{"id":3694,"date":"2009-01-12T09:42:30","date_gmt":"2009-01-12T08:42:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3694"},"modified":"2009-01-12T09:42:30","modified_gmt":"2009-01-12T08:42:30","slug":"hinweise-des-tages-807","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Attac fordert sofortigen Stopp der Aktivit&auml;ten der Commerzbank in Steueroasen<\/li>\n<li>Die Allianz, der stille Gewinner<\/li>\n<li>Allm&auml;hlich stellt sich die Systemfrage<\/li>\n<li>&ldquo;Bad Bank&rdquo; soll Finanzsektor retten<\/li>\n<li>Der Filz zwischen Politik, Industriemanagern und Bankern<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: Politisches Hickhack l&auml;hmt Investitionen<\/li>\n<li>Programme zur Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland<\/li>\n<li>Neu im Kino: Goodbye, Reagan<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Erst die Dividende streichen<\/li>\n<li>Hoovern und br&uuml;ningen. Warum Steuern runter schlechter ist als Sozialleistungen rauf<\/li>\n<li>Einzelhandel f&uuml;rchtet die Jobkrise <\/li>\n<li>Die Job-Programme des Bundes floppen<\/li>\n<li>Die Privatisierung lateinamerikanischer Rentenversicherungen&nbsp;sorgte vor allem f&uuml;r massenhafte Altersarmut<\/li>\n<li>Totalausfall f&uuml;r die Atomgemeinde<\/li>\n<li>Gas-Konflikt: Postsowjetische Gewohnheiten<\/li>\n<li>Krise st&auml;rkt neoliberale Positionen<\/li>\n<li>SPD verliert weiter Mitglieder<\/li>\n<li>Bildung f&uuml;r die Konjunktur &ndash; Konjunktur f&uuml;r die Bildung<\/li>\n<li>Finanznot von Privatuni Witten schlimmer als bekannt<\/li>\n<li>Die Privatunis geh&ouml;ren nicht zur Elite<\/li>\n<li>Pillen f&uuml;rs Stipendium <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3694&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Attac fordert sofortigen Stopp der Aktivit&auml;ten der Commerzbank in Steueroasen<\/strong><br>\nNach der &Uuml;bernahme von 25 Prozent plus einer der Aktien der Commerzbank durch den Bund verlangt das globalisierungskritische Netzwerk Attac den sofortigen R&uuml;ckzug der Commerzbank aus s&auml;mtlichen Steueroasen. Die Bank habe unter anderem Filialen auf den Cayman-Inseln in Singapur und in den europ&auml;ischen Steueroasen Schweiz und Luxemburg. Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) m&uuml;sse jetzt seinen Worten Taten folgen lassen. In seinen Reden habe er sich auf europ&auml;ischen und internationalen Konferenzen sowie vor dem Bundestag gegen Steuerflucht stark gemacht,&rdquo; sagte Attac-Steuerexperte Detlev von Larcher. &ldquo;Seine Forderungen etwa gegen&uuml;ber der Schweiz oder Liechtenstein verlieren jede Glaubw&uuml;rdigkeit, wenn der Einstieg des Bundes als gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r bei der Commerzbank nicht zum Ende der Aktivit&auml;ten in Steueroasen f&uuml;hrt.&rdquo; In Zukunft d&uuml;rfe der Bund nur solchen Banken helfen, die sich verpflichten, keine Gesch&auml;fte in und mit Steueroasen zu machen, sowie Steuerflucht &uuml;ber ihr Institut zu verhindern, fordert von Larcher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=19127\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der stille Gewinner<\/strong><br>\nDurch die Teilverstaatlichung der Commerzbank hat die Allianz hinter den Kulissen das gro&szlig;e Gesch&auml;ft gemacht &ndash; zu Lasten der &ouml;ffentlichen Kassen, also des Steuerzahlers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/268\/453955\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Allm&auml;hlich stellt sich die Systemfrage<\/strong><br>\nBanker m&uuml;sste man sein. Dann ginge man einfach einkaufen und wenn man merkt, dass das Geld f&uuml;r den prall gef&uuml;llten Warenkorb nicht reicht, l&auml;sst man beim Staat anschreiben. Da der Staat nichts au&szlig;er unserem Geld hat, zahlen wir alle mit 18,2 Milliarden Euro, dass die Commerzbank, die nur noch vier Milliarden Euro wert ist, sich die Dresdner Bank leisten kann. Man sage jetzt nicht, dass das Geld schlie&szlig;lich nicht verloren sei. Denn wie will der Staat von einem Schuldner 18 Milliarden zur&uuml;ckbekommen, der nur vier Milliarden wert ist.