{"id":3715,"date":"2009-01-21T08:57:52","date_gmt":"2009-01-21T07:57:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3715"},"modified":"2009-01-21T14:32:56","modified_gmt":"2009-01-21T13:32:56","slug":"hinweise-des-tages-814","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3715","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: <\/p><ul>\n<li>Obamas Antrittsrede: &ldquo;Hoffnung statt Furcht&rdquo; <\/li>\n<li>Stephan Hebel: Gut b&uuml;rgerlich<\/li>\n<li>SPD erw&auml;gt jetzt, die Linkspartei zu &ldquo;vernichten&rdquo;<\/li>\n<li>Lucas Zeise &ndash; Alle Banken an den Staat<\/li>\n<li>Die Angst vorm Staatsbankrott<\/li>\n<li>Crash weitet sich aus<\/li>\n<li>Gro&szlig;britannien: Auf dem falschen Dampfer<\/li>\n<li>Stolperfalle Schuldenbremse<\/li>\n<li>Der Bund sollte konsequent agieren<\/li>\n<li>Kaum sitzt Hessens CDU wieder fest im Sattel, schon schreitet der Flughafenausbau voran<\/li>\n<li>Wie eine ARGE einen Analphabeten in die Obdachlosigkeit treibt<\/li>\n<li>Tarifpolitik in der Finanzmarktkrise<\/li>\n<li>Metro baut 15.000 Stellen ab<\/li>\n<li>Unzufriedenheit in Ostdeutschland gewachsen<\/li>\n<li>Will Gro&szlig;e Koalition am Wohngeld sparen?<\/li>\n<li>Muss die Rente unsicher sein?<\/li>\n<li>Keine Gedankenverbrechen in das deutsche Strafrecht<\/li>\n<li>Wie frei darf die freie Meinung sein?<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3715&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Obamas Antrittsrede: &ldquo;Hoffnung statt Furcht&rdquo; <\/strong><br>\nDass wir uns inmitten einer Krise befinden, ist nur zu klar. Unsere Nation ist im Krieg gegen ein weitreichendes Netzwerk von Gewalt und Hass. Unsere Wirtschaft ist stark geschw&auml;cht, eine Folge von Gier und Verantwortungslosigkeit einiger, aber auch weil wir gemeinsam versagt haben, harte Entscheidungen zu treffen und die Nation auf ein neues Zeitalter vorzubereiten. Viele verloren ihr Zuhause, Arbeitspl&auml;tze wurden vernichtet, Gesch&auml;fte mussten schlie&szlig;en. Unser Gesundheitssystem ist zu teuer, zu viele bestehen in unseren Schulen nicht. Und mit jedem Tag wird es deutlicher: Unser Energieverbrauch st&auml;rkt unsere Gegner und bedroht unseren Planeten.\n<p>Aber die Krise hat uns daran erinnert, dass die M&auml;rkte ohne Aufsicht au&szlig;er Kontrolle geraten k&ouml;nnen und dass eine Nation ihren Wohlstand nicht mehren kann, wenn sie nur die Wohlhabenden bevorzugt. Der Erfolg unserer Wirtschaft war nie nur von der Gr&ouml;&szlig;e unseres Bruttosozialprodukts abh&auml;ngig, sondern von der Teilhabe am Wohlstand; von unserer F&auml;higkeit, jedem Willigen Chancen zu er&ouml;ffnen &ndash; nicht aus F&uuml;rsorge, sondern weil es der sicherste Weg zu unserem gemeinsamen Wohl ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-602483,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Obama beschw&ouml;rt den Mythos der Gr&uuml;nderv&auml;ter, den &bdquo;amerikanischen Traum&ldquo;, und den Stolz der Amerikaner auf die &bdquo;m&auml;chtigste Nation&ldquo;. Es ist ein Nationalismus, der sich nicht als solchen versteht, es ist geradezu eine Ersatzreligion mit religi&ouml;sem Segen (wie man bei den Inaugurationsfeierlichkeiten beobachten konnte). <\/em><\/p>\n<p>Er will Amerika &bdquo;wieder neu errichten&ldquo; und will &bdquo;F&uuml;hrung (in der Welt) einmal mehr &uuml;bernehmen&ldquo;. Es ist der an den amerikanischen Puritanismus erinnernde Sendungsglauben der Auserw&auml;hltheit und des Erfolgsethos nach innen und au&szlig;en. <\/p>\n<p>Er will die Nation &bdquo;auf ein neues Zeitalter vorbereiten&ldquo; &ndash; nicht gerade ein bescheidenes Ziel. <\/p>\n<p>Der amerikanische Mythos ging historisch leider immer auch einher mit dem Widerspruch zwischen dem Ideal und der Wirklichkeit. Man kann nur hoffen, dass Obama die Wirklichkeit wenigstens ein St&uuml;ck weit hin zum Ideal ver&auml;ndern kann. Sein Vorg&auml;nger Bush hat die Ma&szlig;st&auml;be ins Bodenlose sinken lassen, von daher kann es eigentlich nur besser werden.<\/p>\n<p>Man glaube allerdings nicht, dass das Gesellschaftsbild Obamas, dem des europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaates mit seinen sozialen Rechten entspricht. Es ist das amerikanische Bild, dass jeder, der sich anstrengt, gleiche Chance haben soll, aber nicht das Ideal, dass die Gesellschaft auch dazu beitragen muss, dass jeder auch gleiche Chancen hat.