{"id":36826,"date":"2017-02-01T08:39:25","date_gmt":"2017-02-01T07:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826"},"modified":"2017-02-01T08:39:25","modified_gmt":"2017-02-01T07:39:25","slug":"hinweise-des-tages-2804","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h01\">Was Sie &uuml;ber Aleppo h&ouml;ren, ist bestenfalls ein kleiner Teil der Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h02\">Merkels T&uuml;rkei-Besuch kommt zur Unzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h03\">Trump-Berater wirft Deutschland Ausbeutung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h04\">Der Sektor &ndash; Warum die globale Finanzwirtschaft uns zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h05\">Handelsstreit zwischen USA und Mexiko: Armut auf beiden Seiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h06\">Landesunternehmen erh&ouml;hen noch schnell die Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h07\">Teilnehmer dringend gesucht: BMAS erweitert Zielgruppe des ESF-Programms f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h08\">Gewerkschaften k&uuml;ndigen Warnstreiks an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h09\">Stadtwerke warnen vor Marktmacht der gro&szlig;en Netzbetreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h10\">Der Staat macht es lieber privat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h11\">In diesen St&auml;dten ist die Luft am schlechtesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h12\">Innenministerium lobt neue R&uuml;ckkehrpr&auml;mien f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h13\">Eine Richtigstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h14\">Anklage: &bdquo;Kontaktschuld&ldquo; &ndash; Daniele Ganser im Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h15\">Deutsche Medienkonzerne haben das Nachsehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h16\">Wettlauf von System und Systemkritik &ndash; Gespr&auml;ch mit Daniel Kehlmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36826#h17\">zu guter Letzt: Sieben muslimische Staaten verh&auml;ngen Einreiseverbot f&uuml;r amerikanische Drohnen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was Sie &uuml;ber Aleppo h&ouml;ren, ist bestenfalls ein kleiner Teil der Wahrheit<\/strong><br>\nInterview mit dem Konfliktforscher Jan Oberg, der die Befreiung Aleppos als &ldquo;weltgeschichtliches&rdquo; Ereignis einstuft<br>\nNur knapp sechs Wochen sind vergangenen, seitdem kaum eine Nachrichtensendung ohne Schlagzeile zu den Ereignissen im syrischen Aleppo auskam. Unterst&uuml;tzt durch russische Luftangriffen eroberten Mitte Dezember Truppen der syrischen Armee den Ostteil der Stadt und beendeten damit die seit vier Jahren andauernde Kontrolle oppositioneller Milizen. [&hellip;]<br>\nJan Oberg: Berichte, wonach die syrische Regierung, die Armee und de Russen nur unschuldige Zivilisten ermorden und dass der Pr&auml;sident systematisch seine eigene Leute t&ouml;tet, wie es immer mit kaum oder gar keiner &Uuml;berpr&uuml;fung der Quellen behauptet wird, bilden nach meiner Wahrnehmung nicht die ganze Wahrheit ab. Oder schlimmer: Sie sind vors&auml;tzlich erlogen und verteufelnd. Was Sie &uuml;ber die Befreiung Aleppos geh&ouml;rt haben, ist entweder verf&auml;lscht oder nur ein kleiner Teil einer viel gr&ouml;&szlig;eren Wahrheit. [&hellip;]<br>\nJan Oberg: Da haben Sie Recht. Die Zerst&ouml;rung, die ich in Ost-Aleppo sah, war unbeschreiblich. Sie war systematisch. Und es war herzzerrei&szlig;end. Ich habe die Zerst&ouml;rung von Orten wie Sarajevo, Vukovar, Krajina, Ost- und West-Slawonien, Abchasien und S&uuml;dossetien gesehen.<br>\nDas hier war schlimmer. Aber diese Ruinen &ndash; eingeschlossen die Altstadt, ein UNESCO-Weltkulturerbe &ndash; waren das Ergebnis von vier Jahren Besatzung durch Rebellen, die vor allem von NATO-Staaten und anderen &ldquo;Freunden Syriens&rdquo; wie Saudi Arabien und den Golfstaaten unterst&uuml;tzt wurden. [&hellip;]<br>\nAktivisten vor Ort und Ersthelfer wie die White Helmets haben immer wieder &uuml;ber die gewaltige Zerst&ouml;rung durch Luftangriffe und &uuml;ber bombardierte Wohngeb&auml;ude und Krankenh&auml;user berichtet. Hatten Sie die M&ouml;glichkeit mit einem von ihnen zu sprechen?<br>\nJan Oberg: Nein, von dieser mit 100 Millionen US-Dollar finanzierten angeblichen Hilfsorganisation haben ich niemanden in Aleppo gesehen. Ich traf ein paar Anwohner, die von ihnen geh&ouml;rt hatten, aber niemanden, der sie gesehen hatte oder w&auml;hrend der Besatzungsjahre Hilfe von ihnen erhalten hatte.