{"id":37023,"date":"2017-02-15T08:29:55","date_gmt":"2017-02-15T07:29:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023"},"modified":"2017-02-15T08:29:55","modified_gmt":"2017-02-15T07:29:55","slug":"hinweise-des-tages-2814","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h01\">USA: R&uuml;cktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Flynn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h02\">Merkel und die Sp&auml;haff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h03\">Oskar Lafontaine: Das deutsche Europa &ndash; Die neue F&uuml;hrungsnation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h04\">Wof&uuml;r stand Martin Schulz als Pr&auml;sident des EU-Parlamentes?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h05\">Schulz will sich bei SPD-Wahlprogramm erst sp&auml;ter festlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h06\">Geldgier und sozialer Frieden: Ex-Finanzminister Steinbr&uuml;ck vor dem &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Ausschuss des Bundestags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h07\">System Madeira: Steuerparadies mit Segen der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h08\">Die Schuld der liberalen Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h09\">Vorl&auml;ufige Anwendung von CETA &ndash; EU-Kommission blamiert das Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h10\">Regierung will Medizinern Sozialbeitr&auml;ge erlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h11\">Griechenland: &ldquo;Ein gutes Drittel hat weniger als 10.000 Euro pro Jahr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h12\">&bdquo;Der Nahost-Konflikt ist l&ouml;sbar&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h13\">Mali: Mit Waffen Frieden schaffen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h14\">Guantanamo-Opfer Murat Kurnaz: &ldquo;Steinmeier hat nicht die Gr&ouml;&szlig;e, seinen Fehler einzugestehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h15\">Vom Sterben der NSU-Zeugen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h16\">Wahljahr in Frankreich: Atemberaubende Wendungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h17\">Korrekt gef&auml;lscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h18\">Das Letzte: Wie wir die Wahl vor russischem Einfluss sch&uuml;tzen k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>USA: R&uuml;cktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Flynn<\/strong><br>\nLaut FBI-Informationen habe sich Flynn erpressbar gemacht. Sein R&uuml;cktritt ist ein Sieg der Fraktion, die gegen eine Ann&auml;herung der neuen Regierung an Russland ist (&hellip;) Konkret wurde Flynn vorgeworfen, dass er bei einem Telefongespr&auml;ch mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak im Dezember &uuml;ber m&ouml;gliche Sanktionserleichterungen gesprochen habe. Flynn hatte dies gegen&uuml;ber Pence abgestritten. Denn dieser erkl&auml;rte am 15. Januar gegen&uuml;ber CBS News, dass Flynn mit Kisljak nicht dar&uuml;ber gesprochen habe. Die Behauptung wird aber von einem FBI-Transkript des Telefonats widerlegt, wie US-Medien berichten. Die Regierung hatte die n&auml;chste &ouml;ffentliche Blamage am Hals, Flynn musste gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Ruecktritt-des-Nationalen-Sicherheitsberaters-Flynn-3624481.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Das Armdr&uuml;cken zwischen derjenigen Fraktion in den USA, die bessere Beziehungen zu Russland sucht und dem &bdquo;Deep State&ldquo;-Geheimdienstkomplex geht in die n&auml;chste Runde. Auf dem Spiel steht nicht weniger, als das Feindbild Russland, das in den letzten Jahren mit gro&szlig;em Aufwand etabliert wurde und das Trump nun in Frage stellt. Die Aff&auml;re um Flynn wirft dabei viele Fragen auf. Die Washington Post berichtet, dass das FBI &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/justice-department-warned-white-house-that-flynn-could-be-vulnerable-to-russian-blackmail-officials-say\/2017\/02\/13\/fc5dab88-f228-11e6-8d72-263470bf0401_story.html?utm_term=.71eefd281612\">routinem&auml;&szlig;ig<\/a>&ldquo; den russischen Botschafter abh&ouml;rt. Anscheinend ist niemand emp&ouml;rt &uuml;ber