{"id":36938,"date":"2017-02-08T08:40:23","date_gmt":"2017-02-08T07:40:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938"},"modified":"2017-02-08T08:40:23","modified_gmt":"2017-02-08T07:40:23","slug":"hinweise-des-tages-2809","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h01\">Wenn Demokratien kippen: &Uuml;ber den bedrohlichen Pr&auml;sidenten Donald Trump und die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h02\">How Corporate Media Paved the Way for Trump&rsquo;s Muslim Ban<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h03\">For Germany, Trump Poses a Problem With No Clear Solution<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h04\">Deutsche Export-Lobby warnt: &bdquo;Hart auftreten ist das Einzige, was Trump beeindruckt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h05\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung schlie&szlig;t Kommentarspalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h06\">Frauke Petry und die Bots<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h07\">Zwei Partner entzweien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h08\">Staatseinnahmen: So viel brachte die Mehrwertsteuererh&ouml;hung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h09\">Gro&szlig;britannien mit seinen &Uuml;berseegebieten die gr&ouml;&szlig;te Schattenfinanzoase der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h10\">Schweizer Whistleblower: Der Mann, dem Betr&uuml;ger vertrauten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h11\">Hartz IV: &bdquo;SGB II-Gesamtverwaltungskosten&ldquo; stiegen 2016 auf &uuml;ber 6 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h12\">Ministerien Spitzenreiter bei prek&auml;rer Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h13\">EU beschlie&szlig;t Programm gegen Migration aus Nordafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h14\">Ausbeutung in Afrika: Tom Burgis analysiert die Komplizenschaft des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h15\">USA stationierten Geheimtruppe in Frankfurt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h16\">Aufruf zum Umsturz: Seid rebellisch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h17\">Wie Russland Vergangenheit schreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36938#h18\">&bdquo;Man wollte mit Beginn des Krieges keine Musikvideos zeigen, die etwas mit Krieg zu tun haben&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wenn Demokratien kippen: &Uuml;ber den bedrohlichen Pr&auml;sidenten Donald Trump und die Medien<\/strong><br>\nWenn Demokratien kippen, geht das selten schnell. Nur den einen Augenblick, in dem es konkret wurde, den kann man in der R&uuml;ckschau gut festmachen, denn meist war es eine Wahl. Wie konnte die T&uuml;rkei Erdogan w&auml;hlen, Russland Putin, Ungarn Orb&aacute;n, wie konnte sich Amerika klaren Verstandes f&uuml;r Donald Trump entscheiden? Wenn politischer Diskurs dazu f&uuml;hrt, dass dieser Diskurs sich selbst durch Demagogie abl&ouml;st, und wenn dann der Demagoge durch den demokratischen Prozess an die Macht gebracht wird, ersetzt sich die Demokratie wom&ouml;glich selbst durch die Autokratie. (&hellip;) Donald Trump verachtet und gef&auml;hrdet die liberale Demokratie, er verachtet und gef&auml;hrdet die Weltordnung, er ist der m&auml;chtigste Mann der Welt. Der Ernstfall ist da.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-und-die-usa-wenn-demokratien-kippen-kommentar-a-1133439.html\">Klaus Brinkb&auml;umer bei Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Da inszeniert man sich jetzt als heroischer K&auml;mpfer f&uuml;r die Demokratie. Ich frage mich: Wo war die klare Haltung, als die herrschenden Eliten die Basis zur Aush&ouml;hlung der Demokratie gelegt haben, in dem sie &uuml;ber Jahrzehnte eine Politik betrieben haben, die gegen weite Teile der B&uuml;rger gerichtet war? Nat&uuml;rlich: die Medien haben im Sinne eines Legitimationsjournalismus und entgegen ihres Auftrages, die Herrschenden kritisch zu betrachten, dieser Politik publizistisch den Weg geebnet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der rote Faden im Kommentar des Spiegel-Chefredakteurs scheint zu sein, dass der Spiegel (mal wieder) alles richtig gemacht hat. Dabei w&auml;ren gerade jetzt ein paar Selbstzweifel vielleicht angeratener, als dieser sehr selbstgerechte &bdquo;heilige Kampf&ldquo; gegen den &bdquo;Unmensch&ldquo; Trump. Kritik am neuen US-Pr&auml;sidenten tut Not &ndash; doch dieser fatalistische, fast fundamentalistische Tonfall irritiert. Demokratische &Uuml;berzeugungen beginnen nicht zuletzt beim Respekt vor Wahlergebnissen. Die Radikalit&auml;t und Ma&szlig;losigkeit, die man Trump (zurecht) vorwirft, praktiziert man hier selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>How Corporate Media Paved the Way for Trump&rsquo;s Muslim Ban<\/strong><br>\nPresident Donald Trump&rsquo;s executive order banning travel from seven predominantly Muslim nations justifiably led to much outcry from activists, politicians and foreign leaders. The list &ndash; currently struck down by a federal judge in Seattle &ndash; was arbitrary, motivated by disjointed racist panic and was reportedly causing deaths worldwide. But while it&rsquo;s important to lay primary blame for the ban at the feet of the man who signed it, years of Islamophobic coverage in corporate media &ndash; right-wing, centrist and &ldquo;liberal&rdquo; &ndash; laid the propaganda groundwork to get us here.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fair.org\/home\/how-corporate-media-paved-the-way-for-trumps-muslim-ban\/\">FAIR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>For Germany, Trump Poses a Problem With No Clear Solution<\/strong><br>\nAs allies across Europe and Asia adjust to changes brought by President Trump, Germany is in a uniquely difficult position.<br>\nIts economy and national security are particularly reliant on American support, which now seems in doubt, and on European unity, which is under attack and increasingly up to Germany to maintain.<br>\nYet Germany is constrained by the growing shakiness of allies like Britain and perhaps even France, by the rise of its own far-right populist movement and by lingering cultural sensitivities about any policy that feels militaristic or hegemonic. These dynamics are not new, but there is a growing tension between the role Germany feels comfortable with, and the one it feels it needs to play on the world stage.<br>\nA growing number of officials in Germany are asking whether they need a Plan B for a post-American Europe. But they are finding that any such plan would require costs and sacrifices almost as great as the consequences of inaction. [&hellip;]<br>\nAnd past exercises of power, like pushing austerity plans that benefited Germany&rsquo;s own economy at the expense of its poorer neighbors, have not enhanced its regional leadership.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2017\/02\/06\/world\/europe\/germany-prepares-for-turbulence-in-the-trump-era.html\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Die zitierte Passage finde ich beachtlich, da man sie in deutschen Medien in dieser Deutlichkeit nicht finden wird, wenn es sich nicht gerade um ein Interview mit Oskar Lafontaine oder Sahra Wagenknecht handelt. Die NYT hat also kein Problem damit zu schreiben, dass die Bundesregierung in Europa viel Porzellan zerschlagen hat!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Export-Lobby warnt: &bdquo;Hart auftreten ist das Einzige, was Trump beeindruckt&ldquo;<\/strong><br>\nDer deutsche Au&szlig;enhandelsverband BGA hat in ungew&ouml;hnlich scharfer Form den neuen amerikanischen Pr&auml;sidenten Donald Trump kritisiert und vor einem wirtschaftlichen Niedergang gewarnt. Trump sei ein &bdquo;von sich absolut &uuml;berzeugter und machtbesessener&ldquo; Familienunternehmer ohne Bindung zur sozialen Marktwirtschaft, sagte BGA-Pr&auml;sident Anton B&ouml;rner an diesem Dienstag in Berlin. (&hellip;) Vor rund zwei Jahren l&ouml;sten die Vereinigten Staaten nach Angaben des BGA Frankreich als wichtigstes Zielland f&uuml;r deutsche Ausfuhren ab. Im Jahr 2015 hat sich der Wert deutscher Ausfuhren in die Vereinigten Staaten demnach auf 113,7 Milliarden Euro summiert. Dies seien 9,5 Prozent der Gesamtexporte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/deutsche-export-lobby-warnt-hart-auftreten-ist-das-einzige-was-trump-beeindruckt-14864317.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Exportlobbyisten, die die deutsche soziale Marktwirtschaft (&ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo;) schon vor vielen Jahren beerdigt haben, wollen Donald Trump mit K&uuml;chenpsychologie und dummen Spr&uuml;chen besiegen &ndash; das h&ouml;rt sich nach einem erfolgversprechenden Rezept an. Trump wird sich sicher beeindrucken lassen, obwohl er die Fakten &uuml;ber die krassen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse eindeutig auf seiner Seite hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Z&uuml;rcher Zeitung schlie&szlig;t Kommentarspalte<\/strong><br>\n&ldquo;Am Mittwoch, dem 8. Februar, werden wir die Kommentarspalte auf NZZ.ch bei den meisten Artikeln deaktivieren.