{"id":3731,"date":"2009-01-29T09:30:51","date_gmt":"2009-01-29T08:30:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3731"},"modified":"2009-01-29T09:30:51","modified_gmt":"2009-01-29T08:30:51","slug":"hinweise-des-tages-820","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3731","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Datenaff&auml;re bei der Deutschen Bahn &ndash; 173.000 Mitarbeiter &uuml;berpr&uuml;ft<\/li>\n<li>Kommentar zum Ifo-Index: Zur H&auml;lfte Psychologie<\/li>\n<li>IMK: In Konjunkturpaketen vorgesehene Steuersenkungen bringen Kommunen Milliardenausf&auml;lle<\/li>\n<li>Hertie und die Heuschrecke<\/li>\n<li>Brown schont Steueroasen<\/li>\n<li>&bdquo;Bad Bank&ldquo; sorgt f&uuml;r gute Kurse<\/li>\n<li>Banken verteilen eifrig Parteispenden<\/li>\n<li>IWF-Prognose &ndash; Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar<\/li>\n<li>IWF: Regierungen sollen Banken retten<\/li>\n<li>ILO: Arbeitslosigkeit, Erwerbsarmut und prek&auml;re Besch&auml;ftigung nehmen aufgrund der globalen &ouml;konomischen Krise dramatisch zu<\/li>\n<li>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verzeichnet Milliardenminus<\/li>\n<li>Big Brother: Europa will an Deine Daten<\/li>\n<li>ver.di: In weiteren Branchen soll Lohnuntergrenze gelten &ndash; Einheitliche Regelung notwendig<\/li>\n<li>Hartz-Gewinner und Verlierer<\/li>\n<li>Rentenformel &uuml;berpr&uuml;fen und D&auml;mpfungsfaktoren streichen &ndash; statt Renten umverteilen<\/li>\n<li>PPP: &raquo;W&uuml;rzburg frustriert&laquo;<\/li>\n<li>Krise der Pflegeheime<\/li>\n<li>Wirtschaftswoche ein Propagandaorgan der arbeitgeberfinanzierten INSM<\/li>\n<li>Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) wehrt sich gegen Vorw&uuml;rfe der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)<\/li>\n<li>Studiengeb&uuml;hren sollen Unidefizit ausgleichen<\/li>\n<li>Peter Licht &ndash; Lied vom Ende des Kapitalismus<\/li>\n<li>Neues aus der Anstalt<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><strong>Datenaff&auml;re bei der Deutschen Bahn &ndash; 173.000 Mitarbeiter &uuml;berpr&uuml;ft<\/strong><br>\nNeue Dimension im Spitzelskandal bei der Deutsche Bahn: Rund 173.000 Mitarbeiter sind ohne ihr Wissen und Einverst&auml;ndnis vom Konzern &uuml;berpr&uuml;ft worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/796\/456464\/text\/\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da hat der fr&uuml;here Staatsanwalt und heute oberste Korruptionsbek&auml;mpfer der Bahn Schaupensteiner aber gr&uuml;ndliche Arbeit geleistet. Von 240.000 Besch&auml;ftigten wurden 173.000 bis auf die Kontonummer &uuml;berpr&uuml;ft und mit den Daten von 80.000 Auftragnehmern der Bahn abgeglichen. Dabei habe sich in 175 F&auml;llen ein Tatverdacht ergeben. Eine private Detektei, die schon bei der Telekom einschl&auml;gige Spitzelerfahrung gesammelt hat, erhielt daf&uuml;r 800.000 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommentar zum Ifo-Index: Zur H&auml;lfte Psychologie<\/strong><br>\nWirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie. Das wusste schon Ludwig Erhardt. Die Erwartungen der Unternehmer beeinflussen ma&szlig;geblich das Wirtschaftsgeschehen. Steigt der Optimismus, wird mehr investiert, schw&auml;cht sich der Pessimismus ab, wird weniger entlassen.<br>\nDeshalb sind und waren die Konjunkturpakete der Bundesregierung und aller anderen Regierungen sowie die drastischen Zinssenkungen der Notenbanken gerechtfertigt. Die j&uuml;ngsten Fr&uuml;hindikatoren der Wirtschaft bezeugen das. Sie stabilisieren sich nach dem beispiellosen Absturz.<br>\nDamit stellen sie zugleich dem Gequatsche mancher Gro&szlig;&ouml;konomen, bei den staatlichen Interventionen handele es sich bestenfalls um ein Strohfeuer, ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Ohne die Stabilisierung der Erwartungen w&uuml;rde die Rezession noch schlimmer, als sie schon wird. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1666308_Psychologie.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>IMK: In Konjunkturpaketen vorgesehene Steuersenkungen bringen Kommunen Milliardenausf&auml;lle<\/strong><br>\nSie sind das Herzst&uuml;ck des Konjunkturpakets: Mehr Investitionen in St&auml;dten und Gemeinden. Doch die ebenfalls beschlossenen Steuersenkungen bescheren den Kommunen gleichzeitig Einnahmeausf&auml;lle in Milliardenh&ouml;he.