<\/p>\n<p>Bei aller Bewunderung, dass ein Angeh&ouml;riger einer Bev&ouml;lkerungsgruppe amerikanischer Pr&auml;sident werden konnte, die noch vor wenigen Jahrzehnten unter unmenschlicher gesellschaftlicher Diskriminierung leiden musste, sollte nicht vergessen werden, dass der Aufstieg eines einzelnen, die amerikanische Gesellschaftsstrukturen noch nicht ver&auml;ndert hat.<br>\nDass nach der Amtseinf&uuml;hrung die B&ouml;rsenkurse an der Wall Street gefallen sind, ist ein Indiz daf&uuml;r, auf welche Widerst&auml;nde sich Obama bei seinem &bdquo;Neuanfang&ldquo; einstellen muss. <\/p>\n<p>Ein neuer Pr&auml;sident ist im Amt, die Hoffnungen von Millionen richten sich auf ihn. Doch die Machtstrukturen in der amerikanischen Gesellschaft und vor allem im politischen System sind geblieben.<\/p>\n<p>Obama geht einen schweren Gang. Er kann nur auf diejenigen bauen, die ihre Begeisterung auf ihn richten. Und er hat gro&szlig;e Hoffnungen auf sich gelenkt, umso gr&ouml;&szlig;er ist die Gefahr von Entt&auml;uschungen.<\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Norman Birnbaum: Seien Sie gegr&uuml;&szlig;t, Herr Pr&auml;sident!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F01%2F20%2Fa0115&amp;cHash=467815fbed&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Hebel: Gut b&uuml;rgerlich<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb hei&szlig;t jetzt wieder &ldquo;b&uuml;rgerliche Mehrheit&rdquo; &ndash; Union und FDP h&auml;tten gern ein Monopol auf b&uuml;rgerliche Tugenden. Die Konkurrenz darf sich das nicht bieten lassen. Erstaunlich eigentlich, dass sich Deutschlands demokratische Rechte mit einem Begriff aus dem 19. Jahrhundert identifiziert: Sp&auml;testens seit der Hessenwahl am vergangenen Sonntag vergeht kein Auftritt von CDU und FDP, ohne dass es f&auml;llt, das angestaubte Zauberwort: &ldquo;b&uuml;rgerliche Parteien&rdquo; nennen sie sich selbst.\n<p>Dieses Kalk&uuml;l darf nicht aufgehen. All diejenigen, die anders als Union und FDP f&uuml;r eine gerechtere Verteilung gesellschaftlicher Reicht&uuml;mer eintreten, f&uuml;r konsequenten Umwelt- und Klimaschutz, f&uuml;r Chancengleichheit durch Bildung, f&uuml;r m&ouml;glichst friedliche Konfliktl&ouml;sung, kurz: f&uuml;r die gro&szlig;e B&uuml;rgertugend der Verantwortung f&uuml;r Mitmenschen und nachfolgende Generationen &ndash; sie alle d&uuml;rfen sich nicht ausgrenzen lassen. Sie alle geh&ouml;ren nicht in die linke Schmuddelecke, denn sie bilden die Mitte einer im besten Sinne b&uuml;rgerlichen Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1662614_Gut-buergerlich.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD erw&auml;gt jetzt, die Linkspartei zu &ldquo;vernichten&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Debakel bei der Hessen-Wahl greift die SPD zu drastischen Mitteln. Der nordrhein-westf&auml;lische SPD-Bundestagsabgeordnete Reinhard Schultz verlangt von seiner Partei, die Linke mit allen Mitteln &ldquo;zu bek&auml;mpfen und zu vernichten&rdquo;. Schultz begr&uuml;ndet den Schritt mit Parallelen der Linken zur rechtsextremen NPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3057134\/SPD-erwaegt-jetzt-die-Linkspartei-zu-vernichten.html?print=yes\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H. Jack:<\/strong><br>\nDie Kampagne gegen rot-rot-gr&uuml;n l&auml;uft. Ganz im Sinne der CDU\/CSU, der FDP und zumindest des rechten Fl&uuml;gels der SPD wird in den Mainstream-Medien Front  gegen ein &bdquo;linkes B&uuml;ndnis&ldquo; gemacht. Ziel ist es nat&uuml;rlich im Endeffekt bei den anstehenden Wahlen jegliche Mehrheit ohne die CDU\/CSU oder FDP  zu verhindern und besser noch einen Wahlsieg f&uuml;r CDU\/CSU und FDP herbeizuf&uuml;hren.  Und es k&ouml;nnte aufgehen. W&auml;hrend die Protagonisten im linken Lager als Einzelk&auml;mpfer und fast schon zerstrittener Haufen in den Wahlkampf gehen, demonstrieren CDU\/CSU und FDP schon vor den Wahlen Einigkeit. <\/em><\/p>\n<p>Hessen k&ouml;nnte als Demonstration f&uuml;r ein Scheitern von rot-rot-gr&uuml;n gelten, ohne dabei auf die Hintergr&uuml;nde und Einzelheiten einzugehen. <\/p>\n<p>&Uuml;bersehen wird dabei sicherlich gerne, dass ausgerechnet die Gr&uuml;nen, trotz Zusammenarbeit (Tolerierung) mit den Linken, Stimmen dazu gewonnen haben.