{"id":36960,"date":"2017-02-10T08:54:34","date_gmt":"2017-02-10T07:54:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960"},"modified":"2017-02-10T08:54:34","modified_gmt":"2017-02-10T07:54:34","slug":"hinweise-des-tages-2811","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h01\">Lohndumping beenden statt Rekord&uuml;bersch&uuml;sse feiern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h02\">Sparen im Konjunktiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h03\">Verlorene Jugend in Italien: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich verraten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h04\">Aufgetrumpft: Der Neoliberalismus schl&auml;gt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h05\">Gesetzliche Mindeststandards f&uuml;r Personalschl&uuml;ssel in der Krankenpflege k&ouml;nnen &Uuml;berlastung und Komplikationen reduzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h06\">Interview mit Rita Steffes-enn (ehemalige Polizistin, nun Kriminologin am Zentrum f&uuml;r Polizeiforschung, Schwerpunkt Bedrohungsmanagement)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h07\">Panama Papers Ausschuss in London: Weltreich der Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h08\">&ldquo;Eine solche Existenzangst kennen die meisten von uns nicht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h09\">Bund dr&auml;ngt L&auml;nder zu versch&auml;rfter Abschiebungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h10\">Kritik und Proteste bei Aktion&auml;rsversammlung der Siemens AG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h11\">Tote Erinnerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h12\">Folter und Massen-Hinrichtungen: Vorw&uuml;rfe gegen den Amnesty-Bericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h13\">Die Fremdk&ouml;rper der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h14\">2016 mehr Attacken auf Politiker als bisher angenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36960#h15\">DuMont amputiert weiter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lohndumping beenden statt Rekord&uuml;bersch&uuml;sse feiern<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung spielt mit dem Feuer. Wenn sie einen Handelskrieg vermeiden will, sollte sie schleunigst eine Kehrtwende in der Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik vollziehen. Ein derart riesiger &Uuml;berschuss in der Handelsbilanz ist ein klares Zeichen, dass die L&ouml;hne und Renten in Deutschland zu niedrig sind. H&auml;tten die Menschen mehr Geld in der Tasche, dann k&ouml;nnten sie mehr kaufen, und es m&uuml;ssten mehr Waren importiert werden. Das sture Festhalten am deutschen Lohndumpingmodell zerrei&szlig;t die Eurozone und provoziert Protektionismus in anderen L&auml;ndern&ldquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht den Rekord&uuml;berschuss in der deutschen Handelsbilanz in H&ouml;he von 253 Milliarden Euro. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;W&auml;hrend der chinesische Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss im letzten Jahr um 9,1 Prozent geschrumpft ist, ist der deutsche um 3,5 Prozent gestiegen. Seit Einf&uuml;hrung des Euro 1999 haben sich die deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse mehr als vervierfacht und sind &ndash; wenn man sie in Relation zum BIP setzt &ndash; inzwischen fast doppelt so hoch wie die chinesischen. Diese extreme Abh&auml;ngigkeit vom Au&szlig;enhandel erweist sich nun als Achillesferse. Um die Abh&auml;ngigkeit von unseren Handelspartnern und damit verbundene Risiken zu reduzieren, m&uuml;ssen die Binnenwirtschaft &uuml;ber ein &ouml;ffentliches Investitionsprogramm gest&auml;rkt, der Arbeitsmarkt reguliert sowie h&ouml;here Renten und ein h&ouml;herer Mindestlohn durchgesetzt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/lohndumping-beenden-statt-rekordueberschuesse-feiern\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die 253 Milliarden, die Merkel und Draghi verbinden<\/strong><br>\nDeutschland hat zum dritten Mal in Folge einen Exportrekord erwirtschaftet. Das d&uuml;rfte prominente Kritiker wie Trump auf den Plan rufen. EZB-Chef Draghi wird nicht dazugeh&ouml;ren. Aus gutem Grund. &Ouml;ffentlich ist Angela Merkel noch nie ein b&ouml;ses Wort &uuml;ber Mario Draghi &uuml;ber die Lippen gekommen. Der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) wiederum hat die Bundeskanzlerin auf gro&szlig;er B&uuml;hne noch nie kritisiert. Daran wird sich auch heute nichts &auml;ndern, wenn beide am Nachmittag in Berlin zu einem ihrer regelm&auml;&szlig;igen Treffen zusammenkommen.