{"id":36870,"date":"2017-02-03T16:48:07","date_gmt":"2017-02-03T15:48:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870"},"modified":"2017-02-03T16:48:07","modified_gmt":"2017-02-03T15:48:07","slug":"hinweise-des-tages-ii-282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h01\">U-Gipfel zu Fl&uuml;chtlingen: Mauer f&uuml;rs Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h02\">Der Schulterschluss: Merkel besucht Erdogan in Ankara<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h03\">Au&szlig;enminister Gabriel in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h04\">Junge Erwachsene: Am finanziellen Tropf der Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h05\">Jobcenter: Umschichten f&uuml;r eine bessere Betreuung? Klingt plausibel, stimmt aber nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h06\">Neues BKA-Gesetz: Polizeiarbeit soll Bundessache werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h07\">Kommentar zum Datenschutzabbau der Gro&szlig;en Koaliton: Glaubw&uuml;rdigkeitsprobe f&uuml;r den Europ&auml;er Martin Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h08\">Der Staat macht es lieber privat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h09\">&raquo;Freiheit des Gesetzgebers eingeschr&auml;nkt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h10\">&bdquo;Wir l&uuml;ften nur schmutzige W&auml;sche&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h11\">Obdachlosigkeit in Griechenland: Keine Spur von sozialer H&auml;ngematte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h12\">Vormarsch nach Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h13\">Schleichende Offensive: Kiews Flucht nach vorn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h14\">Fukushima: Rekordradioaktivit&auml;t in Reaktor 2 mit 530 Sievert pro Stunde gemessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h15\">Falle Zwangsprostitution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h16\">&ldquo;So kann Inklusion nicht gelingen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36870#h17\">Das Letzte: Sch&auml;uble &uuml;ber Griechenland: &ldquo;Ich bin ganz gro&szlig;z&uuml;gig&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>U-Gipfel zu Fl&uuml;chtlingen: Mauer f&uuml;rs Mittelmeer<\/strong><br>\nDie EU-Staatschefs beraten &uuml;ber Wege, Fl&uuml;chtlinge schon in Afrika abzuwehren. Legale Alternativen stehen nicht auf der Agenda. [&hellip;]<br>\nMehr als 180.000 Menschen seien im vergangenen Jahr von Libyen &uuml;ber das Mittelmeer nach Italien gekommen. Gleichzeitig habe die Zahl der Toten einen &bdquo;neuen Rekord&ldquo; erreicht, wie es im Entwurf der Gipfel-Schlussfolgerungen hei&szlig;t. Das k&ouml;nne nicht so weitergehen, man m&uuml;sse Menschenleben sch&uuml;tzen.<br>\nDoch statt die Seenotrettung auszubauen, soll nun die libysche K&uuml;stenwache ausgebildet und verst&auml;rkt werden &ndash; um die Flucht zu vereiteln und Bootsfl&uuml;chtlinge zur&uuml;ck nach Libyen zu schicken. Dazu wird die bereits vor der K&uuml;ste aktive EU-Marinemission &bdquo;Sophia&ldquo; umfunktioniert: Sie soll nun den Libyern helfen, den &bdquo;Schleppern das Handwerk zu legen&ldquo;, wie es im Br&uuml;sseler EU-Jargon hei&szlig;t.<br>\nDe facto wird damit die K&uuml;ste abgeriegelt und die &Uuml;berfahrt nach Italien verhindert. &bdquo;Unser Hauptziel ist es, die Zahl irregul&auml;rer Migranten zu verringern und die zentrale Mittelmeer-Route zu schlie&szlig;en&ldquo;, sagt ein EU-Vertreter. Europa will eine Mauer bauen, wenn auch auf See. Doch was wird aus den schutzbed&uuml;rftigen Menschen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5377511&amp;s=Bonse\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Schulterschluss: Merkel besucht Erdogan in Ankara<\/strong><br>\nMit einem klaren Pressestatement hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen mit dem t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan alle Zweifel ausger&auml;umt, was Sinn und Zweck ihrer Ankara-Reise war. Sicherlich: Ein wenig Meinungsfreiheit in der T&uuml;rkei wurde eingefordert, prominenter aber war die Erkl&auml;rung, gemeinsam mit Erdogan den Kampf gegen den Terrorismus f&uuml;hren zu wollen. Wohl wissend, dass es er selbst ist, der den islamistischen Terror f&ouml;rdert, der nach Angaben der Bundesregierung die T&uuml;rkei in eine Aktionsplattform des islamistischen Terrors verwandelt hat. Zudem musste Merkel bekannt sein, dass auch ein gemeinsamer Kampf gegen den Terrorismus von Erdogan als Krieg gegen Demokraten und Kurden gef&uuml;hrt wird.