{"id":37058,"date":"2017-02-17T08:31:07","date_gmt":"2017-02-17T07:31:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058"},"modified":"2017-02-17T08:31:07","modified_gmt":"2017-02-17T07:31:07","slug":"hinweise-des-tages-2816","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h01\">Die letzte Zeugin <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h02\">Aufr&uuml;stung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h03\">Cum-Ex-Ausschuss: Sch&auml;ubles teure Wissensl&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h04\">Erfolgsmodell Mindestlohn? Die fragw&uuml;rdigen Zahlen der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h05\">Jobcenter bestrafen wieder mehr Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h06\">Alfred Kleinknecht: &bdquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung schadet der Produktivit&auml;t&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h07\">Auch bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen j&auml;hrlich sinkt das Arbeitskr&auml;fteangebot bis 2060 auf unter 40 Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h08\">Zypries gegen Deckelung von Managergeh&auml;ltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h09\">Europaparlament winkt CETA durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h10\">Eurokrise: &ldquo;Die Lage in Frankreich ist sehr beunruhigend&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h11\">Trump will Milliard&auml;r von der Wall Street gegen die Geheimdienste einsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h12\">&bdquo;Ich werde keinem Kind mehr gerecht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37058#h13\">Kabinettsbeschluss pro Ausl&auml;ndermaut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die letzte Zeugin<\/strong><br>\nBeide Seiten, Bundeskanzleramt und Geheimdienst, haben sich &uuml;ber die Jahrzehnte ein System gebaut, das beiden maximale Freiheit und minimale Verantwortung garantiert. Das Kanzleramt schaut nicht nach, was der Dienst so tut, um Informationen zu bekommen. Und der Dienst belastet das Kanzleramt nicht mit Problemen, wenn es welche gibt. Die einen sagen nichts, die anderen fragen nicht &ndash; so haben beide ihre Ruhe. [&hellip;]<br>\nIn Merkels Kanzleramt ging das so weit, dass eine zus&auml;tzliche Brandmauer eingezogen wurde. Auf Vorschlag des damaligen Kanzleramtsministers Ronald Pofalla wurde 2014 zwischen dem BND und Merkel eine neue Hierarchieebene installiert. Seitdem dient Klaus-Dieter Fritsche als &ldquo;Beauftragter des Bundes f&uuml;r die Nachrichtendienste&rdquo;. Fritsche war am Montag Zeuge im Ausschuss. Er wusste auch von nichts und hielt auch niemanden f&uuml;r verantwortlich. [&hellip;]<br>\nDie Firewalls haben funktioniert. Ohne L&uuml;gen zu m&uuml;ssen, konnte Merkel nun sagen: &ldquo;Ich wurde davon nicht informiert. Das, was sie von mir h&ouml;ren k&ouml;nnen, ist, was ich wusste. Und ich wusste davon nichts.&rdquo; Und was hei&szlig;t das in der Zukunft? Nicht viel. Nach Merkels Worten m&uuml;ssen weiter alle darauf vertrauen, dass die schwarzen Schafe sich schon selbst zur Schlachtbank begeben werden. Zitat Bundeskanzlerin: &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns darauf verlassen, dass auch der BND selbst aus dem Vorkommnis gelernt hat.&rdquo;<br>\nDas scheint die Obfrau der Linkspartei, Martina Renner, nicht zu glauben: &ldquo;Der n&auml;chste BND-Skandal steht vor der T&uuml;r&rdquo;, sagt sie, &ldquo;weil sich an dem Prinzip der Abschottung nichts ge&auml;ndert hat&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/nsa-untersuchungsausschuss-angela-merkel-datenspionage-aussage-bnd\">Kai Biermann auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkel im Gespinst des Nichtwissens<\/strong><br>\nDie Kanzlerin pr&auml;sentiert sich im NSA-Ausschuss unschuldig und unwissend. Dabei hat ihre Regierung inbr&uuml;nstig Aufkl&auml;rung versprochen &ndash; aber sich mitnichten daran gehalten. [&hellip;]<br>\nIn den bisher 131 Sitzungen des NSA-Ausschusses ist der Eindruck gewachsen, dass die Regierung seit der Aufdeckung dieses Skandals vor knapp vier Jahren geschwindelt, getrickst, get&auml;uscht und gelogen hat. Der NSA-Ausschuss blickt in einen Abgrund von Unwahrhaftigkeit &ndash; und der Blick auf den Boden des Abgrunds gelingt nicht, weil die Regierung vieles getan hat, um den Blick zu versperren. Die angebliche Aufkl&auml;rung der Aff&auml;re begann mit der L&uuml;ge der Regierung Merkel II, dass man nun dabei sei, ein No-Spy-Abkommen mit den Amerikanern zu schlie&szlig;en, eine Art geheimdienstlichen Nichtangriffspakt. Solche Verhandlungen hat es, wie man heute wei&szlig;, nie gegeben.<br>\nDer No-Spy-Schwindel war der durchaus erfolgreiche Versuch, den NSA-Skandal aus dem Wahlkampf des Jahres 2013 hinauszubugsieren. 