{"id":37248,"date":"2017-03-03T08:56:03","date_gmt":"2017-03-03T07:56:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37248"},"modified":"2019-01-30T11:22:49","modified_gmt":"2019-01-30T10:22:49","slug":"das-automobil-als-waffe-und-selbstwertprothese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37248","title":{"rendered":"Das Automobil als Waffe und Selbstwertprothese"},"content":{"rendered":"<p>In Berlin wurde Anfang der Woche das Urteil im Prozess gegen zwei junge M&auml;nner gesprochen, die bei einem illegalen Autorennen einen Mann zu Tode gebracht haben. In Heidelberg raste am 25. Februar ein 35-J&auml;hriger mit einem Auto in eine Menschenmenge, t&ouml;tete einen und verletzte zwei weitere Passanten. Anlass f&uuml;r G&ouml;tz Eisenberg, &uuml;ber die Rolle des Automobils in dieser Gesellschaft und das Ph&auml;nomen &bdquo;Amok&ldquo; nachzudenken. Von <strong>G&ouml;tz Eisenberg<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37248#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>].<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4627\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-37248-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=37248-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170303_Das_Automobil_als_Waffe_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am 27. Februar 2017 wurden zwei 25 beziehungsweise 28 Jahre alte M&auml;nner in Berlin wegen eines illegalen n&auml;chtlichen Autorennens, das sie im Februar 2016 auf dem Kurf&uuml;rstendamm veranstaltet hatten und bei dem ein unbeteiligter Autofahrer zu Tode kam, wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Sie hatten w&auml;hrend des Rennens mehrere rote Ampeln &uuml;berfahren. Einer der beiden rammte dann mit circa 160 Stundenkilometern einen Wagen, der rund 70 Meter weit geschleudert wurde und dessen Fahrer noch am Ort des Unfalls verstarb. Das Gericht befand, die beiden jungen M&auml;nner h&auml;tten mit &bdquo;bedingtem Vorsatz&ldquo; gehandelt und bei ihrem Handeln den Tod und die Verletzung anderer Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf genommen. Die Verteidiger hatten dagegen Schuldspr&uuml;che wegen fahrl&auml;ssiger T&ouml;tung f&uuml;r den einen Fahrer und wegen Gef&auml;hrdung des Stra&szlig;enverkehrs f&uuml;r den anderen gefordert. Sie argumentierten, der Vorsatz, an einem Rennen teilzunehmen, sei nicht mit einem T&ouml;tungsvorsatz gleichzusetzen. Ihnen w&uuml;rde &ldquo;bei so einer Fahrt das Risiko nicht in den Sinn kommen&rdquo;. Die M&auml;nner seien davon ausgegangen, alles unter Kontrolle zu haben. Die Verteidigung k&uuml;ndigte an, in Revision zu gehen.<\/p><p><strong>Viagra des m&auml;nnlichen Stolzes<\/strong><\/p><p>Wenn das Berliner Urteil in einer Revision beim Bundesgerichtshof Bestand h&auml;tte, w&uuml;rden die Richter damit, wie man so sagt, Rechtsgeschichte schreiben. Denn bislang wurden illegale Stra&szlig;enrennen wie Kavaliersdelikte behandelt und die Raser wurden auch dann, wenn Todesopfer zu beklagen waren, in der Regel wegen fahrl&auml;ssiger T&ouml;tung verurteilt. Die H&ouml;chststrafe ist hier f&uuml;nf Jahre. Kommt bei einer innerst&auml;dtischen Raserei niemand zu Schaden, wird sie, wenn &uuml;berhaupt, als Ordnungswidrigkeit geahndet und die Raser kommen mit einer Geldstrafe und einem befristeten F&uuml;hrerscheinentzug davon. Ich erinnere mich noch an einen &auml;hnlich gelagerten Fall in K&ouml;ln, bei dem die T&auml;ter, die eine Radfahrerin zu Tode gebracht hatten, mit Bew&auml;hrungsstrafen belegt wurden. Die Angeh&ouml;rigen der jungen Frau waren ob des Urteils und der in ihm zutage getretenen Geringsch&auml;tzung des Lebens fassungslos. Sie waren in ihrem Gerechtigkeitsempfinden tief verletzt und ihr Glaube an den