{"id":3711,"date":"2009-01-19T08:42:32","date_gmt":"2009-01-19T07:42:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3711"},"modified":"2009-01-19T14:31:12","modified_gmt":"2009-01-19T13:31:12","slug":"hinweise-des-tages-812","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3711","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Lucas Zeise: Es ist die alte Politik<\/li>\n<li>Arbeits-Unrecht in Deutschland<\/li>\n<li>Bild, die Nebeneink&uuml;nfte und der Unsinn<\/li>\n<li>Klagewelle wegen Steuerhinterziehung nimmt Anlauf<\/li>\n<li>Europ&auml;ische Union verhindert absichtlich Zugriff auf die ACTA-Dokumente<\/li>\n<li>Deutsche Umwelthilfe: Auto-Abwrackpr&auml;mie bringt keine Umweltvorteile<\/li>\n<li>Wachsende Gefahr f&uuml;r die Politik durch Lobbyisten?<\/li>\n<li>Amerikaner wollen gesetzliche Rentenleistungen erhalten<\/li>\n<li>Ursula von der Leyen und der Kampf um das Internet<\/li>\n<li>Last-Minute-Vorschriften: Bushs klammheimliches Verm&auml;chtnis<\/li>\n<li>Gedanken zum Sonntag: &Uuml;ber unser Land als neues Paradies der Faulpelze<\/li>\n<li>Das Letzte &ndash; &Uuml;belster Kampagnenjournalismus mal wieder bei SpiegelOnline<\/li>\n<li>Ein Kommentar von Heribert Prantl<\/li>\n<li>Aus: Anne Will Blog<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3711&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Lucas Zeise: Es ist die alte Politik<\/strong><br>\nNichts, aber auch gar nichts hat sich in der Politik ge&auml;ndert. Die Banken k&ouml;nnen machen, was sie wollen. Sie haben in den Augen der Regierung immer recht. Es geht nie um Kontrolle. Es geht nur darum, diese deutschen Banken im Vergleich zum Ausland stark zu machen. Wenn sie ohnehin profitabel sind, wird ihre Steuerbelastung gesenkt, werden die Steuerfahnder zur&uuml;ckgepfiffen, werden ihnen Finanzmarktf&ouml;rderungsgesetze nach ihren Vorlagen reihenweise ma&szlig;geschneidert. Wenn sie sich verspekuliert haben, werden sie nicht einfach nur gerettet, sondern sie werden aufs feinste hochgep&auml;ppelt, damit sie wieder Kredite an Heuschrecken und Hedge-Fonds vergeben k&ouml;nnen. An Kontrolle ist nicht gedacht. Es geht hier nur um schlichte Subvention.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2009\/01\/14\/es-ist-die-alte-politik_568\">Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeits-Unrecht in Deutschland<\/strong><br>\nDie Verletzung von Arbeits- und Sozialrechten ist zu einer systemischen Erscheinung geworden. Dabei geht es nicht nur um die Verletzung bestehender Rest-Rechte, sondern auch um verrechtlichtes Unrecht und um den Bruch von Menschenrechten durch Privateigent&uuml;mer und Staat.<br>\nIn der Krise des Neoliberalismus nehmen Corporate Crime und State Crime eher noch zu. Eine nationale und internationale Gegenbewegung steht auf der Tagesordnung.<br>\nWir laden Experten, Aktivisten und Betroffene zu einer Bestandsaufnahme, zu Analyse und Perspektivbildung ein.<br>\nSamstag, 14. M&auml;rz 2009 &ndash; 10.00 bis 18.00 Uhr<br>\nB&uuml;rgerhaus Stollwerk (Raum 416), Dreik&ouml;nigenstra&szlig;e 23, 50678 K&ouml;ln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?p=1\">Business Crime Control<\/a><\/li>\n<li><strong>Bild, die Nebeneink&uuml;nfte und der Unsinn<\/strong><br>\nIn den letzten Tagen berichteten diverse Medien &ndash; ausgehend von der Bild-Zeitung -, dass Bundestagsabgeordnete j&auml;hrlich Nebeneink&uuml;nfte von durchschnittlich 8705 Euro h&auml;tten. Aber diese angeblichen Durchschnittswerte sind spekulativ &ndash; und letztlich Unsinn.