{"id":3664,"date":"2008-12-15T09:22:36","date_gmt":"2008-12-15T08:22:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3664"},"modified":"2008-12-15T09:22:36","modified_gmt":"2008-12-15T08:22:36","slug":"hinweise-des-tages-796","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3664","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Joseph Stiglitz: Zur&uuml;ck aus der Wildnis<\/li>\n<li>Politik in der Finanzkrise: Das Publikum wendet sich ab<\/li>\n<li>US-Kongress unzufrieden mit dem Banken-Hilfspaket<\/li>\n<li>Gustav Horn: Prognostiker des Jahres 2008<\/li>\n<li>Gesundbeter am Ende<\/li>\n<li>Manhattan Transfer<\/li>\n<li>Fall Madoff: Zu sch&ouml;n<\/li>\n<li>Industrie greift Banker frontal an<\/li>\n<li>Leitartikel zum EU-Konjunkturpaket: Zu kurz gesprungen<\/li>\n<li>Das Schweigen der L&auml;mmer: Der deutsche Mittelstand <\/li>\n<li>Ziellose Rentenpolitik<\/li>\n<li>Das Leben mit Hartz IV : stark gefordert und kaum gef&ouml;rdert<\/li>\n<li>Die fatale &raquo;Vertafelung der Gesellschaft&laquo;<\/li>\n<li>Die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung stellt fest: Vorurteile gegen sozial Schwache und Behinderte<\/li>\n<li>Lehrer: Teure Saisonarbeiter<\/li>\n<li>EU-Gipfel: Gefangene der Machtwirtschaft<\/li>\n<li>Gesundheitsfonds: L&ouml;sung mit Haken<\/li>\n<li>Deutsche Energie- und Klimapolitik kann Wachstum und Besch&auml;ftigung schaffen<\/li>\n<li>Fraunhofer ISI: verbindliche CO2-Grenzwerte dienen der Investitionssicherheit der Autoindustrie<\/li>\n<li>Das Manager-Heroin<\/li>\n<li>Wir brauchen kein B&uuml;ro in Jerusalem<\/li>\n<li>Patrouillierte griechische Polizei mit Neonazi-Milizen?<\/li>\n<li>Kiew hat IWF im Nacken<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3664&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Zur&uuml;ck aus der Wildnis<\/strong><br>\nKeynes&rsquo; Thesen sind in den Vereinigten Staaten wieder in aller Munde. Die Politik sollte darauf achten, dass die Theorie nicht missbraucht wird.<br>\nDie Erhaltung von Finanzinstituten ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Es ist der Kreditfluss, der wichtig ist. W&auml;hrend der Gro&szlig;en Depression hatte der Konkurs der Banken deshalb eine so gro&szlig;e Wirkung, weil sie an der Ermittlung der Bonit&auml;t beteiligt waren. Sie lieferten die Informationen, die erforderlich waren, um den Kreditfluss aufrechtzuerhalten.<br>\nHeute aber wird zu wenig getan, um Banken zu helfen, die tats&auml;chlich das machen, was Banken tun sollen &ndash; Geld leihen und Bonit&auml;t bewerten.<br>\nHeute besteht die Gefahr darin, dass die neuen keynesianischen Grunds&auml;tze dazu missbraucht werden, in einigen F&auml;llen denselben Interessen zu dienen. Haben diejenigen, die vor zehn Jahren auf Deregulierung gedr&auml;ngt haben, ihre Lektion gelernt? Oder werden sie einfach f&uuml;r oberfl&auml;chliche Reformen werben &ndash; um die etlichen Billionen schweren Rettungspl&auml;ne zu rechtfertigen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Joseph-Stiglitz-Zur%FCck-aus-der-Wildnis\/450739.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Politik in der Finanzkrise: Das Publikum wendet sich ab<\/strong><br>\nDer Rettungsschirm f&uuml;r die Banken bel&auml;uft sich auf 480 Milliarden Euro. Eine Kontrolle der Politiker w&auml;re jetzt n&ouml;tig, fehlt aber v&ouml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/717\/451431\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Kongress unzufrieden mit dem Banken-Hilfspaket<\/strong><br>\nDie weitverbreitete Skepsis im US-Kongress gegen&uuml;ber einer finanziellen Hilfe an den Autosektor h&auml;ngt einerseits mit den &uuml;ber lange Jahre dauernden Vers&auml;umnissen der Detroiter Autobauer zusammen, in nicht geringem Mass aber auch mit den bisherigen Erfahrungen mit der Exekution des 700-Mrd.