131 Verhandlungstage haben es nicht vermocht, Klarheit dar&uuml;ber zu gewinnen, wer in der schwarz-gelben Regierung Merkel wann was gewusst hat. Die Kanzlerin, so scheint es, ist in ein Gespinst von Nichtwissen eingesponnen worden, das sie sch&uuml;tzen soll. Der NSA-Ausschuss hat das Gespinst nicht zerrei&szlig;en k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-ausschuss-merkel-im-gespinst-des-nichtwissens-1.3381746\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Angela Merkel hat gelogen&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Herr Beckedahl, welche Konsequenzen hat die Bundesregierung drei Jahre nach dem Start des Untersuchungsausschusses in punkto Datenschutz gezogen?<br>\nMarkus Beckedahl: Die wichtigste Konsequenz ist, dass alle illegalen Praktiken des BND, die durch die Arbeit des Untersuchungsausschusses ans Licht gekommen sind, im Nachhinein legalisiert wurden. Der BND hat massiv mehr M&ouml;glichkeiten und Geld bekommen, um seine Massen&uuml;berwachung auszubauen. Mit anderen Worten: Die Enth&uuml;llungen Edward Snowdens wurden als Machbarkeitsstudie f&uuml;r den deutschen Markt gesehen, nicht als Warnung.<br>\nWas darf der BND, was er vorher nicht durfte?<br>\nEr speichert Daten sechs Monate auf Vorrat und teilt diese mit der NSA. Er darf alle Leitungen in Deutschland &uuml;berwachen und rastern. Und der BND, das haben wir bei netzpolitik.org diese Woche aufgedeckt, baut die Satelliten&uuml;berwachung massiv aus und spioniert dabei auch Unternehmen in Partnerl&auml;ndern wie zum Beispiel Gro&szlig;britannien aus.<br>\nAngela Merkel hatte anfangs gesagt: &bdquo;Aussp&auml;hen unter Freunden, das geht gar nicht.&ldquo; Da sollte man doch eigentlich erwarten, dass nicht die Ausweitung, sondern die Einhegung der Geheimdienstbefugnisse ansteht.<br>\nAngela Merkel hat gelogen. Ihr BND spionierte zu diesem Zeitpunkt bereits Freunde und Partner aus, was dann eben noch verst&auml;rkt wurde. Merkel war nicht in der Lage, ihren Laden zu kontrollieren. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie eigentlich politische Verantwortung &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Netzpolitikorg-Chef-ueber-NSA-Ausschuss\/%215381990\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyen zur NATO: &ldquo;Wir Deutsche, wir m&uuml;ssen mehr tun&rdquo; <\/strong><br>\nDass die neue US-Regierung von den europ&auml;ischen NATO-Partnern mehr finanzielles Engagement fordert, st&ouml;&szlig;t bei der deutschen Verteidigungsministerin auf volle Zustimmung. Im tagesthemen-Interview betonte sie auch, dass die Bundeswehr ohnehin mehr Geld brauche.<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen h&auml;lt die amerikanischen Forderungen nach einem st&auml;rkeren finanziellen Engagement europ&auml;ischer Staaten in der NATO f&uuml;r berechtigt. &ldquo;Wir Europ&auml;er, wir Deutsche, wir m&uuml;ssen mehr tun f&uuml;r die eigene Sicherheit, wir m&uuml;ssen da mehr investieren&rdquo;, sagte die Ministerin in den tagesthemen.<br>\n&ldquo;Es ist ja auch nicht fair, dass die Amerikaner doppelt so viel leisten wie wir alle Europ&auml;er zusammen.&rdquo; Insofern h&auml;tten die Amerikaner recht, &ldquo;dass sie von uns h&ouml;ren m&ouml;chten, wie wir glaubw&uuml;rdig darlegen, wie wir das gemeinsame Zwei-Prozent-Ziel in der NATO erreichen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/leyen-nato-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Wir m&uuml;ssen aufr&uuml;sten!<\/strong><br>\nDer Russe steht wieder vor der T&uuml;r!!!! Und &uuml;ber eine Milliarde Chinesen sind bis an die Z&auml;hne bewaffnet und warten nur darauf, bei uns einzufallen!!! Wir m&uuml;ssen aufr&uuml;sten!!!!<br>\nDie USA wollen die &bdquo;Verantwortung&ldquo; nicht mehr alleine tragen! Sie geben 596 Milliarden Dollar f&uuml;r &bdquo;Verteidigung&ldquo; aus und die europ&auml;ischen Nato-Partner mit Kanada nur 273 Milliarden (2015).<br>\nDie USA unterhalten &bdquo;zur Verteidigung der Freiheit&ldquo; an die 1000 Milit&auml;rstationen in aller Welt, f&uuml;hren v&ouml;lkerrechtswidrige verdeckte Kriege und den ebenfalls v&ouml;lkerrechtswidrigen Drohnenkrieg und mussten zu ihrer &bdquo;Verteidigung&ldquo; nach dem Zweiten Weltkrieg zahllose Kriege f&uuml;hren, mit vielen Millionen Toten &ndash; die Zahlen schwanken zwischen sechs und 30 Millionen. Und jetzt m&uuml;ssen sie Russland und China einkreisen, damit sie bei der Eroberung von Rohstoffen und Absatzm&auml;rten nicht gest&ouml;rt werden. Bei dieser &bdquo;verantwortungsvollen&ldquo; Au&szlig;enpolitik k&ouml;nnen wir die Vereinigten Staaten nicht im Stich lassen.<br>\nKriegsministerchen Ursula von der Leyen verk&uuml;ndet jetzt auf allen Kan&auml;len, Deutschland m&uuml;sse weiter aufr&uuml;sten und &bdquo;mehr Verantwortung &uuml;bernehmen&ldquo;. Selbstverst&auml;ndlich sieht das ihre Chefin Angela Merkel genauso. Nur die Partei DIE LINKE warnt vor weiteren Aufr&uuml;stungsrunden und wird durch die Zahlen best&auml;tigt. Weshalb sollten eigentlich die Europ&auml;er weiter aufr&uuml;sten, wenn der Russe vor unserer T&uuml;r 66,4 Milliarden in die R&uuml;stung steckt und die bis an die Z&auml;hne bewaffneten Chinesen 215 Milliarden? Allein der enge Freund und Verb&uuml;ndete der USA, Saudia-Arabien (R&uuml;stungsausgaben: 87,2 Milliarden) &ndash; Moslems aus dem friedliebenden Saudi-Arabien, das im Jemen im Auftrag der USA &bdquo;die Freiheit verteidigt&ldquo;, d&uuml;rfen weiter in die USA einreisen &ndash; gibt mehr aus als der &bdquo;b&ouml;se Russe&ldquo;.