{"id":37171,"date":"2017-02-27T08:40:36","date_gmt":"2017-02-27T07:40:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171"},"modified":"2017-02-27T08:40:36","modified_gmt":"2017-02-27T07:40:36","slug":"hinweise-des-tages-2822","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h01\">S&uuml;ddeutsche Zeitung: Niedertr&auml;chtiger Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h02\">Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h03\">Unsere Freiheit ist in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h04\">Hollands Agenda-Trauma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h05\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h06\">Wachstum durch Freihandel &ndash; Ein Mythos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h07\">Das Gesch&auml;ft mit Bankenrettungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h08\">&bdquo;Super Return&ldquo; in Berlin &ndash; Ringen um Rendite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h09\">Sieg vor Gericht Ford-Leiharbeiter kriegen dicke Nachzahlung &ndash; und treten Lawine los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h10\">Armuts- und Reichtumsbericht: Machtkampf um heikle Passagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h11\">Kaufkraftarmut ballt sich in westdeutschen St&auml;dten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h12\">Bahnchef Grube ging &ndash; Projekt Bahnprivatisierung bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h13\">Wenn Laster an der Oberleitung h&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h14\">Trotz EuGH-Urteil: De Maizi&egrave;re arbeitet weiter an Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h15\">Germany hate crime: Nearly 10 attacks a day on migrants in 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h16\">Liebe Gr&uuml;ne,<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h17\">Ein bitterer Abschied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37171#h18\">Syrian War Propaganda at the Oscars<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>S&uuml;ddeutsche Zeitung: Niedertr&auml;chtiger Journalismus<\/strong><br>\nIn einem &bdquo;Portrait&ldquo; &uuml;ber Sahra Wagenknecht liefert die Journalistin Constanze von Bullion ein Beispiel f&uuml;r niedertr&auml;chtigen Journalismus. Um Sahra Wagenknecht in die N&auml;he der AfD zu r&uuml;cken, ist ihr jedes Mittel recht. Sie schreibt: &bdquo;Trump? Will halt Autobahnen bauen, das sei ja nicht verkehrt, wenn es Jobs schaffe, sagt Wagenknecht zum Beispiel, wenn sie gefragt wird, warum sie den neuen US Pr&auml;sidenten lobt.&ldquo; Man versteht: Hitler hat ja auch Autobahnen gebaut und Wagenknecht, das will Bullion den Lesern suggerieren, benutzt dasselbe Argumentationsmuster, das unverbesserliche Nazis nach dem Kriege benutzten.<br>\nIn Wahrheit hatte Sahra Wagenknecht im Deutschen Bundestag in Bezug auf Trump erkl&auml;rt: &bdquo;Denn immerhin hat der Mann begriffen, dass staatliche Industriepolitik besser ist als billige Dienstleistungsjobs, und dass gegen Krise und marode Infrastruktur nicht K&uuml;rzungspolitik hilft, sondern ein gro&szlig;angelegtes &ouml;ffentliches Investitionsprogramm.&ldquo; Von Autobahnen war nicht die Rede.<br>\nUm die N&auml;he Wagenknechts zur AfD zu belegen, muss auch ihr Ehemann herhalten: &bdquo;Sie heiratete den Ex-Parteichef Oskar Lafontaine, einen ehemaligen Jesuitensch&uuml;ler, der mal erz&auml;hlte, ein nationalsozialistischer Lehrer habe ihn gepr&auml;gt.&ldquo; Abgesehen davon, dass Oskar Lafontaine kein Jesuitensch&uuml;ler war, lautet das Originalzitat eines Buches, auf das sich die SZ-Schreiberin bezieht: &bdquo;Er (gemeint ist Lafontaines Physiklehrer, der wie viele andere Lehrer Mitglied der NSDAP gewesen war) war in den neun Schuljahren eine pr&auml;gende Figur f&uuml;r mich. Er war mitverantwortlich f&uuml;r meine Entscheidung, Physik zu studieren. Ohne seinen Einfluss h&auml;tte ich auch Sprachen oder Jura machen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nEine nationalsozialistische Algebra oder eine nationalsozialistische Einstein-Formel existieren nur in der kranken Phantasie der Constanze von Bullion. Die Journalistin, die als Korrespondentin der S&uuml;ddeutschen Zeitung in Berlin mit gro&szlig;em Eifer die Linke in der LINKEN bek&auml;mpft, liefert hier ein besonderes Beispiel f&uuml;r einen niedertr&auml;chtigen Journalismus, der jeden Anstand vermissen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1333641673363963\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wahlsieger Schulz<\/strong><br>\nEine ARD-Momentaufnahme gibt Hinweise<br>\nWas macht die Linkspartei daraus? (&hellip;)<br>\nGern wird die Qualit&auml;t der Befragungsergebnisse bezweifelt. Aber die Ergebnisse weichen &ndash; das ist zum Beispiel bei den Wahlprognosen sichtbar &ndash; nur wenig von den tats&auml;chlichen Stimmungen ab. Die Manipulation liegt in den Fragen: Welche werden nicht gestellt? Und wie werden sie gestellt? Zum Beispiel ist eine Frage wie &bdquo;Soll Deutschland sich an einem Krieg in der Ukraine beteiligen?&ldquo; nie gestellt worden obwohl die Gefahr gro&szlig; war. Und eine Frage nach dem Bundeswehr-Einsatz in Mali stellte bisher auch keiner. Auch so eine simple Frage wie &bdquo;Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan f&uuml;rs Brunnenbohren sterben?&ldquo; wurde sicherheitshalber nie erhoben. Aber die Fragen zu Schulz-Merkel bieten kaum M&ouml;glichkeiten der F&auml;lschung.