-$-Hilfspakets f&uuml;r den Finanzsektor. Auch die parlamentarische Zustimmung zu jenem Projekt war damals mit wenig Begeisterung erfolgt; letztlich ging es aber darum, Schlimmeres zu verhindern. Nun betrachten aber die Parlamentarier mit zunehmendem Unwillen, wie das Finanzministerium bei der Durchf&uuml;hrung der Hilfe sich von den urspr&uuml;nglichen Pl&auml;nen entfernt und letztlich den Kurswechsel vom Aufkauf illiquider Aktiven zur Kapitalisierung der Banken ebenso wenig schlagend begr&uuml;nden will oder kann wie die urspr&uuml;ngliche &Uuml;bungsanlage. Zudem wird bem&auml;ngelt, dass die vom Kongress ins Gesetz geschriebene Hilfe an in finanzielle Bedr&auml;ngnis geratene Hausbesitzer nicht vom Fleck kommt und die Banken die staatlichen Mittelzusch&uuml;sse eher f&uuml;r Akquisitionen und Dividendenzahlungen als f&uuml;r zus&auml;tzliche Kreditgew&auml;hrungen verwenden. &Auml;hnliche Bedenken, wie sie die Parlamentarier hegen, werden in zwei Berichten zur Umsetzung der Finanzhilfe ge&auml;ussert; es herrscht das Gef&uuml;hl, zu wenig f&uuml;r das Finanz-Engagement des Staates zu bekommen. Ein &auml;hnliches Szenario ist auch bei der Staatshilfe f&uuml;r die drei einheimischen Autofirmen nicht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/startseite\/der_us-kongress_unzufrieden_mit_dem_banken-hilfspaket_1.1405319.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Manhattan Transfer<\/strong><br>\n&Uuml;ber Nacht ist ein einst verehrter Name zur Beschimpfung geworden: Bernard L. Madoff &ndash; der wohl gr&ouml;&szlig;te Betr&uuml;ger der Wall Street, der Mann, der Anleger um gesch&auml;tzte 50 Milliarden Dollar brachte. &bdquo;Es ist alles eine gro&szlig;e L&uuml;ge&ldquo;, sagte Madoff seinen scheinbar ahnungslosen S&ouml;hnen, &bdquo;im Wesentlichen ein gigantisches Schneeballsystem&ldquo;. Er habe bei seinen Aktiengesch&auml;ften Geld verloren und Investoren mit Geld bezahlt, das es in Wirklichkeit gar nicht gab. Noch kann niemand den genauen Schaden beziffern, den Madoff mit seinen Scheingesch&auml;ften anrichtete. Sicher ist nur, dass es sich um eine gigantische Summe handelt &ndash; bis zu 50 Milliarden Dollar. Das w&auml;ren fast zweimal so viel, wie die amerikanische Autoindustrie f&uuml;r ihre Rettung vom Staat haben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite;art705,2684213?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist denn da f&uuml;r ein gro&szlig;er Unterschied, wenn Banken bis zuletzt versuchen, schmuddelige Finanzprodukte an den Mann zu bringen, obwohl sie seit l&auml;ngerem wissen, dass die USA auf der der gr&ouml;&szlig;ten kreditfinanzierten Immobilienblase aller Zeiten sitzen? Letztlich lief die moderne Finanzwelt auf eine Art komplexeres Schneeballsystem hinaus. So lange frisches Geld sich von hohen Renditen locken lie&szlig;, war man aus dem Schneider.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fall Madoff: Zu sch&ouml;n<\/strong><br>\nEs sind vor allem die super-smarten Anleger, die es trifft, sogar andere Hedgefonds, die selbsternannten K&ouml;nige der Investoren. Es sind diejenigen, die aus Sicht der US-Aufsicht in der Lage sind, ohne Schutz und gro&szlig;e Vorschriften Geld anlegen zu k&ouml;nnen.<br>\nDas Wunderbare an dem Skandal aber ist der Zeitpunkt. Das kann der Debatte um die richtige Regulierung am Finanzmarkt nur gut tun.<br>\nDie Finanzkrise r&auml;umt ja schon seit geraumer Zeit mit den falschen Glaubensgrunds&auml;tzen auf. An aller erster Stelle mit dem Glauben, freie Finanzm&auml;rkte seien effizient und regulierten sich deshalb am besten von selbst. Ein Kommentar von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1645560_Zu-schoen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Prognostiker des Jahres 2008<\/strong><br>\nWie bereits in den Vorjahren hat die FTD auch f&uuml;r das Jahr 2008 wieder den besten Prognostiker gesucht. Gewonnen hat in diesem Jahr Gustav Horn vom IMK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1731&amp;blogId=10\">FTD<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Pessimist zur rechten Zeit<\/strong><br>\nWer die Wirtschaftsentwicklung 2008 am besten vorausgesagt hat &ndash; und wer daneben lag.