{"id":3735,"date":"2009-01-30T16:15:00","date_gmt":"2009-01-30T15:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3735"},"modified":"2009-01-30T16:15:00","modified_gmt":"2009-01-30T15:15:00","slug":"hinweise-des-tages-2-84","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3735","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nUnter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Kommen viele Bad Bankchen?<\/li>\n<li>Chef der Hypo Real Estate verlangt mehr Steuergeld<\/li>\n<li>Attac: Verluste f&uuml;r Steuerzahler, Gewinne f&uuml;r Aktion&auml;re?<\/li>\n<li>Bundesfinanzministerium: Haltefrist von Wertpapieren durch die SoFFin<\/li>\n<li>US-&ldquo;Bad Bank&rdquo; k&ouml;nnte bis zu vier Billionen Dollar kosten<\/li>\n<li>Obama nennt Banker-Boni &ldquo;besch&auml;mend<\/li>\n<li>Trotz Finanzkrise &ndash; Aktion&auml;re deutscher Konzerne kassieren kr&auml;ftig ab<\/li>\n<li>Shell macht trotz Krise 23 Milliarden Euro Gewinn<\/li>\n<li>WSI-Tarifbericht 2008 &ndash; Tarifpolitik in der Finanzmarktkrise<\/li>\n<li>Der Sturm der Kurzarbeit fegt &uuml;ber Deutschland<\/li>\n<li>BGH-Chef kritisiert &ldquo;Deals&rdquo; wegen zu milder Strafen<\/li>\n<li>Sch&auml;uble mahnt Karlsruhe zu politischer Zur&uuml;ckhaltung<\/li>\n<li>Selbstmordrate unter US-Soldaten auf Rekordhoch<\/li>\n<li>Begleiterscheinungen der Bahn-Expansion<\/li>\n<li>Das &bdquo;neoliberale Modell Deutschland&ldquo; der SPD-F&uuml;hrung ist in der Krise<\/li>\n<li>Papst: Der Bush der Katholiken <\/li>\n<li>Prekarisierung der Wissenschaft<\/li>\n<li>Bis 2015 bekommen Bildung und Forschung 10 Prozent des BIP<\/li>\n<li>Kongress: Arbeits-Unrecht in Deutschland<\/li>\n<\/ul><p><!--more--><br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3735&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Kommen viele Bad Bankchen?<\/strong><br>\nBei der Frage nach der &bdquo;Bad Bank&ldquo; geht es eigentlich nur darum, wie man einen Namen findet, der wohlfeil klingt und wie man das Pferd aufz&auml;umt, ohne dass der Steuerb&uuml;rger die Contenance verliert. Die gro&szlig;e, b&ouml;se Bank ist vom Tisch. Das hat Finanzminister Steinbr&uuml;ck klar gemacht. Auch die kurz kursierende &bdquo;Bad Bank light&ldquo;, also die &Uuml;bernahme fauler Papiere gegen Ausgleichsforderungen, wird es wohl in dieser Form nicht geben.<br>\nSteinbr&uuml;ck hat nun die Variante vieler kleiner Banken ins Spiel gebracht. Jedes Institut lagert seine infizierten Papiere in eine eigene Gesellschaft aus, lagert den M&uuml;ll sozusagen im eigenen Garten. Wie solche Zweckgesellschaften funktionieren und wie man den Inhalt aus der Bilanz heraush&auml;lt, wei&szlig; man ja in Bankenkreisen ganz gut.<br>\nNat&uuml;rlich m&uuml;sste der Bankenrettungsfonds SoFFin auch f&uuml;r die drohenden Ausf&auml;lle dieser vielen &bdquo;Bad Bankchen&ldquo; garantieren. Das hat aber den Charme, dass die Kosten nicht in einem St&uuml;ck offenbar werden, sondern scheibchenweise. Und der Mist w&auml;re raus aus den Bilanzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/content.jsp?key=dokument_332384\">b&ouml;rse.ard<\/a><\/li>\n<li><strong>Chef der Hypo Real Estate verlangt mehr Steuergeld<\/strong><br>\nMehr als 90 Milliarden Euro hat die Hypo Real Estate bereits zur St&uuml;tzung bekommen, doch es reicht nicht, sagt der Chef. Der Finanzwelt drohe ein Fiasko, falls nicht bald etwas passiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/krisenbank-chef-der-hypo-real-estate-verlangt-mehr-steuergeld_aid_366101.html\">Focus Money<\/a>\n<p><em>Dazu passt wie die Faust aufs Auge:<\/em><\/p>\n<p><strong>HRE schlie&szlig;t Boni auch bei Einstieg des Bundes nicht aus <\/strong><br>\nDie angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) schlie&szlig;t Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter auch nach einem gr&ouml;&szlig;eren Engagement des Bundes nicht aus. &laquo;Die Verg&uuml;tung der Mitarbeiter hat sich auch an der wirtschaftlichen Lage der Bank zu orientieren. Allerdings m&uuml;ssen wir in einigen Bereichen beste Spezialisten besch&auml;ftigen &ndash; und da m&uuml;ssen wir im Interesse der Bank flexibel sein&raquo;, sagte der HRE-Vorstandsvorsitzende Axel Wieandt dem Internetportal bild.de.