<\/p>\n<p>Bef&uuml;rworter von rot-rot-gr&uuml;n werden in den kommenden Monaten voraussichtlich wenig M&ouml;glichkeiten bekommen, sich in den Medien daf&uuml;r einzusetzen. Die &bdquo;Wortbruch-Kampagne&ldquo; war ein eindrucksvolles Beispiel daf&uuml;r, wie die Presse mit einem Linksb&uuml;ndnis in Westdeutschland oder auch auf Bundesebene umgeht.<\/p>\n<p>In der SPD hat zumindest der  Kurs der Mainstream-Medien  gegen ein Linksb&uuml;ndnis, wie das Beispiel Reinhard Schultz wieder zeigt, Wirkung gezeigt. <\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise &ndash; Alle Banken an den Staat<\/strong><br>\nVon Verstaatlichung der Banken mag anderswo die Rede sein. In Deutschland finden derartige Ungeheuerlichkeiten nicht statt. Dem widerspricht auch nicht die &Uuml;bernahme von 25 Prozent plus einer Aktie an den Stimmrechten der Commerzbank. Werden die beiden stillen Einlagen von je gut 8 Mrd. Euro dazugerechnet, h&auml;lt der Staat nun &uuml;ber 50 Prozent am Eigenkapital der zweitgr&ouml;&szlig;ten Bank des Landes. Dennoch versichern Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck, dass es ihnen nicht um Einflussnahme auf die Gesch&auml;ftspolitik der Bank geht.\n<p>Die kluge, einfache und relativ preiswerte L&ouml;sung pr&auml;sentiert Willem Buiter, Professor an der London School of Economics und fr&uuml;her Mitglied im Entscheidungsgremium der Bank von England. Sie besteht darin, alle Banken des Landes komplett zu verstaatlichen. Buiter weist darauf hin, dass die bisherigen Teilverstaatlichungen und Kreditspritzen die Banken nicht aus ihrem halbtoten Zustand erwecken konnten und auch k&uuml;nftig nicht werden. Die Komplett&uuml;bernahme, so Buiter, w&auml;re billig im Vergleich zu den riesigen Betr&auml;gen, die nun aufgewendet werden, um sie zu st&uuml;tzen. Am Beispiel Commerzbank wurde uns das vorgef&uuml;hrt. Die Bank w&auml;re f&uuml;r 4 bis 5 Mrd. Euro an der B&ouml;rse komplett zu kaufen, w&auml;hrend sich die Zusch&uuml;sse aus Berlin nun auf mehr als 18 Mrd. Euro belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Alle-Banken-an-den-Staat\/462936.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Staat pr&uuml;ft Mehrheits&uuml;bernahme der HRE<\/strong><br>\nIm Bankensektor ist in diesen Tagen offenbar alles m&ouml;glich: Erst steigt der Bund mit 25 Prozent bei der Commerzbank ein, dann &uuml;ber die Deutsche Post indirekt bei der Deutschen Bank. Nun k&ouml;nnte der Staat sogar die Mehrheit an einer gro&szlig;en Privatbank &uuml;bernehmen: Der Hypo Real Estate geht es offenbar so schlecht, dass der Bund erw&auml;gt, mehr als 50 Prozent aufzukaufen. Eine m&ouml;gliche Beteiligung des Staates am angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate soll gr&ouml;&szlig;er ausfallen als bei der Commerzbank. &bdquo;Wenn man diesen Weg w&auml;hlt, sind 25 Prozent sicher nicht genug&ldquo;, hie&szlig; es gestern in Finanzkreisen. Aus Berlin kamen Signale, dass der Staat die Mehrheit &uuml;bernehmen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/staat-prueft-mehrheitsuebernahme-der-hre;2126363\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Angst vorm Staatsbankrott<\/strong><br>\nNotfallpl&auml;ne f&uuml;r den Fall, dass Euro-L&auml;nder bankrottgehen, gibt es offiziell nicht. Doch &Ouml;konomen rechnen bereits Krisenszenarien durch. Sie rechnen damit, dass Euro-Staaten aufgefangen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Herabstufung-Spaniens-Die-Angst-vorm-Staatsbankrott\/463184.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Deutschland hat dann die Wahl. Wie wahrscheinlich ist es in einem Wahljahr, dass Deutschland europ&auml;ische Hilfspakete schn&uuml;ren wird? Andererseits, kann Deutschland dabei zuschauen, wie durch den Austritt einiger L&auml;nder das Projekt W&auml;hrungsunion in Frage gestellt wird?<\/em><\/p>\n<p><strong>Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Es gibt Hinweise, dass auch die massiven Hilfen f&uuml;r die Hypo Real Estate vor allem deshalb gew&auml;hrt wurde, weil deren irische Tochter Depfa sich stark bei der Staatsfinanzierung etwa in Griechenland engagiert hat und ein Konkurs solche L&auml;nder in gro&szlig;e Schwierigkeiten gebracht h&auml;tte.