{"id":37072,"date":"2017-02-17T16:14:51","date_gmt":"2017-02-17T15:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072"},"modified":"2017-02-17T16:14:51","modified_gmt":"2017-02-17T15:14:51","slug":"hinweise-des-tages-ii-284","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h01\">Unsere klammheimlichen Trump-Fans<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h02\">Auf Augenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h03\">R&uuml;sten wie im Kalten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h04\">Boykott: Bundesregierung will NICHT &uuml;ber Verbot von Atombomben verhandeln!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h05\">Ukraine: Stimmung dreht sich gegen NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h06\">Hinrichtungen in Syrien &ndash; Nahost-Expertin: AI-Bericht dient als politisches Werkzeug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h07\">Faule Deals mit Ansage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h08\">Malta: Besuch im Steuerparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h09\">Beim Auspuff h&ouml;rt&rsquo;s auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h10\">Pkw-Maut verst&ouml;&szlig;t laut Gutachten gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h11\">Datenbanken-Wildwuchs beim BKA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h12\">60 Millionen Euro versenkt: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stoppt IT-Projekt ROBASO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h13\">Zur Ethik der Wohlfahrtsverb&auml;nde in einer gespaltenen Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h14\">Der Frankfurter Sex-Mob, der niemals tobte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h15\">&ldquo;Nur bei Randale werden sie von der Politik wahrgenommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h16\">Ph&auml;nomen Geert Wilders: &ldquo;Alle dachten, das geht vorbei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h17\">Gr&uuml;ner Existenzkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37072#h18\">Zu guter Letzt: Geistig verwirrter Mann st&uuml;rmt Pressekonferenz im Wei&szlig;en Haus und p&ouml;belt Journalisten an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Unsere klammheimlichen Trump-Fans<\/strong><br>\nMassive Arbeiter-Proteste zwingen den designierten US-Arbeitsminister Andrew Puzder zur Aufgabe. Doch seine asozialen Praktiken als Fast Food-Unternehmer waren in der EU kein Gegenstand der Kritik<br>\nWie heftig kritisieren Politiker und Unternehmer diesseits und jenseits des Atlantiks den neuen b&ouml;sen US-Pr&auml;sidenten Trump, wenn er B&uuml;rgern muslimischer Staaten die Einreise verbieten will! Bei dem vielen begr&uuml;ndeten Gemaule &uuml;ber Trump wird aber eines verdr&auml;ngt:<br>\nTrump und seine Leute stehen f&uuml;r eine neue, noch asozialere Unternehmer-Generation<br>\nSie k&uuml;mmert sich wenig bis gar nicht um Arbeitsrechte, weder national noch international. Das unterscheidet Trumps Clique bei genauerer Betrachtung bislang kaum von Regierungen in Deutschland und in der EU, die vergleichbare Zumutungen und H&auml;rten selbst organisieren oder hinnehmen.<br>\nTrump hatte als seinen Arbeitsminister den Fast Food-Unternehmer Andrew Puzder benannt. Doch zahlreiche Gruppen wie Jobs with Justice und Equal Rights Advocates sowie der Gewerkschaftsdachverband AFL-CIO haben wochenlang die Praktiken Puzders an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht. Seine Anh&ouml;rungs-Termine vor dem US-Senat mussten f&uuml;nf Mal verschoben werden, weil Trumps Kandidat mit seinen schriftlichen Antworten nicht nach kam. Jetzt hat er auf das Amt verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/puzder_unsere-klammheimlichen-trump-fans\/\">Werner R&uuml;gemer auf arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Auf Augenh&ouml;he<\/strong><br>\nVor der heute beginnenden M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz fordert der deutsche Au&szlig;enminister ein B&uuml;ndnis &ldquo;auf Augenh&ouml;he&rdquo; mit den Vereinigten Staaten. Da &ldquo;Amerika&rdquo; nicht &ldquo;F&uuml;hrungsmacht bleiben kann [!] und will&rdquo;, solle die EU nun eine gleichberechtigte &ldquo;Partnerschaft&rdquo; einfordern, erkl&auml;rt Sigmar Gabriel. Zugleich erkl&auml;rt der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, Br&uuml;ssel