<br>\nInteressant im aktuellen Deutschland-Trend ist ein scheinbares Nebenthema: 65 Prozent der Befragten halten es f&uuml;r richtig, wenn Arbeitslose &ndash; wie von Schulz bei einer SPD-Konferenz vorgeschlagen &ndash; l&auml;nger Arbeitslosengeld I bekommen, damit sie nicht in Hartz IV landen. Sogar 67 Prozent finden es auch richtig, dass zeitlich befristete Arbeitsvertr&auml;ge nur noch bei sachlichen Gr&uuml;nden m&ouml;glich sein sollen. Diese unpr&auml;zisen Vorschl&auml;ge von Schulz sind jene Morgenluft, die dem SPD-Kanzlerkandidaten den Aufwind verschaffen. Die W&uuml;nsche der Deutschen werden in den Hartz-Vier-Umfrage-Ergebnissen deutlicher als in den anderen Antworten: Sie w&uuml;nschen sich einen Wechsel zwecks &bdquo;sozialer Gerechtigkeit&ldquo;.<br>\nWas macht die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei im Bundestag aus dieser spannenden Momentaufnahme? Nimmt Die LINKE die SPD beim Wort? Und sei es auch nur, um die Ernsthaftigkeit der Sozialdemokratie &ouml;ffentlich zu testen. Jetzt w&auml;re der Moment, um eine Wechselstimmung in parlamentarische M&uuml;nze umzuwechseln: Ein Gesetzesantrag zur Revision der asozialen Agenda 2010 muss jetzt auf den Tisch des Bundestages. Nicht auf den Wahltag warten! Welche Stimmungen dann herrschen, ist nicht vorhersehbar. Jetzt ist der Moment die wenigen Vorteile einer parlamentarischen Pr&auml;senz f&uuml;r politische Bewegung zu nutzen: In aller &Ouml;ffentlichkeit, die nur ein Parlament und seine angeschlossenen Lautsprecher bieten, eine soziale Forderung zu stellen, die, siehe Umfrage, tats&auml;chlich die Massen bewegt. Mach was draus, LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/wahlsieger-schulz.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Beh&ouml;rde pr&uuml;ft Ermittlungsverfahren gegen Martin Schulz<\/strong><br>\nDie EU-Beh&ouml;rde f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung untersucht umstrittene Zulagen f&uuml;r einen Mitarbeiter des k&uuml;nftigen SPD-Chefs Martin Schulz.<br>\nDas EU-Betrugsbek&auml;mpfungsamt Olaf pr&uuml;ft, ob es wegen der umstrittenen Spesen eines Mitarbeiters des designierten SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz ein offizielles Ermittlungsverfahren er&ouml;ffnen soll. Damit sei aber keinerlei Vorverurteilung verbunden, sagte eine Sprecherin der Beh&ouml;rde dem Hamburger Magazin &bdquo;Stern&ldquo;. Presseberichte &uuml;ber die &bdquo;Besch&auml;ftigungsbedingungen eines bestimmten Bediensteten des Europ&auml;ischen<br>\nParlaments&ldquo; seien dem Amt aber bekannt.<br>\nDie Beh&ouml;rde werde die Informationen nun dahingehend analysieren, &bdquo;ob es einen hinreichenden Verdacht auf Betrug, Korruption oder irgendeine illegale Aktivit&auml;t&ldquo; gebe, die die finanziellen Interessen der EU betreffe, sagte die Sprecherin.<br>\nDer k&uuml;nftige SPD-Vorsitzende Schulz hatte Berichten zufolge nach seiner Wahl zum Pr&auml;sidenten des EU-Parlaments im Januar 2012 pers&ouml;nlich die Weisung erteilt, den kurz zuvor beim Parlament in Br&uuml;ssel eingestellten Berliner SPD-Mann Markus Engels auf Dauerdienstreise nach Berlin zu entsenden. Er solle dort, so Schulz in seinem damaligen Schreiben, &bdquo;meine Aktivit&auml;ten in Deutschland unterst&uuml;tzen&ldquo;. Das brachte dem Mitarbeiter zus&auml;tzliche Zulagen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-innenpolitik\/news\/eu-behoerde-prueft-ermittlungsverfahren-gegen-martin-schulz\/%20\">EurActiv.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ohne diese umstrittenen Vorw&uuml;rfe und nun erfolgte Pr&uuml;fung kleinreden zu wollen: Hat Herr Schulz nicht auch ohne diesen Vorgang ausreichend Fehler begangen? Er ist nicht der &bdquo;kleine Mann&ldquo; von nebenan, sondern geh&ouml;rt dem EU-Establishment und der SPD-Spitze &ndash; u.a. seit 1994 Mitglied des Europ&auml;ischen Parlaments und <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/partei\/personen\/martin-schulz\/\">seit 1999 Mitglied des SPD-Parteivorstandes und Mitglied des Parteipr&auml;sidiums<\/a> &ndash; an.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten begleiten Herrn Schulz seit vielen Jahren kritisch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37165#h16\">Schulz stand im EU-Parlament f&uuml;r Neoliberalismus pur<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37023#h04\">Wof&uuml;r stand Martin Schulz als Pr&auml;sident des EU-Parlamentes?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36756\">Der zweifache Schock: Schulz soll Kanzlerkandidat und obendrein Parteivorsitzender werden.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Mehrheit h&auml;lt Schulz f&uuml;r unglaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nHat sich der Schulz-Effekt abgenutzt? Im Emnid-Sonntagstrend f&auml;llt die SPD erstmals seit seiner Ausrufung als Kanzlerkandidat in der W&auml;hlergunst zur&uuml;ck.<br>\nErstmals seit der Ausrufung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat f&auml;llt die Partei in der W&auml;hlergunst zur&uuml;ck. Im w&ouml;chentlichen &ldquo;Sonntagstrend&rdquo; des Emnid-Instituts f&uuml;r die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; verliert die SPD einen Punkt und kommt auf 32 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit der Union, die gegen&uuml;ber der Vorwoche unver&auml;ndert bleibt. Auch die AfD mit 9 Prozent, die Linke mit 8 und die Gr&uuml;nen mit 7 Prozent verharren auf ihrem bisherigen Stand. Die FDP verbessert sich um einen Punkt auf 7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/umfrage-mehrheit-haelt-schulz-fuer-unglaubwuerdig-a-1010472\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r ein Theater! Es ist noch ein halbes Jahr hin, bis gew&auml;hlt wird und dann interessiert sich kein Mensch mehr f&uuml;r einen &bdquo;Schulz-Effekt&ldquo;, den Meinungsforscher und Journalisten am Anfang des Jahres ausgemacht haben wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unsere Freiheit ist in Gefahr<\/strong><br>\nRechte Populisten und linke Verfechter sozialer Gerechtigkeit sind vom gleichen Schlag. Sie wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben haben.