{"id":37214,"date":"2017-03-01T08:10:08","date_gmt":"2017-03-01T07:10:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214"},"modified":"2017-03-01T08:10:08","modified_gmt":"2017-03-01T07:10:08","slug":"hinweise-des-tages-2824","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h01\">K&ouml;nigsdrama oder Kom&ouml;die &ndash; wird die Bundestagswahl zur Farce?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h02\">Spitzen-Umfragewerte f&uuml;r die Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h03\">Ukraine: Das erste Opfer des Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h04\">Mindestlohn: In Westeuropa zwischen 8,79 und 11,27 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h05\">Hartz-IV-Sanktionen: Verfassungs- und v&ouml;lkerrechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h06\">Autobahnprivatisierung: Dem GroKo-Kroko f&auml;llt die Maske herunter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h07\">Abriss von &Ouml;l-Plattformen: Das wird teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h08\">Israel: Generalstaatsanwalt ermittelt im Zusammenhang mit Kauf deutscher U-Boote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h09\">Replacement Migration: Is It a Solution to Declining and Ageing Populations? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h10\">Trump hat recht: Die NATO ist obsolet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h11\">Ansturm auf Ceuta: Ein Fl&uuml;chtling erz&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h12\">Kriege f&uuml;hren zu Hungersnot in Ostafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h13\">Politiker fordern Einreiseverbot f&uuml;r Erdogan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h14\">Kritik an Medienschelte: Bush teilt gegen Trump aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h15\">Sprecher des Deutschen Journalistenverbandes hat eine Obsession: RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h16\">Europaparlament will rassistische &Auml;u&szlig;erungen zensieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37214#h17\">Das Letzte: Unbefristete Haft f&uuml;r Gef&auml;hrder in Bayern?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&ouml;nigsdrama oder Kom&ouml;die &ndash; wird die Bundestagswahl zur Farce?<\/strong><br>\nIn den letzten Tagen erweckten die Medien den Eindruck, Martin Schulz wolle die Agenda 2010 entsorgen, Merkel dagegen k&auml;mpfe f&uuml;r den Erhalt dieser &ldquo;Reformen&rdquo;. Und die Arbeitgeberverb&auml;nde schlugen Alarm. Das ganze ist eine Farce. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Das gro&szlig;e G&auml;hnen&rdquo; kommentiert die &ldquo;Welt&rdquo;: &ldquo;Im September mag es Verschiebungen um ein paar Prozent geben. Aber in der Politik wird sich dadurch kaum etwas &auml;ndern.&rdquo; Die SPD h&auml;lt nach wie vor die Agenda 2010 f&uuml;r richtig. Die CDU h&auml;lt die Agenda 2010 f&uuml;r richtig. Die Gr&uuml;nen halten die Agenda 2010 f&uuml;r richtig. Die FDP h&auml;lt die Agenda 2010 f&uuml;r richtig. Korrekturen werden nicht ausgeschlossen, aber &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Sozialabbau nach dem Kriege&rdquo; (FAZ) wird von keiner dieser Parteien in Frage gestellt. Daf&uuml;r muss man sich nur zwei Zahlen merken: In &Ouml;sterreich hat der Durchschnittsrentner heute 800 Euro im Monat mehr als in Deutschland. Bei uns ist seit 1999 das reale verf&uuml;gbare Einkommen von 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ckgegangen (DIW-Bericht). CDU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne wollen daran nichts &auml;ndern. (&hellip;) Solange das so bleibt und sich auch Martin Schulz eine Koalition mit CDU, CSU, FDP oder Gr&uuml;nen ohne DIE LINKE &ndash; die einzige Partei, die die Agenda 2010 und die verheerende Renten- und Einkommensentwicklung stoppen will &ndash; offenh&auml;lt, hat der Kommentator der &ldquo;Welt&rdquo; recht: Der Bundestagswahlkampf w&auml;re dann &ldquo;viel L&auml;rm um nichts. Das St&uuml;ck Shakespeares ist &uuml;brigens kein blutiges K&ouml;nigsdrama, sondern eine Kom&ouml;die.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1337137889681008\/?type=3\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spitzen-Umfragewerte f&uuml;r die Genossen<\/strong><br>\nDie SPD bl&uuml;ht auf, seitdem Martin Schulz Kanzlerkandidat werden soll. Schon tr&auml;umen die Genossen davon, Angela Merkel aus dem Amt jagen zu k&ouml;nnen. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass nicht jeder H&ouml;henflug den Wahlerfolg bedingt. [&hellip;]<br>\netzt freuen sich die Sozialdemokraten &uuml;ber den Schulz-Effekt, tr&auml;umen von der Kanzlerschaft. Doch die Geschichte sollte eine Warnung sein. Im Juni 1993 erkl&auml;rte der neue SPD-Hoffnungstr&auml;ger Rudolf Scharping, er werde Kanzlerkandidat. Der urspr&uuml;nglich vorgesehene Kandidat Bj&ouml;rn Engholm war zur&uuml;ckgetreten &ndash; ganz so wie nun Sigmar Gabriel, wenn auch aus anderen Gr&uuml;nden.<br>\nPl&ouml;tzlich liegt die SPD vor der Union<br>\nSo katastrophal wie Anfang 2017 war die Situation nicht, die SPD lag in Umfragen bei rund 36 Prozent, knapp hinter der Union. Doch der Scharping-Effekt stellte sich ein: So lag die SPD in der Forsa-Sonntagsfrage am 25. M&auml;rz 1994 mit 39 Prozent pl&ouml;tzlich 3 Prozentpunkte vor der Union.<br>\nDoch dann drehte die Stimmung. Am 23. Juni lagen CDU\/CSU bei 40 Prozent, die SPD bei 36. Bei der Wahl ergaben sich 41,4 Prozent f&uuml;r die Union, nur 36,4 f&uuml;r die SPD. Kohl blieb Kanzler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/videos\/spitzen-umfragewerte-fuer-die-genossen-schon-einmal-erlebte-die-spd-hoehenflug-wie-unter-schulz-am-ende-gabs-ein-desaster_id_6718806.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der FOCUS, den ich sonst nicht lese, hat hier saubere Arbeit geleistet und mir die Arbeit abgenommen, die ich schon vor vier Wochen plante: die Recherche nach den Umfragewerten von 1993 und 1994 und dem Wahlergebnis von 1994. Zu erg&auml;nzen bleibt noch, <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>dass der enorme Auftrieb f&uuml;r Scharping und die SPD von Ende 1993 bis zum M&auml;rz 1994 wesentlich von einer Begeisterung der Medien getragen war, und<\/em><\/li>\n<li><em>dass der Einbruch ab M&auml;rz 1994 etwas mit einer ausgesprochenen albernen Angelegenheit zu tun hatte. Scharping hatte Brutto- und Netto-Einkommen durcheinandergebracht.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Normalerweise eine heilbare Angelegenheit. Aber der Aufstieg im Winter 1993\/1994 war eben auch nicht normal, sondern herbei geschrieben und herbei gesendet. Da k&ouml;nnte die Parallele zu heute liegen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine: Das erste Opfer des Krieges<\/strong><br>\n&bdquo;Fake News&ldquo; und &bdquo;Filterblasen&ldquo;: Deutsche Leitmedien werfen alternativen Nachrichtenplattformen und Menschen in sozialen Online-Netzwerken immer wieder vor, es mit der Wahrheit nicht allzu genau zu nehmen. Doch eben diese etablierten Medien sorgen selbst regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Fehlinformationen und simplifizierte Weltbilder. Am Beispiel des Ukraine-Konflikts soll hier ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit zusammengefasst werden, welche Falschmeldungen und blinde Flecken der Medien-Mainstream in den letzten drei Jahren allein zu diesem Thema produziert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.umatter.news\/artikel-erste-opfer-des-krieges\">Stefan Korinth bei umatter.news<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese ausgesprochen sachliche Zusammenstellung der fehler- und l&uuml;ckenhaften Medienberichterstattung rund um den Ukraine-Konflikt sollte Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r alle zust&auml;ndigen Redakteure bei Spiegel, FAZ, S&uuml;ddeutscher Zeitung usw. sein. Bezeichnend, dass man derartiges auch drei Jahre nach Ausbruch des Konfliktes immer noch nicht in den Leitmedien findet. Der Artikel ist auf mehrere Teile angelegt und soll fortgesetzt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mindestlohn: In Westeuropa zwischen 8,79 und 11,27 Euro<\/strong><br>\nDie Mindestl&ouml;hne in den 22 von 28 EU-Staaten, die &uuml;ber eine allgemeine gesetzliche Untergrenze verf&uuml;gen, sind zuletzt im Durchschnitt kr&auml;ftig gewachsen. 