{"id":36988,"date":"2017-02-13T08:31:49","date_gmt":"2017-02-13T07:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988"},"modified":"2017-02-13T09:01:25","modified_gmt":"2017-02-13T08:01:25","slug":"hinweise-des-tages-2812","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h01\">Wahl des Bundespr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h02\">D&eacute;j&agrave;-vu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h03\">Amerika unter Donald Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h04\">Kein Applaus f&uuml;r die Europ&auml;ische Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h05\">Tsipras attackiert Sch&auml;uble und IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h06\">Italiens Mittelstand verarmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h07\">Die HSH Nordbank ist ein Gemeinschaftswerk &ndash; auch in der Verantwortung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h08\">Strategie von Martin Schulz: Fake-News-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h09\">Die Geldpolitik macht den Kapitalismus kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h10\">Die Sonne scheint f&uuml;r alle kostenlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h11\">Hartz-IV-Empf&auml;nger: Fast die H&auml;lfte seit &uuml;ber vier Jahren im Bezug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h12\">4700 Sch&uuml;ler haben tagelang schulfrei &ndash; wegen kaputter Klos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h13\">Der Ausreisepflichtige als Feind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h14\">Papst Franziskus versus US-Senator John McCain<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h15\">Von der Leyen ist bereit, mehr zu zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h16\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h17\">Kein Staatsgeld f&uuml;r die NPD, daf&uuml;r ein Loch in der Verfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36988#h18\">Weniger Studenten bekommen Geld vom Staat<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahl des Bundespr&auml;sidenten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Steinmeier wollte Kurnaz nicht aus Guantanamo holen&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Docke, Sie sind der Anwalt von Murat Kurnaz, der mehrere Jahre in Guantanamo im Gef&auml;ngnis sa&szlig;. Bevor Martin Sonneborn von &bdquo;Der Partei&ldquo; seinen Vater als Gegenkandidaten zu Frank-Walter Steinmeier bei der Bundespr&auml;sidentenwahl ins Rennen geschickt hat, wollte er Kurnaz vorschlagen. Was sagt Herr Kurnaz dazu?<br>\nEr ist immer dankbar, wenn der Finger in diese Wunde gelegt wird. Herr Steinmeier war als Chef des Bundeskanzleramts daf&uuml;r mitverantwortlich, dass Kurnaz unn&ouml;tig lange in Guantanamo sa&szlig;. Und jeder wei&szlig;, was dort f&uuml;r Zust&auml;nde herrschten. Der Vorschlag von Sonneborn war nat&uuml;rlich ein Gag, der nicht ernsthaft verfolgt werden konnte, da Kurnaz noch nicht 40 Jahre alt ist und auch nicht die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft hat, mal abgesehen von der Frage der politischen Qualifikation. Ein gelungener, politisch treffender, aber eben auch bitterer Witz.<br>\nWas werfen Sie Steinmeier konkret vor?<br>\nEr war 2002 Chef des Kanzleramts und damit daf&uuml;r verantwortlich, die regelm&auml;&szlig;igen Treffen der Sicherheitsdienste zu leiten. Kurnaz wurde damals zum Thema, nachdem drei Spezialisten des BND und des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz ihn in Guantanamo besucht und zwei Tage vernommen hatten. Deren Einsch&auml;tzung war, dass er ungef&auml;hrlich ist, kein islamisches Weltbild hatte, sondern durch Naivit&auml;t in diese Lage gekommen ist. Geteilt wurde diese Bewertung von Amerika, die ihn ebenso f&uuml;r unschuldig hielten. Und sie h&auml;tten ihn gerne aus Guantanamo in seine alte Heimat nach Bremen entlassen, Deutschland h&auml;tte nur zugreifen m&uuml;ssen.<br>\nDoch diese Freilassungschance wurde ausgeschlagen, die Sicherheitsrunde im Kanzleramt lehnte zur Verwunderung der Amerikaner ab. Selbst wenn es seri&ouml;se strafrechtliche Vorw&uuml;rfe gegen Kurnaz gegeben h&auml;tte, Deutschland h&auml;tte diese Gelegenheit beim Schopfe greifen m&uuml;ssen, um Kurnaz von Folter und Entrechtung zu erl&ouml;sen. Alles weitere h&auml;tte man in Deutschland in einem fairen Verfahren kl&auml;ren k&ouml;nnen. Auch f&uuml;r gef&auml;hrlich erachtete Leute darf es keine Guantanamo-Option geben. Wie sich bei Kurnaz sp&auml;ter herausstellte, gab es dann ja nicht mal einen hinreichenden Verdacht von Straftaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/anwalt-bernhard-docke-steinmeier-wollte-kurnaz-nicht-aus-guantanamo-holen-14872950.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten begleiten Herr Steinmeiers politisches Wirken seit vielen Jahren kritisch &ndash; einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36830\">&Uuml;ber Wahrheit, L&uuml;ge und dr&ouml;hnendes Schweigen &ndash; ein Offener Brief von Heiner Flassbeck an Frank-Walter Steinmeier<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35811\">Bundespr&auml;sidenten-Nachfolge: CDU unterst&uuml;tzt Steinmeier &ndash; ich h&auml;tte wetten k&ouml;nnen, dass dies so kommt. Und ein P.S. zum Scheitern von Franziska Drohsel.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21804\">Kann man Steinmeier trauen?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19482\">Nachtrag zur Steinmeier-Rede vor dem Arbeitgeberverband BDA: hier f&uuml;r NDS-Leser die wichtigen Redeteile in schriftlicher Form<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4250\">Steinmeier als Handlanger der Springer-Presse<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Trotz &ndash; oder wegen (?) &ndash; alledem fragw&uuml;rdigen Verhalten ist Herr Steinmeier nun Bundespr&auml;sident. Gew&auml;hlt von den Parteien, die zuvor u.a. den sog. Hartz-Gesetzen sowie den Teilprivatisierungen im Gesundheitswesen und bei den Renten zugestimmt hatten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein eiskalter Untertan<\/strong><br>\nJoachim Gauck war ein Kasperle des Kapitals. Die Bundesversammlung w&auml;hlt am Sonntag einen neuen Bundespr&auml;sidenten, der alte tritt ab<br>\nDeutschland hat mehr Arbeit als je zuvor, es ist im Ausland beliebt wie nie, und Fu&szlig;ballweltmeister sind wir auch.