{"id":3700,"date":"2009-01-13T08:48:21","date_gmt":"2009-01-13T07:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3700"},"modified":"2009-01-13T09:19:24","modified_gmt":"2009-01-13T08:19:24","slug":"hinweise-des-tages-808","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3700","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Angst vor der Great Depression II<\/li>\n<li>Investitionsprogramm II und I<\/li>\n<li>In Irland macht sich Panik breit<\/li>\n<li>Oettinger fordert deutsche Bad Bank&#8232;<\/li>\n<li>Private-Equity: Schaden durch Gier<\/li>\n<li>Landtagswahl in Hessen 2008: Ging es um die Linkspartei oder um Hermann Scheer und die Energiewende?<\/li>\n<li>Staatsanwalt will Bew&auml;hrungsstrafe f&uuml;r Zumwinkel fordern<\/li>\n<li>Madoff muss nicht in U-Haft<\/li>\n<li>&#8232;Arbeitsmarkt gut ger&uuml;stet f&uuml;r Krisenzeiten?<\/li>\n<li>&#8232;&raquo;Ma&szlig;nahmen gegen Kinderarmut laufen ins Leere&laquo;<\/li>\n<li>B&uuml;rger entscheiden gegen Verkauf der Stadtwerke Quedlinburg<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3700&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Angst vor der Great Depression II&#8232;<\/strong><br>\nDie Regierungen m&uuml;ssen schnell handeln, um eine Wirtschaftskatastrophe zu verhindern. Das fordern US-&Ouml;konomen auf ihrer Jahrestagung in San Francisco. Allgemeine Steuersenkungen lehnten sie jedoch ab und pl&auml;dierten f&uuml;r eine massive Erh&ouml;hung der direkten Staatsausgaben.&#8232;Sogar Martin Feldstein. Sogar dieser 69-j&auml;hrige Harvard-Professor, eine Ikone der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, der seit den 70er-Jahren &bdquo;Mehr Markt, weniger Staat&ldquo; predigt. Sogar dieser so betont konservative &Ouml;konom hat jetzt John Maynard Keynes wiederentdeckt &ndash; und pl&auml;diert f&uuml;r ein massives staatliches Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten. &bdquo;Die Staatsausgaben m&uuml;ssen steigen &ndash; und zwar schnell und deutlich&ldquo;, sagte Feldstein Anfang Januar auf der Jahrestagung der American Economic Association (AEA) in San Francisco. Leicht falle ihm dieser Rat nicht, schlie&szlig;lich sei er in Budgetfragen eigentlich ausgesprochen konservativ, r&auml;umte er ein. Aber er sehe im Moment keine Alternative.<br>\n&#8232;Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/nachrichten\/angst-vor-der-great-depression-ii;2124114\">Handelsblatt&#8232;<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> So sehr die Lernf&auml;higkeit der bisher herrschenden &Ouml;konomen zu begr&uuml;&szlig;en ist, ein teures Verfahren ist dieser Art von Willensbildung und Entscheidungsfindung schon. Damit soll gesagt sein, dass mit dieser Art von Wissenschaft noch kr&auml;ftig aufger&auml;umt werden muss. Nochmals sollten wir uns die teuren und unmenschlichen, weil f&uuml;r viele Menschen existenzbedrohenden Lernprozesse dieser Pseudowissenschaftler nicht leisten.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalition einigt sich auf 50 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket<\/strong><br>\nSpitzenpolitiker von Union und SPD haben das gr&ouml;&szlig;te Konjunkturpaket der deutschen Nachkriegsgeschichte geschn&uuml;rt. Rund 50 Milliarden Euro werden bereitgestellt: Wenigverdiener zahlen ab Juli weniger Steuern, Kassenbeitr&auml;ge sinken und Familien bekommen pro Kind 100 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-600914,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Nur zu Ihrer Information. &ndash; Eines Kommentars enthalten wir uns zu dieser Stunde. Es soll endlich etwas geschehen.