<br>\nBereits der Besuch der Kanzlerin vor den Wahlen im November 2015 in der T&uuml;rkei st&auml;rkte dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten den R&uuml;cken. Das gleiche gilt f&uuml;r die jetzige Reise so kurz vor dem Referendum, mit dem die Diktatur Erdogans in Rechtsform gegossen werden soll. Doch bei dieser Visite war die Willf&auml;hrigkeit gegen&uuml;ber dem Diktator mit H&auml;nden zu greifen. So mussten alle Appelle an sie, wenigstens die Freilassung des Oppositionsf&uuml;hrers Selahattin Demirtas zu fordern, ins Leere laufen. Merkels Willf&auml;hrigkeit gegen&uuml;ber Erdogan ist eiskaltes Kalk&uuml;l und r&uuml;cksichtslose Interessenvertretung, auch wenn dar&uuml;ber Demokraten und Kurden zugrunde gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-03\/036.php\">Sevim Dagdelen, junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Drohgeb&auml;rden aus Ankara<\/strong><br>\nIn Athen hat der Oberste Gerichtshof entschieden: die Offiziere, die nach dem t&uuml;rkischen Putschversuch Asyl in Griechenland beantragt hatten, werden nicht an die T&uuml;rkei ausgeliefert. Darauf reagiert die t&uuml;rkische Regierung mit der Drohung, das Fl&uuml;chtlingsabkommen aufzuk&uuml;ndigen. Die Stimmung ist gereizt.<br>\nDie griechische Regierung verweist auf die Unabh&auml;ngigkeit der griechischen Justiz. Trotzdem bereitet ihr der Ausgang dieses Prozesses Kopfschmerzen, stellt Thanos Veremis, Politikprofessor an der Universit&auml;t Athen, fest:<br>\n&ldquo;Ich bin mir sicher, dass keiner in der Regierung eine Verschlechterung der Beziehungen mit der T&uuml;rkei gewollt hat. Und die Situation gerade zeigt, dass die Sorgen der griechischen Regierung durchaus gerechtfertigt sind. Die T&uuml;rkei glaubt, dass sie mit ihrer zahlenm&auml;&szlig;igen &Uuml;berlegenheit ihre Nachbarl&auml;nder unter Druck setzen kann, Gerichtsurteile so zu f&auml;llen, wie es der T&uuml;rkei passt. Es ist kein Zufall, dass die rangh&ouml;chsten t&uuml;rkischen Milit&auml;rs nach diesem Urteil die Imia-Inseln besucht haben und sich vor den Inseln fotografieren lie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/urteil-zu-tuerkischen-soldaten-drohgebaerden-aus-ankara.795.de.html?dram:article_id=377930\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Au&szlig;enminister Gabriel in den USA<\/strong><br>\nWenn sich zwei Konkurrenten am kapitalistischen Weltmarkt treffen<br>\nEigentlich war das Treffen der Au&szlig;enminister der USA und Deutschlands ein Routinetermin. Schlie&szlig;lich sind beide Minister neu im Amt und da geh&ouml;ren solche Treffen zum Protokoll. Doch in einer Zeit, in der der US-Pr&auml;sident schon kurz nach seiner Amtseinf&uuml;hrung von der politischen Klasse auf eine Ebene mit Putin gestellt wurde und ein FDP-Politiker sogar ein Einreiseverbot ins Gespr&auml;ch brachte, hat dieses Treffen doch mehr Aufmerksamkeit erregt.<br>\nNun sind die Verbalinjurien zwischen Trump und deutschen Politkern das eine, f&uuml;r das allt&auml;gliche Gesch&auml;ft sind dann die Au&szlig;enminister zust&auml;ndig. Das zeigte sich schon beim Telefongespr&auml;ch zwischen Merkel und Trump. Das Presseamt der Bundesregierung erkl&auml;rte, beide Seiten h&auml;tten betont, &ldquo;wie wichtig eine enge deutsch-amerikanische Zusammenarbeit f&uuml;r Sicherheit und Wohlstand ihrer L&auml;nder sei&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aussenminister-Gabriel-in-den-USA-3616978.