<br>\nWie kommen die Zahlen zustande? Diese Zahlen stammen von &Ouml;konomen und wurden u.a. f&uuml;r eine Studie des wirtschaftsliberalen Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) genutzt. Sie beruhen auf den ver&ouml;ffentlichungspflichtigen Angaben der Bundestagsabgeordneten zu ihren Nebeneink&uuml;nften. Diese Angaben lassen es jedoch gar nicht zu, Durchschnittswerte zu ermitteln oder auch nur abzusch&auml;tzen. Denn die Abgeordneten m&uuml;ssen ihre Nebeneink&uuml;nfte nur in drei groben Stufen angegeben: 1.000 &euro; bis 3.500 &euro; (Stufe 1), 3.500 &euro; bis 7.000 &euro; (Stufe 2) oder mehr als 7.000 &euro; (Stufe 3). Die Stufe 3 ist nach oben offen, die Eink&uuml;nfte k&ouml;nnen also theoretisch 7.001 &euro; oder auch 100.000 &euro; hoch sein. Die Studie wendet deshalb einen Kunstgriff an: sie nimmt einfach an, dass Eink&uuml;nfte der Stufe 3 maximal 12.000 Euro betragen und im Durchschnitt 9.500 Euro hoch sind (der Mittelwert zwischen 7.000 und 12.000). Das ist eine rein willk&uuml;rliche Setzung &ndash; ein Trick der Wirtschaftswissenschaftler, damit sie Zahlen bekommen, mit denen sie rechnen k&ouml;nnen.<br>\nDie Zahlen machen keinen Sinn. Mit der Realit&auml;t hat das nichts zu tun. Es gibt f&uuml;r diesen Wert von 9.500 Euro keine sachliche Begr&uuml;ndung. Die Einnahmen der Stufe 3 k&ouml;nn(t)en um ein Vielfaches h&ouml;her sein. So war in Medienberichten beispielsweise die Rede davon, dass Otto Schily (SPD) als Berater von Siemens 140.000 Euro erhalten habe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/01\/bild-die-nebeneinkunfte-und-der-unsinn\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>Ein paar Informationen zum Institut zur Zukunft der Arbeit unter&hellip;<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"?p=3318\">Nachdenkseiten &ndash; Hinweise des Tages vom 04.07.2008 (Nr. 6)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Klagewelle wegen Steuerhinterziehung nimmt Anlauf<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat die Neuregelung der Kapitalstr&ouml;me beschleunigt. F&uuml;r viele amerikanische Kunden der Gro&szlig;bank UBS ger&auml;t das &bdquo;Bankgeheimnis&ldquo; der Schweiz dieser Tage zur b&ouml;sen Falle. Auf Forderung der US-Steuerbeh&ouml;rde Internal Revenue Service (IRS) wird die Bank in K&uuml;rze gut 19 000 US-B&uuml;rgern ihre au&szlig;erhalb der USA gef&uuml;hrten Konten einfach k&uuml;ndigen. Gleichzeitig werden auch die Beamten der zust&auml;ndigen Steuerbeh&ouml;rde von der Existenz der &ndash; zumeist heimlichen &ndash; Auslandsverm&ouml;gen erfahren. &bdquo;Es gibt keine Chance mehr, das zu verstecken&ldquo;, klagte einer der Betroffenen der &bdquo;New York Times&ldquo;. Tausenden droht eine Anklage wegen Steuerhinterziehung und Geldw&auml;sche.<br>\nDas Massenverfahren gegen die UBS-Kundschaft ist der j&uuml;ngste H&ouml;hepunkt des seit Jahren laufenden Feldzuges der IRS gegen L&auml;nder, die Bankkunden aus den USA Anonymit&auml;t gew&auml;hren. Schon 2001 hatte die US-Regierung durchgesetzt, dass Schweizer Banken den US-Beh&ouml;rden Auskunft &uuml;ber ihre amerikanischen Kunden geben m&uuml;ssen. Das entsprechende Abkommen hatte die Regierung erzwungen, indem sie damit drohte, den Banken beider L&auml;nder die US-Lizenz zu entziehen. Weil die UBS dennoch US-B&uuml;rgern bei der Tarnung ihrer Auslandsverm&ouml;gen