{"id":36872,"date":"2017-02-06T08:33:09","date_gmt":"2017-02-06T07:33:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872"},"modified":"2017-02-06T08:33:09","modified_gmt":"2017-02-06T07:33:09","slug":"hinweise-des-tages-2807","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h01\">Deutschland braucht keine Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h02\">Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h03\">Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h04\">Le Pen gegen Macron &ndash; Zorn gegen Zuversicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h05\">&bdquo;Der Euro kann nicht &uuml;berleben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h06\">Schmerzlich, aber wahr: Mit einem Angriff auf Deutschland hat Trump recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h07\">Kern des Problems: USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h08\">Wir haben eine Menge Killer gehabt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h09\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h10\">Sch&auml;uble darf sich nicht l&auml;nger ins Boot der Steueroasen setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h11\">Ungleichgewichte: Kaufkraft und Investitionen st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h12\">Jedes 5. Kind ist arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h13\">Fl&uuml;chtlingsdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h14\">Gutachten zieht Gesetz in Zweifel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h15\">Gauck zieht Bilanz: &bdquo;Man hat sich bem&uuml;ht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h16\">Mehr Selbstkritik, bitte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36872#h17\">Die lange Geschichte der Entm&uuml;ndigung der Menschen durch Politik und Presse<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland braucht keine Atomwaffen<\/strong><br>\nDie &Auml;rzteorganisation IPPNW kritisiert die Berichterstattung von &ldquo;Panorama&rdquo;<br>\nDie &Auml;rzteorganisation IPPNW kritisiert die Forderungen, die gestern abend in der Sendung &ldquo;Panorama&rdquo; im Ersten erhoben wurden, Deutschland solle erw&auml;gen, eigene Atomwaffen anzuschaffen. Aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden will eine Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft in den kommenden Monaten &uuml;ber ein Atomwaffenverbot verhandeln. Deutschland solle lieber diese Initiative unterst&uuml;tzen.<br>\n&ldquo;Deutschland braucht keine Atomwaffen &ndash; weder die US-Atomwaffen noch eigene,&rdquo; kommentierte Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin der IPPNW und Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationale Kampagne f&uuml;r die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). &ldquo;Der Eckpfeiler der Sicherheitsarchitektur in Europa ist die R&uuml;stungskontrolle, nicht die Atomwaffen. Dabei ist der Atomwaffensperrvertrag f&uuml;r die Sicherheit unseres Planeten unabdingbar. Solche &Uuml;berlegungen widersprechen den v&ouml;lkerrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands und h&ouml;hlen den Sperrvertrag aus. Wir m&uuml;ssen das V&ouml;lkerrecht st&auml;rken und uns mit der Mehrheit der Staaten f&uuml;r ein Verbot aussprechen.&rdquo;<br>\nDie UN-Verhandlungen f&uuml;r ein Atomwaffenverbot beginnen am 27. M&auml;rz 2017 in New York.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/de\/deutschland-braucht-keine-atomwaffen.html\">ippnw<\/a>\n<p><strong>Dazu: Liefern USA Atombomben f&uuml;r Bundeswehr?<\/strong><br>\nDeutsche Tornados sollen im Rahmen der Nuklearen Teilhabe auch mit den neuesten US-Atomwaffen angreifen k&ouml;nnen &ndash; das soll eine Modernisierung der Kernwaffen auf deutschen St&uuml;tzpunkten erm&ouml;glichen. Die Bundesregierung zahlt mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/iefern-USA-Atombomben-fuer-Bundeswehr--article15979981.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> zwar ein &auml;lterer Artikel, aber passend zur letzten Panorama-Sendung und zu Ihren Anmerkungen.<\/em><br>\n<em>&bdquo;Deutschland zahlt f&uuml;r Modernisierung&hellip;.&ldquo;, ja daf&uuml;r &ndash;und f&uuml;r zahlreiche Bundeswehr-Auslands-Eins&auml;tze- hat Minister Sch&auml;uble Geld zur Hand!<\/em><br>\n<em>Danke an Sie, dass Sie &ndash;wie immer- Klartext reden, und einer &bdquo;Journalistin&ldquo;, der die Gnade der sp&auml;ten Geburt zustatten kam, und ihr dadurch der realistische Anblick von Ruinen etc. (2. Weltkrieg) erspart geblieben ist, Paroli bieten. Es ist unglaublich, in welch propagandistischer und schnodderigen Art und Weise der letzte Panorama-Beitrag &uuml;ber Atomwaffen in und f&uuml;r Deutschland unter das Volk gebracht wurde!!!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36864\">Panorama manipuliert und driftet ins rechte Lager der Militaristen mit einem Lob f&uuml;r die Politik der Abschreckung und der Atombomben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Schulz<\/strong><br>\nInteressanter Einblick aus dem Europ&auml;ischen Parlament von Fabio de Masi. Er redet Klartext, wof&uuml;r der &sbquo;Schr&ouml;der-Boy&lsquo; Martin Schulz dort in den letzten Jahren stand: K&uuml;rzungsdiktate, Steuertricks f&uuml;r Konzerne und unsozialer Agenda-Kurs. F&uuml;r uns als Linke ist klar: Wir werden Martin Schulz an seinen Taten messen. Wenn die SPD ernsthaft eine neue Politik hin zu sozialer Gerechtigkeit durchsetzen will: Es gibt schon jetzt im Bundestag eine Mehrheit von SPD, Linken und Gr&uuml;nen. Schulz kann also jetzt schon beweisen, ob er es ernst meint, oder ob die flotten Gerechtigkeits-Versprechen wieder nichts anderes sind als unverbindliches Wahlkampfget&ouml;se, das nach der Wahl genauso schnell vergessen sein wird wie nach den letzen Wahlen. Wir sind gespannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1586699871347404?pnref=story\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Schulz distanziert sich von Agenda 2010<\/strong><br>\nDer designierte Kanzlerkandidat der SPD h&auml;lt die Sozialreformen seiner Partei im Grundsatz f&uuml;r richtig. Allerdings seien auch Fehler passiert.<br>\nDer designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sich von der Agenda 2010 des fr&uuml;heren SPD-Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der distanziert. Die Ma&szlig;nahmen seien zwar &ldquo;die richtige Antwort auf eine Phase der Stagnation&rdquo; gewesen, sagte Schulz dem Spiegel. Allerdings seien auch Fehler gemacht worden. &ldquo;Wir h&auml;tten gleichzeitig den Mindestlohn einf&uuml;hren und Superreiche st&auml;rker belasten m&uuml;ssten.&rdquo;<br>\nIn dem Gespr&auml;ch betonte Schulz erneut, gro&szlig;e Verm&ouml;gen st&auml;rker besteuern zu wollen. &ldquo;Die Menschen, die mit harter Arbeit ihr Geld verdienen, d&uuml;rfen nicht schlechter gestellt sein als die, die nur ihr Geld f&uuml;r sich arbeiten lassen.&rdquo; K&auml;me die SPD an die Regierung, wolle er f&uuml;r mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit sorgen.