&rdquo; Mit diesen Worten wendet sich die Redaktion der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung an ihre Leser. Damit entscheidet sich das Schweizer Traditionsblatt zu einem Schritt, den auch anderen Medien, wie etwa die S&uuml;ddeutsche oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits unternommen haben: Die Meinung des Lesers innerhalb der Plattform wird nicht mehr oder nur noch in einem beschr&auml;nkten Umfang zugelassen. (&hellip;) Wenn reichweitenstarke Medienplattformen ihre Leserforen schlie&szlig;en, dann verhindern sie nicht nur, dass unfl&auml;tige Kommentare ver&ouml;ffentlicht werden. Sie verdr&auml;ngen mit diesem Schritt auch unerw&uuml;nschte politische Diskussionen und Ansichten aus jener &Ouml;ffentlichkeit, die die Plattform bietet. (&hellip;) Angenommen werden darf: So agieren Medien, die neben Journalismus auch noch Politik machen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Konzentriertes-Gejammer-NZZ-schliesst-Kommentarspalte-3618957.html\">Marcus Kl&ouml;ckner bei Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frauke Petry und die Bots<\/strong><br>\nNoch nie hatte das Internet f&uuml;r eine deutsche Wahl eine so zentrale Bedeutung. Nutzt die AfD trotz gegenteiliger Aussagen bereits eifrig automatisierte Methoden der W&auml;hlerbeeinflussung? FAZ.NET-Recherchen legen nahe, dass der schmutzige Wahlkampf gerade begonnen hat. [&hellip;]<br>\nIm Oktober &auml;u&szlig;erte sich auch die AfD zum Thema. Verschiedene Medien berichteten, die AfD wolle Bots im Wahlkampf einsetzen, dem Magazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo; sagte das AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel: &bdquo;Gerade f&uuml;r junge Parteien wie unsere sind Social-Media-Tools wichtige Instrumente, um unsere Positionen unter den W&auml;hlern zu verbreiten.&ldquo; Zwei Tage sp&auml;ter sammelte die AfD die Aussage wieder ein: Weidel verk&uuml;ndete &uuml;ber die Nachrichtenagentur Reuters, zwar gebe es &bdquo;Analyse- oder Hilfsprogramme, die die t&auml;gliche Arbeit erleichtern k&ouml;nnten&ldquo;, doch werde man &bdquo;keine Social Bots einsetzen, die auf Seiten Dritter im Namen der AfD automatisiert posten oder &auml;hnliches&ldquo;.<br>\nNun allerdings sind bei Facebook eine Reihe von Nutzerprofilen aufgefallen. Sind sie Bestandteile eines Bot-Netzwerkes, das mit Wissen oder Mitwirkung von AfD-Mitgliedern betrieben wird? Etliche Indizien deuten darauf hin, dass Unterst&uuml;tzer und Mitglieder mit den Methoden eines automatisierten Wahlkampfs zu arbeiten begonnen haben. Das bedeutet nicht, dass die AfD als Partei selbst der Betreiber dieses Netzwerkes ist, wohl aber, dass sie davon profitiert.<br>\nDie Recherchen zeigen, dass ein riesiges Netzwerk auf Facebook von einigen zentralen Accounts beeinflusst wird, die Namen tragen wie &bdquo;Anja Bahl&ldquo;, &bdquo;Norbert Bill&ldquo; oder &bdquo;Maik-Brain Stahl&ldquo;. Es sind Profile, die anders als von Menschen betriebene Accounts einen &auml;u&szlig;erst unpers&ouml;nlichen Charakter haben. Weder gibt es ein Profilbild mit einem echten Menschen noch Angaben zur Person. Stattdessen: Symbolbilder mit dem AfD-Parteilogo und Wahlkampfplakate der AfD unter den Postings.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/digitaler-wahlkampf-frauke-petry-und-die-bots-14863763.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36878\">Die Meinungsroboter kommen &ndash; die n&auml;chste Eskalationsstufe im Propagandakrieg um unsere K&ouml;pfe ist erreicht<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zwei Partner entzweien<\/strong><br>\nDie von Berlin mitgetragene NATO-Strategie zur Entzweiung von Belarus und Russland tr&auml;gt zum ersten Mal offen erkennbare Fr&uuml;chte. Der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow hat j&uuml;ngst belarussische Pl&auml;ne kritisiert, mit EU-Geldern Fl&uuml;chtlingslager zu bauen. Hintergrund ist, dass die einseitige Kooperation der belarussischen Regierung mit der EU bei der Abwehr von Gefl&uuml;chteten der seit &uuml;ber 20 Jahren gepflegten engen Zusammenarbeit im Rahmen der Belarussisch-Russischen Union zuwiderl&auml;uft. Die Verstimmungen kommen der Bundesregierung gelegen, da sie &ndash; wie auch die US-Regierung unter Barack Obama &ndash; seit geraumer Zeit darauf setzt, einen Keil zwischen Moskau und Minsk zu treiben, um Russland zu schw&auml;chen. Zwischen den beiden Gr&uuml;ndungsmitgliedern der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) sind in den vergangenen Jahren ohnehin erhebliche Spannungen aufgekommen; so lehnt der belarussische Staatspr&auml;sident Alexander Lukaschenko die russische Ukraine-Politik ab und verweigert Moskau den Bau einer russischen Luftwaffenbasis auf belarussischem Staatsgebiet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59534\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Staatseinnahmen: So viel brachte die Mehrwertsteuererh&ouml;hung<\/strong><br>\nVor genau zehn Jahren wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent angehoben. Die Bundesregierung hat nun bekannt gegeben, wie hoch die Mehreinnahmen ausgefallen sind. Die Mehrwertsteuererh&ouml;hung vor zehn Jahren brachte dem Staat Mehreinnahmen von 275 Milliarden Euro ein. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. (&hellip;) Die Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte, die Mehrwertsteuer belaste gerade die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen. &bdquo;Damit wurden die Steuersenkungen f&uuml;r Spitzenverdiener und Unternehmen ausgeglichen&ldquo;, sagte Zimmermann. K&uuml;nftig m&uuml;ssten hohe Einkommen und Verm&ouml;gen wieder st&auml;rker zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/mehrwertsteuer-erhoehung-brachte-dem-staat-mehreinnahmen-14863261.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ab 2001 wurde der K&ouml;rperschaftsteuersatz von 39 auf 25 Prozent reduziert, 2008 auf nur noch 15 Prozent; von 1999 bis 2005 der Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent; die Erbschaftsteuer f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen wurde 2008 praktisch abgeschafft; usw. Im Ergebnis zahlen Verm&ouml;gende und Gutverdiener etwa 50 bis 60 Milliarden Euro Steuern im Jahr weniger, &uuml;ber den ganzen Zeitraum vielleicht 600 Milliarden Euro. Damit waren Hartz-IV-Betroffene, prek&auml;r Besch&auml;ftigte und Minijobber so frei, mit ihren Mehrwertsteuerzahlungen wenigstens knapp die H&auml;lfte der unverantwortlichen Steuergeschenke an Reiche und Superreiche zu finanzieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien mit seinen &Uuml;berseegebieten die gr&ouml;&szlig;te Schattenfinanzoase der Welt<\/strong><br>\nSteuerexperte Markus Meinzer &uuml;ber Theresa Mays Drohung, die Steuern zu senken, und den Mythos, dass weniger Steuern mehr Wachstum schafft<br>\nMarkus Meinzer ist Steuer- und Finanzanalyst und Vorstandsmitglied im Tax Justice Network, einem internationalen Netzwerk, das sich seit 2003 gegen Steueroasen engagiert. Er ist Autor des bei C.H. Beck erschienenen Buches &ldquo;Steueroase Deutschland: Warum bei uns viele Reiche keine Steuern zahlen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Grossbritannien-mit-seinen-Ueberseegebieten-die-groesste-Schattenfinanzoase-der-Welt-3610807.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schweizer Whistleblower: Der Mann, dem Betr&uuml;ger vertrauten<\/strong><br>\nDer Ex-Bank-Manager Rudolf Elmer k&auml;mpft gegen Bankgeheimnis und Steuerbetrug und beging dabei selbst Straftaten Wien &ndash; Sind Whistleblower Helden oder Kriminelle? Generalisierend l&auml;sst sich diese Frage nicht beantworten, und auch im Einzelfall nur selten. Wie nah Licht und Schatten bei Hinweisgebern liegen, deren Informationen zur Aufdeckung von Missst&auml;nden f&uuml;hren, zeigt eindrucksvoll der Fall Rudolf Elmer. Jahrelang war der Schweizer f&uuml;r die Bank Julius B&auml;r t&auml;tig, unter anderem als Leiter der Niederlassung auf den Cayman Islands. Dort war er Vertrauensmann f&uuml;r tausende wohlhabende Kunden, denen er half, Geld an den Steuerbeh&ouml;rden in ihrem Herkunftsland vorbeizuschleusen. Nach seiner Entlassung im Jahr 2002 wurde er hingegen zum Fall f&uuml;r die Justiz. Er gab Bankdaten an Steuerbeh&ouml;rden und die Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks weiter. Sein Strafverfahren l&auml;uft seit mittlerweile zw&ouml;lf Jahren. Zur Premiere des Dokumentarfilms Offshore am Dienstagabend kam der Schweizer nach Wien. Darin bekommt er Gelegenheit, seine Version der Geschichte ausf&uuml;hrlich zu erz&auml;hlen &ndash; eine andere als jene der Z&uuml;rcher Staatsanwaltschaft. Die sieht in Elmer einen Mann, der in krimineller Absicht Daten stahl, Exkunden bedrohte und das Schweizer Bankgeheimnis brach, weil er Rache an seinem fr&uuml;heren Arbeitgeber nehmen wollte. Elmer k&auml;mpft seit Jahren &ouml;ffentlichkeitswirksam gegen diese Darstellung &ndash; und f&uuml;r die Abschaffung des Schweizer Bankgeheimnisses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000052261556\/Schweizer-Whistleblower-Der-Mann-dem-Betrueger-vertrauten\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV: &bdquo;SGB II-Gesamtverwaltungskosten&ldquo; stiegen 2016 auf &uuml;ber 6 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie &bdquo;Gesamtverwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des SGB II&ldquo; (Hartz IV) stiegen 2016 nach Berechnung des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) auf &uuml;ber 6,0 Milliarden Euro &ndash; gemessen am jahresdurchschnittlichen Bestand der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten auf nahezu 1.400 Euro pro ELB. Der Betrag in H&ouml;he von 6,019 Milliarden Euro setzt sich zusammen aus den Ausgaben des Bundes f&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; in