<br>\nWo sollen sie gewesen sein, wenn nicht in Ost-Aleppo, um Zehntausenden nach der Befreiung aus vier Jahren H&ouml;lle zu helfen? Stattdessen habe ich junge syrische Freiwillige getroffen, die meisten stammten von der Universit&auml;t der Stadt oder dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond, einer Organisation, die nicht so viel Gl&uuml;ck damit hatte, westliche Unterst&uuml;tzung zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-Sie-ueber-Aleppo-hoeren-ist-bestenfalls-ein-kleiner-Teil-der-Wahrheit-3610881.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkels T&uuml;rkei-Besuch kommt zur Unzeit<\/strong><br>\nDie Linken-Politikerin Sevim Dagdelen hat die f&uuml;r Donnerstag geplante T&uuml;rkei-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Im Vorfeld des Referendums in der T&uuml;rkei k&ouml;nne der Besuch in Ankara nur als Unterst&uuml;tzung von Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan gewertet werden, sagte Dagdelen im DLF. Die Demokratie in der T&uuml;rkei werde abgebaut. So seien allein in der letzten Woche 1.000 Menschen verhaftet worden, sagte Sevim Dagdelen im DLF. Aber wenn die Bundeskanzlerin schon in Ankara sei, m&uuml;sse sie sich &ouml;ffentlich f&uuml;r die Freilassung von politischen Gefangenen einsetzen und inhaftierte Oppositionelle besuchen, so die Bundestagsabgordnete der Linken. Dagdelen kritisierte zudem das Verhalten der Bundesregierung bez&uuml;glich der t&uuml;rkischen Soldaten, die in NATO-Einrichtungen gearbeitet hatten und in Deutschland Asyl beantragt haben sollen. Ihres Wissens nach handele es sich um insgesamt 34 t&uuml;rkische Soldaten. Die Linken-Politikerin verwies auf das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge und sagte, dass der Bundesregierung keine Erkenntnisse vorliegen, wie viele Soldaten nach dem Putschversuch in Deutschland Asyl beantragt h&auml;tten. Sie selbst glaube aber nicht an diese Aussage. In der aktuellen Situation h&auml;lt Dagdelen es f&uuml;r grundlegend wichtig, wie Deutschland sich in diesem Fall positionieren wird. &ldquo;Das ist nicht nur eine rechtliche Frage, sondern nat&uuml;rlich auch eine politische Einsch&auml;tzung und Wertung &uuml;ber die Entwicklung in der T&uuml;rkei. Es geht hier um Asyl wegen politischer Verfolgung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-dem-referendum-in-der-tuerkei-merkels-tuerkei-besuch.694.de.html?dram:article_id=377714\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel kontert Kritik von Trumps Wirtschaftsberater<\/strong><br>\nDeutschland beutet durch den Euro andere EU-L&auml;nder und die Vereinigten Staaten aus, behauptet ein Wirtschaftsberater Trumps. Die Kanzlerin sieht das anders.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel weist den Vorwurf eines ranghohen Beraters des amerikanischen Pr&auml;sidenten Donald Trump zur&uuml;ck, wonach sich Deutschland durch den Euro unfaire Handelsvorteile verschaffe. &bdquo;Deutschland ist ein Land, das immer daf&uuml;r geworben hat, dass die Europ&auml;ische Zentralbank eine unabh&auml;ngige Politik macht, so wie das auch die Bundesbank gemacht hat, als es noch keinen Euro gab&ldquo;, sagte Merkel w&auml;hrend eines Besuches in Stockholm an diesem Dienstag.<br>\nUnd weiter hob die Kanzlerin hervor: &bdquo;Deshalb werden wir auf das Verhalten der EZB auch keinen Einfluss nehmen. Deshalb kann ich auch an der Situation, wie sie ist, und will ich auch gar nichts &auml;ndern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/wettbewerbsfaehige-unternehmen-merkel-kontert-kritik-von-trumps-wirtschaftsberater-14807251.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Thomas Trares:<\/strong> Da fehlen einem die Worte! Die Kanzlerin &bdquo;kontert&ldquo; Kritik an Deutschlands Handelspolitik, vulgo Export&uuml;bersch&uuml;ssen und Lohndumping, mit dem Hinweis, dass die EZB unabh&auml;ngig sei! H&auml;? Was? Hat sie das wirklich gesagt?! Unfassbar! Eigentlich h&auml;tte sie gestern in Stockholm auch sagen k&ouml;nnen: &bdquo;Mein Bekannter und ich waren im letzten Sommer auf einem Campingplatz bei Saarbr&uuml;cken. Dort war es sehr sauber.&ldquo; Dann h&auml;tte wenigstens jeder sofort gemerkt, welch einen Nonsens die Kanzlerin von sich gibt, und dass die Kritik und ihre Antwort auf die Kritik nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben. Das sind zwei v&ouml;llig verschiedene Themen.