<br>\nWir sind wieder mitten im Kalten Krieg und die R&uuml;stungshetzer kriechen aus allen L&ouml;chern. &bdquo;Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen&ldquo;, sagt das bekannte Zitat von Peter Ustinov. Ja, h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben f&uuml;hren zu weiterem Terrorismus. Terrorismus ist nach einem in der &Ouml;ffentlichkeit vergessenen deutschen Gesetz die rechtswidrige Anwendung von &bdquo;Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religi&ouml;ser Belange&ldquo;. Aber wen k&uuml;mmern schon die deutschen Gesetze, wenn der &bdquo;gro&szlig;e Bruder&ldquo; Gehorsam wie beim v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg in Syrien verlangt? Und w&auml;hrend die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; die Kriegsausgaben erh&ouml;ht, sterben Millionen an Hunger und Krankheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1326094144118716\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Drohnen der US-Streitkr&auml;fte nun auch in Ramstein<\/strong><br>\nOffiziell haben die US-Streitkr&auml;fte 155 Drohnen, die zumeist f&uuml;r die Gefechtsfeldaufkl&auml;rung eingesetzt werden, in Deutschland stationiert. Damit hat sich die Anzahl der unbemannten US-Flugger&auml;te seit 2014 verdoppelt. Diese Verst&auml;rkung steht im Zusammenhang mit der allgemeinen Wiederaufr&uuml;stung der US-Streitkr&auml;fte in Europa. Man plant, weitere Maschinen nach Deutschland zu bringen.<br>\nDeutschland ist ein wichtiger Standort f&uuml;r den Nachschub in Richtung russischer Grenze und zur Ausbildung von in Osteuropa eingesetzten Truppen. In den vergangenen Monaten hat man eine Panzerbrigade nach Europa verlegt. Am Wochenende landete in Bremerhaven mit der 10th Combat Aviation Brigade &raquo;Black Hawk&laquo;- und &raquo;Apache&laquo;-Hubschrauberverst&auml;rkung f&uuml;r in Bayern stationierte Truppen an.<br>\nSeit 2004 f&uuml;hrt die US-Armee in der Oberpfalz auch Trainingsfl&uuml;ge mit verschiedenen Drohnen-Typen durch. Betroffen sind die Regionen um Grafenw&ouml;hr und Hohenfels sowie Spangdahlem in der Eifel. Zust&auml;ndig ist das &raquo;Joint Multinational Training Command&laquo; (JMTC) in Vilseck. Die ben&ouml;tigten Aufstiegsgenehmigungen erteilt das Bundesministerium der Verteidigung. Offiziell best&auml;tigt wurde der Einsatz der US-Flugroboter allerdings erst 2013.<br>\n&raquo;Die St&uuml;tzpunkte in Bayern erweisen sich abermals als wichtige Knoten im weltweiten US-Drohnenkrieg&laquo;, kritisiert der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, der die Bundesregierung nach ihren Kenntnissen &uuml;ber das Training mit und den Einsatz der Drohnen befragt hat. Der Linksparteipolitiker verwies dabei auch auf einen Unfall, der sich am 4. November 2014 am Truppen&uuml;bungsplatz Hohenfels ereignete. Eine Drohne vom Typ &raquo;Shadow&laquo;, die eine Spannweite von 3,9 Meter und eine L&auml;nge von 3,4 Meter hat, war abgest&uuml;rzt. &Uuml;ber die Ursachen des Unfalls ist der Bundesregierung nichts bekannt. Markus Gr&uuml;bel, Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium, best&auml;tigte: &raquo;Der Abschlussbericht zu den Untersuchungen durch die zust&auml;ndigen US-Beh&ouml;rden wurde angefordert, liegt der Bundesregierung jedoch noch nicht vor.&laquo; Auch kann die Bundesregierung nicht in Erfahrung bringen, ob die Drohne wie vorgeschrieben auf Sicht geflogen wurde. M&ouml;glich w&auml;re auch die Steuerung &uuml;ber eine US-Basis au&szlig;erhalb Deutschlands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/m\/artikel\/1041830.drohnen-der-us-streitkraefte-nun-auch-in-ramstein.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Russlands &ldquo;Geisterzug&rdquo; kehrt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWie zu d&uuml;steren Sowjetzeiten soll ein Milit&auml;rzug durch das russische Hinterland rollen, immer bereit, strategische Ziele im Westen ins Visier zu nehmen. Die Fracht des ber&uuml;chtigten &ldquo;Geisterzugs&rdquo; ist zerst&ouml;rerisch: Atomraketen. Unter dem Eindruck wachsender Spannungen mit dem Westen l&auml;sst Russland die Muskeln spielen und verschafft sich international Respekt &ndash; auch mit Man&ouml;vern, Truppenverlegungen an die Westgrenze und Kampfjets in Syrien. Experten warnen vor Anzeichen eines &ldquo;Kalten Krieges 2.0&rdquo;.<br>\nAnfang 2017 soll Oberbefehlshaber Wladimir Putin &uuml;ber den Stand der Entwicklung des Raketenzuges vom Typ &ldquo;Bargusin&rdquo; mit Platz f&uuml;r f&uuml;nf oder sechs Flugk&ouml;rper informiert werden. Das sowjetische Original war in den 1980er Jahren gef&uuml;rchtet, weil es f&uuml;r die westliche Aufkl&auml;rung schwer zu orten war. Noch bis zum Beginn der 2000er Jahre betrieben die russischen Streitkr&auml;fte den geheimnisvollen Zug.