{"id":37335,"date":"2017-03-09T08:30:03","date_gmt":"2017-03-09T07:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335"},"modified":"2017-03-09T08:30:03","modified_gmt":"2017-03-09T07:30:03","slug":"hinweise-des-tages-2830","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h01\">Wikileaks CIA-Enth&uuml;llungen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h02\">Wie Autok&auml;ufer verkauft werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h03\">Dieselgate: &ldquo;Der Vorwurf des Staatsversagens trifft zu&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h04\">Wenn Neoliberale von Interessengegens&auml;tzen sprechen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h05\">Der bessere Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h06\">Trotz guter Gesch&auml;fte: Nur noch wenige wollen Handwerker werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h07\">L&ouml;hne in Deutschland: Sind die Gewerkschaften zu Lohndumping-Leugnern geworden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h08\">Manipulations-Vorw&uuml;rfe gegen EZB ungerechtfertigt &ndash; weiterhin keine Alternative zu lockerer Geldpolitik im Euroraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h09\">Endlich aufr&uuml;sten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h10\">Testfall Verfassungsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h11\">&ldquo;Lassen Sie es uns doch einfach machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h12\">China first &ndash; auf Kosten Europas?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h13\">Der Rest ist Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37335#h14\">NGfP Kongress 2017: Gesellschaftliche Spaltungen &ndash; Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wikileaks CIA-Enth&uuml;llungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA nach WikiLeaks-Enth&uuml;llung: Zwischen Schweigen und Sch&auml;umen <\/strong><br>\nDie WikiLeaks-Enth&uuml;llungen sind das Topthema in den amerikanischen Nachrichten. (&hellip;) Die Dokumente beschreiben, wie der US-Geheimdienst Fernseher als Abh&ouml;rwanzen benutzt oder in Handys oder Bordcomputer von Autos einbricht. &ldquo;Sie k&ouml;nnen Musik spielen oder komplett die Kontrolle &uuml;ber das Auto &uuml;bernehmen und einen Unfall verursachen, wenn sie jemand umbringen wollen&rdquo;, erkl&auml;rt Computerexperte Ross Schulmer bei CNN. (&hellip;) Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet: &ldquo;Bei der CIA sch&auml;umen sie vor Wut.&rdquo; Denn nun k&ouml;nnen auch andere L&auml;nder die Praktiken des US-Auslandsgeheimdienstes im Internet nachlesen. Zum Beispiel auch, wie man einen Computer hackt und es dann so aussehen l&auml;sst, als sei es jemand anderes gewesen. Der Ex-CIA-Mitarbeiter Philipp Mudd sagt, es sei sogar die Aufgabe eines Geheimdienstes, falsche F&auml;hrten zu legen: &ldquo;Wenn man einen Cyberangriff durchf&uuml;hrt, m&ouml;chte man nicht, dass draufsteht &lsquo;Made in USA&rsquo;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/wikileaks-117.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Vault 7: Mit welchen Mitteln die CIA iPhones, Android und TVs knackt<\/strong><br>\nDer wohl spannendste Bereich im vorliegenden Datenmaterial betrifft Apples Betriebssystem f&uuml;r iPhones und iPads &ndash; iOS. Und dies gleich aus mehrfacher Sicht: So zeigen die CIA-Dokumente, dass US-Geheimdienste Exploits aus Drittquellen zukaufen und geheimhalten. Das ist insofern problematisch, als die damit verbundenen L&uuml;cken nicht an die Hersteller gemeldet werden. Die Spione nehmen also in Kauf, dass die Nutzer der betreffenden Software ungesch&uuml;tzt bleiben. Diese Praxis war lange vermutet worden, der Leak bietet aber nun die erste schriftliche Best&auml;tigung. Sicherheitsexperten &uuml;ben seit Jahren schwere Kritik an solchen Methoden, da die Geheimdienste damit in Kauf nehmen, dass Dritte dieselbe L&uuml;cke entdecken und selbst ausnutzen k&ouml;nnten. (&hellip;) Und auch etwas Zweites zeigt der Leak: Verschl&uuml;sselung wirkt. Denn all die beschriebenen Tools und Hacks sind nur f&uuml;r die gezielte &Uuml;berwachung einzelner Personen tauglich. Und das ist auch ein entscheidender Unterschied zu alldem, was vor einigen Jahren noch durch die Snowden-Leaks aufgedeckt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000053797390\/Vault-7-Mit-welchen-Mitteln-die-CIA-iPhones-Android-und\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>CIA in Frankfurt: Drehscheibe f&uuml;r Amerikas Diplomaten und Agenten<\/strong><br>\nDas amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt spielt in den j&uuml;ngsten Wikileaks-Enth&uuml;llungen eine zentrale Rolle. Das ist keine &Uuml;berraschung. F&uuml;r die Geheimdienste geh&ouml;rt der Standort zu den weltweit wichtigsten Washingtoner Vertretungen. (&hellip;) Nur in einer Handvoll Botschaften wird mehr Personal besch&auml;ftigt als in Frankfurt. (&hellip;) Das fr&uuml;here Milit&auml;rhospital in Eckenheim ist mit 30.000 Quadratmeter B&uuml;ro- und Arbeitsfl&auml;che und mehr als 1000 Mitarbeitern die zentrale Drehscheibe zur Versorgung und Unterst&uuml;tzung praktisch aller amerikanischen Auslandsvertretungen. T&auml;glich starten Maschinen mit Mitarbeitern und Material auf dem Frankfurter Flughafen in Richtung Osteuropa, Nahost, Afrika und Asien. W&auml;hrend die Botschaft in Berlin die Vereinigten Staaten vor allem politisch in Deutschland vertritt, werden von Frankfurt aus hunderte Konsulate und Botschaften am Laufen gehalten und mit Material vom Kugelschreiber bis zur Computer- und Telefonanlage, mit s&auml;mtlichen Sicherheitseinrichtungen, mit Personal und technischer und logistischer