H&ouml;he von 5,131 Milliarden Euro und dem &bdquo;kommunalen Finanzierungsanteil&ldquo; (KFA) in H&ouml;he von 888 Millionen Euro. Im Verlauf der vier Jahre von 2012 bis 2016 stiegen die Ausgaben des Bundes und der Kommunen f&uuml;r die &bdquo;Gesamtverwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des SGB II&ldquo; um 5,1 Prozent pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/878-hartz-iv-sgb-ii-gesamtverwaltungskosten-stiegen-2016-auf-ueber-6-milliarden-euro.html\">BIAJ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ministerien Spitzenreiter bei prek&auml;rer Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nIn den Gesch&auml;ftsbereichen aller Ministerien und des Kanzleramts haben sich Anzahl und Anteil der befristet Besch&auml;ftigten von 2007 bis 2015 im Durchschnitt verdreifacht &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob die Gesamtzahl der Besch&auml;ftigten in diesem Zeitraum zu- oder abgenommen hat. Im Ministerium f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben sich Befristungen gar versechsfacht. &ldquo;Wer ernsthaft etwas gegen prek&auml;re Besch&auml;ftigung tun will, der sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Stattdessen &uuml;bertrifft die Bundesregierung als Arbeitgeberin in puncto Befristung noch die Privatwirtschaft&rdquo;, erkl&auml;rt Bernd Riexinger, der Vorsitzende der Partei DIE LINKE. (&hellip;) Die vollst&auml;ndigen Zahlen gehen auf eine aktuelle Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (DIE LINKE) zur&uuml;ck und k&ouml;nnen auf Anfrage gerne eingesehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/ministerien-spitzenreiter-bei-prekaerer-beschaeftigung\/\">Die Linke.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das sollte insbesondere f&uuml;r die beiden erw&auml;hnten SPD-Bundesministerinnen peinlich sein. Oder denken die, erst mit Martin Schulz als Bundeskanzler werde alles besser?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU beschlie&szlig;t Programm gegen Migration aus Nordafrika<\/strong><br>\nDie Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten haben sich auf ihrem Gipfel in Malta auf einen Zehnpunkteplan geeinigt, der das Ziel hat, die zentrale Mittelmeerroute zu schlie&szlig;en, &uuml;ber die zunehmend Fl&uuml;chtlinge in die Europ&auml;ische Union gelangen. Der Weg f&uuml;hrt sie vor allem von Libyen aus &uuml;ber das Mittelmeer nach Malta und Italien. Der Plan sieht daher insbesondere eine st&auml;rkere Zusammenarbeit mit dem nordafrikanischen Land vor. So soll vor allem die libysche K&uuml;stenwache so schnell wie m&ouml;glich so ausgebildet und ausger&uuml;stet werden, dass sie von Schleuserbanden organisierte &Uuml;berfahrten in Richtung Europa verhindern kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/libyen-malta-gipfel-eu-balkanroute-fluechtlinge\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> So sehen moderne Mauern aus.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Libyen: Abschieben in den Tod<\/strong><br>\nEntsprechen &raquo;KZ-&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse&laquo; in libyschen Internierungslagern den &raquo;Werten und Interessen Deutschlands&laquo;? Die Regierung meint: Ja. Die Bundesregierung will die Pl&auml;ne der EU zur Abschottung Europas umsetzen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit. Kern der Vorschl&auml;ge, die am Freitag auf dem EU-Gipfel in Malta ersonnen wurden, ist die Einrichtung von Internierungslagern in Afrika. Dies bekr&auml;ftigten die EU-Au&szlig;enminister am Montag in Br&uuml;ssel. Migranten sollen gar nicht erst das Mittelmeer erreichen, um eine Flucht nach Europa zu wagen. (&hellip;) Das Ausw&auml;rtige Amt hatte die Zust&auml;nde in den libyschen Lagern als &raquo;KZ-&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse&laquo; bezeichnet. Nach einer Korrespondenz der deutschen Botschaft in Niger werden in libyschen Fl&uuml;chtlingslagern &raquo;allerschwerste, systematische Menschenrechtsverletzungen&laquo; begangen, berichtete die Welt am Sonntag am 29. Januar. &raquo;Authentische Handyfotos und -videos belegen die KZ-&auml;hnlichen Verh&auml;ltnisse in den sogenannten Privatgef&auml;ngnissen.&laquo; Dort w&uuml;rden Schlepper Migranten gefangenhalten. &raquo;Exekutionen nicht zahlungsf&auml;higer Migranten, Folter, Vergewaltigungen, Erpressungen sowie Aussetzungen in der W&uuml;ste sind dort an der Tagesordnung&laquo;, hei&szlig;t es weiter. &raquo;Augenzeugen sprachen von exakt f&uuml;nf Erschie&szlig;ungen w&ouml;chentlich in einem Gef&auml;ngnis &ndash; mit Ank&uuml;ndigung und jeweils freitags, um Raum f&uuml;r Neuank&ouml;mmlinge zu schaffen (&hellip;) und damit den Profit der Betreiber zu erh&ouml;hen.