{"id":37128,"date":"2017-02-23T08:45:21","date_gmt":"2017-02-23T07:45:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128"},"modified":"2017-02-23T08:47:01","modified_gmt":"2017-02-23T07:47:01","slug":"hinweise-des-tages-2820","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h01\">Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h02\">Abschiebung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h03\">EU moniert Deutschlands Exportrekorde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h04\">Weitere K&uuml;rzungen in Griechenland: Riesige L&ouml;cher in der Rentenkasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h05\">Geld g&auml;b&rsquo;s genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h06\">Besteuert Gewinne, nicht Roboter!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h07\">Deutschland bleibt Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h08\">Schulz setzt auf Vergesslichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h09\">Mutloser SPD-Gesetzentwurf zu Managergeh&auml;ltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h10\">Was Politiker fordern und was Polizeipr&auml;sidenten tats&auml;chlich bewegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h11\">PD vor der Spaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h12\">&raquo;An den T-Shirts klebt Blut&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h13\">Kommentar zum BGH-Urteil: Gut f&uuml;r Bausparer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h14\">Interne Akten belasten Justizminister Heiko Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h15\">Paukenschlag bei auto motor und sport: Chefredakteur Jens Katemann &uuml;bernimmt Skoda-Kommunikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37128#h16\">Das Letzte: Thorsten Sch&auml;fer G&uuml;mbel beklagt sich &uuml;ber eine INSM Anzeige in der FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Aufr&uuml;stungs-Irrsinn der NATO<\/strong><br>\n&raquo;Wenn Sie einen Plan haben, beschleunigen Sie ihn, wenn Sie noch keinen haben, machen Sie einen. Es ist Zeit f&uuml;r Taten.&laquo; Mit diesen Worten verabschiedete sich jetzt Donald Trumps Vize Mike Pence in Br&uuml;ssel von den europ&auml;ischen NATO-Partnern. Der US-Pr&auml;sident hat ihnen jenseits aller Sonntagsreden &uuml;ber seine neue &raquo;starke Unterst&uuml;tzung&laquo; f&uuml;r das B&uuml;ndnis praktisch ein Ultimatum gestellt: Bis Ende des Jahres will er von allen Mitgliedsl&auml;ndern im Nordatlantik-Pakt eindeutige Zusagen f&uuml;r deutlich h&ouml;here Milit&auml;rausgaben &ndash; oder die USA verringern ihr Engagement in der Allianz. Damit droht nun die gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungsrunde seit Ende des Ost-West-Konflikts. Um die NATO-Ziele zu erreichen, m&uuml;sste beispielsweise Deutschland den Bundeswehretat von 37 auf rund 70 Milliarden Euro steigern.<br>\nDer Irrsinn zeigt sich besonders drastisch, wenn zeitgleich das UN-Hochkommissariat f&uuml;r Menschenrechte um 250 Millionen Dollar f&uuml;r die Opfer der zunehmenden Gewalt in aller Welt betteln muss; sein regul&auml;res Budget in diesem Jahr betr&auml;gt nicht einmal die H&auml;lfte. Oder wo sind Plan und Taten, um die nahezu 1,4 Millionen hungernden Kinder in Krisenl&auml;ndern Afrikas und auf der arabischen Halbinsel vor dem drohenden Tod zu bewahren? Umfassende und nachhaltige Hilfe hier und anderswo w&auml;re auch eine intelligente, humanit&auml;re Form akuter wie pr&auml;ventiver Sicherheitspolitik &ndash; zu der Trump und NATO aber nicht willens und f&auml;hig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1042650.der-aufruestungs-irrsinn-der-nato.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Nida-R&uuml;melin auf Facebook: &ldquo;Die EU sollte sich der US-Forderung nach einer dramatischen Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben offen widersetzen&rdquo;<\/strong><br>\nAlle &ldquo;Experten&rdquo; scheinen sich einig zu sein &rdquo; Europa kann seine Sicherheit nicht ohne die USA garantieren&rdquo;. Diese Feststellung macht die EU gegen&uuml;ber Trump erpressbar und sie h&auml;lt keinem Faktencheck stand. Den Warschauer Pakt gibt es nicht mehr, auch wenn das manche nicht wahrhaben m&ouml;chten. EU und NATO haben sich weit nach Osten ausgedehnt. Russland zeigt keinerlei Tendenzen, EU Staaten zu bedrohen, zudem ist der Milit&auml;rhaushalt der EU Mitgliedsl&auml;nder etwa dreimal so hoch wie der Russlands. Zur Verteidigung gegen Iran oder Syrien sollte das jedenfalls reichen. Es fehlt ein realistisches Bedrohungsszenario, es fehlt an Realit&auml;tssinn in dieser Debatte. Zuviel Ideologie, zu wenig gedankliche Klarheit. Die EU sollte sich der US-Forderung nach einer dramatischen Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben offen widersetzen und in Zukunft aufh&ouml;ren unrealistische Bem&uuml;henszusagen zu geben. Die EU sollte diese Situation als Chance begreifen, sich auf die Grundlinien einer gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zu verst&auml;ndigen, die au&szlig;enpolitische Kleinstaaterei beenden und als globaler Akteur f&uuml;r Entwicklung, Kooperation, Friedenssicherung und Nachhaltigkeit auftreten &ndash; erwachsen werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nidaruemelin\/posts\/1182557051864394\">Julian Nida-R&uuml;melin via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Anette Sorg:<\/strong> eine bemerkenswerte Stellungnahme des fr&uuml;heren Kulturreferenten der Landeshauptstadt M&uuml;nchen und Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schr&ouml;der, die hoffentlich viele Nachahmer in der SPD finden wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Margot K&auml;&szlig;mann &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zu Russland: Nicht wieder Kalten Krieg!<\/strong><br>\nWer f&uuml;r eine Auss&ouml;hnung mit Russland ist, auf den prasseln antirussische Reflexe nieder. Warum eigentlich?<br>\nWarum eigentlich tun wir uns mit Russ&not;land so schwer? Ich erinnere mich daran, dass in meiner Jugend das je eigene Verh&auml;ltnis zu den USA zum Thema der Auseinandersetzung wurde. Meine Eltern hatten &bdquo;die Amerikaner&ldquo; als Befreier erlebt. Sie waren heilfroh, nach Flucht und Vertreibung in der amerikanisch besetzten Zone gelandet zu sein und haben beide nach dem Krieg bei der US-Armee Arbeit gefunden. Pr&auml;sident John F. Kennedy war ihr Held.