<\/em><\/p>\n<p>Wie seltsame Vorstellungen &uuml;ber die Wirkungsgeschwindigkeit eines Konjunkturprogramms in wichtigen Medien vorherrschen, k&ouml;nnen Sie an der folgenden Bilanz der Tagesthemen zum Konjunkturpaket I sehen. Da gibt es wirklich den Glauben, eine solche Entscheidung wirke innerhalb von eineinhalb Monaten. Angesichts dieser obskuren Vorstellungen muss man sogar dem wissenschaftlichen Interessenvertreter der deutschen Wirtschaft, Michael H&uuml;ther, der in einem Interview der Tagesthemen auftritt, Recht geben:<br>\n<strong>ARD Tagesthemen: Bilanz Konjunkturpaket I<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/tt1084.html\">Tagesthemen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>In Irland macht sich Panik breit<\/strong><br>\nEinen schlimmeren Jahresanfang h&auml;tten sich die Pessimisten kaum ausmalen k&ouml;nnen: Irlands Bankensystem in der Krise, die Traditionsfirma Waterford Wedgwood pleite, Dell verlagert seine Fabrik nach Polen, ein Rekordanstieg der Arbeitslosigkeit &ndash; und ein ausuferndes Haushaltsdefizit. Der &bdquo;keltische Tiger&ldquo;, einst Vorbild f&uuml;r Europa, ist am Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/in-irland-macht-sich-panik-breit;2124686;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Irland galt bis vor kurzem noch als leuchtendes Vorbild daf&uuml;r, mit niedrigen Steuern Wachstum zu schaffen. 2004 <a href=\"?p=1153\">schrieb Albrecht M&uuml;ller dazu<\/a> in &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo;: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Um uns so richtig Angst zu machen vor der weiteren Zukunft, wird auf die besondere &ouml;konomische Entwicklung der &raquo;kleinen Tiger&laquo; in der Europ&auml;ischen Union hingewiesen: auf &Ouml;sterreich, auf die Niederlande und besonders auf Irland. Sie h&auml;tten sich 1999 beim Bruttosozialprodukt je Einwohner vor die Bundesrepublik geschoben. Bewundert wird auch, dass Irland in den neunziger Jahren eine durchschnittliche reale Wachstumsrate von 6,5 Prozent erreicht habe, es liege mit seinem Pro-Kopf-Einkommen weit &uuml;ber dem europ&auml;ischen Durchschnitt und habe Deutschland hinter sich gelassen. <\/p>\n<p>Wer Irland kennt und wei&szlig;, was dort f&uuml;r die Menschen bleibt, der wundert sich. Zwar ist der Lebensstandard im Vergleich zu fr&uuml;her unverkennbar gestiegen, aber irgendetwas kann nicht stimmen an der Behauptung vom &Uuml;berholvorgang (&hellip;)<\/p>\n<p>17,6 Milliarden Euro des irischen Bruttoinlandsprodukts von insgesamt 114,5 Milliarden sind 2001 als Einkommen ins Ausland &uuml;berwiesen worden. Den Iren blieben noch 96,8 Milliarden. Die arbeitenden Iren haben folglich vom statistischen Aufschwung des Pro-Kopf-Einkommens in ihrem Land sehr viel weniger gehabt als die Investoren von au&szlig;erhalb. Die hohe Wachstumsrate ist das Ergebnis einer trickreichen Steuerpolitik, und sie sagt nicht sehr viel &uuml;ber den Wohlstand des irischen Volkes aus.<\/p><\/blockquote>\n<li><strong>Oettinger fordert deutsche Bad Bank&#8232;<\/strong><br>\nDer baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther Oettinger (CDU) will Banken von faulen Wertpapieren entlasten, findet in der Bundesregierung aber wenig Mitstreiter f&uuml;r seinen Vorsto&szlig;&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1658143&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\n<em><strong>&#8232;Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da bewirbt sich einer offensichtlich f&uuml;r einen Aufsichtsratsposten nach Ausscheiden aus der aktiven Politik.