<\/p>\n<p>Dazu auch: <\/p>\n<p><strong>Heiner Flassbeck: &raquo;Am Ende mu&szlig; irgend jemand daf&uuml;r bezahlen&laquo;<\/strong><br>\nAm &ouml;konomischen Desaster vieler EU-Staaten ist Deutschland schuld. Per Lohndumping wurden die anderen niederkonkurriert. <\/p>\n<p>Wenn man der gr&ouml;&szlig;te Gl&auml;ubiger der Welt sein will, wird man erleben, da&szlig; die Schuldner immer weniger bezahlen k&ouml;nnen. Und schlie&szlig;lich sitzt man auf einem wunderbaren Guthaben, das aber leider nichts mehr wert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/01-21\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Crash weitet sich aus<\/strong><br>\n&raquo;Rettungspakete&laquo; f&uuml;r Finanzsektor in den USA und in Gro&szlig;britannien bislang weitgehend verpufft. Umfang der Ausfallrisiken noch nicht einmal bekannt.\n<p>Der US-Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini, einer der ersten Prognostiker des Finanzdesasters, erkl&auml;rte am Wochenende, dass das unter dem Namen TARP bekannte Hilfspaket der US-Regierung in H&ouml;he von 700 Mil&shy;liarden zur Rettung der Finanzbranche l&auml;ngst nicht mehr ausreicht.<\/p>\n<p>Selbst US-Notenbankchef Ben Bernanke betonte in der vergangenen Woche bei einem Auftritt in London, dass schon bald &raquo;noch mehr staatliche Kapitalspritzen und Garantien notwendig werden&laquo;. Der Ort f&uuml;r seinen Kassandraruf war gut gew&auml;hlt. Die britische Regierung mu&szlig;te mittlerweile eingestehen, dass das erste, international hochgelobte Rettungspaket f&uuml;r Banken nahezu wirkungslos verpufft ist.<\/p>\n<p>Trotz staatlicher Hilfen in H&ouml;he von Hunderten Milliarden k&auml;mpfen heute nicht nur in den USA und in England, sondern auch im Rest Europas wieder zahlreiche Banken akut um ihr &Uuml;berleben. In einer zweiten Runde werden neue staatliche Hilfspakete geschn&uuml;rt. Aber der Finanzspielraum der Staaten ist begrenzt; am Ende sind vielleicht die Zockerbanken gerettet und daf&uuml;r die Staaten pleite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/01-21\/031.php?sstr=Crash|weitet|sich|aus\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Notleidende Banken&ldquo;, das Unwort des Jahres.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien: Auf dem falschen Dampfer<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien scheint man immer noch von den guten alten Zeiten zu tr&auml;umen. Deshalb bleibt eine ehrliche Diagnose der Krisenursachen tabu. In Gro&szlig;britannien sind die Schulden der privaten Haushalte mit 180 Prozent der Einkommen um rund 40 Prozentpunkte h&ouml;her als in den USA, die britischen Banken sind st&auml;rker gehebelt, die Wohnh&auml;user sind deutlicher &uuml;berbewertet, die Wirtschaft ist viel abh&auml;ngiger vom Finanzwesen, und das Budgetdefizit k&ouml;nnte auf 13 Prozent des BIP steigen, meint etwa Credit Suisse. Bleibt nur anzumerken, dass auch die private Sparquote in Gro&szlig;britannien auf vergleichbarer Basis inzwischen unter derjenigen Amerikas liegt, dass der IWF dem Vereinigten K&ouml;nigreich heuer ein relativ h&ouml;heres Leistungsbilanzdefizit vorhersagt als den USA, dass zudem die britischen Firmen recht hoch in der Kreide stehen, dass die Produktion im britischen verarbeitenden Gewerbe im November ungef&auml;hr auf das Niveau der sp&auml;ten 80er gefallen ist und dass die Produktivit&auml;tstrends insgesamt doch eher zweifelhaft anmuten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Das-Kapital-Auf-dem-falschen-Dampfer\/462981.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Stolperfalle Schuldenbremse<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Regierung blieben eher an der Untergrenze des Erforderlichen. &bdquo;Von der Dimension her n&auml;hert man sich den Notwendigkeiten an, aber das Geld wird bei weitem nicht<br>\noptimal genutzt&ldquo;, so Gustav Horn, Wissenschaftlicher Direktor des IMK. Das Programm w&uuml;rde besser wirken, wenn es sich auf wenige wirksame Schwerpunkte konzentrierte wie Investitionen in Infrastruktur und den Kindergeldbonus. Die geplanten Steuer- und Abgabensenkungen hingegen br&auml;chten kaum einen konjunkturellen Effekt.\n<p>Besonders kritisch sehen die Experten die Schuldenbremse, deren Einf&uuml;hrung die Bundesregierung zeitgleich mit der Auflage des zweiten Konjunkturprogramms beschlossen hat.<\/p>\n<p>Mit diesem Instrument k&ouml;nne die Politik nicht mehr stark genug auf konjunkturelle Schwankungen reagieren, so Horn. &bdquo;Sie zwingt sich im schlimmsten Fall selber, die Krise zu versch&auml;rfen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_01_1.