m&uuml;sse in Zukunft gegen&uuml;ber Washington &ldquo;durchaus selbstbewusst auftreten&rdquo;; es gelte &ldquo;diejenigen unserer Kerninteressen klar zu kommunizieren, deren Verletzung eine transatlantische Gro&szlig;krise provozieren w&uuml;rde&rdquo;. W&auml;hrend im EU-Establishment Warnungen laut werden, die neue US-Administration k&ouml;nne versuchen, unter Ausnutzung des verbreiteten Unmuts &uuml;ber die deutsche Dominanz die Union zu spalten, empfehlen deutsche Experten, sich Br&uuml;che im US-Establishment zunutze zu machen und mit Mitgliedern des US-Kongresses gegen die Regierung Trump zu paktieren. Berlin kann bei der Abwehr missliebiger Vorhaben des US-Pr&auml;sidenten erste Erfolge verzeichnen: Am gestrigen Donnerstag hat die NATO eine Reihe antirussischer Ma&szlig;nahmen beschlossen, die mit Trumps Ank&uuml;ndigung, enger mit Moskau zu kooperieren, kaum vereinbar sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59542\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Nato plant mehr Man&ouml;ver im Schwarzen Meer<\/strong><br>\nDie Nato will k&uuml;nftig im Schwarzen Meer h&auml;ufiger Man&ouml;ver stattfinden lassen. Das k&uuml;ndigte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg in Br&uuml;ssel an. (&hellip;)<br>\nEin Anrainer des Schwarzen Meeres ist Russland, ebenso wie die Nato-Mitglieder T&uuml;rkei, Bulgarien und Rum&auml;nien sowie die B&uuml;ndnispartner Ukraine und Georgien, die ihrerseits direkte Grenzkonflikte mit Moskau haben.<br>\nEin Nato-Vertreter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Ziel der verst&auml;rkten Pr&auml;senz sei unter anderem die Gewinnung von Geheimdiensterkenntnissen etwa zu den in der Region stationierten russischen Boden-Luft-Raketen. (&hellip;)<br>\nDeutlicher wurde Stoltenberg Richtung USA: &ldquo;Unser gemeinsamer Verteidigungskurs &ndash; Artikel 5 &ndash; ist bedingungslos, ist absolut, und es ist der Kern unseres B&uuml;ndnisses&rdquo;, sagte er. Die USA hatten zuvor damit gedroht, ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Nato-Partner zur&uuml;ckzufahren. US-Verteidigungsminister James Mattis forderte von den Alliierten einen klaren Plan zur Steigerung ihrer Milit&auml;rbudgets bis Ende des Jahres.<br>\nDer Artikel 5 des Nato-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten zum Beistand im Fall eines bewaffneten Angriffs auf einen B&uuml;ndnispartner. &ldquo;Die USA stehen felsenfest zu Artikel 5 und zu unserem gegenseitigen Beistand&rdquo;, stellte Mattis anschlie&szlig;end klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-will-praesenz-im-schwarzen-meer-ausbauen-a-1134924.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bef&uuml;rchtet der Generalsekret&auml;r der NATO, Herr Stoltenberg, allen Ernstes einen Angriff durch Russland? &Uuml;brigens: Artikel 5 des NATO-Vertrages sagt z.B. Nichts &uuml;ber Art und Weise der Unterst&uuml;tzung &ndash; wohlgemerkt: Im Verteidigungsfall (!) &ndash; aus. Die Lieferung eines Rettungswagens w&auml;re somit auch eine Unterst&uuml;tzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>R&uuml;sten wie im Kalten Krieg<\/strong><br>\nWas passiert, wenn Trump Putin nicht mehr f&uuml;r seinen Freund h&auml;lt? Atomsprengk&ouml;pfe gibt es viele und im Pentagon sitzt das Geld locker.<br>\nDie nach dem Wahlkampf wiederholte Behauptung, der russische Pr&auml;sident betreibe die Destabilisierung der US-Demokratie, erinnert an die Paranoia des Kalten Kriegs: Damals speiste sich die Angst vor den &bdquo;Roten&ldquo; (&bdquo;Red Scare&ldquo;) aus der Vorstellung, dass die Sowjets trotz des Verlusts von 20 Millionen Menschenleben und trotz der Verw&uuml;stung ihres Landes im Zweiten Weltkrieg &uuml;ber ein milit&auml;risches Potenzial verf&uuml;gten, das dem der USA technisch ebenb&uuml;rtig und zahlenm&auml;&szlig;ig weit &uuml;berlegen sei. [&hellip;]<br>\nRussische Aktivit&auml;ten als aggressive Bedrohung zu interpretieren, war f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie stets segensreich. Aber schon die russischen Potenziale gro&szlig;zureden, ist f&uuml;r einen langfristig &uuml;ppigen Verteidigungshaushalt notwendig &ndash; f&uuml;r den Fall, dass der Kreml l&auml;stigerweise eine friedliche Wendung in der Au&szlig;enpolitik vollziehen sollte. Auch deshalb gibt die US-Milit&auml;rf&uuml;hrung russischen Waffensystemen heute Spitzennoten &ndash; wie in den 1950er Jahren, als US-Gener&auml;le aus einem zerst&ouml;rten Russland zur&uuml;ckkehrten und erkl&auml;rten, die sowjetische R&uuml;stungsindustrie sei dabei, Amerikas technologischen Vorsprung einzuholen.