{"id":36949,"date":"2017-02-09T09:02:42","date_gmt":"2017-02-09T08:02:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949"},"modified":"2017-02-09T09:02:42","modified_gmt":"2017-02-09T08:02:42","slug":"hinweise-des-tages-2810","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h01a\">Heute Abend Vortrag und Diskussion mit Albrecht M&uuml;ller in M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h01\">&ldquo;Die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h02\">Fast sechs Millionen &Auml;ltere von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h03\">Jetzt blo&szlig; kein neues Schuldenchaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h04\">Schulprivatisierung per Grundgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h05\">SPD-Vorschlag: Topmanager lehnen Begrenzung ihrer Geh&auml;lter ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h06\">Mitsprache senkt den Krankenstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h07\">Klagen, Schulden, R&auml;umungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h08\">Die SPD hat wieder ein Ceta-Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h09\">Vorsicht, Freihandel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h10\">EU unterst&uuml;tzt China gegen Handelsprotektionismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h11\">Westliche Mittelmeer-Staaten f&uuml;r st&auml;rkere NATO-Pr&auml;senz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h12\">US-Regierung zu Richtern: Gerichte d&uuml;rfen Einreise-Verbot nicht &uuml;berpr&uuml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h13\">Wenn Geheimdienst-Insider Presse brauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h14\">Bundestag muss Dokumente zu Parteispenden herausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h15\">F&auml;lscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h16\">Butterwegge: &raquo;AfD ist eine Partei der Privilegierten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h17\">Sozialismus in Zeiten der Reaktion &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Noam Chomsky<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36949#h18\">Das Letzte: Und wieder eine ausgesprochen kriegstreiberische Tagesschausendung!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01a\"><\/a><strong>Heute Abend Vortrag und Diskussion mit Albrecht M&uuml;ller in M&uuml;nchen<\/strong><br>\nDGB-Haus Schwanthalerstra&szlig;e 64, 19:00 Uhr<br>\nThema: &bdquo;Alternativen zum Neoliberalismus &ndash; Programm und Strategie&ldquo;<br>\nN&auml;heres <a href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=3529\">siehe hier<\/a>.\n<p><strong>Sie sind herzlich eingeladen.<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel&rdquo;<\/strong><br>\nBei der Wahl zum Bundespr&auml;sidenten h&auml;tte Christoph Butterwegge, Kandidat der Linken, gerne eine Ruck-Rede gehalten. Das darf er nicht. In Kontext erl&auml;utert der Armutsforscher, warum er Deutschland vor einer &ldquo;sozialen Zerrei&szlig;probe&rdquo; sieht, und was dagegen getan werden m&uuml;sste. [&hellip;]<br>\nLaut der Bundesregierung geht es den Menschen in Deutschland so gut wie noch nie.\n<p>Diese Aussage wird dadurch nicht richtiger, dass die Kanzlerin sie st&auml;ndig wiederholt. Zwar stimmt es, dass sich das Privatverm&ouml;gen vermehrt. Aber es konzentriert sich in wenigen H&auml;nden und die hohen Gewinne f&uuml;r wenige sind nur wegen niedriger L&ouml;hne f&uuml;r viele m&ouml;glich. Jeder vierte Besch&auml;ftigte arbeitet im Niedriglohnsektor, also f&uuml;r weniger als 9,30 Euro brutto die Stunde. Dort landen nicht blo&szlig; Menschen, die nichts gelernt haben, die faul waren oder die sich in der Schule nicht genug angestrengt haben. Fast drei Viertel haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, mehr als jeder zehnte sogar einen Hochschulabschluss. Ich muss das so deutlich sagen: Deutschland steht vor einer sozialen Zerrei&szlig;probe. Und die Angst vor dem sozialen Abstieg f&uuml;hrt dazu, dass Menschen in der Mittelschicht und dem Kleinb&uuml;rgertum sich politisch nach rechts wenden.<\/p>\n<p>Jetzt profitiert davon mit der AfD ausgerechnet eine Partei, die mit ihrer Steuerpolitik und Streichungen von Sozialleistungen Reiche beg&uuml;nstigen und Arme noch &auml;rmer machen will. Das k&ouml;nnen Letztere doch nicht wollen.