{"id":3681,"date":"2009-01-05T10:08:36","date_gmt":"2009-01-05T09:08:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3681"},"modified":"2009-01-05T10:10:10","modified_gmt":"2009-01-05T09:10:10","slug":"hinweise-des-tages-802","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3681","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Allianz-Vorstand gei&szlig;elt Renditewahn <\/li>\n<li>Dow Jones knackt 9000er-Marke<\/li>\n<li>Fraport: Bonus f&uuml;r den Vorstand <\/li>\n<li>Weltweiter Konjunkturabschwung: Deutsche Industrie schrumpft wie nie<\/li>\n<li>ILO: L&ouml;hne hielten im letzten Jahrzehnt nicht mit Wirtschaftswachstum Schritt<\/li>\n<li>Cross-Border-Leasing eine Mogelpackung<\/li>\n<li>Kaum Fortschritte beim arvato-Projekt &bdquo;W&uuml;rzburg integriert!&ldquo; <\/li>\n<li>Kinderarmut kleingerechnet<\/li>\n<li>Der Erfolg der Tafeln ist paradox<\/li>\n<li>Es wird wieder geg&uuml;llnert!<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Ein denkw&uuml;rdiges Jahr<\/li>\n<li>Ypsilanti-Vertrauter Schmitt gibt &uuml;berraschend auf<\/li>\n<li>Journalismus von Welt: Die neoliberale Definitionsmacht<\/li>\n<li>Zu BILD: Erhard oder Marx: Was wollen wir?:<\/li>\n<li>Bestanden? Aber wir haben doch gar nichts gelernt!<\/li>\n<li>Vollbremsung in Rum&auml;nien <\/li>\n<li>USA: Private Gef&auml;ngnisse profitieren von der Krise <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3681&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Allianz-Vorstand gei&szlig;elt Renditewahn <\/strong><br>\n25 Prozent Rendite: Das war das Ziel von Deutsche Bank-Chef Ackermann &ndash; das er sogar &uuml;berbot. Nun kommt heftige Kritik an solchen Vorgaben ausgerechnet vom Chef-Verm&ouml;gensverwalter der Allianz. Und SPD-Chef M&uuml;ntefering bezeichnet Manager als &ldquo;Raubritter&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:Konjunkturkrise-Allianz-Vorstand-gei%DFelt-Renditewahn\/456463.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&auml;lschlicherweise wird in dem Artikel behauptet, Josef Ackermann sei unter dem Eindruck der Finanzkrise von einer Rendite von 25 Prozent abger&uuml;ckt. In einem Brief an die Mitarbeiter der Bank schrieb Ackermann im November, dass man gedenke die Rekordergebnisse des Jahres 2007 wieder zu erreichen und auch zu &uuml;bertreffen &ndash; das ergab damals eine Rendite von 26 Prozent. &ndash; M&uuml;ntefering sollte seine abgegriffenen verbalen  Rundumschl&auml;ge lassen und lieber einige Gesetze der Schr&ouml;der&auml;ra zur&uuml;cknehmen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Beachten Sie, mit welcher Chuzpe die Gr&uuml;ndung einer Bad Bank vorgeschlagen wird. In diese &bdquo;M&uuml;llsammelstelle&ldquo; sollen die &bdquo;unverk&auml;uflichen Wertpapiere&ldquo; der Banken ausgelagert werden. Das ginge nur, wenn der Staat haftet. Und dann k&ouml;nnen die Banken wie die Deutsche B. mit 26%-Renditen weiter gl&auml;nzen. Siehe auch den n&auml;chsten Hinweis.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe zu M&uuml;nteferings Wirtschaftsschelte:<\/em><\/p>\n<p><strong>M&uuml;ntefering gei&szlig;elt Manager als moderne Raubritter<\/strong><br>\nDer Erfinder der Heuschrecke legt nach: SPD-Chef Franz M&uuml;ntefering moniert, viele Unternehmen verhielten sich wie &ldquo;Raubritter&rdquo;.