<br>\nAls wir J&uuml;ngeren uns angesichts des Vietnamkrieges und sp&auml;ter in der Nato-Nachr&uuml;stungsdebatte kritisch gegen&uuml;ber der Politik der USA &auml;u&szlig;erten, empfand die Elterngeneration das als despektierlich. Wer Amerika kritisierte, bekam nicht selten ein &bdquo;Dann geh doch r&uuml;ber!&ldquo; an den Kopf geworfen und damit war die DDR gemeint, beziehungsweise alles, was unter dem Regime der Sowjets zu leiden hatte.<br>\n1989 &auml;nderte sich die Tonlage. Wie gro&szlig; war die Hoffnung, dass der Ost-West&ndash;Gegensatz ein Ende nehmen, Russland nun Teil Europas w&uuml;rde! Michael Gorbatschow wurde unser Held. Ungarn &ouml;ffnete die Grenzen, die friedliche Revolution in Ostdeutschland fegte die Mauer hinweg, Polen wurde zum guten Nachbarn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/chrismon.evangelisch.de\/artikel\/2017\/33071\/margot-kaessmann-verhaeltnis-zu-russland-antirussische-meinung-bruecken-durch-kirchen\">chrismon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Anette Sorg:<\/strong> Endlich mal eine Stimme aus dem kirchlichen Bereich als Gegengewicht zum allgegenw&auml;rtigen Aufbau des neuen Feindbildes Russland. Danke Margot K&auml;&szlig;mann, und noch eine Frage: wo bleiben die anderen kirchlichen W&uuml;rdentr&auml;ger und warum schweigen sie zu erkennbaren Kriegsvorbereitungen, zu mehr R&uuml;stung? Frau von der Leyen, die t&auml;glich mehr Geld f&uuml;r das Milit&auml;r fordert, kommt aus einer evangelischen Familie Niedersachsens. Sie verdient Widerspruch aus dem gleichen Lager. Nicht nur von dort.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Risse in der Megamaschine und Wege zu einer neuen Friedensordnung&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz die Aufr&uuml;stung von EU und NATO vorantreibt, skizziert Fabian Scheidler Wege zu einer neuen Friedensordnung. Dazu geh&ouml;rt ein eurasisches Sicherheitssystem nach dem Vorbild der OSZE unter Einschluss von Russland und China; eine Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten und der Stopp aller R&uuml;stungsexporte in die Region; und die Abschaffung von Atomwaffen, wie sie von UN-Resolution 71\/258 angestrebt wird. Da diese wichtigen, bereits existierenden Initiativen aber in den meisten Medien so gut wie nicht diskutiert werden, brauchen wir einen neuen &ldquo;Friedensjournalismus&rdquo; (Johan Galtung), der diese Themen auf die Tagesordnung setzt und dem erstarkenden Militarismus entgegenwirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.megamaschine.org\/videos\/#friedenskonferenz\">Fabian Scheidler zur Er&ouml;ffnung der M&uuml;nchner Friedenskonferenz via Megamaschine<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abschiebung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sicher in den Tod<\/strong><br>\nBundesinnenminister best&auml;tigt Risiken f&uuml;r afghanische Zivilisten &ndash; und will &shy;trotzdem weiter abschieben. Lage im Land wird sch&ouml;ngeredet<br>\nBundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) wirbt massiv f&uuml;r Abschiebungen nach Afghanistan und setzt die Bundesl&auml;nder verst&auml;rkt unter Druck, seinem Willen zu folgen. Dabei nimmt er ausdr&uuml;cklich in Kauf, dass die Abgeschobenen einem hohen Todesrisiko ausgesetzt sind: &raquo;Die normale zivile Bev&ouml;lkerung ist zwar Opfer, aber nicht Ziel von Anschl&auml;gen der Taliban&laquo;, verk&uuml;ndete de Maizi&egrave;re am Montag abend in den ARD-&raquo;Tagesthemen&laquo;. Das sei &raquo;ein gro&szlig;er Unterschied&laquo;. Sogenannte Kollateralsch&auml;den an Zivilisten werden damit den afghanischen B&uuml;rgerkriegsparteien genauso gro&szlig;z&uuml;gig zugestanden, wie sie die NATO seit Jahren selbst f&uuml;r sich in Anspruch nimmt.<br>\nUnterdessen wird die Lage in Afghanistan immer blutiger: Vor gerade einmal zwei Wochen stellte die dortige UN-Mission ihren Bericht f&uuml;r 2016 vor, nach dem im vorigen Jahr 11.418 Zivilisten durch Kriegshandlungen verletzt oder get&ouml;tet wurden. Das ist der h&ouml;chste Stand, seit 2009 begonnen wurde, die Zahl ziviler Opfer zu erfassen. 61 Prozent davon gehen laut UN auf das Konto der Aufst&auml;ndischen, 23 Prozent wurden von den Regierungskr&auml;ften bzw. ihnen nahestehenden Milizen verursacht, weitere von westlichen Luftangriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-22\/070.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Schleswig-Holstein bleibt einziges Land mit Abschiebestopp<\/strong><br>\nAbschiebungen nach Afghanistan bleiben ein Streitthema zwischen dem Bund und einigen Bundesl&auml;ndern. Niedersachsen, Bremen und Berlin bekr&auml;ftigten am Dienstag ihre skeptische Haltung zu den Zwangsr&uuml;ckf&uuml;hrungen in das kriegsgebeutelte Land, nachdem Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) den in Schleswig-Holstein erlassenen Abschiebestopp heftig kritisiert hatte. Das Bundesland bleibt dennoch zurzeit das einzige, dass Abschiebungen pauschal ablehnt.<br>\nDer nieders&auml;chsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte dem epd, sein Land werde in jedem Einzelfall pr&uuml;fen, ob eine gefahrlose Abschiebung m&ouml;glich sei. Niedersachsen hat sich nicht an den beiden bereits erfolgten Sammelabschiebungen nicht beteiligt. Eine Sprecherin des Bremer Innensenators Ulrich M&auml;urer (SPD) verwies auf die &bdquo;prek&auml;re und br&uuml;chige Lage&ldquo; in Afghanistan. Darum werde Bremen lediglich Straft&auml;ter in das Land abschieben. Jedoch habe es weder im vergangenen noch in diesem Jahr Straft&auml;ter mit afghanischer Staatsb&uuml;rgerschaft in Bremen gegeben.<br>\nBerlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Montag gesagt, dass es in Berlin keinen pauschalen Abschiebestopp geben soll, auch um die M&ouml;glichkeit zur Abschiebung von Straft&auml;tern zu wahren. Er ist aber auch z&ouml;gerlich: Es sei unklar, wer daf&uuml;r garantiere, &bdquo;dass die Menschen durch eventuell unsichere Regionen in vermeintlich sichere gebracht werden&ldquo;, sagte ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung am Dienstag dem epd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/02\/22\/abschiebungen-afghanistan-schleswig-holstein-land\/\">Migazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es ist auch eine Art Suizidprogramm&rdquo;<\/strong><br>\nDer Anwalt Gunter Christ ist spezialisiert auf Verfahren afghanischer Asylbewerber &ndash; und erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bundesregierung. Mit den Abschiebungen nach Afghanistan nehme die Suizid-Gefahr dramatisch zu. Christ beklagte, die deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik sei nicht humanit&auml;r &ndash; und sei es nie gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebungen-nach-afghanistan-es-ist-auch-eine-art.1773.de.html?dram:article_id=379556\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Kabinett beschlie&szlig;t schnellere Abschiebungen<\/strong><br>\nAusgeweitete Abschiebehaft f&uuml;r Gef&auml;hrder, Zugriff auf Handys: Erneut wird die Asylpolitik versch&auml;rft. Etwa 50 Afghanen werden heute in ihre Heimat &uuml;berf&uuml;hrt.