{"id":36810,"date":"2017-01-31T08:32:35","date_gmt":"2017-01-31T07:32:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810"},"modified":"2017-01-31T08:36:41","modified_gmt":"2017-01-31T07:36:41","slug":"hinweise-des-tages-2803","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h01\">Deutschland hat wieder den gr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h02\">Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h03\">Trumps Einreiseverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h04\">Beno&icirc;t Hamon, Sieger der jungen Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h05\">Neuer Skandal f&uuml;r den Saubermann der franz&ouml;sischen Konservativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h06\">Heiner Flassbeck &uuml;ber Armut und Reichtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h07\">Wir m&uuml;ssen wissen, wer nach Europa kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h08\">Wie ein ganzer Kontinent seiner Rohstoffe beraubt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h09\">Freihandel &ndash; eine Theorie mit Realit&auml;tsproblemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h10\">Trumps Streit mit dem Silicon Valley geht erst los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h11\">Griechenland: B&uuml;rger und Staat am Ende der Sparm&ouml;glichkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h12\">Hohmann-Dennhardt bekommt mehr als zw&ouml;lf Millionen Euro von VW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h13\">Wie Deutschland seine Importe rasch steigern kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h14\">Millionen Minijobber werden mit illegalen Minigeh&auml;ltern abgespeist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h15\">Im Gef&auml;ngnis geh&ouml;rt einem weder Raum noch Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h16\">&bdquo;Gezielte T&ouml;tungen&ldquo; durch Drohnen: Bundesregierung zieht keine Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h17\">J&uuml;dische Siedler beeinflussen Armee im Westjordanland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36810#h18\">Das Letzte &ndash; Verschw&ouml;rungstheorie Marke Eigenbau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland hat wieder den gr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss der Welt<\/strong><br>\n2015 hatte China noch den ersten Platz inne: Nun ist Deutschland laut einer Studie wieder das Land mit dem gr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss. Das gr&ouml;&szlig;te Defizit weisen die USA auf.<br>\nDeutschland hat China nach Berechnungen des Ifo-Instituts 2016 als Land mit dem weltgr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss beim Kapital abgel&ouml;st. &ldquo;Die Leistungsbilanz weist voraussichtlich ein Plus von 297 Milliarden Dollar auf&rdquo;, sagte Ifo-Experte Christian Grimme der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nDas bedeutet konkret: Deutschland hat im vergangenen Jahr 297 Milliarden Dollar mehr durch den Export von Waren und Dienstleistungen eingenommen, als es f&uuml;r Importe ausgegeben hat.<br>\nDie Volksrepublik kommt demnach auf den zweiten Rang mit einem &Uuml;berschuss von 245 Milliarden Dollar. 2015 war die Reihenfolge noch umgekehrt. Platz drei belegt Japan. Das gr&ouml;&szlig;te Defizit weisen dem M&uuml;nchner Ifo-Institut zufolge die USA auf: Es summiert sich hier auf voraussichtlich 478 Milliarden Dollar. &ldquo;Das bedeutet, dass die USA deutlich mehr verbrauchen als produzieren und sich im Ausland verschulden&rdquo;, sagte Grimme.<br>\nDie Zahlen d&uuml;rften die internationale Kritik am deutschen Wirtschaftsmodell befeuern, zumal sie auch dem neuen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump ein Dorn im Auge sind. Er wirft China unfaire Handelspraktiken zulasten der USA vor, droht aber auch deutschen Autobauern offen mit Einfuhrz&ouml;llen.<br>\nDeutschland steht in Europa ebenfalls in der Kritik. So macht der &Uuml;berschuss nach den neuen Ifo-Berechnungen 8,6 Prozent der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung aus, w&auml;hrend die EU-Kommission bereits Werte von dauerhaft mehr als sechs Prozent als stabilit&auml;tsgef&auml;hrdend einstuft. Deutschland rei&szlig;t diese H&uuml;rde seit Jahren. Br&uuml;ssel sieht darin sp&auml;testens seit der weltweiten Finanzkrise ein Ungleichgewicht: L&auml;nder mit enormen &Uuml;bersch&uuml;ssen tragen dazu bei, dass andere Staaten sich hoch verschulden, um ihre Importe zu finanzieren.<br>\n&ldquo;Der deutsche &Uuml;berschuss der Leistungsbilanz l&auml;sst sich vor allem auf den Warenhandel zur&uuml;ckf&uuml;hren&rdquo;, so Grimme. Hier allein sei von Januar bis November ein &Uuml;berschuss von 255 Milliarden Euro zusammengekommen. &ldquo;Haupttreiber war die gestiegene Nachfrage aus den restlichen L&auml;ndern des Euro-Raums und aus den europ&auml;ischen L&auml;ndern au&szlig;erhalb der EU.&rdquo; In die Leistungsbilanz flie&szlig;en neben dem Warenhandel auch alle anderen Transfers mit dem Ausland ein &ndash; von Dienstleistungen bis zur Entwicklungshilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutschland-hat-wieder-den-groessten-exportueberschuss-der-welt-a-1132312.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auch wenn die Kritik aus den USA und der EU immerhin erw&auml;hnt werden, klingt der krasse Leistungsbilanz&uuml;berschuss in diesem Artikel dennoch wie etwas Tolles (&ldquo;China &uuml;berholt &ndash; Deutschland hat wieder den gr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss der Welt&rdquo;), wie der Gewinn der Fu&szlig;ball-WM, und nicht wie die Katastrophe, die es in Wahrheit ist (z. B. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/forum\/wirtschaft\/handelsbeziehungen-china-ist-deutschlands-neue-nummer-eins-thread-561205-1.html#postbit_51799595\">dieser Leserkommentar<\/a>: &ldquo;Eine ausgeglichene Handelsbilanz sollte das Ziel sein und kein &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; Heldenstatus. Wer dauerhaft mehr exportiert als er importiert, exportiert auch seinen Wohlstand.&rdquo;). Au&szlig;erdem m&uuml;&szlig;te das ifo-Institut mal seine Beschreibung des US-Leistungsbilanzdefizits symmetrisch auf Deutschland anwenden: &ldquo;Das bedeutet, dass Deutschland deutlich weniger verbraucht als produziert und sich das Ausland bei ihm verschulden muss.