<\/em><\/li>\n<li><strong>Landtagswahl in Hessen 2008: Ging es um die Linkspartei oder um Hermann Scheer und die Energiewende?<\/strong><br>\nHessen ist Schlusslicht beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Es war eine historische Chance, dass mit der SPD, den Gr&uuml;nen und den Linken drei Parteien im hessischen Landtagswahlkampf f&uuml;r 100% erneuerbare Energie warben und diese Parteien schlie&szlig;lich &uuml;ber eine knappe Mehrheit im Landtag verf&uuml;gten. Ging es bei der heftigen Auseinandersetzung um eine Regierungsbildung in Hessen nur um die Linkspartei oder in Wirklichkeit um die Energiepolitik? \n<p>Es gibt mehrere Umst&auml;nde, die zeigen, dass die angestrebte Energiewende der wesentliche Grund f&uuml;r den erbitterten Widerstand gegen dieses ambitionierte Politikprojekt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sfv.de\/artikel\/2008\/ging_es_um_die_linkspartei_oder_um_hermann_scheer_.htm\">Solarenergie-F&ouml;rderverein Deutschland e.V. (SFV)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Private-Equity: Schaden durch Gier<\/strong><br>\nInterview mit dem ehemaligen d&auml;nischen Ministerpr&auml;sidenten und Mitglied des EU-Parlaments Poul Nyrup Rasmussen &uuml;ber die Konsequenzen aus den Gesch&auml;ften von Private-Equity-Firmen, die Folgen f&uuml;r die von den Investoren aufgekauften Firmen und die Notwendigkeit von Regulierungen: &ldquo;Wir wissen jetzt &hellip;, dass 70 Prozent der Unternehmen, die in der jetzigen Krise Probleme haben, diese Probleme nur deshalb haben, weil sie Private-Equity-Gesellschaften geh&ouml;ren oder vor kurzem von Private-Equity-Gesellschaften verkauft wurden &hellip;70 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen sind auf eine &Uuml;berschuldung aufgrund von Private-Equity-Investitionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &hellip; &Uuml;ber die H&auml;lfte aller Unternehmensanleihen werden mittlerweile mit B- bewertet, sind also so genannte Junk Bonds, und das kommt daher, dass sich diese Unternehmen im Besitz von Private-Equity-Fonds befinden (&hellip;)\n<p>Und schlie&szlig;lich sollten wir uns wirklich fragen, ob es k&uuml;nftig sinnvoll ist, dass Pensionsfonds in Private-Equity-Fonds investieren. 40 Prozent des Kapitals der Private-Equity-Gesellschaften stammt von Pensionsfonds, von Unternehmen mit betrieblicher Altersversorgung oder Rentenversicherungen. In Deutschland kann man teilweise davon sprechen, dass man mit dem Geld, das man in Pensionsfonds anlegt, seine eigene K&uuml;ndigung finanziert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7008185,00.pdf\">Frontal 21 [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Dieser wichtige Beitrag zeigt an einem Beispiel, am Wirken der Private-Equity-Gesellschaften, wie die hohen Renditen einiger so genannter Investoren zustandekamen und -kommen &ndash; durch &Uuml;berschulden und Pl&uuml;ndern intakter Unternehmen. Und dies alles haben unsere Bundesregierungen von Schr&ouml;der bis Merkel bewundert und gef&ouml;rdert. Es war besonders das Programm der Herren Schr&ouml;der, Clement und Eichel, die so genannte &bdquo;Aufl&ouml;sung der Deutschland AG&ldquo; zu betreiben. Die Union blieb h&auml;ufig im Hintergrund. Ihre Freunde geh&ouml;ren aber zu den eigentlichen Profiteuren.