<br>\nSchulz sprach im Interview au&szlig;erdem &uuml;ber den Immobilienbereich, der zu lange Spekulanten &uuml;berlassen worden sei, sowie &uuml;ber seine Pl&auml;ne, den Arbeitsmarkt zu reformieren. Demnach wolle er prek&auml;re Besch&auml;ftigung bek&auml;mpfen. Zeit- und Leiharbeit seien einmal daf&uuml;r gedacht gewesen, Engp&auml;sse zu &uuml;berbr&uuml;cken, sagte Schulz. Manche Arbeitgeber h&auml;tten das aber ausgenutzt, &ldquo;um L&ouml;hne zu dr&uuml;cken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/martin-schulz-agenda-2010-kritik-interview\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Im Gegenteil. Ist das schon postfaktisch oder einfach nur manipulativ, im Schulz-Fieber geschrieben? In Teaser und Artikeltext wird klargestellt, da&szlig; Schulz die Agenda 2010 zu 98% richtig findet &ndash; und das bedeutet massive Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen und Reiche, radikaler Sozialabbau und gro&szlig;er Druck auf die L&ouml;hne. Die geforderten Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Superreiche widersprechen nicht nur der SPD-Politik der letzten 18 Jahre, sondern sind auch wolkig formuliert und gegen CDU\/CSU, FDP oder Gr&uuml;ne (also die potentiellen Koalitionspartner) sowieso nicht umzusetzen. Einzig die Regulierung der Leih- und Zeitarbeit &ndash; ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein &ndash; mag denkbar sein, aber die Deregulierung war explizit dazu gedacht, die L&ouml;hne zu senken &ndash; das war kein unbeabsichtigter Nebeneffekt. Wieder so ein Bonbon, damit die SPD die n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition schluckt &ndash; vergleichbar dem l&auml;cherlichen, nicht existenzsichernden Mindestlohn von 2013. Kurz: wie alle SPD-Kanzlerkandidaten (?) seit 2009 rechtfertigt Schulz die Agenda 2010 und distanziert sich so minimal, da&szlig; man es als &ldquo;Links-Blinken&rdquo; mi&szlig;verstehen k&ouml;nnte. Der Hype um Schulz ist hei&szlig;e Luft ohne jede faktische Grundlage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was die SPD jetzt tun muss<\/strong><br>\nDie Partei sollte mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz einen radikalen Kurswechsel vollziehen. Nur ein drastischer Neuanfang kann die Sozialdemokraten aus ihrem Tanz mit dem Untergang rei&szlig;en. (&hellip;)<br>\nEin Kurswechsel lohnt sich auch in der Frage, wie sich Deutschland in Europa verh&auml;lt. Mit Europa gewinnt keiner Wahlen? Im Kern geht es um deutsche Arbeitnehmer und deutsche Schulen. Das Land hat seine L&ouml;hne herunterkonkurriert und seine Investitionen eingefroren. Seine Exportdominanz erschwert die wirtschaftliche Erholung der Nachbarstaaten und befeuert den Dauerstreit, der seit der Eurokrise tobt. Doch gerade in Zeiten von Donald Trump sollte Europa st&auml;rker werden, nicht schw&auml;cher. Der Ex-EUler Schulz k&ouml;nnte eine Vers&ouml;hnung ansto&szlig;en und daf&uuml;r einen deutschen Beitrag anbieten: H&ouml;here Bezahlung und &ouml;ffentliche Investitionen statt Lohnzur&uuml;ckhaltung und schwarzer Null. Davon profitiert der Rest Europas genauso wie Arbeitnehmer, Sch&uuml;ler und Datennetze in Deutschland.<br>\nSchon klar, das klingt nach reichlich viel Kurswechsel f&uuml;r die SPD. Doch Weiterwursteln ist keine Alternative. Der Reiz des neuen Gesichts wird abebben, die Umfragen br&ouml;ckeln. Nur ein echter Neuanfang rei&szlig;t die Partei aus ihrem Engtanz mit dem Untergang &ndash; und gibt jenen B&uuml;rgern eine Heimat, die sich abgeh&auml;ngt f&uuml;hlen oder den Abstieg f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik-was-die-spd-jetzt-tun-muss-1.3362595\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein rundum bemerkenswerter Kommentar. Nach den undifferenzierten Lobeshymnen des Heribert Prantl f&uuml;r Martin Schulz (siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36832\">hier<\/a>) ein notwendiger Versuch der Ehrenrettung f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Spiel mit dem Feuer&laquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump steuert auf einen milit&auml;rischen Konflikt mit dem Iran zu. Washington beh&auml;lt sich &raquo;alle Optionen&laquo; vor<br>\nDem Iran stehen neue US-Sanktionen bevor. Mit einer entsprechenden Anordnung von Pr&auml;sident Donald Trump wurde bereits am Freitag gerechnet. Trump hatte schon w&auml;hrend des Wahlkampfs immer wieder angek&uuml;ndigt, dass er das im Juli 2015 in Wien geschlossene Atomabkommen ablehne und nach seiner Wahl auf Konfrontationskurs gegen den Iran gehen werde. Das Thema steht nun fr&uuml;her als allgemein erwartet auf der Tagesordnung, nachdem die iranischen Streitkr&auml;fte am vergangenen Sonntag eine Rakete testeten. In einem eskalierenden Feuerwerk von Twitter-Botschaften warf Trump den Iranern am Freitag morgen (Ortszeit) schlie&szlig;lich vor, sie w&uuml;rden &raquo;mit dem Feuer spielen&laquo;. Sie w&uuml;ssten nicht zu sch&auml;tzen, wie &raquo;freundlich&laquo; sein Vorg&auml;nger Barack Obama zu ihnen gewesen sei. Er werde anders mit ihnen umgehen.<br>\nTrump und seine Republikanische Partei stellen sich auf den Standpunkt, dass Teheran die Entwicklung von Mittel- und Langstreckenraketen durch die UN-Resolution 2231 grunds&auml;tzlich verboten sei. Mit dieser Entschlie&szlig;ung hatte der Sicherheitsrat am 20. Juli 2015 einen Schlussstrich unter den jahrelangen internationalen Streit um das iranische Atomprogramm gezogen. Alle Beschr&auml;nkungen, die der Sicherheitsrat in diesem Zusammenhang verh&auml;ngt hatte, wurden aufgehoben. Gleichzeitig wurden aber einige der Strafma&szlig;nahmen in teilweise ver&auml;nderter und zeitlich befristeter Form in die Resolution 2231 aufgenommen. Zum Beispiel sind Waffenlieferungen an den Iran nicht mehr generell verboten, alerdings nur mit Zustimmung eines vom Sicherheitsrat gebildeten Ausschusses erlaubt.<br>\nHinsichtlich der Raketen hei&szlig;t es in der Entschlie&szlig;ung, Iran werde dazu &raquo;aufgerufen&laquo;, &raquo;Aktivit&auml;ten in Zusammenhang mit ballistischen Raketen&laquo; zu unterlassen, sofern diese &raquo;so konstruiert sind, dass sie Atomwaffen transportieren k&ouml;nnen&laquo;. Iran stellt sich auf den Standpunkt, dass das auf die von seinen Streitkr&auml;ften getesteten Raketen nicht zutrifft. Diese Ansicht wird offen und ausdr&uuml;cklich von Russland und mindestens stillschweigend auch von China geteilt. Die st&auml;ndigen europ&auml;ischen Mitglieder im Sicherheitsrat &ndash; Frankreich und Gro&szlig;britannien &ndash; pflegen zwar routinem&auml;&szlig;ig gegen Irans Raketentests zu protestieren, aber lassen keine Absicht erkennen, deswegen aktiv zu werden. Die Obama-Administration verfuhr &auml;hnlich. Offenbar war man sich im Sicherheitsrat bisher einig, dass Resolution 2231 keine Handhabe bietet, Strafma&szlig;nahmen gegen Iran wegen der Tests zu verh&auml;ngen. Einen Versto&szlig; gegen internationale Abkommen stellen diese ohnehin nicht dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-04\/029.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Narziss und Echo<\/strong><br>\nMit Donald Trump sitzt ein Pr&auml;sident im Wei&szlig;en Haus, der sich seine eigene Wahrheit schafft und zu Gr&ouml;&szlig;enphantasien neigt. Ein fatales Signal an seine W&auml;hler und alle anderen Entt&auml;uschten, die sich einen starken Mann w&uuml;nschen<br>\nDonald Trump twittert rund um die Uhr. Im Wahlkampf gab es Tage, an denen er bis zu 70 Tweets absetzte. Er scheint das Land vom Smartphone aus mittels 140-Zeichen-Botschaften regieren zu wollen. Er umgeht dabei das, was man &Ouml;ffentlichkeit nannte und was in Demokratien f&uuml;r die Vermittlung zwischen staatlichen Institutionen und B&uuml;rgern sorgte.<br>\nDer Idee nach war &Ouml;ffentlichkeit die Sph&auml;re, in der m&uuml;ndige B&uuml;rger sich versammeln, ihre unterschiedlichen Interessen diskutierten und schlie&szlig;lich zu einem Konsens finden. In den neuzeitlichen Massendemokratien spielten die Medien, zun&auml;chst vor allem die Presse, eine wichtige Rolle in diesem Prozess der Meinungs- und Urteilsbildung. Sie l&ouml;sten die Religion als wesentliche Quelle der Orientierung ab. Die Zeitungslekt&uuml;re, sagte Hegel, sei das Morgengebet des B&uuml;rgers. Trump jedenfalls h&auml;ngt dieser Zivilreligion nicht an, sein Morgengebet ist das Twittern. Ob die zeitgen&ouml;ssischen Medien ihre aufkl&auml;rerische Aufgabe noch erf&uuml;llen und zur kritischen Urteilsbildung und Orientierung beitragen, ist eine Frage, aber Twitter erf&uuml;llt sie ganz sicher nicht. Schon die 140-Zeichen-Begrenzung steht jeder wahrhaften Aufkl&auml;rung entgegen.