{"id":3704,"date":"2009-01-15T08:31:38","date_gmt":"2009-01-15T07:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3704"},"modified":"2009-01-15T08:31:39","modified_gmt":"2009-01-15T07:31:39","slug":"hinweise-des-tages-810","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3704","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Markus Marterbauer: &Ouml;sterreich macht Konjunkturpolitik vor<\/li>\n<li>Joseph E. Stiglitz: Der steinige Weg zur Erholung<\/li>\n<li>Viel Geld, wenig Zukunft<\/li>\n<li>Gewinner des Konjunkturpakets II sind die Unternehmen<\/li>\n<li>Deutsche Bank in Turbulenzen: Alleink&auml;mpfer Ackermann setzt auf Risiko<\/li>\n<li>Unverantwortliches Versprechen<\/li>\n<li>Risse im Fundament <\/li>\n<li>Die Koalitionsspitzen zur Lohnuntergrenze<\/li>\n<li>Bundesrat will Informationsfreiheit im Finanzsektor deutlich einschr&auml;nken<\/li>\n<li>USA erh&ouml;hen Druck in der Steueraff&auml;re mit der UBS<\/li>\n<li>Angriffsziel: Der &Ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk<\/li>\n<li>Stadt Duisburg gew&auml;hrt &raquo;weltweite Verbreitung von Hetze&laquo; gegen Hartz IV- Bezieher<\/li>\n<li>Betriebsrenten bleiben f&uuml;r Arbeitgeber ein Milliardenrisiko <\/li>\n<li>Matthias Wissmann: Guter Draht zur Kanzlerin<\/li>\n<li>Hartz IV: Schwarze P&auml;dagogik<\/li>\n<li>Warum ich meinen Lehrstuhl r&auml;ume<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3704&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Markus Marterbauer: &Ouml;sterreich macht Konjunkturpolitik vor<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Regierung hat bereits vier Pakete von Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen verabschiedet. Das d&uuml;rfte daf&uuml;r sorgen, dass das Land besser durch die Krise kommt als andere EU-L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1756&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Joseph E. Stiglitz: Der steinige Weg zur Erholung<\/strong><br>\nWir brauchen nicht nur vor&uuml;bergehende Anreize, sondern l&auml;ngerfristige L&ouml;sungen. Es ist nicht so, dass es einen Mangel an Bed&uuml;rfnissen g&auml;be; es ist nur so, dass diejenigen, die diese Bed&uuml;rfnisse erf&uuml;llen k&ouml;nnten, einen Engpass an Mitteln haben. Erstens m&uuml;ssen wir den beunruhigenden Trend der wachsenden Ungleichheit umkehren. Zweitens braucht die Welt gewaltige Investitionen, wenn sie auf die Herausforderungen der Erderw&auml;rmung reagieren soll. Drittens wird ein globales W&auml;hrungsreservesystem ben&ouml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/print_commentary\/stiglitz108\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><strong>Viel Geld, wenig Zukunft<\/strong><br>\nDie Energie- und Klimawochenschau: Die Umweltverb&auml;nde und die Solar-Industrie sind entt&auml;uscht vom Konjunkturprogramm, aber auch f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Nahverkehr ist wenig drin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29543\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewinner des Konjunkturpakets II sind die Unternehmen<\/strong><br>\nSp&auml;testens bei der Umsetzung des Investitionsprogramms schl&auml;gt f&uuml;r die Koalition jedoch die Stunde der Wahrheit. Jeder wei&szlig;, dass die finanzschwachen Kommunen mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen haben werden, die verlangte Kofinanzierung aufzubringen, um diese Mittel abrufen zu k&ouml;nnen. Und klar ist auch, dass ein schnelles Ausgeben der Investmittel durch das liberalisierte Vergaberecht mit seinen europaweiten Ausschreibungen behindert wird. Dass das Volumen des Programms etwa dem entspricht, was der Staat allein zur St&uuml;tzung der zum Verkauf stehenden Commerzbank ausgeben will, wirft ein grelles Licht auf die deutsche Staatsr&auml;son.