{"id":37099,"date":"2017-02-21T08:56:16","date_gmt":"2017-02-21T07:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099"},"modified":"2017-02-28T07:58:17","modified_gmt":"2017-02-28T06:58:17","slug":"hinweise-des-tages-2818","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h01\">Dresdner Rede von Matthias Platzeck &ndash; Brauchen Europa und Russland einander wirklich? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h02\">Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h03\">Die Blackbox EZB muss ge&ouml;ffnet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h04\">Trumps Umfragewerte sind bei weitem nicht so schlecht, wie man nach dem verheerenden Medienecho meinen k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h05\">Offensive auf Mossul &ndash; Welthungerhilfe erwartet neue Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h06\">The Rise of the Weaponized AI Propaganda Machine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h07\">Increase in arms transfers driven by demand in the Middle East and Asia, says SIPRI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h08\">So werden junge Syrer in &bdquo;Hochform&ldquo; gebracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h09\">Woher kamen die Todessch&uuml;sse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h10\">Angeh&ouml;rige vom Breitscheidplatz bei Gauck &ndash; Als erstes kam ein Geb&uuml;hrenbescheid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h11\">The United States Used Depleted Uranium in Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h12\">Schulz &amp; Merkel sind wie Raider &amp; Twix<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h13\">Germany&rsquo;s current-account surplus is a problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h14\">Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h15\">Meine Fresse, haben wir das mit Holm verbockt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37099#h16\">Schwedische Medien kontern Trump &ndash; mit Fakten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dresdner Rede von Matthias Platzeck &ndash; Brauchen Europa und Russland einander wirklich?<\/strong><br>\nSehr geehrte Damen und Herren,<br>\nich bin sehr dankbar hier heute vor Ihnen stehen zu d&uuml;rfen, um eine &bdquo;Dresdner Rede&ldquo; zu halten. Nicht nur, weil es mir eine Ehre ist, in diese renommierte Veranstaltungsreihe als Redner aufgenommen zu werden, sondern auch, weil Dresden ein Ort ist, der mit seiner Geschichte und mit seiner Gegenwart in ganz besonderer Weise das ber&uuml;hrt, &uuml;ber das ich heute zu Ihnen sprechen m&ouml;chte:<br>\n&Uuml;ber Europ&auml;er und Russen, die untrennbar zusammengef&uuml;gt auf einem Kontinent leben, &uuml;ber Deutschland, das mit Russland durch die Geschichte eines ganzen Jahrtausends verbunden ist &ndash; mit den tiefen Br&uuml;chen und einem neuen Anfang im 20. Jahrhundert &ndash; und &uuml;ber den Weg, den wir in Zukunft gehen wollen: gemeinsam oder getrennt, miteinander oder gegeneinander. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/brauchen-europa-und-russland-einander-wirklich-3617266.html\">S&auml;chsische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine sehr bemerkenswerte Rede des fr&uuml;heren Ministerpr&auml;sidenten von Brandenburg und zeitweise SPD-Vorsitzenden. Sie gr&uuml;ndet auf einer langen und intensiven Erfahrung des Umgangs zwischen Russland und Deutschland, auch auf pers&ouml;nlichen Erfahrungen. Und es lohnt sich, sich die Zeit daf&uuml;r zu nehmen, diese Rede nachzulesen oder nach zuh&ouml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em>Zwei Stimmen von NachDenkSeiten Lesern:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Eine aus dem Westen Deutschlands, aus Baiersbronn:<\/em><br>\n<em>Eine bessere Rede zu der Fehlentwicklung mit Russland und seinem gro&szlig;herzigen Volk k&ouml;nnte es kaum geben. <\/em><br>\n<em>Hier noch ein Zitat, das deutlich macht, wie gr&auml;sslich die deutsche Politik gegen&uuml;ber Russland ist:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ganz besonders in Russland haben wir immer wieder erfahren d&uuml;rfen, was wirkliches Verzeihen bedeutet. An den St&auml;tten der gr&ouml;&szlig;ten Trag&ouml;dien des Zweiten Weltkriegs, auf den Schlachtfeldern bei St. Petersburg, Wolgograd und Kursk sind wir Deutsche als Freunde willkommen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>Und hier noch eine aus dem Osten, aus Freital:<\/em><br>\n<em>Ich &uuml;bersende Ihnen einen Link zur Rede von Matthias Platzeck, die er im Rahmen der &bdquo;Dresdner Reden 2017&ldquo; am 19.02.2017 im Schauspielhaus Dresden vor ausverkauften Haus und mit &bdquo;stehenden Ovationen&ldquo; der Zuh&ouml;rerschaft &hellip; gehalten hat:  <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dazu auch: Ohne Entspannung mit Russland keine Sicherheit in Europa<\/strong><br>\nRussland ist die in die europ&auml;ische Sicherheitsordnung nicht eingebunden. Das f&uuml;hrt zu Konflikten. Deshalb ist nun die Stunde f&uuml;r eine pragmatische Realpolitik gegen&uuml;ber Moskau gekommen. Vorbild daf&uuml;r k&ouml;nnte die neue Ostpolitik Willy Brandts sein.<br>\nVerst&auml;ndigungspolitik mit Russland ist eine realpolitische Notwendigkeit. Das war bei der Ostpolitik Willy Brandts und Egon Bahrs in den sechziger und siebziger Jahren nicht anders. Ohne eine Entspannung des Verh&auml;ltnisses zu Moskau wird es keine Stabilit&auml;t und keine Sicherheit auf dem europ&auml;ischen Kontinent geben. Das aber muss unser vorderstes Ziel sein.<br>\nDie Debatte &uuml;ber eine neue Ostpolitik wird heute gef&uuml;hrt, weil wir erkennen m&uuml;ssen, dass wir wieder in eine Konfrontation zwischen Ost und West driften. Die milit&auml;rischen Muskelspiele in Europa f&uuml;hren uns die Brisanz der Lage vor Augen: Im Ostseeraum kommen sich russische und amerikanische Flugzeuge und Schiffe gef&auml;hrlich nahe. 75 Jahre nach dem &Uuml;berfall auf die Sowjetunion werden deutsche Soldaten nach Litauen an die russische Grenze entsandt. Russland erh&ouml;ht die Milit&auml;rpr&auml;senz an seiner Westgrenze. Der Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger warnt, dass die Gefahr, dass sich aus &bdquo;Eskalationsschritten &hellip; milit&auml;rische Kampfhandlungen ergeben&ldquo; heute gr&ouml;&szlig;er denn je ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/platzeck-ohne-entspannung-russland-keine-sicherheit-europa\">Matthias Platzeck im vorw&auml;rts<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>L&auml;ngeres Arbeitslosengeld f&uuml;r &Auml;ltere &ndash; Schulz wird zum Hartz-Reformer<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Schulz fordert l&auml;ngeres Arbeitslosengeld f&uuml;r &Auml;ltere. Das beweist politisches Geschick &ndash; reicht aber nicht aus, um das Problem zu l&ouml;sen. Experten fordern ein Umdenken in den Arbeitsagenturen.