<br>\nAls Einziger unter den mehr als 50 Experten, die in der diesj&auml;hrigen Auswertung der Financial Times Deutschland analysiert wurden, prognostizierte Horn im Dezember 2007 ein Wachstum f&uuml;r 2008 von lediglich 1,5 Prozent. Das ist die Rate, die nach den j&uuml;ngsten Institutssch&auml;tzungen auch tats&auml;chlich herauskommen d&uuml;rfte. Als einer der wenigen lag er auch richtig mit seiner Vermutung, dass der von fast allen erwartete Konsumschub dieses Jahr ausbleiben werde und die Turbulenzen an den Finanzm&auml;rkten dem deutschen Aufschwung ein Ende setzen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1732&amp;blogId=10\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundbeter am Ende<\/strong><br>\nDasselbe RWI-Institut, das nun ein Schrumpfen der Wirtschaft von zwei Prozent voraussagt und f&uuml;r 2010 darauf setzt, dass die in anderen L&auml;ndern beschlossenen Programme greifen, wandte sich noch im August mit den anderen Instituten gegen den grassierenden Konjunkturpessimismus und erteilte dem Nachdenken &uuml;ber Konjunkturprogramme eine klare Absage. Solcher Rat ist die Millionen nicht wert, die er kostet. Zielgerichtete Ma&szlig;nahmen zur Konjunkturstabilisierung sind kein Hexenwerk. Von den Instituten h&auml;tte man erwarten k&ouml;nnen, dass sie die Regierung nicht derma&szlig;en ratlos improvisieren lassen.<br>\nIn ihrer merkantilistischen Logik ist die deutsche Phobie gegen jedwede Nachfragepolitik erkl&auml;rbar. Als Exportweltmeister mit unterentwickelter heimischer Nachfrage ist Deutschland st&auml;rker von Konjunkturprogrammen anderer L&auml;nder als von eigenen abh&auml;ngig. Die bisher erfolgreiche Strategie setzte alles daran, den Exportsektor wettbewerbsf&auml;hig zu machen. Daher darf man &uuml;ber Absatzsubventionen f&uuml;r die Autoindustrie nachdenken, damit diese Kapazit&auml;ten durchhalten und den Markt aufrollen, wenn die ausl&auml;ndische Konkurrenz geschrumpft ist. Man darf nach dieser Logik auch &uuml;ber Steuersenkungen nachdenken, weil das die Produktion verbilligt. Aber alles, was Geld kostet und &ldquo;nur&rdquo; den Konsum ankurbelt, schw&auml;cht danach die Wettbewerbsf&auml;higkeit .<br>\nDoch derzeit schadet das merkantilistische Denken nicht nur Europa, sondern auch Deutschland. Die anderen werden weniger f&uuml;r die Nachfrage tun, wenn die Deutschen nicht mitmachen. Und das, was sie tun, werden sie wohl so gestalten, dass die deutsche Industrie m&ouml;glichst wenig davon hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/handelsblatt-kommentar\/gesundbeter-am-ende;2107832\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Industrie greift Banker frontal an<\/strong><br>\nDie restriktive Kreditvergabe der Banken wird offenbar langsam zur unertr&auml;glichen Belastung f&uuml;r die Realwirtschaft. In ungew&ouml;hnlich scharfer Form griff der Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, die Finanzwirtschaft deshalb an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2107883,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Leitartikel zum EU-Konjunkturpaket: Zu kurz gesprungen<\/strong><br>\nMit dem Maastricht-Vertrag ist das gr&ouml;&szlig;te Hindernis f&uuml;r ausreichende &ouml;konomische Stimuli der Mitgliedstaaten benannt: Die Union will an diesem Regelwerk, das die Neuverschuldung auf drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) begrenzt, unbedingt festhalten. Gleichzeitig sollen die Staaten aber eher mehr als weniger Geld in die Hand nehmen, um ihre Volkswirtschaften anzukurbeln. Das ist nichts weniger als die Quadratur des Kreises.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1645123&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Schweigen der L&auml;mmer: Der deutsche Mittelstand l&auml;sst sich klaglos ruinieren<\/strong><br>\nEs ist schon erstaunlich, wie lautlos weite Teile des deutschen Mittelstands ihren &ouml;konomischen Ruin hinnehmen. Was bindet die Mehrheit dieser diffusen Schicht immer noch an die neoliberalen Denkmuster der Globalisierung und totalen Marktverg&ouml;tzung? Bei h&ouml;heren und h&ouml;chsten Beamten, bei Spitzenpension&auml;ren ist die Bindung an die herrschenden Verteilungs- verh&auml;ltnisse durch ihre Luxusversorgung leicht erkl&auml;rbar, aber was fasziniert die vielen mittleren und Kleinunternehmer, die Selbst&auml;ndigen und Freiberufler, vom Rechtsanwalt bis zum Gastwirt, vom Arzt bis zum Taxifahrer, noch an diesem erodierenden Finanzsystem? Ein Blick auf ihre Ums&auml;tze, auf ihre private Altersvorsorge, die dahinschmelzenden Depots m&uuml;sste doch ein Umdenken, Protest und Widerstand erzwingen. Doch nichts. Stille.