{"id":3677,"date":"2009-01-02T09:46:22","date_gmt":"2009-01-02T08:46:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3677"},"modified":"2009-01-02T09:48:20","modified_gmt":"2009-01-02T08:48:20","slug":"hinweise-des-tages-801","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3677","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Law and order f&uuml;r Bullen und B&auml;ren<\/li>\n<li>2009 &ndash; Kampf um jeden Job<\/li>\n<li>Mehr als ein Viertel der Betriebe hat bereits Regelungen zur Besch&auml;ftigungssicherung<\/li>\n<li>Madoff:&rdquo;50 Milliarden sind weg &ndash; mindestens&rdquo;<\/li>\n<li>Regierung: Finanzkrise keine Gefahr f&uuml;r Betriebs- und Riester-Renten<\/li>\n<li>Sind Sie etwa ein Liberaler, Herr Lafontaine?<\/li>\n<li>Weihnachtsansprache des Bundespr&auml;sidenten<\/li>\n<li>Michael Glos verdient sich den &bdquo;Dino 2008&ldquo;<\/li>\n<li>F&uuml;hrend in der Forschung &ndash; Wie l&auml;sst sich Wissenschaft managen?<\/li>\n<li>Schule: Bildungsexperte will Sitzenbleiben abschaffen, Pisa-Tests an allen 44.000 Schulen <\/li>\n<li>Zu den Jubelmeldungen von HDE und GfK: Warum machen Journalisten das?<\/li>\n<li>In das Milit&auml;r eingebettete Wissenschaft?<\/li>\n<li>Zu guter letzt dreierlei<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3677&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Law and order f&uuml;r Bullen und B&auml;ren<\/strong><br>\nDer Staat ist in die wirtschaftspolitische Arena zur&uuml;ckgekehrt. Aber welcher Staat? Ein umtriebiger Interventionsstaat, der Aufputschmittel an die Banken verteilt, damit sie z&uuml;gig das Kreditgesch&auml;ft ausweiten? Oder gar ein Staat, der &ouml;ffentliche Mittel mobilisiert, damit die Banken weiter so wie bisher riskant spielen? Von Friedhelm Hengsbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/895749\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><strong>2009 &ndash; Kampf um jeden Job<\/strong><br>\nIm kommenden Jahr wird die n&auml;chste Etappe des weltweiten &ouml;konomischen Niedergangs Deutschland erreichen: Erst war es eine Bankenkrise, dann begann die Wirtschaftskrise, die Fabriken stillstehen l&auml;sst. Nun kommt die Arbeitsmarktkrise &ndash; und sie beginnt in einem Moment, in dem es in Deutschland so viele Berufst&auml;tige gibt wie nie zuvor: 40,5 Millionen meldete das Statistische Bundesamt noch Mitte November.<br>\n2009 wird die Arbeitsmarktdebatte einen anderen Klang bekommen. Es geht nicht mehr um gro&szlig;e Erwartungen und Hoffnungen, sondern um die alte, h&auml;ssliche Angst um Jobs. Wie viele Stellen wird die Krise zerst&ouml;ren? Wie kann die Politik verhindern, dass die Massenarbeitslosigkeit sich wieder wie eine Epidemie im Land ausbreitet?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/01\/Arbeitsmarkt\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typischer Zeitartikel: Es werden alle Meinungen der etablierten Arbeitsmarktexperten eingeholt. Ein Beleg auch f&uuml;r die Ratlosigkeit der Arbeitsmarkt&ouml;konomen und f&uuml;r die weitgehende Wirkungslosigkeit der bisherigen Arbeitsmarktpolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr als ein Viertel der Betriebe hat bereits Regelungen zur Besch&auml;ftigungssicherung<\/strong><br>\nBetriebliche Vereinbarungen zur Besch&auml;ftigungssicherung sind in Deutschland weit verbreitet. Zu Beginn des Jahres 2008 gab es in gut einem Viertel der Betriebe mit Betriebsrat eine entsprechende Besch&auml;ftigungsgarantie, die auf der Basis tarifvertraglicher Flexibilisierungsm&ouml;glichkeiten zwischen Betriebsrat und Betriebsleitung ausgehandelt wurde. Mehr als die H&auml;lfte dieser betrieblichen B&uuml;ndnisse zur Besch&auml;ftigungssicherung wurde nach 2005 abgeschlossen. Auch