<br>\nEins kann man Martin Schulz nicht absprechen: das Geschick f&uuml;r Wahlkampf. Das macht sein per &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung lancierter Vorsto&szlig; klar. Der SPD-Kanzlerkandidat will die Bezugsdauer f&uuml;r Arbeitslosengeld wieder erh&ouml;hen, zumindest f&uuml;r &Auml;ltere.<br>\nUnd er pr&auml;sentiert dazu gleich den passenden Fall: Ein 50-J&auml;hriger habe ihn vor Kurzem angesprochen. Der arbeite seit 36 Jahren im gleichen Betrieb &ndash; und habe Angst. &ldquo;Wenn der seinen Job verliert, bekommt er 15 Monate Arbeitslosengeld. Und dann geht es an seine Existenz. Das darf nicht sein&rdquo;, sagt Schulz.<br>\nDamit geht Schulz bei einer m&ouml;glichen Schwachstelle seiner Kandidatur in die Offensive. Er entstammt dem rechten Parteifl&uuml;gel, bislang verteidigte er die Agenda 2010 und die damit verbundenen Hartz-Reformen standhaft, die selbst unter den Sozialdemokraten hochumstritten sind. Seine Hauptbotschaft f&uuml;r den kommenden Wahlkampf bringt er bei jeder Gelegenheit an: Es muss gerecht f&uuml;r die zugehen, die hart arbeiten &ndash; das schlie&szlig;t implizit aber diejenigen aus, die mangels Job gar nicht arbeiten k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nIndem Schulz auf diese Ungerechtigkeit zielt, kann er &Auml;nderungen an den Hartz-Reformen fordern und Hartz IV dennoch grunds&auml;tzlich verteidigen. Nebenbei l&auml;sst das der Linken als m&ouml;glichem Koalitionspartner den n&ouml;tigen Platz, um mit Fundamentalkritik an Hartz IV W&auml;hler zu mobilisieren &ndash; und das zum ersten Mal mit einer echten Machtoption.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/martin-schulz-wie-der-spd-kanzlerkandidat-die-hartz-reformen-angehen-will-a-1135419.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Botschaft h&ouml;r ich wohl, allein mir fehlt der Glauben. Es ist ja nicht un&uuml;blich, dass die SPD ein paar Monate vor wichtigen Wahlen ihr rotes Kost&uuml;m herauskramt und so tut als sei sie eine sozialdemokratische Partei. Sonderlich glaubw&uuml;rdig ist der Schwenk ganz sicher nicht. Man muss sich nur einmal die Mehrheitsverh&auml;ltnisse im aktuellen Bundestag anschauen. Es ist ja nicht so, dass die SPD nicht schon heute die Agenda 2010 korrigieren k&ouml;nnte, wenn sie es denn wirklich will. An ihren Taten sollt ihr sie messen&hellip; <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Kandidieren braucht Schulz nur &ldquo;Bild&rdquo;, SPIEGEL und ZEIT, denn alle fallen auf den gro&szlig;en Magier herein (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/spd-wahlkampf-martin-schulz-arbeitslosengeld-hartz-iv-agenda2010\">hier die entsprechende Kommentierung in der ZEIT<\/a>). Keineswegs will Schulz Hartz IV r&uuml;ckg&auml;ngig machen, also die Arbeitslosenhilfe wieder einf&uuml;hren, noch die vielen anderen Ungerechtigkeiten und wirtschaftlichen Verheerungen der Agenda 2010 zur&uuml;ckdr&auml;ngen. Nach seinem Vorschlag soll &auml;lteren Arbeitslosen ein paar Monate l&auml;nger Arbeitslosengeld (I) bezahlt werden; nicht nichts, aber doch ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein, denn anschlie&szlig;end fallen die Betroffenen eben doch in die beklagte Aufl&ouml;sung ihrer Verm&ouml;gen und ihrer Existenz, und dann in die lebenslange Armut mit Hartz IV. &ldquo;[So kann] Schulz [&hellip;] Hartz IV dennoch [&hellip;] verteidigen&rdquo; &ndash; exakt. Nichts soll sich wirklich &auml;ndern, aber es soll sozial gerechter aussehen. Ein peinliches Schauspiel, da&szlig; von den Fake-News-Medien brav mitgespielt wird. Im Angebot ist noch eine etwas h&auml;rtere Regulierung von Zeit- und Leiharbeit; es fehlen unter anderem: R&uuml;cknahme aller Rentenk&uuml;rzungen seit 1999; Wiedereinf&uuml;hrung einer halbwegs lebensstandardsichernden Arbeitslosenhilfe; R&uuml;cknahme der irrsinnigen Steuergeschenke an Kapitalgesellschaften, Bestverdiener und millionenschwere Unternehmenserben; Wiedereinf&uuml;hrung der Parit&auml;t bei den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen. Also praktisch alles.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Am Welttag f&uuml;r soziale Gerechtigkeit mehr Gerechtigkeit f&uuml;r (&auml;ltere) Arbeitslose? Martin Schulz und der alte Wein in alten Schl&auml;uchen<\/strong><br>\n[&hellip;] Endlich mal eine konkrete Sache, scheinen viele zu denken, zumindest in der Medienlandschaft, denn das, was da in die Arena geworfen wurde, verbreitet sich rasant und wie so oft mit sehr verk&uuml;rzenden Schlagzeilen: Schulz verspricht Korrekturen an Agenda 2010 und darin: &raquo;Empf&auml;nger des Arbeitslosengelds I &hellip;  sollen die finanzielle Unterst&uuml;tzung zuk&uuml;nftig l&auml;nger bekommen.&laquo;<br>\nWie wir gesehen haben, stimmt das so nicht, sondern Schulz spricht von den Arbeitslosen, die 50 Jahre oder &auml;lter sind und die bereits heute eine l&auml;ngere Bezugsdauer haben, die ab 58 sogar doppelt so lange ausf&auml;llt wie bei den &ldquo;Normal-Arbeitslosen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nInsofern w&auml;re die Umsetzung des Vorschlags einer l&auml;ngeren Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld bei der Gruppe der &uuml;ber 50-J&auml;hrigen eine kleine Modifikation, aber bei weitem noch keine wirkliche Infragestellung der Agenda 2010, wie es im ersten &Uuml;berschwang an der einen oder anderen Stelle heute in den Raum gestellt wird. Eine Verl&auml;ngerung w&uuml;rde die Situation einzelner &auml;lterer Arbeitsloser individuell f&uuml;r ein paar Monate verbessern, ein Wert an sich vor allem f&uuml;r die Betroffenen, aber die Systemfrage wird damit eher umschifft.<br>\nDenn der eigentlich problematische Punkt, der eindeutig mit den Hartz-Gesetzen verkn&uuml;pft ist (aber nicht nur, sondern auch mit dem, was Gerhard Schr&ouml;der mal beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Schaffung des gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektors in Europa und die als Erfolgsgeschichte bezeichnet hat), besteht in einer v&ouml;lligen Umkehrung der Art und Weise der Absicherung des Risikos der Erwerbslosigkeit im deutschen Sozialstaat:<br>\nEigentlich sollte die Arbeitslosenversicherung als das der Grundsicherung vorgelagerte System das Risiko der Arbeitslosigkeit, besser: Erwerbsarbeitslosigkeit, auffangen und absichern. Auf die Leistungen der Arbeitslosenversicherung hat man einen Rechtsanspruch und es findet keine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung statt.