<br>\nF&uuml;r die konjunkturelle Belebung bringen Steuer- und Abgabensenkungen wenig, betonen die Forscher des IMK. Ein wesentlicher Teil des daf&uuml;r aufgewendeten Geldes flie&szlig;e nicht in den Konsum, sondern bleibe auf den Sparkonten. Doch nicht nur das: Die Steuersenkungen werden auch die Finanzkraft der Kommunen erheblich schw&auml;chen, hat der IMK-Steuerexperte Dr. Achim Truger errechnet.<br>\nNach den Berechnungen des IMK k&ouml;nnten die Kommunen in diesem Jahr maximal 6,3 Milliarden Euro an zus&auml;tzlichen Investitionsmitteln erhalten &ndash; von Bund, L&auml;ndern und von der Investitionsbank KfW. 2010 k&ouml;nnten es noch einmal 5,8 Milliarden sein. Doch gleichzeitig verursachen die in den beiden Konjunkturpaketen vorgesehenen Steuersenkungen massive Steuerausf&auml;lle bei St&auml;dten und Gemeinden. Denn die haben beispielsweise einen festen Anteil am Aufkommen der Einkommensteuer, das nun geringer ausfallen wird. Au&szlig;erdem sind die Gemeinden in den meisten Bundesl&auml;ndern mit einem festen Prozentsatz an den Steuereinnahmen der L&auml;nder beteiligt, die von den Konjunkturpaketen ebenfalls negativ betroffen sind. Auch die gro&szlig;z&uuml;gigeren Abschreibungsregeln f&uuml;r Unternehmen und die Wiedereinf&uuml;hrung der Pendlerpauschale schlagen in den Kommunalhaushalten negativ zu Buche.<br>\nInsgesamt beziffert das IMK die kommunalen Mindereinnahmen auf 1,9 Milliarden Euro in diesem Jahr und sogar 3,4 Milliarden Euro 2010. Damit w&uuml;rden den Gemeinden heuer 30 Prozent der zus&auml;tzlichen Investitionsmittel gleich wieder entzogen, im kommenden Jahr w&auml;ren es knapp 60 Prozent. Rechnet man noch die Folgen der h&ouml;heren steuerlichen Abzugsf&auml;higkeit von Beitr&auml;gen zur Kranken- und Pflegeversicherung hinzu, die ab 2010 gelten soll, verl&ouml;ren die Gemeinden im kommenden Jahr sogar fast 80 Prozent der zus&auml;tzlichen Investitionsmilliarden. Dabei sei es unerl&auml;sslich, dass der Investitions-Impuls m&ouml;glichst ungeschm&auml;lert in den Rath&auml;usern ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hamburglinks.wordpress.com\/2009\/01\/28\/imk-in-konjunkturpaketen-vorgesehene-steuersenkungen-bringen-kommunen-milliardenausfalle\/\">Hamburg Links<\/a><\/li>\n<li><strong>Hertie und die Heuschrecke<\/strong><br>\nDer Warenhauskette Hertie droht noch im Fr&uuml;hjahr die komplette Schlie&szlig;ung. Hertie-Insolvenzverwalter Biner B&auml;hr sagte in Essen, das Aus f&uuml;r die vor allem in kleinen und mittelgro&szlig;en St&auml;dten vertretene Warenhauskette sei unvermeidbar, wenn sich der Hertie-Gesellschafter und Eigent&uuml;mer der meisten Warenh&auml;user, der britische Finanzinvestor Dawnay Day, nicht zu drastischen Mietsenkungen bereiterkl&auml;re. &bdquo;Dawnay Day hat als Gesellschafter Hertie Mieten aufgeb&uuml;rdet, die nicht zu finanzieren sind&ldquo;, sagte B&auml;hr. &bdquo;Das ist von keinem Kaufhaus der Welt zu erwirtschaften.&ldquo; Ohne eine drastische Senkung der Mieten habe das Unternehmen keine Zukunftsaussichten. Wenn sich Dawnay Day nicht bis Ende Februar bewege, werde er deshalb das Kaufhaus schlie&szlig;en m&uuml;ssen. Noch im M&auml;rz werde dann der Ausverkauf beginnen. Sp&auml;testens im April w&uuml;rden dann die Tore geschlossen. Dawnay Day habe sich trotz zahlreicher Gespr&auml;che in den vergangenen sechs Monaten aber noch nicht bewegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/hertie-und-die-heuschrecke;2135820\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein gutes Beispiel daf&uuml;r, mit welchen Methoden die so genannten Investoren (die keine sind, weil sie den &uuml;bernommenen Firmen hohe Schulden oder sonstige erdr&uuml;ckenden Verpflichtungen aufdr&uuml;cken) arbeiten. In diesem Fall eine viermal &uuml;berh&ouml;hte Mietbelastung, bei anderen &uuml;bernommenen Firmen hohe Zinsen f&uuml;r die Schulden oder teure Wartungsvertr&auml;ge mit den neuen Eigent&uuml;mern oder ihren Helfern und Strohm&auml;nnern.<br>\n&ndash; Das ist das, was Gerhard Schr&ouml;der euphorisch die Aufl&ouml;sung der Deutschland AG nannte und worunter Hunderttausende von Arbeitnehmern in Deutschland leiden m&uuml;ssen. Abgesehen davon, dass auf diese Weise inzwischen schon messbar Wertsch&ouml;pfung ins Ausland abflie&szlig;t. Und das Ganze wird von uns auch noch dadurch steuerlich gef&ouml;rdert, dass der beim Verkauf an diese Sorte von Heuschrecken realisierte Gewinn steuerfrei bleibt, wie auch weitere Gewinne beim Wiederverkauf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Brown schont Steueroasen<\/strong><br>\nGordon Brown pr&auml;sentiert sich als Ausputzer des globalen Wirtschaftssystems. Doch dass Gro&szlig;britannien die meisten Steueroasen Europas hat &ndash; dagegen