<br>\nSeit Donald Trump seine Angriffe auf den Freihandel und die Gerichte aus dem Wei&szlig;en Haus heraus f&uuml;hrt, ist die Zahl der Verteidiger des liberalen Rechtsstaats sprunghaft angestiegen. Dabei stehen viele dieser Verteidiger Trump inhaltlich n&auml;her, als sie meinen. Manche derjenigen, die sich jetzt &uuml;ber Trump emp&ouml;ren, sind selbst Gegner von Globalisierung und Freihandel. Andere bauschen Armut und wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland mit &bdquo;alternativen Fakten&ldquo; auf, um mehr soziale Gerechtigkeit durchzusetzen.<br>\nSoziale Gerechtigkeit als Ziel der Politik hat im liberalen Rechtsstaat jedoch nichts verloren. Der &Ouml;konom und Sozialphilosoph Friedrich von Hayek hat den liberalen Rechtsstaat als eine Form der gesellschaftlichen Ordnung definiert, in der die Mitglieder der Gesellschaft in gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Freiheit ihre eigenen Ziele verfolgen k&ouml;nnen. Dazu sind als Instrumente der Koordination Regeln n&ouml;tig. Die Regeln der Gesellschaft sind von abstrakter Natur. Sie treten &uuml;blicherweise als Verbote auf, die den Zweck haben, die Freiheit des einen vor &Uuml;bergriffen des anderen zu sch&uuml;tzen. Ohne Regeln best&uuml;nde die Koordination aus einem kr&auml;ftezehrenden Kampf &ndash; und mit konkreten Vorschriften g&auml;be es keine individuelle Freiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mayers-weltwirtschaft\/mayers-weltwirtschaft-unsere-freiheit-ist-in-gefahr-14895213.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.S.:<\/strong> Ein so unverhohlenes Bekenntnis zu neoliberaler Ideologie bekommt man wahrlich selten zu lesen; der Autor scheint auch mit voller Absicht das Grundgesetz zu ignorieren (und noch einiges mehr) bzw. in Frage zu stellen (vgl. Art. 20: &ldquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.&rdquo;)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hollands Agenda-Trauma<\/strong><br>\nAuf dem Papier hat die niederl&auml;ndische Regierung alles richtig gemacht. Die Wirtschaftsdaten gl&auml;nzen. Und doch wird sie abgestraft. Vor allem die Sozialdemokraten.<br>\nEigentlich k&ouml;nnten sich die Mitglieder der liberal-sozialen Regierung in Den Haag auf die Schultern klopften. Weniger als einen Monat vor den Parlamentswahlen kann man vorsichtig prognostizieren: Das Kabinett &ldquo;Rutte II&rdquo;, wie es in den Niederlanden genannt wird, hat die Legislaturperiode &uuml;berstanden. Als erstes seit 20 Jahren.<br>\nHinzu kommt eine gut laufende Wirtschaft, die bei Regierungsantritt 2013 nahezu undenkbar war. Der Haushalt ist erstmals seit der Wirtschaftskrise im Plus, das Wachstum seit 2015 bei rund zwei Prozent. Die Immobilienkrise ist vorbei und die &ndash; traditionell vorsichtigen &ndash; Niederl&auml;nder konsumieren wieder mehr. Die Arbeitslosigkeit in den Niederlanden ist seit 2016 so stark gesunken, wie seit zehn Jahren nicht mehr: aktuell 5,4 Prozent. (&hellip;)<br>\nIm sozialen Bereich wird zugleich auch deutlich, woher die miserablen Umfragewerte der Regierung kommen. Einer aktuellen Erhebung zu Folge wollen 57 Prozent der Befragten zur&uuml;ck zum staatlichen Gesundheitssystem, das 2006 durch eines von konkurrierenden Versicherern ersetzt wurde. Ein Schritt, der noch ganz im Privatisierungsgeist der 1990er Jahre stand, als nicht zuf&auml;llig die gleichen Parteien in Den Haag die Regierung bildeten. Die Umfragewerte der PvdA leiden derweil bis heute unter diesem Kurs, vergleichbar mit dem Trauma der SPD nach der Agenda-Reform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-02\/niederlande-mark-rutte-regierung-sozialdemokraten-armut-praesidentschaftswahl\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck ist der Artikel dann doch etwas differenzierter als der Teaser. &ldquo;die niederl&auml;ndische Regierung [hat] alles richtig gemacht&rdquo; &ndash; wenn man die Verarmung immer gr&ouml;&szlig;er Bev&ouml;lkerungsschichten zum Ziel hat, kombiniert mit der radikalisierten Umverteilung nach oben, denn auch in den letzten drei&szlig;ig Jahren vorher war die Politik sehr neoliberal gepr&auml;gt. Erstaunlich, da&szlig; der Regierung in Umfragen noch die H&auml;lfte der Sitze vom Anfang der Legislaturperiode bleiben; kein Wunder, sondern nur konsequent, da&szlig; die sogenannten Sozialdemokraten von der PvdA mit dem Sch&auml;uble-Klon Dijsselbloem als Finanzminister zwei Drittel ihrer W&auml;hler verlieren. Vor vier Monaten hat der (damalige) PvdA-Parteivorsitzende Samson aus lauter Verzweiflung eine Fusion mit Groenlinks (in etwa das Gegenst&uuml;ck der deutschen Gr&uuml;nen) <a href=\"http:\/\/www.nu.nl\/politiek\/4340669\/samsom-wil-verkiezingen-fusie-pvda-en-groenlinks.html\">gefordert<\/a>. Die PvdA &ldquo;bedauert, das Vertrauen der W&auml;hler verloren zu haben&rdquo;, mu&szlig;te aber &ldquo;zwingend notwendige Reformen mit durchsetzen&rdquo; (wir Deutschen kennen das), und ist auf nur noch 8 Prozent abgest&uuml;rzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Zittern geht weiter<\/strong><br>\nEin Ende des Schuldendramas in Griechenland sei immer noch nicht abzusehen, kommentiert Eric Bonse. Verantwortlich daf&uuml;r seien jedoch die Gl&auml;ubiger und nicht die Griechen. Der Dauerstreit &uuml;ber m&ouml;gliche Schuldenerleichterungen werde auf dem R&uuml;cken der Griechen ausgetragen.