&rdquo; Wenn die USA ein Problem haben, dann doch offensichtlich auch Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man macht einfach weiter, ohne R&uuml;cksicht auf eine ausgeglichene Handelsbilanz mit andere Nationen und erregt sich dann &uuml;ber Trumps &ldquo;America First&rdquo;. Wie kommen die deutschen Merkantilisten eigentlich darauf, dass man dieses Spiel einfach endlos weitertreiben kann?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gerechtigkeit als Kernaufgabe<\/strong><br>\nIn den Mittelpunkt des Wahlkampfes will Schulz die Themen Steuergerechtigkeit und Kampf gegen die Steuerflucht r&uuml;cken. Es sei nicht gerecht, dass ein B&auml;cker seine Steuern zahlen m&uuml;sse, aber ein globaler Kaffeekonzern sein Geld in Steueroasen parke, sagte Schulz in seiner ersten Rede als offizieller Spitzenkandidat der Sozialdemokraten. Es gehe um Respekt vor der Lebensleistung von Menschen.<br>\nEr sehe f&uuml;r seine Partei gute Chancen im Bundestagswahlkampf. &ldquo;Wir werden die Wahlen in diesem Jahr richtig spannend machen.&rdquo; Die SPD trete an, um die st&auml;rkste politische Kraft zu werden. &ldquo;Wir m&uuml;ssen Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen&rdquo;, forderte er. &ldquo;Nur durch eine Gesellschaft, die zusammenh&auml;lt, werden wir stark sein.&rdquo; Ihm sei wichtig, &ldquo;die hart arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt stellen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schulz-spd-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Schulz, der schon immer ein Apologet der Agenda 2010 war, redet von sozialer Gerechtigkeit, wer soll das glauben? Wer geh&ouml;rt nach Schulz zu den &ldquo;hart arbeitenden Menschen&rdquo;? Der Top-Manager mit aberwitzigen Millionengehalt (der das sicher von sich behaupten w&uuml;rde), der Multijobber, der mehrere Jobs braucht um &uuml;ber die Runden zu kommen, der scheinselbst&auml;ndige Paketfahrer mit 12 Stunden Schicht, der Freiberufler, der in der Cloud um Auftr&auml;ge k&auml;mpft? Wer schon einmal nicht dazugeh&ouml;rt sind die Erwerbslosen, die somit Schulz und die SPD nicht vertreten will. Die von Schulz verwendete Phrase dient der Abgrenzung und Ausgrenzung und der weiterer Entsolidarisierung und Spaltung der Gesellschaft, wozu die SPD mit der Agenda 2010 bekanntlich den Grundstein gelegt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zu Martin Schulz<\/strong><br>\nDie gestrigen Fernseh-Auftritte von Martin Schulz wurden in den Medien als Aufbruch und Neubeginn f&uuml;r die SPD gefeiert. Haben die alle nicht zugeh&ouml;rt? Klar, Schulz hat viel von sozialer Gerechtigkeit geredet. Das tun SPD-Kanzlerkandidaten aber in Vorwahlzeiten immer. Aber er hat auch erkennen lassen, was er unter Gerechtigkeit versteht: Angela Merkel ist f&uuml;r ihn &ldquo;die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorsitzende einer sozialdemokratischen Regierung&rdquo;, wie er bei Anne Will freim&uuml;tig ausgeplaudert hat. Na, wenn das so ist: Warum tritt Schulz dann eigentlich gegen Merkel an? Wer Schulz w&auml;hlt, w&auml;hlt dann also ein Weiter-so &ldquo;sozialdemokratischer&rdquo; Politik &agrave; la Merkel? Danke f&uuml;r die Klarstellung, das ist wirklich ein grandioser &ldquo;Neubeginn&rdquo;! Um die Menschen von der Notwendigkeit eines sozialdemokratischen Bundeskanzlers zu &uuml;berzeugen, teilt uns Schulz au&szlig;erdem noch mit: &ldquo;Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schr&ouml;der haben Deutschland gut getan!&rdquo; Aha! Also f&uuml;r Willy Brandt gilt das ganz sicher. Aber ob die vielen Millionen Besch&auml;ftigten, die dank Agenda 2010 heute in mies bezahlten, befristeten Jobs oder als Leiharbeiter und Minijobber arbeiten m&uuml;ssen, das in Bezug auf Gerhard Schr&ouml;der auch so sehen, w&uuml;rde ich bezweifeln. Wie will Schulz Politik f&uuml;r die &ldquo;hart arbeitenden Menschen&rdquo; machen, wenn er im gleichen Atemzug den Kanzler lobt, der genau diesen Menschen mit seiner Agenda-Politik den sozialen Boden unter den F&uuml;&szlig;en weggezogen hat. &Uuml;berzeugend ist das nicht. Und es zeigt ganz klar: Ohne Druck von links ist Schulz nur ein zweiter Gabriel. Mehr soziale Gerechtigkeit wagen &ndash; DIE LINKE w&auml;hlen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1581649128519145\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><em>Zu Schulz und Griechenland: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26591\">Schulz M&auml;rchenstunde &ndash; ein neues Angebot an Griechenland, das weder neu noch ein Angebot ist<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trumps Einreiseverbote<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Symbolisch und postfaktisch<\/strong><br>\nMenschen aus den sieben L&auml;ndern, &uuml;ber die das Einreiseverbot verh&auml;ngt wurde, haben im Gegensatz zu &ldquo;Homegrowns&rdquo; praktisch keine Terroranschl&auml;ge in den USA geplant oder ausgef&uuml;hrt<br>\nMit seinem Einreiseverbot f&uuml;r Menschen aus sieben muslimischen L&auml;ndern k&ouml;nnte Donald Trump zum ersten Mal eine Linie &uuml;berschritten haben, wo er mit einer breiten Ablehnung konfrontiert wird. Trump verwies in einem Tweet darauf, in welchem Schlamassel sich Europa wegen der Fl&uuml;chtlinge befindet, die allerdings mit tatkr&auml;ftiger Einwirkung vorhergegangener US-Regierungen entstanden sind. Verantwortung daf&uuml;r zu &uuml;bernehmen, was amerikanische Regierungen vermasselt haben, ist nicht Trumps Sorge. Er will hingegen die USA vor vermeintlichen Terroristen sch&uuml;tzen und gleichzeitig einen Plan ausarbeiten lassen, wie der Islamische Staat &ndash; als sei es die einzige islamistische Terrororganisation &ndash; niedergeschlagen werden k&ouml;nnte &ndash; als ob Clinton, Bush und Obama dies nicht ebenso vorgehabt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trumps-Einreiseverbote-Symbolisch-und-postfaktisch-3609929.