unternimmt der Premier auff&auml;llig wenig: Kritiker werfen ihm vor, in Wahrheit immer noch Interessen der Finanzindustrie zu vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,603763,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Bad Bank&ldquo; sorgt f&uuml;r gute Kurse<\/strong><br>\nHoffnungen auf eine Entlastung der Banken von unverk&auml;uflichen Wertpapieren haben die Aktienm&auml;rkte in den USA und in Europa am Mittwoch ins Plus<br>\ngetrieben. Die Idee einer amerikanischen &bdquo;Bad Bank&ldquo; &ndash; also einem Institut, in dem alle faulen Wertpapiere geb&uuml;ndelt werden, um die &uuml;brigen Banken zu entlasten &ndash; sorgte auch in Deutschland f&uuml;r deutliche Kursgewinne bei den Finanzwerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen;art130,2718022\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Und dies ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie der Banken-Rettungsschirm und\/oder die Gr&uuml;ndung einer &uuml;blen Bank dazu f&uuml;hrt, dass mit Steuergeldern die Kurse der Aktienbesitzer hochgehalten werden beziehungsweise hochgetrieben werden. Siehe dazu unser gestriger Eintrag <a href=\"?p=3730\">&ldquo;Unser Land wird betr&uuml;gerisch gepl&uuml;ndert. 4. Fall und anderes&rdquo;<\/a>. Die Steuerzahler bezahlen die Spekulationsgewinne der auf der B&ouml;rse Aktiven. Bitte beachten Sie dabei, dass der DAX immer noch mehr als doppelt so hoch ist wie auf dem tiefsten Punkt des Jahres 2003. Siehe dazu die Analyse vom 7. Januar 2009: <a href=\"?p=3689\">&ldquo;Den Kapitalmarkt effizienter organisieren &ndash; Konversion ist angesagt (Teil I)&rdquo;<\/a>, Ziffer 3.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;spenden der Gro&szlig;banken &ndash; &ldquo;Peanuts&rdquo; f&uuml;r die Union<\/strong><br>\nTrotz Finanzkrise haben die deutschen Parteien im vergangenen Jahr die meisten Gro&szlig;spenden aus der Bankenbranche erhalten. Dies geht aus den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben der Parteien an den Bundestag hervor, die nun erstmals f&uuml;r das gesamte Jahr vorliegen.<br>\nAllein die Deutsche Bank &uuml;berwies im letzten Quartal insgesamt 500.000 Euro an CDU, SPD und FDP: Jeweils 200.000 Euro gingen an die CDU und die FDP, 100.000 Euro gingen an die SPD. Zu den F&ouml;rderern geh&ouml;rten auch die Commerzbank, der Finanz- und Versicherungskonzern Allianz sowie die Privatbanken Sal. Oppenheim und Berenberg.<br>\nUnion liegt weit vorn, FDP auf Platz zwei<br>\n[&hellip;]<br>\nMit Abstand die meisten Gro&szlig;spenden aus der Wirtschaft und von Privatleuten bekamen die Unionsparteien. Nach den Bundestags-Zahlen erhielten CDU und CSU insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro. Es folgen die FDP mit mehr als 930.000 Euro, die SPD mit mehr als 650.000 Euro und die Gr&uuml;nen mit 60.000 Euro. Die ebenfalls im Bundestag vertretene Linke bekam demnach keine Gro&szlig;spenden&hellip;<br>\nDie Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Linken im Bundestag, Dagmar Enkelmann, erkl&auml;rte zu den Zahlen: &ldquo;So sieht Dankbarkeit aus.&rdquo; Nachdem der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP zulasten des Steuerzahlers gro&szlig;z&uuml;gige Hilfe f&uuml;r die Banken beschlossen habe, h&auml;tten diese sich umgehend revanchiert. &ldquo;Man darf gespannt sein, wie sich die deutsche Automobilindustrie f&uuml;r das Konjunkturpaket II bedanken wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/1092854.html\">N-TV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Komisch, eigentlich sind die Banken ja bankrott. Sie sind aber in diesem Zustand nicht nur f&auml;hig, Dividenden, Boni und andere Verg&uuml;tungen zu zahlen, sie zahlen auch noch Spenden an Parteien. Woher kommt das Geld? Von uns Steuerzahlern. Wir alle spenden auf dem Umweg &uuml;ber die Bankenrettung vor allem f&uuml;r die so genannte b&uuml;rgerliche Mehrheit. Wir sollten uns also nie mehr &uuml;ber die Parteienfinanzierung durch den Staat aufregen, wie sie stattfindet, wenn pro W&auml;hlerstimme ein Betrag an alle Parteien gezahlt wird. Das ist wenigstens noch einigerma&szlig;en fair.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF-Prognose &ndash; Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds hat seine Konjunkturprognose noch einmal nach unten korrigiert &ndash; und ein Schreckensszenario f&uuml;r die Geldh&auml;user weltweit entworfen.