<br>\nIn gewissem Sinne hat die neue &bdquo;rote Gefahr&ldquo; also das erw&uuml;nschte und vorhersagbare Resultat: Die Verteidigungsausgaben steigen wieder, nachdem sie durch die Reduzierung der US-Truppen im Irak und in Afghanistan geschrumpft waren. Das Pentagon hat sein auf 583 Milliarden Dollar erh&ouml;htes Budget f&uuml;r 2016 mit dem Hinweis auf die &bdquo;russische Aggression&ldquo; begr&uuml;ndet. Und die Nato-Verb&uuml;ndeten haben mittlerweile zugesagt, ihre Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aus-Le-Monde-diplomatique\/%215384980\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Boykott: Bundesregierung will NICHT &uuml;ber Verbot von Atombomben verhandeln!<\/strong><br>\nTiefpunkt ist erreicht: Die Bundesregierung will NICHT &uuml;ber das Verbot von Atombomben verhandeln. Dabei will dieselbe Regierung eine &ldquo;atomwaffenfreie Welt&rdquo; und sieht sich als Gegner von Atombomben. Man hat sogar offiziell gesagt, dass man die anstehenden Verhandlungen &ldquo;nat&uuml;rlich nicht boykottieren&rdquo; werde. Nun tut man es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/tilo.jung\/posts\/10156326185054572\">Jung und Naiv via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung will Atomwaffen-Verhandlungen boykottieren<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird den internationalen Verhandlungen &uuml;ber ein Atomwaffenverbot fernbleiben. Das erkl&auml;rt das Au&szlig;enministerium in einem Schreiben an mehrere Friedensorganisationen, darunter die deutschen Sektionen der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges (IPPNW). Ab dem 27. M&auml;rz werden gesch&auml;tzte 130 Staaten in New York &uuml;ber einen Vertrag diskutieren, der die &Auml;chtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen zum Ziel hat.<br>\nSascha Hach von ICAN Deutschland kommentiert die Haltung der Bundesregierung: &bdquo;Mit ihrem Boykott schadet die Bundesregierung der abr&uuml;stungspolitischen Glaubw&uuml;rdigkeit Deutschlands. Eine atomwaffenfreie Welt, wie sie die Regierung offiziell zum Ziel hat, ist ohne eine &Auml;chtung von Atomwaffen nicht erreichbar. Indem sie sich aus einer f&uuml;r die Weiterentwicklung des V&ouml;lkerrechts zentralen multilateralen Debatte ausklinkt, gibt sie wichtige und von der Bev&ouml;lkerung getragene friedenspolitische Werte preis.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.icanw.de\/action\/bundesregierung-will-atomwaffen-verhandlungen-boykottieren\/\">ican germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ukraine: Stimmung dreht sich gegen NATO<\/strong><br>\nWie eine aktuelle Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Gallup zeigt, betrachten erstmals seit Ausbruch des B&uuml;rgerkrieges in ihrem Land mehr Ukrainer die NATO als Bedrohung denn als Schutzmacht.<br>\nLaut der Erhebung f&uuml;hlen sich 35 Prozent der Ukrainer von dem westlichen Milit&auml;rb&uuml;ndnis bedroht, w&auml;hrend 29 Prozent die NATO als Schutz ansehen. Mit &bdquo;weder noch&ldquo; antworteten 26 Prozent. Wie in den meisten ehemaligen Sowjetrepubliken st&ouml;&szlig;t die NATO auch in der Ukraine traditionell auf deutlich gr&ouml;&szlig;erer Ablehnung denn auf Zustimmung &ndash; so f&uuml;hlten sich im Jahr 2008 noch 43 Prozent von der NATO bedroht, nur 15 Prozent betrachteten sie damals als Schutzmacht. Wobei die Ablehnung im Osten des Landes besonders hoch, im Westteil besonders niedrig ausf&auml;llt.<br>\nNach Ausbruch des B&uuml;rgerkrieges im Jahr 2014 sprachen sich erstmals mehr Menschen f&uuml;r als gegen die NATO aus. Ihr Anteil hatte sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und war von 17 auf 36 Prozent gestiegen, w&auml;hrend nur noch 20 Prozent der Befragten die Milit&auml;rallianz als Bedrohung ansahen. Doch schon 2015 setzte die Trendwende ein, die sich nun manifestiert in einer gr&ouml;&szlig;eren Ablehnung als Zustimmung. Ein immer gr&ouml;&szlig;erer Teil der ukrainischen Bev&ouml;lkerung sei dem &bdquo;anhaltenden Konflikt zwischen seinem Milit&auml;r und den von Russland unterst&uuml;tzten Separatisten &uuml;berdr&uuml;ssig&ldquo;, so das US-Institut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/stimmung-dreht-sich-gegen-nato\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hinrichtungen in Syrien &ndash; Nahost-Expertin: AI-Bericht dient als politisches Werkzeug<\/strong><br>\nDer vor kurzem ver&ouml;ffentlichte Bericht von Amnesty International &uuml;ber die Hinrichtungen von bis zu 13.000 Menschen im syrischen Gef&auml;ngnis Saidnaja beruht auf Vermutungen und Hochrechnungen, stellt die Nahost-Korrespondentin Karin Leukefeld fest. Die darin angef&uuml;hrten Zahlen seien nicht belegt worden, bem&auml;ngelt die Expertin.