<br>\nIm Gegenteil: Gerade weil die Zw&auml;nge so gro&szlig; sind &ndash; Griechenland-Krise, Wahlkampf in Europa und ein durch die neue Trump-Administration angefachter, wachsender Protektionismus in Amerika &ndash;, d&uuml;rften die Kanzlerin und der Euro-H&uuml;ter diesmal vor allem die Gemeinsamkeiten betonen.<br>\nZumal beide angesichts des wachsenden Drucks noch mehr aufeinander angewiesen sind als bisher schon: Draghi, weil er die stillschweigende Unterst&uuml;tzung der Kanzlerin f&uuml;r seine gewagte ultralockere Geldpolitik braucht. Und Merkel, weil sie einen weiteren Kritiker am deutschen Exportmodell derzeit besonders wenig gebrauchen kann.<br>\nDabei h&auml;tte der EZB-Chef heute ganz besonders leicht die M&ouml;glichkeit, einen Punkt zu machen: Immerhin hat der deutsche Export, das zeigen die j&uuml;ngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, 2016 das dritte Rekordjahr in Folge verzeichnet. Die Exportst&auml;rke der deutschen Wirtschaft wird von Handelspartnern, &Ouml;konomen und Institutionen wie beispielsweise dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) seit Jahren kritisiert. Sie werfen Deutschland vor, zu viel aus- und zu wenig einzuf&uuml;hren, zulasten der eigenen Handelspartner &ndash; und empfehlen als L&ouml;sung mehr Konsum, mehr Investitionen, h&ouml;here L&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article161943777\/Die-253-Milliarden-die-Merkel-und-Draghi-verbinden.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der exorbitante Leistungsbilanz&uuml;berschuss wird ausf&uuml;hrlich diskutiert, die gro&szlig;e Kritik von &uuml;berall her (IWF, EU-Kommission, USA&hellip;) lang und breit dargelegt (mit einem unn&ouml;tigen Schlenker &uuml;ber die lockere Geldpolitik der EZB, das Ergebnis des deutschen Exportirrsinns), die IWF-Empfehlungen &ldquo;mehr Konsum, mehr Investitionen, h&ouml;here L&ouml;hne&rdquo; erw&auml;hnt, die L&ouml;sung ist also offensichtlich &ndash; und am Ende geht es um Probleme der armen Merkel, das alles in der &Ouml;ffentlichkeit verkaufen zu m&uuml;ssen. Irre.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Rekorde mit Risiken<\/strong><br>\nMit gemischten Gef&uuml;hlen reagieren Wirtschaftskreise auf die neuen Exportrekorde der deutschen Industrie. Deutsche Unternehmen haben ihre Ausfuhren im Jahr 2016 auf ein Allzeithoch von 1,208 Billionen Euro gesteigert. Zudem haben sie ein Leistungsbilanzplus von 266 Milliarden Euro erzielt; auch dies ist mehr als je zuvor. Doch sind Risiken un&uuml;bersehbar. So sind die Ausfuhren in L&auml;nder au&szlig;erhalb der EU zur&uuml;ckgegangen, obwohl die bedeutendsten Zukunftsm&auml;rkte nach dem &uuml;bereinstimmenden Urteil von Experten jenseits des europ&auml;ischen Kontinents liegen. Die deutsche Exportindustrie ist wieder st&auml;rker als zuletzt von der EU abh&auml;ngig, die tief in der Krise steckt. Der Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU droht den Export in das Land, das in den vergangenen Jahren zum drittgr&ouml;&szlig;ten Absatzmarkt der Bundesrepublik geworden ist, zu schw&auml;chen. Nach dem politisch bedingten Einbruch des Russlandgesch&auml;fts droht nun die neue US-Administration auch die deutsche Ausfuhr in die Vereinigten Staaten, Deutschlands Absatzmarkt Nummer eins, zu bremsen oder sogar zu reduzieren. Der Maschinenbau, eine Schl&uuml;sselbranche der deutschen Industrie, vermeldet bereits empfindliche Auftragsr&uuml;ckg&auml;nge im Vergleich zum Vorjahr &ndash; und versucht sich durch Wachstum in der EU und auf dem Inlandsmarkt zu behaupten, da Auftr&auml;ge aus Drittstaaten ausbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59537\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sparen im Konjunktiv<\/strong><br>\nDer neue US-Pr&auml;sident Donald Trump gilt l&auml;ngst als die gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die Europa je dr&auml;uen k&ouml;nnte. Diese Sicht ist bequem, aber verk&uuml;rzt, ja sogar falsch. Die Existenz Europas entscheidet sich gerade anderswo: in Griechenland.