<\/p>\n<p>Ja, gewiss. Trotzdem erweckt die Partei den Eindruck, das Sprachrohr der sogenannten kleinen Leute zu sein. Nicht nur bei sozial Benachteiligten oder Unterprivilegierten gibt es verst&auml;rkt das Gef&uuml;hl, vernachl&auml;ssigt zu werden. Jetzt wird von der extremen Rechten ein vermeintlicher Innen-au&szlig;en-Gegensatz konstruiert, besonders bei dem, was f&auml;lschlicherweise Fl&uuml;chtlingskrise genannt wird. Der verquere Vorwurf lautet: F&uuml;r uns werden keine Wohnungen gebaut, aber f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Wir haben keine Arbeitspl&auml;tze, aber die Fl&uuml;chtlinge will man m&ouml;glichst schnell in den Arbeitsmarkt integrieren. So scheint es wenigstens. In Wirklichkeit ist es der extreme Gegensatz von Arm und Reich, der die Probleme verursacht, und nicht die vermehrte Fluchtmigration, auch wenn sie Kosten verursacht und Ressourcen beansprucht. Geld g&auml;be es genug f&uuml;r alle &ndash; nur konzentriert es sich viel zu stark auf wenige Reiche und Hyperreiche.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/306\/die-ungerechtigkeit-schreit-zum-himmel-4183.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fast sechs Millionen &Auml;ltere von Armut bedroht<\/strong><br>\nIn Deutschland w&auml;chst die Zahl der Menschen, die von sozialem Abstieg betroffen sind. Laut der EU-Statistikbeh&ouml;rde liegt ihr Anteil nur knapp &uuml;ber dem EU-Durchschnitt.<br>\nDie Zahl der von Armut oder Ausgrenzung bedrohten &auml;lteren Menschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren auf fast sechs Millionen gestiegen. Wie aus Daten des Europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat hervorgeht, waren im Jahr 2010 noch 4,9 Millionen Menschen im Alter ab 55 Jahren betroffen. Bis 2015 stieg deren Zahl auf 5,7 Millionen, das entspricht 20,8 Prozent &ndash; etwa einem F&uuml;nftel. EU-weit liegt der Anteil mit 20,7 Prozent nur leicht unter dem in Deutschland. Die Daten f&uuml;r 2016 liegen noch nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2017-02\/eurostat-aeltere-armut-ausgrenzung-deutschland\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Immer mehr &Auml;ltere sind armutsgef&auml;hrdet<\/strong><br>\nIn der zunehmenden Armut &Auml;lterer spiegelt sich die gesamte Problemlage im Bereich Arbeit und Soziales: hoher Anteil von Niedrigl&ouml;hnen am deutschen Arbeitsmarkt, hohe Erwerbslosigkeit von &Auml;lteren und immer &ouml;fter Armutsrenten. Ein blamables Ergebnis f&uuml;r die Bundesregierung, die endlich aufh&ouml;ren muss die Lage sch&ouml;n zu reden. Armut breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Sie ist da und kann sich nicht verstecken. Um Armut zu bek&auml;mpfen, braucht es ein umfassendes Konzept, das bei dieser Bundesregierung nicht zu erkennen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/immer-mehr-aeltere-sind-armutsgefaehrdet\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jetzt blo&szlig; kein neues Schuldenchaos<\/strong><br>\nIn der griechischen Finanzkrise wird es wieder heikel: Die Geldgeber blockieren sich gegenseitig. Dabei hat Europa gerade ganz andere Probleme zu l&ouml;sen. [&hellip;]<br>\nDaher r&uuml;hrt nun auch der scharfe Ton des deutschen Finanzministers. Denn vor der Bundestagswahl will sich die Regierung keinesfalls auf solche Erleichterungen festlegen. Und sollte der IWF weiterhin auf seiner Position beharren oder anderenfalls das Griechenlandprogramm verlassen wollen, w&uuml;rde er damit das gesamte Rettungspaket sprengen, argumentiert Sch&auml;uble. Schlie&szlig;lich w&uuml;rde dann der Bundestag &uuml;ber ein neues Paket abstimmen m&uuml;ssen, dessen Annahme angesichts der ablehnenden Haltung in CDU und CSU als sehr unwahrscheinlich gilt. Doch Sch&auml;ubles Argument einer zwingend erforderlichen neuen Abstimmung im Parlament wurde nun durch den Bundestag selbst entkr&auml;ftet.<br>\nDas Referat f&uuml;r EU-Grundsatzangelegenheiten beantwortete k&uuml;rzlich eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion mit der klaren Aussage: Sollte der IWF aus dem dritten Programm ausscheiden, mache dies &ldquo;unmittelbar keine Plenarbefassung erforderlich&rdquo;. Es sei lediglich eine &ldquo;politische Erwartung&rdquo; ausgesprochen worden, dass der IWF sich an dem Programm beteilige. Finanzminister Sch&auml;uble hatte seinen Fraktionskollegen aus der Union eine Zustimmung zum dritten Paket mit eben dem Versprechen abgerungen, dass der IWF als strenger und unabh&auml;ngiger Kontrolleur an dem Programm beteiligt bleibe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-02\/griechenland-eu-wolfgang-schaeuble-iwf-schulden-rettungsschirm\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Griechenland: IWF fordert Besteuerung der Einkommen unter der Armutsgrenze<\/strong><br>\nDas Spiel mit dem Grexit wird zum Wahlkampfthema<br>\nDie Kreditgeber haben in der aktuellen Grexit-Debatte das geschafft, was in der mittlerweile acht Jahre langen Wirtschaftskrise in Griechenland noch nie vorgekommen ist. Vier fr&uuml;here und aktuelle Finanzminister aus der Zeit der Krise des Landes aus unterschiedlichen politischen Lagern und mit verschiedenen politischen Motiven und Ideologien sind in der Ablehnung des Taktierens und der Forderungen der Troika einig. Ein vierter, dessen aktive Zeit bereits abgeschlossen ist, hat einen radikalen L&ouml;sungsvorschlag kontra zur Troikapolitik pr&auml;sentiert.