<br>\nGewinnorientierte Bonuszahlungen f&uuml;r Top-Manager m&ouml;chte der Sozialdemokrat gerne verbieten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,599350,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung B.F.S.:<\/strong> Das ist unglaubw&uuml;rdiges Ged&ouml;ns, denn an Taten soll man ihn messen. Warum sind denn die Hedge-Fonds immer noch zugelassen, obwohl sie M&uuml;nte im Juni 2005 als &bdquo;Heuschrecken&ldquo; bezeichnet hat? <\/em><\/p>\n<p>Achja, am 18.01.09 ist ja die Hessenwahl (&hellip;)<\/p>\n<p><em>Siehe auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gott und Geld<\/strong><br>\nAuch die Evangelische Kirche schilt die Gier. Dabei hat sie k&uuml;rzlich erst Verst&auml;ndnis f&uuml;r Heuschrecken gezeigt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1654155&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Dow Jones knackt 9000er-Marke<\/strong><br>\nDie New Yorker Aktienm&auml;rkte sind mit einem kr&auml;ftigen Plus ins neue Jahr gestartet: Der Leitindex Dow Jones legte um knapp drei Prozent zu &ndash; und schloss erstmals seit Anfang November wieder &uuml;ber der Marke von 9000 Punkten. B&ouml;rsianer werten die spontane Erholung als gutes Zeichen.\n<p>2008 war das Horrorjahr f&uuml;r die US-Aktienm&auml;rkte: &Uuml;ber 30 Prozent war der Leitindex Dow Jones binnen weniger Monate eingebrochen. Ins Handelsjahr 2009 startete die Wall Street nun deutlich kr&auml;ftiger &ndash; trotz schwacher Konjunkturdaten und tr&uuml;ber Aussichten f&uuml;r die US-Industrie setzten H&auml;ndler auf eine Erholung der Kurse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,599242,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es geht munter weiter. Die Kurse und damit Gewinner der Aktienbesitzer werden von den Steuerzahlern per Rettungsschirm gerettet. Pervers.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fraport: Bonus f&uuml;r den Vorstand <\/strong><br>\nLohnrunde paradox: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will die Geh&auml;lter im Top-Management anheben &ndash; und den &uuml;brigen Besch&auml;ftigten drohen Einbu&szlig;en. Von Hans Leyendecker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/437\/453132\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Daran ist gar nichts paradox; dieses abgehobene Verhalten der Eliten ist in Deutschland l&auml;ngst zur Normalit&auml;t geworden. Diese Meldung stellt zudem klar, dass es bislang keine politische oder kulturelle Wende als Folge der Finanzkrise gibt.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weltweiter Konjunkturabschwung: Deutsche Industrie schrumpft wie nie<\/strong><br>\nDie andauernde Nachfrageflaute zwingt die Industrie in Deutschland in die Knie. Die Unternehmen drosseln ihre Produktion so massiv wie nie zuvor und bauen Stellen ab. Auch in der gesamten Euro-Zone mehren sich die negativen Nachrichten.\n<p>Die Industrie in Deutschland hat zum Jahresende ihre Talfahrt beschleunigt. Die Unternehmen schr&auml;nkten ihre Produktion das f&uuml;nfte Mal in Folge ein und bauten Stellen ab. Das geht aus dem Markit\/BME-Einkaufsmanagerindex hervor, der am Freitag ver&ouml;ffentlicht wurde. Das Barometer fiel im Dezember auf 32,7 Z&auml;hler und damit so tief wie nie zuvor seit Umfragebeginn im April 1996. In einer ersten Sch&auml;tzung hatten die Marktforscher noch einen Wert von 33,5 Punkten angenommen. <\/p>\n<p>&ldquo;Die deutsche Industrie rutscht vor dem Hintergrund des versch&auml;rften weltweiten Konjunkturabschwungs und dem daraus resultierenden Einbruch der Nachfrage immer tiefer in die Krise&rdquo;, schrieben die Experten zu ihrer Umfrage unter etwa 500 Firmen. Vor allem die Krise bei den Automobilherstellern habe in den Orderb&uuml;chern ein dickes Minus hinterlassen. Der R&uuml;ckgang beim Auftragseingang sei sogar noch st&auml;rker ausgefallen als im November. Auch aus dem Ausland kamen erneut weniger Bestellungen, vor allem Kunden in Asien und den USA hielten sich zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Weltweiter-Konjunkturabschwung-Deutsche-Industrie-schrumpft-wie-nie\/455985.