diesen <a href=\"http:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Standardartikel\/CIEC-Dokumente\/uebereinkommenIII\/ue01.html\">offenen Bruch diplomatischer Regeln<\/a> (z.B. das Wiener &Uuml;bereinkommen &uuml;ber diplomatische Beziehungen, Artikel 22: &bdquo;Die R&auml;umlichkeiten der Mission sind unverletzlich&ldquo;, Artikel 27: &bdquo;Die amtliche Korrespondenz der Mission ist unverletzlich&ldquo;). Flynns mitgeschnittenes Telefongespr&auml;ch mit dem Botschafter fand im Dezember statt, also in der &Uuml;bergangsphase von der Regierung Obama zur Trump-Administration. Die Annahme, dass eine gew&auml;hlte, in wenigen Wochen ins Amt kommende Regierung keinerlei Hintergrundgespr&auml;che mit ausl&auml;ndischen Diplomaten f&uuml;hren d&uuml;rfe, erscheint absurd und weltfremd. Die Kritik an Flynn fokussiert darauf, er habe sich von Russland &bdquo;erpressbar&ldquo; gemacht. Doch der Erpresser in diesem Spiel ist nicht Moskau &ndash; wo man sich mit Flynn ja gut versteht &ndash; sondern der vermeintlich &bdquo;besorgte&ldquo; US-Geheimdienstapparat selbst, dem Trumps russlandfreundlichere Linie nicht passt. Heuchelei und Doppelstandards in Reinkultur.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel und die Sp&auml;haff&auml;re<\/strong><br>\nSeit drei Jahren tagt der Untersuchungsausschuss des Bundestags zur sogenannten NSA-Sp&auml;haff&auml;re. Bisherige Erkenntnis: Der BND spioniert in gro&szlig;en Teilen f&uuml;r die NSA und er verwendet Suchkriterien, die nicht vom Gesetz gedeckt sind. Was Kanzlerin Angela Merkel konkret davon wusste, wird sie am Donnerstag vor dem Ausschuss erl&auml;utern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nsa-untersuchungsausschuss-merkel-und-die-spaehaffaere.724.de.html?dram:article_id=378975\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Das deutsche Europa &ndash; Die neue F&uuml;hrungsnation<\/strong><br>\nNun haben wir bald das Europa, vor dem Thomas Mann gewarnt hatte: das deutsche Europa. Ohne dass es ihnen peinlich gewesen w&auml;re, feierten die Medien vor einiger Zeit Angela Merkel als K&ouml;nigin oder Kaiserin Europas. Und in der Tat: In der Wirtschaftspolitik dominiert Deutschland die europ&auml;ischen L&auml;nder und der Euro &ndash; f&uuml;r Deutschland zu schwach, f&uuml;r die S&uuml;dl&auml;nder zu stark &ndash; sichert der deutschen Exportwirtschaft ihre Vormacht in Europa und in der Welt. Und wenn ein Land wie Griechenland sich den deutschen W&uuml;nschen zu lange widersetzt, dann nennt Merkels &bdquo;Feldmarschall&ldquo; Wolfgang Sch&auml;uble das Datum, an dem seine Geduld zu Ende ist: an dem Tag &bdquo;isch over&ldquo;. Jetzt hat die deutsche F&uuml;hrungsnation ein neues Spielfeld entdeckt. Stolz meldet die FAZ: &bdquo;Die Bundeswehr entwickelt sich zur f&uuml;hrenden Nato-Armee in Europa&ldquo;. Je eine tschechische und eine rum&auml;nische Brigade sollen deutschen Divisionskommandos zugeordnet werden und die gemeinsame Kampfkraft steigern. Die niederl&auml;ndischen Streitkr&auml;fte seien mit gutem Beispiel vorangegangen und h&auml;tten faktisch zwei Drittel ihrer Heeresverb&auml;nde deutschen Kommandostrukturen unterstellt. &Auml;hnliche Bem&uuml;hungen mit Polen, gemeinsame Strukturen in den Streitkr&auml;ften zu schaffen, w&uuml;rden von der aktuellen polnischen Regierung eher im Stillen weiter verfolgt. Die FAZ vergisst nicht, darauf hinzuweisen, dass sich dadurch &bdquo;neue Absatzaussichten f&uuml;r deutsche oder europ&auml;ische R&uuml;stungsg&uuml;terproduzenten&ldquo; er&ouml;ffnen. Gleichzeitig wird von konservativen Politikern und Journalisten die Forderung nach deutschen Atomwaffen erhoben. Und selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen wir, so hei&szlig;t es, den R&uuml;stungshaushalt ausweiten, um die &bdquo;russische Gefahr&ldquo; einzud&auml;mmen, obwohl die Nato 13mal so viel f&uuml;r R&uuml;stung ausgibt wie Russland. Ohne es zu merken, arbeiten die deutschen Exportnationalisten und die Bef&uuml;rworter einer deutschen &bdquo;Ankerarmee&ldquo; in Europa daran, die europ&auml;ische Einigung weiter zu besch&auml;digen. Die Europ&auml;er wollen nicht von Berlin aus regiert werden. Thomas Mann hatte Recht: Die Deutschen sollten nicht nach einem &bdquo;deutschen Europa&rdquo;, sondern nach einem &bdquo;europ&auml;ischen Deutschland&rdquo; streben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1324321644295966\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wof&uuml;r stand Martin Schulz als Pr&auml;sident des EU-Parlamentes?