Rechtsstaat war ersch&uuml;ttert. Die Tat hat das prek&auml;re Gleichgewicht der Gesellschaft gest&ouml;rt, die von einem Gericht ausgesprochene Strafe soll es wieder herstellen. Am Ende von Berufung und Revision steht ein rechtskr&auml;ftiges Urteil, das den Rechtsfrieden wiederherstellen und der Gesellschaft und den Betroffenen ein Weiterleben erm&ouml;glichen soll. Urteile, wie sie bisher in solchen F&auml;llen &uuml;blich waren, erf&uuml;llen diese Funktion nicht und lassen bei den Angeh&ouml;rigen des Opfers Rachegel&uuml;ste entstehen. <\/p><p>Das Berliner Urteil stellt in meinen Augen klar, dass das menschliche Leben das h&ouml;chste Rechtsgut ist und dass die Gesellschaft auf Verletzungen dieses Rechtsgutes konsequent reagiert. Es ist ein Urteil mit einer m&ouml;glicherweise gro&szlig;en generalpr&auml;ventiven Wirkung. Potenzielle T&auml;ter wissen nun, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden und mit einer harten Bestrafung rechnen m&uuml;ssen, wenn sie das Leben anderer leichtfertig aufs Spiel setzen. <\/p><p>Autos fungieren in unserer Kultur als Viagra des schw&auml;chelnden m&auml;nnlichen Stolzes. Der Gashebel wird zum einzigen Hebel, den man noch bet&auml;tigen kann. Ein kleines allt&auml;gliches Beispiel: An einer Ampel unweit meiner Wohnung halten kurz nacheinander zwei schwarze Autos. Sie kommen  nebeneinander zu stehen. Die Fahrer haben rasierte Sch&auml;del und tragen Gangstersonnenbrillen. Die beiden jungen M&auml;nner haben Witterung aufgenommen, Reflexe schnappen ein und setzen einen Mechanismus in Gang, der kaum noch zu stoppen ist: Die Autos werden zu m&auml;nnlichen Selbstwertprothesen, die das Selbstgef&uuml;hl aufbl&auml;hen und ihren Besitzern das Gef&uuml;hl vermitteln, grandios zu sein. Die Kraft der Motoren wird &uuml;ber ihren Status entscheiden. Sie betreiben ein nerv&ouml;ses Wechselspiel zwischen Kupplung und Gaspedal, sodass die Autos leicht vor- und zur&uuml;ckwippen. Ihre Blicke gehen hektisch zwischen den Lichtern der Ampel und dem Rivalen hin und her. Beide warten auf das Startsignal. Versp&auml;tete Fu&szlig;g&auml;nger oder Radfahrer h&auml;tten keine &Uuml;berlebenschance. Die Ampel springt auf Gelb, innerhalb von Sekundenbruchteilen geben sie Gas, Motoren heulen auf, Reifen quietschen und die Wagen schie&szlig;en leicht schlingernd davon. Ein paar hundert Meter weiter m&uuml;ssen sie ihr Rennen vor der n&auml;chsten roten Ampel ebenso rabiat unterbrechen. Wer die erste Etappe gewonnen hat, kann ich nicht erkennen. <\/p><p>&bdquo;Spitzenleistungen&ldquo; wie das Berliner Ereignis sind nur auf der Basis eines &bdquo;Breitensports&ldquo; m&ouml;glich, von dessen massenhafter Aus&uuml;bung sich jeder Verkehrsteilnehmer jeden Tag ein Bild machen kann. Das Automobil erf&uuml;llt wie der Fu&szlig;ball eine wichtige sozialpsychologische Funktion: die gestaute Wut derer loszulassen, die in Unm&uuml;ndigkeit und Ohnmacht gefangen sind. Wie gewisse Hunde keine Tiere, sondern das nach au&szlig;en verlegte Aggressionspotenzial ihrer Besitzer sind, so sind gewisse Autos keine Fortbewegungsmittel, sondern lackierte Kampfhunde, die ihre Fahrer aufeinander loslassen. Kaum vorstellbar, dass kapitalistische, auf Konkurrenz basierende Gesellschaften wirklich zum selbstfahrenden Automobil &uuml;bergehen. Wo sollten die gestauten Aggressionen hingehen, wenn man ihnen den Zugang zum Gaspedal und das Ausagieren im Stra&szlig;enverkehr verwehrt? Wahrscheinlich ist, dass sich die Wut im Kreis drehen und unter den Unterdr&uuml;ckten ihre Verheerungen anrichten w&uuml;rde, sie k&ouml;nnte sich aber auch gegen ihre Verursacher kehren. Damit das nicht geschieht, nimmt diese Gesellschaft nach wie vor Menschenopfer in Kauf.