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der Bund sollte konsequent agieren&ldquo;<\/strong><br>\nBerlins Finanzsenator Thilo Sarrazin kritisiert im Interview mit dem Handelsblatt den Rettungsplan der Regierung. Stille Einlagen f&uuml;hren zu Verzerrungen, meint der Sozialdemokrat. In der Diskussion um eine &ldquo;Bad Bank&rdquo; empfiehlt der Finanzsenator das schwedische Modell. Handelsblatt: Die Regierung hat im Oktober 2008 ein 500 Mrd. Euro schweres Rettungspaket f&uuml;r die Finanzbranche geschn&uuml;rt. Warum misstrauen sich die Banken untereinander immer noch? \n<p>Sarrazin: Sicherlich hat sich die Vertrauenskrise erst einmal festgefressen. Aber die Regierung hat mit dem staatlichen Rettungsfonds Soffin auch eine unn&ouml;tig &auml;ngstliche, b&uuml;rokratische und letztlich nicht voll zufriedenstellende L&ouml;sung geschaffen. Der Soffin stellt auf Antrag zeitlich begrenzte Garantien f&uuml;r Emissionen zur Refinanzierung zur Verf&uuml;gung. Das bringt die Banken in die schwierige Lage, Probleme zugeben zu m&uuml;ssen. Und das Problem der kurzfristigen Liquidit&auml;t ist auch nicht gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/der-bund-sollte-konsequent-agieren;2130027\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sarrazin wird demn&auml;chst als Finanzsenator aus- und zur Bundesbank umsteigen. Er will wohl, dass die Banken Garantien und Geld bekommen, ohne dass sie ihre Probleme zugeben m&uuml;ssen, sie k&ouml;nnten diese dann heimlich an die Bad Bank (also an den Staat) abschieben.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Kaum sitzt Hessens CDU wieder fest im Sattel, schon schreitet der Flughafenausbau voran<\/strong><br>\nDas Trommelfeuer, das in den letzten Monaten auf Hessens verhinderte SPD-Ministerpr&auml;sidentin Andrea Ypsilanti niederprasselte, hatte sicherlich verschiedene Ursachen, aber eine war sicherlich nicht darunter: Sorge um die politische Moral. Sonst h&auml;tte man ja in den Jahren zuvor der tief in den parteiinternen Spendensumpf involvierten hessischen CDU und ihrem so gerne gegen Minderheiten und Jugendliche hetzenden Chef Roland Koch mindestens die gleiche Behandlung angedeihen lassen m&uuml;ssen.\n<p>Eher ist wohl die Ursache in Ypsilantis Programm zu suchen, das den Interessen der Energiekonzerne und der Frankfurter Flughafenbetreiberin Fraport AG im Wege stand. Doch die Zeiten sind vorbei, und der kommissarische Ministerpr&auml;sident, der am Sonntag von einem knappen Drittel der W&auml;hler wieder ins Amt gew&auml;hlt wurde, hat die Zeit genutzt, um der Fraport AG nach Kr&auml;ften bei ihren Ausbaupl&auml;nen unter die Arme zu greifen.<\/p>\n<p>Derweil ist allerdings beim statistischen Bundesamt zu erfahren, dass der Flugverkehr viel weniger Expandiert, als von der Fraport AG postuliert. Mit 166Millionen Flugg&auml;sten gab es 2008 nur ein Plus von 1,2 Prozent. Das war, so die Statistiker, die niedrigste Wachstumsrate der letzten sechs Jahre. Im Luftverkehr mit dem Ausland, der f&uuml;r Frankfurt entscheiden sein d&uuml;rfte, stieg die Zahl der Flugg&auml;ste gar blo&szlig; um einen Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/122030\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung R.K.:<\/strong> So sieht &uuml;brigens die &bdquo;stabilste Mehrheit seit Jahren&ldquo; (Koch) tats&auml;chlich aus, wenn man sie auf die Gesamtheit der Wahlberechtigten bezieht: CDU 22,7 (37,2); SPD 14,5 (23,7); FDP 9,9 (16,2); Gr&uuml;ne 13,7 (8,3); Linke 3,3 (5,4); Andere 2,3 (3,8); Nichtw&auml;hler 39,0 (0,0) Prozent. CDU und FDP sind also noch nicht einmal von einem Drittel der hessischen W&auml;hler gew&auml;hlt worden.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/hessen_nw_1946_2009v.jpg\" alt=\"Hessen Diagramm\"><\/p>\n<p><em>Siehe zur Wahlbeteiligung auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Heribert Prantl: Der Schlaf der Demokratie<\/strong><br>\nW&uuml;rden die Nichtw&auml;hler wie eine Fraktion gerechnet und die Zahl der zu besetzenden Sitze entsprechend sinken, dann w&auml;ren viele Parlamente nur noch knapp halb so gro&szlig;. Eine halbierte Volksvertretung ist eine prek&auml;re Volksvertretung. Und eine Demokratie, zu der immer mehr Menschen auf Distanz gehen, ist keine inemurische, sondern eine schlechte Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/573\/455250\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Nasskaltes Wetter in Hessen<\/strong><br>\nIn Hessen hat die SPD verloren, die CDU nichts gewonnen &ndash; wer aber auf Jahre nichts mehr gewinnen kann, wer gestern verloren hat, das war