<br>\nHinter den Kulissen wird wieder um die Rettungspakete gerungen &ndash; und Deutschlands Finanzminister Sch&auml;uble bleibt stur. Die Griechen sollen noch mehr sparen, obwohl der Sparkurs nicht funktioniert. Das Schl&uuml;sselwort hei&szlig;t &bdquo;Prim&auml;r&uuml;berschuss&ldquo;. Gemeint ist das Plus im Haushalt, wenn man die Zinsen und Tilgung der Kredite nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nBis 2018 sollen die Griechen einen Prim&auml;r&uuml;berschuss von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erzielen. Das ist unm&ouml;glich &ndash; obwohl die Griechen alle Sparauflagen erf&uuml;llen. Denn die &ouml;konomische Logik ist st&auml;rker: Werden die Staatsausgaben drastisch gek&uuml;rzt, bricht die Wirtschaft ein. Wo im Haushalt ein gro&szlig;es Plus stehen sollte, bleibt h&ouml;chstens ein kleiner &Uuml;berschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Hilfen-fuer-Griechenland\/!5379997\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verlorene Jugend in Italien: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich verraten&ldquo;<\/strong><br>\nEin 30-J&auml;hriger nimmt sich in Italien das Leben, sein Abschiedsbrief wird &ouml;ffentlich. Aus einer privaten Trag&ouml;die wird die eines Landes.<br>\nEin 30-J&auml;hriger, der sich das Leben nimmt: Eigentlich w&auml;re das keine Nachricht f&uuml;r Italiens &uuml;berregionale Zeitungen oder die TV-Nachrichtensendungen. Doch Michele r&uuml;ttelte mit seiner Tat das ganze Land wach, denn statt eines Abschiedsbriefs hinterlie&szlig; er eine w&uuml;tende, verbitterte, verzweifelte Abrechnung &ndash; eine Abrechnung, in der sich Hunderttausende, wenn nicht Millionen junger Italiener wiederfinden.<br>\n&bdquo;Ich habe 30 Jahre (schlecht) gelebt&ldquo;, beginnt das Schreiben, das seine Mutter nach Micheles Tod dem kleinen Regionalblatt Messaggero Veneto zur Ver&ouml;ffentlichung gegeben hatte. &bdquo;Ich habe es satt, mich anzustrengen, ohne Resultate zu erreichen, ich habe die nutzlosen Vorstellungsgespr&auml;che als Grafiker satt, ich habe es satt, den Erwartungen aller zu gen&uuml;gen, ohne je meine Erwartungen erf&uuml;llt zu sehen, satt, gute Miene zu einem miserablen Spiel zu machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Verlorene-Jugend-in-Italien\/!5380146\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufgetrumpft: Der Neoliberalismus schl&auml;gt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWas dieser Tage in den USA passiert, ist starker Tobak. Trump schl&auml;gt wild um sich. Doch der Neoliberalismus steht ihm kaum nach. Beim Handelsstreit bellen die getroffenen Hunde besonders laut.<br>\nPro-Amerikanismus sieht anders aus. Wer glaubte, in Europa folge man immer treu und brav dem, was in Amerika vorgemacht wird, sieht sich dieser Tage eines Besseren belehrt. Die Anti-Trump-Bewegung ist umfassend und l&auml;sst kaum ein Extrem, kein Medium und kaum eine politische Richtung aus. Was bei dem allgemeinen Trump-Bashing untergeht: Mit dem Einschlagen der &bdquo;Liberalen&ldquo; auf alles und jedes, was der amerikanische Pr&auml;sident macht, werden bewusst auch solche Positionen mit erschlagen, &uuml;ber die es lohnen w&uuml;rde, einen Moment nachzudenken.<br>\nWohlgemerkt, uns geht es nicht darum, in allgemeiner und umfassender Weise Stellung f&uuml;r Donald Trump zu nehmen. Nichts liegt uns ferner. Der Mann trifft irre Entscheidungen, etwa in Sachen Mexiko, Einreise von Muslimen, Finanzm&auml;rkten, Gesundheitswesen und &Ouml;kologie. Er wird vermutlich noch viel mehr irre Entscheidungen treffen und auch wir hoffen, dass die amerikanische Gesellschaft und die Institutionen in der Lage sind, diesen Pr&auml;sidenten einzuhegen, bevor er gro&szlig;en Schaden anrichtet.<br>\nDas hei&szlig;t aber nicht, das von vorneherein die Richtung aller seiner Aktionen falsch ist, auch wenn er alles gleich grobschl&auml;chtig anpackt. Wir haben schon einige Male gezeigt, dass seine schnell als &bdquo;Protektionismus&ldquo; abgetane Position zum internationalen Handel keineswegs abwegig ist. Schlie&szlig;lich gab es auch schon unter der vorherigen Administration in den USA massive Kritik an Deutschland &ndash; und eine Kritik, die den Weg bis in die G-20 gefunden hat. Der fr&uuml;here Finanzminister Larry Summers hat diese Kritik gerade wiederholt. Er steht sicher nicht im Verdacht, Trump nahezustehen. Genau das bringt Gabor Steingart vom Handelsblatt auf die geniale Feststellung, bei der amerikanischen Kritik gehe es weder um links noch um rechts, sondern &bdquo;um Neid&ldquo;. Damit hat man dann alle Kritiker auf die beliebte