21 Staaten haben ihre Lohnuntergrenze zum 1. Januar 2017 oder unterj&auml;hrig im Jahr 2016 angehoben, lediglich in Griechenland gab es wegen der Vorgaben der Troika keine Erh&ouml;hung. Die nominalen Erh&ouml;hungen waren die st&auml;rksten seit 2007. Da gleichzeitig die Inflation sehr niedrig war, legten die Mindestl&ouml;hne in den meisten EU-L&auml;ndern auch real deutlich zu. Das zeigt der neue Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Der deutsche Mindestlohn ist mit 8,84 Euro pro Stunde sp&uuml;rbar niedriger als die Lohnuntergrenzen in den westeurop&auml;ischen Euro-Staaten, die mindestens 9,25 Euro Stundenlohn vorsehen, in Luxemburg sogar 11,27 Euro. Der Mindestlohn in Gro&szlig;britannien liegt in Euro umgerechnet mit 8,79 Euro auf dem gleichen Niveau, w&auml;re ohne die j&uuml;ngste Abwertung des Britischen Pfundes aber deutlich h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_107525.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro anheben<\/strong><br>\nDass der Mindestlohn ausgerechnet im wirtschaftlich st&auml;rksten Land in der Europ&auml;ischen Union niedriger als in den vergleichbaren westeurop&auml;ischen Staaten ist, ist ein Skandal. Dass auch noch die Anhebung des Mindestlohns unterdurchschnittlich ausf&auml;llt, zementiert das Problem und beweist, dass die Bundesregierung nach wie vor nicht gewillt ist, den Niedriglohnsektor in Deutschland wirksam einzud&auml;mmen.<br>\nF&uuml;r die Betroffenen bedeutet der zu niedrige Mindestlohn Armut trotz Vollzeitarbeit. Um ihre Mieten zu zahlen, m&uuml;ssen sie oft aufstocken. Sp&auml;ter landen sie in Altersarmut, weil sie keine ausreichenden Rentenanspr&uuml;che aufbauen konnten.<br>\nDie Bundesrepublik Deutschland betreibt Lohndumping. Der zu geringe Mindestlohn in Deutschland dr&uuml;ckt das Lohnniveau in ganz Europa. Der Mindestlohn muss rasch auf zw&ouml;lf Euro angehoben werden. Wir erwarten Vorschl&auml;ge von Herrn Schulz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mindestlohn-auf-zwoelf-euro-anheben\/\">Klaus Ernst, MdB\/Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz-IV-Sanktionen: Verfassungs- und v&ouml;lkerrechtswidrig<\/strong><br>\nHartz-IV-Sanktionen in Karlsruhe auf dem Pr&uuml;fstand. Erwerbslosenverein liefert Expertise. Der Sozialverein Tacheles hat in einer Stellungnahme f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) Hartz-IV-Sanktionen scharf kritisiert. Die K&uuml;rzungen des Existenzminimums verstie&szlig;en gegen das Grundgesetz, die Behindertenkonvention, die Sozialcharta der Europ&auml;ischen Union (EU) und das V&ouml;lkerrecht. Dies habe Tacheles auf 79 Seiten anhand von Beispielen dargelegt, informierte Vorstandsmitglied Harald Thom&eacute; am Montag. Das Papier will der Verein in der kommenden Woche auf seiner Internetseite ver&ouml;ffentlichen. Tacheles ber&auml;t seit vielen Jahren erwerbslose und aufstockende Bezieher von Hartz IV und Sozialhilfe. Die Karlsruher Richter hatten den Wuppertaler Verein f&uuml;r ein aktuell laufendes Verfahren als sachverst&auml;ndigen Dritten bestellt. Stellung beziehen sollte er zu einem Vorlagebeschluss, mit dem sich das Sozialgericht Gotha vergangenes Jahr an das BVerfG gewandt hatte. Die Th&uuml;ringer Sozialrichter bezeichnen darin Sanktionen ebenfalls als verfassungswidrig. Sie hebelten die Menschenw&uuml;rde, das Sozialstaatsgebot, das Verbot der Zwangsarbeit sowie die Grundrechte auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit und freie Berufswahl aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2017\/02-28\/093.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung: Dem GroKo-Kroko f&auml;llt die Maske herunter<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat eine Stellungnahme des Bundesrats vollst&auml;ndig zur&uuml;ckgewiesen. Die L&auml;nder hatten zu den vorgeschlagenen Grundgesetz&auml;nderungen siebzig &Auml;nderungen eingefordert. Darin geht es an zentraler Stelle um eine Reform der Autobahnverwaltung. Das kommentiert Laura Valentukeviciute, Sprecherin von GiB: &bdquo;Die Autobahnprivatisierung soll jetzt durchgeboxt werden, koste was es wolle. Beteiligung Bundesrat? Formal ja, inhaltlich: keine Zeit mehr! Die Bundesregierung setzt darauf, dass am Ende die Ministerpr&auml;sidentInnen ein Machtwort sprechen. Anh&ouml;rungen im Bundestag? Formal ja, aber bevor die Anh&ouml;rungen gelaufen sind, entscheidet schon der Koalitionsausschuss, was herauskommen soll. Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/autobahnprivatisierung-dem-groko-kroko-faellt-die-maske-herunter\/\">GiB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier w&auml;re sogleich der erste Test der Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD, ob man es ernst meint mit der Abkehr von der neoliberalen Agenda. Nicht dass solche Vorhersagen Spa&szlig; machen, aber die SPD wird der Einrichtung einer Bundesautobahngesellschaft, als Grundvoraussetzung f&uuml;r eine Privatisierung, ohne wenn und aber zu stimmen. Fragen Sie den SPD-Abgeordneten Ihres Wahlkreises, weshalb es notwendig sein soll, die durch die Steuern der B&uuml;rger finanzierte &ouml;ffentliche Infrastruktur an die Finanzindustrie zu verscherbeln?