<br>\nSo ganz allm&auml;hlich stellt sich hier die Systemfrage. Offensichtlich muss eine Firma nur gro&szlig; und volkswirtschaftlich wichtig genug sein, um sie im Ernstfall den f&uuml;r jeden Mittelst&auml;ndler geltenden Marktgesetzen zu entziehen. &Uuml;ber die Definition des Schl&uuml;ssels kann man nach der Entwertung von Kohle und Stahl zwar verschiedener Meinung sein, Autos und Banken geh&ouml;ren heute aber bestimmt dazu. Was auf Dauer allerdings nicht geht, dass sich der B&auml;cker oder Kfz-Meister von nebenan allein den Wind der Konkurrenz und des endlichen Scheiterns um die Nase wehen lassen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Commerzbank;art141,2703328?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ich wei&szlig; es nicht genau<\/strong><br>\nWie der Commerzbank-Chef die Teilverstaatlichung der Commerzbank erkl&auml;rt &ndash; und auf die Frage reagiert, ob er die Dresdner noch einmal &uuml;bernehmen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/whoiswho\/:Martin-Blessing-Ich-wei%DF-es-nicht-genau\/458774.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bad Bank&rdquo; soll Finanzsektor retten<\/strong><br>\nNach dem Willen des Bundesverbandes der Banken soll der staatliche Rettungsfonds die schlechten Risiken der Kreditinstitute &uuml;bernehmen. Kapitalmarktexperte fordert dagegen Verstaatlichung der Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F01%2F10%2Fa0084&amp;cHash=2e5206e02a&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Filz zwischen Politik, Industriemanagern und Bankern <\/strong><br>\nDas Einlullen der nach Vergeltung f&uuml;r das Missmanagement der Bankmanager schreienden B&uuml;rger durch staatliche Hilfsprogramme sollte nicht die Spurensuche au&szlig;er Acht lassen, wie unf&auml;hige Manager wieder recycelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29386\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r meinen Geschmack ein bisschen viel und selbstgef&auml;llige Moralphilosophie, doch mit einigen interessanten Reminiszenzen an fr&uuml;here Bankenskandale.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Politisches Hickhack l&auml;hmt Investitionen<\/strong><br>\nDie Ertragssituation muss &uuml;ber eine h&ouml;here Nachfrage verbessert werden.<br>\nAlso H&auml;nde weg von Steuer- und Abgabenreformen. Gefragt sind Ma&szlig;nahmen, die die Ertragssituation &uuml;ber eine direkte Ausweitung der Nachfrage verbessern. Da der Staat viele Maschinen und Ausr&uuml;stungsg&uuml;ter nicht selbst braucht, muss er dort ansetzen, wo f&uuml;r ihn Investitionsbedarf ist, und darauf bauen, dass die davon profitierenden Unternehmen dann wieder bei anderen Herstellern einkaufen gehen.<br>\nDas Gleiche gilt f&uuml;r die Anregung des privaten Konsums: Nur was sicher wieder ausgegeben wird, ist sinnvoll an Private weitergeleitetes Geld des Staates. Das spricht f&uuml;r eine Aufstockung der Transfers an die Schw&auml;chsten der Gesellschaft, die in den vergangenen Jahren auch mit Abstand die gr&ouml;&szlig;ten Lasten getragen haben. Klientel-Politik ist dagegen rausgeschmissene Wahlkampfhilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1657129&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Programme zur Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"img_border\" src=\"upload\/bilder\/090112_01_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/wissen.spiegel.de\/wissen\/image\/show.html?did=61928518&amp;aref=image039\/2008\/11\/13\/BERTEL_SPW_22354838.jpg&amp;thumb=false\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine interessante Grafik im Spiegel, die so gar nicht den st&auml;ndig wiederholten Behauptungen entspricht, Konjunkturprogramme seien nur &bdquo;Strohfeuer&ldquo;. Schauen Sie sich doch einmal die Wachstumsraten nach dem Konjunkturprogramm von 1967 oder von 1974 bis 1980 einmal an. Aufgrund der drastischen &Ouml;lpreiserh&ouml;hung 1979\/80 brach jedoch die Konjunktur Anfang der 80er Jahre j&auml;h ein. Die Bundesbank setzte auf W&auml;hrungsstabilisierung und die Bundesregierung auf Konsolidierung des Haushaltes. Der Einfluss der sog. Angebots&ouml;konomen in einzelnen Ministerien wurde schon zum Ende der sozialliberalen Koalition immer gr&ouml;&szlig;er &ndash; mit entsprechenden Konsequenzen f&uuml;r das Wachstum.