<br>\nScheitert Griechenland &ndash; oder ist es doch auf einem guten Weg? Die Meldungen dieser Woche waren widerspr&uuml;chlich. Erst einigte sich die Eurogruppe mit der griechischen Regierung auf neue Einschnitte bei Renten und L&ouml;hnen. Dann hie&szlig; es, das sei aber das letzte Mal gewesen, die Zeit der harten Austerit&auml;t sei ein f&uuml;r allemal vorbei.<br>\nDoch f&uuml;r den Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF reicht das immer noch nicht. Bei einem Besuch in Berlin lie&szlig; IWF-Chefin Christine Lagarde offen, ob sich der Fonds am laufenden dritten Hilfsprogramm beteiligt &ndash; oder auch nicht. Ohne den IWF m&ouml;chte aber auch Kanzlerin Angela Merkel nicht l&auml;nger helfen. Das Zittern geht also weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-das-zittern-geht-weiter.720.de.html?dram:article_id=379840%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Die unendliche Geschichte der griechischen Euro-Rettung<\/strong><br>\nZauberer oder Zauderer? Alexis Tsipras zwischen deprimierenden Daten, neuen Sparma&szlig;nahmen und falschen Versprechen<br>\nBei den Griechenland-Verhandlungen der Eurogruppe gibt es immer noch keinen messbaren Fortschritt. Die Euro-Finanzminister kamen am vergangenen Montag lediglich dar&uuml;ber ein, dass Griechenland nach Verabschiedung neuer, f&uuml;r die Folgejahre wirksamer Sparma&szlig;nahmen mit der Ankunft der Kreditgeber in Athen zur Wiederaufnahme der entsprechenden Verhandlungen zur Beendigung der zweiten Inspektion des dritten Rettungsprogramms rechnen kann.<br>\nEigentlich h&auml;tte die diesbez&uuml;gliche Inspektion und damit die Freigabe der entsprechenden Kredittranche laut Kreditvertrag vor knapp einem Jahr abgeschlossen sein m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-unendliche-Geschichte-der-griechischen-Euro-Rettung-3634708.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wachstum durch Freihandel &ndash; Ein Mythos<\/strong><br>\nProtektionismus f&uuml;hrt zu Krieg und Stagnation, Freihandel zwangsl&auml;ufig zu Wachstum. Diese Erz&auml;hlung ist ein neoliberales Paradoxon aus der Zeit vor 1913. Es lohnt ein genauerer Blick in die Geschichte.<br>\nSeit Donald Trump das Amt des Pr&auml;sidenten &uuml;bernommen hat, geht die Angst vor dem Protektionismus um. Unisono warnen f&uuml;hrende &Ouml;konomen in den Massenmedien vor dem Unheil, das der Protektionismus bereits &uuml;ber die Menschheit gebracht habe.<br>\nImmer h&auml;ufiger f&auml;llt dabei der Vergleich mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, der in der Literatur bekannterma&szlig;en das Ende der ersten &Auml;ra der Globalisierung markiert. Gabriel Felbermayr, Leiter des M&uuml;nchner Ifo-Zentrums f&uuml;r Au&szlig;enwirtschaft, sah schon vor der US-Wahl im November das Ende der Globalisierung kommen und f&uuml;hrte die Katastrophe des Ersten Weltkriegs (1914 &ndash; 1918) auch auf wachsenden Protektionismus zur&uuml;ck (hier). Die Botschaft scheint klar zu sein: sobald wir den &bdquo;Freihandel&ldquo; in irgendeiner Weise einschr&auml;nken, f&uuml;hrt das in ein wirtschaftliches Desaster.<br>\nWenn solch radikale Vergleiche gezogen werden, lohnt ein genauerer Blick in die Geschichte, in unserem Fall auf die Entwicklung der Weltwirtschaft im 19. Jahrhundert. Zwei Aspekte werden dabei besonders deutlich. Zum einen entbehrt das Argument, dass der Freihandel zu mehr Wachstum und der Protektionismus in die Katastrophe f&uuml;hrte, scheinbar jeglicher historischen Grundlage. Zum anderen veranschaulicht die Wirtschaftspolitik, die zum Aufstieg der Industrienationen f&uuml;hrte, mit welcher Doppelz&uuml;ngigkeit in der westlichen Welt von freien M&auml;rkten gepredigt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/02\/wachstum-durch-freihandel-ein-mythos\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36763#h08\">Freihandel bremst Wirtschaftswachstum<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Gesch&auml;ft mit Bankenrettungen<\/strong><br>\nDas Transnational Institute beziffert die Kosten auf mindestens 747 Milliarden Euro und kritisiert, dass die Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften f&uuml;r ihre fr&uuml;heren Fehler noch belohnt werden<br>\nDass Bankenrettungen teuer sind, die weiter in Europa als &ldquo;alternativlos&rdquo; dargestellt werden, d&uuml;rfte eigentlich (fast) allen klar sein. Das Transnational Institute (TNI) hat am Mittwoch eine Studie vorgestellt, in der Kosten f&uuml;r die europ&auml;ischen Steuerzahler auch einmal klar beziffert werden. Der Think Tank aus Amsterdam stellt fest, dass allein zwischen den Jahren &ldquo;2008 und 2015 die Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union mit Zustimmung und auf Anregung der europ&auml;ischen Institutionen 747 Milliarden Euro&rdquo; f&uuml;r Bankenrettungen mit diversen Geldspritzen und Rettungspl&auml;nen ausgegeben haben.<br>\nDoch das ist l&auml;ngst noch nicht alles, denn dazu k&auml;men noch fast 1,2 Billionen Euro &ldquo;f&uuml;r B&uuml;rgschaften und Garantien&rdquo; hinzu. Und neuere Rettungen wie im Fall der italienischen Monte de Paschi sind ebenfalls noch nicht einmal ber&uuml;cksichtigt. Zudem sch&auml;lt sich nicht nur heraus, dass die Verluste bei der Bank wachsen, sondern auch noch andere italienische Institute werden Staatshilfen bekommen m&uuml;ssen, obwohl eigentlich Banken nach den neuen Richtlinien abgewickelt werden sollten.