<br>\nDie Bundesregierung hat Ma&szlig;nahmen f&uuml;r eine konsequentere Abschiebepraxis auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss einen Gesetzentwurf, mit dem vor zwei Wochen getroffene Beschl&uuml;sse von Bund und L&auml;ndern umgesetzt werden sollen. Demnach soll etwa das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) k&uuml;nftig in bestimmten F&auml;llen die Daten von Handys von Asylbewerbern durchsuchen d&uuml;rfen, um deren Identit&auml;t zu kl&auml;ren. Daran hatte es zuvor Kritik gegeben.<br>\nVorgesehen ist auch eine Ausweitung der Abschiebehaft f&uuml;r sogenannte Gef&auml;hrder. Wer falsche Angaben &uuml;ber seine Identit&auml;t oder Staatsangeh&ouml;rigkeit macht, muss mit h&auml;rteren Sanktionen rechnen. Die H&ouml;chstdauer des Ausreisegewahrsams soll von vier auf zehn Tage verl&auml;ngert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/bundesregierung-abschiebung-afghanistan-thomas-de-maiziere\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Trotz breiter Kritik: Bundeskabinett beschlie&szlig;t massenhafte Durchsuchung von Fl&uuml;chtlingshandys<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat den &bdquo;Gesetzentwurf zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht&ldquo; beschlossen. Dieser wird nicht nur zur massenhaften Durchsuchung von Datentr&auml;gern von Gefl&uuml;chteten f&uuml;hren, sondern deren Rechte generell weiter einschr&auml;nken. Die Opposition, Datensch&uuml;tzer und NGOs kritisieren das Vorhaben scharf.<br>\nDas Bundeskabinett hat mit dem &bdquo;Gesetzentwurf zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht&ldquo; eine weitere Versch&auml;rfung der Fl&uuml;chtlingspolitik beschlossen. Der Entwurf aus dem CDU-gef&uuml;hrten Bundesinnenministerium, massenhaft Smartphones und Handys von Fl&uuml;chtlingen auszulesen, war gestern noch beim Koalitionspartner SPD auf leichte Kritik gesto&szlig;en. Das hat die Sozialdemokraten im Bundeskabinett allerdings nicht davon abgehalten, dem Entwurf zuzustimmen.<br>\nDie innenpolitische Sprecherin der SPD, Eva H&ouml;gl, sagt jetzt gegen&uuml;ber netzpolitik.org:<\/p>\n<blockquote><p>\nDas BAMF [Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge] muss in der Lage sein, sinnvoll die Identit&auml;t von Asylsuchenden &uuml;berpr&uuml;fen zu k&ouml;nnen. Deshalb ist es richtig, dass es k&uuml;nftig in einzelnen F&auml;llen Daten aus Datentr&auml;gern auswerten kann. Es ist klargestellt, dass dies nur dann geht, wenn es keine anderen M&ouml;glichkeiten der &Uuml;berpr&uuml;fung gibt. Damit ist auch deutlich, dass diese Ma&szlig;nahme nur zur Feststellung der Identit&auml;t und nicht dar&uuml;ber hinaus genutzt werden darf. (&hellip;)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Gesetzentwurf k&ouml;nne sich zum &bdquo;Gro&szlig;en Lauschangriff&ldquo; gegen Fl&uuml;chtlinge entwickeln, so die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl. Das Bundesverfassungsgericht habe in seinem wegweisenden Urteil 2004 festgestellt, dass eine akustische Wohnraum&uuml;berwachung abgebrochen werden muss, wenn Daten aus dem absolut gesch&uuml;tzten Kernbereich privater Lebensgestaltung erhoben werden (BVerfGE 109, 279). Dieser Grundsatz lasse sich auf das Grundrecht der Gew&auml;hrleistung der Vertraulichkeit und Integrit&auml;t informationstechnischer Systeme &uuml;bertragen. Das Auslesen der Handys h&auml;lt Pro Asyl deswegen f&uuml;r nicht vereinbar mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.<br>\nDie Organisation bef&uuml;rchtet zudem, dass das Auslesen pers&ouml;nlicher Daten aus Handys systematisch erfolgen wird und sich keineswegs allein auf die Feststellung von Identit&auml;t und Staatsangeh&ouml;rigkeit von Schutzsuchenden beschr&auml;nken k&ouml;nnte.<br>\nIm Referentenentwurf war im Begr&uuml;ndungsteil noch die Rede davon, dass &bdquo;Reisewegangaben [von Asylsuchenden] oft nicht immer klar nachvollziehbar&laquo; seien (S. 22). Die S&auml;tze, die sich mit der Auswertung von Reisewegen besch&auml;ftigen, sind nun gestrichen. Die &Uuml;berpr&uuml;fung des Reisewegs sei ein ganz anderer Zweck, als die &Uuml;berpr&uuml;fung der Identit&auml;t, sagt Pro Asyl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/trotz-breiter-kritik-bundeskabinett-beschliesst-massenhafte-durchsuchung-von-fluechtlingshandys\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>USA: Menschenrechtler bef&uuml;rchten Massendeportationen<\/strong><br>\nDie US-Regierung will die Abschiebung von Migranten erleichtern. Das Ministerium f&uuml;r Heimatschutz ver&ouml;ffentlichte am Dienstag (Ortszeit) in Washington versch&auml;rfte Richtlinien, denen zufolge all jene Einwanderer ohne Papiere abzuschieben seien, die verurteilt wurden, eines Verbrechens angeklagt sind oder auch nur einer Straftat beschuldigt werden. Der Pressesprecher von US-Pr&auml;sident Donald Trump, Sean Spicer, sagte, es gehe um &raquo;beinahe eine Million Menschen&laquo;.<br>\nHilfsorganisationen zeigten sich best&uuml;rzt. Die an die Einwanderungsbeh&ouml;rde &raquo;Immigration and Customs Enforcement&laquo; gerichteten Vorschriften seien Anweisungen &raquo;zu Massendeportationen, wie wir sie noch nie gesehen haben&laquo;, warnte die Direktorin des Nationalen Zentrums f&uuml;r Einwanderungsrecht in Los Angeles, Marielena Hincapi&eacute;.<br>\nBef&uuml;rworter betonten hingegen, Pr&auml;sident Trump erf&uuml;lle seine Wahlversprechen gegen &raquo;Illegale&laquo;. Die Richtlinien stellten klar, &raquo;dass Einwanderungsgesetze wieder Geltung haben&laquo;, lobte der Exekutivdirektor des einwanderungskritischen &raquo;Zentrums f&uuml;r Einwanderungsstudien&laquo;, Mark Krikorian, in der &raquo;New York Times&laquo;. Verst&ouml;&szlig;e gegen Einwanderungsgesetze w&uuml;rden nicht l&auml;nger als nebens&auml;chliche Vergehen gewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1042656.usa-menschenrechtler-befuerchten-massendeportationen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das mal kein Wasser auf die M&uuml;hlen derer ist, die die Zuwanderung begrenzen wollen oder\/und nach Wegen suchen, um die hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund wieder los werden zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU moniert Deutschlands Exportrekorde<\/strong><br>\nBeim Export ist Deutschland spitze &ndash; doch dieser Erfolg geht zulasten anderer Staaten. Von der EU-Kommission gab es deshalb schon wieder eine Ermahnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-kommission-moniert-deutschlands-exportrekorde-a-1135796.