{"id":3714,"date":"2009-01-20T08:50:53","date_gmt":"2009-01-20T07:50:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3714"},"modified":"2009-01-20T08:52:23","modified_gmt":"2009-01-20T07:52:23","slug":"hinweise-des-tages-813","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3714","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Dani Rodrik : Zeit f&uuml;r Experimente<\/li>\n<li> Spaniens Kreditw&uuml;rdigkeit herabgestuft<\/li>\n<li>Paul Krugman &uuml;ber die Bad Bank: Wall Street Voodoo<\/li>\n<li>London verzichtet elegant auf &bdquo;Bad Bank&ldquo;<\/li>\n<li>Landesbanken betreiben Privatbank f&uuml;r Reiche in der Schweiz <\/li>\n<li>Warum hat niemand die Krise kommen sehen?<\/li>\n<li>Verschuldung : Die wahre S&uuml;nde &ndash; bei der FDP<\/li>\n<li>Weniger Markt, billigere Gesundheit<\/li>\n<li>Steuerzahler haftet f&uuml;r Gaslager<\/li>\n<li>Mehdorns rollende Fastenkur<\/li>\n<li>Tourismus-Boom in Berlin: Sch&ouml;ner Schein<\/li>\n<li>Bundesbank widerlegt Kreditklemmenthese<\/li>\n<li>Arztbehandlung nur gegen Barkasse?<\/li>\n<li>Steuerparadies Jersey<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3714&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Dani Rodrik : Zeit f&uuml;r Experimente<\/strong><br>\nDie Politik muss sich zur Bek&auml;mpfung der Finanzkrise von herk&ouml;mmlichen Weisheiten verabschieden. Je pragmatischer und kreativer sie handelt, desto schneller wird sich die Weltwirtschaft erholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1769&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Spaniens Kreditw&uuml;rdigkeit herabgestuft<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Wirtschaft schmiert ab. Die L&auml;nder k&auml;mpfen mit milliardenschweren Konjunkturprogrammen dagegen an. Doch das belastet die Staatshaushalte &ndash; und sch&uuml;rt &Auml;ngste, dass die Euro-L&auml;nder auseinanderdriften. Nach Spanien droht weiteren L&auml;ndern die Herabstufung. Die Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P) hat Spanien am Montag als langfristiger staatlicher Schuldner auf die Note &ldquo;AA+&rdquo; von &ldquo;AAA&rdquo; zur&uuml;ckgestuft. S&amp;P begr&uuml;ndete die Entscheidung damit, dass die gegenw&auml;rtigen Wirtschafts- und Finanzmarktbedingungen strukturelle Schw&auml;chen in der spanischen Wirtschaft offenbart h&auml;tten, die mit der h&ouml;heren Note nicht vereinbar seien. In der vergangenen Woche hatte S&amp;P bereits Griechenlands Staatsschulden eine schlechtere Note gegeben. Auch Irland bekam eine Warnung, dass ein solcher Schritt folgen k&ouml;nnte. Die Ratingherabstufung d&uuml;rfte Sorgen sch&uuml;ren, dass die L&auml;nder der Euro-Zone auseinanderdriften. An den Kapitalm&auml;rkten verlangen die Anleger bereits immer h&ouml;here Zinsen bei Staatsanleihen der L&auml;nder, deren Haushaltslage sich drastisch verschlechtert. Die Aufschl&auml;ge zur deutschen Bundesanleihe f&uuml;r Papiere aus Spanien, Frankreich, Griechenland und anderen Euro-L&auml;ndern stiegen zuletzt auf Rekordst&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Niedrigere-S-P-Note-Spaniens-Kreditw%FCrdigkeit-herabgestuft\/462897.