{"id":3702,"date":"2009-01-14T15:24:30","date_gmt":"2009-01-14T14:24:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3702"},"modified":"2014-01-23T09:47:30","modified_gmt":"2014-01-23T08:47:30","slug":"wie-die-fuehrung-der-deutschen-post-ag-auf-unsere-kosten-dem-josef-ackermann-entgegenkommt-waere-wieder-einmal-ein-fall-fuer-die-justiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3702","title":{"rendered":"Wie die F\u00fchrung der Deutschen Post AG auf unsere Kosten dem Josef Ackermann entgegenkommt, w\u00e4re wieder einmal ein Fall f\u00fcr die Justiz."},"content":{"rendered":"<p>Heute kreuzten sich zwei Nachrichten, die wie so oft in letzter Zeit die Absurdit&auml;t der &ouml;ffentlichen Debatte schlaglichtartig aufzeigen: Im Bundestag pochten MdB Solms (FDP) und MdB Ramsauer (CSU) einvernehmlich darauf, dass (sinngem&auml;&szlig;) der Staat in der Wirtschaft nichts zu suchen h&auml;tte, weil die Wirtschaftsf&uuml;hrer kompetenter seien. Gleichzeitig wurde ein 4,8 Milliarden Loch bei der Deutschen Bank bekannt (siehe Anlage B) &ndash; einer der vielen Belege f&uuml;r die &bdquo;besondere Kompetenz&ldquo; unserer &bdquo;Wirtschaftsf&uuml;hrer&ldquo;. Die Debatte ist deshalb besonders absurd, weil das interessante an der heutigen Situation gerade die Verfilzung von Wirtschaft und Staat ist. Man kann Staat und Privatwirtschaft nicht mehr auseinanderhalten. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nWeite Teile der Finanzwirtschaft haben deshalb besonders re&uuml;ssiert und konnten von 25 % Rendite schw&auml;rmen und die entsprechenden Bez&uuml;ge in ihre Taschen stecken, weil die Vertreter des Staates ihnen die Pl&uuml;nderung des &ouml;ffentlichen Eigentums erlaubt haben. Die Pl&uuml;nderung geht weiter. Das zeigt jetzt auch der Postdeal (siehe Anlage A und Kommentar zum <a href=\"?p=3701#more-3701\">Hinweis Nummer 9 von heute<\/a>).<br>\nNorbert Lohrke (Globalyze KG) analysiert (siehe Anlage C), wie die F&uuml;hrung der Deutschen Post AG der Deutschen Bank auf Kosten des Steuerzahlers beim Postbankdeal entgegenkommt. Meines Erachtens w&auml;re das wieder ein klarer Fall f&uuml;r den Staatsanwalt. Aber unsere Justiz k&uuml;mmert sich offensichtlich um die Rechtsverst&ouml;&szlig;e der F&uuml;hrungsschicht nicht, auch wenn das zulasten des Staates geht.<br>\nAuch dieser neue Fall zeigt, dass <a href=\"?p=3698\">Finanzwirtschaft und Politik unter einer Decke stecken<\/a>. Im konkreten Fall hilft die Deutsche Post dem Josef Ackermann dabei, sein Gesicht zu wahren. <\/p><p>In der New York Times erschien Anfang Januar ein einschl&auml;giger, interessanter Artikel &uuml;ber den Unterstaatsanwalt und Chefberater des US-Senats Ferdinand Pecora. Dieser hatte mit sachkundigem und oft vernichtendem Verh&ouml;r die geheime finanzielle Geschichte der 1920-er Jahren aufgedeckt und die diversen Betr&uuml;gereien und Missbr&auml;uche, die in den Crash von 1929 gipfelten, entzaubert. &bdquo;Wo ist unser Freund Pecora?&ldquo;, fragt die NYT.<br>\nDen Link dazu und eine &Uuml;bersetzung ins Deutsche von Roger Strassburg finden Sie in der Anlage D.