<br>\nJoachim Gauck, Weihnachtsansprache 2014<br>\nEs wird einem schlecht, sobald er den Mund aufmacht. Und er hat ihn in den vergangenen f&uuml;nf Jahren oft, allzuoft, ja geradezu unerm&uuml;dlich auf- und vermutlich nicht mal im pr&auml;sidialen Schlafe zugesperrt.<br>\nSogar eine gek&uuml;rzte H&ouml;rbuchfassung seiner beh&auml;mmerten Memoiren &raquo;Winter im Sommer &ndash; Fr&uuml;hling im Herbst&laquo; musste er partiell partout h&ouml;chstselbst einlesen. Nichts und niemand, kein pr&auml;chtiges &ouml;ffentliches Amt und kein Lektor, vermochte ihn davon abzuhalten, solche Formulierungsgranaten und Satzb&ouml;ller abzufeuern (ich habe nur eineinhalb Kapitel durchgestanden): &raquo;Erinnerungsbilder, die meine Seele aufbewahrt&laquo;, &raquo;das Haus, der Baum, der Himmel &ndash; hell&laquo;, &raquo;Ich sp&uuml;re, ich bin einer, der dazugeh&ouml;rt. Tante Marianne hat mich geborgen.&laquo;<br>\nWenn je ein Schleimer war, dann kam er 1940 in Rostock zur Welt, und die Meinung, die der nachmalige Feldkurat vom Bodden von sich zu haben pflegt, d&uuml;rfte von fr&uuml;h an &raquo;die beste&laquo; (Thomas Bernhard) gewesen sein; eine Meinung zudem, in der die L&uuml;ge seit mindestens 1988, als er sich auf irgendeinem kreuzdummen Kirchentag zum erstenmal vorsichtig zum Deviationisten stilisierte, eine behagliche Heimstatt findet: &raquo;Das Schicksal unseres Vaters&laquo;, der, gleich der Mutter, ein strammer Nazi und in den Gulag verschleppt worden war, &raquo;wurde zur Erziehungskeule. Die Pflicht zur unbedingten Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber der Familie schloss auch die kleinste Form der Fraternisierung mit dem System aus.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-11\/069.php\">J&uuml;rgen Roth in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Klittern nicht klotzen<\/strong><br>\nDer sozialdemokratische Architekt der Agenda 2010 zieht in Bellevue ein. Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten lobt Schr&ouml;der und lobtadelt die Agenda 2010. Sozialdemokratische Wochen in Deutschland: Keine realistische Machtoption zwar, aber wenigstens Deutungshoheit.<br>\nDie Sozialdemokratie erlebt eine Renaissance. Nicht unbedingt deshalb, weil sie wirkliche Chancen auf das Kanzleramt h&auml;tte. Zwar tut man jetzt so, Schulz spricht schon von der absoluten Mehrheit, der er als Kanzler vorsitzen will. Aber selbst der prognostizierte Aufschwung bei der Sonntagsfrage, dieser gro&szlig;e Sprung nach vorne, reicht nicht f&uuml;r R2G. Und dann ist ja noch nicht mal sicher, ob er mit den Linken will. Und ob die Linken mit ihm wollen. Die ehemalige Spitzenkandidatin der Gr&uuml;nen, Katrin G&ouml;ring-Eckhardt, hat schon mal ihrer Partei empfohlen, sich nicht mit der Wagenknecht-Partei gemein zu machen. So versinkt der letzte Strohhalm in der Brause und Schulz m&uuml;sste schon die Union &uuml;berrunden, um Kanzler einer GroKo zu werden. Wir erleben also nicht die Wiedergeburt. Vielmehr ist es so ein symbolischer Aufschwung, acht Prozent bei der Sonntagsfrage und dazu ein Bundespr&auml;sident aus dem eigenen Lager. Nichts, was f&uuml;r den Gewinn einer Wahl wichtig w&auml;re &ndash; aber etwas, um der SPD moralische Politur zu verpassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2017\/02\/klittern-nicht-klotzen\/\">neulandrebellen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>D&eacute;j&agrave;-vu?<\/strong>\n<ul>\n<li>Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (2009) &ndash; Die SPD erfindet ihren sozialen Kanzlerkandidaten <\/li>\n<li>Kanzlerkandidat Peer Steinbr&uuml;ck (2013) &ndash; Nur eine gerechte Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft <\/li>\n<li>Kanzlerkandidat Martin Schulz (2017) &ndash; Schulz l&auml;sst die Genossen tr&auml;umen <\/li>\n<\/ul>\n<p>Man k&ouml;nnte fast meinen, der SPD gehe es tats&auml;chlich um soziale Gerechtigkeit, so oft wie ihre Kanzlerkandidaten das Thema im Wahlkampf schon betont haben. W&auml;re da nicht die gleiche SPD, die 15 der letzten 19 Jahre an der Regierung beteiligt war. Nun will die SPD wirklich wieder den Kanzler stellen und nicht nur auf Platz spielen, wie zuletzt, um dann sagen zu k&ouml;nnen, dass mit den Schwatten leider nicht mehr soziale Gerechtigkeit m&ouml;glich ist. Doch jetzt ist alles anders. Nur, als die SPD das letzte Mal den Kanzler stellte, musste die soziale Gerechtigkeit bitter dran glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170211deja-vu\">TauBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Amerika unter Donald Trump<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten sind die USA ein gespaltenes Land. Weil das Vertrauen in die Kompetenzen der politischen Institutionen bei vielen B&uuml;rgern immer weiter abnimmt, halten manche Wissenschaftler die USA schon f&uuml;r eine &ldquo;besch&auml;digte Demokratie&rdquo;. Die Interessen von Reichen fielen bei politischen Entscheidungen mehr ins Gewicht als die von Mittel- und Unterschicht. (&hellip;)<br>\nJ&auml;hrlich ver&ouml;ffentlicht das Londoner Institut &ldquo;Economist Intelligence Unit&rdquo; einen sogenannten &ldquo;Demokratie-Index&rdquo;. Das hei&szlig;t: anhand von 60 Kriterien bewerten Wissenschaftler jedes Jahr den der Zustand von Demokratien in 167 L&auml;ndern. Und 2016 sind die USA auf der Skala des Instituts von einer &ldquo;vollen Demokratie&rdquo; zu einer sogenannten &ldquo;flawed democracy&rdquo;, einer besch&auml;digten Demokratie abgerutscht. Vor allem deshalb, so Christian Lammert, weil ein &auml;u&szlig;erst niedriges Vertrauen in die Kompetenzen der Regierung bestehe:<br>\n&ldquo;Ich w&uuml;rde sagen, das ist auf der einen Seite, was in der Studie des Economist deutlich geworden ist, das extrem gesunkene Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in die L&ouml;sungsf&auml;higkeit politischer Institutionen. Das ist die mangelnde Responsivit&auml;t der Regierung auf bestimmte Interessen von niedrigen Einkommen und der Mittelklasse. Das hei&szlig;t, die h&ouml;ren nicht mehr zu, was Teile der Gesellschaft brauchen. Und das ist das Problem.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDer Vertrauensschwund in die Regierung wie auch in die gew&auml;hlten Regierungsvertreter f&uuml;hre zu einer Legitimationskrise des politischen Systems, so der Berliner Politikwissenschaftler. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Interessen von Reichen bei politischen Entscheidungen eher ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rden als die der Mittelschicht oder von Geringverdienern. Zahlen sprechen da f&uuml;r sich. Zwar sei zwischen 1979 und 2007 das durchschnittliche Haushaltseinkommen um 62 Prozent gestiegen. Bei dem oberen Prozent der Einkommen allerdings betrug die Einkommenssteigerung 275 Prozent bei dem unteren F&uuml;nftel dagegen nur 18 Prozent.<br>\n&ldquo;Hinter den Durchschnittswerten verbergen sich massive Ungleichheiten, die auch durch die Finanzkrise noch versch&auml;rft wurden. Das hei&szlig;t, die Rettungsaktionen des Staates haben diese Ungleichheiten weiter versch&auml;rft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tagung-an-der-uni-passau-amerika-unter-donald-trump.1148.de.html?dram:article_id=378493\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass auch hierzulande interessierte Kreise (vermutlich ebenfalls vor allem Unternehmen und Verb&auml;nde) sich eine Nachahmung der Entwicklungen in den USA w&uuml;nschen? Schlie&szlig;lich nimmt auch und gerade in Deutschland die Kluft zwischen Arm und Reich bereits seit einigen Jahrzehnten und insbesondere seit der von den im Bundestag vertretenen Parteien &ndash; mit Ausnahme der Linkspartei &ndash; beschlossenen Agenda 2010 zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kein Applaus f&uuml;r die Europ&auml;ische Kommission<\/strong><br>\nDer Fall TUI zeigt, was von den mitgliedsstaatlichen Sozialordnungen &uuml;brig bliebe, w&uuml;rde man die Kommission dort hinlassen, wo sie mit Gewalt hindr&auml;ngt. H&ouml;chste Zeit, sich der Erz&auml;hlung vom &bdquo;Sozialen Europa&ldquo; zu entledigen.<br>\nAm 24. Januar 2017 fand vor der Gro&szlig;en Kammer des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) die mit Spannung erwartete Anh&ouml;rung zur Konzernmitbestimmung (Erzberger vs. TUI, C-566\/15) statt. Die Leserinnen und Leser von Makroskop sind im Bilde (siehe zuletzt hier): Der Kl&auml;ger im Ausgangsverfahren, Herr Erzberger, h&auml;lt TUI-Aktien im Wert von 130 Euro und verklagte &bdquo;sein&ldquo; Unternehmen wegen der seiner Ansicht nach falschen Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Die Mitbestimmung, so der Kl&auml;ger, beschr&auml;nke die europ&auml;ische Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit.<br>\nUnd zwar wie folgt: Die deutschen Mitbestimmungsgesetze gelten nur innerhalb der deutschen Landesgrenzen. Wer in ein ausl&auml;ndisches Unternehmen desselben Konzerns wechseln m&ouml;chte, verliert sein Wahlrecht f&uuml;r die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat. Das macht den transnationalen Arbeitsplatzwechsel weniger attraktiv. Solche Attraktivit&auml;tsminderungen sind im Europarecht Binnenmarktbeschr&auml;nkungen. Inl&auml;nderbeschr&auml;nkung durch Ausl&auml;nderdiskriminierung, so lie&szlig;e sich die Argumentationsfigur zusammenfassen. Die Absurdit&auml;t des Ganzen ist mit H&auml;nden zu greifen &ndash; gleichwohl schlug sich die Europ&auml;ische Kommission in ihrer vom 9. Februar 2016 datierenden schriftlichen Eingabe an den EuGH auf die Seite des Kl&auml;gers und vertrat also die Rechtsauffassung, die Mitbestimmung versto&szlig;e gegen das Unionsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/02\/kein-applaus-fuer-die-europaeische-kommission\/\">Martin H&ouml;pner auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tsipras attackiert Sch&auml;uble und IWF<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble spiele &ldquo;mit dem Feuer&rdquo;, der IWF stelle absurde Forderungen: Mit scharfen Worten hat Griechenlands Premier Tsipras die Gl&auml;ubiger attackiert. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass man sich bei der &Uuml;berpr&uuml;fung der Reformen einigen werde.<br>\nIn der griechischen Schuldenkrise hat Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble scharf kritisiert. Die Positionen Sch&auml;ubles und des IWF seien f&uuml;r die derzeitige Blockade in den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern verantwortlich, sagte Tsipras auf einem Parteitag seiner linksgerichteten Syriza-Partei in Athen.<br>\n&ldquo;Ich m&ouml;chte die Kanzlerin bitten, die abf&auml;lligen &Auml;u&szlig;erungen von Finanzminister Sch&auml;uble gegen Griechenland sowie die Verweise, die Griechen lebten &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse, zu unterbinden&rdquo;, erg&auml;nzte er. &ldquo;Wer mit einer &lsquo;Eurozone der zwei Geschwindigkeiten&rsquo; spielt, mit Spaltung und Teilung, der spielt mit dem Feuer&rdquo;, sagte Tsipras weiter.<br>\nEr k&ouml;nne sich nicht vorstellen, dass es im Sinne der deutschen Regierung sei, Brandstifter mit Streichh&ouml;lzern in ein Munitionslager zu schicken. Man werde keine Forderungen seitens der Gl&auml;ubiger unterschreiben, die nicht auf der Basis von Logik und Zahlen erfolgten. Tsipras bezog sich damit auf &Auml;u&szlig;erungen Sch&auml;ubles, Griechenland leiste sich einen h&ouml;heren Lebenstandard, als es selbst erwirtschaften k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland-tsipras-schaeuble-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italiens Mittelstand verarmt<\/strong><br>\nDen meisten Italienern geht es heute deutlich schlechter als vor zehn Jahren. Auch wer studiert hat und hart arbeitet, kommt kaum mehr &uuml;ber die Runden.<br>\nDie j&uuml;ngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat Italien sehr viel h&auml;rter getroffen als andere europ&auml;ische Staaten. Armut und Arbeitslosigkeit haben im letzten Jahrzehnt entsprechend stark zugenommen. Lebten vor Beginn der Krise 2007 noch 1,8 Millionen Italiener unter der Armutsgrenze, waren es 2015 fast 4,6 Millionen, das heisst rund 8 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Die Arbeitslosenquote ist derweil von 6,7 Prozent (2008) auf 10,9 Prozent (2016) gestiegen. Vor allem Schul- und Universit&auml;tsabg&auml;nger finden kaum mehr Stellen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 40 Prozent. 