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hatte Anfang der Woche bei einer Veranstaltung in Br&uuml;ssel gesagt, dass er die Kritik am deutschen Export&uuml;berschuss nicht akzeptiere.&rdquo; So viel zu einem gemeinsamen Europa. Wie solche S&auml;tze wohl auf die anderen EU-Staaten wirken?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der vollkommen wahnwitzige deutsche &Uuml;berschuss ist mit &ldquo;exzessiv&rdquo; nur unzureichend beschrieben, das franz&ouml;sische Defizit liegt noch unter der von der EU gew&auml;hlten Grenze von 4 Prozent f&uuml;r Defizite. Es ist mit dem normalen Menschenverstand nicht begreifbar, wieso dann Frankreich unter massives Feuer kommt, Deutschland gerade einmal ein bisschen &ldquo;ermahnt&rdquo; wird, obwohl die EU-Kommission nach den eigenen Regeln schon seit Jahren Strafen gegen Deutschland verh&auml;ngen m&uuml;sste. Wahrscheinlich ist es schon ein Fortschritt, dass die &ldquo;Kritik&rdquo; der EU-Kommission &uuml;berhaupt in einer deutschen Zeitung erw&auml;hnt wird. Passend, dass Sch&auml;uble &ldquo;die Kritik [&hellip;] nicht akzeptier[t]&rdquo;. Regeln und Gesetze gelten immer nur f&uuml;r andere, nicht f&uuml;r die Deutschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weitere K&uuml;rzungen in Griechenland: Riesige L&ouml;cher in der Rentenkasse<\/strong><br>\nDie Eurogruppe und der IWF wissen bereits, wo gek&uuml;rzt werden soll. Athen ist nur beim Kampf gegen Steuerhinterziehung gleicher Meinung.<br>\nGriechenland muss weitere K&uuml;rzungen akzeptieren. So wurde es auf dem Treffen der Eurofinanzminister vereinbart. Aber um welche Ma&szlig;nahmen handelt es sich konkret? Da blieb Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem vage. Genannt wurden nur drei Themen: Renten, Arbeitsmarkt und Einkommensteuer. [&hellip;]<br>\n&bdquo;In Griechenland machen die staatlichen Subventionen f&uuml;r die Renten 10 Prozent der Wirtschaftsleistung aus&ldquo;, erregte sich Thomsen. &bdquo;Der europ&auml;ische Durchschnitt betr&auml;gt 2,5 Prozent.&ldquo; Nach dieser Logik m&uuml;ssten die Griechen noch einmal etwa 15 Milliarden Euro bei den Renten k&uuml;rzen. Allerdings wei&szlig; auch Thomsen, dass in Griechenland nicht nur die Alten von den Renten leben, sondern ganze Gro&szlig;familien. Denn Sozialhilfe gibt es nicht, und die Arbeitslosenversicherung zahlt auch nur f&uuml;r ein Jahr. Der IWF verfolgt daher eine kompromisslose Kompromissstrategie: Die Griechen m&uuml;ssen bei den Renten k&uuml;rzen &ndash; aber wie viel, dar&uuml;ber l&auml;sst sich verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Weitere-Kuerzungen-in-Griechenland\/%215382599\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was f&auml;llt eigentlich dem neuen Bundespr&auml;sidenten Steinmeier dazu ein? Wie im Beitrag richtig angemerkt, sind die Renten in Griechenland inzwischen die wichtigste Sozialleistung, die helfen, dass sich ganze Familien noch einigerma&szlig;en &uuml;ber Wasser halten. Die Troika fordert aber gnadenlos weitere Rentenk&uuml;rzung und so eine weitere Verelendung der griechischen Bev&ouml;lkerung. Sieht so die St&auml;rkung der Demokratie in Europa aus?<\/em><br>\n<em>Aus der Antrittsrede Frank Steinmeiers am 12.02.2017:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Und wir brauchen den Mut, zu bewahren, was wir haben: Freiheit und Demokratie in einem vereinten Europa &ndash; dieses Fundament, dass wollen, dass m&uuml;ssen wir miteinander verteidigen!&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>dazu: Die Austerit&auml;tspolitik in Spanien, Portugal und Italien war kontraproduktiv<\/strong><br>\nDIW-Studie zeigt: Drastische Sparma&szlig;nahmen haben die Effekte von Strukturreformen teils aufgehoben und die betroffenen L&auml;nder zur&uuml;ck in die Rezession gef&uuml;hrt, ohne die Lage der &ouml;ffentlichen Finanzen zu verbessern &ndash; Ein ausgewogener Politikmix w&auml;re der bessere Weg gewesen.<br>\nDie ab 2010 eingeleiteten Sparma&szlig;nahmen und Steuererh&ouml;hungen haben in Spanien, Portugal und Italien nicht wie erhofft die Staatsverschuldung gesenkt, sondern dazu beigetragen, dass die drei Volkswirtschaften zur&uuml;ck in die Rezession getrieben wurden. Die Erfolglosigkeit des Konsolidierungskurses ist entgegen einer verbreiteten Meinung nicht die Folge mangelnden Reformeifers der jeweiligen Regierungen &ndash; vielmehr haben die drastischen Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen verhindert, dass die unternommenen Reformen ihre volle Wirkung entfalten. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die die Wirkungskan&auml;le der Austerit&auml;tspolitik in Spanien, Portugal und Italien f&uuml;r den Zeitraum 2010 bis 2014 untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.553175.de\">DIW<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geld g&auml;b&rsquo;s genug<\/strong><br>\nLand und Kommunen klagen &uuml;ber klamme Kassen, beschw&ouml;ren den gro&szlig;en Sparzwang. Dabei g&auml;be es gen&uuml;gend Kohle, man m&uuml;sste sie blo&szlig; absch&ouml;pfen, wo wirklich was zu holen ist: bei obsz&ouml;n gro&szlig;en Privatverm&ouml;gen. Ein Kommentar.<br>\nHaushaltspolitik, Deutschland 2017: Die Knete ist knapp, klagt das reiche Baden-W&uuml;rttemberg, und die Landesregierung wird nicht m&uuml;de, wieder und wieder und wieder zu betonen: Die Schuldenbremse setzt uns unter Sparzwang. Dabei geht es um ein j&auml;hrliches Defizit von 2,8 Milliarden Euro, das bis 2020 beseitigt worden sein soll. Also gelte jetzt bei den Haushaltsbeschl&uuml;ssen: Ausgaben senken, Einnahmen erh&ouml;hen.