<\/p><p><strong>Anhang A<\/strong><br>\n13. Januar 2009, 22:27&nbsp;Uhr<br>\n<strong>SPEKTAKUL&Auml;RER POST-DEAL<br>\nAckermann l&auml;sst den Staat in die Deutsche Bank<\/strong><br>\nVon Anne Seith und J&ouml;rn Sucher<br>\nAusgerechnet bei der Deutschen Bank steigt jetzt indirekt der Staat ein: Gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r soll k&uuml;nftig die vom Bund mitkontrollierte Post sein. M&ouml;glich macht es eine Neuverhandlung des Postbank-Kaufs &ndash; die spektakul&auml;re Wendung kommt Bankchef Ackermann sehr gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-601123,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><p><strong>Anhang B<\/strong><br>\n14. Januar 2009, 11:02&nbsp;Uhr<br>\n<strong>DEUTSCHE-BANK-QUARTALSZAHLEN<br>\nFinanzkrise rei&szlig;t 4,8-Milliarden-Loch in Ackermanns Bilanz<\/strong><br>\nDie Finanzkrise trifft die gr&ouml;&szlig;te Privatbank der Republik mit voller Wucht: &ldquo;Sehr entt&auml;uscht&rdquo; hat Deutsche-Bank-Chef Ackermann einen 4,8-Milliardenverlust im vierten Quartal bekanntgegeben &ndash; und offen Schw&auml;chen seines Instituts einger&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-601194,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><p><strong>Anhang C<br>\nWiderw&auml;rtiger Kuhhandel<br>\nVon Norbert Lohrke<\/strong><br>\n09:15 14.01.09<br>\nNehmen wir einmal an, dass sie im letzten Jahr etwas zu einem fest vereinbarten Preis verkauft haben. Z.B. ein Haus. Die Vertr&auml;ge wurden unterschrieben. Der Deal ist unter Dach und Fach. Und nehmen wir weiter an, dass sie &ndash; wie &uuml;blich &ndash; den damaligen Marktpreis zugrunde gelegt haben. Und nehmen wir weiter an, dass ihr Gegen&uuml;ber den Immobilienmarkt falsch eingesch&auml;tzt hat und der bis heute enorm eingebrochen ist. W&uuml;rden Sie dann nachverhandeln, ihrem Gegen&uuml;ber den Preis deutlich reduzieren und dem anderen dar&uuml;ber hinaus noch einen Teil seines eigenen Hauses als Gegenleistung annehmen?<br>\nNiemals w&uuml;rden Sie das tun! Warum auch. Sie w&uuml;rden die Kohle einstecken und sich freuen, dass sie ihr Haus noch so gut verkauft haben.<br>\nJetzt gehen Sie und ich wahrscheinlich davon aus, dass wenn schon Privatleute so handeln, Gesch&auml;ftsleute um so mehr so handeln m&uuml;ssten. Da w&uuml;rde ich Ihnen Recht geben. Es sei denn, es werden Gesch&auml;fte zwischen der Deutsche Bank AG und der Deutsche Post AG, respektive dem Deutschen Staat gemacht.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ariva.de\/Widerwaertiger_Kuhhandel_c2864011\">ARIVA.DE<\/a><\/p><p><strong>Anlage D<br>\nWhere Is Our Ferdinand Pecora?<\/strong><br>\nBy RON CHERNOW<br>\nPublished: January 5, 2009<br>\nBARACK OBAMA has assigned a top priority to financial reform when the new Congress assembles today. If history is any guide, legislators can perform a signal service by moving beyond the myriad details of the rescue plans to provide a coherent account of the origins of the current crisis. The moment calls for nothing less than a sweeping inquest into the twin housing and stock market crashes to create both the intellectual context and the political constituency for change.<br>\nFor inspiration, Congress should turn to the electrifying hearings of the Senate Banking and Currency Committee, held in the waning months of the Hoover presidency and the early days of the New Deal. In historical shorthand, these hearings have taken their name from the committee counsel, Ferdinand Pecora, a former assistant district attorney from New York who, starting in January 1933, was chief counsel for the investigation. Under Pecora&rsquo;s expert and often withering questioning, the Senate committee unearthed a secret financial history of the 1920s, demystifying the assorted frauds, scams and abuses that culminated in the 1929 crash.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/01\/06\/opinion\/06chernow.html\">The New York Times<\/a><\/p><p><em>&Uuml;bersetzung Roger Strassburg:<\/em><\/p><p><strong>Wo ist unser Ferdinand Pecora?