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/170404\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ziellose Rentenpolitik<\/strong><br>\nDie Bundesregierung st&uuml;tzt sich in der Rentenpolitik auf zu optimistische Prognosen. Das Armutsrisiko k&uuml;nftiger Rentner wird untersch&auml;tzt, der Alterssicherung fehlt ein klares Ziel.<br>\nDie Rentenpolitik der Bundesregierung orientiert sich an wenig aussagekr&auml;ftigen Daten. Zu diesem Schluss kommen Professorin Barbara Riedm&uuml;ller und Michaela Willert von der FU Berlin, die den Alterssicherungsbericht der Bundesregierung und die Studie Altersvorsorge in Deutschland (AVID) analysiert haben. Beide Datenquellen h&auml;tten inhaltliche L&uuml;cken und basierten auf zum Teil problematischen Annahmen. So enth&auml;lt der Alterssicherungsbericht keine Angaben zu Armut und Sozialhilfebezug von Rentnern. &ldquo;Es wird ein eher positives Bild gezeichnet, selbst wenn es um die Bezieher von Kleinstrenten unter 250 Euro geht&rdquo;, stellen die Expertinnen fest. Die Prognosen ber&uuml;cksichtigen nicht, dass Arbeitslosigkeit und geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung die Renten senken. &ldquo;Die Berechnungsbasis bilden sehr lange Erwerbszeiten von 45 Jahren, die keine Arbeitslosigkeit beinhalten, eine 100-prozentige Abdeckung durch Riester-Vorsorge sowie eine zus&auml;tzliche Privatrente&rdquo;, schreiben Riedm&uuml;ller und Willert. Solche Annahmen seien zu optimistisch. Der Bericht biete &ldquo;keine Grundlage f&uuml;r eine transparente Sozialpolitik&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93527.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Autorinnen bem&uuml;hten sich sehr um Sachlichkeit. Sagen wir es deutlicher:<br>\n<strong>Mit Riester- und R&uuml;ruprente subventioniert der Staat die Finanzwirtschaft im Milliardenumfang.<\/strong><br>\nF&uuml;r den Vertrieb d&uuml;rfen Ressourcen der Gesetzlichen Rentenversicherung zweckentfremdet werden (siehe <a href=\"?p=3642\">hier<\/a> und <a href=\"?p=3650\">hier<\/a>). Hinzu kommen die politisch gewollte und gef&ouml;rderte Ausbreitung von Niedrigl&ouml;hnen sowie (u.a. als &bdquo;Rente mit 67&ldquo; getarnte) Rentenk&uuml;rzungen. Fazit: CDU, SPD und Gr&uuml;ne haben mit ihren politischen Entscheidungen die Grundlagen f&uuml;r massenhafte, zuk&uuml;nftige Altersarmut geschaffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialverb&auml;nde warnen vor Altersarmut wegen Rente mit 67<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Sozialverb&auml;nde warnen vor einem beispiellosen Ausma&szlig; der Altersarmut als Folge der Rente mit 67 Jahren. &ldquo;Die Rente mit 67 wird uns eine Welle von Altersarmut bringen, wie wir sie bisher nicht gekannt haben&rdquo;, sagte Annelie Buntenbach vom Vorstand des DGB am Donnerstag in Berlin.<br>\nNur noch 18 Prozent der Arbeitnehmer gingen nach Angaben der Sozialverb&auml;nde 2007 aus einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung regul&auml;r in die Rente. Das sei eine &ldquo;verschwindende Minderheit&rdquo;, betonte der Pr&auml;sident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Adolf Bauer. Besch&auml;ftigte, die nicht die Chance h&auml;tten, bis 67 zu arbeiten, m&uuml;ssten immer &ouml;fter von &lsquo;Hartz 4&rsquo; leben und dabei ihre Ersparnisse f&uuml;r das Alter aufbrauchen. Die Rente mit 67 werde die L&uuml;cke zwischen dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und dem Renteneintritt f&uuml;r viele Menschen weiter vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nBuntenbach, Bauer