<br>\nDas Konjunkturpaket II markiert so keinen R&uuml;ckzug neoliberaler Politik, sondern deren Neuformierung inklusive einiger sozialer Zugest&auml;ndnisse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/142137.gewinner-sind-die-unternehmen.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank in Turbulenzen: Alleink&auml;mpfer Ackermann setzt auf Risiko<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-Chef Ackermann in der Krise: Sein Geldinstitut erwartet den schlimmsten Jahresverlust seiner Geschichte, die Postbank-&Uuml;bernahme musste neu verhandelt werden, um die Kapitaldecke zu schonen. Doch Ackermann sagt erneut Nein zu jeder Staatshilfe &ndash; ein riskanter Kurs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-601297,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Was SpiegelOnline hier behauptet, ist schlicht falsch. Ackermanns Deutsche Bank ist schon auf vielf&auml;ltige Weise in den Genuss von Staatshilfe gekommen, allerdings immer indirekt. Zum Beispiel: die Deutsche Bank hat risikobeladene Papiere an die Industriekreditbank (IKB) verkauft, die dann ma&szlig;geblich vom Bund mit 10 Milliarden gerettet wurde; die Deutsche Bank nimmt jetzt die Hilfe der Post AG in Anspruch und bekommt die Postbank billiger; auch in diesen Deals steckt &ouml;ffentliches Geld. <a href=\"?p=3702\">Siehe dazu auch hier.<\/a> &ndash; Offensichtlich hat die Deutsche Bank die SpiegelOnline-Redaktion mit PR &uuml;berzogen. Von einer unabh&auml;ngigen Berichterstattung kann man, wie man an diesem Artikel erneut sieht, nicht sprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ackermann im Milliardenloch<\/strong><br>\nDas gr&ouml;&szlig;te heimische Geldinstitut hat f&uuml;r das vierte Quartal sowie f&uuml;r das Gesamtjahr hohe Fehlbetr&auml;ge gemeldet. Ausl&ouml;ser waren die Turbulenzen nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers. Eine Dividende will Josef Ackermann den Aktion&auml;ren dennoch zahlen. Und der Einstieg der Post ist perfekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Zehnstelliger-Verlust-Ackermann-im-Milliardenloch\/460763.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank schockiert B&ouml;rsen weltweit<\/strong><br>\nEin Milliardenverlust der Deutschen Bank l&ouml;st an den B&ouml;rsen weltweit Schockwellen aus. In New York verzeichnen Banken massive Kursverluste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1659750&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unverantwortliches Versprechen<\/strong><br>\nIrgendwann in den vergangenen eineinhalb Jahren h&auml;tte es Vorstandschef Josef Ackermann doch d&auml;mmern m&uuml;ssen, dass die ausschlie&szlig;liche Ausrichtung auf die Gewinnmaximierung falsch ist. Mit seinem aberwitzigen Versprechen, das eingesetzte Kapital mit 25 Prozent zu verzinsen, hat er das Institut auf eine viel zu riskante Bahn gelenkt. Dar&uuml;ber hinaus zeigt es aber auch, dass Ackermann alles andere als der solide Unternehmenslenker ist, als der er sich gerne pr&auml;sentiert. Das letzte Mal, dass in Deutschland hochdefizit&auml;re Unternehmen Geldgeschenke an Aktion&auml;re verteilten, war in der Bl&uuml;tezeit des Neuen Marktes. Unverantwortlich ist das Dividendenversprechen aber auch deshalb, weil das Institut damit kostbares Eigenkapital durchbringt. In Zeiten, in denen immer mehr