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>L&ouml;hne hielten im letzten Jahrzehnt nicht mit Wirtschaftswachstum Schritt<\/strong><br>\nDer Global Wage Report 2008\/09 empfiehlt deshalb den ILO-Mitgliedsstaaten, die Kaufkraft ihrer Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen und auf diese Weise die Binnennachfrage zu st&auml;rken. Die Sozialpartner sollten auf dem Verhandlungsweg versuchen, eine weitere Verringerung der Lohnquote zu verhindern. Gerade die schw&auml;chsten Arbeitnehmer sollten dar&uuml;ber hinaus durch Mindestl&ouml;hne, in welcher Form auch immer, nachhaltig gesch&uuml;tzt werden. Beides k&ouml;nne gegebenenfalls durch staatliche Ma&szlig;nahmen etwa zur Einkommensunterst&uuml;tzung erg&auml;nzt werden, erkl&auml;rte der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wiwi-treff.de\/home\/index.php?mainkatid=1&amp;ukatid=1&amp;sid=9&amp;artikelid=4467&amp;pagenr=O\">WiWi-Treff<\/a><br>\nOriginalquelle: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/download\/zusammenglobalwage.pdf\">Internationale Arbeitsorganisation [PDF &ndash; 192 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>BA rutscht tief in die roten Zahlen<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hat im vergangenen Jahr trotz r&uuml;ckl&auml;ufiger Beitragseinnahmen etwa eine Milliarde Euro &Uuml;berschuss erwirtschaftet. Das schrieb Vorstandsvorsitzender Frank-J&uuml;rgen Weise in einem Gastbeitrag f&uuml;r &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Doch nach drei fetten Jahren droht der BA 2010 das Geld auszugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ba-rutscht-tief-in-die-roten-zahlen;2119784\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;fte wackeln &ndash; &ldquo;missbr&auml;uchliche Steuerumgehung&rdquo;<\/strong><br>\nMindestens 40 deutsche Kommunen, Stadtwerke oder Zweckverb&auml;nde haben im Bereich der Ver- und Entsorgung &uuml;ber hochriskante Karussell-Vertr&auml;ge abgeschlossen. Sie verkauften M&uuml;llverbrennungsanlagen, Trink- und Abwasseranlagen sowie Kl&auml;rwerke im Wert von rund 18 Milliarden US-Dollar an US-amerikanische Investoren und haben sie gleichzeitig wieder zur&uuml;ckgemietet. Jetzt drohen den Kommunen Millionen-Sch&auml;den. Denn die amerikanische Steuerbeh&ouml;rde sieht in den Cross-Border-Leasing (CBL) genannten Finanzgesch&auml;ften eine &ldquo;missbr&auml;uchliche Steuerumgehung&rdquo;. Zudem sind etliche der beteiligten Banken inzwischen in eine Schieflage geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ver-und-entsorgung.verdi.de\/wasserwirtschaft\/themen\/cross-border-leasing%20\">ver.di<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Cross-Border-Leasing eine Mogelpackung<\/strong><br>\nIst das Cross-Border-Leasing eine Mogelpackung? fragt die &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; in ihrer Ausgabe vom 3. Januar 2009 den Wirtschaftsanwalt Prof. Julian Roberts von der Kanzlei R&ouml;ssner (M&uuml;nchen\/London). Und dessen Antwort ist eindeutig: sie sind eine Mogelpackung. Die &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; berichtet weiter: <\/p>\n<blockquote><p>Zu dieser Einsicht sei er gelangt, nachdem er die mehr als tausend Seiten langen Geheimvertr&auml;ge der Abfallverwertungsgesellschaft einer gro&szlig;en Stadt im Ruhrgebiet ausgewertet hat. Demnach ging es den US-Investoren bei den Gesch&auml;ften vornehmlich darum, an gesicherte Forderungen zu gelangen und mit diesen weiter zu spekulieren. Gesichert seien die Forderungen deshalb, weil die deutschen Kommunen gegen&uuml;ber den Investoren in der Pflicht stehen. F&auml;llt ein amerikanischer Partner aus, muss die Kommune geradestehen. Die Steuervorteile aus dem Leasinggesch&auml;ft seien &sbquo;absolut nachrangig&rsquo;, sagt Roberts im StZ-Interview. Die Kommunen hingegen h&auml;tten das gesamte Risiko des Gesch&auml;fts zu tragen, und sie h&auml;tten nie den realen Gegenwert f&uuml;r ihr Risiko erhalten. &sbquo;Wenn ein Produkt als etwas verkauft wird, das es gar nicht ist, liegt T&auml;uschung vor&rsquo;, urteilt der Jurist. Wenn das so gewesen sei, k&ouml;nnten die Vertr&auml;ge angefochten werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: Stuttgarter Zeitung v. 03.01.09 (nur gegen Geb&uuml;hr)<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch die Tabelle der Karussell-Vertr&auml;ge im Wert von 18 Milliarden US-Dollar<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ver-und-entsorgung.verdi.de\/wasserwirtschaft\/themen\/cross-border-leasing\/data\/tabelle_karussell-vertraege_.pdf\">ver.di [PDF &ndash; 28 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kaum Fortschritte kann das Projekt &bdquo;W&uuml;rzburg integriert!