<br>\nDie Ablehnung der M&uuml;hen und Gepflogenheiten der parlamentarischen Demokratie und die Verachtung ihrer Repr&auml;sentanten bringt eine pervertierte Form direkter Demokratie hervor. Trump sieht sich selbst als F&uuml;hrer und Sprachrohr einer &raquo;Bewegung&laquo;, mit deren Mitgliedern er per Twitter kommuniziert und mit denen er sich im Hass auf das Establishment und die sogenannten Eliten verbunden wei&szlig;. Wir sind Zeugen der Herausbildung einer nachdemokratischen, autokratischen Herrschaftsmethode, nicht nur in den USA. Man bedient sich demokratischer Methoden zur schrittweisen Abschaffung und Aush&ouml;hlung der Demokratie. Auch in den noch liberal verfassten Gesellschaften lieb&auml;ugeln viele mit diesen Modellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-04\/052.php\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Mein Leben mit dem Monster<\/strong><br>\nEs gab schon viele inkompetente amerikanische Pr&auml;sidenten. Aber so jemanden wie Trump gab es noch nie. Ein Bericht aus einem Land, in dem eine gro&szlig;e alte Partei den Verstand verloren hat. [&hellip;]<br>\nAn diesem Punkt wird normalerweise das Thema gewechselt. Man redet ja nicht gern dar&uuml;ber, wie nahe wir der Katastrophe wom&ouml;glich sind. Tats&auml;chlich h&ouml;rt man in Amerika jetzt oft die S&auml;tze &ldquo;Nachrichten lese ich nicht mehr&rdquo; oder &ndash; etwa hinsichtlich Trumps bisher einziger Pressekonferenz nach der Wahl &ndash; &ldquo;Das konnte ich mir nicht ansehen&rdquo;. Die Sorge ist zu gro&szlig;, zu schwer wiegt das Gef&uuml;hl der Hilflosigkeit gegen&uuml;ber dem seit der Wahlnacht Gestalt annehmenden Schrecken. [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich hat Amerika schon inkompetente Pr&auml;sidenten gehabt, auch korrupte Pr&auml;sidenten, sogar pathologische L&uuml;gner. Aber etwas wie Trump gab es noch nie. Die humanistische Grundannahme, auf der unter anderem das Romanschreiben beruht, setzt voraus, dass Menschen an Menschlichkeit gewinnen, wenn man sich mit ihnen befasst: Je mehr man &uuml;ber eine Person wei&szlig;, desto besser versteht man sie, und alles zu verstehen w&uuml;rde schlie&szlig;lich bedeuten, alles verzeihen zu k&ouml;nnen.<br>\nDonald Trump aber hat die bemerkenswerte Eigenschaft, dass er unmenschlicher wird, je mehr man &uuml;ber ihn wei&szlig;. Sieht man ihn von Weitem, scheint es da noch ein komplexes Wesen zu geben, das Pl&auml;ne schmiedet, sich verstellt, Taktiken anwendet und ein verborgenes Seelenleben beherbergt. N&auml;hert man sich ihm aber, indem man etwa Reportagen und B&uuml;cher &uuml;ber ihn liest (wie zum Beispiel die Erinnerungen seines Ghostwriters Tony Schwartz, der ihn monatelang auf Schritt und Tritt begleitet hat und es sich jetzt zur Lebensmission gemacht hat, vor ihm zu warnen, oder wie David Cay Johnstons umfangreiche investigative Recherche Die Akte Trump) und indem man Leute befragt, die ihm begegnet sind, so l&ouml;st sich all das auf wie eine optische T&auml;uschung, und es ist einem, als habe man es mit einer Person zu tun, die ebendas nicht ist: eine Person. Keine einzige Anekdote findet sich &uuml;ber einen Donald Trump, der sich weise oder freundlich verhalten h&auml;tte, man st&ouml;&szlig;t auf keine Geschichte &uuml;ber eine Begebenheit, in der er Geist oder Mitleid oder Anzeichen einer Innerlichkeit jenseits der brutalen Regungen von Wut, Eigenlob oder Prahlerei gezeigt h&auml;tte. W&uuml;rde man ein weltweites Casting f&uuml;r die flachste B&ouml;sewicht-Figur durchf&uuml;hren, so h&auml;tte Donald Trump schon vor seinem Wahlkampf die besten Chancen gehabt zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/04\/donald-trump-republikaner-usa-daniel-kehlmann\">Daniel Kehlmann in der ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Le Pen gegen Macron &ndash; Zorn gegen Zuversicht<\/strong>\n<ul>\n<li>Im Kampf um die Pr&auml;sidentschaft in Frankreich winkt ein Duell zwischen der Chefin von Frankreichs Front National und dem sozialliberalen Emmanuel Macron.<\/li>\n<li>Den ersten Wahlgang Ende April, so prophezeien die Umfragen, gew&auml;nne zwar noch Le Pen. Im zweiten Wahlgang jedoch w&uuml;rde Macron triumphieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alexandre Ledoux sitzt ganz hinten, unterm Dach des riesigen Auditoriums. Fast sch&uuml;chtern hat er Beifall gezollt, als Marine Le Pen, seine Heldin, den Saal betrat. Aber die Chefin von Frankreichs Front National (FN) macht ihm Mut. Ledoux, der h&ouml;fliche Politik-Student aus Bordeaux, schl&auml;gt kr&auml;ftig seine H&auml;nde zusammen, als die FN-Chefin gegen &ldquo;die finanzielle und dschihadistische Globalisierung&rdquo; wettert, &ldquo;gegen die Herrschaft der Banken&rdquo; und &ldquo;den islamistischen Terror.&rdquo;<br>\nUnd er ist aufgesprungen vor Begeisterung, als Le Pen verk&uuml;ndet, mit welchen Versprechen sie im Mai Frankreichs n&auml;chste Pr&auml;sidentin werden will. Noch vor Ende dieses Jahres sollen die Franzosen per Referendum den Austritt aus Europa beschlie&szlig;en. Und schon im Sommer will sie, mit Volkes Stimme, die &ldquo;Nationale Priorit&auml;t&rdquo; in der Verfassung festschreiben: Jobs, Kindergeld, Sozialwohnung &ndash; da sollen sich die Ausl&auml;nder hinten anstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-le-pen-gegen-macron-zorn-gegen-zuversicht-1.3364530\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Emmanuel Macron als &bdquo;sozialliberal&ldquo; zu bezeichnen, ist schon ein starkes St&uuml;ck. Der Mann ist ein lupenreiner Neoliberaler, an dem nichts, aber auch gar nichts, &bdquo;sozial&ldquo; ist. Wie schon bei den US-Wahlen versuchen einige deutsche Medien den Lesern nach der groben Holzschnittmethode einen &bdquo;guten&ldquo; und einen &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Kandidaten zu pr&auml;sentieren. So einfach ist die Welt aber nicht. Auch in Frankreich werden die W&auml;hler &ndash; sofern im ersten Wahlgang kein Wunder geschieht &ndash; nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Ein weiterer Verlierer der Wahlen wird &uuml;brigens Europa sein. Le Pen will ohnehin den Frexit und Macron d&uuml;rfte mit seinem neoliberalen Kurs, der selbst Merkel-Deutschland in den Schatten stellen w&uuml;rde, die Grundwerte der EU vollends aushebeln.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte meinen Artikel zu den Vorwahlen der franz&ouml;sischen Sozialisten: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36769\">Bonjour Tristesse<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Der Euro kann nicht &uuml;berleben&ldquo;<\/strong><br>\nFabio De Masi von der Linkspartei kritisiert Jean-Claude Juncker, Mario Draghi und Martin Schulz. Die EU-Kommission verhindere Aufkl&auml;rung, sagt er.<br>\ntaz: Herr De Masi, Europa will Steuerdumping und Steuervermeidung bek&auml;mpfen. Die EU-Kommission hat dazu Vorschl&auml;ge gemacht. Trotzdem fordern Sie Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker auf zur&uuml;ckzutreten. Warum?<br>\nFabio De Masi: Ich habe Juncker nie gew&auml;hlt. Er war der Architekt der Steueroase Luxemburg. Wegen solcher Steuertricks verlieren die EU-L&auml;nder j&auml;hrlich Hunderte von Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Das hei&szlig;t, Juncker und Co haben den Europ&auml;ern direkt ins Portemonnaie gegriffen. Als wir die LuxLeaks-Aff&auml;re im Parlament aufkl&auml;ren wollten, hat er sich feige hinter seinen Beamten versteckt. Dabei geht es mir gar nicht um seine Person. Es geht darum, dass eine Europ&auml;ische Union der Banken und Konzerne der europ&auml;ischen Idee schadet.