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Harmonie, die tr&uuml;gt<\/strong><br>\nDifferenzen? Pah! Bundesau&szlig;enminister Gabriel gibt sich bei seiner Washington-Reise harmonisch &ndash; das ist jedoch kein Grund zur Freude. [&hellip;]<br>\nTillerson selbst ist zum ersten Mal in einem hohen politischen Amt. Internationale Erfahrung konnte er zwar als Ex-Chef eines &Ouml;lkonzerns sammeln, doch Diplomatie ist Neuland f&uuml;r ihn. Der zeitgleiche Aufstieg des Chefstrategen Stephen Bannon und des Nationalen Sicherheitsberaters und Ex-Generals Michael Flynn in Trumps engeren Kreis wirft eine keineswegs banale Frage auf: Wie wichtig ist dem Pr&auml;sidenten sein Au&szlig;enminister und dessen Ministerium &uuml;berhaupt?<br>\nEs hat den Anschein, als wolle Trump au&szlig;enpolitische Entscheidungen in einem m&ouml;glichst kleinen Kreis f&auml;llen. Grundrechte, internationale Gepflogenheiten und diplomatische Konventionen &ndash; all das ist f&uuml;r ihn h&ouml;chstens sekund&auml;r, denn sein Slogan ist: &bdquo;America First&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Sigmar-Gabriels-USA-Besuch\/!5381130\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Junge Erwachsene: Am finanziellen Tropf der Eltern<\/strong><br>\nJugendliche haben gute Jobaussichten &ndash; aber langfristige Festanstellungen sind Gl&uuml;ckssache. Darauf weist ein Bericht f&uuml;r die Regierung hin: Immer l&auml;nger leben junge Menschen in Unsicherheit.<br>\nWie geht es jungen Menschen in Deutschland, wie steht es um ihre Zukunftsaussichten? Dar&uuml;ber gibt der 15. Kinder- und Jugendbericht des Deutschen Jugendinstituts Aufschluss. Und kommt bei den Perspektiven zu einem beunruhigenden Schluss: Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland m&uuml;ssen mit immer l&auml;ngeren Phasen finanzieller Unsicherheit klarkommen. Betrachtet wurde die Lage von 12- bis 27-J&auml;hrigen.<br>\nZwar ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland relativ gering: &ldquo;Im europ&auml;ischen Vergleich bestehen f&uuml;r junge Menschen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sehr gute Bedingungen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. Aber das hat auch damit zu tun, dass die Vergleichszahlen vieler europ&auml;ischer L&auml;nder seit der Finanzkrise sehr hoch sind. Immer h&auml;ufiger, auch das h&auml;lt der Bericht fest, sind deutsche Jugendliche prek&auml;r besch&auml;ftigt: mit Befristung, in Teilzeit, als feste Freie oder in Praktika. Mit solchen Jobs l&auml;sst sich nicht langfristig planen.<br>\nMit dem Ergebnis, dass der &Uuml;bergang in die finanzielle Selbstst&auml;ndigkeit sich f&uuml;r viele Menschen zeitlich immer weiter ausdehne. H&auml;ufig reiche er &ldquo;teilweise bis weit in das Erwachsenenalter hinein&rdquo;, so die Autoren des Jugendinstituts: Jugendliche und junge Erwachsene seien &ldquo;h&auml;ufiger befristet und mit niedriger Entlohnung besch&auml;ftigt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/jugendbericht-junge-erwachsene-in-finanzieller-unsicherheit-a-1132820.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Gute Jobaussichten&rdquo;? Gemeint ist die &ldquo;gute&rdquo; Aussicht, unterbezahlt, befristet, prek&auml;r in einem Praktikum angestellt zu werden. &ldquo;rund ein F&uuml;nftel der 14- bis 19-J&auml;hrigen und etwa ein Viertel der 20- bis 24-J&auml;hrigen von Armut [sind] betroffen&rdquo; &ndash; eine Gesellschaft, die ohne Not so asozial mit ihrer Jugend umgeht, hat keine Zukunft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jobcenter: Umschichten f&uuml;r eine bessere Betreuung? Klingt plausibel, stimmt aber nicht<\/strong><br>\nJobcenter bedienen sich zunehmend am Budget f&uuml;r arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen, um ihre Verwaltungskosten zu decken. Sie begr&uuml;nden das mit h&ouml;heren Personalkosten f&uuml;r eine intensivere Betreuung der Kunden. Doch die Argumentation h&auml;lt einer &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.<br>\nDie Jobcenter zweckentfremden immer mehr Geld, das eigentlich f&uuml;r die F&ouml;rderung von Menschen im Hartz-IV-System mit arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen gedacht ist, um ihre Verwaltungskosten zu decken. 