<br>\n&Uuml;brigens: Auch die Investitionen nach der Vereinigung Anfang der 90er Jahre k&ouml;nnen als Konjunkturprogramm bezeichnet werden.<br>\nDanach wurden nie wieder Wachstumsraten wie etwa in den 70er Jahren (mit Ausnahme des Wachstumseinbruchs durch die erste &Ouml;lpreiskrise ab 1973) erreicht.<br>\n(Nebenbei die Wachstumsraten der Jahre 2005\/06 sind in der Grafik &uuml;berzeichnet.)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das Programm der gro&szlig;en Koalition von 1967 hatte immerhin die Dimension von 3,1 % des BIP und auf heute umgerechnet w&auml;ren das 75.000.000.000 &euro; gewesen. Beim Programm von 1977 handelt es sich um das ZIP, das Zukunftsinvestitionsprogramm der Regierung Schmidt. Dieses hatte eine Dimension von 1,3 % des Inlandsproduktes und umgerechnet auf heute w&auml;ren es 31 Milliarden. Bei beiden Programmen kam hinzu, dass sie von einer zwischen den Koalitionsparteien einheitlich getragenen Stimmung der Zuversicht begleitet waren. 1967 Schiller (die Pferde m&uuml;ssen wieder saufen) und Strau&szlig; (ein Pfeil aufw&auml;rts) und so weiter.<br>\n1977 war wohl sehr geschickt, dass das Zukunftsinvestitionsprogramm von den Kommunen Ideen anforderte, das hei&szlig;t, es waren viele Menschen in Deutschland und vor allem viele Mandatstr&auml;ger mit der Konzeption und Umsetzung dieses Konjunkturprogramms besch&auml;ftigt.<br>\nIch habe dann noch 1986\/7 im Wahlkampf in der S&uuml;dpfalz auf die Fr&uuml;chte dieses Programms hinweisen k&ouml;nnen beziehungsweise ich wurde von sozialdemokratischen B&uuml;rgermeistern, die dieses Programm benutzt hatten, dar&uuml;ber informiert, was sie damit angefangen hatten. In der Reforml&uuml;ge finden sich die einschl&auml;gigen Passagen auf Seite 197 folgende.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neu im Kino: Goodbye, Reagan<\/strong><br>\nMal angenommen, Sie w&auml;ren ein durchschnittlich an wirtschaftspolitischen Grundsatzfragen interessierter Mensch, h&auml;tten immer die FAZ gelesen, den Presseclub oder Sabine Christiansen geguckt. Dann w&auml;ren Sie (nur mal angenommen) vergangenen Sommer nach einem Unfall ins Koma gefallen, w&auml;ren jetzt wieder aufgewacht und nervlich noch &uuml;berhaupt nicht belastbar. Ihre Familie w&uuml;rde jetzt wahrscheinlich alles tun, damit Sie blo&szlig; nicht vor Schreck wieder ins Koma fallen, weil pl&ouml;tzlich alle so komische Sachen sagen und schreiben. Nun mag Ihnen der Vergleich mit der historischen Vorlage f&uuml;r &ldquo;Goodbye, Lenin&rdquo; gewagt erscheinen. Womit Sie sicher auch Recht haben. Ganz so fern ist er dann aber doch nicht. Immerhin gibt es auch jetzt merkw&uuml;rdige Dinge, zum Beispiel Leute, die man damals Wendeh&auml;lse genannt h&auml;tte. Der Eindruck dr&auml;ngt sich ein ganz kleines bisschen bei denen auf, die vor Kurzem jetzt lautstark nach Konjunkturpaketen rufen &ndash; und als Vorschlag dann m&ouml;glichst gro&szlig;e Steuersenkungen nachschieben. Solche Steuersenkungen haben sie eigentlich vorher ja auch schon gefordert, nur mit anderer Begr&uuml;ndung: weil es die Angebotskr&auml;fte der Wirtschaft st&auml;rken sollte, und nat&uuml;rlich &uuml;berhaupt nie und nimmer zur Ankurbelung der Konjunktur.<br>\nEs gibt auch einige Gr&uuml;nde, an einer schnellen konjunkturellen Wirkung von allgemeinen Steuersenkungen zu zweifeln. Gerade weil die Entlastung dauerhaft ist, gibt es keinen besonderen Anreiz, das Geld gleich auszugeben &ndash; zumal sinkende Steuers&auml;tze in der Regel auch jene st&auml;rker entlasten, die vergleichsweise hohe Einkommen und eine hohe Sparquote haben. Mit der Vorliebe zu Steuersenkungen leisten sich Deutschlands neue Konjunkturpolitiker denn auch international eher eine kuriose Sonderposition. Ob bei OECD oder EU-Kommission: &uuml;berall wird diagnostiziert, dass solche Entlastungen am wenigsten geeignet sind, die Nachfrage rasch anzukurbeln. Und so &auml;hnlich formuliert es auch der IWF in seinem neuen Paper zum Thema: &ldquo;Some countries are considering broad based tax cuts. For reasons explained earlier, the marginal propensity to consume out of such tax cuts may be quite low.