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pr-inside.com\/de\/hre-schliesst-boni-auch-bei-einstieg-r1033169.htm\">PR inside<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verluste f&uuml;r Steuerzahler, Gewinne f&uuml;r Aktion&auml;re?<\/strong><br>\nAttac fordert: Keine staatlichen &ldquo;bad banks&rdquo; ohne &ldquo;good banks&rdquo;!<br>\nAus Anlass des heutigen Gespr&auml;chs der Bundesregierung &uuml;ber so genannte bad banks hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac gefordert, alle Banken zu vergesellschaften, die den staatlichen Rettungsschirm in Anspruch nehmen. Erst danach k&ouml;nnten die vergifteten Papiere in bankeigene Zweckgesellschaften ausgelagert werden.<br>\nSchon das &ndash; von der Bundesregierung mittlerweile zur&uuml;ckgewiesene &ndash; Ansinnen der Finanzinstitute, eine staatliche Bad Bank zu gr&uuml;nden, die alle vergifteten Papiere &uuml;bernimmt, belege die Notwendigkeit, die Branche endlich unter echte demokratische Kontrolle zu stellen. &ldquo;Die guten Papiere ins T&ouml;pfchen der Bankvorst&auml;nde und Aktion&auml;re, die schlechten ins Kr&ouml;pfchen der Steuerzahler &ndash; das ist an Dreistigkeit kaum zu &uuml;berbieten&rdquo;, sagte Detlev von Larcher vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Deutlicher h&auml;tten die Bankmanager nicht machen k&ouml;nnen, wohin die Reise ihrer Meinung nach weiter gehen soll:<br>\nDie jetzigen Verluste sollen sozialisiert werden, die k&uuml;nftigen Profite privatisiert bleiben. Dazu passt die Schamlosigkeit, mit der die Dresdner Bank kurz vor ihrer &Uuml;bernahme durch die Commerzbank noch rasch 400 Millionen Euro an ihre Investmentbanker ausgesch&uuml;ttet hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2009\/01\/30\/verluste-fuer-steuerzahler-gewinne-fuer-aktionaere\/?cHash=3177a06feb\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesfinanzministerium: Haltefrist von Wertpapieren durch die SoFFin<\/strong><br>\nIm Rahmen des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes ist es Unternehmen des Finanzsektors m&ouml;glich, problematische Wertpapiere oder andere Risikopositionen an den Finanzmarktstabilisierungsfonds (&bdquo;SoFFin&ldquo;) zu &uuml;bertragen. Bei der &Uuml;bertragung der Wertpapiere wird neben der risikogerechten Verg&uuml;tung auch festgelegt, ob w&auml;hrend der Dauer der &Uuml;bernahme an den SoFFin eingetretene Wertverluste vollst&auml;ndig von dem Finanzinstitut auszugleichen sind oder nicht.<br>\nDie Wettbewerbsh&uuml;ter der Europ&auml;ischen Union und der Bundesregierung haben in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung best&auml;tigt, dass Banken ihre Wertpapiere l&auml;nger als 36 Monate dem Staat &uuml;bertragen d&uuml;rfen. Bei einer Befristung der Haltedauer f&uuml;r den SoFFin k&ouml;nnte das Problem entstehen, dass das Risiko aus den &uuml;bertragenen Wertpapieren weiterhin in der Bilanz des jeweiligen Finanzunternehmens abgebildet werden muss.<br>\nEU und Bundesregierung haben jetzt gemeinsam erkl&auml;rt: Die 36-Monats-Frist gilt grunds&auml;tzlich weiter. Die Finanzinstitute m&uuml;ssen die Wertpapiere nach sp&auml;testens drei Jahren zur&uuml;ckkaufen. Wenn die Papiere in diesem Zeitraum weiter an Wert verloren haben, dann muss das Finanzinstitut dem SoFFin einen Ausgleich zahlen.