in kleineren Betrieben sind sie l&auml;ngst keine Ausnahmen mehr. Das ergibt sich aus der aktuellen Betriebsr&auml;tebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Umfrage unter mehr als 2000 Betriebsr&auml;ten ist repr&auml;sentativ f&uuml;r alle Betriebe mit mehr als 20 Besch&auml;ftigten und Betriebsrat. In derartigen Betrieben sind in Deutschland rund 12 Millionen Menschen besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_wsi_30_12_2008.pdf\">WSI &ndash; Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 58 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;50 Milliarden sind weg &ndash; mindestens&rdquo;<\/strong><br>\nMadoff, 70 Jahre alt, einst Verwaltungsratschef der Technologieb&ouml;rse Nasdaq, galt als Legende der Wall Street. Seit Jahrzehnten betrieb er eine Investmentfirma f&uuml;r Wertpapierhandel, lange wies er Renditen um zehn Prozent aus, viele Investoren sch&auml;tzten den Mann mit dem honorigen &Auml;u&szlig;eren. Seit ein paar Tagen jedoch &uuml;berschlagen Hedgefonds in den USA, Banken in Europa und Privatpersonen weltweit verzweifelt ihre Verluste. Unterm Strich, so Madoff, seien 50 Milliarden Dollar weg &ndash; &ldquo;mindestens&rdquo;. Die B&ouml;rsenaufsicht SEC sieht einen Betrug &ldquo;von epischen Ausma&szlig;en&rdquo;.<br>\nEin kurzer Ausschnitt aus einer langen Liste: Banco Santander aus Spanien &ndash; 2,3 Milliarden Euro. Die heute halbstaatliche Royal Bank of Scotland &ndash; umgerechnet 457 Millionen Euro. Das japanische Investmenthaus Nomura &ndash; umgerechnet 233 Millionen Euro. Die franz&ouml;sische BNP Paribas &ndash; 350 Millionen Euro. Die &Ouml;sterreichische Nationalbank veranschlagt f&uuml;r die Anleger des Landes 350 Millionen Euro. In Deutschland spricht der Primus Deutsche Bank von einem &ldquo;nicht nennenswerten Engagement&rdquo;, die Commerzbank lehnt aus Prinzip jeden Kommentar zu Gesch&auml;ftsbeziehungen ab.<br>\nWer noch betroffen ist, wie viel Geld jeweils am Ende in Madoffs H&auml;nden landete und unwiderruflich verloren ist, welche Bank sich auf Klagen einstellen muss &ndash; das ist vielfach noch ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/52\/F-Madoffbetrug\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierung: Finanzkrise keine Gefahr f&uuml;r Betriebs- und Riester-Renten<\/strong><br>\nDie betriebliche Altersvorsorge ist gut gegen m&ouml;gliche Verluste im Zusammenhang mit der weltweiten Finanzmarktkrise gesch&uuml;tzt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (16\/11194) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/10973) hervor. Ausgangspunkt f&uuml;r jede Form von Betriebsrente sei die arbeitsrechtliche Zusage des Arbeitgebers, f&uuml;r die er ausnahmslos hafte. Dies unterscheide die Bundesrepublik wesentlich von anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern und den USA. Dort seien sogenannte Beitragszusagen weit verbreitet, bei denen aber der Arbeitgeber nur f&uuml;r das Abf&uuml;hren des Beitrags an eine Pensionseinrichtung, nicht aber f&uuml;r die Rentenerf&uuml;llung hafte, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung der Regierung.<br>\nWerden Betriebsrenten unmittelbar vom Arbeitgeber zugesagt (Direktzusage) oder durch eine Unterst&uuml;tzungskasse durchgef&uuml;hrt, w&uuml;rden sie &uuml;ber den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) gegen Insolvenz gesch&uuml;tzt sein. Bei Zahlungsunf&auml;higkeit, so die Regierung weiter, zahle also der PSV die Rente weiter. Bei Betriebsrenten, die durch vom Arbeitgeber unabh&auml;ngige Versorgungstr&auml;ger durchgef&uuml;hrt werden (Pensionskassen, Pensionsfonds oder Direktversicherungen), bestehe neben der Haftung des Arbeitsgebers der Schutz der Besch&auml;ftigten darin, dass die Deckungsmittel f&uuml;r die Betriebsrenten ausgesondert beziehungsweise externalisiert seien. Die Tr&auml;ger unterl&auml;gen der Aufsicht der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungen (BaFin), die bei den klassischen zirka 130 Firmen- oder regulierten Pensionskassen besonders intensiv wahrgenommen werde, so die Regierung.