<br>\nDie Wirtschaft Griechenlands hofft dagegen, dass eine vom Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, gestartete Initiative eines eilig anberaumten Treffens der Euroworkinggroup am Donnerstag Fr&uuml;chte tr&auml;gt. Die untereinander zerstrittenen Kreditgeber sind sich in einem einig, sie fordern neue Ma&szlig;nahmen von den Griechen. Tsipras hingegen beschw&ouml;rt, dass er &ldquo;keinen Euro Ma&szlig;nahmen&rdquo; beschlie&szlig;en w&uuml;rde, w&auml;hrend sein Finanzminister Euklid Tsakalotos t&auml;glich neue Zugest&auml;ndnisse gegen&uuml;ber den Kreditgebern macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-IWF-fordert-Besteuerung-der-Einkommen-unter-der-Armutsgrenze-3620412.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schulprivatisierung per Grundgesetz<\/strong><br>\nIn knapp sechs Wochen (am 24. M&auml;rz) will der Bundestag &uuml;ber eine umfangreiche Grundgesetz&auml;nderung entscheiden. Kommende Woche findet im Bundestag dazu die erste Lesung statt (am 17.Februar). Das Grundgesetz soll an insgesamt 14 Stellen ge&auml;ndert werden. Dieses enorme &Auml;nderungspaket wurde bisher kaum diskutiert, und wenn, dann unter dem Aspekt einer Autobahnprivatisierung, die damit erm&ouml;glicht wird. Tats&auml;chlich enthalten die Grundgesetz&auml;nderungen zusammen mit dem Begleitgesetz auch einen Baustein, der die Privatisierung im Schulbau enorm beschleunigen k&ouml;nnte. Nachfolgend eine Zusammenstellung der Hintergr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/schulprivatisierung-per-grundgesetz\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SPD-Vorschlag: Topmanager lehnen Begrenzung ihrer Geh&auml;lter ab<\/strong><br>\nDeutschlands Dax-Vorst&auml;nde wehren sich gegen die Pl&auml;ne der SPD, Topgeh&auml;lter zu deckeln. Das ergab eine Umfrage der ZEIT. Ihre Geh&auml;lter seien schlie&szlig;lich moderat.<br>\nDie Vorst&auml;nde mehrerer Dax-Konzerne wehren sich gegen die Pl&auml;ne der SPD, die H&ouml;he von Managergeh&auml;ltern gesetzlich zu deckeln. &ldquo;Die Vorgabe einer H&ouml;chstquote w&auml;re ein deutlicher Eingriff in die Eigent&uuml;merrechte&rdquo;, warnt Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender der M&uuml;nchener R&uuml;ck, in der ZEIT. Pers&ouml;nlich empfinde er seine Verg&uuml;tung als angemessen, im internationalen Vergleich seien die Vorstandsgeh&auml;lter in seinem Unternehmen aber &ldquo;sehr moderat&rdquo;. Von Bomhard erhielt nach Angaben der M&uuml;nchener R&uuml;ck im Jahr 2015 ein Verg&uuml;tung von 4,5 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-02\/spd-managergehaelter-grenze-eingriff-eigentum-dax-chef\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass die Topmanager selber das so sehen, ist wohl wenig &uuml;berraschend &ndash; aber ein Gehalt von mehreren Millionen &ldquo;moderat&rdquo; zu nennen, irgendwie unfreiwillig komisch. So sollten mal die Arbeitnehmer argumentieren, deren L&ouml;hne gro&szlig;enteils nicht &ldquo;moderat&rdquo;, sondern wirklich niedrig sind, wenn ihnen wieder einmal eine Nullrunde oder eine Lohnsenkung zugemutet wird. Aber, wir wissen es schon: die Arbeitnehmerl&ouml;hne sind &ldquo;im internationalen Vergleich&rdquo; zu hoch und nicht wettbewerbsf&auml;hig.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Gedeckeltes Gehalt<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170209_Stuttmann.jpg\" alt=\"Gedeckeltes Gehalt\" title=\"Gedeckeltes Gehalt\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6301\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mitsprache senkt den Krankenstand<\/strong><br>\nWie hoch der Krankenstand in der Wirtschaft ausf&auml;llt, h&auml;ngt unter anderem davon ab, wie verbreitet ergonomische Montagestra&szlig;en und Tastaturen sind, welche Viren Saison haben und ob sich die Besch&auml;ftigten oft genug ihre H&auml;nde waschen. Laut einer Untersuchung von Ola Sj&ouml;berg spielt au&szlig;erdem eine Rolle, wie gut Arbeitnehmer ihre Interessen vertreten k&ouml;nnen. Der Sozialwissenschaftler von der Universit&auml;t Stockholm hat Daten der EU-Arbeitskr&auml;fteerhebung aus den Jahren 1996 bis 2010 ausgewertet, die sich auf abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte in 24 L&auml;ndern beziehen.<br>\nDas Ausma&szlig; der kollektiven Mitsprachem&ouml;glichkeiten hat er anhand von zwei Kennziffern erfasst. Ein Kriterium ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad, also der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder an der Arbeitnehmerschaft. Zum anderen dient ein Index als Ma&szlig;stab, der die rechtlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r betriebliche Interessenvertretungen abbildet. Er ber&uuml;cksichtigt unter anderem, ob es &uuml;berhaupt Vorschriften f&uuml;r Information und Konsultation auf betrieblicher Ebene gibt und in welchen Angelegenheiten Besch&auml;ftigte mitbestimmen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107127_107138.