Hilfe aller Art versorgt. (&hellip;) Fest steht, dass das Generalkonsulat nicht nur f&uuml;r die Diplomaten eine wichtige logistische Drehscheibe ist. Auch f&uuml;r geheimdienstliche Operationen ist Frankfurt ein zentraler Standort: Mindestens 200 CIA-Leute sollen in der Stadt t&auml;tig sein. (&hellip;) Gegen die CIA-Leute, die in Frankfurt oder von Frankfurt aus ihren Dienst tun, hat es schon vor Jahren massive Vorw&uuml;rfe gegeben. Ein fr&uuml;herer CIA-Agent, der von 2001 bis 2004 das &bdquo;Frankfurt Regional Support Terminal&ldquo; (Fransupt) geleitet hat und dabei offiziell Mitarbeiter des Generalkonsulats war, hat 2009 gegen&uuml;ber der &bdquo;New York Times&ldquo; best&auml;tigt, dass von Frankfurt aus geheime Operationen gesteuert und Agenten in Afghanistan, Pakistan, auf der Arabischen Halbinsel und in Afrika versorgt wurden. Auch Geheimgef&auml;ngnisse des Auslandsgeheimdienstes in Marokko und Osteuropa seien von Frankfurt aus geplant, ausgestattet und organisiert worden. Au&szlig;erdem wurden dem Mann zufolge Fl&uuml;ge mit Gefangenen &uuml;ber die Mainmetropole abgewickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/us-konsulat-in-frankfurt-reagiert-auf-wikileaks-news-14915031.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>CIA-Hacking aus Frankfurt: Bundesregierung wei&szlig; nix, h&ouml;rt nix, verr&auml;t nix<\/strong><br>\nIhr Name ist Hase: Die CIA hat in Frankfurt eine Hackergruppe stationiert, um Computerangriffe gegen Ziele in Europa, Afrika und dem Nahen Osten vorzubereiten. Die Bundesregierung wei&szlig; mit den gestrigen Wikileaks-Enth&uuml;llungen bisher nichts anzufangen und betont, dass sie uns, also der &Ouml;ffentlichkeit, eh nicht mehr dazu sagen m&ouml;chte. Dar&uuml;ber informiere man ausschlie&szlig;lich das parlamentarische Kontrollgremium. Ob man sich solche Praktiken von US-Freunden verbietet, will Regierungssprecher Seibert auch nicht verraten&hellip;.<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 8. M&auml;rz 2017<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OrDCH2ln7o4\">Jung und naiv via Youtube<\/a><\/li>\n<li><strong>Sascha Lobo zu den Wikileaks CIA-Enth&uuml;llungen: Vergessen Sie Gut gegen B&ouml;se<\/strong><br>\nB&ouml;se Geheimdienste? Guter Trump? Brave Russen? Die neuesten WikiLeaks-Enth&uuml;llungen k&ouml;nnen verwirren, wahrscheinlich sollen sie das auch. Die zentrale Erkenntnis: Manchmal gibt es keine &ldquo;Guten&rdquo;. (&hellip;) Seit einiger Zeit hatte sich WikiLeaks unter Julian Assange allerdings zu einer Propagandamaschine entwickelt, die mit gro&szlig;er Hingabe und interessantem Timing vor allem Leaks ver&ouml;ffentlicht, die Donald Trump und Wladimir Putin n&uuml;tzen. (&hellip;) Es gehe um ein Projekt namens UMBRAGE; WikiLeaks schreibt dazu, es gehe um &ldquo;eine umfangreiche Sammlung &lsquo;gestohlener&rsquo; Malware [digitale Angriffsinstrumente], die in anderen Staaten produziert wurde, inklusive der Russischen F&ouml;deration. Mit UMBRAGE [&hellip;] kann die die CIA [&hellip;] digitale &ldquo;Fingerabdr&uuml;cke&rdquo; derjenigen Gruppen hinterlassen, von denen die Angriffsinstrumente gestohlen wurden&rdquo;. (&hellip;) Die CIA hat ein Instrument, mit dem es beliebige, daher auch russisch anmutende falsche F&auml;hrten legen kann. S&auml;mtliche Aktivit&auml;ten &ldquo;russischer Hacker&rdquo; k&ouml;nnten also &ndash; theoretisch &ndash; &ldquo;False-Flag-Operationen&rdquo; der CIA sein. Ein verwirrungspropagandistischer Geniestreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/wikileaks-enthuellungen-zur-cia-irgendjemand-muss-doch-gut-sein-a-1137813.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Nein, Herr Lobo, das ist kein &ldquo;verwirrungspropagandistischer Geniestreich&rdquo; von Wikileaks, sondern schlicht Aufkl&auml;rung &uuml;ber eine wichtige geheimdienstliche F&auml;higkeit. Dass es angesichts dieser Aufkl&auml;rung fortan schwerer fallen d&uuml;rfte, Hackerangriffe mit zweifelhaften Indizien Russland anzulasten, mag manchem nicht gefallen. Offenbar auch nicht Sascha Lobo, der im Artikel von einer &ldquo;offensichtlichen Achse der Ego-Br&uuml;der Trump &ndash; Assange &ndash; Putin&rdquo; schreibt. Das muss man auch erst einmal schaffen: in der &Uuml;berschrift &ldquo;Vergessen Sie Gut gegen B&ouml;se&rdquo; zu verk&uuml;nden und wenige S&auml;tze sp&auml;ter schon eine neue &ldquo;Achse des B&ouml;sen&rdquo; zu konstruieren. Lobo ist am Ende wohl weitaus weniger reflektiert, als er selbst meint.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Niemand kann sich entziehen<\/strong><br>\nDie Wikileaks-Enth&uuml;llung zeigt: Praktisch jedes digitale Ger&auml;t kann zum &Uuml;berwachungstool werden. Und es besteht die Gefahr, dass Hacker die CIA-Programme missbrauchen. Angeblich ist die Spionagesoftware schon im Umlauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/die-tools-der-cia-spione-niemand-kann-sich-entziehen-14915062.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die FAZ ist sich wirklich f&uuml;r nichts zu schade. Vor dem Missbrauch des Missbrauchs wird gewarnt. Wie k&ouml;nnen wir die CIA davor sch&uuml;tzen, dass ihre verbrecherischen Instrumente und Methoden von noch b&ouml;seren Buben missbraucht werden? Das soll wohl Ordnungspolitik sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie Autok&auml;ufer verkauft werden<\/strong><br>\nIn den besten Sendungen gelingt es dem Team, einen Sachverhalt so anschaulich und treffsicher darzustellen, dass im Publikum das Lachen der Erkenntnis &uuml;ber Verh&auml;ltnisse weicht, die alles andere sind als komisch. Das traf auch auf die j&uuml;ngste Ausgabe der Anstalt zu, bei der es um den jahrelangen Betrug durch die Autokonzerne ging &ndash; passend zur Anh&ouml;rung der Kanzlerin beim Untersuchungsausschuss. Dort wird sie selbstredend nichts gewusst haben, denn man stelle sich vor, sie r&auml;ume ein, sie habe Bescheid gewusst. Es gilt noch immer: Was nicht sein darf, das kann nicht sein.