<br>\nAnhand von Aussagen einiger Gefangener und Gef&auml;ngnisw&auml;rter gehe AI in dem Bericht davon aus, dass dort 2011 bis 2015 w&ouml;chentlich 20 bis 50 Personen geh&auml;ngt worden seien.  Der Bericht unter dem Namen &bdquo;Menschliches Schlachthaus&ldquo; wird von Amnesty International &ouml;ffentlich als eine Menschenrechts-Kampagne dargestellt.<br>\n&bdquo;Dieser Einsatz f&uuml;r Menschenrechte wird immer wieder im bestimmten politischen Interesse instrumentalisiert. An diesem Punkt hat Amnesty International seine Glaubw&uuml;rdigkeit verloren &mdash; im Gegensatz zu der fr&uuml;heren Arbeit, die sie gemacht haben&ldquo;, bedauert sie. Der Bericht sei als Teil einer Kampagne gegen die syrische Regierung und Russland zu bewerten, betont Leukefeld in einem Sputnik-Interview. Solche Kampagnen w&uuml;rden diplomatische Bem&uuml;hungen der syrischen Regierung, die u.a. &uuml;ber einen neuen Verfassungsentwurf f&uuml;r Syrien im Rahmen der kommenden Genfer-Gespr&auml;che reden, behindern und torpedieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/gesellschaft\/20170216314567292-politisches-werkzeug-syrien\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Faule Deals mit Ansage<\/strong><br>\nSch&auml;uble vor Untersuchungsausschuss: Finanzsystem stabil &ndash; Banker schrieben Gesetze f&uuml;r &raquo;Cum-Ex-Gesch&auml;fte&laquo;<br>\nEines hat der Ausschuss deutlich gemacht: Die investorenfreundlichen Gesetze im Finanzministerium (BMF) wurden von Bankern selbst geschrieben. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hatte 2002 dem Finanzministerium einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Finanzhaie erst erm&ouml;glichte und der eins zu eins vom damaligen SPD-Finanzminister Hans Eichel &uuml;bernommen wurde. Der Referatsleiter f&uuml;r Steuerrecht im Ministerium, Michael Gierlich, hatte im vergangenen September dem Ausschuss erkl&auml;rt, seine Abteilung sei mit der Besteuerung von Finanzprodukten &raquo;v&ouml;llig &uuml;berfordert&laquo; gewesen. St&auml;ndig h&auml;tten Mitarbeiter gek&uuml;ndigt. Deshalb habe man sich gefreut, als ein Fachmann aus der Finanzwelt seine Hilfe angeboten habe. Zwischen 2004 und 2008 war die graue Eminenz Arnold Ramackers als Experte f&uuml;r Investmentsteuerrecht als Mitarbeiter t&auml;tig. 2009 lie&szlig; er sich beurlauben, um gleichzeitig f&uuml;r den BdB und das BMF zu arbeiten. Zu einer Zeit, in der die Gesch&auml;fte mit den Steuertricks florierten. 2011 warnte er den BdB, dass Sch&auml;ubles Beh&ouml;rde gegen &raquo;Cum-Ex-Gesch&auml;fte&laquo; vorgehen werde. Ein Jahr sp&auml;ter wurden die Deals verboten. Somit war noch genug Zeit f&uuml;r Investoren, ihre Machenschaften reinzuwaschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-17\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Malta: Besuch im Steuerparadies<\/strong><br>\nSeit Jahren versucht die EU, im Kampf gegen Steueroasen weltweit voran zu kommen. Doch ausgerechnet das Land, das aktuell die EU-Ratspr&auml;sidentschaft innehat, gilt immer noch als sicherer Hafen f&uuml;r gute Gesch&auml;fte und extrem niedrige Steuern. Damit das wenigstens transparent wird, will die EU-Kommission, dass internationale Konzerne k&uuml;nftig ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen, in welchem Land sie wie viele Gewinne machen, und wo sie ihre Steuern zahlen. Doch Malta blockiert &ndash; auch mit Hilfe des deutschen Bundesfinanzministers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/steuerparadies-malta-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Beim Auspuff h&ouml;rt&rsquo;s auf<\/strong><br>\nBringen die j&uuml;ngsten Aussagen im VW-Ausschuss Neues ans Licht? Ja, sie zeigen das eingeschr&auml;nkte Blickfeld der deutschen Verkehrspolitiker. [&hellip;]<br>\nDa ist