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) beziffert die erwarteten Verluste durch Kredite und entsprechende Verm&ouml;genswerte, die im Zusammenhang mit dem Einbruch auf dem US-Immobilienmarkt stehen, auf 2200 Mrd. $. Im Oktober lag die Sch&auml;tzung noch bei 1400 Mrd. $. Die Banken werden voraussichtlich noch mehr Kapital ben&ouml;tigen, da weitere Verluste zu erwarten seien, hei&szlig;t es im ebenfalls aktualisierten Bericht zur globalen Stabilit&auml;t der Finanzm&auml;rkte des Weltw&auml;hrungsfonds. Der IWF empfiehlt, die faulen Kredite aus dem Bankensystem herauszunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:D%FCstere-IWF-Prognose-Banken-verlieren-2200-Mrd-Dollar\/467034.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a>\n<p><em>Dazu siehe auch eine weitere Meldung zum Thema und den Kommentar eines 23-j&auml;hrigen Lesers der NachDenkSeiten und Volkswirts aus Mannheim:<\/em><\/p>\n<p><strong>IWF: Regierungen sollen Banken retten<\/strong><br>\nIWF-Chef Strauss-Kahn fordert neue Rettungsrunde f&uuml;r die Banken. &bdquo;Es ist derzeit effizienter, einen Euro in den Bankensektor zu stecken, als ihn f&uuml;r Br&uuml;cken oder Schulen auszugeben.&ldquo;<br>\nDer Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, hat die Regierungen Deutschlands und anderer L&auml;nder aufgefordert, die Probleme im Finanzsektor entschlossener anzugehen. &bdquo;Es wird keine wirtschaftliche Erholung geben, solange die Banken immer neue Verluste anh&auml;ufen. Die Regierungen m&uuml;ssen die Banken sanieren&ldquo;, sagte Strauss-Kahn der ZEIT.<br>\nDas sei seine &bdquo;Botschaft f&uuml;r die Bundeskanzlerin&ldquo;, sagte Strauss-Kahn, der kommenden Donnerstag mit Angela Merkel zusammentrifft. In Deutschlandaber auch in anderen Staaten wird derzeit &uuml;ber neue Rettungspakete f&uuml;r den Finanzsektor diskutiert&hellip;<br>\nAuch die Verstaatlichung von Banken d&uuml;rfe nicht ausgeschlossen werden. &bdquo;In manchen F&auml;llen kann die vor&uuml;bergehende staatliche &Uuml;bernahme von Banken n&ouml;tig werden&ldquo;, sagte er. Er glaube, dass eine &bdquo;Bad Bank&ldquo;, also ein Institut, das den Banken faule Wertpapiere abkauft, &bdquo;eine sinnvolle Sache&ldquo; sei.<br>\nStrauss-Kahn bem&auml;ngelte den Umgang Deutschlands und Europas mit der Krise. &bdquo;Die Europ&auml;er waren bislang zu z&ouml;gerlich im Kampf gegen die Krise, das galt auch f&uuml;r Deutschland. Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass das europ&auml;ische Konjunkturprogramm gr&ouml;&szlig;er ausf&auml;llt.&ldquo; Die Zentralbanken h&auml;tten &bdquo;gut auf die Krise reagiert&ldquo;. Es w&auml;re aber nicht verkehrt, &bdquo;wenn die EZB etwas mehr Gas geben w&uuml;rde&ldquo;, sagte Strauss-Kahn.<br>\n(Das Interview wird am Donnerstag ver&ouml;ffentlicht)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/05\/strauss-kahn-vorab\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.Sch.:<\/strong> Mal abgesehen von dem logischen Unsinn, den Konstrukteuren der Krise durch Rettungsma&szlig;nahmen ihre destabilisierenden Praktiken weiterhin zu erm&ouml;glichen, l&auml;sst sich auch mit Blick auf ein paar Statistiken und konjunkturdynamischen &Uuml;berlegungen die Aussage als ziemlich bodenlos darstellen.<br>\nGesamtwirtschaftlich betrachtet sind L&ouml;hne und Geh&auml;lter mit 56.4% Anteil am BIP und die Staatsnachfrage mit 18.2% Anteil am BIP (1) (welche sich wiederum zu 80% (2) aus Lohn- und Verbrauchssteuern zusammensetzt) mit zusammen 75% also die eindeutigen und ma&szlig;geblichen Nachfrageposten. Durch sie sind nachhaltiges Wirtschaftswachstum erst m&ouml;glich: Sie sind die Grundvariable ALLER wirtschaftspolitischen Modelle &ndash; die Konsumnachfrage.<br>\nEine nicht vorhandene oder unzureichende Unterst&uuml;tzung dieser Nachfrage, so wie es also die Bundesregierung derzeit plant, hat ganz einfache Auswirkungen:<br>\nDie Unternehmen haben einen Nachfrageeinbruch, drosseln ihre Produktion, entlassen Mitarbeiter oder es gibt zumindest Lohnk&uuml;rzungen, die Staatseinnahmen sinken und damit die Staatsnachfrage und Staatst&auml;tigkeit in vorrangig sozialen Bereichen, die Unternehmen treffen wieder auf gesunkene Nachfrage &ndash; und wir sind da, wo wir nicht hinwollen: In der gr&ouml;&szlig;ten rezessiven Abw&auml;rtsspirale seit 1930.<br>\nDiese Konjunkturdynamik kann durchbrochen oder zumindest abgeschw&auml;cht werden, indem man auf den wichtigsten Faktor einer Marktwirtschaft einwirkt und unterst&uuml;tzt, ganz simpel eigentlich:<br>\nDie L&ouml;hne\/Geh&auml;lter und die Staatsnachfrage.