<br>\nAnfang Januar ist bekannt geworden, dass Juncker auch in der sogenannten Code of Conduct Group zur Unternehmensbesteuerung gemauschelt haben soll. K&ouml;nnen Sie uns das erkl&auml;ren?<br>\nDie Gruppe wurde von den EU-Staaten ins Leben gerufen, um gemeinsam die schmutzigsten Steuertricks von Konzernen einzud&auml;mmen. Doch in der Praxis trinkt man da lieber Kaffee, und die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen blockieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Abgeordneter-ueber-Interessenkonflikte\/!5376385\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schmerzlich, aber wahr: Mit einem Angriff auf Deutschland hat Trump recht<\/strong><br>\nAuf seine Exportst&auml;rke ist Deutschland Stolz. Donald Trump sieht sie als Bedrohung f&uuml;r amerikanische Arbeitspl&auml;tze und Firmen. Damit ist er nicht allein: &Ouml;konomen kritisieren Deutschland schon lange daf&uuml;r, dass es auf Kosten der anderen L&auml;nder lebt. Und noch eine Gefahr wird dabei verkannt.<br>\n&bdquo;Wir sitzen hier wie ein Haufen Dummk&ouml;pfe&ldquo;, klagt Trump, wenn er &uuml;ber die Wirtschaft der USA spricht. Sein Problem ist die Leistungsbilanz, also das Verh&auml;ltnis der Exportwerte gegen&uuml;ber den Importen. Die USA haben hier das weltweit gr&ouml;&szlig;te Defizit: Ein Minus von 478 Milliarden Dollar fuhren die Amerikaner nach Berechnungen des M&uuml;nchner Ifo-Insituts allein im vergangenen Jahr ein. Die USA importieren also wesentlich mehr Waren, als sie ausf&uuml;hrten.<br>\nAllerdings sucht Trump die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese bittere Wahrheit nicht im eigenen Land. Stattdessen ger&auml;t insbesondere Deutschland, das im vergangenen Jahr einen Rekord&uuml;berschuss von 297 Milliarden Dollar erzielte, ins Visier des Wei&szlig;en Hauses. Die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Europas profitiere von einem zu schwachen Euro, seine Exportwaren werden im Ausland billiger, erkl&auml;rte vor kurzem Trumps Chefberater in Handelsfragen, Peter Navarro. Deutschland beute seine Handelspartner dadurch aus, so der Vorwurf. Andere L&auml;nder h&auml;tten das Nachsehen, insbesondere die europ&auml;ischen Nachbarn &ndash; aber auch die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/konjunktur\/gefaehrliche-investitionen-im-ausland-mit-einem-angriff-auf-deutschland-hat-trump-recht_id_6591975.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Spannend. Jetzt werden die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse sogar im konservativen FOCUS kritisiert. Dann kann es nur noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis die Arbeitnehmer und W&auml;hler die Zusammenh&auml;nge einsehen. Allerdings wird weiterhin nicht klar genug gesagt, da&szlig; die Ursache die fatale Lohndumpingstrategie unter Schr&ouml;der (und Merkel) ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es scheint eine Methode der hiesigen Qualit&auml;tsmedien zu sein: Dinge inhaltlich &ndash; immer noch recht sanft &ndash; anzuprangern, aber niemanden daf&uuml;r verantwortlich machen wollen. Wie ist es erkl&auml;rbar, dass die (neoliberalen) Bundesregierungen &ndash; insbesondere seit der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der-Fischer-Zeit, aber nun die schwarz-rote Merkel-Regierung geschont werden? F&uuml;rchten die Medien etwa einen &bdquo;Liebesentzug&ldquo; durch die hiesigen politische Entscheidungstr&auml;ger?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Mit Verlaub &ndash; das ist absurd&rdquo;<\/strong><br>\nSchw&auml;chen die Deutschen den Euro, um der heimischen Exportwirtschaft einen Wettbewerbsvorteil gegen&uuml;ber den Amerikanern zu verschaffen? &ldquo;Absurd&rdquo;, sagt der &Ouml;konom Schmieding im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de. Am starken Dollar sei eher Trump schuld als Merkel.<br>\ntagesschau.de: Nach den Angriffen auf China und Mexiko kn&ouml;pft sich die neue US-Regierung nun auch die hiesige Wirtschaftspolitik vor. Peter Navarro, ein wichtiger Berater Donalds Trumps, wirft Deutschland vor, mithilfe des schwachen Euro seine Handelspartner &ldquo;auszubeuten&rdquo;. Was ist dran an dieser Unterstellung?<br>\nHolger Schmieding: Mit Verlaub &ndash; dieser Vorwurf ist absurd, speziell in geldpolitischer Hinsicht. Denn es sind ja gerade die Deutschen, die von der Europ&auml;ischen Zentralbank seit Jahren einen h&auml;rteren w&auml;hrungspolitischen Kurs fordern, wenn auch vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/usa-trump-schmieding-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Also ich sehe weder, dass diese Kritik unberechtigt sei, zumal, dass diesbez&uuml;glich keine Erkl&auml;rung erfolgt. Es wird einfach nur behauptet.<\/em><br>\n<em>Und dass einmalig die Ausgaben um 4% erh&ouml;ht wurden, ist noch lange kein Konjunkturpaket. Insbesondere wenn auch noch angek&uuml;ndigt ist, dass die Staatsschulden &ldquo;abgebaut&rdquo; werden sollen, ergo ist es auch kein (wirklicher) fiskalischer Stimulus.<\/em><br>\n<em>Und welche Besch&auml;ftigungssteigerung? Etwa den Abbau von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen, die in prek&auml;re 400\/450-Euro-Jobs umgewandelt wurden?<\/em><br>\n<em>Und nein, die Kassen wurden nicht &ldquo;saniert&rdquo;. Es wurde und wird sich zu tode gespart. Schulen, Stra&szlig;en, etc. sind nur noch marode und die Reparatur wird wesentlich mehr kosten, als das, was bisher &ldquo;eingespart&rdquo; wurde.<\/em><br>\n<em>Und &ndash; entgegen des Nullwachstums in der EU w&auml;chst die USA-Wirtschaft*. Fragt sich nur, wer hier diesbez&uuml;glich seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.<\/em><br>\n<em>Dass es auch in den USA viele Probleme gibt, ist unbestreitbar. Und zumindest sieht es so aus, dass auch die L&ouml;hne dort im Gespr&auml;ch sind, wenn Firmen wie Walmart, Burger King von sich aus die L&ouml;hne erh&ouml;hen und nicht mehr nur den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. In Deutschland ist diese Diskussion nicht erw&uuml;nscht, wie auch der angebliche &Ouml;konom beweist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kern des Problems: USA<\/strong><br>\nKern aus Wien sagt das, was Berlin feige verschweigt. Der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Kern weist an diesem Wochenende beim EU-Gipfel in Malta darauf hin, da&szlig; die amerikanischen Kriege die wesentlichen Ursachen f&uuml;r die Migrationsbewegungen nach Europa geschaffen haben. Das ist des Pudels Kern: wer die Fluchtursachen bek&auml;mpfen will, mu&szlig; mit dem Morden aufh&ouml;ren. Kern triftt den Kern und Merkel streut den Deutschen nur Sand in die Augen. (&hellip;)<br>\nPr&auml;sident Trump will den Sturz in den Abgrund offenkundig verhindern.<br>\nZentrale Veraussetzung daf&uuml;r sind seine Wahlkampfaussagen, was ein besseres Verh&auml;ltnis zur Russischen F&ouml;deration anbetrifft. Derzeit hat man allerdings den Eindruck, da&szlig; dar&uuml;ber der ukrainische Pr&auml;sident bestimmt.<br>\nSollte es Proschenko und anderen gelingen, die Vereinigten Staaten auf die Linie Soros, Clinton, Obama, Mc Cain, Merkel und Graham auf Dauer einzuschw&ouml;ren, ist die Wahrheit f&uuml;r die Welt eindeutig. Dann stehen nicht nur die USA am Abgrund, dann steht die Welt vor ihrem Ende und nicht nur der Westen, wie pl&ouml;tzlich auftauchende neunmalkluge deutsche Geschichtsprofessoren postulieren.