<\/em><br>\n<em>Dieser ganze Wettbewerbsf&auml;higkeitsirrsinn, die schw&auml;bische Hausfrau, usw &ndash; eine Bundeskanzlerin muss nicht zwingend eine Wirtschaftsexpertin sein, aber das Ausma&szlig; der Ahnungslosigkeit dieser Kanzlerin ist ersch&uuml;tternd. Und das soll die Frau sein, die alles vom Ende her denkt? Wahnsinn!<br>\nNicht besser ist allerdings der Artikel selbst, der diese Absonderungen offenbar noch ernst nimmt und sich weiter unten auch noch in Mutma&szlig;ungen ergeht, dass die neue US-Administration &bdquo;gezielt Zwietracht auch zwischen Europas Regierungen s&auml;en&ldquo; wolle. Wenn man denkt, das war es jetzt, wird nochmal einer draufgesetzt. Dieses ganze Dokument ist geradezu ein Paradebeispiel f&uuml;r Postfaktisches.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump-Berater wirft Deutschland Ausbeutung vor<\/strong><br>\nEin wichtiger Berater von US-Pr&auml;sident Donald Trump hat Deutschland vorgeworfen, seine Handelspartner durch einen schwachen Euro &ldquo;auszubeuten&rdquo;. Deutschland profitiere von einer &ldquo;extrem unterbewerteten &lsquo;impliziten Deutschen Mark'&rdquo;, sagte der Chef des Nationalen Handelsrats, Peter Navarro, der britischen &ldquo;Financial Times&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-und-der-euro-berater-wirft-deutschland-ausbeutung-vor-a-1132561.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Was soll man sagen? Ja, Deutschland exportiert auch Arbeitslosigkeit. Ja, man kann das so sehen, dass Deutschland auf Kosten anderer lebt. Nochmals, die USA hatten 2015 ein Au&szlig;enhandelsdefizit von &uuml;ber 800 Milliarden US-Dollar, folgt man der Betrachtungsweise der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; haben die USA das einfach zu akzeptieren. Der deutsche Export&uuml;berschuss betr&auml;gt nach den neusten Zahlen 8,6 Prozent der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung. Die EU-Kommission stuft bereits Werte von dauerhaft mehr als sechs Prozent als stabilit&auml;tsgef&auml;hrdend ein. Der St&ouml;renfried ist in diesem Falle Deutschland, nicht Trump.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Trump&rsquo;s top trade adviser accuses Germany of currency exploitation<\/strong><br>\nBerlin is using a &lsquo;grossly undervalued&rsquo; euro to gain advantage over trading partners, says Navarro<br>\nPeter Navarro, the head of Mr Trump&rsquo;s new National Trade Council, told the Financial Times the euro was like an &ldquo;implicit Deutsche Mark&rdquo; whose low valuation gave Germany an advantage over its main trading partners. His views suggest the new administration is focusing on currency as part of its hard-charging approach on trade ties.<br>\nIn a departure from past US policy, Mr Navarro also called Germany one of the main hurdles to a US trade deal with the EU and declared talks with the bloc over a US-EU agreement, known as the Transatlantic Trade and Investment Partnership, dead.<br>\n&ldquo;A big obstacle to viewing TTIP as a bilateral deal is Germany, which continues to exploit other countries in the EU as well as the US with an &lsquo;implicit Deutsche Mark&rsquo; that is grossly undervalued,&rdquo; Mr Navarro said. &ldquo;The German structural imbalance in trade with the rest of the EU and the US underscores the economic heterogeneity [diversity] within the EU &mdash; ergo, this is a multilateral deal in bilateral dress.&rdquo;<br>\nGermany&rsquo;s large trade surplus with the US and much of the eurozone has been a point of friction in Brussels and Washington for several years, with both capitals calling for Berlin to stimulate domestic demand to rebalance its economy.<br>\nAngela Merkel, the German chancellor, responded to Mr Navarro&rsquo;s allegations, saying Germany could not influence the euro. At a press conference in Stockholm with Stefan Lofven, Sweden&rsquo;s prime minister, Ms Merkel said Germany has always &ldquo;supported an independent European Central Bank&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/57f104d2-e742-11e6-893c-082c54a7f539\">Financial Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Nochmal zum Mitschreiben f&uuml;r die deutsche Qualit&auml;tspresse: H&auml;tte Deutschland noch die DM, w&auml;re es mit den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen Essig. In Europa verhindert der Euro W&auml;hrungsanpassungen der durch massive Lohnzur&uuml;ckhaltung und Ausbau des Niedriglohnsektors in Deutschland an die Wand gedr&uuml;ckten EU-&ldquo;Partner&rdquo;. Weltweit puffert der Euro den Preis f&uuml;r deutsche Exportleistungen &ndash; weil der Kurs des Euro nicht nur durch die deutsche internationale &ldquo;Exportst&auml;rke&rdquo; (= teurer Euro), sondern auch durch die im Vergleich zu Deutschland bestehende internationale &ldquo;Importst&auml;rke&rdquo; der anderen Eurostaaten (=billiger Euro) zu Stande kommt.