Geldinstitute vom Staat rekapitalisiert werden, sollte die Deutsche Bank nicht 290 Millionen Euro an eine Investorenkarawane verteilen, die schon morgen weiter zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1659464&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nein, Josef Ackermann hat alles richtig gemacht. Schlie&szlig;lich lebt er in einer Gesellschaft, in der sich Gewinnmaximierung in einer Weise zur Kardinaltugend entwickeln durfte, wie es sich Adam Smith nie ertr&auml;umt h&auml;tte. Er hat auf diese Gesinnung gesetzt und sich bis zuletzt optimistisch gegeben, jetzt und in der Zukunft mehr Rendite zu machen als andere. Zu einem Zeitpunkt, als viele Institute riesige Verluste einfuhren, konnte Ackermann sein Institut als sichere Bank darstellen. Die heutige, &uuml;berraschte Reaktion der Analysten zeigt, dass er auch die Fachwelt &uuml;berzeugte. Die Deutsche Bank hat bestimmt nicht die Abfl&uuml;sse anderer Banken zu verzeichnen gehabt, sondern hat wahrscheinlich sogar davon profitiert. Auch jetzt bleibt Ackerman auf Kurs. Trotz des hohen Verlusts verspricht er eine Dividende, er schlie&szlig;t weiterhin jede staatliche Hilfe aus, und auch die zur Zeit diskutierte Bad Bank sei &ldquo;absolut nichts, was die Deutsche Bank braucht&rdquo;. So spricht ein Feldherr, dem wir gerne unsere noch verbliebenen Verm&ouml;gen anvertrauen: &ldquo;Wir sind &uuml;ber das Ergebnis im vierten Quartal, das zu einem Verlust im Gesamtjahr gef&uuml;hrt hat, sehr entt&auml;uscht. Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schw&auml;chen in der Bank aufgezeigt. Wir haben eine Reihe von Ma&szlig;nahmen beschlossen, um diese Schw&auml;chen zu beheben. Die Umsetzung dieser Ma&szlig;nahmen ist bereits im Gange.&rdquo; &ndash; Soll man da die Stimmung eintr&uuml;ben und z.B. auf den hohen Verschuldungsgrad der Bank hinweisen, d.h. die Bilanzsumme ist im Verh&auml;ltnis zum Eigenkapital viel gr&ouml;&szlig;er als bei ihren direkten Konkurrenten? Nein, feiern wir Josef Ackerman, der es geschafft hat, uns Laien und die Fachwelt so lange an der Nase herumzuf&uuml;hren. Auf diesen Banker ist Verlass!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Risse im Fundament <\/strong><br>\nDer Euro bindet L&auml;nder aneinander, die sich in ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit unterscheiden. Mit der Finanzkrise driften die Mitglieder der W&auml;hrungsunion nun gef&auml;hrlich weit auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-David-Marsh-Risse-im-Fundament\/460703.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>AM:<\/strong> Interessant.<\/em><br>\n<em><strong>KR:<\/strong> Wenn auch nicht neu, siehe etwa <a href=\"?p=3690\">Hinweis 3 vom 8. Januar 2009<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Koalitionsspitzen zur Lohnuntergrenze<\/strong><br>\nDie Koalitionsspitzen verst&auml;ndigten sich am Montagabend auf die Einf&uuml;hrung einer Lohnuntergrenze f&uuml;r die etwa 700 000 Leiharbeiter. Allerdings wird diese nicht &uuml;ber das Entsendegesetz, sondern &uuml;ber das Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz geregelt. Die Union wertete dies als Erfolg, da sie einen Mindestlohn nach den Vorstellungen der SPD verhindert habe. Branchen-Mindestl&ouml;hne soll es k&uuml;nftig in f&uuml;nf weiteren Wirtschaftszweigen mit &uuml;ber einer Million Besch&auml;ftigten geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-laesst-bei-reichensteuer-nicht-locker;2126481\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Diesen Abschnitt sollte man ausdrucken und jedem Zeitarbeiter