{"id":3684,"date":"2009-01-06T10:15:20","date_gmt":"2009-01-06T09:15:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3684"},"modified":"2009-01-06T10:17:00","modified_gmt":"2009-01-06T09:17:00","slug":"hinweise-des-tages-803","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3684","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Gigantisch hohe Summen und gigantisch schwammige Gr&ouml;&szlig;enangaben<\/li>\n<li>Kiel kn&uuml;pft Rettungsnetz<\/li>\n<li>Bund drohen Milliardenausf&auml;lle bei Hermesb&uuml;rgschaften<\/li>\n<li>Gier und Verdr&auml;ngung<\/li>\n<li>Allgemeine Steuersenkung zu abenteuerlich<\/li>\n<li>Konjunkturprogramm braucht soziale Komponente<\/li>\n<li>Auch Arbeitslose sind Konsumenten<\/li>\n<li>Leben mit Hartz IV &ndash; stark gefordert, kaum gef&ouml;rdert&#8232;- Antwort der Bundesregierung: Kein Abitur f&uuml;r Schulkinder im Hartz-IV-Bezug?<\/li>\n<li>Kaufkraftwachstum stagniert im Jahr 2009&#8232;- Konzerne investieren Gewinne nicht<\/li>\n<li>Ziellose Rentenpolitik&#8232;- Die Entstaatlichung stoppen<\/li>\n<li>Arbeitszeiten: Auf Kollisionskurs&#8232;- Der Datenschutzr&uuml;ckblick 2008<\/li>\n<li>Friedrich Schorlemmer: Der Kaiser war nackt &ndash; Die DDR ist an ihren inneren Widerspr&uuml;chen gescheitert<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3684&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Gigantisch hohe Summen und gigantisch schwammige Gr&ouml;&szlig;enangaben<\/strong><br>\nAckermann fordert, mit staatlicher Hilfe eine so genannte Bad Bank zu gr&uuml;nden, die den Geldh&auml;usern die schlechten Wertpapiere abkaufen soll, deren Preis in der Finanzkrise stark gesunken ist. Das wahre Ausma&szlig; des Handels mit den von privatwirtschaftlichen, aber auch &ouml;ffentlichen Banken zu verantwortenden faulen Krediten ist bisher immer noch nicht bekannt. Kaum einer der Verantwortlichen nennt Zahlen, die Bundesregierung gibt keine &Uuml;bersicht, und die &Ouml;ffentlichkeit scheint davon auch gar nichts wissen zu wollen.<br>\nWenn man sich die wenigen bekannten Zahlen ansieht, kann man sich ausmalen, dass eine pauschale St&uuml;tzung dieser Kredite bei Strafe des Untergangs nicht m&ouml;glich ist. Eine &Uuml;bernahme der faulen Wertpapiere in einer zur Sanierung der Bankenwelt wirksamen Gr&ouml;&szlig;enordnung w&uuml;rde die Staaten ruinieren.<br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit muss nun wegen weiterer Offenbarungstermine auf neue Wege aus der Insolvenzfalle vorbereitet werden.&#8232;Denn jetzt soll Josef Ackermann von abschreibungsn&ouml;tigen Wertpapieren in &ldquo;dreistelliger Milliardenh&ouml;he&rdquo; geredet haben. Dreistellige Milliardenh&ouml;he &ndash; was f&uuml;r eine gigantisch schwammige Gr&ouml;&szlig;enangabe: Das ist eine Geldmenge zwischen 100 und 999 Milliarden Euro. Das deutet an, dass das vor kurzem verabschiedete Finanzrettungspaket von 500 Milliarden doch zu bescheiden war!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/1650957_Gigantisch-hohe-Summen-und-gigantisch-schwammige-Groessenangaben.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist mehr als beunruhigend, dass offenbar niemand die Dimensionen der faulen Wertpapiere kennt &ndash; oder dass nicht damit herausger&uuml;ckt wird. Niemand denkt offenbar daran, diejenigen, die bisher mit den faulen Wertpapieren riesige Zinsgewinne gemacht und hohe Boni eingesackt haben, zur Kasse zu bitten. Dar&uuml;ber hinaus besteht bei einer Bad Bank, die Gefahr, dass die Allgemeinheit (und das sind unser Kinder und Kindeskinder) die Risiken &uuml;bernimmt, und die Banken, von diesen Risiken befreit, ihre Gesch&auml;fte wie bisher weiterbetreiben&hellip; bis zur n&auml;chsten Krise.