und der Pr&auml;sident des Sozialverbandes &ldquo;Volkssolidarit&auml;t&rdquo;, Gunnar Winkler, stellten in Berlin eine Studie des &ldquo;Netzwerkes f&uuml;r eine gerechte Rente&rdquo; vor, in der die Folgen und Rahmenbedingungen der &ldquo;Rente mit 67&rdquo; untersucht wurden. Der stellvertretende Linke-Chef Klaus Ernst erkl&auml;rte, die Studie zeige &ldquo;glasklar&rdquo;, dass die Einf&uuml;hrung der Rente ab 67 einer &ldquo;brutalen K&uuml;rzungslogik&rdquo; entspreche. Er forderte, die Bundesregierung m&uuml;sse bessere &Uuml;berg&auml;nge in die Rentenzeit schaffen, etwa durch eine weitere F&ouml;rderung der Altersteilzeit und einen erleichterten Zugang zu Erwerbsminderungsrenten.<br>\nDas &ldquo;Netzwerk f&uuml;r eine gerechte Rente&rdquo; ist ein B&uuml;ndnis von Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden, das seit 2006 existiert. Die Mitglieder verlangen eine &ldquo;Trendwende&rdquo; in der Rentenpolitik und fordern unter anderem eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Sozialverbaende-warnen-vor-Altersarmut-wegen-Rente-mit-67-Jahren.html?session=3d42496161a2e104a684f848c63c1fd5\">ihre-vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Auch die betriebliche Altersvorsorge ist angesichts der heutigen, von Unterbrechungen gepr&auml;gten Erwerbsbiographien problematisch.<br>\nDennoch ein erfreulich kritischer Kommentar dieser Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See &ndash;<br>\nvor allem im Vergleich zu den schlicht ungeh&ouml;rigen Werbekampagnen der Gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;r staatlich subventionierte Provisionsquellen (die private Altersvorsorge).<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu ferner:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Georg Schramm &ndash; &Uuml;ber die Rentenl&uuml;ge<\/strong><br>\n&bdquo;Diese Idee (private Altersvorsorge, KR) soll ja auch gar nicht f&uuml;r Sie hilfreich sein. Das Geld soll nicht Ihnen helfen, das Sie auf die Seite legen. Es soll denen helfen, denen Sie es geben &ndash; unseren Banken und Versicherungen (&hellip;) Wir d&uuml;rfen nicht den Fehler machen, diese Politiker f&uuml;r dumm zu halten (&hellip;) Diese Politik ist ja nicht einfach falsch. Diese Politik ist f&uuml;r Teile der Bev&ouml;lkerung richtig &ndash; goldrichtig sogar, nur: Sie sind nicht dabei!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=2P5lMEGYyCQ&amp;feature=related\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Kindergelderh&ouml;hung: Kein Cent f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nVon der geplanten Erh&ouml;hung des Kindergelds werden Hartz-IV-Empf&auml;nger keinen Cent bekommen. Eine Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit best&auml;tigte am Freitag auf Anfrage, dass das Kindergeld weiter in voller H&ouml;he als Einkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1641363_Kein-Cent-fuer-Hartz-IV-Empfaenger.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Leben mit Hartz IV : stark gefordert und kaum gef&ouml;rdert<\/strong><br>\nDie vierte Hartz-Reform sollte Erwerbslose n&auml;her an den Arbeitsmarkt bringen. &ndash; &nbsp;Fehlanzeige: Tats&auml;chlich f&uuml;hlen sich ALGII-Bezieher in vielerlei Hinsicht unter Druck gesetzt, bekommen aber selten einen regul&auml;ren Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2008_20_4-5.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 136 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Die fatale &raquo;Vertafelung der Gesellschaft&laquo;<\/strong><br>\nTafeln sind aus dem bundesdeutschen Sozialstaat nicht mehr wegzudenken. &Uuml;ber eine Million B&uuml;rger dieses reichen Landes waren allein in diesem Jahr &raquo;G&auml;ste&laquo; solcher sozialen Einrichtungen. Doch die Solidarit&auml;t mit Bed&uuml;rftigen hat Schattenseiten &ndash; eine Studie kl&auml;rt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/140669.die-fatale-vertafelung-der-gesellschaft.