<br>\nNun wird das Projekt wiederbelebt. Die Interkontinentalraketen h&auml;tten erste Tests erfolgreich durchlaufen, meldet die Agentur Interfax. Bis 2020 soll der neue Raketenzug einsatzbereit sein. (&hellip;)<br>\nSp&auml;testens seit dem Nato-Gipfel in Warschau im Juli 2016 wird der Graben zwischen Russland und dem Westen tiefer. Die russische Annexion der Halbinsel Krim 2014 hat &Auml;ngste in Osteuropa gesch&uuml;rt. In Warschau beschloss die Nato, je 1000 Soldaten in den baltischen Ex-Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen zu stationieren. Auch Deutschland f&uuml;hrt ein Bataillon an.<br>\nF&uuml;r Moskau &uuml;berschreitet der Westen mit der Aufr&uuml;stung Osteuropas eine rote Linie. &ldquo;Die Nato ist ein aggressiver Block&rdquo;, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Auch in der Milit&auml;rdoktrin von 2014 wird die Allianz als Gegner eingestuft. Tausende Soldaten will Moskau als Reaktion an seine Westflanke verlegen. Im Mai hatte die Regierung angek&uuml;ndigt, drei neue Divisionen zu je 10.000 Mann zu schaffen.<br>\nBeobachter sind skeptisch, was daraus wird. Da sich die Zahl der Soldaten 2016 offiziell mit etwa einer Million kaum ver&auml;ndert hat, d&uuml;rfte Russland vor allem Truppen aus Zentralasien verschieben. Der geplante Milit&auml;retat 2017 ist zwar mit fast 42 Milliarden Euro noch stattlich, aber im Vergleich zu 2016 um ein Viertel geschrumpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_79714046\/kalter-krieg-2-0-russlands-geisterzug-kehrt-zurueck.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein nicht mehr ganz aktueller Artikel, aber ist es nicht erstaunlich: &ldquo;Der geplante Milit&auml;retat 2017 ist zwar mit fast 42 Milliarden Euro noch stattlich, aber im Vergleich zu 2016 um ein Viertel geschrumpft.&rdquo;? Zugleich steigen die Milit&auml;rausgaben in der NATO. Ist Russland tats&auml;chlich so bedrohlich? Ist nicht vielmehr die NATO &ndash; insbesondere die USA &ndash; eine Gefahr f&uuml;r den Frieden? Bitte lesen Sie dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37010\">An die 1.000 US-Milit&auml;rbasen gibt es weltweit. Russland hat 20. Russland wird als &bdquo;bedrohlich&ldquo; bezeichnet. Die USA nicht.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nie wieder &raquo;kein Krieg&laquo;<\/strong><br>\nParallel zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz mit Spitzenpolitikern und Stiftungsvertretern findet vom 17. bis zum 19. Februar in der bayerischen Landeshauptstadt eine internationale Konferenz von Friedensgruppen, Gewerkschaftern und Antifaschisten statt. Unter dem Motto &raquo;Frieden und Gerechtigkeit gestalten &ndash; nein zum Krieg&laquo; wollen die Veranstalter im Alten Rathaus, im DGB- und im Eine-Welt-Haus ein Gegengewicht herstellen. Ma&szlig;geblich organisiert von der Deutschen Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) wird die Internationale Friedenskonferenz vom Kulturreferat der Stadt M&uuml;nchen gef&ouml;rdert. Unterst&uuml;tzer sind unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern sowie der Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &ndash; Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Als erste Referentin soll am Freitag abend (17. Februar) im Alten Rathaus die Publizistin Daniela Dahn zum Thema &raquo;Kooperation oder Konfrontation mit Russland?&laquo; sprechen. Anschlie&szlig;end stellen langj&auml;hrige Aktivistinnen und Aktivisten Handlungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Normalsterbliche vor &ndash; so etwa die Journalistin und Filmemacherin Elsa Rassbach unter dem Motto &raquo;Gewaltfrei gegen Drohnenkrieg&laquo;. Die Diskussion moderiert Clemens Ronnefeldt, Referent f&uuml;r Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Vers&ouml;hnungsbundes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/m\/artikel\/303513.nie-wieder-kein-krieg.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Cum-Ex-Ausschuss: Sch&auml;ubles teure Wissensl&uuml;cken<\/strong><br>\nDie dubiosen Steuertricks von Banken bei Aktiengesch&auml;ften wurden unter Wolfgang Sch&auml;uble zwar gestoppt. Doch der Auftritt des Finanzministers im Cum-Ex-Ausschuss zeigt: Wichtige Informationen erreichten den Minister zu sp&auml;t. [&hellip;]<br>\nZwar arbeiteten Sch&auml;ubles Beamte seit 2010 an einem Gesetz gegen Cum-Ex-Gesch&auml;fte, die in einem ersten Anlauf 2007 nur f&uuml;r inl&auml;ndische Banken unterbunden worden waren. Doch in Kraft trat es erst Anfang 2012. Cum-Cum-Deals wurden sogar erst 2016 beendet. Viel Zeit f&uuml;r die Banken also, den Fiskus um weitere Milliarden zu erleichtern.