<\/em><\/p>\n<p>Dieser Beitrag ist auch wichtig im Kontext meines Hinweises auf die seltsame &Uuml;bernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank im <a href=\"?p=3698\">Beitrag zur Finanzkrise Teil II<\/a>, Ziffer 2.<\/p><\/li>\n<li><strong>Staatsanwalt will Bew&auml;hrungsstrafe f&uuml;r Zumwinkel fordern<\/strong><br>\nDer in der Liechtenstein-Aff&auml;re wegen Steuerbetrugs angeklagte Ex-Post-Chef Zumwinkel muss einem Bericht des &ldquo;Handelsblatt&rdquo; zufolge voraussichtlich nicht ins Gef&auml;ngnis &ndash; die Staatsanwaltschaft sei unter Umst&auml;nden bereit, nur eine Bew&auml;hrungsstrafe zu fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,600903,00.html\">Spiegel-Online&#8232;<\/a>\n<p><em>&#8232;<strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Welch eine &Uuml;berraschung! Erst unterzeichnet das Gericht &ldquo;zuf&auml;llig&rdquo; einen Tag zu sp&auml;t den Durchsuchungsbeschluss, dann wird die Staatsanw&auml;ltin weggemobbt, dann zeichnet sich eine milde Strafe ab. Nat&uuml;rlich haben wir alle volles Vertrauen in den Rechtsstaat.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Madoff muss nicht in U-Haft&#8232;<\/strong><br>\nDer mutma&szlig;liche Milliarden-Betr&uuml;ger Bernard L. Madoff muss weiterhin nicht Untersuchungshaft, obwohl er offenbar versucht hat, Uhren und Schmuck im Wert von einer Million Dollar beiseitezuschaffen. Ein New Yorker Richter habe am Montag die Forderung der Staatsanwaltschaft abgelehnt, Madoff ins Gef&auml;ngnis zu bringen, wie die &ldquo;New York Times&rdquo; berichtete.<br>\n&#8232;Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1658487&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>&#8232;Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine seltsame Welt &hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarkt gut ger&uuml;stet f&uuml;r Krisenzeiten&#8232;<\/strong><br>\nFrank-J&uuml;rgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, sieht den Arbeitsmarkt gut f&uuml;r die Krise gewappnet: &ldquo;Wir gehen auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau von Arbeitslosigkeit in diese schwierige Zeit&rdquo;, so Weise. Auch die Bundesregierung tue mit ihrer Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik alles, um gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Daher rechne er schlimmstenfalls mit knapp vier Millionen Arbeitslosen.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/902084\/drucken\/%E2%80%A8\">dradio.de<\/a>\n<p>Anmerkung Orlando Pascheit: Also ein &ldquo;ausgesprochen niedriges Niveau von Arbeitslosigkeit&rdquo;! Es scheint Frank-J&uuml;rgen Weise wie einigen Bankern zu gehen, die im Umgang mit hohen Zahlen den Kontakt zur Realit&auml;t verloren haben. Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen 1 Million Arbeitslose mit Recht als Skandal empfunden wurde &ndash; erst recht heute mit 3 Millionen, wobei dies nur die registrierten Arbeitslosen sind. Und hinter der ausgewiesenen Zahl an Besch&auml;ftigten verbirgt sich eine wachsende Zahl von Menschen, die f&uuml;r das Existenzminimum schuften. Daf&uuml;r hat die Politik Rahmenbedingungen geschaffen.