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klagen, Schulden, R&auml;umungen<\/strong><br>\nStudie des Bundesarbeitsministeriums: Mietobergrenzen bei der Grundsicherung sind zu niedrig angesetzt. Nahles will nachbessern<br>\nWo es mit der Jobvermittlung nicht l&auml;uft, bleibt das Kleinrechnen von Grundsicherungsleistungen das Hauptgesch&auml;ft klammer Kommunen. Denn sie m&uuml;ssen f&uuml;r die Wohn- und Heizkosten Betroffener aufkommen. Daf&uuml;r legen sie Mietobergrenzen fest, die meist so niedrig angesetzt sind, dass kaum Quartiere zu finden sind, die die Kriterien erf&uuml;llten. Bei den insgesamt 648.000 Widerspr&uuml;chen und 115.000 Klagen gegen Bescheide der Jobcenter im vergangenen Jahr waren die sogenannten Kosten der Unterkunft (KdU) erneut der h&auml;ufigste Grund, wie Bild am Montag unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) berichtete.<br>\nSeit Inkrafttreten von Hartz IV bekommt gut ein Drittel derer recht, die Widerspruch gegen Berechnungen der Beh&ouml;rden einlegen. Und Klagen sind in mehr als 40 Prozent der F&auml;lle erfolgreich. Vor Jahren verlangte das Bundessozialgericht von Kommunen ein &raquo;schl&uuml;ssiges Konzept&laquo;, worin sie die Angemessenheitsgrenzen nachvollziehbar definieren sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-08\/020.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mal abwarten, ob &ldquo;Nachbessern&rdquo; a la Bundesministerin Nahles tats&auml;chlich Verbesserung der Situation von Hartz-IV-beziehenden Personen bedeutet. Skepsis d&uuml;rfte angebracht sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die SPD hat wieder ein Ceta-Problem<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten haben Bedingungen definiert, um dem EU-Kanada-Abkommen zuzustimmen. Die sind aber immer noch nicht erf&uuml;llt. (&hellip;)<br>\nCeta nennt als Grund f&uuml;r m&ouml;gliche Klagen von Unternehmen gegen Staaten etwa &bdquo;offensichtliche Willk&uuml;r&ldquo; oder das Versagen einer &bdquo;gerechten und billigen Behandlung&ldquo;, ohne diese Begriffe zu definieren. Das wollte die SPD &auml;ndern: &bdquo;Hier sind Klarstellungen und Pr&auml;zisierungen erforderlich, etwa in Form von rechtlich verbindlichen, erg&auml;nzenden Erkl&auml;rungen zwischen den Vertragspartnern&ldquo;, hei&szlig;t es im Beschluss des Konvents. (&hellip;)<br>\nZugesagt hatte die SPD im Konventsbeschluss auch, die Entscheidung &uuml;ber Ceta &bdquo;in enger Abstimmung mit den Gewerkschaften&ldquo; zu treffen. W&uuml;rde das ernst genommen, m&uuml;sste die Partei das Abkommen derzeit ablehnen. Zwar hat der DGB am Dienstag gemeinsam mit Industrieverb&auml;nden eine Erkl&auml;rung ver&ouml;ffentlicht, wonach Ceta &bdquo;wichtige Fortschritte&ldquo; bringe. Doch im Dezember hatte der DGB-Vorstand beschlossen, dass die Zusatzerkl&auml;rungen nicht ausreichten, um &bdquo;die gewerkschaftlichen Bedenken auszur&auml;umen&ldquo;. Vergangene Woche hatten zudem acht europ&auml;ische Gewerkschaftsdachverb&auml;nde eine Ablehnung von Ceta gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Freihandel-mit-Kanada\/!5382383\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und wenn Martin Schulz nun als SPD-Kanzlerkandidat mehr soziale Gerechtigkeit &ndash; u.a. h&ouml;here L&ouml;hne &ndash; fordert und zugleich immer noch das &ldquo;Freihandelsabkommen&rdquo; mit Kanada bef&uuml;rwortet, sollte er sich mal das CETA-Dokument erneut zu Gem&uuml;te f&uuml;hren. Alternativ k&ouml;nnte er z.B. Werner R&uuml;gemers Kritik <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35152#h04\">durchlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorsicht, Freihandel!<\/strong><br>\nVon einem Abbau von Zollgrenzen profitieren keineswegs stets alle L&auml;nder. Er kann zu Arbeitslosigkeit und Wohlstandsverlusten f&uuml;hren. Die herrschende Lehre ignoriert das.<br>\nFreihandel ist gut, Protektionismus ist schlecht: Das ist die fast einheitliche Meinung in der &Ouml;konomie seit der englische &Ouml;konom David Ricardo vor genau 200 Jahren seine Theorie der komparativen Vorteile publizierte. Doch gilt das wirklich immer?<br>\nInteressanterweise zeigt bereits das von Ricardo 1817 verwendete historische Beispiel eines Freihandelsvertrages zwischen England und Portugal, wie Freihandel Schaden anrichten kann. Grundlage ist der Methuenvertrag aus dem Jahr 1703, so benannt nach dem damaligen englischen Au&szlig;enminister Paul Methuen. In diesem Abkommen mussten sich die Portugiesen verpflichten, das zum Schutz ihrer eigenen Tuchindustrie erlassene Importverbot von englischem Tuch aufzuheben. Die Engl&auml;nder erkl&auml;rten sich im Gegenzug dazu bereit, die Z&ouml;lle f&uuml;r portugiesischen Portwein zu senken.