<br>\nWenn es wirklich um die Rettung der Unternehmen und der Spareinlagen der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; geht, warum b&uuml;rgt der Staat dann nicht nur f&uuml;r deren Risiken und l&auml;sst die spekulierenden Banken auf ihren vergifteten Wertpapieren sitzen? Die Rettung der Banken kann doch kein Selbstzweck sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kiel kn&uuml;pft Rettungsnetz<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Sorgen bei den 15 Sparkassen des Landes und in der heimischen Wirtschaft immer gr&ouml;&szlig;er wurden, spannten Landesregierung und Spitzenvertreter der Sparkassen unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit einen Schutzschirm. Die Last der HSH-Nordbank-Risiken wird den f&uuml;hrenden regionalen Kreditinstituten des Landes genommen.<br>\nTats&auml;chlich drohen bei der HSH Nordbank, bei der sich die Pr&uuml;fer bis Ende Januar einen endg&uuml;ltigen &Uuml;berblick &uuml;ber das Auswirkungen der internationalen Finanzkrise verschafft haben wollen, Milliardenabschreibungen. Betroffen davon w&auml;ren die mit 14,8 Prozent an der Landesbank beteiligten 15 Sparkassen. Sie m&uuml;ssten diese Anteile, die bislang mit rund 700 Millionen Euro in den B&uuml;cher stehen, bilanziell neu bewerten. Dabei w&uuml;rde der buchungstechnische Millionen-Wertverlust der HSH-Anteile bei den Sparkassen erhebliche Auswirkungen auf das Gesch&auml;ft haben.<br>\nDer Weg aus diesem Dilemma ist nunmehr eine Garantieerkl&auml;rung des Landes. Sie erlaubt den Sparkassen, die HSH-Anteile zu den bestehenden Werten in ihren Bilanzen zu f&uuml;hren. Am Ende der Garantie-Laufzeit steht entweder das Land f&uuml;r die Verluste gerade. Oder aber Sparkassen und Land teilen sich die Gewinne, sollten die Anteile der HSH Nordbank in den n&auml;chsten Jahren nicht weiter fallen, sondern sogar an Wert gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.shz.de\/abschlussmenu\/impressum.html\">Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bund drohen Milliardenausf&auml;lle bei Hermesb&uuml;rgschaften<\/strong><br>\nDie Hermesb&uuml;rgschaften des Bundes entwickeln sich in Zeiten einer Wirtschaftskrise zur &bdquo;tickenden Zeitbombe&ldquo; f&uuml;r den Haushalt. Ausl&ouml;ser ist die sich rapide verschlechternde Zahlungsf&auml;higkeit ausl&auml;ndischer Schuldner &ndash; etwa in Russland.<br>\n&bdquo;Die Exportnation Deutschland ist von einem globalen Wirtschaftseinbruch besonders bei der Exportabsicherung betroffen. Das geh&ouml;rt zum Grundrisiko bei Ausfuhrb&uuml;rgschaften&ldquo;, sagte SPD- Haushaltsexperte Carsten Schneider dem Handelsblatt. Otto Fricke (FDP), Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Bundestages, spricht von einer &bdquo;tickenden Zeitbombe&ldquo; f&uuml;r den Haushalt.<br>\nW&auml;hrend der Beratungen f&uuml;r den Bundeshaushalt 2009 ist der B&uuml;rgschaftsrahmen des Bundes noch von 308 Mrd. Euro auf 360 Mrd. Euro erh&ouml;ht worden. Allein f&uuml;r die Absicherung von Exportgesch&auml;ften deutscher Unternehmen sieht der Haushalt B&uuml;rgschaften von bis zu 117 Mrd. Euro vor. Im Haushalt ist kein Puffer f&uuml;r den Fall vorgesehen, dass die Garantien in Zukunft verst&auml;rkt in Anspruch genommen werden.<br>\nDas k&ouml;nnte sich r&auml;chen. In wirtschaftlichen Boomzeiten sind die Entsch&auml;digungszahlungen zwar &uuml;berschaubar: 2007 betrugen die Ausf&auml;lle f&uuml;r den Bund nur 240 Mio. Euro&hellip;<br>\nNun aber ger&auml;t die Bundesregierung durch die Gefahr verst&auml;rkter Inanspruchnahme der B&uuml;rgschaften in die Zwickm&uuml;hle: Sie muss die Haushaltsrisiken im Auge behalten, will der Wirtschaft aber gerade in der Krise helfen.