\nEs sind die gro&szlig;en Fragen, um die es an diesem Abend geht. Das Onlinemedium AcTVism hat am Sonntag in die M&uuml;nchner Muffathalle eingeladen. Unter dem Titel &bdquo;Freiheit &amp; Demokratie &ndash; Globale Themen im Kontext&ldquo; behandelten sechs f&uuml;hrende Experten die Krisen der Gegenwart. Doch trotz der bleischweren Zeit: Von Frust und Resignation ist in der Halle nichts zu sp&uuml;ren.<br>\nKriege, Umweltzerst&ouml;rung, Korruption, &Uuml;berwachung, der Siegeszug der Populisten -es g&auml;be genug Gr&uuml;nde die Flinte ins Korn zu werfen und sich vom globalen Geschehen abzuwenden. Die weltweite Krise w&uuml;rde dann zur selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung werden. Herausforderungen, die &ndash; solange sie meisterbar sind &ndash; motivierend wirken k&ouml;nnen, f&uuml;hren zu Lethargie und Frust je h&ouml;her sie sich auft&uuml;rmen und unl&ouml;sbar erscheinen.<br>\nIn M&uuml;nchen, so scheint es an diesem Abend, will man vom Aufgeben wenig wissen. Die Veranstaltung &bdquo;Freiheit &amp; Demokratie &ndash; Globale Themen im Kontext&ldquo;, organisiert von dem noch jungen aber &auml;u&szlig;erst ambitionierten unabh&auml;ngigen Onlinemedium AcTVism Munich, ist mit 650 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/45387-snowden-event-in-munchen-actvism\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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