<br>\nVon den bis 2015 aufgeh&auml;uften Bankenrettungskosten seien schon 213 Milliarden Euro definitiv verloren, beziffert der Think Tank in Bezug auf Daten der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat. Das sei die &ldquo;gesamte Wirtschaftsleistung Finnlands und Luxemburgs&rdquo; oder auch die j&auml;hrlichen &ldquo;Ausgaben f&uuml;r Gesundheit in den Mitgliedsstaaten Spanien, &Ouml;sterreich, Schweden, Griechenland und Polen zusammen&rdquo;. Doch dazu weist das TNI auch darauf hin, dass die Bankenrettung meist durch die Erh&ouml;hung von Staatsschulden bezahlt worden sind und daf&uuml;r werden j&auml;hrlich immer neue Zinszahlungen f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Geschaeft-mit-Bankenrettungen-3633767.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Super Return&ldquo; in Berlin &ndash; Ringen um Rendite<\/strong><br>\nIn Berlin treffen sich kommende Woche Finanzinvestoren aus aller Welt zu ihrem wohl wichtigsten Kongress. Die Branche hat ein Luxusproblem: viel zu viel Geld.<br>\nSprechen Private-Equity-Fachleute &uuml;ber das Gesch&auml;ft, gibt es ein paar Unternehmen, die sie zum G&auml;hnen bringen. Weil diese Unternehmen ewige &Uuml;bernahmekandidaten sind, seit Jahren auf den Listen der Firmenj&auml;ger stehen &ndash; aber dann nie etwas passiert. Der Arzneimittelkonzern Stada rangierte lange ziemlich weit oben auf dieser Liste: vermeintlich leichte Beute, mit Luft nach oben in den Margen, schlecht gef&uuml;hrt und dann noch mit einer Unternehmensstruktur, die manches Private-Equity-Haus zum Zerschlagen einladen w&uuml;rde.<br>\nDoch niemand nahm sich des Unternehmens an &ndash; unter anderem wohl wegen des schwer berechenbaren Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff, der den M-Dax-Konzern mehr als zwei Jahrzehnte gef&uuml;hrt hatte. Inzwischen ist ein angriffslustiger Aktion&auml;r bei Stada eingestiegen, Retzlaff hat abgedankt, und nach einem turbulenten Jahr 2016 ist Stada jetzt reif f&uuml;r Private Equity. Mehrere Finanzinvestoren unterbreiteten informelle Gebote, am Donnerstag wurde Advent konkret: 4,8 Milliarden Euro einschlie&szlig;lich Schulden bietet die Beteiligungsgesellschaft. Das w&auml;re laut Thomson Reuters eine der beiden gr&ouml;&szlig;ten Transaktionen jemals, in denen ein Finanzinvestor ein deutsches Unternehmen erwirbt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/investorenmesse-in-der-hauptstadt-14893990.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> V&ouml;llig pervers. Die einen haben, w&ouml;rtlich, &ldquo;ein Luxusproblem: viel zu viel Geld&rdquo;. Die gro&szlig;e Masse kommt kaum &uuml;ber die Runden, und die Unternehmen schwimmen im Geld. Vielleicht k&ouml;nnte auch die deutsche Politik mal &uuml;berlegen, ob es klug war, durch Lohndumping und milliardenteure Steuergeschenke Geld von unten nach oben umzuverteilen &ndash; und ob es nicht volkswirtschaftlich sinnvoll w&auml;re, auf dem falschen Weg umzudrehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sieg vor Gericht Ford-Leiharbeiter kriegen dicke Nachzahlung &ndash; und treten Lawine los<\/strong><br>\nSensationelles Urteil des Bundesarbeitsgerichtes: Mehr als 60 Zeitarbeiter, die f&uuml;r Ford Motorenteile zusammenschraubten und ins Werk lieferten, wurden von ihrer Leiharbeitsfirma unterbezahlt. Jetzt erhalten sie Nachschl&auml;ge von zwei Millionen Euro! Das Urteil ist ein bundesweiter Pr&auml;zedenzfall. (&hellip;)<br>\nDie IG Metall jubelt: &bdquo;Wir haben vier Jahre lang um unser Recht durch alle Instanzen gek&auml;mpft und jetzt endlich die Tarifflucht gestoppt&ldquo;, sagt Dr. Witich Ro&szlig;mann. &bdquo;Jeder Leiharbeiter erh&auml;lt nun einen saftigen Nachschlag von bis zu 30.000 Euro, mit Zinsen sind das insgesamt rund zwei Millionen Euro.&ldquo;<br>\nDarum geht&rsquo;s: Die Leiharbeiter sollten auf ihren Stundenlohn von rund zehn Euro einen Zuschlag von 50 Prozent erhalten, also etwa 15 Euro.<br>\nViele Betriebe f&uuml;hlten sich an den Tarifvertrag nicht gebunden. Sie behaupteten, Dienstleister zu sein, die die Zuschl&auml;ge der Metall- und Elektroindustrie nicht zahlen m&uuml;ssten.<br>\n&bdquo;Dadurch konnten jahrelang Billigkr&auml;fte eingesetzt werden, die kaum mehr als den Mindestlohn in der Tasche hatten&ldquo;, so IG Metall-Anwalt Mario Utess. &bdquo;Die Ford-Werke haben an den Kollegen, die sich als Mitarbeiter zweiter Klasse f&uuml;hlten, gut verdient.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.express.de\/koeln\/sieg-vor-gericht-ford-leiharbeiter-kriegen-dicke-nachzahlung---und-treten-lawine-los-25786610\">Express<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht: Machtkampf um heikle Passagen<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Emp&ouml;rung und unser Protest gegen die Streichungen im Armuts- und Reichtumsbericht hatten offenbar Wirkung. <\/li>\n<li>Innerhalb der Bundesregierung setzt sich die Auseinandersetzung um die gestrichenen heiklen Passagen fort. <\/li>\n<li>Das Arbeitsministerium fordert, das Kapitel zu Lobbyismus wieder in den Bericht aufzunehmen. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Heikle Passagen im Regierungsbericht<br>\nUnsere Emp&ouml;rung war gro&szlig;, als wir Ende letzten Jahres erfuhren, dass im Armuts- und Reichtumsbericht ganze Passagen zum Thema soziale Ungleicheit und Einfluss gestrichen wurden. Die brisanten Ergebnisse einer eigens vom Arbeitsministerium in Auftrag gegebenen Studie wurden nur gek&uuml;rzt wiedergegeben. Die Tatsache, dass politische Entscheidungen eindeutig den Interessen der Wohlhabenden folgen und die W&uuml;nsche der Armen regelm&auml;&szlig;ig nicht umgesetzt werden, war dem Kanzleramt offenbar zu heikel. Ein Kapitel zu Lobbyismus wurde sogar g&auml;nzlich gestrichen. Nun gibt es neue Entwicklungen, die zeigen: Die Emp&ouml;rung und unser Protest von damals gingen nicht spurlos an der Bundesregierung vorbei. Es herrscht ein Machtkampf innerhalb der Bundesregierung um die Frage, ob die unbequemen Wahrheiten doch noch in den Regierungsbericht aufgenommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/02\/armuts-und-reichtumsbericht-machtkampf-um-heikle-passagen\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kaufkraftarmut ballt sich in westdeutschen St&auml;dten<\/strong><br>\n&Ouml;konomen haben die Armut in Deutschland neu vermessen. Mangelnde Kaufkraft ist in erster Linie ein Problem der Einwohner westdeutscher St&auml;dte. &Ouml;ffentliches Geld flie&szlig;t in die v&ouml;llig falsche Richtung.