<br>\nDie Ausnahme von der Regel: Banken k&ouml;nnen Papiere f&uuml;r einen l&auml;ngeren Zeitraum, auch dauerhaft und damit endg&uuml;ltig, an den SoFFin &uuml;bertragen, wenn schon vor der &Uuml;bertragung eine Einigung mit Br&uuml;ssel &uuml;ber die H&ouml;he der Verg&uuml;tung erzielt wird. Auch f&uuml;r den Fall, dass die Bank nicht alle Wertverluste aus den &uuml;bernommenen Positionen ausgleicht, ist &ndash; unabh&auml;ngig von der Laufzeit &ndash; eine Einigung &uuml;ber die H&ouml;he der Verg&uuml;tung erforderlich.<br>\nDetails zu den Regelungen finden Sie in der Genehmigung N 625\/2008 der Europ&auml;ischen Kommission vom 12. Dezember 2008. Diese wird in den n&auml;chsten Tagen auf der Homepage der Kommission ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/DE\/Wirtschaft__und__Verwaltung\/Finanz__und__Wirtschaftspolitik\/Finanzpolitik\/126__Wertpapiere__Soffin.html\">Bundesfinanzministerium<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &bdquo;Bad Bank&ldquo; gibt es also faktisch schon.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-&ldquo;Bad Bank&rdquo; k&ouml;nnte bis zu vier Billionen Dollar kosten<\/strong><br>\nDie Einrichtung einer sogenannten &ldquo;Bad Bank&rdquo; in den USA k&ouml;nnte doppelt so teuer werden wie kalkuliert: Nach Ansicht eines US-Senators w&uuml;rde ein staatliches Institut zum Aufkauf hochriskanter Papiere bis zu vier Billionen Dollar kosten. Bislang ging die Regierung von zwei Billionen Dollar aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,604434,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Darf es ein paar Billi&ouml;nchen mehr sein&hellip;Es ist offenbar ein Loch ohne Boden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obama nennt Banker-Boni &ldquo;besch&auml;mend&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r den neuen US-Pr&auml;sidenten ist der &ldquo;Gipfel der Verantwortungslosigkeit&rdquo; erreicht: Bonuszahlungen in Milliardenh&ouml;he f&uuml;r die Wall-Street-Banker erz&uuml;rnen Barack Obama. Das Gesch&auml;ftsgebaren in den Instituten sorgte bereits mehrfach f&uuml;r Aufregung<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama hat scharfe Kritik an den Bonus-Zahlungen an der Wall Street ge&uuml;bt. &ldquo;Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit&rdquo;, sagte er am Donnerstag vor Journalisten zu einem Zeitungsbericht, wonach die Finanzinstitute f&uuml;r 2008 18,4 Mrd. $ an Boni ausgezahlt haben sollen: &ldquo;Das ist besch&auml;mend.&rdquo; Er und Finanzminister Timothy Geithner w&uuml;rden der Wall Street klar machen, dass &ldquo;es eine Zeit f&uuml;r sie gibt, Gewinne einzustreichen, und eine Zeit f&uuml;r sie gibt, Boni zu erhalten&rdquo;, sagte Obama. &ldquo;Jetzt ist nicht diese Zeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Milliarden-Pr%E4mien-trotz-Krise-Obama-nennt-Banker-Boni-besch%E4mend\/467791.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Trotz Finanzkrise &ndash; Aktion&auml;re deutscher Konzerne kassieren kr&auml;ftig ab<\/strong><br>\nTrotz der Finanzkrise &ouml;ffnen die im Dax b&ouml;rsennotierte Unternehmen 2009 ihre Geldkoffer. Die Konzerne wollen zusammen rund 23 Milliarden Euro an die Anleger aussch&uuml;tten. Damit bleiben die Dividenden nur knapp hinter dem Rekordjahr 2008 zur&uuml;ck. Die Aussch&uuml;ttungen in schlechten Zeiten sind umstritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article3117591\/Aktionaere-deutscher-Konzerne-kassieren-kraeftig-ab.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Shell macht trotz Krise 23 Milliarden Euro Gewinn<\/strong><br>\nTrotz gesunkener Erd&ouml;lpreise hat der niederl&auml;ndisch-britische &Ouml;lkonzern Royal Dutch Shell 2008 seinen Jahresgewinn erneut deutlich gesteigert und die Dividende erh&ouml;ht.