<\/strong><br>\nMartin Schulz hat einen Aufbruch versprochen mit guten L&ouml;hnen, Steuergerechtigkeit und &ouml;ffentlichen Investitionen. Wie wir im Folgenden zeigen, hat der &bdquo;gro&szlig;e Europ&auml;er&ldquo; Martin Schulz weniger als Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments denn als T&uuml;rsteher der Gro&szlig;en Koalition in Br&uuml;ssel gewirkt und trug Verantwortung f&uuml;r eine Politik, die der EU eine tiefe Krise beschert hat. In Kurzform: Schulz hat die Aufkl&auml;rung fauler Steuerdeals durch das Europ&auml;ische Parlament behindert, die Konzernen wie McDonalds oder Amazon weniger als ein Prozent Steuern auf ihre Gewinne in der EU erm&ouml;glichten, und den Paten des Steuerkartells, den EU-Kommissionspr&auml;sidenten und einstigen Premier und Finanzministers Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, gedeckt. Er hat die K&uuml;rzungspolitik in Griechenland mit durchgedr&uuml;ckt und die Sozialdemokratie in Frankreich und Italien auf Reformen zur Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen wie mit der Agenda 2010 in Deutschland eingeschworen und f&uuml;r ihre eigene K&uuml;rzungen gelobt, nachdem der gl&uuml;cklose franz&ouml;sische Pr&auml;sident Hollande zun&auml;chst versuchte, ein B&uuml;ndnis gegen den K&uuml;rzungswahn in der EU zu schmieden. Und er hat eisern f&uuml;r die Konzernschutzabkommen der EU mit den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA) gestritten, die Demokratie, Rechtsstaat, Arbeitsrechte, Umwelt- und Verbraucherschutz bedrohen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1409.was-erlauben-schulz.html\">Fabio de Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schulz will sich bei SPD-Wahlprogramm erst sp&auml;ter festlegen<\/strong><br>\nDie SPD will auf Wunsch des Kanzlerkandidaten Martin Schulz ihr Programm f&uuml;r die Bundestagswahl sp&auml;ter festlegen. Schulz bat am Montag in einer Vorstandssitzung darum, den f&uuml;r den 29. Mai geplanten Parteitag um einige Wochen zu verschieben. Das berichteten mehrere Teilnehmer. Schulz will die Zeit nutzen, um dem Wahlprogramm seine eigene Handschrift zu verpassen. Was die B&uuml;rger bei einem m&ouml;glichen Kanzler Schulz erwartet, soll sp&auml;testens Ende Juni feststehen. Zuvor wird es bundesweit mehrere Regionalkonferenzen geben. Offen ist, ob noch eine Befragung der SPD-Mitglieder zu zentralen Forderungen f&uuml;r eine k&uuml;nftige Regierungsbeteiligung stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/martin-schulz-spd-wahlprogramm-soll-spaetestens-ende-juni-feststehen\/19386992.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geldgier und sozialer Frieden: Ex-Finanzminister Steinbr&uuml;ck vor dem &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Ausschuss des Bundestags<\/strong><br>\nEs ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Steuer-Skandale in der bundesdeutschen Geschichte. Jahrelang haben in- und ausl&auml;ndische Gro&szlig;investoren und Banken den Staat zur Kasse gebeten &ndash; sie haben sich Steuern zur&uuml;ckerstatten lassen, die sie nie gezahlt hatten. Von bis zu 12 Milliarden Euro ist die Rede. Seit gut einem Jahr besch&auml;ftigt sich der &ldquo;Cum-Ex&rdquo; Untersuchungs-Ausschuss des Bundestags mit den Steuertricks. In dieser Woche sollen erst der ehemaligen Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck und dann der amtierende, Wolfgang Sch&auml;uble, den Ausschuss-Mitgliedern Rede und Antwort stehen. Heinz- Joseph Bontrup ist Professor f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an der Westf&auml;lischen Hochschule in Recklinghausen und unter anderem Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, die sich seit den 70er Jahren als Opposition zu den Wirtschaftsweisen versteht. Er sieht im Cum-Ex-Skandal ein &ldquo;totales