<br>\nDas Abkommen f&uuml;hrte aber nicht zu mehr Wohlstand in beiden L&auml;ndern. Der Vertrag kam einseitig den Engl&auml;ndern zugute, denen es gelang, die aufkeimende portugiesische Tuchindustrie zu vernichten, um so ihr eigenes Tuch nach Portugal zu exportieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2017-02\/oekonomie-freihandel-protektionismus-portugisiesische-wirtschaft-auswirkungen\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU unterst&uuml;tzt China gegen Handelsprotektionismus<\/strong><br>\nAm Montag hat die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstrom die &Auml;u&szlig;erungen von Chinas Staatspr&auml;sident Xi Jinping auf dem Davos-Forum begr&uuml;&szlig;t. Die EU sei bereit, weltweit mit China gemeinsam den Handelsprotektionismus zu bek&auml;mpfen.<br>\nMalmstrom f&uuml;gte hinzu, dass f&uuml;r Europa und andere L&auml;nder weltweit Handelsbarrikaden und Protektionismen nach wie vor eine schwere Bedrohung darstellten. So wolle die EU mit anderen Partnern die Handelskooperation ausbauen. Angesichts des erstarkenden Handelsprotektionismus weltweit betonte die EU-Handelskommissarin:<br>\n&bdquo;Wenn jemand den Handel als eine Waffe benutzt, dann betrachte ich ihn als ein Nahrungsmittel und einen wichtigen Faktor zur F&ouml;rderung von Prosperit&auml;t und Fortschritt. Wenn irgendwo in der Welt der Protektionismus die chinesische Wirtschaft bedroht hat, sind wir bereit, diesen gemeinsam mit China zu bek&auml;mpfen. Wenn andere die T&uuml;ren schlie&szlig;en, werden wir nach wie vor an der &Ouml;ffnung festhalten, solange der Handel fair betrieben wird. Wir werden China eine Chance geben, damit das Land seine Zusage zur Bew&auml;ltigung des Protektionismus einh&auml;lt. So realisieren wir eine multilaterale Agenda.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2017\/02\/08\/1s261222.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Malmstr&ouml;ms Einsatz f&uuml;r den sog. freien Handel ist nicht &uuml;berraschend &ndash; bereits f&uuml;r CETA und TTIP hatte sie sich intensiv eingesetzt. Erstaunen d&uuml;rfte die schnelle Hinwendung zu China. Wurde nicht zuvor &ndash; insbesondere aus Deutschland &ndash; mangelnde Marktzug&auml;nglichkeit beklagt und China ein unfairer Wettbewerb (vor allem hinsichtlich von Stahlprodukten) unterstellt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Westliche Mittelmeer-Staaten f&uuml;r st&auml;rkere NATO-Pr&auml;senz<\/strong><br>\nDie Verteidigungsminister Frankreichs, Italiens, Portugals und Spaniens fordern mehr NATO-Pr&auml;senz im Mittelmeerraum. EurActiv Spanien berichtet.<br>\nAm gestrigen Montag traf sich das sogenannte &bdquo;S&uuml;dliche Quartett&ldquo; in Porto, um &uuml;ber die gemeinsame Sicherheitspolitik zu diskutieren. Mar&iacute;a Dolores de Cospedal, spanische Verteidigungsministerin, rechtfertigte ihre Bitte um mehr NATO-Engagement mit folgender Begr&uuml;ndung: &bdquo;Die Gefahren, denen Europa heutzutage gegen&uuml;bersteht, unterscheiden sich von denen der Vergangenheit und sind zahlreicheren Ursprungs&ldquo;.<br>\n&bdquo;Es stimmt, dass die NATO traditionell nicht besonders stark im S&uuml;den Europas vertreten ist&ldquo;, f&uuml;gt sie hinzu. Doch das wollen sie und ihre drei Amtskollegen &auml;ndern, insbesondere im Mittelmeerraum. Frankreich, Italien, Spanien und Portugal unterzeichneten daher ein gemeinsames Schreiben an den NATO-Vorstand Jens Stoltenberg. Eine erh&ouml;hte Pr&auml;senz sei notwendig, um den Wert und die Rolle der Organisaton im S&uuml;den des Kontinents zu st&auml;rken, hei&szlig;t es darin.<br>\n&bdquo;Die zwischen der NATO und der EU gef&ouml;rderte Zusammenarbeit und Interaktion spielen eine wichtige Rolle f&uuml;r die Zukunft&ldquo;, betont Cospedal. Kooperation sei das A und O, wenn sich beide Verbunde st&auml;rker positionieren und einander bei Eins&auml;tzen erg&auml;nzen wollen.<br>\nAusgerichtet wurde die Veranstaltung vom portugiesischen Verteidigungsminister Jos&eacute; Alberto Azeredo Lopes. Es handelte sich bereits um das dritte Zusammenkommen des S&uuml;dlichen Quartetts. Das erste hatte man 2012 in der franz&ouml;sischen Hafenstadt Toulon ausgerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/sicherheit\/news\/westliche-mittelmeer-staaten-fuer-staerkere-nato-praesenz\/\">EurActiv.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US-Regierung zu Richtern: Gerichte d&uuml;rfen Einreise-Verbot nicht &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong><br>\nIn einer Eilanh&ouml;rung zum US-Einreiseverbot f&uuml;r Menschen aus 7 L&auml;ndern meinte die US-Regierung, Trumps Entscheidung sei gerichtlicher &Uuml;berpr&uuml;fung grunds&auml;tzlich nicht zug&auml;nglich. Au&szlig;erdem h&auml;tten die Kl&auml;ger, zwei US-Bundesstaaten, keine Parteistellung.