<br>\nDabei m&uuml;ssen alle mitmachen. Vorneweg Bildung und Wissenschaft, die als Ministerien mit dem gr&ouml;&szlig;ten Budgets am meisten einsparen m&uuml;ssen. Also werden trotz steigender Sch&uuml;lerzahlen hunderte Lehrerstellen gestrichen, bei der Digitalisierung der Schulen geknausert und ab dem kommenden Herbst internationale, au&szlig;ereurop&auml;ische Studierende zur Kasse gebeten. [&hellip;]<br>\nDas Grundgesetz findet, dass Eigentum verpflichtet, und sieht eine Verm&ouml;gensteuer vor. Diese wurde jedoch 1995 vom Bundesverfassungsgericht f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt, weil Immobilien zu stark bevorzugt worden seien im Vergleich zu anderen Verm&ouml;gensanlagen. Statt nun aber, wie vom Urteil nahegelegt, Immobilien st&auml;rker zu besteuern, entschied sich das Kabinett unter Bundeskanzler Helmut Kohl, die Verm&ouml;gensteuer einfach ganz auszusetzen. Gerechterweise zahlen jetzt alle Wohlhabenden und Gutbetuchten das gleiche f&uuml;r ihr Verm&ouml;gen &ndash; &uuml;berhaupt nichts.<br>\nAuch an der Erbschaftsteuer hatten die Verfassungsrichter aus Karlsruhe 2007 etwas auszusetzen. Da reiche Firmenerben &ldquo;&uuml;berprivilegiert&rdquo; wurden, erkl&auml;rte das Gericht auch diese Steuer f&uuml;r verfassungswidrig. Also hat die Gro&szlig;e Koalition eine Reform auf den Weg gebracht, dank der reiche Firmenerben milliardenschwerer Konzerne seit 2016 endlich&hellip; immer noch immer keinen Cent Steuern daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen, wenn sie denn zusagen, die Arbeitspl&auml;tze zu sichern &ndash; obwohl es nicht einen fundierten Beleg daf&uuml;r gibt, dass Steuerzahlungen diese Arbeitspl&auml;tze &uuml;berhaupt ernsthaft bedrohen w&uuml;rden. So l&auml;sst sich der Staat nach Sch&auml;tzungen Jahr f&uuml;r Jahr bis zu 45 Milliarden Euro entgehen, stattdessen wirft die Steuer nur zwischen vier und sechs Milliarden im Jahr ab. Das entspricht etwa einem Drittel dessen, was die Tabaksteuer einbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/308\/geld-gaeb-s-genug-4219.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Besteuert Gewinne, nicht Roboter!<\/strong><br>\nMaschinen erledigen k&uuml;nftig immer mehr Jobs. Ausgerechnet Bill Gates will diese Entwicklung mit einer neuen Steuer bremsen. Es zeichnet sich ein Klassenkampf ab, in dem die Masse aufstehen muss, will sie nicht im Elend enden. [&hellip;]<br>\nSeit einiger Zeit jedoch merken Deutsche mit geringen bis mittleren Qualifikationen, dass sie schwerer Arbeit finden. Maschinen ersetzen nun auch Fabrikwerker und Sachbearbeiter. Denen bleiben oft nur unsichere, m&auml;&szlig;ig bezahlte Jobs, ob als Paketboten, Sicherheitsleute oder im Callcenter. Die L&ouml;hne stagnieren bis hinauf in die Mittelschicht; die Ungleichheit steigt. Neben der Globalisierung liegt das auch in der Technologie begr&uuml;ndet. [&hellip;]<br>\nEffektiver als eine Robotersteuer w&auml;re, die Gewinne der Firmen weltweit konsequent zu besteuern. Wenn Maschinen immer mehr Produktion und Dienstleistungen &uuml;bernehmen, landet der Ertrag trotzdem auch bei der Allgemeinheit. Effektiv w&auml;re es zudem, alle B&uuml;rger zu Miteigent&uuml;mern der Unternehmen zu machen. Dann sind alle direkt an der Wertsch&ouml;pfung der Maschinen beteiligt. Heute h&auml;lt nur jeder zehnte Deutsche Aktien &ndash; bleibt das so, d&uuml;rfte die Ungleichheit explodieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/robotersteuer-besteuert-gewinne-nicht-roboter-1.3388578\">Alexander Hagel&uuml;ken in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich. Innerhalb eines Monats der zweite <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik-was-die-spd-jetzt-tun-muss-1.3362595\">gute Artikel<\/a> von Alexander Hagel&uuml;ken im Wirtschaftsressort der S&uuml;ddeutschen, das eigentlich vor allem f&uuml;r seine konsequente neoliberale Ausrichtung bekannt ist. Leichte Abstriche kann man da durchaus tolerieren, wie beispielsweise Hagel&uuml;kens Idee, breite Schichten zu Aktion&auml;ren zu machen. Auch hier stellt das Steuersystem eine sehr gute M&ouml;glichkeit dar, um die &ndash; zu Recht &ndash; bef&uuml;rchteten &bdquo;Explosion der Ungleichheit&ldquo; abzuwenden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland bleibt Paradies f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/strong><br>\n&ldquo;Sch&auml;uble sch&uuml;tzt weiter die Trickser bei Geldw&auml;sche und Steuerflucht. Der Kabinettsentwurf der Bundesregierung verhindert Transparenz bei Briefkastenfirmen. Wer Geld im Dunkeln l&auml;sst, beg&uuml;nstigt Steuerflucht, Korruption und auch Terrorfinanzierung&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) den heute im Kabinett der Bundesregierung diskutierten Entwurf des Gesetzes zur Umsetzung der Vierten EU-Geldw&auml;scherichtlinie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11094.deutschland-bleibt-paradies-fuer-geldwaesche.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schulz setzt auf Vergesslichkeit<\/strong><br>\nMit &raquo;Strukturreformen&laquo; wird im neoliberalen Jargon stets der Abbau von Schutzrechten f&uuml;r die Lohnabh&auml;ngigen und sozial Schwachen umschrieben. Das &raquo;Aufbrechen von Verkrustungen&laquo; bedeutet die Durchsetzung von Deregulierungen und Privatisierungen, die Reform des Arbeitsmarktes zur Erh&ouml;hung des Ausbeutungsgrads und die Zusammenk&uuml;rzung &ouml;ffentlicher Haushalte &ndash; euphemistisch als &raquo;Verschlankung&laquo; bezeichnet.<br>\nEs verwundert daher nicht, dass sich Schulz in seinem Buch ausdr&uuml;cklich zur Agenda 2010 seines Parteifreundes Gerhard Schr&ouml;der bekennt, machte doch nach ihm dieser sozialdemokratische Kanzler &raquo;Deutschland wieder fit&laquo;. Nach 16 Jahren Kohl-Kanzlerschaft musste n&auml;mlich nach Schulz &raquo;ab 1998 eine neue Bundesregierung f&uuml;r frischen Wind in Deutschland sorgen und den Reformstau aufl&ouml;sen&laquo;. Nach Kritik an einigen Unzul&auml;nglichkeiten der Agenda 2010 hei&szlig;t es daher anerkennend bei ihm: &raquo;Andererseits befindet sich unser Land auch wegen dieser Reformen inzwischen &ouml;konomisch wieder auf einem Spitzenplatz.&laquo; Besser k&ouml;nnen es die Arbeitgeberverb&auml;nde auch nicht sagen.<br>\nAls Kanzlerkandidat sieht Schulz die Dinge nun pl&ouml;tzlich ganz anders. In seiner Bielefelder Rede bei der Arbeitnehmerkonferenz am Montag beklagt er, dass sich &raquo;seit den 1990er Jahren die Ordnung auf dem Arbeitsmarkt grundlegend ge&auml;ndert hat&laquo;, und zwar zum Schlechten hin. &raquo;Auch wir haben Fehler gemacht&laquo;, hei&szlig;t es dazu ganz allgemein. Aber er fand kein Wort zu seiner ganz eigenen Huldigung der Agenda 2010. Einmal mehr hofft also die SPD auf die Vergesslichkeit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler. Es wird sich zeigen, ob sie damit im September durchkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1042522.schulz-setzt-auf-vergesslichkeit.