<br>\nSie betont in ihrem Schreiben au&szlig;erdem, dass auch die Sicherheit der staatlich gef&ouml;rderten zus&auml;tzlichen Altersvorsorge in Form der Riester- oder Basis-Rente (sogenannte R&uuml;rup-Rente) sehr hoch sei. Allen Produkten gemeinsam sei die riesterspezifische verpflichtende Zusicherung der Anbieter, dass zu Beginn der Auszahlungsphase <strong>mindestens die vom Sparer eingezahlten Betr&auml;ge und die staatlichen Zulagen f&uuml;r die Rente zur Verf&uuml;gung stehen m&uuml;ssen<\/strong>. Wegen der staatlichen Zulagen sei damit immer ein positives Sparergebnis sichergestellt.<br>\n<strong>Interessant:<\/strong> Das Volumen der von 2003 bis zum 15. November 2008 ausgezahlten <strong>Zulagen f&uuml;r die Riester-Rente<\/strong> bel&auml;uft sich nach Angaben der Zentralen Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen (ZfA) auf insgesamt <strong>rd. 3,5 Mrd. Euro<\/strong>. Diese Angabe ist vorl&auml;ufig, da aktuell noch Zulagenantr&auml;ge f&uuml;r die Jahre 2006 und 2007 gestellt werden k&ouml;nnen.<br>\nAnders als die kapitalgedeckten Riester- und Basis-Renten wird die gesetzliche Rentenversicherung im Umlageverfahren finanziert und ist deshalb nicht unmittelbar von der internationalen Finanzmarktkrise betroffen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_352\/08.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/111\/1611194.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 183 KB]<\/a>\n<p><em>Zur Rentenpolitik siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Beitragssatz steigt erst wieder ab 2018<\/strong><br>\nDer Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt bis zum Jahr 2011 stabil bei 19,9 Prozent und sinkt im Jahr 2012 auf 19,2 Prozent. Im Jahr 2013 sinkt der Beitragssatz dann weiter auf 19,1 Prozent ab und bleibt dann bis 2017 unver&auml;ndert auf diesem Niveau. Anschlie&szlig;end steigt der Beitragssatz dann wieder auf 20 Prozent im Jahr 2019 und 20,4 Prozent im Jahr 2022. Das schreibt die Bundesregierung in dem Rentenversicherungsbericht 2008, der nun als Unterrichtung (16\/11060) vorliegt. Daraus geht auch hervor, dass die Renten bis zum Jahr 2022 um insgesamt rund 32 Prozent ansteigen w&uuml;rden. Das entspr&auml;che einer Steigerungsrate von 1,9 Prozent pro Jahr, so die Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_352\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu ferner:<\/em><\/p>\n<p>Nun hat das Bundesarbeitsministerium mitgeteilt, dass rund 950.000 Vertr&auml;ge wieder gek&uuml;ndigt wurden. Die genauen Gr&uuml;nde f&uuml;r die Aufhebung sind nicht bekannt. Vermutlich haben die K&uuml;ndigungen &auml;hnliche Ursachen wie in der Versicherungswirtschaft. Die Kunden brauchen das Geld f&uuml;r andere Dinge. Oder sie haben die Pferde gewechselt, weil ihnen bewusst wurde, dass die Riester-Rente trotz der staatlichen Zulagen nicht so rentabel ist wie erhofft. Die Aufhebung der Riester-Vertr&auml;ge ist jedoch in den ersten Jahren mit hohen Einbu&szlig;en verbunden, so dass vor dem Abschluss des Vertrages ein Blick hinter die Kulissen lohnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD0AD9A6D94EE4658B9DDDAEB8EE726B0\/Doc~E3F11ACB2A94D4498B2BB4ACEC326750C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sind Sie etwa ein Liberaler, Herr Lafontaine?