<br>\nWenn heute von Armut in Deutschland die Rede ist, ist nicht mehr materielle Not gemeint, nicht mehr Hunger und k&ouml;rperliches Leiden. Die Armen von heute erfahren nicht jene Entbehrungen, die die europ&auml;ische Bev&ouml;lkerung jahrhundertelang immer wieder plagten und dies auch heute noch in Afrika und anderen Teilen der Welt tun.<br>\nUnd doch ist Armut in Deutschland immer wieder ein Thema. Armut ist die gro&szlig;e Unbekannte der Gesellschaft. &bdquo;Die Abgeh&auml;ngten&ldquo; dr&auml;ngen sie sich in die politische Debatte.<br>\nDabei herrschen &uuml;ber Armutsrisiken in Deutschland viele Vorstellungen, die einer n&auml;heren &Uuml;berpr&uuml;fung nicht standhalten. Vielfach gilt zum Beispiel als ausgemacht, dass in den neuen Bundesl&auml;ndern die Gefahr gr&ouml;&szlig;er ist, arm zu werden, als in den alten. Tats&auml;chlich sind die Einkommen im Osten ein gutes St&uuml;ck niedriger als im Westen, allerdings herrscht im Westen auch ein h&ouml;heres Preisniveau.<br>\nKaufkraftbereinigt sieht es daher etwas anders aus: Die Gefahr, in Th&uuml;ringen finanziell und sozial abgeh&auml;ngt zu sein, ist geringer als beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Ein noch differenzierteres Bild ergibt sich, wenn man nicht einzelne Bundesl&auml;nder betrachtet, sondern Regionen und Landkreise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article162392927\/Kaufkraftarmut-ballt-sich-in-westdeutschen-Staedten.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bahnchef Grube ging &ndash; Projekt Bahnprivatisierung bleibt<\/strong><br>\nBei der Zerschlagung bzw. Privatisierung der Eisenbahnen und der &ouml;ffentlichen schienengebundenen Verkehrsmittel geht es um ein strategisches Kapitalinteresse: die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Schiene im Interesse der vorherrschenden Autokonzerne und der aufstrebenden Luftfahrtindustrie. Die drei bisher entscheidenden Chefs der Deutschen Bahn AG D&uuml;rr, Mehdorn und Grube haben diese Interessen personifiziert. In diesem Destruktionsprozess gab der f&uuml;hrende US-Kapitalismus &ndash; wie so oft &ndash; das Modell vor. (&hellip;)<br>\nDas deutsche Beispiel ist besonders lehrreich. Die drei Bahnchefs, die die Deutsche Bahn AG in den ersten 23 Jahren ihrer Existenz pr&auml;gten, waren Heinz D&uuml;rr, Hartmut Mehdorn und R&uuml;diger Grube. Sie hatten alle drei vor ihrem Amtsantritt nie etwas mit Eisenbahn zu tun. Sie stammten alle drei aus der Kaderschmiede des Daimler-Konzerns.[4] D&uuml;rr hatte Mehdorn als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Mehdorn hatte Grube als Nachfolger ins Spiel gebracht. Grube war bei Daimler-Dasa Mehdorns B&uuml;roleiter. Es ist ohne Zweifel eine beeindruckende Dynastie aus dem Daimler-Systemhaus, die nunmehr seit gut einem Vierteljahrhundert fast ununterbrochen an der Spitze der Eisenbahn  in Deutschland herrscht.[5]<br>\nEine gro&szlig;e Zahl der Top-Leute der Deutschen Bahn kommt ihrerseits aus der Autobranche und der Luftfahrt. In der &Auml;ra Mehdorn fiel vor allem der gro&szlig;e Einfluss von Ex-Lufthansa-Leuten ins Auge, die dann auch 2002\/2003 das neue und gescheiterte Bahnpreissystem am Ticket-System der Airlines ausrichteten und die Abschaffung der BahnCard50 umsetzten &ndash; um dann letzteres ein halbes Jahr sp&auml;ter zur&uuml;cknehmen zu m&uuml;ssen.<br>\nIm 2016er Vorstand der Deutschen Bahn AG gab es keinen einzigen Eisenbahner (jemand, der bei der Bahn ausgebildet wurde oder eine Person, die ein Studium an einer Hochschule f&uuml;r Verkehr oder Eisenbahnwesen absolviert h&auml;tte). Wir haben Juristen, Politikwissenschaftler und Ingenieure, aber keinen, der vom Fach ist &ndash; und schon gar keinen, der f&uuml;r die Eisenbahn lebt (wir erinnern an den viel zitierten Satz aus der Autobranche, wonach dort die top-Leute &bdquo;Benzin im Blut&ldquo; h&auml;tten).[6] Unterhalb der Ebene des Holdingvorstands und in den Vorst&auml;nden der wichtigsten Konzernt&ouml;chter, gibt es ebenfalls keinen Eisenbahner und erneut eine erkleckliche Zahl von Top-Managern, die aus den mit der Schiene konkurrierenden Sektoren oder von Konzernen kommen, die als DB AG-Lieferanten zu dieser in einem h&ouml;chst spezifischen Verh&auml;ltnis stehen.[7]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lunapark21.net\/bahnchef-grube-ging-projekt-bahnprivatisierung-bleibt\/\">Lunapark21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36842#h06\">Sieben Tods&uuml;nden des Herrn G.