<br>\nDie Wahl von Donald Trump zu Pr&auml;sidenten hat eine gewaltige Konsequenz f&uuml;r unseren Gesellschaften. Die versammelte und den Vereinigten Staaten in der Vergangenheit treu ergebene sogenannte &rdquo; Elite&rdquo; st&uuml;rzt sich gleichsam auf das nun verha&szlig;te &ldquo;Trump-Amerika&rdquo;. Am besten war das bei der deutschen Bundeskanzlerin zu bewunderen, die Luther-gleich direkt nach der US-Wahl die &ldquo;Bedingungen&rdquo; f&uuml;r die weitere Zusammenarbeit an die publizistischen Litfa&szlig;s&auml;ulen genagelt hatte.<br>\nMan wird sich jetzt mit dem besch&auml;ftigen, was die &ldquo;USA&rdquo; ausmacht und sich nicht fragen, ob das nicht entschieden zu sp&auml;t geschieht? Das, was der &ouml;sterreichische Bundeskanzler in Malta zu Recht kritisch zu den amerikanischen Kriegen angemerkt hat, kam nicht gleichsam vom Mars. Die Merkels dieser Welt haben doch von vorneherein als ergebene Vasallen mitgemacht. Prominente deutsche Kirchenvertreter haben &ldquo;rote Linien&rdquo; zu manch einem Thema gezogen, aber kein Wort von sich h&ouml;ren lassen, als es von einem in dem n&auml;chsten verbrecherischen Krieg gegangen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/de\/1013\">Willy Wimmer auf Seniora.org<\/a>\n<p><em><strong>Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Bravo. Einer sagts, alle anderen verschweigen. Ich habe am Wochenende heute angeschaut und die einschl&auml;gigen Artikel bei der Bild-Zeitung gelesen und in meiner Regionalzeitung. Kein Wort &uuml;ber die Ursachen des Elends in Libyen. Auf dieses Versagen der Medien muss noch einmal zur&uuml;ckgekommen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wir haben eine Menge Killer gehabt<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident spricht einmal wieder undiplomatischen Klartext, auch mit einem &ldquo;Killer&rdquo; wie Putin k&ouml;nnen die USA kooperieren, die nicht viel anders agieren<br>\nMan kann &uuml;ber Trumps Politik denken, was man will, er &uuml;berrascht aber immer wieder durch &ldquo;unkonventionelle&rdquo; &Auml;u&szlig;erungen. Derzeit macht er pers&ouml;nlich Jagd auf den Bundesrichter, der sein Einreiseverbot vor&uuml;bergehend aufgehoben hat. Er habe damit das Land f&uuml;r die Zureise der B&ouml;sen ge&ouml;ffnet, schrieb er auf seinem weiterhin betriebenen privaten Twitter-Account, den er wohl nicht aufgeben will, allerdings schreibt er auf seinem Potus-Account dasselbe.<br>\nIn einem Interview mit dem Sender FoxNews, den Barack Obama gemieden hat, der aber nun von Trump bevorzugt wird, machte er wieder deutlich, dass er nicht bereit ist, dem Druck nachzugeben, was seine Russlandpl&auml;ne betrifft. Der Sender ver&ouml;ffentlichte vorab einige &Auml;u&szlig;erungen, um f&uuml;r die sp&auml;tere Aussendung des Interviews zu werben.<br>\nBill O&rsquo;Reilly fragte den Pr&auml;sidenten, ob er den russischen Pr&auml;sidenten Putin respektiere. Er respektiere ihn, antwortete Trump: &ldquo;Aber ich respektiere eine Menge Leute. Das bedeutet nicht, dass ich mit ihnen klar komme.&rdquo; Das klingt noch sehr zur&uuml;ckhaltend, aber er sagte, er w&uuml;rde jede Hilfe von Russland im Kampf gegen den Islamischen Staat begr&uuml;&szlig;en, und f&uuml;gte hinzu, er w&uuml;rde lieber mit Russland auskommen als im Konflikt zu liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-Wir-haben-eine-Menge-Killer-gehabt-3617979.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Freiheit des Gesetzgebers eingeschr&auml;nkt&laquo;<\/strong><br>\nDie Ablehnung von CETA im Europaparlament nimmt zu &ndash; auch unter sozialdemokratischen Abgeordneten. Gespr&auml;ch mit Joachim Schuster.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-03\/114.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP und CETA: Lobbyisten-Tr&auml;ume werden wahr<\/strong><br>\nIn einer Kurzanalyse kritisieren wir den verst&auml;rkten Lobbyeinfluss &uuml;ber die Handelsabkommen CETA und TTIP. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir in einem detaillierteren Factsheet auf das Einfallstor f&uuml;r Lobbyisten &uuml;ber die sogenannte regulatorische Kooperation hingewiesen. Unser neues Papier zeigt, wie Wirtschaftslobbyisten ihre W&uuml;nsche nach fr&uuml;hzeitigem und exklusivem Zugang zu Gesetzesvorhaben nahezu eins zu eins durchsetzen konnten. So findet sich eine Kernforderung des Canada-Europe-Roundtables zur Kooperation zwischen Lobbygruppen und Beh&ouml;rden im finalen CETA-Text wieder. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Austausch von Informationen &uuml;ber angedachte Regulierungen, Ma&szlig;nahmen oder in Erw&auml;gung stehende Erg&auml;nzungen, zum fr&uuml;hstm&ouml;glichen Zeitpunkt.&ldquo; Kein Wunder, dass die Lobbyverb&auml;nde BusinessEurope und die US Handelskammer die regulatorische Kooperation als Instrument bezeichnen, welches ihnen erm&ouml;glicht, &bdquo;Regulierungen mitzuschreiben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/02\/ttip-und-ceta-lobbyisten-traeume-werden-wahr\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Cem &Ouml;zdemir will uns in Sachen Ceta zum Narren halten<\/strong><br>\nIn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist zu lesen, dass die Gr&uuml;nenspitze nicht l&auml;nger so tun will, als sei sie gegen Ceta. Wegen Tump positioniere man sich neu. Dabei sind gerade durch Trump die Argumente gegen Ceta viel st&auml;rker geworden. Und die Nachverhandlungen, auf die Cem &Ouml;zdemir angeblich setzt, sind dadurch weit weniger n&uuml;tzlich.<br>\nDie Gr&uuml;nen stecken in der Klemme, weil sie &uuml;ber den Bundesrat eine Ratifizierung de Handels- und Investorenschutzabkommens Ceta mit Kanada verhindern k&ouml;nnen, aber als Her Majesty Merkel&rsquo;s Most Loyal Opposition nichts tun wollen, was die Regierung oder Daimler &auml;rgern w&uuml;rde. Da trifft es sich gut, dass der allseits ungeliebte Trump so gegen Freihandelsabkommen ist, dass man sich schon wieder progressiv f&uuml;hlen kann, wenn man daf&uuml;r ist. &bdquo;Ein fairer Freihandel ist in Zeiten eines st&auml;rker werdenden Protektionismus, vor allem in den Vereinigten Staaten, wichtiger denn je&ldquo;, sagte Cem &Ouml;zdemir, Parteichef und Spitzenkandidat, der FAS, die dar&uuml;ber unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Gr&uuml;ne positionieren sich wegen Trump neu zu Ceta&ldquo; berichtet. So wie Ceta ist, werde man zwar nicht zustimmen, aber mit Nachverhandlungen k&ouml;nne man dar&uuml;ber reden.<br>\nDer Vorwand f&uuml;r die Ceta-Volte der Gr&uuml;nen-F&uuml;hrung ist denkbar windig. Gerade weil Trump gegen&uuml;ber Freihandelsvereinbarungen so ablehnend eingestellt ist, sollte Europa unbedingt auf Ceta verzichten. Es gab bisher ein halbwegs wichtiges Plus von Ceta. Das Abkommen ist in Sachen Aush&ouml;hlung von demokratischen Rechten zugunsten von Investoren und international Handel treibenden weniger schlimm als die meisten Abkommen dieser Art und als das bisher angestrebte TTIP-Abkommen mit den USA. Insofern h&auml;tte Ceta immerhin als Vorbild f&uuml;r TTIP und andere Abkommen dienen k&ouml;nnen. Auf TTIP hatte jedoch schon Obama keine gro&szlig;e Lust mehr, und unter Trump ist es tot.