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abriss von &Ouml;l-Plattformen: Das wird teuer<\/strong><br>\nDer Abriss von &Ouml;l- und Gasplattformen im britischen Teil der Nordsee wird teuer: Bis zu 120 Milliarden Euro wird er kosten. Bezahlen sollen das weitgehend die Steuerzahler. Durchgesetzt haben das offenbar Lobbyisten. (&hellip;) Um diese &ldquo;Stilllegungs-Zeitbombe&rdquo; zu entsch&auml;rfen, organisierten die &Ouml;l- und Gaskonzerne in den vergangenen Monaten eine der gr&ouml;&szlig;ten Lobby-Kampagnen in der Geschichte Gro&szlig;britanniens. Die auf Lobbyismus spezialisierte britische Nichtregierungsorganisation &ldquo;InfluenceMap&rdquo; ver&ouml;ffentlicht dazu heute einen ausf&uuml;hrlichen Bericht.Demnach warben alle betroffenen Konzerne wie Shell, BP und Exxon sowie die entsprechenden Branchenverb&auml;nde massiv f&uuml;r Steuererleichterungen und staatliche Hilfen beim &Ouml;l-Ausstieg. Unterst&uuml;tzt wurden sie von Consulting-Unternehmen wie Price Waterhouse Cooper, KPMG und Deloitte sowie verschiedenen PR-Agenturen. Die Argumentation war stets die gleiche: Niedrige &Ouml;lpreise und sinkende F&ouml;rderraten machten der Branche das Leben schwer, ohne Entlastung bei den Steuern w&uuml;rden die Unternehmen die gewaltigen Lasten des R&uuml;ckbaus nicht tragen k&ouml;nnen. Bei mehr als 100 Gespr&auml;chen mit f&uuml;hrenden Verantwortlichen des britischen Finanzministeriums trug die &Ouml;l- und Gaslobby in den vergangenen drei Jahren ihre Position immer wieder vor, so die Recherchen von &ldquo;InfluenceMap&rdquo;. Der Einsatz hat sich offenbar gelohnt: Die einst 50-prozentige Umsatzsteuer wurde erst gesenkt, dann ganz abgeschafft, andere Abgaben halbiert. Zugleich wurden den &Ouml;l-Konzernen in bislang 76 Vereinbarungen staatliche Hilfen f&uuml;r den R&uuml;ckbau zugesagt. Erstmals in der Geschichte der britischen &Ouml;lf&ouml;rderung hat der britische Schatzmeister daher im vergangenen Jahr weniger Geld aus der Branche eingenommen, als an diese ausgezahlt wurde. Und das, obwohl allein die gro&szlig;en Drei der Branche &ndash; BP, Shell und Total &ndash; im abgelaufenen Jahr einen Gewinn von rund zehn Milliarden Euro eingefahren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/oel-117.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Israel: Generalstaatsanwalt ermittelt im Zusammenhang mit Kauf deutscher U-Boote<\/strong><br>\nDer israelische Generalstaatsanwalt ermittelt wegen des Verdachts der Korruption beim Kauf von U-Booten und Korvetten der Firma ThyssenKrupp. Es gehe um mehrere Verd&auml;chtige, zu denen Ministerpr&auml;sident Netanjahu aber nicht geh&ouml;re, teilte das Justizministerium mit. Neben den drei U-Booten betr&auml;fen die Ermittlungen einen im Mai 2015 geschlossenen Kaufvertrag &uuml;ber vier Korvetten. Der deutsche Hersteller hatte voriges Jahr eigene Ermittlungen eingeleitet. Als Schl&uuml;sselfigur gilt Netanjahus pers&ouml;nlicher Rechtsberater Schimron. Dieser vertritt auch einen Gesch&auml;ftsmann, der als israelischer Vertriebspartner von ThyssenKrupp Marine Systems fungierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-generalstaatsanwalt-ermittelt-im-zusammenhang-mit.447.de.html?drn:news_id=715485\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Replacement Migration: Is It a Solution to Declining and Ageing Populations? <\/strong><br>\nUnited Nations projections indicate that over the next 50 years, the populations of virtually all countries of Europe as well as Japan will face population decline and population ageing. The new challenges of declining and ageing populations will require comprehensive reassessments of many established policies and programmes, including those relating to international migration.