<br>\n&bdquo;Autohass von Wagner&ldquo; stand als Motto und Firmenschild &uuml;ber der als &bdquo;Showroom&ldquo; eingerichteten B&uuml;hne, auf der ein mit Schnauzbart zur Erkennbarkeit maskierter Max Uthoff alias &bdquo;Zwetschge&ldquo; den Autoverk&auml;ufer gab. Und in den folgenden 50 Minuten f&uuml;hrte er jedes noch so absurde Argument der Hersteller f&uuml;r den Autowahn auf deutschen Stra&szlig;en an, w&auml;hrend Claus von Wagner mehr oder weniger tobend die L&uuml;gen und Verdrehungen entlarvte. Wieder erwiesen sich die f&uuml;r die &bdquo;Anstalt&ldquo; bew&auml;hrte Dialogform und die Unterst&uuml;tzung durch Schautafeln als geeignetes Mittel, komplizierte Entwicklungen und Verh&auml;ltnisse zu beleuchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/kultur\/netz-tv-kritik-medien\/tv-kritik\/die-anstalt-zdf-wie-autokaeufer-verkauft-werden-a-1125596\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Tempo 30: Rolle r&uuml;ckw&auml;rts im deutschen Bundesrat?<\/strong><br>\nDas ist kein Witz: Am kommenden Freitag, dem 10. M&auml;rz, stimmt der Deutsche Bundesrat &uuml;ber einen Vorschlag ab, der den Handlungsspielraum f&uuml;r alle Kommunen beschr&auml;nken soll, die Tempo-30 vor Schulen, Kitas und Krankenh&auml;usern einf&uuml;hren m&ouml;chten. Dabei hatte der Bundesrat erst im vergangenen September eine fortschrittliche Regelung beschlossen: Vor sozialen Einrichtungen an Hauptverkehrsstra&szlig;en sollten Kommunen Tempo 30 generell einrichten k&ouml;nnen, ohne aufwendige vorherige Nachweise f&uuml;r jede einzelne Ma&szlig;nahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.30kmh.eu\/2017\/03\/06\/tempo-30-rolle-rueckwaerts-im-deutschen-bundesrat\/\">30 km\/h<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dieselgate: &ldquo;Der Vorwurf des Staatsversagens trifft zu&rdquo;<\/strong><br>\nIm Dieselskandal sei Bundeskanzlerin kein Teil der L&ouml;sung, sondern Teil des Problems&rdquo;, sagt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe, J&uuml;rgen Resch im DLF. Im aktuellen Untersuchungsausschuss sei nochmal klar geworden, wie eng die Kooperation zwischen Autoindustrie und Politik tats&auml;chlich gewesen sei, so Resch. [&hellip;]<br>\nDie Bundeskanzlerin, Angela Merkel ist nicht Teil der L&ouml;sung, sondern Kern des Problems. Sie wei&szlig; seit 2005 ganz genau, was l&auml;uft. Sie war fr&uuml;her mal Umweltministerin. Und sie hat letztendlich den Diesel-Abgasskandal begleitet, an der Stelle, an der auch die Lobbyarbeit der Automobilindustrie konzentriert einwirkt und dazu f&uuml;hrt, dass dann entsprechende Regelungen in Br&uuml;ssel abgeschw&auml;cht oder Kontrollen der Beh&ouml;rden nicht durchgef&uuml;hrt werden. [&hellip;]<br>\nDie Taktik ist schon recht perfide. Man verlangt von den zivilgesellschaftlichen Gruppen oder von denjenigen, die Messungen machen, dass der letzte Beweis geliefert wird, und solange der Beweis nicht mitgeliefert wird, kontrolliere man nicht. Schauen wir doch mal in die USA: Die haben wortgleiche Regelungen, dass zu allen Temperaturen, also auch im Winter die Abgasreinigung funktionieren muss. Und wenn dort Hinweise bekannt werden, Messungen bekannt werden, dass hier betrogen wird, dann gibt es amtliche Nachmessungen. Wir haben solche auf der Basis von ganz konkreten Messungen vom Kraftfahrtbundesamt &uuml;ber das Verkehrsministerium bereits im Jahr 2011 im Februar gefordert. Man hat uns auch gesagt, man kenne diese Praktiken, man halte sie f&uuml;r legal und man werde nicht nachmessen, und diese Haltung hat man bis 2015, bis zum Bekanntwerden des VW-Skandals in den USA einfach durchgehalten, und jetzt hei&szlig;t es, wir h&auml;tten keine Beweise vorgelegt, wir h&auml;tten ja nur Indizien vorgelegt. Auch in den USA ist bis heute kein Beweis erbracht worden, sondern man hat durch ein in die Enge treiben von VW dort das Eingest&auml;ndnis erreicht, und nur deswegen haben wir bei VW eine Rechtssicherheit.<br>\nDie Beh&ouml;rden k&ouml;nnten nat&uuml;rlich in Deutschland das Gleiche tun. Sie k&ouml;nnten auch sagen, wir akzeptieren nicht, wenn im Winter die Autos mit zehn-, mit dreizehnfachen &Uuml;berschreitungen der Grenzwerte die Innenst&auml;dte mit Giftgasen fluten und &uuml;ber 10.000 Menschen dadurch sterben. Aber man unterl&auml;sst es aus R&uuml;cksicht auf die wirtschaftlichen Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dieselgate-der-vorwurf-des-staatsversagens-trifft-zu.694.de.html?dram:article_id=380768\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Merkel: Mit Umwelt-Anforderungen an Autos nicht &uuml;bertreiben<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel warnt davor, die deutsche Autoindustrie durch zu hohe Umweltauflagen zu &uuml;berfordern. Und die Unionsfraktion spricht sich gegen Fahrverbote f&uuml;r Autos ohne blaue Plakette aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt davor, die deutsche Automobilindustrie durch Umweltauflagen zu &uuml;berfordern. Die deutschen Fahrzeugbauer t&auml;ten sicher gut daran, mit den besten Umwelttechnologien Vorreiter f&uuml;r Marktentwicklungen zu sein, sagte Merkel am Mittwoch vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestages. &bdquo;Aber das hat nat&uuml;rlich seine Grenzen.&ldquo; Sie pl&auml;diere f&uuml;r ambitionierte Regelungen und Anforderungen an die Autoindustrie, &bdquo;aber nicht bis zum Geht-Nicht-Mehr&ldquo;. Die Ziele d&uuml;rften nicht so ausfallen, &bdquo;dass in Deutschland kein Auto mehr produziert wird&ldquo;.