<br>\nEin gro&szlig;er Nachteil  von Ceta f&uuml;r Europa wird unter einem protektionistischen US-Pr&auml;sidenten dagegen noch sehr viel gr&ouml;&szlig;er. Ceta erlaubt es international t&auml;tigen US-Konzernen, die Handelsvorteile und die Investoren-Klagerechte aus Ceta zu nutzen, weil sie in aller Regel eine kanadische Tochter haben, oder diese leicht etablieren k&ouml;nnen. Im Gegenzug bekommen europ&auml;ische Konzerne in Sachen erleichtertem Marktzugang von den USA genau gar nichts. Und wenn Trump sie mit Importz&ouml;llen und sonstigen Handelsbeschr&auml;nkungen traktieren mag, dann lebt er in der besten aller Welten, denn Europa kann sich wegen Ceta nicht wehren, ohne von General Motors Canada und Co. auf Milliardensummen an Schadenersatz verklagt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/778-oezdemir-ceta-trump\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sch&auml;uble darf sich nicht l&auml;nger ins Boot der Steueroasen setzen<\/strong><br>\n&ldquo;Sch&auml;uble darf sich nicht l&auml;nger ins Boot der Steueroasen setzen&rdquo;<br>\nDie Europ&auml;ische Union hat 92 L&auml;ndern, deren Steuergesetzgebung als problematisch gilt, einen Fragenkatalog geschickt. Ziel ist es, eine schwarze Liste zu erstellen. Doch der Gr&uuml;ne Europaabgeordnete Sven Giegold ist skeptisch, ob das gelingen wird. Mehrere Mitgliedsstaaten blockierten n&auml;mlich das Vorhaben &ndash; auch Deutschland.<br>\nZwar tue die EU-Kommission unter Juncker mehr gegen Steueroasen und gegen aggressive Steuervermeidung von gro&szlig;en Unternehmen, als irgendeine Kommission zuvor, findet der Gr&uuml;nen-Poitiker Giegold. Das Problem liegt f&uuml;r ihn jedoch darin, dass eine Reihe von Mitgliedsstaaten die geplanten Kriterien und Ma&szlig;nahmen zur Schaffung einer schwarzen Liste derzeit blockiert. Das seien vor allem Luxemburg, Gro&szlig;britannien und Irland &ndash; aber auch Deutschland.<br>\n&ldquo;Deutschland wichtigster Blockierer&rdquo;<br>\nSo habe die EU-Kommission den Vorschlag gemacht, dass Gro&szlig;unternehmen transparent machen m&uuml;ssen, wo genau sie wie viele Steuern zahlen. &ldquo;Bei diesem Thema ist Deutschland der wichtigste Blockierer&rdquo;, sagte Sven Giegold. Finanzminister Sch&auml;uble rede in Deutschland anders, als er in Br&uuml;ssel handele. &ldquo;Sch&auml;uble darf sich in Br&uuml;ssel nicht l&auml;nger ins Boot der Steueroasen setzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-steueroasen-schaeuble-darf-sich-nicht-laenger.694.de.html?dram:article_id=378094\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ungleichgewichte: Kaufkraft und Investitionen st&auml;rken<\/strong><br>\nWeil die deutsche Volkwirtschaft stark exportorientiert ist, k&ouml;nnte sie der von US-Pr&auml;sident Donald Trump angek&uuml;ndigte Protektionismus hart treffen. Warum das ein Grund mehr f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Arbeitgeber ist, sich in den aktuellen Tarifverhandlungen auf die gewerkschaftlichen Forderungen zuzubewegen, zeigt der DGB-klartext. (&hellip;)<br>\nNoch vor der Ver&ouml;ffentlichung offizieller Zahlen durch das Statistische Bundesamt, hat das ifo-Institut schon mal eine vorl&auml;ufige Berechnung zur deutschen Leistungsbilanz angestellt und dabei erneut einen Rekordwert ermittelt. Danach &uuml;bersteigt der Wert aller im Jahr 2016 aus Deutschland exportierten Waren und Dienstleistungen die Importe um fast 300 Milliarden US-Dollar oder 8,6 Prozent der gesamten volkswirtschaftlichen Leistung (BIP). Selbst die gro&szlig;e Exportnation China weist mit knapp 250 Milliarden Dollar (das sind 2 Prozent des chinesischen BIP) einen deutlich kleineren &Uuml;berschuss aus. (&hellip;)<br>\nSeit jeher ziehen solche Rekordmarken die Aufmerksamkeit der internationalen Wirtschaftspolitik auf sich. So wundert es auch nicht, dass die deutsche Exportwirtschaft nun noch st&auml;rker in das Kreuzfeuer der neuen US-Regierung geraten ist. Bereits zuvor hat Donald Trump unmissverst&auml;ndlich klar gemacht, dass er in den USA ans&auml;ssige Unternehmen durch ma&szlig;geschneiderte Steuergesetze und Schutzz&ouml;lle vor unliebsamen Importen der ausl&auml;ndischen Konkurrenz sch&uuml;tzen will. Bis vor kurzem spotteten konservative deutsche Politiker noch, man k&ouml;nne doch nicht freiwillig die Produktion von Exportg&uuml;tern drosseln, um f&uuml;r einen ausgeglichenen Welthandel zu sorgen. Jetzt ist aber zu bef&uuml;rchten, dass dies nun die US-Wirtschaftspolitik besorgen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5584ef68-e9f1-11e6-9e20-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jedes 5. Kind ist arm<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine Schande, sagen alle. Wir m&uuml;ssen etwas &auml;ndern, sagen die Politiker. Unsere Autorin schreibt seit zehn Jahren &uuml;ber Kinderarmut in Deutschland. Sie ist die billige Heuchelei leid. (&hellip;)<br>\nDeutschland investiert viel Geld, um Ehen und Familien zu unterst&uuml;tzen. 200 Milliarden Euro verteilen Beh&ouml;rden pro Jahr an Paare mit und ohne Kinder. Allerdings tun sie das nicht mit der Gie&szlig;kanne, wie oft kritisiert wird, sondern mit einem au&szlig;er Kontrolle geratenen Rasensprenger: Er w&auml;ssert die Wiese vor allem dort, wo sie ohnehin schon sattgr&uuml;n ist.<br>\nEs gibt &uuml;ber 150 Familienleistungen &ndash; Elterngeld, Kindergeld, Kita-Zuschuss &ndash;, und das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung hat gerade erst berechnet, wie sich dieses Geld verteilt. Das Ergebnis war &uuml;berraschend: 13 Prozent der F&ouml;rdersumme landen bei den reichsten zehn Prozent der Familien, nur sieben Prozent bei den &auml;rmsten zehn Prozent. Anders ausgedr&uuml;ckt: Ein armes Kind ist dem Staat monatlich im Schnitt 107 Euro wert, ein reiches aber 199 Euro. Ein absurdes System.<br>\nW&uuml;rde der Staat stattdessen jedem Kind, egal wie alt, egal aus welcher Familie, das zahlen, was es zum Leben braucht, w&auml;re das nicht nur ein Zeichen daf&uuml;r, dass alle Kinder gleich viel wert sind, sondern auch eine wirksame Waffe gegen die Folgen der Armut. Kindergrundsicherung nennen Wissenschaftler das und schlagen vor: 500 Euro sollte jedes Kind pro Monat erhalten.<br>\nDas klingt nach Tr&auml;umerei? Auf gerade mal 30 Milliarden Euro sch&auml;tzt ein Team der B&ouml;ll-Stiftung die Mehrkosten pro Jahr. Allein die Abschaffung des Ehegattensplittings w&uuml;rde etwa 20 Milliarden einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/02\/kinderarmut-deutschland-eltern-chancen-sozialpolitik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingsdeal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir werden von verantwortungslosen Hasardeuren regiert<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Staatsm&auml;nner um Merkel haben beschlossen, ein Abkommen mit der &ldquo;libyschen Regierung&rdquo; zu schlie&szlig;en, um afrikanische Fl&uuml;chtlinge vom europ&auml;ischen Festland fernzuhalten. Aber Libyen ist ein zerfallener Staat. Wir werden von verantwortungslosen Hasardeuren regiert!<br>\nZuerst bombardieren sie Libyen in Schutt und Asche und dann wundern sie sich, dass es dort keine Grenzkontrollen gibt. Schlie&szlig;lich gibt es in Libyen &Ouml;lvorr&auml;te wie im Irak und der b&ouml;se Gaddafi war so wenig bereit, die W&uuml;nsche der westlichen &Ouml;lindustrie zu erf&uuml;llen, wie Saddam Hussein. Haupt-Kriegstreiber waren Hillary Clinton und der hyperaktive Zappelphilipp im Elysee, Sarkozy.<br>\nImmerhin hat sich Merkel wohl auf Druck der FDP in einem einmaligen Vorgang der Widerborstigkeit dem US-Wunsch widersetzt, sich auch an diesem Krieg zu beteiligen.<br>\nW&uuml;rden wir die Milliarden, die in den &Ouml;l- und Gaskriegen und im wieder beginnenden Wettr&uuml;sten verpulvert werden, zur Bek&auml;mpfung von Hunger und Not in Afrika einsetzen, dann h&auml;tten viele Afrikaner eine Bleibe-Perspektive und w&uuml;rden nicht nach Europa aufbrechen.