{"id":36643,"date":"2017-01-17T08:43:21","date_gmt":"2017-01-17T07:43:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36643"},"modified":"2017-01-20T14:44:03","modified_gmt":"2017-01-20T13:44:03","slug":"anpacken-und-anfangen-der-plan-a-fuer-oesterreich-eindrucksvolles-und-zwiespaeltiges-in-der-rede-des-oesterreichischen-bundeskanzlers-spoe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36643","title":{"rendered":"Anpacken und Anfangen: Der Plan A f\u00fcr \u00d6sterreich. Eindrucksvolles und Zwiesp\u00e4ltiges in der Rede des \u00f6sterreichischen Bundeskanzlers (SP\u00d6)"},"content":{"rendered":"<p>Gestern hatte ich das positive Urteil eines Lesers der NachDenkSeiten &uuml;ber die Rede des &ouml;sterreichischen Bundeskanzlers und SP&Ouml; Vorsitzenden und seinen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36627#h01\">Plan A weitergegeben<\/a>. In diesem Plan und in der Rede des Christian Kern ist viel Interessantes und Positives zu lesen, aber auch viel Fragw&uuml;rdiges. Auf die Schnelle habe ich jetzt Folgendes gemacht: Passagen aus der Rede in drei Rubriken aufgeteilt: I. Eindrucksvolle Passagen, II. Entt&auml;uschende Passagen und III. Zwiesp&auml;ltige Passagen. Das soll Ihnen helfen, Zeit zu sparen und sich doch eine Meinung zu bilden. Im Anhang finden Sie zus&auml;tzlich den Link auf eine kritische Sicht eines NachDenkSeiten-Lesers, der als Wissenschaftler in Wien arbeitet. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7039\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-36643-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=36643-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170117_Plan_A_fuer_Oesterreich_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Rede das SP&Ouml; Vorsitzenden und Bundeskanzlers Christian Kern gibt es im Wortlaut <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/notes\/christian-kern\/mein-plan-a-f%C3%BCr-%C3%B6sterreich-teil-1\/733088316846480\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/notes\/christian-kern\/mein-plan-a-f%C3%BCr-%C3%B6sterreich-teil-2\/733092410179404\">hier<\/a>:<\/strong><\/p><ol type=\"I\">\n<li><strong>Eindrucksvolle Passagen:<\/strong>\n<p>Und ich m&ouml;chte mich deshalb ganz besonders bei all jenen bedanken, die bis zum heutigen Tag f&uuml;r unsere &Uuml;berzeugungen, unsere Ideale und unsere Ziele brennen. Aber ich m&ouml;chte heute hier auch ganz bewusst eine Botschaft an jene senden, die sich von uns abgewendet haben. Jene, die nicht mehr an uns glauben, jene, die von uns entt&auml;uscht sind, jene, die vielleicht sogar zornig sind. Ich h&ouml;re eure Botschaft und ja, ich verstehe eure Entt&auml;uschung. Nicht ihr habt unseren Weg entlassen, wir haben unseren Weg verlassen. <\/p>\n<p>Es ist nicht eure Schuld, es ist unsere. <\/p>\n<p>Und deshalb m&ouml;chte ich mich hier an dieser Stelle als Parteivorsitzender dieser stolzen Partei, verantwortlich f&uuml;r die Zukunft, aber auch f&uuml;r die Vergangenheit, f&uuml;r die guten und die weniger guten Entwicklungen, deshalb m&ouml;chte ich mich hier an dieser Stelle f&uuml;r diese Entt&auml;uschungen entschuldigen. <\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Und liebe &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher! Ich bin nicht in die Politik gegangen, weil es mir wichtig ist, dass auf meiner Visitenkarte Bundeskanzler obensteht. Wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir das nicht einmal besonders wichtig, ist mir das fast egal. Worum&rsquo;s mir geht, ist: Ich will unser Land gemeinsam mit euch gestalten. Ich will unser Land gerechter machen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Ich habe die Anliegen und die Sorgen der Menschen aufmerksam geh&ouml;rt. Und ich hab sie verstanden. <\/p>\n<p>Ich erinnere mich an Christine, eine Alleinerzieherin in Krems, die am Abend im Wintermantel in ihrer Wohnung sitzt, weil sie sich die Heizung nicht mehr leisten kann. Hat sie etwas falsch gemacht?