{"id":37082,"date":"2017-02-20T08:19:15","date_gmt":"2017-02-20T07:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082"},"modified":"2017-02-28T08:00:51","modified_gmt":"2017-02-28T07:00:51","slug":"hinweise-des-tages-2817","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h01\">M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h02\">Nuclear apocalypse welcome? ZEIT-Journalisten werben f&uuml;r atomare Bewaffnung Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h03\">Die Angst der Machteliten vor dem Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h04\">Kapitalflucht aus S&uuml;deuropa wird immer bedrohlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h05\">Zeigt der Kapitalmarkt Trump die rote Karte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h06\">Das System Madeira<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h07\">Geheimsache Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h08\">Niemals frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h09\">Managergeh&auml;lter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h10\">Die Privatisierung der Weltrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h11\">EU-Expertengruppe f&uuml;r Diesel-Fahrtests dominiert von Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h12\">Korruption und die Politik der schwarzen Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h13\">CIA-Chef Pompeo zeichnet Saudi-Arabien aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h14\">EU-Parlament beschlie&szlig;t Anti-Terror-Richtlinie mit Websperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h15\">Mehr Gerechtigkeit: Die alte Leier frisch aufgeschulzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h16\">&Ouml;ffentlicher Dienst &ndash; Gewerkschaften und L&auml;nder einigen sich auf h&ouml;here L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h17\">Die Uni ist heute tot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37082#h18\">Ein Verein k&auml;mpft gegen Fake-News<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: Terrorismus und Heuchelei<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat von den muslimischen Staaten eine eindeutige Abgrenzung vom Terrorismus gefordert. Sie erwarte &ldquo;klare Worte&rdquo; &uuml;ber die Abgrenzung des friedlichen Islam vom Terrorismus im Namen des Islam, sagte Merkel bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz.<br>\nSie begreifen nichts. Nicht die islamischen Staaten werfen Bomben in Europa und den Vereinigten Staaten, sondern die &ldquo;westliche Wertegemeinschaft&rdquo; wirft seit vielen Jahren Bomben in den islamischen Staaten des Vorderen Orient. &Uuml;ber eine Million Menschen sind umgekommen, ungez&auml;hlte Familien haben den Tod geliebter Angeh&ouml;riger zu beklagen. Welche Empfindungen muss dieses selbstgerechte Gerede bei diesen Menschen ausl&ouml;sen? Wo bleiben die &ldquo;klaren Worte&rdquo; Merkels zum Terrorismus der &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo;?<br>\nUnd dann bedauert unsere &ldquo;Friedens-Kanzlerin&rdquo; noch, dass Deutschland die &ldquo;Verteidigungsausgaben&rdquo; im Jahr nur um acht Prozent steigern k&ouml;nne. Man stelle sich vor, die Kanzlerin h&auml;tte in M&uuml;nchen gesagt, sie wolle die &ldquo;Verteidigungsausgaben&rdquo; nicht erh&ouml;hen, sondern stattdessen die Bundesausgaben f&uuml;r die Rente um acht Prozent steigern. Welch ein Protest-Geschrei w&auml;re in unseren &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; aufgekommen.<br>\nIn M&uuml;nchen sitzen Leute zusammen, die wie die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; die Grundrechenarten nicht beherrschen: Wenn Deutschland zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben w&uuml;rde, dann w&uuml;rde es mit &uuml;ber 60 Milliarden Euro soviel Geld f&uuml;r das Milit&auml;r bereitstellen wie der &ldquo;b&ouml;se Russe&rdquo;. Wof&uuml;r br&auml;uchte man dann noch die anderen rund 850 Milliarden &ldquo;Verteidigungsausgaben&rdquo; der &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo;?<br>\nDer Profit der R&uuml;stungskonzerne lebt von der Dummheit und Einfalt der &ldquo;Verteidigungsexperten&rdquo; und ihrer Lobredner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1328498730544924\/?type=3&amp;pnref=story%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sahra Wagenknecht zur M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong><br>\nPolitiker und selbsternannte Milit&auml;r-Experten stellen an diesem Wochenende auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz mal wieder gemeinsam fest: &sbquo;Die Welt ist aus den Fugen geraten!&lsquo; Sie verschleiern es dabei meisterhaft, dass sie es sind, die die zunehmenden Kriege, die wachsenden Spannungen, den erstarkenden islamistischen Terrorismus und die Fluchtbewegungen ma&szlig;geblich zu verantworten haben &ndash; durch ihre Waffenexporte, durch ihre Interventionskriege und Drohnenmorde und durch neoliberale Wirtschaftspolitik. Und niemals w&uuml;rden sie zugeben, dass unter ihnen auch die Profiteure dieser Politik sitzen: die R&uuml;stungs-Lobbyisten, die schon dabei sind, die n&auml;chsten Milliarden-Profite hochzurechnen, weil sich in M&uuml;nchen alle Beteiligten grunds&auml;tzlich gegenseitig in ihrer Politik des Weiter-so und der forcierten Aufr&uuml;stung best&auml;rken. Nicht mit uns! Willy Brandt hatte Recht: Krieg ist nicht die ultima ratio, sondern die ultima irratio &ndash; Krieg darf kein Mittel der Politik sein!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1601350136549044\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriel: Zwei-Prozent-Ziel f&uuml;r Verteidigungsausgaben &bdquo;nicht &uuml;berinterpretieren&ldquo;<\/strong><br>\nSo was schien bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz die vergangenen Jahre eigentlich undenkbar: Europ&auml;er, die gebannt darauf warten, ob die USA denn ein Bekenntnis zur NATO ablegen, und ein russischer Au&szlig;enminister, der in den harten T&ouml;nen gegen die NATO der Tonlage des US-Vizepr&auml;sidenten mit seinem Anspruch Die USA sind st&auml;rker als je zuvor in nichts nachsteht.<br>\nMit anderen Worten: Willkommen in der Tonlage der  Zeit der fr&uuml;heren Blockkkonfrontation. Die Europ&auml;er nehmen es offensichtlich hin, weil sie auf den Beistand der USA angewiesen sind &ndash; und sie d&uuml;rften die Aussagen von Mike Pence, der im Namen seines Pr&auml;sidenten Donald Trump zwar das US-Bekenntnis zur NATO erneuerte, aber zugleich von den europ&auml;ischen Partnern deutlich mehr eigene Anstrengungen forderte, mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis genommen haben.