<br>\nMan muss sich nochmals klarmachen, dass es sich hierbei nicht um ein vergleichsweise schn&ouml;des Konjunkturprogramm von 50 Milliarden Euro handeln w&uuml;rde &ndash; Selbst wenn nur die H&auml;lfte der Bankenrettung f&uuml;r solche Ma&szlig;nahmen eingesetzt w&uuml;rden reden wir hier von hunderten von Milliarden.<\/em><\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu die Forderung von Strauss-Kahn:<br>\n&Ouml;ffentliche, durch Steuern oder Kreditaufnahme (mit neuen Zinsen) finanzierte Staatsgelder sollen zur Rettung des Verm&ouml;gens der Banken, Gro&szlig;aktion&auml;re (und nat&uuml;rlich auch Kleinanlegern), Versicherungen und weiteren Finanzinstitutionen eingesetzt werden.<br>\nDie geretteten Institutionen werden weiter auf folgenden drei Hauptfeldern agieren:<br>\nDie fortw&auml;hrende Spekulation mit Derivaten bzw. anderen Finanzmarktinstrumenten, Investitionen in neue Privatisierungsobjekte und, meiner Ansicht nach, die bedeutendste: Die Akquisition von Unternehmen mit Problemen in der Realwirtschaft. Sowohl in Deutschland als auch in Nordamerika gibt es berechtigte Hinweise darauf, dass sich Finanzakteure wie Investmentbanken, Hedgefonds und andere Gro&szlig;anleger darauf vorbereiten, erst durch das &bdquo;Short-Selling&ldquo; und Aktienverk&auml;ufe die Aktienkurse von strauchelnden Unternehmen aus verschiedenen Branchen zu dr&uuml;cken und sich dann Mehrheitsanteile an den jeweiligen Unternehmen zu sichern. Dass das die g&auml;ngige Praxis im Zusammenspiel zwischen den Abteilungen M&amp;A und Financial Markets ist, war schon in der Vergangenheit kein Geheimnis.<br>\nWeitere, massive Entlassungen und Druck auf die Tarifabschl&uuml;sse im Namen &bdquo;der Rettung der Wirtschaft und Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; sind die Folge.<br>\nDass die dadurch weiter wachsenden bzw. &bdquo;geretteten&ldquo; Verm&ouml;gen in viel geringerem Ausma&szlig; in Konsum, Investition oder realwirtschaftlich produktive T&auml;tigkeiten investiert werden, ist hierbei nicht nur Randnotiz, denn die Gewinnverwendung einer AG sieht normalerweise folgenderma&szlig;en aus:<br>\nIm internationalen Vergleich werden f&uuml;r gew&ouml;hnlich weit &uuml;ber die H&auml;lfte des Jahresgewinns f&uuml;r Aussch&uuml;ttung an Anteilseigner und Bildung von Gewinnr&uuml;cklagen verwendet.<br>\nDa Finanzinstitutionen in Deutschland und in Europa generell einen sehr geringen Investitionsbedarf haben und auch die dadurch vorrangig betroffenen h&ouml;heren Einkommensklassen eine um fast 40% h&ouml;here Sparquote haben (Einkommen geteilt durch Ersparnis), Geld also nicht produktiv genutzt wird, sind die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt verschwindend gering, was an Statistiken der letzten Jahrzehnte belegt werden kann.<br>\nDavon abgesehen das Beispiel der Hypo Real Estate:<br>\nAllein die Hypo Real Estate liegt zu 73% in den H&auml;nden von f&uuml;nf Gro&szlig;aktion&auml;ren, der Rest ist Streubesitz. Diese sitzen in den USA (zwei) auf den Caymaninseln und den Bermudas (die anderen drei) (3).<br>\nUm es ganz klar auszudr&uuml;cken: Die fast 100 (!) Milliarden (4) f&uuml;r die HRE dienen im Prinzip nur einem Zweck: Das Kapital der Kapitaleigner von Unternehmen zu retten, die in weit gr&ouml;&szlig;erem Stil als Klaus Kleinfeld den Regelungen des deutschen Rechts entgangen sind.<br>\nDass die HRE insgesamt nur noch 400 Millionen wert ist und auch in absehbarer Zeit keine 100 Milliarden erwirtschaften wird, sei mal dahingestellt.<\/p>\n<p><strong>Die Rettung von Banken oder anderen Finanzinstitutionen ist ein Transfer der durch Steuergelder finanzierten Staatseinnahmen zu Finanzinstitutionen.<\/strong> Oder wie Joseph Stiglitz, einer der prominentesten und fundiertesten Kritiker der Bailouts nach US-amerikanischen Modell, sagt:<\/p>\n<blockquote><p>There is, however, an alternative explanation for Wall Street&rsquo;s celebration: the banks realized that they were about to get a free ride at taxpayers&rsquo; expense. No private firm was willing to buy these toxic mortgages at what the seller thought was a reasonable price; they finally had found a sucker who would take them off their hands &ndash; called the American taxpayer.  (5)<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nat&uuml;rlich muss man vorsichtig sein: Die Gefahren eines &bdquo;Kaskadeneffektes&ldquo;, d.h. das m&ouml;gliche &Uuml;bergreifen der Probleme im Finanzsektor auf die Realwirtschaft m&uuml;ssen gut bedacht werden. Der Kreditfluss f&uuml;r Unternehmen und weitere volkswirtschaftlich wichtige Aufgaben der Banken m&uuml;ssen gesichert werden. Aber daf&uuml;r gibt es sicherlich weitaus bessere M&ouml;glichkeiten als Hunderte Milliarden oder gar Billionen f&uuml;r die &Uuml;bernahme verbriefter Produkte auszugeben, die, nebenbei bemerkt, auf weiterverkauften Krediten und Hypotheken beruhen und zum Gro&szlig;teil nicht mehr bedient werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p>Die Forderung Strauss-Kahns l&auml;sst also zwei Schl&uuml;sse zu:<br>\nEntweder hat er, als Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds, die grundlegendsten Prinzipien im Umgang mit wirtschaftlichen Krisen nicht verstanden, oder, und das muss man in aller Deutlichkeit sagen, ihm ist das Schicksal des Verm&ouml;gens gro&szlig;er Kapitalbesitzer wichtiger als das Schicksal des Gro&szlig;teils der Bev&ouml;lkerung.<br>\nIch habe bis jetzt noch keine &uuml;berzeugende Erkl&auml;rung gelesen, warum die Bailout-Strategien in den USA und die Pl&auml;ne der Bundesregierung sinnvoller sein sollten als die m&ouml;glichen Alternativen, die Wissenschaftler rund um den Globus vorschlagen &ndash; n&auml;mlich den Kapitalbedarf f&uuml;r diejenigen sichern, die es auch wirklich brauchen.<br>\nIch muss noch polemisch hinzuf&uuml;gen: Und noch ein einziges, letztes Mal das zu tun, was der IWF jahrzehntelang propagierte: Die angeschlagenen Banken und Institutionen dem Markt zu &uuml;berlassen. Der wird&rsquo;s schon richten.<\/p>\n<p>(1) Bundesamt f&uuml;r Statistik, Deutsche Wirtschaft 2008<br>\n(2) Bundesministerium f&uuml;r Finanzen, Finanzbericht 2007<br>\n(3) <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/finanzkriseref-lm-200810.pdf\">www.isw-muenchen.de\/download\/finanzkriseref-lm-200810.pdf [PDF &ndash; 200 KB]<\/a><br>\n(4) <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/808\/455483\/text\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/808\/455483\/text<\/a><br>\n(5) <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/doc\/20081013\/stiglitz\">http:\/\/www.thenation.com\/doc\/20081013\/stiglitz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ILO: Arbeitslosigkeit, Erwerbsarmut und prek&auml;re Besch&auml;ftigung nehmen aufgrund der globalen &ouml;konomischen Krise dramatisch zu<\/strong><br>\nBased on new developments in the labour market and depending on the timeliness and effectiveness of recovery efforts, the report says global unemployment in 2009 could increase over 2007 by a range of 18 million to 30 million workers, and more than 50 million if the situation continues to deteriorate.<br>\nThe ILO report also said that in this last scenario some 200 million workers, mostly in developing economies, could be pushed into extreme poverty.<br>\nQuelle:<a href=\"upload\/pdf\/090129_hinw10.pdf\"> ILO Press release, January 28, 2009 [PDF &ndash; 60 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verzeichnet Milliardenminus<\/strong><br>\nNegativbilanz f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Hohe Sonderausgaben f&uuml;r die Pension&auml;re der Beh&ouml;rde haben im Etat ein Milliardenloch hinterlassen. F&uuml;r 2009 rechnet die Agentur mit noch h&ouml;heren Verlusten, da die Arbeitslosigkeit deutlich steigen d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,604095,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Big Brother: Europa will an Deine Daten<\/strong><br>\nIn der Europ&auml;ischen Union arbeiten Politiker wie Bundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble stark daran, die gemeinsame Pl&auml;ne zur inneren Sicherheit auszubauen &ndash; nicht unbedingt zum Vorteil der B&uuml;rgerrechte. Ein &Uuml;berblick anl&auml;sslich des Europ&auml;ischen Datenschutztags.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Europa-Datenschutz;art123,2717009\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>ver.di: In weiteren Branchen soll Lohnuntergrenze gelten &ndash; Einheitliche Regelung notwendig<\/strong><br>\nIn sechs weiteren Branchen soll es k&uuml;nftig einen Mindestlohn geben. Wenn der Bundesrat Mitte Februar zustimmt, profitieren die Besch&auml;ftigten bei Pflegediensten, in der Abfallwirtschaft, im Wach- und Sicherheitsgewerbe, in Gro&szlig;w&auml;schereien, in der Weiterbildung und bei Bergbauspezialdiensten von dieser Lohnuntergrenze.<br>\nIn anderen fehlen sie weiterhin. Die Einf&uuml;hrung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde steht daher weiter oben auf der Liste der gewerkschaftlichen Forderungen.