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Diskussion um die Frage, welche L&auml;nder geeignet w&auml;ren, an einer Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion teilzunehmen, wurde seinerzeit von einer Minderheit die Auffassung vertreten, dass dies nur f&uuml;r L&auml;nder g&uuml;nstig sei, die &uuml;ber eine &auml;hnlich hohe Produktivit&auml;t verf&uuml;gten und auf exogene Schocks &auml;hnlich reagieren w&uuml;rden. Bekanntlich wurde auf politischer Ebene diese Art von realwirtschaftlichen Kriterien ignoriert und auf die sog. Maastrichtkriterien gesetzt. <\/em><\/p>\n<p>Heute haben wir die Situation, dass eine Gruppe von L&auml;ndern, nicht zuletzt wegen der Lohndumpingpolitik Deutschlands, in ihrer Wettbewerbsf&auml;higkeit stark zur&uuml;ckgefallen sind und ihren Produktivit&auml;tsr&uuml;ckstand innerhalb einer W&auml;hrungsunion z.B. nicht mehr &uuml;ber das Instrument des Wechselkurses auffangen zu k&ouml;nnen. Hinzukommt, dass die Eurozone, wie der Rest der Welt, vom Schock einer aufziehenden Weltwirtschaftskrise getroffen werden. Dieser Schock trifft die Eurol&auml;nder unterschiedlich stark. In der Folge wechseln die Risiken (und damit auch die spekulativen Kr&auml;fte) innerhalb einer W&auml;hrungsunion von den Devisen- auf die Wertpapierm&auml;rkte. Gegenw&auml;rtig reagieren die M&auml;rkte auf diesen Sachverhalt mit einer Ausweitung der Zinsdifferenz (Spread) etwa zu deutschen Staatspapieren. Ganz im Hintergrund wirkt hierbei die no-bail out Klausel&lsquo; (Art. 104b EGV), d.h. kein anderes Land bzw. die Eurozone insgesamt w&uuml;rde im Falle eines Staatsbankrotts diesen L&auml;ndern zu Hilfe eilen. Die Sonntagsveranstaltung W&auml;hrungsunion ist vorbei. Es r&auml;cht sich, dass sich einige L&auml;nder voreilig, bei einer kaum ausgepr&auml;gten europ&auml;ischen Solidarit&auml;t, einer durch die WU intensivierten Strategie des &sbquo;survival of the fittest&lsquo; unterworfen haben.<\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman &uuml;ber die Bad Bank: Wall Street Voodoo<\/strong><br>\nRecent news reports suggest that many influential people, including Federal Reserve officials, bank regulators, and, possibly, members of the incoming Obama administration, have become devotees of a new kind of voodoo: the belief that by performing elaborate financial rituals we can keep dead banks walking.\n<p>What I suspect is that policy makers &mdash; possibly without realizing it &mdash; are gearing up to attempt a bait-and-switch: a policy that looks like the cleanup of the savings and loans, but in practice amounts to making huge gifts to bank shareholders at taxpayer expense, disguised as &ldquo;fair value&rdquo; purchases of toxic assets. <\/p>\n<p>Why go through these contortions? The answer seems to be that Washington remains deathly afraid of the N-word &mdash; nationalization. The truth is that Gothamgroup and its sister institutions are already wards of the state, utterly dependent on taxpayer support; but nobody wants to recognize that fact and implement the obvious solution: an explicit, though temporary, government takeover.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/01\/19\/opinion\/19krugman.html?_r=1&amp;partner=rssnyt&amp;emc=rss\">Krugmans Blog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das ist durchaus auch f&uuml;r die deutsche &bdquo;Bad bank&ldquo;-Diskussion von Relevanz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>London verzichtet elegant auf &bdquo;Bad Bank&ldquo;<\/strong><br>\nEine klassische Bad Bank h&auml;tte den britischen Banken alle faulen Wertpapiere und Kredite abgekauft, und diese Schuldtitel in besseren Zeiten wieder auf den Markt geworfen. Die jetzige L&ouml;sung sieht vor, dass die Banken ihre faulen Kredite und Ramschpapiere offenlegen und sie gegen eine Geb&uuml;hr gegen Zahlungsausf&auml;lle und Verluste absichern. Das hat zwei Vorteile: Zum einen entf&auml;llt das Hickhack um die Frage, welchen Preis der Staat f&uuml;r die toxischen Wertpapiere zahlen soll. Eine Frage, die sich