2015 haben die Umschichtungen einen erneuten H&ouml;chstwert erreicht. Mit rund 606 Millionen Euro wurden 17 Prozent des Eingliederungsetats nicht f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Zweck genutzt &ndash; fast jeder sechste Euro. (O-Ton berichtete)<br>\nIn einzelnen Jobcentern erreichten die Umschichtungen Ausma&szlig;e von bis zu 68 Prozent. Mehr als die H&auml;lfte (241 der 407 Jobcenter) schichteten zehn bis unter 30 Prozent des EGT um. 30 Jobcenter entnahmen mehr als die H&auml;lfte der Mittel aus dem Eingliederungsetat, um damit Verwaltungsausgaben zu finanzieren. Etwa ein Viertel (95 Jobcenter) verwendete 30 bis unter 50 Prozent f&uuml;r ihre Verwaltungskosten. Nur 36 Jobcenter entnahmen weniger als 10 Prozent aus dem Eingliederungstitel, das Jobcenter Wuppertal schichtete als einziges Geld aus dem Verwaltungs- in das Eingliederungsbudget um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/jobcenter-umschichten-fuer-eine-bessere-betreuung-klingt-plausibel-stimmt-aber-nicht\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neues BKA-Gesetz: Polizeiarbeit soll Bundessache werden<\/strong><br>\nMan ist vom Bundesinnenminister einiges gewohnt: Seine markigen Spr&uuml;che vor den Mikrofonen oder seine pomp&ouml;sen Ank&uuml;ndigungen. Wenn wieder einmal die Sicherheitsbeh&ouml;rden in diesem Land krass versagt haben, kann man auf eines wetten: De Maizi&egrave;re und die Beh&ouml;rden seines Hauses waren nicht schuld. Das war so im Falle NSU, das ist so im Falle Anis Amri. Ja, ganz im Gegenteil:<br>\nInzwischen begreift de Maizi&egrave;re Fehler als Gelegenheit: Er nutzt sie, um daraus Profit zu schlagen. Auf Kritik des Bundesverfassungsgerichts an Gesetzentw&uuml;rfen seines Hauses reagiert er mit einem virtuellen Stinkefinger: Das &uuml;berarbeitete Gesetz, behauptet er, ber&uuml;cksichtige die Kritik, was ja kaum jemand nachpr&uuml;ft. Faktisch kommt eine Fassung raus, die noch weniger verfassungsm&auml;&szlig;ig ist als die urspr&uuml;nglich beanstandete Fassung.<br>\nZu beidem liefert er in diesen Tagen sein Meisterst&uuml;ck ab. Das zun&auml;chst harmlos daherkommt in Gestalt einer Presseerkl&auml;rung des BMI [1] mit dem vollmundigen Titel &bdquo;Ein &uuml;bergreifendes Informationssystem in sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten&ldquo;: Darin wird der Startschuss verk&uuml;ndet f&uuml;r &sbquo;Polizei 2020&lsquo;, das Label f&uuml;r eine grundlegende Modernisierung der polizeilichen IT-Systeme. Die ist mit Sicherheit nicht nur notwendig, sondern auch mehr als &uuml;berf&auml;llig. [&hellip;]<br>\nDieser Gesetzentwurf ist weitaus mehr als nur &bdquo;der rechtliche Rahmen f&uuml;r eine grundlegende Modernisierung der polizeilichen IT-Systeme&ldquo;, wie in der Pressemitteilung behauptet wird. Vielmehr r&uuml;ttelt der Gesetzentwurf an der bisherigen Architektur und Aufgabenverteilung der Polizeibeh&ouml;rden von Bund und L&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/neues-bka-gesetz-polizeiarbeit-bundessache-staatsstreich-teil3-4458\">cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kommentar zum Datenschutzabbau der Gro&szlig;en Koaliton: Glaubw&uuml;rdigkeitsprobe f&uuml;r den Europ&auml;er Martin Schulz<\/strong><br>\nDie Bundesregierung schw&auml;cht mit ihrem heutigen Kabinettsbeschluss nicht nur den Datenschutz in Deutschland, sondern verst&ouml;&szlig;t auch gegen europ&auml;ische Standards. Wenn die SPD das Gesetz in dieser Form im Bundestag mittr&auml;gt, kratzt das an der Glaubw&uuml;rdigkeit des Kanzlerkandidaten Martin Schulz. [&hellip;]<br>\nStrenge Zweckbindung, Selbstbestimmung, Transparenz &ndash; der Entwurf des DSAnpUG ist mit diesen Prinzipien, die keine Erfindungen der digitalen Grundrechtecharta, sondern lange geltende Normen des Datenschutzes sind, schlicht nicht zu vereinbaren.<br>\nWenn Schulz die Initiative ernst nimmt &ndash; und das ist er Sascha Lobo und anderen Mitinitiatoren, die das Vorhaben gegen alle Kritik verteidigt haben, allein schon aus Anstand schuldig -, muss er sich daf&uuml;r einsetzen, dass seine SPD das Gesetz in dieser Form im Bundestag nicht mittr&auml;gt. Tut sie es doch, untergr&auml;bt das entweder die Glaubw&uuml;rdigkeit des Hoffnungstr&auml;gers oder sein Durchsetzungsverm&ouml;gen.