<\/em><br>\n<em>Auf diese berechtigte Kritik an strukturell (W&auml;hrungsunion) bedingten deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen gibt Merkel den Michel: F&uuml;r den Euro und seinen Einfluss auf den deutschen Export&uuml;berschuss ist doch ganz alleine die Europ&auml;ische Zentralbank zust&auml;ndig. Da passt der Spruch eines anderen US-Pr&auml;sidenten: Manchmal lassen sich alle f&uuml;r eine Zeitlang und manche f&uuml;r immer f&uuml;r Dumm verkaufen: Aber nicht alle f&uuml;r immer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Sektor &ndash; Warum die globale Finanzwirtschaft uns zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nMichael Hudson greift auf Klassiker der &Ouml;konomie wie Adam Smith zur&uuml;ck, um die Rolle des Finanzsektors zu kritisieren. Im Mittelpunkt steht ein fast vergessenes Konzept &ndash; die Grundrente. Die Rente hatte in der Volkswirtschaftslehre (VWL) traditionell noch eine andere Bedeutung als in der Alltagssprache. Weil er das nie vergessen hat, geh&ouml;rte Michael Hudson zu den wenigen &Ouml;konomen, die vor dem Platzen der Immobilienblase in den USA und dem Beinahekollaps des Finanzsystems warnten. Heute ist das Konzept die Basis f&uuml;r eine Fundamentalkritik an der Rolle des Finanzsektors, wie man sie sonst selten liest. (&hellip;) Die Besinnung auf die Klassiker und den speziellen Charakter des Preises f&uuml;r Grund und Boden hat Hudson erm&ouml;glicht, etwas zu sehen, was den meisten &Ouml;konomen verborgen blieb, weil sie den Zusammenhang von Kreditvergabe und Immobilienpreisen nicht sahen. Im Fr&uuml;hjahr 2006 sagte er in einer Titelgeschichte des Magazins &ldquo;Harper&rsquo;s&rdquo; den baldigen Kollaps der Immobilienpreise und damit den Beginn der Finanzkrise voraus. Dadurch wurde er in den USA und international zu einem gefragten Kommentator. (&hellip;)<br>\nDie Zukunft malt Hudson in d&uuml;steren Farben. &ldquo;Der Bankrott scheint unausweichlich&rdquo;, schreibt er. Denn weil die Banken so viel Spekulation finanzierten und so wenig produktive Investitionen, w&uuml;chsen ihre Anspr&uuml;che an das Produktionsergebnis st&auml;rker als die Produktion. &ldquo;Dieses Schneeballsystem kann man mit immer leichterer Kreditvergabe und sinkenden Zinsen eine Weile am Laufen halten&rdquo;, aber irgendwann gebe es nicht mehr genug, die sich noch mehr verschulden wollen und k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/771-flassbeck-vs-hudson\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Norbert H&auml;ring kritisiert in dieser Buchrezension Heiner Flassbeck f&uuml;r dessen <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/01\/der-sektor-von-michael-hudson-viele-perlen-aber-keine-kette\/\">Verriss<\/a> von Michael Hudson. Es lohnt, diese Diskussion aufmerksam zu verfolgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Handelsstreit zwischen USA und Mexiko: Armut auf beiden Seiten<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump m&ouml;chte das Freihandelsabkommen Nafta mit Mexiko neu verhandeln, weil es die USA seiner Meinung nach benachteiligt. Die mexikanische Politikwissenschaftlerin Sabina Morales Rosa sieht das anders &ndash; fordert aber gleichfalls: Nafta muss neu &uuml;berdacht werden. (&hellip;) Dabei hat Trump durchaus recht, wenn er behauptet, dass das Freihandelsabkommen auch den US-amerikanischen Industriearbeitern schade. Wie kann es sein, dass dieses Abkommen, das die USA derart bevorzugt, dennoch auch dort die Ungleichheit versch&auml;rft? Und wie kann es sein, dass Mexiko zwar heute sehr viel mehr Handel treibt, dies aber weder den Menschen noch dem Land nutzt? Die Antwort ist: Das Freihandelsabkommen Nafta ist ein gro&szlig;er Erfolg, auf beiden Seiten &ndash; aber nur f&uuml;r diejenigen, die den Reichtum ohnehin in ihren H&auml;nden konzentrieren. (&hellip;) Die Frage, ob Nafta neu verhandelt werden muss, stellt sich gar nicht. Selbstverst&auml;ndlich muss dieser Vertrag ge&auml;ndert oder sogar annulliert werden. Aber nicht aus den Gr&uuml;nden und zu den Bedingungen, die Trump jetzt nennt. Er hat nicht vor, die soziale Ungleichheit zu bek&auml;mpfen, die diese Art des &ldquo;Freihandels&rdquo; mit