<br>\nAnfang der 1990er-Jahre erhielten &uuml;ber 80 Prozent aller Erwerbslosen Leistungen vom Arbeitsamt, die weitgehend Versicherungscharakter hatten und deren H&ouml;he vom fr&uuml;heren Verdienst abhing (in Form des Arbeitslosengeldes und der Arbeitslosenhilfe). Heute gilt das nur noch f&uuml;r 30 Prozent der offiziell erfassten Arbeitslosen. 70 Prozent der Arbeitslosen sind gar nicht mehr unter den Fittichen der Arbeitslosenversicherung, sondern im F&uuml;rsorgesystem des SGB II (vgl. dazu bereits Die Arbeitslosenversicherung als Ausnahme statt Normalit&auml;t vom 24. Dezember 2014). [&hellip;]<br>\nGenau an diesen Stellen m&uuml;ssten Reformvorschl&auml;ge, die eben nicht nur alter Wein in alten Schl&auml;uchen sind, ansetzen. Wie h&auml;lt es die Politik mit den Rentenbeitr&auml;gen f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger? Warum kehrt man nicht zur&uuml;ck zu den teilweise wesentlich gro&szlig;z&uuml;gigeren Bed&uuml;rftigkeitsregeln der alten Arbeitslosenhilfe? Und nat&uuml;rlich die Frage &ndash; wenn man schon die meisten Arbeitslosen in das Grundsicherungssystem schickt, sind dann die Betr&auml;ge dort wirklich ausreichend f&uuml;r ein halbwegs w&uuml;rdevolles Leben? Das w&auml;ren Grundsatzfragen und je nach Antworten auch Infragestellungen der Agenda 2010. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/02\/bezugsdauer-arbeitslosengeld.html\">Stefan Sell<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti-Agenda-2010-Ank&uuml;ndigungen von Schulz m&uuml;ssen Taten folgen<\/strong><br>\n&bdquo;Wir finden es richtig und &uuml;berf&auml;llig, dass Martin Schulz die Agenda 2010 indirekt als Fehler bezeichnet, der korrigiert werden muss. Es ist aber unseri&ouml;s, wenn der Kanzlerkandidat der SPD die W&auml;hler f&uuml;r diese dringend notwendige Korrektur auf die Zeit nach der Wahl vertr&ouml;stet und zudem offen l&auml;sst, welche Koalition von der SPD nach der Wahl &uuml;berhaupt angestrebt wird. Dagegen, dass eine sozialere Politik auch in einer erneuten Gro&szlig;en Koalition durchgesetzt werden k&ouml;nnte, sprechen alle Erfahrungen der letzten Jahre&ldquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht die &Auml;u&szlig;erungen von Martin Schulz zu seiner Ank&uuml;ndigung, die Agenda 2010 korrigieren zu wollen. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Statt im Wahlkampf nur gro&szlig;e Hoffnungen zu wecken, die sp&auml;ter nicht eingel&ouml;st werden, sollte die SPD die vorhandene Mehrheit mit Linken und Gr&uuml;nen im Bundestag in den verbleibenden Monaten bis zur Wahl zur Einleitung dringend notwendiger Ver&auml;nderungen nutzen. Martin Schulz darf mit dem Wunsch gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung nach einer sozial gerechteren Politik kein falsches Spiel treiben. Auch, weil das den Glauben an die Demokratie in Deutschland bei vielen wohl restlos zerst&ouml;ren w&uuml;rde. Es macht misstrauisch, dass die SPD die vorhandene Mitte-Links-Mehrheit im Bundestag f&uuml;r die Umsetzung der Forderungen ihres Kanzlerkandidaten nicht nutzen will. Es ergibt keinen Sinn, mit den dringend notwendigen Beschl&uuml;ssen bis nach der Bundestagswahl zu warten, insbesondere weil die Forderungen nach einer Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I, einer Eind&auml;mmung von Befristungen und Leiharbeit, einer wirksame Begrenzung der exze  ssiven Manager-Bez&uuml;ge oder einer Mietpreisbegrenzung plus einer Steigerung des sozialen Wohnungsbaus dringend notwendig sind. Niemand wei&szlig;, wie die Mehrheiten nach der Bundestagswahl aussehen werden. Wer aktuell vorhandene Mehrheiten nicht nutzt, um die Lebensverh&auml;ltnisse der Menschen zu verbessern, setzt sich dem Verdacht aus, die eigenen Forderungen nicht besonders ernst zu nehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/anti-agenda-2010-ankuendigungen-von-schulz-muessen-taten-folgen\/\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Blackbox EZB muss ge&ouml;ffnet werden<\/strong><br>\nWar es illegal, dass die EZB den Zugang der griechischen Banken zu Liquidit&auml;t abgestellt hat? Dieses Versuchen wir durch eine Informationsfreiheitsanfrage an die EZB zu erfahren. Hier geht es zum Link der Petition auf Change.org . dort kann die Petition unterzeichnet werden.<br>\nInitiatoren der Petition sind der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis (DiEM25) und Fabio de Masi. &ndash; Zu den Unterst&uuml;tzern z&auml;hlen unter anderem Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE. im Deutschen Bundestag), Jean-Luc M&eacute;lenchon (La France insoumise, Kandidat zu den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen 2017), Stefano Fassina (ehemaliger Vize-Minister f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen Italiens, Sinistra Italiana), Zoe Konstantopoulou (ehemalige Pr&auml;sidentin des griechischen Parlaments, Plefsi Eleftherias), Gesine Schwan (ehemalige Pr&auml;sidentschaftskandidatin SPD), Katja Kipping (Parteivorsitzende DIE LINKE.), Beno&icirc;t Hamon (PS, Kandidat zu den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen), Emmanuel Maurel &amp; Guillaume Balas (Europaabgeordnete Sozialdemokratie Frankreich), Sven Giegold &amp; Ernest Utrasun (Europaabgeordnete DIE GR&Uuml;NEN), die renommierten US &Ouml;konomen Prof. James Galbraith sowie Prof. Jeffrey Sachs sowie viele andere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1425.die-blackbox-ezb-muss-ge%C3%B6ffnet-werden.html\">Fabio De Masi, MdEP\/Die Linke<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mr Draghi, what are you afraid of? Release #TheGreekFiles!<\/strong><br>\nJoin our campaign to demand that the ECB publish the legal opinion it commissioned on whether its closure of Greece&rsquo;s banks in 2015 was&hellip; legal<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/mr-draghi-what-are-you-afraid-of-release-thegreekfiles\">Change.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trumps Umfragewerte sind bei weitem nicht so schlecht, wie man nach dem verheerenden Medienecho meinen k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDas Tempo an Entgleisungen, Skandalen und Fehltritten, das die neue US-Regierung unter Donald Trump vorlegt, ist atemberaubend. Medien kommen kaum noch nach mit der Berichterstattung und schon liefert Trump neues Material, um sich aufzuregen oder &uuml;ber ihn lustig zu machen oder beides. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass gro&szlig;e Teile der US-Bev&ouml;lkerung &uuml;ber Trumps bisherige Amtsf&uuml;hrung entsetzt sein k&ouml;nnten. Schaut man sich aber aktuelle Umfragen an, ist dies ganz und gar nicht der Fall.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170221_hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170221_hdt-01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/02\/20\/trumps-umfragewerte-sind-bei-weitem-nicht-so-schlecht-wie-man-nach-dem-verheerenden-medienecho-meinen-koennte\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist schon richtig, dass eine Zustimmungsrate von 45% nicht derart katastrophal ist, wie man es erwarten k&ouml;nnte. Nichtsdestotrotz sind Trumps Werte im historischen Vergleich unglaublich schlecht. Dazu eine Grafik, die zeigt, wie viele Tage es gedauert hat, bis die Zustimmungsrate f&uuml;r einen neu gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten auf unter 50% gesunken ist &hellip;<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170221_hdt-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170221_hdt-02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Offensive auf Mossul &ndash; Welthungerhilfe erwartet neue Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nNach dem Beginn der milit&auml;rischen Offensive auf den Westteil der Stadt Mossul am Sonntag steht die Welthungerhilfe gemeinsam mit Partnern bereit, Fl&uuml;chtlingsfamilien aus der schwer umk&auml;mpften Stadt zu versorgen. Mehr als 750.000 Menschen leben im Westteil der Stadt und die Vereinten Nationen bef&uuml;rchten, dass sich zwischen 250.000 und 400.000 von Ihnen auf die Flucht machen k&ouml;nnten. Nahrungsmittel, Wasser sowie Brennstoff sind nach Monaten der Belagerung knapp geworden.<br>\n&bdquo;Wir haben beim Angriff auf den Osten Mossuls im Oktober erfahren, dass die Menschen innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen vor den K&auml;mpfen fliehen. Sie k&ouml;nnen dann nur ihre Kleidung und wenige Habseligkeiten mitnehmen und brauchen schnelle Unterst&uuml;tzung. Daher haben wir zun&auml;chst f&uuml;r ca. 20.000 Menschen Pakete f&uuml;r die erste Notversorgung zusammengestellt. Sie enthalten z.B. Kleidung, Heiz&ouml;fen und Kerosin, um sich gegen die K&auml;lte zu sch&uuml;tzen. Gleichzeitig reparieren wir Generatoren oder Wasserleitungen in den zerst&ouml;rten D&ouml;rfern im Umland, damit die Menschen sauberes Wasser haben&ldquo;, berichtet der Landesdirektor, Mike Bonke, aus Dohuk.<br>\nDie Welthungerhilfe ist seit zwei Jahren im Norden des Irak t&auml;tig und unterst&uuml;tzt derzeit etwa 40.000 Fl&uuml;chtlinge rund um Erbil und Dohuk. Im Mittelpunkt steht die Hilfe bei der R&uuml;ckkehr in die Heimatgebiete. Viele Menschen waren nach der Eroberung von Mossul durch den IS im Juni 2014 aus ihren D&ouml;rfern geflohen. Dabei steht der Wiederaufbau von Schulen und Bew&auml;sserungssystemen im Mittelpunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welthungerhilfe.de\/mossul-neue-fluechtlinge-erwartet.html\">Welthungerhilfe<\/a> (Pressemeldung)\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&auml;hrend die &bdquo;Schlacht um Aleppo&ldquo; ein medialer Dauerbrenner war, erf&auml;hrt man nur am Rand oder eben durch Pressemeldungen von Hilfsorganisationen wie der Welthungerhilfe etwas von der momentan laufenden Offensive auf Mossul.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Befreiung und die h&auml;ssliche Fratze des Krieges<\/strong><br>\nDer irakische Premierminister al-Abadi hat die Offensive auf die dichtbesiedelten Viertel im Westen der Stadt befohlen<br>\nDie Berichte zum Auftakt der n&auml;chsten Offensive in Mosul beschreiben eine f&uuml;rchterliche Situation. Der Sieg der Befreier scheint ausgemacht, auch beim IS d&uuml;rfte niemand ernsthaft an die M&ouml;glichkeit eines milit&auml;rischen Erfolges gegen die &Uuml;bermacht der irakischen Truppen und ihren Verb&uuml;ndeten glauben. Aber kampflos gegen sie die Stadt nicht auf.<br>\nDie irakischen Truppen und ihre Verb&uuml;ndeten sind absolut von ihrem Sieg &uuml;ber den IS &uuml;berzeugt. Auch dem IS scheint klar, dass er den Kampf um die Stadt &uuml;ber kurz oder lang verlieren wird. Angeblich haben F&uuml;hrungsmitglieder das Weite gesucht. Solche Meldungen sind allerdings nicht mit Fakten unterlegt und Propaganda ist Teil der Berichterstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mosul-Die-Befreiung-und-die-haessliche-Fratze-des-Krieges-3630670.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The Rise of the Weaponized AI Propaganda Machine<\/strong><br>\nThere&rsquo;s a new automated propaganda machine driving global politics. How it works and what it will mean for the future of democracy.<br>\n&ldquo;This is a propaganda machine. It&rsquo;s targeting people individually to recruit them to an idea. It&rsquo;s a level of social engineering that I&rsquo;ve never seen before. They&rsquo;re capturing people and then keeping them on an emotional leash and never letting them go,&rdquo; said professor Jonathan Albright.<br>\nAlbright, an assistant professor and data scientist at Elon University, started digging into fake news sites after Donald Trump was elected president. Through extensive research and interviews with Albright and other key experts in the field, including Samuel Woolley, Head of Research at Oxford University&rsquo;s Computational Propaganda Project, and Martin Moore, Director of the Centre for the Study of Media, Communication and Power at Kings College, it became clear to Scout that this phenomenon was about much more than just a few fake news stories. It was a piece of a much bigger and darker puzzle &mdash; a Weaponized AI Propaganda Machine being used to manipulate our opinions and behavior to advance specific political agendas.<br>\nBy leveraging automated emotional manipulation alongside swarms of bots, Facebook dark posts, A\/B testing, and fake news networks, a company called Cambridge Analytica has activated an invisible machine that preys on the personalities of individual voters to create large shifts in public opinion. Many of these technologies have been used individually to some effect before, but together they make up a nearly impenetrable voter manipulation machine that is quickly becoming the new deciding factor in elections around the world.