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1758&amp;blogId=10\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Erst die Dividende streichen<\/strong><br>\nDer Rettungsschirm f&uuml;r die Unternehmen ist ein heikles Unterfangen. Nur sehr selektiv, mit strikten Auflagen darf geholfen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1656499_Erst-die-Dividende-streichen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Hoovern und br&uuml;ningen. Warum Steuern runter schlechter ist als Sozialleistungen rauf.<\/strong><br>\nWirtschaftspolitisch ist eine Steuererleichterung, die prim&auml;r den Besserverdienenden zugute k&auml;me, Schwachfug. Denn diese Erleichterungen gehen nicht, jedenfalls nicht &uuml;berwiegend, in den unmittelbaren Konsum. Besserverdienende brauchen auch in der Krise wei&szlig; Gott keine Geschenke, die sie im Zweifelsfall sparen, auf den Bahamas verjubeln oder in Gold anlegen. Diejenigen ben&ouml;tigen eine Verbesserung, die dieses Geld definitiv sofort binnenkonsumieren w&uuml;rden &ndash; und das sind die Erwerbslosen und die Rentner im unteren Rentensegment. Der Regelsatz m&uuml;sste rauf, und zwar massiv, verbunden mit einer Kampagne an alle Schlechtverdienenden (denn die Zugangskriterien f&uuml;r erg&auml;nzendes ALG2\/Aufstocker w&uuml;rden sich dann ja auch &auml;ndern!), von ihrem Recht auf erg&auml;nzendes ALG2 massiv und ohne falsche Scham Gebrauch zu machen. Auch die Renten m&uuml;ssen deutlich rauf. Beides w&uuml;rde dem Konsum sofort und nachhaltig auf die Beine helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritik-und-kunst.blog.de\/2009\/01\/11\/hoovern-brueningen-steuern-runter-schlechter-sozialleistungen-rauf-neuseeland-tun-5361194\">Kritik und Kunst<\/a><\/li>\n<li><strong>Einzelhandel f&uuml;rchtet die Jobkrise<\/strong><br>\nDer Einzelhandel hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um rund 1,5 Prozent steigern k&ouml;nnen. Nach Abzug der Preissteigerungen blieb aber nur ein Minus von einem Prozent &uuml;brig. Hochgerechnet hat dies Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE). Er betrachtet dieses Ergebnis bereits als Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1657172&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da hat das mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Weihnachtsgesch&auml;ft das Jahr nicht herausgerissen. Die Feststellung der Analysten der Commerzbank, dass der private Verbrauch &ldquo;vorerst ein stabilisierender Faktor f&uuml;r die deutsche Wirtschaft&rdquo; bleibe, ist geradezu l&auml;cherlich. Zugespitzt formuliert bleibt nat&uuml;rlich das Existenzminimum ein stabiler Faktor, mit dem der Einzelhandel rechnen kann. Aber was wurde noch vor nicht allzu langer Zeit von den &uuml;blichen Wirtschaftsexperten get&ouml;nt, dass der private Konsum den wegbrechenden Export auffangen k&ouml;nne. Das s&auml;he vielleicht anders aus, wenn die Gewinne der Exportwirtschaft auch bei der arbeitenden Bev&ouml;lkerung angekommen w&auml;ren. Wer Eins und Eins zusammenz&auml;hlen kann, musste bei der Schr&auml;glage der Einkommensentwicklung mit sinkender Massenkaufkraft rechnen. Nur ist das kein Thema f&uuml;r diese Experten. Da k&ouml;nnen wir in einigen Jahren in einer Gesellschaft leben, in der immer mehr Menschen um die nackte Existenz k&auml;mpfen, darunter viele junge Menschen, die&nbsp; zwischen&nbsp; schlecht bezahlte Arbeit oder Arbeitslosigkeit&nbsp; w&auml;hlen m&uuml;ssen. Da m&ouml;gen Solidarit&auml;t und Demokratie zum Teufel gehen, der private Verbrauch wird &ldquo;vorerst ein stabilisierender Faktor f&uuml;r die deutsche Wirtschaft&rdquo; bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Job-Programme des Bundes floppen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wollte mit Zusch&uuml;ssen zum Lohn 200.000 neue Stellen f&uuml;r Langzeit- arbeitslose schaffen. Bislang hat sie keinen Erfolg damit.