<\/p><p><strong>Einschnappende Reflexe<\/strong><\/p><p>In Heidelberg raste am Nachmittag des 25. Februar 2017 ein Auto in eine Menschenmenge vor einer B&auml;ckerei eingangs der Fu&szlig;g&auml;ngerzone. Das Auto erfasste drei Passanten, bevor es gegen einen Pfosten prallte und zum Stehen kam. Zwei dieser Passanten wurden leicht verletzt, ein 73-j&auml;hriger Mann erlag Stunden nach der Tat in einer Klinik seinen Verletzungen. Der Fahrer verlie&szlig; das Auto und floh zu Fu&szlig; und mit einem Messer bewaffnet. Kurze Zeit sp&auml;ter wurde er von der Polizei gestellt und aufgefordert, sein Messer niederzulegen. Nach Polizeiangaben soll er sich stattdessen mit dem Messer in der Hand bedrohlich auf die Beamten zubewegt haben. Nachdem er auch mit Pfefferspray nicht zu stoppen gewesen sei, habe ein Beamter auf ihn geschossen. Er wurde mit einem Bauchschuss in eine Klinik gebracht und soll nach einer Operation au&szlig;er Lebensgefahr sein. Es handele sich um einen 35-j&auml;hrigen in Heidelberg lebenden Studenten, lie&szlig;en die Ermittler verlauten. Er sei zuvor nicht polizeibekannt gewesen. Nichts weise auf einen terroristischen oder islamistischen Hintergrund der Tat hin, es sei eher von der &bdquo;Amokfahrt eines psychisch labilen Mannes&ldquo; auszugehen. N&auml;heres k&ouml;nne man zu diesem Zeitpunkt &uuml;ber die Motive des T&auml;ters noch nicht sagen. <\/p><p>Soviel Zeit wollten sich andere nicht lassen. Kurz nach Bekanntwerden der Amokfahrt schnappten die inzwischen &uuml;blichen Reflexe ein. Die Nutzer der sogenannten sozialen Medien wussten mehr als die Polizei und begannen wild herumzuphantasieren und zu -twittern. Es handele sich um die Tat eines Fl&uuml;chtlings, wurde behauptet. Die Polizei sah sich gen&ouml;tigt, gegen die ins Kraut schie&szlig;enden Ger&uuml;chte und Falschmeldungen vorzugehen und twitterte ihrerseits: &bdquo;Und noch mal f&uuml;r alle: Tatverd&auml;chtiger: Deutscher OHNE Migrationshintergrund.&ldquo; Dennoch war weiterhin vom Migrationshintergrund des T&auml;ters die Rede; wenn auch das nicht zutreffen sollte, handele es sich mindestens um einen zum Islam konvertierten Deutschen. Wenn die Polizei das nicht best&auml;tige, habe man es wieder mal mit einer gezielten Fehlinformation und arglistigen T&auml;uschung der Beh&ouml;rden zu tun. Hatte die Polizei nicht auch nach den K&ouml;lner Silvesterereignissen erst nach tagelangem Leugnen und massiver Kritik von au&szlig;en einger&auml;umt, dass in jener Nacht etwas vorgefallen war und dass daran schwerpunktm&auml;&szlig;ig junge m&auml;nnliche Migranten aus dem Maghreb beteiligt waren?  Eine Folge der (Des-)Informationspolitik der K&ouml;lner Polizei besteht darin, dass die Polizei insgesamt massiv an Glaubw&uuml;rdigkeit eingeb&uuml;&szlig;t hat und dass man Fl&uuml;chtlingen und Migranten einen B&auml;rendienst erwiesen hat. Die Ausl&auml;nderfeinde argumentieren seither nach einem ber&uuml;hmten Schweizer Motto: &bdquo;Ob Wilhelm Tell gelebt hat, wei&szlig; man nicht. Aber dass er den Landvogt Ge&szlig;ler umgebracht hat, steht fest.&ldquo;<\/p><p>So schnell geben jene, die im Bann ihrer Vorurteile Bescheid zu wissen glauben, nicht klein bei. Sie lassen sich wie ihr gro&szlig;es Vorbild Donald Trump auch durch Fakten nicht irritieren und verfahren nach dem Motto: &bdquo;Wenn zwischen meiner Meinung und den Tatsachen Differenzen auftreten: umso schlimmer f&uuml;r die Tatsachen!