{"id":37104,"date":"2017-02-21T09:17:01","date_gmt":"2017-02-21T08:17:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37104"},"modified":"2017-02-21T16:16:50","modified_gmt":"2017-02-21T15:16:50","slug":"die-null-zins-politik-heizt-die-spekulation-an-und-die-deutsche-bundesbank-tut-so-als-haette-sie-damit-nichts-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37104","title":{"rendered":"Die Null-Zins-Politik heizt die Spekulation an. Und die Deutsche Bundesbank tut so, als h\u00e4tte sie damit nichts zu tun."},"content":{"rendered":"<p>In ihrem Monatsbericht vom Februar beklagt die Deutsche Bundesbank, die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien h&auml;tten in den St&auml;dten 2016 zwischen 15 und 30 % betragen. Siehe dazu den Bericht der Zeitung &bdquo;Die Presse&ldquo; im Anhang.  Die Bundesbank r&auml;tselt &uuml;ber die Ursachen der erh&ouml;hten &bdquo;Preisdynamik bei Wohnimmobilien&ldquo;. Das ist komisch, denn die Deutsche Bundesbank ist als wichtiger Teil und Einflussfaktor der Europ&auml;ischen Zentralbank einer der Hauptmitverursacher der Spekulation in Immobilien und in Aktien. Wenn es Null Zinsen oder allenfalls sehr geringe Zinsen von unter einem Prozent auf Sparguthaben gibt und somit die Realverzinsung negativ ist, dann sehen sich selbst Sparer mit geringem Verm&ouml;gen gezwungen, sich in spekulative Anlagem&ouml;glichkeiten zu begeben. Das sind die Immobilien und die Aktienm&auml;rkte. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1549\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-37104-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=37104-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170221_Null_Zins_Politik_heizt_Spekulation_an_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Null-Zins-Politik ist ein Geschenk f&uuml;r Spekulanten und Anlageberater<\/strong><\/p><p>Die aktuelle Geldpolitik von Bundesregierung, EZB und Deutscher Bundesbank treibt also auch die normalen Sparer in die Spekulation. Man hat ihnen die einfache Anlagem&ouml;glichkeit einfach genommen. Man hat ihnen die Sparm&ouml;glichkeit genommen, bei der sie weder Anlageberatung brauchen noch ein unabsehbares Risiko eingehen. Diese Zinspolitik ist ein Geschenk f&uuml;r die auf dem Wertpapiermarkt und dem Immobilienmarkt T&auml;tigen, also f&uuml;r die Makler und Anlageberater, und f&uuml;r die Spekulanten auf den Wertpapier- und Immobilienm&auml;rkten. Offensichtlich haben sich die verantwortlichen Politiker wie auch die f&uuml;r die Geldpolitik Verantwortlichen entschieden, den Banken, B&ouml;rsen und Spekulanten unter die Arme zu greifen, ihnen Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten und Profite zu erm&ouml;glichen. Anders kann man diese Politik nicht erkl&auml;ren.<\/p><p>Es ist allerdings dreist, wenn man sich dann wie die Deutsche Bundesbank &uuml;ber die Folgen beklagt.<\/p><p><strong>Auch im linken Teil unserer Gesellschaft gibt es Bef&uuml;rworter dieser Politik.<\/strong><\/p><p>Zugegeben, ein Zins von null klingt in den Ohren von Menschen mit Schulden positiv und ist es auch. Aber diese sind oft auch Mieter und zahlen deshalb f&uuml;r die Folgen der Spekulation genauso wie andere. Insofern sagt die H&ouml;he der Zinsen allein noch nichts aus. Au&szlig;erdem gibt es halt andere, die ein bisschen sparen und sparen k&ouml;nnen. Diese Gruppen gegeneinander auszuspielen macht keinen Sinn. Das geschieht aber. Unsinniger Weise. Im letzten Sommer schon wandte sich der Abgeordnete der Linkspartei und stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei Axel Troost gegen Kritik an der Nullzinspolitik und gegen einen entsprechenden Antrag seiner eigenen Partei. Siehe hier: Axel Troost, <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/der-unsinn-von-der-enteignung-der-kleinsparer\/\">Der Unsinn von der &bdquo;Enteignung der Kleinsparer&ldquo;<\/a>. Seit Juli 2016 transportiert der Abgeordnete in seinem Newsletter diesen Beitrag. &ndash; Durch st&auml;ndige Wiederholung werden die Argumente allerdings nicht stichhaltiger.<\/p><p><strong>Anhang<\/strong><\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/5172522\/Deutsche-Bundesbank-warnt-vor-Preisexplosion-am-Immobilienmarkt\">Deutsche Bundesbank warnt vor Preisexplosion am Immobilienmarkt<\/a><\/strong><\/p><p><strong>Die Bundesbank schl&auml;gt wegen der stark steigenden Preise f&uuml;r Wohneigentum in deutschen St&auml;dten Alarm. Im vergangenen Jahr h&auml;tten dort die Preise um gesch&auml;tzte 15 bis 30 Prozent &uuml;ber dem gerechtfertigten Niveau gelegen.