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Turmoil at DHS and State Departement &ndash; &bdquo;There are people literally crying in the office here&ldquo;<\/strong><br>\nWhile President Donald Trump&rsquo;s executive order on immigration has left families wondering when they will see their loved ones again, drawing condemnation from leaders around the globe, the administration&rsquo;s actions have also impacted another group: career U.S. officials working on asylum and refugee cases as well as foreign policy.<br>\n&ldquo;There are people literally crying in the office here,&rdquo; said a senior U.S. immigration official who spoke to The Intercept on condition of anonymity.<br>\nInterviews and internal communications obtained by The Intercept reveal how American personnel tasked with aiding the planet&rsquo;s most vulnerable populations and representing the country in the international arena are learning bit by bit, through emails and confounding directives, how the jobs they signed up for are being steadily eroded.<br>\nThe immigration official said that staffers at one Department of Homeland Security office were devastated when they arrived at work Monday morning to find an email, circulated among DHS leadership over the weekend, informing department personnel that they would no longer be permitted to adjudicate any immigration claims from the seven countries targeted by Trump&rsquo;s travel ban, including petitions for asylum, permanent residency, or naturalization.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/01\/30\/asylum-officials-and-state-department-in-turmoil-there-are-people-literally-crying-in-the-office-here\/\">The Intercept<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Neuer Rekord!<\/strong><br>\nTage, die es dauerte, bis mehr als 50 Prozent der US-Amerikaner die Politik ihres Pr&auml;sidenten missbilligten.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170131_hwt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/KatapultM\/photos\/a.1598478810368866.1073741828.1511448562405225\/1823004564582955\/?type=3&amp;permPage=1\">Katapult Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Beno&icirc;t Hamon, Sieger der jungen Linken<\/strong><br>\nWird Frankreich rot-rot-gr&uuml;n? Der &Uuml;berraschungskandidat Beno&icirc;t Hamon hat gestern die Vorwahlen des sozialdemokratischen PS (Parti Socialiste) gewonnen. Der Sieg gegen Manuel Valls, der bis vor kurzem noch Premierminister war, fiel eindeutig aus. Hamon gewann 58 Prozent der Stimmen.<br>\nEs war die letzte einer ganzen Reihe von Wahlklatschen f&uuml;r die Politik Hollandes. Hamon wird dem Lager der Frondeurs, die gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei unter Hollande rebellieren und f&uuml;r einen Kurs stehen, der sich als deutlich links markiert. Exemplarisch daf&uuml;r steht ihr Widerstand gegen das Arbeitsgesetz.<br>\nDie politischen Ziele, f&uuml;r die Hamon wirbt, sprechen f&uuml;r sich: Er exponierte sich mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens f&uuml;r das Lager der Realisten als &ldquo;Tr&auml;umer&rdquo;. Er will die Arbeitszeit noch unter der 35- Stunden-Woche festlegen, zielt damit also in die vollkommen entgegengesetzte Richtung von Valls und Hollande.<br>\nGrundlegend vertritt Hamon die Auffassung, dass zeitgem&auml;&szlig;e linke Politik engstens mit Umweltpolitik verquickt ist, so pr&auml;sentiert er auch eine rigidere Abschaltungspolitik bei den AKWs. Ihren Anteil an der Stromproduktion will er k&uuml;nftig auf 50 Prozent reduzieren. Es soll mehr Umweltabgaben geben. Bis 2025 will er Dieselmotoren abschaffen.<br>\nBei seinem letzten TV-Duell gegen Valls f&uuml;hrte er mit gro&szlig;er Bestimmtheit aus, dass es eine Art Diskriminierungs-Polizei brauche, um Anti-Diskriminierungsgesetze im allgemeinen Bewusstsein zu verankern und durchzusetzen. Hamon tritt f&uuml;r den Schutz von Whistleblowers ein, f&uuml;r die Legalisierung von Cannabis. Bei dem heiklen Thema &ldquo;Sterbehilfe&rdquo; bezieht er eine Pro-Haltung, die entschiedene Gegner hat.<br>\nDie Liste kontrovers diskutierter Themen, wo Hamon einen Standpunkt einnimmt, der nicht wenige gegen ihn aufbringt, zum Beispiel bei der Reproduktionsmedizin oder beim Verbot von Pestiziden, lie&szlig;e sich noch weiter fortsetzen. Wie gro&szlig; der R&uuml;ckhalt daf&uuml;r ist, den Hamon in der Bev&ouml;lkerung finden kann, ist noch nicht einzusch&auml;tzen. Mit dem von ihm vorgeschlagenen Moratorium f&uuml;r die Euro-Rettungspolitik und der Abkehr von der Austerit&auml;tspolitik trifft er aber den Nerv vieler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Benoit-Hamon-Sieger-der-jungen-Linken-3609945.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Frankreichs Sozialisten droht der Untergang<\/strong><br>\nLinks-Utopist Beno&icirc;t Hamon hat keinerlei Aussicht, in die Stichwahl gegen Rechtspopulistin Marine Le Pen zu ziehen. Seine Partei liegt in Schutt und Asche.<br>\nDer Parti Socialiste ist zerr&uuml;tteter denn je, die Kampagne hat alte Narben und neue Wunden aufgerissen. Der Sieger vom Sonntag, der Links-Utopist Beno&icirc;t Hamon, hat keinerlei Aussicht, in die Stichwahl am 7. Mai gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen zu ziehen.<br>\nDie Tr&uuml;mmer der franz&ouml;sischen Linken sind die Hinterlassenschaft des Fran&ccedil;ois Hollande. Der sozialistische Pr&auml;sident kannte Frankreichs Strukturprobleme genau, er wollte seine Nation erneuern. Nur, zugleich scheute sich der fr&uuml;here Parteisekret&auml;r, seine linken Genossen zu verprellen. Er zauderte, suchte Mittelwege &ndash; und erreichte nichts.<br>\nSeine Ref&ouml;rmchen fielen zu lau aus und kamen zu sp&auml;t, als dass sie ihm einen Aufschwung und neue Jobs h&auml;tten schenken k&ouml;nnen. Zugleich agierte Hollande so ungeschickt, dass er dennoch die eigene Linke gegen sich aufbrachte. Manuel Valls, der fr&uuml;here Premierminister und unterlegene Realo vom Sonntag, war an Hollandes doppeltem Fiasko geradezu hyperaktiv beteiligt. Er ist der Sack, auf den nun all die linken PS-Genossen einpr&uuml;gelten, die eigentlich den Esel Hollande meinten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/benot-hamon-frankreichs-sozialisten-drohen-unterzugehen-1.3355670\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An diesem Kommentar l&auml;sst sich erahnen was einem Kanzlerkandidaten der SPD bl&uuml;hen w&uuml;rde, der wirklich linke Positionen vertreten und der neoliberalen Ideologie abschw&ouml;ren w&uuml;rde. &bdquo;Links-Utopist&ldquo; w&auml;re vermutlich noch das harmloseste Pejorativ. Der Vorwurf, die franz&ouml;sischen Sozialisten w&uuml;rden untergehen, weil Hollande nicht neoliberal genug gewesen sei, offenbart tiefe Einblicke in die Gedankenwelt deutscher &ldquo;Qualit&auml;tsjournalist&rdquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neuer Skandal f&uuml;r den Saubermann der franz&ouml;sischen Konservativen<\/strong><br>\n&ldquo;Man wird mich nicht einsch&uuml;chtern&rdquo;, sagte Fran&ccedil;ois Fillon am Sonntag vor etwa 15 000 Anh&auml;ngern bei einem Wahlkampfauftritt in Paris. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sidentschaftskandidat der Konservativen zeigte sich k&auml;mpferisch und reagierte damit auf zuletzt publik gewordene Vorw&uuml;rfe.<br>\nMedien berichteten am Wochenende, der Politiker sei in eine Aff&auml;re um schwarze Kassen f&uuml;r konservative Senatoren verstrickt und habe wom&ouml;glich unrechtm&auml;&szlig;ig Gelder erhalten. Das ist bereits der n&auml;chste m&ouml;gliche Skandal, Fillon ist schon durch den Vorwurf einer Scheinbesch&auml;ftigung seiner Ehefrau in die Schlagzeilen geraten. Er bezeichnete die Vorw&uuml;rfe als politisch motiviert. Er werde die Republikaner trotz des &ldquo;Gegenwinds&rdquo; zum Sieg bei der Pr&auml;sidentschaftswahl f&uuml;hren, betonte er in Paris.<br>\nF&uuml;r Fillon sind solche Vorw&uuml;rfe besonders pikant, schlie&szlig;lich hat er sich im Wahlkampf das Image des Saubermanns verpasst. Er gilt als korrekt, katholisch, konservativ &ndash; und als Favorit im Rennen um die Pr&auml;sidentschaft. Bisherigen Umfragen zufolge d&uuml;rfte er neben der Rechtsextremen Marine Le Pen in die Stichwahl im Mai einziehen und dabei klar gewinnen.<br>\nDass nun die Zeitung Journal du Dimanche berichtet, der heutige Pr&auml;sidentschaftskandidat habe in seiner Zeit als Senator von 2005 bis 2007 sieben auf seinen Namen ausgestellte Schecks &uuml;ber insgesamt etwa 21 000 Euro erhalten, l&auml;sst seine Chancen sinken. Auch das Enth&uuml;llungsportal Mediapart berichtet, Fillon habe sich einen Teil der Gelder, die eigentlich f&uuml;r die Bezahlung seiner Assistenten bestimmt gewesen seien, &ldquo;in die eigene Tasche gesteckt&rdquo;. Die abgezweigten Gelder belaufen sich demnach auf bis zu 25 000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/franois-fillon-neuer-skandal-fuer-den-saubermann-der-franzoesischen-konservativen-1.3355949\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oh je, der neoliberale Lieblingskandidat der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; erweist sich zunehmend als ein idealtypischer Repr&auml;sentant, der abgehobenen Politelite Frankreichs, die ihr Land als Selbstbedienugnsladen betrachtet. Marine Le Pen hat vermutlich gerade richtig Spa&szlig;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Aufgrund der Wahlarithmetik hat vor allem der neoliberale Shooting-Star Emmanuel Macron Grund zum Jubeln. Durch den Sieg Hamons bleibt ihm der Gegner Valls in der ersten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen erspart, der ihm alleine schon aufgrund der politischen N&auml;he viele Stimmen weggenommen h&auml;tte. Und wenn sich dann auch noch Fillon selbst zerlegt, steht der Pr&auml;sidentschaft Macrons nicht mehr viel im Weg. Armes Frankreich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &uuml;ber Armut und Reichtum<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck ist ein K&auml;mpfer gegen die soziale Ungleichheit und f&uuml;r eine gerechtere Verteilung des Wohlstands. Der renommierte deutsche &Ouml;konom fordert im Tagesgespr&auml;ch bei Marc Lehmann: &laquo;Die L&ouml;hne m&uuml;ssen rauf!&raquo;<br>\nUnsere Gesellschaft versagt bei der Verteilungsfrage: Das stellt Heiner Flassbeck anl&auml;sslich eines Caritas-Forums zum Thema &laquo;Recht auf Arbeit&raquo; fest. &laquo;Wie ist es m&ouml;glich, dass es inmitten von Reichtum Armut gibt?&raquo;, fragt er und gibt dem Kampf um die immer h&ouml;here Wettbewerbsf&auml;higkeit die Schuld. Wenn aber die Unternehmen die L&ouml;hne dr&uuml;ckten, um konkurrenzf&auml;hig zu bleiben, schnitten sie sich letztlich ins eigene Fleisch &ndash; denn am Ende lasse die Nachfrage nach.<br>\nWirtschaftsprofessor Heiner Flassbeck, ehemaliger Staatssekret&auml;r unter Bundeskanzler Schr&ouml;der und sp&auml;ter Chefvolkswirt der Uno-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung Unctad, fordert mit seinen provokativen Thesen Wirtschaft und Politik immer wieder heraus. So etwa mit der Forderung, erfolgreiche L&auml;nder wie die Schweiz und Deutschland m&uuml;ssten ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit drosseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.srf.ch\/sendungen\/tagesgespraech\/heiner-flassbeck-ueber-armut-und-reichtum\">SRF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssen wissen, wer nach Europa kommt<\/strong><br>\nUnser Hauptgegner ist die neoliberale Politik. Sie hat die AfD erst stark gemacht. Der jahrelange Sozialabbau, die unsicheren, schlecht bezahlten Jobs, die vielen Zukunftssorgen und Abstiegs&auml;ngste der Menschen, das ist der N&auml;hrboden der AfD&rdquo;, sagt Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der LINKEN f&uuml;r die Bundestagswahl 2017 und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, im Interview mit der Tageszeitung &ldquo;Volksstimme&rdquo;.<br>\nDie Welt ist heftig in Bewegung, jetzt mischt auch Donald Trump mit. Die vom US-Pr&auml;sidenten ins Spiel gebrachte Aufl&ouml;sung der Nato wollen Sie in ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis mit Russland umm&uuml;nzen. Denken Sie an eine Neuauflage des Warschauer Vertrages?<br>\nSahra Wagenknecht: Unsinn. Dass sich die Nato mit dem Ende des Kalten Krieges ebenso &uuml;berlebt hat wie der Warschauer Vertrag, war schon 1989 SPD-Position und stand in deren Berliner Programm. Ihr damaliges Ziel, eine neue europ&auml;ische Friedensordnung unter Einschluss Russlands, ist unver&auml;ndert aktuell. Gerade angesichts eines unberechenbaren US-Pr&auml;sidenten Trump sollte sich Europa fragen, ob wir uns weiter der US-Hegemonie unterordnen wollen. Ich halte es f&uuml;r richtig, die europ&auml;ischen Interessen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Nato hat sich zu einem Interventionsb&uuml;ndnis entwickelt, das Frieden und Stabilit&auml;t in Europa nicht sichert, sondern gef&auml;hrdet. Die Verlagerung von Panzern und Truppen &ndash; auch deutschen Soldaten &ndash; an die russische Grenze ist unn&uuml;tz und gef&auml;hrlich.