<br>\nMerkel sieht die Autoindustrie und damit auch die deutschen Hersteller in einer &bdquo;ganz entscheidenden Phase&ldquo;, in einer technologischen Transformation. Man m&uuml;sse bei allem ber&uuml;cksichtigen, dass die Branche in Deutschland einer der gr&ouml;&szlig;ten Arbeitgeber mit hunderttausenden Arbeitspl&auml;tzen sei. Deshalb m&uuml;sse sie als Bundeskanzlerin ein Interesse daran haben, das diese Industrie weiterhin Autos bauen k&ouml;nne. &bdquo;Wir m&uuml;ssen alle Dinge im Blick haben&ldquo;, unterstrich sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vw-abgasskandal\/kanzlerin-vor-abgas-ausschuss-merkel-mit-umwelt-anforderungen-an-autos-nicht-uebertreiben-14915331.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das h&auml;tten sich nicht einmal die Kollegen &ldquo;Der Anstalt&rdquo; so ausdenken k&ouml;nnen. Bekommt Merkel eigentlich Geld von der Autoindustrie f&uuml;r solche Statements?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wenn Neoliberale von Interessengegens&auml;tzen sprechen&hellip;<\/strong><br>\nDer Chef des M&uuml;nchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat sich des Themas Populismus angenommen. In einem Interview auf Zeit Online offenbart er dabei ein nicht ganz so &uuml;berzeugendes Demokratieverst&auml;ndnis. Auf die Frage, was Politiker dem Populismus entgegensetzen sollten, antwortet Fuest (die vier nachfolgenden Zitate bilden im Interview eine zusammenh&auml;ngende Antwort):\n<blockquote><p>\nEs gibt nicht die eine L&ouml;sung. Es geh&ouml;rt zu einer vern&uuml;nftigen Politik, auch offen zu erkl&auml;ren, dass die Interessen in der Bev&ouml;lkerung nicht homogen sind. Interessengegens&auml;tze und Kompromisse geh&ouml;ren zur Demokratie.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Tat sind Interessen nicht homogen, und in der Tat gibt es jede Menge Interessengegens&auml;tze. Man k&ouml;nnte und sollte insbesondere an den grundlegendsten sozialen Gegensatz in einer kapitalistischen Gesellschaft denken, n&auml;mlich den zwischen Arbeit und Kapital. Dass das Problem des wachsenden (Rechts-) Populismus etwas damit zu tun hat, dass bestimmte Interessen in der realen Politik unterrepr&auml;sentiert sind, liegt zumindest nahe. Und man k&ouml;nnte meinen, Fuest h&auml;tte dieses Problem erkannt. Aber schauen wir, wie er weitermacht:<\/p>\n<blockquote><p>\nPolitiker sollten den W&auml;hlern erkl&auml;ren, dass politische Globalisierung im Sinne der Vereinbarung internationaler Vertr&auml;ge beispielsweise f&uuml;r den Handel die Funktion haben, die Politik auf l&auml;ngere Zeit zu binden und f&uuml;r berechenbare Rahmenbedingungen zu sorgen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Globalisierung muss den Menschen nach Fuest also einfach besser erkl&auml;rt werden. Zum Segen der Globalisierung geh&ouml;rt f&uuml;r ihn dabei offenbar auch die Bindung von Politik durch Freihandelsvertr&auml;ge. Von Interessengegens&auml;tzen keine Spur mehr. Im Gegenteil: Die Interessen der Menschen, die auf eine starke Regulierung von M&auml;rkten und auf eine starke Absicherung durch Politik existenziell angewiesen sind, spielen pl&ouml;tzlich keine Rolle mehr. Ohne es zu sagen (und ohne es zu merken?), nimmt Fuest die Position derer ein, in deren Interesse es liegt, Politik durch Freihandel und Globalisierung &bdquo;zu binden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2014\">annotazioni<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der bessere Arbeitslose<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will die Agenda 2010 korrigieren. Das ist prinzipiell richtig, doch was der designierte Parteivorsitzende vorschl&auml;gt, greift zu kurz. Denn so w&uuml;rden die zwei Klassen von Arbeitslosen weiter zementiert. Soziale Gerechtigkeit geht anders.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Schwachpunkt in dem SPD-Konzept ist aber, dass es sich &uuml;berwiegend an die erste Klasse der Arbeitslosen richtet. Wer Arbeitslosengeld erh&auml;lt, darf zur Arbeitsagentur. Wer als Langzeitarbeitsloser auf Hartz IV angewiesen ist, muss zum Jobcenter. Die Ersteren bekommen mehr Geld, werden besser betreut und haben mehr Chancen, zur&uuml;ck ins Berufsleben zu finden. Erwerbslose Hartz-IV-Empf&auml;nger geh&ouml;ren hingegen zur unteren Klasse der Arbeitslosen &ndash; und h&auml;ufig bleiben sie das auch. Eine Million Menschen haben von 2005 bis 2014 ununterbrochen Hartz IV bezogen, zeigt eine neue Studie. F&uuml;r sie hat Schulz bisher nicht viel geboten, au&szlig;er der alten Idee, dass sie von ihrem Ersparten ein bisschen mehr behalten d&uuml;rfen. (&hellip;)<br>\nDer SPD-Kanzlerkandidat muss deshalb das Hartz-IV-System in den Blick nehmen. In den Jobcentern fehlen oft Geld, Zeit und gutes Personal, um Menschen ohne Berufsabschluss den Weg aus ihrer Misere zu bahnen. Es fehlen Arbeitgeber, die Arbeitslosen mit dem Stigma Hartz IV eine Chance geben. Es fehlen Anreize, das System zu verlassen, solange Hartz IV plus Minijob plus Schwarzarbeit attraktiver als ein schlecht bezahlter Teilzeitjob ist. All das geh&ouml;rt auch zur sozialen Gerechtigkeit, Herr Schulz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/agenda-der-bessere-arbeitslose-1.3407549\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Es geht nicht um eine Revision der Agenda 2010&ldquo;<\/strong><br>\nGabriel und Andrea Nahles hatten die qu&auml;lende Vergangenheitsbew&auml;ltigung der SPD in Sachen Agenda 2010 beendet. Jetzt f&auml;ngt Schulz wieder damit an. Warum?