<br>\nDer Rahmen von 117 Mrd. Euro ist zu etwa 80 Prozent ausgesch&ouml;pft. 2007 hat die Bundesregierung Neugesch&auml;fte in H&ouml;he von 17 Mrd. Euro mit Hermesdeckungen abgesichert. Der gr&ouml;&szlig;te Teil des Neugesch&auml;fts entfiel mit 61 Prozent auf Russland, es folgten China und die T&uuml;rkei.<br>\nInsbesondere aus dem Russland-Engagement k&ouml;nnten erhebliche Risiken erwachsen. Viele russische Unternehmen stecken in gro&szlig;en Schwierigkeiten. Einige sind finanziell so angeschlagen, dass sie keine L&ouml;hne mehr auszahlen. &bdquo;Die dramatische Entwicklung der russischen Wirtschaft wird f&uuml;r deutsche Unternehmen nicht ohne Folgen bleiben. Forderungsausf&auml;lle werden sich h&auml;ufen&ldquo;, hei&szlig;t es in Wirtschaftskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bund-drohen-milliardenausfaelle;2119827\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gier und Verdr&auml;ngung <\/strong><br>\nEine Handvoll psychologischer Ph&auml;nomene bahnte der Finanzkrise den Weg &ndash; das Wissen um diese Schw&auml;chen zeigt, wie wichtig eine sch&auml;rfere Marktregulierung ist.<br>\nFalsche Anreizsysteme, mangelnde Transparenz und unzureichende Rahmenordnungen konnten aber nur deshalb zur Katastrophe f&uuml;hren, weil sich dahinter fundamentale psychologische Ph&auml;nomene verbergen. Aus der Sicht der Verhaltenswissenschaften sind es die folgenden:<br>\nGewinnstreben; Kurzfristiges Denken; Verhaltensmuster, die sich als belohnend herausstellen werden wiederholt; Herdentrieb; Gruppendenken; Verantwortungsdiffusion und pluralistische Ignoranz; Verdr&auml;ngung von Inkompetenzgef&uuml;hlen.<br>\nDass kaum einer der Akteure nun pers&ouml;nlich haften muss und zur Verantwortung gezogen wird, ist psychologisch eine fatale Botschaft. Damit sind im Grunde die n&auml;chsten Missbrauchsszenarien &ndash; sie werden anders aussehen und andere Schwerpunkte haben &ndash; schon vorprogrammiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/585\/453277\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Allgemeine Steuersenkung zu abenteuerlich<\/strong><br>\nDie konjunkturpolitischen Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung werden der Situation nicht gerecht. Ein Gespr&auml;ch mit Rudolf Hickel, Professor f&uuml;r Finanzwirtschaft und Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) an der Universit&auml;t Bremen.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/01-06\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Konjunkturprogramm braucht soziale Komponente<\/strong><br>\n&ldquo;Ein neues Konjunkturprogramm muss eine deutliche soziale Komponente enthalten&rdquo;, forderte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t Dr. Bernd Niederland am Montag in Berlin. &ldquo;Um die Binnennachfrage zu st&auml;rken m&uuml;ssen vor allem diejenigen unterst&uuml;tzt werden, die am meisten sozial benachteiligt sind.&rdquo;<br>\nDie Ma&szlig;nahmen, um den Binnenmarkt zu beleben, sollten eng verkn&uuml;pft werden mit wirkungsvollen Schritten gegen die wachsende Armut, betonte Niederland. Er verwies vor allem auf die steigende Zahl von Kindern, die in armen Familien aufwachsen. Es sei &uuml;berhaupt nicht nachvollziehbar, dass die Erh&ouml;hung des Kindergeldes ausgerechnet an Familien und Alleinerziehenden vorbeigehe, die auf den Bezug von Arbeitslosengeld II angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien-p-4363\/Presse+aktuell-p-1951\/Konjunkturprogramm+braucht+soziale+Komponente-p-13320.