sich bringt. Er will die Privilegien der US-amerikanischen Konzerne sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/handelsstreit-zwischen-usa-und-mexiko-armut-auf-beiden.1005.de.html?dram:article_id=377710\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Landesunternehmen erh&ouml;hen noch schnell die Mieten<\/strong><br>\nDie landeseigenen Wohnungsunternehmen haben per 1. Januar dieses Jahres 21.751 Mieterh&ouml;hungen ausgesprochen. Diese Zahl nannte am Montag der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Angaben zur H&ouml;he der Mietforderungen machte der BBU zwar nicht, doch erkl&auml;rte die Initiative Mietenvolksentscheid zu ihr bekannten F&auml;llen: &ldquo;Die Erh&ouml;hungen liegen zum gro&szlig;en Teil &uuml;ber 10 Prozent, teilweise betragen sie bis zu 14 Prozent.&rdquo; Die Forderungen der st&auml;dtischen Unternehmen liegen damit deutlich &uuml;ber dem Limit, das die rot-rot-gr&uuml;ne Regierung im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat. Danach sollen die Mieterh&ouml;hungsm&ouml;glichkeiten bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften f&uuml;r vier Jahre auf zwei Prozent j&auml;hrlich beschr&auml;nkt werden. &ldquo;Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass die landeseigenen Gesellschaften den erkl&auml;rten Willen der Koalitionsparteien zur Begrenzung der Mieterh&ouml;hungen ignorieren und kurz vor der Umsetzung der Koalitionsvereinbarung die maximal m&ouml;gliche Mieterh&ouml;hung durchsetzen wollen&rdquo;, sagte Rouzbeh Taheri, Sprecher der Initiative Mietenvolksentscheid.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/25647550\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Teilnehmer dringend gesucht: BMAS erweitert Zielgruppe des ESF-Programms f&uuml;r Langzeitarbeitslose<\/strong><br>\nDas Bundesarbeitsministerium passt zum zweiten Mal die F&ouml;rderkriterien f&uuml;r das Sonderprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit an. Das geht aus einem Rundschreiben des Bundesverwaltungsamts hervor. Bisher sind erst ein Drittel der geplanten Pl&auml;tze besetzt. Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) passt zum 1. Februar erneut die F&ouml;rderrichtlinie des aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds finanzierten Sonderprogramms zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit an und erweitert damit unter anderem den potentiellen Teilnehmerkreis. Mit den &Auml;nderungen w&uuml;rden Erkenntnisse aus der Umsetzungspraxis sowie Anregungen aus zwei Workshops mit Praktikern ber&uuml;cksichtigt und &bdquo;zus&auml;tzliche Impulse f&uuml;r die Zielerreichung des Programms gegeben&ldquo;, so das f&uuml;r die Umsetzung verantwortliche Bundesverwaltungsamt (BVA).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/esf-programm-fuer-langzeitarbeitslose-bmas-erweitert-zielgruppe\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschaften k&uuml;ndigen Warnstreiks an<\/strong><br>\nAn Schulen, Kliniken oder in Bereichen der Justiz kann es bald zu Streiks und Protesten kommen. Verhandlungen &uuml;ber eine Tariferh&ouml;hung brachten keine Fortschritte. Die B&uuml;rger m&uuml;ssen sich auf bundesweite Warnstreiks und Protestaktionen im &ouml;ffentlichen Dienst einstellen &ndash; etwa an Schulen, Unikliniken, bei Polizei oder Stra&szlig;enmeistereien. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen f&uuml;r die Angestellten der L&auml;nder habe keine konkreten Ergebnisse oder Angebote gebracht, hie&szlig; es von Gewerkschaftsseite. Die Besch&auml;ftigten der L&auml;nder w&uuml;rden nun in den n&auml;chsten Tagen und Wochen zu Warnstreiks und Protestaktionen aufgerufen. Kleinere Aktionen hatte es bereits in den vergangenen Tagen gegeben.Die Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder (TdL) hatte wiederholt deutlich gemacht, dass sie die Gewerkschaftsforderung mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent Plus f&uuml;r viel zu hoch h&auml;lt. Nach den Worten des TdL-Verhandlungsf&uuml;hrers, Niedersachsens Finanzminister Peter-J&uuml;rgen Schneider (SPD), mussten in der zweiten Runde zun&auml;chst die einzelnen Forderungen definiert werden, die &ldquo;unter dem Dach&rdquo; der sechs Prozent zusammengefasst seien. Er halte es im &Uuml;brigen f&uuml;r problematisch, wenn der &ouml;ffentliche Dienst h&ouml;here Forderungen stelle als Industriegewerkschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-01\/oeffentlicher-dienst-tarifstreit-verdi-warnstreiks-protest\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder ein sehr merkw&uuml;rdiges &ldquo;Argument&rdquo; der Arbeitgeber: &ldquo;Er halte es im &Uuml;brigen f&uuml;r problematisch, wenn der &ouml;ffentliche Dienst h&ouml;here Forderungen stelle als Industriegewerkschaften.