<br>\nWir sprechen &uuml;ber unerw&uuml;nschte Nebenwirkungen der eigenen Reformpolitik, aber nicht in Form einer r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Agenda-Diskussion. Es w&auml;re ja v&ouml;llig falsch anzunehmen, dass man einmal eine Reform macht, und dann ist bis zum Ende aller Tage alles gut. Wir haben heute ganz andere Herausforderungen als vor 15 Jahren, als wir der kranke Mann Europas waren. (&hellip;)<br>\nIhr fr&uuml;herer Parteichef Franz M&uuml;ntefering sagte k&uuml;rzlich, die Agenda 2010 sei nicht perfekt gewesen, habe aber mehr soziale Gerechtigkeit geschaffen. Es sei ein Fehler der SPD gewesen, diese Leistungen Gerhard Schr&ouml;ders pauschal zu kritisieren.<br>\nPauschal ist die Agenda nie kritisiert worden, sonst h&auml;tte sie auch keine Mehrheit bekommen. Noch mal: Es geht nicht um eine Revision, sondern darum, die unerw&uuml;nschten Nebenwirkungen abzustellen. Wir sagen beispielsweise: Menschen, die Jahrzehnte in die Sozialkassen eingezahlt haben, kann man nach zw&ouml;lf beziehungsweise 18 Monaten nicht so behandeln wie solche, die noch nie in das System eingezahlt haben. Das war immer der wesentliche Punkt der Kritik, ich sage das seit zehn Jahren. Umso zufriedener sehen Sie mich, weil unser Konzept f&uuml;r das Arbeitslosengeld &bdquo;Q&ldquo; beides verbindet: einen l&auml;ngeren ALG-Bezug und wirklich wirksame Ma&szlig;nahmen zur Qualifizierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/thorsten-schaefer-guembel-ueber-spd-kandidat-martin-schulz-14913799.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Sch&auml;fer-G&uuml;mbel kann sich immer noch nicht von der Agenda 2010 l&ouml;sen. Offenbar m&ouml;chte diese Parteispitze die SPD nicht hin zur sozialen Gerechtigkeit f&uuml;hren &ndash; falls sie &uuml;berhaupt noch wei&szlig;, was das ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da ist es wieder, das gro&szlig;e Dilemma der SPD. Auf der einen Seite schmiert der Kanzlerkandidat und designierte Parteichef Martin Schulz den bislang entt&auml;uschten W&auml;hlern Honig ums Maul und gibt ihnen wieder Hoffnung, wenn er von Fehlern spricht, die damals gemacht worden seien und die es jetzt zu korrigieren gilt. Auf der anderen Seite stellt der SPD-Vize, der immerhin mal als Linker galt, klar, dass es keine Revision der Agenda 2010 geben wird, offenbar um wieder jenen neoliberalen Kreisen zu gefallen, die wegen der &Auml;u&szlig;erungen von Schulz zurzeit auf die Barrikaden gehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trotz guter Gesch&auml;fte: Nur noch wenige wollen Handwerker werden<\/strong><br>\nDas Handwerk &auml;chzt unter Nachwuchsmangel &ndash; trotz guter Gesch&auml;fte. Manche Berufe sind f&uuml;r junge Menschen so unattraktiv, dass sich die Lehrlingszahl mittelfristig halbiert hat.<br>\nDeutschlands Handwerkern schwindet trotz guter Gesch&auml;fte der Nachwuchs. Obwohl die Ums&auml;tze steigen, ist die Zahl der j&auml;hrlich neu eingestellten Auszubildenden seit dem Beginn dieses Jahrzehnts um mehr als 70.000 zur&uuml;ckgegangen. 2010 wurden noch 439.000 Lehrvertr&auml;ge abgeschlossen, 2015 waren es nach Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) nur noch 363.000 &ndash; ein starker R&uuml;ckgang um 17 Prozent. Besonders dramatisch ist der Schwund in manchen traditionellen Berufen: Die Zahl der B&auml;cker- und Metzgerlehrlinge hat sich in den vergangenen zehn Jahren halbiert. [&hellip;]<br>\nAus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ist die Akademisierung von Berufen nichts grunds&auml;tzlich Negatives. Dies gelte auch angesichts der Debatte um die Fachkr&auml;fte-Zuwanderung, sagte DIHK-Vize-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Achim Dercks der Zeitung &bdquo;Heilbronner Stimme&ldquo;. &bdquo;Zus&auml;tzliche Engpassberufe&ldquo; sollten in die bestehende Liste der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) aufgenommen werden, forderte er. Solche Berufe seien inzwischen auch in der Logistik und in der Gastronomie anzutreffen. &bdquo;Die Zuwanderung wird f&uuml;r Unternehmen bei der Fachkr&auml;ftesicherung immer wichtiger.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/dramatischer-nachwuchsmangel-im-handwerk-14914682.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> B&auml;cker und Metzger geh&ouml;ren zu den Berufen mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen in Kombination mit den sehr niedrigen L&ouml;hnen. Wie im Artikel beschrieben, sind das auch keine Berufe mit Zukunft, sondern schrumpfende Gesch&auml;ftsfelder: alles gute Gr&uuml;nde, keine Ausbildung als B&auml;cker oder Metzger zu beginnen. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2016-09\/15\/bildung-zehntausende-jugendliche-ohne-schulabschluss-15080003\">Hunderttausende Jugendliche haben keine Ausbildung<\/a>, 4 Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos, und f&uuml;r B&auml;cker oder Metzger sind keine besonderen Schulkenntnisse gefordert: das Angebot w&auml;re also vorhanden. Stattdessen aber fordern die Arbeitgebervertreter in seltener Offenheit &ldquo;Fachkr&auml;fte-Zuwanderung&rdquo;, mit anderen Worten die Fortsetzung f&uuml;rchterlicher Arbeitsangebote durch Armutsfl&uuml;chtlinge. Marktwirtschaftliche L&ouml;sungen &ndash; h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Arbeitsbedingungen &ndash; werden nicht einmal mehr diskutiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&ouml;hne in Deutschland: Sind die Gewerkschaften zu Lohndumping-Leugnern geworden?<\/strong><br>\nDeutsches Lohndumping kann man nicht bestreiten und selbst einige konservative Kommentatoren beginnen das zu begreifen. Nun aber drehen die deutschen Gewerkschaften durch, bestreiten, was nicht zu bestreiten ist und setzen ihre europ&auml;ischen Kollegen unter Druck.