Ebene der Unvernunft gehievt, wo man inhaltliche Auseinandersetzung durch pers&ouml;nliche Angriffe ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/02\/aufgetrumpft-der-neoliberalismus-schlaegt-zurueck\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetzliche Mindeststandards f&uuml;r Personalschl&uuml;ssel in der Krankenpflege k&ouml;nnen &Uuml;berlastung und Komplikationen reduzieren<\/strong><br>\nRechtliche Vorgaben f&uuml;r die Personalbemessung in der Krankenpflege sind international verbreitet. Auch in Deutschland, wo die so genannte Nurse-to-Patient-Ratio oft schlechter ist als in vielen anderen Industriel&auml;ndern, k&ouml;nnten gesetzlich festgelegte Mindestschl&uuml;ssel Arbeits&uuml;berlastung und Qualit&auml;tsm&auml;ngel lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie.<br>\nDer Arbeitsalltag in deutschen Kliniken ist oft enorm stressig. Ein wichtiger Grund: die d&uuml;nne Personaldecke vieler Stationen. Dagegen helfen k&ouml;nnten feste Personalschl&uuml;ssel f&uuml;r den Pflegedienst. Wie solche Konzepte funktionieren, zeigen Prof. Dr. Michael Simon und Sandra Mehmecke in einer von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Studie. Die Wissenschaftler von der Hochschule Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover haben dokumentiert, welche rechtlichen Vorgaben f&uuml;r eine angemessene Personalausstattung weltweit existieren. Der Analyse zufolge w&auml;ren die untersuchten Regelungen in gro&szlig;en Teilen auf Deutschland &uuml;bertragbar.<br>\nDie Relation zwischen Krankenschwestern und Patienten sei nicht nur ein wichtiger Gradmesser f&uuml;r die Qualit&auml;t der Arbeitsbedingungen, sondern beeinflusse auch die Qualit&auml;t der Pflege und damit die Patientengesundheit, so Simon und Mehmecke. Empirische Studien h&auml;tten gezeigt, dass sich die Personalbemessung unter anderem auf das Risiko von Infektionen, Thrombosen und Todesf&auml;llen durch zu sp&auml;t erkannte Komplikationen auswirkt. Gesundheitspolitisch k&ouml;nne diesem Zusammenhang durch verbindliche Mindeststandards Rechnung getragen werden. Beispiele f&uuml;r entsprechende Vorgaben haben die Autoren mittels systematischer Literatur- und Onlinerecherche identifiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_107296.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Interview mit Rita Steffes-enn (ehemalige Polizistin, nun Kriminologin am Zentrum f&uuml;r Polizeiforschung, Schwerpunkt Bedrohungsmanagement)<\/strong><br>\nKleber: Verstehe ich das richtig, Sie kochen das so ein bisschen runter? [&hellip;]<br>\nSteffes-enn: Wenn wir uns die niederschwelligeren Taten anschauen, wie Beleidigung und so etwas, dann haben wir dort gr&ouml;&szlig;ere Zahlen. [&hellip;] Bis 2010 wurden Polizeibeamte als Opfer gar nicht separat erfasst in der Kriminalstatistik, von daher k&ouml;nnen wir gar nicht so genau sagen, wie die Zahlen sich wirklich langfristig entwickelt haben. [&hellip;] Bei den schwereren Straftaten, zum Beispiel bei T&ouml;tungsdelikten [Anm. d. A.: hierunter f&auml;llt auch der Versuch] haben wir einen drastischen R&uuml;ckgang, [&hellip;]<br>\nKleber: Das hei&szlig;t, diese alarmierende Situation, bei der jetzt das Bundeskabinett ans Strafgesetzbuch geht und wirklich auch ziemlich heftige Mindeststrafen verh&auml;ngt, ist aus Ihrer Sicht gar nicht unbedingt gegeben?<br>\nSteffes-enn: [&hellip;] [Die Situation] rechtfertigt zumindest nach den wissenschaftlichen Kriterien nicht den neuen Straftatbestand. [&hellip;]<br>\nKleber: Wird [ein Hochsetzen der Mindeststrafe] dann die Bedrohungslage f&uuml;r Polizisten senken?<br>\nSteffes-enn: Nein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/hjo-gesamt-170208-hjo-100.html\">ZDF heute journal ab Minute 09:15<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.S.:<\/strong> [&hellip;] Interessant ist auch, dass der Entwurf auch ein Beitrag zur Umsetzung des aktuellen Koalitionsvertrags von 2013 sei, &bdquo;Polizisten und andere Einsatzkr&auml;fte st&auml;rker bei gewaltt&auml;tigen &Uuml;bergriffen zu sch&uuml;tzen.&ldquo; Das Thema steht also schon l&auml;nger auf der Agenda und ist keineswegs eine Reaktion auf die zur Begr&uuml;ndung herangezogenen im Jahr 2014 und 2015 (oberfl&auml;chlich betrachtet) gestiegenen Fallzahlen. Hierzu &auml;u&szlig;erst sehenswert das Interview mit Rita Steffes-enn im ZDF heute journal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Panama Papers Ausschuss in London: Weltreich der Steueroasen<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments zu Geldw&auml;sche, Steuervermeidung und Steuerhinterziehung (PANA) wird am heutigen Donnerstag zu der ersten von vier Hintergrundreisen nach Gro&szlig;britannien aufbrechen. Weitere Besuche sind in Malta, Luxemburg und den Vereinigten Staaten geplant.