zur Kenntnis geben: &bdquo;Die Union &hellip; beanspruchte f&uuml;r sich, dass sie einen Mindestlohn in der Zeitarbeit verhindert habe. &bdquo;Der Mindestlohn, so wie ihn die SPD gefordert hat, wird nicht kommen&ldquo;, erkl&auml;rte CDU-Generalsekret&auml;r Ronald Pofalla. Es gebe keine Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages. CDU\/CSU-Fraktionschef Volker Kauder sagte, die Bezahlung werde sich am niedrigsten Tariflohn der Branche orientieren. &bdquo;Das ist momentan der Tarifvertrag der Christlichen Gewerkschaft&ldquo;, sagte Kauder am Rande einer Fraktionssitzung.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesrat will Informationsfreiheit im Finanzsektor deutlich einschr&auml;nken<\/strong><br>\nDer Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung 2008 wenige Tage vor Weihnachten eine Stellungnahme (PDF-Datei) zu einem Gesetzesentwurf f&uuml;r Zahlungsdienste beschlossen, wonach die Informationsfreiheit im Bankensektor noch k&uuml;rzer treten soll. Die L&auml;nder fordern &uuml;berraschend, dass s&auml;mtliche Aufsichtsbeh&ouml;rden und sonstigen &ouml;ffentlichen Kontrollstellen im Finanz- und Versicherungssektor vom allgemeinen Recht auf Aktenzugang gem&auml;&szlig; Informationsfreiheitsgesetz des Bundes (IFG) ausgenommen werden sollen. Konkret nennt der Bundesrat etwa die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank. Zivilgesellschaftliche Organisationen laufen nun Sturm gegen das Vorhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Bundesrat-will-Informationsfreiheit-im-Finanzsektor-deutlich-einschraenken--\/meldung\/121683\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>USA erh&ouml;hen Druck in der Steueraff&auml;re mit der UBS <\/strong><br>\nDer suspendierte Chef des weltweiten Verm&ouml;gensverwaltungsgesch&auml;fts der UBS, Raoul Weil, ist in den USA nun als Fl&uuml;chtiger ausgeschrieben. Dies verf&uuml;gte ein Richter in Florida.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/usa_erhoehen_druck_in_der_steueraffaere_mit_der_ubs_1.1695643.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Angriffsziel: Der &Ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk<\/strong><br>\nDie Deutsche Welle darf man getrost als staatsfromm bezeichnen. Trotz ihres weitgehenden Konformismus&rsquo; ist sie seit Monaten Ziel reaktion&auml;rer Gesellschaftsver&auml;nderer. Hauptaussage in deren demokratiefeindlicher Kampagne: Der Sender verbreite besonders in den Programmen f&uuml;r die VR China kommunistische Propaganda. Mit diesen Vorw&uuml;rfen besch&auml;ftigt sich jetzt sogar der Bundestag. Von Volker Br&auml;utigam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=13347http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=13347\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Stadt Duisburg gew&auml;hrt &raquo;weltweite Verbreitung von Hetze&laquo; gegen Hartz IV- Bezieher<\/strong><br>\nDas Internet- Forum &raquo;Diskussionsforum der Sozial&auml;mter&laquo;, das nach eigenen Angaben ausschlie&szlig;lich nur Mitarbeitern der bundesweiten Sozial&auml;mtern bzw. Argen vorbehalten ist, wurde wiederholt ver&auml;chtlich &uuml;ber Hartz IV Betroffene Meinungen von &ouml;ffentlich ausgetauscht. Den derzeitigen H&ouml;hepunkt bildete eine Diskussion &uuml;ber die Forderung von Professors Peter Oberender, Volkswirtschaftswissenschaftler an der Universit&auml;t Bayreuth, der in einem Interview mit dem Radiosender &raquo;Deutschland Radio Kultur&laquo; forderte, den Organhandel in Deutschland zur &raquo;Finanzierung des Lebensminimums&laquo; freizugegeben. Diese