<br>\nKaum hatte der neue amerikanische Pr&auml;sident seine Vorstellungen vom internationalen Handel und seine Parole von &bdquo;America first&ldquo; in die Welt gesetzt, begann der Neoliberalismus, und insbesondere seine deutsche Variante, die Neoliberalismus mit Merkantilismus verbindet, wild um sich zu schlagen. Kein Argument war und ist einigen Mainstreammedien zu bl&ouml;de, um nicht im Kampf gegen diesen schrecklichen Gegner eingesetzt zu werden (ich bin hier schon auf einige eingegangen).<br>\nBei dieser wilden Pr&uuml;gelei sind aber die Fronten schon jetzt ganz sch&ouml;n verschoben worden. W&auml;hrend auf der rechten Seite immer weniger Unbelehrbare das Unbestreitbare verleugnen, sind nun auf der Linken die Leugner und Bestreiter stark gewachsen. Bei einigen deutschen Gewerkschaftlern scheint regelrecht Panik ausgebrochen zu sein, die darin m&uuml;ndet, dass diejenigen, die schon seit einiger Zeit in den Industriegewerkschaften das Sagen haben, n&auml;mlich die Betriebsratsvorsitzenden der gro&szlig;en deutschen Automobilunternehmen, nun direkt an die &Ouml;ffentlichkeit gehen, um den &bdquo;Freihandel&ldquo; und den deutschen Merkantilismus zu verteidigen und jede deutsche Schuld an der Eurokrise zu leugnen (hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/loehne-deutschland-sind-die-gewerkschaften-zu-lohndumping-leugnern-geworden\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider ist es so wie Heiner Flassbeck schreibt, die Betriebsr&auml;te der gro&szlig;en exportorientierten Unternehmen haben nur noch die eigne Klientel, sprich die bestens bezahlten und abgesicherten Stammbelegschaften, im Fokus. Von gewerkschaftlicher Solidarit&auml;t ist da nicht mehr viel zu sp&uuml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Manipulations-Vorw&uuml;rfe gegen EZB ungerechtfertigt &ndash; weiterhin keine Alternative zu lockerer Geldpolitik im Euroraum<\/strong><br>\nSteigende Energiepreise und harsche Manipulations-Vorw&uuml;rfe aus der neuen US-Regierung: Auf die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) steigt der Druck, ihre Niedrigzins- und Anleihekauf-Politik zur&uuml;ckzufahren. Doch das w&auml;re grundfalsch, zeigt eine neue Analyse des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Europa kann sich einen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik erst leisten, wenn sich die Wirtschaft nachhaltig stabilisiert hat. Daf&uuml;r w&auml;re es auch wichtig, dass die Eurostaaten endlich massiv investieren.<br>\nZuletzt behauptete die neue US-Regierung unter Donald Trump, die EZB manipuliere den Wechselkurs. Sie halte den Euro k&uuml;nstlich niedrig, damit die Eurostaaten einen Vorteil auf dem Weltmarkt erlangen. Doch was die Kritiker &uuml;bersehen: Nicht die Notenbank ist verantwortlich f&uuml;r die Abwertung der W&auml;hrung, sondern eine fehlgeleitete Politik, erkl&auml;rt Dr. Silke Tober vom IMK. &bdquo;Der schwache Euro ist nicht Resultat von W&auml;hrungsmanipulation, sondern Folge der Wirtschaftspolitik im Euroraum, die seit der internationalen Finanzkrise nicht expansiv genug und zeitweise sogar restriktiv war&ldquo;, schreibt die &Ouml;konomin in ihrer Untersuchung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_107692.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Endlich aufr&uuml;sten!<\/strong><br>\nEine finstere Periode deutscher und europ&auml;ischer Geschichte neigt sich dem Ende zu: eine Zeit, in der Abr&uuml;stungssofties die Tagesordnung bestimmten, unser aller Sicherheit gef&auml;hrdeten und die Bilanzen Not leidender R&uuml;stungskonzerne in den Keller trieben. Doch damit ist es jetzt vorbei. Trump, der Global Leader, befielt: die Europ&auml;er m&uuml;ssen mehr Geld in R&uuml;stung stecken, und seine Vasallen in &Uuml;bersee folgen. Ob so viel R&uuml;stung &uuml;berhaupt n&ouml;tig ist? Zweitrangige Frage. Erst mal die Panzer und Raketen anschaffen, ein Verwendungszweck wird sich dann schon ergeben. Russland taugt im Zweifelsfall immer gut als Feindbild. Autor Ludwig Schumann macht in seiner sarkastischen Abrechnung ganz deutlich: Wer Geld in R&uuml;stung steckt, stielt es aus anderen T&ouml;pfen, z.B. f&uuml;r soziale oder kulturelle Zwecke. Nicht jeden von uns trifft es, f&uuml;r das Milit&auml;r zu t&ouml;ten und zu sterben; aber uns allen raubt Aufr&uuml;stung ein St&uuml;ck unserer Lebensperspektive. (Ludwig Schumann)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2017\/03\/08\/endlich-aufruesten\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><strong>dazu: Rheinmetall beteiligt sich an Panzerproduktion in der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nAusgerechnet jetzt treibt der deutsche R&uuml;stungskonzern Rheinmetall den Bau von Panzern in der T&uuml;rkei voran. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Dass der deutsche R&uuml;stungskonzern Rheinmetall gerade jetzt in die Panzerproduktion in der T&uuml;rkei einsteigt, ist ein ungeheuerlicher Vorgang&rdquo;, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen dem stern. Das Vorhaben sei geradezu &ldquo;verbrecherisch&rdquo;. Rheinmetall verteidigte hingegen die Pl&auml;ne f&uuml;r die R&uuml;stungsproduktion am Bosporus. Die T&uuml;rkei sei &ldquo;ein voll integrierter Nato-Partner&rdquo; und bis heute ein EU-Beitrittskandidat. In Izmir baut die Rheinmetall-Partnerfirma BMC heute schon Lkw und Milit&auml;rfahrzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/stern-exklusiv--rheinmetall-beteiligt-sich-an-panzerproduktion-in-der-tuerkei-7357932.html\">stern<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Testfall Verfassungsbruch<\/strong><br>\nGemeinsame Antiterror&uuml;bung von Bundeswehr und