<\/p>\n<p>In Judenburg habe ich Rene getroffen, einen jungen Angestellten, der mir erz&auml;hlt hat, dass er sich nicht sicher ist, ob er ein Kind in die Welt setzen soll mit seiner Frau, weil er nicht wei&szlig;, ob er in f&uuml;nf oder in zehn Jahren noch Arbeit haben wird. Und ob er seinem Kind eine sch&ouml;ne Jugend bescheren kann. <\/p>\n<p>Lisa hab ich in Simmering getroffen, eine junge Frau, verzweifelt, arbeitslos. Sie hat sich immer wieder und immer wieder beworben. Dutzende Absagen bekommen. Sie hat mich gefragt: &bdquo;Was mache ich falsch?&ldquo; Sie macht nichts falsch. Es ist Aufgabe, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Menschen wie Lisa einen Arbeitsplatz in &Ouml;sterreich bekommen. <\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Arbeitslosigkeit kostet unseren Staat unglaublich viel Geld, aber noch mehr. Arbeitslosigkeit ist viel schlimmer, weil sie raubt Menschen ihre Zukunftsperspektive. Arbeitslosigkeit raubt Menschen ihre W&uuml;rde. Das k&ouml;nnen wir und wollen wir nicht akzeptieren! Und deshalb ist das oberste Ziel des Plan A, den Menschen ihre zur&uuml;ckzugeben und f&uuml;r Arbeit zu sorgen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Wir m&uuml;ssen langfristig Vollbesch&auml;ftigung herstellen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Und da kommt jetzt aber wieder der Staat ins Spiel. Weil nat&uuml;rlich werden die das nicht von alleine tun, sondern unsere Aufgabe wird es sein, die Voraussetzungen zu schaffen, Kapitalgarantien zu geben, dass die Unternehmen auch tats&auml;chlich diese Investitionen f&uuml;r attraktiv genug finden. Und genau nach diesem Motto werden wir in allen anderen Sektoren auch vorgehen. Wir wollen nicht nur ein Start-up Cluster schaffen, wir wollen mindestens f&uuml;nf im ganzen Land produzieren. Weil es mir wichtig ist, dass die jungen Menschen bei uns Perspektiven bekommen und aufregende Zukunftsprojekte verfolgen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Aber es geht in der Wirtschaft auch ganz entscheidend um Gerechtigkeitsfragen. Es geht um die Frage, ob die Kleinen profitieren, ob die Gro&szlig;en gewinnen. Ich habe vor Kurzem in Graz in einem Kaffeehaus mit einer Kaffeehausbesitzerin geplaudert, die sich bei mir ordentlich beschwert hat. Die Erika hat sich furchtbar dar&uuml;ber beschwert, weil die gesagt hat, drei H&auml;userbl&ouml;cke weiter ist eine Starbucks-Filiale. Und jetzt erkl&auml;ren Sie mir bitte, warum ich brav meine Steuern zahlen soll und wei&szlig;, dass die nebenan mich konkurrenzieren und ihre Steuern nicht abliefern.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist, die Erika hat nat&uuml;rlich v&ouml;llig recht mit ihren Einsch&auml;tzungen und mit ihrer Klage. Und deshalb ist es f&uuml;r uns entscheidend, dass wir daf&uuml;r sorgen, dass alle ihren Beitrag f&uuml;r unsere Gemeinschaft leisten, und das tut man nun mal &uuml;ber Steuern, weil es f&uuml;r uns nicht akzeptabel ist und weil es unsere Gesellschaft zerfrisst, wenn die Menschen in unserem Land das Gef&uuml;hl haben, dass es ein paar gibt, die sich&#700;s richten k&ouml;nnen. Was sollen sich denn die Leute denken, die flei&szlig;ig arbeiten, von ihrem Einkommen kaum &uuml;ber die Runden kommen und dann in der Zeitung lesen, dass die Superreichen nichts anderes zu tun haben, au&szlig;er ihre Steuern und Gewinne nach Panama zu verschieben? Das ist Riesenthema.