Meldung wurde per Link auch in dem benannten &raquo;Diskussionsforum der Sozial&auml;mter&laquo; ver&ouml;ffentlicht. Der anschlie&szlig;ende Meinungsaustausch von Mitarbeitern der Hartz IV-Beh&ouml;rden und Sozial&auml;mter lie&szlig; einem allerdings den Atem gefrieren und schlimmstes f&uuml;r Betroffene erahnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/0344e19b930973001.php\">Redaktion GEGEN-HARTZ.DE<\/a><\/li>\n<li><strong>Betriebsrenten bleiben f&uuml;r Arbeitgeber ein Milliardenrisiko <\/strong><br>\nDas Bundesarbeitsgericht hat ein mit Spannung erwartetes Urteil in letzter Sekunde abgesagt. An diesem Mittwoch wollte das Gericht kl&auml;ren, inwieweit Arbeitgeber haften, wenn sie ihren Angestellten erm&ouml;glichen, eine Betriebsrente zu besparen. Je nach Ausgang h&auml;tte das Urteil verheerende Folgen f&uuml;r Unternehmen haben k&ouml;nnen. Doch der Arbeitgeber, der sich gegen seine vorinstanzliche Verurteilung gewehrt hatte, zog seine Revision jetzt zur&uuml;ck. &ldquo;Es dr&auml;ngt sich die Vermutung auf, dass man ein h&ouml;chstrichterliches Grundsatzurteil zu Lasten der Arbeitgeber verhindern wollte&rdquo;, sagt Dorothea Mohn, Altersvorsorge-Expertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (Vzbv). In dem Fall hatte eine Arbeitnehmerin drei Jahre lang insgesamt 6230 Euro in eine betriebliche Altersvorsorge eingezahlt, die ihr Arbeitgeber f&uuml;r seine Angestellten ausgew&auml;hlt hatte. Als sie vorzeitig ausschied, sollte sie jedoch lediglich 639 Euro ausbezahlt bekommen. Mehr als 5000 Euro seien Provision gewesen, teilte man ihr mit. Das hielt das Landesarbeitsgericht M&uuml;nchen im M&auml;rz 2007 f&uuml;r falsch. Der Arbeitgeber m&uuml;sse der Mitarbeiterin den Differenzbetrag aus eigener Tasche ersetzen, entschied das Gericht (Aktenzeichen: 4 Sa 1152\/06). Das Urteil sorgte f&uuml;r enorme Aufregung &ndash; bei Arbeitgebern, weil sie ein Milliardenrisiko bef&uuml;rchteten, und bei Versicherern, weil sie um eine beliebte Praxis bangten: die Zillmerung. &ldquo;Bei den meisten Vertr&auml;gen der betrieblichen Altersvorsorge wird die Vermittlungsprovision gleich am Anfang der Vertragslaufzeit oder in den ersten f&uuml;nf Jahren nach Vertragsbeginn f&auml;llig&rdquo;, erkl&auml;rt Verbrauchersch&uuml;tzerin Mohn. Beides f&uuml;hrt dazu, dass sich in den ersten Jahren meist kein nennenswertes Guthaben auf dem Vertrag ansammelt. Diese Praxis ist daher nach Ansicht der M&uuml;nchner Arbeitsrichter im Bereich der betrieblichen Altersvorsorgevertr&auml;ge nicht erlaubt. F&uuml;r die staatlich gef&ouml;rderten Betriebsrenten gelte das &ldquo;Gebot der Wertgleichheit&rdquo;. Das hei&szlig;t, dem Arbeitnehmer m&uuml;sse in der Ansparphase immer mindestens so viel zustehen, wie er eingezahlt hat. Andernfalls hafte der Arbeitgeber f&uuml;r die Differenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/459385\/902\/2712313\/Betriebsrenten-bleiben-fuer-Arbeitgeber-ein-Milliardenrisiko.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Siehe dazu auch zwei &auml;ltere Meldungen in den NDS, so etwa vom 27.4.2007 <a href=\"?p=2293\">&bdquo;Eine wichtige Information f&uuml;r Arbeitnehmer mit betrieblicher Altersversorgung und f&uuml;r Betriebsr&auml;te&ldquo;<\/a> oder vom 2.5.2007 <a href=\"?p=2306\">&bdquo;Nachtrag zum Problem Abschlusskosten bei betrieblicher Altersversorgung&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Matthias Wissmann: Guter Draht zur Kanzlerin<\/strong><br>\nDieses war der zweite Streich: Erst die befristete Aussetzung der Kfz-Steuer und