&ldquo; Immer aufs Neue bekommen wir Beispiele geliefert f&uuml;r die Ohnmacht eines aufkl&auml;rerischen Ansatzes, der davon ausgeht, man m&uuml;sse die Leute blo&szlig; mit den sogenannten Fakten und &bdquo;der Wahrheit&ldquo; konfrontieren und schon lie&szlig;en sie von ihren irrigen Meinungen ab. Vorurteile sind keine blo&szlig;en Fehlinformationen, sondern denktechnische Verh&uuml;tungsmittel, die ihre Tr&auml;ger davor sch&uuml;tzen, sich mit Wirklichkeit zu infizieren und von ihr aus dem Konzept bringen zu lassen. Vorurteile sind gegen die Realit&auml;t und Korrekturen durch gegenl&auml;ufige Erfahrungen perfekt abgedichtet. Puschkin sagte: &bdquo;Teurer als die bittere Wahrheit ist uns der erhabene Wahn&ldquo;. Vorurteilsbeladene Menschen sind immer bestrebt, ihre Meinung zu validieren. Dazu blenden sie st&ouml;rende Elemente einfach aus. Harald Welzer hat dazu k&uuml;rzlich bemerkt: &bdquo;Vorurteile sind Orientierungsmarken und Wegweiser in einer komplexen Welt, weshalb man gern an ihnen festh&auml;lt, insbesondere dann, wenn sie den Vorteil aufweisen, die Welt widerspruchsfrei zu erkl&auml;ren.&ldquo; <\/p><p><strong>Schwierige Motivsuche<\/strong><\/p><p>Da der T&auml;ter sich &uuml;ber seine Motive ausschweigt, kann man &uuml;ber sie nur Vermutungen anstellen. Auch dann, wenn Amokt&auml;ter &uuml;berleben und reden k&ouml;nnten, finden sie oft keinen Zugang zu ihren Motiven. Polizei, Richter und forensische Gutachter bem&uuml;hen sich, jene Motive nachzuliefern, an denen es den T&auml;tern offensichtlich mangelt oder die ihnen nicht zug&auml;nglich sind. Schon Franz Alexander und Hugo Staub haben die Antwort des Angeklagten auf die Frage des Richters nach seinen Motiven: &bdquo;Ich wei&szlig; es nicht&ldquo; mit dem Kommentar versehen: &bdquo;Dieses einzige wahre Wort, das bei der Gerichtsverhandlung gefallen ist, glaubt kein Mensch.&ldquo; In der Regel kommt das Kausalit&auml;tsbed&uuml;rfnis der Justiz, die bis heute an dem Grundsatz festh&auml;lt: &bdquo;Jener hat die Tat begangen, dem sie n&uuml;tzt&ldquo;, erst dann zur Ruhe, wenn es dem T&auml;ter im Laufe langwieriger Befragungen gelingt, seine Tat in eine halbwegs plausibel klingende Erz&auml;hlung einzubetten, die sich gesellschaftlich produzierter und lizenzierter Codierungen bedient. Die Ehrlichkeit des &bdquo;Ich wei&szlig; es nicht&ldquo; bricht unter dem Dauerbeschuss der Fragen schlie&szlig;lich zusammen und weicht einer Nachproduktion von Motiven, die die Justiz und die beunruhigte &Ouml;ffentlichkeit aufatmen lassen: &bdquo;Aha, das ist es also!&ldquo; Der Schrecken &bdquo;zweckfreier&ldquo; Gewalt und &bdquo;reinen&ldquo; Hasses scheint gebannt, wenn Unbekanntes in leidlich Bekanntes verwandelt ist und die Tat sich approbierten Deutungsmustern schlie&szlig;lich doch zu f&uuml;gen scheint.<\/p><p>Da auch ich ein Kausalit&auml;tsbed&uuml;rfnis habe und es nur schwer ertragen kann, einen Fall wie diesen in der Schwebe zu belassen, beteilige ich mich aus der Ferne an der Motivsuche. Meine Phantasie zum Heidelberger Fall, die durch meine Erfahrung mit T&auml;tern dieser Art und die Art der Tatbegehung gen&auml;hrt wird, ist die, dass es sich um einen Fall dessen handeln k&ouml;nnte, was Kriminologen &ldquo;suicide by cop&rdquo; nennen. In eine aussichtlos erscheinende Lage geratene Menschen bringen sich nicht selbst um, sondern legen es darauf an, sich von der Polizei erschie&szlig;en zu lassen. Es handelt sich meist um vom Leben entt&auml;uschte, gescheiterte, anomisch vereinsamte Menschen, die &uuml;ber ihren inneren Ungl&uuml;cksvorr&auml;ten br&uuml;ten. Mir ist aus meiner Arbeit im Gef&auml;ngnis ein Fall in Erinnerung, wo sich ein junger Mann, der in eine schwere Lebenskrise geraten war, zwei Mal darum bem&uuml;ht hat, sich erschie&szlig;en zu lassen. Beim ersten Versuch war der Scharfsch&uuml;tze zu gut und traf ihn an der Schulter. Beim zweiten ging er in einem Obdachlosenheim mit einem Samurai-Schwert auf Polizisten los, die er zuvor selbst gerufen hatte und die sich nicht anders zu helfen wussten, als ihn zu erschie&szlig;en. <\/p><p>Gerade f&auml;llt mir ein, dass sich mir die Selbstmord-Hypothese wom&ouml;glich