die Demokratie. Schon vor der Wahl, n&auml;mlich das ganze Jahr 2008 hindurch, indem man den demokratischen Prozess innerhalb des hessischen Landtages beeinflusste; und erst recht jetzt nach der Wahl, indem man anf&auml;ngt, Geschichtsklitterung schon in die Gegenwart zu hieven, um die Abstrafung der S&uuml;nderin zum Pr&auml;zedenzfall deutscher Politik zu stilisieren. Alles, nur nicht Wahrheit, ist nun Gebot der Stunde. Man bel&auml;stigt die &Ouml;ffentlichkeit mit Ypsilanti-Hetze, man schwingt sich auf, das Wetter zum Stein des fehlenden Anstosses, d.h. zum Grund mangelnden Interesses an der Wahl, zu machen, damit man sich nicht mit wirklichen Problemen befassen mu&szlig;. Das wesentlichste Problem dieser Tage lautet: Warum interessieren sich Menschen nicht mehr daf&uuml;r, ihr demokratisches Recht wahrzunehmen? Die Antwort darauf, w&uuml;rde Gestalten wie Koch die existenzielle Grundlage rauben &ndash; also wird dar&uuml;ber nicht gesprochen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/01\/nasskaltes-wetter-in-hessen.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie eine ARGE einen Analphabeten in die Obdachlosigkeit treibt<\/strong><br>\nZwangsr&auml;umung bei Wolfgang Dinse in Greifswald. Die Mietschulden waren zu hoch. Denn Geld und Arbeit hat er schon lange nicht mehr. Kein Einkommen. Nur noch Hartz IV. Aber auch das Arbeitslosengeld II wurde Wolfgang Dinse immer weiter gek&uuml;rzt und schlie&szlig;lich ganz gestrichen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=4293806\/qaj6rn\/index.html\">ARD Report Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=4293806\/pv=video\/gp1=4415388\/nid=233454\/14j61og\/index.html\">ARD Report Mainz (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Tarifrunde 2008: Tarifpolitik in der Finanzmarktkrise<\/strong><br>\nDie Tarifentwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verbessert, aber die steigenden Verbraucherpreise haben gesamtwirtschaftlich letztlich nur ein kleines reales Plus bei den Tarifverdiensten zugelassen. Im Durchschnitt sind die tariflichen Grundverg&uuml;tungen der Besch&auml;ftigten in Deutschland im Jahr 2008 jahresbezogen um 2,9 Prozent gestiegen. Die Lebenshaltungskosten sind im Jahr 2008 durchschnittlich um 2,6 Prozent gestiegen. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt konnte also mit den Tarifsteigerungen ein kleines Reallohnplus von 0,3 Prozent erreicht werden. Bei den effektiven Bruttoeinkommen je Arbeitnehmer\/in sieht die Entwicklung ung&uuml;nstiger aus: Sie sind im vergangenen Jahr nominal lediglich um 2,3 Prozent gestiegen. Real sind die effektiven Bruttoverdienste also um 0,3 Prozent gesunken. Das Jahr 2008 war damit das f&uuml;nfte Jahr in Folge, in dem die Besch&auml;ftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_94177.html\">B&ouml;ckler<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bei den effektiven Bruttoeinkommen je Arbeitnehmer\/in werden die Besch&auml;ftigten einbezogen, die nicht nach Tarif bezahlt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Metro baut 15.000 Stellen ab<\/strong><br>\nDer Handelskonzern Metro setzt auf ein drastisches Sparprogramm und will weltweit etwa 15.000 Arbeitspl&auml;tze abbauen. Das Unternehmen teilte mit, der Stellenwegfall solle m&ouml;glichst ohne K&uuml;ndigungen erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-602282,00.html\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Unzufriedenheit in Ostdeutschland gewachsen <\/strong><br>\nDie B&uuml;rger in Ostdeutschland zeigen sich seit dem Jahr 2000 wieder deutlich unzufriedener mit ihrer und der gesellschaftlichen Situation. Gleichzeitig sind ihre Hoffnungen und Erwartungen erneut gesunken. Das geh&ouml;rt zu den Hauptergebnissen des am Dienstag in Berlin vom Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarit&auml;t vorgestellten &bdquo;Sozialreport 2008&ldquo;.<br>\nDie Mehrheit der B&uuml;rger sieht sich der Studie zufolge als Verlierer der Sozialreformpolitik (57 Prozent insgesamt, 67 Prozent der 50- bis 60-J&auml;hrigen, 82 Prozent der Arbeitslosen). Immer mehr B&uuml;rger in Ostdeutschland seien sozial verunsichert. Wer im Osten seine Arbeit verliere, sei viel seltener in der Lage wieder in Arbeit zu kommen und seine bisherige Einkommensposition wieder zu erlangen. F&uuml;r &uuml;ber 35-J&auml;hrige komme Arbeitslosigkeit in der Regel einem sozialen Absturz gleich. F&uuml;r die &uuml;ber 50-J&auml;hrigen sei vor allem ein Wiedereinstieg in berufliche T&auml;tigkeit besonders schwierig. Au&szlig;erdem k&ouml;nne kaum noch etwas f&uuml;r die Altersvorsorge getan werden.