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung stellt fest: Vorurteile gegen sozial Schwache und Behinderte<\/strong><br>\nMenschen, die man gemeinhin als sozial schwach betrachtet, erfahren immer wieder stille Ausgrenzung und offene Feindschaft. Ein Teil der Bev&ouml;lkerung folgt dabei stereotypen Zerrbildern und pauschalen Urteilen, betrachtet Arbeitslose, Sozialhilfeempf&auml;nger, Wohnungslose, aber auch Behinderte als St&ouml;rfaktor in einer auf Leistung und Konkurrenz ausgerichteten Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/BP3IF1,2,0,Vorurteile_gegen_sozial_Schwache_und_Behinderte.html#art2\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Alle Achtung, darin findet sich sogar ein Hinweis darauf, dass die zunehmende Armut politisch beg&uuml;nstigt wurde, etwa in Form einer Presseerkl&auml;rung des Deutschen Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes vom 25. August 2005 mit dem Titel &bdquo;Kinderarmut mit Hartz IV auf Rekordniveau&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrer: Teure Saisonarbeiter<\/strong><br>\nViele Bundesl&auml;nder stellen Lehrer nur noch befristet ein, um sie &uuml;ber die Sommerferien zu entlassen und sich so Gehalt zu sparen. Diese Praxis kostet die Arbeitslosenkasse Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/444\/451159\/text\/?CMP=NLC-SDE071022&amp;nlsource=taeglich\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Gipfel: Gefangene der Machtwirtschaft<\/strong><br>\nDer Eindruck t&auml;uscht: Der Br&uuml;sseler Klimabeschluss ist kein bisschen beispielhaft, sondern ein Dokument der Kapitulation der Politik vor den Sachwaltern gut organisierter Wirtschaftszweige. Von Harald Schumann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/EU-Gipfel-Angela-Merkel-Klimawandel;art141,2683608\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsfonds: L&ouml;sung mit Haken<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung haben einige alte Probleme gel&ouml;st. Sie schaffen jedoch auch neue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2008_20_2.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 172 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Eine merkw&uuml;rdig zur&uuml;ckhaltende Kritik. Eine naheliegende und weitergehende Reform, n&auml;mlich die Abschaffung des Nebeneinanders von gesetzlicher und privater Krankenversicherung (eine entbehrliche, deutsche Besonderheit) wird noch nicht einmal erw&auml;hnt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftslehre: Wer kauft die Kartoffeln?<\/strong><br>\nAn den Schweizer Wirtschaftsfakult&auml;ten lernt man viel &uuml;ber Mathematik &ndash; aber nichts &uuml;ber Wirtschaft. Erinnerungen eines ehemaligen Studenten.<br>\nDiskutiert wurde in den Vorlesungen so gut wie nie. Wie h&auml;tte man die &ouml;konomischen Behauptungen diskutieren sollen, wenn kaum jemand im Saal begriffen hatte, welche konkreten &ouml;konomischen Argumente hinter den seitenlangen Modellen steckten? Was wollte man dem Dozenten schon entgegenhalten, wenn sich am Ende herausstellte, dass &laquo;g*&raquo; gr&ouml;sser war als &laquo;g&raquo;?<br>\nAuf jede &ouml;konomisch relevante Frage wurde stets nur eine einzige theoretische Antwort serviert. Die Grundlagen der Wirtschaftslehre, wie sie in Bern, aber auch in der &uuml;brigen Schweiz und in den meisten Teilen dieser Welt gelehrt werden, bestehen aus einem beinahe einheitlichen Korpus von Modellen.<br>\nUnd so wurde mir mit jedem Semester eines immer klarer: Auch wenn die &Ouml;konomInnen nicht m&uuml;de werden, die Effizienz des Wettbewerbs zu preisen &ndash; bei sich selbst wollen sie den Wettbewerb nicht.<br>\nWarum schauen die &Ouml;konomInnen so bereitwillig &uuml;ber die enormen Widerspr&uuml;che zwischen ihrer Theorie und der Wirklichkeit hinweg? Ganz einfach: Kaum eine andere Zunft hat sich derma&szlig;en gro&szlig;e ideologische Scheuklappen zugelegt &ndash; was nicht ins Weltbild passt, wird ausgeblendet. &laquo;He has the wrong beliefs!&raquo;, er hat den falschen Glauben, pflegte einer meiner Dozenten zu entgegnen, wenn er auf einen abtr&uuml;nnigen &Ouml;konomen angesprochen wurde. Diskussion beendet.