<br>\nZur Dokumentation unten (als Audio) die Reden von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Pence und dem russischen Au&szlig;enminister Sergej Lawrow &ndash; zuvor aber noch der Hinweis auf einen anderen Punkt: Deutschland hat wie alle anderen NATO-L&auml;nder auf zwei Gipfeltreffen ein Bekenntnis zum Ziel abgelegt, die Verteidigungsausgaben schrittweise auf zwei Prozent des Bruttoninlandsprodukts zu erh&ouml;hen. Zuletzt im Juli vergangenen Jahres in Warschau, und das hat nicht nur die Kanzlerin unterschrieben, sondern ihr damaliger SPD-Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier auch begr&uuml;&szlig;t (Ja, wir st&auml;rken unsere Verteidigungsbereitschaft, aber wir wollen keinen Kalten Krieg.)<br>\nWie das von Steinmeiers Nachfolger Sigmar Gabriel (Foto oben) verstanden wird, hat der neue deutsche Au&szlig;enminister in M&uuml;nchen etwas genauer erkl&auml;rt. Und ich bin gespannt, ob diese Argumentation a) bei den USA ankommt und b) im Wahlkampf noch Stoff f&uuml;r Auseinandersetzungen bieten wird. (&hellip;)<br>\nDas klingt zwar nachvollziehbar, aber dennoch nicht wie eine Umsetzung der Gipfelbeschl&uuml;sse. Aber dazu werden wir bestimmt noch mehr h&ouml;ren, sp&auml;testens im Wahlkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/02\/gabriel-zwei-prozent-ziel-fuer-verteidigungsausgaben-nicht-ueberinterpretieren\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<p><strong>Dazu: Merkel warnt vor &ldquo;kleinlicher Diskussion&rdquo; um Milit&auml;rausgaben<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will den US-amerikanischen Forderungen nach einer massiven Steigerung der Verteidigungsausgaben bedingt nachkommen. Merkel bekannte sich am Samstag bei der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen zu dem Nato-Ziel, sp&auml;testens im Jahr 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r die Verteidigung auszugeben. &ldquo;Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, wir f&uuml;hlen uns diesem Ziel verpflichtet&rdquo;, sagte sie. &ldquo;Deutschland kennt hier seine Verantwortung.&rdquo;<br>\nMerkel schr&auml;nkte allerdings ein, Deutschland k&ouml;nne seinen Verteidigungsetat nicht um mehr als acht Prozent im Jahr steigern. &ldquo;Mehr k&ouml;nnen sie faktisch nicht machen&rdquo;, sagte die Kanzlerin. Das hei&szlig;t, dass das Nato-Ziel vermutlich nicht erreicht wird. Merkel erg&auml;nzte, auch Ausgaben f&uuml;r Entwicklungshilfe und Krisenpr&auml;vention m&uuml;ssten miteinberechnet werden. &ldquo;Deshalb hoffe ich, dass wir nicht in eine kleinliche Diskussion kommen, wer nun etwas milit&auml;rischer und etwas weniger milit&auml;risch ist&rdquo;, sagte Merkel.<br>\nSPD-Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte das Zwei-Prozent-Ziel zuvor als &ldquo;unrealistisch&rdquo; bezeichnet. Seinen Angaben zufolge m&uuml;sste Deutschland j&auml;hrlich 24 bis 25 Milliarden Euro zus&auml;tzlich investieren, um die Vorgabe zu erreichen. Derzeit gibt Deutschland nur rund 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Verteidigung aus. Bei den USA sind es 3,6 Prozent. Die Regierung in Washington hatte damit gedroht, ihr Engagement in der Nato herunterzufahren, sollten die B&uuml;ndnispartner ihre Ausgaben nicht steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/muenchner-sicherheitskonferenz-angela-merkel-warnt-vor-kleinlicher-diskussion-um-militaerausgaben-a-1135226.html#a-c79b1e10-338c-45e3-9da9-b2e46f4c59bf%20\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lawrow auf Sicherheitskonferenz: Zeit ist reif f&uuml;r neue Weltordnung zum Wohle aller<\/strong><br>\nNach Ansicht des russischen Au&szlig;enministers ist die NATO eine Institution des Kalten Krieges und agiert bis heute auf dieser Grundlage. Dies f&uuml;hrte zu weiteren Konflikten und dazu, dass die EU bis heute unsouver&auml;n agiere. Unter diesen Umst&auml;nden sei ein dauerhafter Frieden unm&ouml;glich. RT Deutsch pr&auml;sentiert die heutige Rede Lawrows bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz in voller L&auml;nge.<br>\nRusslands Warnungen vor zehn Jahren sind wahr geworden:<br>\nMeine Damen und Herren, vor zehn Jahren sprach der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin vor dieser Konferenz und damals dachten viele im Westen, dass damit eine Herausforderung, gar eine Bedrohung einherginge, obwohl die Kernbotschaft war, dass wir der Unilateralit&auml;t abschw&ouml;ren und zur Zusammenarbeit auf Grundlage des V&ouml;lkerrechts kommen m&uuml;ssen. Also, dass wir gemeinsame L&ouml;sungen finden sollten. Leider aber haben diese Warnungen kein Geh&ouml;r gefunden und jetzt erleben wir ein historisches Zeitalter, bei dem wir vom Szenario eines neuen Kalten Krieges sprechen. Nun sehen wir das Ergebnis.<br>\nDie NATO hat den Kalten Krieg nie beendet:<br>\nTats&auml;chlich ist es uns nicht gelungen, neue Institutionen nach dem Kalten Krieg aufzubauen, was dazu gef&uuml;hrt hat, dass Demokratiebestrebungen im Nahen Osten und in Nordafrika behindert wurden. Die St&auml;rkung der NATO in den vergangenen Jahren hat zur Erh&ouml;hung der Spannungen gef&uuml;hrt. In diesem Jahr begehen wir den zwanzigsten Jahrestag der Unterzeichnung der NATO-Russland-Grundakte. Damals einigte man sich auf die gemeinsame Verpflichtung, auf der Grundlage der gegenseitigen Interessen f&uuml;r Sicherheit zu sorgen und darauf, einen kontinentalen Zusammensto&szlig; zu verhindern. Das ist aber nicht geschehen. Im Wesentlichen deswegen, weil die NATO nach wie vor eine Institution des Kalten Krieges ist, sowohl im Denken als auch im Herzen. Bedauerlicherweise wurde der Kalte Krieg also nicht &uuml;berwunden. Das kann man auch von vielen Auftritten ablesen von Politikern in Europa und in den USA. Dazu geh&ouml;ren auch die Erkl&auml;rungen, die wir hier gestern und heute geh&ouml;rt haben. Wir sind gegen die Ausbreitung der NATO, das sagte ich bereits. Das l&auml;sst sich auch nicht auf Russland abw&auml;lzen. Russland tr&auml;gt daf&uuml;r keine Schuld. Und auch nicht f&uuml;r die Art und Weise, wie hier versucht wird, eine neue freiheitliche Ordnung zu sch&auml;digen oder zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/46670-lawrow-zeit-neue-weltordnung-eu-usa-sicherheitskonferenz\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re diese Konferenz nicht endlich mal ein Anlass zum Innehalten bzw. zur (Selbst-)Reflexion? Ist wirklich die Zeit f&uuml;r die EU &ndash; und Deutschland &ndash; gekommen, um mehr Geld in die R&uuml;stung zu stecken oder w&auml;re es nicht vielleicht doch besser, wenn auch die Bundesregierung an der Entwicklung einer &bdquo;neuen Weltordnung zum Wohle aller&ldquo; beteiligt ist?