<br>\nMost recently, Analytica helped elect U.S. President Donald Trump, secured a win for the Brexit Leave campaign, and led Ted Cruz&rsquo;s 2016 campaign surge, shepherding him from the back of the GOP primary pack to the front.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scout.ai\/story\/the-rise-of-the-weaponized-ai-propaganda-machine\">SCOUT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Increase in arms transfers driven by demand in the Middle East and Asia, says SIPRI<\/strong><br>\nThe volume of international transfers of major weapons has grown continuously since 2004 and increased by 8.4 per cent between 2007&ndash;11 and 2012&ndash;16, according to new data on arms transfers published today by the Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Notably, transfers of major weapons in 2012&ndash;16 reached their highest volume for any five-year period since the end of the cold war.<br>\nThe flow of arms increased to Asia and Oceania and the Middle East between 2007&ndash;11 and 2012&ndash;16, while there was a decrease in the flow to Europe, the Americas and Africa. The five biggest exporters&mdash;the United States, Russia, China, France and Germany&mdash;together accounted for 74 per cent of the total volume of arms exports.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sipri.org\/media\/press-release\/2017\/increase-arms-transfers-driven-demand-middle-east-and-asia-says-sipri\">sipri<\/a>\n<p><strong>Dazu: SIPRI: R&uuml;stungsverk&auml;ufe wie am Ende des Kalten Krieges<\/strong><br>\nDas Volumen der R&uuml;stungsverk&auml;ufe weltweit ist seit 2004 kontinuierlich gestiegen. Grund daf&uuml;r sei vor allem die verst&auml;rkte Nachfrage aus Nahost und Asien, teilte das internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI am Montag in Stockholm mit. Demnach erreichten die R&uuml;stungsk&auml;ufe von 2012 bis 2016 das h&ouml;chste Volumen einer F&uuml;nf-Jahres-Periode seit dem Ende des Kalten Krieges. Die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Exporteure &ndash; die USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland &ndash; standen f&uuml;r insgesamt 74 Prozent des Gesamtvolumens.<br>\nEin verst&auml;rkter Bedarf Asiens, Ozeaniens und des Nahen Ostens sei sowohl von 2007 bis 2011 als auch von 2012 bis 2016 zu verzeichnen gewesen, teilten die Stockholmer Wissenschaftler mit. Dies machte zwischen 2012 bis 2016 insgesamt 43 Prozent der globalen Importe aus. Gr&ouml;&szlig;ter Importeur war dabei die Atommacht Indien mit 13 Prozent. In den beiden Zeitr&auml;umen sei die Nachfrage aus Europa, Amerika und Afrika hingegen zur&uuml;ckgegangen.<br>\nZweitgr&ouml;&szlig;ter Importeur zwischen 2012 und 2016 sei Saudi-Arabien gewesen &ndash; mit einer Steigerung von 212 Prozent im Vergleich zum vorherigen F&uuml;nf-Jahres-Zeitraum. Bei Katar war eine Steigerung von 245 Prozent zu verzeichnen. Die meisten Staaten im Nahen Osten bestellten in den USA und in Europa, sagte der SIPRI-Experte Pieter Wezeman. &raquo;Trotz sinkender &Ouml;lpreise bestellten die L&auml;nder der Region auch 2016 mehr Waffen, die sie als Mittel f&uuml;r den Umgang mit Konflikten und regionalen Spannungen sehen.&laquo;<br>\nUnter den Exporteuren waren die USA von 2012 bis 2016 mit einem Drittel des weltweiten Volumens f&uuml;hrend. Fast die H&auml;lfte davon ging in den Nahen Osten. Insgesamt lieferten die USA an mindestens hundert L&auml;nder weltweit; sie h&auml;tten damit bedeutend mehr Kunden als andere Exporteure, sagte Aude Fleurant von SIPRI. Russland stand im selben Zeitraum f&uuml;r 23 Prozent der R&uuml;stungsexporte, 70 Prozent davon gingen an Indien, Vietnam, China und Algerien. Chinas Ausfuhren wuchsen um 74 Prozent, damit belegt die Volksrepublik mit 6,2 Prozent globalem Marktanteil Rang drei im Exportranking.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1042404.sipri-ruestungsverkaeufe-wie-am-ende-des-kalten-krieges.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>So werden junge Syrer in &bdquo;Hochform&ldquo; gebracht<\/strong><br>\nOb wegen Traumata oder b&uuml;rokratischer H&uuml;rden: Selbst hoch qualifizierte Fl&uuml;chtlinge finden in Deutschland nur schwer einen Job. Das &bdquo;Hochform&ldquo;-Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, das zu ver&auml;ndern.<br>\nIm wei&szlig;en Laborkittel steht der junge Mann mit der schwarzen Kurzhaarfrisur und dem stylischen Dreitagebart in dem kleinen Raum. Links, das sei der Inkubator f&uuml;r die Zellkulturen, da vorne stehen die Zentrifugen, dazu ein paar Mikroskope und allerhand wissenschaftliches Spezialger&auml;t.<br>\nDer 28-J&auml;hrige arbeitet im Biomedizinischen Zentrum der Bonner Unikliniken seit Kurzem an seiner Masterarbeit. Sie wird sich mit Immuntherapien f&uuml;r Krebspatienten befassen. &bdquo;Wenn ich mich beim Master bew&auml;hre, m&ouml;chte ich die Promotion anschlie&szlig;en. Eine Karriere in der Wissenschaft kann ich mir gut vorstellen, vielleicht auch in einem Unternehmen&ldquo;, sagt der angehende Wissenschaftler in fast akzentfreiem Deutsch. [&hellip;]<br>\nPersonalberater kleben Menschen wie Mohammed Hajo das Etikett &bdquo;High Potential&ldquo; auf &ndash; Leute mit hohem Entwicklungspotenzial und hei&szlig; begehrt auf dem Arbeitsmarkt. W&auml;re da nicht die Flucht, die Menschen traumatisieren und Biografien zerbrechen kann &ndash; oder ganz einfach formelle Bildungsabschl&uuml;sse entwertet.<br>\nWenn Deutschland es schon nicht hinbekommt, Schul- und Studienabschl&uuml;sse aus EU-Nachbarl&auml;ndern anzuerkennen, um wie viel m&uuml;hevoller ist dies dann bei Examina aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak?<br>\n&bdquo;Viele hoch qualifizierte Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rfen in Deutschland ihren Beruf nicht aus&uuml;ben, oder sie werden nicht eingestellt und arbeiten dann als Taxichauffeure oder in anderen Berufen mit geringer Qualifikation&ldquo;, sagt Gunther Thielen.<br>\nDas sei &bdquo;erstens ungerecht und zweitens schade f&uuml;r Deutschland, denn uns fehlen die Fachkr&auml;fte aus den Mint-Berufen schmerzlich&ldquo;, so der Vorsitzende der G&uuml;tersloher Walter-Bl&uuml;chert-Stiftung und fr&uuml;here Chef der Bertelsmann-Gruppe.<br>\nDie Zugangsh&uuml;rden sind hoch<br>\nDas Kurzwort &bdquo;Mint&ldquo; steht f&uuml;r die F&auml;cher Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik &ndash; allesamt Mangelberufe in Deutschland, auch wenn sich das Bild zuletzt etwas aufgehellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article162205582\/So-werden-junge-Syrer-in-Hochform-gebracht.