half, erhob das Justizministerium Anklage gegen den verantwortlichen Vorstand. Zudem musste die Bank die Daten ihrer Kunden preisgeben. Die Zeit der Schweiz als Steueroase ist damit zumindest f&uuml;r US-B&uuml;rger endg&uuml;ltig vorbei. Und wenn der neue Pr&auml;sident sein Wahlkampfversprechen wahrmacht, dann werden US-Steuerfahnder mit gleicher H&auml;rte k&uuml;nftig auch gegen alle anderen Staaten von Hongkong bis zu den Cayman Islands vorgehen, die von der organisierten Steuerflucht leben. Dem US-Fiskus winken damit nach Ermittlungen des Senats Mehreinnahmen von weit &uuml;ber 100 Milliarden Dollar j&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Steuern-Finanzen-Finanzkrise;art271,2708486\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Union verhindert absichtlich Zugriff auf die ACTA-Dokumente<\/strong><br>\nMithilfe eines Ombudsmannes hat die Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII) heute eine Beschwerde bei der EU eingelegt. S&auml;mtliche Dokumente des Handelsvertrages f&uuml;r die sch&auml;rfere zivil- und strafrechtliche Durchsetzung von Rechten an &ldquo;geistigem Eigentum&rdquo;, dem Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) werden dort komplett unter Verschluss gehalten. Die FFII verlangt eine unverz&uuml;gliche Offenlegung der hochbrisanten Texte.<br>\nAlle bisherigen Entw&uuml;rfe vom ACTA werden bei der EU wie Geheimdokumente behandelt, was absichtlich vor dem Inkrafttreten der Gesetze die Einsichtnahme und Bewertung durch Dritte verhindern soll. Laut der Aussage eines Verhandlungspartners der EU habe man sich im Vorfeld auf dieses Vorgehen geeinigt.<br>\nDie FFII verlangt nun die sofortige Ver&ouml;ffentlichung aller von dieser Regelung betroffenen Dokumente. Man bef&uuml;rchtet, die &Uuml;bereinkunft k&ouml;nnte k&uuml;nftig den Zugriff auf beispielsweise Medikamente, das Internet, die Kooperation von ISPs, die Sicherheitsvorkehrungen f&uuml;r Touristen sowie die Regulierung von Patenten ma&szlig;geblich beeinflussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.baltische-rundschau.eu\/?p=4561\">Baltische Rundschau<\/a>\n<p><em>Mehr dazu beim <a href=\"http:\/\/press.ffii.org\/Press_releases\/EU_Council_deliberately_obstructs_access_to_ACTA_documents\">F&ouml;rderverein f&uuml;r eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V.<\/a> und bei <a href=\"http:\/\/arstechnica.com\/news.ars\/post\/20081106-european-group-tries-to-get-secret-acta-documents.html\">Ars Technica<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Umwelthilfe: Auto-Abwrackpr&auml;mie bringt keine Umweltvorteile<\/strong><br>\n50 Milliarden Euro umfasst das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung und die sollen auch der Umwelt zugute kommen. Besitzer alter Autos sollen 2500 Euro bekommen, wenn sie ihr Fahrzeug verschrotten und stattdessen einen Neuwagen kaufen. Neuwagen, so das Kalk&uuml;l, sind in der Regel umweltfreundlicher als Altautos. Zweifel am &ouml;kologischen Sinn der Neuwagen-F&ouml;rderung hat in Berlin die Deutsche Umwelthilfe ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/umwelt\/905255\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Wachsende Gefahr f&uuml;r die Politik durch Lobbyisten?