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyens Rede bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: &ldquo;Wir stehen hier als Transatlantiker&rdquo;<\/strong><br>\nMehr NATO, mehr R&uuml;stung und mehr transatlantisches Denken. Trolle, Terror und Fake News zwingen die &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; der NATO-Staaten, noch mehr Geld f&uuml;r Milit&auml;r auszugeben. So sieht es Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, deren Rede bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz RT Deutsch im Wortlaut dokumentiert.<br>\nZu den Beziehungen mit den USA:<br>\nDass heute der amerikanische Verteidigungsminister und die deutsche Verteidigungsministerin gemeinsam diese Konferenz er&ouml;ffnen, ist ein gutes Zeichen f&uuml;r die Freundschaft zwischen unseren L&auml;ndern.<br>\nWir stehen hier aber vor allem als Transatlantiker, die den festen Willen haben,  die schwierigen Fragen der Sicherheit gemeinsam anzugehen. Und es ist eine Best&auml;tigung f&uuml;r die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, die &ndash; lieber Herr Ischinger &ndash; der Ort ist f&uuml;r den gemeinsamen Blick nach vorne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/46632-von-leyens-rede-muenchner-sicherheitskonferenz\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nuclear apocalypse welcome? ZEIT-Journalisten werben f&uuml;r atomare Bewaffnung Deutschlands<\/strong><br>\nEinst galt, dass nie wieder Krieg von Deutschland ausgehen soll. Diese Zeiten scheinen l&auml;ngst vorbei zu sein. Zwei ZEIT-Journalisten legen den deutschen Regierenden sogar nahe, sich atomar auszur&uuml;sten &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r den Frieden in Europa.<br>\n&ldquo;Braucht die EU die Bombe?&rdquo; &ndash; diese Frage dient Peter Dausend und Michael Thumann, zwei ZEIT-Mitarbeitern, als Aufmacher eines Pl&auml;doyers f&uuml;r die nukleare Aufr&uuml;stung Deutschlands, das sich wie eine Werbebrosch&uuml;re von Atomwaffenherstellern liest.<br>\nW&auml;hrend Medien und die Politeliten Trump, Russland und den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien wie der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) als gr&ouml;&szlig;te Herausforderungen f&uuml;r den Weltfrieden darstellen, militarisiert sich, unterst&uuml;tzt von den meisten Mainstreammedien, die deutsche Politik radikal. Kaum ein Redakteur reflektiert diese h&ouml;chst gef&auml;hrliche Entwicklung jedoch kritisch.<br>\nDie bellizistisch gestimmten ZEIT-Schreiberlinge suggerieren zun&auml;chst, Moskau bedrohe die osteurop&auml;ischen NATO- und EU-Mitgliedsstaaten, obwohl eindeutig das Gegenteil davon zutrifft, wenn man bedenkt, dass nach 1991 erst die NATO, dann die EU r&uuml;cksichtslos gen Osten vorgedrungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/46625-nukleare-apokalypse-zeit-wirbt-fur-atomwaffen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Angst der Machteliten vor dem Volk<\/strong><br>\nDemokratie-Management durch Soft Power-Techniken<br>\nDie Frage &bdquo;Warum schweigen die L&auml;mmer?&ldquo; scheint auf uns eine eigenartige Faszination auszu&uuml;ben, obwohl diese Frage ganz offenkundig unsinnig ist. Denn nat&uuml;rlich kann man L&auml;mmer nicht zum Sprechen bringen. Die Faszination mu&szlig; also in der Metapher der Herde und des Hirten liegen. Offensichtlich spricht diese Metapher Vorstellungen und Affekte in uns an, die Aspekte unserer politischen und gesellschaftlichen Situation betreffen. Schauen wir uns also diese Metapher etwas genauer an, denn schon ihre Geschichte erlaubt interessante Aufschl&uuml;sse.<br>\nHomer geh&ouml;rt zu den ersten, die sie zur Charakterisierung der Beziehung von Volk und Staatsmann verwendet haben. &sbquo;Hirte&lsquo; klingt ja zun&auml;chst sorgend und g&uuml;tig. Warum aber wird das Volk &uuml;berhaupt gedanklich zu L&auml;mmern gemacht, die dann eines Hirten bed&uuml;rfen? Wie kommt der Hirte eigentlich zu seiner Hirtenrolle? Und warum ben&ouml;tigt er H&uuml;tehunde, die die Herde auf Kurs halten?Man sieht also, dass diese Metapher schon von Anfang an zutiefst ideologisch durchtr&auml;nkt ist. Bei Platon finden sich schon erste Zweifel, ob der Hirte, wenn er seine Schafe auf gr&uuml;nen Auen weidet, wirklich das Beste der Schafe im Sinn hat oder nicht vielmehr die Schmauserei oder den Gewinn durch Verkauf.<br>\nDie Metapher selbst spricht bereits eine Wahrheit aus, die sie gerade verdecken soll: Der Hirte ist nat&uuml;rlich nicht dem Wohl der Schafsherde verpflichtet, sondern dem Wohl des Herdenbesitzers. Der jedoch kommt in dieser Metapher bezeichnenderweise gar nicht vor. Wozu also dient diese Metapher der Herde, die die politische Philosophie des Abendlandes durchzieht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170220_Mausfeld_Die-Angst-der-Machteliten-vor-dem-Volk.pdf\">Rainer Mausfeld<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kapitalflucht aus S&uuml;deuropa wird immer bedrohlicher<\/strong><br>\nDie deutsche Forderungen im Eurosystem sind auf 800 Milliarden gewachsen<br>\nVon Griechenland kommend ziehen wieder ein paar Gewitterwolken &uuml;ber die Eurozone. Doch f&uuml;r die W&auml;hrungsunion ist der Krisenstaat beileibe nicht das einzige Sorgenkind. Man k&ouml;nnte auch von einem Adriatief und einem Spanientief sprechen, das sich einfach nicht aufl&ouml;sen will. Die Finanzmarktturbulenzen in den beiden gro&szlig;en s&uuml;dlichen Volkswirtschaften konnte die Europ&auml;ische Zentralbank zwar in den Griff bekommen, doch fundamental beruhigt hat sich die Lage keineswegs. Denn das Misstrauen in die Stabilit&auml;t der L&auml;nder ist nach wie vor gro&szlig; und scheint sogar zuzunehmen.<br>\nDas l&auml;sst sich anhand der Zahlungsbilanzsalden im Eurosystem darlegen, die auf eine schleichende Kapitalflucht aus dem &ldquo;Club Med&rdquo; hinweisen. Die L&uuml;cke, die zwischen den Notenbankgl&auml;ubigern und -schuldnern klafft, hat beachtliche Dimensionen erreicht. Italien steht in diesem Target 2 genannten System Ende Dezember 2016 mit 356 Milliarden Euro in der Kreide, Spanien folgt mit 328 Milliarden Euro. Griechenland und Portugal liegen mit einem Minus von gut 70 Milliarden Euro deutlich dahinter. Geliehen wurden die Mittel im Wesentlichen von der Deutschen Bundesbank, die auf Forderungen von 754 Milliarden Euro sitzt. Luxemburg (187 Mrd.) und die Niederlande (87 Mrd.) sind weitere nennenswerte Gl&auml;ubiger.