<br>\nNach Ansicht der US-Regierung sind US-Gerichte nicht befugt, das von US-Pr&auml;sident Donald J. Trump verh&auml;ngte Einreise-Verbot auf Rechtm&auml;&szlig;igkeit zu &uuml;berpr&uuml;fen. Es handle sich um eine Entscheidung in einer Frage der Nationalen Sicherheit, und es sei Aufgabe des Pr&auml;sidenten, diese Entscheidung zu treffen. Diese Auffassung vertrat Regierungsanwalt August E. Flentje am Dienstag in einer Eilanh&ouml;rung vor dem Bundesberufungsgericht f&uuml;r den Neunten Gerichtsbezirk.<br>\nDas Gericht hielt am Dienstag eine gut einst&uuml;ndige Telefonkonferenz dreier Richter mit Flentje und Noah G. Purcell, einem hochrangigen Juristen des Bundesstaates Washington. Der Bundesstaat hat eine Einstweilige Verf&uuml;gung gegen Trumps Befehl erwirkt. Die US-Regierung m&ouml;chte, dass diese Einstweilige Verf&uuml;gung wieder aufgehoben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/US-Regierung-zu-Richtern-Gerichte-duerfen-Einreise-Verbot-nicht-ueberpruefen-3619640.html\">heise online<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Das ist eine latente Verfassungskrise&rdquo;<\/strong><br>\nEine handfeste Verfassungskrise w&uuml;rde in den USA bestehen, wenn eine der drei Gewalten die Entscheidungen der anderen ignorieren w&uuml;rde, sagte der USA-Experte Martin Thunert im Deutschlandfunk. Eine latente Gefahr bestehe aber darin, dass Trump den verfassungsgem&auml;&szlig;en Abl&auml;ufen nicht mehr Gen&uuml;ge tun wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/usa-das-ist-eine-latente-verfassungskrise.691.de.html?dram:article_id=378379\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Geheimdienst-Insider Presse brauchen<\/strong><br>\nMeist ist der Rechercheverbund aus NDR, WDR und SZ ganz vorn dabei, wenn es um Recherchen aus wenig transparenten Quellen geht: Mit Panama Papers, Lux Leaks, Swiss Leaks und vielen Arbeitsproben aus der Welt der Sicherheitsbeh&ouml;rden und Geheimdienste hat er sich seinen inhaltlichen Markenkern erarbeitet.<br>\nSchade, dass es dem Rechercheverbund dann aktuell nicht einf&auml;llt, die Themen zu bearbeiten, die vielen Zuschauern und Lesern nach der Wahl von Trump zum US-Pr&auml;sidenten wirklich auf den N&auml;geln brennen:\n<p>Wie sieht unter Trump die aktive Zusammenarbeit zwischen den deutschen und amerikanischen Nachrichtendiensten aus? Gerade nachdem die deutschen Dienste nach der j&uuml;ngsten &Auml;nderung des BND-Gesetzes verpflichtet sind, der NSA und Partnern zuzuliefern.<br>\nWelche Auswirkungen wird es haben, dass Trump mit einem Federstrich den Datenschutz f&uuml;r Nichtamerikaner f&uuml;r nicht existent erkl&auml;rte?<br>\nWas hat eigentlich Bundesinnenminister De Maizi&egrave;re im Fr&uuml;hjahr letzten Jahres in den Vereinigten Staaten gemacht und welche geheime Vereinbarung hat er dort unterschrieben?<\/p>\n<p>Georg Mascolo, der Leiter des Rechercheverbunds von NDR, WDR und SZ, aber auch Hans Leyendecker, Leiter &sbquo;Investigative Recherche&lsquo; bei der S&uuml;ddeutschen Zeitung [1] waren in der Vergangenheit immer wieder bemerkenswert gut informiert in Angelegenheiten, die die Nachrichtendienste betroffen haben. Ihnen w&uuml;rde man es daher zutrauen, Antworten auf solche Fragen zu bekommen oder zumindest Trends &hellip;<br>\nUmso mehr erstaunt das aktuelle Thema &ndash; oder besser gesagt: Nicht-Thema: Denn Mascolo bediente in den vergangenen Tagen hunderttausende von Fernsehzuschauern und Lesern mit einer schmalbr&uuml;stigen Story, deren Sachverhalt sich in diesen drei S&auml;tzen zusammenfassen l&auml;sst: Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz haben gemeinsam auftragsgem&auml;&szlig; einen Bericht an das Kanzleramt geschrieben. In dem drinsteht, dass sie keine Beweise gefunden haben daf&uuml;r, dass in Deutschland Desinformation im Auftrag der russischen Regierung betrieben wird. Dieser Bericht wird vom Kanzleramt nicht ver&ouml;ffentlicht [warum sollte er auch?!]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/wenn-geheimdienst-insider-presse-brauchen-4510\">cives<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundestag muss Dokumente zu Parteispenden herausgeben<\/strong><br>\nWer finanziert die deutschen Parteien? Das l&auml;sst sich oft schwer beantworten. Ein Gericht zwingt den Bundestag nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen nun, interne Unterlagen zu ver&ouml;ffentlichen. F&uuml;r Kritiker nur ein erster Schritt.