der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Stephan &bdquo;drei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust&ldquo; Weil. Der Mann regiert ein Land, das zu gro&szlig;en Teilen mit seiner Industrie von VW abh&auml;ngt. Niedersachsen ist am Autokonzern mit 20 Prozent der Aktien beteiligt und schon deshalb an seinem Wohlergehen interessiert. Und derselbe Mann geh&ouml;rt qua Amt dem Aufsichtsrat des Unternehmens an &ndash; also dem Gremium, das die Gesch&auml;fte zu kontrollieren hat und dem &bdquo;gesetzeswidrige Ma&szlig;nahmen berichtet werden m&uuml;ssen&ldquo;. Aber wenn VW einen weltweiten Gro&szlig;betrug zugibt, erf&auml;hrt Stephan Weil das aus der Tagesschau. Wo genau ist da die Aufsicht eines Aufsichtsrats?<br>\nErschreckend sind auch die Aussagen der (Ex-)Verkehrsminister Tiefensee, Ramsauer und Dobrindt: Schadstoffe? Nie geh&ouml;rt! Mit der &bdquo;Abgas-Problematik&ldquo; wurden die Herren nur am Rande bel&auml;stigt; Dobrindt gibt zu, den Begriff &bdquo;Zykluserkennung&ldquo;, eine Vorbedingung des Betrugs, bis zum VW-Skandal noch nie geh&ouml;rt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kommentar-Dobrindt-im-VW-Ausschuss\/!5385157\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pkw-Maut verst&ouml;&szlig;t laut Gutachten gegen EU-Recht<\/strong><br>\nDie geplante Pkw-Maut verst&ouml;&szlig;t laut einem Bundestagsgutachten gegen EU-Recht &ndash; trotz der &Auml;nderungen, die Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit der EU-Kommission vereinbart hat. F&uuml;r sich genommen seien die Maut und die geplante Entlastung f&uuml;r inl&auml;ndische Autofahrer bei der Kfz-Steuer zwar nicht diskriminierend. In Kombination miteinander k&ouml;nnten die beiden Vorhaben allerdings zu einer mittelbaren &ldquo;Diskriminierung aus Gr&uuml;nden der Staatsangeh&ouml;rigkeit&rdquo; f&uuml;hren.<br>\nDie Studie, die die Gr&uuml;nen in Auftrag gegeben hatten, wurde vom Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags erstellt. Das Gutachten weckt neue Zweifel an der Realisierung des Projekts. Die &Auml;nderungen, die Verkehrsminister Dobrindt bei seinen Maut-Pl&auml;nen vornehmen musste, scheinen weiterhin nicht auszureichen, um die Maut europarechtskonform zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-zur-pkw-maut-pkw-maut-verstoesst-laut-gutachten-gegen-eu-recht-1.3383164\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Datenbanken-Wildwuchs beim BKA<\/strong><br>\nDer Spiegel wusste in dieser Woche Skandal&ouml;ses zu berichten: &bdquo;Innenminister Thomas De Maizi&egrave;re will die Deutschen besser vor Verbrechen sch&uuml;tzen &ndash; doch die L&auml;nder behindern die Zusammenarbeit.&ldquo; Und: &bdquo;Kleinstaaterei behindert die Polizeiarbeit an allen Ecken und Enden&ldquo; [1]. Wenige Tage zuvor hatte schon die S&uuml;ddeutsche ein &bdquo;Babylonisches Gewirr&ldquo; an die Wand gemalt [2]. Auch dort waren die gleichen Schuldigen ausgemacht: Es herrscht &bdquo;IT-Wildwuchs in den Bundesl&auml;ndern&ldquo; [a].<br>\nBemerkenswert, dass sich zwei &bdquo;Leit&ldquo;medien so unkritisch und ohne eigene Pr&uuml;fung auf Behauptungen aus dem BMI einlassen, die faktisch falsch sind. Denn &bdquo;Wildwuchs&ldquo;, der die Zusammenarbeit behindert, herrscht vor allem beim Bundeskriminalamt (BKA). Dort wird aktuell nicht eine, sondern werden mehr als 40 verschiedene Datenbanken unterhalten, in denen Informationen &uuml;ber l&auml;nder&uuml;bergreifend wichtige, polizeilich relevante Informationen gespeichert sind. Wer diese Informationen abfragen will, muss jeden Datentopf einzeln durchsuchen. Das ist nicht die Schuld der L&auml;nder, sondern vom Bundesinnenminister und dem ihm unterstellten BKA zu verantworten &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/datenbanken-wildwuchs-beim-bka\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>60 Millionen Euro versenkt: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stoppt IT-Projekt ROBASO<\/strong><br>\n60 Millionen Euro steckte die Bundesagentur in das Projekt ROBASO, das 14 verschiedene Anwendungen b&uuml;ndeln sollte. Im Praxistest zeigte es sich als unbrauchbar, nun zieht die Agentur die Notbremse. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stoppt ein millionenschweres Software-Projekt, das 14 verschiedene eigene Anwendungen auf einer Plattform b&uuml;ndeln sollte. In einem Pilottest, der im Oktober 2015 begann, zeigte sich ROBASO (Rollenbasierte Oberfl&auml;chen) n&auml;mlich als zu unflexibel, um den Praxis-Anforderungen gerecht zu werden. Insgesamt 60 Millionen Euro wurden in die seit 2010 laufende Entwicklung des Projekts gesteckt.<br>\n&ldquo;Die Defizite h&auml;tten nicht zeitnah und wirtschaftlich behoben werden k&ouml;nnen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur. Informationen der dpa zufolge w&auml;ren etwa nachtr&auml;gliche &Auml;nderungen wie die Korrektur einer Kontonummer nicht m&ouml;glich gewesen &ndash; der Nutzer h&auml;tte den Satz mit s&auml;mtlichen Leistungs- und Vermittlungsdaten komplett neu eingeben m&uuml;ssen. Es handelte sich um eine Eigenentwicklung der Bundesagentur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/60-Millionen-Euro-versenkt-Bundesagentur-fuer-Arbeit-stoppt-IT-Projekt-ROBASO-3627866.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zur Ethik der Wohlfahrtsverb&auml;nde in einer gespaltenen Gesellschaft<\/strong><br>\nWir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Die Regeln, die unser gemeinsames Handeln steuern, fallen nicht vom Himmel, kein wohlwollend au&szlig;enstehender Beobachter kann sie f&uuml;r uns ausbuchstabieren. Wir m&uuml;ssen sie in einem kollektiven Suchverfahren aufsp&uuml;ren und vereinbaren. Sie sind das zweite Wort, das auf eine gesellschaftliche Situation, die als herausfordernd gedeutet wird, antwortet. Diese Antwort besteht entweder darin, dass wir uns fatalistisch an das anpassen, was ist, oder dass wir einen kreativen Gegenentwurf zu dem formulieren, was ist. Denn wer sagt uns, dass das, was ist, vern&uuml;nftig ist, oder dass der Sieger bereits im Recht ist, nur weil er gesiegt hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nbi.sankt-georgen.de\/fileadmin\/redakteure\/Dokumente\/2016\/Position_Hengsbach_Zur_Ethik_der_Wohlfahrtsverbaende.pdf\">Friedhelm Hengsbach: Impulsreferat zur Abschlusskonferenz des Wertedialogs des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands am 14.April 2016 in Berlin [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> Eine lesenswerte Erg&auml;nzung zum <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37043\">Gastbeitrag von Ulrich Schneider<\/a> auf den NachDenkSeiten vom vergangenen Mittwoch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Frankfurter Sex-Mob, der niemals tobte<\/strong><br>\nSeit der K&ouml;lner Silvesternacht vor etwas mehr als einem Jahr stecken die Medien in einem Dilemma: Nach den sexuellen &Uuml;bergriffen vor dem Hauptbahnhof wurden insbesondere &uuml;berregionalen Berichterstattern vorgeworfen, sich viel zu sp&auml;t den Ereignissen angenommen zu haben. Ein Jahr sp&auml;ter war es umgekehrt: Wochen vor dem Jahreswechsel wurde eifrig dar&uuml;ber spekuliert, ob und wie ein m&ouml;glicher Mob erneut toben k&ouml;nnte. Wohl selten haben so viele Pressevertreter Silvester aus beruflichen Gr&uuml;nden auf den Partymeilen von Hamburg bis M&uuml;nchen verbracht, mit der vagen Vorahnung, es k&ouml;nnten Szenen wie in Sodom und Gomorra losbrechen. Nichts geschah.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1042054.der-frankfurter-sex-mob-der-niemals-tobte.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Nur bei Randale werden sie von der Politik wahrgenommen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Politologe Asiem El Difraoui h&auml;lt die Krawalle in den Pariser Vorst&auml;dten f&uuml;r den Ausdruck einer tiefen sozialen Misere. Im DLF sagte er, die Jugendlichen dort litten seit mehr als 20 Jahren unter Armut und Arbeitslosigkeit. Die Politik handle immer nur kurzfristig und betreibe eine Art &ldquo;Pflasterbehandlung&rdquo;.<br>\nDie gewaltsame Verhaftung eines 22-j&auml;hrigen Fu&szlig;ballers in einer Pariser Banlieu sieht El Difraoui nur als Ausl&ouml;ser f&uuml;r eine schon lange andauernde Misere. &ldquo;Seit mehr als 20 Jahren kommt es in den Vorst&auml;dten zu Aufst&auml;nden, weil Jugendliche sich ausgeschlossen f&uuml;hlen.&rdquo; Das gewaltt&auml;tige Vorgehen des Staates versch&auml;rfe die Situation.