2008 war sie noch halb so hoch. (&hellip;)<br>\nBereits Anfang der neunziger Jahre hatte Italien eine schwere Krise erlebt. Damals litten laut einem Bericht der Zentralbank vor allem die unteren Schichten; die sozialen Ungleichheiten nahmen stark zu. Die j&uuml;ngste Krise jedoch, die 2008 einsetzte und bis heute anh&auml;lt, hat zu einem Einbruch des Lebensstandards auf sehr viel breiterer Ebene gef&uuml;hrt. Nicht nur die &Auml;rmsten haben heute zu k&auml;mpfen. Auch der breiten Mittelschicht &ndash; sie macht laut der Zentralbank rund drei Viertel der Bev&ouml;lkerung aus &ndash; geht es heute deutlich schlechter als noch vor zehn Jahren.<br>\nSinkende L&ouml;hne, steigende Lebenskosten und der st&auml;ndig zunehmende Steuerdruck haben vor allem in den Grossst&auml;dten zu einer Verarmung des einst gutsituierten B&uuml;rgertums gef&uuml;hrt. Mit Abstand am schwersten betroffen ist die junge Generation. Obwohl junge Italiener durchschnittlich besser ausgebildet sind, verdienen sie deutlich weniger als einst ihre Eltern. Selbst viele, die eine feste Arbeitsstelle haben, kommen kaum mehr &uuml;ber die Runden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/vor-dem-kollaps-italiens-mittelstand-verarmt-ld.144948%20\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die HSH Nordbank ist ein Gemeinschaftswerk &ndash; auch in der Verantwortung<\/strong><br>\nDer ehemalige Hamburger CDU-Finanzsenator und sp&auml;tere HSH-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Peiner wehrt sich gegen einseitige Schuldzuweisungen<br>\nDas Hamburger Abendblatt ist der Auffassung, dass die Hamburger CDU mit der HSH Nordbank Hamburg das schlimmste Finanzdebakel aller Zeiten hinterlassen habe (Ausgabe 23. Januar 2017). Dieser Auffassung muss ich entschieden widersprechen.Um die Entwicklung der Bank zu verstehen, m&uuml;ssen wir uns vor Augen f&uuml;hren, dass die Gr&uuml;ndung der Bank ein Gemeinschaftswerk von Hamburg und Schleswig-Holstein war, einvernehmlich von CDU und SPD. Auch f&uuml;r die Privatisierung der Bank und f&uuml;r die Abwicklung der Altrisiken tragen beide Parteien gemeinsam eine Verantwortung, auch wenn diese Erkenntnis f&uuml;r manchen schmerzhaft ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/meinung\/article209549231\/Die-HSH-Nordbank-ist-ein-Gemeinschaftswerk-auch-in-der-Verantwortung.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Die alternativen Fakten des Ex-Finanzsenators Wolfgang Peiner<\/strong><br>\nManches darf einfach nicht unkommentiert bleiben. Wie der Gastartikel von Dr. Wolfgang Peiner im Hamburger Abendblatt vom 9. Februar: Die HSH Nordbank ist ein Gemeinschaftswerk &ndash; auch in der Verantwortung. In diesem Artikel versucht der fr&uuml;here Finanzsenator Hamburgs zum wiederholten Male, seine Rolle bei der HSH Nordbank und ihrer Entwicklung zum heutigen Milliardengrab kleinzuschreiben. Das fordert Widerspruch heraus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diedeutschenbadbanks.de\/die-alternativen-fakten-des-ex-finanzsenators-wolfgang-peiner\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Feed%3A+DieDeutschenbadBanks+%28die+deutschen+%22bad+banks%22%29\">Dani Parthum auf die deutschen &ldquo;bad banks&rdquo;<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Strategie von Martin Schulz: Fake-News-Wahlkampf<\/strong><br>\nIm &bdquo;postfaktischen&ldquo; Zeitalter interessieren Tatsachen nicht mehr. Mit alternativen &bdquo;Fake News&ldquo; sch&uuml;rt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz im Wahlkampf die Stimmung, die in der Politik oft Fakten ersetzt. [&hellip;]<br>\nDen Deutschen geht es so gut wie selten zuvor. Die L&ouml;hne und Renten steigen seit Jahren, es herrscht nahezu Vollbesch&auml;ftigung. Schulz behauptet, in Deutschland h&auml;tten Boni so zugenommen wie die Zahl prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse. Richtig ist das Gegenteil: Befristete Arbeit, Minijobs und Zeitarbeit sind gesunken, klassische Normalbesch&auml;ftigung ist hingegen stark gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/die-strategie-von-martin-schulz-fake-news-14874486.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Oh jeh! Holger Steltzner kramt seine ollen L&uuml;genm&auml;rchen heraus, um Martin Schulz der L&uuml;ge zu &uuml;berf&uuml;hren. Vollends paradox.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.P.:<\/strong> Das meiste davon ist absolut falsch. Hier nur drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/Thematisch\/VerdiensteArbeitskosten\/ReallohnNetto\/ReallohnindexPDF_5623209.pdf?__blob=publicationFile\">Die Reall&ouml;hne in Deutschland sind in den letzten Jahren leicht gestiegen, liegen heute aber kaum &uuml;ber dem Niveau von Anfang der 1990er-Jahre<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/politik\/positionen\/arbeitsmarkt-und-mindestlohn\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/\">In Deutschland sind offiziell immer noch 2,7 Mio. Menschen arbeitslos. Dazu kommen fast 1 Mio. Arbeitsuchende, die aus der Statistik &bdquo;herausgerechnet&ldquo; werden.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Branchen-Berufe\/generische-Publikationen\/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf\">Auch ist die Zeitarbeit nicht (wie behauptet) zur&uuml;ckgegangen, sondern erst k&uuml;rzlich auf den Rekordwert von &uuml;ber 1 Mio. Arbeitnehmern angestiegen.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>&Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Aussagen zur befristeten Besch&auml;ftigung, zu Mini-Jobs etc.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Geldpolitik macht den Kapitalismus kaputt<\/strong><br>\nAus Angst vor einer Wirtschaftskrise halten die Zentralbanken die Zinsen niedrig. Doch genau damit schaffen sie erst die Voraussetzungen f&uuml;r den n&auml;chsten Crash und den Aufstieg von Populisten, sagt der Leipziger &Ouml;konom Gunther Schnabl. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Herr Schnabl, die Europ&auml;ische Zentralbank h&auml;lt seit der Finanzkrise und S&uuml;deuropas Schuldenkrise die Zinsen extrem niedrig. Sie behaupten, die EZB bereite damit den Boden f&uuml;r den n&auml;chsten Crash. Wie kommen Sie zu diesem Schluss?<br>\nSchnabl: Ich habe mich zu Beginn meiner Laufbahn mit Japan befasst, wo sich zwischen 1985 und 1989 eine erste gro&szlig;e Blase entwickelte. Japans Zentralbank hatte damals die Zinsen stark gesenkt. Das sollte eigentlich die Wirtschaft und das Wachstum beleben, bef&ouml;rderte aber die Bildung der Blase.