<\/strong><br>\nAuf die Lobbyisten in Berlin kommen neue Herausforderungen zu. Die inhaltlichen Anspr&uuml;che an die Vertreter von Verb&auml;nden, Firmen, Kanzleien und Agenturen wachsen st&auml;ndig. Expertise und Sachkunde sind mehr denn je gefragt. Immer fr&uuml;her und intensiver schalten sich Lobbyisten in Entscheidungsprozesse ein. Daraus erwachsen Gefahren f&uuml;r die Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2127915,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Sch&ouml;n, dass nun endlich auch das Handelsblatt dies bemerkt hat &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Amerikaner wollen gesetzliche Rentenleistungen erhalten<\/strong><br>\nDie von der noch amtierenden amerikanischen Regierung geplante Rentenreform ist vor allem daran gescheitert, dass die Mehrheit der Amerikaner am umfangreichen Leistungspaket der umlagefinanzierten Rentenversicherung (Social Security) festhalten will. Vor allem &uuml;ber das Ziel der Vermeidung von Altersarmut und den Schutz bei Invalidit&auml;t oder Tod des Hauptverdieners durch die Social Security existiere &ldquo;ein breiter Konsens&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Analyse des Rentenexperten Tim K&ouml;hler-Rama von der Deutschen Rentenversicherung Bund, die jetzt in der Zeitschrift &ldquo;Deutsche Rentenversicherung &rdquo; ver&ouml;ffentlicht wurde. Der in der kommenden Woche aus dem Amt scheidende Pr&auml;sident George W. Bush hatte in den vergangenen Jahren wiederholt versucht, die Social Security durch die Einf&uuml;hrung pers&ouml;nlicher &ndash; kapitalgedeckter &ndash; Altersvorsorgekonten langfristig finanziell zu stabilisieren. Als wesentliches Argument diente Bush dabei das Versprechen, &uuml;ber die Vorsorgekonten lie&szlig;en sich h&ouml;here Renditen erzielen als in der umlagefinanzierten Rentenversicherung. Dennoch h&auml;tten sich selbst f&uuml;hrende amerikanische &Ouml;konomen sehr kritisch zu den Pl&auml;nen von Bush ge&auml;u&szlig;ert, schreibt K&ouml;hler-Rama. Der Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugmann wird mit den Worten zitiert: &ldquo;Der Vorschlag von Bush w&uuml;rde die Sozialversicherung in einen Anlagefonds verwandeln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rentenreform-in-den-USA.html?session=a76ff4f354d7d21b6c45a88577b68623\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><strong>Ursula von der Leyen und der Kampf um das Internet<\/strong><br>\nFalscher Behauptungen, technischer Unsinnn, Lobby-Einfluss. Mir scheint, hier geht es nicht um Kinderpornographie und Raubkopien. Ich habe den Eindruck, die Politik hat Angst vor dem Internet und will es kontrollieren, wo es zu kontrollieren ist. Und wir B&uuml;rger m&uuml;ssen uns fragen, ob wir das zulassen wollen.<br>\nMit dem heutigen Tag hat ein Kulturkampf begonnen. Denn diese Beschr&auml;nkungsversuche werden erst der Anfang sein. Im Sinne der Demokratie ist zu hoffen, dass die Politiker erkennen, dass eine Begrenzung der gr&ouml;&szlig;ten technischen Errungenschaft in der Geschichte der Menscheit und des wichtigsten Instrumentes der freien Meinungs&auml;u&szlig;erung nicht einfach so im Handumdrehen zu rechtfertigen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.de\/indiskretion\/eintrag.php?id=2013\">Blog Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Last-Minute-Vorschriften: Bushs klammheimliches Verm&auml;chtnis<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Bush ist fast schon aus dem Amt geschieden &ndash; und doch m&auml;chtig aktiv. Mit Dutzenden Last-Minute-Erlassen verankert er seine konservative Politik. Viele Vorschriften schaden der Umwelt und sind