<br>\nDabei steht auch sein Image als &uuml;berzeugter Europ&auml;er und Verfechter einer solidarischen EU auf dem Spiel. Erkl&auml;rtes Ziel der Datenschutzgrundverordnung war es schlie&szlig;lich, ein gemeinsames und einheitliches Datenschutzrecht f&uuml;r Europa zu schaffen. Dass die Datenschutzgegner in der Bundesregierung nun ein Anpassungs- und Umsetzungsgesetz nutzen, um Regeln einzuf&uuml;hren, die sie auf europ&auml;ischer Ebene nicht durchbringen konnten, st&auml;rkt das Bild einer Europ&auml;ischen Union, deren Gemeinschaftsgedanke nur z&auml;hlt, wenn Einigungen den eigenen Zielen dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/kommentar-zum-datenschutzabbau-der-grossen-koaliton-glaubwuerdigkeitsprobe-fuer-den-europaeer-martin-schulz\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Staat macht es lieber privat<\/strong><br>\nInfrastruktur Wohnungen, Krankenh&auml;user und jetzt die Autobahnen: Der anhaltende Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge bef&ouml;rdert die Ungleichheit. Schluss damit<br>\nEs ist die gr&ouml;&szlig;te Privatisierung seit 1994, als die Deutsche Bahn AG gegr&uuml;ndet wurde. Im Jahr 2017 zielt die Selbstentmachtung des Staates auf die Autobahnen. Die Bundesregierung plant, elf Artikel des Grundgesetzes zu &auml;ndern. Danach wird es nicht mehr wie heute der Zustimmung von allen Landesparlamenten und dem Bundestag bed&uuml;rfen, um zum Bau und Unterhalt der Schnellstra&szlig;en fl&auml;chendeckend &ouml;ffentlich-private Partnerschaften einzusetzen. Das wird dann allein der Vorstand der neuen, privatrechtlichen Infrastrukturgesellschaft entscheiden k&ouml;nnen &ndash; letztlich autonom und ohne demokratische Kontrolle. [&hellip;]<br>\nIm Irrglauben daran, dass Privatisierungen Dienstleistungen grunds&auml;tzlich billiger und b&uuml;rgern&auml;her machen, sch&uuml;ttelt der Staat immer mehr Aufgaben ab &ndash; wie ein Baum seine Bl&auml;tter im Herbst. Und wegen klammer kommunaler Kassen setzten auch St&auml;dte und Gemeinden auf Entstaatlichung: Privatfirmen bauen, renovieren und betreiben inzwischen in nahezu allen St&auml;dten Schulen. Kommunale Krankenh&auml;user wurden vielerorts an private Klinikbetreiber verkauft. Bei jedem zweiten Haushalt wird der M&uuml;ll inzwischen von Privatunternehmen wie den Branchenriesen Remondis und Sulo entsorgt. Dabei kann von der in Aussicht gestellten Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte keine Rede sein &ndash; jedenfalls nicht, wenn man die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung zugrunde legt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-staat-macht-es-lieber-privat\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Freiheit des Gesetzgebers eingeschr&auml;nkt&laquo;<\/strong><br>\nDie Ablehnung von CETA im Europaparlament nimmt zu &ndash; auch unter sozialdemokratischen Abgeordneten. Gespr&auml;ch mit Joachim Schuster<br>\nAm 15. Februar wird sich das Europaparlament mit dem Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada befassen. Sie haben im Handelsausschuss gegen CETA gestimmt und stellen sich damit dem bisherigen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Martin Schulz entgegen. Woran machen Sie Ihre Ablehnung fest?<br>\nZwar enth&auml;lt das Abkommen auch Bestimmungen zur Wahrung von Arbeitnehmerrechten. Allerdings gibt es keinen verbindlichen Sanktionsmechanismus, sollte dagegen versto&szlig;en werden. Die Kommission hat zugesagt, daran zu arbeiten. Aber ohne dass die Arbeiten zufriedenstellend abgeschlossen sind, kann ich CETA nicht zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-03\/114.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Wir l&uuml;ften nur schmutzige W&auml;sche&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Herr De Masi, Europa will Steuerdumping und Steuervermeidung bek&auml;mpfen. Die EU-Kommission hat dazu Vorschl&auml;ge gemacht. Trotzdem fordern Sie Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker auf zur&uuml;ckzutreten. Warum?