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch Arbeitslose sind Konsumenten<\/strong><br>\nOhne eine Anhebung des Hartz-IV-Satzes f&uuml;r Kinder und Jugendliche darf das zweite Konjunkturprogramm, &uuml;ber das die gro&szlig;e Koalition am Montag verhandeln will, das Parlament nicht verlassen. Denn es ist &ouml;konomisch weder logisch noch sinnvoll, die geplanten Geldgeschenke allein den Steuer- und Beitragszahlern zugute kommen zu lassen. Wenn die Binnennachfrage gest&auml;rkt werden soll, ist der Konsum von Arbeitslosen hierf&uuml;r mindestens so geeignet wie der Konsum aller anderen Bev&ouml;lkerungsgruppen.<br>\nDass Kinder und Jugendliche nur 60 beziehungsweise 80 Prozent dessen bekommen, was ihre Eltern an Unterst&uuml;tzung beziehen, war sowieso noch nie logisch oder gar moralisch begr&uuml;ndbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/auch-arbeitslose-sind-konsumenten\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Leben mit Hartz IV &ndash; stark gefordert, kaum gef&ouml;rdert<\/strong><br>\nDie vierte Hartz-Reform sollte Erwerbslose n&auml;her an den Arbeitsmarkt bringen. Tats&auml;chlich f&uuml;hlen sich ALG-II-Bezieher in vielerlei Hinsicht unter Druck gesetzt, bekommen aber selten einen regul&auml;ren Job.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93506.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Antwort der Bundesregierung: Kein Abitur f&uuml;r Schulkinder im Hartz-IV-Bezug?<\/strong><br>\nJa, es trifft zu, dass auch das erh&ouml;hte Kindergeld in vollem Umfang bei Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II bzw. SGB XII ber&uuml;cksichtigt wird&hellip;<br>\nDie Anrechnung von Kindergeld auf Leistungen der Grundsicherung entspricht dem Grundsatz des Nachranges der Inanspruchnahme von F&uuml;rsorgeleistungen. Deshalb wird grunds&auml;tzlich jede Einnahme in Geld und Geldeswert als Einkommen leistungsmindernd ber&uuml;cksichtigt&hellip;<br>\nDie Bundesregierung verweist &hellip;. insgesamt darauf, dass die Begrenzung auf die Jahrgangsstufe 10 im laufenden Gesetzgebungsverfahren &uuml;berpr&uuml;ft wird&hellip;.<br>\nAllerdings weist die Bundesregierung nachdr&uuml;cklich darauf hin, dass im f&ouml;deralen System der Bundesrepublik Deutschland die Ausgestaltung der schulischen Rahmenbedingungen in der Zust&auml;ndigkeit der L&auml;nder liegt. Dort m&uuml;ssen die Voraussetzungen daf&uuml;r geschaffen werden, dass alle Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler unabh&auml;ngig vom Einkommen ihrer Eltern einen ad&auml;quaten Schulabschluss erlangen k&ouml;nnen. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob sie in einem Haushalt leben, der auf staatliche F&uuml;rsorgeleistungen angewiesen ist oder der den Lebensunterhalt der Familie aufgrund eines vergleichbar geringen Einkommens gerade noch unabh&auml;ngig von staatlicher Hilfe decken kann. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bildungschancen unabh&auml;ngig vom Bezug staatlicher<br>\nF&uuml;rsorgeleistungen f&uuml;r alle Kinder offen stehen m&uuml;ssen, bleibt die Bundesregierung bei ihrer Auffassung, dass all diejenigen hierzu einen Beitrag zu leisten haben, die die Rahmenbedingungen f&uuml;r das Bildungswesen zu gestalten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090105.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 64 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Kaufkraftwachstum stagniert im Jahr 2009 <\/strong><br>\nNach den Ergebnissen der neuesten GfK-Kaufkraft-Studie wird der Anstieg des Wohlstands im Jahr 2009 in etwa die H&ouml;he der Inflationsrate erreichen. Damit stagniert die Entwicklung der realen Kaufkraft. Die Studie von GfK GeoMarketing zeigt auch, dass zwischen den Regionen Deutschlands gro&szlig;e Unterschiede im durchschnittlichen Kaufkraftniveau bestehen.