&rdquo; Weil nur in der Industrie &ldquo;unser Wohlstand&rdquo; erarbeitet (und dann, ganz nebenbei, ans Ausland verschenkt) wird und die Angestellten im &Ouml;ffentlichen Dienst blo&szlig; D&auml;umchen drehen, vor allem die Sachbearbeiter in den B&uuml;rgerb&uuml;ros, die Krankenschwestern und Feuerwehrleute? M&uuml;ssen die Tarifforderungen neuerdings synchronisiert werden und sich am besten an dem viel zu niedrigen Stand ausrichten, der inzwischen &ldquo;in der Industrie&rdquo; erreicht wird?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stadtwerke warnen vor Marktmacht der gro&szlig;en Netzbetreiber<\/strong><br>\nDer &ldquo;Verband Kommunaler Unternehmen&rdquo; warnt vor der Entstehung neuer monopolartiger Strukturen auf dem Strommarkt.VKU-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Reiche sagte der Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo;, es gebe eine schleichende St&auml;rkung der gro&szlig;en Netzbetreiber. Der gro&szlig;e Einfluss der vier gro&szlig;en Unternehmen werde aber der grunds&auml;tzlich dezentral angelegten Energiewende nicht gerecht. F&uuml;r die Stabilit&auml;t der Netze seien schlie&szlig;lich die Stadtwerke und Regionalversorger zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/energiepolitik-stadtwerke-warnen-vor-marktmacht-der-grossen.447.de.html?drn:news_id=705450\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Staat macht es lieber privat<\/strong><br>\nEs ist die gr&ouml;&szlig;te Privatisierung seit 1994, als die Deutsche Bahn AG gegr&uuml;ndet wurde. Im Jahr 2017 zielt die Selbstentmachtung des Staates auf die Autobahnen. Die Bundesregierung plant, elf Artikel des Grundgesetzes zu &auml;ndern. Danach wird es nicht mehr wie heute der Zustimmung von allen Landesparlamenten und dem Bundestag bed&uuml;rfen, um zum Bau und Unterhalt der Schnellstra&szlig;en fl&auml;chendeckend &ouml;ffentlich-private Partnerschaften einzusetzen. Das wird dann allein der Vorstand der neuen, privatrechtlichen Infrastrukturgesellschaft entscheiden k&ouml;nnen &ndash; letztlich autonom und ohne demokratische Kontrolle. Warum soll eine neue Autobahn-GmbH gegr&uuml;ndet werden, trotz scharfer Kritik des Bundesrechnungshofes?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-staat-macht-es-lieber-privat\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>In diesen St&auml;dten ist die Luft am schlechtesten<\/strong><br>\nKopfschmerz, Schwindel, Atemnot: Stickoxide sind eine Gefahr f&uuml;r die Gesundheit &ndash; doch die Politik versagt im Kampf gegen die Luftverschmutzung. Eine interaktive Karte zeigt, ob Ihre Stadt betroffen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/luftverschmutzung-2016-zahlreiche-staedte-ueberschreiten-grenzwert-a-1132445.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Der Artikel ist mit &ldquo;Kopfschmerz, Schwindel, Atemnot&rdquo; noch zur&uuml;ckhaltend: Offizielle EU-Zahlen gehen von zehntausenden vorzeitigen Todesf&auml;llen in Deutschland aufgrund von Luftschadstoffen, insbesondere Stickoxiden aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Innenministerium lobt neue R&uuml;ckkehrpr&auml;mien f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will ab Februar ihr neues R&uuml;ckkehrprogramm &bdquo;Starthilfe Plus&ldquo; beginnen, das den Verzicht auf ein Asylverfahren mit bis zu 1.200 Euro honoriert. In einer Erkl&auml;rung des Ministeriums hei&szlig;t es, durch &bdquo;das bundeseigene Zusatzprogramm soll nun insbesondere f&uuml;r diejenigen, deren Erfolgschancen im Asylverfahren sehr gering sind, ein finanzieller Anreiz geschaffen werden&ldquo;. Die Entscheidung zur freiwilligen R&uuml;ckkehr in die Heimat solle &bdquo;m&ouml;glichst schon im Asylverfahren, sp&auml;testens jedoch innerhalb der Ausreisefrist&ldquo; fallen.Nach Sch&auml;tzungen des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge haben 2016 rund 55.000 Personen Deutschland freiwillig verlassen. Das Programm &bdquo;Starthilfe Plus&ldquo; richtet sich laut Ministerium an Menschen aus 40 Herkunftsstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/01\/30\/hau-praemien-innenministerium-rueckkehrpraemien-fluechtlinge\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das erinnert an die &ldquo;R&uuml;ckkehrpr&auml;mien&rdquo; vor &uuml;ber 30 Jahren in der Kohl-Zeit. 30 Jahre sp&auml;ter <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article118641367\/Integration-Gab-es-vor-30-Jahren-nicht.html\">schrieb<\/a> das Springer-Organ &ldquo;Welt&rdquo; dazu u.a.: &ldquo;Kohl wollte die Zahl der T&uuml;rken halbieren. Ein heute absurd wirkender Gedanke, den er damals &ouml;ffentlich in Form einer erfolglosen R&uuml;ckkehrpr&auml;mie artikulierte.