im aktuellen Chaos an den Finanzm&auml;rkten kaum beantworten l&auml;sst. Zum anderen muss der Staat weniger Geld in die Hand nehmen. Er muss die toxischen Papiere ja nicht kaufen, sondern nur garantieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/handelsblatt-kommentar\/london-verzichtet-elegant-auf-bad-bank;2129406\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesbanken betreiben Privatbank f&uuml;r Reiche in der Schweiz <\/strong><br>\nVon der Bundesregierung muss sich die Schweiz oft harsche Kritik gefallen lassen &ndash; dabei betreiben zwei deutsche Landesbanken nach SPIEGEL-Informationen selbst eine Privatbank in der Steueroase. Die Zielgruppe: wohlhabende Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,600523,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum hat niemand die Krise kommen sehen?<\/strong><br>\nWer die Subprime-Krise verstehen will, muss verstehen, warum Banken, Ratingagenturen und Investoren so kalt von den steigenden Zahlungsausf&auml;llen bei Subprime-Hypotheken &uuml;berrascht wurden. Vier &Ouml;konomen der US-Notenbank haben daher die Krise nachgespielt &ndash; und kommen zu einem erstaunlich klaren Ergebnis. H&auml;tten Banken, Ratingagenturen und K&auml;ufer der Wertpapiere, die mit diesen Krediten besichert waren, die Ausfallrisiken nicht so krass untersch&auml;tzt, w&auml;re es nach Ansicht der Fed-&Ouml;konomen nicht zu einer Krise dieses Ausma&szlig;es gekommen. Denn wer damit rechnet, dass ein Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten ger&auml;t, leiht ihm nicht ohne weiteres Geld &ndash; zumindest nicht ohne Sicherheiten und nicht zu g&uuml;nstigen Konditionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2128897,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dass niemand die Krise habe kommen sehen, stimmt nicht. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verschuldung : Die wahre S&uuml;nde &ndash; bei der FDP<\/strong><br>\nSchulden &ndash; ein M&uuml;hlstein f&uuml;r die Jugend ? Wenn jetzt die Wirtschaft&nbsp;an die Wand f&auml;hrt, wird sie auch nicht gl&uuml;cklich.\n<p>Im &uuml;brigen stehen &ouml;ffentlichen Verbindlichkeiten immer entsprechende Forderungen gegen&uuml;ber. Diese Bundeswertpapiere werden mit den Schulden vererbt. Die Zinsen zahlen die zuk&uuml;nftigen Steuerzahler an die k&uuml;nftigen Wertpapierbesitzer. Diese Umverteilung ber&uuml;hrt die Frage der Gerechtigkeit innerhalb der Generationen. Aber das ist f&uuml;r die FDP offenbar kein Thema. Von Mario M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1661542_Die-wahre-Suende.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Weniger Markt, billigere Gesundheit<\/strong><br>\nIhre Gesundheit treibt die amerikanischen B&uuml;rger zunehmend in den finanziellen Ruin. Jeder f&uuml;nfte US-Haushalt hat inzwischen einer Umfrage vom Oktober vergangenen Jahres zufolge Gesundheitsschulden von mehr als 1 000 Euro. 47 Prozent der Amerikaner &ndash; also fast die H&auml;lfte &ndash; gaben an, dass mindestens ein Mitglied ihrer Familie aus Kostengr&uuml;nden auf dringende Behandlungen oder Arzneimittel verzichtet. Die Ursache der hohen Verwaltungskosten ist ausgerechnet das durch und durch amerikanische Ideal freier M&auml;rkte. Im Falle der Krankenversicherung versagt es kl&auml;glich. Nachgewiesen haben dies bereits viele, oft auch marktliberale &Ouml;konomen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2009\/0119\/wirtschaft\/0037\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerzahler haftet f&uuml;r Gaslager<\/strong><br>\nEin Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium soll die Speicherung von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken regeln. Sollte er Wirklichkeit werden, w&auml;ren die Energiekonzerne gut bedient. Geht es nach dem Bundeswirtschaftsministerium, werden die Energieversorger einen Freibrief f&uuml;r ihre k&uuml;nftigen Kohlendioxidlager unter der Erde bekommen. Denn die Allgemeinheit soll haften, wenn aus vollen Lagern Kohlendioxid (CO2) entweicht oder andere Sch&auml;den entstehen. Das zumindest sieht ein Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium vor, der der taz vorliegt und der den Vorgaben der Europ&auml;ischen Union widerspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/steuerzahler-haftet-fuer-gaslager\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehdorns rollende Fastenkur<\/strong><br>\nWer seine Speckr&ouml;llchen von den Weihnachtsfeiertagen loswerden m&ouml;chte, sollte mit der Deutschen Bahn fahren. Die verordnet ihren Passagieren derzeit eine ungewollte Fastenkur. In den Intercity- (IC) und Eurocity-Z&uuml;gen (EC) fehlen immer &ouml;fter die Bordbistros. Seit Jahreswechsel m&uuml;ssen immer mehr Fahrg&auml;ste bei ihrer Fahrt mit einem IC oder EC auf das Bordbistro verzichten. Lediglich die Passagiere der ICEs kommen noch regelm&auml;&szlig;ig in den Genuss eines Bordbistros. Wer mit einem IC oder EC reist, sollte sich also mit Reiseproviant ausr&uuml;sten &ndash; im Zug selbst ist Schmalhans K&uuml;chenmeister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.regensburg-digital.de\/?p=2118\">Regensburg Digital<\/a><\/li>\n<li><strong>Tourismus-Boom in Berlin: Sch&ouml;ner Schein<\/strong><br>\nSchuften f&uuml;r wenig Geld: Der Tourismus in Berlin boomt, aber die Besch&auml;ftigten haben davon nichts. Immer mehr Hotels entstehen, j&auml;hrlich werden neue G&auml;sterekorde vermeldet. F&uuml;r sein Geld bekommt der Gast in der Hauptstadt am meisten Kultur, das beste Nachtleben und die g&uuml;nstigsten Zimmer, sagt Berlins oberster Tourismuswerber Burkhard Kieker. Mit dem Slogan &bdquo;Value for money&ldquo; (etwa: Hier gibt&rsquo;s was f&uuml;rs Geld) will er 2009 werben.\n<p>Doch der Boom geht nach Auffassung der Gewerkschaft Nahrung&ndash;Genuss&ndash;Gastst&auml;tten (NGG) vielfach auf Kosten der Mitarbeiter. &bdquo;Nach au&szlig;en wird eine Glitzerfassade aufgebaut, aber in den Betrieben sind die Bedingungen oft zum Kotzen&ldquo;, sagt Gewerkschafts-Sekret&auml;r Sebastian Riesner. Er sch&auml;tzt, dass in weniger als 20 Prozent der Gastst&auml;tten und maximal der H&auml;lfte aller Hotels nach Recht und Gesetz gearbeitet wird. Vielfach w&uuml;rden Mitarbeiter zu Schwarzarbeit gen&ouml;tigt, unter Tarif bezahlt und in &bdquo;Schnupperwochen&ldquo; ohne Lohn besch&auml;ftigt. Sie m&uuml;ssten willk&uuml;rlich festgelegte Arbeitszeiten und zu wenig Urlaub akzeptieren sowie regelm&auml;&szlig;ig Mehrarbeit leisten, die nicht honoriert werde. &bdquo;Eines der Haupt&uuml;bel vor allem in der Gastronomie ist die Schwarzarbeit&ldquo;, sagt Riesner. Egal ob Club, Kneipe oder Nobelrestaurant &ndash; die Besch&auml;ftigten erhielten oft Vertr&auml;ge mit sehr geringem Lohn. Riesner: &bdquo;Den Rest gibt&rsquo;s nach BAT, das hei&szlig;t bei uns Bar Auf Tatze.&ldquo; Doch von der Methode &bdquo;brutto gleich netto&ldquo; profitiere nur der Arbeitgeber, der Steuern und Abgaben spare. Der Besch&auml;ftigte stelle irgendwann fest, dass er nur wenig Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegegeld sowie ein kleine Rente erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/berlin\/118666\/index.php\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank widerlegt Kreditklemmenthese<\/strong><br>\nDie deutschen Banken stehen in der Kritik: Politiker wie EU-Industriekommissar G&uuml;nter Verheugen werfen den Instituten vor, nicht gen&uuml;gend Kredite zu vergeben. Die Bundesbank zeigt in einer Analyse, dass die Vorw&uuml;rfe &uuml;berzogen sind.