<\/strong><\/p><p>Die Presse 20.02.2017 <\/p><p>Teils extreme Preissteigerungen bei Wohnimmobilien in Deutschland bereiten der deutschen Bundesbank Sorge. &ldquo;Die Preis&uuml;bertreibungen in den St&auml;dten betrugen laut neuen Sch&auml;tzergebnissen voriges Jahr zwischen 15 Prozent und 30 Prozent&rdquo;, schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Februar von Montag. &ldquo;Die Preisabweichungen nahmen vor allem bei Eigentumswohnungen in den Gro&szlig;st&auml;dten zu.&rdquo;<\/p><p>Auch die amtlichen Gutachteraussch&uuml;sse sehen deutliche &Uuml;berhitzungen in bestimmten St&auml;dten. Ein Ende des Immobilienbooms sei aber trotzdem nicht in Sicht. &ldquo;Es ist nicht absehbar, dass das Investitionsvolumen zur&uuml;ckgeht&rdquo;, sagte Peter Ache, der Gesch&auml;ftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachteraussch&uuml;sse, der Deutschen Presse-Agentur. 2016 d&uuml;rften Immobilien f&uuml;r mehr als 210 Mrd. Euro den Besitzer gewechselt haben. Die Gefahr einer Immobilienblase erkennen die Aussch&uuml;sse noch nicht.<\/p><p>Die Deutsche Bundesbank beobachtet, dass die Preise f&uuml;r H&auml;user und Wohnungen 2016 &ldquo;sp&uuml;rbar&rdquo; und st&auml;rker als im Vorjahr angezogen haben. &Uuml;berdurchschnittlich hoch sei die Preisdynamik erneut in sieben Gro&szlig;st&auml;dten gewesen, in denen sich Wohnraum schon in den Jahren zuvor am st&auml;rksten verteuert hatte: Berlin, D&uuml;sseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, K&ouml;ln, M&uuml;nchen und Stuttgart. Auch die Wohnungsmieten in den St&auml;dten nahmen sp&uuml;rbar zu.<\/p><p>Wohnraum stark gefragt<\/p><p>Ein Teil der Preissteigerungen erkl&auml;rt sich damit, dass gerade in Ballungsr&auml;umen Wohnraum stark gefragt ist. K&auml;ufern hilft, dass Immobilienkredite wegen der Niedrigzinsen extrem g&uuml;nstig sind. Laut Bundesbank reichen solche Faktoren zu Erkl&auml;rung allein aber nicht aus: &ldquo;Insgesamt d&uuml;rfte die im Berichtsjahr erh&ouml;hte Preisdynamik bei Wohnimmobilien &uuml;ber diejenige Entwicklung hinausgegangen sein, die durch demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angelegt ist, und auch die weiter erm&auml;&szlig;igten Finanzierungskosten k&ouml;nnen nur einen Teil der zus&auml;tzlichen Dynamik erkl&auml;ren.&rdquo;<\/p><p>Das Investitionsverhalten habe zwar viel mit der Zinsentwicklung zu tun, sagt Aussch&uuml;sse-Experte Ache. &ldquo;Wir beobachten sehr genau, was mit den Zinsen passiert.&rdquo; Auch wenn sie wieder leicht stiegen, sei aber l&auml;ngst nicht das Niveau erreicht, bei dem die Bundesb&uuml;rger nicht mehr investierten. Einbrechende Immobilienpreise erwartet er nicht. &ldquo;Ich gehe nicht davon aus, dass die Preise in den St&auml;dten stark verfallen&rdquo;, sagte Ache. &ldquo;Und auch in den gut ausgebauten l&auml;ndlichen Gebieten werden sie zumindest stabil bleiben.&rdquo;<\/p><p>Der Arbeitskreis gewinnt seine Erkenntnisse aus den Kaufvertr&auml;gen. Auff&auml;llig seien zunehmende Investitionen in Mehrfamilienh&auml;user, sagte Ache. Die Preise f&uuml;r Bauland z&ouml;gen gerade in den St&auml;dten ungew&ouml;hnlich stark an. &ldquo;Das sind die Investoren, die vermehrt ein Interesse daran haben, Mehrfamilienh&auml;user zu bauen&rdquo;, sagte Ache. Von der Zur&uuml;ckhaltung zu Zeiten der Finanzkrise 2007\/08 sei nichts zu sp&uuml;ren.<\/p><p>Zugleich beobachten die Gutachter, dass Investoren eher einmal geringere Renditen hinnehmen und H&auml;user kaufen, auch wenn sie nicht so viel Miete einnehmen k&ouml;nnen. So sei das Geld wenigstens dauerhaft mit sicherer Rendite angelegt. Auf den Finanzm&auml;rkten finden Investoren wegen der Niedrigzinsen kaum noch eintr&auml;gliche Renditen.<\/p><p>(APA\/Reuters\/dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem Monatsbericht vom Februar beklagt die Deutsche Bundesbank, die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien h&auml;tten in den St&auml;dten 2016 zwischen 15 und 30 % betragen. Siehe dazu den Bericht der Zeitung &bdquo;Die Presse&ldquo; im Anhang. Die Bundesbank r&auml;tselt &uuml;ber die Ursachen der erh&ouml;hten &bdquo;Preisdynamik bei Wohnimmobilien&ldquo;. Das ist komisch, denn die Deutsche Bundesbank ist als wichtiger<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37104\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,136],"tags":[286,507,1246,506,2029],"class_list":["post-37104","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-banken-boerse-spekulation","tag-bundesbank","tag-ezb","tag-immobilienblase","tag-troost-axel","tag-zinspolitik"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37104"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37115,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37104\/revisions\/37115"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}