<br>\nFabio De Masi: Ich habe Juncker nie gew&auml;hlt. Er war der Architekt der Steueroase Luxemburg. Wegen solcher Steuertricks verlieren die EU-L&auml;nder j&auml;hrlich Hunderte von Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Das hei&szlig;t, Juncker und Co haben den Europ&auml;ern direkt ins Portemonnaie gegriffen. Als wir die LuxLeaks-Aff&auml;re im Parlament aufkl&auml;ren wollten, hat er sich feige hinter seinen Beamten versteckt. Dabei geht es mir gar nicht um seine Person. Es geht darum, dass eine Europ&auml;ische Union der Banken und Konzerne der europ&auml;ischen Idee schadet.<br>\nAnfang Januar ist bekannt geworden, dass Juncker auch in der sogenannten Code of Conduct Group zur Unternehmensbesteuerung gemauschelt haben soll. K&ouml;nnen Sie uns das erkl&auml;ren?<br>\nDie Gruppe wurde von den EUStaaten ins Leben gerufen, um gemeinsam die schmutzigsten Steuertricks von Konzernen einzud&auml;mmen. Doch in der Praxis trinkt man da lieber Kaffee, und die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen blockieren.<br>\nWas ist das Problem?<br>\nDie EU hat keine Kompetenzen bei der Unternehmensbesteuerung. Das Europ&auml;ische Parlament kriegt nicht einmal alle Protokolle dieser Gruppe von der EU Kommission. Wir k&ouml;nnen nur versuchen, ein wenig schmutzige W&auml;sche zu l&uuml;ften. Ich habe deshalb vor dem EU-Gericht Klage gegen die Kommission eingereicht. Sie ist Teil der Experten-Gruppe, mauert aber. Es gibt offensichtlich etwas zu verbergen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1382.wir-l%C3%BCften-nur-schmutzige-w%C3%A4sche.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obdachlosigkeit in Griechenland: Keine Spur von sozialer H&auml;ngematte<\/strong><br>\nAuf Arbeitslosigkeit folgt f&uuml;r viele Obdachlosigkeit. Der Staat hilft schon lange nicht mehr. Auch den Elektriker Kostas hat es getroffen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ich lebe seit knapp einem Jahr auf der Stra&szlig;e&ldquo;, berichtet Kostas. Immer wieder sch&uuml;ttelt der in sich gekehrte Mann den Kopf. Nie h&auml;tte er gedacht, dass ihm das mal passieren w&uuml;rde. &bdquo;Ich hatte ein ganz normales Leben&ldquo;, sagt der 52-J&auml;hrige und l&auml;chelt leise. Nichts Besonderes, aber ab und zu mal essen gehen, ins Kino, mit Freunden etwas trinken gehen, verreisen &ndash; ein Dach &uuml;ber dem Kopf haben. Er h&auml;lt inne, scheint sich an die Zeit zu erinnern, l&auml;chelt wehm&uuml;tig. Ein Motorrad hatte er! Kostas lacht. Jetzt kommt ihm so etwas unwichtig vor.<br>\nDer gelernte Elektriker ist einer der Tausenden oft gut ausgebildeten Menschen, die infolge der Wirtschaftskrise obdachlos wurden. Das Sozialsystem in Griechenland tr&auml;gt schon lange nicht mehr. Und so waren bereits im Jahr 2011 rund 20.000 Personen laut einer Studie der griechischen NGO &bdquo;Klimaka&ldquo; obdachlos. Etwa 15.000 von ihnen lebten in der Hauptstadt Athen. Die Organisation betont, dass die Zahl nur als Richtwert gesehen werden soll, denn die genaue Zahl der Obdachlosen sei nur schwer zu ermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Obdachlosigkeit-in-Griechenland\/!5375483\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vormarsch nach Osten<\/strong><br>\nDie erste stetige Stationierung deutscher Truppen auf dem Territorium der fr&uuml;heren Sowjetunion hat begonnen. Nach einem Vorkommando sind am Mittwoch die ersten 70 deutschen Soldaten in Litauen eingetroffen; dort wird die Bundeswehr eine gegen Russland in Stellung gebrachte NATO-Battle Group f&uuml;hren. Diese ist mit ihren demn&auml;chst knapp 1.200 Soldaten Teil eines weitaus st&auml;rkeren milit&auml;rischen Dispositivs, das insgesamt vier verst&auml;rkte NATO-Bataillone sowie eine US-Kampfbrigade in Osteuropa umfasst und jederzeit durch eine US-Division erg&auml;nzt werden kann, deren einsatzbereite Waffen zum gr&ouml;&szlig;eren Teil in Deutschland lagern. Die litauischen Einheiten, mit denen die Bundeswehr kooperiert, werden in zunehmendem Ma&szlig;e mit deutschen Waffen ausger&uuml;stet. NATO-Gener&auml;le haben schon letztes Jahr gefordert, man m&uuml;sse die weitere Verst&auml;rkung der Truppen