\n<p>Die Deutsche Bundesbank sieht keine Anzeichen f&uuml;r eine Kreditklemme hierzulande. In einer Untersuchung in ihrem am Montag vorgestellten Monatsbericht f&uuml;r Januar kommt sie zwar zum Schluss, dass es &ldquo;gewisse Hinweise auf angebotsseitige restriktive Effekte auf die Kreditentwicklung gebe&rdquo;. Eine allgemeine Kreditverknappung sei aber nicht festzstellen: &ldquo;Eine Versch&auml;rfung der Kreditstandards in konjunkturellen Schw&auml;chephasen stellt keine untypische Reaktion des Angebotsverhaltens dar&rdquo;, schreiben die Bundesbank-Experten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Nach-Bankenschelte-Bundesbank-widerlegt-Kreditklemmenthese\/462700.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Arztbehandlung nur gegen Barkasse?<\/strong><br>\n<a href=\"upload\/pdf\/090120Streitzeit%2001%20-%20Arzthonorare.pdf\">Streitzeit Nr. 1 des DGB Bayern [PDF &ndash; 312 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Herz f&uuml;r Anleger <\/strong><br>\nIm Steuerparadies Jersey ist die Welt in Ordnung. &ldquo;Bailiwick of Jersey&rdquo; ist der offizielle Name der formell unabh&auml;ngigen, aber als Kronbesitz (crown dependency) dem Vereinigten K&ouml;nigreich zugeh&ouml;rigen Kanalinsel, die 20 Kilometer vor der franz&ouml;sischen K&uuml;ste liegt. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist weltweit das dritth&ouml;chste nach dem von Luxemburg und den Bermudas. Nach Angaben des Finanzanalysten Martin Sullivan &uuml;berstieg das Gesamtanlagevolumen auf Jersey 2006 erstmals 500 Milliarden Pfund (625 Milliarden Euro).(2) Aber das ist nat&uuml;rlich nur ein Bruchteil der 11 500 Milliarden Dollar (9 200 Milliarden Euro), die die Reichsten der Welt in den Steuerparadiesen angeh&auml;uft haben. \n<p>Zwischen diesen Steuerparadiesen herrscht ein verbissener Wettbewerb, in dem sich Jersey bislang gut behaupten kann. Bis 2007 wurden die Gewinne ausl&auml;ndischer Unternehmen schon ungew&ouml;hnlich gering besteuert. Als dann die Isle of Man als gr&ouml;&szlig;te regionale Konkurrentin von Jersey die Besteuerung ausl&auml;ndischer Gesellschaften ganz abschaffte, zog Jersey sofort nach. Heute zahlen die multinationalen Konzerne keinen Cent mehr. Inzwischen lockt die Insel mit weiteren Erleichterungen speziell Hedgefonds an. Seit dem 1. Januar 2008 kann jeder, der mindestens eine Million Dollar mitbringt, mittels einer ma&szlig;geschneiderten Mantelgesellschaft auf den Risikom&auml;rkten spekulieren. Daf&uuml;r ist weder eine Genehmigung n&ouml;tig, noch wird die neue Gesellschaft in irgendeiner Weise kontrolliert. <\/p>\n<p>&ldquo;Es stimmt&rdquo;, erkl&auml;rt Geoff Cook, Generaldirektor von Jersey Finance Limited, &ldquo;dass bei uns die Reichen weniger Steuern zahlen als die Armen. Aber das r&uuml;hrt von einer kulturellen Differenz. Bei Ihnen denken die Leute, dass die Reichen nur wegen ihrer Steuern wichtig sind. Hier haben sie andere M&ouml;glichkeiten, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen, zum Beispiel, indem sie wohlt&auml;tige Dinge tun.&rdquo; Mit gro&szlig;em Eifer erl&auml;utert der Marketingchef von Jersey das Steuersystem der Insel: Alle zahlen 20 Prozent, au&szlig;er die ganz Reichen. F&uuml;r die gilt ein Staffelrabatt, der sich mit der Gr&ouml;&szlig;e des Verm&ouml;gens erh&ouml;ht: &ldquo;Die Reichsten zahlen 20 Prozent auf die erste halbe Million, und dann schrittweise immer weniger.