<br>\nEin Beispiel f&uuml;r Sinn und Zweck eines gesetzlichen Mindestlohns ist die Leiharbeit. Hier streiten die politischen Akteure seit Monaten &uuml;ber eine Regelung. Jetzt haben sie einen Kompromiss eigens f&uuml;r diese Branche gefunden: Statt &uuml;ber das Entsendegesetz oder das Gesetz &uuml;ber Mindestarbeitsbedingungen soll der Mindestlohn hier &uuml;ber eine &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes geregelt werden. Dann w&uuml;rde das Kabinett die H&ouml;he beschlie&szlig;en, die per Rechtsverordnung g&uuml;ltig werden soll.<br>\nGerd Denzel, beim ver.di-Bundesvorstand f&uuml;r den Bereich Leiharbeit zust&auml;ndig, geht davon aus, dass sich die Lohnuntergrenze am Tarifvertrag der christlichen Verband CGZP orientieren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB: HARTZ IV &ndash; Gewinner und Verlierer <\/strong><br>\n&hellip; die Kosten f&uuml;r Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Eingliederungsma&szlig;nahmen steigen, obwohl der durchschnittliche Hartz-IV-Bezieher weniger Geld bekommt als der fr&uuml;here Arbeitslosenhilfe-Empf&auml;nger. Doch gibt es hinter den Durchschnittswerten Gewinner und Verlierer &ndash; etwa im Verh&auml;ltnis ein Drittel zu zwei Dritteln &hellip;Die Umstellung von einem am fr&uuml;heren Verdienst orientierten Leistungsprinzip zu einem bedarfsorientierten F&uuml;rsorgeprinzip hat zu vielen Ungerechtigkeiten gef&uuml;hrt. Auch die B&uuml;rokratie hat nicht abgenommen. Das Nebeneinander von drei verschiedenen Arbeitsverwaltungen erzeugt Reibungsverluste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1666915_Gewinner-und-Verlierer.html\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dazu muss man wissen, dass das Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung (IAB) eine Abteilung der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit (BA) ist. Die Bundesagentur ist per Gesetz verpflichtet, die Hartz-Gesetze umzusetzen. Man kann sich leicht vorstellen, dass f&uuml;r ein solches Institut eine &auml;u&szlig;erst positive Sicht auf die Arbeitsmarktreformen Auftrag ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volkssolidarit&auml;t: Rentenformel &uuml;berpr&uuml;fen und D&auml;mpfungsfaktoren streichen<\/strong><br>\n&ldquo;Die Volkssolidarit&auml;t h&auml;lt eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Rentenformel f&uuml;r notwendig&rdquo;, erkl&auml;rte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t Dr. Bernd Niederland am Mittwoch in Berlin. Anlass ist der am selben Tag vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin vorgestellte Vorschlag f&uuml;r eine neue Rentenformel.<br>\nNiederland bezeichnete den Ansatz des DIW, Niedrigl&ouml;hne h&ouml;her zu bewerten und damit Altersarmut entgegenzuwirken, als richtig. &ldquo;Die Volkssolidarit&auml;t ist daf&uuml;r, die im SGB VI vorhandene Regelung nach &sect; 262 zu nutzen und Geringverdienern h&ouml;here Anwartschaften in der gesetzlichen Rente zu erm&ouml;glichen durch eine Entfristung dieser auf bis 1992 erzielte Niedrigverdienste. &ldquo;Ungeeignet&rdquo; sei aber die dazu vorgesehene Finanzierung allein aus Versicherungsbeitr&auml;gen. Statt die Lebenserwartung bei der Rentenformel ins Spiel zu bringen sollte ein sozialer Ausgleich durch Steuermittel sowie durch mehr Solidarit&auml;t im System erm&ouml;glicht werden, d. h. eine st&auml;rkere Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. &ldquo;Um das Prinzip der Solidarit&auml;t nicht zu &uuml;berdehnen, ist jedoch ein Ausgleich mit Steuermitteln unverzichtbar&rdquo;, so der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien-p-4363\/Presse+aktuell-p-1951\/Rentenformel+%C3%BCberpr%C3%BCfen+und+D%C3%A4mpfungsfaktoren+streichen-p-13487.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a> \n<p><em>Siehe dazu:<\/em> <\/p>\n<p><strong>Wirtschaftsforscher fordern eine Reform des Rentensystems, die Besserverdienende nicht mehr beg&uuml;nstigt<\/strong><br>\nDer Grund: Einkommensst&auml;rkere haben statistisch eine deutlich h&ouml;here Lebenserwartung. Wer l&auml;nger lebt, profitiert &ouml;konomisch gesehen st&auml;rker vom System &ndash; denn unterm Strich erh&auml;lt er mehr ausgezahlt. Im Schnitt, folgert Zimmermann, erhielten Gutverdiener &bdquo;also f&uuml;r jeden eingezahlten Euro deutlich mehr Rente als die Bezieher niedriger Einkommen&ldquo;.