auch deswegen aufgedr&auml;ngt hat, weil mein Unbewusstes das Heidelberger Ereignis mit etwas anderem verkn&uuml;pft hat. Vor etlichen Wochen erhielt ich die E-Mail eines mir unbekannten Mannes, in der er seinen bevorstehenden Abschied von der Welt  ank&uuml;ndigte. Er habe, schrieb er zur Erkl&auml;rung, warum er seine Abschieds-Mail ausgerechnet an mich und noch einen anderen Autor adressierte, dessen und meine &bdquo;Ver&ouml;ffentlichungen der letzten Jahre mit gr&ouml;&szlig;tem Interesse verfolgt&ldquo;. Wie ich jetzt beim nochmaligen Lesen der Mail sehe, ist auch er Student und ungef&auml;hr im gleichen Alter wie der Heidelberger Amok-Fahrer. In der Mail hei&szlig;t es unter anderem: &bdquo;seit 3 Jahren auf Nikotin, Alkohol, Tetrahydrocannabinol &hellip; Fragen: Warum? Warum leben? Warum leben auf Kosten anderer? Entwicklung Sinn des Lebens: Beantwortung zweier Fragen: Was ist Mensch? Warum tut Mensch, was Mensch tut? &hellip; Was sind das denn f&uuml;r Kommilitonen\/innen? &sbquo;Jeder gegen Jeden?!?&lsquo; &sbquo;JA KLAR!!!&lsquo; &hellip; Freundin sagt Adieu, seit dem &hellip; frei nach Camus &sbquo;La vie est absurde!&lsquo; Ich w&uuml;nsch Euch was&ldquo;<br>\nVielleicht ebnet diese Mail einen Weg zum Verst&auml;ndnis der pr&auml;suizidalen Stimmung, in der sich m&ouml;glicherweise auch der Heidelberger Student befunden hat. Nebenbei bemerkt: Ich habe, um die Ank&uuml;ndigung nicht einfach auf sich beruhen zu lassen oder als drogeninduzierten Versuch abzutun, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die Mail an die Polizei jenes Ortes weitergeleitet, in dem ich den Absender vermutete. Man versprach mir, dem nachzugehen. Was daraus geworden ist, wei&szlig; ich nicht.<\/p><p><strong>Inszenierungsschablonen<\/strong><\/p><p>Seit Jahren wird im Namen der Pr&auml;vention vor Anschl&auml;gen auf Weihnachtsm&auml;rkten und anderen gro&szlig;en Menschenansammlungen gewarnt. Anfang Dezember 2012 notierte ich: &bdquo;Um die Weihnachtszeit herum hat man doch immer ein gewisses Katastrophenbed&uuml;rfnis und die Hoffnung, dass ein &auml;u&szlig;eres Ereignis uns n&auml;her zusammenr&uuml;cken und die guten Seiten an uns entdecken l&auml;sst. Die Ermittler warnen nun wieder vor m&ouml;glichen Anschl&auml;gen auf Weihnachtsm&auml;rkte. Es beginnt die inzwischen fast zu einem Ritual gewordene allj&auml;hrliche vorweihnachtliche Mobilmachung der Bev&ouml;lkerung gegen einen unsichtbaren Feind, der &uuml;berall und nirgends vermutet werden kann und soll.&ldquo; <\/p><p>Ich m&ouml;chte die guten pr&auml;ventiven Absichten, mit denen diese allj&auml;hrlichen Warnungen verbreitet werden, gar nicht in Abrede stellen. Aber wir sollten zur Kenntnis nehmen, dass ein Kollateralschaden dieser Warnungen eben darin besteht, dass man vage tatgestimmte Menschen auf M&ouml;glichkeiten der Tatbegehung hinweist. Politik und Medien stellen &bdquo;Inszenierungsschablonen&ldquo; zur Verf&uuml;gung und zeigen, wie man es machen kann, wenn man es denn machen m&ouml;chte. Ist dann irgendwann einmal eine solche Tat begangen worden, ziehen sie in der Regel &auml;hnliche Taten nach sich. Die Medien und ihre Berichterstattung sorgen daf&uuml;r, dass ein bis dato unbekannter T&auml;ter aus dem Schatten heraus- und ins Licht der Scheinwerfer hineintritt und sich, salopp gesagt, eine Mode entwickelt. Georges Devereux spricht  in seinem Buch <em>Normal und anormal<\/em> von &bdquo;Modellen des Fehlverhaltens&ldquo;.  <\/p><p>Wie gewisse, der medizinischen Vorsorge und gesundheitlichen Aufkl&auml;rung verschriebene TV-Magazine und entsprechende Rubriken von Zeitschriften unterhalb der Ebene der manifesten Botschaft daf&uuml;r sorgen, dass die jeweilige &bdquo;Krankheit der Saison&ldquo; in den gesellschaftlichen &bdquo;Symptompool&ldquo; (Edward Shorter)  eingespeist wird, aus dem sich der auf der Suche nach einer Konkretisierung seines diffusen leib-seelischen Leidens befindliche Zeitgenosse bedienen kann, so tragen die der Aufkl&auml;rung und Kriminalit&auml;ts-Pr&auml;vention dienenden Fernsehsendungen dazu bei, neue &bdquo;Modelle des Fehlverhaltens&ldquo; zu etablieren. Bekannt und erforscht wurden die verheerenden Folgen des Fernsehspielfilms &bdquo;Tod eines Sch&uuml;lers&ldquo;, der das Publikum f&uuml;r die Identit&auml;tsn&ouml;te Pubertierender sensibilisieren wollte. In zeitlicher N&auml;he zur Ausstrahlung des mehrteiligen Films stieg die Rate der Eisenbahn-Suizide in der entsprechenden Altersgruppe drastisch an.  Ein &bdquo;Kollateralschaden&ldquo; solcher Sendungen, wie auch der angeblich der Pr&auml;vention verpflichteten Kriminal-Magazine der privaten Sender, besteht darin, dass sie &bdquo;ansteckend&ldquo; wirken, neue Codierungen f&uuml;r abweichendes Verhalten produzieren und bereits approbierte vermassen. Im Laufe meiner T&auml;tigkeit im Gef&auml;ngnis sind mir wiederholt Gefangene begegnet, die sich von der Sendung &ldquo;Aktenzeichen XY ungel&ouml;st&rdquo; zu ihren Taten anregen lie&szlig;en. <\/p><p><strong>Chronik der Amokfahrten<\/strong><\/p><p>Manchmal wundere ich mich, wie vergesslich auch sogenannte Experten sind, die jetzt in Talkshows sitzend so tun, als sei die Amokfahrt von Nizza etwas Neues und eine teuflische Erfindung des IS. Wie ein Blick auf die bei weitem nicht vollst&auml;ndige Liste der Amok-Fahrten zeigt, ist das Automobil schon l&auml;nger ein Instrument homizidaler und suizidaler Tendenzen. <\/p><p>2009 ist beim Koninginnedaag in Apeldoorn ein junger Mann mit seinem PKW in die Menschenmenge gerast und hat dabei sechs Menschen get&ouml;tet und ein Dutzend verletzt. Da sprach noch niemand vom Islam, sondern man sortierte das in die Rubrik Amok ein. Karst T., f&ouml;rderten die Ermittlungen nach der Tat zu Tage, sei verzweifelt gewesen, weil er kurz zuvor seine Arbeit und seine Wohnung verloren habe.<\/p><p>Am 1. August 2013 ist in Regensburg ein 46-j&auml;hriger Mann mit seinem Auto durch die Stadt gerast. Er durchbrach eine Baustellenabsperrung, fuhr in H&ouml;chstgeschwindigkeit durch eine Fu&szlig;g&auml;ngerzone, wobei er Passanten erfasste und verletzte, und krachte schlie&szlig;lich in die gl&auml;serne Eingangst&uuml;r eines Waschsalons. Dabei erfasste der Wagen ein f&uuml;nfj&auml;hriges M&auml;dchen und ihre dreij&auml;hrige Schwester. Das f&uuml;nfj&auml;hrige M&auml;dchen starb, ihre j&uuml;ngere Schwester wurde schwer verletzt. Die Motive des Mannes, der verletzt &uuml;berlebte, sind unklar. Er soll in einer Klinik wegen psychischer Probleme behandelt worden sein. <\/p><p>W&auml;hrend der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2006 durchbrach ein Mann mit seinem PKW die Absperrung um die Fanmeile am Brandenburger Tor, fuhr in die Menschenmenge und verletzte circa 20 Menschen. Ein Gericht erkl&auml;rte ihn sp&auml;ter f&uuml;r geisteskrank und wies ihn in die Psychiatrie ein. <\/p><p>Im Juni 2015 raste der 26-j&auml;hrige Alen R. mit einem gr&uuml;nen Gel&auml;ndewagen in eine Menschenmasse in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone der Grazer Innenstadt. Danach ging der &Ouml;sterreicher mit bosnischen Wurzeln mit einem Messer auf Passanten los. Traurige Bilanz der Bluttat: Drei Menschen starben, &uuml;ber 30 wurden verletzt.<\/p><p>Im Januar 2017 raste ein Amok-Fahrer im Zentrum der australischen Stadt Melbourne in eine Fu&szlig;g&auml;ngerzone und t&ouml;tete dabei drei Menschen. Etliche weitere wurden schwer verletzt, teilten die Beh&ouml;rden mit. Die Polizei betont, es handele sich nicht um einen Terroranschlag.