<br>\nWas zusehends Sorgen bereitet, ist die anhaltende Dynamik bei den Salden. So stieg das Target-Minus Italiens im zweiten Halbjahr 2016 um 60 Milliarden an, jenes von Spanien um 25 Milliarden. Deutschland wieder erh&ouml;hte sein Engagement um fast 100 Milliarden. Die Bundesbank hat bereits die J&auml;nnerzahlen ver&ouml;ffentlicht, und die best&auml;tigen den Trend: In nur einem Monat sind die Forderungen um weitere 40 Milliarden Euro angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000052796036\/Kapitalflucht-aus-Suedeuropa-wird-immer-bedrohlicher\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Es wird sich aber nichts &auml;ndern, solange die meinungsf&uuml;hrende deutsche Bundesregierung nicht erkennt, dass nur durch eine Ankurbelung der Produktion von G&uuml;tern und Dienstleistungen in den Defizitl&auml;ndern die Lage verbessert werden kann. Das setzt voraus, dass Deutschland und der Club der anderen Leistungsbilanz&uuml;berschussl&auml;nder ihre Politik ver&auml;ndern: L&ouml;hne deutlich steigen lassen, die Konjunktur in Europa anschieben, d.h. auch bei uns und davon ablassen, das Heil in sogenannten Reformen und in weiteren Sparma&szlig;nahmen zu sehen. Finanzminister Sch&auml;uble betete auch gestern wieder sein Bekenntnis zu &bdquo;Reformen&ldquo; in Griechenland herunter. Gebetsm&uuml;hlenhaft, Unweigerlich muss man sich fragen, wo diese F&uuml;hrungspersonen ihren &ouml;konomischen Verstand gelassen haben, falls sie einen hatten. &ndash; Wenn er und die andern endlich mal lernen w&uuml;rden, dass man Schulden wie im Falle Griechenlands nur bezahlen kann, wenn man G&uuml;ter und Dienstleistungen &bdquo;produzieren&ldquo; und sie absetzen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zeigt der Kapitalmarkt Trump die rote Karte?<\/strong><br>\nDie ausl&auml;ndischen Investoren, deren Geld Trump ben&ouml;tigt, um &bdquo;America&ldquo; wieder &bdquo;great&ldquo; zu machen, werden ihn schon zur Vernunft bringen, hofft &bdquo;Die Welt&ldquo;. Sie bef&uuml;rchtet aber gleichzeitig, dass die Fed ihm einen billigen Ausweg bieten k&ouml;nnte.<br>\nDie einen f&uuml;rchten ihn und die anderen preisen ihn. Wor&uuml;ber allerdings fast kein Dissens besteht, ist &uuml;ber seine ungeheure Macht. Die Rede ist vom Kapitalmarkt und seiner Macht &uuml;ber die Geschicke von verschuldeten L&auml;ndern. Denn wer permanent &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse gelebt hat, der muss sich halt verschulden. Und auch wenn der Schuldner der Staat ist, darf er sich nicht dar&uuml;ber beklagen, ob &uuml;berhaupt und unter welchen Bedingungen ihm der Kapitalmarkt Geld zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nWer, wie Trump, viel Geld f&uuml;r die Sanierung der amerikanischen Infrastruktur ausgeben m&ouml;chte, aber bereits bis &uuml;ber beide Ohren verschuldet ist, der braucht also, laut Welt, den Goodwill des Kapitalmarkts:<br>\n&raquo;Die weltgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft und Milit&auml;rmacht Nummer eins ist hoch verschuldet und permanent auf ausl&auml;ndische Darlehen angewiesen. Es ist die gr&ouml;&szlig;te Schwachstelle von Donald Trumps gro&szlig;em Plan.&laquo;<br>\nDie Amerikaner brauchen also Dollars von Ausl&auml;ndern, um sich die geplante Sanierung ihrer verrotteten Infrastruktur leisten zu k&ouml;nnen. Diese Ausl&auml;nder sind aber genau die L&auml;nder, die Trump mit seiner unseligen Diskussion &uuml;ber die Sch&auml;dlichkeit von Export&uuml;bersch&uuml;ssen vor den Kopf gesto&szlig;en hat. Verst&auml;ndlicherweise sind daher viele L&auml;nder, wie z.B. China und Japan, etwas verschnupft und reagieren mit Zinsaufschl&auml;gen oder ziehen sich sogar aus der &bdquo;Finanzierung der USA&ldquo; zur&uuml;ck:<br>\n&raquo;Aktuell halten Ausl&auml;nder noch Papiere im Volumen von 5,94 Billionen Dollar, das sind 43 Prozent aller b&ouml;rsengehandelten US-Schulden. Im Jahr 2008 betrug der Anteil einmal 56 Prozent. Sollte sich der Trend fortsetzen, k&ouml;nnten ausgerechnet die Ausl&auml;nder, auf die Trump so wenig R&uuml;cksicht nimmt, sein ambitioniertes Konjunktur- und Steuerprogramm gef&auml;hrden. Von Investitionen f&uuml;r eine Billion Dollar war die Rede, hier m&uuml;ssen die Investoren mitziehen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/02\/laesst-der-kapitalmarkt-trump-auflaufen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das System Madeira<\/strong><br>\nSeit 30 Jahren genehmigt die EU-Kommission extrem niedrige Steuers&auml;tze auf der portugiesischen Insel Madeira. Das Ziel: die Wirtschaft ankurbeln. Tats&auml;chlich profitieren internationale Gro&szlig;konzerne und reiche Privatpersonen. Arbeitspl&auml;tze entstehen kaum und anderen L&auml;ndern entgehen Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Eine Analyse von BR Data und BR Recherche.<br>\nWir sind in der Altstadt von Funchal unterwegs, der Hauptstadt der Urlaubsinsel Madeira. In einer Seitenstra&szlig;e, der Rua do Esmeraldo, soll die Firma Ciboule &ndash; Trading e Marketing ihren Sitz haben. Wir finden sie neben einem kleinen Caf&eacute; in einem f&uuml;nfst&ouml;ckigen Haus. Weder auf dem Briefkasten noch auf dem T&uuml;rschild findet sich ein Hinweis auf die deutschen Eigent&uuml;mer der Ciboule: Die Mitglieder der deutschen Rockband B&ouml;hse Onkelz, die &uuml;ber diese Firma Millionen-Ums&auml;tze verbucht haben.<br>\nDie Adresse der Onkelz-Firma Ciboule haben wir im Amtsblatt von Madeira entdeckt. Dort sind tausende Unternehmen eingetragen, die in den vergangenen Jahren die Steuervorteile der Freihandelszone Madeira ausgenutzt haben. &Uuml;ber viele Jahre zahlten Firmen ausl&auml;ndischer Investoren hier &uuml;berhaupt keine Steuern, seit 2013 liegt der Steuersatz einheitlich bei f&uuml;nf Prozent. Die niedrigen Steuern sollen Wachstum und Arbeitspl&auml;tze nach Madeira bringen. Doch der Plan von Portugals Regierung und der EU-Kommission geht nach unseren Recherchen nicht auf. Trotzdem erteilte Br&uuml;ssel der Freihandelszone Madeira immer wieder die Genehmigung, zuletzt 2015. Wir haben das Unternehmensregister von Madeira systematisch ausgewertet und vor Ort recherchiert. So kommt ans Licht, wer wirklich vom System Madeira profitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.br.de\/madeira\/artikel\/\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hat man zum Steuerparadies Madeira aktuell irgendetwas von Seiten des Ex-B&uuml;rgermeisters von W&uuml;rselen geh&ouml;rt? Hatte Schulz nicht vor kurzem get&ouml;nt er wolle gegen die aggressiven Steuervermeidungspraktiken der gro&szlig;en Konzerne vorgehen? Als langj&auml;hriges Mitglied des Europaparlaments und letztlich als dessen Pr&auml;sident ist nicht davon auszugehen, dass Schulz von den Steuerprivilegien, die Madeira durch die EU-Kommission gew&auml;hrt wurden, nichts gewu&szlig;t hat. Er h&auml;tte also w&auml;hrend seiner Zeit im EU-Parlament mehr als genug Gelegenheiten gehabt diese Praktiken zur Diskussion zu stellen. Dass von der Bundesregierung, explizit von der schwarzen Null Sch&auml;uble, keinerlei Kritik kommt, obwohl anzunehmen ist, dass auch Deutschland Millionen an Steuereinnahmen entgangen sind, muss eigentlich nicht extra erw&auml;hnt werden.