Polizei im Inland. CDU jubelt: &raquo;Historischer Moment&laquo;. Friedensaktivisten protestieren<br>\n&raquo;Getex 2017&laquo; befasst sich mit einem extremen Szenario, nach dem in mehreren Bundesl&auml;ndern gleichzeitig Terroranschl&auml;ge stattfinden. Mit der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Dimension der fiktiven Anschl&auml;ge, die unter anderem einen Amoklauf an einer Schule und Angriffe auf einen Bahnhof sowie auf einen Flughafen umfassen, wird die Einbeziehung der Bundeswehr begr&uuml;ndet. Dabei spielt &raquo;Getex 2017&laquo; zum ersten Mal die Option durch, dass Soldaten im Inland hoheitliche T&auml;tigkeiten wie die Anwendung von Gewalt &uuml;bernehmen, die eigentlich der Polizei vorbehalten sind. Entsprechend spricht der baden-w&uuml;rttembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) von einem &raquo;historischen Moment&laquo;. [&hellip;]<br>\n&raquo;Dieser Bundeswehreinsatz auf Probe kann eine B&uuml;chse der Pandora &ouml;ffnen&laquo;, warnte gestern Tobias Pfl&uuml;ger, stellvertetender Vorsitzender der Partei Die Linke, und wies auf die Gefahr hin, es k&ouml;nne fr&uuml;her oder sp&auml;ter sogar zum &raquo;Tabubruch eines bewaffneten Streitkr&auml;fteeinsatzes im Innern&laquo; kommen. &raquo;Diese &Uuml;bung ist kein Beitrag zur inneren Sicherheit, sondern ein Nagel in ihrem Sarg&laquo;, urteilte auch die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Ulla Jelpke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/306716.testfall-verfassungsbruch.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Anwaltverein nennt Antiterror&uuml;bung von Polizei und Bundeswehr &ldquo;&uuml;berzogen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Deutschen Anwaltvereins (DAV), Ulrich Schellenberg, hat die gemeinsame Antiterror&uuml;bung von Bundeswehr und Polizei kritisiert. Er halte die &Uuml;bung &ldquo;f&uuml;r ein &uuml;berzogenes Signal an die Bev&ouml;lkerung&rdquo;, sagte Schellenberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch. Das Bundesverfassungsgericht habe f&uuml;r einen Einsatz der Bundeswehr im Inland &ldquo;klar ein Szenario katastrophischen Ausma&szlig;es vorgegeben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2017-03\/08\/deutschland-anwaltverein-nennt-antiterroruebung-von-polizei-und-bundeswehr-ueberzogen-08095403\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Lassen Sie es uns doch einfach machen&rdquo;<\/strong><br>\nEigentlich k&ouml;nnte der Drops schon lange gelutscht sein. Die SPD will es. Linke und Gr&uuml;ne sowieso. Und selbst in der Union mehrten sich zuletzt die Stimmen, die Ehe f&uuml;r homosexuelle Paare zu &ouml;ffnen. &ldquo;Dann lassen Sie es uns doch einfach tun&rdquo;, ruft der Gr&uuml;ne Volker Beck in der aktuellen Stunde zur Ehe f&uuml;r alle im Bundestag. 83 Prozent der Deutschen seien daf&uuml;r. Es gebe eine Mehrheit im Parlament. Und: &ldquo;Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung&rdquo;, sagt Beck.<br>\nAber so einfach ist das nicht. Denn mit dem Thema l&auml;sst sich so sch&ouml;n Wahlkampf machen. Da ist zun&auml;chst einmal die SPD. Sieben Monate vor der Bundestagswahl f&auml;llt den Sozialdemokraten auf, dass sie den Koalitionsvertrag mit der Union jetzt doch noch einmal neu interpretieren k&ouml;nnten. Man habe sich doch geeinigt, Diskriminierungen von Schwulen und Lesben abzubauen, sagt der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs. Was sei das anderes, als das Versprechen, die Ehe f&uuml;r Homosexuelle zu &ouml;ffnen? Wenn die Union das anders sehe, dann habe man ein Problem miteinander. &ldquo;Geben Sie sich einen Ruck, seien Sie dabei&rdquo;, ruft Kahrs Richtung CDU und CSU.<br>\nDas also ist die Taktik, mit der die Sozialdemokraten die Union unter Druck setzen wollen. &ldquo;Wir w&uuml;rden ja gerne, aber Frau Merkel blockiert die Ehe f&uuml;r alle.&rdquo; Man arbeite daran, CDU und CSU zu &uuml;berzeugen, Ja zur Ehe f&uuml;r alle zu sagen. Das ist die halbe Wahrheit. Die ganze ist: Seit einem Jahr blockieren Sozialdemokraten Antr&auml;ge von Linken und Gr&uuml;nen im Rechtsausschuss des Bundestags f&uuml;r die Ehe f&uuml;r alle. &ldquo;Sie haben sich heute zum 24. Mal zum Deppen gemacht und verhindert, dass unsere Gesetzentw&uuml;rfe wenigstens beraten werden&rdquo;, sagt Harald Petzold von den Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/opposition-erhoeht-druck-auf-spd-bei-der-ehe-fuer-alle-46713882.html\">heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Aktuelle Stunde zum Thema &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; hat noch einmal die T&auml;uschungsabsicht der SPD im Wahlkampf offengelegt. Ihr ist die Ehe mit der Union einfach wichtiger und daf&uuml;r nehmen die Sozialdemokraten dann auch gro&szlig;e Zeitr&auml;ume in Kauf, in denen einfach nichts passiert, weil die Union ja leider nicht mitmachen wolle. Nur wenn die SPD eine vorhandene Mehrheit f&uuml;r eine Sache wie die &bdquo;Ehe f&uuml;r alle&ldquo; im Bundestag immer wieder ungenutzt links liegen l&auml;sst, kann man doch nicht der Union Blockade vorwerfen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China first &ndash; auf Kosten Europas?<\/strong><br>\nOb Halbleiter-Technologie, Robotertechnik oder Elektromobilit&auml;t: China m&ouml;chte mit aller Kraft an die Weltspitze. Made in China 2025 &ndash; so hei&szlig;t der industriepolitische Plan der chinesischen Regierung. In einer neuen Studie kommt die Europ&auml;ische Handelskammer in Peking zu dem Schluss: Diese Strategie kann f&uuml;r Europa gef&auml;hrlich werden.<br>\nH&ouml;chst problematisch, nennt Kammer-Pr&auml;sident J&ouml;rg Wuttke den Plan: &ldquo;Im Grunde ist es das erste Mal, dass sie uns weltweit mitteilen: das ist unser Masterplan f&uuml;r 2025, da wollen wir in zehn Bereichen Champions sein.