<\/p><p><strong>Reiner Hass, blinde Wut<\/strong><\/p><p>Rechtsradikale und islamistische Gewalt haben uns in der letzten Zeit derart in Beschlag genommen, dass wir &uuml;berrascht sind, wenn sich Taten wie der Amoklauf von M&uuml;nchen und nun in Heidelberg ereignen &ndash; Taten ohne terroristischen oder islamistischen Hintergrund. Wir schienen eine Weile lang vergessen zu haben, dass es auch &bdquo;reinen Hass&ldquo; gibt, der auf jede ideologische Begr&uuml;ndung verzichtet und sich blind und richtungslos ent&auml;u&szlig;ert. Dabei ist diese Form des Hasses zeitgem&auml;&szlig; und diejenige, die diese Gesellschaft ex negativo am exaktesten spiegelt. Rechtsradikale und islamistische Formen der Gewalt sind im Vergleich dazu, salopp gesagt, Ausdruck r&uuml;ckst&auml;ndiger Leidenschaften. <\/p><p>Der englische Historiker Eric J. Hobsbawm vermutet, dass es kein Zufall ist, &bdquo; dass von den zehn gr&ouml;&szlig;ten Massenmorden in der amerikanischen Geschichte acht seit 1980 geschehen sind&ldquo;. Als Folge neoliberalistischer Praktiken habe sich eine &bdquo;Kultur des Hasses&ldquo; ausgebreitet, die M&auml;nner, nachdem sie eine Zeit lang einsam, frustriert und voller Wut gewesen sind,  dazu ermuntert habe, ihre Taten zu begehen. Die Deregulierung von Staat und Wirtschaft scheint mit einer psychischen Deregulierung einherzugehen, die all jene Hemmungen beiseite r&auml;umt, die bislang daf&uuml;r sorgten, dass Aggressionen in der inneren Watte stumpf wurden und sich in Gestalt von Depression oder Krankheiten gegen die eigene Person wendeten. Der von &Ouml;konomie und Markt geforderte &bdquo;flexible Mensch&ldquo; (Richard Sennett) soll alle Hemmungen ablegen, damit er zu allem f&auml;hig werde. So ist es denn auch. Man kann offensichtlich nicht beides zugleich haben: den hochflexiblen, wendigen, allseits anschlussf&auml;higen Menschen und einen Fundus von in der Person fest verankerten handlungsleitenden Normen und Werten. Deswegen ist f&uuml;r die Zukunft damit zu rechnen, dass es vermehrt zu unkontrollierten Trieb- und Impulsdurchbr&uuml;chen kommt. <\/p><p><strong>Soziosen<\/strong><\/p><p>Vielleicht m&uuml;ssen wir uns fragen, ob sich die zeitgen&ouml;ssischen und auf dem Vormarsch begriffenen St&ouml;rungsbilder, deren destruktive &Auml;u&szlig;erungsformen die &Ouml;ffentlichkeit erschrecken, &uuml;berhaupt noch zureichend in den traditionellen psychiatrisch-psychologischen Diagnose-Manualen und Begriffen unterbringen lassen oder ob wir nicht vielmehr gen&ouml;tigt sind, sie als &bdquo;Soziosen&ldquo; zu begreifen. Waren die klassischen Neurosen, in deren Behandlung die Psychoanalyse sich herausbildete, das Produkt einer patriarchalischen Traditionsfamilie, in der eine ungebrochene Vaterautorit&auml;t Triebverzicht und Unterwerfung unters Realit&auml;tsprinzip erzwang, so zeugen die neuen Krankheitsbilder eher von einem Zuwenig an (gelungener) Verdr&auml;ngung und zugemuteter Entt&auml;uschung. Wo treffen wir noch famili&auml;re Beziehungen und Bindungen an, die sich zu &ouml;dipalen Dramen oder auch nur pers&ouml;nlich ausgetragenen Konflikten zuspitzen? Unter den Realit&auml;tseinbr&uuml;chen der Gegenwart ist der famili&auml;re Binnenraum zusammengebrochen, die Eltern verblassen zu Statisten. Das, was man euphemistisch immer noch Familie nennt, ist h&auml;ufig blo&szlig; noch eine einzige Szenerie von Gleichg&uuml;ltigkeit und K&auml;lte. Die Gesellschaft nimmt die Kinder umweglos in Beschlag und formt sie nach ihrem Bilde. Innerlichkeit, einst ein von der Au&szlig;enwelt geschiedener seelischer Raum, der dem Individuum im besten Fall eine gewisse Autonomie gew&auml;hrte, ist nur noch die Herstellung einer Beziehung der Au&szlig;enwelt zu sich selbst auf dem Wege einer flachen Verinnerlichung. Was wir gegenw&auml;rtig