<\/em><br>\n<em>Dazu die gesamte Recherche des Bayerischen Rundfunks: <a href=\"http:\/\/web.br.de\/madeira\/\">Money Island<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geheimsache Bankenrettung<\/strong><br>\n2008 wurden die gro&szlig;en deutschen Banken mit Milliarden von Steuergeldern vor der Pleite bewahrt. Doch wie genau die Rettung abgelaufen ist, wird streng unter Verschluss gehalten. Selbst der Cum-Ex-Untersuchungsausschuss scheitert an den Top-Secret-Regeln.<br>\nEs ist eines der ber&uuml;hmtesten Zitate von Bertolt Brecht: &ldquo;Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gr&uuml;ndung einer Bank?&rdquo; Heute k&ouml;nnte man diesen Satz erg&auml;nzen: Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Rettung einer Bank durch den Staat? (&hellip;)<br>\nDie Abgeordneten im Untersuchungsausschuss wollen diese Verstrickungen gerne aufkl&auml;ren. Doch dabei stie&szlig;en sie jetzt auf Probleme. Es stellte sich heraus, dass die Rettung der deutschen Banken in der Finanzkrise unter Geheimhaltungsbedingungen stattgefunden hatte, die sogar strenger sind als beim Umgang mit Geheimdiensten. (&hellip;)<br>\nGr&uuml;ne und Linke hatten eigentlich beantragt, dem Untersuchungsausschuss ein Protokoll des sogenannten Finanzmarktgremiums vorzulegen. Dieses Komitee aus neun Abgeordneten des Bundestages &uuml;berwacht seit 2008 das 480 Milliarden Euro schwere Bankenrettungsprogramm der Bundesregierung. In der Runde musste regelm&auml;&szlig;ig auch der damalige Chef der staatlich geretteten Commerzbank, Martin Blessing, Bericht erstatten. Das Protokoll eines seiner Auftritte interessierte nun die Oppositionsabgeordneten im Untersuchungsausschuss zu dem Cum-Ex-Skandal.<br>\nDoch die Bundestagsverwaltung lehnte die Herausgabe des Protokolls ab. Das Finanzmarktgremium tage laut Gesetz geheim. Die Regeln s&auml;hen nirgends vor, dass davon Ausnahmen m&ouml;glich seien. Insbesondere lasse das Gesetz &ldquo;keinen Raum f&uuml;r eine Abw&auml;gung zwischen einem Geheimhaltungsinteresse und einem &ouml;ffentlichen Informationsinteresse&rdquo;, hei&szlig;t es in der Stellungnahme einer Bundestagsjuristin vom 16. Januar 2017, die dem stern vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/tillack\/geheimsache-bankenrettung--selbst-untersuchungsausschuss-ohne-einblick-in-unterlagen-7329778.html\">stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Niemals frei<\/strong><br>\nFast sechs Millionen &auml;ltere Menschen sind von Armut und Ausgrenzung bedroht, wie aktuelle Zahlen belegen. Immer mehr Senioren m&uuml;ssen im Rentenalter arbeiten. Was bleibt noch vom Lebensabend?<br>\nManchmal fragt sie sich, wie lange sie das noch durchh&auml;lt. Jeden Morgen um 4.30 Uhr aufstehen, anziehen, sich schminken &ndash; und dann schnell los zum Bus. Ihr Knie tut ihr weh. Sie hat es sich vor Jahren gebrochen und sich nie davon erholt. Jede Treppe wird f&uuml;r die 68-J&auml;hrige zum H&auml;rtetest. Am Bahnhof Zoo gibt es einen Fahrstuhl. Er bringt Heidi Steenbock hoch zum Bahnsteig. Noch eine Station mit der S-Bahn, 500 Meter laufen. Dann ist sie da. Ihr Arbeitsplatz, das ist eine B&auml;ckerei-Filiale in Berlin-Charlottenburg, halb Bistro, halb Verkauf. Es gibt Tische und St&uuml;hle und eine B&uuml;cherwand. Man muss nah herangehen, um zu erkennen, dass sie nur ein Trompe-l&rsquo;&OElig;il ist, eine Fototapete. Sie l&auml;sst diesen Ort behaglicher wirken, als er ist.<br>\nHeidi Steenbock, dezent geschminkt, dauergewellte Haare, ist seit f&uuml;nf Jahren in Rente. Sie ist zu 60 Prozent schwerbesch&auml;digt. Dennoch steht sie jeden Tag hinter dem Tresen. Erst waren es nur drei Stunden, dann f&uuml;nf, jetzt sind es manchmal auch sieben. Heute ist sie die Chefin dieser Filiale. Dass sie immer noch arbeiten muss, hat sie nicht geplant. Aber in ihrem Leben ist so einiges anders gelaufen, als sie sich das vorgestellt hatte. Auch die Sache mit ihrer Rente. Gerade mal 170 Euro bleiben ihr nach Abzug der Miete noch &uuml;brig.<br>\nSteenbock ist kein Einzelfall. Fast sechs Millionen &auml;ltere Menschen in Deutschland sind von Armut oder Ausgrenzung bedroht. Das geht aus Daten des Europ&auml;ischen Statistikamts Eurostat hervor, die jetzt bekannt geworden sind: Waren 2010 noch 4,9 Millionen Menschen im Alter von 55 und &auml;lter davon betroffen, stieg deren Zahl seither kontinuierlich auf zuletzt 5,7 Millionen. Als arm gelten demnach Menschen, die mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnitts auskommen m&uuml;ssen oder die sich normale Alltagsg&uuml;ter oft nicht leisten k&ouml;nnen. Manche m&uuml;ssen arbeiten, obwohl sie l&auml;ngst im Rentenalter sind. [&hellip;]<br>\n536.000 Rentner in Deutschland sind so arm, dass der Staat sie unterst&uuml;tzen muss. Jeder vierzigste Rentner ist ein Sozialfall, in Berlin sogar jeder zwanzigste. Er muss Grundsicherung beantragen, Hartz IV f&uuml;r Rentner, sagt Heidi Steenbock, und so, wie sie das Gesicht verzieht, merkt man, wie sehr es ihr widerstrebt. 409 Euro im Monat stehen ihr zu. Theoretisch. Doch praktisch nimmt sie diese Hilfe nicht in Anspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/08\/rente-arbeit-senioren-altersvorsorge\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Entsetzlich. Aber &ldquo;Deutschland geht es so gut wie noch nie&rdquo;. Warum l&auml;&szlig;t die Mehrheit der B&uuml;rger, die unter dieser Politik so leidet, diese Politik weiter zu? Wir leben doch in einer Demokratie!?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Managergeh&auml;lter<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Mehrheiten zur Begrenzung von Managergeh&auml;lter<\/strong><br>\nManagergeh&auml;lter begrenzen &ndash; das habe ich heute im Bundestag gefordert. Denn ein Manager streicht aktuell in einem Jahr doppelt soviel ein, wie ein durchschnittlich Besch&auml;ftigter in seinem ganzen Berufsleben. Dieser Ma&szlig;losigkeit haben SPD, Union und Gr&uuml;ne in den letzten Jahren tatenlos zugesehen. Und dann wundern sie sich, dass die Menschen emp&ouml;rt sind und den ganzen Politikbetrieb f&uuml;r korrupt halten. Anstatt wie Herr Sch&auml;uble verfassungsrechtliche Bedenken zu beschw&ouml;ren &ndash; die er bei Milliardenbetr&uuml;gereien im Rahmen von Cum-Ex-Gesch&auml;ften erstaunlicherweise nie hatte &ndash; kann heute etwas daf&uuml;r getan werden, dass es in diesem Land gerechter zugeht. Die SPD muss daf&uuml;r nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag einer Einigung mit der Union warten. Es gibt eine Mehrheit von SPD, Gr&uuml;nen und Linken im Parlament. Wir Linke reden jedenfalls nicht nur von sozialer Gerechtigkeit. Wir stimmen und wir streiten daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/story.php?story_fbid=1600086973342027&amp;id=206307219386683&amp;__tn__=C\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Managergeh&auml;lter per Gesetz deckeln? Das kann nur schiefgehen!