<\/strong><br>\nBarack Obama hat Finanzreform als oberste Priorit&auml;t f&uuml;r den heute versammelnden Kongress gesetzt.  Wenn die Geschichte uns den Weg zeigen kann, dann k&ouml;nnen Abgeordnete einen Signal setzen, indem sie &uuml;ber die unz&auml;hligen Details der Rettungspl&auml;ne hinausgehen, und eine koh&auml;rente Erkl&auml;rung der Ursachen der jetzigen Krise aufstellen. Der Moment ruft nach nichts geringeres, als eine umfassende Untersuchung der Immobilien- und Aktienmarkt-Crashes, um sowohl den intellektuellen Umfeld als auch den politischen Mandat f&uuml;r &Auml;nderung zu schaffen.<\/p><p>Zur Inspiration sollte der Kongress sich den spannenden Anh&ouml;rungen des Senat-Banken- und W&auml;hrungskommitee wenden, die in den letzten Monaten der Hoover-Regierung und in den fr&uuml;hen Zeiten des New Deals gehalten wurden. Dieser Komitee wurde nach seinem Berater Ferdinand Pecora, ehemaliger Unterstaatsanwalt von New York, der ab Januar 1933 Chefberater der Untersuchung war. Unter Pecoras sachkundigem und oft vernichtendem Verh&ouml;r deckte der Senat-Komitee eine geheime finanzielle Geschichte der 1920-er Jahren auf, und entzaubert die diversen Betr&uuml;gereien und Missbr&auml;uche, die in den Crash von 1929 gipfelten.<\/p><p>Die spannende Konfrontation zwischen Pecora und den gro&szlig;en Herren von Wall-Street war so theatralisch begabt, dass sie h&auml;tte von Hollywood stammen k&ouml;nnen. Der k&auml;mpferische Pecora war der perfekte Florett zu den feschen Bankiers, die vor die Mikorofone traten. In Sizilien geboren als Sohn eines eingewanderten Schuster, Pecora hatte f&uuml;r Teddy Roosevelt Wahlkampf gemacht, und war befeuert mit der Leidenschaft der progressiven &Auml;ra. Als Staatsanwalt in den 1920-er Jahren schlo&szlig; er mehr als hundert &bdquo;bucket shops&ldquo; &ndash; zwielichtige, unseri&ouml;se Invenstmenth&auml;user &ndash; und damit eine Lehre von der dunklen Seite von Wall-Street absolviert.<\/p><p>Mit zerknittertem schwarzem Haar und blitzenden Augen war Pecora ein derber Populist, der dem Depression-Publikum ansprach. Er spielte gern Pinochle [ein Kartenspiel &ndash; RS] und wurde oft mit dicker Zigarre zwischen den Z&auml;hnen dargestellt. Als er mit 255 Dollar im Monat beim Senat-Komitee eingestellt wurde, verdiente Pecora weniger, als die meisten Wall-Street Herren w&ouml;chentlich aus ihrem Kleingeld ausgaben.<\/p><p>Pecora war akribisch bei der Vorbereitung und legend&auml;r im Durchhalteverm&ouml;gen, der Aktenberge meisterte und die halbe Nacht vor Verh&ouml;ren aufgeblieben ist, mit der Hilfe von John T. Flynn, ein irisch-amerikanischer Journalist, und Max Lowenthal, ein j&uuml;discher Anwalt. Flynn schrieb, &bdquo;ich sah mit Erstaunen diesen Mann an, der durch die komplizierten Labyrinthen von Banken, Syndikaten, Handeln und allerm&ouml;glichen Schickanen, und in einem ihm neuen Fachbereicht niemals einen Namen vergessen hat, nie einen Fehler mit einem Zahl gemacht hat, und nie ausgerastet ist.&ldquo;<\/p><p>Als Pecora unaufh&ouml;rlich die ber&uuml;hmsten Namen in Finanz verh&ouml;rte, erlebte die Nation erneut den Boom der 1920-er Jahren erneut als ein kollektiver Akt der nationalen Erinnerung. Die Anh&ouml;rungen fingen in einem bescheidenen Komitee-Zimmer an, wechselte in einen stattlichen Fraktionsraum, von Kronleuchtern und Blitzlampen beleuchtet. Als sie richtig in Fahrt kam, breitete sich die Untersuchung aus, bis sie einen Scheinwerfer auf jede finstere Ecke von Wall-Street gestrahlt hat. Pecora belichtete einen von Spekulanten manipulierten zum Nachteil von Kleininvestoren, die pl&ouml;tzlich Namen und Gesichter auf ihre Verluste kleben konnten.