<br>\nDer DIW-Vorschlag zielt darauf, diese &bdquo;Umverteilung&ldquo; zu beseitigen und auch die Dauer des Leistungsbezugs in der Rentenformel zu ber&uuml;cksichtigen. Konkret w&uuml;rde dies bedeuten, dass Gutverdiener mit mehr als 3000 Euro im Monat geringere Rentenzahlbetr&auml;ge als bisher zu erwarten h&auml;tten. Wer hingegen weniger verdient, erhielte monatlich f&uuml;r jeden eingezahlten Euro etwas mehr Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2718004\">Tagesspiegel<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt der R&uuml;ckkehr zu einem vern&uuml;nftigen Rentensystem wird die Umverteilung im Armenhaus vorgeschlagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;W&uuml;rzburg frustriert&ldquo;<\/strong><br>\nElektronische B&uuml;rgerverwaltung: Public-Private-Partnership-Modellprojekt von Bertelsmann steht in der fr&auml;nkischen Stadt auf der Kippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/01-29\/025.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Krise der Pflegeheime<\/strong><br>\nDurch immer mehr neue Pflegeheime wird die Konkurrenz auf diesem Markt h&auml;rter. Die Heimleitungen versuchen mit allen Tricks, ihre H&auml;user auszulasten. Viele arbeiten eng mit Krankenh&auml;usern zusammen, damit alte Menschen direkt ins Pflegeheim verlegt werden, anstatt nach Hause zur&uuml;ckzukehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag.asp?uid=f7ab8clmqvcn4et9&amp;cm.asp\">ARD\/Plusminus<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftswoche ein Propagandaorgan der arbeitgeberfinanzierten INSM<\/strong><br>\nDie Soziale Marktwirtschaft ist eine Erfolgsgeschichte und hat Deutschland zu einem der reichsten L&auml;nder der Welt gemacht. Zum 60-j&auml;hrigen Bestehen der Bundesrepublik wird Bilanz gezogen. Das Sonderheft der Wirtschaftswoche &ldquo;Armes Deutschland? Reiches Deutschland!&rdquo; ist&nbsp;am&nbsp;26.01.2009&nbsp;in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erschienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Umfragen___Studien\/Studien\/Studien\/WiWo-Sonderheft__Armes_Deutschland__Reiches_Deutschland_.html\">INSM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie in Deutschland Propaganda und Journalismus ineinander &uuml;bergehen. Und so hei&szlig;t der Titel des Sonderheftes der Wirtschaftswoche sehr passend: &bdquo;Armes Deutschland&ldquo;. In Abwandlung des Titels k&ouml;nnte erg&auml;nzen: Von den Reichen beherrschtes Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) wehrt sich gegen Vorw&uuml;rfe der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)<\/strong><br>\nBernhard Scheer von der Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen (ZVS) hat sich gegen Vorw&uuml;rfe der Hochschulrektorenkonferenz gewehrt, die ZVS sei schuld an dem Bewerberchaos im letzten Semester. Jede von der Politik beschlossene &Auml;nderung am Zulassungsverfahren, habe die ZVS &ldquo;immer fehlerfrei umgesetzt&rdquo;. Derzeit entwickle die ZVS ein neues Softwareprodukt f&uuml;r das Ausschreibungsverfahren, f&uuml;gte Scheer hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/911245\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Studiengeb&uuml;hren sollen Unidefizit ausgleichen<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Hohenheim will offensichtlich Studiengeb&uuml;hren verwenden, um ein drohendes Haushaltsloch zu stopfen. Mehr als eine Million Euro aus den Beitr&auml;gen der Studierenden k&ouml;nnten so zweckentfremdet werden, bef&uuml;rchtet der Asta der baden-w&uuml;rttembergischen Hochschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/magazin\/wissen\/Studiengebuehren-Uni-Hohenheim;art304,2716833\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><em>Mal etwas anderes:<\/em><br>\n<strong>Peter Licht &ndash; Lied vom Ende des Kapitalismus<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=q8d0Gow1fhw&amp;feature=related\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\nNeues aus der Anstalt Folge 21<br>\nSiehe vor allem Georg Schramm: <strong>Der Aufschwung ist f&uuml;r alle da<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/679382?inPopup=true\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Datenaff&auml;re bei der Deutschen Bahn &ndash; 173.000 Mitarbeiter &uuml;berpr&uuml;ft<\/li>\n<li>Kommentar zum Ifo-Index: Zur H&auml;lfte Psychologie<\/li>\n<li>IMK: In Konjunkturpaketen vorgesehene Steuersenkungen bringen Kommunen Milliardenausf&auml;lle<\/li>\n<li>Hertie und die Heuschrecke<\/li>\n<li>Brown schont Steueroasen<\/li>\n<li>&bdquo;Bad Bank&ldquo; sorgt f&uuml;r gute Kurse<\/li>\n<li>Banken verteilen eifrig Parteispenden<\/li>\n<li>IWF-Prognose &ndash; Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar<\/li>\n<li>IWF:<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3731\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3731","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3731\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}