<br>\nDie undurchsichtige Parteienfinanzierung sorgt immer wieder f&uuml;r Skandale. Ende 2016 machten die Aff&auml;ren &ldquo;Rent a Sozi&rdquo; und Philip Morris Schlagzeilen: Im ersten Fall hat die SPD einige ihrer Minister f&uuml;r vierstellige Summen an Unternehmen und Lobbyisten vermittelt, im zweiten Fall sponserte der Tabakkonzern f&uuml;r 544.000 Euro Veranstaltungen von Union, SPD und FDP.<br>\nIn den Rechenschaftsberichten der Parteien tauchen die Zahlungen nicht auf. Organisationen wie Abgeordnetenwatch fordern, dass sich das &auml;ndert. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen k&ouml;nnen sie nun zumindest einen Etappensieg feiern. Das Verwaltungsgericht Berlin hat den Bundestag verpflichtet, interne Unterlagen zu Parteispenden herauszugeben. Das umfasst dem Urteil zufolge Korrespondenzen, Vermerke, Dienstanweisungen und sonstige amtliche Aufzeichnungen.<br>\nDas Urteil, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, ist noch nicht rechtskr&auml;ftig. Eine Berufung beim Oberverwaltungsgericht ist m&ouml;glich und durchaus wahrscheinlich. Auf Anfrage wollte sich ein Sprecher des Bundestags nicht zu der Entscheidung &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/parteispenden-urteil-bundestag-muss-interne-dokumente-herausgeben-a-1133332.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&auml;lscher<\/strong><br>\nAm Montag hat die &bdquo;Welt&ldquo; ein Interview mit Oskar Lafontaine ver&ouml;ffentlicht, in dem er zu drei wichtigen Fragen Stellung bezogen hat: \n<ol>\n<li>dass nach dem englischen Soziologen Colin Crouch der Ruf nach offenen Grenzen eine zentrale Forderung des Neoliberalimus ist.<\/li>\n<li>dass in der Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auch der Imperativ der sozialen Gerechtigkeit gilt, und dass wir in erster Linie den &Auml;rmsten helfen m&uuml;ssen &ndash; das sind die Millionen Menschen in den Fl&uuml;chtlingslagern im Vorderen Orient und die Menschen, die in den Hungergebieten Afrikas leben. Diese k&ouml;nnen gar nicht nach Deutschland kommen und k&ouml;nnen die 7000 Euro nicht aufbringen, die sie f&uuml;r Schlepper bezahlen m&uuml;ssten.<\/li>\n<li>Auf die Frage der &bdquo;Welt&ldquo; &bdquo;Wie gehen wir mit jenen um, die weder vor Verfolgung noch vor Krieg fliehen, die aber trotzdem Fl&uuml;chtlingsschutz in Deutschland beantragen?&ldquo; antwortete Lafontaine: &bdquo;Viele Bundesl&auml;nder setzen richtigerweise auf die freiwillige R&uuml;ckkehr und bieten Hilfe an. Letztendlich muss aber der Staat dar&uuml;ber entscheiden k&ouml;nnen, wen er aufnimmt. Das ist nun mal die Grundlage staatlicher Ordnung. Wer illegal &uuml;ber die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zur&uuml;ckzugehen. Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung. Das sehen auch die Landesregierungen so, an denen DIE LINKE beteiligt ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es geht also ausdr&uuml;cklich nicht um politisch verfolge Asylantragssteller und nicht um Kriegsfl&uuml;chtlinge. Das hinderte einzelne Medien nicht daran, in marktschreierischer Weise das Interview zu verf&auml;lschen (Siehe hierzu die NachDenkSeiten, die man jedem empfehlen kann, der das Mediengeschehen in Deutschland kritisch v<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36888\">erfolgt<\/a>).<br>\nDen Vogel schoss wieder mal das neues deutschland ab, das mit seiner Auflage von 27.096 (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbetr&auml;gern) in der internen Debatte der Partei DIE LINKE noch eine Rolle spielt. &Uuml;berschrift: &bdquo;Ehemaliger LINKE-Vorsitzender pl&auml;diert f&uuml;r die R&uuml;ckf&uuml;hrung illegal eingereister Asylbewerber&ldquo;. Nun k&ouml;nnte man den daf&uuml;r verantwortlichen Mitarbeitern des Neuen Deutschlands einen Fl&uuml;chtigkeitsfehler zubilligen, w&uuml;sste man nicht, dass dieses Blatt seit Jahren Politiker des linken Fl&uuml;gels in der Partei DIE LINKE zu bek&auml;mpfen versucht und dadurch beachtenswerte Anstrengungen unternimmt, weiter an Auflage zu verlieren.<br>\nPeinlich f&uuml;r das sich als gutb&uuml;rgerlich verstehende &bdquo;Qualit&auml;tsmedium&ldquo; &bdquo;Zeit&ldquo; muss es sein, dass &bdquo;RT deutsch&ldquo; (Putin-Propaganda-Sender!) sich ausf&uuml;hrlich mit der manipulativen Berichterstattung von &bdquo;Zeit online&ldquo; besch&auml;ftigt. Mit Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit-Online, und Stefan Wilke, Chefreporter der &ldquo;Zeit&rdquo;, sitzen zwei Mitarbeiter dieses Mediums im Ethikrat von Correctiv, jenes Organs also, das Facebook k&uuml;nftig auf Fake News untersuchen soll. Wird hier der Bock zum G&auml;rtner gemacht?