geh&auml;uft antreffen, sind psychisch vermittelte soziogene Erkrankungen, die unmittelbar die Pathologie des gesellschaftlichen Ganzen widerspiegeln und weniger Ausdruck einer famili&auml;r vermittelten St&ouml;rung der psycho-sexuellen Kindheitsentwicklung sind. Der gewaltsame und menschenfeindliche Charakter einer auf K&auml;lte und Gleichg&uuml;ltigkeit basierenden Gesellschaft und die Tendenz zur Verrohung der Verkehrsformen werden durch die scheinbar motivlose und zweckfreie Gewalt gleichsam aus der Abstraktion gerissen und zur Kenntlichkeit gebracht. Die kriminelle Physiognomie der Zukunft wird vom Amoklauf gepr&auml;gt sein. &bdquo;Wenn die Gewalt aus der Unterdr&uuml;ckung aufsteigt, dann der Hass aus der Entleerung&ldquo;, schrieb Jean Baudrillard. Der &bdquo;reine Hass&ldquo; entsteht aus vollkommener Indifferenz, er ist frei flottierend und ohne stabiles Objekt. Indifferent t&ouml;tet der Amokl&auml;ufer ebenso indifferente Wesen. Im Vergleich dazu ist der Rechtsextremismus Ausdruck kleinb&uuml;rgerlich-r&uuml;ckst&auml;ndiger Affekte. Da aber die Bev&ouml;lkerung aus ungleichzeitigen Teilv&ouml;lkern zusammengesetzt ist, die verschiedenen &bdquo;Psychoklassen&ldquo; (deMause) angeh&ouml;ren, werden wir damit rechnen m&uuml;ssen, dass verschiedene Formen der Aggression und Gewalt noch eine Weile nebeneinander existieren. Einstweilen wird sich die Wut derer, die autorit&auml;r dressiert und zur Sau gemacht wurden, weiter in rechtsextreme und rassistische Gewalt verwandeln. Was sie in sich begraben mussten und dann krampfhaft niederhalten, setzen sie aus sich heraus und verfolgen es dort in Gestalt von Fremden und Minorit&auml;ten. Wenn wir vollends ins &bdquo;Nirwana des Geldes&ldquo; (Robert Kurz) eingetreten sein werden und alle Ungleichzeitigkeiten getilgt sind, wird als letzte Zuckung menschlicher Vitalit&auml;t nur subjekt- und objektloser Hass &uuml;brig bleiben.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] <strong>G&ouml;tz Eisenberg<\/strong> ist Sozialwissenschaftler und Publizist. Er arbeitete mehr als drei Jahrzehnte lang als Gef&auml;ngnispsychologe im Erwachsenenstrafvollzug. In der &raquo;Edition Georg B&uuml;chner-Club&laquo; erschien im Juli 2016 unter dem Titel &raquo;Zwischen Arbeitswut und &Uuml;berfremdungsangst&laquo; der zweite Band seiner &raquo;Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus&laquo;. Dort hat er soeben unter dem Titel: &raquo;Es ist besser, stehend zu sterben als kniend zu leben! No pasar&aacute;n!&laquo; auch ein B&auml;ndchen zum Spanischen B&uuml;rgerkrieg ver&ouml;ffentlicht.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Berlin wurde Anfang der Woche das Urteil im Prozess gegen zwei junge M&auml;nner gesprochen, die bei einem illegalen Autorennen einen Mann zu Tode gebracht haben. In Heidelberg raste am 25. Februar ein 35-J&auml;hriger mit einem Auto in eine Menschenmenge, t&ouml;tete einen und verletzte zwei weitere Passanten. Anlass f&uuml;r G&ouml;tz Eisenberg, &uuml;ber die Rolle des<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37248\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,60,161],"tags":[865,2005,930,866,1221,2447,1365,1363],"class_list":["post-37248","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-innere-sicherheit","category-wertedebatte","tag-amok","tag-fake-news","tag-justiz","tag-konkurrenzdenken","tag-perspektivlosigkeit","tag-strassenverkehr","tag-suizid","tag-verkehrskatastrophe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37248"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37248\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37256,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37248\/revisions\/37256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}