<br>\nSie haben zu vielen Themen eine dezidierte Meinung und kollidieren des &Ouml;fteren mit ihrer Partei. So, als sie in der Fl&uuml;chtlingskrise den ungebremsten Zustrom von Fl&uuml;chtlingen kritisiert hatten. Wie sehen Sie das heute?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/wir-muessen-wissen-wer-nach-europa-kommt\/\">Sahra Wagenknecht, Volksstimme via Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie ein ganzer Kontinent seiner Rohstoffe beraubt wird<\/strong>\n<p>Bis vor Kurzem hatte Nigeria noch eine staatseigene Strombeh&ouml;rde, die National Electric Power Authority (NEPA). Der Volksmund machte daraus &ldquo;Never Expect Power Anytime&rdquo; (Rechnen Sie zu keiner Zeit mit Strom) oder, als die Firma in Power Holding Company Nigeria (PHCN) umbenannt wurde: &ldquo;Please Have Candles Nearby&rdquo; (Bitte immer Kerzen bereithalten).<\/p>\n<p>Der Humor der Nigerianer ist bemerkenswert. Ihr Land ist immerhin der gr&ouml;&szlig;te Energie-Exporteur Afrikas &ndash; doch die eigenen Kraftwerke und Stromnetze sind in einem so elenden Zustand, dass praktisch das gesamte Land mit Generatoren betrieben werden muss. Wohlgemerkt mit Hilfe von importiertem Diesel, der so teuer ist, dass viele Nigerianer sich nur selten Strom leisten k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Wie ist das m&ouml;glich &ndash; Treibstoffknappheit in einem Land, das &uuml;ber die elftgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lreserven der Welt verf&uuml;gt? Das ist, zugespitzt, die Frage, der Tom Burgis, ehemaliger Afrika-Korrespondent und inzwischen Investigativ-Reporter der Financial Times, nachgeht. Sein Buch &ldquo;Der Fluch des Reichtums&rdquo; ist eine Reise in die wichtigsten Rohstoffstaaten des Kontinents. In fast allen l&auml;sst sich ein Ph&auml;nomen beobachten, das &Ouml;konomen seit der Entdeckung von Erdgas in den Niederlanden der Sechzigerjahre die &ldquo;holl&auml;ndische Krankheit&rdquo; nennen: den erfolgreichen Export von Rohstoffen, der zwar Geld ins Land sp&uuml;lt, aber letztlich die anderen Sektoren der Volkswirtschaft zerst&ouml;rt.<\/p>\n<p>Selbst gut funktionierende Staaten k&ouml;nnen diesem Gesetz nicht komplett entgehen. Die Exporterl&ouml;se aus dem Verkauf von &Ouml;l, Gas oder Diamanten treiben nun einmal den Wert der Landesw&auml;hrung in die H&ouml;he, Importware wird deshalb im Vergleich zu lokalen Produkten billiger, und die heimische Industrie geht langsam an der Konkurrenz zugrunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/erdoel-wie-ein-ganzer-kontinent-seiner-rohstoffe-beraubt-wird-1.3265320\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Freihandel &ndash; eine Theorie mit Realit&auml;tsproblemen<\/strong><br>\nFreihandel ist ein hei&szlig;es Diskussionsthema geworden. Auch deshalb, weil Donald Trump die K&uuml;ndigung von Freihandelsabkommen zum Wahlkampfhit machte. Die gegen TTIP k&auml;mpfende europ&auml;ische Linke muss erschrocken wahrnehmen, dass nicht nur dieser rechte Milliard&auml;rskasper, sondern auch viele andere nationalistische Bewegungen neuerdings ebenfalls gegen solche Abkommen auftreten.<br>\nTrotzdem kann man sich als markt- und kapitalismuskritischer Mensch seine Kritik ja nicht deshalb pl&ouml;tzlich verkneifen, weil rechte Parteien das Thema aufgreifen und nationalistisch wenden. Die Kritik am Freihandel hat schon ihre Gr&uuml;nde und sie f&uuml;hrt keineswegs in simplen Protektionismus.<br>\nWir wollen es uns hier ersparen, die Urversion der Freihandelslehre breit darzustellen: Ricardos Theorie von den komparativen Kosten ist weitgehend bekannt und in Wikipedia nachlesbar. Freihandel ist demnach immer positiv, da sich jedes Land auf das spezialisiert, was es am besten kann. Das klingt erst einmal logisch und unbestreitbar, setzt aber ein paar sehr spezifische Annahmen voraus. Im klassischen Zwei-L&auml;nder-Zwei-G&uuml;ter-Fall unter anderem, dass beide handelnden L&auml;nder beide G&uuml;ter herstellen k&ouml;nnen und sich in der Ressourcenausstattung nicht unterscheiden, da die einzige Ressource die menschliche Arbeit ist. Der Unterschied zwischen den L&auml;ndern liegt lediglich in der Produktivit&auml;t.<br>\nAllerdings weicht die Realit&auml;t gerade bei Industriel&auml;ndern dann doch deutlich vom Modell ab. Nehmen wir beispielsweise Frankreich und Deutschland:  Frankreich ist  ber&uuml;hmt f&uuml;r Wein und K&auml;se &ndash; aber auch Deutschland produziert Emmentaler, Trollinger und Riesling. Klare Spezialisierungsmuster sind kaum zu erkennen. Ganz im Gegenteil exportiert Deutschland Autos und Maschinen nach Frankreich und Frankreich  Autos und Maschinen nach Deutschland. Der Handel erfolgt also nicht in erster Linie zwischen unterschiedlichen Produkten (interindustrieller Handel), sondern dieselben Produktgruppen werden sowohl exportiert als auch importiert (intraindustrieller Handel). Und schon l&auml;uft das klassische Spezialisierungsmodell ins Leere und ein allgemeiner Nutzen durch Freihandel l&auml;sst sich daraus nicht mehr so richtig begr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/isw-muenchen.de\/2017\/01\/freihandel-eine-theorie-mit-realitaetsproblemen\/\">Charles Pauli auf den Seiten des ISW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Trumps Streit mit dem Silicon Valley geht erst los<\/strong><br>\nNachdem f&uuml;hrende amerikanische Technologie-Unternehmer sich &ouml;ffentlich gegen das Einreise-Dekret Donald Trumps gewendet haben, zeichnet sich ab, dass das wom&ouml;glich erst der Beginn einer noch viel heftigeren Konfrontation zwischen dem neuen Pr&auml;sidenten und der wichtigsten Branche des Landes ist. Trumps Administration hat den Entwurf f&uuml;r einen weiteren Pr&auml;sidenten-Erlass erarbeitet, der das bestehende System der Arbeitserlaubnisse auf den Kopf stellen w&uuml;rde &ndash; und damit die Praxis, nach der Technologieunternehmen jedes Jahr Zehntausende Mitarbeiter anheuern. Das berichtet der Finanzdienst Bloomberg und bezieht sich dabei auf den Text des Entwurfs. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die Einwanderungspolitik unseres Landes sollte so konzipiert und umgesetzt werden, dass sie zuerst und zuvorderst dem nationalen Interesse der Vereinigten Staaten dient&ldquo;, zitiert &bdquo;Bloomberg&ldquo; aus dem Entwurf. &bdquo;Visa-Programme f&uuml;r ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte (&hellip;) sollten so administriert werden, dass sie die B&uuml;rgerrechte amerikanischer Arbeiter und rechtm&auml;&szlig;iger Anwohner sch&uuml;tzen. Und dass sie den Schutz amerikanischer Arbeiter &ndash; unserer vergessenen Menschen &ndash; priorisieren und die Arbeitspl&auml;tze, die sie haben.&ldquo; Auf eine entsprechende Nachfrage zu dem Entwurf wollte das Wei&szlig;e Haus demnach keinen Kommentar abgeben.<br>\nDie Arbeits-Visa wurden urspr&uuml;nglich eingef&uuml;hrt, um amerikanischen Unternehmen zu helfen, ausl&auml;ndische Fachleute anzustellen, wenn sie keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter vor Ort finden. Jedoch hat es in den vergangenen Jahren auch Kritik gegeben, diese Visa w&uuml;rden missbraucht, um gezielt g&uuml;nstigere ausl&auml;ndische Experten anzuwerben anstelle von Amerikanern. Das sogenannte H-1B-Visum beispielsweise bekommen vor allem indische IT-Fachleute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/naechstes-donald-trump-dekret-koennte-silicon-valley-staerker-treffen-14796598.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte beim Eintreten f&uuml;r offene Grenzen genau hinh&ouml;ren wer diese, in welchen Interesse propagiert. Microsoft, Google, Apple &amp; Co geht es dabei prim&auml;r klar um Arbeitskr&auml;fte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griechenland: B&uuml;rger und Staat am Ende der Sparm&ouml;glichkeiten<\/strong><br>\nDie seit Oktober andauernde zweite Inspektion der Fortschritte des dritten griechischen Kreditprogramms verz&ouml;gert sich immer mehr. Wie bereits in den vergangenen Jahren der so genannten Rettungsprogramme bleiben die Tranchenzahlungen des Hilfskredits w&auml;hrend der Inspektionen aus. Die Zahlungsverz&ouml;gerung f&uuml;hrt in der griechischen Wirtschaft zu den bekannten Folgen einer Verst&auml;rkung der Rezession wegen fehlender Liquidit&auml;t. Der Staat kann seine Rechnungen nicht zahlen, Investoren scheuen sich zu investieren und die B&uuml;rger f&uuml;rchten neue Steuern, Leistungs- und Lohnk&uuml;rzungen.<br>\nLetzteres fordern nun unisono alle Kreditgeber, obwohl sie untereinander &uuml;ber den Ablauf und die Folgen des Programms heillos zerstritten sind. Gegen&uuml;ber den Griechen jedoch sagen sie mit einer Stimme &ldquo;take it or leave it&rdquo;. Entweder stimmt Tsipras also neuen Sparma&szlig;nahmen zu oder aber der Grexit droht.<br>\nDie europ&auml;ischen Kreditgeber, ESM, EZB und Kommission m&ouml;chten den IWF auf jeden Fall im griechischen Kreditprogramm haben. Der IWF jedoch m&ouml;chte sich nur dann mit eigenen Geldern beteiligen, wenn die Schuldenlast Griechenlands tragf&auml;hig wird. Die Experten vom Internationalen W&auml;hrungsfonds haben diesbez&uuml;glich eine Studie angefertigt, deren kompletter Inhalt am 6. Februar ver&ouml;ffentlicht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-Buerger-und-Staat-am-Ende-der-Sparmoeglichkeiten-3609875.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hohmann-Dennhardt bekommt mehr als zw&ouml;lf Millionen Euro von VW<\/strong><br>\nChristine Hohmann-Dennhardt kassiert bei Volkswagen ab: Die Managerin, die den Autokonzern nach nur einem Jahr verl&auml;sst, bekommt nach SPIEGEL-Informationen insgesamt mehr als zw&ouml;lf Millionen Euro.<br>\nHohmann-Dennhardt kann mit einer solchen Summe rechnen, weil ihr neben dem Gehalt f&uuml;r 13 Monate Arbeit eine Abfindung in H&ouml;he von knapp zwei Jahresgeh&auml;ltern zusteht. Hinzu kommt, dass der Wolfsburger Autobauer Hohmann-Dennhardt eine Entsch&auml;digung daf&uuml;r zugesagt hatte, dass sie vorzeitig aus dem Vorstand von Daimler ausgeschieden war, um Anfang 2016 zu Volkswagen zu wechseln. Dabei hatte sie auf Anspr&uuml;che gegen&uuml;ber ihrem Ex-Arbeitgeber in Millionenh&ouml;he verzichtet.<br>\nIn Wolfsburg sollte Hohmann-Dennhardt eine entscheidende Rolle bei der Aufarbeitung des Diesel-Skandals spielen. Bei Daimler hatte die Juristin zuvor in &auml;hnlicher Funktion gewirkt, als der Stuttgarter Konzern nach einem Schmiergeldskandal ins Visier des US-Justizministeriums geraten waren. Ihre Verpflichtung durch VW galt als Signal daf&uuml;r, dass es das Wolfsburger Unternehmen mit seinem Versprechen ernst meint, die Hintergr&uuml;nde des Diesel-Skandals aufkl&auml;ren zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/volkswagen-christine-hohmann-dennhardt-bekommt-mehr-als-zwoelf-millionen-euro-von-vw-a-1132391.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer hat, dem wird gegeben. Auf der anderen Seite wird, ebenfalls als Folge des Abgasskandals, &uuml;ber Sparprogramme zulasten der Belegschaft diskutiert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wohl gemerkt, die Dame war Vorstand f&uuml;r &bdquo;Integrit&auml;t und Recht&ldquo;, also eine Art &bdquo;Ethikbeauftrage&ldquo; f&uuml;r Unternehmen. Man kann da wirklich nur noch den Kopf sch&uuml;tteln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie Deutschland seine Importe rasch steigern kann<\/strong><br>\nDeutschland exportiert weit mehr, als es einf&uuml;hrt. US-Pr&auml;sident Trump droht deshalb mit Strafz&ouml;llen. Der &Ouml;konom Carl Christian von Weizs&auml;cker hat einen provokanten Vorschlag, wie der &Uuml;berschuss sinken k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nWeizs&auml;cker: Der Gesetzgeber m&uuml;sste die Mehrwertsteuer deutlich senken, um f&uuml;nf Prozentpunkte oder mehr. Dadurch w&uuml;rden Waren und Dienstleistungen in Deutschland billiger, Verbraucher und Unternehmen konsumierten mehr, auch G&uuml;ter, die aus dem Ausland eingef&uuml;hrt werden. Der Import w&uuml;rde gest&auml;rkt, ohne den Export zu schw&auml;chen. Dies w&uuml;rde helfen, die Bilanz auszugleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/handel-wie-deutschland-seine-importe-rasch-steigern-koennte-a-1131912.