<\/p><p>Banker waren die Halbg&ouml;tter der 1920-er Jahren, deren Tun eifrig nachgeahmt, deren Marktanalysen mit Andacht zitiert wurden. Sie haben eine gem&uuml;tliche Welt von Limosinen mit Chauffer und holzbekleideten R&auml;umen, von gew&ouml;nlichen Amerikanern abgeschottet, bewohnt. Jetzt stie&szlig; Pecora diese hohen Priester von ihren Podesten, und sie klein und sch&auml;big erscheinen lassen.<\/p><p>Am Schwarzen Donnerstag 1929 hatte die Nation den scheinbar heroischen Versuch der wichtigsten Banker, einschlie&szlig;lich Albert Wiggin von Chase und Charles Mitchell von National City, den Marktniedergang einzugrenzen. Pecora zeigte, dass Wiggen eigentlich Chase-Aktien leerverkauft hatte, und von fallenden Preisen profitiert hat. Er offenbarte auch, dass Mitchell und obere Manager von National City sich 2,4 Millionen Dollar in unverzinsten Darlehen von der Bank genehmigt haben, um den Crash leichter verschmerzen zu k&ouml;nnen. Wie es sich herausgestellt hat, hatte National City faule Kredite an lateinamerikanische L&auml;nder verbrieft und an ahnungslose Investoren verkauft. Bis Pecora mit den Bankern fertig war, verglich der Montana Senator Burton Wheller sie mit Al Capone, und sie wurden in der &Ouml;ffentlichkeit als &bdquo;Bankster&ldquo; genannt, gereimt mit Gangster.<\/p><p>Mit einer Bev&ouml;lkerung, die nach Vergeltung sehnte, spielte Pecora mit z&uuml;ndlichen Chemikalien, und Wall-Street beschwerte sich, dass er das Vertrauen zerst&ouml;rte. Pr&auml;sident Franklin Roosevelt erwiderte, die Banker &bdquo;h&auml;tten daran gedacht, als sie das gemacht haben, was jetzt offenbart wird&ldquo;. Es fiel Wall-Street schwer, eine legitime Verteidigung aufzustellen, w&auml;hrend Pecora sie t&auml;glich anprangerte.<\/p><p>Seine Methoden als Ankl&auml;ger wurden fragw&uuml;rdig, als er sich der mysteri&ouml;sen Welt des privaten Banking, die das Haus Morgan veranschaulichte, widmete. In unerbittlichem Stil hetzte Pecora die Morgan-Partner, zuzugeben, dass sie keine Steuern 1931 und 1932 gezahlt hatten &ndash; eine z&uuml;ndliche Offenbarung, als sich das Land gigantische &ouml;ffentliche Projekte unternommen hatte, um die Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen. Dass die Morgan-M&auml;nner Steuern wegen Aktienmarktverluste vermieden hatten ging im ganzen Stimmgewirr verloren.<\/p><p>Nicht weniger z&uuml;ndlich war die Offenbarung von Morgans &bdquo;Vorzugsliste&ldquo;, wodurch die einflussreichen Freunde der Bank an Aktienemissionen zu stark verg&uuml;nstigten Preisen teilnehmen konnten. Die ber&uuml;hmten Namen auf der Liste, einschlie&szlig;lich des ehemaligen Pr&auml;sidenten Calvin Coolidge, und Owen J. Roberts, Richter am obersten Gericht, schockierte wegen der ungeh&ouml;rigen Vermengung von Geld und Macht die Nation.<\/p><p>Ein Morgan-Partner, George Whitney, erkl&auml;rte verlegen, dass die Absicht war, die Kleinanleger zu sch&uuml;tzen, indem sie verhindert wurden, solch ein Risiko einzugehen. Dazu schrieb Pecora in seinem Bestseller &bdquo;Wall-Street Under Oath&ldquo; [&bdquo;Wall-Street unter Eid&ldquo; &ndash; RS], &bdquo;Es gab viele, die ihnen gerne geholfen h&auml;tten, dieses entsetzliche Risiko zu tragen!