<br>\nFocusing on these two striking and critical population trends, the report considers replacement migration for eight low-fertility countries (France, Germany, Italy, Japan, Republic of Korea, Russian Federation, United Kingdom and United States) and two regions (Europe and the European Union). Replacement migration refers to the international migration that a country would need to offset population decline and population ageing resulting from low fertility and mortality rates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.un.org\/esa\/population\/publications\/migration\/migration.htm\">UN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieses Dokument der Vereinten Nationen ist interessant, obwohl es von 2001 ist. Es wird der Frage nachgegangen, ob Zuwanderung eine L&ouml;sung f&uuml;r an Zahl abnehmende und &auml;lter werdende Gesellschaften sein k&ouml;nne. So langfristig kann man dar&uuml;ber nachdenken!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Trump hat recht: Die NATO ist obsolet<\/strong><br>\nUnter den Historikern, die sich mit den Quellen besch&auml;ftigt haben, ist eine Mehrheit davon &uuml;berzeugt, dass es nicht Stalins Absicht war, Westeuropa anzugreifen. Der Zweite Weltkrieg war gewonnen, die Sowjetunion von befreundeten Nachbarn umringt und Deutschland geteilt. Die Alliierten hatten dabei wertvolle Hilfe geleistet, und die Sowjetunion f&uuml;hlte sich von ihren ehemaligen Waffenbr&uuml;dern nicht bedroht. Es wird oft &uuml;bersehen, dass die Sowjetunion beim Sieg &uuml;ber Deutschland die Hauptlast zu tragen und die bei weitem meisten Todesopfer unter Soldaten wie Zivilisten zu beklagen hatte. Als die Archive der Sowjetunion in der Amtszeit von Pr&auml;sident Boris Jelzin ge&ouml;ffnet wurden, ergaben gr&uuml;ndliche Recherchen westlicher Historiker, dass Moskau keinen Angriff auf Europa plante. Trotz ihres Engagements im ehemaligen Jugoslawien und in Afghanistan kann man die NATO derzeit nicht wirklich als B&uuml;ndnis gleichberechtigter Partner bezeichnen. Die Europ&auml;er selbst initiieren keine Milit&auml;roperationen (mit Ausnahme des Einsatzes in Libyen, der schlie&szlig;lich zum Sturz und zur T&ouml;tung von Muammar al-Gaddafi f&uuml;hrte). Es sind die Amerikaner, die handeln, und die Europ&auml;er folgen ihnen zuverl&auml;ssig, ungeachtet eigener Vorbehalte. Bei der Intervention der NATO im Kosovo-Krieg haben sich die Europ&auml;er den Amerikanern angeschlossen und gegen die eigene &Uuml;berzeugung nicht auf ein Mandat des UN-Sicherheitsrats bestanden. Und nun sind sie emp&ouml;rt dar&uuml;ber, dass Russland es ihnen mit der Besetzung der Krim gleichtut. F&uuml;r die Probleme, mit denen es Europa heute zu tun hat, hat die NATO keine Relevanz mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/trump-hat-recht-die-nato-ist-obsolet-1871\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ansturm auf Ceuta: Ein Fl&uuml;chtling erz&auml;hlt<\/strong><br>\nVor einer Woche haben Hunderte Fl&uuml;chtlinge die spanische Exklave Ceuta auf der afrikanischen Seite des Mittelmeers gest&uuml;rmt. Nun berichtet ein junger Kameruner, wie er nach Ceuta gelangte und best&auml;tigt einen Verdacht von Menschenrechtsorganisationen und Medien. (&hellip;) Anders als die Fl&uuml;chtlinge in den Wochen zuvor, wollten Ibrahim und seine Freunde nicht versuchen, die sechs Meter hohen Doppel-Grenzz&auml;une von Ceuta hochzuklettern. Diese sind mit spitzem Draht gesichert. Die Anlage ist acht Kilometer lang. Zwischen den Z&auml;unen liegt ein Netz aus Stahlkabeln, das das Vorankommen weiter erschwert. Die M&auml;nner hatten Werkzeug dabei, mit dem sie die Tore an den Z&auml;unen &ouml;ffnen wollten. Das gelang, auch weil das marokkanische Milit&auml;r die Gruppe nicht zur&uuml;ckhielt: &ldquo;Niemand von der Polizei war dort. So konnten wir einfach zu den Z&auml;unen. Bei unseren anderen Versuchen stoppten uns die Marokkaner fr&uuml;hzeitig, diesmal nicht&rdquo;, berichtet Ibrahim. Ibrahim best&auml;tigt damit den Verdacht, den Menschenrechtsorganisationen und spanische Medien seit dem Vorfall &auml;u&szlig;ern: Marokko hat die Verabredung mit Spanien nicht ernst genug genommen, Fl&uuml;chtlinge vor dem Ceuta-Zaun abzufangen. F&uuml;r diesen Deal bekommt Marokko Geld von Spanien &ndash; wie viel, ist nicht bekannt. M&ouml;glicherweise reiche es dem Land nicht, sagt Virginia &Aacute;lvarez von Amnesty International. Marokko sehe schlie&szlig;lich, wie viele Milliarden beispielsweise die T&uuml;rkei daf&uuml;r erhalte, Fl&uuml;chtlinge zu stoppen: &ldquo;Es ist klar, dass Marokko seine Kontrolle &uuml;ber die Grenze dazu benutzt, um von der Europ&auml;ischen Union und Spanien Zugest&auml;ndnisse zu bekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ceuta-migranten-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kriege f&uuml;hren zu Hungersnot in Ostafrika<\/strong><br>\nEine Rolle k&ouml;nnte auch die Spekulation mit Lebensmitteln spielen, das aber ist umstritten<br>\nDie Hungersnot ist wieder da, diesmal in Ostafrika. Zehntausende Menschen fliehen deshalb inzwischen aus dem S&uuml;dsudan nach Norden in den Sudan. Das UNO-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR rechnet mit weiteren Fl&uuml;chtlingen.