\n<p>Nur vier von zehn B&uuml;rgern der neuen Bundesl&auml;nder sehen sich als Gewinner der Vereinigung, mehr als ein Viertel, sehen sich eher als Verlierer (28 Prozent). &ldquo;Nur 22 Prozent der Befragten verstehen sich als &lsquo;richtige Bundesb&uuml;rger&ldquo;. &ldquo;Rund zwei Drittel der B&uuml;rger f&uuml;hlen sich noch nicht v&ouml;llig heimisch in der Bundesrepublik &ndash; bei deutlichen Unterschieden zwischen den Altersgruppen.&rdquo; Vorhandene W&uuml;nsche nach einer &ldquo;Restaurierung&rdquo; von DDR-Verh&auml;ltnissen (11 Prozent) seien &ldquo;vorrangig die Folge von sozialen Gegebenheiten wie Arbeitslosigkeit und Niedrigeinkommen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Themen+und+Menschen-p-1425\/Sozialreport+2008-p-13443.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Will Gro&szlig;e Koalition am Wohngeld sparen?<\/strong><br>\nIm Bundestag wurde still und heimlich schon vor einiger Zeit ein Gesetzentwurf von der Gro&szlig;en Koalition eingebracht, der den Bewohnern von Wohngemeinschaften nicht mehr zugesteht, Wohngeld entsprechend ihrem tats&auml;chlichen Anteil an der Miete zu bekommen. lle Wohngemeinschaften, in denen einer dort wohnenden Anspruch auf Wohngeld hat, h&auml;tten nicht mehr die Freiheit, die Miete zu gleichen Teilen zu bezahlen oder nach einen anderen Modus, der von den Mitgliedern der Wohngemeinschaft festgelegt wird, sondern m&uuml;ssen die Miete unter den Mitgliedern ohne Wohngeldanspruch aufteilen. Erst wenn dann noch etwas f&uuml;r denjenigen zu zahlen &uuml;brig bleibt, der Wohngeldanspruch hat, kann dieser (verringerte) Wohngeldanspruch greifen, wenn dies Gesetz durchkommt. \n<p>Nirgends in Presse, Funk oder Fernsehen wurde dar&uuml;ber berichtet. Offenbar will man hier einen weiteren Beitrag zum Verarmen und Vereinzeln der Bev&ouml;lkerung klammheimlich durchziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/karlweiss.twoday.net\/stories\/5456125\/\">Karl Wei&szlig;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Muss die Rente unsicher sein?<\/strong><br>\nAn orwellsche Sprachregelung erinnert schlie&szlig;lich das vom fr&uuml;heren Minister f&uuml;r Arbeit und Soziales und zuvor stellvertretenden Vorsitzenden der IG Metall, Walter Riester, entwickelte Altersverm&ouml;gensgesetz (AVmG) vom 29. Juni 2001. Es schreibt die Minderung der Rentenanhebung in acht Folgejahren um jeweils 0,65 Prozent vor und sichert den Arbeitgebern eine Beitragsstabilit&auml;t bis zum Jahr 2030 zu. Ihr Beitragsanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung wird eingefroren und soll nicht &uuml;ber elf Prozent steigen. Die entstehende Versorgungsl&uuml;cke im Alter soll durch eine zun&auml;chst noch freiwillige, staatlich gef&ouml;rderte private Vorsorge geschlossen werden. Die vom Versicherten nunmehr allein zu tragenden Beitr&auml;ge stiegen inzwischen alle zwei Jahre von einem Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens im Jahr 2002 bis auf vier Prozent im Jahr 2008. In die als &raquo;Riester-Rente&laquo; bezeichnete Vorsorge fallen Einzahlungen in Pensionsfonds, Pensionskassen oder Direktversicherungen &ndash; frisches Spielgeld f&uuml;r das Finanzkapital, das es unter anderem dazu verwendet, solide Unternehmen aufzukaufen, zu &raquo;restrukturieren&laquo; und mit hohem Gewinn an einen &raquo;strategischen Partner&laquo; weiterzuverkaufen. Dabei wird Personal ausged&uuml;nnt und entlassen, Betriebsrenten werden gek&uuml;ndigt. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Berliner Rede des fr&uuml;heren US-Notenbankchefs Alan Greenspan Mitte Januar 2004, in der er zur Abwendung des sich schon damals abzeichnenden US-Finanzkollaps empfahl, die europ&auml;ischen nationalen Rentenkassen in private Fonds umzuwandeln, die ihre Gelder dann in den USA anlegen k&ouml;nnten. Jeder Beitrag, den ein Versicherter zur privaten Vorsorge leistet, kann so ein Beitrag zum Abbau seines Arbeitsplatzes sein. Zudem werden die Versicherten um den bisher in ihrem Lohn enthaltenen Arbeitgeberanteil gebracht. Zur Rechtfertigung dieses einschneidenden Gesetzes nannte die Regierung die demografische Entwicklung und die &Uuml;bernahme der Zahlungen an sechs Millionen DDR-Rentner &ndash; Gr&uuml;nde, die