<br>\nDas ideologisch gef&auml;rbte Denksystem ist mittlerweile zu einem derma&szlig;en undurchsichtigen Labyrinth angewachsen, dass fast niemand mehr wagt, es infrage zu stellen. Und wer es dennoch tut, hat von &Ouml;konomie nichts begriffen. Wann immer einer meiner DozentInnen sich wieder einmal &uuml;ber einen &laquo;Nicht&ouml;konomen&raquo; lustig machte, der eine andere Position vertrat, dann hatte mitzulachen, wer nicht zu jenen geh&ouml;ren wollte, die keine Ahnung von Wirtschaft haben. Also lachten alle. Die Bilanz der Wirtschaftslehre &ndash; in der Schweiz und anderswo &ndash; ist ern&uuml;chternd: Die StudentInnen lernen nicht selbst zu denken &ndash; und am Schluss ihres Studiums &laquo;denken&raquo; sie alle gleich. Nicht zuletzt wegen dieser Verk&uuml;mmerung der Wirtschaftslehre war es m&ouml;glich, dass in den vergangenen Jahren eine riesige Horde von B&ouml;rsianerInnen auf eine Katastrophe zurannte, ohne dass rote Ampeln zu leuchten begannen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/inhalt\/2008\/nr48\/Risk%20Development\/17204.html\">WOZ Die Wochenzeitung (CH)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Es soll andere, deutschsprachige L&auml;nder geben, in denen die Ausbildung der &Ouml;konomen &auml;hnlich organisiert ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Energie- und Klimapolitik kann Wachstum und Besch&auml;ftigung schaffen<\/strong><br>\nIm Rahmen der UN-Klimakonferenz in Poznan stellen das Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgenforschung (PIK) und das Fraunhofer-Institut f&uuml;r System- und Innovationsforschung (ISI) die Studie &ldquo;Investitionen f&uuml;r ein klimafreundliches Deutschland&rdquo; vor. Von stringenter Energie- und Klimapolitik k&ouml;nnen demnach positive Impulse f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung ausgehen.<br>\nBis 2020 kann das Bruttoinlandsprodukt um &uuml;ber 70 Mrd. &euro; gesteigert werden und zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung f&uuml;r rund eine halbe Million Menschen in Deutschland geschaffen werden. M&ouml;glich wird dies durch eine Steigerung der deutschen Nettoinvestitionsquote &ndash; die im internationalen Vergleich bei rund der H&auml;lfte des EU- bzw. US-Wertes liegt &ndash; durch zus&auml;tzliche Investitionen in effiziente Energieerzeugungsanlagen, Entwicklung der erneuerbaren Energien, D&auml;mm- und Heiztechnikverbesserung in Geb&auml;uden und Effizienzsteigerungen im Verkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news293145\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Fraunhofer ISI: verbindliche CO2-Grenzwerte dienen der Investitionssicherheit der Autoindustrie<\/strong><br>\nIm Vorfeld des bevorstehenden EU-Gipfels am 11.-12. Dezember in Br&uuml;ssel zeigen j&uuml;ngste Studien des Fraunhofer Instituts f&uuml;r System- und Innovationsforschung (ISI) die positiven &ouml;konomischen Wirkungen ambitionierter CO2-Emissionsgrenzwerte f&uuml;r neuzugelassene PKW in Europa. Sie widersprechen dabei in wichtigen Punkten den Positionen von Industrievertretern, die zur Sicherung der Wettbewerbsf&auml;higkeit auf eine Abschw&auml;chung langfristiger CO2-Reduktionsziele dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news293134\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Als es in den Achtzigern um die Einf&uuml;hrung des geregelten Katalysators ging, leistete die Automobilindustrie &auml;hnlich kurzsichtigen Widerstand. Sie wollen aus ihren Fehlern nicht lernen. Eine Ursache daf&uuml;r erl&auml;utert der folgende Beitrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Manager-Heroin<\/strong><br>\nAktienoptionen setzen Vorst&auml;nden Anreize f&uuml;r Kurzfristig-Denken und Manipulation.<br>\nDass Instrumente variabler Verg&uuml;tung zu besserer Leistung anspornen, ist dagegen in der Managementforschung nicht belegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2008_20_3.