<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1856\">Alle unterst&uuml;tzen die Privatisierung der Bahn &ndash; und keiner sagt warum<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Laster an der Oberleitung h&auml;ngen<\/strong><br>\nAuch Lkws m&uuml;ssen emissionsfrei werden. Wasserstoff ist eine M&ouml;glichkeit, aber auch Strom. Mit Oberleitungen &uuml;ber Autobahnen will man Erfahrungen sammeln. Sie fahren in Kalifornien, in Schweden und werden demn&auml;chst auch auf einigen Autobahnabschnitten in Deutschland zu sehen sein: Lkws, die auf dem Dach Stromabnehmer ausgefahren haben und an Oberleitungen h&auml;ngen. Was bisher auf den &ouml;ffentlichen Nahverkehr in St&auml;dten beschr&auml;nkt war, wo O-Busse seit vielen Jahren emissionsfrei unterwegs sind, k&ouml;nnte auch f&uuml;r den Schwerverkehr auf Autobahnen zunehmend interessant werden. [&hellip;]<br>\nVon sp&auml;testens Ende 2018 an sollen auf zwei Autobahnabschnitten in Deutschland E-Lastwagen gestestet werden, die den Strom &uuml;ber eine Oberleitung erhalten. Getestet wird in Hessen und Schleswig-Holstein. Jeweils sechs Kilometer in beide Richtungen werden mit Masten und Fahrdr&auml;hten ausgestattet. Gef&ouml;rdert wird das Projekt vom deutschen Umweltministerium. Ziel sei es zu eruieren, inwieweit G&uuml;ter unter realen Bedingungen umweltfreundlich auf der Stra&szlig;e transportiert werden k&ouml;nnen, hei&szlig;t es. Etwa zehn Lkws verschiedener Speditionen beteiligen sich an dem Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000053217579\/Wenn-Laster-an-der-Oberleitung-haengen\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> G&uuml;ter mit Fahrzeugen transportieren, die mit Strom angetrieben werden, den sie &uuml;ber eine Oberleitung bekommen? Eine echte Innovation! Zumindest im Jahre 1882, als Siemens &amp; Halske mit der Grubenlokomotive &bdquo;Dorothea&ldquo; die erste praxistaugliche E-Lok an einen Kunden &uuml;bergab. Es ist vollkommen unverst&auml;ndlich, dass die Politik mehr als 125 Jahre sp&auml;ter den G&uuml;terverkehrt nun auch noch mit Oberleitungen auf die ohnehin schon &uuml;berf&uuml;llten Strassen belassen will. Dabei gibt es ein gigantisches Potential f&uuml;r den schienengebundenen G&uuml;terverkehr, der &ouml;kologisch und &ouml;konomisch sinnvoll ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trotz EuGH-Urteil: De Maizi&egrave;re arbeitet weiter an Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Mitgliedstaaten im Europ&auml;ischen Rat uneinig sind, wie sie mit dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung umgehen, trommelt Innenminister de Maizi&egrave;re weiter f&uuml;r einen Ausbau der Metadatensammlung. Ein vermeintliches Veto des Wirtschaftsministeriums ist kein Grund zur Entwarnung.<br>\nDie Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsmetadaten bleibt umstritten. Auch zwei Monate nachdem der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) mit seinem Urteil im Verfahren &bdquo;Tele2 Sverige und Watson&ldquo; erneut und verst&auml;rkt die Rechtswidrigkeit einer allgemeinen und unterschiedslosen Speicherung von Verkehrsdaten klargestellt hatte, herrscht in der EU Uneinigkeit &uuml;ber die Zukunft des &Uuml;berwachungsinstruments.<br>\nDas geht aus dem offiziellen Protokoll [PDF] des Treffens einer Arbeitsgruppe des Europ&auml;ischen Rates von Anfang Februar hervor. Der Zusammenfassung ist zu entnehmen, dass sich die Innenminister der Mitgliedstaaten bei einem informellen Gespr&auml;ch am Rande eines EU-Treffens in Valletta Ende Januar zwar geeinigt haben, koordiniert vorzugehen. Der konkrete Weg aber ist umstritten. Bereits 2014 hatte der EuGH die damalige VDS-Richtlinie kassiert. Einige Mitgliedstaaten bevorzugen nun die auf netzpolitik.org bereits thematisierte M&ouml;glichkeit, im Rahmen der geplanten ePrivacy-Verordnung erneut verbindliche Vorgaben f&uuml;r eine EU-weite Vorratsdatenspeicherung zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/trotz-eugh-urteil-de-maiziere-arbeitet-weiter-an-ausweitung-der-vorratsdatenspeicherung\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Germany hate crime: Nearly 10 attacks a day on migrants in 2016<\/strong><br>\nNearly 10 attacks were made on migrants in Germany every day in 2016, the interior ministry says.<br>\nA total of 560 people were injured in the violence, including 43 children.<br>\nThree-quarters of the attacks targeted migrants outside of their accommodation, while nearly 1,000 attacks were on housing.<br>\nChancellor Angela Merkel&rsquo;s decision to open up Germany to people fleeing conflict and persecution has polarised the country and boosted hate crime.<br>\nGermany is struggling with a backlog of asylum applications and there are fears about security following a series of terrorist attacks across Europe.<br>\nThe interior ministry figures\n<ul>\n<li>3,533 attacks on migrants and asylum hostels in 2016<\/li>\n<li>2.545 attacks on individual migrants<\/li>\n<li>560 people injured, including 43 children<\/li>\n<li>988 attacks on housing (slightly fewer than in 2015)<\/li>\n<li>217 attacks on refugee organisations and volunteers<\/li>\n<\/ul>\n<p>But the number of asylum seekers arriving in Germany in 2016 was 280,000, a drop of more than 600,000 from the previous year, following the closure of the Balkan migrant route and an EU deal with Turkey.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-39096833\">BBC<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Liebe Gr&uuml;ne,<\/strong><br>\nangesichts des Hypes um den SPD-Kanzlerkandidaten geht fast unter, wie sehr sich Eure Umfragewerte mittlerweile nach unten bewegen. Von einem zweistelligen Wahlergebnis tr&auml;umen mittlerweile nur noch Unentwegte &ndash; und wenn es so weitergeht, k&ouml;nnte es sogar eng werden im September.<br>\nAlles nur der Schulz-Effekt? Nein, ganz sicher nicht. Die Probleme sind hausgemacht. Bei wegschmelzenden Kernthemen habt Ihr Euer Profil mutwillig besch&auml;digt &ndash; und das gleich mehrfach:<br>\nZuallererst in der Fl&uuml;chtlingspolitik: Erst der Schlingerkurs bei den sicheren Herkunftstaaten, dann die Mitwirkung diverser Landesregierungen bei den Abschiebungen nach Afghanistan. Das geht ans Herz der gr&uuml;nen Klientel. Die Chance, gerade bei diesem wahlentscheidenden Thema ein gr&uuml;nes Alleinstellungsmerkmal zu behaupten, vertan!