<br>\nFabio De Masi (DIE LINKE.), stellvertretender PANA-Vorsitzender, hatte den Ausschuss bereits im Dezember 2016 beim Global Tax Transparency Summit des britischen Unterhauses repr&auml;sentiert und kommentiert vor der Reise:<br>\n&ldquo;In London laufen die F&auml;den des weltgr&ouml;&szlig;ten Steueroasen-Netzes zusammen. Bermuda, Kaimaninseln, Britische Jungferninseln &ndash; das globale who is who der Schattenfinanzpl&auml;tze steht unter der Aufsicht Ihrer Majest&auml;t. Die Panama Papers zeigen, dass in keinem europ&auml;ischen Land mehr Vermittler von offshore Firmen t&auml;tig sind, als in Gro&szlig;britannien.<br>\nUnd auch bei der Terrorfinanzierung sind die Zahlen eindeutig. Laut Europol sind die meisten Treffer aus den Panama Papers im Finanzsystem des Vereinigten K&ouml;nigreichs angesiedelt, mehr als 3.500 Verdachtsf&auml;lle.<br>\nDabei zeigt die tempor&auml;re Macht&uuml;bernahme durch London auf den Cook Inseln in 2008, dass ein Durchregieren in den Kronkolonien zur Schaffung von Steuertransparenz m&ouml;glich w&auml;re. Aber die britische Elite steckt selbst zu tief im Steuersumpf, wie David Camerons Familienverbindungen zu offshore trusts in den Panama Papers zeigen.&rdquo;<br>\nDe Masi weiter: &ldquo;Es sind nicht nur die Kronkolonien. Auch Gro&szlig;britannien selbst ist eine Steueroase. Google bekam 2016 eine Sonder-Deal mit dem Finanzminister, OECD-Vereinbarungen zur Reform steuerlicher Betriebsst&auml;tten wurden wieder aufgek&uuml;ndigt und die Regierung betreibt in Br&uuml;ssel wie eh und je Lobbying, um die Trust-Industrie vor Transparenz in der neuen Geldw&auml;sche-Richtlinie zu sch&uuml;tzen.<br>\nSteuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt und pl&uuml;ndert die &ouml;ffentlichen Haushalte. Gro&szlig;britannien sabotiert gleichzeitig die Arbeit der EU zur schwarzen Liste f&uuml;r Steueroasen. Und die Regierung plant nach dem Brexit das komplette Paket als Steuerparadies inklusive Niedrigsteuern. Die EU muss dringend gegen Steueroasen weltweit vorgehen und Finanzfl&uuml;sse in nicht kooperative Staaten mit heftigen Strafsteuern belegen sowie den Helfern von Steuertricks in Banken und Kanzleien bei wiederholten Verst&ouml;&szlig;en die Lizenz entziehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11050.panama-papers-ausschuss-in-london-weltreich-der-steueroasen.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Eine solche Existenzangst kennen die meisten von uns nicht&rdquo;<\/strong><br>\nJeder dritte Deutsche f&uuml;rchtet sich vor Ausl&auml;ndern. Der Migrationsexperte Wolfgang Kaschuba erkl&auml;rt, wovor Fl&uuml;chtlinge Angst haben.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Kaschuba: Jede dritte Frau f&uuml;hlt sich in Deutschland laut einer Umfrage unsicherer, seit so viele Fl&uuml;chtlinge im Land sind. Wovor haben eigentlich die Fl&uuml;chtlinge Angst?<br>\nWolfgang Kaschuba: Es gibt zwei Sorten von &Auml;ngsten. Unsere Angst beruht meistens auf Gef&uuml;hlen und Projektionen. Wir f&uuml;rchten uns etwa vor Fl&uuml;chtlingen oder Muslimen, obwohl wir sie nicht pers&ouml;nlich kennen. Die Angst, die die Fl&uuml;chtlinge empfinden, hat eine ganz andere, existenzielle Qualit&auml;t. Denn sie beruht auf Erfahrung. Eine solche Existenzangst kennen die meisten von uns nicht. Die Flucht selbst bedeutet, st&auml;ndig Angst zu haben. Viele Fl&uuml;chtlinge sind traumatisiert. Hinzu kommen die &Auml;ngste in der neuen Umgebung: davor, angefeindet zu werden und davor, alles verloren zu haben, was sie einmal hatten und waren. Und schlie&szlig;lich die Angst vor der Zukunft: Werde ich wieder etwas Sinnvolles tun, meine Familie um mich haben?<br>\nZEIT ONLINE: Woher wissen Sie von den &Auml;ngsten? Repr&auml;sentative Umfragen gibt es noch nicht.