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 72 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir brauchen kein B&uuml;ro in Jerusalem<\/strong><br>\nMit der Globalisierung w&auml;chst der Bedarf nach Wissen &uuml;ber das weltweite Geschehen. In vielen US-Medien verl&auml;uft der Trend jedoch gerade umgekehrt: Die Auslandkorrespondenz wird abgebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/medien\/wir_brauchen_kein_buero_in_jerusalem_1.1406613.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Patrouillierte griechische Polizei mit Neonazi-Milizen?<\/strong><br>\nImmer wieder wurde in den vergangenen Tagen &uuml;ber die Unt&auml;tigkeit) und Hilflosigkeit der griechischen Polizei in der Auseinandersetzung mit jugendlichen Demonstranten berichtet. Nach Zeugenaussagen waren die Sicherheitskr&auml;fte jedoch weitaus weniger passiv als zun&auml;chst vermutet. Bilddokumente belegen die Kooperation uniformierter Beamter mit irregul&auml;ren Kr&auml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29333\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kiew hat IWF im Nacken<\/strong><br>\nDer Ukraine droht der wirtschaftliche Zusammenbruch. Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds gab es nur gegen radikale &raquo;Reformen&laquo;.<br>\nWie in solchen F&auml;llen &uuml;blich, verkn&uuml;pfte der IWF den Notkredit mit einer ganzen Reihe von Auflagen, die von der Ukraine in den kommenden Jahren als &raquo;Strukturreformen&laquo; umgesetzt werden m&uuml;ssen. Ukrainische Medien bezeichneten die Bedingungen des W&auml;hrungsfonds als eine &raquo;IWF-Droge&laquo;, die das Land in eine &raquo;Schuldknechtschaft&laquo; nehme und das &raquo;Ende souver&auml;ner Wirtschaft&laquo; mit sich bringe. Tats&auml;chlich kommen die Bedingungen, unter denen der IWF den Kredit an Kiew gew&auml;hrte, einer Schocktherapie gleich: Die ukrainische Regierung verpflichtete sich, die Abschaffung aller Subventionen f&uuml;r Privathaushalte und Betriebe schnellstm&ouml;glich umzusetzen. Somit sollen fl&auml;chendeckend ab 2010 die Energie- und Gastreise auf das Weltmarktniveau angehoben werden, was deren Verdopplung bedeuten d&uuml;rfte. Die Kopplung der Sozialleistungen an die Inflationsrate wird ebenfalls aufgegeben. Im November lag die Teuerungsrate im Jahresvergleich bei 22,3 Prozent. Zudem setzte der IWF durch, da&szlig; k&uuml;nftig der Mindestlohn nicht mehr an das Existenzminimum angepa&szlig;t wird.<br>\nIm Zentrum der Reformen aber soll der ukrainische Finanzsektor stehen, da ein Gro&szlig;teil der &uuml;ber 180 ukrainischen Banken die Krise nicht &uuml;berstehen d&uuml;rfte. Zu diesem &ndash; von Sprechern der ukrainischen Notenbank prognostizierten &ndash; Massensterben der Kredit&shy;institute d&uuml;rfte die vom IWF geforderte Freigabe des Wechselkurses der Hrywnja ma&szlig;geblich beitragen, die bislang noch durch ukrainische Interventionen gest&uuml;tzt wird. Der Internationale W&auml;hrungsfonds hofft, vermittels dieser neoliberalen Eingriffe die Inflation im kommenden Jahr auf 17 Prozent begrenzen und das Leistungsbilanzdefizit von derzeit 6,2 Prozent auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) senken zu k&ouml;nnen. Die Wirtschaft wird laut IWF 2009 um ganze drei Prozent schrumpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/12-13\/029.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Joseph Stiglitz: Zur&uuml;ck aus der Wildnis<\/li>\n<li>Politik in der Finanzkrise: Das Publikum wendet sich ab<\/li>\n<li>US-Kongress unzufrieden mit dem Banken-Hilfspaket<\/li>\n<li>Gustav Horn: Prognostiker des Jahres 2008<\/li>\n<li>Gesundbeter am Ende<\/li>\n<li>Manhattan Transfer<\/li>\n<li>Fall Madoff: Zu sch&ouml;n<\/li>\n<li>Industrie greift Banker frontal an<\/li>\n<li>Leitartikel zum EU-Konjunkturpaket: Zu kurz gesprungen<\/li>\n<li>Das Schweigen der<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3664\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3664","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3664"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3664\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}