<\/strong><br>\nEs gibt niemanden in der deutschen Politik, der mehr polarisiert: Oskar Lafontaine, einstiger SPD-Vorsitzender und heutiger Linken-Chef. WELT ONLINE sprach mit ihm &uuml;ber N&auml;chstenliebe und Enteignungen, den Zwang zur Vereinfachung in der Politik und seinen Begriff von Freiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2947641\/Sind-Sie-etwa-ein-Liberaler-Herr-Lafontaine.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Weihnachtsansprache des Bundespr&auml;sidenten<\/strong><br>\n&bdquo;Sorgen macht uns allen die weltweite Finanzkrise mit ihren Folgen. Unvorstellbar viel Geld ist verspielt worden. Viele haben Angst um ihr Erspartes. Und viele f&uuml;rchten um ihren Arbeitsplatz. Es ist richtig, dass der Staat entschlossen handelt, um die Betriebe zu sch&uuml;tzen und um Arbeit und Einkommen der Menschen zu sichern.<br>\nWir werden uns anstrengen m&uuml;ssen. Aber ich habe Zuversicht, dass wir die Herausforderung meistern werden.<br>\nWarum? Unser Land, seine B&uuml;rger und die Politik haben klug und besonnen reagiert. Ich meine, darauf k&ouml;nnen wir auch in Zukunft bauen.<br>\nUnd ich habe Zuversicht, weil ich wei&szlig;: Wir haben ein gutes Fundament. Die Reformen der vergangenen Jahre und die neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben haben uns gest&auml;rkt f&uuml;r die Aufgaben, die vor uns liegen. Ich bin froh &uuml;ber den Ideenreichtum, die Tatkraft und die Gelassenheit, die ich &uuml;berall im Lande erlebe. Wir sind gewappnet durch die vielen t&uuml;chtigen Menschen, die unsere Gemeinschaft tragen: gut ausgebildete, motivierte Arbeitnehmer, ideenreiche, mutige Unternehmer und Millionen von engagierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die gestalten und anpacken und f&uuml;reinander einstehen. Das kann uns allen Mut machen.<br>\nIch sehe in der Krise auch eine Chance. Eine Chance f&uuml;r eine bessere Zusammenarbeit zwischen den V&ouml;lkern. Eine Chance f&uuml;r eine bessere Ordnung von Wirtschaft und Finanzen, in der das Kapital allen zu Diensten ist und sich niemand davon beherrscht f&uuml;hlen muss. Wenn wir daf&uuml;r arbeiten, dann macht uns diese Krise st&auml;rker.<br>\nJetzt muss sich entsprechend verhalten, wer Verantwortung tr&auml;gt und Rechenschaft schuldet. Wir brauchen Achtsamkeit f&uuml;r das Gemeinwohl. Wir brauchen Anstand, Bescheidenheit und Ma&szlig;. Glaubw&uuml;rdigkeit bringt das Vertrauen zur&uuml;ck. Es ist das Band, das unsere Gesellschaft zusammenh&auml;lt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews-,11057.651450\/Weihnachtsansprache-von-Bundes.htm?global.back=\/-%2c11057%2c0\/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbpr_liste\">Bundespr&auml;sidialamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Die Reformen der vergangenen Jahre und die neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben haben uns gest&auml;rkt f&uuml;r die Aufgaben, die vor uns liegen.&ldquo;<br>\nWar es nicht umgekehrt so, dass die Reformen das &bdquo;Miteinander in den Betrieben&ldquo; eher geschw&auml;cht haben? Wurden nicht einseitig Arbeitnehmerrechte abgebaut? Sind nicht bei explodierenden Gewinnen massenhaft Arbeitnehmer entlassen worden und nach kurzer Zeit in die Bed&uuml;rftigkeit gefallen? Sind nicht die L&ouml;hne gedr&uuml;ckt worden? Wurden nicht Millionen in Billig- und Leiharbeit abgedr&auml;ngt und prek&auml;re Besch&auml;ftigung abgedr&auml;ngt?<br>\nWaren nicht die mit den &bdquo;Reformen&ldquo; einhergehenden Deregulierungen und die F&ouml;rderung von Spekulation urs&auml;chlich f&uuml;r die Finanzkrise?