<br>\nKaschuba: &Auml;ngste lassen sich generell schwer erfassen &ndash; die von Fl&uuml;chtlingen noch schwerer. Sie erz&auml;hlen ihre Geschichten immer wieder neu: Dem Schleuser m&uuml;ssen sie etwas anderes sagen als dem griechischen Grenzbeamten oder den deutschen Beh&ouml;rden. Fl&uuml;chtlinge beteuern hier oft: &ldquo;Jetzt muss ich endlich keine Angst mehr haben&rdquo;, weil sie ausdr&uuml;cken wollen, wie dankbar sie sind. Deshalb w&uuml;rden uns Umfragen keine Erkenntnisse liefern. Die gewinnen wir, indem wir lange Interviews f&uuml;hren und die Menschen im Alltag begleiten. Dann sind wir 24 Stunden bei ihnen, in der Beh&ouml;rde, in der B&uuml;rgerinitiative, im Hallenbad, im Fl&uuml;chtlingsheim. Und sehen, dass sie unterschiedliche Rollen einnehmen und jeweils auch mit einem anderen Selbstbewusstsein auftreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2017-02\/fluechtlinge-angst-trauma\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bund dr&auml;ngt L&auml;nder zu versch&auml;rfter Abschiebungspolitik<\/strong><br>\nBeim heutigen Spitzentreffen von Bund und L&auml;ndern soll ein &raquo;16-Punkte-Plan&laquo; beschlossen werden: Bundesausreisezentren, &Uuml;berraschungsabschiebungen bei langj&auml;hrig Geduldeten und Entmutigung von Asylsuchenden noch vor Beginn des Asylverfahrens.<br>\nDie in Teilen erst am 8. Februar bekannt gewordenen Pl&auml;ne der Bundesregierung f&uuml;r eine mit den L&auml;ndern zu vereinbarende &raquo;R&uuml;ckkehrpolitik&laquo; stellen nichts anderes dar, als den Versuch, eine gro&szlig;e Zahl von Abschiebungen und erzwungenen freiwilligen Ausreisen in kurzer Zeit zu erreichen.<br>\nL&auml;nder sollen Kompetenzen abgeben<br>\nKompetenzen sollen zentralstaatlich zusammengefasst werden. Dies ist auch ein Einstieg in die Demolierung bislang geltender f&ouml;deraler Zust&auml;ndigkeitsverteilungen. Auf der Wunschliste steht die Einrichtung von Bundesausreisezentren, in denen f&uuml;r die letzten Tage oder Wochen des Aufenthalts Bundesbedienstete auf die Ausreisepflichtigen Zugriff haben. Bislang sind f&uuml;r den Vollzug von Abschiebungen vorrangig die Bundesl&auml;nder zust&auml;ndig, auch aufgrund der historischen Erfahrung, nach der die Machtkonzentration beim Bund begrenzt werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/bund-draengt-laender-zu-verschaerfter-abschiebungspolitik\/\">Pro Asyl<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pro Asyl kritisiert Abschiebepl&auml;ne von Bund und L&auml;ndern<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisiert die Pl&auml;ne von Bund und L&auml;ndern f&uuml;r schnellere Abschiebungen aus Deutschland. &raquo;Das ist deswegen problematisch, weil beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) Eilverfahren unter Missachtung von Standards durchgef&uuml;hrt werden&laquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G&uuml;nter Burkhardt in Berlin.<br>\nBei einem Spitzentreffen wollen Bund und L&auml;nder am Donnerstag in Berlin einen 16-Punkte-Plan beraten. Er sieht unter anderem Bundesausreisezentren f&uuml;r Asylsuchende vor, die voraussichtlich keinen Anspruch auf Schutz in Deutschland bekommen. Auch sollen die Anreize f&uuml;r eine &raquo;freiwillige&laquo; R&uuml;ckkehr gest&auml;rkt werden. Betroffene sollen umso mehr Geld bekommen, je fr&uuml;her sie sich daf&uuml;r entscheiden.<br>\nPro Asyl kritisierte, bei Ablehnung von Asylantr&auml;gen gebe es bereits heute viele Fehlentscheidungen. Burkhardt warnte vor R&uuml;ckkehrprogrammen mit Syrien, Afghanistan, Eritrea oder Irak. F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus diesen L&auml;ndern gebe es eine hohe Schutzw&uuml;rdigkeit. Auch eine Vermischung von Bundes- und L&auml;nderkompetenzen bei Abschiebungen sei problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1041296.pro-asyl-kritisiert-abschiebeplaene-von-bund-und-laendern.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dennoch genie&szlig;t insbesondere Frau Merkel den Ruf, eine gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen freundliche bzw. wohlwollende Kanzlerin zu sein. Dabei tritt ihre Bundesregierung nicht erst mit diesen zumindest in Erw&auml;gung gezogenen Ma&szlig;nahmen deutlich auf die Bremse und m&ouml;chte offenbar &ndash; entsprechend der traditionellen Position der Unionsparteien und auch mittels weiterer Aush&ouml;hlung des Asylrechts &ndash; Zuwanderung begrenzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kritik und Proteste bei Aktion&auml;rsversammlung der Siemens AG<\/strong><br>\nUmweltzerst&ouml;rungen und Menschenrechtsverletzungen durch Konzern-Projekte angeprangert. Copinh-Sprecher: Siemens ist Komplize beim Mord an Berta C&aacute;ceres<br>\nEin B&uuml;ndnis