&ldquo;<\/p><p>Die Wut &uuml;ber die Morgan-Aussage war so, dass Senator Carter Glass von Virginia den Kopf schuttelte und st&ouml;nte, &bdquo;Hier habenwir einen Zirkus, und das einzige was fehlt, sind Erdn&uuml;sse und gef&auml;rbte Limonade.&ldquo; Auf den Kommentar eingehend nutzte ein Presseagent der Ringling Brothers Zirkus die Pause, um Lya Graf, eine Kleinw&uuml;chsige in einem blauen Satin-Kleid, auf den Scho&szlig; des &uuml;berraschten J. P. Morgan Jr. zu plazieren. Der Komitee-Vorsizende, Senator Duncan Fletscher von Florida, pl&auml;dierte mit den Zeitungen, diese Bilder nicht zu ver&ouml;ffentlichen, was sie nur dazu animierte, dies rasch zu tun.<\/p><p>Das Photo von Morgan mit einem Zirkus-Kleinw&uuml;chsigen auf dem Scho&szlig; wurde zum bezeichnendem Bild der Anh&ouml;rungen, symbolisch f&uuml;r die verfallenen Sitten am Wall-Street. Der erbitteterte J. P. Morgan Jr .sagte, dass Pecora &bdquo;die Manieren eines Ankl&auml;gers, der einen Pferdedieb &uuml;berf&uuml;hren wollte&ldquo; hat.<\/p><p>Mit welchen M&auml;ngel auch immer legte die Pecora-Anh&ouml;rungen den Grundstein f&uuml;r Finanz-Reform-Gesetze. Bis sie Mai 1934 endeten, produzierten sie 12.000 gedruckten Seiten Zeugenaussagen, gesammelt in mehreren dicken B&auml;nden. Diese Dokumente dienten Generationen von Historikern. Unsere nationale Erz&auml;hlung vom Aktienmarktchaos in den 1920-er Jarhren besteht haupts&auml;chslich aus den Charakteren und Anekdoten dieser Seiten.<\/p><p>Pecora dokumentierte nicht nur eine Litanei von Missbrauch. Er zeigte den Weg f&uuml;r korrigierende Gesetze. Die Securities Act von 1933, der Glass-Steagall-Act von 1933 und der Securities Exchange Act von 1934 &ndash; alle adressierte Missbrauch, der von Pecora aufgezeigt wurde. Es war nur poetisch gerecht, als Roosevelt ihn zum Kommissioner der neugeborene Securities and Exchange Comission ernannte.<\/p><p>Unser heutige Aktienmarkt- und Immobilienflaute kann wie eine Naturkatestrophe ohne identifizierbare Schuldige erscheinen, und auf nichts bestimmtes gerichtete Wut erzeugen. Eine von der finanziellen F&uuml;hrung schwer entt&auml;uschten Bev&ouml;lkerung sucht nach Antworten. Der neue Kongress hat die Chance, die Nation zu f&uuml;hren, Schritt f&uuml;r Schritt, durch alle Machenschaften, die zur gegenw&auml;rtigen Debakel gef&uuml;hrt haben, und weise Gesetzesgebung zu gestalten, die eine Wiederholung verhindert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute kreuzten sich zwei Nachrichten, die wie so oft in letzter Zeit die Absurdit&auml;t der &ouml;ffentlichen Debatte schlaglichtartig aufzeigen: Im Bundestag pochten MdB Solms (FDP) und MdB Ramsauer (CSU) einvernehmlich darauf, dass (sinngem&auml;&szlig;) der Staat in der Wirtschaft nichts zu suchen h&auml;tte, weil die Wirtschaftsf&uuml;hrer kompetenter seien. Gleichzeitig wurde ein 4,8 Milliarden Loch bei der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3702\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[136,127,160],"tags":[227,266,267,226,265,264],"class_list":["post-3702","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-banken-boerse-spekulation","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-markt-und-staat","tag-ackermann-josef","tag-deutsche-bank","tag-deutsche-post","tag-postbank","tag-ramsauer-peter","tag-solms-hermann-otto"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3702"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3702\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20036,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3702\/revisions\/20036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}