{"id":3734,"date":"2009-01-30T09:55:28","date_gmt":"2009-01-30T08:55:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3734"},"modified":"2009-01-30T12:10:45","modified_gmt":"2009-01-30T11:10:45","slug":"hinweise-des-tages-821","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3734","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Arbeitslosenstatistik<\/li>\n<li>Arbeitsminister f&uuml;hlt sich unschuldig<\/li>\n<li>Auch in Davos wird nach dem Staat gerufen<\/li>\n<li>Wall-Street-Banker kassierten Boni in Milliardenh&ouml;he<\/li>\n<li>Linksfraktion: Million&auml;re sollen Hilfsprogramm finanzieren<\/li>\n<li>Finanzminister schlie&szlig;t Bad Banks nicht mehr aus<\/li>\n<li>Erblastentilgungsfonds eine wahre Erblast<\/li>\n<li>Soffin: Gerhard Stratthaus: Eine wundersame Karriere<\/li>\n<li>Investieren in Zeiten der Rezession und Deflation<\/li>\n<li>Verscheuern statt Schreddern &ndash; Wie die Abwrackpr&auml;mie zum Betrug einl&auml;dt<\/li>\n<li>Eine schwierige Dreiecksbeziehung: Die Gewerkschaften zwischen Kern- und Randbelegschaften<\/li>\n<li>Ohne Warnstreik gibt es Streik<\/li>\n<li>Einzelhandel f&uuml;rchtet die Jobkrise<\/li>\n<li>SAP streicht erstmals Stellen<\/li>\n<li>Schaeffler: Der Besuch der reichen Dame<\/li>\n<li>DGB: Nur eine Frage des Sozialneides?<\/li>\n<li>Wer bei Lohnzahlungs-Verz&ouml;gerung nicht sofort k&uuml;ndigt, den bestraft die Rechtslage<\/li>\n<li>Hochtaunus: Keine Gnade f&uuml;r Geringverdiener<\/li>\n<li>Mitarbeiter-&Uuml;berwachung: Was darf der Arbeitgeber?<\/li>\n<li>DGB startet Kampagne &ldquo;Rente muss zum Leben reichen&rdquo; <\/li>\n<li>&ldquo;Die Betriebsrenten sind sicher&rdquo;<\/li>\n<li>Neue Bev&ouml;lkerungsstudie: Bald sieht Deutschland ganz sch&ouml;n alt aus<\/li>\n<li>Fr&uuml;h aufgestanden gegen Sarkozy<\/li>\n<li>Schweden r&uuml;stet ab<\/li>\n<li>&bdquo;Reform&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3734&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>5,794 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (Alg und Alg II). 5,666 Millionen Arbeitsuchende, darunter 3,489 Arbeitslose. <\/strong>\n<p>Im Januar 2009 wurden von der Statistik der BA insgesamt 3,489 Millionen Arbeitslose registriert, 4,7% bzw. 170.000 weniger als im Januar 2008. Von diesen 3,489 Millionen Arbeitslosen waren 1,268 Millionen (36,4%) im Rechtskreis SGB III und 2,220 Millionen (63,6%) im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert. Als Arbeitsuchende waren im Januar 2009 insgesamt 5,666 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert. Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten 1,117 Millionen (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,788 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der angeblich etwa 97.000 sog. Aufstocker (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Januar 2009 etwa 5,794 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II. (Anm.: rechnerisch ergeben sich 111.000 sog. Aufstocker.)<\/p>\n<p>Im Januar 2009 wurden 9,2 Prozent weniger arbeitslose Frauen und 0,5 Prozent weniger arbeitslose M&auml;nner registriert als im Januar 2008. In sechs L&auml;ndern wurden im Januar 2009 mehr arbeitslose M&auml;nner registriert als ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090130%20Hinweise%20PDF%20Dokument%20zu%20Ziffer%201.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufsbildungshilfe e.V. [PDF &ndash; 372 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Weitere Eckdaten aus dem Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gef&ouml;rderten arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 4,0 Prozent mehr.\n<\/li>\n<li>Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gef&ouml;rderten arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme. Das waren im Vergleich zum Vorjahr 4,0 Prozent mehr.<\/li>\n<li>Die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung lag im November nach der Hochrechnung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei 27,91 Mio, gegen&uuml;ber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 442.000 oder 1,6 Prozent. Dabei entf&auml;llt mehr als die H&auml;lfte (!) des sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsplus auf Vollzeitstellen.\n<\/li>\n<li>Betrachtet man nur die Anzeigen nach &sect; 170 SGB III und bildet damit nur den m&ouml;glichen konjunkturell bedingten Arbeitsausfall ab, kommt man auf 296.000 angezeigte Kurzarbeiter; 159.000 mehr als im Vormonat und 286.000 mehr als vor einem Jahr. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter in den n&auml;chsten Monaten kr&auml;ftig erh&ouml;hen wird.\n<\/li>\n<li>Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot zuletzt deutlich abgenommen. Nach j&uuml;ngsten Angaben des IAB lag das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im dritten Quartal 2008 bei 998.000 Stellen. Das waren 129.000 oder 11 Prozent weniger als vor einem Jahr.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pub.arbeitsamt.de\/hst\/services\/statistik\/000000\/html\/start\/monat\/aktuell.pdf\">BA [PDF &ndash; 1,3 MB]<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsminister f&uuml;hlt sich unschuldig<\/strong><br>\nAn dem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit ist nach Ansicht von Arbeitsminister Olaf Scholz allein die schwache Weltwirtschaft schuld&hellip; &bdquo;Wir sehen noch, dass wir eine bessere Entwicklung haben als im Vorjahr&ldquo;, sagte Scholz. Aber trotzdem seien die Auswirkungen der wirtschaftlichen Lage auf den Arbeitsmarkt ganz klar erkennbar. &bdquo;Deshalb ist es wichtig, dass wir rechtzeitig gehandelt haben&ldquo;, sagte Scholz und verwies unter anderem auf die Entscheidung der Bundesregierung, die Zahlung des Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate zu verl&auml;ngern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3112476\/Arbeitsminister-fuehlt-sich-unschuldig.