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Keine Geschichte ist zu weit hergeholt, keine Behauptung zu abseitig, um nicht doch wieder das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel aufzutischen. (Propagandisten sind hier das arbeitgeberfinanzierte Institut der deutschen Wirtschaft\/IW und die G&uuml;tersloher Walter-Bl&uuml;chert-Stiftung.) Ausgerechnet bei den Biologen&hellip; Schauen wir uns mal die Statistiken an: Stellen in der Biologie waren schon immer rar und schlecht bezahlt. Die Anzahl arbeitsloser Biologen ist von 2011 bis 2015 um 29 Prozent <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/arbeitslosigkeit\/verpackung-fischerei-kautschuk-trotz-rekordbeschaeftigung-diese-berufe-sind-vom-aussterben-bedroht_id_4619238.html\">auf knapp 6.000 gestiegen<\/a>, das entspricht einer Arbeitslosenquote von &uuml;ber 6 Prozent. &ldquo;Im Oktober 2016 waren &uuml;ber 5.000 Biologen arbeitslos und mehr als 10.000 als arbeitssuchend gemeldet. Auch f&auml;llt gerade in der Biologie ein hoher Anteil an befristeten Stellen auf &ndash; <a href=\"http:\/\/www.e-fellows.net\/Studium\/Studienwissen\/Studium-aktuell\/Biologie-und-die-Lage-auf-dem-Arbeitsmarkt\/(page)\/all\">nur jeder dritte Job ist dort als Daueranstellung ausgeschrieben<\/a>.&rdquo; Insofern gibt es au&szlig;er der Traumatisierung und den mangelnden Sprachkenntnissen einen Grund mehr, wenn Fl&uuml;chtlinge keinen Job finden: es gibt die offenen Stellen &uuml;berhaupt nicht. Zu Recht wird beklagt, da&szlig; die formellen Abschl&uuml;sse der Fl&uuml;chtlinge entwertet werden &ndash; aber das trifft ebenfalls auf alle Menschen zu, die schon l&auml;nger hier leben und deren &ldquo;formelle Bildungsabschl&uuml;sse entwertet&rdquo; werden, wenn man sie ins Hartz-IV-System und jeden Drecksjob dr&auml;ngt. Und wenn hier davon die Rede ist, &ldquo;das Bild [bez&uuml;glich der Mangelberufe habe sich] zuletzt etwas aufgehellt&rdquo;, dann sind die Angebotsbedingungen gemeint: immer mehr arbeitslose Akademiker f&uuml;r immer weniger offene Stellen, was die L&ouml;hne dr&uuml;ckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Woher kamen die Todessch&uuml;sse?<\/strong><br>\nDer Prozess um die Todessch&uuml;tzen vom Maidan l&auml;uft weiterhin und hat erstaunliche Erkenntnisse zu bieten<br>\nKeine t&ouml;dliche Kugel passt zu Berkut-Kalaschnikows. Die Staatsanwaltschaft nutzt ein entscheidendes &Uuml;berwachungsvideo nicht. Und &uuml;ber hundert Menschen erkl&auml;rten bislang, Sch&uuml;tzen in Maidangeb&auml;uden gesehen zu haben.<br>\nMan kann die Angst sp&uuml;ren. Die Angst, dass jeder Atemzug der letzte sein kann. Gr&auml;sslich peitschend hallen die Sch&uuml;sse &uuml;ber die Institutska-Stra&szlig;e. Verzweifelt kauern Maidank&auml;mpfer sich hinter B&auml;umen, B&uuml;schen und Mauern. Andere rufen nach Sanit&auml;tern. Rundherum liegen Erschossene. Die Videoaufnahmen des franz&ouml;sischen Fotografen Jerome Sessini vermitteln das Grauen hautnah.<br>\nSessini war mitten unter Maidank&auml;mpfern an vorderster Front auf der Institutska-Stra&szlig;e in Kiew zwischen Hotel Ukraina und der Metrostation Kreschatik, als jemand am 20. Februar 2014 das Feuer auf sie er&ouml;ffnete. Warum sie trotz Toter und Verletzter immer wieder in neuen Wellen vorr&uuml;ckten, so wie Aufnahmen es zeigen, ist kaum zu erkl&auml;ren. Genau drei Jahre ist das mittlerweile her und noch immer ist unbekannt, wer die Sch&uuml;tzen waren und wer sie beauftragt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Woher-kamen-die-Todesschuesse-3630949.html\">Stefan Korinth auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Angeh&ouml;rige vom Breitscheidplatz bei Gauck &ndash; Als erstes kam ein Geb&uuml;hrenbescheid<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident und der Innenminister haben sich mit Angeh&ouml;rigen der Attentatsopfer vom Breitscheidplatz getroffen. Die kritisierten lange fehlende Informationen &ndash; aber einen schnellen Brief der Gerichtsmedizin. [&hellip;]<br>\nAuch zun&auml;chst ahnungslose Angeh&ouml;rige seien unsensibel behandelt worden, berichteten Betroffene. So habe die Polizei nach &bdquo;aussagekr&auml;ftigem DNA-Material&ldquo; von Angeh&ouml;rigen gefragt, ohne den Grund zu nennen. Eine Antwort sei gewesen: &bdquo;Wer jetzt nicht wisse, worum es gehe, sei selbst schuld.&ldquo; De Maizi&egrave;re k&uuml;ndigte Teilnehmern zufolge an, die Kommunikation in der Innenministerkonferenz zum Thema zu machen. Die Probleme d&uuml;rften sich nicht wiederholen.<br>\nAber auch auf Landesebene habe man die Angeh&ouml;rigen im Stich gelassen, sagten Betroffene. Das Erste, was sie vom Land erhalten h&auml;tten, sei ein Brief gewesen. Zun&auml;chst habe er gedacht, vielleicht kondoliere der Regierende B&uuml;rgermeister, berichtete ein Angeh&ouml;riger. Was in dem Schreiben steckte, sei aber eine Rechnung gewesen &ndash; von der Gerichtsmedizin. Mit der Aufforderung, innerhalb der gesetzten Frist zu zahlen; ansonsten werde ein Inkassounternehmen das Geld eintreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/angehoerige-vom-breitscheidplatz-bei-gauck-als-erstes-kam-ein-gebuehrenbescheid\/19410976.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>The United States Used Depleted Uranium in Syria<\/strong><br>\nThe airstrikes on oil trucks in Islamic State-controlled areas employed the toxic material, which has been accused of causing cancer and birth defects.<br>\nOfficials have confirmed that the U.S. military, despite vowing not to use depleted uranium weapons on the battlefield in Iraq and Syria, fired thousands of rounds of the munitions during two high-profile raids on oil trucks in Islamic State-controlled Syria in late 2015. The air assaults mark the first confirmed use of this armament since the 2003 Iraq invasion, when it was used hundreds of thousands of times, setting off outrage among local communities, which alleged that its toxic material caused cancer and birth defects.<br>\nU.S. Central Command (CENTCOM) spokesman Maj. Josh Jacques told Airwars and Foreign Policy that 5,265 armor-piercing 30 mm rounds containing depleted uranium (DU) were shot from Air Force A-10 fixed-wing aircraft on Nov. 16 and Nov. 22, 2015, destroying about 350 vehicles* in the country&rsquo;s eastern desert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/foreignpolicy.com\/2017\/02\/14\/the-united-states-used-depleted-uranium-in-syria\/\">Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schulz &amp; Merkel sind wie Raider &amp; Twix<\/strong><br>\nEs war einmal ein beliebter Schokoriegel. Der hie&szlig; Raider. Doch dann, im Jahre 1991, wurde verk&uuml;ndet: &bdquo;Raider hei&szlig;t jetzt Twix &ndash; sonst &auml;ndert sich nix!