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Millionen Minijobber werden mit illegalen Minigeh&auml;ltern abgespeist<\/strong><br>\nViele Minijobber erhalten nicht den gesetzlichen Mindestlohn, obwohl er ihnen zusteht. Dies geht aus einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor. Demnach bekamen 2015 knapp die H&auml;lfte dieser geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten weniger als 8,50 Euro brutto die Stunde, die Arbeitgeber damals mindestens zahlen mussten. Der Mindestlohn wurde Anfang 2015 in Deutschland eingef&uuml;hrt; mittlerweile bel&auml;uft er sich auf 8,84 Euro.<br>\n&ldquo;Die Zahlen lassen keinen Zweifel daran, dass die Betriebe bei einem erheblichen Teil der Minijobber nicht wie gesetzlich vorgeschrieben die L&ouml;hne erh&ouml;ht haben&rdquo;, stellen die Studienautoren Toralf Pusch und Hartmut Seifert fest. Das Mindestlohngesetz werde bei Minijobs offenbar &ldquo;noch l&auml;ngst nicht fl&auml;chendeckend angewendet&rdquo;, hei&szlig;t es in der Untersuchung, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nBei wie vielen 450-Euro-Stellen genau die Lohnuntergrenze unterlaufen wird, schreiben die Forscher nicht. Es d&uuml;rfte sich aber um Millionen handeln. Derzeit bel&auml;uft sich nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit die Zahl der Minijobber auf 7,4 Millionen. F&uuml;r knapp f&uuml;nf Millionen handelt es sich dabei um ihre Hauptt&auml;tigkeit und keinen Zusatzjob. [&hellip;]<br>\nSo verdienten im Jahresdurchschnitt 2014 etwa 60 Prozent der Minijobber weniger als 8,50 Euro die Stunde. Dieser Anteil sank zun&auml;chst auf etwa 50 Prozent. Der durchschnittliche Zeitpunkt der Befragung war dabei der M&auml;rz 2015. Zieht man die Umfrageergebnisse vom Juni 2015 heran, erhielten immer noch 44 Prozent der Minijobber nicht die 8,50 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-von-wegen-mindestlohn-1.3354513\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Im Gef&auml;ngnis geh&ouml;rt einem weder Raum noch Zeit<\/strong><br>\nGut drei Monate war die Schriftstellerin Asli Erdogan in der T&uuml;rkei in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Terrorpropaganda. Die 49-J&auml;hrige hat die Vorw&uuml;rfe als absurd zur&uuml;ckgewiesen. Nun wartet sie auf ihren Prozess.<br>\nWir treffen Asli Erdogan im siebten Stock eines modernen Verlagshauses. Sie begr&uuml;&szlig;t uns mit einem verhaltenen L&auml;cheln, ein Verlagsmitarbeiter bringt Kaffee und Tee. Asli Erdogan z&uuml;ndet sich eine Zigarette an. Das Rauchen sei der einzige Luxus im Gef&auml;ngnis gewesen &ndash; zumindest fast.<br>\n&ldquo;Im Gef&auml;ngnis blickt man, wenn man aus dem Fenster schaut, auf die Wand und die vergitterten Fenster des gegen&uuml;berliegenden Trakts. Dazwischen ein kleiner Innenhof&rdquo;, beschreibt sie. &ldquo;Schaut man nach oben, sieht man durch das Drahtdach des Innenhofs circa 50 Quadratmeter Himmel.&rdquo; Im Herbst k&ouml;nne man die V&ouml;gelschw&auml;rme beobachten. &ldquo;Manchmal haben wir auch den Vollmond gesehen. Und einmal sah ich einen Regenbogen.&rdquo;<br>\nKalt sei es im Frauengef&auml;ngnis in Istanbul-Bakirk&ouml;y gewesen, kaum w&auml;rmer als drau&szlig;en. Die K&auml;lte habe sie als das gr&ouml;&szlig;te Problem empfunden, sagt die chronisch kranke Autorin. Und die Ungewissheit dar&uuml;ber, wann sie wieder frei kommt und ob &uuml;berhaupt: Ein Mensch k&ouml;nne alles aushalten, meint sie, sofern er wisse, wann es anf&auml;ngt und wann es aufh&ouml;rt. &ldquo;Sogar Folter und Misshandlung kann man dann aushalten &ndash; wenn man beispielsweise wei&szlig;: In drei Monaten ist alles vorbei.&rdquo; &ndash; Aber keine Antwort zu wissen, auf die Frage, ob man schon morgen herauskommt, oder nie wieder: &ldquo;Das ist schrecklich.&rdquo;<br>\nAls Autorin zahlreicher Romane und Erz&auml;hlungen pflegt sie die Schrift als st&auml;rkstes Ausdrucksmittel. Doch Asli Erdogan hat in gut hundert Tagen Haft nicht eine Seite geschrieben. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r ihr Verstummen waren so banal wie wirksam: &ldquo;Um schreiben zu k&ouml;nnen braucht man &ndash; wie Virgina Woolf schon sagte &ndash; ein eigenes kleines Zimmer.&rdquo; Im Gef&auml;ngnis geh&ouml;re einem weder der Raum noch die Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/die-tuerkische-autorin-asli-erdogan-im-gefaengnis-gehoert.1270.de.html?dram:article_id=377653\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine wichtige Botschaft aus dem Gef&auml;ngnis in dieser mit Trump und Schulz und vielem mehr aufgeheizten Zeit und bitte bedenken: das passiert im Lande unseres NATO-Partners, in einem Land, wo Bundeswehrsoldaten und deutsche Flugzeuge stationiert sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Gezielte T&ouml;tungen&ldquo; durch Drohnen: Bundesregierung zieht keine Konsequenzen<\/strong><br>\nWelche Verantwortung tr&auml;gt Deutschland beim Drohnenkrieg? Einen Fragenkatalog von Parlamentariern der Linken zur Rolle des US-Luftwaffenst&uuml;tzpunktes in Ramstein beantwortet die Bundesregierung ausweichend: Die Vereinigten Staaten h&auml;tten versichert, beim Einsatz von bewaffneten Drohnen das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht einzuhalten. &Uuml;berpr&uuml;ft wird das jedoch nicht. Wir ver&ouml;ffentlichen die Antworten.<br>\nSeit mehreren Jahren schon fragen einige Abgeordnete des Bundestags immer wieder bei der Bundesregierung nach, ob der US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt in Ramstein als eine Relaisstation f&uuml;r den US-Drohnenkrieg fungiert. Das wurde im Dezember 2016 seitens der Regierung zum ersten Mal best&auml;tigt.<br>\nErfahren haben sollen das Mitarbeiter des Ausw&auml;rtigen Amtes bei einem Gespr&auml;ch in der Botschaft der Vereinigten Staaten, das bereits am 26. August 2016 stattfand. Einen Monat sp&auml;ter, am 28. September 2016, wurden die Obleute des Ausw&auml;rtigen Ausschusses &uuml;ber dieses Gespr&auml;ch informiert.<br>\nNun dr&auml;ngt sich die Frage auf, welche Konsequenzen daraus folgen. Aus dem Plenarprotokoll der 205. Sitzung des Bundestages am 30. November 2016 (pdf, S. 20452ff.) geht bereits hervor, wie sich die Bundesregierung zu der rechtlichen Bewertung der Rolle Ramsteins stellt: Die Eins&auml;tze, bei denen der rheinland-pf&auml;lzische St&uuml;tzpunkt als Relaisstation dient, seien deswegen nicht v&ouml;lkerrechtswidrig, weil dies von den Vereinigten Staaten zugesichert werde.