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Sie erinnern sich sicherlich noch an die Zeit als die Arbeitslosigkeit (vor allem statistisch) etwas zur&uuml;ckging. Da traten Kanzlerin, Wirtschaftsminister bis hin zum Bundespr&auml;sidenten vor die Mikrofone und feierten das als Erfolg der Reformpolitik. Heute ist wieder ausschlie&szlig;lich die Konjunktur schuld. Es zeigt sich, was man schon immer wissen konnte, dass mit den Hartz-Gesetzen allenfalls in marginalem Umfang Arbeitslose in Arbeit gebracht wurden (und wenn ja zu welchem Preis). Die Konjunktur ist der entscheidende Faktor &ndash; und bei der Konjunkturpolitik haben die Bundesregierungen str&auml;flich versagt &ndash; ohne dass sie daf&uuml;r von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgerin bestraft wurden. <\/em><\/p><\/li>\n<p><\/p>\n<li><strong>Auch in Davos wird nach dem Staat gerufen<\/strong><br>\nRatlosigkeit und tr&uuml;be Stimmung beherrscht das Weltwirtschaftsforum<br>\nIm schweizerischen Kurort wurde gestern das 39. Weltwirtschaftsforum (WEF) er&ouml;ffnet. Bis Sonntag tagen 2500 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik aus 96 L&auml;ndern, darunter sind mit mehr als 40 Staats- und Regierungschefs doppelt so viele Spitzenpolitiker als im Vorjahr. Doch die Stimmung ist angesichts der Finanz- und Weltwirtschaftskrise finster.Jahrzehntelang hatte man sich in den Schweizer Alpen daf&uuml;r stark gemacht, dass der Staat sich aus der Wirtschaft herauszuhalten habe. Doch 2009 scheint alles anders zu sein und der Staat soll die Scherben zusammen kehren. Die Wirtschaftseliten sehen nun in Rettungsaktionen des Staats die einzige M&ouml;glichkeit zur &Uuml;berwindung der Krise. Allerdings, wie der Hedge Fonds Guru Georg Soros betonte, soll es sich dabei um eine &ldquo;tempor&auml;re Notma&szlig;nahme&rdquo; handeln. &ldquo;Die Welt befindet sich in einem Schockzustand&rdquo;, sagte er. Die Finanzkrise sei sogar noch schwerwiegender als die in den 1930er Jahren. Deshalb m&uuml;sse der Staat den Finanzsektor retten. Will hei&szlig;en, wenn die Gesch&auml;fte wieder laufen, hat man die Verluste sozialisiert und dann k&ouml;nnen die Unternehmen die Gewinne wieder in die eigenen Taschen stecken. \n<p>Von Davos erwartet eigentlich niemand wirkliche Impulse. Neue Rezepte zur &Uuml;berwindung der Krise: Fehlanzeige. <\/p>\n<p>Die Finanzbranche hofft darauf, dass hier der Druck auf die Staaten steigt, die sich, wie Deutschland, noch gegen Bad Banks wehren, um ihre faulen Wertpapiere beim jeweiligen Staat abladen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29635\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wall-Street-Banker kassierten Boni in Milliardenh&ouml;he<\/strong><br>\nGigantische Bonuszahlungen trotz Finanzkrise: Die Wall Street sch&uuml;ttete f&uuml;r 2008 Jahrespr&auml;mien von insgesamt 18,4 Milliarden Dollar an die Besch&auml;ftigten der Branche aus &ndash; nach Angaben des staatlichen Rechnungspr&uuml;fers ist das die sechsth&ouml;chste Summe aller Zeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,604323,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Motto: Sie haben es ja. Schlie&szlig;lich hatten sie Erfolg und die faulen Kredite auf den Steuerzahler abgew&auml;lzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Linksfraktion: Million&auml;re sollen Hilfsprogramm finanzieren<\/strong><br>\nDie Linksfraktion h&auml;lt das Konjunkturprogramm II f&uuml;r nicht ausreichend und fordert ein ganzes B&uuml;ndel von Ma&szlig;nahmen, um die schwere Wirtschaftskrise zu bek&auml;mpfen. In einem Antrag (16\/11746) wird die Bundesregierung aufgefordert, Verhandlungen &uuml;ber ein neues Weltw&auml;hrungssystem aufzunehmen, Spekulationen zu unterbinden und Steueroasen zu schlie&szlig;en. Au&szlig;erdem sollen die Privatisierungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge gestoppt und r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. Die Mitbestimmung der Belegschaften in den Unternehmen m&uuml;sse gest&auml;rkt werden. Neben einer Verstaatlichung der Banken fordert die Linksfraktion eine Erh&ouml;hung der Steuern auf hohe Einkommen und Gewinne bei gleichzeitiger St&auml;rkung unterer Einkommen. Zur Finanzierung staatlicher Hilfsprogramme soll eine Million&auml;rssteuer von f&uuml;nf Prozent auf Privatverm&ouml;gen von &uuml;ber einer Million Euro eingef&uuml;hrt werden. Au&szlig;erdem tritt die Fraktion daf&uuml;r ein, ein Programm f&uuml;r Investitionen in Bildung, Gesundheitswesen, Energiewende und Infrastruktur sowie zur St&auml;rkung der Binnennachfrage aufzulegen. Das Programm soll ein j&auml;hrliches Volumen von 50 Milliarden Euro haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_031\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzminister schlie&szlig;t Bad Banks nicht mehr aus<\/strong><br>\nFinanzminister Steinbr&uuml;ck will den Banken die Auslagerung problematischer Wertpapiere in