&ldquo; Mir nix, dir nix wurde das Ding einfach umbenannt. Die Aufregung war gro&szlig;. Aber weil sich, bis auf den Namen, wirklich nichts &auml;nderte, ebbte sie auch schnell wieder ab. Nun kauft jeder, der einst den Raider-Riegel mochte, den Twix-Riegel.<br>\nSeit Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD ist, k&ouml;nnen die Deutschen f&uuml;r Angela Merkel stimmen, ohne f&uuml;r Angela Merkel stimmen zu m&uuml;ssen. Vor allem das erkl&auml;rt den H&ouml;henflug der Partei. Wie eine Rakete geht der Trend nach oben. Denn der Unterschied zwischen Schulz und Merkel ist ungef&auml;hr so gro&szlig;, wie es der zwischen Raider und Twix war. Schulz will mehr &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo;, sich um die &bdquo;Alltagssorgen&ldquo; der &bdquo;hart arbeitenden Menschen&ldquo; k&uuml;mmern. Aber das will Merkel nat&uuml;rlich auch. Und Sigmar Gabriel, der SPD-Chef vor Schulz, wollte es auch. Ob Europa-, Steuer- oder Familienpolitik, Rentensystem oder Bildung: Markante Differenzen zwischen Schulz und Merkel zu erkennen, d&uuml;rfte selbst Schulz-Verehrern schwerfallen. [&hellip;]<br>\nSchulz und Merkel: beide Pro-Europa, gerne staatstragend, wenig charismatisch, daf&uuml;r kenntnisreich, rhetorisch solide mit der Tendenz zur Redundanz, oft ausweichend im Detail, politisch flexibel. Sollte es Schulz weiterhin gelingen, gewisserma&szlig;en als perfekte Merkel-Kopie zu agieren, k&ouml;nnte die Umbenennung Erfolg haben. Raider hei&szlig;t jetzt Schulz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-kanzlerkandidat-martin-schulz-schulz-und-merkel-sind-wie-raider-und-twix\/19416300.html\">Malte Lehming im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Germany&rsquo;s current-account surplus is a problem<\/strong><br>\nBut not for the reasons Donald Trump thinks it is (&hellip;)<br>\nBy choosing the wrong line of reasoning, Mr Trump has unwittingly let the Germans off the hook in a more fundamental debate. After all, Germany&rsquo;s trade surpluses have been controversial for years. Long before Mr Trump ran for office, the European Commission in Brussels, the International Monetary Fund in Washington, America&rsquo;s treasury department and the OECD, a club of mostly rich countries, were already berating Germany for causing imbalances in the European and global economies.<br>\nThe real German problem<br>\nTheir analysis starts more than a decade ago, when German employers and unions agreed to restrain wage growth. Workers weren&rsquo;t thrilled, but everyone agreed that Germany was not competitive enough. This amounted to a devaluation of Germany within the euro zone. The best way out of today&rsquo;s imbalances, economists say, is not to keep cutting wages in down-and-out countries like Greece, but to let them rise in Germany. Wages have been going up&mdash;by 2.3% last year&mdash;but should grow faster.<br>\nThe other factor is that Germans, in an ageing society, have for years been saving much more than they invest. Individuals are filling piggy banks for their retirement. And firms, expecting lower returns from older, smaller populations in the future, are investing abroad instead of at home. At the same time, the government, also citing demography, in 2011 adopted a &ldquo;debt brake&rdquo;, limiting its new borrowing at just the moment when ultra-low interest rates would make debt service almost free. The resulting excess savings are capital that Germany sends abroad. They are the corollary of Germany&rsquo;s current-account surpluses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/europe\/21716641-not-reasons-donald-trump-thinks-it-germanys-current-account-surplus-problem\">The Economist<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der neoliberale Arbeitgeberpropagandist The Economist, der den Primat der M&auml;rkte &uuml;ber die Politik bef&uuml;rwortet, <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/209559\">die Legende vom &ldquo;kranken Mann Europas&rdquo; erfunden<\/a> und die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; immer bef&uuml;rwortet hat, bezeichnet die krassen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse als &ldquo;Problem&rdquo; und tritt hier u. a. f&uuml;r noch st&auml;rkere (!!!) Lohnsteigerungen sowie mehr &ouml;ffentliche Investitionen in Deutschland ein. Wenn das kein Weckruf f&uuml;r die deutsche Politik ist, dann wei&szlig; ich es auch nicht. (Der Economist stellt die Agenda 2010 allerdings v&ouml;llig falsch dar: Arbeitgeber und Arbeitnehmer h&auml;tten sich vor 10 Jahren auf Lohnzur&uuml;ckhaltung geeinigt, weil alle jeder die zu schlechte Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Volkswirtschaft gesehen h&auml;tten &ndash; nach meiner Erinnerung hat wurde die Agenda 2010 von der Mainstream-Politik auf massiven Druck der Arbeitgeberlobby gegen den Widerstand der Gewerkschaften durchgedr&uuml;ckt.)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von Kindesbeinen an: Im Teufelskreis der Armut<\/strong><br>\nIn wenigen Wochen wird Arbeitsministerin Andrea Nahles den &bdquo;F&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht&ldquo; vorstellen. Die SPD k&ouml;nnte, ja sie sollte dies zum Anlass nehmen, einen Kontrapunkt zur derzeit alles dominierenden Debatte um die innere Sicherheit zu setzen. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie deutlich machen, dass sie die wachsende soziale Ungleichheit endlich wieder ernst nimmt.