<br>\nSchnabl hat in den Achtziger- und Neunzigerjahren in Japan studiert. 1986 wurde er Zeuge einer Aufwertung des Yen um 50 Prozent zum Dollar. Japans Zentralbank senkte daraufhin den Leitzins, g&uuml;nstige Kredite sollten den W&auml;hrungsschock f&uuml;r die Firmen abfedern. Kurz darauf kam es zu drastischen Entwicklungen an den Immobilien- und Aktienm&auml;rkten. Auf der Spitze des Booms war das Areal des Kaiserpalastes in Tokio genauso viel Wert wie s&auml;mtliche Grundst&uuml;cke des US-Bundestaats Kalifornien zusammen. 1990 kam der B&ouml;rsencrash: Der Nikkei st&uuml;rzte um 40 Prozent ab. Die Zentralbank senkte seither den Leitzins immer weiter ab, um die Krise einzud&auml;mmen. Seit 2016 liegt er mit minus 0,1 Prozent sogar im negativen Bereich. Die Bilanz der Zentralbank wurde immens aufgeblasen. Die Konjunktur sprang dennoch nie wieder richtig an.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wieso ist das Kalk&uuml;l nicht aufgegangen? Was ist mit dem &ldquo;billigen Geld&rdquo; geschehen?<br>\nSchnabl: Es wurde in andere M&auml;rkte umgeleitet. Nach dem Absturz des Nikkei 1990 haben viele japanische Banken Konzerne finanziert, die Anteil am Aufschwung S&uuml;dostasiens nahmen. Die Kurse an der B&ouml;rse in Malaysia verdoppelten sich ab 1992 innerhalb weniger Jahre. Dann kam der n&auml;chste Crash.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mario-draghi-in-der-kritik-die-geldpolitik-macht-den-kapitalismus-kaputt-a-1132711.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eins der &uuml;blichen bizarren Interviews. Bekanntlich kann eine Zentralbank die Wirtschaft nicht (alleine) zum Laufen bringen und sind Zentralbankeingriffe nur *Reaktion* auf Konjunktureinbr&uuml;che bzw. Wirtschaftsbooms (mit Zinssenkungen oder -anhebungen). Grundlage ist doch aber immer der Stand der Volkswirtschaft. In dem Interview die niedrigen L&ouml;hne anzusprechen und gleichzeitig nicht darauf zu kommen, da&szlig; die niedrigen L&ouml;hne nicht Folge, sondern durch den Mangel an Nachfrage *Ursache* der wirtschaftlichen Probleme sind &ndash; in den USA sind die L&ouml;hne auf dem Niveau von vor 40 Jahren, in Deutschland auf dem Niveau von vor 20 Jahren und in Japan niedriger (!!) als vor 25 Jahren -, das ist schon eine reife Leistung. Bzw. das direkte Ergebnis von neoklassischer Verbl&ouml;dung, die die Realit&auml;t nicht wahrnehmen kann. Nat&uuml;rlich darf Prof. Schnabl seinen Unfug auch auf dem &ldquo;INSM-&Ouml;konomen Blog&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.insm-oekonomenblog.de\/author\/guntherschnabl\/\">zum Besten geben<\/a>, worauf der SPIEGEL leider keinen Hinweis gibt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Sonne scheint f&uuml;r alle kostenlos<\/strong><br>\nWann f&auml;ngt Armut an? Reichen 850 Euro f&uuml;r ein anst&auml;ndiges Leben? &Uuml;ber die Bedeutung des Gef&uuml;hls, eine Wahl zu haben.<br>\nDas Zahnkonto ist Gisa Muthgangs Erfindung. Vor l&auml;ngerer Zeit schon hat sie Geld f&uuml;r ihre Zahnbehandlungen angelegt. Jeden Monat zahlt sie 100 Euro ein. Manche Menschen sparen auf ein Auto, Muthgang spart auf neue Backenz&auml;hne. Z&auml;hne hauen ins Budget, wenn man nur 850 Euro im Monat hat. &bdquo;Man muss umdenken&ldquo;, sagt die ehemalige Erzieherin, die mit 60 Jahren vorzeitig in Rente ging, &bdquo;es ist ein neuer Lebensabschnitt&ldquo;.<br>\nMuthgang empf&auml;ngt zum Tee in ihrer kleinen Wohnung, zweieinhalb Zimmer mit Gr&uuml;nblick im Berliner Bezirk Charlottenburg. Nichts &Uuml;berfl&uuml;ssiges steht herum, nur zwei Gitarren verraten, dass man sich in einem Haushalt mit Musikern befindet. Muthgang hat eine Zeit der kontrollierten Schrumpfung hinter sich.<br>\nSie stammt aus der Mittelschicht, verbrachte ihre Kindheit im Einfamilienhaus am Grunewald, in einer Gegend, in der viele Berliner leben, die mehr Geld haben als der Durchschnitt. Der Vater war Abteilungsleiter in einem gro&szlig;en Medienkonzern. Er verlie&szlig; die Familie mit drei Kindern fr&uuml;h, heiratete ein zweites Mal und ist jetzt im hohen Alter ein teurer Pflegefall. &bdquo;Mit einem Erbe kann ich nicht rechnen&ldquo;, sagt Muthgang.<br>\nSie arbeitete als Erzieherin im Hort einer Ganztagsschule, Vollzeit, eine engagierte P&auml;dagogin aus der linksalternativen Szene. Nach gesundheitlichen Krisen verminderte sie nach und nach ihre Arbeitszeit. Mit 60 ist sie raus, Burn-out. Sie lebt mit ihrem Lebenspartner zusammen, einem Musiker, der auch wenig hat. Die beiden f&uuml;hren getrennte Kassen. Ihren richtigen Namen will sie nicht in der Zeitung lesen.<br>\nIn zehn bis zwanzig Jahren k&ouml;nnte es viele &Auml;ltere geben, die so wie Gisa Muthgang mit wenig Geld auskommen m&uuml;ssen. Die Gefahr, arm zu werden, ist bei den &uuml;ber 65-j&auml;hrigen Frauen und M&auml;nnern laut Mikrozensus in den vergangenen Jahren gestiegen. Der Entwurf des 5. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung nennt Risikofaktoren f&uuml;r Altersarmut: lange Arbeitslosigkeit, Selbstst&auml;ndigkeit ohne Vorsorge, eine lange Familienphase, Teilzeitarbeit, Scheidung, Krankheit. (&hellip;)<br>\nSozialministerin Andrea Nahles (SPD) will deshalb eine Art Mindestrente in einer H&ouml;he zwischen 850 oder 900 Euro einf&uuml;hren f&uuml;r jene, die lange gearbeitet haben. Das w&auml;re etwa so viel Geld, wie Gisa Muthgang im Monat hat. Wie lebt es sich mit einem Einkommen in dieser H&ouml;he? Wann stellt sich das Gef&uuml;hl von Armut ein?<br>\n&bdquo;Man bewegt sich eher in Bereichen, wo alles wenig oder nichts kostet&ldquo;, sagt Muthgang, &bdquo;aber arm will ich mich nicht f&uuml;hlen.