<br>\n&ldquo;Das Gesetzgebungsverfahren war au&szlig;erordentlich komplex&rdquo;, entschuldigt Sch&auml;uble am Donnerstag die Verz&ouml;gerungen. Das habe neben Softwareproblemen auch an der notwendigen Koordination mit den Bundesl&auml;ndern gelegen, die zum Teil erhebliche Verluste bei ihrem Steueraufkommen gef&uuml;rchtet h&auml;tten. Welche L&auml;nder das waren, kann Sch&auml;uble auf Nachfrage jedoch nicht beantworten. [&hellip;]<br>\nUnd was ist mit den Hinweisen von au&szlig;en? Auf den Brief von Ude hin habe man damals ergebnislos in den L&auml;ndern nachgefragt, sagt Sch&auml;uble. &ldquo;Wenn die sagen, wir haben nichts, dann sind unsere M&ouml;glichkeiten ersch&ouml;pft.&rdquo; Und h&auml;tte der Minister sich als Aufseher der DekaBank nicht ausf&uuml;hrlicher informieren m&uuml;ssen? &ldquo;Ich habe auch den SPIEGEL gelesen&rdquo;, sagt er. Dabei habe er erst &ldquo;zur Kenntnis genommen&rdquo;, dass sein Ministerium an Verwaltungsratssitzungen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Bank teilnimmt. Das klingt deutlich weniger forsch als Sch&auml;uble in internationalen Steuerfragen auftritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wolfgang-schaeuble-zeigt-im-cum-ex-ausschuss-teure-wissensluecken-a-1134984.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erfolgsmodell Mindestlohn? Die fragw&uuml;rdigen Zahlen der Bundesregierung<\/strong><br>\nEs ist der gro&szlig;e Erfolg der SPD, das Prestigeprojekt von Andrea Nahles. &bdquo;Der Mindestlohn wirkt&ldquo;, mit diesem Slogan zieht die Ministerin durchs Land. Aber kommt er auch bei den &Auml;rmsten an, bei den Mini-Jobbern? Ja, sagt die Bundesregierung. Nur etwa jeder achte geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte bekomme weniger als ihm zusteht. MONITOR hat sich diese Zahlen genauer angesehen. Und festgestellt: Die Aussagekraft der Zahlen ist zweifelhaft. Tats&auml;chlich d&uuml;rften deutlich mehr Taxifahrer, Putzfrauen oder Kellnerinnen um ihren Mindestlohn geprellt werden als behauptet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/mindestlohn-142.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jobcenter bestrafen wieder mehr Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nDas Jobcenter hat 2016 wieder mehr Hartz-IV-Empf&auml;nger bestraft: Rund 135.000 von ihnen wurde das Existenzminimum gek&uuml;rzt. Oft zu Unrecht &ndash; fast vier von zehn Klagen gegen die Sanktionen hatten Erfolg.<br>\nTermin beim Jobcenter vers&auml;umt, Job nicht angetreten &ndash; derartige Vers&auml;umnisse hatten im vergangenen Jahr f&uuml;r mehr Empf&auml;nger von Hartz IV wieder empfindliche Folgen: Die Jobcenter k&uuml;rzten die Auszahlungen der Sozialleistung, die eigentlich bereits das Existenzminimum darstellt.<br>\nIm Schnitt waren 2016 monatlich 134.390 Menschen von Leistungsk&uuml;rzungen betroffen, berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken. 2015 waren es mit 131.520 noch rund 3000 Betroffene weniger.<br>\nZu diesen Betroffenen geh&ouml;ren h&auml;ufig auch Kinder. In jedem dritten der mit Sanktionen belegten Haushalte &ndash; konkret im Monatsdurchschnitt 44.400 &ndash; lebten Kinder. Auch diese Zahl ist dem Bericht zufolge 2016 um 1700 gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-jobcenter-verhaengen-wieder-mehr-sanktionen-a-1134817.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die hohe Erfolgsquote k&ouml;nnte den Eindruck erwecken als w&uuml;rden etliche Ma&szlig;nahmen eher den Kriterien einer sog. Bananenrepublik entsprechen und eben nicht zu einer Beh&ouml;rde eines demokratischen Rechtsstaates.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alfred Kleinknecht: &bdquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung schadet der Produktivit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Alfred Kleinknecht &uuml;ber den Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Produktivit&auml;t sowie Innovation. Kleinknecht ist emeritierter Professor f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an der TU Delft (Niederlande).<br>\nArbeit m&uuml;sse m&ouml;glichst billig und flexibel sein, ist seit einigen Jahrzehnten eine weit verbreitete Forderung, denn nur so w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze geschaffen. Die immer wieder zu h&ouml;rende Floskel von den notwendigen &bdquo;Strukturreformen&ldquo; gr&uuml;ndet auf genau dieser Idee, Arbeit zu verbilligen und zu flexibilisieren. Sie vermuten aber, dass eine solche Politik negative Auswirkungen auf die Arbeitsproduktivit&auml;t habe &ndash; weshalb?<br>\nAlfred Kleinknecht: Wenn Arbeit billiger und flexibler wird, dann lohnt sich die Einf&uuml;hrung arbeitssparender Technologie weniger. Auch alte Maschinen werden dann langsamer ersetzt durch neuere (und produktivere). In unserer Analyse von 19 OECD-L&auml;ndern &uuml;ber einen Zeitraum von 44 Jahren kommt heraus: Ein Prozent mehr (bzw. weniger) reale Lohnerh&ouml;hung f&uuml;hrt mittelfristig zu ca. 0,4 Prozent mehr (bzw. weniger) Wachstum der Wertsch&ouml;pfung pro Arbeitsstunde. Mit Lohnzur&uuml;ckhaltung wird also der Kuchen kleiner, den wir zwischen Kapital, Arbeit und Staat verteilen k&ouml;nnen.