kaum r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-601901,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/li>\n<li><strong>Gedanken zum Sonntag: &Uuml;ber unser Land als neues Paradies der Faulpelze<\/strong><br>\n&ldquo;Damit ist es wohl vorbei: Die guten alten Tugenden entpuppen sich zunehmend als Etikettenschwindel, Trugbild statt Vorbild. Deutschland flei&szlig;ig Vaterland, das war einmal. Aus dem Volk der Flei&szlig;igen sind offenbar faule S&auml;cke geworden, die w&auml;hrend der Dienstzeit privat im Internet surfen oder sich beim Arzt im Wartezimmer rumdr&uuml;cken, geschickte Urlaubsbr&uuml;cken bauen und um 16.58 Uhr ihre Stullendose einpacken, damit sie p&uuml;nktlich um f&uuml;nf in den Feierabend verschwinden k&ouml;nnen.&rdquo; Von Peter Hahne<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/bams-hahne\/2009\/01\/18\/ar-bams-hahne.html\">Bild am Sonntag<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Diese undifferenzierte Beschimpfung von uns allen als faule S&auml;cke k&ouml;nnte man sich zu Gem&uuml;te f&uuml;hren, um wieder einmal zu erfahren, wie es um den Anstand unserer Eliten, hier im Falle eines religi&ouml;sen Fundamentalisten, bestellt ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Bemerkenswert ist noch:<\/strong> Hahne tut so, als h&auml;tte sich der Krankenstand in letzter Zeit dramatisch entwickelt. Es ist eher umgekehrt. Er hat abgenommen.<br>\nHahne zitiert zwei Studien, ohne die Quelle zu nennen, er informiert nicht einmal &uuml;ber den Namen der Autoren oder die Titel der Studien. Auf diese Weise kann man alles behaupten, weil es selbst aufmerksame Leser nicht nachpr&uuml;fen k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Letzte &ndash; &Uuml;belster Kampagnenjournalismus mal wieder bei SpiegelOnline:<\/strong>\n<p><strong>SPD-DEBAKEL IN HESSEN: Isch &ndash; bin Geschichte<\/strong><br>\n<em>Ein Kommentar von Claus Christian Malzahn<\/em><br>\nSelten wurde ein politischer Kurs so abgestraft wie jetzt in Hessen &ndash; der Versuch Andrea Ypsilantis, entgegen allen Wahlversprechen mit Hilfe der Linken eine Regierung zu bilden. Die W&auml;hlerbotschaft an die SPD ist von simpler Klarheit: Du sollst nicht l&uuml;gen.<br>\nErinnern wir uns: Vor zw&ouml;lf Monaten lie&szlig; sich Andrea Ypsilanti als gef&uuml;hlte Siegerin in Hessen feiern. Ihre Partei lag knapp hinter der CDU, doch tat das dem Jubel keinen Abbruch. An diesem Sonntag verbucht die SPD das schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte. Die Ursachen f&uuml;r das Debakel lassen sich in vier Buchstaben zusammenfassen:<br>\nIsch. Das war Ypsilantis Programm.<br>\nJetzt ist die Sozialdemokratin von ihren &Auml;mtern zur&uuml;ckgetreten. Der Abgang kommt freilich zwei Monate zu sp&auml;t. Es ist im R&uuml;ckblick geradezu gespenstisch, wie es einer Person gelingen kann, fast im Alleingang das kostbarste Gut ihrer Partei zu verspielen: Vertrauen. Doch Andrea Ypsilanti hat nicht nur ein schlechtes Wahlergebnis zu verantworten.<br>\nWie man zuletzt mit den sogenannten &ldquo;Abweichlern&rdquo; umgesprungen ist und sie mit Hass und H&auml;me abstrafte, war mehr als unw&uuml;rdig. Es war geradezu abschreckend, wie der kalte Hauch vom Hotel Lux da &uuml;ber Hessens SPD wehte. Von den pers&ouml;nlichen Verletzungen, die sich die Genossinnen und Genossen in den vergangenen Monaten gegenseitig beibrachten, wird sich die SPD vermutlich noch schwerer erholen k&ouml;nnen als von dem politischen Desaster. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/debatte\/0,1518,druck-601948,00.html\">SpiegelOnline<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Nachtrag AM:<\/strong> So lief es den gestrigen Abend auf allen Kan&auml;len. Diese Demokratie geht kaputt an Journalisten, die sich inzwischen nahezu vollst&auml;ndig gleichschalten lassen und nur noch ein Ziel vor Augen haben: die Diffamierung einer Option links von der Mitte und die Sicherung einer konservativen, das hei&szlig;t heute neoliberal gepr&auml;gten Mehrheit. &ndash; Die SPD hat noch nicht gemerkt, dass man ihr mit der Kampagne gegen Rot-Rot und gegen Rot-Gr&uuml;n-Rot jegliche Machtoption nehmen will, oder, was wahrscheinlicher ist, die f&uuml;hrenden Sozialdemokraten wollen es nicht merken.  <\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu und zum oben zitierten Absatz &uuml;ber die angebliche Abstrafung der Abweichler den <a href=\"?p=3561\">Tagebucheintrag vom 4. November 2008<\/a>. Dieser ist zusammen mit einigen anderen Analysen der NachDenkSeiten auch im gedruckten &bdquo;kritischen Jahrbuch 2008\/2009&ldquo; in Kapitel 8, &bdquo;Die &sbquo;blinden&rsquo; Hessen &ndash; Kampagne gegen Rot-Rot&ldquo; abgedruckt.<br>\nMachen Sie bitte Interessierte ohne Internetanschluss auf das Jahrbuch aufmerksam. Wir haben dort auch die wichtigsten Elemente der Kampagne zu Hessen analysiert. Die wichtigsten Informationen &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung finden Sie <a href=\"?page_id=3577\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Und noch etwas zu Hessen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hui und Pfui<\/strong><br>\nKoch kann Ministerpr&auml;sident bleiben, auch die FDP jubelt &ndash; die SPD ist dagegen tief gefallen: Die Hessen-Wahl 2009 ist die Quittung f&uuml;r die Dummheit Ypsilantis &ndash; und zeigt auf, wie sich Deutschland politisch ver&auml;ndert. Aus dem Wahlergebnis sind mehrere Lehren zu ziehen.<br>\nEin Kommentar von Heribert Prant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/394\/455072\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Gelegentlich kann man die Kommentare von Herbert Prantl mit Genuss und Gewinn lesen, diesen nur mit Kopfsch&uuml;tteln. Ich w&uuml;rde einfach gerne wissen, worin dieser ber&uuml;hmte Journalist die &bdquo;Dummheit Ypsilantis&ldquo; sieht und wie er begr&uuml;ndet, dass diese &bdquo;Dummheit&ldquo; die &bdquo;Quittung&ldquo; f&uuml;r das Wahlergebnis der SPD in Hessen war. Einfach nur nachzuschreiben, was man bei den Kollegen\/innen sonst auch immer lesen, h&ouml;ren und sehen kann, reicht nicht. Vielleicht erkl&auml;rt Heribert Prantl das bei Gelegenheit einmal, dann werde ich auch wieder Kommentare von ihm lesen. Vorerst ist das einfach Zeitvergeudung &ndash; &uuml;brigens auch wegen folgender Passage:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Krise der alten Volksparteien bef&ouml;rdert die eher rechtsliberale FDP und die eher linksliberale gr&uuml;ne Partei in einem Ma&szlig;, das mit den Verdiensten dieser Parteien nicht zu erkl&auml;ren ist. Es gibt eine gro&szlig;liberale Kraft als gesellschaftspolitische Str&ouml;mung, die nur wegen der gegenseitigen Animosit&auml;ten der sie verk&ouml;rpernden Parteien koalitionspolitisch nicht zum Tragen kommt. Geradezu wundersam ist der Triumph der FDP.