<br>\nDer nach aktuellen Wiederbeschaffungskosten (CCS) berechnete Jahresgewinn stieg laut Konzernangaben vom Donnerstag im Vergleich zu 2007 um 14 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro) &ndash; ein europ&auml;ischer Rekord auch im Vergleich zu Konzernen anderer Branchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/newsticker.welt.de\/?module=dpa&amp;id=20203134\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>WSI-Tarifbericht 2008 &ndash; Tarifpolitik in der Finanzmarktkrise <\/strong><br>\nDie WSI-Tarifbericht 2008 steht jetzt in der Langfassung inkl. Grafiken und Tabellen im Netz zum Download zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_ta.html?productfile=HBS-004325.xml\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Sturm der Kurzarbeit fegt &uuml;ber Deutschland<\/strong><br>\n&Uuml;ber Deutschland rollt eine Welle von Kurzarbeit hinweg. Im Januar sind wieder mehr als 400.000 Antr&auml;ge auf Kurzarbeit gestellt worden, sagte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, bei der Pr&auml;sentation der Arbeitsmarktzahlen. Im Dezember waren ebenfalls 404.000 Anzeigen f&uuml;r Kurzarbeit eingegangen. Becker geht davon aus, dass sich die Zahl in den n&auml;chsten Monaten erh&ouml;ht.<br>\nDie Liste der Unternehmen liest sich wie das Who is Who der deutschen Wirtschaft: bei Volkswagen sind es 61.000 Kurzarbeiter, bei Daimler 50.000, bei BMW 26.000, bei Audi 25.000. Aber auch Bosch, der Tesafilm-Hersteller Beiersdorf, die Chemiekonzerne Bayer und BASF, Jenoptik, der Maschinenbauer Voith, der Autozulieferer ZF Friedrichshafen, der Chiphersteller AMD, Stahlkonzern Thyssen Krupp, der Lastwagenhersteller MAN schicken Tausende ihrer Mitarbeiter in die Kurzarbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/wirtschaft\/article1024490\/Der_Sturm_der_Kurzarbeit_fegt_ueber_Deutschland.html\">Berliner Morgenpost<\/a><\/li>\n<li><strong>BGH-Chef kritisiert &ldquo;Deals&rdquo; wegen zu milder Strafen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesgerichtshofs, Klaus Tolksdorf, hat Absprachen in Strafprozessen getadelt. Oft w&uuml;rden danach Strafen verh&auml;ngt, die nicht angemessen seien. Der Eindruck, vor Gericht gebe es eine Zweiklassengesellschaft, sei deshalb nachvollziehbar.<br>\nNach Einsch&auml;tzung des langj&auml;hrigen Strafsenatsvorsitzenden werden in etwa zwei Drittel aller Strafprozesse die Urteile zwischen den Beteiligten und dem Gericht abgesprochen. &ldquo;Ich halte diese Entwicklung f&uuml;r gef&auml;hrlich.&rdquo; Der Eindruck, dass vor Gericht eine Zweiklassengesellschaft herrsche, sei aus seiner Sicht nicht ganz unzutreffend. &ldquo;Das Strafensystem ist in eine gef&auml;hrliche Schieflage geraten.&rdquo; F&uuml;r das Ansehen der Justiz sei dies &ldquo;verheerend&rdquo;.<br>\nNach Tolksdorfs Worten setzt die Einf&uuml;hrung der Absprachen im Strafprozess einen grundlegenden Systemwechsel im Strafverfahren voraus. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns einfach entscheiden&rdquo;, forderte der BGH- Pr&auml;sident. Wenn man diesen Wechsel aber nicht wolle &ndash; wof&uuml;r gute Gr&uuml;nde spr&auml;chen &ndash; &ldquo;dann sollten wir auf den Deal ganz verzichten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,604456,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble mahnt Karlsruhe zu politischer Zur&uuml;ckhaltung<\/strong><br>\nBundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble hat an die Karlsruher Verfassungsrichter appelliert, Zur&uuml;ckhaltung zu &uuml;ben und der Politik den notwendigen Gestaltungsspielraum zu belassen. Auf einer Veranstaltung anl&auml;sslich des 60-j&auml;hrigen Bestehens des Grundgesetzes kritisierte der CDU-Politiker am Donnerstagabend einen &laquo;Trend zur Konstitutionalisierung der Tagespolitik&raquo;. In seinem Vortrag in der Universit&auml;t Karlsruhe erinnerte der Innenminister daran, dass Gerichten die demokratische Legitimation fehle, die der Gesetzgeber habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pr-inside.com\/de\/schaeuble-mahnt-karlsruhe-zu-politischer-zurueckha-r1033279.htm\">PR inside<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass das Bundesverfassungsgericht