<br>\nDie herrschende Volkswirtschaftslehre propagiert auch immer wieder, dass Arbeitsm&auml;rkte &bdquo;dynamischer&ldquo; werden m&uuml;ssen, zum Beispiel durch Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes. Mehr Personalwechsel hat allerdings betr&auml;chtliche Nachteile: Betriebliche Weiterbildung lohnt sich weniger; und Vertrauen und Loyalit&auml;t entwickeln sich nur in l&auml;ngerfristigen Arbeitsbezieh&not;ungen. Bei geringerer Loyalit&auml;t flie&szlig;en Betriebsgeheimnisse und technologische Kenntnisse leichter zu Konkurrenten ab. Das probiert man dann durch mehr Kontrolle wieder aufzufangen. Betriebe in flexiblen &bdquo;hire &amp; fire&ldquo;-Arbeitsm&auml;rkten wie etwa in den USA haben gut doppelt so dicke Managementb&uuml;rokratien, verglichen mit dem alten Europa. Das treibt nicht nur die Kosten in die H&ouml;he; es ist auch ein &Auml;rgernis f&uuml;r kreative K&ouml;pfe und behindert die Innovation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2001\">annotazioni.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auch bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen j&auml;hrlich sinkt das Arbeitskr&auml;fteangebot bis 2060 auf unter 40 Millionen<\/strong><br>\nIn den n&auml;chsten Jahren w&uuml;rde zwar bei einer Nettozuwanderung von j&auml;hrlich 200.000 Personen das Arbeitskr&auml;fteangebot noch leicht steigen, und auch im Jahr 2030 w&auml;re es mit 44,5 Millionen noch ann&auml;hernd auf dem heutigen Niveau. Danach w&uuml;rde sich aber die Abnahme beschleunigen, sodass auch bei Ber&uuml;cksichtigung der weiter steigenden Erwerbsquoten der Frauen und der &Auml;lteren im Jahr 2060 weniger als 40 Millionen Personen dem Arbeitsmarkt zur Verf&uuml;gung stehen w&uuml;rden.<br>\nDas Arbeitskr&auml;fteangebot wird aufgrund des demografischen Wandels auch &auml;lter. Die Zahl der Arbeitskr&auml;fte j&uuml;ngeren und mittleren Alters sinkt deutlich. So waren im Jahr 2015 9,5 Millionen Erwerbspersonen j&uuml;nger als 30 Jahre. Mit einem Wanderungssaldo von j&auml;hrlich 200.000 Personen w&auml;ren es 2030 gut 8,0 Millionen und 2060 rund 7,5 Millionen. Die Zahl der 30- bis 49-J&auml;hrigen geht von 20,2 Millionen im Jahr 2015 auf 19,6 Millionen im Jahr 2030 zur&uuml;ck. 2060 umfasst das Potenzial dieser Altersgruppe nur noch 17,4 Millionen Erwerbspersonen.<br>\nSteigen wird die Zahl der &auml;lteren Arbeitskr&auml;fte, allerdings nur zeitweise. Das Potenzial der 50- bis 64-j&auml;hrigen Erwerbspersonen wird wegen der Alterung der Baby-Boom-Generation zun&auml;chst zahlenm&auml;&szlig;ig st&auml;rker werden. Ausgehend von 14,7 Millionen im Jahr 2015 erreicht das Potenzial der 50- bis 64-J&auml;hrigen 2021 mit 16,2 Millionen seinen h&ouml;chsten Wert. Der nachfolgende R&uuml;ckgang ist bereits eine Folge der Alterung der Baby-Boom-Generation, von der immer mehr in Rente gehen. Bis 2060 sinkt diese Altersgruppe auf 12,1 Millionen.<br>\nIm Fazit halten die Arbeitsmarktforscher fest: &bdquo;Die Anerkennung &Auml;lterer in der Gesellschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Integration von Migranten sind Ziele, deren Stellenwert aus einer Arbeitsmarktperspektive heraus noch zunimmt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb0617.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette Studie k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2017\/kb0617.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zypries gegen Deckelung von Managergeh&auml;ltern<\/strong><br>\nDie SPD-Fraktion im Bundestag tritt f&uuml;r ein Maximalverh&auml;ltnis zwischen Vorstandsgehalt und dem Durchschnittslohn der Angestellten ein. Wirtschaftsministerin Zypries geht das zu weit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/brigitte-zypries-stellt-sich-gegen-deckelung-von-managergehaeltern-14880432.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Die Politik sollte nicht ohne Not in unternehmerische Entscheidungen, &hellip; und die Vertragsfreiheit eingreifen.&ldquo; So, so soll sie nicht. Was war dann aber die Einf&uuml;hrung der Hartz-IV Gesetze? Hatten und haben diese nicht klar das Ziel, durch die Drohung der sozialen Deklassierung, Angst zu erzeugen und durch die damit bedingte Erpressbarkeit der Arbeitnehmer, das Lohnniveau in Deutschland zu senken? Ist das kein Eingriff in die Vertragsfreiheit? Wie man sieht gilt die gr&ouml;&szlig;te Sorge der SPD nach wie vor nur den Interessen des obersten 1%.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europaparlament winkt CETA durch<\/strong><br>\nGestern genehmigte das Europaparlament mit einer Mehrheit von 408 zu 254 Abgeordneten das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen CETA, das vorher geheim ausgehandelt wurde. Daf&uuml;r stimmten vor allem Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberale und Angeh&ouml;rige der von den britischen Tories angef&uuml;hrten konservativen ECR-Fraktion. Die anderen Fraktionen votierten &uuml;berwiegend dagegen &ndash; darunter auch die Gr&uuml;nen, obwohl deren deutscher Spitzenkandidat Cem &Ouml;zdemir am 4. Februar in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gefordert hatte, sich wegen Trump neu zu Freihandelsabkommen zu positionieren. Die ehemalige Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms enthielt sich der Stimme.