<br>\nBetriebe, die solche Leute einstellen, k&ouml;nnen bis zu 75 Prozent des gezahlten Lohnes erhalten. Trotzdem ist das Angebot kaum gefragt. Nach Angaben der Bundesagentur wurden statt der geplanten 100.000 bis Dezember 2008 nur 22.600 Stellen geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/327\/454012\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Privatisierung lateinamerikanischer Rentenversicherungen&nbsp;sorgte vor allem f&uuml;r massenhafte Altersarmut<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Rentenversicherungen sollte in verschiedenen Staaten einen Kapitalstock f&uuml;r die heimische Wirtschaft schaffen. Gebracht hat sie massenhafte Altersarmut. Deshalb verstaatlicht Argentinien wieder.<br>\nEine im Dezember ver&ouml;ffentlichte Studie der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass die Auswirkungen (der Finanzmarktkrise) massiv sind: Von Januar bis Oktober 2008 haben Pensionsfonds in den OECD-L&auml;ndern fast zwanzig Prozent an Wert verloren, also rund 3,3 Billionen US-Dollar. Z&auml;hlt man individuelle Pensionsr&uuml;cklagen dazu, waren es sogar etwa 5 Billionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/inhalt\/2009\/nr01\/Wirtschaft\/17329.html\">Die Wochenzeitung (Schweiz)<\/a><\/li>\n<li><strong>Totalausfall f&uuml;r die Atomgemeinde<\/strong><br>\nSteht Deutschland wirklich im nuklearen Abseits? Die Bilanzen der Internationalen Atomenergieagentur in Wien offenbaren ganz andere Fakten. Ein Argument: 2008 ist zum ersten Mal seit 42 Jahren auf der ganzen Welt kein einziges neues AKW ans Netz gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1231173627502.shtml\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Postsowjetische Gewohnheiten<\/strong><br>\nJedes Jahr im Winter streiten Russland und die Ukraine um den Gaspreis. Warum eigentlich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/postsowjetische_gewohnheiten_1.1676700.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Krise st&auml;rkt neoliberale Positionen<\/strong><br>\nEs wird verst&auml;rkt vom &ldquo;mehr Netto vom Brutto&rdquo; geschwafelt, also davon, dass Steuern und Abgaben gesenkt werden m&uuml;ssen, w&auml;hrend die L&ouml;hne auf gleich bleibenden Niveau eingependelt bleiben sollen. Diese Orgie zugunsten eines volleren Geldbeutels, welcher dann die Binnennachfrage ankurbeln soll, erscheint wie ein vernunftvolles Einfordern von &ouml;konomisch sinnvollen Ma&szlig;nahmen, die in Zeiten der Not ja sofort und ohne weitere Debatte umgesetzt werden sollen &ndash; und doch ist es nichts weiter als der alte Schlachtruf derer, die das immer schon predigten, die sich in dieser Weise immer schon als Liberale &ndash; ob neue oder alte gleicherma&szlig;en &ndash; begriffen, und im Steuer- und Abgabenstopp den sichersten Weg zum Sozialabbau und damit zur &ldquo;aristokratischen Demokratie&rdquo;, erblickten.<br>\nDie Wirtschaftskrise hat kein Umdenken bewirkt, sondern &hellip;macht das ewige Fordern nach weniger und weniger und noch viel weniger Steuern, gleich wie unvern&uuml;nftig es ist, gleich ob die Solidargemeinschaft daran zerbricht, zum politischen Kurs der Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/01\/krise-strkt-neoliberale-positionen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD verliert weiter Mitglieder<\/strong><br>\nDer erhoffte &ldquo;M&uuml;nte-Effekt&rdquo; hat sich wohl noch nicht eingestellt: Der Mitgliederschwund in der SPD bleibt unver&auml;ndert hoch. Seit Juni 2008 hat die CDU erstmal mehr Mitglieder als die SPD<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1657607&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist der M&uuml;nte-Effekt! Und das ist eine Trag&ouml;die! D.h. dass immer mehr SPD- Mitglieder die Hoffnung aufgegeben haben, dass sich die SPD vielleicht angesichts