&rdquo; Nun soll die Zahl der hier lebenden Asylbewerber wenn nicht halbiert, aber dennoch verringert werden. Und das soll heute nicht &ldquo;absurd&rdquo; wirken?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eine Richtigstellung<\/strong><br>\nSchade eigentlich, dass um die Jahrtausendwende noch keiner daran dachte, Fake-News zu verbieten. Vielleicht h&auml;tte uns das Hartz IV und die Riesterrente erspart. M&uuml;sste man solche Folgen, Fake-Produkte also, nicht eigentlich auch auf den Pr&uuml;fstand stellen? [&hellip;]<br>\nBei der ganzen Agenda 2010 war das nicht viel anders. Welche Hiobsbotschaften setzte man uns vor! Arbeit sei zu teuer. Die Arbeitslosen wollten es angeblich bleiben. Man konnte ja so fein leben von der St&uuml;tze. Nur Fake-Nachrichten dazu. Auf allen Kan&auml;len. Die wenigen Standhaften in der Sozialdemokratie, Leute wie Ottmar Schreiner etwa, wurden als die eigentlichen Faker hingestellt. Sie h&auml;tten n&auml;mlich die Wahrheit noch nicht erkannt. Hartz IV m&uuml;sse sein. Und zwar genau so, mit all seinen Repressalien. Und noch weitere sollten folgen, denn man k&ouml;nne doch gar nicht hart genug gegen die Sozialschmarotzer vorgehen. Auf Grundlage von Fakes senkte man Unternehmenssteuern, l&ouml;ste die parit&auml;tische Krankenversicherung einseitig auf, schuf Erleichterungen f&uuml;r Arbeitsverh&auml;ltnisse au&szlig;erhalb der so genannten Normalbesch&auml;ftigung. Dort nat&uuml;rlich im untersten Lohnsegment. Man erleichterte es, sich Arbeitnehmer einzustellen, f&uuml;r die keine Sozialabgaben zu entrichten waren. Konnte sie nun schneller feuern und sparte sich Betriebsr&auml;te in kleineren Betrieben. Alles nur, weil gewisse arbeitgebernahe Kreise Ger&uuml;chte in die Welt setzten. Tatsachenf&auml;lschung betrieben. Weil sie faketen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2017\/02\/eine-richtigstellung\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Anklage: &bdquo;Kontaktschuld&ldquo; &ndash; Daniele Ganser im Interview<\/strong><br>\nAls Historiker zieht Daniele Ganser beim Konzept der Kontaktschuld Parallelen zum Dritten Reich: &bdquo;Im Dritten Reich hat es gehei&szlig;en: Bei diesem Juden darfst du nicht einkaufen. Das ist Kontaktschuld, historisch gesehen. Und heute hei&szlig;t es: Mit dem Russen darfst du nicht sprechen, mit Muslimen darfst du nicht sprechen.&ldquo; Daniele Ganser findet es grunds&auml;tzlich falsch, bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen zu ignorieren und das Gespr&auml;ch mit ihnen zu verweigern. Das gelte auch f&uuml;r rechtsnationale Bewegungen wie die AfD und deren W&auml;hler. &bdquo;Wenn jemand SPD, CDU oder FDP w&auml;hlt, darf man mit ihm sprechen, aber wenn der gleiche Mensch seine Meinung &auml;ndert und dann AfD w&auml;hlt, spricht man nicht mehr mit ihm. Das macht keinen Sinn. Inhaltlich kann man immer streiten, aber was ich kritisiere, ist, dass die Idee der Kontaktschuld immer oberfl&auml;chlich ist. Es geht nie um die Inhalte, sondern immer nur um den Brand &ndash; den Brand &sbquo;AfD&rsquo; oder den Brand &sbquo;Ken Jebsen&rsquo;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/gesellschaft\/20170130314329210-kontaktschuld-III-reich\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutsche Medienkonzerne haben das Nachsehen<\/strong><br>\nSeit 1995 erhebt der Journalist Lutz Hachmeister das j&auml;hrliche Ranking der gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzerne der Welt. Es zeigt, wie massiv sich der Markt ver&auml;ndert hat. &hellip; Im Gespr&auml;ch mit Ulrike Simon vom RedaktionsNetzwerk Deutschland entwickelte Hachmeister, Direktor des Institut f&uuml;r Medien- und Kommunikationspolitik (IfM), f&uuml;nf Thesen:\n<ol>\n<li>Auch Google, Apple, Facebook, Amazon sind Medienkonzerne<\/li>\n<li>Die deutsche Medienindustrie l&ouml;st sich auf<\/li>\n<li>Der Rundfunkbeitrag wird zur Medienabgabe<\/li>\n<li>ARD und ZDF werden sich auf Regionales und Politik beschr&auml;nken m&uuml;ssen<\/li>\n<li>Die Eigent&uuml;merstrukturen werden sich