&ldquo; acht Monate nach dem Start vorweisen. Der Stadtrat will nun in einer Sondersitzung &uuml;ber die k&uuml;nftige Richtung des Projekts entscheiden.<\/strong>\n<p>Das Projekt &bdquo;W&uuml;rzburg integriert!&ldquo;, das die fr&auml;nkische Stadt in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Tochter arvato durchf&uuml;hrt, ist ins Stocken geraten. Wie lokale Medien berichten, soll nun in einer nicht-&ouml;ffentlichen Sondersitzung des Stadtrates &uuml;ber die k&uuml;nftige Ausrichtung des Projekts entschieden werden, ein Ausstieg st&uuml;nde aber nicht zur Debatte&hellip; Derzeit sei man im Rathaus allerdings mehr mit rechtlichen Fragen besch&auml;ftigt, welche die Zusammenarbeit mit dem privaten Vertragspartner arvato betreffen. Auch Oberb&uuml;rgermeister Georg Rosenthal zieht laut einem Bericht der Zeitung Main-Post acht Monate nach Start des Projekts, welches die integrierte Abwicklung aller Verwaltungsleistungen auf einer zentralen E-Government-Plattform zum Ziel hat, eine eher n&uuml;chterne Bilanz. &bdquo;Sp&uuml;rbare Einsparungen gibt es noch nicht&ldquo;, so Rosenthal. Durch eine zentrale Vernetzung von Daten sollen laut dem Vertrag mit IT-Dienstleister arvato mittelfristig &uuml;ber 70 Stellen im Rathaus wegfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kommune21.de\/web\/de\/verwaltung,285_0_0_82.5,8306\">Kommune 21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut kleingerechnet<\/strong><br>\nKinderarmut l&auml;sst sich auf verschiedenen Wegen bek&auml;mpfen. Man kann die Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r Kinder und Jugendliche auf ein Niveau erh&ouml;hen, das f&uuml;r ein menschenw&uuml;rdiges Leben ausreicht. Man kann wieder mehr Sozialwohnungen f&uuml;r arme Familien bauen und diese schwerpunktm&auml;&szlig;ig in den mittleren und besseren Stadtvierteln ansiedeln, um arme Kinder aus den Armutsghettos herauszubekommen. Man kann den Kindergartenbesuch kostenlos machen und die in Kinderg&auml;rten und Schulen grassierende und arme Kinder ausgrenzende Unsitte beenden, f&uuml;r Ausfl&uuml;ge, Theaterbesuche, Bastelaktionen und vieles andere mehr Eltern extra zur Kasse zu bitten. Wahrscheinlich muss man dies alles und noch vieles andere tun, um die dramatisch zunehmende Armut von Kindern und Jugendlichen Schritt f&uuml;r Schritt abzubauen und ihre Chancen auf ein eigenverantwortliches und armutsfreies Leben zu erh&ouml;hen.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition tut jedoch im Verein mit dem Bundestag nichts von alledem, sondern senkt die Zahl der armen Kinder und Jugendlichen, indem sie einen Teil von ihnen wegdefiniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2978\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li>Der Erfolg der Tafeln ist paradox<br>\nDer Hochschulprofessor Stefan Selke kritisiert die zunehmende Verbreitung von Lebensmitteltafeln. Sie sollten st&auml;rker politischen Druck aus&uuml;ben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2009\/52\/08520502.php\">Freitag<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch seinen <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2992\">Artikel in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Es wird wieder geg&uuml;llnert!