<br>\nDamit erreicht die Staatsgr&uuml;ndung S&uuml;dsudan einen weiteren Tiefpunkt: Erst 2011 unabh&auml;ngig geworden, hat sich der Traum von nationaler Unabh&auml;ngigkeit in einen Alptraum verwandelt. In dem Land tobt ein B&uuml;rgerkrieg. Seit 2013 bekriegen sich Pr&auml;sident Salva Kiir und sein ehemaligen Stellvertreter Riek Machar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kriege-fuehren-zu-Hungersnot-in-Ostafrika-3639505.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Politiker fordern Einreiseverbot f&uuml;r Erdogan<\/strong><br>\nDeutschlands Politiker fordern, auf die Inhaftierung des deutschen Journalisten Deniz Y&uuml;cel in der T&uuml;rkei mit Druck zu reagieren. Auch der Europarat ist angesichts der aktuellen Entwicklungen besorgt.<br>\nNach der Inhaftierung des T&uuml;rkei-Korrespondenten der Zeitung &bdquo;Welt&ldquo;, Deniz Y&uuml;cel, haben Politiker partei&uuml;bergreifend scharfe Konsequenzen f&uuml;r Ankara bis hin zu Einreiseverboten f&uuml;r t&uuml;rkische Politiker nach Deutschland gefordert. &bdquo;Die Bundesregierung muss ein Einreiseverbot f&uuml;r Erdogan und die t&uuml;rkische Regierung in Deutschland verh&auml;ngen&ldquo;, sagte die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung (Mittwochsausgabe).<br>\n&bdquo;Sie d&uuml;rfen hier keinen Wahlkampf f&uuml;r Diktatur und Todesstrafe machen&ldquo;, sagte Dagdelen mit Blick auf einen m&ouml;glichen Wahlkampfauftritt des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan vor dem umstrittenen Referendum &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Pr&auml;sidialsystems im April in der T&uuml;rkei. Die Bundesregierung m&uuml;sse auch &bdquo;Sanktionen gegen Erdogan und seinen Clan, wie etwa die Sperrung von Konten, pr&uuml;fen&ldquo;.<br>\nZudem m&uuml;ssten die Verhandlungen &uuml;ber einen EU-Beitritt und die Ausweitung der Zollunion mit der Regierung in Ankara &bdquo;sofort auf Eis gelegt werden&ldquo;, sagte die Linken-Politikerin. Au&szlig;erdem forderte Dagdelen, dass die Bundeswehr &bdquo;aus der T&uuml;rkei abgezogen werden&ldquo; m&uuml;sse. &bdquo;Es kann nicht sein, dass in einem Land deutsche Soldaten stationiert und gleichzeitig deutsche Journalisten inhaftiert sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/politiker-fordern-nach-yuecel-inhaftierung-einreiseverbot-fuer-erdogan-14903341.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein Punkt fehlt in der Liste &ndash; die Aufk&uuml;ndigung des &bdquo;Fl&uuml;chtlingsabkommens&ldquo;. Aber genau das wird ja nicht passieren, da Angela Merkel h&ouml;llische Angst davor hat, dass im Wahljahr das Fl&uuml;chtlingsthema zur&uuml;ckkommt, der AfD Stimmen zuf&uuml;hrt und die erzkonservativen Parteigranden in CDU und CSU wieder gegen sie in Stellung bringt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kritik an Medienschelte: Bush teilt gegen Trump aus<\/strong><br>\nIn den vergangenen Jahren hielt er sich mit &Auml;u&szlig;erungen zur aktuellen Politik zur&uuml;ck. Nun aber meldete sich Ex-Pr&auml;sident Bush zu Wort: Er verurteilte die Angriffe von US-Pr&auml;sident Trump gegen die Medien. (&hellip;) In einem Interview des Senders NBC bezeichnete Bush die Medien als &ldquo;unverzichtbar f&uuml;r eine Demokratie&rdquo;: &ldquo;Wir brauchen unabh&auml;ngige Medien, um Leute wie mich zur Verantwortung zu ziehen. Macht kann sehr s&uuml;chtig machen. Und sie kann zerst&ouml;rerisch sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/bush-trump-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dass gerade Bush hier Respekt vor einer unabh&auml;ngigen Presse anmahnt, wirkt wie unfreiwillige Satire. Erinnert sei an die <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2005\/feb\/11\/usa.suzannegoldenberg\">Aff&auml;re um den Fake-Journalisten Jeff Gannon<\/a>, der im Pressekorps des Wei&szlig;en Hauses besonders gern und h&auml;ufig von Bushs Sprecher aufgerufen wurde, da er stets handzahme Fragen im Sinne der Regierung stellte. Sp&auml;ter kam heraus, dass er gar kein Journalist war und nie Artikel ver&ouml;ffentlicht hatte. Erinnert sei auch an den regierungskritischen Reporter James Risen, der sowohl unter Bush also auch unter Obama von der Justiz vorgeladen und mit Gef&auml;ngnis bedroht wurde, um die Namen seiner Quellen offenzulegen &ndash; wogegen er sich wehrte. &bdquo;Wir brauchen unabh&auml;ngige Medien&ldquo; klingt da wie Hohn.