sachlich nicht haltbar und in fr&uuml;heren Ossietzky-Artikeln widerlegt worden sind. Die wirklichen Gr&uuml;nde f&uuml;r die schwache Finanzdecke der Rentenversicherung sind: skandal&ouml;se Massenarbeitslosigkeit und zu niedrige L&ouml;hne. Aber diese Ursachen werden in den Reden der regierenden Politiker wie auch in den Kommentaren der Konzernmedien ausgeblendet und billigend in Kauf genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/497602e2dbbe3\/1.phtml\">Ossietzky <\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialdemokratische Juristen: Keine Gedankenverbrechen in das deutsche Strafrecht <\/strong><br>\nZum Beschluss des Bundeskabinetts &uuml;ber ein &ldquo;Gesetz zur Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgef&auml;hrdenden Gewalttaten&rdquo; erkl&auml;rt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ), Harald Baumann-Hasske: \n<ul>\n<li>Der Entwurf ist f&uuml;r die ASJ weiterhin inakzeptabel; gegen&uuml;ber dem Referentenentwurf, der im April 2008 vorgestellt wurde, sind lediglich wenige kosmetische &Auml;nderungen zu verzeichnen.<\/li>\n<li>Der Entwurf missachtet die Grenzen des Strafrechts. Das Strafrecht dient dazu, Handlungen mit Sanktionen zu belegen, die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens verletzen. Gedanken und Gesinnungen bleiben f&uuml;r sich genommen straflos, auch wenn sie moralisch verwerflich sind.\n<\/li>\n<li>Der Entwurf missbraucht das Strafrecht f&uuml;r pr&auml;ventivpolizeiliche Zwecke. <\/li>\n<li>Der Entwurf beruft sich auf vermeintliche Bed&uuml;rfnisse der Sicherheitsbeh&ouml;rden, die im einzelnen noch nie &ouml;ffentlich aufgelistet und nachvollziehbar begr&uuml;ndet worden sind. Insbesondere bleibt unbeachtet, dass schon das geltende Strafrecht zahlreiche Tatbest&auml;nde aufweist, die gef&auml;hrliche Vorbereitungshandlungen erfassen.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/de\/aktuell\/pressemitteilungen\/2009\/01\/Keine-Gedankenverbrechen-in-das-deutsche-Strafrecht.html\">spd.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie frei darf die freie Meinung sein?<\/strong><br>\nDie China-Berichterstattung der Deutschen Welle als Lackmustest f&uuml;r die Meinungs- und Pressefreiheit.\n<p>Die Deutsche Welle gilt als mediale Visitenkarte Deutschlands in der Welt. Der Auslandssender der Bundesrepublik Deutschland wird mit Steuermitteln finanziert und sendet sein Programm weltweit und in verschiedenen Sprachen &uuml;ber Kurzwelle und betreibt ein Nachrichtenportal im Internet, das in 30 verschiedenen Sprachen lokalisiert wird. F&uuml;r Aufsehen sorgte im letzten Jahr ein vermeintlicher Skandal um die China-Berichterstattung der Deutschen Welle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29560\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Am Ende:<\/strong>\n<p><strong>Frank-Walter Steinmeier in der Plenarsitzung vom 14.Januar 2009:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Wer nach der Schuld fragt, liegt falsch. Es ist ja so: Weder die Ursachen der Finanzmarktkrise noch die Ursachen der Wirtschaftskrise kommen von hier oder sind hausgemacht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zitiert aus <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btp\/16\/16198.pdf#P.21425\">Bundestagsprotokoll [PDF &ndash; 586 KB]<\/a><\/p>\n<p>Gefunden von: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/?p=937\">weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: <\/p>\n<ul>\n<li>Obamas Antrittsrede: &ldquo;Hoffnung statt Furcht&rdquo; <\/li>\n<li>Stephan Hebel: Gut b&uuml;rgerlich<\/li>\n<li>SPD erw&auml;gt jetzt, die Linkspartei zu &ldquo;vernichten&rdquo;<\/li>\n<li>Lucas Zeise &ndash; Alle Banken an den Staat<\/li>\n<li>Die Angst vorm Staatsbankrott<\/li>\n<li>Crash weitet sich aus<\/li>\n<li>Gro&szlig;britannien: Auf dem falschen Dampfer<\/li>\n<li>Stolperfalle Schuldenbremse<\/li>\n<li>Der Bund sollte konsequent agieren<\/li>\n<li>Kaum sitzt Hessens<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3715\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3715","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3715","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3715"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3715\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3715"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3715"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}