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Das M&auml;rchen vom Martin und der Hartz-IV-Reform<\/strong><br>\nEs mag sein, dass Martin Schulz tats&auml;chlich erst jetzt durch den 50j&auml;hrigen Arbeitnehmer darauf gekommen ist, dass &auml;ltere Arbeitnehmer sp&auml;testens nach 24 Monaten ALG I-Bezug in den ALG II-Bezug abrutschen (was bereits 6 Monate l&auml;nger ist als Arbeitnehmer unter 50 Jahren) &ndash; allerdings bleibt offen, wieso diese Unfairness, die er sieht, bei ihm nicht schon l&auml;ngst zu Aktivit&auml;ten f&uuml;hrte. Wusste er es wirklich nicht oder wollte er es nicht wissen oder war es ihm in Br&uuml;ssel einfach egal? Und was wird es f&uuml;r den 50j&auml;hrigen Arbeitnehmer bedeuten, wenn er nach ein paar Monaten ALG I-Bezug mehr dennoch in ein unver&auml;ndertes System ger&auml;t, das nicht nur finanziell &ldquo;an seine Existenz geht&rdquo;, sondern auch die Privatsph&auml;re, Freiz&uuml;gigkeit einschr&auml;nkt, wohlwissend, dass seine Chancen auf eine neue Erwerbst&auml;tigkeit bereits seit dem 45ten Lebensjahr stark gesunken sind?<br>\nDie &auml;lteren Arbeitnehmer, die keine so positive Erwerbsbiographie vorzuweisen haben wie jener, der Martin Schulz ansprach, spielen bei Herrn Schulzes Ank&uuml;ndigungen ebenso wenig eine Rolle wie die ALG-II-Bezieher im allgemeinen. Bei einer Ver&auml;nderung der Bezugsdauer von ALG I f&uuml;r eine spezielle Klientel bereits von &ldquo;Reform&rdquo; zu sprechen oder &uuml;berhaupt den Anschein zu erwecken als ginge es hier grunds&auml;tzlich um ALG II ist t&auml;uschend und mag sich als modernes M&auml;rchen der SPD eignen &ndash; mehr jedoch ist es nicht. 2005 kokettierte schon jemand damit, dass bei der Agenda 2010 wohl Fehler gemacht worden waren, sie aber dennoch sein musste. Einer der &ldquo;gro&szlig;en Politiker&rdquo;, wie Martin Schulz ihn nennt: Gerhard Schr&ouml;der.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Das-Maerchen-vom-Martin-und-der-Hartz-IV-Reform-3632560.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mutloser SPD-Gesetzentwurf zu Managergeh&auml;ltern<\/strong><br>\nDie SPD legt einen mutlosen und weitgehend unwirksamen Gesetzentwurf zur Eingrenzung der millionenschweren Exzesse in den Vorstandsetagen vor. Denn jeder wei&szlig;: Die vorgesehene Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit wird die exzessive Selbstbedienung in den Vorstandsetagen nicht beenden. Wirksam w&auml;re stattdessen ein gesetzlich festgeschriebenes Maximalverh&auml;ltnis zwischen Vorstandsbez&uuml;gen und Durchschnittsgehalt. Die Festlegung der Vorstandsbez&uuml;ge der von Gro&szlig;aktion&auml;ren und oft auch Finanzinvestoren dominierten Hauptversammlung zu &uuml;berlassen, ist keine Verbesserung des Status quo, eher das Gegenteil&ldquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht den von der SPD vorgelegten Gesetzentwurf zur Begrenzung von Managergeh&auml;ltern. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Trotzdem w&uuml;rde DIE LINKE bei der Eind&auml;mmung der exzessiven Managergeh&auml;lter auch kleine Schritte der SPD in die richtige Richtung unterst&uuml;tzen. Das gilt etwa f&uuml;r die im Gesetzentwurf vorgesehene M&ouml;glichkeit des Aufsichtsrats, bei schlechten Leistungen der Manager deren Bez&uuml;ge zu k&uuml;rzen oder Ruhegeh&auml;lter zur&uuml;ckzufordern. Und das gilt auch f&uuml;r die Eind&auml;mmung des Skandals, dass bisher mit der Auszahlung von exorbitanten Bez&uuml;gen auch noch Steuern gespart werden. Deshalb fordere ich die SPD auf, diesen Gesetzentwurf durch Verhandlungen mit der CDU\/CSU nicht noch weiter zu verw&auml;ssern und stattdessen die daf&uuml;r vorhandene Mehrheit mit DIE LINKE und Gr&uuml;nen im Bundestag noch diese Legislaturperiode zu nutzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mutloser-spd-gesetzentwurf-zu-managergehaeltern\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was Politiker fordern und was Polizeipr&auml;sidenten tats&auml;chlich bewegt<\/strong><br>\nAm 21. und 22. Februar 2017 fand in Berlin der 20. Europ&auml;ische Polizeikongress statt. Er besteht aus Kongressprogramm, Forumsveranstaltungen zu fachspezifischen Themen und einer begleitenden Ausstellung von Anbietern von Produkten und Dienstleistungen. Die Veranstaltung ist nicht publikums-&ouml;ffentlich, sondern steht nur Besuchern aus einschl&auml;gigen Sicherheitsbeh&ouml;rden, Mitarbeitern von Anbieterfirmen und akkreditierten Pressevertretern offen. Der Bundesinnenminister und BfV-Pr&auml;sident Maa&szlig;en nutzten den Kongress, um Werbung zu machen f&uuml;r ihre Erfolge und weiteren Forderungen nach dem &bdquo;Umbau der Sicherheitsarchitektur&ldquo;. Polizeipr&auml;sidenten &ndash; von Wien bis Amsterdam und aus deutschen Gro&szlig;st&auml;dten &ndash; berichteten, was ihre Beh&ouml;rden in der Praxis zu leisten haben und was f&uuml;r sie aktuell, relevant und wichtig ist. Da werden Unterschiede zwischen Theorie und Praxis deutlich, die aufhorchen lassen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/epk17-1-was-politiker-fordern-was-polizeipraesidenten-tatsaechlich-bewegt\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>PD vor der Spaltung<\/strong><br>\nAuf einer Delegiertenkonferenz der sozialdemokratisch orientierten Demokratischen Partei (PD) ist am Wochenende in Rom die Krise der italienischen Regierungspartei offen ausgebrochen. Wie die regierungsnahe La Repubblica schreibt, droht der Partei die Spaltung zwischen der bisher hinter dem ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Matteo Renzi stehenden Mehrheit und der linken und moderaten Minderheit.<br>\nRenzi hatte im Dezember beim Referendum zur Abschaffung des Senats als zweiter Parlamentskammer eine Niederlage erlitten und war daraufhin als Premier zur&uuml;ckgetreten. Nun gab er dem Druck seiner Widersacher nach und zog sich auch als Parteichef zur&uuml;ck. Dieser &uuml;berraschende Schritt wird, so die linke L&rsquo;Unit&agrave;, als Man&ouml;ver gewertet, mit dem Renzi seine Wiederwahl als Parteichef vorbereiten will. Anschlie&szlig;end k&ouml;nnte er dann wieder als Spitzenkandidat seiner Partei zu den n&auml;chsten Parlamentswahlen antreten. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, diese nicht erst &ndash; wie regul&auml;r vorgesehen &ndash; im Februar 2018 durchzuf&uuml;hren, sondern sie auf Juni oder sp&auml;testens auf den Herbst vorzuziehen.