<\/strong><br>\nG&uuml;llner hat schon oft durch die Lande geg&uuml;llnert. Doch derart offensichtlich und plump, war es schon lange nicht mehr &ndash; wenn es &uuml;berhaupt jemals derart primitiv vonstatten ging. Jemanden, der auch nur den Hauch linker Ambitionen verstr&ouml;mt, quer durch die Gosse als &ldquo;Kotzbrocken&rdquo; zu bezeichnen und sich dann auch noch auf die angebliche Meinung der Bev&ouml;lkerung zu st&uuml;tzen, damit diese fadenscheinige These auch eine Grundlage hat, darf getrost als Verfahren betrachtet werden, welches in dieser platten Dreistigkeit noch nicht gegeben war. Der ungeliebte Kandidat ist ein also Kotzbrocken &ndash; so einfach geht Meinungserfassung heute!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/12\/es-wird-wieder-gegllnert.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Ein denkw&uuml;rdiges Jahr<\/strong><br>\nGeschichte trifft Zukunft: Die Jubil&auml;en dieses Jahres freilich weisen zu den fundamentalen Fragen, die sich im Krisenjahr 2009 stellen: Gerechtigkeit, Freiheit, Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/541\/453235\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ypsilanti-Vertrauter Schmitt gibt &uuml;berraschend auf<\/strong><br>\nEr gilt als Architekt des gescheiterten rot-roten B&uuml;ndnisses in Hessen. Jetzt, zwei Wochen vor der Landtagswahl, hat SPD-Generalsekret&auml;r Norbert Schmitt seinen R&uuml;ckzug erkl&auml;rt. Mit dem Schritt d&uuml;piert der Ypsilanti-Vertraute den neuen Spitzenkandidaten Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,599379,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Manche der Journalisten muss man sich einfach merken. Dieser ChristianTeevs geh&ouml;rt dazu. Eine besondere schmierige Sorte. Nie ohne auf Linie der Kampagne zu sein. Bis ins Detail des Fotos macht, hier von Sch&auml;fer-G&uuml;mbel, macht der Spiegel weiter; fr&uuml;her waren die von Ypsilanti so.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Journalismus von Welt: Die neoliberale Definitionsmacht<\/strong><br>\nIn einem Interview mit Oskar Lafontaine zelebriert Ulf Poschardt f&uuml;r die &ldquo;Welt&rdquo; seine heillose Verstrickung in einen Sprachgebrauch, der nichts anderes mehr zulassen will als Definitionen, die der verinnerlichten Ideologie zutr&auml;glich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=1014\">Blog Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu BILD: Erhard oder Marx: Was wollen wir?: <\/strong>\n<p>BL&Ouml;D oder doof: Was wollen wir?<\/p>\n<p>Eines der Aush&auml;ngeschilder des deutschen Mediengewerbes, ex-BILD-Chefredakteur Hans Hermann Tiedje, geht dieser Tage mal wieder seinem Hauptberuf nach. In selbigem ist er n&auml;mlich Vorstand der Berliner &ldquo;WMP Eurocom AG&ldquo;, und die hat sich nachfolgendes auf die Fahnen geschrieben:<\/p>\n<ul>\n<li>Wir f&uuml;hren Wirtschaft, Medien und Politik zusammen.<\/li>\n<li>Wir korrigieren einseitige und von Vorurteilen gepr&auml;gte Darstellungen.<\/li>\n<li>Wir schaffen ein informiertes und verst&auml;ndnisvolles Umfeld f&uuml;r die Anliegen unserer Klienten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und in allen drei Gebieten gibt es dieser Tage kr&auml;ftig zu tun, also spuckt Hans Hermann in die H&auml;nde und korrigiert &ldquo;einseitige und von Vorurteilen gepr&auml;gte Darstellungen&rdquo;. Wo macht man sowas am besten, damit&rsquo;s auch richtig sch&ouml;n wirkt? Na klar, in unser aller BILD-Zeitung, wo denn sonst?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/?p=806\">Weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bestanden? Aber wir haben doch gar nichts gelernt!<\/strong><br>\nWir restaurieren Schulen nicht, weil sie uns am Herz liegen und anderes als intakte Schulen f&uuml;r ein wohlhabendes Land eine Schande w&auml;re, sondern damit es die Konjunktur beleben m&ouml;ge. Im Zweifel w&uuml;rden wir, dieser Logik zufolge, eine reiche Bev&ouml;lkerung einer klugen vorziehen.