&rdquo; Das hei&szlig;t, dass sie f&uuml;r einen Teil ihrer Anlagen gar nichts mehr zahlen. Um noch mehr Milliard&auml;re auf dieses Fleckchen Erde zu locken, hat sich die Regierung von Jersey eine neue Steuerklasse einfallen lassen. Die &ldquo;1 (k) 1&rdquo; erm&ouml;glicht es den liebsten B&uuml;rgern des Landes, ihren Steuersatz direkt mit den Finanzbeh&ouml;rden auszuhandeln. Mit den meisten einigt man sich auf 0 Prozent. Die zahlen daf&uuml;r eine Jahrespauschale von 100 000 Pfund (116 000 Euro). Au&szlig;erdem m&uuml;ssen sie sich &ldquo;verpflichten, ihrem Aufnahmeland etwas Gutes zu tun, indem sie f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Zwecke spenden&rdquo;, erl&auml;utert Geoff Cook mit sichtlichem Stolz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2008\/12\/12.mondeText.artikel,a0035.idx,9\">Le Monde Diplomatique<\/a><\/p>\n<p><strong>Fortis auf Jersey <\/strong><br>\nNach der Pleite des Finanzkonzerns Fortis Anfang Oktober bleibt von dem belgisch-niederl&auml;ndischen Unternehmen nicht nur die fl&uuml;chtige Erinnerung an einen Banken- und Versicherungsriesen, den die Finanzkrise kalt erwischt hat: Fortis hinterl&auml;sst seinen neuen Eignern auch eine stattliche Zahl von Filialen in diversen Steuerparadiesen. Das Center for Research on Multinational Corporations listet sage und schreibe 300 Unternehmen an den besten Offshore-Finanzpl&auml;tzen der Welt auf.(1) Einige machen keinen Hehl aus ihrer Verbindung zum Mutterkonzern, so etwa Fortis Intertrust (Britische Jungferninseln), Fortis Investment Management (Kaiman-Inseln), Fortis Commercial Finance (Luxemburg), Fortis Private Wealth Management (Niederl&auml;ndische Antillen) und Fortis Foreign Fund Service (Schweiz). Bei den meisten ist die Verbindung allerdings nicht so offenkundig. Die Liste der Filialen mit exotischen Adressen ist zehn Seiten lang. Auf ihr stehen unter anderem Jeb Ltd. (Liberia), Comanche Ltd. (Bahamas), Jasmette Valley Inc. (Liechtenstein), Swilken Holdings (Panama). <\/p>\n<p>Ein solches Finanzimperium ist an sich nichts Besonderes. &ldquo;In den letzten zehn Jahren haben alle gro&szlig;en Banken ein un&uuml;bersichtliches Filialnetzwerk in den Steuerparadiesen aufgebaut. Damit k&ouml;nnen sie einen Teil ihrer Gesch&auml;fte verschleiern, Kontrollen umgehen und viele Aktiva verstecken&rdquo;, schreibt die schottische Zeitung Sunday Herald.(2) Geht es hier nur um Lappalien, oder weshalb haben sich die Beh&ouml;rden bislang nicht mit diesen Firmenkonstruktionen besch&auml;ftigt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2008\/12\/12.mondeText.artikel,a0036.idx,8\">Le Monde-Diplom.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das lassen wir alles innerhalb der EU zu.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Dani Rodrik : Zeit f&uuml;r Experimente<\/li>\n<li> Spaniens Kreditw&uuml;rdigkeit herabgestuft<\/li>\n<li>Paul Krugman &uuml;ber die Bad Bank: Wall Street Voodoo<\/li>\n<li>London verzichtet elegant auf &bdquo;Bad Bank&ldquo;<\/li>\n<li>Landesbanken betreiben Privatbank f&uuml;r Reiche in der Schweiz <\/li>\n<li>Warum hat niemand die Krise kommen sehen?<\/li>\n<li>Verschuldung : Die wahre S&uuml;nde &ndash; bei der<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3714\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3714","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3714\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}