wohl ein Gesetz nach dem anderen kassiert, geht dem Bundesinnenminister wohl zu weit. Dass Richter nach Recht und Gesetz urteilen (sollte) und daraus ihre Legitimation beziehen, hat Sch&auml;uble wohl vergessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Selbstmordrate unter US-Soldaten auf Rekordhoch<\/strong><br>\nTrauriger Rekord: Die Selbstmordrate unter US-Soldaten hat im vergangenen Jahr so hoch gelegen wie nie zuvor in der Geschichte der Armee. Als Grund f&uuml;r diese Entwicklung vermutet das US-Milit&auml;r vor allem Kampfeins&auml;tze im Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/US-Soldaten-Selbstmord;art123,2719168\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Begleiterscheinungen der Expansion<\/strong><br>\nHeftige Machtk&auml;mpfe im In- und Ausland begleiten die Expansion der Deutschen Bahn AG. Die Zukaufsstrategie des Konzernmanagements sei &ldquo;aggressiv&rdquo; und &ldquo;anma&szlig;end&rdquo;, beschwert sich der Vorsitzende der franz&ouml;sischen Bahn. Britische Gewerkschafter werfen dem deutschen Unternehmen vor, die gr&ouml;&szlig;te G&uuml;terbahn des Landes nur aus taktischen Gr&uuml;nden erworben zu haben und jetzt ihre Infrastruktur zu ruinieren. W&auml;hrend die Firmenspitze die deutsche Weltmarktposition mit Gesch&auml;ften am Persischen Golf und in Ostasien st&auml;rkt, provoziert sie mit einem hartn&auml;ckigen Sparkurs gegen&uuml;ber den Besch&auml;ftigten im Inland im zweiten Jahr in Folge Streiks. Neue Proteste ruft die Bespitzelung von 173.000 Mitarbeitern durch die Firma hervor. Kritiker sprechen von totalit&auml;ren Praktiken. Das weithin als r&uuml;cksichtslos empfundene Vorgehen des Managements gilt der Umsetzung des erkl&auml;rten Ziels, zum &ldquo;weltweit f&uuml;hrenden Mobilit&auml;ts- und Logistikunternehmen zu werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57455\">german foreign policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die Bespitzelung von Mitarbeitern hat immerhin dazu gef&uuml;hrt, dass der Bundesverkehrsminister und der Deutsche Bundestag\/Verkehrsausschuss sich in das operative Gesch&auml;ft des Bankvorstandes einschalteten, diesen jedenfalls kritisch kommentierten. Bei anderen mindestens genauso weit tragenden Fehlentscheidungen des Bahnvorstandes hat der Eigent&uuml;mer bisher nicht interveniert: nicht bei der hier erw&auml;hnten Zukaufstrategie, nicht vor Einf&uuml;hrung des verkorksten und sp&auml;ter revidierten Preissystem, nicht bei einer Personalpolitik, die wichtige Leistungen der Bahn wie etwa den Schalterdienst immer kundenunfreundlicher machen. Es ist an der Zeit, dass der Eigent&uuml;mer seine Politik gegen&uuml;ber der Unternehmensf&uuml;hrung revidiert und den Einfluss nicht den den Aufsichtsrat beherrschenden Industrieinteressen &uuml;berl&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zwischen autorit&auml;rer und partizipatorischer Demokratie<\/strong><br>\nDas &bdquo;neoliberale Modell Deutschland&ldquo; der SPD-F&uuml;hrung ist in der Krise<br>\nSechs Thesen von Horst Peter und Michael Vester.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/files\/pdf\/art_vester_peter.pdf\">linksnet [PDF &ndash; 145 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Papst: Der Bush der Katholiken <\/strong><br>\nBenedicht XVI. handelt reaktion&auml;r und nicht als Vers&ouml;hner. Dass er die Pius-Bruderschaft samt Holocaust-Leugnern rehabilitiert, f&uuml;gt der Kirche irreparablen Schaden zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1667505_Der-Bush-der-Katholiken.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Prekarisierung der Wissenschaft<\/strong><br>\nAm 11. und 12. Januar 2008 fand unter Federf&uuml;hrung des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) an der Universit&auml;t Leipzig eine Tagung zum Thema &raquo;Prekarisierung von Wissenschaft und wissenschaftlichen Arbeitsverh&auml;ltnissen&laquo; statt. Kooperationspartner waren die Rosa-Luxemburg &ndash; Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowie der StudentInnenrat der Uni Leipzig.