&#8232;&Uuml;berhaupt ist da viel Trickserei bei einem &ldquo;Chef einer gro&szlig;en Beh&ouml;rde&rdquo;, der nicht &ldquo;politisch argumentieren&rdquo; m&ouml;chte. Da seien seit 2000 zwei Millionen verloren gegangene sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze fast wieder aufgebaut worden. Der &auml;lteste statistische Trick der Welt: Man w&auml;hle vor allem ein passendes Bezugsjahr. In Wirklichkeit liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse an der Gesamtbesch&auml;ftigung deutlich unter dem Niveau der 90er Jahre. Und so h&auml;ufen sich die Ungereimtheiten. &#8232;Wes Geistes Kind Frank-J&uuml;rgen Weise ist, wird dann bei einer etwas seltsamen Beschw&ouml;rung der globalen Wirtschaft mit ihrem Verlagerungszwang deutlich. Die Unternehmen verlagern, &ldquo;weil wir als Kunden nicht bereit sind, viel Geld&rdquo; f&uuml;r bestimmte Produkte auszugeben. Lassen wir einmal das Markterschlie&szlig;ungsmotiv au&szlig;en vor, so ist das klassische Motiv f&uuml;r Verlagerungen (offshoring) die Senkung der Kosten &ndash; um nicht zuletzt die Renditeerwartungen von Aktion&auml;ren z.B. von Nokia zu erf&uuml;llen. Oder waren wir nicht mehr bereit, die in Deutschland gefertigten Handys von Nokia zu bezahlen? Nat&uuml;rlich beunruhigt Herrn Weise sehr, wenn einer &ldquo;nicht mal gen&uuml;gend Geld &uuml;ber seine Arbeit bekommt, sondern staatliche Leistungen braucht, um seine Existenz zu sichern&rdquo;. Aber genau mit der Rhetorik von der &ldquo;globalen Wirtschaft&rdquo;- &ldquo;nicht ein diabolischer Wille&rdquo;- wurde und wird in Deutschland Lohnm&auml;&szlig;igung bis hin zum nicht mehr existenzsichernden Niedriglohn durchgesetzt. Das Verr&uuml;ckte an Weises Argumentation ist noch dazu, dass wir, die Normalverbraucher, mit unserem &ldquo;Geiz ist geil&rdquo; diese Globalisierung vorangetrieben haben. Dabei steht &ldquo;Geiz ist geil&rdquo; am Ende einer verantwortungslosen Wirtschafts- und mutlosen Lohnpolitik.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Ma&szlig;nahmen gegen Kinderarmut laufen ins Leere&laquo;<\/strong><br>\nAlle Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Kinderarmut laufen bei denjenigen Kindern ins Leere, die per Unterhaltsvorschuss finanziert werden &ndash; ihnen wird &bdquo;aus fiskalischen Gr&uuml;nden&ldquo; Geld abgezogen. F&uuml;r 500000 Kinder gibt es 2009 weniger Unterhaltsvorschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/01-12\/058.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger entscheiden gegen Verkauf der Stadtwerke Quedlinburg<\/strong><br>\nDie Stadtwerke in Quedlinburg werden nicht verkauft. Am Sonntag entschied die Mehrheit der Einwohner in einem B&uuml;rgerentscheid gegen den Verkauf der Stadtwerke, wie die Stadtverwaltung am Montag in Quedlinburg mitteilte. Bei einer Wahlbeteiligung von 36,9 Prozent sprachen sich 33,2 Prozent der Abstimmungsberechtigten f&uuml;r den Verbleib von 97 Prozent der GmbH-Anteile im Besitz der Stadt aus. 3,6 Prozent stimmten dagegen. Der B&uuml;rgerentscheid war damit erfolgreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.buergerforum-qlb.de\/index.php?id=109\">B&uuml;rgerforum Quedlinburg e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Zur Ermunterung und Nachahmung:<\/strong> Wieder ein kleiner Erfolg beim Kampf gegen die Privatisierung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Angst vor der Great Depression II<\/li>\n<li>Investitionsprogramm II und I<\/li>\n<li>In Irland macht sich Panik breit<\/li>\n<li>Oettinger fordert deutsche Bad Bank&#8232;<\/li>\n<li>Private-Equity: Schaden durch Gier<\/li>\n<li>Landtagswahl in Hessen 2008: Ging es um die Linkspartei oder um Hermann Scheer und die Energiewende?<\/li>\n<li>Staatsanwalt will Bew&auml;hrungsstrafe f&uuml;r Zumwinkel fordern<\/li>\n<li>Madoff muss<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3700\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3700\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}