\n<p>Das f&auml;llt in den Bildungsdebatten unserer Tage nur darum nicht auf, weil sie es zum Gegensatz von Industrie und Bildung erst gar nicht kommen lassen. F&uuml;r die meisten Politiker sind Bildungsfragen ganz unmittelbar und in erster Linie Fragen des Erhalts von industriellen Arbeitspl&auml;tzen. Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft, hie&szlig; es einmal. Und wenn die Zukunft die Wirtschaft ist, dann hat, wer die Bildung hat, auch die Wirtschaft.<\/p>\n<p>Die Bildungskatastrophe liegt also nicht darin, dass uns oben ein paar Pisa-Punkte fehlen, sondern dass uns unten eine Bev&ouml;lkerung entsteht, die zu elementarer Selbst&auml;ndigkeit nicht mehr in der Lage ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E8B9D0D920C7A449CA80E5F1B3781923D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine typisch liberal-konservative Kritik der Bildungsreformen. Viel Richtiges, aber eben ziemlich elit&auml;r.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vollbremsung in Rum&auml;nien<\/strong><br>\nEinstmals als neoliberaler Musterknabe Osteuropas gefeiert, droht nun Rum&auml;nien der &ouml;konomische Absturz in die Rezession\n<p>Es sind gerade mal drei Monate vergangenen, als Rum&auml;niens Regierungschef Calin Popescu Tariceanu seine Mitb&uuml;rger angesichts der um sich greifenden Finanzkrise zu beruhigen suchte: &bdquo;Die Antwort ist ein klares nein,&ldquo; rekapitulierte k&uuml;rzlich die rum&auml;nische Wirtschaftszeitung Standard die &ouml;ffentlichen Beteuerungen des Premiers: &bdquo;Die internationale Finanzkrise wird weder Rum&auml;niens Wirtschaft, noch seine B&uuml;rger in Mitleidenschaft ziehen.&ldquo; In der Tat schienen die ersten, das internationale Finanzsystem Anfang 2008 ersch&uuml;tternden Schockwellen Rum&auml;nien &ndash; wie auch das gesamte Mittelosteuropa &ndash; zu verschonen. Doch nun habe sich laut dem Standard die Lage drastisch gewandelt. Rum&auml;niens Arbeitsmarkt m&uuml;sse bereits 50.000 neue Arbeitslose verkraften, da schon etliche Fabriken geschlossen h&auml;tten. Die rum&auml;nische W&auml;hrung befinde sich in einem Vierjahrestief gegen&uuml;ber dem Euro und die B&ouml;rse des s&uuml;dosteurop&auml;ischen Landes sei de facto abgest&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29458\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>USA: Private Gef&auml;ngnisse profitieren von der Krise <\/strong><br>\nIn den USA sitzen 120.000 Eingesperrte in nichtstaatlichen Strafanstalten &ndash; und weil den Bundesstaaten Geld fehlt, werden es t&auml;glich mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/617\/453309\/text\/\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>Neue Soziale Marktwirtschaft<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/notatio.blogspot.com\/2009\/01\/der-clip-zum-sonntag-sozial-ist-was.html\">Nebenbei bemerkt<\/a><\/p>\n<p>Sie finden dort Vieles im Bild, was Sie auf den NachDenkSeiten schon detailliert nachlesen konnten.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Allianz-Vorstand gei&szlig;elt Renditewahn <\/li>\n<li>Dow Jones knackt 9000er-Marke<\/li>\n<li>Fraport: Bonus f&uuml;r den Vorstand <\/li>\n<li>Weltweiter Konjunkturabschwung: Deutsche Industrie schrumpft wie nie<\/li>\n<li>ILO: L&ouml;hne hielten im letzten Jahrzehnt nicht mit Wirtschaftswachstum Schritt<\/li>\n<li>Cross-Border-Leasing eine Mogelpackung<\/li>\n<li>Kaum Fortschritte beim arvato-Projekt &bdquo;W&uuml;rzburg integriert!&ldquo; <\/li>\n<li>Kinderarmut kleingerechnet<\/li>\n<li>Der Erfolg der Tafeln ist paradox<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3681\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3681"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3681\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}