<br>\nUnd Merkel? Sie verteidigt weiter die Handelsabkommen, die den afrikanischen Staaten subventionierte europ&auml;ische Agrarprodukte aufzwingen, beteiligt die Bundeswehr an Interventionskriegen und befolgt brav die US-Vorgaben, den deutschen Milit&auml;r-Etat weiter zu erh&ouml;hen. Und so werden auch in Zukunft Afrikaner aufbrechen, um in Europa ein besseres Leben zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1315463098515154\/?type=3&amp;notif_t=notify_me_page&amp;notif_id=1486068727459979\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD will Bootsfl&uuml;chtlinge nach Nordafrika zur&uuml;ckbringen<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Oppermann hat sich in der &ldquo;FAS&rdquo; f&uuml;r eine Unterbringung von Bootsfl&uuml;chtlingen in Nordafrika ausgesprochen. Dies sei notwendig, um Schleuserbanden zu bek&auml;mpfen. Bislang hatte sich vor allem die Union f&uuml;r Auffanglager in Nordafrika stark gemacht.<br>\nNach der Union pl&auml;diert nun auch die SPD daf&uuml;r, im Mittelmeer gerettete Fl&uuml;chtlinge in Nordafrika unterzubringen. &ldquo;Um die Schleuserbanden wirksamer zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssen wir ihnen die Gesch&auml;ftsgrundlage entziehen, indem die im Mittelmeer geretteten Fl&uuml;chtlinge wieder zur&uuml;ckgebracht und zun&auml;chst in Nordafrika versorgt und betreut werden&rdquo;, schreibt SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann in einem Gastbeitrag f&uuml;r die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&rdquo; (FAS).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fluechtlinge-oppermann-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Das Land ist schon fast zerfallen&rdquo;<\/strong><br>\nMit einem Zehn-Punkte-Plan will die EU Fl&uuml;chtlinge von der Fahrt &uuml;ber das Mittelmeer abhalten. Der Journalist und Afrikaexperte Alexander B&uuml;hler ist aber skeptisch, dass die Zusammenarbeit mit Libyen dabei funktionieren kann.<br>\nDie Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten haben sich auf einen Zehn-Punkte-Plan verst&auml;ndigt, der vorsieht, die zentrale Mittelmeerroute zu schlie&szlig;en. Eine Schl&uuml;sselrolle kommt dabei der Zusammenarbeit mit Libyen in der Fl&uuml;chtlingspolitik zu. Das instabile Land soll Hilfe f&uuml;r die K&uuml;stenwache bekommen und damit Schlepper bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/eu-fluechtlingsabkommen-mit-libyen-das-land-ist-schon-fast.1008.de.html?dram:article_id=378052\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36855#h10\">diese Hinweise<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtswidrige Zur&uuml;ckweisungen von Schutzsuchenden an EU-Au&szlig;engrenzen in Osteuropa: Push-Back-Bericht ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nECRE-Organisationen aus Zentraleuropa ver&ouml;ffentlichten am 25. Januar 2017 in Prag einen Bericht &uuml;ber die erschreckende neue Realit&auml;t an den &ouml;stlichen EU-Aussengerenzen: rechtswidrige Zur&uuml;ckweisungen von Schutzsuchenden<br>\nDer Bericht behandelt die steigende Anzahl von illegalen Push-Backs an Europas Aussengrenzen in Bulgarien, Tschechien (Flughafen), Ungarn und Polen. Zudem gibt er einen &Uuml;berblick &uuml;ber besorgniserregende Tendenzen in der slowenischen Politik und Gesetzgebung. Es wird &uuml;ber jedes Land einzeln auf etwa zwei Seiten ein &Uuml;berblick gegeben &uuml;ber die relevanten nationalen Rechtsgrundlagen, &uuml;ber die aktuelle Situation in Bezug auf Push-Backs, &uuml;ber Fallprofile und -beispiele sowie &uuml;ber Vorschl&auml;ge zur Verbesserung der Situation auf nationaler und EU-Ebene.<br>\nDer Bericht fordert interne und externe Monitoring-Mechanismen sowie Zugang f&uuml;r nationale und internationale Nicht-Regierungs-Organisationen und anderen Organisationen zu den Vorg&auml;ngen an den Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/nc\/fachinfos\/artikel\/news\/rechtswidrige-zurueckweisungen-von-schutzsuchenden-an-eu-aussengrenzen-in-osteuropa-push-back-beric\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den vollst&auml;ndigen Bericht k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/infothek.paritaet.org\/pid\/fachinfos.nsf\/0\/8bd35907fffc729dc12580bb002cd60c\/$FILE\/Push-Back%20Bericht%20EU-Au%C3%9Fengrenzen%20Osteuropa.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gutachten zieht Gesetz in Zweifel<\/strong><br>\nDas Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung k&ouml;nnte laut einem Medienbericht erneut vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags kommt zu dem Ergebnis, dass das Gesetz nicht den Vorgaben des Europ&auml;ischen Gerichtshofes entspreche.<br>\nDer Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zieht die Regelung zur Vorratsdatenspeicherung in Zweifel. Die Experten k&auml;men in einem Gutachten zu dem Ergebnis, dass das Gesetz nicht den Vorgaben des Europ&auml;ischen Gerichtshofes entspreche, schreibt die &ldquo;Mitteldeutsche Zeitung&rdquo;. Das Gutachten wurde von der Fraktion der Linkspartei in Auftrag gegeben.<br>\nDamit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern k&ouml;nnte. Ein B&uuml;ndnis aus B&uuml;rgerrechtlern, Datensch&uuml;tzern und Politikern hat bereits Verfassungsbeschwerde dagegen eingelegt.<br>\nDie Linkspartei sieht sich durch das Gutachten best&auml;tigt: Eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikations- und Internetverbindungsdaten der gesamten Bev&ouml;lkerung sei ein unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Eingriff in die Grundrechte der B&uuml;rger, sagte der stellvertretende Fraktionschef Jan Korte der Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/vorratsdatenspeicherung-159.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> H&auml;tte Bundesjustizminister Heiko Maas mal blo&szlig; die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19827#h04\">Vorratsdatenspeicherung auf Eis<\/a> gelassen. Mit der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36391#h07\">zweiten Entscheidung des EuGH<\/a> &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21339\">nach 2014<\/a> &ndash; hat insbesondere er eine &bdquo;Klatsche&ldquo; bekommen: Der gelernte Jurist hatte sich wider besseres Wissen &ndash; vermutlich auch auf Dr&auml;ngen von Noch-SPD-Chef Gabriel &ndash; f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland eingesetzt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Experten des Bundestags kritisieren Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nEin Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes prophezeit der Bundesregierung eine Niederlage: Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung versto&szlig;e gegen europ&auml;isches Recht. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Dieses Gesetz erf&uuml;llt nicht die Vorgabe, dass bereits die Speicherung von Vorratsdaten nur bei Vorliegen des Verdachts einer schweren Straftat zul&auml;ssig ist&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten. Auch m&uuml;sse die Vorratsdatenspeicherung auf geografisch eingegrenzte Gebiete beschr&auml;nkt bleiben. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssten Personen ausgenommen sein, deren Kommunikation dem Berufsgeheimnis unterliegt. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages orientiert sich dem Bericht der Zeitung zufolge an der Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, der im Dezember die anlasslose Vorratsdatenspeicherung in der Europ&auml;ischen Union gekippt hatte.