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Wir haben mit 1.1., also mit Beginn dieses Jahres Ma&szlig;nahmen umgesetzt, um gegen Lohn- und Sozialdumping entschieden vorzugehen. Nach meinem Geschmack k&ouml;nnen wir da noch deutlich mehr machen, und wir schlagen vor, das noch weiter auszubauen, weil das keine Kavaliersdelikte sind. Weil wenn jemand mit Lohndumping, Umweltdumping in den Markt geht und unsere eigenen Handwerksbetriebe verdr&auml;ngt, dann schadet das nicht nur unseren Unternehmen, dann schadet das allen Steuerzahlen und Menschen in unserem Land. Und dann schadet das vor allem den Mitarbeitern unserer eigenen Betriebe.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Und deshalb m&ouml;chte ich, dass wir so rasch als m&ouml;glich zu einem Generalkollektivvertrag in unserem Land kommen, der 1.500 Euro brutto als Mindesteinkommen regelt. Und wenn das nicht m&ouml;glich ist, dass wir das auf dem herk&ouml;mmlichen Weg tun, dann bin ich der Auffassung, dass wir alles Erdenkliche tun m&uuml;ssen, um die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, um diesen Zustand herzustellen.<\/p>\n<p>Und es ist selbstverst&auml;ndlich ein Teil unseres Plans f&uuml;r &Ouml;sterreich, weil das eine immanente Gerechtigkeitsfrage ist. Aber es ist auch nur ein erster Schritt. Und selbstverst&auml;ndlich unterst&uuml;tzen wir unsere Freunde und Freundinnen von der Gewerkschaft, das Anliegen hier durchzusetzen, noch h&ouml;here L&ouml;hne durchzuboxen. <\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Die Zuwanderungsfrage ist die denkbar ungeeignetste, um Emotionen zu sch&uuml;ren. Nat&uuml;rlich ist es leicht, Menschen gegeneinander aufzubringen. Und nat&uuml;rlich kann man seinen politischen Profit und sein Kleingeld damit wechseln. Aber ich halte es f&uuml;r falsch, wenn wir durch unbedachte &Auml;u&szlig;erungen 600.000 Moslems in &Ouml;sterreich in eine Eckes stellen und unter Generalverdacht stellen.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p><\/li>\n<li><strong>Entt&auml;uschende Passagen:<\/strong>\n<p>Aber die Grundidee, um die es dabei geht, ist, dass wir aktiv unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft gestalten worden. Wir brauchen einen Staat, der unternehmerisch denkt. Ein unternehmerischer Staat passt auf das Geld der Steuerzahler so gut auf, als w&auml;re es sein eigenes. Ein unternehmerischer Staat investiert klug und h&auml;lt seine Finanzen in Ordnung.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Unser Ziel ist es, dass wir anstreben, unsere Steuer und Abgabenquote weiter zu senken&hellip;<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>1961 hat FJK in einer gro&szlig;en Rede, John F. Kennedy, in einer gro&szlig;en Rede als Ziel formuliert: Wir werden einen Mann auf den Mond bringen. 1961 eine v&ouml;llige absurde Utopie. 1969 hat Neil Armstrong als erster Mensch tats&auml;chlich den Mond betreten. Nicht einmal eine Dekade sp&auml;ter. Was Amerika damals gemacht hat, sie haben eine Initiative sich vorgenommen, einen Moon Shot, wo sie gesagt haben, das wollen wir, das bringt unser Land weiter, das ist eine Initiative, die den Unterschied ausmacht. Und genau diese Initiativen, die den Unterschied ausmachen, sollen, die unser Land nach vorne bringen, um die geht&rsquo;s mir in unserem Plan A.