<br>\nDer Bundespr&auml;sident strickt an der Legende, als sei die Krise &uuml;ber uns gekommen wie ein Unwetter, als sei sie nicht von der Politik mitverursacht. Er tut so, als habe nicht gerade auch er selbst die Umverteilung von unten noch oben propagiert, als habe nicht gerade auch er die Deregulierung und die Liberalisierung der Finanzm&auml;rkte gefordert, als habe nicht gerade er mit seiner (dummen) These von der &bdquo;Vorfahrt f&uuml;r Arbeit&ldquo; (zu jedem Preis) zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen.<br>\nWer braucht eigentlich &bdquo;Anstand, Bescheidenheit und Ma&szlig;&ldquo;? Sind es tats&auml;chlich &bdquo;wir&ldquo;? W&auml;re es nicht gerade in einer Weihnachtsansprache angemessen gewesen, die fr&uuml;her verk&uuml;ndeten Dogmen wenigstens in Frage zu stellen?<br>\nDer Bundespr&auml;sident verk&uuml;ndet das &bdquo;weiter so&ldquo;, als h&auml;tte nicht gerade sein bisher von ihm propagierte Kurs geradewegs in die Katastrophe gef&uuml;hrt, die der Mehrheit der Menschen auf Jahre hinaus belasten wird.<br>\nVergleichen Sie damit einmal die Weihnachtsansprache aus dem Jahre 2003 von Johannes Rau, dann k&ouml;nnen Sie den Wandel des Gesellschaftsverst&auml;ndnisses beobachten.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews\/Reden-Johannes-Rau-,11070.93869\/Weihnachtsansprache-2003-von-B.htm?global.back=\/Reden-und-Interviews\/-%2c11070%2c6\/Reden-Johannes-Rau.htm%3flink%3dbpr_liste\">Bundespr&auml;sidialamt<\/a><\/p>\n<p><strong>Franz Alt: Lieber Horst K&ouml;hler: Mut und Zuversicht wozu?<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident K&ouml;hler hat an Weihnachten trotz der Wirtschaftskrise zu &bdquo;Mut und Zuversicht&ldquo; f&uuml;r 2009 aufgerufen. Ist dieser Aufruf berechtigt und begr&uuml;ndet?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/index.php?pageID=17&amp;article:oid=a11746&amp;template=article_detail.html\">Sonnenseite.com<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Glos verdient sich den &bdquo;Dino 2008&ldquo;<\/strong><br>\nDer NABU hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) mit dem &bdquo;Dinosaurier des Jahres 2008&ldquo; &ndash; Deutschlands peinlichstem Umweltpreis &ndash; ausgezeichnet. &bdquo;Trotz aller Warnungen vor den &ouml;konomischen Folgen des Klimawandels hat sich der Bundeswirtschaftsminister als hartn&auml;ckiger Bremsklotz in Sachen Klima- und Umweltschutz hervorgetan&ldquo;, begr&uuml;ndete NABU-Pr&auml;sident Olaf Tschimpke die Wahl.<br>\nGlos &Ouml;ko-Bilanz ist katastrophal: Beim Kernst&uuml;ck der europ&auml;ischen Klimapolitik &ndash; dem Handel mit Verschmutzungsrechten &ndash; hat sich der Minister von Anfang an daf&uuml;r ausgesprochen, dass die Stromkonzerne und m&ouml;glichst viele Industriezweige auch in Zukunft alle Berechtigungsscheine zum Aussto&szlig; klimasch&auml;dlicher Treibhausgase kostenlos erhalten. Wider besseres Wissen hat er gezielt Verunsicherung in der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber eine angebliche Stroml&uuml;cke gesch&uuml;rt, um die zunehmenden Proteste und Vorbehalte gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke aufzuweichen und f&uuml;r die Atomenergie zu werben. Gar nicht zu reden von der bl&ouml;dsinnigen Forderung nach einem Billigtarif f&uuml;r Atomstrom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/aktionenundprojekte\/dinodesjahres\/index.html\">NABU<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;hrend in der Forschung &ndash; Wie l&auml;sst sich Wissenschaft managen?<\/strong><br>\nMit Prof. J&uuml;rgen Hesselbach, Pr&auml;sident der TU-Braunschweig,<br>\nProf. Dieter Lenzen, Pr&auml;sident der Exzellenzuniversit&auml;t FU Berlin,<br>\nProf. Wolfgang Herrmann, Pr&auml;sident der Exzellenzuniversit&auml;t TU M&uuml;nchen,<br>\nsowie Johann C. Lindenberg, ehem. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Unilever Deutschland und Hochschulrat Universit&auml;t Hamburg<br>\nModeration: Michael Kr&ouml;her, manager magazin, und Christian Floto<br>\nAufzeichnung vom 12.12.08 in der Bucerius Law School, Hamburg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/12\/26\/dlf_20081226_1909_076342b1.mp3\">DLF vom 26.12.08 [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine einseitigere Zusammensetzung und eine unkritischere Sendung gegen&uuml;ber einem &bdquo;akademischen Kapitalismus&ldquo; sind kaum noch vorstellbar. Das Gespr&auml;ch lohnt sich deshalb anzuh&ouml;ren, weil in diesem Kreis ungeschminkt ausgesprochen wurde, was sonst oft nur analytisch herausgearbeitet werden kann: die als Unternehmen gef&uuml;hrte Hochschule, die von Leuten gef&uuml;hrt wird, die einem wissenschaftsfremden Managerkult anh&auml;ngen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schule: Bildungsexperte will Sitzenbleiben abschaffen<\/strong><br>\nSitzenbleiben hilft dem Sch&uuml;ler nicht und kostet die Volkswirtschaft bis zu 18.000 Euro. So sieht das der OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher und fordert, das Wiederholungsjahr endg&uuml;ltig abzuschaffen. Mit einem Schulranking will Schleicher au&szlig;erdem f&uuml;r bessere Qualit&auml;t der Bildung sorgen.<br>\n(&hellip;)<br>\nSchleicher sprach sich zudem f&uuml;r eine Vergleichstudie zwischen den 44.000 Schulen in Deutschland aus. Sie w&auml;re aussagekr&auml;ftiger als die viel beachtete Rangliste der Bundesl&auml;nder, sagte der Pisa-Koordinator. Eine Schule in Bayern k&ouml;nne mehr von ihrer Nachbarschule lernen als Schulen in Bremen von denen in S&uuml;ddeutschland.<br>\nDie gro&szlig;en Qualit&auml;tsunterschiede zwischen den Schulen sind in Deutschland die entscheidende Herausforderung&ldquo;, erkl&auml;rte Schleicher. Sie seien f&uuml;nf Mal gr&ouml;&szlig;er als die zwischen den Bundesl&auml;ndern. In vielen L&auml;ndern wie England und den skandinavischen Staaten seien Schulvergleiche l&auml;ngst Alltag.<br>\nAuch au&szlig;erhalb der OECD gebe es solche Studien: &bdquo;In Brasilien wird jede Schule an den Pisa-Vergleich angekoppelt, weil das Land sp&auml;testens 2021 dort stehen will, wo die OECD-Staaten heute sind. Daf&uuml;r definiert es klare Ziele und Perspektiven. Und klagt nicht so sehr &uuml;ber seine Probleme&ldquo;, lobte Schleicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2928206\/Bildungsexperte-will-Sitzenbleiben-abschaffen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Der Auftritt von OECD-Schleicher am Weihnachtstag ist typisch f&uuml;r ihn. Er verbindet Diskussionsw&uuml;rdiges wie die Forderung, das Sitzenbleiben unn&ouml;tig zu machen, mit der Forderung nach noch mehr Pisa-Tests. Das sind schlicht Arbeits- und Geldbeschaffungsma&szlig;nahmen dieses angeblichen Experten. Denn:<\/em><\/li>\n<li><em>Schon heute sind Tausende von Lehrern und Kollegen mit Statistiken und Tests besch&auml;ftigt. Sie m&uuml;ssen daf&uuml;r wertvolle Zeit opfern, die sie eigentlich f&uuml;r eine Verbesserung des Unterrichts brauchen w&uuml;rden. Die Vorstellung, man w&uuml;rde f&uuml;r den Erfolg unserer Bildungspolitik etwas gewinnen, wenn man jetzt alle 44.000 Schulen in Pisa-Tests zwingt, ist grotesk. Die Sau wird nicht vom Wiegen fett! Diese popul&auml;re Erkenntnis sollte sich endlich bis Paris herumsprechen.<\/em><\/li>\n<li><em>Die deutschen Lehrerrinnen und Lehrer sollten sich endlich gegen diese OECD-Bevormundung wehren. Und auch die deutsche &Ouml;ffentlichkeit sollte sich dagegen zur Wehr setzen, dass die Willensbildung zu einer wichtigen Sache, zur Bildungspolitik, in so gro&szlig;em Ma&szlig;e von einer internationalen Wirtschafts-Organisation und dort von einer einzelnen Person bestimmt wird, statt in einer demokratischen Willensbildung in unserem Land selbst.