so genannte Bad Banks erm&ouml;glichen &ndash; aber auf deren Kosten. Die &Uuml;bernahme der Risiken durch den Steuerzahler lehnt er strikt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,604216,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der n&auml;chste Schritt wird vermutlich folgen. Das Krisenmanagement belegt einmal mehr: Steinbr&uuml;ck ist ein von der Finanzwirtschaft Getriebener. Siehe den vorherigen Stand: Steinbr&uuml;ck am 18. Januar 2009: &ldquo;Man w&uuml;rde uns f&uuml;r verr&uuml;ckt erkl&auml;ren&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bankenkrise122.html\">Tagesschau<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Siehe den n&auml;chsten Schritt: <\/em><\/p>\n<p><strong>L&ouml;sung f&uuml;r toxische Wertpapiere: Bund bessert Banken-Paket nach<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt wesentliche Nachbesserungen am Banken-Rettungspaket beschlie&szlig;en. Im Mittelpunkt der Gespr&auml;che steht nicht mehr eine zentrale staatliche Auffanggesellschaft f&uuml;r besonders riskante Wertpapiere, sondern die Einrichtung von einzelnen &ldquo;Bad Banks&rdquo; jeweils innerhalb der angeschlagenen Kreditinstitute. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bund-bessert-banken-paket-nach;2137058\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Betrifft: Erblastentilgungsfonds<\/strong><br>\nEin Gro&szlig;teil der Schulden aus der Deutschen Einheit belastet weiterhin den Bundeshaushalt und muss noch &uuml;ber Jahre abbezahlt werden.<br>\nBundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) r&auml;umte ein, dass ein Teil der im Erblastentilgungsfonds zusammengefassten Alt-Schulden 1999 in den Bundeshaushalt &uuml;berf&uuml;hrt worden sei. Bundeskanzlerin Merkel hatte den Fonds als Beispiel f&uuml;r einen guten Umgang mit Staatsverschuldung angef&uuml;hrt. (&hellip;)\n<p><strong>FDP wirft Gro&szlig;er Koalition L&uuml;ge vor<\/strong><br>\nDer stellvertretende FDP-Fraktionschef Carl-Ludwig Thiele hatte Kanzlerin Merkel und Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorgeworfen, die &Ouml;ffentlichkeit bez&uuml;glich des Erblastentilgungsfonds get&auml;uscht zu haben. Beide h&auml;tten Mitte Januar im Bundestag behauptet, der Fonds sei inzwischen getilgt und dies als politischen Erfolg verkauft.<\/p>\n<p><strong>Merkel lobte Zahlungsmoral des Staates<\/strong><br>\nMerkel hatte in ihrer Regierungserkl&auml;rung zum zweiten Konjunkturpaket gesagt, &ldquo;wer Schulden aufnimmt, muss sie zuverl&auml;ssig tilgen&rdquo;. Als Beispiel verwies sie auf fr&uuml;here gute Erfahrungen: &ldquo;Wir haben im &Uuml;brigen beim Erblastentilgungsfonds bewiesen, dass wir das k&ouml;nnen.&rdquo; In diesem Fonds waren Schulden aus der deutschen Wiedervereinigung in H&ouml;he von rund 170 Milliarden geb&uuml;ndelt worden.<\/p>\n<p><strong>&Uuml;berwiegender Teil wurde umgeschuldet<\/strong><br>\nWie die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; unter Berufung auf eine Auskunft des Finanzministeriums berichtete, sind fast 100 Milliarden Euro alte Schuldenpapiere des Fonds durch neue ersetzt worden; getilgt wurden offenbar nicht einmal 80 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Steinbr&uuml;ck wies die Vorw&uuml;rfe der FDP zur&uuml;ck, Merkel habe die Unwahrheit gesagt. Ein Sprecher des Finanzministeriums nannte die Debatte &ldquo;absolut unverst&auml;ndlich&rdquo; und die &Auml;u&szlig;erungen der Opposition &ldquo;billigen Populismus&rdquo;. Der Finanzminister verwies darauf, dass der Mechanismus gemeint gewesen sei, wonach die Schulden auch &uuml;ber Bundesbank-Gewinne getilgt worden seien. Dies ist auch bei dem neuen Tilgungsfonds von 21 Milliarden Euro f&uuml;r das Konjunkturpaket II geplant.<\/p>\n<p><strong>Gr&uuml;ne:<em> &ldquo;Merkel hat keinen blassen Schimmer&rdquo;<\/em><\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Fraktionschef Fritz Kuhn hielt Merkel Ahnungslosigkeit und Verschleierung der Tatsachen bei den Staatsschulden vor. &ldquo;Die Kanzlerin hat keinen blassen Schimmer, wie es mit dem Erblastentilgungsfonds war&rdquo;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei einfach nur peinlich.<\/p>\n<p><strong>Steinbr&uuml;ck:<em> &ldquo;Beides ist richtig&rdquo;<\/em><\/strong><br>\nIn einer Regierungsbefragung sagte Steinbr&uuml;ck auf die Frage der FDP, ob der Erblastentilgungsfonds getilgt oder der gr&ouml;&szlig;ere Teil eigentlich umgeschuldet worden sei: &ldquo;Beides ist richtig.&rdquo; Es stimme, dass ein Gro&szlig;teil des Fonds im Jahr 1999 auf den Bundeshaushalt transferiert worden sei. Aber der Hinweis der Kanzlerin und Steinmeiers sei auch richtig, dass &uuml;ber Inanspruchnahme des Bundesbank-Gewinns ungef&auml;hr 35 Milliarden Euro getilgt worden seien. &ldquo;Das ist, wie ich finde, ein v&ouml;llig zutreffender Vergleich gegen&uuml;ber dem jetzt einzurichtenden Fonds von rund 21 Milliarden Euro&rdquo;, sagte Steinbr&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/erblastentilgungsfonds100.