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Dass wir unsere Universit&auml;ten daran orientieren, an denen wir Exzellenz-Cluster schaffen wollen, die sich genau mit diesem Thema auseinandersetzen. Dass wir unsere Universit&auml;ten st&auml;rken dabei. Dass wir Forschung und Entwicklung in diesem Sektor kanalisieren und unterst&uuml;tzen. Und dass wir auch unsere Start-up-Strategie auf diese Ziele abstimmen. Weil mein Ziel ist es, dass in Zukunft Menschen, die Geld investieren wollen, die forschen und entwickeln wollen, die Arbeitspl&auml;tze schaffen wollen, wenn sie an Energie- und Umwelttechnik denken, an &Ouml;sterreich denken. Und sagen, das ist der Platz, wo man hier hinmuss. Und damit wir diese Initiative unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen, wollen wir unsere Start-ups st&auml;rken. Und das ist ein Thema, das ein bisschen eine pers&ouml;nliche Leidenschaft f&uuml;r mich ist, ich gebe es zu. Es geht um Gr&uuml;ndungen, es geht um Kreativit&auml;t, es geht um Innovation bei dem Thema. Es ist ein kleiner Sektor in unserer Wirtschaft, er ist sehr dynamisch.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Mit wachsender Sorge haben wir verfolgt, was in Berlin, in Nizza, in den Stra&szlig;en Londons oder Paris oder Istanbuls passiert ist. Wir sind hier mit einer globalen Bedrohung konfrontiert, die unsere westliche Lebensweise grunds&auml;tzlich infrage stellt. Wir haben erlebt, dass die Handlanger des sogenannten Islamischen Staats einen unglaublichen Hass auf unsere westliche Lebensweise entwickelt hat, auf unsere Kultur. Und ich kann Ihnen versichern, es darf kein Zweifel aufkommen, dass wir alle ben&ouml;tigten Ressourcen zur Verf&uuml;gung stellen werden, um uns mit diesem Ph&auml;nomen auseinanderzusetzen, unsere Grenzen zu sch&uuml;tzen. Unser Bundesheer, unsere Geheimdienste, unsere Polizei werden alles tun, was notwendig ist, um unsere Lebensweise zu sch&uuml;tzen, egal, ob diese Bedrohung von innen oder von au&szlig;en kommt.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Was ich damit meine, ist, wir brauchen klare Mehrheiten. Wir Sozialdemokraten stellen den F&uuml;hrungsanspruch. Und mit unserem Plan A haben wir ein Konzept vorgelegt, das Ma&szlig;nahmen beinhaltet, um unser Land dorthin zu bringen, wo es hingeh&ouml;rt. Und weil wir diesen F&uuml;hrungsanspruch stellen, m&ouml;chte ich das untermauern mit dem Vorschlag, dass wir in &Ouml;sterreich ein mehrheitsf&ouml;rderndes Wahlrecht einf&uuml;hren. <\/p>\n<p>Die st&auml;rkste Partei soll automatisch mit den Regierungsverhandlungen beauftragt werden und einen zus&auml;tzlichen Bonus an Mandaten und Stimmrechten im &ouml;sterreichischen Parlament erhalten.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Liebe &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher, immer dann, wenn wir f&uuml;r Ver&auml;nderungen gek&auml;mpft haben, ist unser Land stark gewesen.<\/p>\n<p>Immer dann, wenn unser Land stark gewesen ist, ist es den Menschen gut gegangen. Deshalb machen wir unser Land wieder stark! Sorgen wir daf&uuml;r, dass &Ouml;sterreich wieder an der Spitze steht! Bringen wir gemeinsam unser Land nach vorne!<\/p><\/li>\n<li><strong>Zwiesp&auml;ltig:<\/strong>\n<p>Meine Eltern haben ein einziges Lebensziel gehabt, um eine einzige Sache ist es ihnen gegangen: dass es meiner Schwester und mir eines Tages bessergeht. Und diesen Plan haben sie ihr ganzes Leben mit aller ihrer &Uuml;berzeugung verfolgt. Es gab in unserer Familie keine silbernen L&ouml;ffel, es gab Verzicht und Entbehrung f&uuml;r meine Eltern. Aber es gab auch die &Uuml;berzeugung, dass man es aus eigener Kraft schaffen kann, etwas zu erreichen. <\/p>\n<p>Und die Bildungspolitik Bruno Kreiskys hat schlie&szlig;lich m&ouml;glich gemacht, dass ich auf ein Gymnasium gegangen bin und sp&auml;ter auf die Universit&auml;t. Ich stehe heute hier als der Bundeskanzler unserer Republik und ich sehe es als meine Aufgabe, dass sich die Tr&auml;ume vieler Eltern verwirklichen k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Wir m&uuml;ssen wieder zu einem Land werden, in dem sich Leistung