&ldquo;<br>\nWelche Werte sind wichtig, wenn das Einkommen sinkt? Gisa Muthgangs Antwort lautet: Wahlfreiheit und Selbstbestimmung, das Gef&uuml;hl, trotz eingeschr&auml;nkter finanzieller M&ouml;glichkeiten die Kontrolle &uuml;ber das eigene Leben zu behalten. (&hellip;)<br>\nDie reichen ErbInnen und die verarmten K&uuml;nstler &ndash; Muthgang steht gewisserma&szlig;en in der Mitte, und das scheint ein Trost zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Arm-im-Alter\/!5377797\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und so weiter. Es ist dann die Rede davon, da&szlig; &ndash; im Unterschied zum Urlaub &ndash; Spazierg&auml;nge im nahen Wald nichts kosten und das beschriebene Paar einen &ldquo;Niedrigkonsum&rdquo;-Lebensstil pflegt, und da&szlig; es bei den &ldquo;Tafeln&rdquo; auch nette Momente gibt. Die Forderung nach lebensstandardsichernden Renten, weniger prek&auml;rer Besch&auml;ftigung und mehr vern&uuml;nftigen Arbeitspl&auml;tzen ist bei der &ldquo;gr&uuml;nen&rdquo; taz schon lange out; stattdessen wird hier die Wahlfreiheit (???) von Altersarmen gepriesen. Furchtbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger: Fast die H&auml;lfte seit &uuml;ber vier Jahren im Bezug<\/strong><br>\n44 Prozent der Hartz-IV-Empf&auml;nger sind bereits vier Jahre oder l&auml;nger im Bezug. In einzelnen Bundesl&auml;ndern ist die Lage noch deutlich brisanter &ndash; und verschlimmert sich.<br>\nFast die H&auml;lfte (44 Prozent) der rund 5,93 Millionen Hartz-IV-Empf&auml;nger in Deutschland waren im Juni 2016 bereits vier Jahre oder l&auml;nger abh&auml;ngig von der staatlichen Sozialleistung. 62 Prozent der Regelleistungsberechtigten war zwei Jahre oder l&auml;nger hilfebed&uuml;rftig. Das zeigen die Verweildauern aus der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA).<br>\nIm Vergleich mit dem Vorjahr ist die Zahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger gesunken. Im Juni 2015 z&auml;hlten noch rund 5,98 Millionen zu den Regelleistungsberechtigten. Am Anteil der Hartz-IV-Empf&auml;nger mit sehr langen Verweildauern von vier Jahren oder mehr hat sich aber kaum etwas ge&auml;ndert. Der Anteil sank minimal von 43,9 auf 43,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/newsletter\/hartz-iv-empfaenger-fast-die-haelfte-seit-ueber-vier-jahren-im-bezug\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>4700 Sch&uuml;ler haben tagelang schulfrei &ndash; wegen kaputter Klos<\/strong><br>\nWeil nur noch jede f&uuml;nfte Toilette funktioniert, ist Berlins gr&ouml;&szlig;te Schule f&uuml;r zwei Tage geschlossen. Was ist da los?<br>\nLeere Flure, verwaiste R&auml;ume: Die gr&ouml;&szlig;te Schule Berlins blieb am Freitag komplett geschlossen, und auch am Montag m&uuml;ssen die Sch&uuml;ler zu Hause bleiben. Der Grund: Am Oberstufenzentrum I im Stadtteil Kreuzberg, wo sonst 4700 Sch&uuml;ler lernen und 220 Lehrer im Kollegium aktiv sind, funktionieren nur noch 20 Prozent der Toiletten.<br>\n&ldquo;Ende Januar hatten wir eine Havarie, ein Abwasserrohr oberhalb eines L&uuml;ftungsrohrs war gerissen&rdquo;, sagt Christian Breitkreutz vom Landesbetrieb Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die das Geb&auml;ude verwaltet. Die Folge: F&auml;kalwasser tropfte ins L&uuml;ftungssystem, ein Gro&szlig;teil der Toiletten musste gesperrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/berlin-kreuzberg-toiletten-kaputt-unterricht-faellt-aus-a-1134006.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es hei&szlig;t, Bildung sei in Deutschland der wichtigste Rohstoff. Nun kann jede\/r erahnen, was er wert ist.<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170213_hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Ausreisepflichtige als Feind<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder haben sich heute in Berlin auf einen Plan geeinigt, abgelehnte Asylbewerber schneller und konsequenter abzuschieben. Loben k&ouml;nne man das Papier aber nicht, kommentiert Gudula Geuther. In manchen Teilen scheine es, als erkl&auml;re das 16-Punkte-Papier der Kanzlerin den Ausreisepflichtigen zum Feind. (&hellip;)<br>\nDas geht gar nicht. Freiheitsbeschr&auml;nkung, damit die Verfahren leichter laufen, das macht man  nicht. Kein Wunder, dass auch die Gewerkschaft der Polizei hier rechtsstaatliche Bauchschmerzen hat. Wohl gemerkt: F&uuml;r Gef&auml;hrder braucht man das nicht, die kann man &ndash; so zumindest ist es geplant &ndash; ohnehin einsperren. F&uuml;r Tausende Geduldete ist eine andere Idee fatal:<br>\nWer lange Jahre in Deutschland lebt, der wurde bisher einen Monat vor Entzug seiner Duldung informiert. F&auml;llt das fort, bedeutet das dauerhafte Angst f&uuml;r alle, die es betreffen kann. Und geduldet sind ganz unterschiedliche Menschen, auch solche, die gut integriert sind und auf einen anderen Status hoffen k&ouml;nnen &ndash; nur k&ouml;nnen sie sich eben nicht sicher sein. Es gibt noch einige solcher H&auml;rten, und die Absicht ist klar: Die Bundesregierung will sich nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben. Zumal absehbar ist, dass auch nach diesem Gipfel, wie nach vielen fr&uuml;heren, viele Ausreisepflichtige in Deutschland bleiben werden. Zu komplex sind die Anforderungen, zu unterschiedlich die Hindernisse. Daran zu arbeiten, ist richtig. Unterschiedslos H&auml;rte zu markieren dagegen ist sch&auml;big. Und es wird sich vermutlich auch nicht auszahlen. Denn es ist wohl so: Gewinnen k&ouml;nnen mindestens politisch Verantwortliche mit dem Thema Abschiebung nicht. Aber verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebungen-aus-deutschland-der-ausreisepflichtige-als.720.de.html?dram:article_id=378566\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass ein &bdquo;Feindbild im Inneren&ldquo; geschaffen werden soll? Nicht lediglich abgelehnte Asylbewerber, sondern auch sogenannte Gef&auml;hrder (Personen, die also keine Straftat begangen haben) k&ouml;nnten als &bdquo;Feind&ldquo; betrachtet werden. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36622#h04\">Der Gef&auml;hrder, das Phantom im Rechtsstaat<\/a> mit Anmerkung.<\/em><br>\n<em>Gibt es hier eine &Uuml;berschneidung zum gew&uuml;nschten Einreiseverbot des neuen US-Pr&auml;sidenten? Schlie&szlig;lich d&uuml;rften die hierzulande betroffenen Personen &uuml;berwiegend auch aus muslimisch gepr&auml;gten L&auml;ndern\/Regionen kommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Papst Franziskus versus US-Senator John McCain<\/strong><br>\nWer heutzutage den Dauerbeschuss auf CNN gegen den gerade im Amt befindlichen neuen Pr&auml;sidenten Donald Trump sich als Europ&auml;er anh&ouml;rt, kann nur einen Eindruck gewinnen. Es muss unter allen Umst&auml;nden verhindert werden, Donald Trump in dieser Rolle im Zusammenwirken mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin zu sehen. Die Dimension der Hetze k&ouml;nnen wir in Deutschland sehr wohl unter historischen Aspekten absch&auml;tzen. Kein Opfer war perfide genug, endlich gegen das kaiserliche Deutschland zu Felde ziehen zu k&ouml;nnen. George Friedman und andere k&ouml;nnen heute noch als Kronzeugen f&uuml;r den damit verbundenen Gesamtplan herangezogen werden.