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Auch in dieser Sache wurden wir gezielt manipuliert. Man kommt selbst bei hoher Zweifel-Bereitschaft nicht mehr nach. Eine Irref&uuml;hrung folgt der anderen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Soffin: Gerhard Stratthaus: Eine wundersame Karriere<\/strong><br>\nDer Bankenrettungsfonds Soffin soll mit 480 Milliarden Euro Steuergeld die Kreditwirtschaft retten, ist aber vornehmlich wegen Personalquerelen in den Schlagzeilen. Nur einer h&auml;lt sich unverdrossen an der Soffin-Spitze: der ehemalige baden-w&uuml;rttembergische CDU-Finanzminister Gerhard Stratthaus &ndash; trotz einer fragw&uuml;rdigen Vergangenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Gerhard-Stratthaus-Eine-Karriere\/652879.html?pr=1\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieter Wermuth:  Investieren in Zeiten der Rezession und Deflation<\/strong><br>\nNach dem j&uuml;ngsten Working Paper von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff (&ldquo;The Aftermath of Financial Crises&rdquo;) entwickelt sich die gegenw&auml;rtige Finanzkrise genau nach Plan, also genauso wie ein Dutzend fr&uuml;here Krisen in verschiedenen L&auml;ndern. Das ist be&auml;ngstigend. Denn Krisen, die mit einem Verfall der Verm&ouml;genspreise einhergehen, sind besonders tief und halten lange an. Die Arbeitslosenquote steigt im Durchschnitt um sieben Prozentpunkte, das reale Pro-Kopf-BIP sinkt von der Spitze bis zum Tiefpunkt um nicht weniger als 9,3 Prozent, und die Staatsschulden erh&ouml;hen sich um 87 Prozent. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/category\/wermuths-investment-outlook%20\">Zeit<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/wermuths_investment_outlook_january_2009.pdf\">Wermuth&rsquo;s Investment Outlook [PDF &ndash; 237 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Monitor: Verscheuern statt Schreddern &ndash; Wie die Abwrackpr&auml;mie zum Betrug einl&auml;dt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verkauft ihre Abwrackpr&auml;mie gerne auch als &bdquo;Umweltpr&auml;mie&ldquo;. Ein Etikettenschwindel, wie sich jetzt zeigt. Denn die Regelung l&auml;dt ein zum Betrug. Polizei und Umweltsch&uuml;tzer warnen: Viele Alt-Autos, f&uuml;r die der Staat die Abwrackpr&auml;mie zahlt, werden danach wieder auf den Stra&szlig;en rollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine schwierige Dreiecksbeziehung: Die Gewerkschaften zwischen Kern- und Randbelegschaften<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften haben sich lange nicht sonderlich f&uuml;r das Schicksal von Leiharbeitern, 1-Euro-Jobbern, befristet Besch&auml;ftigten und anderen Randbelegschaften interessiert. Sie konzentrierten sich stattdessen vornehmlich auf die Kernbelegschaften in gro&szlig;en Betrieben mit hohem Organisationsgrad. Aber in Zeiten, da die atypischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse immer mehr zu den typischen werden, &auml;ndert die Arbeitnehmer-Organisation langsam ihre Haltung. Besonders dem Thema &ldquo;Leiharbeit&rdquo; wendet sie sich verst&auml;rkt zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29605\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Ohne Warnstreik gibt es Streik<\/strong><br>\nWas ist ein guter und wirksamer Streik? Die in Frankreich wissen wie das geht: Hunderttausende gehen aus die Stra&szlig;e und legen den Verlehr lahm. Hierzulande sieht das anders aus. Vor allem im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; da lachen die Minister &uuml;ber streikende Beamte. Es gibt aber Hoffnung. Schlie&szlig;lich sollten die Politiker weder die Krise noch die steigende Arbeitslosigkeit als Argumente f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber den eigenen Leuten strapazieren. Die Besch&auml;ftigten haben n&auml;mlich genau registriert, wie die Milliarden aus &ouml;ffentlichen Kassen vom Himmel regnen f&uuml;r Banken und Konzerne. Und da sollen sich Krankenschwestern und Erzieher, Lehrerinnen und Amtm&auml;nner zur&uuml;ckhalten, wenn es bei ihnen um ein paar Euro geht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2718934?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheid:<\/strong> Der Tagesspiegel entdeckt sein Herz f&uuml;r Streikende.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Einzelhandel f&uuml;rchtet die Jobkrise <\/strong><br>\nDer Einzelhandel hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um rund 1,5 Prozent steigern k&ouml;nnen. Nach Abzug der Preissteigerungen blieb aber nur ein Minus von einem Prozent &uuml;brig. Hochgerechnet hat dies Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE). Er betrachtet dieses Ergebnis bereits als Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1657172&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Da hat das mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Weihnachtsgesch&auml;ft das Jahr nicht herausgerissen. Die Feststellung der Analysten der Commerzbank, dass der private Verbrauch &ldquo;vorerst ein stabilisierender Faktor f&uuml;r die deutsche Wirtschaft&rdquo; bleibe, ist geradezu l&auml;cherlich. Zugespitzt formuliert bleibt nat&uuml;rlich das Existenzminimum ein stabiler Faktor, mit dem der Einzelhandel rechnen kann. Aber was wurde noch vor nicht allzu langer Zeit von den &uuml;blichen Wirtschaftsexperten get&ouml;nt, dass der private Konsum den wegbrechenden Export auffangen k&ouml;nne. Das s&auml;he vielleicht anders aus, wenn die Gewinne der Exportwirtschaft auch bei der arbeitenden Bev&ouml;lkerung angekommen w&auml;ren. Wer Eins und Eins zusammenz&auml;hlen kann, musste bei der Schr&auml;glage der Einkommensentwicklung mit sinkender Massenkaufkraft rechnen. Nur ist das kein Thema f&uuml;r diese Experten. Da k&ouml;nnen wir in einigen Jahren in einer