ins Auge fassen und die NATO-Bataillone im Baltikum auf Brigadest&auml;rke bringen. Auch sei die westliche Milit&auml;rpr&auml;senz in der Region zu Wasser und in der Luft stark auszuweiten. Russland w&uuml;rde damit an seiner Westgrenze noch viel st&auml;rker als bisher unter Druck gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59532\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schleichende Offensive: Kiews Flucht nach vorn<\/strong><br>\nFeuerpause im Donbass nach kurzer Zeit gebrochen. Ukrainische Streitkr&auml;fte ohne R&uuml;cksicht auf Verluste<br>\nDass die Intensivierung der K&auml;mpfe im Donbass der Auftakt zu einer gr&ouml;&szlig;eren ukrainischen Offensive ist, wird auf keiner Seite behauptet. Selbst ukrainische Milit&auml;rs erkl&auml;ren, beide Seiten h&auml;tten im Moment nicht die Kr&auml;fte daf&uuml;r, einen Durchbruch zum Bewegungskrieg zu wagen.<br>\nDer plausibelste Grund f&uuml;r die ukrainischen &raquo;Schleichangriffe&laquo; zum jetzigen Zeitpunkt ist, dass Kiew m&ouml;glichst viele vollendete Tatsachen schaffen will, die auch ein neuer Waffenstillstand nicht wieder &auml;ndern kann. Dabei ist offenbar weniger an ein &raquo;Minsk III&laquo; gedacht, von dem Russland seit Monaten betont, es bestehe kein Anlass dazu, solange das &raquo;Minsker Abkommen&laquo; (Minsk II) nicht erf&uuml;llt sei.<br>\nVielmehr scheint die ukrainische Seite ernsthaft besorgt zu sein, im Rahmen einer amerikanisch-russischen Globalvereinbarung &raquo;geopfert&laquo; zu werden. Ob sich, wie manche Kiewer Kommentatoren meinen, die neue US-Administration von aktuellen K&auml;mpfen in der Ostukraine zu einem st&auml;rkeren Bekenntnis zur Kiewer Regierung bewegen lassen k&ouml;nnte, ist dabei zweifelhaft. Auch die Bundesregierung scheint von der aktuellen Situation mehr genervt als besorgt zu sein. Hierf&uuml;r spricht die Formulierung von Regierungssprecher Steffen Seibert, beide Seiten sollten &raquo;wechselseitige Provokationen&laquo; unterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-03\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fukushima: Rekordradioaktivit&auml;t in Reaktor 2 mit 530 Sievert pro Stunde gemessen<\/strong><br>\nAufnahmen zeigen, dass die Kernschmelze nicht nur ein Loch im Druckbeh&auml;lter, sondern auch im Sicherheitsbeh&auml;lter verursacht hat<br>\nVor fast 6 Jahren hat sich die Nuklearkatastophe im AKW Fukushima ereignet, im Verh&auml;ltnis zur Halbwertszeit des radioaktiven Materials ist das praktisch nichts. Im M&auml;rz 2011 fiel durch den Tsunami die K&uuml;hlung des AKW aus. Als Folge ereignete sich eine Kernschmelze in drei Reaktoren.<br>\nAm Montag gelang es dem praktisch verstaatlichten Betreiberkonzern Tepco erstmals, Bilder mit einer ferngesteuerten, auf einem Teleskop montierten Kamera aus dem Inneren des Reaktors Nr. 2 zu machen. Dabei wurde klar, dass die Situation viel schlimmer ist, als man bislang &ndash; optimistischerweise &ndash; angenommen hatte. Das k&ouml;nnte auch der Abe-Regierung, die auf den Wiederstart der seit Jahren abgeschalteten AKWs dringt, einen herben Schlag versetzen, zudem k&ouml;nnten die Kosten, die Jahr f&uuml;r Jahr steigen, noch h&ouml;her schnellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fukushima-Rekordradioaktivitaet-in-Reaktor-2-mit-530-Sievert-pro-Stunde-gemessen-3616869.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Falle Zwangsprostitution<\/strong><br>\nFachberatungsstellen f&uuml;r Opfer von Menschenhandel im Asylverfahren: Acht solcher Stellen gibt es in Nordrhein-Westfalen von Aachen bis Herford &ndash; eine davon ist die Dortmunder Mitternachtsmission. Veronika Bock hat sie besucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-morgenecho-westblick\/audio-falle-zwangsprostitution-100.html\">WDR<\/a>\n<p><strong>dazu: Frauenhandel in NRW<\/strong><br>\nFachberatungsstellen sehen Deutschland als Drehscheibe der Prostitution und des Menschenhandels. Wir sprechen mit Pfarrerin Birgit Reiche, Leiterin der Frauenberatungsstelle Nadeschda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-morgenecho-westblick\/audio-frauenhandel-in-nrw-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider ist dieses Ph&auml;nomen vermutlich nicht lediglich in NRW, sondern bundesweit zu beobachten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;So kann Inklusion nicht gelingen&rdquo;<\/strong><br>\nIn Politik und Gesellschaft gilt Inklusion &ndash; also das gemeinsame Lernen von Sch&uuml;lern mit und ohne Behinderungen in einer Klasse &ndash; bei vielen als vorbildlich und erstrebenswert. Der Vorsitzende des Gewerkschafts-Verbands Bildung und Erziehung &ndash; VBE &ndash; Udo Beckmann erhebt im Deutschlandfunk schwere Vorw&uuml;rfe. So wie es jetzt sei, k&ouml;nne Inklusion nicht gelingen. [&hellip;]<br>\nInklusion werde zwar von Politik und Gesellschaft stark bef&uuml;rwortet, wenn Schulen aber die n&ouml;tigen Konsequenzen einforderten, w&uuml;rden sie von der Politik im Stich gelassen, so Beckmann weiter. Die Politik habe es sich zu einfach gemacht. Sie habe die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert, ohne sich Gedanken dar&uuml;ber zu machen, was das f&uuml;r den Schulalltag bedeute und welche Ressourcen daf&uuml;r n&ouml;tig seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gewerkschafts-verband-bildung-und-erziehung-so-kann.694.de.html?dram:article_id=377988\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Sch&auml;uble &uuml;ber Griechenland: &ldquo;Ich bin ganz gro&szlig;z&uuml;gig&rdquo;<\/strong><br>\nDer Streit um Finanzhilfen f&uuml;r Griechenland droht erneut zu eskalieren, auch innerhalb der Bundesregierung. Finanzminister Sch&auml;uble wehrt sich gegen Kritik von Vizekanzler Gabriel &ndash; und wirft Griechenland Unzuverl&auml;ssigkeit vor. [&hellip;]<br>\nDas &ldquo;Handelsblatt&rdquo; hatte zuvor von einem Brief von Vizekanzler Sigmar Gabriel an Kanzlerin Angela Merkel berichtet, in dem sich Gabriel sich noch in seiner Funktion als Wirtschaftsminister &uuml;ber Sch&auml;ubles harte Haltung bez&uuml;glich der Schulden und Haushalts-Auflagen f&uuml;r die Griechen beschwert habe.<br>\nGabriel forderte demnach eine &ldquo;konstruktive Rolle&rdquo; Deutschlands im Streit mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF). Er schlug vor, das Prim&auml;r&uuml;berschuss-Ziel ab 2018 f&uuml;r Griechenland von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf drei Jahre zu begrenzen. Danach k&ouml;nnte es reduziert werden, ohne dass ein Schuldenschnitt f&uuml;r das Land n&ouml;tig werde, so der heutige Au&szlig;enminister.<br>\nSch&auml;uble reagierte dem Bericht zufolge ebenfalls mit einem Brief. Darin hei&szlig;e es, die geforderten Reformen und Budget&uuml;bersch&uuml;sse seien notwendig, um Griechenlands Schuldenstand zu stabilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-schaeuble-bestreitet-uebertriebene-haerte-a-1133087.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist Gro&szlig;e Koalition auf ganz niedrigem Niveau. Der eine h&auml;lt die Begrenzung eines Prim&auml;r&uuml;berschusses f&uuml;r konstruktiv, &uuml;ber den der internationale W&auml;hrungsfonds schon lange sagt, er sei unm&ouml;glich zu erreichen und die Forderung danach deshalb falsch. Der andere meint, dass Griechenland mindestens die Steigerung des Unm&ouml;glichen schaffen m&uuml;sse, um seinen Schuldenstand zu stabilisieren und findet sich dabei auch noch gro&szlig;z&uuml;gig. Unfassbar. Unverst&auml;ndlich bleibt, warum Gabriel in seiner R&uuml;cktrittserkl&auml;rung im vorw&auml;rts schrieb:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nDie bisherige Politik von Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble hat entscheidend zu den immer tieferen Krisen in der EU seit 2008, zur Isolierung einer dominanten deutschen Bundesregierung und &ndash; durch das unerbittliche Festhalten an der Austerit&auml;ts-Politik &ndash; zur hoher Arbeitslosigkeit au&szlig;erhalb von Deutschland beigetragen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dabei hat er selber keinen besseren Vorschlag als die Fortsetzung von Austerit&auml;t anzubieten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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