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>&bdquo;Es gibt eine gro&szlig;liberale Kraft als gesellschaftspolitische Str&ouml;mung, &hellip;&ldquo; &ndash; das ist ja doll, eine &bdquo;gesellschaftspolitische Str&ouml;mung&ldquo; hat also f&uuml;r den gro&szlig;en Sprung der FDP gesorgt. Darunter geht es wohl nicht. Wenn man genauer hin schaut, dann kann man eher folgendes beobachten: Die FDP hat ihre W&auml;hler mit billigsten Spr&uuml;chen eingesammelt, meisterhaft von ihrem Generalsekret&auml;r Niebel am Wahlabend selbst demonstriert. Er forderte gleichzeitig Steuersenkungen und Schuldenabbau. So ist das. Das ist &bdquo;die gro&szlig;liberale Kraft als gesellschaftspolitische Str&ouml;mung&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und noch etwas zu Anne Will und Hessen<\/strong><\/p>\n<p><em>Der NachDenkSeiten Leser J.R. schickt folgenden Hinweis:<\/em><\/p>\n<p>Ein Leckerbissen aus dem Blog zu &ldquo;Anne Will&rdquo; vom 18.01.2009. Es gibt dort viele bemerkenswerte Beitr&auml;ge, die belegen, dass sich die TV-Konsumenten nicht l&auml;nger f&uuml;r dumm verkaufen lassen. <a href=\"http:\/\/annewill.blog.ndr.de\/2009\/01\/16\/vorhang-auf-furs-superwahljahr\/#more-101\">Dieser hier gefiel mir besonders<\/a>: <\/p>\n<p>A.O.<br>\n18. Januar 2009 23:25 Uhr<br>\nfassungslos habe ich diese Sendung verfolgt! Nicht wegen der Inhalte, die waren mehr oder weniger erwartbar, sondern wegen des Einknickens der Moderatorin. Anne Will hat nicht nur die &uuml;bliche, geschlechterspezifische Verteilung der Redeanteile &ndash; zwei Drittel der Zeit sprachen die M&auml;nner &ndash; zugelassen und durch ihre Fragen unterst&uuml;tzt, sondern auch &ndash; nachdem der R&uuml;ttgers sich k&uuml;nstlich &uuml;ber die Meinung von Wagenknecht ereifert hat &ndash; klein beigegeben und die Wagenknecht (fast) gar nicht mehr in die Diskussion mit einbezogen. Das war schon an ihrer K&ouml;rperhaltung zu sehen, sie war nach R&uuml;ttgers Ausbruch fast die ganze Zeit der &ldquo;Herrenseite&rdquo; zugewandt. Sie ist der Wagenknecht auch mehrmals ins Wort gefallen. Damit ist sie endg&uuml;ltig auf dem Niveau ihrer Vorg&auml;ngerin Christiansen angelangt. Alles was nur entfernt nach links der Mainstream-Mitte riecht, wird niedergeredet bzw. ignoriert. Mir geht es dabei weder um die politischen Inhalte, noch neige ich einer der Parteien im Besonderen zu. Es geht mir vielmehr um den journalistischen Umgang mit unterschiedlichen Meinungen. Ausgewogenheit der Berichterstattung bzw. Redeanteile scheinen inzwischen auch bei Anne Will ein Fremdwort zu sein. Schade! Diese Frau war mal ein journalistisches Vorbild. War.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Lucas Zeise: Es ist die alte Politik<\/li>\n<li>Arbeits-Unrecht in Deutschland<\/li>\n<li>Bild, die Nebeneink&uuml;nfte und der Unsinn<\/li>\n<li>Klagewelle wegen Steuerhinterziehung nimmt Anlauf<\/li>\n<li>Europ&auml;ische Union verhindert absichtlich Zugriff auf die ACTA-Dokumente<\/li>\n<li>Deutsche Umwelthilfe: Auto-Abwrackpr&auml;mie bringt keine Umweltvorteile<\/li>\n<li>Wachsende Gefahr f&uuml;r die Politik durch Lobbyisten?<\/li>\n<li>Amerikaner wollen gesetzliche Rentenleistungen erhalten<\/li>\n<li>Ursula<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3711\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3711","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3711"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3711\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}