Gesellschaft leben, in der immer mehr Menschen um die nackte Existenz k&auml;mpfen, darunter viele junge Menschen, die&nbsp; zwischen&nbsp; schlecht bezahlte Arbeit oder Arbeitslosigkeit&nbsp; w&auml;hlen m&uuml;ssen. Da m&ouml;gen Solidarit&auml;t und Demokratie zum Teufel gehen, der private Verbrauch wird &ldquo;vorerst ein stabilisierender Faktor f&uuml;r die deutsche Wirtschaft&rdquo; bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>In der Einkaufswelt zweiter Klasse<\/strong><br>\nEine Million Menschen werden in Deutschland &uuml;ber Tafeln mit Lebensmitteln versorgt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maerkischeallgemeine.de\/cms\/beitrag\/11417682\/485072\/?print=J\">M&auml;rkische Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SAP streicht erstmals Stellen<\/strong><br>\nSchmerzfrei geht diese Operation nicht &uuml;ber die B&uuml;hne. SAP, Europas gr&ouml;&szlig;ter Softwarekonzern, will die Zahl der Stellen um 3000 auf 48 500 zusammenstreichen. Das soll, so Co-Chef L&eacute;o Apotheker, zwar &ldquo;weitestgehend unter Ausnutzung der Fluktuation&rdquo; geschehen. Doch sein Kollege Henning Kagermann r&auml;umt ein, dass eben Fluktuation &ldquo;m&ouml;glicherweise nicht ausreicht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1666767_SAP-streicht-erstmals-Stellen.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel f&uuml;r die einseitige &bdquo;Lastenverteilung&ldquo; in unserer Wirtschaftsverfassung. Der SAP- Firmenmitbegr&uuml;nder Dietmar Hopp wurde als es mit der Firma bergauf ging mehrfacher Milliard&auml;r und einer der reichsten Leute der Welt. Angeblich hat er allein 4 Milliarden hat er in seine von ihm gegr&uuml;ndete Stiftung eingebracht. Und mit vielen Millionen finanziert er den Bundesligaaufsteiger und Herbstmeister TSG 1899 Hoffenheim. Die Mitarbeiter, die jetzt entlassen werden, k&ouml;nnen sprichw&ouml;rtlich nur in die R&ouml;hre schauen und sich allenfalls noch mit einem bitteren Beigeschmack dar&uuml;ber freuen, wie die von ihrer Arbeit mitfinanzierten Kicker auf dem gr&uuml;nen Rasen ihre Erfolge feiern. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schaeffler: Der Besuch der reichen Dame<\/strong><br>\nDer Fall Schaeffler bringt die Bundesregierung in eine schwierige Zwickm&uuml;hle. Einerseits sind direkte Beteiligungen des Bundes an Unternehmen im Koalitionsausschuss ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen worden. Zudem sei Schaeffler eigentlich gar kein Opfer der Weltwirtschaftskrise, sondern vielmehr ein Produkt von &ldquo;Gier und Gr&ouml;&szlig;enwahn&rdquo;, wettern Regierungsvertreter hinter vorgehaltener Hand. Andererseits scheint klar: Wenn der Deal mit Continental aus Geldmangel platzt, ist der Hannoveraner Reifenhersteller angesichts seines bescheidenen B&ouml;rsenwerts &uuml;ber Nacht ein Kandidat f&uuml;r die &Uuml;bernahme durch einen ausl&auml;ndischen Konkurrenten. Tausende Arbeitspl&auml;tze k&ouml;nnten dann auf dem Spiel stehen.\n<p>Bislang setzt das Kanzleramt daher auf eine &ldquo;differenzierte Haltung&rdquo;. Direkte Hilfen f&uuml;r die Milliard&auml;rin Schaeffler gelten als kaum vermittelbar. Einen drastischen Arbeitsplatzabbau bei Conti aber will man m&ouml;glichst vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1667559&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur eine Frage des Sozialneides?<\/strong><br>\nKlartext DGB mit einer sch&ouml;nen Grafik der Verteilung des Nettoverm&ouml;gens in Deutschland 2002 bis 2007.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090130%20PDF%20Dokument%202%20DGB%20Klartext.pdf\">DGB [PDF &ndash; 92 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer bei Lohnzahlungs-Verz&ouml;gerung nicht sofort k&uuml;ndigt, den bestraft die Rechtslage <\/strong><br>\nJustizministerin Zypries will die M&ouml;glichkeit der Befriedigung von Gl&auml;ubigern insolventer Firmen auf Kosten von Arbeitnehmern beibehalten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/122460\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals zur IAB-Studie: Warum bleiben &bdquo;Aufstocker&ldquo; bed&uuml;rftig?<\/strong><br>\nHaften bleibt als (sozial-) politische Botschaft: Nicht zu geringe Stundenl&ouml;hne sind f&uuml;r die Masse der Aufstocker das Hindernis beim Verlassen der Bed&uuml;rftigkeit, sondern zu geringe Arbeitszeiten. Das aber geben die IAB-Daten so nicht her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/doku\/01_aktuell\/info-grafik\/2009_01_29%20Aufstocker.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 156 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Hochtaunus: Keine Gnade f&uuml;r Geringverdiener<\/strong><br>\nCDU und FDP in der Million&auml;rsstadt Bad Homburg wollen keine zus&auml;tzlichen Hilfen f&uuml;r Geringverdiener. Auch der Kreis denkt nicht daran, die Mietzusch&uuml;sse an die realen Kosten anzupassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/1666945_Keine-Gnade-fuer-Geringverdiener.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sollen die auf solche Zusch&uuml;sse angewiesenen eben wegziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mitarbeiter-&Uuml;berwachung: Was darf der Arbeitgeber?<\/strong><br>\nIm FR-Interview fordert Arbeitsrechtlerin Martina Perreng Rechtsklarheit.