Politikversagen&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/journal\/geldgier-und-sozialer-frieden-ex-finanzminister-steinbrueck-vor-dem-cum-ex-ausschuss-des-bundestags\/-\/id=659282\/did=19004464\/nid=659282\/dp9bfz\/index.html\">SWR2<\/a>\n<p><strong>Dazu: Steinbr&uuml;ck &uuml;ber Aktientricks: &ldquo;Ich war damals nicht viel schlauer als Sie&rdquo;<\/strong><br>\nDurch sogenannte Cum-Ex-Deals entgingen dem Fiskus Milliarden &ndash; auch unter Peer Steinbr&uuml;ck. Vor einem Untersuchungsausschuss rechtfertigt sich der Ex-Finanzminister nun mit Wissensl&uuml;cken. (&hellip;) Zugleich bestritt er jedoch, dass sein Haus generell ein Problem mit Lobbyisten hatte. Die Beteiligung von Verb&auml;nden am Gesetzgebungsverfahren sei nun einmal ausdr&uuml;cklich vorgesehen. Insgesamt zeigte sich der fr&uuml;here SPD-Kanzlerkandidat bei der Anh&ouml;rung gewohnt angriffslustig bis pampig. So lehnte es Steinbr&uuml;ck im Gegensatz zu anderen Zeugen ab, sich Dokumente zu verschiedenen Fragen (sogenannte Vorhalte) durchzulesen. Er begr&uuml;ndete dies wahlweise damit, den Inhalt bereits zu kennen oder nun keine Zeit f&uuml;r die Lekt&uuml;re zu haben. Auf Detailfragen antwortete Steinbr&uuml;ck unter anderem, er m&uuml;sste &ldquo;ein Elefantenged&auml;chtnis haben, um das alles noch zu erinnern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/peer-steinbrueck-verteidigt-seine-rolle-in-der-cum-ex-affaere-a-1134435.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>System Madeira: Steuerparadies mit Segen der EU-Kommission<\/strong><br>\nSeit 30 Jahren genehmigt die EU-Kommission extrem niedrige Steuers&auml;tze auf Madeira. Das Ziel: die Wirtschaft ankurbeln. Tats&auml;chlich profitieren internationale Gro&szlig;konzerne und Superreiche. Arbeitspl&auml;tze entstehen kaum. Und anderen L&auml;ndern entgehen Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Die Steuervorteile der Freihandelszone Madeira haben schon tausende Unternehmen angelockt. &Uuml;ber viele Jahre zahlten Firmen &uuml;berhaupt keine Steuern, seit 2013 liegt der Steuersatz einheitlich bei 5 Prozent. Die Niedrigsteuerpolitik soll Wachstum und Arbeitspl&auml;tze nach Madeira bringen. Doch der Plan von Portugals Regierung und der EU-Kommission geht nach BR-Recherchen nicht auf. Trotzdem erteilt Br&uuml;ssel der Freihandelszone Madeira immer wieder die Genehmigung.BR Data und BR Recherche haben das Unternehmensregister von Madeira elektronisch durchsuchbar gemacht und systematisch ausgewertet. So kommt ans Licht, wer wirklich vom System Madeira profitiert. (&hellip;) Am System Madeira wird sich so schnell nichts &auml;ndern: Die EU-Kommission hat es bis 2027 genehmigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/madeira-steuerparadies-steueroase-eu-kommission-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Schuld der liberalen Eliten<\/strong><br>\nNeoliberalismus f&uuml;hrt zur Entsolidarisierung. Das gilt f&uuml;r Menschen, die sich Rechtspopulisten zuwenden &ndash; genauso aber auch f&uuml;r Liberale. (&hellip;) Bei allem zivilgesellschaftlich beachtlichem Engagement, etwa in der Fl&uuml;chtlingsarbeit, ist eine selbstbezogene Haltung vieler Liberaler zu diagnostizieren. Die Bereitschaft, sich f&uuml;r politisch wirksame Ma&szlig;nahmen einzusetzen, die die Repressionen durch den Neoliberalismus reduzieren, zugleich aber den eigenen Status gef&auml;hrden, ist sehr gering. Die &bdquo;Furcht vor Statusverlusten&ldquo;, wie sie J&uuml;rgen Habermas bei den Anh&auml;ngern der Rechtspopulisten findet und die er als &bdquo;Regressionsph&auml;nomene&ldquo; tituliert, finden sich daher auch bei den aufgekl&auml;rten Liberalen. Die stressproduzierende Verdichtung der Neoliberalisierung f&uuml;hrt also nicht nur bei denjenigen, die sich den Rechtspopulisten zuwenden, zu einer Entsolidarisierung, sondern auch bei den liberalen Eliten. Das neoliberale Diktum, alles sei einer n&uuml;chternen Nutzenmaximierung zu unterwerfen und der homo oeconomicus stelle das zentrale Leitbild dar, hat gerade bei ihnen einen Wohlstandschauvinismus erzeugt, der vorrangig die Absicherung der eigenen Prosperit&auml;t anspricht. Die Ellbogengesellschaft ist erkennbar auch ins liberale Milieu vorgedrungen. Oder, um Fassbinders Filmtitel umzuformulieren: Es gilt nicht nur, Angst essen Seele auf, sondern auch: Druck essen Solidarit&auml;t auf. Und dies in allen Lagern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-ueber-die-Schwaeche-der-Demokratie\/!5384227\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der Autor des Textes ist &bdquo;Akademischer Oberrat&ldquo; f&uuml;r politische Bildung an einer p&auml;dagogischen Hochschule &ndash; und ein wenig klingt sein Text auch so. Dennoch: Die wichtige Debatte um die Verantwortung der liberalen Eliten f&uuml;r den Aufstieg reaktion&auml;rer Kr&auml;fte ist nun immerhin auch in der taz angekommen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorl&auml;ufige Anwendung von CETA &ndash; EU-Kommission blamiert das Bundesverfassungsgericht<\/strong><br>\nAm 15. 2. wird das Europaparlament &uuml;ber CETA entscheiden. Gleich anschlie&szlig;end wird der Ministerrat &uuml;ber den Beginn der vorl&auml;ufigen Anwendung befinden. Endg&uuml;ltig in Kraft treten soll CETA, wie es hei&szlig;t, erst mit Abschluss der Ratifizierungen in allen Mitgliedsstaaten. Die sogenannte&ldquo; vorl&auml;ufige&ldquo; Anwendung wird eine endg&uuml;ltige Anwendung sein: Sie wird nur beendet werden k&ouml;nnen, wenn die Ratifizierung in den Mitgliedsstaaten scheitert. [&hellip;]<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hatte das in seinen beiden Entscheidungen vom 13. 10. und 5.12. 2016 ganz anders entschieden. Es folgte damit kritiklos der fragw&uuml;rdigen Version des Wirtschaftsministeriums. Im Verfahren zu den Verfassungsbeschwerden gegen CETA hat das Verfassungsgericht seine Folgenabw&auml;gung im Wesentlichen deshalb zugunsten der Bundesregierung ausfallen lassen, weil es der Bundesrepublik jederzeit m&ouml;glich sei, die vorl&auml;ufige Anwendung einseitig &bdquo;durch schriftliche Notifikation&ldquo; zu beenden. Vor allem deshalb seien sch&auml;dliche Folgen durch die zun&auml;chst f&uuml;r den 18. 10. 2016 vorgesehene Entscheidung des Ministerrats nicht zu bef&uuml;rchten.<br>\nZwar sei die Interpretation des Art. 30.7 Abs. 3 c CETA-E im Sinne einer einseitigen Beendigungsm&ouml;glichkeit, wie sie von der Bundesregierung vorgetragen worden wird, &bdquo;nicht zwingend.&ldquo; Sie sei jedoch so von der Bundesregierung als zutreffend vorgetragen worden (Urteil vom 13. 10., Rdn. 72). Bemerkenswert ist, dass das Gericht auf jede Bewertung der juristisch eigentlich haltlosen Argumentation der Bundesregierung verzichtet  und die Kritik der Kl&auml;ger sowie der  Kommentarliteratur dazu mit keinem Wort erw&auml;hnt. Die Auflage des Gerichts beschr&auml;nkte sich darauf, die Bundesregierung zu verpflichten &bdquo;dieses (vom Gericht nicht geteilte) Verst&auml;ndnis &hellip; in v&ouml;lkerrechtlich erheblicher Weise zu erkl&auml;ren und ihren Vertragspartnern zu notifizieren.&ldquo; (Urteil vom 13. 10. 2016, Rdn. 72).  Zweifel an der Interpretation w&auml;ren schon deshalb angebracht gewesen, da Art. 30.7 CETA-E von einer Notifikation &bdquo;gegen&uuml;ber der anderen Vertragspartei&ldquo; spricht, also von nicht mehr als zwei Vertragsparteien, also Kanada und EU, ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/783-ceta-va\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierung will Medizinern Sozialbeitr&auml;ge erlassen<\/strong><br>\nWeil sich immer weniger Not&auml;rzte finden, plant die Regierung einen besonderen Anreiz: Wer den Job nebenher aus&uuml;bt, soll keine Sozialbeitr&auml;ge mehr zahlen m&uuml;ssen. Doch Sozialversicherungsexperten warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/streit-um-notaerzte-privileg-regierung-will-medizinern-sozialbeitraege-erlassen\/19388454.