<br>\nObwohl die Wahl eines neuen Nationalsekret&auml;rs der PD auf einem Parteitag erfolgen sollte, hat Renzi durchgesetzt, die Entscheidung in Vorwahlen am 7. Mai zu treffen, an denen alle wahlberechtigten Italiener teilnehmen k&ouml;nnen. 2013 hatten sich bei solchen Wahlen 67,8 Prozent der 2,5 Millionen Teilnehmer f&uuml;r Renzi entschieden. Der setzt auf W&auml;hler der Mitte und der Rechten. Diese Strategie entspreche, so das linke Fatto Quotidiano, der von Renzi betriebenen Umwandlung der PD in eine &raquo;Partei der Nation&laquo;, auch &raquo;Partei f&uuml;r alle&laquo; genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-22\/026.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&raquo;An den T-Shirts klebt Blut&laquo;<\/strong><br>\nEs brodelt in Bangladesch. Die &raquo;Rana-Plaza&laquo;-Katastrophe, der Einsturz eines neunst&ouml;ckigen Fabrik- und B&uuml;rohaus in Savar, einem Vorort der 14 Millionen-Metropole Dhaka, vor mehr als drei Jahren, bei dem 1.129 ArbeiterInnen in den Tr&uuml;mmern starben, stie&szlig; zwar das rechtlich verbindliche &Uuml;bereinkommen &raquo;Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh&laquo; an.<br>\nDarin verpflichteten sich die Textilunternehmen, die Fabriken regelm&auml;&szlig;ig pr&uuml;fen zu lassen und sicherer zu machen, doch dar&uuml;ber hinaus hat sich bei den Arbeits- und Sozialstandards wenig bewegt.[1] Insbesondere die nach wie vor geringen L&ouml;hne in der Textilindustrie, die auf dem &raquo;Gesch&auml;ftsmodell Ausbeutung&laquo; basieren, f&uuml;hren zu immer heftigeren Konflikten.<br>\nGegen Armutsl&ouml;hne protestierten in den vergangenen Wochen erneut zehntausende TextilarbeiterInnen in Ashulia, einem weiteren Vorort von Dhaka. Der Streik begann am 12. Dezember in der &raquo;Windy Apparels&laquo;-Fabrik, zun&auml;chst aus Protest gegen die willk&uuml;rliche Entlassung von 121 KollegInnen. Der Funke des Widerstands sprang rasch auf andere Betriebe &uuml;ber und m&uuml;ndete in einem von Demonstrationen begleiteten Arbeitskampf f&uuml;r die Erh&ouml;hung der Mindestl&ouml;hne.<br>\nDie streikenden N&auml;herInnen forderten die Erh&ouml;hung des derzeitigen Mindestlohns von 5.300 Taka (rund 63 Euro) im Monat auf 15.000 Taka (rund 182 Euro). Die Fabrikbesitzer lehnten Verhandlungen ab. Der Pr&auml;sident des Textilindustrieverbands BGMEA, Siddikur Rahman, erkl&auml;rte, nach der Anhebung des Mindestlohns durch die Regierung im Jahr 2013 gebe es &raquo;kaum eine Chance&laquo; auf eine weitere Erh&ouml;hung. Laut Gesetz k&ouml;nnten Mindestl&ouml;hne nur alle f&uuml;nf Jahre ver&auml;ndert werden. Stattdessen ordnete der Unternehmerverband nach der ersten Streikwoche die Schlie&szlig;ung von 55 Betrieben in der Ashualia-Zone an und lie&szlig; fl&auml;chendeckend aussperren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/an-den-t-shirts-klebt-blut\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kommentar zum BGH-Urteil: Gut f&uuml;r Bausparer<\/strong><br>\nHoch verzinste Altvertr&auml;ge gef&auml;hrden die Gemeinschaft der Bausparer. Das Urteil des Bundesgerichtshofs schafft nun Rechtssicherheit. Doch f&uuml;r die Misere sind auch die Institute verantwortlich.<br>\nDer Bausparvertrag ist keine staatlich gef&ouml;rderte Hochzinsanlage, sondern dient einem wohnungswirtschaftlichen Zweck. Das Urteil des Bundesgerichtshofs hat das nun klargestellt. F&uuml;r die Bausparer, die erst in ein paar Jahren einen Kredit abrufen wollen, ist die Entscheidung gut. Denn sie gibt ihnen nun mehr Planungssicherheit. Die durch die Niedrigzinsen bedrohten Bausparkassen haben jetzt mehr Spielraum, um die hoch verzinsten und damit teuren Altvertr&auml;ge loszuwerden.<br>\nDie Branche befindet sich seit geraumer Zeit in einer Krise. Diese bedroht das Bausparen und macht der Finanzaufsicht Bafin gro&szlig;e Sorgen. Die K&uuml;ndigungen der Altvertr&auml;ge werden von den Aufsehern als richtige Gegenma&szlig;nahme gut gehei&szlig;en. Das Bausparen stellt in Deutschland mit insgesamt 30 Millionen Vertr&auml;gen andere Sparformen wie etwa die Aktie deutlich in den Schatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kommentar-zum-bgh-urteil-gut-fuer-bausparer-14889120.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es gibt auch andere Meinungen zu dem Thema, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kuendigung-von-bausparvertraegen-nicht-nur-verbraucherunfreundlich-sondern-falsch-1.3389514\">u. a. von promovierten Juristen<\/a>.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;K&uuml;ndigung von Bausparvertr&auml;gen &ndash; Der Bundesgerichtshof bricht mit einem Kernsatz des Rechts. Er w&auml;lzt das Risiko bei Bausparvertr&auml;gen von den Kassen auf die Kunden ab &ndash; entgegen dem klaren Vertragswortlaut. [&hellip;] Der Bundesgerichtshof ist nicht daf&uuml;r da, die &uuml;bertriebene Werbung der Bausparkassen und deren Unvorsichtigkeit beim Vertragsabschluss nachtr&auml;glich f&uuml;r diese wohlt&auml;tig zu korrigieren und zu reparieren.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Auch die FAZ selber pocht doch immer auf das &ldquo;pacta sunt servanda&rdquo;, z. B. wenn die Regeln des Maastricht-Vertrags <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/25-jahre-maastricht-wovor-die-euro-kritiker-schon-frueh-warnten-14852243.html\">gebrochen werden<\/a>. Auch sind ja niedrige oder gar Negativ-Zinsen des Teufels und hohe Zinsen quasi ein B&uuml;rgerrecht, jedenfalls, wenn Staaten sie <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/anleihen-zinsen\/ezb-geldpolitik-wie-finden-wir-aus-niedrigzinsen-raus-14483302.html\">bezahlen m&uuml;ssen<\/a>. Und, nat&uuml;rlich, preist die FAZ seit Jahren die angeblichen Vorteile der privaten Kapitalanlage z, B. gegen&uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/nachrichten\/geldanlage-private-altersvorsorge-trotz-niedriger-zinsen-12692022.html\">der Umlagerente<\/a>. In diesem Artikel wirft die FAZ alle ihre angeblichen &Uuml;berzeugungen &uuml;ber Bord und begr&uuml;ndet das &ndash; etwas kontraintuitiv &ndash; mit dem Interesse der Kunden (!!) (&ldquo;F&uuml;r die Bausparer [&hellip;] ist die Entscheidung gut. Denn sie gibt ihnen nun mehr Planungssicherheit.&rdquo;) und dem angeblich legitimen Interesse der schw&auml;cher werdenden Bausparkassen (&ldquo;Die durch die Niedrigzinsen bedrohten Bausparkassen haben jetzt mehr Spielraum, um die hoch verzinsten und damit teuren Altvertr&auml;ge loszuwerden.