<br>\nSolche politischen Zusicherungen haben mitunter eine kurze Halbwertzeit: Der ehemalige US-Pr&auml;sident Barack Obama hatte dem damaligen deutschen Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier versichert, die Drohnent&ouml;tungen w&uuml;rden nicht aus Rheinland-Pfalz &bdquo;gesteuert&ldquo;. Aber vermutlich war das wieder nur eine definitorische Frage, um &uuml;ber das eigentliche Problem nicht sprechen zu m&uuml;ssen: die Verantwortung, die Deutschland beim Drohnenkrieg tr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/gezielte-toetungen-durch-drohnen-bundesregierung-zieht-keine-konsequenzen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Antwort der Bundesregierung k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/cdn.netzpolitik.org\/wp-upload\/2017\/01\/Ramstein-AntwortenBR.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>J&uuml;dische Siedler beeinflussen Armee im Westjordanland<\/strong><br>\n&ldquo;Er lebt noch, der Hund&rdquo;, schreit eine Stimme im Video, &ldquo;vielleicht tr&auml;gt er eine Bombe.&rdquo; Kurze Zeit sp&auml;ter f&auml;llt ein Schuss. Der israelische Soldat Elor Azaria exekutiert den wehrlos am Boden liegenden Pal&auml;stinenser Abdel Fattah Al-Sharif aus n&auml;chster N&auml;he. Am Tatort stehen nicht nur Soldaten, sondern auch zahlreiche ortsans&auml;ssige Siedler aus Hebron. Die Stimme, die im Video zu h&ouml;ren ist, geh&ouml;rt zu einem von ihnen. Nach der Tat legt der Soldat Azaria seine Waffe weg und sch&uuml;ttelt die Hand von Baruch Mazel, dem als radikal geltenden Anf&uuml;hrer der j&uuml;dischen Siedler in der Stadt.<br>\nDer Soldat Elor Azaria wurde k&uuml;rzlich von einem Gericht in Tel Aviv wegen Totschlags verurteilt. Der umstrittene Fall l&ouml;ste Diskussionen und Proteste in Israel aus &ndash; viele sehen in Azaria einen Helden. Was bisher aber kaum in Frage gestellt wurde, ist die Rolle, welche die Siedler am Tatort spielten. Deren Einmischung in Angelegenheiten der Armee ist kein Einzelfall. Neue Zeugenaussagen von israelischen Soldaten &ndash; gesammelt von der NGO Breaking the Silence &ndash; zeigen nun, wie problematisch das Verh&auml;ltnis zwischen Siedlern und Soldaten in den besetzten Gebieten ist.<br>\nDean Issacharoff, 25, war vier Jahre lang bei den israelischen Streitkr&auml;ften t&auml;tig und als Soldat unter anderem in Hebron stationiert. Er berichtet von der Beziehung zu den Siedlern: &ldquo;Anfangs waren sie sehr freundlich. Sie haben uns zum Grillen eingeladen und am Schabat waren wir zum Mittagessen in Baruch Mazels Haus.&rdquo; Jenen Soldaten, die Nachtschichten an den Kontrollpunkten schoben, h&auml;tten die Siedler Tee und Kekse gebracht. Doch das sei nur die eine Seite der Medaille.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/israel-juedische-siedler-beeinflussen-armee-im-westjordanland-a-1132244.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Verschw&ouml;rungstheorie Marke Eigenbau<\/strong><br>\nSeit einiger Zeit sickern abstruse Erkl&auml;rungen, die fr&uuml;her kaum jemand ernst nahm, in den Mainstream ein: Deutschland &ndash; kein souver&auml;ner Staat, der 11. September &ndash; ein &ldquo;Inside Job&rdquo;. Verschw&ouml;rungstheorien boomen.<br>\nDie Kondensstreifen am Himmel, das sind nat&uuml;rlich keine Kondensstreifen, sondern sogenannte Chemtrails, absichtlich verspr&uuml;hte Giftwolken, die die Zeugungsf&auml;higkeit der Bev&ouml;lkerung herabsetzen sollen.<br>\nIm Netz gibt es unz&auml;hlige Blogs, Seiten und Foren, in denen Verschw&ouml;rungstheorien diskutiert werden, auf Facebook organisieren sich mittlerweile Gruppen, die glauben, Echsenmenschen h&auml;tten die Regierungen unterwandert oder die Erde sei eine Scheibe. Aber wie funktionieren Verschw&ouml;rungstheorien?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schoener-neuer-wahn-verschwoerungstheorie-marke-eigenbau.1247.de.html?dram:article_id=374929\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Um gleich in medias res zu gehen: dieses Feature erkl&auml;rt und hinterfragt &uuml;berhaupt nichts. Da werden &Auml;pfel mit Birnen verglichen. Unterscheidungsverm&ouml;gen also gleich Null.<\/em><br>\n<em>Leider sind  die Autoren  bei ihrer Recherchen auch nicht auf die Aussage von Max Weber  &uuml;ber virtuelle Geschichte  gesto&szlig;en, n&auml;mlich, dass, nur wer das M&ouml;gliche  denke, erkenne auch das Wirkliche. Der gro&szlig;e Soziologe war n&auml;mlich der Auffassung, dass man sehr wohl alternative Faktoren  beachten solle, die den historischen Prozess in eine andere Richtung h&auml;tten lenken k&ouml;nnen. Ein Denken also,  ganz anders,  als der gedankenpolizeiliche Inhalt  des Begriffes Verschw&ouml;rungstheorie.<\/em><br>\n<em>Dieses Feature ist von einem kritischen Denken meilenweit entfernt, stattdessen macht es subtile Propaganda f&uuml;r die Herren der Welt mit ihrem Slogan: wir sind die Guten.  Nationen, die sich nicht diesem grenzenlosen Profitstreben, verbunden mit geopolitischer Einflussnahme  widersetzen, werden d&auml;monisiert und im Namen  dieser schrankenlosen Profitmaximierung bek&auml;mpft und vernichtet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Sendung ist in der Tat ziemlich infame Meinungsmache, da im Kontext jede Kritik an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen mit schr&auml;gen, im Internet kursierenden Theorien in einem Topf geworfen und als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; diffamiert wird. Selbst die Keule Antisemitismus und Rechtsextremismus darf nicht fehlen. Die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; k&auml;mpfen nach wie vor mit aller ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden publizistischen Macht um die R&uuml;ckgewinnung ihrer Deutungshoheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-36810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36810"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36814,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36810\/revisions\/36814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}