nun auch eine Abwrackpr&auml;mie von 2500 Euro. Und das alles in zwei Monaten. Es lohnt sich, wenn man einen guten Draht zur Kanzlerin hat. Matthias Wissmann hat einen besonders engen Kontakt zu ihr, mit der er einst als Verkehrsminister im Kabinett Kohl sa&szlig;. Diese guten Kan&auml;le verschweigt er auch gar nicht, denn er ist &auml;hnlich eitel wie die meisten Berliner Lobbyisten und l&auml;sst gern durchblicken, dass er die Handynummer Angela Merkels hat, somit regelm&auml;&szlig;igen SMS-Kontakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3\/Doc~E82C3496A8CD44C7BB83203CD2182C314~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV: Schwarze P&auml;dagogik<\/strong><br>\nDie wichtigste Arbeitsmarktreform der Bundesrepublik wirkt weit in die Sph&auml;re der Lohnarbeit hinein &ndash; und sch&ouml;nt in gro&szlig;em Stil Erwerbslosenzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2009\/03\/09030401.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum ich meinen Lehrstuhl r&auml;ume<\/strong><br>\nDie Ungeheuerlichkeit der staatlichen Zumutungen an die Studierenden und Professoren wird nur noch &uuml;bertroffen von der Bereitwilligkeit, mit der sich die Betroffenen alles gefallen lassen. Ohne diese Bereitwilligkeit der Betroffenen w&auml;re die Umwandlung der Universit&auml;t in eine Tretm&uuml;hle und Lernfabrik gar nicht m&ouml;glich. Widerstand? Demonstrationen? Boykott? Der ber&uuml;hmte &bdquo;Aufschrei&ldquo;? Nichts oder fast nichts von alledem. Man versichert mir von verschiedener Seite, gegen das Hochschulestablishment und die Bildungsb&uuml;rokratie seien die Hochschullehrer praktisch machtlos. Leben wir denn in einer Diktatur?<br>\nNun k&ouml;nnen Hochschullehrer als Beamte nicht streiken. Und ihre pers&ouml;nliche Unabh&auml;ngigkeit und Freiheit wird schon seit Jahren immer mehr beschnitten durch Drittmittelabh&auml;ngigkeit, leistungsorientierte Besoldung und fragw&uuml;rdige Evaluationen. Aber nicht einmal die immer noch gegebenen M&ouml;glichkeiten des Widerstands sind wirklich ausgesch&ouml;pft worden. Auf der hochschulpolitischen Ebene hat nur der Deutsche Hochschulverband eine entschieden kritische Haltung eingenommen. Ist die Mehrheit der Professoren feige oder nur m&uuml;de? Oder sind sie gar alle oder fast alle f&uuml;r das neue System? Finden sie es etwa besser?<br>\nDa niemand mit mir k&auml;mpfen will, bleibt mir nur das Opfer. Ich bin nicht &bdquo;rekrutiert&ldquo;, sondern berufen worden. Die wichtigste Voraussetzung f&uuml;r meine Berufung aber ist mit dem neuen System in meinen Augen nicht mehr gegeben. Deshalb habe ich die Entlassung aus dem Dienst beantragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc%7EE55AD24DD2C5E472A84CA69FCBA13D3ED%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Markus Marterbauer: &Ouml;sterreich macht Konjunkturpolitik vor<\/li>\n<li>Joseph E. Stiglitz: Der steinige Weg zur Erholung<\/li>\n<li>Viel Geld, wenig Zukunft<\/li>\n<li>Gewinner des Konjunkturpakets II sind die Unternehmen<\/li>\n<li>Deutsche Bank in Turbulenzen: Alleink&auml;mpfer Ackermann setzt auf Risiko<\/li>\n<li>Unverantwortliches Versprechen<\/li>\n<li>Risse im Fundament <\/li>\n<li>Die Koalitionsspitzen zur Lohnuntergrenze<\/li>\n<li>Bundesrat will Informationsfreiheit im<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3704\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3704","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3704"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3704\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}