<br>\nNach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts darf er bei einem begr&uuml;ndeten Anfangsverdacht einzelne Besch&auml;ftigte &uuml;berpr&uuml;fen. Dabei muss das Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Betroffenen gesch&uuml;tzt werden. Erlaubt sind also nur m&ouml;glichst geringe Eingriffe, nicht aber eine Art Rasterfahndung wie bei der Bahn.\n<p>Das erste und wichtigste w&auml;re eine gesetzliche Regelung. Wir brauchen also dringend ein Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz. Darin m&uuml;sste geregelt werden: Es muss f&uuml;r jeden Fall der &Uuml;berpr&uuml;fung und Kontrolle einen begr&uuml;ndeten Anfangsverdacht geben, private Daten d&uuml;rfen erst gar nicht erhoben werden und das Pers&ouml;nlichkeitsrecht jedes Einzelnen muss gesch&uuml;tzt werden. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen wirksame und abschreckende Sanktionen bei Verst&ouml;&szlig;en vorgesehen werden. Ein solches Gesetz w&uuml;rde Rechtssicherheit schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1666928&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Und so sieht das Die Bahn:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schaupensteiner: Abgleich von Daten &ldquo;ist ein Routinevorgang&rdquo;<\/strong><br>\nDer Anti-Korruptionsbeauftragte der Deutschen Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, hat angesichts der Vorw&uuml;rfe um angebliche Bespitzelungen bei dem Unternehmen betont, es gebe keinen Grund, den Vorgang zu skandalisieren. Man habe lediglich die Daten von Besch&auml;ftigten mit denen von Lieferanten abgeglichen, um zu ermitteln, ob sich Mitarbeiter unter Umst&auml;nden selbst Auftr&auml;ge erteilt h&auml;tten. Dies sei weder Bespitzelung noch &Uuml;berwachung, so Schaupensteiner.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/911579\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/01\/29\/dlf_20090129_0810_c5124817.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Altersarmut ist eine Folge politischer Fehlentscheidungen &ndash; DGB startet Kampagne &ldquo;Rente muss zum Leben reichen&rdquo; <\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;Rente muss zum Leben reichen&ldquo; hat der DGB am Mittwoch in Berlin seine Kampagne zur St&auml;rkung der solidarischen Alterssicherung in Deutschland gestartet. Ziel ist es, die Ursachen der drohenden Altersarmut deutlich zu machen und die Politik dazu zu bewegen, die notwendigen Reformen rasch auf den Weg zu bringen.\n<p>&bdquo;Millionen Menschen droht morgen Altersarmut, weil sie heute mit Hungerl&ouml;hnen abgespeist werden und gleichzeitig die Rentenleistungen um bis zu 25 Prozent gek&uuml;rzt worden sind. Altersarmut ist also eine Folge politischer Fehlentscheidungen und der &sbquo;Geiz-ist-geil-Mentalit&auml;t&rsquo; der Arbeitgeberseite. Deshalb brauchen wir einen politischen Kurswechsel f&uuml;r mehr Sicherheit im Alter&ldquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bei der Vorstellung der Kampagne. Der DGB will die Debatte um die Alterssicherung vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen. &bdquo;Die Gesetzliche Rentenversicherung ist absolut alternativlos. Das Problem ist aber, dass die Rentenleistungen massiv gek&uuml;rzt worden sind und die Kosten f&uuml;r die Altersvorsorge durch die Teilprivatisierung einseitig auf die Besch&auml;ftigten verschoben werden&ldquo;, sagte Buntenbach. Dabei werde bewusst verschwiegen, dass die &ndash; stets mit der demographischen Entwicklung begr&uuml;ndeten &ndash; Rentenk&uuml;rzungen einzig und allein die Arbeitgeber entlasten sollen. &bdquo;Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre f&uuml;hrt nicht etwa zur Entlastung der jungen Generationen, sondern trifft gerade sie mit aller Wucht&ldquo;, so Buntenbach.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3363\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Stimmt alles. Leider muss hinzugef&uuml;gt werden, dass der DGB und manche Einzelgewerkschaften sehr sp&auml;t reagieren. Noch im August 2007als der damalige Bundesarbeitsminister M&uuml;ntefering die Entscheidung verk&uuml;ndete, die urspr&uuml;nglich befristete Beitragsfreiheit von Entgeltumwandlung unbefristet fortzusetzen, kam von Frau Buntenbach Zustimmung. &bdquo;Es ist eine gute Nachricht f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass die Sozialversicherungsfreiheit bei der Entgeltumwandlung zum Aufbau betrieblicher Altersversorgung auch &uuml;ber 2008 hinaus erhalten bleiben soll. Die Versorgungsl&uuml;cken bei der gesetzlichen Rente sind offensichtlich &ndash; diese zus&auml;tzliche Altersvorsorge tr&auml;gt mit dazu dabei, drohende finanzielle Engp&auml;sse im Alter zu vermeiden.&ldquo;<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3036\">DGB vom 08.08.2007<\/a><\/em><\/p>\n<p>Beitragsfreie Entgeltumwandlung l&ouml;st jedoch das Rentenproblem nicht sondern versch&auml;rft es vielmehr. Je nach H&ouml;he des Pflegeversicherungsbeitrags gehen f&uuml;r jeden beitragsfrei umgewandelten Euro zwischen 39,9 und 40,15 Cent an Sozialversicherungsbeitr&auml;gen (Stand 01\/2009: Krankenversicherung 15,5%, Rentenversicherung 19,9%, Arbeitslosenversicherung 2,8%, Pflegeversicherungsbeitrag 1,7% f&uuml;r Versicherte mit Kinder bzw. 1,95% f&uuml;r Kinderlose) insgesamt verloren. J&auml;hrlich gehen den Sozialversicherungstr&auml;gern Beitr&auml;ge von ca. 3,3 Milliarden verloren.