&rdquo;). Was ist das hier? Unlogisch? Heuchelei? Propaganda? Beihilfe zum Betrug? Oder schlicht die gute, schlechte FAZ, die Unternehmerinteressen jederzeit &uuml;ber alle anderen Interessen stellt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.R.:<\/strong> Ein weiterer Beleg daf&uuml;r, dass die &bdquo;Finanzmafia&ldquo; immer gewinnt! Jammerei auf hohem Niveau f&uuml;hrte dazu, dass den Bausparkassen neue Gesch&auml;ftsfelder er&ouml;ffnet wurden. Durch das neue Bausparkassengesetz d&uuml;rfen die Bausparkassen nun auch Immobiliendarlehen ohne Bausparvertrag vergeben, Hypothekenpfandbriefe ausgeben und Teile ihres Verm&ouml;gens in Aktien anlegen. 1:0 f&uuml;r die Bausparkassen! <\/em><br>\n<em>Nun kommt zus&auml;tzlich der BGH den Bausparkassen entgegen. Er bringt mit seinem mehr als seltsamen Urteil zum Ausdruck, dass geschlossene Vertr&auml;ge in einer Finanzdiktatur (?) nicht eingehalten werden m&uuml;ssen. 2:0 f&uuml;r die Bausparkassen!<\/em><br>\n<em>&ldquo;Nach Ansicht von Anwalt Tobias Pielsticker ist das Urteil eine politische Entscheidung. Das Gericht habe R&uuml;cksicht auf die wirtschaftliche Lage der Bausparkassen genommen&rdquo; (Quelle: Stuttgarter Zeitung, 21. Februar 2017). Gewaltenteilung? Demokratischer Rechtsstaat? Finanzdiktatur?<\/em><br>\n<em>Wie notleidend sind denn nun &bdquo;unsere&ldquo; armen Bausparkassen? Beispiel Bausparkasse Schw&auml;bisch Hall:<\/em><br>\n<em>Vorsteuergewinn 2015: 341 Mio. EUR (S&uuml;dwest Presse, 27.01.16). Und das Beste: die notleidende Bausparkasse muss an ihrem Standort Schw&auml;bisch Hall keine Steuern auf ihre Ertr&auml;ge zahlen. Ja, herzlichen Gl&uuml;ckwunsch! Dadurch fehlen der Stadt j&auml;hrlich rund 25 Millionen Euro. Hochinteressant <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/schwaebisch_hall\/lokales\/schwaebisch_hall\/pelgrim-hakt-in-frankfurt-nach-13024347.html\">nachfolgender Artikel<\/a> vom 28.05.16 (Haller Tagblatt):<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nAuch eine weitere Frage steht bis heute offen: Die Bausparkassen verkaufen nun massenweise Bausparvertr&auml;ge mit historisch niedrigen Zinsen. Was, wenn diese Darlehen von den Bausparern eines Tages massenhaft eingefordert werden? Was, wenn sich die Bausparkassen dann wom&ouml;glich zu wesentlich h&ouml;heren Konditionen finanzieren m&uuml;ssen aufgrund dann gestiegenen Zinsen? Gibt es dann eine weitere &bdquo;politische Entscheidung&ldquo; durch den BGH?\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>3:0 f&uuml;r die Bausparkassen oder dann vielleicht gar 10:0? Fazit: die Finanzindustrie gewinnt immer!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Interne Akten belasten Justizminister Heiko Maas<\/strong><br>\nDer ZEIT liegen nun interne Akten der Bundesanwaltschaft vor, die Zweifel an dieser Darstellung wecken. Demnach wurde von mehreren Staatsanw&auml;lten protokolliert und dokumentiert, wie Maas den Generalbundesanwalt &uuml;ber seine Staatssekret&auml;rin Stefanie Hubig mehrfach und unter Androhung der sofortigen Entlassung massiv bedr&auml;ngt haben soll, die Ermittlungen gegen die beiden Blogger einzustellen. Selbst das externe Gutachten eines Rechtswissenschaftlers, das in den Ver&ouml;ffentlichungen der Blogger einen Verrat von Staatsgeheimnissen sah, habe der Justizminister verhindern wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2017-02\/netzpolitik-org-heiko-maas-dokumente-bundesanwaltschaft\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Aufregung ist nur bedingt berechtigt. Schlie&szlig;lich ist es die Aufgabe des Bundesjustizministers, Anweisungen an den Generalbundesanwalt zu erteilen und wie im Fall des absurden Landesverratsvorwurfs den verirrten Ermittlungsbeamten zur&uuml;ckzupfeifen. Leider hat aber auch Maas nie verstanden, welche Aufgabe er als Minister hat und stattdessen immer so getan, als sei der Generalbundesanwalt irgendwie unabh&auml;ngig. Ist er aber nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paukenschlag bei auto motor und sport: Chefredakteur Jens Katemann &uuml;bernimmt Skoda-Kommunikation<\/strong><br>\nJens Katemann, seit f&uuml;nf Jahren Chefredakteur von auto motor und sport, wechselt als Kommunikationschef zur VW-Tochter Skoda. Er l&ouml;st dort Peik von Bestenbostel ab, der bei dem Wolfsburger Autobauer Volkswagen die Kommunikation f&uuml;r die Hauptmarke VW &uuml;bernimmt. Katemann hatte fast 14 Jahre beim PS-Magazin in Stuttgart gearbeitet und 2012 mit Ralph Alex die Nachfolge von Bernd Ostmann angetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/02\/22\/paukenschlag-bei-auto-motor-und-sport-chefredakteur-jens-katemann-uebernimmt-skoda-kommunikation\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte Dreht&uuml;reffekt. Ich m&ouml;chte wetten, Auto Motor Sport hat sich nicht unbedingt durch eine besonders kritische Linie gegen&uuml;ber dem VW-Konzern ausgezeichnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel beklagt sich &uuml;ber eine INSM Anzeige in der FAZ<\/strong><br>\n65.890 &euro; ohne Mehrwertsteuer kostet alleine die Anzeige in der FAZ heute gegen Martin Schulz. F&uuml;r uns gilt: es ist Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit! Eure Einsch&uuml;chterungsversuche werden nicht gelingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/thorstenschaeferguembel\/photos\/a.10150336499058080.362072.34299468079\/10154952467078080\/?type=3&amp;theater\">Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Moment! Die Agenda 2010 verteidigen und sich &uuml;ber die INSM echauffieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die Agenda 2010 wird nicht in Frage gestellt&rdquo;<\/strong><br>\nEine Abkehr von den umstrittenen Arbeitsmarktreformen ist es nicht: Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel h&auml;lt aber Korrekturen an der Agenda 2010 des fr&uuml;heren Bundeskanzlers Schr&ouml;der f&uuml;r notwendig. Es habe Nebenwirkungen gegeben, die sich in den vergangenen Jahren versch&auml;rft h&auml;tten, sagte er im DLF.<br>\nIm Grundsatz verteidigte Sch&auml;fer-G&uuml;mbel die Arbeitsmarktreform. Diese habe Deutschland vorangebracht. Es gehe nicht um ein Infragestellen der Reform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-arbeitsmarktpolitik-die-agenda-2010-wird-nicht-in-frage.694.de.html?dram%3Aarticle_id=379437\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37128"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37132,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37128\/revisions\/37132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}