<br>\nBei der Plenumsdebatte, die der Abstimmung vorausging, warnte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m, die der wirtschaftsliberalen schwedischen Partei Liberalerna angeh&ouml;rt, vor &ldquo;Protektionismus&rdquo;, &ldquo;Hindernissen&rdquo; und &ldquo;Mauern&rdquo;. F&uuml;r die Parlamentsmehrheit sprach der ehemalige lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks &ndash; ein Christdemokrat, der von einer F&uuml;hrungsrolle der EU in der Welt schw&auml;rmte und das Freihandelsabkommen als &ldquo;Leuchtturm&rdquo; lobte, der &ldquo;nicht erl&ouml;schen&rdquo; d&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Europaparlament-winkt-CETA-durch-3627632.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eurokrise: &ldquo;Die Lage in Frankreich ist sehr beunruhigend&rdquo;<\/strong><br>\nKehrt die Eurokrise zur&uuml;ck? Commerzbank-Chefvolkswirt J&ouml;rg Kr&auml;mer warnt vor neuen Gefahren. Die Kritik der US-Regierung an Deutschlands Export&uuml;bersch&uuml;ssen h&auml;lt er f&uuml;r unbegr&uuml;ndet. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Deutschland exportiert so viel wie noch nie &ndash; und viel mehr als es importiert. Der Leistungsbilanz&uuml;berschuss ist der gr&ouml;&szlig;te der Welt. Vor allem in den USA sorgt das f&uuml;r Unmut. Ein Berater von Pr&auml;sident Trump sprach j&uuml;ngst von Ausbeutung. Was ist da dran?<br>\nKr&auml;mer: Die Leistungsbilanzen bilden zum gro&szlig;en Teil zun&auml;chst nur die Kauf- und Sparentscheidungen der Verbraucher ab. Wenn sich die Amerikaner dazu entschlie&szlig;en, deutsche Autos zu kaufen, dann ist das so. Und wenn die Deutschen ihr Geld lieber sparen als f&uuml;r den Konsum ausgeben, dann sollte man das auch akzeptieren.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Es sind ja nicht nur die Verbraucher, auf die es ankommt, auch die Unternehmen und der Staat investieren in Deutschland derzeit sehr wenig.<br>\nKr&auml;mer: Richtig. Und was den Staat betrifft, lie&szlig;e sich das sicher &auml;ndern durch mehr &ouml;ffentliche Investitionen, etwa in Infrastruktur oder Bildung. Aber schon bei den Unternehmen wird es schwierig. Wenn ich einem mittelst&auml;ndischen Firmeninhaber sage, er investiere zu wenig, wird der mir zu Recht antworten: Das lassen Sie mal meine Sorge sein. Ich investiere genau so viel, wie ich es als Unternehmer f&uuml;r richtig halte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/eurokrise-und-deutsche-exporte-die-lage-in-frankreich-ist-sehr-beunruhigend-a-1134742.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Interview kann man auf zwei Arten lesen: 1., der Commerzbank-Chefvolkswirt meint seine Antworten wirklich ernst. Dann sind Aussagen wie, &ldquo;Die Leistungsbilanzen bilden zum gro&szlig;en Teil zun&auml;chst nur die Kauf- und Sparentscheidungen der Verbraucher ab. Wenn sich die Amerikaner dazu entschlie&szlig;en, deutsche Autos zu kaufen, dann ist das so. Und wenn die Deutschen ihr Geld lieber sparen als f&uuml;r den Konsum ausgeben, dann sollte man das auch akzeptieren.&rdquo;, ohne gedr&uuml;ckte Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland, die wachsende Armut in Deutschland oder wenigstens die Wechselkurse zu erw&auml;hnen, ein intellektuelles Armutszeugnis. So h&auml;tte auch ein Volkssch&uuml;ler antworten k&ouml;nnen. Kein Wunder, dass die Commerzbank kurz vor dem Bankrott stand und steht. <\/em><br>\n<em>Oder 2., es ist reine Propaganda. Daf&uuml;r sprechen die immer passenden Gef&auml;lligkeitsfragen des als &ldquo;Interviewer&rdquo; getarnten Stichwortgebers. F&uuml;r den SPIEGEL dagegen ging es augenscheinlich darum, die immer st&auml;rker anschwellende Diskussion &uuml;ber die Problematik der krassen deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse und vor allem &uuml;ber die Ursachen, die vollkommen falsche deutsche Politik zu ersticken. Schlie&szlig;lich hat der SPIEGEL &uuml;ber 20 Jahre lang und bis heute Propaganda f&uuml;r diese Wahnsinnspolitik gemacht. Und nat&uuml;rlich lenken beide gemeinsam den Fokus auf Frankreich: das einzige Land, dass sich korrekt an der Zielinflationsrate der EZB orientiert hat, aber prophylaktisch als Schuldiger festgestellt werden soll. Ein Schmierenst&uuml;ck allerersten Ranges.