<br>\nDa ist Ablenkung angesagt. Mit was zu rechnen war, hat der global agierende Strippen- zieher George Soros nach Presseberichten unmittelbar nach der Wahl von Donald Trump zum Pr&auml;sidenten deutlich gemacht. Da wurde in Washington Kriegsrat gehalten Selbst CNN hat dar&uuml;ber berichtet, welche Gemeinschaft wegen der Entwicklung in den USA komplett in Lager gespalten sei. Es ist das gute Recht von all denen, die sich heute nicht nur in Washington oder London und Berlin lautstark gegen Pr&auml;sident Trump und seinen tempor&auml;ren Einreise-Stopp auf den Stra&szlig;en und Pl&auml;tzen vernehmen lassen, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen. Sie m&uuml;ssen sich nur fragen lassen, wo sie eigentlich gewesen sind, als die Zerst&uuml;ckelung dieser fraglichen Staaten durch die Washingtoner Politik mit hunderttausenden von Toten h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen. Frau Clinton bekam von diesen sadistischen amerikanischen Anwandlungen nach den Fernsehbildern, die Ghaddafi zeigten, doch immer noch nicht genug.<br>\nDa wundert es nicht, wenn in den Tagen nach dem ber&uuml;hmten Tweet gegen Senator McCain durch Pr&auml;sident Trump dieser f&ouml;rmlich Schaum vor dem Mund hatte, als er den neuen Pr&auml;sidenten der Sch&auml;ndung eines republikanischen Denkmals bezichtigte. Es sei doch Ronald Reagan gewesen, der von den USA als &bdquo;der gl&auml;nzenden Stadt auf dem H&uuml;gel&ldquo; gesprochen habe. Recht hat er, der Senator. Das nennt man Hybris und die ganze Welt wird dar&uuml;ber zur Schlachtbank.<br>\nUm das darzustellen, ist auf den Westdeutschen Rundfunk Verlass. Das gab es schon einmal. Nach dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien war es ein mutiges Team vom WDR, das den Introitus zu &bdquo;fake news&ldquo; seitens unserer Regierung und der NATO geschrieben hatte. &bdquo;Es begann mit einer L&uuml;ge&ldquo;, dieser Film zog den scheinheiligen Kriegstreibern des Westens die Masken reihenweise vom Gesicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/de\/1015\">Seniora.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Von der Leyen ist bereit, mehr zu zahlen<\/strong><br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den USA bei der Forderung nach einer gerechteren Lastenverteilung in der Nato Entgegenkommen signalisiert. &ldquo;Ich finde, das ist eine faire Forderung&rdquo;, sagte die Ministerin nach dem ersten Treffen mit ihrem US-Kollegen Jim Mattis. Denn wenn wir gemeinsam einerseits die Krisen beherrschen wollen in der Welt, also den Kampf gegen den Terror, und andererseits die B&uuml;ndnisverteidigung auf solide F&uuml;&szlig;e stellen wollen, dann muss jeder auch seinen Beitrag leisten.&rdquo; Deswegen setze sich Deutschland f&uuml;r einen starken europ&auml;ischen Pfeiler in der Nato ein.<br>\nMattis habe sich klar zur Nato bekannt und betont, dass die USA selbstverst&auml;ndlich zu der Milit&auml;rallianz st&uuml;nden. Die USA und Deutschland wollten regelm&auml;&szlig;ig strategische Gespr&auml;che f&uuml;hren. Dies werde f&uuml;r beide Seiten hilfreich sein. &ldquo;Es ist (&hellip;) ganz entscheidend, dass wir in der Allianz mit einer Stimme sprechen.&rdquo;<br>\nAuch mit Blick auf Russland sei sie sich mit Mattis einig gewesen. &ldquo;Es ist klar, dass wir Probleme in der Welt ohne Russland nicht l&ouml;sen werden &ndash; wie zum Beispiel die schwierige Situation in Syrien&rdquo;, sagte die Ministerin. &ldquo;Aber andererseits ist auch klar, dass wir erwarten, dass Russland internationales Recht und Grenzen souver&auml;ner Staaten respektiert.&rdquo; Aus dieser gemeinsame Haltung ergebe sich ein gemeinsames Vorgehen gegen&uuml;ber Russland, &ldquo;n&auml;mlich, dass wir aus einer Position der St&auml;rke heraus immer wieder die Hand ausstrecken, um mit Russland am Verhandlungstisch unsere gemeinsamen Probleme zu diskutieren und sie dann auch zu l&ouml;sen&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-ist-bereit-mehr-zu-zahlen-article19697693.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eben noch gegen Trump und seine Forderungen gewettert und nun wird offenbar zumindest hinsichtlich der Finanzen &bdquo;in der Allianz mit einer Stimme&ldquo; gesprochen.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36559\">Immer mehr Deutsche sind daf&uuml;r sich au&szlig;enpolitisch &bdquo;einzumischen&ldquo; &hellip; wirkt die Kampagne?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>BDS und Antisemitismus sind wie Menschenliebe und Rassismus<\/strong><br>\nOffener Brief an die Hamburger Wissenschaftssenatorin Frau Katharina Fegebank, die Gr&uuml;ne und an Stefanie von Bergs, der regionalpolitischen Sprecherin der Gr&uuml;nen und an die Hamburger Presse (Hamburger Abendblatt, Welt, Morgenpost, TAZ)<br>\nFr&uuml;her, vor hundert Jahren, gab es einen Antisemitismus, der, anders als heute, die Juden bedr&auml;ngte und bedrohte. Die Juden genossen zwar volle B&uuml;rgerrechte, aber ihre Feinde waren immer bem&uuml;ht, ihnen das Leben schwer zu machen. Schlie&szlig;lich f&uuml;hrte es zur Katastrophe. Zuerst wurden die Juden aus den Gerichten, den Universit&auml;ten, den Krankenh&auml;usern, den Theatern entfernt und schlie&szlig;lich transportierte man sie nach Auschwitz. Der Antisemitismus war rassistisch und antidemokratisch.<br>\nRassistisch und antidemokratisch sind auch manche Ereignisse heute. Heute ist es umgekehrt: der Philosemitismus scheint mir rassistisch und antidemokratisch zu sein. W&auml;hrend man im Dritten Reich j&uuml;dische Professoren aus dem Lehrbetrieb entfernte, will heute Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, eine gr&uuml;ne Politikerin, israelkritische Gast-professoren und wohl auch ordentliche Professoren, los werden, nur weil sie es wagen, das zur israelischen Politik zu sagen, was gesagt werden muss. Sie sagte neulich der Presse, dass &bdquo;die Berufung eines &acute;solchen` Gastprofessors an die Hochschule nicht ohne Folgen bleiben wird.