<br>\nDann gibt es da noch ein Thema aus der gr&uuml;nen Herzkammer: Der Atomausstieg. Dass sich ein gr&uuml;ner Spitzenpolitiker ma&szlig;geblich daran beteiligt hat, die Kosten des Atomausstiegs auf die Gesellschaft abzuw&auml;lzen, mag die gro&szlig;e Mehrheit der Gesellschaft mit einem Achselzucken begleitet haben. F&uuml;r gr&uuml;ne Stammw&auml;hler war Trittins Deal mit den Atomkonzernen dagegen ein grobes Foul an grundgr&uuml;nen &Uuml;berzeugungen.<br>\nDazu habt Ihr Euch mit der Wahl Eures Spitzenteams alles andere als einen Gefallen getan. Gleich zwei Kandidaten aus dem schwarz-gr&uuml;nen Lager haben die Partei fl&uuml;gellahm gemacht &ndash; und das ist sogar w&ouml;rtlich zu verstehen. Auch wenn an der Basis weiter lebendig gestritten wird, nach au&szlig;en zeigt sich eine glattgeb&uuml;rstete Partei, deren Unterschiede zur Merkel-CDU zunehmend verschwimmen.<br>\nEs gab mal eine Partei, die mutig und unangepasst f&uuml;r einen radikale Ver&auml;nderung dieser Gesellschaft stritt. F&uuml;r Weltoffenheit, Vielfalt, &ouml;kologischen Wandel. Und die sich nicht darum scherte, von den &ldquo;etablierten&rdquo; Parteien als Schmuddelkind in die Ecke gestellt zu werden. Wo ist diese Partei geblieben?<br>\nGeorg Restle<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1316178955087708\">Monitor via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ein bitterer Abschied<\/strong><br>\nIm Berliner Verlag bleibt nichts, wie es war. Die Redaktionen von Berliner Zeitung und Berliner Kurier werden zerschlagen, viele Besch&auml;ftigte verlieren ihren Arbeitsplatz<br>\nAb M&auml;rz sollen die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gemeinsam in einem Newsroom an einem anderen Standort an der Alten Jakobstra&szlig;e in Berlin produziert werden. Das Verlagsgeb&auml;ude am Alexanderplatz wird ger&auml;umt. Als Vorhut arbeiten am neuen Standort schon jetzt die Online-Besch&auml;ftigten und die Hauptstadtredaktion. Dass nicht alle mitziehen sollen, war bereits im Oktober 2016 klar: 50 Arbeitspl&auml;tze weniger wird es dort geben, Teile der Verlagsgruppe werden au&szlig;erdem verlagert oder aufgel&ouml;st, ein Call-Center wird sogar verkauft. Bitter f&uuml;r die Besch&auml;ftigten, die h&auml;ufig seit Jahrzehnten am Alexanderplatz arbeiten. Wer bisher f&uuml;r eines der beiden Bl&auml;tter arbeitete, konnte sich auf einen Arbeitsplatz im neuen Geb&auml;ude bewerben, allerdings ohne die Garantie, auch genommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2017\/ausgabe-01\/gewerkschaft\/gewerkschaft\/seiten-4-5\/A2\">ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Syrian War Propaganda at the Oscars<\/strong><br>\nThe Western-backed war in Syria, like the invasion of Iraq, was so smothered by propaganda that truth was not only the first casualty but has been steadily suffocated for five years, now reaching the Oscars, says Rick Sterling. (&hellip;)<br>\nThe Netflix movie &ldquo;The White Helmets&rdquo; may win an Oscar in the &ldquo;short documentary&rdquo; category at the Academy Awards on Sunday. It would not be a surprise despite the fact that the group is a fraud and the movie is a contrived infomercial.<br>\nAwarding &ldquo;The White Helmets&rdquo; an Oscar would fit with the desire of Hollywood to appear supportive of &ldquo;human rights,&rdquo; even if that means supporting a propaganda operation to justify another bloody &ldquo;regime change&rdquo; war in the Middle East.<br>\nMuch of what people think they know about the White Helmets is untrue. The group is not primarily Syrian; it was initiated by British military contractor James LeMesurier and has been heavily funded (about $100 million) by the U.S., U.K. and other governments. The White Helmets are not volunteers; they are paid, which is confirmed in a Al Jazeera video that shows some White Helmet &ldquo;volunteers&rdquo; talking about going on strike if they don&rsquo;t get paid soon.<br>\nStill, most of the group&rsquo;s heavy funding goes to marketing, which is run by &ldquo;The Syria Campaign&rdquo; based in New York. The manager is an Irish-American, Anna Nolan, who has never been to Syria. As an example of its deception, &ldquo;The Syria Campaign&rdquo; website features video showing children dancing and playing soccer implying they are part of the opposition demand for a &ldquo;free and peaceful&rdquo; Syria. But the video images are taken from a 2010 BBC documentary about education in Syria under the Baath government.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/02\/24\/syrian-war-propaganda-at-the-oscars\/\">Consortiumnews.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> &Uuml;ber diesen gro&szlig; angelegten Betrug wurde auf den Nachdenkseiten bereits berichtet. Nun darf man gespannt sein, ob diese Propaganda tats&auml;chlich mit einer goldenen Stafette geadelt wird. Sollte das der Fall sein, trifft zu, was Rick Sterling wie folgt bilanziert: &ldquo;&hellip;sie [die Weissen Helme] verdienen ganz sicher Anerkennung f&uuml;r ihr geschicktes Marketing samt Werbung.&rdquo; Es w&auml;re der &ldquo;&hellip;j&uuml;ngste Erfolg in der andauernden Kampagne von Verzerrung und T&auml;uschung in Bezug auf Syrien.&rdquo; (&Uuml;bers. O.S.)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37171"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37174,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37171\/revisions\/37174"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}