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Trump will Milliard&auml;r von der Wall Street gegen die Geheimdienste einsetzen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Trump-Gegner und Anti-Trump-Medien vom Chaos sprechen, vollzieht sich allerdings auf der B&uuml;hne in Washington ein Machtkampf, bei dem die Geheimdienste eine entscheidende Rolle spielen. So wird bereits von einem &ldquo;politischen Anschlag&rdquo; auf Flynn gesprochen. Wie schon zuvor, etwa beim Aufbauschen und Durchstechen des von einem britischen Ex-Geheimdienstagenten gesammelten Dossiers, wurde nun auch wieder das abgeh&ouml;rte Telefongespr&auml;ch an die Medien weitergegeben. (&hellip;) Bei aller Kritik an Trump und seiner Politik m&uuml;sste es f&uuml;r alle Verteidiger eines demokratischen Rechtsstaats ein Skandal sein, wenn die Geheimdienste sich direkt in die Politik einmischen. Das hat mit den gerne erw&auml;hnten &ldquo;checks and balances&rdquo; nichts zu tun, sondern unterh&ouml;hlt diese. Man muss sich auch fragen, warum Medien wie die Washington Post und die New York Times sich von den Geheimdiensten instrumentalisieren lassen, indem sie durchgestochene Informationen weitergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trump-will-Milliardaer-von-der-Wall-Street-gegen-die-Geheimdienste-einsetzen-3627991.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Ich werde keinem Kind mehr gerecht&ldquo;<\/strong><br>\nIch bin seit 15 Jahren Lehrerin, aber wenn ich gewusst h&auml;tte, dass der Unterricht irgendwann mal so aussieht wie jetzt, h&auml;tte ich einen anderen Beruf gew&auml;hlt. Ich unterrichte an einer ganz normalen Grundschule in Frankfurt. Eine durchschnittliche Klasse sieht heute so aus: Von 25 Kindern k&ouml;nnen ein Drittel nicht richtig Deutsch sprechen, etwa acht Kinder sind verhaltensauff&auml;llig, dazu kommen hochbegabte Kinder, traumatisierte Fl&uuml;chtlingskinder und noch ein Inklusionskind, das besonderer F&ouml;rderung bedarf. Auf der Strecke bleiben die paar normalen, unauff&auml;lligen, lernbegierigen Kinder, die einfach mitlaufen, weil man als Lehrerin keine Zeit f&uuml;r sie hat.<br>\nInklusion ist eigentlich eine gute Sache, aber nicht unter diesen Bedingungen. Es gibt Kinder, da lohnt es sich sehr, sie in der Regelschule zu integrieren, aber bei vielen Kindern ist das nicht m&ouml;glich. Manche Inklusionskinder treten den Lehrer, kratzen andere Kinder blutig und &uuml;berschreiten permanent Grenzen. Wenn man als Lehrerin Gl&uuml;ck hat, bekommt dieses Kind einen Inklusionshelfer, der hilft ihm bei den Aufgaben und passt darauf auf, dass das Kind sich nicht aus dem Fenster st&uuml;rzt oder auf dem Schulhof nicht verpr&uuml;gelt wird, aber du als Klassenlehrerin musst den Unterricht vorbereiten und auf die speziellen Lernbed&uuml;rfnisse dieses Kindes eingehen. In unserer Schule gibt es zwei F&ouml;rderlehrer, die nehmen die Kinder ein oder zwei Mal in der Woche aus dem Unterricht raus und machen mit ihm gesondert Aufgaben. Das ist ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. In der restlichen Zeit ist man wieder auf sich alleine gestellt und muss permanent auf die Kinder eingehen, damit sie den Vormittag &uuml;berstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/misstaende-an-deutschen-schulen-eine-lehrerin-berichtet-14871446.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kabinettsbeschluss pro Ausl&auml;ndermaut<\/strong><br>\nDeutschlands Hochschulen sollen weltoffener werden. So verspricht es die Bundesregierung und hat dazu k&uuml;rzlich ihre &bdquo;Internationalisierungsstrategie&ldquo; f&uuml;r Bildung, Wissenschaft und Forschung beschlossen. Man wolle &bdquo;mehr Synergien, mehr Koh&auml;renz, mehr Br&uuml;cken bauen&ldquo;, um die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands zu sichern und nachhaltige L&ouml;sungen f&uuml;r die gro&szlig;en, globalen Themen zu finden&ldquo;. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) im O-Ton: &bdquo;Ein freier Geist kennt keine Grenzen, er &uuml;berwindet sie.&ldquo;<br>\nOder auch nicht. Baden-W&uuml;rttembergs gr&uuml;n-schwarze Landesregierung ist gerade drauf und dran, all die sch&ouml;nen Vors&auml;tze &uuml;ber den Haufen zu werfen, neue Grenzen hochzuziehen und Br&uuml;cken einzurei&szlig;en. Weil das aber so h&auml;sslich klingt, verkauft die Koalition das Ganze unter &bdquo;Internationalisierung mit Augenma&szlig;&ldquo;. Am Dienstag hat der Ministerrat gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Gesetzentwurf zur Erhebung einer Campusmaut f&uuml;r Studierende von au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (EU) gegeben. Sie sollen ab dem Wintersemester 2017\/18 j&auml;hrlich 3.000 Euro daf&uuml;r bezahlen m&uuml;ssen, dass sie im L&auml;ndle studieren k&ouml;nnen. Auch Inl&auml;nder wollen Gr&uuml;ne und CDU zur Kasse bitten. K&uuml;nftig sollen f&uuml;r ein Zweitstudium 650 Euro pro Semester f&auml;llig werden. Voraussichtlich Anfang M&auml;rz wird die Vorlage in erster Lesung im Landtag behandelt. Die endg&uuml;ltige Beschlussfassung soll im Mai erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-2005-bawue_kabinettsbeschluss_pro_auslaendermaut.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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