&laquo; (&hellip;) Oppermann ruderte schlie&szlig;lich zur&uuml;ck: &raquo;Ich rate dazu, auch in und mit Libyen nach Wegen zu suchen, wie wir die unertr&auml;gliche Situation der Fl&uuml;chtlinge dort verbessern k&ouml;nnen&laquo;, sagte er am Montag gegen&uuml;ber Reuters. &raquo;V&ouml;llig klar ist, dass wir derzeit keine Fl&uuml;chtlinge dorthin zur&uuml;ckschicken k&ouml;nnen&laquo;. &raquo;Derzeit&laquo;: Die Halbwertszeit solcher Aussagen im politischen Berlin ist bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-07\/003.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>Und: <strong>Afghanistan: Bund pocht auf Abschiebungen<\/strong><br>\nDie Zahl ziviler Opfer in Afghanistan hat laut UN einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Immer mehr Bundesl&auml;nder wollen vorerst keine abgelehnten Asylbewerber dorthin zur&uuml;ckschicken. Die Bundesregierung will aber an der bisherigen Praxis festhalten. Trotz einer zunehmend angespannten Lage in Afghanistan h&auml;lt die Bundesregierung an Abschiebungen in das Land fest. Au&szlig;enamtsprecher Martin Sch&auml;fer sagte, nat&uuml;rlich sei die Lage in Afghanistan nicht gut, und es gebe Regionen, in denen die Taliban in den vergangenen Monaten milit&auml;rische Fortschritte gemacht h&auml;tten. Er glaube aber nicht, dass dies aus Sicht der Bundesregierung eine generelle Neubewertung innenpolitischer Ma&szlig;nahmen nach sich ziehen m&uuml;sse. (&hellip;) Doch in den L&auml;ndern wachsen die Bedenken. Neben Schleswig-Holstein und Berlin zweifeln auch Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz an der Sicherheitslage in dem Land, wie Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. So habe das Innenministerium in Hannover auf Anfrage mitgeteilt, dass derzeit aufgrund der &ldquo;nicht hinreichend gekl&auml;rten Sicherheitslage&rdquo; R&uuml;ckf&uuml;hrungen nach Afghanistan &ldquo;im Zweifel bis zur Kl&auml;rung der Sicherheitslage zur&uuml;ckgestellt werden&rdquo;. Dies gelte nicht f&uuml;r ausreisepflichtige Straft&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/abschiebungen-afghanistan-107.html\">tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ausbeutung in Afrika: Tom Burgis analysiert die Komplizenschaft des Westens<\/strong><br>\nDer Journalist Tom Burgis recherchiert dort, wo es weh tut: &Uuml;ber die Armut der afrikanischen Massen, den Reichtum einer kleinen, korrupten Elite, aber auch &uuml;ber multinationale Konzerne und gierige Politiker aus dem Westen und anderswo, die mitmischen bei der Ausbeutung des Kontinents. (&hellip;) Doch so sehr er Details erkl&auml;rt &ndash; er verliert nie den Blick f&uuml;r das Ganze, f&uuml;r die Tatsache, dass er und jeder Leser indirekt selbst mitverantwortlich daf&uuml;r ist, dass Afrika ausgepl&uuml;ndert wird: &ldquo;In den verschlungenen Lieferketten der Weltwirtschaft vermischen sich Rohstoffe aus allen Kontinenten, und man kann sich sicher sein, dass in meiner Einkaufsstra&szlig;e in East London ebenso wie in den Malls von Los Angeles und den Boutiquen von Rom Preziosen aus Afrika zum Verkauf stehen, deren genaue Herkunft niemand kennt. Und was die riesigen Konzerne der &Ouml;l- und Minen-Industrie betrifft, haben wir &uuml;ber die Investitionen, die unsere Rentenfonds dort t&auml;tigen, alle an ihren Profiten teil. Wenn aber statt Wertgegenst&auml;nden etwas Unerw&uuml;nschtes aus Afrika bei uns eintrifft, ist das Geschrei gro&szlig;. Jedes Jahr sterben afrikanische Migranten &ndash; einige Fl&uuml;chtlinge, andere durch Armut zu enormen Risiken getrieben &ndash; bei dem Versuch, in j&auml;mmerlich seeunt&uuml;chtigen Booten &uuml;bers Mittelmeer nach Europa zu kommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ausbeutung-in-afrika-tom-burgis-analysiert-die.1310.de.html?dram:article_id=378241\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA stationierten Geheimtruppe in Frankfurt<\/strong><br>\nSie operierte getarnt auf der Rhein-Main Air Base bei Frankfurt: US-Pr&auml;sident Ronald Reagan schickte 1986 nach Informationen des SPIEGEL eine geheime Antiterroreinheit nach Deutschland. Die USA unterhielten offenbar jahrelang eine geheime Antiterroreinheit auf deutschem Boden. Die Zustimmung daf&uuml;r gab 1986 der damalige Kanzleramtschef und heutige Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. Das geht aus Dokumenten des Ausw&auml;rtigen Amts hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Die Einheit d&uuml;rfe nur nicht &ldquo;die Bundesregierung in politisch unangenehme Situationen&rdquo; bringen, mahnte Sch&auml;uble damals. Stationiert war die Truppe auf der Rhein-Main Air Base bei Frankfurt. Den Akten zufolge, die das Institut f&uuml;r Zeitgeschichte nach Ablauf der Geheimhaltungsfrist ver&ouml;ffentlicht, verf&uuml;gte das &ldquo;Foreign