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wie w&auml;re es denn mit besseren Arbeitsbedingungen und Verg&uuml;tungen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griechenland: &ldquo;Ein gutes Drittel hat weniger als 10.000 Euro pro Jahr&rdquo;<\/strong><br>\nDie Lebenssituation der griechischen Bev&ouml;lkerung bleibt dramatisch. Inzwischen m&uuml;sse jeder Dritte mit einem Jahreseinkommen von unter 10.000 Euro auskommen, sagt unser Korrespondent Michael Lehmann. Raum f&uuml;r weitere Einsparungen s&auml;hen die Menschen da nicht. Die EU-Kommission prognostiziert f&uuml;r Griechenland 2017 eine Wachstumsrate von 2,7 Prozent. Zumindest derzeit bemerken die Menschen in Griechenland davon jedoch noch nichts. &ldquo;Die K&uuml;rzungen der vergangenen Monate, die weitergegangen sind f&uuml;r viele Menschen, die bewirkten tats&auml;chlich, dass inzwischen ein gutes Drittel der Griechen mit einem Jahreseinkommen von unter 10.000 Euro klarkommen muss&rdquo;, sagte unser Korrespondent Michael Lehmann im Deutschlandradio Kultur. &ldquo;Und das kann man bei Preisen, die in Teilen &ndash; Stichwort Lebensmittel &ndash; ja sogar ein bisschen h&ouml;her als in Deutschland sind, sich vorstellen, was das f&uuml;r die Menschen bedeutet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/griechenland-ein-gutes-drittel-hat-weniger-als-10-000-euro.1008.de.html?dram:article_id=378920\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Der Nahost-Konflikt ist l&ouml;sbar&ldquo;<\/strong><br>\nChristoph Z&ouml;pel &uuml;ber ein lesenswertes Buch zum arabischen Nationalismus und zur Zukunft Pal&auml;stinas. (&hellip;) Der fr&uuml;he arabische Nationalismus am Ende des 19. Jahrhunderts &ndash; zu seinen Repr&auml;sentanten geh&ouml;rten arabische Christen &ndash; fand seinen geistesgeschichtlichen Bezug im deutschen Nationalismus, exemplarisch formuliert durch Johann Gottlieb Fichte. Auch bei ihm war Nationalismus gepr&auml;gt durch Widerstand gegen den &auml;u&szlig;eren Feind &ndash; also Frankreich &ndash; postuliert gegen die staatliche Zersplitterung Deutschlands. Beide Nationalismen betonen die Gemeinsamkeit von Sprache, Ursprung, Geschichte, Kultur und Bildung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Europa auch der j&uuml;dische Zionismus, verk&ouml;rpert durch Theodor Herzl, deutschsprachiger &ouml;sterreichischer Jude. Diskriminierungen und Progrome gegen Juden waren die &ndash; wiederum negativen &ndash; Beweggr&uuml;nde. Der Zionismus war eine religi&ouml;se wie nationalistische Antwort, der arabische Nationalismus wurde zunehmend religi&ouml;s. (&hellip;) Nahost-Politik von 1948 bis heute beruht auf der europ&auml;ischen nationalstaatlichen Vorstellung von V&ouml;lkerrecht. Entsprechend sind ein israelischer und ein pal&auml;stinensischer Staat die L&ouml;sung, die international formuliert ist. Dessen Scheitern hat den Panislamismus politisch relevant werden lassen. (&hellip;) Die dem v&ouml;lkerrechtlichen Denken Europas entsprechende L&ouml;sung ist die Zwei-Staaten-L&ouml;sung. Nach Auffassung Hajjajs ist sie zwar die &bdquo;grunds&auml;tzlich optimale&ldquo; L&ouml;sung. Aber es w&auml;re weder zeitgem&auml;&szlig; noch opportun, den Staat Pal&auml;stina als Nationalstaat konzipieren zu wollen. Dieses Konzept h&auml;tte angesichts der globalisierten Welt keine realistischen Zukunftsperspektiven. &bdquo;So gesehen ist das Zwei-Staaten-Modell mittlerweile gescheitert.&ldquo; Und damit &bdquo;gibt es langfristig keine Alternative zur Option eines gemeinsamen Staates f&uuml;r Israelis und Pal&auml;stinenser.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/aus-meinem-buecherschrank\/artikel\/der-nahost-konflikt-ist-loesbar-1819\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mali: Mit Waffen Frieden schaffen?<\/strong><br>\nDer westafrikanische Staat Mali steckt seit einem Milit&auml;rputsch 2012 und der anschlie&szlig;enden Besetzung des Nordens durch &uuml;berwiegend islamistische Gruppen in einer schweren Krise. Das Ausland versucht offiziell alles, um den Krisenstaat zu stabilisieren und den islamistischen Terrorismus zu bek&auml;mpfen: durch Milit&auml;reins&auml;tze und Entwicklungshilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mali-mit-waffen-frieden-schaffen.1247.de.html?dram:article_id=378928\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Guantanamo-Opfer Murat Kurnaz: &ldquo;Steinmeier hat nicht die Gr&ouml;&szlig;e, seinen Fehler einzugestehen&rdquo;<\/strong><br>\nFrank-Walter Steinmeier wird Bundespr&auml;sident. Murat Kurnaz sieht das &ldquo;aus leidvoller Erfahrung kritisch&rdquo; &ndash; der Ex-Guantanamo-H&auml;ftling wirft Steinmeier bis heute vor, sich kaltherzig verhalten zu haben. (&hellip;) Wiederholt forderte Kurnaz eine Entschuldigung Steinmeiers. Nach dessen Wahl &auml;u&szlig;ert sich der fr&uuml;here Guantanamo-H&auml;ftling im Interview entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass der k&uuml;nftige Bundespr&auml;sident sich dazu nicht durchringen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/murat-kurnaz-frank-walter-steinmeier-hat-nicht-die-groesse-seinen-fehler-einzugestehen-a-1134391.