<\/strong><br>\nJa, die Geh&auml;lter vieler Vorst&auml;nde m&uuml;ssen sinken. Ein Gesetz ist aber der falsche Weg. Und die Ideen der Politik sind teilweise sogar absurd.<br>\nDie deutschen Manager k&ouml;nnen sich schon mal darauf einstellen, dass sie im Bundestagswahlkampf die Buhm&auml;nner der Nation sein werden. Sie arbeiten zu schlecht und verdienen zu viel. Nicht alle nat&uuml;rlich, aber doch so viele von ihnen, dass mittlerweile Politiker fast aller Parteien die Vorstandsbez&uuml;ge dringend begrenzen wollen. Die Linkspartei fordert das schon lange, auch die Gr&uuml;nen und viele (nicht alle) Sozialdemokraten, und nun auch die CDU-Spitze in ihrem verzweifelten Bem&uuml;hen, den voranst&uuml;rmenden SPD-Kandidaten Martin Schulz nicht aus den Augen zu verlieren.<br>\nIn der Union w&auml;chst die Bereitschaft, Gesetzes&auml;nderungen mitzutragen, wie sie die SPD schon lange fordert und wie sie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) derzeit vorbereitet. Eventuell kann das sogar gro&szlig;koalition&auml;r noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden, dann h&auml;tte man das Thema im Wahlkampf von der Backe. Nun muss es einem um die Bosse nicht leidtun, es trifft ja sprichw&ouml;rtlich keine Armen. Und an Warnungen hat es nicht gefehlt, der Selbstbedienung an der Spitze freiwillig einen Riegel vorzuschieben, ehe das der Gesetzgeber tun w&uuml;rde. Allzu lange hat man in der Wirtschaft diese Warnungen nicht ernst genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/boni-managergehaelter-per-gesetz-deckeln-das-kann-nur-schiefgehen-1.3380004%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieso sollte das schiefgehen? Das Lohnniveau vieler &ldquo;normaler&rdquo; Arbeitnehmer konnte man doch durch Agenda 2010 und Hartz-IV auch per Gesetz nach unten dr&uuml;cken. Hier manifestiert sich wunderbar die Verlogenheit der Neoliberalen. Wenn es darum geht die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken, dann darf der Staat gerne in das Marktgeschehen eingreifen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Privatisierung der Weltrettung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung schlie&szlig;t eine neue Vereinbarung mit der Bill &amp; Melinda Gates-Stiftung zur Entwicklungszusammenarbeit. Die Kritik w&auml;chst.<br>\nWenn die M&auml;chtigen in M&uuml;nchen das Schicksal des Planeten verhandeln, darf der reichste Mensch der Welt nicht fehlen: Auch Bill Gates ist bei der Sicherheitskonferenz. Der Microsoft-Gr&uuml;nder hat sich vom Software- zum Weltrettungs-Monopolisten entwickelt: Die Bill &amp; Melinda Gates Foundation ist mit rund 40 Milliarden Dollar die verm&ouml;gendste Privatstiftung der Welt. Sie vergibt F&ouml;rdermittel von j&auml;hrlich rund vier Milliarden Euro f&uuml;r Projekte und Forschung zur Armuts- und Hungerbek&auml;mpfung, Landwirtschaft und Gesundheit. Das hat dem Milliard&auml;r mit einem Verm&ouml;gen von 85,2 Milliarden Dollar nicht nur viel Anerkennung gebracht, sondern auch Einfluss auf Regierungen, Universit&auml;ten und die Vereinten Nationen.<br>\nWer Geld von der Stiftung bekommt, muss sich nach deren Vorgaben richten. Die Gates-Stiftung verfolgt einen technokratischen Ansatz und setzt den Schwerpunkt auf schnell messbare Ergebnisse sowie die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in Public Private Partnerships. Zur Hungerbek&auml;mpfung setzt die Gates-Foundation auf Gentechnik und mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte industrielle Lebensmittel. Statt &ouml;ffentliche Gesundheitssysteme zu st&auml;rken, konzentriert sich die Stiftung auf wenige Krankheiten wie HIV, Tuberkulose, Malaria und solche, gegen die man impfen kann. Dabei arbeitet die Stiftung mit umstrittenen Konzernen zusammen &ndash; mit Coca Cola, Glaxo-Smith Kline und Monsanto. Deshalb w&auml;chst die Kritik: Die Stiftung bindet auch &ouml;ffentliches Geld, weil sie ihre Finanzzusagen an die von Regierungen koppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/bill-melinda-gates-stiftung-die-privatisierung-der-weltrettung-a-907079\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Expertengruppe f&uuml;r Diesel-Fahrtests dominiert von Unternehmen<\/strong><br>\nReform der Beratergruppen der EU-Kommission v&ouml;llig unzureichend<br>\nWeiterhin haben Unternehmen gute Chancen, Expertengruppen der EU-Kommission zu dominieren, und damit Gesetzgebung in ihrem Sinne zu gestalten. So waren 32 der insgesamt 41 Mitglieder der Expertengruppe f&uuml;r neue Diesel-Fahrtests Unternehmensvertreter. Das zeigt eine neue Studie unserer Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) ein Jahr, nachdem die Kommission ihre Regeln f&uuml;r die EU-Expertengruppen &uuml;berarbeitet hat. Die Studie belegt zudem, dass die Reform der Regeln f&uuml;r die Beratungsgremien kaum Fortschritt in Sachen unausgewogenem Lobbyeinfluss gebracht hat. (&hellip;)<br>\nUm die neuen, im Mai 2016 vorgestellten Regeln zu pr&uuml;fen, werden in der Studie zehn Expertengruppen untersucht, die brisante politische Themen behandeln. Das Ergebnis: F&uuml;nf der zehn Gruppen sind zu mehr als 50 Prozent mit &bdquo;Expert\/-innen&ldquo; besetzt, die Unternehmensinteressen repr&auml;sentieren. Und hier geht es um Positionen von Gruppen, deren Resultate von gro&szlig;er politischer Reichweite sind. Die EU-Expertengruppe &bdquo;Real Driving Emissions &ndash; Light Duty Vehicles&ldquo; war zu 78 Prozent mit Vertretern von Unternehmensinteressen besetzt. Die Aufgabe der Gruppe war die Einf&uuml;hrung eines neuen Testverfahrens f&uuml;r Diesel-Autos auf der Stra&szlig;e. Schon lange war klar, dass die Testergebnisse im realen Betrieb die aus dem Labor um ein vier- bis f&uuml;nffaches &uuml;berschritten. Die Tests sollen diesen Zustand beenden. Die Gruppe hat die Einf&uuml;hrung der neuen Tests um Jahre verz&ouml;gert.