<br>\nAls Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Revolte sieht der Politikwissenschaftler keine islamische Komponente. Bei vielen Jugendlichen aus den rund 750 Vorst&auml;dten in ganz Frankreich handele es sich um Einwanderer aus Afrika, die Christen seien. In den betroffenen Gebieten herrsche eine Jugendarbeitslosigkeit von 30 Prozent. Hinzu kommen laut El Difraoui ein niedriges Bildungsniveau, gro&szlig;e Armut und dadurch eine gro&szlig;e Frustration. &ldquo;Die Jugendlichen haben das Gef&uuml;hl, nur wenn sie Randale machen, werden sie von der Politik wahrgenommen.&rdquo;<br>\nDer politische Wille, etwas an der Situation zu &auml;ndern, sei aber sehr gering. &ldquo;Jedes Mal, wenn sich der Staat der Vorst&auml;dte annimmt, hei&szlig;t es, man w&uuml;rde sich nur um Menschen mit Migrationshintergrund k&uuml;mmern.&rdquo; Die Politik habe immer nur &ldquo;Pflasterbehandlung&rdquo; gemacht, kritisierte El Difraoui. Sobald es ruhiger werde, gerieten die Vorst&auml;dte wieder aus dem politischen Fokus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jugendliche-in-frankreichs-vorstaedten-nur-bei-randale.694.de.html?dram:article_id=379172\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ph&auml;nomen Geert Wilders: &ldquo;Alle dachten, das geht vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nGeert Wilders fordert den EU-Austritt der Niederlande, er will den Koran verbieten und Grenzen schlie&szlig;en. Der Soziologe Paul Schnabel erkl&auml;rt den Erfolg des Rechtspopulisten &ndash; und warum er lange untersch&auml;tzt wurde.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Mitte M&auml;rz w&auml;hlen die Niederl&auml;nder, laut Umfragen k&ouml;nnte der Rechtspopulist Geert Wilders mit fast 20 Prozent der Gewinner werden. Warum kommt er bei vielen Menschen so gut an?<br>\nPaul Schnabel: Uns geht es gesamtwirtschaftlich besser als Deutschland, besagen Studien. Wir sind unter den reichsten L&auml;ndern der Welt, der Wohlstand ist fast so gerecht verteilt wie in Skandinavien, die Staatsschulden sinken, ebenso die Arbeitslosigkeit. Aber trotzdem herrscht eine irrationale Unzufriedenheit, nach dem Motto: Mir geht es gut, aber uns geht es schlecht.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Woraus speist sich diese Unzufriedenheit?<br>\nSchnabel: Es ist wichtig zu trennen &ndash; zwischen echten und eingebildeten Sorgen. Ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hlt sich offenbar bei Wilders aufgehoben, weil es glaubt, dass nur er ausspricht, was es insgeheim denkt. Dazu geh&ouml;rt der Irrglaube, dass die niederl&auml;ndische Identit&auml;t durch Globalisierung und Islam bedroht ist. Wilders sch&uuml;rt die negativen Emotionen und nutzt sie aus. Er vermischt sie mit realen Problemen. Immobilien und Mieten sind zum Beispiel sehr teuer geworden. Es gibt heutzutage mehr Familien, die zwei Einkommen brauchen, um ein angenehmes Leben zu f&uuml;hren, und der Sozialstaat schrumpft.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wilders&rsquo; Botschaften verfangen offenbar besonders bei jungen Menschen.<br>\nSchnabel: Die genannten, echten Sorgen &ndash; Mieten und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse &ndash; betreffen vor allem die Jugend. Und Wilders ist eine schillernde Figur. Er sagt auf brutale Art, was er denkt und ist dabei sehr stark und laut &ndash; eine Art Proto-Trump. Und er schimpft auf die Eliten und auf die Etablierten, wie alle Rechtspopulisten. Kleinigkeiten bauscht er in Videos &uuml;ber Facebook und Twitter durch st&auml;ndige Wiederholung auf, weil er hofft, dass sie dann Teil des kollektiven Bewusstseins werden und vielleicht sogar als faktisch korrekt betrachtet werden.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Sie sind Abgeordneter der liberalen Mittepartei D66. Was haben liberale politische Kr&auml;fte im Umgang mit Wilders falsch gemacht?<br>\nSchnabel: Wir haben das Gef&uuml;hl f&uuml;r einen Teil der Menschen verloren. Die Politik ist moderner als die Bev&ouml;lkerung als Ganzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/geert-wilders-in-den-niederlanden-alle-dachten-das-geht-vorbei-a-1132889.