<br>\nDer vorliegende Band vereinigt die Verschriftlichung einiger exemplarischer, die vielf&auml;ltigen Facetten des Themas auslotender, Vortr&auml;ge dieser Veranstaltung.<br>\nSie sollen vor allem die Fortsetzung der in vielen Punkten noch &raquo;offen&laquo; gebliebenen,<br>\nteilweise kontroversen &ndash; aber gerade deswegen ergiebigen &ndash; Diskussion erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090130_2.pdf\">Rosa-Luxemburg-Stiftung, Reihe: Manuskripte, 78 [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Bis 2015 bekommen Bildung und Forschung 10 Prozent des BIP<\/strong><br>\nDer Anteil der Aufwendungen f&uuml;r Bildung und Forschung soll bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen. Das best&auml;tigte die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/11549) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/11349). Im Jahr 2006 habe der Anteil des BIP, der f&uuml;r das Bildungsbudget aufgewendet wurde, noch 6,2 Prozent betragen. Dies habe der Summe von 142,9 Milliarden Euro entsprochen. Verl&auml;ssliche Aussagen zur Entwicklung des BIP bis zum Jahr 2015 seien momentan noch nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/115\/1611549.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Genaue Angaben, wer wie viel bezahlt sind jedoch genauso wenig m&ouml;glich. Nicht mehr als ein vages politisches (!) Versprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeits-Unrecht in Deutschland<\/strong><br>\nArbeit und Arbeitslosigkeit in der Krise des Neoliberalismus<br>\nDie Verletzung von Arbeits- und Sozialrechten ist zu einer systemischen Erscheinung geworden. Dabei geht es nicht nur um die Verletzung bestehender Rest-Rechte, sondern auch um verrechtlichtes Unrecht und um den Bruch von Menschenrechten durch Privateigentumer und Staat. In der Krise des Neoliberalismus nehmen Corporate Crime und State Crime eher noch zu. Eine nationale und internationale Gegenbewegung steht auf der Tagesordnung. Wir laden Experten, Aktivisten und Betroffene zu einer Bestandsaufnahme, zu Analyse und Perspektivbildung ein.<br>\nSamstag, 14. Marz 2009<br>\n10.00 bis 18.00 Uhr<br>\nBurgerhaus Stollwerk (Raum 416)<br>\nDreikonigenstrase 23, 50678 K&ouml;ln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/\">Business Crime Control<\/a><\/li>\n<li><em>Mal etwas anderes:<\/em><br>\n<strong>Melodien aus Aktienkurven<\/strong>, arrangiert mit der Microsoft Komponiersoftware &ldquo;Songsmith&rdquo;.<br>\nDer Billion-Dollar-Song zur Finanzkrise, ein vorfinanzierter H&ouml;rsturz.<br>\nDie sch&ouml;nsten Melodien scheibt das Leben selbst! Jeder Mensch ist ein<br>\nK&uuml;nstler &ndash; also auch die Politiker und Banker: Melodien f&uuml;r Millionen. Und<br>\nKrisenzeiten sind immer gute Zeiten f&uuml;r die Kunst. Thank you for the Music!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kreidler-net.de\/charts.html\">Kreidler<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Kommen viele Bad Bankchen?<\/li>\n<li>Chef der Hypo Real Estate verlangt mehr Steuergeld<\/li>\n<li>Attac: Verluste f&uuml;r Steuerzahler, Gewinne f&uuml;r Aktion&auml;re?<\/li>\n<li>Bundesfinanzministerium: Haltefrist von Wertpapieren durch die SoFFin<\/li>\n<li>US-&ldquo;Bad Bank&rdquo; k&ouml;nnte bis zu vier Billionen Dollar kosten<\/li>\n<li>Obama nennt Banker-Boni &ldquo;besch&auml;mend<\/li>\n<li>Trotz Finanzkrise &ndash; Aktion&auml;re deutscher Konzerne kassieren kr&auml;ftig ab<\/li>\n<li>Shell<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3735\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3735","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3735\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}