und Anstrengung lohnen. Denn nichts kann falscher sein, dass jemand flei&szlig;ig arbeitet und von seinem Einkommen trotzdem nicht leben kann. <\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Und wir m&uuml;ssen zu einem Land werden, das niemanden zur&uuml;ckl&auml;sst, in dem es selbstverst&auml;ndlich ist, dass sich die Starken um die Schwachen k&uuml;mmern, weil sie verstehen, dass wir alle gemeinsam &Ouml;sterreich sind. Das ist das Land, das ich f&uuml;hren will. Das ist meine Vision. Das ist die Vorstellung von unserer Zukunft. Und das ist das &Ouml;sterreich unserer Zukunft.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Wir haben in &Ouml;sterreich Rahmenbedingungen f&uuml;r unsere B&uuml;rger und unsere Unternehmen geschaffen, die unglaublich komplex sind. Unglaublich b&uuml;rokratisch. Und wenn man mit Menschen redet, die davon betroffen sind, egal, ob das B&uuml;rger sind oder Unternehmer sind, dann h&ouml;rt man da viel Gejammere. Aber ehrlich gesagt, das ist kein Gejammere. Das sind berechtigte Sorgen. 80% der Regeln, die wir in &Ouml;sterreich haben, auch f&uuml;r unsere Wirtschaft, stammen aus einer Zeit, wo der Gro&szlig;teil der beliebtesten Lehrberufe, die wir heute haben, noch gar nicht existiert haben.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Heute in der Fr&uuml;h hat mir eine befreundete Unternehmerin erz&auml;hlt, mittelst&auml;ndisches Unternehmen, 20, 30 Mitarbeiter, dass die Arbeitsinspektion sie aufgefordert hat, ihren Schreibtisch anders zu richten, weil sie aufs Fenster schaut und das lenkt von der Arbeit ab. Das ist die Eigent&uuml;merin dieser Firma. Ich mein, ehrlich gesagt, wen geht das was an? Und ein B&uuml;ro weiter musste die Prokuristin der Firma ihr Lieblingsbild abnehmen, weil das war so ein bisschen ein komisches Farbenkastel und man war der Meinung, na ja, das lenkt von der Arbeit ab, das schadet der Konzentration. Das Bild wurde dann abgeh&auml;ngt. Als das n&auml;chste Mal die Arbeitsinspektion gekommen ist, hat sie es runtergetan und als die T&uuml;r zugefallen ist, wieder raufgeh&auml;ngt.<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Anhang:<\/strong><\/p><p>Hier eine Analyse des Plans A unseres Lesers Lukas Oberndorfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lukas.oberndorfer\/posts\/1208486829246925\">Lukas Oberndorfer via Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hatte ich das positive Urteil eines Lesers der NachDenkSeiten &uuml;ber die Rede des &ouml;sterreichischen Bundeskanzlers und SP&Ouml; Vorsitzenden und seinen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36627#h01\">Plan A weitergegeben<\/a>. In diesem Plan und in der Rede des Christian Kern ist viel Interessantes und Positives zu lesen, aber auch viel Fragw&uuml;rdiges. Auf die Schnelle habe ich jetzt Folgendes gemacht: Passagen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36643\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,20,146,30],"tags":[771,998,429,319,413,772,291,510,2037],"class_list":["post-36643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-landerberichte","category-soziale-gerechtigkeit","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-oesterreich","tag-buerokratie","tag-exzellenzinitiative","tag-lohnentwicklung","tag-schlanker-staat","tag-spoe","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-vollbeschaeftigung","tag-zukunftsangst"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36643"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36643\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36706,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36643\/revisions\/36706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}