ver&auml;ndern&hellip;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/computer-medien-1\/deutsche-medienkonzerne-haben-das-nachsehen--132562660.html\">Badische Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Das sind die gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzerne der Welt<\/strong><br>\nNoch vor wenigen Jahren war Netflix unbekannt. Inzwischen setzt der US-Konzern so viel um wie Axel Springer und Pro Sieben Sat 1 zusammen. Der Umsatz der Google-Holding Alphabet wiederum ist mehr als zehnmal so hoch wie der von Netflix. Das geht aus dem Ranking der weltgr&ouml;&szlig;ten Medienkonzerne 2016 hervor, das HORIZONT Online exklusiv ver&ouml;ffentlicht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/medien\/nachrichten\/Ranking-Das-sind-die-groessten-Medienkonzerne-der-Welt-145331\">Horizont<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wettlauf von System und Systemkritik &ndash; Gespr&auml;ch mit Daniel Kehlmann<\/strong><br>\nAm Donnerstag wird Daniel Kehlmanns &ldquo;Heilig Abend&rdquo; uraufgef&uuml;hrt. (&hellip;) &ldquo;Das St&uuml;ck ist ein Verh&ouml;r zwischen einem Polizisten und einer Professorin, die er terroristischer Umtriebe verd&auml;chtigt&rdquo;, so Daniel Kehlmann im Deutschlandradio Kultur. Die Philosophieprofessorin soll eine Bombe gelegt haben, die an Heiligabend um Mitternacht explodieren wird. Dem Polizisten bleiben 90 Minuten, um herauszufinden, wo die Bombe ist &ndash; falls es sie gibt &ndash; und sie zu entsch&auml;rfen. Das Verh&ouml;r spiegelt den &uuml;blichen Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit wider, aber es wird auch zum Schlagabtausch zwischen System und Systemkritik: &ldquo;Einerseits der Polizist, der sagt, ich muss die Menschen besch&uuml;tzen vor dem Terror, und andererseits die Professorin, die sagt, die Welt ist so furchtbar und das System ist an sich so gewaltt&auml;tig, dass jeder Widerstand gegen das System seine Berechtigung hat&rdquo;, sagt Kehlmann. F&uuml;r den Polizisten sind das Fragen von vorgestern. Die Professorin h&auml;lt dagegen. &ldquo;Sie sagt: weil man das gel&ouml;st hat? Sind das Fragen von vorgestern, weil Problem der Armut beseitigt ist?&rdquo; Wer von beiden Recht hat, entscheidet das St&uuml;ck nicht. &ldquo;Es darf in so einer Situation, glaube ich, nicht einen eindeutigen Gewinner oder Verlierer geben&rdquo;, so der Schriftsteller. &ldquo;Weil wenn hier einer von den beiden eindeutig im Recht w&auml;re und der andere im Unrecht, dann w&uuml;rde so ein St&uuml;ck sofort in Propaganda umschlagen.&rdquo; Letztlich stecke hinter vielen aktuellen Fragen die &ldquo;viel profundere und tiefere und &auml;ltere Frage der Verteilungsgerechtigkeit&rdquo;, meint Kehlmann.&rdquo; Wieso sind die G&uuml;ter der Welt so ungerecht verteilt? Wieso sind wenige so reich und so viele so arm, und was kann man tun, um die G&uuml;ter der Welt besser zu verteilen? Diese Frage ist immer noch die Frage, die unterhalb all dieser Fragen liegt, die wir als viel aktueller empfinden, und sie ist immer noch die wichtigere.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/daniel-kehlmann-heilig-abend-wettlauf-von-system-und.1008.de.html?dram:article_id=377729\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sieben muslimische Staaten verh&auml;ngen Einreiseverbot f&uuml;r amerikanische Drohnen<\/strong><br>\nBagdad, Sanaa, Mogadischu (dpo) &ndash; Handelt es sich um eine Retourkutsche? Unmittelbar nach dem von US-Pr&auml;sident Donald Trump verh&auml;ngten Einreisestopp f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige aus sieben L&auml;ndern mit vornehmlich muslimischer Bev&ouml;lkerung haben die ersten betroffenen Staaten reagiert. So verh&auml;ngten unter anderem Syrien, Somalia, Jemen, der Irak und Libyen mit sofortiger Wirkung einen Einreisestopp f&uuml;r US-amerikanische Drohnen.<br>\n&ldquo;Drohnen des Typs Predator, Reaper, Raven, Wasp, Global Hawk, T-Hawk, Shadow und Gray Eagle d&uuml;rfen vorerst 30 Tage lang nicht mehr einreisen&rdquo;, so ein Sprecher des somalischen Au&szlig;enministeriums. &ldquo;Danach sehen wir weiter.&rdquo;<br>\nZuvor hatte eine Analyse ergeben, dass m&ouml;rderische Drohnen, die im Irak, in Libyen, Syrien, Jemen und Somalia f&uuml;r hunderte Todesf&auml;lle verantwortlich sind, ausschlie&szlig;lich aus den USA stammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/01\/einreiseverbot-drohnen.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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