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Entgeltumwandlung-senkt-Rentenansprueche-2.html?session=b4c368713c5c1ba4f6a57f2c89c46854\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Weniger Beitr&auml;ge bedeuten nat&uuml;rlich auch weniger Leistung, also<\/li>\n<li>Weniger Rente<\/li>\n<li>Weniger Arbeitslosengeld I<\/li>\n<li>Weniger Krankengeld<\/li>\n<li>Weniger Krankengeld bei Betreuung eines kranken Kindes<\/li>\n<li>Weniger &Uuml;bergangsgeld<\/li>\n<li>Weniger Mutterschaftsgeld<\/li>\n<li>Weniger Kurzarbeitergeld<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tochtergesellschaften von DGB und einzelne Gewerkschaften vermitteln private Altersvorsorgeprodukte bis Riester- und R&uuml;rup-Renten an ihre Mitglieder.<br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.das-rentenplus.de\/index.html\">DGB-Rentenplus<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.verdi-mitgliederservice.de\/site\/inhalte\/vorsorgen\/vorsorgen-home.php\">DGB-Mitgliederservice<\/a><\/p>\n<p>Und damit die Menschen auch noch an den Volkshochschulen beigebracht bekommen, wie sie am besten private Altersvorsorge betreiben k&ouml;nnen, werden im Rahmen der Aktion &bdquo;Altersvorsorge macht Schule&ldquo; Kurse angeboten. Die Aktion wird vom DGB unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle 6: <a href=\"http:\/\/www.altersvorsorge-macht-schule.de\/\">Altersvorsorge macht Schule<\/a><\/p>\n<p>Aber immerhin, der DGB f&auml;ngt an,  sich zu wehren. <\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Betriebsrenten sind sicher&rdquo;<\/strong><br>\nDie Finanzkrise rei&szlig;t neue, gro&szlig;e L&ouml;cher in die Rentenkassen der Dax-Konzerne. Damit w&auml;chst die Deckungsl&uuml;cke zwischen Pensionszusagen und Pensionsverm&ouml;gen der Unternehmen auf 97 Milliarden Euro, hat die Unternehmensberatung Rauser Towers Perrin errechnet. Kein Grund zur Sorge, sagt dennoch ihr Vorstand Thomas Jasper. \n<p>Die Finanzkrise setzt auch der betrieblichen Altersversorgung gro&szlig;er deutscher Konzerne kr&auml;ftig zu. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Rauser Towers Perrin (RTP) d&uuml;rfte im vergangenen Jahr das f&uuml;r Pensionszahlungen reservierte Verm&ouml;gen um rund 21 Milliarden Euro geschmolzen sein. Die im Dax Chart zeigen und MDax Chart zeigen notierten Konzerne werden damit neue L&ouml;cher in ihren ausgelagerten Betriebsrenten-Kassen stopfen m&uuml;ssen. In vielen F&auml;llen d&uuml;rfte dies zu Lasten des Eigenkapitals der Konzerne gehen. Dass eine dieser Kassen oder Pensionsfonds in eine ernste Schieflage ger&auml;t, sehen die Experten aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/geldanlage\/0,2828,604121,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sich die &bdquo;Experten&ldquo; irren k&ouml;nnen, beweist die Wirklichkeit inzwischen nahezu t&auml;glich. Die Pension&auml;re k&ouml;nnen also nur hoffen, dass die &bdquo;Schieflage&ldquo; nicht wirklich &bdquo;ernst&ldquo; wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nochmals: Umverteilung im Armenhaus.<\/strong><br>\nHier nochmals das Originaldokument aus dem DIW-Wochenbericht: Neue Rentenformel &ndash; mehr Gerechtigkeit und weniger Armut<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/94159\/09-5-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 465 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Bev&ouml;lkerungsstudie: Bald sieht Deutschland ganz sch&ouml;n alt aus<\/strong><br>\nH&ouml;heres Durchschnittsalter, weniger Sch&uuml;ler, mehr Greise, wachsende und schrumpfende St&auml;dte: Eine neue Studie zur demografischen Entwicklung Deutschlands zeigt, dass dem Land eine tiefgreifende &Auml;nderung der Bev&ouml;lkerungsstruktur bevorsteht.\n<p>Deutschland wird &auml;lter und &auml;lter: War im Jahr 2006 noch jeder zweite Bundesb&uuml;rger &auml;lter als 42 Jahre, wird 2025 jeder zweite sogar &auml;lter als 47 sein, wie eine jetzt ver&ouml;ffentlichte Bev&ouml;lkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,druck-595104,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist nichts Neues und nichts Dramatisches. Die Alterung war im letzten Jahrhundert gr&ouml;&szlig;er. <\/em><\/p>\n<p>Dazu drei Folien:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090130_hinweise_folie_1.jpg\" alt=\"Folie 1\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090130_hinweise_folie_2.jpg\" alt=\"Folie 2\"><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090130_hinweise_folie_3.jpg\" alt=\"Folie 3\"><\/p>\n<p>Dr. Norbert Bl&uuml;m<br>\n<em>29.1.2009<\/em><br>\nL e s e r b r i e f<br>\nzur Ausgabe der &bdquo;WELT&ldquo; vom 28.01.2009 S. 1,<\/p>\n<p>Artikel von Elke Bodderas &bdquo;L&uuml;gen dauern l&auml;nger&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo; wird von Elke Bodderas in eine Reihe gestellt mit dem Satz von Walter Ulbricht: &bdquo;Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten&ldquo; und beides zur L&uuml;ge erkl&auml;rt. Das ist eine besondere Poente jenes Journalismus&rsquo;, der &bdquo;originell&ldquo; mit &bdquo;abstrus&ldquo; verwechselt. Wer die &bdquo;Wahrheit&ldquo; des Satzes: &bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo; auch heutzutage noch nicht kapiert hat, liest offenbar nicht die Nachrichten im Wirtschaftsteil der &bdquo;WELT&ldquo;. Sie berichten vom globalen Desaster einer Finanzwirtschaft, die sich von der Realit&auml;t der Arbeit und der Wertsch&ouml;pfung abgekoppelt hat. Die kapitalgedeckte Alterssicherung ist ein Teil dieser virtuellen Wirtschaft geworden.