von Nichtregierungsorganisationen hat die Siemens AG bei der diesj&auml;hrigen Hauptversammlung aufgefordert, ihre unternehmerische Selbstverpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte in allen Bereichen der Liefer- und Abnehmerkette einzuhalten. Siemens steht in vielen L&auml;ndern durch die Lieferung an Energieprojekte wie Agua Zarca in Honduras, Belo Monte und Jirau in Brasilien sowie an Windenergieanlagen in Mexico und in der Westsahara in der Kritik. Sogenannte &ldquo;gr&uuml;ne Energieprojekte&rdquo;, an denen der Konzern durch seine Beteiligung eine Mitverantwortung an Menschenrechtsverletzungen und Landraub habe, so die gemeinsame Pressemitteilung.<br>\nDem B&uuml;ndnis geh&ouml;ren der Dachverband Kritische Aktion&auml;re, Pro Regenwald, Gegenstr&ouml;mung, Medico International, &Ouml;kumenisches B&uuml;ro f&uuml;r Frieden und Gerechtigkeit und Western Sahara Resource Watch an.<br>\nSiemens liefert mit dem Wasserkraftturbinenhersteller Voith Hydro, an dem der Konzern einen Anteil von 35 Prozent h&auml;lt, nach Lateinamerika und Afrika Turbinen, Windkraftanlagen und ganze Transformatorenstationen. Auf ihren Webseiten wird mit &ouml;kologisch sauberem und fairem Wirtschaften geworben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/02\/169818\/kritik-proteste-siemens\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tote Erinnerung<\/strong><br>\nDie erste dauerhafte Stationierung deutscher Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion seit dem Zweiten Weltkrieg ist in dieser Woche mit einer feierlichen Begr&uuml;&szlig;ungszeremonie im Beisein der deutschen Verteidigungsministerin offiziell gestartet worden. Schauplatz ist mit Litauen das Land, in dem die deutschen Besatzer ab Ende Juni 1941 gemeinsam mit ihren litauischen Kollaborateuren die Vernichtung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung, wie Historiker berichten, &ldquo;rascher, radikaler und vollst&auml;ndiger betrieben&rdquo; als anderswo im okkupierten Europa. Bereits Ende November 1941 waren dort laut Angaben des zust&auml;ndigen SS-Befehlshabers 137.346 J&uuml;dinnen und Juden ermordet worden. Insgesamt brachten Besatzer und Helfershelfer beinahe 95 Prozent der litauischen Juden ums Leben &ndash; mehr als in jedem anderen von den Deutschen eroberten Land. Galt es nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit als schwer vorstellbar, dass deutsche Milit&auml;rs dort, wo die Wehrmacht ihren Vernichtungskrieg gef&uuml;hrt hatte, erneut in Stellung gebracht werden k&ouml;nnten, so ist dieses Tabu in den 1990er Jahren zun&auml;chst im zerfallenden Jugoslawien gebrochen worden. Jetzt wird es im erbitterten NATO-Machtkampf gegen Moskau auch f&uuml;r einst sowjetisches Territorium ausgel&ouml;scht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59536\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Folter und Massen-Hinrichtungen: Vorw&uuml;rfe gegen den Amnesty-Bericht<\/strong><br>\n&ldquo;In der Dimension unglaubw&uuml;rdig.&rdquo; Auch ein ehemaliger Gefangener meldet sich zu Wort. Manche sprechen von propagandistischer Fabrikation<br>\nDas syrische Justizministerium hat die Vorw&uuml;rfe von Amnesty International (siehe Folter und Hinrichtungen: AI erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen syrische Regierung) zur&uuml;ckgewiesen. Dies geht aus mehreren Berichten hervor, die sich auf eine Meldung der Nachrichtenagentur Sana beziehen. Diese ist allerdings mittlerweile nicht mehr erreichbar. Auf der englisch-sprachigen Webseite der syrischen Nachrichtenagentur findet sich nur mehr eine Meldung zu einem &auml;lteren AI-Bericht, der dem Gegner, den bewaffneten Milizen, welche die Regierung bek&auml;mpfen, Folter und Massenmorde vorwirft.<br>\nLaut Tagessschau, die wie Reuters von der Reaktion des syrischen Justizministeriums berichtet, werden die aktuellen AI-Vorw&uuml;rfe als &ldquo;v&ouml;llig unwahr&rdquo; und als Teil einer &ldquo;Hetzkampagne&rdquo; eingestuft. Zudem w&uuml;rden Urteile zu Exekutionen in Syrien &ldquo;nach einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Bearbeitung und verschiedenen Phasen von Rechtsverfahren gef&auml;llt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Folter-und-Massen-Hinrichtungen-Vorwuerfe-gegen-den-Amnesty-Bericht-3620405.