<br>\nMartin Sommer, Pressesprecher der Fraktion DIE LINKE im Saarl&auml;ndischen Landtag<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?ref=page_internal&amp;hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Butterwegge: &raquo;AfD ist eine Partei der Privilegierten&laquo;<\/strong><br>\nDer Armutsforscher Christoph Butterwegge hat die AfD als &raquo;Partei der Privilegierten&laquo; bezeichnet. &raquo;Die vermeintliche ,Alternative f&uuml;r Deutschland&rsquo; steht auf der Seite der M&auml;chtigen und will Steuern f&uuml;r Reiche abschaffen, etwa die Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuer&laquo;, sagte Butterwegge im Gespr&auml;ch mit &raquo;neues deutschland&laquo;. Sie sei keine Protestpartei, denn Protest richte sich gegen die Herrschenden.<br>\nDie AfD wolle den Druck auf Arbeitslose weiter erh&ouml;hen, so Butterwegge. Die Partei wolle die Jobcenter von den Kommunen betreiben lassen. &raquo;Etwas &Auml;hnliches gab es schon einmal in der Weimarer Republik. Das f&uuml;hrte bei den Sozialleistungen zu einem Senkungswettlauf zwischen den St&auml;dten, um Langzeitarbeitslose durch niedrigere S&auml;tze als die Nachbargemeinde zum Wegzug zu veranlassen&laquo;, erkl&auml;rte Butterwegge, der f&uuml;r die Linkspartei f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten kandidiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1041048.butterwegge-afd-ist-eine-partei-der-privilegierten.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Die Auseinandersetzung mit der AfD: meist hohl und damit ungen&uuml;gend. Deshalb hier ein Versuch der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36906\">inhaltlichen Auseinandersetzung<\/a>. Interessant f&uuml;r einen Vergleich der Situation von erwerbslosen Personen w&auml;hrend der Weimarer Republik und der j&uuml;ngsten Vergangenheit: Rezension des Buches &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25191\">Hartz IV und die Folgen &ndash; Auf dem Weg in eine andere Republik?<\/a>&ldquo; von Christoph Butterwegge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sozialismus in Zeiten der Reaktion &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Noam Chomsky<\/strong><br>\nNoam Chomsky: Zun&auml;chst muss man sich vergegenw&auml;rtigen, dass der Begriff &bdquo;Sozialismus&ldquo;, wie alle Begriffe des politischen Diskurses, mehr oder weniger seine Bedeutung eingeb&uuml;&szlig;t hat. &bdquo;Sozialismus&ldquo; hat mal etwas bedeutet. Wenn wir weit genug zur&uuml;ckblicken, war damit die Kontrolle &uuml;ber die Produktion durch die Produzenten gemeint, die Abschaffung der Lohnarbeit, die Demokratisierung aller Lebenssph&auml;ren; Produktion, Handel, Bildung, Medien, Arbeiterkontrolle &uuml;ber die Betriebe, gesellschaftliche Kontrolle der Gesellschaft usw. Das hie&szlig; &bdquo;Sozialismus&ldquo; fr&uuml;her.<br>\nAber diese Bedeutung hat er keine hundert Jahre beibehalten. Tats&auml;chlich waren die sogenannten sozialistischen L&auml;nder die anti-sozialistischten L&auml;nder der Welt. Arbeiter hatten mehr Rechte in den Vereinigten Staaten und in England als in Russland, und dennoch wurde es Sozialismus genannt.<br>\nWas Bernie Sanders betrifft, ist er ein anst&auml;ndiger und ehrbarer Mensch, den ich unterst&uuml;tze. Doch was er als &bdquo;Sozialismus&ldquo; bezeichnet, ist Liberalismus im Stile des New Deal. Wahrscheinlich w&auml;ren seine aktuellen Forderungen keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung f&uuml;r General Eisenhower. Dass sie als politische Revolution bezeichnet werden, zeigt, wie sehr das politische Spektrum nach rechts ger&uuml;ckt ist &ndash; vor allem in den letzten 30 Jahren, seit die neoliberalen Programme institutionalisiert wurden. Was Sanders fordert, ist eine Restauration des New Deal-Liberalismus, was eine sehr gute Sache ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/sozialismus-in-zeiten-der-reaktion-im-gespraech-mit-noam-chomsky\/\">die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Und wieder eine ausgesprochen kriegstreiberische Tagesschausendung!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/ts-18269.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So ist es. Wirklich erstaunlich, wie das Ziel der gemeinsamen Sicherheit einem reinen Konfrontations- und R&uuml;stungsdenken gewichen ist. Und wie konsequent Angela Merkel die vom reaktion&auml;ren Westen vorgegebenen Parolen verbreitet, zeigt sich auch in Details: Solidarnosc hat uns nach ihrer Version das (vor&uuml;bergehende) Ende der Konfrontation und die deutsche Einheit gebracht. Das ist die Version der Rechten in Deutschland und in den USA, die damit die Arbeit der Friedens- und Entspannungspolitiker aus der Geschichte entsorgen wollen. &ndash; Wenn ich angesichts solcher Versuche der Geschichtsf&auml;lschung zulasten der Sozialdemokraten Brandt, Bahr, Schmidt und Heinemann h&ouml;re und lese, Angela Merkel sei sozialdemokratisiert, dann kann ich nur noch lachen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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