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sprecher des Deutschen Journalistenverbandes hat eine Obsession: RT Deutsch<\/strong><br>\nHendrik Z&ouml;rner, Sprecher des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV), hat eine recht eigenartige Berufsauffassung. Statt f&uuml;r die Rechte seiner Journalisten-Kollegen einzutreten, denunziert er lieber Politiker, die es wagen, RT Deutsch ein Interview zu geben. Dabei schreckt der Funktion&auml;r auch vor dem Einsatz von Fake News nicht zur&uuml;ck. (&hellip;) RT Deutsch kontaktierte am 24. Februar 2017 Z&ouml;rner direkt nach seiner Ver&ouml;ffentlichung auf der Verbandswebseite. Der Sender wollte von ihm erfahren, auf welcher Informationsgrundlage er seine Aussage zu RT get&auml;tigt hat. Das Telefonat spottete jeder Vorstellung, die man sich von einem professionellen Pressesprecher eines der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Journalistenverb&auml;nde machen kann: (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/46993-sprecher-djv-hat-obsession-rt-deutsch\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37200\">Eine Ohrfeige f&uuml;r den Journalismus<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Europaparlament will rassistische &Auml;u&szlig;erungen zensieren<\/strong><br>\nBei rassistischen Ausf&auml;llen darf der Pr&auml;sident des Europaparlaments jetzt den Livestream abschalten &ndash; und die Aufnahmen sogar aus dem Archiv l&ouml;schen. Kritiker halten das f&uuml;r ein Geschenk an rechte Populisten. (&hellip;) Die Regel findet sich in der Gesch&auml;ftsordnung des Europaparlaments, die im Dezember &uuml;berarbeitet wurde. Doch die zugeh&ouml;rige Pressemitteilung &ndash; &Uuml;berschrift: &ldquo;F&uuml;r mehr Transparenz im Parlament&rdquo; &ndash; unterschlug die brisante &Auml;nderung. Sie wurde erst jetzt bekannt, nachdem sich Journalisten der spanischen Zeitung &ldquo;La Vanguardia&rdquo; bis auf Seite 93 des 158 Seiten starken Regelwerks vorgek&auml;mpft hatten. (&hellip;) Kritik kam auch vom in Br&uuml;ssel ans&auml;ssigen Internationalen Presseverband IPA und aus dem Parlament selbst. Der Linken-Abgeordnete Helmut Scholz etwa wies darauf hin, dass das Parlament die einzige direkt gew&auml;hlte Institution der EU sei &ndash; und dass es Abgeordneten erlaubt sein m&uuml;sse, ihre Ansichten auszusprechen. &ldquo;Dieses Recht kann man nicht einschr&auml;nken&rdquo;, sagte Scholz der Nachrichtenagentur AP. (&hellip;) Was verleumderisch, fremdenfeindlich oder rassistisch genug ist, entscheidet bei Plenumsdebatten allein Parlamentspr&auml;sident Antonio Tajani, der sein politisches Handwerk ausgerechnet bei Europas Urpopulist Silvio Berlusconi gelernt hat. Insbesondere die Verleumdung sei &ldquo;ein sehr unbestimmter Rechtsbegriff&rdquo;, bem&auml;ngelt Thiele. &ldquo;Wo beginnt Diffamierung, wo endet harte Debatte? Auf diese Art kann man auch unliebsame Kritik verhindern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-parlament-videos-von-rassisten-sollen-geloescht-werden-a-1136562.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Mit der Begr&uuml;ndung, &bdquo;Hate Speech&ldquo; bek&auml;mpfen zu wollen, wird Zensur offenbar immer salonf&auml;higer, <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/01\/24\/facebook-wahrheitspruefer-correctiv-verstrickt-sich-in-widersprueche\/\">geplant bereits bei Facebook<\/a> und nun offenbar auch im EU-Parlament.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Unbefristete Haft f&uuml;r Gef&auml;hrder in Bayern?<\/strong><br>\nBayern versch&auml;rft seine Ma&szlig;nahmen zur Terror-Abwehr: Sogenannte Gef&auml;hrder sollen k&uuml;nftig zeitlich unbegrenzt in Pr&auml;ventivhaft genommen werden k&ouml;nnen. Das sieht nach Informationen der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; ein neues Anti-Terror-Paket der Landesregierung vor. (&hellip;) Schon heute sehen alle Bundesl&auml;nder in ihren Polizeigesetzen die M&ouml;glichkeit vor, Vorbeugehaft zu verh&auml;ngen. Bislang gilt das Recht allerdings nur f&uuml;r wenige Tage, denn bei den Betroffenen liegt kein Verdacht einer bereits begangenen Straftat vor. Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg gehen bislang am weitesten. Sie gestatten Vorbeugehaft von bis zu 14 Tagen. Bayern w&auml;re nun das erste Bundesland, das sich von der Idee einer H&ouml;chstfrist ganz l&ouml;st. (&hellip;) Das Problem: Was einen Menschen zum &ldquo;Gef&auml;hrder&rdquo; macht, ist in Bayern gesetzlich nur vage umschrieben. Das bayerische Polizeigesetz nennt als Beispiel, dass bei einer Person &ldquo;Waffen, Werkzeuge oder sonstige Gegenst&auml;nde aufgefunden werden, die ersichtlich zur Tatbegehung bestimmt sind oder erfahrungsgem&auml;&szlig; bei derartigen Taten verwendet werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gefaehrder-haft-bayern-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> &bdquo;Gef&auml;hrder&ldquo; einzusperren bedeutet eine Strafe ohne vorherige Tat. Schon das stellt s&auml;mtliche Rechtsgrunds&auml;tze auf den Kopf. Der politische Missbrauch liegt auf der Hand. Nicht ohne Grund kommt der schwammige Begriff &bdquo;Gef&auml;hrder&ldquo; in deutschen Gesetzen nicht vor. Eine zudem unbefristete Haft von vor dem Gesetz Unschuldigen darf als klares Merkmal <a href=\"https:\/\/www.dhm.de\/lemo\/kapitel\/ns-regime\/etablierung-der-ns-herrschaft\/schutzhaft.html\">totalit&auml;rer Willk&uuml;rregime<\/a> gelten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wegsperren statt observieren<\/strong><br>\nKippt die Maximalfrist von 14 Tagen, &ldquo;dann w&auml;re das ein Anschlag auf unser Grundgesetz&rdquo;, glaubt Katharina Schulze, die Fraktionschefin und Innenexpertin der Gr&uuml;nen im Bayerischen Landtag. Immerhin gehe es darum, Menschen ihre Freiheit zu nehmen. &ldquo;Die Vorstellung der CSU, man k&ouml;nne Menschen auf unbegrenzte Zeit wegsperren, ist be&auml;ngstigend und verfassungswidrig&rdquo;, sagt sie. (&hellip;) Das Bayerische Kabinett hat dem Entwurf bereits zugestimmt. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis das Gesetz ins Plenum eingebracht und verabschiedet werde, f&uuml;rchtet Schulze. &ldquo;In den meisten F&auml;llen stimmt die CSU-Fraktion mit ihrer absoluten Mehrheit den Vorlagen der Staatsregierung ohne gro&szlig;e &Auml;nderungen zu.&rdquo; Hoffnungen, dass der entsprechende Absatz vielleicht doch noch getilgt wird, macht sie sich daher nicht. &ldquo;Das ist ein verzweifelter Versuch der CSU zum Faschingsfinale, die AfD rechts zu &uuml;berholen&rdquo;, sagt Schulze. (&hellip;) Auch Juristen sind skeptisch: Das Gesetz sei &ldquo;verfassungsrechtlich bedenklich&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Anwaltvereins, Ulrich Schellenberg, gegen&uuml;ber der S&uuml;ddeutschen Zeitung, die zuerst &uuml;ber den Fall berichtet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/gefaehrder-bayern-inhaftierung-antiterrormassnahmen-definition\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Bayern will das Guantanamo-Prinzip einf&uuml;hren<\/strong><br>\nPr&auml;ventiv-Haft stellt die Unschuldsvermutung auf den Kopf. Deshalb wird sie in Rechtsstaaten nur sehr schamhaft und begrenzt eingesetzt. In Deutschland bisher: maximal 14 Tage. Wie schwer es n&auml;mlich ist, jemanden zu finden, der einen angeblichen Terror-Gef&auml;hrder ohne Not wieder freil&auml;sst, weil er nicht (mehr) gef&auml;hrlich ist &ndash; davon kann gut der Bremer Murat Kurnaz erz&auml;hlen, den einst ein Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier &uuml;ber Jahre unschuldig in Guantanamo schmoren lie&szlig;, solange er nicht jeden Rest eines Zweifels ausger&auml;umt sah. Man kennt diesen Sackgassen-Mechanismus auch von Richter-Entscheidungen bei der Sicherungsverwahrung. Im Zweifel ist immer noch Gefahr da, im Zweifel bleibt die T&uuml;r zu. Aber bei der Sicherungsverwahrung ist dem Inhaftierten immerhin schon einmal eine Tat nachgewiesen worden. Hier nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-mia-san-guantanamo-1.3397364#redirectedFromLandingpage\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37214"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37217,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37214\/revisions\/37217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}