<br>\nDie &bdquo;Gears2030 High Level Group&ldquo; ist die Nachfolgerin von Cars21 und Cars2020. Beide Gruppen haben die Verantwortung f&uuml;r CO2-Einsparungen geschickt auf verschiedene Schultern verteilt. Nicht nur die Motoren m&uuml;ssen sich &auml;ndern &ndash; nein, auch Stra&szlig;enbel&auml;ge, Reifen oder andere Technologien, wie der Diesel- oder Elektroantrieb, d&uuml;rfen in die Berechnungen der CO2-Ausst&ouml;&szlig;e der Hersteller einflie&szlig;en. Gears2030 soll die Wettbewerbsf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Autoindustrie nach dem Dieselskandal sichern und ist mit 13 von 18 Unternehmensvertretern besetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/02\/eu-expertengruppe-fuer-diesel-fahrtests-dominiert-von-unternehmen\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Korruption und die Politik der schwarzen Null<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Roth &uuml;ber die Erosion der liberalen Demokratie in Europa<br>\nDer Journalist J&uuml;rgen Roth schildert in seinem Buch Schmutzige Demokratie den Zerfall der politischen Kultur und das Erstarken des Rechtspopulismus innerhalb der EU.<br>\nHerr Roth, Sie beschreiben in Ihrem Buch den Prozess der Entfremdung der B&uuml;rger von der liberalen Demokratie. Was hat sich in den letzten 20 Jahren so ver&auml;ndert, dass dieser Zustand ganz einfach konstatiert werden muss?<br>\nJ&uuml;rgen Roth:<br>\nMit dem von mir beschriebenen Prozess der Entfremdung der B&uuml;rger von der liberalen multikulturellen Demokratie ist es wie mit der Klimaerw&auml;rmung. Sie begann schleichend, zeigte jedoch in den letzten Jahren immer h&auml;ufiger ihre katastrophalen Auswirkungen (insbesondere f&uuml;r die &Auml;rmsten) &ndash; bis es zu sp&auml;t war, noch etwas zu ver&auml;ndern.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die Entfremdung der B&uuml;rger liegen nat&uuml;rlich auf der Hand. Verantwortlich sind die Verfechter der globalen neoliberalen Wirtschaftsordnung, die dieses System in den letzten zwanzig Jahren immer gnadenloser durchgepeitscht hatten und die jetzt Autoritarismus, Nationalismus und Rassismus als weiteres Treibmittel f&uuml;r die Stabilisierung ihrer Macht einsetzen, auch wenn dabei das liberale demokratische System zerst&ouml;rt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Korruption-und-die-Politik-der-schwarzen-Null-3607367.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>CIA-Chef Pompeo zeichnet Saudi-Arabien aus<\/strong><br>\nUnterst&uuml;tzung von islamistischen Extremisten in Syrien und Afghanistan<br>\nSeit den Ver&ouml;ffentlichungen der Clinton-Mails im US-Wahlkampf ist es buchst&auml;blich ein &ldquo;offenes Geheimnis&rdquo;, dass die US-Regierung unter Obama &uuml;ber die Unterst&uuml;tzung Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten von syrischen Milizen, die bis zu ausgewiesen terroristischen Gruppen wie der al-Nusra-Front reichte, Bescheid wusste. Dazu kommen Vorw&uuml;rfe der ideologischen Unterst&uuml;tzung des Dschihadismus.<br>\nIn Afghanistan unterst&uuml;tzt Saudi-Arabien die Taliban, die das US-Milit&auml;r dort bek&auml;mpft, undercover mit Millionenbetr&auml;gen. Nun sind die tats&auml;chlichen Aktivit&auml;ten etwas komplizierter als eben grob skizziert. Saudi-Arabien unterst&uuml;tzt auch die afghanische Regierung &ndash; offiziell und mit geringeren Summen -, um nach au&szlig;en zu bekunden, dass das K&ouml;nigreich im Kampf gegen den Terrorismus auf der richtigen Seite steht.<br>\nIn Saudi-Arabien wird die Bedrohung durch den IS oder al-Qaida sehr ernst genommen. Der Kampf gegen Personen, die der Mitgliedschaft in einer der beiden Terrororganisationen verd&auml;chtig werden, wird laut Nachrichten aus KSA mit Entschlossenheit gef&uuml;hrt, die Thronfolger und das K&ouml;nigshaus d&uuml;rfte daran auch gro&szlig;es Interesse haben. Vielleicht wurde so der ein andere Name oder Plan an US-Geheimdienste weitergegeben. [&hellip;]<br>\nSelbst wenn man annimmt, dass Waffen und Gelder aus Saudi-Arabien nur &uuml;ber einen Umweg an die Extremisten gelangten, sie also nicht direkt unterst&uuml;tzt wurden, so w&auml;re es Aufgabe &ldquo;exzellenter Geheimdienstarbeit im Kampf gegen al-Qaida&rdquo; gewesen, solche Unterst&uuml;tzung zu verhindern, es sei denn der politische Wille ist anders orientiert.<br>\nOffensichtlich ist der neuen Trump-Administration der Partner Saudi-Arabien, mit dem man wirtschaftlich mit der Deregulierung von Fracking rivalisiert, in einem Ziel wichtig, das in der Hierarchie der US-Nah-Ost-Politik weit oben steht: der gemeinsame Kampf gegen Iran, der f&uuml;r den IS nicht unbedingt nachteilig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/CIA-Chef-Pompeo-zeichnet-Saudi-Arabien-aus-3630534.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C. G.:<\/strong> Da bleibt einem die Luft weg. Zynisch ist das. Mmir fehlen die Worte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU-Parlament beschlie&szlig;t Anti-Terror-Richtlinie mit Websperren<\/strong><br>\nDie EU-Abgeordneten haben ein neues Anti-Terror-Gesetz angenommen, das den Einsatz von Websperren und Staatstrojanern vorsieht. Rechtswidrige Systemeingriffe und das &ldquo;Abfangen von Daten&rdquo; gelten demnach als Terrorstraftat.<br>\nDas EU-Parlament will sch&auml;rfer gegen Aufrufe zu Anschl&auml;gen und andere Formen extremistischer Propaganda im Internet vorgehen. Es hat dazu am Donnerstag mit 498 zu 114 Stimmen bei 29 Enthaltungen den Entwurf eine neue Richtlinie zur Terrorismusbek&auml;mpfung verabschiedet, auf den sich Verhandlungsf&uuml;hrer der Abgeordneten im November mit dem EU-Rat und der Kommission verst&auml;ndigt hatten. Auch gerichtlich nicht angeordnete Websperren werden damit zum legitimen Mittel gegen Online-Inhalte, die etwa Terrorismus verherrlichen. (&hellip;)<br>\nDie Mitgliedsstaaten werden zwar angehalten, zun&auml;chst die &ldquo;n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen&rdquo; zu ergreifen, um Aufrufe zu terroristischen Handlungen im Internet im In- oder Ausland l&ouml;schen zu lassen. Sollte dies aber nicht machbar oder erfolgversprechend sein, k&ouml;nnen sie Blockaden anstreben. Diese m&uuml;ssen nur auf &ldquo;transparenten Verfahren&rdquo; beruhen und ausreichende Schutzvorkehrungen enthalten, also etwa &ldquo;notwendig und verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; sein. Rechtsmittel gegen Sperren und L&ouml;schungen einzulegen, bleibt m&ouml;glich.<br>\nDie Internetindustrie wird zudem ermuntert, &ldquo;freiwillig&rdquo; gegen den Missbrauch ihrer Dienste vorzugehen, terroristische &Auml;u&szlig;erungen im Netz aufzusp&uuml;ren sowie entsprechend zu kennzeichnen. Eigentlich sind Provider in der EU nicht dazu verpflichtet, von sich aus Inhalte zu &uuml;berwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Parlament-beschliesst-Anti-Terror-Richtlinie-mit-Websperren-3630128.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr Gerechtigkeit: Die alte Leier frisch aufgeschulzt<\/strong><br>\nUnd damit will die SPD Wahlen gewinnen?