&ldquo;<br>\nFrau Fegebank ist zwar eine gr&uuml;ne Senatorin, aber solch absurde Aussagen und solche anti-demokratischen Ansichten h&ouml;rt man auch von fast allen anderen Parteien, von der CDU bis zur SPD. Die AfD ist da anders, sie ist die einzige Partei, die offen ihren Antisemitismus auslebt. Die anderen Parteien r&uuml;hmen sich &acute;philosemitisch` zu sein, und als Jude muss ich gestehen, dass mir das noch viel unangenehmer und peinlicher ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/der-semit.de\/bds-und-antisemitismus-sind-wie-menschenliebe-und-rassismus\/#more-1578%20\">Der Semit<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur Staatstreue verpflichtet<\/strong><br>\nIsraels Kulturschaffende geraten immer mehr unter Druck: Die Regierung will staatliche Kulturf&ouml;rderung an Staatstreue binden. Theater sind au&szlig;erdem dazu verpflichtet, Vorstellungen in j&uuml;dischen Siedlungen zu geben. Wer sich dagegen wehrt, muss mit weniger Subventionen rechnen.<br>\nBring mir die &ldquo;Haaretz&rdquo; von heute, ruft Noam Semel, der Intendant des Cameri-Theaters in Tel Aviv, seiner Pressesprecherin zu. Semel will einen Bericht &uuml;ber den j&uuml;ngsten Aufreger um die Kulturministerin Miri Regev zeigen. Die israelische Regierung hatte zugesagt, sich mit 1,3 Millionen Euro an dem Europ&auml;ischen Kulturf&ouml;rderfonds &ldquo;Creative Europe&rdquo; zu beteiligen. Als dann aber in Israel bekannt wurde, dass Kultureinrichtungen aus j&uuml;dischen Siedlungen keine Antr&auml;ge auf F&ouml;rderung w&uuml;rden stellen k&ouml;nnen, ruderte Miri Regev schnell zur&uuml;ck und k&uuml;ndigte die Teilnahme Israels an &ldquo;Creative Europe&rdquo;. Noam Semel ist aufgebracht.<br>\n&ldquo;Mit einem Schlag sind jetzt alle kulturellen Einrichtungen Israels aus dem Spiel raus. Zumindest im Augenblick. Ich hoffe, dass die Haltung der Regierung sich noch &auml;ndert. Dabei gibt es jenseits der Gr&uuml;nen Linie fast keine kulturellen Einrichtungen. Das ist also ein rein symbolischer Kampf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israels-kulturschaffende-zur-staatstreue-verpflichtet.2016.de.html?dram:article_id=378745\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kein Staatsgeld f&uuml;r die NPD, daf&uuml;r ein Loch in der Verfassung<\/strong><br>\nDer Bundesrat will morgen in erster Lesung &uuml;ber einen Gesetzentwurf aus Niedersachsen und zwei Entschlie&szlig;ungsantr&auml;ge aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland entscheiden, die alle den gleichen Gegenstand haben: der verfassungsfeindlichen, aber nicht -widrigen NPD die staatliche Parteienfinanzierung wegzunehmen.<br>\n&Uuml;ber das Ziel dieser Vorst&ouml;&szlig;e ist Konsens vermutlich schnell erzielt. &Uuml;ber die avisierten Mittel aber nicht. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Ich halte insbesondere den Vorsto&szlig; aus Niedersachsen f&uuml;r eine handfeste Gefahr f&uuml;r den liberalen demokratischen Verfassungsstaat Deutschland.<br>\nDer nieders&auml;chsische Entwurf sieht vor, das Grundgesetz zu &auml;ndern und den Parteien-Artikel 21 um zwei S&auml;tze zu erg&auml;nzen: In Abs. 1 soll die staatliche Teilfinanzierung der Parteien explizit konstitutionalisiert werden. Und Abs. 3 (bisher: &ldquo;Das N&auml;here regeln Bundesgesetze&rdquo;) soll folgenden Zusatz erhalten:<br>\nParteien, die Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland verfolgen, k&ouml;nnen auf Grund eines Gesetzes von der staatlichen Teilfinanzierung der Parteien ausgeschlossen werden.<br>\nDas passiert in dem nieders&auml;chsischen Entwurf, indem &sect; 18 Abs. 1 des Parteiengesetzes einen gleichlautenden Zusatz erh&auml;lt. Die Formulierung &ldquo;Bestrebungen &hellip; verfolgt&rdquo; macht klar, dass die Partei nicht unbedingt, wie in Art. 21 Abs. 2 GG f&uuml;r das Parteiverbot verlangt, auf die Beeintr&auml;chtigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung &ldquo;ausgehen&rdquo; muss, was laut NPD-Urteil bekanntlich die &ldquo;Potentialit&auml;t&rdquo; genannte reale Aussicht auf Erfolg ihrer verfassungsfeindlichen Bestrebungen impliziert, sondern sie muss diese Bestrebungen nur &ldquo;verfolgen&rdquo;. Was die NPD, wie wir sp&auml;testens seit dem 17. Januar wissen, ganz klar tut.<br>\nDas Problem liegt aber nicht beim Tatbestand. Sondern beim Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/kein-staatsgeld-fuer-die-npd-dafuer-ein-loch-in-der-verfassung\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Weniger Studenten bekommen Geld vom Staat<\/strong><br>\nWenn die Regierung nicht will, machen wir es eben selbst: Nach diesem Motto hat die Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aktuelle Baf&ouml;g-Zahlen ausgewertet. Ihr Fazit: Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge sind zu niedrig, Wohnkostenpauschale und Altersgrenzen realit&auml;tsfern. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r ihren noch nicht ver&ouml;ffentlichtem &ldquo;Alternativen Baf&ouml;g-Bericht&rdquo;, der dem SPIEGEL vorliegt, greifen die jungen Gewerkschafter unter anderem auf die Baf&ouml;g-Daten des Statistischen Bundesamts f&uuml;r 2015 zur&uuml;ck. Auch die Erh&ouml;hungen vom vergangenen Herbst h&auml;tten &ldquo;keine substantielle &Ouml;ffnung und Ausweitung der F&ouml;rderung gebracht.&rdquo; Die F&ouml;rderquote bei Studenten sei zwischen 2012 und 2015 von 19 Prozent auf 15 Prozent &ldquo;eingebrochen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nIhren eigenen Bericht h&auml;tte eigentlich die Bundesregierung schon im vergangenen Jahr vorlegen m&uuml;ssen. Denn alle zwei Jahre, so schreibt es das Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz vor, muss sie dem Bundestag den aktuellen Stand in Sachen Baf&ouml;g berichten: Wer bekommt das Bildungsgeld vom Staat? Wie viel gibt es durchschnittlich f&uuml;r jeden Studenten und Sch&uuml;ler? Was steckt der Bund insgesamt in die Bildungsf&ouml;rderung?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/uni\/bafoeg-bericht-gewerkschaft-fordert-mehr-geld-fuer-studenten-a-1133958.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-36988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36988"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36994,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36988\/revisions\/36994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}