Emergency Support Team&rdquo; (&ldquo;Fest&rdquo;) aus Soldaten und Geheimdienstlern &uuml;ber ein Flugzeug. Das Team unterstand dem US-Botschafter in Bonn. Pr&auml;sident Ronald Reagan etablierte die &ldquo;Fest&rdquo;-Einheit nach etlichen Anschl&auml;gen, darunter im April 1986 auf die Westberliner Diskothek La Belle, in der GIs verkehrten. Nach US-Angaben bestand das Team aus bis zu 14 &ldquo;Spezialisten f&uuml;r (die) technische Bew&auml;ltigung von Krisensituationen&rdquo;, zu deren Aufgaben &ldquo;Fernmeldewesen und ND-T&auml;tigkeit&rdquo;, also Geheimdienstarbeit, z&auml;hlten. Den Standort Frankfurt begr&uuml;ndeten die Amerikaner damit, dass sie die M&auml;nner auf dem riesigen St&uuml;tzpunkt besser verbergen k&ouml;nnten. (&hellip;) Wann das Frankfurter Team abzog, ist unbekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/frankfurt-usa-stationierten-geheime-antiterroreinheit-in-deutschland-a-1133105.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>Dazu: <strong>A-Team in Frankfurt<\/strong><br>\nFEST soll dem US-Botschafter in Bonn unterstanden haben. Beunruhigend ist, dass dieser zwischen 1989 und 1991 General Vernon Walters hie&szlig;, der als Vizepr&auml;sident der CIA zwischen 1972 und 1976 die Abteilung f&uuml;r Operationen geleitet hatte. Der fanatische, streng-katholische Antikommunist wird als der Drahtzieher f&uuml;r geheimdienstliche Destabilisierung an etlichen Krisenherden der Welt gesehen und gilt als verantwortlich f&uuml;r politische Morde, Todesschwadronen und faschistische Diktaturen (&ldquo;Meine Gesch&auml;fte erledige ich am liebsten fernab der &Ouml;ffentlichkeit&rdquo;). Mancher bis heute mysteri&ouml;se Vorfall, den man den RAF-Terroristen zuschreibt, k&ouml;nnte auch ganz anders zu erkl&auml;ren sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/A-Team-in-Frankfurt-3617757.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aufruf zum Umsturz: Seid rebellisch!<\/strong><br>\nAlain Badiou galt lange Zeit als einer der f&uuml;hrenden K&ouml;pfe des franz&ouml;sischen Maoismus. Heute bezeichnet er sich selbst als unorthodoxen Kommunisten. Zweifellos geh&ouml;rt der Philosoph und Mathematiker zu den prominentesten franz&ouml;sischen Intellektuellen. Sein neuestes Buch ist ein &ldquo;Versuch, die Jugend zu verderben&rdquo; &ndash; ein Appell, die Welt zu ver&auml;ndern. (&hellip;) Die Jugend von heute sei zwar freier aufgewachsen als alle Generationen vor ihr, stellt Badiou fest, allerdings bringe die sp&auml;tkapitalistische Bindungslosigkeit, in der der heutige Nachwuchs lebt, auch Probleme mit sich. Der Pariser Philosoph sieht die nachwachsenden Generationen zweierlei Gef&auml;hrdungen ausgesetzt: anarchischem Hedonismus auf der einen und marktschl&uuml;pfrigem Karrierismus auf der anderen Seite.&rdquo; (&hellip;) F&uuml;r Alain Badiou sind beide Optionen problematisch. (&hellip;) &ldquo;Es gibt die Dinge, zu denen man f&auml;hig ist [&hellip;] Und es gibt die Dinge, von denen man noch gar nicht wei&szlig;, dass man zu ihnen f&auml;hig ist. Diese Dinge sind f&uuml;r die zuk&uuml;nftige egalit&auml;re Symbolisierung die wichtigsten. Auf sie st&ouml;&szlig;t man, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. [&hellip;] Diese Einsicht, dass man Dinge tun kann, von denen man nicht geglaubt hat, dass man sie tun kann, kommt einem auch, wenn man an einem Aufstand teilnimmt, um eine neue Vorstellung vom kollektiven Leben zu unterst&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aufruf-zum-umsturz-seid-rebellisch.1310.de.html?dram:article_id=377941\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Russland Vergangenheit schreibt<\/strong><br>\nGeschichte ist Selbstvergewisserung. Jedenfalls die Art, wie man sich an sie erinnert. Russland erz&auml;hlt sie sich deshalb trotz stalinistischem Terror als Opfererz&auml;hlung oder Erfolgsgeschichte von Heroen. K&ouml;nnten das die Deutschen auch? Christine Hamel entzaubert die russische Erinnerungspolitik.<br>\nDer Staat ist immer noch der m&auml;chtigste geschichtspolitische Akteur. Er versteht die stalinistische Gewalt nicht als Gesellschaftsverbrechen, das eine selbstkritische Aufarbeitung erfordert. Die Schrecken der Stalin-Zeit werden vielmehr in eine nationale Opfererz&auml;hlung eingebettet, die keine Fragen nach der Ursache stellt. Man bietet den Menschen die Idee eines schon immer von Feinden umzingelten Landes an. Das st&auml;rkt den inneren Zusammenhalt. &Uuml;berhaupt wird Geschichte vom Kreml je nach Zielpublikum instrumentalisiert, ideologisiert und in eine Erfolgsgeschichte voller Heroen verwandelt. So l&auml;sst sich die Kr&auml;nkung &uuml;berwinden, nicht mehr ein Imperium zu sein.