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Fremdk&ouml;rper der Demokratie<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten sind nicht nur das Mutterland der modernen Demokratie. Diese Regierungsform gilt in den USA auch als besonders gefestigt. Oder sollte man besser sagen: Sie galt? Der neue US-Pr&auml;sident Donald Trump bekennt offen, er befinde sich im &ldquo;Krieg&rdquo; gegen die Medien. Es h&auml;ufen sich F&auml;lle, in denen sich Mitarbeiter der US-Grenzkontrollbeh&ouml;rden nicht an gerichtliche Entscheidungen halten. Richter, die dem Pr&auml;sidenten nicht genehme Entscheidungen f&auml;llen, diffamiert er schon mal als &ldquo;so genannte Richter&rdquo;, ihre Beschl&uuml;sse als &ldquo;l&auml;cherlich&rdquo;.<br>\nEs &auml;chzt und knirscht bedrohlich im fast 250 Jahre alten Gem&auml;uer der Washingtoner Gewaltenteilung. Zweifel sind erlaubt, ob der Populist aus New York dieses Grundprinzip der amerikanischen Republik wirklich noch als Errungenschaft betrachtet oder eher als l&auml;stige Begrenzung seines Machtanspruchs. Vieles spricht daf&uuml;r, dass er insgeheim eine m&ouml;glichst weitgehende Gleichschaltung des Staatsapparats betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/gefaehrliche-geheimdienste-die-fremdkoerper-der-demokratie.1005.de.html?dram:article_id=378431\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>2016 mehr Attacken auf Politiker als bisher angenommen<\/strong><br>\nIm Jahr 2016 war die Zahl gewaltt&auml;tiger Angriffe und Attacken von Rechts gegen Politiker deutlich gr&ouml;&szlig;er als bisher angenommen. Insgesamt sind dem Bundesinnenministerium f&uuml;r 2016 755 F&auml;lle politisch motivierter Kriminalit&auml;t von Rechts gegen Politiker bekannt, darunter 14 Gewaltdelikte. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordneten Irene Mihalic hervor, die &raquo;BR Data&laquo; und &raquo;BR Recherche&laquo; exklusiv vorliegt.<br>\nIn den zuletzt vorliegenden Zahlen vom September 2016 ging die Bundesregierung bis zu diesem Zeitpunkt von rund 400 Angriffen und Attacken aus, davon sechs gewaltt&auml;tige Delikte. Die Steigerung geht laut &raquo;BR&laquo; vermutlich sowohl auf hinzukommende Taten bis zum Ende des Jahres als auch auf zahlreiche Nachmeldungen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1041305.mehr-attacken-auf-politiker-als-bisher-angenommen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>DuMont amputiert weiter<\/strong><br>\nKonzern legt in K&ouml;ln Redaktionen von Stadtanzeiger und Express zusammen. Schritt ist Teil des Plans zur Verschlankung der &raquo;Content-Produktion&laquo;<br>\nEine Ma&szlig;nahme mit Ansage: Die DuMont-Mediengruppe legt in K&ouml;ln die Redaktionen des Stadtanzeigers und des Boulevardblatts Express zusammen. Offiziell ist das seit einer Woche. Eine entsprechende Pressemitteilung verbreitete das Konzernmanagment. Beide Bl&auml;tter entstehen k&uuml;nftig in einem gemeinsamen &raquo;Newsroom&laquo;. Derzeit arbeiten f&uuml;r die beiden Titel insgesamt 250 Redakteure. Die Pl&auml;ne sollen bis zum Herbst umgesetzt werden und dabei werden voraussichtlich &raquo;15 bis 18 Vollzeitstellen&laquo; wegfallen.<br>\nDie Fusion der Redaktionen folgt dem &raquo;Berliner Modell&laquo;. Im Oktober hatte der Konzern bereits angek&uuml;ndigt, die Redaktionen der Berliner Zeitung und des Berliner Kurier zusammenzulegen. Auch dort werden die jeweiligen Onlineausgaben nun im gemeinsamen Newsroom mit Inhalt gef&uuml;llt. Der Arbeitsplatzabbau hat hier noch einmal eine andere Dimension: Mindestens 50 Redaktionsstellen in der Hauptstadt sollen vernichtet werden (siehe dazu jW vom 2.11.). Besonders perfide: Alle bislang 160 Besch&auml;ftigten der beiden Redaktionen werden entlassen. Sie m&uuml;ssen sich auf eine der k&uuml;nftig nur noch 110 Stellen der neu gegr&uuml;ndeten Newsroom-Gesellschaft bewerben und dabei mit Interessenten von au&szlig;en konkurrieren. 450 Bewerbungen von au&szlig;en, darunter etliche Absolventen von Journalistenschulen, sollen einem Bericht der Onlineausgabe der Wochenzeitung Horizont vom 16. Januar zufolge bereits vorliegen. In dem Beitrag werden die unertr&auml;glichen Arbeitsbedingungen der in der Luft h&auml;ngenden bisherigen Kollegen &ndash; als Stichworte seien hier nur Urlaubssperre, hoher Krankenstand und viele unbesetzte Stellen im neuen Unternehmensgef&uuml;ge genannt &ndash; geschildert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-09\/113.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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