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vom Sterben der NSU-Zeugen<\/strong><br>\nIn einer Pressemitteilung warf der Vorsitzende des Gremiums die Frage auf, &ldquo;ob die Zeugin eines nat&uuml;rlichen Todes gestorben ist und Fremdeinwirkung oder Fremdverschulden ausgeschlossen&rdquo; werden kann. Nach Angaben eines Mediziners, der bei der Leichenschau dabei gewesen sein soll, spreche &ldquo;nichts f&uuml;r einen unnat&uuml;rlichen Todesfall&rdquo;, hei&szlig;t es in dem &ouml;ffentlichen Schreiben zum Tod der Zeugin. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ist allerdings nicht mehr m&ouml;glich. Die Tote wurde bereits einge&auml;schert.<br>\nWer das entschieden hat, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden, zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Fragen. Unbekannt sind bis dato die Todesumst&auml;nde der Frau, die zuletzt krank und auf eine Gehhilfe angewiesen gewesen sein soll. Ein Sprecher des Justizministeriums von BaW&uuml; erkl&auml;rt lediglich: &ldquo;Es scheint alles sehr wenig spektakul&auml;r zu sein. Es war kein unnat&uuml;rlicher Todesfall.&rdquo; Umso seltsamer, dass die Todesursache nicht genannt wird.<br>\nIn welcher Stadt Corinna B. gestorben ist, wird bisher ebenfalls nicht mitgeteilt. Gelebt haben soll sie in dem Ort Tamm, n&ouml;rdlich von Ludwigsburg. Doch in Tamm ist sie nicht gestorben, wie man bei der &ouml;rtlichen Stadtverwaltung erf&auml;hrt. Vom Untersuchungsausschuss des Landtages, der die amtliche Sterbeurkunde der betreffenden Kommune erhielt und damit wissen m&uuml;sste, wo Frau B. starb, gibt es keine Auskunft. Er will den Fall erst am 24. Februar in seiner n&auml;chsten Sitzung thematisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vom-Sterben-der-NSU-Zeugen-3626145.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahljahr in Frankreich: Atemberaubende Wendungen<\/strong><br>\nDie Zusammenballung von Krisenprozessen bringt enorme politische Instabilit&auml;t in den Kernl&auml;ndern des demokratischen Kapitalismus hervor. Deutlich wird dies auch am franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf, wo sich die meisten Prognosen als unzutreffend erwiesen haben. In Frankreich finden am 23. April und 7. Mai 2017 Pr&auml;sidentschaftswahlen statt. Einen Monat sp&auml;ter, am 11. und am 18. Juni, wird die Nationalversammlung neu gew&auml;hlt. Dieses Mal haben die Wahlen sowohl f&uuml;r Frankreich als auch f&uuml;r die EU eine weit &uuml;ber das &uuml;bliche Ma&szlig; hinausgehende Bedeutung. (&hellip;) Der Wahlkampf in Frankreich ist spannend wie ein Krimi und voller atemberaubender Wendungen. So siegte bei den Vorwahlen der Sozialistischen Partei (PS) entgegen allen Prognosen der Kandidat der Parteilinken, Beno&icirc;t Hamon, &uuml;ber den langj&auml;hrigen Ministerpr&auml;sidenten und Exponenten der neoliberalen Str&ouml;mung der PS, Manuel Valls. Davor hatte schon Fran&ccedil;ois Hollande wegen miserabler Umfragewerte von sich aus auf eine erneute Kandidatur verzichtet &ndash; ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der V. Republik. Die Wahl Hamons ist ein weiteres Symptom f&uuml;r die Krise der europ&auml;ischen Sozialdemokratie, die jetzt auch die franz&ouml;sische PS voll erfasst hat. Der Versuch, in Frankreich &bdquo;Reformen&ldquo; nach deutschem Muster durchzuziehen, d&uuml;rfte f&uuml;r die Partei in einem noch gr&ouml;&szlig;eren Desaster enden, als es die SPD nach dem politischen Ende Schr&ouml;ders erlebte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/02\/superwahljahr-frankreich-atemberaubende-wendungen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Korrekt gef&auml;lscht<\/strong><br>\nUnter der &Uuml;berschrift &bdquo;Korrekt gef&auml;lscht&ldquo; wehrt sich die Zeitung neues deutschland gegen den Vorwurf, das &bdquo;Welt&ldquo;-Interview Oskar Lafontaines vom 6. Februar falsch wiedergegeben und kommentiert