&rdquo; Es werde klar kommuniziert, welche Marktanteile chinesische Firmen in sieben Jahren erreicht haben sollen. Daf&uuml;r w&uuml;rden auch Subventionen zugesichert. &ldquo;Wir k&ouml;nnen da sehen, wie China seine Zukunft plant. Zum Teil auf unsere Kosten&rdquo;, f&uuml;rchtet Wuttke. (&hellip;)<br>\nChinas Ministerpr&auml;sident Li Keqiang widersprach in seiner Er&ouml;ffnungsrede zum Volkskongress diesen Bef&uuml;rchtungen. Ausl&auml;ndische Unternehmen w&uuml;rden von der Strategie &ldquo;Made in China 2025&rdquo; genauso profitieren wie chinesische Unternehmen. &ldquo;Wir werden ausl&auml;ndische Firmen in gleicher Weise behandeln wie chinesische Unternehmen. Ob beim Thema Lizenzierung neuer Produkte oder anderen staatlichen Wettbewerbsregeln: unter der Initiative &ldquo;Made in China 2025&Prime; wird es gleiche Bedingungen f&uuml;r alle geben&rdquo;, versprach Li Keqiang.<br>\nSeit Jahren beklagen europ&auml;ische Unternehmen Wettbewerbsnachteile in China: fehlende Rechtssicherheit, Einschr&auml;nkungen beim Internet, Diebstahl geistigen Eigentums, hohe administrative H&uuml;rden. F&uuml;r Kammer-Pr&auml;sident Wuttke sind die Ank&uuml;ndigungen des chinesischen Ministerpr&auml;sidenten deshalb erst einmal nur: Ank&uuml;ndigungen. &ldquo;Das h&ouml;ren wir jedes Jahr. Und jedes Jahr stellen wir dann einen Katalog zusammen, wo wir dann die Unterschiede zeigen &ndash; zwischen Tat und Wort. In dem wir auch zeigen, wo wir asymmetrische Marktzug&auml;nge haben&rdquo;, kritisiert er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/china-583.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar kennen insbesondere die deutschen Konzerne und ihre Lobbyverb&auml;nde lediglich die Kategorien der Konfrontation bzw. des Denkens in &ldquo;schwarz oder wei&szlig;&rdquo;. Die verschiedenen Varianten der Kooperation bzw. &ldquo;Graut&ouml;ne&rdquo; scheinen kaum bekannt zu sein.<\/em><br>\n<em>W&auml;re es nicht besser, dem amtierenden Ministerpr&auml;sidenten Chinas gegen&uuml;ber Vertrauen zu signalisieren anstatt ihm zumindest implizit (aber doch recht direkt) der Unwahrheit zu bezichtigen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Rest ist Risiko<\/strong><br>\nErdbeben, Tsunami und Super-GAU: Am 11. M&auml;rz 2011 tobte vor Fukushima-City die Dreifach-Katastrophe. Noch heute sterben Menschen in Japan an den Folgen. Fukushima im Herbst 2016. Am Bahnhof sehe ich als erstes eine Fotoausstellung &uuml;ber Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdw&auml;rme und Bioenergie. Bis 2030 will die Region komplett erneuerbar sein. Von hier aus, sagt mir sp&auml;ter der B&uuml;rgermeister von Fukushima, Kaoru Kobayashi, soll die Erneuerung f&uuml;r das ganze Land ausgehen.<br>\n&ldquo;Warum immer wieder Japan?&rdquo;, frage ich mich. In Hiroshima und Nagasaki war ich schon fr&uuml;her zu Vortr&auml;gen eingeladen. Mein Thema: Vom Atomzeitalter ins Solarzeitalter. Jetzt also Fukushima. 1945 waren die ersten Atombomben der Geschichte auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen worden &ndash; 140 000 Soforttote und nochmal mehr als 200 000 Folgetote. Und noch heute bis zu 3000 Tote durch atomare Verstrahlung, jedes Jahr als Folge von damals, hatte mir der B&uuml;rgermeister von Nagasaki fr&uuml;her einmal gesagt.<br>\nDer Super-GAU hat Fukushima einen dunklen Ruf beschert. Verdient haben diesen Ruf aber eher der Atomkraftbetreiber Tepco und die japanische Atomlobby &ndash; hier &ldquo;Nuclear Village&rdquo; genannt. In kaum einem anderen Land war der Glaube an die nukleare Sicherheit so tief verwurzelt wie in Japan, nun ist er ebenso tief ersch&uuml;ttert. Doch Regierung, Atomindustrie und Aufsichtsbeh&ouml;rden spielen die Gefahren f&uuml;r Mensch und Umwelt noch immer herunter.<br>\nDabei hatte Japan vor sechs Jahren Gl&uuml;ck im Ungl&uuml;ck, weil der Wind vom havarierten AKW aus nicht in Richtung Fukushima-City und auch nicht in Richtung Gro&szlig;raum Tokio wehte, sondern ins Meer hinaus. Sp&auml;testens jetzt h&auml;tte die Welt lernen k&ouml;nnen, dass Atomkraft russisches Roulette bedeutet. Jedes Atomkraftwerk ist ein Anschlag auf die Sch&ouml;pfung. Wie h&auml;tten denn im Gro&szlig;raum Tokio um die 50 Millionen Menschen evakuiert werden sollen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/310\/der-rest-ist-risiko-4237.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NGfP Kongress 2017: Gesellschaftliche Spaltungen &ndash; Erfahrung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit<\/strong><br>\nKongress der Neuen Gesellschaft f&uuml;r Psychologie vom 9. bis 12. M&auml;rz 2017 mit Unterst&uuml;tzung und in den R&auml;umen der Rosa-Luxemburg Stiftung in Berlin.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ngfp.de\/kongresse\/ngfp-kongress-2017\/\">NGfP<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ngfp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/GSp_Ankuendigungsflyer_161210.pdf\">Das vorl&auml;ufige Programm [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;r Personen, die aus dem Fach sind, sicherlich eine sehr interessante Veranstaltung. Auftreten werden u.a. Christoph Butterwegge, Ulrich Schneider, Gerd Bosbach, Uli Gellermann und Werner R&uuml;gemer sowie die als Gastautoren bei den NachDenkSeiten Ihnen vielleicht bekannten Lutz Haustein und Wolf Wetzel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37335"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37337,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37335\/revisions\/37337"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}