<\/p>\n<p>Als Alternative Qualifizierung f&uuml;r Ihre &bdquo;bl&ouml;dsinnige&ldquo; Kommentierung von &bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo; biete ich Ihnen noch &bdquo;b&ouml;swillig&ldquo; an. Nehmen Sie, was Ihnen besser passt. &bdquo;Bl&ouml;d&ldquo; oder &bdquo;b&ouml;se&ldquo;. &ndash; Wie es Euch gef&auml;llt.<\/p>\n<p>Ihr<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/090130_bluem_unterschrift.jpg\" alt=\"Norbert Bl&uuml;m\">\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Versagen der &ldquo;Kasino-&Ouml;konomie&rdquo; &ndash; Weltsozialforum der Globalisierungsgegner in Brasilien er&ouml;ffnet <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1666887_Das-Versagen-der-Kasino-oekonomie.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseitenlesers:<\/strong> &bdquo;Oh, wieder diese alten Stereotype der &ldquo;Globalisierungsgegner&rdquo;, dabei m&uuml;sste man seit den Arbeiten von Stiglitz u.a. wissen, dass es um eine andere Globalisierung geht. Aber lieber schl&auml;gt man argumentativ erst einmal die ganze Bewegung &ndash; eben als &ldquo;Globalisierungs-Gegner&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fr&uuml;h aufgestanden gegen Sarkozy<\/strong><br>\nNicolas Sarkozy hat es vielfach beschworen. Jetzt ist es auf der Stra&szlig;e: Das Frankreich, &ldquo;das fr&uuml;h aufsteht&rdquo;. Doch die riesigen Menschenmengen, die am Donnerstag durch Dutzende von franz&ouml;sischen Orten ziehen und weite Teile der privaten und &ouml;ffentlichen Wirtschaft des Landes bestreiken, sind nicht gekommen, um ihrem Pr&auml;sidenten zu applaudieren. Sie buhen ihn aus. Und verlangen das von ihm, was er ihnen wider besseres Wissen versprochen hat. &ldquo;Ich werde der Pr&auml;sident der Kaufkraft sein&rdquo;, hatte Sarkozy im Wahlkampf angek&uuml;ndigt. Knapp zwei Jahre danach sind Reall&ouml;hne und Kaufkraft gesunken, ist nicht nur die Zahl der Arbeitslosen gestiegen, sondern verf&uuml;gen jene, die noch in Lohn und Brot stehen, &uuml;ber immer weniger Rechte und Sicherheiten am Arbeitsplatz. Wirtschaftlich und finanziell von Sarkozy profitiert haben allein die SpitzenverdienerInnen, f&uuml;r die er die Steuern gesenkt hat, und Gro&szlig;unternehmen im Banken- und Automobilsektor, denen er mit milliardenschwerer Unterst&uuml;tzung durch die Krise hilft. Die aktuelle Krise hat die seit vielen Jahren gr&ouml;&szlig;ten franz&ouml;sischen Demonstrationen von Besch&auml;ftigten verst&auml;rkt. Doch die Forderungen an diesem Tag, an dem Sarkozy erstmals in seiner Amtszeit in die Enge getrieben ist, gehen weit &uuml;ber die Krisenaktualit&auml;t hinaus. Sie stellen Sarkozys Wirtschafts- und Sozialpolitik grunds&auml;tzlich in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/frueh-aufgestanden-gegen-sarkozy\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An den Franzosen sollte sich der deutsche Michel ein Beispiel nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schweden r&uuml;stet ab <\/strong><br>\nDer Verteidigungshaushalt wird eingefroren, die Zahl der Soldaten um ein Drittel abgebaut.\n<p>Die von den Sozialdemokraten gef&uuml;hrte schwedische Regierungskoalition will die Milit&auml;rausgaben bis 2014 auf j&auml;hrlich 3,7 Milliarden Euro begrenzen. Nach dem Oberkommandierenden Hakan Syren ist die Folge, dass die Zahl der Soldaten um ein Drittel sinken wird.<\/p>\n<p>Nach Informationen des Svenska Dagbladet wird die Zahl der Soldaten, die f&uuml;r den Kampfeinsatz bereit stehen, von jetzt 20.000 auf 12.500 reduziert. &Uuml;berdies soll die H&auml;lfte der Kampfpanzer abgeschafft werden, da die Soldaten leichter ausger&uuml;stet sein sollen, um besser zu Auslandseins&auml;tzen transportiert werden zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/126601\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>&ldquo;Reform&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p>&ldquo;Es gibt keine Alternative zu meiner Reformpolitik.&rdquo; &ndash; Gerhard Schr&ouml;der, in der ARD-Sendung &ldquo;Bericht aus Berlin, am 5. Juli 2004 &ndash;<\/p>\n<p>&ldquo;Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind die, die bei sich selbst anfangen.&rdquo; &ndash; George Bernard Shaw &ndash;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2009\/neusprech-reform\/\">Zeitgeistlos<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch den Katalog des Neusprechs bei <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/search\/label\/Non%20est%20omen\">ad sinistram<\/a>.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeitslosenstatistik<\/li>\n<li>Arbeitsminister f&uuml;hlt sich unschuldig<\/li>\n<li>Auch in Davos wird nach dem Staat gerufen<\/li>\n<li>Wall-Street-Banker kassierten Boni in Milliardenh&ouml;he<\/li>\n<li>Linksfraktion: Million&auml;re sollen Hilfsprogramm finanzieren<\/li>\n<li>Finanzminister schlie&szlig;t Bad Banks nicht mehr aus<\/li>\n<li>Erblastentilgungsfonds eine wahre Erblast<\/li>\n<li>Soffin: Gerhard Stratthaus: Eine wundersame Karriere<\/li>\n<li>Investieren in Zeiten der Rezession und Deflation<\/li>\n<li>Verscheuern statt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3734\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3734","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3734"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3734\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}