zu haben. Selten hat eine Zeitung ihre Arbeit so treffend bewertet. In der Tat hat das &bdquo;Neue Deutschland&ldquo; korrekt gef&auml;lscht &ndash; und tut es wieder. Und das geht so: In einem Artikel, in dem sich das &bdquo;Neue Deutschland&ldquo; gegen den F&auml;lscher-Vorwurf zur Wehr setzt schreibt das &bdquo;nd&ldquo;: &bdquo;Anlass seiner Ver&auml;rgerung ist die nd-Berichterstattung vom 6. Februar &uuml;ber ein Interview, das er der &sbquo;Welt&lsquo; gegeben hat und in dem es ma&szlig;geblich um Fl&uuml;chtlingspolitik geht. &sbquo;Wer illegal &uuml;ber die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zur&uuml;ckzugehen&lsquo;, sagt Lafontaine auf die Frage, was mit Menschen geschehen soll, die weder vor Krieg noch vor Verfolgung fliehen. &sbquo;Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung.&lsquo; &ldquo;Das &bdquo;nd&ldquo; l&auml;sst einen entscheidenden Satz Lafontaines weg: &bdquo;Das sehen auch die Landesregierungen so, an denen DIE LINKE beteiligt ist.&ldquo; H&auml;tte das &bdquo;nd&ldquo; korrekt zitiert, dann w&auml;re es unvermeidlich gewesen, sich mit dem Widerspruch auseinander zu setzen, dass in Programmen der Linken versprochen wird: &bdquo;Abschiebungen lehnen wir ab&ldquo;, L&auml;nderregierungen aber, an denen DIE LINKE beteiligt ist, dennoch abschieben. Wir haben Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass &bdquo;nd&ldquo; solche Diskussionen vermeiden m&ouml;chte. Insofern stimmen wir zu: Das &bdquo;nd&ldquo; f&auml;lscht wirklich korrekt.<br>\nMartin Sommer, Pressesprecher der Linksfraktion im Saarl&auml;ndischen Landtag<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1324442514283879\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Wie wir die Wahl vor russischem Einfluss sch&uuml;tzen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nDie vielschichtige russische Einflussnahme auf die Bundestagswahl ist bereits in vollem Gange. Sieben Schritte, um den Schaden f&uuml;r die Demokratie zu begrenzen (&hellip;) Drittens sollten sich die Parteien ihre inhaltliche Schwerpunktsetzung im Wahlkampf nicht durch russische Desinformation und Einmischung verzerren lassen. Zwar werden sich internationale Fragen, Russland eingeschlossen, nicht vollst&auml;ndig ausblenden lassen, aber der klare Akzent sollte auf innenpolitischen und innergesellschaftlichen Fragen liegen. Soziale Gerechtigkeit, innere Sicherheit, Integration, Bildung und Infrastruktur sind die vorrangigen Bed&uuml;rfnisse der W&auml;hler und Kernkompetenzen der demokratischen Parteien. Letztere sollten sich entsprechend auf diese Inhalte konzentrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/bundestagswahl-russland-beeinflussung-demokratie-parteien\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Parteien sollen im Wahlkampf auf au&szlig;enpolitische Themen lieber verzichten, weil das blo&szlig; Moskau n&uuml;tzt? Grotesker geht es wohl kaum.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Belastbare Belege f&uuml;r die aberwitzigen Behauptungen werden selbstverst&auml;ndlich nicht geliefert. Aber am besten gleich nachschauen ob der Russe nicht bereits unter dem Bett liegt. Man f&uuml;hlt sich direkt in f&uuml;nfziger Jahre zur&uuml;ck katapultiert. Das irre, die Redaktion der Zeit meint das absolut ernst. Man wird immer wieder &uuml;berrascht, dass der &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo; in Deutschland immer noch tiefer sinken kann. Nein, es ist ersch&uuml;tternd zu sehen, wie ein einst so renommiertes und kritisches Blatt zu einem reinen Propagandaorgan der transatlantisch orientierten Eliten herabgesunken ist. Joffe hat ganze Arbeit geleistet.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In der Tat das allerletzte. Bemerkenswert, dass der eine Autor Redenschreiber im Ausw&auml;rtigen Amt war und f&uuml;r die SPD-nahe Friedrich Ebert Stiftung t&auml;tig ist. Das l&auml;sst alles tief blicken. Entweder hatte der fr&uuml;here Au&szlig;enminister Steinmeier keine Vorstellung davon, welche Grundlinie ein Redenschreiber verfolgen sollte, oder er teilte dessen Vorstellungen. Umso schlimmer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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