<br>\nDen Deutschen werden f&uuml;r das Jahr 2009 Nettoeinkommen in H&ouml;he von insgesamt rund 1.558 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stehen. Staatliche Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten sind hier inbegriffen. Pro Kopf entspricht dies einer Kaufkraft beziehungsweise einem durchschnittlichen verf&uuml;gbaren Netto-Einkommen von 18.946 Euro im Jahr. Im Jahr 2009 hat jeder B&uuml;rger damit umgerechnet rund 210 Euro mehr zur Verf&uuml;gung als noch im letzten Jahr, was einer Steigerung von 1,1 Prozent entspricht.<br>\nDer Anstieg des privaten Wohlstands im Jahr 2009 wird aber voraussichtlich von der derzeit prognostizierten Inflation wieder aufgebraucht. Die Entwicklung der realen Kaufkraft wird somit voraussichtlich stagnieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gfk.com\/group\/press_information\/press_releases\/003390\/index.de.html\">GfK GeoMarketing<\/a><\/li>\n<li><strong>Konzerne investieren Gewinne nicht<\/strong><br>\nDie von Rekordgewinn zu Rekordgewinn eilenden &Ouml;lkonzerne haben die strategischen Chancen der vergangenen Jahre weitgehend ungenutzt gelassen und ihre Profite nicht in den Ausbau der F&ouml;rderung gesteckt, sondern in den Kauf eigener Aktien. Nach einer Studie des Baker Institute for Public Policy lag bei den f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten nicht-staatlichen &Ouml;lkonzerne der Welt der Anteil der Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe an den Gesamtkosten 1993 bei einem Prozent. 2007 waren es dagegen 34 Prozent. Gleichzeitig sind die Ausgaben f&uuml;r die Erforschung neuer &Ouml;lquellen von 14 auf sechs Prozent der Gesamtkosten gefallen.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2698381?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\n&#8232;<br>\n<em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ist doch nur logisch. Bei steigender Nachfrage das Angebot konstant halten, sorgt f&uuml;r steigende Preise. Warum die F&ouml;rderung ausbauen, wenn die Ausweitung des Angebots einen Preisr&uuml;ckgang bewirkt, und u.U. nach Abzug der der Investitionskosten weniger Gewinn &uuml;brig bleibt &ndash; und wenn dann noch die Managereinkommen an Gewinn und Aktienkurs gekoppelt sind.<\/em><\/li>\n<li><strong>Ziellose Rentenpolitik<\/strong><br>\nDie Bundesregierung st&uuml;tzt sich in der Rentenpolitik auf zu optimistische Prognosen. Das Armutsrisiko k&uuml;nftiger Rentner wird untersch&auml;tzt, der Alterssicherung fehlt ein klares Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93527.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Entstaatlichung stoppen<\/strong><br>\nIn einem Jahrhundert, in dem das Kapital global handelt, m&uuml;ssen auch supranationale Ebenen der Staatlichkeit gest&auml;rkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/52\/Eppler-de\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Erhard Eppler hat Schr&ouml;ders Agenda 2010 bef&uuml;rwortet. Ohne Epplers Unterst&uuml;tzung h&auml;tte Schr&ouml;der in der SPD nicht so widerstandslos die Agenda 2010 und Hartz IV durchdr&uuml;cken k&ouml;nnen. Ein Kernelement der Modernisierungspolitik Schr&ouml;ders (wie schon vorher bei Kohl) war die Entstaatlichung: Arbeitsamt zu Arbeitsagentur mit unternehmerischem Gehabe, Privatisierung Altersvorsorge, Verkauf wichtiger &ouml;ffentlicher Unternehmen, etc&hellip; Wegen seiner entscheidenden Unterst&uuml;tzung Schr&ouml;ders ist Eppler auch daf&uuml;r mitverantwortlich. Dennoch freuen wir uns &uuml;ber die R&uuml;ckkehr des &bdquo;verlorenen Sohnes&ldquo;. Man soll in diesen Zeiten, in denen Keynesver&auml;chter zu Keynesianern werden, nicht zu kleinlich sein. Jetzt warten wir bei Erhard Eppler noch darauf, dass er seine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Out-of-Area-Bomben (1999\/Kosovo) noch zur&uuml;cknimmt.