<br>\nImmerhin gehen die j&uuml;ngsten Fraktionsbeschl&uuml;sse zum Thema &bdquo;Gerechtigkeit&ldquo; in eben diese Richtung: Die SPD fordert Ganztagsbetreuung in der Kita f&uuml;r alle Kinder, die Entlastung von Alleinerziehenden und einen Familientarif im Steuerrecht, unabh&auml;ngig von der Art des Zusammenlebens der Eltern. Auf diese Weise will sie Ungleichheit abbauen und setzt dabei zu Recht vor allem auf eine st&auml;rkere Unterst&uuml;tzung von Familien. Das Nachsehen haben allerdings all jene, die in der Armutsfalle Hartz IV festh&auml;ngen &ndash; w&auml;hrend Gutverdiener und Wohlhabende keine Einschnitte zu bef&uuml;rchten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/februar\/von-kindesbeinen-an-im-teufelskreis-der-armut\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Erst die Arbeit, dann die Tafel<\/strong><br>\nIn Deutschland sind immer mehr Menschen arm, obwohl sie arbeiten, meist sind es Teilzeitjobs. In der Statistik werden diese Jobs als Erfolg gefeiert, aber die Tafeln zeigen ein anderes Bild: Dort holen sich immer h&auml;ufiger Berufst&auml;tige Essen. (&hellip;)<br>\nArm trotz Arbeit, das sei ein immer h&auml;ufigeres Ph&auml;nomen, sagt Jochen Br&uuml;hl, der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. &ldquo;Wir sind ein Seismograph der Bev&ouml;lkerung&rdquo;, beschreibt er das Netzwerk der mehr als 900 Tafeln in Deutschland. Die prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wie Teilzeit und Minijobs machen sich vermehrt bei den Tafeln bemerkbar. In der Statistik werden diese Jobs zwar als Erfolg gefeiert, aber die Tafeln zeigen eine Parallelwelt im reichen Deutschland.<br>\nAuch Nicole Bomke kennt diese Parallelwelt. Sie wohnt im Schwarzwald, alles sieht hier recht beschaulich aus, die Wirtschaft brummt. Auch Nicole Bomke hatte immer einen Job, hat in der Pflege und im Sicherheitsdienst gearbeitet. Aber damit war es vorbei, als sie vor f&uuml;nf Jahren Mutter wurde und nun die Tochter allein gro&szlig; zieht. &ldquo;Im Bewerbungsgespr&auml;ch werde ich gefragt, was denn passiert, wenn das Kind krank ist&rdquo;, erz&auml;hlt sie von ihrer letzten Erfahrung. Ein anderes Angebot musste sie ausschlagen, weil es keine flexible Betreuung f&uuml;r ihr Kind gab.<br>\n&ldquo;Alleinerziehende Haushalte sind dem h&ouml;chsten Risiko ausgesetzt, in Armut zu geraten und &uuml;ber l&auml;ngere Zeit arm zu bleiben&rdquo;, hei&szlig;t es im gerade erschienen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Entsprechend sind die Statistiken bei Kindern. Zwei Millionen Kinder leben laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung in Haushalten, die Hartz IV beziehen. Jedes siebte Kind ist armutsgef&auml;hrdet, meldet auch das Statistische Bundesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/dev\/anthony-103.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Meine Fresse, haben wir das mit Holm verbockt!<\/strong><br>\nZeit der Monster mit Tadzio #1<br>\nTadzio meint: Wir haben es verbockt. Da heben soziale Bewegungen in Berlin eine Linksregierung in den Senat. Und die wiederum hievt einen linksradikalen Baustaatssekret&auml;r ins Amt. Und der wiederum f&auml;ngt sofort an, gegen steigende Mieten vorzugehen. Win-Win-Win-Situation. Dann startet die Immobilienmafia eine Kampagne gegen Holm. Der Druck auf ihn w&auml;chst und w&auml;chst. Die Unterst&uuml;tzung nicht. Denn die Bewegungen, die Zivilgesellschaft, die Linken &ndash; machen gar nichts.<br>\nSeit wann haben wir uns eigentlich im Verlieren eingerichtet? Seit wann warten wir nur noch auf Verrat und Scheitern? Wir fangen ab jetzt an, unsere Leute zu verteidigen. Weil wir gewinnen wollen. Und dann gewinnen wir auch!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/487.meine-fresse-haben-wir-das-mit-holm-verbockt.html\">Institut Solidarische Moderne<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schwedische Medien kontern Trump &ndash; mit Fakten<\/strong><br>\nSchwedische Medien gehen nun einen Schritt weiter. Sie beleuchten den Bericht des konservativen Senders Fox News &uuml;ber Schweden, auf den sich Trump nach eigenen Angaben bei seiner Bemerkung zu Schweden st&uuml;tzte. (&hellip;)<br>\nDer Beitrag enthalte etliche Fehler und &Uuml;bertreibungen, schreibt die schwedische Zeitung &ldquo;Aftonbladet&rdquo; und ver&ouml;ffentlicht einen englischsprachigen Faktencheck auf ihrer Website. Auch &ldquo;Expressen&rdquo; schreibt &uuml;ber die Fehler in dem Fox-News-Film.<br>\nEs sei nicht lange her, dass in Schweden der erste Terroranschlag passiert sei, so Filmemacher Horowitz bei Fox News. Was kann Horowitz gemeint haben? Einen Zusammenhang mit der Fl&uuml;chtlingskrise gibt es jedenfalls nicht. Es ist bereits sechs Jahre her, dass sich in Stockholm ein irakischst&auml;mmiger Schwede in die Luft sprengte und zwei Menschen verletzte.<br>\n&ldquo;Aftonbladet&rdquo; greift auch die bei Fox News aufgestellte Behauptung auf, dass in Schweden die Zahl von Angriffen mit Waffengewalt und Vergewaltigungen in den vergangenen Jahren, in denen viele Fl&uuml;chtlinge in das Land kamen, gestiegen sei. Die Daten der Beh&ouml;rden zeigen laut &ldquo;Aftonbladet&rdquo; ein mindestens differenzierteres Bild: Die Kriminalit&auml;tsrate sei zwar 2015 gegen&uuml;ber 2014 gestiegen, aber auf einem &auml;hnlichen Niveau wie im Jahr 2005. Die Waffengewalt indes sei in den letzten Jahren zur&uuml;ckgegangen. Und bei den angezeigten Vergewaltigungen haben es 2015 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls einen R&uuml;ckgang gegeben.<br>\nEinen offensichtlichen Fehler thematisieren auch andere schwedische Medien wie &ldquo;Expressen&rdquo;: Statt wie bei Fox News berichtet, seien 2016 nicht 160.000 Fl&uuml;chtlinge nach Schweden gekommen, sondern es habe rund 30.000 Asylsuchende gegeben. Mehr als 160.000 Fl&uuml;chtlinge kamen stattdessen 2015 nach Schweden.<br>\nAuch dass Fl&uuml;chtlinge in Schweden zus&auml;tzlich zu Unterkunft und Bildung noch gro&szlig;z&uuml;gig finanzielle Unterst&uuml;tzung vom Staat bek&auml;men , wie es der Fox-News-Beitrag suggieriert, will &ldquo;Aftonbladet&rdquo; widerlegen: Maximal bek&auml;men Asylsuchende monatlich rund 2200 Kronen, etwas mehr als 230 Euro. (&hellip;)<br>\nDie &ldquo;New York Times&rdquo; berichtet dar&uuml;ber, dass Schweden in rechtspopulistischen Kreisen in den USA immer wieder als Negativbeispiel genannt werde und bei der Erz&auml;hlung von den angeblichen Problemen Schwedens durch seine offene Fl&uuml;chtlingspolitik mit &Uuml;bertreibungen und Verk&uuml;rzungen gearbeitet werde.<br>\nImmer wieder spielt in den Beitr&auml;gen &uuml;ber Schweden auch die hohe Vergewaltigungsrate in Schweden eine Rolle. Schwedische Beh&ouml;rden und Experten verweisen zur Erkl&auml;rung h&auml;ufig darauf, dass die hohen Zahlen nicht bedeuteten, dass es in Schweden deutlich mehr Vergewaltigungen g&auml;be als anderswo, sondern dass sie &ouml;fter angezeigt w&uuml;rden und F&auml;lle zum Teil anders in den Statistiken erfasst w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-lastnightinsweden-medien-kontern-mit-fakten-a-1135390.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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