<br>\nDas im Oktober 2015 vom Bundestag beschlossene Gesetz sieht vor, dass Telekommunikationsunternehmen die Telefon- und Internetverbindungsdaten aller B&uuml;rger zehn Wochen lang speichern d&uuml;rfen. Dazu geh&ouml;ren Rufnummern der beteiligten Anschl&uuml;sse, Zeitpunkt und Dauer der Anrufe sowie IP-Adressen von Computern. E-Mails sind ausgenommen, ebenso die Inhalte der Kommunikation. F&uuml;r Standortdaten, die bei Handygespr&auml;chen anfallen, ist eine verk&uuml;rzte Speicherfrist von vier Wochen vorgesehen. Ermittler sollen auf die Daten im Kampf gegen Terrorismus und schwere Verbrechen zugreifen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2017-02\/vorratsdatenspeicherung-europaeischer-gerichtshof-telekommunikation-die-linke\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der EuGH war in seinem Urteil eindeutig, aber Merkel, Sch&auml;uble, Gabriel, Maas k&ouml;nnen oder wollen das nicht akzeptieren. Verfassungen oder Recht und Gesetz sind ja einfach nur hinderlich, wie Sch&auml;uble schon mehrfach erkl&auml;rt hat (siehe <a href=\"http:\/\/www.star-command.de\/2007\/07\/aktion-grundgesetz-was-hat-schauble-wirklich-gesagt\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.radio-utopie.de\/2008\/11\/21\/schon-wieder-angriff-auf-das-grundgesetz-schaeuble-stellt-bundesrat-in-frage\/\">hier<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gauck zieht Bilanz: &bdquo;Man hat sich bem&uuml;ht&ldquo;<\/strong><br>\nKurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Bundespr&auml;sident sieht Joachim Gauck Freiheit und Verantwortung als Angelpunkte seines Wirkens.<br>\nIhm w&auml;re es recht, wenn von seiner Amtszeit folgender Satz h&auml;ngen bliebe: &bdquo;Die Freiheit der Erwachsenen hei&szlig;t Verantwortung&ldquo;, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. F&uuml;r sich selbst bilanzierte Gauck: &bdquo;Ich w&uuml;rde mir gerne bei Willy Brandt etwas abgucken: Man hat sich bem&uuml;ht.&ldquo;<br>\nDas Amt habe ihn auch Demut gelehrt. Gauck f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Ein gesundes Selbstbewusstsein mit dem Wissen zu verbinden, nicht f&uuml;r alles politisch verantwortlich zu sein, gibt einem auch die Freiheit hier und da ein offenes Wort gelassen auszusprechen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/845003\/gauck-zieht-bilanz-man-hat-sich-bemueht\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das von Willy Brandt f&uuml;r seinen Grabstein genannte Zitat: &ldquo;Man hat sich bem&uuml;ht&rdquo; kann Gauck sicher als Motto f&uuml;r sich nutzen wollen. Sich dabei auf Willy Brandt zu beziehen, regt aber dazu an, einen Vergleich des politischen Verst&auml;ndnisses zu nennen, dass Brandt doch sehr von Hern Gauck unterscheidet. W&auml;hrend Brandt f&uuml;r die Entspannungs- und Friedenspolitik mit den einstigen Kriegsgegnern und Opfern der deutschen Kriegsaggression in Osteuropa im zweiten Weltkrieg steht, hegt Gauck Russland gegen&uuml;ber nur ein Ressentiment aus pers&ouml;nlicher Betroffenheit. W&auml;hrend Brandt glaubhaft f&uuml;r Freiheit, Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit steht (und sich der zusammenh&auml;ngenden Bedingtheit dieser Losungen der Franz&ouml;sischen Revolution und Aufkl&auml;rung bewu&szlig;t war), hat Gauck politisch nur ein reduziertes Freiheitsverst&auml;ndnis f&uuml;r die &Ouml;konomie und ihre Nutznie&szlig;er. Sich also diesen Spruch von Willy Brandt zu Eigen zu machen, wirkt im geschichtlichen Vergleich wie eine Anma&szlig;ung. Es ist daher ein &ldquo;Segen&rdquo;, dass Gauck in B&auml;lde nicht mehr Bundespr&auml;sident ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Fr&uuml;hzeitig hatte Albrecht M&uuml;ller darauf hingewiesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12544\">Gauck ist der falsche Pr&auml;sident<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mehr Selbstkritik, bitte!<\/strong><br>\nSeit Trumps Wahl versinkt die Linke in selbstgerechter Entr&uuml;stung. Dabei hat sie jetzt die Chance, sich selber zu erneuern.<br>\nEs ist unangemessen, Donald Trump als Faschisten zu bezeichnen. Aber seine ersten Amtshandlungen als Pr&auml;sident zeigen, dass Walter Benjamins These, jeder Aufstieg des Faschismus zeuge von einer gescheiterten Revolution, nicht nur noch immer g&uuml;ltig ist, sondern vielleicht sogar relevanter denn je. Die Wahlniederlage war der Preis, den Hillary Clinton f&uuml;r die Ausschaltung von Bernie Sanders zahlen musste. Sie verlor die Wahl nicht, weil sie sich zu sehr nach links bewegte, sondern weil sie zu zentristisch agierte und die Revolte gegen das Establishment nicht auffangen konnte, von der Trump genauso profitierte wie Sanders.<br>\nEin Demonstrant in Portland erkl&auml;rte, zum ersten Mal in seinem Leben habe er Angst vor seinem Pr&auml;sidenten. Das zeigt, dass er die wahre Gefahr verkannte. Denn was er eigentlich f&uuml;rchten m&uuml;sste, ist der Konsens des linksliberalen Mainstreams, in dem Trump entstehen konnte. Es liegt ein St&uuml;ck Wahrheit in der Behauptung, Hillary Clinton habe ihre Niederlage der Political Correctness zuzuschreiben &ndash; nicht weil die PC im Widerspruch zur Haltung vieler Menschen steht, sondern weil mit der Political Correctness etwas falsch l&auml;uft. (&hellip;)<br>\nObwohl die Bef&uuml;rworter der PC von Konservativen als Marxisten beschimpft werden, ist die PC nicht Sache der echten Linken. Sie stellt den Versuch dar, soziale Gegens&auml;tze einzuebnen, indem wir die Art und Weise regulieren, wie wir reden. Die Reaktion der Linken auf Trumps Wahl sollte sich deshalb nicht auf selbstgef&auml;llige moralische Entr&uuml;stung beschr&auml;nken, sondern in harter Selbstkritik bestehen: Trumps Sieg gibt der Linken die einzigartige Chance, sich selbst zu erneuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/zukunft-nach-trump-mehr-selbstkritik-bitte-ld.143572\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> &ldquo;Verhindern, dass die Enteigneten sich selber f&uuml;r ihre Rechte wehren.&rdquo; &ndash; Bei aller Erwartung an oder Entr&uuml;stung &uuml;ber die neue Trumpsche Politik steckt doch hinter der l&auml;cherlichen Fassade eine &auml;u&szlig;erst clevere Strategie. Es wird nicht passieren, dass diejenigen ohne Geld und Besitz sich die Macht erstreiten, auch nicht mit Bernie Sanders. Denn es gilt Warren Buffett: &bdquo;Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg f&uuml;hrt, und wir gewinnen&ldquo;. Ganz gleich, wer Pr&auml;sident ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die lange Geschichte der Entm&uuml;ndigung der Menschen durch Politik und Presse<\/strong><br>\nDie Klagemauer ist lang und hoch. Vor ihr versammelt: Das politische Establishment im Wehklagen vereint mit dem journalistischen Mainstream. Wehrlos sei man ausgeliefert den Cyberattacken, den Fakenews, den gezielten Desinformationen, einer Melange aus linkem und rechtem Populismus und einer zunehmenden Verrohung der Diskussionskultur.<br>\nNun soll hier keineswegs den haltlosen Beschimpfungen und Drohungen bis hin zur Androhung von Mord und K&ouml;rperverletzung, einschlie&szlig;lich der Familienangeh&ouml;rigen und Freunden der Opfer oder gar von Sachbesch&auml;digungen bis hin zu Brandanschl&auml;gen das Wort geredet werden. Solche feigen, weil sich hinter der Anonymit&auml;t versteckenden Straftaten m&uuml;ssen mit aller Konsequenz verfolgt und strafrechtlich geahndet werden.<br>\nHier geht es mehr um die zunehmende Verrohung und den durch L&uuml;gen und Falschdarstellungen sich zusehends vergiftenden politischen Diskurs, nicht nur in Deutschland. Dabei kommt jenen, die da jammern, wehklagen, anklagen und verurteilen, denen, die sich selbst als Elite definieren und diesen Anspruch in der Gesellschaft vehement verteidigen, selbst ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; Schuld an den derzeitigen Verh&auml;ltnissen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.free21.org\/die-lange-geschichte-der-entmuendigung-der-menschen-durch-politik-und-presse\/\">Free21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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