<br>\n&Uuml;brigens: die Aussage der Zeit-Subheadline &uuml;ber die Notwendigkeit der supranationalen Ebene der Staatlichkeit kommt nur in den letzten beiden Abs&auml;tzen des Essays von Eppler vor, als Schwanz sozusagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitszeiten: Auf Kollisionskurs<\/strong><br>\nIn Vollzeitjobs wird wieder l&auml;nger gearbeitet &ndash; die Tendenz zur Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft h&auml;lt an. Diese Entwicklung dient weder Familien noch &Auml;lteren, noch garantiert sie Chancengleichheit zwischen M&auml;nnern und Frauen.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_93569.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Datenschutzr&uuml;ckblick 2008<\/strong><br>\n2008 war, was den Datenschutz und die informationelle Selbstbestimmung angeht, ein bewegtes Jahr. Datenskandale erreichten die &Ouml;ffentlichkeit und weiteten sich aus, der Bundesinnenminister f&uuml;hrte die Tradition der Kritikerschelte fort und das Bundesverfassungsgericht hob ein neues IT-Grundrecht aus der Taufe. Ein kleiner R&uuml;ckblick &uuml;ber das, was 2008 im Bereich Datenschutz \/ &Uuml;berwachung \/ Privatsph&auml;re \/ Zensur Schlagzeilen machte.\n<p>Quelle: Telepolis<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=29454&amp;mode=print\">Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=29459&amp;mode=print\">Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=29463&amp;mode=print\">Teil 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=29470&amp;mode=print\">Teil 4<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Ein erschreckender &Uuml;berblick dar&uuml;ber, wie sehr unsere Demokratie in Gefahr ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Friedrich Schorlemmer: Der Kaiser war nackt &ndash; Die DDR ist an ihren inneren Widerspr&uuml;chen gescheitert<\/strong><br>\nNeues Deutschland blickt zur&uuml;ck: auf Ereignisse, Erlebnisse und Erwartungen aus dem &raquo;Wendejahr&laquo; 1989, wie es zu ihnen kam, und was aus ihnen wurde. Die neue ND-Serie erscheint das ganze Jahr &uuml;ber in der Montagausgabe. Zum Auftakt haben wir den Theologen Friedrich Schorlemmer gebeten, &uuml;ber die Selbstt&auml;uschung des sozialistischen Systems in der DDR zu schreiben. Der Autor verantwortete 1983 w&auml;hrend eines evangelischen Kirchentages auf dem Lutherhof in Wittenberg die Umschmiedung eines Schwertes zu einer Pflugschar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/141638.der-kaiser-war-nackt.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da sage noch einer, das &bdquo;Neue Deutschland&ldquo; stelle sich nicht der Kritik an der der ehemaligen DDR.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gigantisch hohe Summen und gigantisch schwammige Gr&ouml;&szlig;enangaben<\/li>\n<li>Kiel kn&uuml;pft Rettungsnetz<\/li>\n<li>Bund drohen Milliardenausf&auml;lle bei Hermesb&uuml;rgschaften<\/li>\n<li>Gier und Verdr&auml;ngung<\/li>\n<li>Allgemeine Steuersenkung zu abenteuerlich<\/li>\n<li>Konjunkturprogramm braucht soziale Komponente<\/li>\n<li>Auch Arbeitslose sind Konsumenten<\/li>\n<li>Leben mit Hartz IV &ndash; stark gefordert, kaum gef&ouml;rdert&#8232;- Antwort der Bundesregierung: Kein Abitur f&uuml;r Schulkinder im Hartz-IV-Bezug?<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3684\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3684"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3684\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}