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Warum machen Journalisten das?<\/strong><br>\nWas jedes Jahr im Dezember &uuml;ber uns kommt, ist das Gefasel von Hubertus Pellengahr vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) und der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK). Angeblich laufe das Weihnachtsgesch&auml;ft &uuml;berraschend gut, vermeldet Pellengahr. Die GfK wiederum registriert gestiegene Konsumlaune. Und das, wie Weihnachten, jedes Jahr aufs Neue.<br>\nReine Gesundbeterei. Die realen Zahlen sind n&auml;mlich meist viel schlechter als das, was uns die optimistischen Spr&uuml;che weismachen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schoefer.de\/artikel\/ms0629.html\">Michael Sch&ouml;fer<\/a><\/li>\n<li><strong>Eingebettete Wissenschaft?<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzung um den Erhalt der Zivilklausel am Karlsruher Institute of Technology wirft ein Schlaglicht auf das Verh&auml;ltnis von Hochschule und Milit&auml;rforschung<br>\n&bdquo;Die Knarre in der einen Hand, den Bleistift in der anderen&ldquo;, beschrieb der K&ouml;lner Theoretiker Detlef Hartmann rieb in einem Beitrag polemisch das Verh&auml;ltnis zwischen Milit&auml;r und Forschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29351\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt dreierlei: <\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Stand by me around the world &ndash; Song for change<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Typ hat die tolle Idee gehabt, Stra&szlig;enmusiker auf der ganzen Welt &ldquo;Stand by Me&rdquo; singen zu lassen, und hat daraus diese bewegende Montage gemacht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/leweb2zero.tv\/video\/xxchris_714955870d8ffaa\">karlzero.tv<\/a><\/li>\n<li><strong>DAS ZITAT: Nur in weiten Teilen <\/strong><br>\n&bdquo;Auch wenn das kommende Jahr ein Superwahljahr mit der Europawahl, mit mehreren Landtags- und Kommunalwahlen und der Bundestagswahl sein wird, so f&uuml;hlen wir uns doch in weiten Teilen &uuml;ber die Grenzen der Parteien hinweg unserem Land verpflichtet.&rdquo;<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache (offizieller Text, Hervorhebung durch die Red.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/170491\/42\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieter Hildebrandt &uuml;ber den Anschlag von Passau<\/strong><br>\nWenn heute in den Gazetten zu lesen ist, dass sich der Rechtsradikalismus in Deutschland zu einer neuen Qualit&auml;t entwickelt h&auml;tte, weil ein Polizeipr&auml;sident gestochen wurde, dann hat die Tatsache, dass jahrelang Menschen verschiedener Hautfarbe gejagt, gepr&uuml;gelt und zu Tode gebracht worden sind, vermutlich eine andere Qualit&auml;t gehabt, eine geringere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.messitschbyburns.de\/archives\/469\">Blog Messitsch by Burns<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Law and order f&uuml;r Bullen und B&auml;ren<\/li>\n<li>2009 &ndash; Kampf um jeden Job<\/li>\n<li>Mehr als ein Viertel der Betriebe hat bereits Regelungen zur Besch&auml;ftigungssicherung<\/li>\n<li>Madoff:&rdquo;50 Milliarden sind weg &ndash; mindestens&rdquo;<\/li>\n<li>Regierung: Finanzkrise keine Gefahr f&uuml;r Betriebs- und Riester-Renten<\/li>\n<li>Sind Sie etwa ein Liberaler, Herr Lafontaine?<\/li>\n<li>Weihnachtsansprache des Bundespr&auml;sidenten<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3677\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3677","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3677"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3677\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}