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit Leugnung der Wirklichkeit, postfaktischen Behauptungen, gar krassen Falschmeldungen, wird man Wilders nicht verhindern k&ouml;nnen &ndash; aber der SPIEGEL verbreitet nat&uuml;rlich gerne neoliberale Propaganda. Schnabel ist Mitglied von D66, einer angeblich linksliberalen, in Wirklichkeit strikt neoliberalen Partei. Sicher ist seine Kritik an Wilders und dessen undemokratischer Partei PVV berechtigt; nat&uuml;rlich stehen die Niederlande nicht so schlecht da wie bspw. Griechenland. Trotzdem sind die angeblich &ldquo;eingebildeten&rdquo; Sorgen sehr real: nicht nur war die Arbeitslosigkeit in den Niederlanden seit der Finanzkrise sehr hoch (offiziell &uuml;ber 8 Prozent, real deutlich h&ouml;her), sondern gibt es immer mehr Pseudo-Soloselbst&auml;ndige, prek&auml;re Besch&auml;ftigung (r&auml;umt Schnabel ein), extrem harte Ma&szlig;nahmen gegen Arbeitslose (Arbeitszwang) und <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/nc\/vorherige_hefte_archiv\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/soziale-spaltung-trotz-wirtschaftlicher-stabilisierung\/\">harte K&uuml;rzungen bei der privatisierten Rente<\/a>, alles gekoppelt mit einer (nahe-)rezessiven Situation &uuml;ber viele Jahre hinweg und breiten Senkungen der ohnehin niedrigen Unternehmensteuern. Mit dem Mangel an politischer Einsicht und der Aussage, die Sorgen der Niederl&auml;nder w&auml;ren eingebildet, funktioniert die Bek&auml;mpfung des Rechtspopulismus und der Islamfeindlichkeit sicher nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner Existenzkampf<\/strong><br>\nEs gibt eine Grunderfahrung, was das Abschneiden der Gr&uuml;nen bei Bundestagswahlen angeht: Zwischen den Urneng&auml;ngen steigen die Umfragen f&uuml;r gew&ouml;hnlich, bei den Wahlen selbst aber kann sich die Partei nur der sehr treuen Stammw&auml;hlerschaft wirklich sicher sein. Fehlt eine Regierungsoption oder ein Thema &ndash; anders als etwa bei den Rekordergebnissen nach Fukushima &ndash;, reduzieren sich die Wahlergebnisse dann in der Regel auf die Stammw&auml;hlerschaft. Dies d&uuml;rften genau diese sieben Prozent sein, die die Partei in j&uuml;ngsten Umfragen nur noch erreicht &ndash; und dies bereits Monate vor der Bundestagswahl.<br>\nTats&auml;chlich haben die Gr&uuml;nen seit Jahren kein einziges Thema in der breiten politischen &Ouml;ffentlichkeit mehr gesetzt. Das Ansinnen des Bundesvorstandes um den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Kellner, mit der &raquo;Urwahl&laquo; der beiden Spitzenkandidaten, die von vorn herein als Imagekampagne angelegt war (&raquo;Basis ist Boss!&laquo;), den Wahlkampf zu z&uuml;nden, ging gr&uuml;ndlich schief. Diese Urwahl erwies sich als Strohfeuer. Die beiden Sieger aus Partei- und Fraktionsvorstand, Cem &Ouml;zdemir und Katrin G&ouml;ring-Eckardt, standen seinerzeit bereits f&uuml;r die Agenda 2010 sowie heute f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n, grunds&auml;tzlich f&uuml;r den liberal-konservativen Mainstream des Landes, der sich derzeit &ndash; nicht nur in Deutschland &ndash; so hilflos gegen den allgemeinen politischen Rechtsruck erweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1041930.gruener-existenzkampf.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Geistig verwirrter Mann st&uuml;rmt Pressekonferenz im Wei&szlig;en Haus und p&ouml;belt Journalisten an<\/strong><br>\nWashington (dpo) &ndash; Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat am Donnerstag die Pressekonferenz des US-Pr&auml;sidenten gest&uuml;rmt und die anwesenden Journalisten und Medienvertreter &uuml;ber eine Stunde lang w&uuml;st beschimpft. Wie der verst&ouml;rte &auml;ltere Herr es schaffte, ins Wei&szlig;e Haus zu gelangen, ist noch v&ouml;llig unklar.<br>\nZu dem bizarren Auftritt kam es, als Pressevertreter im Ostfl&uuml;gel des Wei&szlig;en Hauses gerade darauf warteten, dass der Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten seinen Kandidaten f&uuml;r das Amt des Arbeitsministers vorstellen w&uuml;rde. &ldquo;Pl&ouml;tzlich gehen die T&uuml;ren auf und dieser orange angemalte Typ mit v&ouml;llig verr&uuml;ckten Haaren und einer &uuml;berlangen roten Krawatte platzt herein&rdquo;, erinnert sich die Journalistin Katie Franken. [&hellip;]<br>\nErst nach &uuml;ber 70 Minuten verlie&szlig; der Mann das Podium wieder. &ldquo;Man konnte bei allen Anwesenden bemerken, wie froh sie waren, dass niemand verletzt wurde&rdquo;, so ein Reporter von ABC News. &ldquo;Ich habe dann noch etwa eine halbe Stunde gewartet, aber einen Pr&auml;sidenten habe ich an diesem Tag leider nicht mehr zu Gesicht bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/02\/geistig-verwirrter-mann.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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