<br>\nManifestationen dieser Erinnerungspolitik gibt es viele: Immer noch hat der Geheimdienst seinen Sitz im Geb&auml;ude an der Lubjanka, wo in den 30ern Zehntausende vom NKWD erschossen wurden. Die traditionelle 9. Mai-Parade auf dem Roten Platz ist Staatsschauspiel und Re-Inszenierung vergangener Gr&ouml;&szlig;e, die an das unmittelbare Gef&uuml;hl appelliert und Geschichte Atemzug f&uuml;r Atemzug in die Gegenwart holt. Ein historisches Reenactment.<br>\nWas w&auml;re, wenn die Deutschen den Holocaust und den Vernichtungskrieg als &bdquo;Bewegung der Geschichte&ldquo; begreifen w&uuml;rden? Was w&auml;re, wenn es in Deutschland seit dem Nationalsozialismus eine Kontinuit&auml;t der Eliten g&auml;be wie in Russland seit dem Stalinismus? Kann man sich vorstellen, dass in Deutschland eine &bdquo;Kommission zur Verhinderung der F&auml;lschung der Geschichte zum Schaden der Interessen Deutschlands&ldquo; ins Leben gerufen wird? Ihre Aufgabe: Das Abfangen gemeiner Geschichtsklitterung, die es auf den Kern des deutschen Staates abgesehen hat. In Russland gibt es so eine Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/kultur\/nachtstudio\/russland-vergangenheit-106.html\">Bayrischer Rundfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Sendung wird Russland vorgeworfen es betreibe keine &ldquo;selbstkritische Aufarbeitung&rdquo; der Terrorherrschaft Stalins und es wird die Erinnerung an den Krieg gegen die Nazis als &ldquo;historisches Reenactment&rdquo; verh&ouml;hnt. W&auml;hrend so getan wird als habe Deutschland seit jeher seine Geschichte perfekt aufgearbeitet. Das von einer deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalistin&rdquo; also einer Angeh&ouml;rigen der Nation, die selbst ungeheure Verbrechen begangen hat, einer Angeh&ouml;rigen der Nation, welche die Sowjetunion &uuml;berfallen hat und deren Soldaten 20 Millionen B&uuml;rger dieses Landes get&ouml;tet haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a>\n<p><strong>&bdquo;Man wollte mit Beginn des Krieges keine Musikvideos zeigen, die etwas mit Krieg zu tun haben&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der NachDenkSeiten-Leser Christian Werpup hat uns eine Mail zu Musikvideos am Beginn des Irak-Krieges 2003 geschickt. Das scheint mir so interessant f&uuml;r viele unserer Leserinnen und Leser zu sein, dass wir seine Mail hier wiedergeben.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Liebes Nachdenkseiten &ndash; Team,<\/p>\n<p>ich lese t&auml;glich auf den Nachdenkseiten und ich m&ouml;chte ein Erlebnis, was ich an Silvester hatte, teilen. <\/p>\n<p>An Silvester habe ich auf YouTube Musikvideos aus meiner Jugend geschaut. Da stie&szlig; ich auf das Lied &ldquo;Boom&rdquo; von System of a Down. Damals fand ich die Band und das Lied sch&ouml;n anzuh&ouml;ren und freute mich schon, als ich es wiederentdeckt hatte. Das Musikvideo lief keine 30 Sekunden, da flossen mir die Tr&auml;nen die Wangen runter. Zu dem Lied wurde im Rahmen der weltweiten Demonstrationen gegen den Irakkrieg 2003 ein Musikvideo von Michael Moore produziert. Das Video beinhaltet Szenen der Demonstrationen und Kurzinterviews von Demonstranten wurden in die Tonspur des Liedes integriert. <\/p>\n<p>Damals waren mir die Rahmenbedingungen, die Intention und die Tragweite des Krieges nicht bewusst. Als ich an Silvester das Musikvideo mit meinem jetzigen Wissen erneut sah, bekam es f&uuml;r mich einen ganz neuen Stellenwert. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass so ein k&uuml;nstlerisches Produkt gegen Krieg einzigartig ist, da der Text sehr eing&auml;ngig, treffend und emotional gut durch die Musik unterlegt ist. Zudem war das Lied und die Band damals richtig popul&auml;r. Leider wurde das Video erst mit Beginn des Krieges <a href=\"http:\/\/soad.wikia.com\/wiki\/Boom!\">ver&ouml;ffentlicht<\/a> und nach kurzer Zeit bei MTV Europe wieder <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2003\/03\/26\/arts\/the-pop-life-mtv-is-wary-of-videos-on-war.html\">aus dem Programm genommen<\/a>.<\/p>\n<p>Man wollte mit Beginn des Krieges keine Musikvideos zeigen, die etwas mit Krieg zu tun haben. In der heutigen Zeit finde ich es unvorstellbar, dass so ein Lied\/Musikvideo kommerziell ver&ouml;ffentlicht wird und das stimmt mich traurig. Gegen den Krieg zu sein, scheint nicht mehr so &ldquo;popul&auml;r&rdquo; zu sein wie damals.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nChristian Werpup<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bE2r7r7VVic&amp;app=desktop\">YouTube<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-36938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36938"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36944,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36938\/revisions\/36944"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}