der brennenden Probleme Deutschlands besinnt und ihren Kern wiederentdeckt. Sollte die SPD einmal die Chance erhalten, in der Opposition zu regenerieren, wird das Personal&nbsp; verschwunden sein, das die Entwicklung der Partei seit Schr&ouml;der als Fehlentwicklung wahrgenommen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildung f&uuml;r die Konjunktur &ndash; Konjunktur f&uuml;r die Bildung<\/strong><br>\nDringend notwendige Bildungsinvestitionen werden auf die lange Bank geschoben, teilweise zweifelhafte Ma&szlig;nahmen in Namen der Finanz- und Wirtschaftskrise werden im Eiltempo beschlossen! Angesichts der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte und der Diskussionen &uuml;ber eine Schuldenobergrenze ist auch zu bef&uuml;rchten, dass f&uuml;r die notwendigen Bildungsreformen kein Geld mehr da sein wird. Die nachwachsenden Generationen zahlen f&uuml;r das Versagen der Banker! Sie haben damit das eingangs formulierte Problem: Wir hinterlassen ihnen einen Scherbenhaufen, verweigern einem Teil von ihnen aber den Besen &ndash; d.h. echte Bildungschancen -, um diesen Scherbenhaufen zusammenzukehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news295820\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanznot von Privatuni Witten schlimmer als bekannt<\/strong><br>\nDie &auml;lteste Privatuniversit&auml;t Deutschlands ist in gro&szlig;er Geldnot &ndash; ein vertraulicher Bericht zeigt das verheerende Ausma&szlig;. Selbst wenn die Hochschule Witten\/Herdecke ihren gesamten Besitz verkaufen w&uuml;rde, k&ouml;nnte sie kaum die Schulden decken, schreiben Wirtschaftspr&uuml;fer in einem Gutachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,600491,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Privatunis geh&ouml;ren nicht zur Elite<\/strong><br>\nDie Unternehmen brauchen heute nicht mehr eigene Hochschulen zu gr&uuml;nden, um sinnvoll zu investieren, sie k&ouml;nnen das an den staatlichen Hochschulen tun. Die sind nach der Entfesselung qualitativ genauso gut, wenn nicht besser, und haben eine ganz andere Forschungssubstanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/magazin\/wissen\/Privathochschulen-Witten-Herdecke-Mueller-Boeling;art304,2700797\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der ehemalige Chef des bertelsmannschen Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE), M&uuml;ller-B&ouml;ling, h&auml;tte noch hinzuf&uuml;gen m&uuml;ssen: Dank unserer Kampagnen ist es gelungen, die staatlichen Hochschulen wie private Unternehmen zu organisieren und sie dennoch weitgehend vom Steuerzahler finanzieren zu lassen. Es lohnt sich also jetzt f&uuml;r die Wirtschaft nicht mehr eigene Hochschulen zu gr&uuml;nden, sie k&ouml;nnen das besser an den staatlichen Hochschulen tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pillen f&uuml;rs Stipendium<\/strong><br>\nViele amerikanische Sch&uuml;ler manipulieren ihre sportliche Leistung mit verbotenen Mitteln. Es geht ihnen vor allem um die Chance auf ein bezahltes Studium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/03\/doping-high-school-usa\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Attac fordert sofortigen Stopp der Aktivit&auml;ten der Commerzbank in Steueroasen<\/li>\n<li>Die Allianz, der stille Gewinner<\/li>\n<li>Allm&auml;hlich stellt sich die Systemfrage<\/li>\n<li>&ldquo;Bad Bank&rdquo; soll Finanzsektor retten<\/li>\n<li>Der Filz zwischen Politik, Industriemanagern und Bankern<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck: Politisches Hickhack l&auml;hmt Investitionen<\/li>\n<li>Programme zur Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland<\/li>\n<li>Neu im Kino: Goodbye,<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3694\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3694","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3694"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28455,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3694\/revisions\/28455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}