<br>\nDie alte SPD hat seit Neuestem, was man auf Neudeutsch wohl einen Shooting Star nennt: Martin Schulz, den Hoffnungstr&auml;ger. Und der hat ein Motto, das alle Leute &ndash; vor allem aber die alten SPD-Anh&auml;nger &ndash; vor haltloser Begeisterung schier von den St&uuml;hlen rei&szlig;t: &ldquo;Mehr Gerechtigkeit&rdquo;. Die Begeisterung ist gerechtfertigt; denn da ist vorher noch niemand drauf gekommen. Das zeigt schon eine einfache Tour d&rsquo;Horizon durch 150 Jahre sozialdemokratischer Geschichte: [&hellip;]<br>\nMan sollte diese allt&auml;gliche praktische Erfahrung von Aktivisten und Parteifunktion&auml;ren nicht untersch&auml;tzen. Mag sein, dass die politische Wichtigtuerei und das gockelhafte Gehabe von Funktion&auml;ren Au&szlig;enstehenden albern erscheint. Doch es charakterisiert das Verhalten und das Denken der politischen Aktivisten in Demokratien. Ihre Mentalit&auml;t ist dadurch gepr&auml;gt, dass sie mit wichtigtuerischem Auftreten, leichtfertigem Selbstbetrug, verbalem Get&ouml;se und pomp&ouml;ser Rhetorik erfolgreich sein k&ouml;nnen. Es geh&ouml;rt zu ihrer Alltagserfahrung, dass so etwas funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mehr-Gerechtigkeit-Die-alte-Leier-frisch-aufgeschulzt-3622583.html\">Wolfgang Koschnick  auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst &ndash; Gewerkschaften und L&auml;nder einigen sich auf h&ouml;here L&ouml;hne<\/strong><br>\nDer Tarifstreit im &ouml;ffentlichen Dienst ist beendet. Die Besch&auml;ftigen bekommen &uuml;ber die n&auml;chsten zwei Jahren mehr Gehalt. Auch angestellte Lehrer werden besser bezahlt.<br>\nEtwa 800.000 Angestellte im &ouml;ffentlichen Dienst bekommen in den n&auml;chsten zwei Jahren mehr Gehalt. Darauf einigten sich Vertreter der Bundesl&auml;nder und verschiedener Gewerkschaften am Freitagabend. Demnach sollten die Arbeitnehmer in diesem Jahr zwei Prozent mehr Gehalt bekommen. 2018 soll dieses noch mal um 2,35 Prozent aufgestockt werden.<br>\nDie Tarifparteien einigten sich zudem darauf, die L&auml;nder-Besoldungstabellen an die des Bundes und der Kommunen anzupassen. Dadurch erhalten zehntausende Lehrer, die vor allem in ostdeutschen L&auml;ndern nicht verbeamtet, sondern angestellt werden, jeden Monat bis zu 150 Euro mehr. Diese Anpassung soll in zwei Schritten zum 1. Januar 2018 und 1. Oktober 2018 erfolgen. Dar&uuml;ber hinaus erhalten die Auszubildenden eine in zwei Schritten von jeweils 35 Euro erh&ouml;hte Verg&uuml;tung sowie k&uuml;nftig 29 Tage Urlaub im Jahr. [&hellip;]<br>\nDer Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, nannte das Ergebnis positiv. Die angestrebten Ziele seien in hohem Ma&szlig;e erreicht worden. Nach Darstellung Bsirskes stimmte die Verdi-Tarifkommission dem Tarifabschluss einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen zu.<br>\nDer Verhandlungsf&uuml;hrer des Beamtenbundes dbb Willi Russ sagte, durch die Erh&ouml;hungen seien nachhaltige Verbesserungen erreicht worden. &ldquo;Alle drei Punkte sind enorm wichtig f&uuml;r die Fachkr&auml;ftegewinnung und die Konkurrenzf&auml;higkeit des Landesdienstes auf dem Arbeitsmarkt.&rdquo; Au&szlig;erdem bedeute dieser Abschluss ein willkommenes Plus im Portemonnaie der Kolleginnen und Kollegen und eine Kaufkraftst&auml;rkung f&uuml;r die Binnenkonjunktur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-02\/laendertarifstreit-einigung-oeffentlicher-dienst-gehaltserhoehung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auch wenn laut den weiteren Details im Artikel insgesamt etwas mehr als 2 Prozent f&uuml;r 2017 und 2,35 Prozent f&uuml;r 2018 herauskommen, kann ich mich nur wiederholen: ver.di sollte sich aufl&ouml;sen und Platz machen f&uuml;r eine Gewerkschaft. 6 Prozent (f&uuml;r eine ungenannte Laufzeit &ndash; 12 Monate???) waren gefordert, 2 Prozent wurden erzielt, das ist gerade ein Inflationsausgleich bzw. in etwa die Zielinflationsrate der EZB. Mindestens der Produktivit&auml;tszuwachs von ca. 1 Prozent h&auml;tte hinzukommen m&uuml;ssen f&uuml;r eine verteilungsneutrale Lohnerh&ouml;hung; aber die L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst, in Deutschland insgesamt, sind um 20 Prozent zu niedrig. Um den Lohnr&uuml;ckstand gegen&uuml;ber der Zunahme der Kapitalgewinne aufzuholen und auch die exzessiven Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse zur&uuml;ckzuf&uuml;hren bzw. irgendwann in -defizite zu verwandeln, mu&szlig; die Lohnerh&ouml;hung mindestens 4 bis 5 Prozent mindestens &uuml;ber die n&auml;chsten 10 Jahre betragen. ver.di hat nicht nur nichts in der Hinsicht erreicht, sondern die angebliche Lohnerh&ouml;hung ist keine (Reallohnerh&ouml;hung); schlimmer noch, die L&ouml;hne bleiben hinter dem Produktivit&auml;tszuwachs immer weiter zur&uuml;ck. Das ist eine Lohnsenkung, gewerkschaftsoffiziell abgesegnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Uni ist heute tot<\/strong><br>\nSie wurde von der Unternehmenskultur umgebracht<br>\nDie Hochschule soll nicht Jobs verschaffen, die im &Uuml;brigen heute flexibel und prek&auml;r sind: Sie muss gebildete und f&auml;hige Menschen erziehen, die sich ihrer eigenen Geschichte und der eigenen Zukunftsaussichten bewusst sind.<br>\nDas lehrt uns der Philosoph John Stuart Mill. Er sagte 1867 in seiner Rektoratsrede an der St. Andrew Universit&auml;t:<br>\n&ldquo;Die Universit&auml;t ist nicht darauf ausgerichtet, das Wissen zu lehren, das f&uuml;r eine bestimmte Weise, den Lebensunterhalt zu bestreiten, notwendig ist. Es ist nicht ihr Zweck, kompetente Anw&auml;lte, &Auml;rzte oder Ingenieure auszubilden, sondern gebildete und f&auml;hige Menschen.&rdquo;<br>\nMills Rede wurde im Jahr 1867 gehalten (dem Jahr, in dem, Ironie der Geschichte, &ldquo;Das Kapital&rdquo; von Karl Marx ver&ouml;ffentlicht wurde) und scheint heute eine gnadenlose Tirade gegen die &Ouml;konomisierung der Hochschulen zu sein, die gerade in Italien, aber nicht nur dort stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Uni-ist-heute-tot-3629533.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.montag-freitag\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein Verein k&auml;mpft gegen Fake-News<\/strong><br>\nFalschmeldungen entlarven, verdrehte Inhalte klarstellen, auf Nutzerprobleme reagieren &ndash; all dies geh&ouml;rt zum Arbeitsalltag von Andre Wolf. Der studierte Theologe arbeitet f&uuml;r &ldquo;Mimikama&rdquo;. Der Verein mit Sitz in Wien setzt sich gegen Internetmissbrauch ein und will Nutzern dabei helfen, Falsches von Fakten unterscheiden zu lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/themenreihe-mittelpunkt-mensch-ein-verein-kaempft-gegen.761.de.html?dram%3Aarticle_id=377200\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37082"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37190,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37082\/revisions\/37190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}